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Schreibmaschinen statt PCs   Leave a comment

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Klingt schon fast wie ein Scherz, wenn es heißt zurück zur Schreibmaschine wegen der Datenspionage. Russische Geheimdienste setzen aber neuerdings darauf. Eine Schreibmaschine kann nicht abgehört werden.

Hier ein Artikel von derwesten.de

Geheimdienst bestellt statt PCs Schreibmaschinen in NRW

 

Moskau. Zum Schutz vor Datenspionage per Computer setzen russische Geheimdienste auf deutsche Schreibmaschinen. Wohl auch alarmiert durch die Enthüllungen des Internetexperten Snowden bestellt der Staatsschutz von Kremlchef Putin nun 20 neue Exemplare – in Hattingen.

Zum Schutz vor Datenspionage per Computer setzen russische Geheimdienste auf deutsche Schreibmaschinen. Wohl auch alarmiert durch die Enthüllungen des Internetexperten Snowden bestellt der Staatsschutz von Kremlchef Putin nun 20 neue Exemplare – in Hattingen.

Die Suche des russischen Staatsschutzes FSO nach Schreibmaschinen – vorzugsweise made in Germany – wirkt wie eine Kampfansage an „Datenspione“ vom Schlage eines Edward Snowden. Die russischen Geheimdienste sehen freilich nicht nur mit Sorge, dass der von den USA als Verräter gejagte Computerspezialist weiter im Transitbereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo festsitzt. Seit den Enthüllungen des 30-Jährigen dürften die Sicherheitsbehörden von Präsident Wladimir Putin, selbst einst Geheimdienstchef, darüber nachdenken, wie geheime Informationen noch besser zu schützen sind.

Für den Bundesnachrichtendienst mag es wie ein Aprilscherz klingen, aber für den FSO, zuständig für Putins Schutz, bietet offenbar die gute alte Schreibmaschine beste Sicherheit gegen Spione. Wie die im Internet nachlesbare FSO-Ausschreibung mit der Nummer UMTO-kk-43 zeigt, sucht die selbst auf Abhöraktionen spezialisierte Behörde auch Hunderte Farb- und Korrekturbänder für die Triumph-Adler Twen 180 und Olympia Comfort.

Hersteller Olympia in Hattingen setzt weiter auf die Alternative zum Computer. Der Vertrieb bestätigt, dass das Unternehmen den Russen in der vergangenen Woche ein Angebot für 20 Schreibmaschinen und die Farbbänder gemacht habe. Experten dort vermuten, dass Geheimdienste traditionell eher auf Gewebefarbbänder setzen. Bei Karbonbändern seien die getippten Buchstaben leicht zu entziffern und damit im Grunde auch der Text.

Sicherheitsdienste legen großen Wert auf die Signatur der Maschinen

Gut 200 Euro pro Stück wollen die Russen pro elektrischer Schreibmaschine ausgeben, wie aus der Bestellanforderung hervorgeht. Das Gesamtpaket mit den Bändern hat ein Volumen von 486.540 Rubel (rund 11.600 Euro).

Sicherheit hat in Zeiten weltweiter Datenspionage über Computer und Internet Konjunktur, wie russische Medien angesichts der FSO-Ausschreibung berichten. Besonders heikle Dokumente würden demnach nur auf Papier und nicht auf elektronischen Datenträgern archiviert, schreibt die regierungsnahe Zeitung „Iswestija“ am Donnerstag.

Diese Praxis sei in Russland nicht nur in den Geheimdiensten gebräuchlich, sondern auch im Verteidigungs- und im Zivilschutzministerium. Der frühere Chef des Inlandsgeheimdienstes FSB, Nikolai Kowaljow, sagte der Zeitung, dass auch die handschriftliche Aufzeichnung geheimer Informationen üblich sei.

Geheimdienst bestellt statt PCs Schreibmaschinen in NRW | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/panorama/geheimdienst-bestellt-statt-pcs-schreibmaschinen-in-nrw-id8177026.html#1435220758

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 30. Juli 2013 von hubert wenzl in Politik

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