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Scharfe Kritik auf Trumps erste Ernennungen   Leave a comment

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Ich hatte ja gehofft, dass Trump nach den Wahlen und seinem Sieg gemäßigter auftreten würde. Dass nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Okay, er tritt jetzt leiser und staatsmännischer auf. Aber seine ersten Ernennungen verheißen nichts Gutes. Es sind erzkonservative Leute und Falken.

Aus nachrichten.at

 

Mike Pompeo, Michael Flynn und Jeff Sessions   Bild: Afp

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Im Rennen um den begehrten Posten des Außenministers taucht überraschend der Name von Mitt Romney auf, der die Präsidentenwahl 2012 gegen Amtsinhaber Barack Obama verlor. Romney hatte den Immobilienmilliardär als „Angeber und Hochstapler“ angegriffen und die Parteimitglieder aufgerufen, jedem anderen Bewerber um die offizielle Kandidatur ihre Stimme zu geben – nur nicht Trump.
Bild: (Reuters)

(Anmerkung: ist schon überraschend, dass er dem Romney so schnell vergeben kann).

Der künftige CIA-Direktor Pompeo kritisierte als Abgeordneter aus Kansas die Entscheidung von Präsident Barack Obama, illegale CIA-Gefängnisse zu schließen. Auch wandte er sich gegen die Vorschrift, wonach alle Verhöre strikt nach Anti-Folter-Gesetzen ablaufen müssen.

Pompeo sprach sich für die Todesstrafe für den Whistleblower Edward Snowden aus, dieser sei ein Verräter. Wiederholt setzte er sich für eine Ausweitung der Überwachungspraktiken der US-Regierung ein.

Flynn wird den Präsidenten bei allen Fragen der nationalen und internationalen Sicherheit beraten. Da Trump auf den Gebieten Außen- und Sicherheitspolitik keine Erfahrung hat, kommt dem Drei-Sterne-General enormer Einfluss zu.

Am Wochenende trifft Trump in New York Mitt Romney, der 2012 als Präsidentschaftskandidat Barack Obama unterlegen war. Romney hatte Trump im Wahlkampf kritisiert. Das Treffen dient entweder nur der Versöhnung, oder aber Trump bietet Romney den Posten des Außenministers an.

Trump trifft am Wochenende in seinem Golfclub in New Jersey auch eine Reihe weiterer Kandidaten für verschiedene Posten. In den Ministerien für Verteidigung und Äußeres nahmen seine Übergangsteams ihre Arbeit auf.

Pence bei Musicalaufführung ausgebuht

Der designierte Vizepräsident Mike Pence hat bei seinem Besuch des Broadway-Musicals „Hamilton“ am Freitagabend lautstarke Buhrufe vom Publikum erhalten. Wie US-Medien berichten, musste die Vorstellung wegen anhaltender Rufe verspätet beginnen und mehrfach unterbrochen werden. Nach der Vorstellung trat das Ensemble vor den Vorhang und wandte sich direkt an den kontroversen Besucher.

„Wir sind das vielseitige Amerika, das alarmiert und verängstigt ist, dass Ihre Regierung uns, unseren Planeten, unsere Kinder und unsere Eltern nicht beschützen, uns nicht verteidigen und unsere unveräußerlichen Rechte nicht aufrechterhalten wird“, sagte Brandon Victor Dixon, der in dem Erfolgsmusical den ehemaligen US-Vizepräsidenten Aaron Burr verkörpert. „Aber wir hoffen, dass dieses Stück Sie inspiriert hat, unsere amerikanischen Werte hochzuhalten und im Interesse von uns allen zu arbeiten.“

Fans hatten in sozialen Medien kritisiert, dass Donald Trumps Vize zur Aufführung zugelassen wird, weil der erzkonservative, evangelikale Christ u.a. gegen die Homo-Ehe und das Recht auf Abtreibung auftritt. Als Gouverneur von Indiana unterzeichnete Pence etwa ein hochumstrittenes Gesetz zur „Religionsfreiheit“, das es Geschäften erlaubt, Homosexuelle nicht zu bedienen. Das Musical „Hamilton“ gilt als revolutionär, weil es die US-Gründungsgeschichte mit Gesang, Hip-Hop und Jazz sowie mit Schauspielern verschiedenster Herkunft und sexueller Orientierungen erzählt. Javier Munoz etwa, der kürzlich den Ideengeber, Komponisten, Librettisten und Hauptdarsteller Lin-Manuel Miranda als Gründervater Alexander Hamilton beerbte, ist ein offen schwuler US-Schauspieler.

Das Team rund um „Hamilton“ hatte sich im Wahlkampf aktiv für die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton eingesetzt, Spenden gesammelt und zur Wählerregistrierung aufgerufen. Dem Wunsch von Pence nach einer Karte sei laut Produzent Jeffrey Seller nachgegeben worden, um ihn direkt ansprechen zu können. „Jeder sollte dieses Stück sehen können, ganz unabhängig von dessen Einstellung“, so Seller gegenüber dem „Hollywood Reporter“. „Aber es ist nun einmal so, dass sich seine Politik derart gegen Minderheiten, farbige Menschen und Homosexuelle richtet, dass wir als Ensemble, das aus Minderheiten, Frauen und Homosexuellen besteht, sagen mussten, wie wir uns fühlen.“

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Trump entgeht mit Millionenvergleich einem Prozess

Im Streit um eine von ihm gegründete „Universität“ zahlt der künftige US-Präsident Donald Trump 25 Millionen Dollar (23,33 Millionen Euro) an über 6.000 ehemalige Studenten.

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Trump University

Bild: Afp
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Einen entsprechenden Vergleich verkündete am Freitag der Generalstaatsanwalt von New York, Eric Schneiderman. Trump entgeht damit kurz vor seinem Einzug ins Weiße Haus einem Prozess.

Die außergerichtliche Einigung sei „ein wichtiger Sieg für die mehr als 6.000 Opfer seiner betrügerischen Universität“, erklärte Schneiderman mit Blick auf Trump. Der Milliardär müsse wegen Verstößen gegen die Bildungsgesetze zudem bis zu eine Million Dollar an den Bundesstaat New York zahlen. Mit der Einigung sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft alle drei anhängigen Verfahren gegen Trump wegen seiner „Universität“ – zwei in Kalifornien, eins in New York – erledigt.

Trump hatte seine „Universität“ im Jahr 2004 gegründet und hielt daran einen Anteil von 93 Prozent. Die kommerzielle Einrichtung, die nicht offiziell als Hochschule anerkannt war und ihren Kunden angeblich vermitteln sollte, wie sie im Immobiliengeschäft schnell zu Geld kommen, machte vor einigen Jahren dicht.

Ehemalige Studenten der Trump University hatten den Geschäftsmann vor sechs Jahren verklagt, weil sie sich von der Einrichtung betrogen fühlten. Trump drohte deshalb ein Prozess, dem er mit dem nun erzielten Millionenvergleich entgeht. Bis zu seiner Wahl zum neuen US-Präsidenten hatte der Immobilienmilliardär eine gütliche Einigung immer ausgeschlossen.

Allerdings waren die Vorwürfe gegen Trump massiv: So hatte der frühere Verkaufsleiter der „Universität“, Ronald Schnackenberg, in einer schriftlichen Erklärung die Vorwürfe der Ex-Studenten unterstützt, dass sie von der Einrichtung betrogen worden seien. Die Trump University habe sich „ältere und ungebildete Menschen zur Beute gemacht, um sie von ihrem Geld zu trennen“, erklärte er. Ihr einziges Ziel sei es gewesen, die Teilnahme an möglichst teuren Seminaren zu verkaufen. Schnackenberg erläuterte, dass er wegen der betrügerischen Praktiken im Jahr 2007 seinen Job aufgegeben habe.

Laut Aussage eines anderen früheren Angestellten, Jason Nicholas, soll eine der Betrugsmethoden darin bestanden haben, dass sich die Ausbilder fälschlich als „rechte Hand“ Trumps beschrieben hätten. Dabei habe es sich um völlig unqualifizierte Trainer gehandelt. „Das war eine Fassade, eine völlige Lüge“, erklärte Nicholas in seiner schriftlichen Aussage.

Die Seminare kosteten bis zu 35.000 Dollar. In von der US-Justiz veröffentlichten Instruktionen für die Anwerbung von Studenten hieß es: „Sagt ihnen, dass Ihr eine Lösung für ihre Probleme habt und eine Art und Weise kennt, in der sie ihr Leben ändern können.“

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Scharfe Kritik auf Trumps erste Ernennungen

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 20. November 2016 von hubert wenzl in Politik, Uncategorized

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Trump – der Brandbeschleuniger für Europas Rechtspopulisten   1 comment

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Nicht vergessen sollte die Arbeiterschicht bei Trump nicht, dass die Interessen eines Milliardärs und die der Arbeiter genau entgegengesetzt sind. Er wird die Probleme, die durch die Globalisierung da sind auch nicht im Alleingang lösen können. Alleine kann jemand heute in dieser komplexen Welt nichts mehr.
Und man muss sich fragen wer denn die Globalisierung eigentlich wollte. Der Kapitalismus wollte diese, weil er damit die größten Gewinne machen kann. Wenn man die Lebensbedingungen der Bevölkerung verbessern möchte, müsste man dem Kapitalismus Regeln auferlegen, denn grenzenlose Freiheit hier nützt nur den ökonomisch Starken. Ich habe bis jetzt nichts mitbekommen, dass rechte Parteien große Kapitalismuskritiker wären. Die größten Gegner, die das tun, sind ja Kommunisten und Linke. Auch der Staat ist auf keinem Fall zurückzudrängen, denn er hat die Aufgabe Schwächere zu schützen. Wenn man ihm durch zu niedere Steuern zu sehr schwächt spüren es als erste die sozial Schwachen. Trump möchte ja die Steuern für Unternehmen von 35% auf 15% runtersetzen. Wie will er dann den kleinen Mann stärken?
Trumps Motto: Make America Great Again hörten leider leider die sozial schwächsten, die Leute, denen es am dreckigsten geht, nur allzu gerne. Rechte in Deutschland beklagen ja auch immer wieder, dass die Meinungsfreiheit eingeschränkt wäre. Auch da ist Trump kein Vorbild, denn er hat angekündigt die Pressefreiheit einschränken zu wollen. Natürlich nicht bei Presseorganen wie „Breitbart News“, dessen Chef Stephen Bannon ihm ja in Wahlkampf maßgeblich unterstüzt hat und jetzt zu einem seiner Berater berufen wurde.

„Breitbart hat seinen Hauptsitz in Los Angeles, Kalifornien, mit Büros in Texas, London und Jerusalem. Bevor er im August 2016 in Donald Trumps Wahlkampfteam berufen wurde, war Stephen Bannon der verantwortliche Angestellte für Veröffentlichung, während Alexander Marlow als Chefredakteur tätig ist. Breitbart News gilt mittlerweile als eines der wichtigsten Sprachrohre der Alt-Right (Alternative Right), die sich in den letzten Jahren rechts der Republikanischen Partei formiert hat, wobei bei Breitbart News auch das politische Establishment der Republikaner kritisiert wird.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Breitbart_News_Network

Aus derStandard

Die Website sieht sich als Speerspitze der US-Rechtspopulisten. Ihr ehemaliger Chef Steve Bannon wird nun Chefberater Donald Trumps Barack Obama habe „hasserfüllte Muslime importiert“, Abtreibungen seien mit dem Holocaust vergleichbar, Deutschland werde bald schon der Terrormiliz IS anheimfallen: „Breitbart News Network“, jene brachial-rechte Nachrichtenseite aus den USA, die nach ihrem 2012 verstorbenen Gründer Andrew Breitbart benannt ist und so bereitwillig die Kandidatur Donald Trumps unterstützt hat, darf sich künftig einen Draht nach ganz oben auf die Fahnen schreiben.

derstandard.at/2000047522822/Trumps-Zentralorgan-Breitbart-Rechtes-Portal-mit-Draht-nach-oben

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Und die AfD soll durch Breitbart News auch profitieren.

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Verliert die AfD ihr Feindbild USA?

Die AfD bejubelt den Sieg von Donald Trump. Doch womöglich geht der Partei bald ihr Feindbild verloren – wenn sich Amerikas Russland-Kurs ändert.

von

AfD-Führungskräfte Frauke Petry, Beatrix von Storch und Jörg Meuthen (von links).
AfD-Führungskräfte Frauke Petry, Beatrix von Storch und Jörg Meuthen (von links).Foto: dpa
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„Wir sind Präsident!“, twitterte die Berliner AfD als Reaktion auf den Wahlsieg von Donald Trump. Dass die deutschen Rechtspopulisten sich über den Sieg des amerikanischen Rechtspopulisten freuen, leuchtet auf den ersten Blick ein. Schließlich ist das Geschäftsmodell ein Ähnliches: So tun, als vertrete man die Interessen von durchschnittlichen Bürgern und entlarve die politische Klasse, gepaart mit fremdenfeindlichen Untertönen und einem Hang zu kalkulierter Provokation. Eine relativ nachsichtige Haltung gegenüber Russland kommt als weitere Gemeinsamkeit hinzu.

http://www.tagesspiegel.de/politik/sieg-von-donald-trump-verliert-die-afd-ihr-feindbild-usa/14819612.html

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Aber lassen wir Amerikas Berlusconi mal arbeiten, wir werden dann alle sehen wie die Auswirkungen sind, was von seinen Versprechen übrig bleibt und WER im Fall davon profitiert.

Foto von Ebay

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Wer will kann sich bei Ebay so eine Mütze kaufen und eventuell Amerika mit Deutschland austauschen.

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Bei alldem ist mir schon klar, dass die „Establishment“-Parteien schwere Fehler gemacht hat, dass so ein großer Wunsch nach einem Wandel entststand. Die Politik war zu abgehoben. Jetzt kommen eben Populisten mit einfach Lösungen. Ob sie den Wandel zugunsten der Leute, die das so wollten, bringen werden, wird man sehen.

Jedenfalls ist es besorgniserregend, dass sich heute zwei Lager gegenüber stehen, die einen Kulturkampf austragen.
Man sollte vor allem auch nie die Macht der Worte unterschätzen und die Verantwortung dafür nicht vergessen. Die tatsächliche Gewalt folgt der verbalen.

Sven Petry, (Pfarrer), der ex-Mann von Frauke Petry sagt zum Beispiel:

„Worte wirken. Wenn sie Angst und Vorurteile schüren, sind sie gefährlich. Meinungsfreiheit entbindet nicht von Verantwortung.“
https://twitter.com/sven_petry/status/796679902275768320?lang=de

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Von der AfD bis zum Front National – Europas Rechtspopulisten feiern den Sieg Donald Trumps bei der US-Präsidentschaftswahl. Schon die ersten Reaktionen lassen ahnen, was uns in den nächsten Jahren bevorsteht: ein Kulturkampf über die Interpretation von Demokratie.

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Donald Trump

Donald Trump grinst. Die Rechtspopulisten in Europa reagierten geradezu euphorisch auf die Wahl des Republikaners zum US.Präsidenten.

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Trump – der Brandbeschleuniger für Europas Rechtspopulisten

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 14. November 2016 von hubert wenzl in Uncategorized

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Sieg des Zerstörers   4 comments

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Unversöhnlich stehen sich Befürworter und Gegner von Trump gegenüber. Mir kommt das schon vor wie ein Kulturkampf. Oder wie Menschen, die auf verschiedenen Planeten zu leben scheinen. Frauke Petry von der AfD schickte Trump ein Glückwunsch-Telegramm mit Segen von oben:

„Gotte segne Sie und Ihre Familie“

Was bedeutet schon so ein Segen. Gesegnet haben amerikanische Priester auch die US-Kampfbomber bevor sie in Hiroschima und Nagasaki die „christlichen Bomben“, wie Japaner sie nannten, abwarfen.
https://www.heise.de/tp/features/Manche-Japaner-sprachen-von-der-christlichen-Bombe-3401918.html

 

Donald Trump wird der nächste US-Präsident. Das ist eine politische Katastrophe – für Amerika, für die Welt.

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Donald Trump auf seiner Wahlparty in New York

AP – Donald Trump auf seiner Wahlparty in New York
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Es ist wirklich passiert, er hat es getan, Donald Trump hat alle Experten widerlegt. Alle angeblich sicheren Vorhersagen, er könne gar nicht US-Präsident werden, sind in dieser Wahlnacht ad absurdum geführt worden. Ein Mann, der Ausländer, Frauen und Behinderte beleidigt, der Hass predigt und wichtige Partner Amerikas in der Welt vor den Kopf stoßen will, wird das mächtigste Land der Erde regieren. Es ist eine politische Katastrophe.

Plumper Populismus hat über die Vernunft gesiegt. Trumps Erfolg ist ein Schock für all jene, die auf die politische Weisheit der amerikanischen Wähler gesetzt hatten. Der Immobilientycoon hat den Amerikanern einen grundlegenden Politikwechsel versprochen, und sie sind seinen Versprechungen mit einer – wenn auch knappen – Mehrheit gefolgt. Die US-Wähler haben sich für einen Wandel entschieden, von dem noch niemand genau sagen kann, wie er eigentlich aussehen wird. Nach Trumps islamophoben, nationalistischen, menschenverachtenden Auftritten im Wahlkampf lässt sich nur eines sicher vorhersagen: Gut wird es wohl nicht werden.

Trump hat mit Hasssprüchen gegen das sogenannte politische Establishment in Washington gegen die Medien gepunktet. Er hat die durch die Globalisierung verunsicherte weiße Mittel- und Arbeiterschicht auf seine Seite gelockt. „I alone can fix it“ – nur ich kann die Probleme lösen, lautete sein Wahlmotto. Das ist ein anmaßender Spruch, ein hohles Versprechen. Sicher ist: Auch Trump wird die Probleme Amerikas und einer hochkomplexen Welt natürlich nicht im Alleingang lösen. Wer das trotzdem glaubt, ist selbst schuld.

Im Video: Trumps Triumph

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Wer als US-Präsident das Leben seiner Bürger besser und sicherer machen will, muss dafür den Ausgleich, den Dialog suchen, auch mit anderen Staaten und Kulturen. Er braucht dafür Partner. Trump scheint das alles nicht zu interessieren. Trump ist ein Zerstörer, ein Spalter. Wer seine Biografie und diesen Wahlkampf studiert, sieht: Er bemüht sich nicht um konstruktive Lösungen, er sucht nicht den Ausgleich, er will nur egoistisch und selbstgerecht seine nationalistischen Interessen und die seiner Unterstützer durchsetzen.

Droht nun ein Autokrat im Weißen Haus?

Was der Welt, was Amerika deshalb jetzt droht, ist eine gefährliche Phase der Instabilität: Donald Trump will Amerika wieder „great“, großartig, machen. Glaubt man seinen Ankündigungen, will er dabei rücksichtslos vorgehen: Er will elf Millionen mexikanische Migranten aus dem Land werfen, sämtliche wichtige Handelsabkommen neu verhandeln und wichtige Verbündete wie Deutschland für den militärischen Schutz durch die USA zur Kasse bitten. Das wird viel Streit auslösen, neue Konflikte heraufbeschwören, neue Krisen auslösen.

Die eigentlich wichtige Frage lautet deshalb nun: Wird das amerikanische System der Checks and Balances zwischen den Institutionen verhindern können, dass ein Mann, der wie ein Autokrat spricht, auch wie ein Autokrat regiert? Ist es überhaupt möglich, Trump einzuhegen, mit einem republikanischen Kongress?

Amerikas Demokratie steht vor einer großen Bewährungsprobe: Es ist zu befürchten, dass Trump alles tun wird, um seine politischen Gegner mattzusetzen. Er hat im Wahlkampf kritische Journalisten bedroht. Seine Anhänger haben gerufen „Sperrt sie ein!“ – gemeint war seine Gegenkandidatin Hillary Clinton. Das bleibt haften – selbst wenn er sich in seiner ersten Rede nach dem Wahlsieg versöhnlicher ausdrückte.

Natürlich gibt es eine Hoffnung, dass das politische System stark genug ist, um einen Präsidenten mit Allmachtsfantasien zu beschränken. Aber es gibt keine Garantie.

Video-Kommentar: Wir sind im Zeitalter des Populismus angekommen

Ein Kommentar von , New York

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Sieg des Zerstörers

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 12. November 2016 von hubert wenzl in Politik

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Brutaler US-Wahlkampf   Leave a comment

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Donald Trump hat für mich nur noch Unterhaltungswert – sofern er nicht Präsident wird, denn dann ist Schluß mit lustig. Seine Beleidigungen und niveaulosen Angriffe weit unter der Gürtellinie sind zahllos. Unbeliebt sind beide Kandidaten.

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Hier ein Artikel von n-tv.de

Das Rennen ums Weiße Haus ist berüchtigt für seine Gnadenlosigkeit. Doch der Wahlkampf ist so niveaulos und gemein wie noch nie. Hinter den brutalen Attacken der beiden Kandidaten steckt System.

Donald Trump reichen häufig 140 Zeichen, um zum Punkt zu kommen. Darum eignet sich Twitter für seine Anzüglichkeiten perfekt: „Wenn Hillary Clinton ihren Mann nicht befriedigen konnte, warum denkt sie dann, dass sie Amerika befriedigen könnte?“ Diesen Satz einer seiner Anhänger teilte Trump im April auf Twitter, und obwohl er ihn nach wenigen Stunden löschte, blieb die Kurznachricht erhalten.

Hillary Clinton zielt zwar nicht zwischen die Beine, aber ihre Tweets über den Rivalen sind ebenfalls messerscharf. „Es gibt einen Grund, warum die gehässigsten Rechtsextremisten Donald Trump unterstützen„, twitterte sie im August. Dazu postete sie ein Video, in dem ein Funktionär des Ku-Klux-Klan erklärte, dass „die meisten Klan-Mitglieder Donald Trump mögen“.

Willkommen im brutalen Wahlkampf. Zwar gehören in einem faktischen Zwei-Parteien-System harte wechselseitige Attacken zum alle vier Jahre inszenierten Rennen ums Weiße Haus. Aber niemals im modernen Amerika hat es so ins Persönliche zielende und niveaulose Auseinandersetzungen zwischen den Kandidaten der beiden großen Parteien gegeben wie in diesem Jahr. Argumente und politische Programme spielen längst nur noch eine Nebenrolle. Im Zentrum steht die Beleidigung des Gegners. Und das hat einen Grund.

Mehr zum Thema: Gewalttat in Chicago: Trump sorgt mit Tweet für Eklat

Beide Kandidaten sind extrem unpopulär. Hillary Clinton ist bei rechten, oft aber bei Wählern im Zentrum verhasst, weil sie die Öffentlichkeit und sogar die Familien der Opfer des Angriffs auf die US-Vertretung in Bengasi im September 2012 zunächst falsch informierte. Im linken politischen Lager wird sie, auch wegen der damaligen Attacken des „demokratischen Sozialisten“ Bernie Sanders während der Primaries, als Honorarempfängerin und Erfüllungsgehilfin der Wall-Street-Banker betrachtet. Die E-Mail-Affäre und die Verquickung von Clinton-Stiftung und US-Außenpolitik tun ein Übriges.

Donald Trump gilt außerhalb der eingeschworenen Reihen seiner Fans als Großmaul, der gegen alles und jeden wütet und seine Positionen öfter wechselt als seine Hemden. Das Vokabular der Gosse ist dem Milliardär vertraut. Er bezeichnete Frauen als „fett“, ahmte das Muskelzucken eines an Gelenksteife erkrankten Reporters nach und insinuierte, illegale hispanische Einwanderer seien vornehmlich „Mörder und Vergewaltiger“.

Die Folge: 51 Prozent der Wähler haben einen negativen Eindruck von Clinton (nur 34 Prozent einen positiven), und gar 57 Prozent haben einen negativen Eindruck von Trump (lediglich 26 Prozent einen positiven), ergab eine aktuelle Umfrage der Monmouth University. In der Summe lehnt jeder dritte Wähler beide Kandidaten ab (35 Prozent).

Trump fährt eine beleidigende Attacke nach der anderen

Nur zwei Prozent der Amerikaner halten Clinton wie Trump für akzeptabel. „Im historischen Vergleich“, so schreiben die Demoskopen, „lag der Anteil der Wähler, die einen positiven Eindruck von beiden Kandidaten hatten, seit 1984 nie bei weniger als fünf Prozent – und 2000 lag er sogar bei 19 Prozent. Umgekehrt war die Zahl der Wähler, die von keinem Kandidaten einen positiven Eindruck hatten, nie größer als neun Prozent“. Das ist ein Bruchteil der aktuellen 35 Prozent.

In dieser Situation kann es für Clinton und mehr noch für Trump kaum noch darum gehen, zusätzliche Wähler von sich zu überzeugen. Das Ziel lautet vielmehr, die Werte des ohnehin unbeliebten Gegners noch tiefer zu drücken.

Insbesondere Trump holt regelmäßig zu extrem beleidigenden Attacken aus. Clinton ist bei ihm ständig die „betrügerische Hillary“, gern auch die „Lügnerin“. Dass sie ihren Mädchennamen nicht nenne, liege darin begründet, dass „Hillary Rodham Clinton“ wie „Hillary rotten Clinton“ klinge – Hillary, die verfaulte Clinton.

Als Clinton im Dezember in einer Werbepause während einer TV-Debatte mit ihrem demokratischen Rivalen Sanders zur Toilette musste und erst einige Sekunden nach der Fortsetzung der Livesendung mit einem „Sorry“ wieder an ihr Podium trat, kommentierte Trump die WC-Pause am nächsten Tag vor Anhängern: „Ich weiß, wohin sie ging. Es ist ekelhaft. Ich möchte darüber nicht reden. Es ist zu ekelhaft. Sag’s nicht! Es ist ekelhaft.“ In der gleichen Rede erläuterte Trump, die Favoritin Clinton sei 2008 vom Außenseiter Barack Obama „schlonged“ worden – was sich kaum freundlicher übersetzen lässt als „von seinem Pimmel geschlagen“.

Clintons Attacken gegen Trump sind ebenfalls hart

Clintons Schlachtplan ist ein anderer. Nicht vulgär sind ihre Attacken gegen Trump, sondern sie verfolgt die Strategie: Wenn Trump aufhört, Lügen über mich zu verbreiten, höre ich auf, die Wahrheit über ihn zu erzählen.

Oft versucht sie es mit Ironie. Ein Beispiel: Trump habe gesagt, er wolle als Präsident das Land so führen wie er seine Unternehmen geführt habe, und „er hat eine Menge Bücher über das Geschäftemachen geschrieben – sie alle scheinen mit Kapitel elf zu enden“, dem Synonym für eine Bankrott-Erklärung vor amerikanischen Gerichten.

Ganz ohne Ironie hat die Ex-Außenministerin auch wiederholt gesagt, der Immobilienunternehmer sei wegen seines Mangels an Wissen und mehr noch wegen seines „sprunghaften, erratischen“ Charakters völlig „ungeeignet“ für das Amt des Präsidenten. Bei einer Rede am vorigen Donnerstag in Reno (Nevada) warnte sie: „Ein Mann mit einer langen Geschichte rassistischer Diskriminierungen, der trübe Verschwörungstheorien von Boulevardblättern im Supermarkt aufgreift und weitergibt, sollte niemals unsere Regierung leiten oder unser Militär befehligen.“

Trump ist in seinen Tiraden gegen Clinton die nach unten offene Hinricht-Skala weit hinabgestiegen. Nachdem Sanders seine Kandidatur aufgegeben und zur Wahl Clintons aufgerufen hatte, sagte Trump Anfang August: „Er hat einen Vertrag mit dem Teufel geschlossen. Sie ist der Teufel.“ Dieses Verdikt lässt sich selbst für einen Großmeister der Bösartigkeit schwer steigern.

Wahlkampf noch bis zum 8. November

Clinton hätte noch Spielraum nach unten. Doch sie will dabei bleiben, den Rivalen inhaltlich zu attackieren. Glücklicherweise gibt es in ihrem Umfeld aber Männer fürs Grobe. David Plouffe, ein Ex-Berater von Obama und dessen Wahlkampf-Manager 2008, beschrieb Trump am Sonntag in der NBC-Polittalkshow „Meet the Press“ in der Art eines Psychiaters: „Im Grunde haben wir einen Psychopathen, der für das Präsidentenamt kandidiert. Ich meine, er erfüllt die klinische Definition.“

67 Tage bleiben noch bis zur Wahl am 8. November – viel Zeit für weitere harte Debatten der Kandidaten. Fürs Poesiealbum werden auch die weiteren Auseinandersetzungen zwischen Trump und Clinton wenig abwerfen. Wer Belege für die Überlegenheit demokratischer Entscheidungswege sucht, ist im gegenwärtigen Amerika nicht optimal aufgehoben.

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Brutaler US-Wahlkampf

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 1. September 2016 von hubert wenzl in Politik, Uncategorized

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Spinnt Donald Trump?   Leave a comment

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Manche nehmen ja alles von Allem und Jeden an, wenn es ihnen in den Kram passt. Sie nehmen es mit dem Motto: Der Zweck heiligt die Mittel, moralische Bedenken zählen da nicht. Und wenn’s vom Teufel selber wäre. Da ist ihnen dann auch ein gefährlicher Spinner und Polterer wie Trump recht, vor dem sich ja in letzter Zeit selbst eine große Anzahl von Republikanern abwendet und distanziert. Die schwitzen jetzt schon Blut und hoffen dass er sich noch um Kopf und Kragen redet. Nach den letzten Äußerungen glaube ich nicht mehr, dass der Präsident wird. Neuerdings muss er ja schon von vorgegebenen Texten ablesen, damit er keinen dummen Quatsch daher redet. Es gibt ja wenige Gruppen, die er noch nicht beleidigt hat. Die Frauen dürften ihn nicht wählen, die Kriegsveteranen, die Mexikaner und Latinos überhaupt, die Muslime sowieso nicht… und wer denn noch alles?? Kein Wunder, wenn man an seinen Geisteszustand zweifelt und sich Psychiater Gedanken machen.

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Der Psychiater Claus Buddeberg vermutet, Donald Trump habe eine Persönlichkeitsstörung. Als US-Präsident sei er deshalb völlig ungeeignet.

Spinnt Donald Trump?
Spinnen ist ein Schimpfwort, das ich nicht gebrauchen würde. Spinner ist nicht die richtige Bezeichnung für ihn.

Wie würden Sie ihn bezeichnen?

Er ist ein sehr egozentrischer, auf Bewunderung versessener Mensch, der in seiner Persönlichkeit hohe Auffälligkeiten zeigt. Trump hat eine sehr spezielle Art zu kommunizieren. Auf Fragen und Gegenargumente geht er eigentlich nie wirklich ein, sondern antwortet immer etwas daneben. Damit entwertet er seine Gesprächspartner permanent. Es ist schwierig bis unmöglich, mit einem solchen Menschen ins Gespräch zu kommen, einen Dialog mit ihm zu führen. Er referiert nur, und dies häufig in aggressiver, beleidigender Weise. Trump projiziert seine eigene Aggressivität nach aussen und lebt deshalb unter dem ständigen Eindruck, die anderen würden ihn bekämpfen.

Und das ist aus psychiatrischer Sicht pathologisch?
Ja, eindeutig. Trump zeigt meiner Meinung nach Zeichen einer Persönlichkeitsstörung.

Was heisst das genau?
Es werden in der Psychiatrie etwa zehn Formen von Persönlichkeitsstörungen unterschieden. Häufig sind die zwanghafte, die ängstliche, die dependente, die paranoide, die narzisstische, die histrionische und die Borderline- oder emotional-instabile Persönlichkeitsstörung. Bei den meisten Menschen mit einer Persönlichkeitsstörung liegt eine Kombination mehrerer Elemente vor. Bei Trump vermute ich eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen, histrionischen und paranoiden Zügen.

Da Sie Trump nicht persönlich kennen, stellen Sie eine Ferndiagnose.
Ja, natürlich. Man muss sehr vorsichtig sein, wenn man solche Ferndiagnosen stellt. Ich stütze mich dabei lediglich auf seine Auftritte im Fernsehen und auf Artikel, die ich über ihn gelesen habe. Aber ich habe Trump über die Medien sehr genau beobachtet, und dabei ist mir eine Verhaltensweise aufgefallen, die für Personen mit einer Persönlichkeitsstörung typisch ist: dass sie sich in unterschiedlichen Situationen, gegenüber verschiedenen Anforderungen und Herausforderungen immer gleich verhalten. Das hat mich zunächst fasziniert. Wie er seine republikanischen Konkurrenten einen nach dem anderen weggeräumt hat, war bemerkenswert. Dann ist mir bewusst geworden: Das ist ein hoch gefährlicher Mann, den ich mir auf keinen Fall als US-Präsidenten wünsche.

Was konkret würde seine Gefährlichkeit ausmachen?
Die Neigung, Bedrohungen zu dramatisieren und mit äusserster Härte und Rücksichtslosigkeit darauf zu reagieren. Einer Person wie Trump mangelt es an der Fähigkeit, Kompromisse zu schliessen und in schwierigen Situationen adäquat zu reagieren.

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Spinnt Donald Trump?

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Das passt meiner Meinung gut zu Donald Trump.

Histrionische Persönlichkeitsstörung  

Das Störungsbild ist gekennzeichnet durch eine übertriebene Emotionalität und ein übermäßiges Bedürfnis nach Aufmerksamkeit, Bestätigung, Anerkennung und Lob. Fallschilderungen beschreiben die oberflächlich anmutende Präsentation von Gefühlen im Kontakt, verbunden mit unerwarteten und spontanen Wechseln, die für Gesprächspartner nur schwer nachvollziehbar sind und zudem mit einer geringen Frustrationstoleranz, ausgerichtet auf unmittelbare Bedürfnisbefriedigung, einhergehen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Histrionische_Pers%C3%B6nlichkeitsst%C3%B6rung

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 17. August 2016 von hubert wenzl in Politik, Uncategorized

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Trump – der Rekord-Fettnäpfchentreter   Leave a comment

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Ich zweifle ernsthaft am Geisteszustand von Donald Trum. Fragt er in seiner Unbedarftheit glatt, warum die USA die Atomwaffen nicht einsetzt. Oft wird ja gesagt Clinton wäre kriegslüstern. Was ist Trump dann?

Außerdem ist Trump selbst sehr dünnhäutig und reagiert sehr aggressiv auf Kritik. Er selbst teilt aus, beleidigt, dass nur so die Fetzen fliegen, hat null Manieren. Aber das ist typisch für egoistische Menschen.

Aus der FAZ

„Wenn wir Atomwaffen haben, warum setzen wir sie nicht ein?“

Von seinen Feinden wird Donald Trump als dünnhäutig und aufbrausend bezeichnet. Umso schlimmer, dass er wohl in einer Besprechung mehrmals gefragt hat, warum die Vereinigten Staaten ihre schärfste Waffe nicht benutzen – ihre Atomwaffen.

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© dpa Präsidentschaftskandidat Trump: Warum setzen wir denn keine Atomwaffen ein?

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Der republikanische Kandidat um die Präsidentschaft in den Vereinigten Staaten, Donald Trump, hat nach Angaben des amerikanischen Fernsehsenders MSNBC bei einer Besprechung seine außenpolitischen Berater gefragt, warum die Vereinigten Staaten ihre Atomwaffen nicht auch einsetzen würden. Angeblich soll er während dieses Treffens innerhalb einer Stunde dreimal wörtlich gefragt haben „Wenn wir Atomwaffen haben, warum setzen wir sie nicht ein?“

onald Trump: „Wenn wir doch Atomwaffen habe, warum benutzen wir sie dann nicht?“

 Amerika: @realDonaldTrump soll Gebrauch von Atomwaffen in Erwägung gezogen haben

Der Moderator des politischen Morgenmagazins „Morning Joe“ Joe Scarborough hatte den früheren Chef des amerikanischen Geheimdienstes CIA, Michael Hayden, zu Gast, als Scarborough von der Unterredung Trumps mit seinen Beratern erzählt. Um wem es sich bei den außenpolitischen Beratern Trumps handelt,  hat Scarborough nicht angegeben. Das Treffen soll vor einigen Monaten stattgefunden haben. Der Fernsehsender MSNBC hat bereits Donald Trump und sein Team kontaktiert, hat aber bisher noch keine Reaktion von Trump bekommen.

Die übrigen Gäste, die in der Sendung zugeschaltet waren, reagierten sprachlos auf die Aussage Trumps: kurze Zeit herrschte sogar Stille im Studio. Der ehemalige CIA-Chef Hayden hatte kurz vorher Donald Trump als unberechenbar und unvorhersehbar bezeichnet. „Sowas jagt deinen Freunden Angst ein und fordert deine Feinde heraus“, sagte Hayden.

Kurz darauf wurde Hayden, der unter Präsident Bill Cinton und George W. Bush auch Chef des Geheimdienstes NSA gewesen war, gefragt, wie genau das Auslösen von Atomwaffen durch einen amerikanischen Präsidenten ablaufen würde. „Das Verfahren kann variieren, aber es ist definitiv auf Schnelligkeit und Entschlossenheit ausgelegt. Zeit für Diskussionen gibt es dann nicht mehr“, sagte Hayden im Fernsehen.

Schon seit längerem wird Donald Trump von diversen Seiten die Fähigkeit abgesprochen, als Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte das weltweit größte Atomwaffenarsenal zu kontrollieren. Seine Konkurrentin Hillary Clinton hat sich bei ihrer Rede auf dem Nominierungsparteitag der Demokraten ebenfalls bereits hinsichtlich der Tatsache geäußert, dass der Immobilien-Tycoon als Präsident über den Einsatz von Massenvernichtungswaffen entscheiden könne. „Einen Mann, den man mit einem Tweet reizen kann, kann man unmöglich unser Atomwaffenarsenal anvertrauen“, rief sie ihren Anhängern zu.

In der Vergangenheit hat Donald Trump mehrmals beunruhigende Aussagen zum Thema Atomwaffen gemacht. So hatte er angekündigt im Zweifelsfall den Islamischen Staat und den Krieg in Syrien mit Bomben zu beenden. Auf die atomare Bedrohung der Vereinigten Staaten durch Nordkorea hat Trump kürzlich auch für Entsetzen auf einem Atomgipfel führender Außenpolitiker gesorgt. Er hat vorgeschlagen die direkten Nachbarn Nordkoreas, Japan und Südkorea, mit Atomwaffen auszustatten.

03.08.2016, von Konstantin Hofmann

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Trump – der Rekord-Fettnäpfchentreter

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Steinmeier nennt Trump „Hassprediger“

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump als „Hassprediger“ bezeichnet. Steinmeier sagte im Rahmen einer Fragestunde zur Außenpolitik in Rostock, er schaue mit großer Sorge auf das „Ungeheuer des Nationalismus“, das sich weltweit ausbreite. „Ob das die Hassprediger sind, wie Donald Trump im Augenblick in den USA. Was sie alle eint: Sie spielen mit den Ängsten der Menschen, sie machen mit Angst Politik“, so Steinmeier.

Dies sei ein „Brandsatz für die Gesellschaft“, dessen Feuer später womöglich Flüchtlingsheime in Brand setze.

Außenminister Steinmeier nennt Trump Hassprediger

Donald Trump treibt seine Partei immer mehr zur Verzweiflung. Die Zahl der Republikaner, die sich gegen den Präsidentschaftskandidaten stellen, wächst. Doch der hat noch einen echten Trumpf auf der Hand.

Wahlen in Amerika Sogar der eigene Vize-Kandidat brüskiert Donald Trump

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Gruß Hubert

 

 

 

 


Trump kann sagen was er will – seine Anhänger halten zu ihm   2 comments

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Wenn Donald Trump Präsident wird, dann hoffe er hat sehr gute Berater, denn die wird er brauchen. außerdem hoffe ich, er setzt seinen Kopf nicht gegenüber alle Warnungen durch, denn dann würde es gefährlich. Sein Allgemeinwissen ist erschreckend für einen potentiellen Präsidenten.

Aus mopo.de

In Atlanta, Georgia hielt Trump eine seiner typisch-polemischen Wahlkampfreden. Dieses Mal kam die Sprache auch auf Europa, und auch hier hatte der 70-Jährige wieder einen schönen Kommentar parat – einen schön dämlichen: „Belgien ist eine wunderschöne Stadt, ich war vor vielen Jahren dort!“

Donald Trump: Belgium is a beautiful city, Atlanta GA, 06-15-16

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Meinte er vielleicht die belgische LANDEShauptstadt Brüssel? Wahrscheinlich nicht, denn zu Brüssel sagte er noch vor einigen Monaten nach den islamistischen Anschlägen dort, die Stadt sei „schrecklich, desaströs, ein Waffenlager für Kriminelle“.

http://www.mopo.de/news/politik-wirtschaft/trottel-trump–belgien-ist-eine-wunderschoene-stadt–24239496

Donald Trump verblüfft mit seinen Geografiekenntnissen

US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump stilisiert sich gern als Verfechter der westlichen Welt. Deren Geografie kennt er aber offenbar nicht:

Auf Twitter verlegt er Paris nach Deutschland.

http://www.welt.de/politik/ausland/article150752952/Donald-Trump-verlegt-Paris-nach-Deutschland.html

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Hier ein Artikel aus n-tv.de.

Trump beleidigt Soldaten-Eltern.

Ein Fehltritt zu viel?

Donald Trump hat während seines Wahlkampfes schon einige beleidigt, aber diese Entgleisung könnte die Schlimmste gewesen sein: Er kritisiert die Eltern eines gefallenen muslimischen Iraksoldaten. Und löst damit einen Sturm der Entrüstung aus.

Donald Trump holzt gern – das ist nicht neu. Er hat im Wahlkampf Muslime beleidigt, einen hoch dekorierten ehemaligen Vietnamkriegsgefangenen, diverse Frauen, mexikanische Immigranten, einen Latino-Richter und einen behinderten Journalisten. Die meisten seiner Anhänger, so scheint es jedenfalls, haben sich bislang wenig daran gestört. Er könne auf New Yorks Fifth Avenue stehen und „jemanden erschießen“ und würde trotzdem keine Stimmen verlieren, hatte Trump noch im Januar geprahlt.

Aber das war, bevor Khizr und Ghazala Khan auf den Plan traten. Mit seiner bestenfalls völlig unsensiblen Reaktion auf die Kritik der Eltern eines gefallenen muslimischen US-Soldaten beim Parteitag der Demokraten hat Trump den möglicherweise größten öffentlichen Feuersturm seines bisherigen Wahlkampfes ausgelöst. So nannte die „New York Times“ die Konfrontation einen unerwarteten und möglicherweise „ausschlaggebenden Flammpunkt“ für der Präsidentschaftswahl im November. Bewahrheitet sich das, hätten ein gebürtiger Pakistaner und seine Frau bewirkt, was politische Gegner bisher nicht geschafft haben: zu zeigen, dass Trumps schrille antimuslimische Rhetorik nicht eine anonyme Gruppe trifft. Sie trifft einzelne Menschen.

Was genau ist passiert? Khizr Khan hatte am Donnerstag vergangener Woche gemeinsam mit seiner Frau auf der Bühne in Philadelphia Trump angeklagt. Der republikanische Spitzenkandidat habe „bisher nichts und niemanden geopfert“, hielt er ihm vor. Und Trump solle nur mal nach Arlington gehen, sich auf dem Friedhof die Gräber von US-Soldaten anschauen – Soldaten aller Ethnien und Glaubensrichtungen.

Trump ist dünnhäutig

Es war in der Tat ein massiver Angriff, und Trump gilt ohnehin als dünnhäutig. So holte er, anstatt klug zu schweigen, zum Gegenangriff aus. Trump unterstellte nicht nur, dass seine Rivalin Hillary Clinton hinter der Parteitagsrede stecken könnte. Er mokierte sich unter Rückgriff auf ethnische Stereotypen darüber, dass Khans Frau beim Auftritt in Philadelphia geschwiegen hatte – wie sie später erklärte, weil sie vor Trauer und Emotionen nicht habe sprechen können. Und auch er habe eine Menge Opfer gebracht, sagte der Immobilienmogul und führte in diesem Zusammenhang seine beruflichen Errungenschaften an. Die Erniedrigung gebrochener Eltern, einer Mutter, die ihr Kind verloren hat – so etwas ist eine Kardinalsünde, und da gab es auch aus republikanischen Kreisen harsche Kritik.

Senator Lindsey Graham brachte es im Namen vieler auf den Punkt. „Es gab einmal einige Dinge, die in der amerikanischen Politik geheiligt waren“, zitierte ihn die „New York Times“. Dinge, die sich nicht gehörten, „wie die Eltern eines gefallenen Soldaten zu kritisieren, selbst wenn sie dich kritisieren. Wenn du Führer der freien Welt sein willst, musst du in der Lage sein, Kritik einzustecken. Und Herr Trump kann das nicht.“

Trumps Schadensbegrenzung

Noch lässt sich schwer abschätzen, wie groß der Schaden ist, den sich Trump selber zugefügt hat. Aber der neue Wirbel entstand just, nachdem viele innerparteiliche Kritiker – wenn auch schweren Herzens – damit begonnen hatten, sich mit Trump abzufinden. Während seine demokratische Rivalin Hillary Clinton zum Auftakt der heißen Wahlkampfphase mit einem Bus durch möglicherweise wahlentscheidende Staaten tourte, war Trump das ganze Wochenende mit Schadensbegrenzung beschäftigt – ohne den Schaden zu begrenzen.

Hier weiterlesen:

http://www.n-tv.de/politik/Ein-Fehltritt-zu-viel-article18312266.html

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Hier noch einige Bilder zu Trump aus einer Bildergalerie von n-tv.de

 

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(Foto: REUTERS) – Rein sprachlich ist Donald Trump ein Extremist.

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(Foto: REUTERS)
Wenn er über sich selbst spricht, können die Superlative nicht bombastisch genug sein. „Ich werde der großartigste Arbeitsplätze schaffende Präsident der amerikanischen Geschichte sein“, verkündet „The Donald“, nein: Er posaunt solche Sätze hinaus.

 

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(Foto: AP) – … über die Fox-News-Moderatorin Megyn Kelly (die ihn mit kritischen Fragen genervt hatte) sagte er, ihr sei das Blut „woraus auch immer“ gelaufen, …

 

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(Foto: REUTERS)
Bei einem Wahlkampfauftritt in Iowa sagte Trump: „Ich könnte mitten auf der Fifth Avenue (in New York) stehen und jemanden erschießen und ich würde keine Wähler verlieren.“ Möglich.

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(Foto: AP) – Sicher ist: Kein anderer real existierender Kandidat könnte einen solchen Unsinn erzählen und trotzdem in den landesweiten Umfragen vorne liegen.

 

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(Foto: imago/ZUMA Press)
Sein Wahlkampf beschränkt sich auf zwei Losungen: Amerika ist kaputt, nur er kann das Land wieder „great“ machen.

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http://www.n-tv.de/mediathek/bilderserien/politik/Nichts-schadet-Donald-Trump-article16952221.html
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Gruß Hubert

Veröffentlicht 1. August 2016 von hubert wenzl in Politik, Uncategorized

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