Archiv für das Schlagwort ‘Gier

Der Träumende Planet   Leave a comment

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Den letzten Satz (auch im Vorspann): Ich liebe DIE Menschen kann ich nicht unterstreichen. Ich liebe einzelne Menschen, die Menschheit als solche kann ich nicht lieben. Hingegen liebe ich ALLE Tiere.

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 16. September 2015 von hubert wenzl in Musik, Tierschutz

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„Schlachtfohlen“, weil sie nicht den „Schönheitsidealen“ entsprechen   1 comment

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Wie jedes Jahr um diese Zeit, bereitet sich Animal Spirit jetzt auf die Pferdemärkte im Herbst vor. In wenigen Wochen wird es darum gehen, wieder so viele Fohlen wie möglich dem Tod in Gestalt von Viehhändlern zu entreißen.

Während wir noch um jeden Euro zum Freikaufen ringen, werden bereits Fohlen von ihren Müttern weg in Transporter gezerrt und zu einem der großen Märkte gekarrt. In bierdunstiger Jahrmarktatmosphäre sollen die wenige Monate alten Pferdekinder dort zum Kilopreis versteigert werden. Aber nicht, wenn wir es verhindern können! Genau das ist uns in den letzten zwölf Jahren dank vieler UnterstützerInnen sehr oft gelungen. Über 600 Fohlen, Ponys und auch Esel konnten wir direkt bei diesen furchtbaren Veranstaltungen retten und an gute Lebensplätze vermitteln. . In diesem Folder können Sie schon jetzt lesen, wie es einigen dieser Fohlen vom vorigen Jahr heute geht, weil wir helfen konnten.

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Wieviel ist dieses Leben wert?
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Auf den Pferdemärkten landen jeden Herbst Ponys, Esel, alte Pferde und vor allem viele Haflinger- und Norikerfohlen, die meisten davon sind kein halbes Jahr alt. Aus Geldgier werden zu viele Fohlen gezüchtet, weil für ein „Super-Fohlen“ mitunter horrende Preise gezahlt werden. Leider entsprechen aber ca. 90% den „Schönheitsidealen“ der Zuchtverbände nicht, die Besitzer wollen die „Nieten“ loswerden und dabei noch Geld herausholen. Ein Fohlen bringt 1,70 Euro pro Kilo oder mehr und wandert meist direkt in die Fleischproduktion. Seit zwölf Jahren kämpft ANIMAL SPIRIT dagegen an, kauft Fohlen frei, vergibt sie mit Schutzvertrag an Lebensplätze, die kontrolliert werden und sorgt auf den Märkten für Aufmerksamkeit und Medienberichte. Die Berichte von Menschen, die gerettete Fohlen aufgenommen haben, unterstreichen noch einmal besonders, welche Untat der handelsübliche Umgang mit den Pferdekindern ist.

Zwei Geschichten mit Happy End können Sie hier nachlesen:

Barney

Im September 2014 haben wir den kleinen Norikerhengst am Tierschutzhof Horsearound aufgenommen. Barney war erst 4,5 Monate alt und noch sehr schüchtern. Doch „Ersatzmama“ Dusty, ein älterer Criollowallach, nahm ihn sofort unter die Fittiche und Barney entwickelte sich zu einem tollen, ausgeglichenen Pferd. Wir konnten ihn in unsere „Bubenherde“ eingliedern und er spielt jeden Tag ausgelassen mit seinen Freunden. Wir freuen uns sehr, daß wir Barney ein ideales Zuhause geben konnten. Ihn in seiner Entwicklung zu beobachten, ist jeden Tag wunderschön!
Steffi G.

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Sterling und Streak

Am 1. September 2014 haben wir unsere zwei Rabauken in Reith bei Kitzbühel abgeholt, die jetzt im wunderschönen Eitweg in Kärnten wohnen! Zuerst waren sie natürlich noch sehr aufgeregt und vermißten ihre Mamas, aber nachdem sie ihr neuer „Papa“ Zeus, mein Friesenhengst, sofort ins Herz geschlossen hat, war der Trennungsschmerz bald vergessen. In den ersten Tagen durften die anderen aus der Truppe sich auf keine 50 Meter nähern, Zeus hat sogar ihren Schlaf bewacht – obwohl er dabei manchmal selbst
eingeschlafen ist. Sie haben ihren ersten Winter super überstanden, auch der erste Hufschmied-Termin war kein Problem, wir haben ja geübt! Sie spielen ständig miteinander und mittlerweile auch mit den Großen unserer sechsköpfigen Herde und werden zunehmend frecher. Auf jeden Fall geht es ihnen spitzenmäßig, sie sind gesund, wachsen und gedeihen! Wir haben sie immer im Blick, da sie direkt hinterm Haus am Paddock-Trail leben und den Sommer auf unseren 2,5 ha Weiden verbringen. Wir sind ein super Team geworden, das Vertrauen ist auf jeden Fall da!
Karin und Rene


Sterling und Streak
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Fohlen Folder – PDF:   http://www.animal-spirit.at/fileadmin/user_upload/aussendungen/AS_615_folder_fohlen.pdf

Bitte unterstützen Sie uns, damit wir auch heuer wieder möglichst viele Fohlen freikaufen und vermitteln können: IBAN AT82 6000 0000 7569 4953, BIC: OPSKATWW.

P.S.: Ein „Schlacht“-Fohlen kostet zwischen 500 und 750 Euro. Wir suchen aber auch noch viele gute Privat-Plätze, wohin wir die Pferdekinder per Schutzvertrag vermitteln können. Nähere Infos dazu unter tanja@animal-spirit.at oder (+43) 02774-29330.

Quelle:
www.animal-spirit.at

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 14. August 2015 von hubert wenzl in Tierschutz

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Demokratie am Ende – Sozialpolitik abgewrackt – Revolution findet nicht statt   Leave a comment

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Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, liebe Leser, welche Gedanken Sie bewegen, wenn Politiker der „freien westliche Welt“ von Werten, Menschenrechten und Menschenwürde schwadronieren.
Ich frage mich immer, von was reden die da eigentlich? Sie zeigen mit dem Finger auf Länder und deren Politiker, welche nicht nach der Pfeife der „freien westliche Welt“ tanzen und sie sind entschlossen, mit allen Mitteln, dies zu ändern. Mir scheint es so, als hätte die Politik die Kontrolle und Übersicht über ihren Menschenverstand verloren, über das was sie sagen, so wie sie handeln und was die Realität ist.
Nein, ich will mich nicht bei den USA aufhalten, nur so viel, wann haben sich die USA je um Menschenrechte, Menschenwürde geschert und für welche Werte treten die USA eigentlich ein, vergessen die Kriege, die durch Lügen angezettelt wurden sind. Die Ergebnisse sind bekannt.

Richtig skandalös ist es, wenn die „freien westliche Welt“, in Gestalt der Europapolitiker daher kommen und von Menschenrechten, Menschenwürde, Rechtsstaatlichkeit, Freiheit und Frieden philosophieren. Die Wahrheit ist, da wird vertuscht, verheimlicht, gelogen das sich die Balken biegen und die reale Lage in Europa schön geredet. Sichtbar wird es zum Beispiel bei der Sozialpolitik.
Der durch, rot-grüner sozialer Giftmischer erfundenen „Virus Hartz IV”, mit allen Nebenwirkungen inklusive (Leiharbeit, Billiglöhne, Zeitarbeit, Armut), wird nun zum Vorbild für ganz Europa und greift um sich wie einst die Pest und heute Ebola.

So haben Politiker in Europa den finalen Schuss gegen die Sozialsysteme abgefeuert, mit dem Ziel „Endlösung – Vernichtung sozialer Gerechtigkeit”, wobei die Befehle von der Wirtschaft und Banken kommen, die Politiker gehören allenfalls nur noch zum Heer bezahlter Söldner von Lobbyisten in die Schlacht geführt.
Ja, die Tür welche hier aufgestoßen wurde, ist der Freibrief für den grenzenlose Raub am Sozialsystem und Zerschlagung des Sozialstaates, zum Nutzen von Wirtschaftslumpen und gieriger Eliten und die Gierigen sind noch lange nicht satt.
Da wird den Bürgerinnen und Bürgern in Europa nichts anderes übrig bleiben, den Überlebenskampf zu üben.

Merkel lobte neulich die Reformen in Griechenland, eine schöne Umschreibung für die explodierende Armut, steigende Selbstmordrate und Obdachlosigkeit, Eltern geben ihre Kinder in Heimen ab weil sie ihre Kinder nicht mehr ernähren können.

Gleiches ist in Portugal, Spanien, Italien usw. zusehen, wenn man denn will. Das Wort Reform bedeutet heute Armut, Ausgrenzung, Rechtlos und Vogelfrei! Exporte, Made in Germany ” haben einen guten Ruf, egal zu welchen Zweck diese zum Einsatz kommen, Hauptsache die Kasse der Mächtigen von Wirtschaft und Banken stimmt.
Die Armut in Europa, ist der Garant für das „florieren der Wirtschaftsmodell der grenzenloser Gier von Bossen, Manager und sogenannten Investoren, auch Raubtierkapitalisten genannt.”
Das mag auch daran liegen, dass einige europäischen Konkursverwalter in Brüssel, eben auch aus der gierigen Elite hervorgegangen sind und gerne deren Machteinfluss weiter sichern wollen. Man staunt und fragt sich schon, wer in Europa das Sagen hat und haben soll.

Da sind zum Beispiel, Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, war einst ehemaliger Vize Präsident bei Goldman Sachs, ist derzeit zudem Vorstandsmitglied der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel.

Jean-Claude Juncker, gewählter Präsident der Europäischen Kommission, ehemaliger Premierminister im Steuerparadies Luxemburg. Juncker wurde nach der Europawahl kritisiert, weil er Honorare für Reden auf Messen und vor Industrieverbänden beziehe, ohne über die Höhe dieser Einnahmen Rechenschaft abzulegen.

Auch der Eine oder Andere designierte EU- Kommissar lässt nichts gutes ahnen und man kommt beim Studium der politischen Lebensläufe aus den staunen nicht mehr heraus.
Tibor Navracsics, designierter Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Bürgerschaft. Als Justizminister in Ungarn war er Architekt mehrerer umstrittener Gesetze in Ungarn. Mitglied der rechtskonservativen Fidesz-Partei. Um bei Ungarn zu bleiben, dort werden Menschen wegen ihrer Herkunft bedroht, verfolgt und sind nicht selten der Willkür und Gewaltorgien von Rechtsextremen ausgesetzt. Die ungarische Politik lässt wenig Menschenrechte und Menschenwürde an den Tag legen, wenn es um die Armen geht.

Jonathan Hill, Konservativer, Ressort Finanzstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmarktunion. In Großbritannien wehrt er sich seit langem gegen eine stärkere Bankenregulierung.

Miguel Arias Cañete, designierter Kommissar für Klimapolitik und Energie. Dem Spanier wird zu große Nähe zur Ölindustrie und Sexismus vorgeworfen.

Alenka Bratusek, Sozialliberale, Kommissions-Vizepräsidentin für die Energieunion. Sie soll sich als abgewählte Ministerpräsidentin Sloweniens selbst für das Brüsseler Amt gewählt haben.

Pierre Moscovici soll Wirtschafts- und Währungskommissar werden. Als französischer Finanzminister er die Schulden des Landes nicht in den Griff. Er müsste gegen sein eigenes Land Frankreich Sanktionen verhängen.
Nun gut es soll der Beispiele genug sein, jeder kann sich bei Bedarf weiter informieren.

(Anmerkung: Unglaublich aber was in Lettland passiert. Für die EU ist da aber alles in Ordnung, ist ja nur eine russische Minderheit, an Sanktionen gegen Lettland denkt die EU da nicht).

Aber auch in anderen Ländern der Europäischen Union, wird Menschenrechte und Menschenwürde ganz merkwürdig interpretiert. Aus, aktuellen politischen Anlass sei hier mal Lettland genannt, ein politisches Pulverfass für Europa.

Bis heute leben in Lettland etwa 276.000 Menschen sogenannte Nichtbürger. Russen stellen dabei mit etwa 27% der Gesamtbevölkerung die bedeutendste Minderheit. Auch heute ist die Integration der Minderheiten in den lettischen Staat noch ein innenpolitisches Problem. Die lettischen Nichtbürger sind zahlreichen Einschränkungen bezüglich ihrer bürgerlichen Rechte und teils auch persönlichen Rechte unterworfen. So haben sie kein aktives oder passives Wahlrecht weder bei nationalen noch bei kommunalen Wahlen. Sie sind von der Wahl bestimmter Berufe ausgeschlossen, zum Beispiel ist es ihnen nicht möglich, als Beamte, Polizisten oder Notare zu arbeiten. Für Arbeitszeiten im Ausland erhalten die Nichtbürger keine Rente in Lettland.

[…]
Wenn Politiker der „freien westliche Welt“ von Werten, Menschenrechten und Menschenwürde schwadronieren, dann sollten sie zunächst nicht nur vor ihrer eigenen Haustür kehren, sondern gleich im ganzen Haus sauber machen. Genug zu tun gäbe es.
Bei all den kritischen Ausführungen in diesen Beitrag, gibt es auch eine positive Nachricht, welche aber nur für Deutschland zutrifft.
Eine Revolution findet nicht statt, weil es dafür keine Antragsformulare gibt!!!!

Von

http://www.nachrichtenspiegel.de/2014/10/02/demokratie-am-ende-sozialpolitik-abgewrackt-revolution-findet-nicht-statt/

 

Gruß Hubert

Gier, psychoanalytisch betrachtet   Leave a comment

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Gier zerstört die Welt – Kapitalismus   Leave a comment

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Der Kapitalismus wird immer skrupelloser und nach dem Fall des Kommunismus fielen auch alle moralischen Schranken. Ich weiß nicht welches System den Kapitalismus ablösen könnte, aber sicher ist, dass es so nicht mehr lange weitergehen kann. Gewinnmaximierung kann nicht der Sinn des Lebens sein. Diese Gier im Kapitalismus und an den Börsen steht menschlichem Zusammenleben enorm entgegen. Um des Geschäftes willen, wird belogen und betrogen ohne Gewissensbisse.

Hier ein Artikel von rtl.de

Wie die Gier die Welt zerstört: Kapitalismus gerät an seine Grenzen

Ein Kommentar von Oliver Scheel

Die weltweiten Privatvermögen haben sich einer Studie der Schweizer Großbank Credit Suisse zufolge seit dem Jahr 2000 auf 241 Billionen Dollar verdoppelt (derzeit 177,5 Billionen Euro). Der Zuwachs von Mitte 2012 bis Mitte 2013 habe 4,9 Prozent betragen. In Deutschland wuchs die Zahl der Millionäre in US-Dollar seit 2012 am drittstärksten nach den USA und Frankreich. Die Deutschen horten seit Herbst 2013 erstmals mehr als fünf Billionen Euro. Immobilien und Vermögensgegenstände wie Luxusautos sind da noch nicht einmal eingerechnet.

 Börse, Gier, KapitalismusDie Gewinnmaximierung der börsennotierten Unternehmen treibt massenhaft Menschen in die Armut.

Was geschieht mit diesem Geld? Die Reichen haben viel zu viel davon, um es auszugeben. Das Geld gelangt daher nicht in den Wirtschaftskreislauf, sondern es wird an den Finanzmärkten eingesetzt. Dort soll es sich vermehren. Und das tut es. Immer mehr Reiche lassen immer mehr Geld für sich arbeiten. Und dabei kennen sie keine moralischen Grenzen.

„It’s the economy, stupid.“ Mit diesem Satz gewann Bill Clinton 1992 die Präsidentschaftswahl in den USA. Doch es war genau der Bill Clinton, der mit seiner Fixierung auf das absolut freie Spiel der Wirtschaft die aktuelle Krise überhaupt erst ermöglichte. Denn nur ein Jahr nach seiner Wahl zum US-Präsidenten schaffte er das Trennbankensystem ab. Dieser sogenannte ‚Glass-Steagall-Act‘ wurde nach der Weltwirtschaftskrise 1932 eingeführt, damit massive Verluste durch Spekulation an der Wertpapierbörse keine negativen Auswirkungen auf klassische Sparguthaben haben können. Die Banken sollten sich spezialisieren. Das wollte Clinton nicht, er wollte, dass die Banken frei sein sollten in ihrem Tun. Wozu das führte, ist uns allen bekannt.

Jetzt – nach der Krise – wurde durch die Schaffung der Bad Banks das Prinzip aus den 30er Jahren wiederbelebt. Unter diesen Umständen bekommt Clintons berühmter Satz einen sehr faden Beigeschmack und es stellt sich die Frage, wer hier eigentlich ‚stupid‘ war.

Und während Clinton Millionen mit Vorträgen verdient und damit unter Beweis stellt, dass er zum Großkapital gehört, ging sein damaliger Vize Al Gore einen anderen Weg. Er wurde zum großen Warner vor dem Klimawandel, der Ausbeutung der Erde und erhielt dafür sogar den Friedensnobelpreis. Jenen Preis, den Clinton so gerne gewonnen hätte.

Nur in Bulgarien und Rumänien geht die Arm-Reich-Schere weiter auf als in Deutschland

Der Kapitalismus hat viel mit der Umwelt und ihrer Zerstörung zu tun. Denn Gewinnmaximierung, auch Abschöpfung genannt, beruht auf Ausbeutung. Auf Ausbeutung der natürlichen Ressourcen und der humanen Ressourcen, also der Arbeitskräfte.

Und deshalb sind wir ins Endzeitalter des Kapitalismus eingetreten. Wenn die Erde nicht mehr genug Rohstoffe hergibt, wenn die Menschen sich nicht mehr zufrieden geben mit der Bezahlung von Hungerlöhnen, dann ist es vorbei mit der günstigen Produktion und den damit verbundenen riesigen Gewinnmargen.

Während die Löhne und Gehälter seit Jahren stagnieren, macht sich eine finanzielle Oberschicht von Tag zu Tag immer reicher.

Die 85 reichsten Menschen der Welt haben laut der Hilfsorganisation Oxfam das gleiche Vermögen wie die arme Hälfte der Weltbevölkerung.

Auch und im Besonderen sogar in Deutschland. In der EU hat sich die finanzielle Schere zwischen 2000 und 2010 von den 20 Prozent Reichsten und den 20 Prozent Ärmsten nur in Rumänien und Bulgarien noch weiter geöffnet als in Deutschland. Und die Regierung lässt die Unternehmen an der langen Leine. Und so geht die Hatz nach dem schnellen Geld immer weiter.

Doch woher kommt diese krasse Beschleunigung des Kapitalismus in den letzten 20 Jahren? Es hat auch etwas mit dem Fall der Mauer zu tun. Denn aus Sicht des Westens war der Kampf Kapitalismus gegen Kommunismus auch immer der Kampf Gut gegen Böse. Und deshalb gab es im Kapitalismus moralische Bremsen. Die USA und ihre Verbündeten wollten der Welt zeigen, dass man sowohl moralisch als auch wirtschaftlich das bessere System parat habe. Deutschland setzte auf den sogenannten rheinischen Kapitalismus, eine Form der sozialen Marktwirtschaft, die sich gegen neoliberale Thesen stemmte.

Doch mit der Niederlage der Sowjetunion, mit dem Untergang des Kommunismus, fielen auch alle moralischen Schranken. Der Kapitalismus hatte gesiegt und jetzt sollte der Lohn dafür eingefahren werden. Der Turbokapitalismus ging an den Start.

Doch auf wessen Kosten? Auf Kosten der Bürger. Wie die Bundeszentrale für politische Bildung berichtete, ist im Gefolge des neoliberalen Siegeszuges in Deutschland die Zahl der atypischen Beschäftigungsverhältnisse extrem gestiegen. Zwischen 1991 und 2011 stieg die Zahl derer, die teilzeitbeschäftigt, befristet oder von einer Zeitarbeitsfirma geschickt wurden um 3,67 Millionen an. Das ist ein Plus von 86,3 Prozent.

Lies mehr über Wie die Gier die Welt zerstört: Kapitalismus gerät an seine Grenzen – RTL.de bei www.rtl.de

Wie die Gier die Welt zerstört: Kapitalismus gerät an seine Grenzen
Gruß Hubert