Archiv für das Schlagwort ‘Glyphosat

„Die Chemieindustrie lügt“   1 comment

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Ich glaube jedenfalls André Leu, einem Experten für nachhaltige Landwirtschaft, mehr als der Chemieindustrie oder Bauernvertretern, die beide wirtschaftliche Interessen haben und denen es um Maximalgewinn geht.

Hier ein Interview mit André Leu.

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Interview André Leu © André Leu/privat
André Leu plädiert für ökologische, also pestizidfreie Landwirtschaft. © André Leu/privat
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INTERVIEW: Zehn Jahre lang recherchierte André Leu über Pestizide. Er fand heraus: Zahlreiche wissenschaftliche Studien bringen den Einsatz der Ackergifte mit dem Anstieg von Krankheiten in Verbindung. Wir wollten wissen, was dran ist. Bernward Geier

Schon der Titel seines im Februar erschienenen Buchs spricht Bände: „Die Pestizidlüge – Wie die Industrie die Gesundheit unserer Kinder aufs Spiel setzt.“ Der Agrarexperte André Leu möchte darin die Mythen der Agrarindustrie um Glyphosat & Co. widerlegen. Er sagt, wenn es um Pestizide gehe, arbeiten Agrar-
industrie und Chemielobby seit Jahrzehnten mit geschönten Daten. Die Grenzwerte etwa, ab wann Pestizide verboten seien, richten sich stets nach gesunden Erwachsenen. Dass Kinder massiv gefährdet seien, werde verschwiegen. Wir reden mit ihm über sein Anliegen.

Herr Leu, was hat Sie motiviert, ein Buch über die Gefährlichkeit von Pestiziden zu schreiben?

Uns wird erzählt, die Menge an Pestizidrückständen in Lebensmitteln seien unbedenklich und sicher. Es gäbe deshalb keinen Grund, Bio-Lebensmittel nachzufragen. Ich wollte prüfen, ob das stimmt. Dank meines Universitätsabschlusses in Kommunikation verstehe ich wissenschaftliche Veröffentlichungen und kann sie in gut verständliche Alltagssprache übersetzen. So kann jeder in meinem Buch nachlesen, wie Pestizide unsere Gesundheit – und insbesondere die unserer Kinder – beeinträchtigen können.

Eine Kernaussage ist, dass die globalen Agrarchemie-Unternehmen  Fakten manipulieren, wenn nicht sogar fälschen. Wie meinen Sie das?

Durch den Einfluss der Lobbyisten auf die Gesetzgebung schützen Regierungen die Interessen der Industrie mehr, als die der Öffentlichkeit. Ein klassisches Beispiel von massivem Interessenskonflikt ist die sogenannte Drehtür: Dabei besetzen ehemalige Topmanager einflussreiche Positionen in der Politik und umgekehrt. So kontrollieren die Füchse das Hühnerhaus! Ex-Manager der Agrarchemieindustrie schreiben Gesetzestexte zu Pestiziden, die ihr früherer Arbeitgeber entwickelt hat. Und in den Fachausschüssen, die die Rückstandsmengen giftiger Chemikalien in unseren Lebensmitteln festlegen, sitzen Wissenschaftler, die Forschungsgelder der Pestizidindustrie erhalten.

Wie sollten die Höchstwerte von Pestizidrückständen in Lebensmitteln festgelegt werden?

Für die Gesetzgebung dürften nur Studien unabhängiger Wissenschaftler nach dem Goldstandard berücksichtigt werden, die in anerkannten Wissenschaftsmagazinen veröffentlicht wurden. In den Gremien würden unabhängige Experten entscheiden, die keine finanziellen oder anderen Interessenskonflikte mit der Pestizidindustrie hätten. Und alle Prozesse müssten transparent und der Öffentlichkeit zugänglich sein.

Mittlerweile hat ja praktisch jeder Mensch Glyphosat im Körper …

… mit ernsten, teils tödlichen Folgen. Glyphosat durchdringt sogar die Plazenta und kann die embryonale Entwicklung direkt beeinflussen. Föten und Neugeborene verfügen nicht über Enzyme wie Erwachsene, um Gifte abzubauen. Die Umweltorganisation Environmental Working Group hat im Nabelschnurblut von Babys bis zu 232 Chemikalien nachgewiesen. Pestizide können massiv den Hormonhaushalt verändern. Das ist kritisch für die normale Entwicklung bis hin zur Pubertät. Kinder im Wachstum brauchen, um sich normal zu entwickeln, kleine Dosen spezieller Hormone zu bestimmten Zeiten. Selbst kleinste Pestizidmengen können diese Prozesse massiv stören.

Sie warnen vor „synergistischen und metabolischen Effekten“ bei Pestiziden. Was meinen Sie damit?

Die Kombinationen von Pestiziden und ihren Abbauprodukten können bis zu tausend Mal giftiger sein als ein einzelner chemischer Wirkstoff!

Sie fordern eine pestizidfreie Landwirtschaft. Ist das nicht eine Illusion?

Nein, das ist absolut realistisch. Die Pestizidindustrie behauptet, wir könnten ohne Pestizide nicht genug Lebensmittel für die Menschheit produzieren, und müssten deshalb Rückstände akzeptieren. Das stimmt nicht. Gute biologische Landbausysteme erbringen gleiche und in armen Ländern mit geringem Produktionsniveau sogar höhere Erträge. Ganz zu schweigen vom Nutzen für Gesellschaft, Umwelt und Gesundheit: etwa die wachsende Biodiversität, eine Abmilderung der Klimakatastrophe etc.

Wie kann sich jeder selbst vor Pestizid-Rückständen schützen?

Die gute Nachricht ist: Pestizide lassen sich vermeiden, indem man sich konsequent mit biologischen Lebensmitteln ernährt. Die meisten Pestizidrückstände kommen nämlich via Lebensmittel in unseren Körper. Nahrungsmittel zu waschen und zu schälen, hilft so gut wie nichts, denn die meisten Pestizide befinden sich in den Lebensmitteln.

3000 Exemplare Ihres Buchs gehen kostenlos an Kinderärzte, Hebammen und Kinderkrankenschwestern … 

Dass 3000 Experten für Gesundheit und Ernährung im Kindesalter mein Buch lesen können, darüber bin ich sehr froh. Nicht zuletzt habe ich es geschrieben, um gerade diese Berufsgruppen zu erreichen und darüber aufzuklären, wie gefährlich selbst kleinste Mengen an Pestiziden in unseren Lebensmitteln sind. Ich hoffe, immer mehr Menschen wird das bewusst und immer mehr Eltern erkennen, dass es für ihre Kinder am besten ist, biologische Lebensmittel zu essen.   

Was ist Ihre wichtigste Erkenntnis?

Kindern konventionelle, pestizidbelastete Lebensmittel zum Essen zu geben, ist unverantwortlich. Die meisten Pestizidrückstände gelangen über diesen Weg in den Körper. Obst und Gemüse zu waschen und zu schälen, hilft so gut wie nichts. Die meisten dieser Gifte befinden sich in den Lebensmitteln drinnen. Kaufen Sie Bio-Lebensmittel und verzichten Sie auf Pestizide in Haus und Garten! So können wir den Verlust von Lebensräumen, das massive Artensterben und den Klimawandel bremsen und uns allen eine gesunde Zukunft bescheren. Echte, positive Veränderungen werden von der Bevölkerung in Gang gesetzt. Wir können zu dieser Veränderung beitragen. Das sind wir unseren Kindern und unserer Zukunft schuldig.

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Veröffentlicht 26. August 2018 von hubert wenzl in Umwelt, Uncategorized

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Schmidt – Klientelpolitik von der dümmsten Sorte   6 comments

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Obwohl Glyphosat unter starkem Verdacht steht krebserregend zu sein stimmte der bayerische Landwirtschaftsminister Schmidt in der EU dafür. Dazu noch seine blöden Kommentare von wegen sachorientierte Entscheidung usw. Es steht wohl außer Zweifel, dass er sich als Lobbyist betätigt hat. Man sieht wieder einmal wie solchen Leuten die Gesundheit der Bevölkerung egal ist. Frankreich hat auch mit Ja gestimmt, aber mit der Auflage, dass in spätestens drei Jahren damit Schluss sein muss. Deutschland lässt das Ende offen. Bayer wird dazu sicher danken sagen. Dass er damit die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und der SPD massiv erschwert hat ist auch noch zu erwähnen.

Aus Tagesspiegel.de

Landwirtschaftsminister Schmidt stimmt der Glyphosat-Zulassung zu und empört damit die Umweltministerin. Seine dreiste Entscheidung erschwert die Annäherung zwischen Union und SPD. Ein Kommentar.

 
Foto: AFP Photo Tobias Schwarz
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Die Sache kommentiert sich eigentlich von selbst. Was soll man da noch sagen? Es sind die Momente, in denen man einfach fassungslos ist, in denen der Verstoß gegen die Würde des Systems, gegen den zwischenmenschlichen Anstand und Respekt, gegen die politische Vorsicht und Vernunft so offensichtlich sind, dass man eigentlich schon gar keine Lust mehr hat, das aufzuschreiben. Was sich der geschäftsführende Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) da am Montag geleistet hat, ist politische Realsatire. Es ist Klientelpolitik von der dümmsten Sorte zum falschesten aller Zeitpunkte. Punkt. Aber weil noch ein paar Zeilen übrig sind, sei das noch kurz begründet.

Am Montag hat in Brüssel der deutsche Vertreter für einen Antrag der Europäischen Kommission gestimmt, die Zulassung für das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat zu verlängern, offenbar auf Anweisung aus dem deutschen Landwirtschaftsministerium. Christian Schmidt von der bayerischen Christlich Sozialen Union hat die Entscheidung verteidigt, die SPD-Umweltministerin Barbara Hendricks hat sie kritisiert, in Brüssel fragt man sich nun, ob sie gilt, und ob das der erste Vorgeschmack auf die neue deutsche Bananenrepublik ist, die angesichts des Chaos bei der Regierungsbildung gefürchtet wird.

Dumm, dreist und peinlich

Glyphosat gilt einer UN-Studie zufolge als krebserregend, andere Studien widersprechen. Ist die Lage unklar, sollte bei einer Entscheidung für die Verlängerung zumindest die politische Verantwortung eindeutig sein. Das ist gerade nicht der Fall. Solch eine polarisierende Entscheidung in einem politischen Vakuum wie dem derzeitigen zu fällen, zeugt von mangelndem Instinkt und mangelndem Respekt.

Zudem verschärft es unnötig die politische Instabilität, indem es inmitten zarter Annäherungsversuche von SPD und Union für eine neue große Koalition zur Überwindung der Regierungskrise eine Bombe platzen lässt. Die SPD spricht prompt von einem Vertrauensbruch. Es entsteht außerdem der Eindruck, dass hier eine politische Notlage ausgenutzt wird, um schnell im Sinne des eigenen Klientels – den bayerischen Großbauern – noch Nägel mit Köpfen zu machen, solange es noch irgendwie geht.

Dumm, dreist und peinlich ist das. Musste das noch gesagt werden? Eigentlich versteht es sich von selbst. Aber dann offenbar auch wieder nicht. Und das ist der größte Skandal.

von Anna Sauerbrey.

Schmidt – Klientelpolitik von der dümmsten Sorte

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Gruß Hubert

Zur Glyphosat-Debatte in Südtirol   1 comment

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Es ist schon bedenklich und befremdend wie sehr der Vize-Chefredakteuer des „Tagblattes der Südtiroler“, die „Dolomiten“, Günther Heidegger, auf die Stimmungsmache-Tube drückt. Da spielt er den starken Verdacht der krebsfördernden Wirkung von Glyphosat unverantwortlich herunter und gibt sie der Lächerlichkeit preis. Das halte ich nicht für einen verantwortungsvollen Journalismus, der auf Berufsethos hält. Aber in Südtirol mag das ja durchgehen. Ich stelle mir da vor, dass es in Deutschland einden ordenlichen shitstorm darauf geben würde. Die tägliche Glosse „Vorausgeschickt“ befindet sich auf der Titelseite der „Dolomiten“. Die gegenständliche Glosse erschien am Freitag, 18.08.2017.

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Meine E-mail an den Vize-Chefredakteur der Lokalzeitung „Dolomiten“

Sehr geehrter Herr Günther Heidegger!

Sie schrieben am 18.08.2017 in Vorausgeschickt: „Glyphosat. Das kann gefährlich werden. Wenn ich 1000 Liter (Bier) trinke. Am Tag.

Das ist ja höchst niveaulose und billigste Gegenpropaganda. Genau so sollte Journalismus nicht sein: Reine Stimmungmache!!! Es ist immer das mieseste Mittel unsachlich zu werden, propagandamäßig zu schreiben und den politischen Gegner der Lächerlichkeit preisgeben zu wollen. Wer Ihnen da zustimmt hat selbst kein hohes geistiges Niveau.
Ganz allegemein sind Ihre Minisätze auch nicht jedermanns Sache. Holzhackerstil nenne ich das. Man kann das sporadisch machen aber nicht wie Sie zum Stilmittel erheben.
Sie sind ein treuer DIENER, im Dienste des Herrn. So kann man auch Karriere machen.

mfG
Hubert von Wenzl

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Die Antwort von Herrn Günther Heidegger, Dolomiten

Sehr geehrter Herr Wenzl,
besten Dank für Ihre Rückmeldung. Aber warum gleich so säuerlich und kleinkariert? So einfach gestrickt sind Sie doch nicht wirklich, oder vielleicht doch? Zum einen ist das Provozieren nicht das Privileg von einigen wenigen, zum anderen war ich in Sachen Bier nicht unsachlich. Es gibt eine Studie in der auf die 1000 Liter Bezug genommen wird.
Aber was erzähle ich Ihnen das überhaupt, ich niveauloser, geistig beschränkter, stilloser, und arschkriechender Prolet?! Menschen wie Sie wissen ohnehin alles besser und dürfen deshalb natürlich beleidigen, auf Teufel komm raus.
Herr Wenzl, lassen Sie mir meinen schlechten Stil, dann lasse ich Ihnen Ihre schlechte Kinderstube.
Beste Grüße
GH

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Meine Replik.

Sehr geehrter Herr Heidegger,

erlauben Sie mir noch mal kurz zu replizieren,

okay, dann machen Sie weiter so. Jedenfalls ist die krebsfördernde Wirkung von Glyphosat nicht so einfach von der Hand zu weisen. Es ist klar, dass die Bayer-Lobby es durchgesetzt hat, dass Glyphosat weiterhin für 10 Jahre verwendet werden darf. Es ist schon sehr bedenklich, dass heute in der Politik die Lobbys und die Wirtschaft regieren und die Politiker sich zu ihren Marionetten machen lassen. Was bedeutet da schon die Gesundheit? Profit first! Es ist heute schon sehr schwierig irgendeinem Politiker und/oder einer Partei seine Stimme zu geben. Ich bin kein Grüner, wenn Sie das meinen…
Ein Prolet sind Sie ganz sicher nicht, sonst hätten Sie es nicht bis zum Vize-Chefredakteur geschafft, das vor allem nicht in Südtirol.

Ich lasse Ihnen gerne Ihre gute Kinderstube. Ich wollte keinesfalls besserwisserisch sein, mir ging es um Kritik eines Journalismus in diesem Stil.

HvW

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Neues in der Korrespondenz zwischen Herrn Günther Heidegger und mir. Wir haben uns dann doch angenähert. Korrekterweise möchte ich das auch hier wiedergeben.

 

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Hubert

mit Grüßen aus der Heimat

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Monsanto auf der Anklagebank   Leave a comment

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Unabhängig davon ob das Verfahren gegen Monsanto fair ist oder nicht, ist für mich Monsanto ein verbrecherischer Konzern. Monsanto verkauft zum Beispiel indischen Bauern Saatgut, das nur für ein Jahr geht, im nächsten Jahr muss wieder neues gekauft werden. Indische Bauern verschulden sich deswegen und es haben schon Zehntausende deswegen Suizid begangen. Der Konzern geht also über Leichen und es interessiert ihn einen Dreck wie er seine Geschäfte macht. Und da redet der Konzern noch von Fortschritt… Auf solche „Wohltäter“ kann die Menschheit gut verzichten.

Aus Tagesschau.de

„Scheinprozess“ oder ernstzunehmende Verhandlung? Für den Saatguthersteller Monsanto ist klar, was derzeit in Den Haag passiert. Aktivisten haben Juristen engagiert, um Monsanto „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ nachzuweisen.

Von Michael Heussen, WDR Köln, zzt. Den Haag

Der Ort ist mit Bedacht gewählt: Den Haag ist Sitz des Internationalen Gerichtshofs und des Internationalen Strafgerichtshofs. In der Stadt, in der sich sonst Kriegsverbrecher verantworten müssen, ist Monsanto wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ und wegen „Ökozids“ angeklagt.

Allein diese Anklagepunkte lassen eigentlich nicht auf ein faires Verfahren hoffen. Monsanto hat daher auch die Einladung zu dem Tribunal abgelehnt und spricht in einem offenen Brief von einem „Scheinprozess, bei dem Kritiker, die gegen landwirtschaftlichen Fortschritt und gegen Monsanto sind, die Organisatoren, den Richter und die Jury spielen, und bei dem das Ergebnis von vornherein feststeht.“ Wenn man sich die Auswahl der Zeugen anschaut, dürfte diese Einschätzung zutreffen. Bauern, Imker und Gesundheitsexperten aus Nord- und Südamerika, Asien und Afrika berichten über die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Schäden, die durch das Unternehmen Monsanto, seine Produkte und seine Geschäftspraktiken entstanden sein sollen.

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Logo Monsanto | Bildquelle: AFP

Fortschritt oder Verbrechen? Während Monsanto in der Gentechnik einen Heilsbringer sieht, halten Aktivisten die Praxis für menschenvernichtend.

Konträre Ansichten

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Die indische Umweltaktivistin Vandana Shiva etwa spricht von 300.000 indischen Bauern, die sich wegen Monsanto das Leben genommen haben. Das von Monsanto hergestellte Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat wird angeprangert, weil es krebserregend sein soll.

Monsanto dagegen stellt es auf das gleiche Gefährdungslevel wie heißes Wasser oder rohes Fleisch. Und natürlich geht es um genveränderte Lebensmittel. Für Monsanto sind das Heilsbringer, um die wachsende Erdbevölkerung mit immer leistungsfähigerem Saatgut zu ernähren. Kritiker sehen dagegen einen Schritt in Richtung Vernichtung der Menschheit.

Die Ansichten von Gegnern und Befürwortern der sogenannten Grünen Landwirtschaft stehen einander gegenüber. Das Argument des einen ist das Gegenargument des anderen. Für den Laien ist es fast unmöglich, den Überblick zu behalten. Umso spannender ist die Frage, ob es den fünf Richtern gelingt – immerhin handelt es sich um renommierte Juristen aus Argentinien, Mexiko, Kanada, Senegal und Belgien.

 

Bayer: Monsanto hat sich schlechten Ruf selbst zuzuschreiben

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Quasi mit auf der Anklagebank sitzt auch der deutsche Bayer-Konzern, der vor einem Monat verkündet hat, Monsanto für 66 Milliarden US-Dollar übernehmen zu wollen, wenn die internationalen Kartellbehörden zustimmen. Ein Sprecher von Bayer hat es abgelehnt, das Tribunal zu kommentieren. Noch sei Monsanto nicht Teil des Bayer-Konzerns, deswegen werde man sich nicht äußern, so die offizielle Sprachregelung in Leverkusen. Bayer-Chef Werner Baumann hält sich selbst allerdings nicht daran: In einem Zeitungsinterview hat er Anfang der Woche erklärt, dass sich Monsanto seinen schlechten Ruf zum Teil selbst zuzuschreiben habe.

Bayer setze dagegen auf einen partnerschaftlichen Ansatz im Umgang mit Kunden und allen gesellschaftlichen Gruppen. Man habe nicht vor, genveränderte Pflanzen in Europa zu etablieren. Kritikern reicht diese Aussage nicht: Europas Gentechnikfreiheit dürfe nicht auf großzügigen Zusagen von privaten Unternehmen basieren, sagte der Agrarexperte der Grünen-Bundestagsfraktion, Harald Ebner. „Die können sich schließlich schnell ändern.“ Es brauche daher eine „handfeste gesetzliche Grundlage für Gentech-Verbote“ ohne Hintertüren.

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Monsanto auf der Anklagebank

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 16. Oktober 2016 von hubert wenzl in Politik, Uncategorized, Wirtschaft

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Chronisch vergiftet – Monsanto und Glyphosat   Leave a comment

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Glyphosat kommt mit dem Firmennamen Roundup in den Handel und ist das weltweit meist verkaufte Breitbandherbizid.
Es ist gegen alle ein- sowie zweikeimblättrigen Unkräuter wirksam.
Hersteller dieses Herbizides ist Monsanto. Immer wieder stößt man bei unrühmlichen Produkten auf diesen Konzernnamen. Es ist mehr als bedenklich welche Gifte heute verwendet werden und Mensch und Tier gesundheitlich auch schwerstens bedrohen können. Bei vielen Tieren führt es häufig zu Missbildungen und nicht selten auch zum Tod.

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Chronisch vergiftet – Monsanto und Glyphosat

Monsanto patentierte den Wirkstoff Glyphosat in den 70ern in den USA und brachte ihn 1974 als Pflanzengift Roundup als erstes auf den Markt. Heute ist Monsanto führender Hersteller sowohl von glyphosathaltigen Herbiziden (Roundup) als auch von glyphosatresistenten gentechnisch veränderten Pflanzen (Roundup-Ready-Kulturen).
Das Patent ist mittlerweile in den meisten Ländern abgelaufen.
Glyphosathaltige Herbizide werden nun auch von anderen Konzernen hergestellt, wie z.B. Touchdown von Syngenta oder Durango von Dow AgroSciences.

http://www.keine-gentechnik.de/dossiers/roundup-und-gentechnik-pflanzen/fakten-zu-roundup-und-glyphosat.html

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Glyphosat gelangt auch in Lebensmittel, zum Beispiel in Brot, weil Getreide mit diesem Herbizid gespritzt werden.
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Es genügt wenn man sich die ersten 10 Minuten des Videos ansieht. Erschreckend was man da sieht und hört.

Chronisch vergiftet – Monsanto und Glyphosat (ARTE Doku)

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Fast alle Menschen auf dem Land und in der Stadt ­haben inzwischen das Ackergift ­Glyphosat im Körper.
Seit Mitte der 90er Jahre werden Teile Europas von einem geheimnisvollen Tiersterben heimgesucht. In den Ställen verenden Tausende Rinder. Die Landwirte kämpfen in ihren Beständen mit Fruchtbarkeitsproblemen, Fehlgeburten, missgebildeten Kälbern. Und: Sie erkranken selbst. Wissenschaftler stehen lange vor einem Rätsel, bis man in den Tieren hohe Mengen des Totalherbizids Glyphosat, des weltweit am häufigsten eingesetzten Pestizids, findet. Allein in der europäischen Landwirtschaft Europas werden jährlich Millionen Liter glyphosathaltiger Pestizide eingesetzt.

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Ein schier unglaublicher Skandal – EU und Behörden schauen einfach zu…

Fast alle Menschen auf dem Land und in der Stadt ­haben inzwischen das Ackergift ­Glyphosat im Körper. Seit Mitte der 90er Jahre werden Teile Europas von einem geheimnisvollen Tiersterben heimgesucht. In den Ställen verenden Tausende Rinder. Die Landwirte kämpfen in ihren Beständen mit Fruchtbarkeitsproblemen, Fehlgeburten, mißgebildeten Kälbern. Und: Sie erkranken selbst. Wissenschaftler stehen lange vor einem Rätsel, bis man in den Tieren hohe Mengen des Totalherbizids Glyphosat, des weltweit am häufigsten eingesetzten Pestizids, findet. Allein in der europäischen Landwirtschaft Europas werden jährlich Millionen Liter glyphosathaltiger Pestizide eingesetzt.

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Gruß Hubert

 

Schweiz: Handelsketten werfen Monsantos “Glyphosat” aus dem Sortiment   Leave a comment

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Glyphosat ist bei weitem gefährlicher als uns weisgemacht werden soll. Die Leipziger Professorin Dr. Monika Krüger, Tiermedizinerin, forscht seit Jahren und stellte fest, dass immer mehr Tiere erkranken, sehr häufig an „chronischem Botulismus“. Weiter unten werden auch noch andere Erkrankungen angeführt. Man vermutet, dass es der Mensch auch durch die Nahrung aufnimmt. Auch die Weltgesundheits-Organanisaton WHO hat neulich davor gewarnt, dass Glyphosat krebserregend sein könnte.
Glyphosat ist dafür verantwortlich, dass das bakteriologische Gleichgewicht in der Magen-Darm-Flora der Tiere gestört wird. Der Wirkstoff tötet „gute“ Bakterien ab und potenziell krankmachende Bakterien wie „Clostridium botulinum“ würden resistent und brächten so die Darmflora aus dem Gleichgewicht.

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Auch wenn die Auslistung trotz umfangreicher Kritik etwas dauerte, so geschieht in Sachen Glyphosat wenigstens etwas. Das Unkrautvertilgungsmittel von Monsanto wird bei Coop und Migros nicht mehr verkauft.
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Nachdem die UN-Gesundheitsorganisation WHO das Unkrautvertilgungsmittel Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ einstufte, haben die beiden Schweizer Großverteiler Coop und Migros beschlossen, sämtliche Produkte die diese Substanz beinhalten aus dem Sortiment zu nehmen. Auch wenn das Schweizer Bundesamt für Landwirtschaft weiterhin behauptet, dass Glyphosat „unbedenklich“ sei und für den Hobbybereich zugelassen bleibe.
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Coop selbst hatte sich dazu entschieden, die Monsanto-Produkte unverzüglich aus den Regalen der Supermärkte und der Bau-Hobby-Märkte zu entfernen. Migros will diesen Schritt nächsten Dienstag vollziehen. Ursprünglich wollte Migros dies erst nächstes Jahr machen, doch der Druck von Umweltorganisationen und Konsumenten dürfte zu groß gewesen sein.
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Zwar seien die wissenschaftlichen Studien zur Wirkung des Herbizids auf Menschen „widersprüchlich“, schrieb Coop, dennoch will man sich für „alternative Herbizid-Lösungen“ einsetzen. Bislang habe man keine Konzentrate des umstrittenen Mittels verkauft, sondern lediglich „stark verdünnte, gebrauchsfertige Produkte“, die bis zu 48-Mal niedriger dosiert wären als jene, die in der Landwirtschaft verwendet werden.
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Erst im Jahr 2013 untersuchte die Umweltschutzorganisation Global 2000 zusammen mit dem Netzwerk Friends of the Earth Urinproben von 182 Testpersonen aus 18 europäischen Ländern auf Glyphosphat. Das Ergebnis: Je nach Land konnte bei 10 bis 90 Prozent der Proben das Herbizid nachgewiesen werden. Umso verständlicher, dass ein Verbot gefordert wird.
Von Marco Maier
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Schweiz: Handelsketten werfen Monsantos “Glyphosat” aus dem Sortiment
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Auszug aus „Der Westen“

Meine persönliche Meinung ist: Das Zeug ist kreuzgefährlich“, sagt Prof. Dr. Monika Krüger, Leiterin des Leipziger Instituts für Bakteriologie und Mykologie. Seit Jahren forscht die Tiermedizinerin, warum auf Bauerhöfen immer öfter Tiere erkranken – viele an „chronischem Botulismus“. In zahlreichen Rinderbeständen werde eine Erkrankung des Bewegungsapparates festgestellt, Fruchtbarkeitsstörungen, Verdauungsprobleme, Schwäche, Auszehrung und Lähmungen. Krügers Hypothese: Glyphosat ist dafür verantwortlich, dass das bakteriologische Gleichgewicht in der Magen-Darm-Flora der Tiere gestört wird. Während der Wirkstoff „gute“ Bakterien abtöte, würden potenziell krankmachende Bakterien wie „Clostridium botulinum“ resistent und brächten so die Darmflora aus dem Gleichgewicht. „Und das ist eine enorme Belastung für den Körper von Tieren wie Menschen“, weiß Prof. Krüger.
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http://www.derwesten.de/region/westfalen/pflanzenschutzmittel-glyphosat-kann-laut-experten-krank-machen-id6897961.html

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Gruß Hubert