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Der Fuchs und das Jägerlatein   Leave a comment

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Es ist unglaublich mit welchen Lügen Jäger aufwarten, wenn es um die „Bekämpfung“ – oder sollte man lieber sagen um die Ausrottungsabsichten des Fuchses geht und was ihre wahren Beweggründe sind. Alles was Konkurrenten sind wollen sie liquidieren. Es soll möglichst viel übrig bleiben, was die Lusttöter selbst abschießen wollen.
Füchse sind die größten verbliebenen Jagdkonkurrenten im Revier und reißen möglicherweise auch einmal einen der Hasen oder Fasanen, die der eifrige Weidmann lieber selbst getötet hätte.

Kaum ein Tier wird hierzulande so erbarmungslos verfolgt wie der Fuchs. Mehr als 600.000 dieser ebenso schönen wie intelligenten Wildtiere mussten im Jagdjahr 2000/2001 durch jägerische Flinten und Fallen ihr Leben lassen; ein Großteil davon als Welpen am elterlichen Bau. Viele Jäger können ihren Hass dabei kaum verbergen, wenn sie von »dem Fuchs« im Kollektivsingular feindbildbezogener Termini reden – als »Niederwildschädling«, »Wilderer« und »Krankheitsüberträger« diffamiert, wird ihm in Deutschland nicht einmal eine Schonzeit zugestanden. Als Berlin 1995 wagte, wenigstens erwachsene Füchse neun Monate im Jahr unter Schutz zu stellen, kam es in den Jagdmedien zu Proteststürmen was die Jäger im Hinblick auf alle anderen Wildtiere als Ausdruck ihrer ethischen Gesinnung werten, mutiert zum »gefährlichen Werk von Öko-Amateuren« (Wild und Hund), wenn es auch für Füchse Geltung erlangen soll. Nein, viel lieber schreibt man Fuchsjagd-Wettbewerbe aus, fordert hohe Abschussprämien und zeichnet die erfolgreichsten Fuchskiller mit Preisen, Urkunden und Anstecknadeln aus.
Die Argumente, die die Jägerschaft zur Rechtfertigung ihrer rücksichtslosen Hatz auf Meister Reineke anführt, sind dabei vollkommen hanebüchen und werden auch dadurch nicht glaubwürdiger, dass die großen deutschen Jagdzeitschriften sie mit gebetsmühlenhafter Regelmäßigkeit wiederholen. Auf besondere Tradition kann in diesem Zusammenhang vor allem die These zurückblicken, der Fuchs als Hauptüberträger der Tollwut müsse intensiv »bejagt« werden, um der Ausbreitung dieser Seuche Einhalt zu gebieten.

Grausame Tollwutbekämpfung

Bereits ein kurzer Rückblick auf die jahrzehntelange Geschichte gewaltsamer Tollwutbekämpfung, von Landwirtschaftsminister Ertl im Jahre 1970 mit der Anordnung des »Gastodes aller erreichbaren Füchse« initiiert, sollte dabei genügen, um selbst dem begriffsstutzigsten Fürsprecher der Fuchsjagd die Sinnlosigkeit derartiger Aktionen vor Augen zu führen. Trotz einer beispiellosen Vernichtungsschlacht war damals kein nennenswerter Einfluss auf die Tollwutausbreitung festzustellen; ebenso blieb die angestrebte Dezimierung der Füchse aus. In der Schweizerischen Tollwutzentrale konstatierte man schließlich, Fuchsjagd sei kein adäquates Mittel zur Tollwutbekämpfung, da die großflächige Dezimierung dieser Tiere nicht möglich sei.
Werden Füchse nämlich nicht bejagt, so leben sie in stabilen Familiengemeinschaften von bis zu zehn Tieren zusammen, in denen nur die älteste Füchsin Kinder zur Welt bringt. Greift jedoch der Mensch mit Flinte und Falle nachhaltig in die Fuchspopulation ein, so brechen diese stabilen Strukturen durch die ständige Umschichtung der sozialen Verhältnisse auf. »Die Füchse haben kaum feste Reviere und keine feste Paarbindungen«, so der als Fuchsexperte geltende Biologe Dr. Erik Zimen, »Jede läufige Fähe findet ihren eher zufälligen Partner, der, einmal erfolgreich, gleich weiterzieht, um bei der nächsten sein Glück zu versuchen.«

»Geburtenbeschränkung statt Massenelend«

Hinzu kommt noch, dass bei starkem Jagddruck auch die durchschnittliche Welpenzahl pro Wurf weitaus höher ausfällt als in fuchsjagdfreien Gebieten. Während beispielsweise die hohen Vermehrungsraten bei nordamerikanischen Füchsen in den 70er Jahren auf den hohen Pelzpreis und demensprechend intensive Fuchsjagd zurückgeführt werden können, hat der geringfügig schwächere Jagddruck in Mitteleuropa zur Folge, dass sich zwar alle Füchsinnen fortpflanzen, die Wurfgröße jedoch geringer ist. In traditionell fuchsjagdfreien Gebieten wie jenem um die englische Stadt Oxford ist die Fortpflanzungsrate noch deutlich niedriger – hier bekommen nämlich wesentlich weniger Fuchsfähen überhaupt Kinder.
Infolge dieses Phänomens – von Zimen treffend als »Geburtenbeschränkung statt Massenelend« beschrieben – ist »Fuchskontrolle« also weder notwendig noch – was die meisten Reviere angeht – überhaupt möglich.
Damit ist die Tollwutbekämpfung durch Fuchsjagd ad absurdum geführt – und mehr noch: Fuchsverfolgung forciert die Tollwutausbreitung sogar. Da bei starker Bejagung mehr Jungfüchse zur Welt kommen, gerade diese im Herbst jedoch auf Reviersuche lange Wanderungen zurücklegen, steigt in einer stark bejagten Fuchspopulation die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Tollwut signifikant an. Hinzu kommt, dass der durch die Jagd verursachte soziale Stress zu einer größeren Zahl aggressiver Auseinandersetzungen zwischen Füchsen führt und die Ansteckungsgefahr somit ebenfalls erhöht. Als man dagegen bei Grafenau im Bayerischen Wald die Fuchsjagd aussetzte, um die Folgen zu studieren, stieß man auf ein wenig jagdfreundliches Resultat – die tollwütigen Tiere rotteten sich binnen drei Jahren selbst aus und wurden von gesunden Eindringlingen ersetzt.

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Reineke als Beutekonkurrent

Das andere Hauptargument der Jäger für die Fuchsjagd lässt die wahren Motive zur intensiven Bekämpfung von Meister Reineke dagegen bereits durchschimmern: Füchse sind die größten verbliebenen Jagdkonkurrenten im Revier und reißen möglicherweise auch einmal einen der Hasen oder Fasanen, die der eifrige Weidmann lieber selbst getötet hätte. Gemäß Jagdverbandssprecher Spittler ist rigorose Fuchsverfolgung dementsprechend »notwendig, um eine optimale Hasen- und Fasanenstrecke zu erzielen«, und der begeisterte Trophäenjäger Heribert Kalchreuter rechnete vor, dass man beim Fehlen natürlicher Prädatoren wie Fuchs und Habicht ungleich mehr Hasen »abschöpfen« kann als unter normalen Umständen. In Anbetracht derartiger Aussagen konstatiert der bekannte Verhaltensforscher Vitus B. Dröscher ganz richtig:


»Viele Jäger betrachten Reineke als Wilderer, der tunlichst zu erschießen, zu vergasen, mit Hunden zu hetzen und totzuprügeln ist«.

Allein die Tatsache, dass unzählige Füchse und Marder einen grausamen Tod sterben müssen, damit im Herbst mehr Feldhasen auf der Strecke liegen, ist abstoßend genug!
Doch damit nicht genug: Die größtenteils hausgemachte Misere vieler sogenannter Niederwildarten wird von Jägern immer wieder dazu genutzt, Stimmung gegen Beutegreifer zu machen. Kurzerhand behauptet man, ohne die scharfe Bejagung der Beutegreifer würden diese Hase, Reb- und Birkhuhn ausrotten. Gutachter wie Dr. Heribert Kalchreuter, der sich in Interviews wiederholt als »Jagd-Missionar« bezeichnete, gehen dabei so weit, Kopfprämien für Füchse zu fordern ? als Kompensation für sinkende Pelzpreise.
Wissenschaftler, deren Glaubwürdigkeit nicht durch den Besitz eines Jagdscheins relativiert wird, sind sich jedoch darin einig, daß es nur einen einzigen Weg gibt, um gefährdeten Tierarten zu helfen: Die Rücknahme der Gefährdungsursache selbst. Der Einfluss von Beutegreifern dagegen beeinflusst die Populationsdichte von Hase, Reb- und Birkhuhn nicht entscheidend und ist allenfalls »in Konkurrenz zur jagdlichen Nutzung relevant«, wie die Biologen Döring und Helfrich konstatierten. In ganz Europa sind die Anteile beispielsweise von Hasenresten in Fuchslosungen verschwindend gering – selbst dort, wo Hasen noch in großer Zahl vorhanden sind – und Untersuchungen zeigten, daß Füchse insbesondere dann beispielsweise Entenvögel reißen, wenn diese durch die Jagd angeschossen oder geschwächt sind. Die realen Gründe für den Bestandsrückgang vieler sogenannter »Niederwildarten« sind also keineswegs bei deren »natürlichen Feinden« zu suchen, sondern vielmehr im anthropogenen Bereich.

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Einen stichhaltigen ökologischen Grund für die Verfolgung des Fuchses gibt es schlichtweg nicht.
Vielmehr nehmen sich die krampfhaften Versuche von Jagdmedien und -funktionären, die Fuchsjagd als einen Akt ökologischer Notwendigkeit darzustellen, eher als Verschleierungstaktik aus, mit der von realen Motiven zur Fuchsjagd – Beuteneid und Jagdlust – abgelenkt werden soll. Wirft man jedoch einen eingehenderen Blick in die prosaischen Ergüsse schreibender Jäger, die in den gängigen Jagdzeitschriften nach wie vor publiziert werden, so wird man nichtsdestoweniger rasch feststellen, worum es den Grünröcken wirklich geht. Wer das winterliche Nachstellen und Töten eines liebestollen Fuchspärchens zum unglaublich erregenden, nur mit sexuellen Handlungen zu vergleichenden Ereignis emporstilisiert, ist nach heute gültigen Maßstäben nur in psychopathologischen Kategorien angemessen zu bewerten.

Wir dürfen nicht vergessen, dass es sich bei jedem in einer angeblich »sofort tötenden« Falle langsam zu Tode gequetschten, bei jedem im fahlen Mondlicht angeschossenen, bei jedem blutüberströmt vom Jagdhund aus dem vermeintlich sicheren Bau »gesprengten« – und auch bei jedem »sauber gestreckten« – Fuchs um ein fühlendes, denkendes Individuum mit einem Recht auf Leben handelt!

[…]
Fuchsjagd: ökologischer Nonsens

Prädatoren, also Beutegreifer, zu bejagen, ist aus ökologischer Sicht so ziemlich das Unsinnigste, was die grünberockten Naturnutzer tun können; aus ethischer Sicht ist es verurteilenswert und anachronistisch. Es wird Zeit, dass wir uns als mündige Bürger endlich gegen all diejenigen wehren, die jeden vor den Augen seiner entsetzten Eltern vom »raubzeugscharfen« Jagdhund zerfleischten Jungfuchs zum Anlass nehmen, sich als Diener an Volksgesundheit und Artenvielfalt zu fühlen.
Es ist ein gefährlicher und ethisch indiskutabler Zustand, dass die letzten größeren Beutegreifer Mitteleuropas der Willkür einer Bevölkerungsgruppe unterstellt sind, die in ihnen nichts als lästige Beutekonkurrenten sehen und ihnen demensprechend permanent nach dem Leben trachten.
Die vollständige Unterschutzstellung aller einheimischen Prädatoren, allen voran die des seit Jahrzehnten beispiellos verfolgten Fuchses, ist längst überfällig. Davon könnten auch wir Menschen profitieren – wo Füchse ihre zweibeinigen Mitgeschöpfe nicht fürchten müssen, beispielsweise auf der nördlichen japanischen Hauptinsel Hokkaido, in Israel oder dem kanadischen Prince-Albert-Nationalpark, sind die hierzulande so misstrauischen Rotröcke überaus zutraulich und lassen sich problemlos über Stunden in ihrem bezaubernden Sozialverhalten beobachten.
Von Dag Frommhold

Der Fuchs und das Jägerlatein

 

 

»Jagd ist doch immer eine Form von Krieg.«
Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter (1749 – 1832)

»Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt.«
Leo Tolstoi, russischer Dichter(1828-1910)

»Wo ein Jäger lebt, können zehn Hirten leben, hundert Ackerbauern und tausend Gärtner. Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen. Sie ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niederen und unedlen Volkes.«
Alexander v. Humbolt, deutscher Naturforscher (1769-1859)

»Die Jagd ist eines der sichersten Mittel, das Gefühl der Menschen für ihre Mitgeschöpfe abzutöten.«
François Voltaire, frz. Schriftsteller und Philosoph (1694 – 1778)

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Gruß Hubert

Pferde bluten – Merck kassiert   Leave a comment

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Über Missstände, wenn es um den Umgang mit Tieren geht, wird ja in den Medien nicht, oder nur höchst selten berichtet. Die SZ macht da beim folgenden Artikel über das Blut abzapfen bei Stuten, um an das Hormon PMSG zu kommen, eine löbliche Ausnahme. Es zeigt wieder mal, dass der Mensch mitnichten die Krone der Schöpfung ist, einige unter ihnen sind richtige Bestien und Monster. Die unersättliche Gier kennt keine Grenzen und man geht mit Tieren barbarisch und unvorstellbar grausam um. Hier geht es nicht zuletzt um den Pharmakonzern Merck, dem es egal ist wie er zu diesem begehrten Hormon von Pferden kommt, auch wenn diese Abzapfen von Blut nach europäischem Tierschutz streng verboten ist. Es zählt nur wie viel Profit damit zu machen ist. Das Blut holt man sich auf grausame Art und Weise. Es zeigt sich wieder einmal: es gibt nur menschliche Bestien – keine tierischen. Der folgende Beitrag zeigt auch die skrupellosen Machenschaften von Pharmafirmen, in diesem Fall von Merck und Syntex.

Das Blut trächtiger Stuten enthält das Hormon PMSG. Um dieses Hormon für die Pharmaindustrie zu gewinnen, werden in Südamerika zehntausende trächtige Stuten mit Holzscheiten und Elektro-Peitschen in Fixierboxen geprügelt. Die Blutfarmer zapfen ihnen so viel Blut ab, bis sie kraftlos zusammenbrechen. Wenn sie durch die Torturen nicht mehr trächtig werden können, landen sie wie Wegwerfartikel im Schlachthof.

Pharmakonzerne wie Merck interessiert nur das Geschäft mit dem Qual-Hormon: Sie verkaufen es für die Produktionssteigerung der Fleischindustrie, auch in der EU. Nach europäischem Tierschutz streng verboten, spielt sich das Elend in Argentinien und Uruguay in einer Grauzone ab.

Hier ein Artikel zum Thema aus der SZ

Wie Pharmakonzerne mit Pferdeblut Geschäfte machen

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Trächtigen Stuten in Uruguay wird nach Angaben von Tierschützern pro Woche 10 Liter Blut abgezapft.

  • Tierschützer haben aufgedeckt, wie in Argentinien und Uruguay trächtige Pferde gequält werden.
  • Ihnen wird Blut entnommen, weil es ein wertvoller Rohstoff für die Pharmaindustrie ist.
  • Das Hormon im Blutserum kann die Ferkelzucht beschleunigen.
Von Boris Herrmann, São Paulo, und Silvia Liebrich

Die Blutentnahme dauert etwa zehn Minuten. Dann zieht ein Arbeiter die Nadel und den Ablaufschlauch aus dem Hals der Pferde. Es sieht nicht aus, als ob es ihm ein Anliegen wäre, dass alles möglichst schmerzfrei zugeht. Eine Stute mit schwarz-weißem Fell wankt aus einer Fixierbox, offenbar entkräftet vom hohen Blutverlust. Sie bricht zusammen. Niemand scheint sich um sie zu kümmern. Die Stute steht wenig später wieder auf, aber sie ist zu schwach, um ihren Kopf zu halten und stützt ihn auf dem Zaun der Stallbox ab. Jetzt kommt ein Arbeiter und versucht das zitternde Tier zu verscheuchen. Der Arbeiter steigt auf das Geländer und tritt der Stute drei Mal mit dem Fuß ins Gesicht. Sie bricht erneut zusammen. Der Arbeiter läuft aus dem Bild.

Diese Szene hat ein Team der Tierschutzorganisation „Animal Welfare Foundation“ mit versteckter Kamera gefilmt.
Sie ereignete sich am Morgen des 16. April 2015 auf einer Pferdefarm der argentinisch-uruguayischen Firma Syntex nahe der Stadt Ayacucho, gut 300 Kilometer südlich von Buenos Aires. Nach allem, was man weiß, war der 16. April dort ein Tag wie jeder andere. Ein Tag, an dem südamerikanische Tiere misshandelt wurden – im Namen der europäischen Fleischindustrie. Denn aus dem Blut der Stuten wird ein wertvolles Hormon gewonnen, das in Deutschland und anderen EU-Ländern die Schweineproduktion am Laufen hält.

Dabei gelten Argentinier und Uruguayer als Pferdefreunde. Die Kultur der berittenen Gauchos mag zwar romantisch verklärt sein, Pferde haben in diesen Ländern aber immer noch einen besonderen Stellenwert. Als Symbole der Freiheit oder im Sport. Polo und Galopprennen sind dort fernsehtauglich. Was sich jedoch im Hinterland, versteckt vor neugierigen Blicken, abspielt, passt ganz und gar nicht in diese heile Pferdewelt.

Ein Hormon als Rohstoff

Die Firma Syntex S.A. verdient ihr Geld mit dem Export von Pferdblut-Produkten und bezeichnet sich auf diesem Gebiet als einer der Weltmarktführer. Auf ihren Farmen in Uruguay und Argentinien werden Tausende von Stuten allein zu dem Zweck gehalten, sie möglichst oft zu befruchten und dann ihr Blutserum abzuzapfen. Daraus wird dann das Hormon „Pregnant Mare Serum Gonadotropin“, kurz PMSG, gewonnen. Ein wertvoller Rohstoff, den, wie der Name schon nahe legt, nur trächtige Stuten in sich tragen.

Abnehmer sind Pharmafirmen in 25 Ländern auf fünf Kontinenten, die mit PMSG unter anderem Hormonpräparate für die Ferkelzucht herstellen. Ein erheblicher Teil wird in Länder der Europäischen Union geliefert, auch nach Deutschland. Das zeigen Recherchen der Süddeutschen Zeitung. Ein Millionengeschäft, das weitgehend im Verborgenen abläuft und kaum kontrollierbar ist – auch weil Gesetze fehlen. Und ein Fall, der erneut ein Schlaglicht auf die Fleischindustrie wirft. Ende August hatten Berichte über gepanschtes Blutserum von ungeborenen Kälbern Aufsehen erregt. Recherchen von SZ und NDR hatten die grausamen Bedingungen in Schlachthöfen und die Verflechtungen mit der Pharmaindustrie offengelegt.

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Pharmaindustrie – Das schmutzige Geschäft mit dem Blut ungeborener Kälber

Deutsche und französische Unternehmen sollen im großen Stil mit gepanschtem und falsch deklariertem Blutserum gehandelt haben. Es geht um Milliarden – und um die Gesundheit vieler Menschen.

Die Firma Syntex teilt auf Anfrage mit: „Wir produzieren PMSG schon seit vielen Jahren und folgen dabei strengen Kontrollauflagen und Tierschutzbestimmungen.“ Auf der Website des Unternehmens heißt es zudem: „Wir sind zertifiziert von der Europäischen Union und erfüllen ihre sehr anspruchsvollen Standards.“

Davon ist auf jenen Aufnahmen, die der SZ vorliegen, allerdings wenig zu erkennen. Im Gegenteil. Für die Produktion des Blutserums werden tragende Stuten offenbar systematisch gequält. Die Aktivisten der „Animal Welfare Foundation“ haben fünf Stunden lang auf der Syntex-Farm bei Ayacucho gefilmt und dabei etwa 100 Prügelszenen aufgezeichnet. Um die offenbar traumatisierten Tiere in die Blutentnahme-Box zu treiben, wird ihnen mit Holzscheiten und Elektro-Peitschen auf den Kopf und ins Gesicht geschlagen. Ähnliches Beweismaterial haben die Tierschützer in Uruguay zusammengetragen, etwa von den Blutfarmen „El Yatay“ und „Loma Azul“, die auch zur Firma Syntex gehören, oder von den ebenfalls EU-lizensierten Höfen „Las Marquesas“ und „La Paloma“.

Pferde bluten – Merck kassiert

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Ich hoffe es stört sich niemand an den grausamen Bildern in den Links. Wer es nicht anschauen kann… will – muss ja nicht. Leider ist es auch so wie Karlheinz Deschner schon sagte:

Aufklärung ist Ärgernis; wer die Welt erhellt, macht ihren Dreck deutlicher.

Neue Pferdequälerei: Stuten leiden für unser Schweinefleisch, Schweizer Radio und Fernsehen, 29. September 2015

http://www.srf.ch/konsum/themen/umwelt-und-verkehr/neue-pferdequaelerei-stuten-leiden-fuer-unser-schweinefleisch

Bitte das Video darin anschauen.

Das Blutgeschäft, Tierschutzbund Zürich, Animal Welfare Foundation

http://animal-welfare-foundation.org/fileadmin/DATEIEN/awf/Bericht-Hefte/Tierschutzbund_Bericht_9-2015_Web.pdf

Hier noch ein Petitionstext.

Das Blut trächtiger Stuten enthält das Hormon PMSG. Um dieses Hormon für die Pharmaindustrie zu gewinnen, werden in Südamerika zehntausende trächtige Stuten mit Holzscheiten und Elektro-Peitschen in Fixierboxen geprügelt. Die Blutfarmer zapfen ihnen so viel Blut ab, bis sie kraftlos zusammenbrechen. Wenn sie durch die Torturen nicht mehr trächtig werden können, landen sie wie Wegwerfartikel im Schlachthof.

Pharmakonzerne wie Merck interessiert nur das Geschäft mit dem Qual-Hormon: Sie verkaufen es für die Produktionssteigerung der Fleischindustrie, auch in der EU. Nach europäischem Tierschutz streng verboten, spielt sich das Elend in Argentinien und Uruguay in einer Grauzone ab.

Wenn wir Mercks Verbindung mit der Tierquälerei jetzt öffentlich anprangern, können wir das Leiden der Pferde beenden. Denn Pferdefolter will kein Unternehmen als Schandfleck auf seiner Weste. Und wenn wir Merck zum Einlenken bringen, steigt auch der Druck auf die anderen Konzerne.

In ihrer Profitgier kennt die Pharmaindustrie keine Grenzen. Ob lebensgefährliche Verhütungsmittel in Entwicklungsländern oder das Quälen von Tieren wegen ihres Blutes — was Geld bringt, geht in Ordnung.

Petition
http://action.sumofus.org/de/a/pferde-merck-de/?akid=14286.9854883.ZHESXJ&rd=1&sub=fwd&t=1

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Gruß Hubert

Kapitalismus und Schlachthöfe   Leave a comment

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Man kann das Weltbild des Kapitalismus nicht besser darstellen als mit einem Vergleich mit Schlachthöfen. Man geht buchstäblich über Leichen. Dem Kapitalismus interessiert keine Grausamkeit. Da haben Moral, Menschlichkeit, Gefühle, soziale Gerechtigkeit, Mitleid usw. keinen Platz mehr. Wenn man sieht wie Tiere in den Tierfabriken gehalten werden, seien es Hühner-KZs, Schweine in Kastenständen usw., dann erkennt man dass es für Maximalprofit nicht ohne Maximalausbeutung geht. Tiere werden da nicht mehr als fühlende Lebewesen gesehen sondern als eine Sache, ein Produkt. Das Tier ist nur ein Mittel um möglichst viel Geld zu scheffeln. Da wird im Akkord geschlachet. Ob da Kühe lebend aufgeschnitten werden interessiert die nicht. Und nicht zuletzt: Kapitalismus ist NICHT Demokratie. Ach noch was: Die Religion hat ihr Bündnis mit dem Kapitalismus geschlossen, deswegen auch ihr abgrundtiefer Hass gegen den Kommunismus, dessen Ideee es ja wäre zu teilen. O-Ton aus dem Vatikan: „In der katholischen Kirche haben Tiere keinen Platz“.
http://www.tigerfreund.de/10/kirche_und_tierschutz-die_verratene_schoepfung.htm

Das Brüllen der Rinder beim Geschlachtetwerden

»Moralische Bedenken gegen Kalbsbraten? Von seiten der Erzieher nicht.
Von seiten der Jurisprudenz nicht. Von seiten derMoraltheologie nicht. Von tausend anderen moralischen Seiten nicht. Von der des Kalbes vielleicht?«Karlheinz Deschner

Ein Rind hängt am Fließband, am Hinterbein aufgehängt. Es zappelt. Der Schlächter setzt das Messer an den Hals und schneidet mit einem langen Schnitt die Kehle auf. Ein Schwall von Blut strömt aus seinem Hals. Das Tier schlägt mit dem Kopf und schreit entsetzlich. Ein weiteres Rind, ebenfalls am Hinterbein aufgehängt, schlägt mit dem freien Hinterbein wild um sich. Erst wird dem Rind die Kehle aufgeschnitten. Dann wird ihm ein Vorderbein abgetrennt. Das Tier lebt aber noch! Es schlägt um sich, die Augen gehen auf und zu. Dann wird das andere Bein abgeschnitten. Erst als der Schlachter den Kopf abtrennt, ist das Rind tot. Doch schon kommt das nächste Rind am Fließband aufgehängt: Es zappelt mit dem ganzen Körper, schlägt mit Kopf, tritt mit den Füßen….

Bei Bewusstsein aufgeschnitten

Zu häufig kommt es vor, dass ein Tier durch einen schlecht gesetzten Bolzenschuss bereits vor dem eigentlichen Schlachten wieder zu sich kommt. Eine Entscheidung der EU-Kommission verlangt nämlich, dass seit dem 1. Januar 2001 das zentrale Nervengewebe der Rinder nach dem Betäuben durch den Bolzenschuss nicht mehr durch Einführung eines sogenannten Rückenmarkzerstörers zerstört wird, weil dadurch infiziertes Gewebe in den Blutkreislauf und damit auch in die Skelettmuskulatur gelangen könnte. Beim Bolzenschuss die richtige Stelle am Kopf zu treffen ist schwer. Hat das Tier gar Panik, ist es fast unmöglich (schwer vorzustellen, dass das Tier da keine Panik hat). Bei Rindern mit dickem Schädel betäubt der Schuss überhaupt nicht. Die Rinder sind so schlecht betäubt, dass sie noch während des Schlachtens brüllen. Die Tiere zwinkern mit den Augen, schlagen mit den Beinen, ziehen seitlich den Kopf hoch – ein klares Zeichen, dass das Empfindungs- und Wahrnehmungsvermögen nicht ausgeschaltet ist.
Beate Gminder, EU-Kommission, verteidigte gegenüber dem Polit-Magazin Panorama (8/2001) die neue Schlachtverordnung der EU: »Es muss abgewogen werden zwischen Gesundheitsschutz der Arbeiter und der Bevölkerung und dem Tierschutz.«.Auch die Bolzenschussbetäubung soll in Zukunft elektrischen Betäubungsverfahren weichen, da in Zeiten von BSE nicht ausgeschlossen werden könne, dass infektiöses Gewebe aus dem Gehirn in den Körper der Tiere gelangt. Die Elektrobetäubung kann aber keine sichere Betäubung von Rindern gewährleisten.

 

us dem Theaterstück von Bertolt Brecht „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“.

 

Gruß Hubert

Islamische Schächt-Opferfest „Kurban Bayrami“   Leave a comment

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Gerade am Welt-Tierschutztag beginnt heuer das islamische Schächt-Opferfest. Es wird wieder mal vorgeführt zu welchen Grausamkeiten es führt weil irgendeinmal irgendein Mensch eine Religion erfunden hat. Die größten Scheußlichkeiten werden stets im Namen Gottes und der Religion begangen. Und beim Schächten haben unsere Politiker in Europa ja Angst als islamophob oder als antisemitisch zu gelten, anstatt diese Grausamkeiten einfach zu verbieten. Falsche Toleranz hat hier nichts zu suchen, wenn es um Tierquälerei geht. Diese Tötungsart wäre laut regulärem Tierschutzgesetz ausdrücklich verboten, aber man sieht weg und schreitet nicht ein.

Eine Schächt-Regel sagt:
„Die Tiere müssen gesund und nicht „beschädigt“ sein und dürfen beim Schächtvorgang nicht geängstigt werden – müssen so auf „beste Weise“ (!) geschächtet werden.“
Ein Hohn, wenn man da redet, dass die Tiere nicht geängstigt würden oder glaubt, dass das überhaupt möglich wäre. Glaubt man Tiere haben keinen Verstand? Die wissen ja genau was ihnen bevorsteht. Da ist jeder Kommentar überflüssig. So ein Quatsch kann nur von Religioten kommen.

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Hier ein Bericht von Animal-spirit.at

„Kurban Bayrami“ beginnt heuer am Welt-Tierschutztag!

 

"Kurban Bayrami" beginnt heuer am Welt-Tierschutztag!
Betäubungsloses Schächten: barbarische Tradition!
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Das islamische Schächt-Opferfest „Kurbam Bayrami“ findet in diesem Jahr vom 4. bis 7. Oktober 2014 statt. Von Ulrich Dittmann

Siehe dazu auch unsere heutige Presseaussendung.

„Diesem archaischen Tun liegt im Judentum die Erzählung der Beinahe-Opferung Isaaks (Genesis  22,1-19) durch Abraham, oder im Islam das Gedenken an den Propheten Ibrahim zugrunde, der bereit war, seinen Sohn Ismail für Allah zu opfern. Nach islamischem Glauben sollte jeder wirtschaftlich Bessergestellte ein Opfer bringen. Als Opfertiere dienen Schafe, Rinder oder Kamele. In Deutschland leben über 3,3 Millionen Bürger islamischen Glaubens (in Österreich ca. eine halbe Million). Sei es aus Unkenntnis oder Gewohnheit – einige von ihnen halten sich nicht an das in Deutschland bestehende generelle Betäubungsgebot und schlachten Tiere ganzjährig – aber insbesondere anläßlich des „Kurban Bayrami Opfer-Festes“ – ohne jegliche Betäubung. Ein solches betäubungsloses Schächten von warmblütigen Wirbeltieren ist aber als bewußte und vorsätzliche grauenhafte Tierquälerei einzustufen – sonst wäre diese Tötungsart nicht laut regulärem Tierschutzgesetz ausdrücklich verboten. (Anm.: im politisch über-korrekten Österreich gilt seit 2005 die absurde Ausnahmeregelung im § 32 TSchG, daß für „rituelle“, also religiöse, Schlachtungen Tiere erst unmittelbar nach dem Kehlschnitt betäubt werden müssen – sog. „Post-cut Stunning“ – eine völlig sinnlose und gesetzlich legitimierte schwere Tierquälerei!).

Ein harmonisches Zusammenleben aller Bevölkerungsschichten kann jedoch nur gedeihen, wenn solche Tierschindereien unterlassen – eine hier geltende Verfassungsethik und allgemein gültige Gesetze respektiert – werden. Eine „In-Ohnmacht-Versetzung“ der Tiere durch reversible Elektrobetäubung wird von maßgeblichen islamischen Religionsautoritäten auch als absolut religionskonform angesehen – ebenso mittlerweile auch eine gottgefällige Geldspende, gegeben an Arme. Es bestünde also für Muslime keinerlei Grund, betäubungslos zu schächten. Polizei und Ordnungsämter sind angewiesen im o.a. Zeitraum besonders auf Verstöße gegen das Tierschutzgesetz (Schaftransport im Autokofferraum, Schwarz-Schächtungen auf Bauernhöfen und Schäfereien, oder in Feld und Flur) zu achten und auch entsprechenden Hinweisen  aus der Bevölkerung explizit nachzugehen. Weitere Informationen: www.pro-iure-animalis.de/schaechten sowie der Sonderdruck Schächten.

Nachtrag: Der erste Tag des islamischen Schächt-Opferfestes fällt in diesem Jahr makaberer Weise exakt auf den 4. Oktober 2014, eben den Welttierschutztag… Das heißt also, an dem Tag, an dem weltweit zum Schutze der Tiere aufgerufen wird, werden weltweit zugleich massenweise Tiere brutalst betäubungslos abgemetzelt…“

Siehe auch „Für die Tiere hat der Teufel eine Menschenfratze“

Quelle:

http://www.animal-spirit.at/willkommen/

 



Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von Animal Spirit schreibt in der Presseaussendung vom 03.10.2014 unter anderem:

Was wir uns anläßlich des Welt-Tierschutztages von der Regierung wünschen, sind nicht schöne, aber leere Worthülsen und kein Kniefall vor sog. Traditionen oder archaischen, tierquälerischen Opferritualen – egal ob von alteingesessenen oder zugewanderten Mitbürgern begangen – aus falsch verstandener „politischer Korrektheit“; wir fordern eine klare Gesetzgebung, die endlich dem Mensch-Tier-Verständnis des 21. Jahrhunderts und v.a. der wissenschaftlich begründeten Leidensfähigkeit unserer Mitgeschöpfe Rechnung trägt.“

 

Gruß Hubert