Was soll das blöde, neoliberale Gequatsche von Hoeneß, wenn er im Video sagt, was der Staat nicht leisten könne, müssen Privatleute über Spenden finanzieren? Sollen Bedürftige auf Almosen angewiesen sein von Superreichen und ob diese immer in Spendierlaune sind? Dass die Reichen so spendierfreudig wären, ist ja ganz was neues. Da gibt es ja ganz viele extra Geizige, denn wenn sie immer großzügig gewesen wären, wären sie auch nicht reich geworden. Der Vatikan wäre ja auch nicht mehr reich, wenn er immer Almosen verteilt hätte (der gehört sowieso zu den extra-Geizigen). Wenn, dann machen sie es nur bei einer Aktion das ihrer PR und ihren Image dient. Reiche sagen auch, dass das Kapital sei ein scheues Reh sei. Wenn ihnen der Staat also zu sehr auf die Zehen steige, könnten sie ganz in Ausland gehen, zum Beispiel in die Schweiz (was Herr Hoeneß zu jener Zeit schon getan hatte), und der Fiskus habe dann gar nichts mehr. Das heißt übersetzt man solle sie schwindeln und den Staat, sprich die Allgemeinheit, betrügen lassen, oder sie kehren dem „Heimatland“ den Rücken. Das ist nichts anderes als eine Erpressung.

Hier ein Artikel von pro-iure-animalis.de

 

Hoeneß, eigentlich mag man diesen Namen nicht mehr hören, das Gesicht nicht mehr sehen, es sei denn, man ist ein eingefleischter Bayern-Fan und zusätzlich für die Realität in dieser Welt nicht empfänglich. Wir sprechen von diesem Herrn Hoeneß, der sich für mehrere Millionen Euros feiern ließ, die er großherzig für soziale Projekte spendete und der im Gegenzug die  Allgemeinheit um ca. 28 Millionen Euro hinterging, als er vergaß die Steuern zu bezahlen. Aber was soll´s. Als er erwischt und verurteilt wurde, sprach ihm sogar die Bundeskanzlerin ihren Respekt aus, dass er seine wohlverdiente Strafe angenommen hat. Übrigens wurde den anderen Steuerzahlern, die regelmäßig und ohne Betrügereien ihre Steuern entrichten, unseres Wissens nach noch kein Respekt gezollt.


Aber Herr Hoeneß hat noch eine zweite Seite,

eine Seite die uns als Tierschützer interessiert. Die ZEIT schrieb hierzu: „Schon in jüngeren Jahren baute Uli Hoeneß gerne vor und sicherte sich ab – ganz der sorgsame schwäbische Selbstständige. Mit 33 Jahren schien ihm die Managerkarriere beim FC Bayern München noch zu wenig gefestigt zu sein. Also gründete er 1985 gemeinsam mit seinem Bekannten Werner Weiß, einem Metzger, die Nürnberger HoWe-Wurstwaren KG. Der Name setzt sich aus den ersten beiden Buchstaben der Nachnamen von Hoeneß und Weiß zusammen.“ Diese Fabrik, heute mit ca. 350 Beschäftigten, produziert ca. 4 Millionen Würstchen pro Tag und beliefert den Discounter Aldi-Süd sowie weitere Discounter in Europa und den USA. Hierfür werden bis zu 50 Tonnen = 50.000 Kilo Fleischmasse täglich verarbeitet. Wer halbwegs mit den Gegebenheiten der Preisgestaltung im Discountergeschäft vertraut ist, weiß auch, wie Billigpreise entstehen, nämlich über Massentierhaltung und somit über Tierqual ohne Ende. Von den Millionen Tieren, die bisher für das Vermögen und das Zockerverhalten dieses „ehrenwerten Herren“ ihr Leben lassen mussten, war keine Zeile zu lesen. Es interessiert die Menschen nicht mehr in ihrer Vergröberung der moralischen Auffassung, ob andere Lebewesen grausamst gequält und zu Tode gebracht werden, entscheidend ist, dass es diesem Herrn im Gefängnis an nichts mangelt, diesem Herrn Hoeneß, der für das Gemetzel an Millionen von Tieren verantwortlich zeichnet. 

Quelle: www.pro-iure-animalis.de

 

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Herr Hoeneß, da war doch was …

Vor dem Hintergrund der Verurteilung von Uli Hoeneß wegen Steuerhinterziehung in zweistelliger Millionenhöhe bekommt dieser ältere Videoausschnitt einen seltsamen Beigeschmack. Eine kurze Anmerkung.

Uli Hoeneß gegen die Linken

http://youtu.be/WKWZ-sYC9zo

 

Von Sebastian Müller

Vor noch nicht allzu langer Zeit, in der Polit-Talkshow „Günther Jauch” vom 23. Septemper 2012, polemisierte Hoeneß gegen die von der Linkspartei geforderte Reichensteuer. Sein Argument, dass er damals mit verve Katja Kipping entgegenschleuderte: Die Reichen leisteten mehr für das Bruttosozialprodukt, eine Reichensteuer sei also ungerecht.

Interessant war aber auch eine weitere Ausführung ganz im Sinne des neuen Selbstverständnisses der hiesigen Geldelite: Hoeneß bevorzuge nicht nur ein Gesellschaftsmodell, in dem Staat und Länder wie Unternehmen geführt werden sollen; was der Staat darüberhinaus nicht leisten könne, müssten eben Privatleute über Spenden finanzieren. Er selbst sei glücklich, anderen mit seinem Geld helfen zu können.

Damit sprach er – en vogue – der Abkehr des Wohlfahrtsstaates zugunsten einer von privatinitiative abhängigen Almosengesellschaft das Wort. Denn wenn die Reichen geschröpft werden, anstatt freiwillig und von der Steuer absetzbar Spenden zu können, so das Credo, würde das Geld eben in der Schweiz geparkt.

Heute klingt das nach vorausschauender Absolution in eigener Sache. Peter Sloterdijk lässt grüßen. Der meinte einst, da der Staat von den „Leistungsträgern“ im Lande stark überhöhte Steuern erpresse, um sie den „Leistungsfernen“ in den Rachen zu werfen, sei ein Bürger-Aufstand gegen den demokratischen Zwangsstaat geboten.

Der Philosoph, nur ganz am Rande bemerkt, kam einst nahe an nationalsozialistische Auffassungen von Volkshygiene, als er die Sozialschmarotzer, jene „Leistungsfernen“, die von den staatlichen Transferleistungen lebten, dabei in die Nähe von Krebsgeschwüre rückte, die man aus dem kranken Volkskörper herausschneiden müsse, damit dieser wieder gesunden könne.

Mit Hoeneß hat Sloterdijk nun seinen herbeigesehnten Bürgeraufstand. Ob der nun vom einem wohltätigem Leistungsträger oder einem Sozialschmarotzer kommt, liegt ganz im Auge des Betrachters. Wie die Angestellten von Hoeneß‘ Wurstfabrik Howe KG, die ohne Betriebsrat sowie mit Löhnen unter Tarif, Leiharbeit und Befristungen abgespeist werden, diesbezüglich urteilen, bleibt erstmal Spekulation.

So oder so ist Hoeneß‘ Steuerhinterziehung im großen Stil nur konsequent – ganz im Sinne des Volkskörpers. Noch aber betrachtet ihn die deutsche Rechtsprechung im Sinne des Volkes als „Krebsgeschwür” – wenn auch als Kleines.

 

http://le-bohemien.net/2014/03/15/herr-hoeness-da-war-doch-was/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+Le-bohemiennet+%28le-bohemien.net%29___

Siehe auch:
Steuerfahndung: Hoeneß hat mehr als 30 Millionen Euro hinterzogen

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/recht-steuern/steuerfahndung-hoeness-hat-mehr-als-30-millionen-euro-hinterzogen-12870009.html

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Zu den Schwarzgeldverschiebungen in die Schweiz passen auch die Erklärungen von Gustl Mollath, dem es deswegen ja sehr schlecht erging – nämlich weil er die Machenschaften seiner Frau und der Bank, bei der sie beschäftigt war, ans Tageslicht bringen wollte.

Gustl #Mollath im SWR „NACHTCAFE“ am 21.03.2014
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http://youtu.be/mU2j3sxoQDs

 

Gruß Hubert