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Streit um Füchse in Rheinböllen   Leave a comment

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Füchse zur Abrichtung von Jagdhunden zu benutzen ist höchst tierquälerisch und pervers. Artgenossen sollen dazu dienen, damit Jäger abgerichtete Hunde erhalten.

 

„Durch einen Facebook-Post wurden die Tierschützer auf den Tierpark Rheinböllen aufmerksam gemacht. Ein Jäger hatte gepostet, dass Schliefenfüchse in Rheinböllen untergebracht seien. Daraufhin recherchierte das Team vor Ort und fand heraus, dass zwei der vier im Park gehaltenen Füchse Eigentum des Deutschen Jagdterrier-Clubs seien. Laut Pressemitteilung würden diese Füchse für etwa vier Wochen im Jahr in eine Schliefanlage nach Simmern gebracht, um dort für die Abrichtung von Jagdhunden zu dienen. „

Zwei Schlieferfüchse sollen im Hochwildschutzpark gehalten und für die Abrichtung von Jagdhunden genutzt werden. Das sorgt für harte Kritik vonseiten des Aktionsbündnisses Fuchs.

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Vier Füchse werden derzeit im Tierpark in Rheinböllen gehalten.

Vier Füchse werden derzeit im Tierpark in Rheinböllen gehalten. Foto: Daniel Peller

KREIS BAD KREUZNACH/RHEINBÖLLEN – (lep). Im Hochwildschutzpark Rheinböllen werden offenbar zwei der vier Füchse als Trainingstiere zur Abrichtung von Jagdhunden benutzt. Bei der Abrichtung werden in einer sogenannten Schliefanlage Jagdhunde darauf getrimmt, Füchse aus ihrem Bau zu locken, damit der Jäger diese schießen kann. Die Schliefanlage simuliert den Bau eines Fuchses, in den der Hund dann hineingeführt wird und die Fährte des darin befindlichen Fuchses verfolgen muss.

Das Aktionsbündnis Fuchs, ein Zusammenschluss von über 50 Tierschutzorganisationen, hat sich zum Ziel gesetzt, die Fuchsjagd abzuschaffen. Durch einen Facebook-Post wurden die Tierschützer auf den Tierpark Rheinböllen aufmerksam gemacht. Ein Jäger hatte gepostet, dass Schliefenfüchse in Rheinböllen untergebracht seien. Daraufhin recherchierte das Team vor Ort und fand heraus, dass zwei der vier im Park gehaltenen Füchse Eigentum des Deutschen Jagdterrier-Clubs seien. Laut Pressemitteilung würden diese Füchse für etwa vier Wochen im Jahr in eine Schliefanlage nach Simmern gebracht, um dort für die Abrichtung von Jagdhunden zu dienen.

 

Abrichtung laut Gutachten „hochgradig tierquälerisch“

Mitinitiator Lovis Kauertz sagte der AZ, nicht die Unterbringung der Füchse im Park an sich sei das Problem, sondern die Unterstützung des Parks für diese „tierschutzwidrige Maßnahme“ – dies sei ein „falsches Signal“. In veterinärmedizinischen Gutachten sei die Abrichtung der Jagdhunde auf Füchse als „hochgradig tierquälerisch“ bewertet worden.

Bei dem Besuch im Tierpark seien den Tierschützern diese beiden Füchse als scheu, mager und verängstigt aufgefallen. Wie Kauertz der AZ bestätigte, wurde der Landrat im Rhein-Hunsrück-Kreis, Marlon Bröhr, aufgefordert, die Schliefanlage zu schließen. Eine Reaktion gab es offenbar noch nicht.

Brisanter Beigeschmack: Bei der Ortsbegehung durch die Tierschützer drohte ihnen ein Mitarbeiter nach eigenen Angaben mit rechtlichen Schritten, sollte eine Verbindung zwischen Terrier-Club und Tierpark „konstruiert“ werden.

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