Archiv für das Schlagwort ‘Hormone

Der Alterungsprozess   1 comment

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Ich möchte auf das Alter und das Nachlassen der Kräfte – der phyischen meine ich, der Geist ist ja meistens noch hellwach, jedenfalls bei mir (ich weiß nicht bei allen nach 70… 75 Jahren). Wenn es auch noch bei den geistigen Kräften fehlte, Demenz meine ich jetzt, na dann gute Nacht. Ich würde mir dann früh genug eine Reise in die Schweiz überlegen.
Und dann kommt halt immer die Floskel: das Beste daraus machen… ja ja ist ja recht, man kann ja sowieso nichts machen.

„My Travel Diary USA“ schrieb in einem Blog auf wordpress.com in ihrem Kommentar bei sy….xxx :

Unser Körper wird zwar alt… Ja, und ist das NICHTS?… frage ich.

Zum Beispiel ist das auch ein Körper und der Geist von Stephen Hawking hellwach und er super intelligent. Aber was für ein Körper… Aber jeder ist anders, Udo Reiter hätte jedenfalls so nicht leben wollen, ich auch nicht.

 

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Hawking

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Mir ist es jedenfalls nicht wurscht, wenn das Testosteron, die Potenz und die Erektions-„Qualität“ weit zurück gegangen ist. Ich habe auch den Mut darüber zu reden und verdränge das nicht, wie die allermeisten Männer, da wird tabuisiert bis zum geht nicht mehr. Lieber lassen sie den tollen Hengst heraushängen, wo längst schon tote Hose ist. Deshalb liebe Frauen, glaubt solchen Schwätzern nicht mal die Hälfte – oder wenn ihr böse sein wollt, stellt sie auf die Probe, wenn sie nicht vorher schon das Weite gesucht haben. 😉 – und sie werden ziemlich kleinlaut werden.

An den oben genannten Attributen hängt die männliche Identität dran… ob darüber Frauen lachen oder nicht. Wir Männer lachen ja auch nicht darüber, wenn Frauen Sorgen über ihre weibliche Attraktivität haben und vielleicht sehen, dass die Blicke der Männer anders werden, weniger interessiert. Aber ich weiß, die allermeisten Frauen können mit dem Thema Testosteron, Potenz nichts anfangen – außer sie bekommen mit ihrem Mann und dem Liebesleben selbst große Probleme. Denn wie Bruder und Schwester nebeneinander leben ist wohl auch keine Ehe und nicht das wahre Glück.
Aber ich habe auch schon auf einer Seite (eine Gruppe bei dreamies.de) gelesen, dass der Sex im Alter sogar BESSER wird… hmmmm… das möchte ich dann aber selbst sehen… ansonsten kann ich darüber nur laut lachen.

Ja, eventuell kann man sich ja andere Hobbys suchen. Meines ist das Rennrad.
Mein Schatz ist nun mein Rennrad und meine Orgasmen habe ich mit ihm. Da bin ich ein Draufgänger und Tempobolzer und auch risikofreudig, wenn ich auch immer weiß was ich tue und weiß was ich kann. Irgendwo muss man sich ja seine Zufriedenheit und sein Glück holen. Bei manchen ist es der Rücken der Pferde, bei mir eben das Rennrad 😉

Nachsatz: ich würde das mit dem Testosteron nicht einfach so vom Tisch wischen.

Siehe hier:
Der Zusammenhang zwischen Testosteron und Depression ist erwiesen!
Serotonin ist ein Neurotransmitter, dessen Mangel zu Depressionen führt. … Der natürliche, den Männern eigene Serotoninvermehrer ist aber ihr körpereigenes Testosteron, oder bei Mangel jenes Testosteron, das man ihnen zuführt. (Mit dem zuführen von Testosteron habe ich eine gewisse Skepsis).

Dr. Georg Pfau, er ist Männerarzt und Sexualmediziner

http://www.maennerarzt-linz.at/startseite_maennerarzt/testosteron/depression-und-testosteron/

Zum Altern schreibt Dr. Georg Pfau:

Und es gibt ihn doch…

…den Wechsel der Männer!

Das treffendste Wort, mit dem „Altern“ im biologischen Sinne beschrieben werden kann, ist „Funktionsverlust“. Altern ist Funktionsverlust. Jede Zelle verliert mit zunehmendem Alter, Jahr für Jahr, einen Teil ihrer Funktion, einen kleinen zwar, der aber summiert sich mit der Geschwindigkeit einer Zinseszinsrechnung. Jahr für Jahr ergibt sich ein Minus vom vorher schon verminderten Wert. Der Alterungsprozess beschleunigt sich, je weiter er bereits fortgeschritten ist. Je älter man wird, desto schneller geht es. Mit 30 ist es noch egal ob man ein Jährchen mehr oder weniger abgedient hat, mit 80 zählt schon jedes Monat. Der Grund dafür liegt in den Luxusfunktionen der Jugend: der junge Mann hat noch Reserven, der Körper schöpft noch aus dem Vollen. Obwohl auch junge Männer abbauen, der eine schneller, der andere langsamer, ist immer noch mehr als genügend übrig. Irgendwann aber, früher oder später, kommt es – alterungsbedingt – zu Fehlleistungen oder Befindlichkeitsstörungen.

[…]

Der „Wechsel“ beschreibt die Umstellung von einer Zeit ausreichender zu einer Phase mangelhafter Organfunktion. Jedes Organ hat seinen Wechsel, nicht nur hormonaktive Organe. Männer haben also einen Wechsel, sie haben aber – in Analogie zur Menopause der Frau – keine Andropause. Es gibt kein Ende für die Sexualhormone der Männer, und nichts anderes als dies hieße Andropause.

Auch wenn der Wechsel ein unausweichliches Faktum darstellt, gibt es Strategien um ihm die Zähne zu ziehen.

http://www.maennerarzt-linz.at/startseite_maennerarzt/der-wechsel-der-maenner/und-es-gibt-ihn-doch/

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Ich weiß noch wie der ex-Indendant vom MDR Udo Reiter sagte, er sehe wie seine Kräfte schwinden, okay er war auch schon Jahrzehnte im Rollstuhl… und er wolle nicht als Pflegefall enden. Er erschoss sich dann lieber auf seiner Terrasse, ich glaube an einem Oktobertag.

https://www.welt.de/vermischtes/prominente/article133453458/Jauch-verliest-Erklaerung-von-Udo-Reiter-zu-Suizid.html

Ex-MDR-Intendant:  Jauch verliest Erklärung von Udo Reiter zu Suizid – WELT

Günther Jauch hat mit der Erlaubnis der Familie die Erklärung des früheren MDR-Intendant Udo Reiter zu dessen Selbstmord öffentlich verlesen. Franz Müntefering übte Kritik an den Aussagen.

„Erklärung.

Nach fast 50 Jahren im Rollstuhl haben meine körperlichen Kräfte in den letzten Monaten so rapide abgenommen, dass ich demnächst mit dem völligen Verlust meiner bisherigen Selbstständigkeit rechnen muss. Vor allem die Fähigkeit, aus eigener Kraft die Toilette zu benutzen und das Bett zu erreichen und wieder zu verlassen, schwindet zunehmend. Parallel dazu beobachte ich auch ein Nachlassen meiner geistigen Fähigkeiten, das wohl kürzer oder später in einer Demenz enden wird. Ich habe mehrfach erklärt, dass ein solcher Zustand nicht meinem Bild von mir selbst entspricht und dass ich nach einem trotz Rollstuhl selbstbestimmten Leben nicht als ein von anderen abhängiger Pflegefall enden möchte. Aus diesem Grund werde ich meinem Leben jetzt selbst ein Ende setzen. Ich habe vielen zu danken, die meinen Weg begleitet und meinem Leben Freude und Sinn gegeben haben.

Udo Reiter“

xxx … entschuldige, wenn ich jetzt weit ausgeholt habe, ist ja fast ein Beitrag 😉 aber alles so happy ist halt nicht. Ich hoffe ich lebe noch ein wenig… sofern nichts beim Rennradfahren passiert – ich fahre ja nicht immer nur auf Radwegen.

Liebe Grüße

Hubert

Veröffentlicht 16. September 2017 von hubert wenzl in Medizin, Uncategorized

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Der Mensch – eine biochemische Maschine   Leave a comment

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Der Titel ist sicher zu zugespitzt, aber Hormone bestimmen über unser Wohlbefinden, über Lust, Unlust, über Knochendichte, Muskeln, Gedächtnisleistung, psychische Störungen und vieles mehr. Erstaunlich ist auch, dass Hormonmengen im Tausendstelgrammbereich schon allergrößte Auswirkungen haben. Schlußendlich ist am Hormonhaushalt auch zu erkennen ob wir noch jünger oder schon älter sind. Schließlich sollen und wollen wir ja nicht ewig leben, sage ich mal, oder?

Erst im Alter kommt es zu einer langsamen Reduktion der Testosteronmenge, mit der Konsequenz einer Abnahme von Antrieb und Libido. Sehr kontrovers wird diskutiert, ob Testosteron das „Lebenselixier“ des Mannes sei, das bei zusätzlicher Zufuhr seine Tatkraft und Aktivität bis ins hohe Alter erhalten könnte.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Schwankungen der Hormonspiegel von Östrogen und Progesteron sowie die Menge an Testosteron im Körper das Denken, Fühlen und natürlich das Lustempfinden deutlich beeinflussen können.

Zwar wird es noch lange dauern, bis auch bei Männern klare Daten verfügbar sein werden, aber schon jetzt deutet sich an, dass bei bestimmten Formen von Hormonschwächen ähnlich wie bei Frauen mit dem Auftreten von Erkrankungen gerechnet werden muss. Potenzstörungen sind dabei nur ein mögliches Symptom. Später oder gleichzeitig auftretende Erkrankungen aber sind auch Osteoporose oder verschiedene Herz – Kreislauferkrankungen und natürlich psychische Störungen verschiedener Art.

Der Vortrag unternimmt den Versuch, das jetzt bekannte Wissen über die hormonellen Alterungsvorgänge bei Männern darzustellen und ist nicht nur für Männer, sondern ebenso für deren Frauen interessant. Aufgezeigt werden sollen Therapiemöglichkeiten sowie deren Risiken.

Es zeigten sich nahezu unglaublich erscheinende Dinge wenn Frauen mit massiven Hormonausfallerscheinungen die fehlenden natürlichen Hormone ersetzt wurden. Aus von extremen Beschwerden geplagten, verschiedenste Krankheitssymptome bietenden Patientinnen wurden plötzlich wieder attraktive sich blendend fühlende, strahlende und lebenslustige attraktive Frauen.
Der ungebremst bei deren Männern voranschreitende Alterungsprozess, der vorher wegen der multiplen eigenen Probleme nicht wahrgenommen werden konnte, war häufig für die betroffenen Frauen kaum erträglich. Eine Powerfrau neben einem schlaffen Schatten. 😉 Alles nur wegen winziger Hormonmengen im Tausendstelgrammbereich.

(Die Quelle ist mir hier nicht mehr bekannt).

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Hier noch ein Auszug aus der Ärztezeitung zum viel geschmähten Testosteron, bei dem man erst erkennt, welche negativen Wirkungen es hat, wenn nicht mehr genügend da ist. Da würden manche Frauen auch erflehen, Herr gib ihm mehr Testosteron 😉
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Testosteron erhöht Libido nur bei Androgenmangel
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Doch auch bei der sexuellen Funktion gilt: Ohne Testosteron zwar keine Libido, damit Mann aktiv wird, braucht er jedoch nicht nur das Hormon, sondern auch einen Stimulus. Klar wird dies zudem aus vielen Studien zur Testosteron-Substitution: Libido und sexuelle Funktion werden dabei nur besser, wenn tatsächlich ein Androgenmangel vorliegt, bei normogonadalen Männern bringt zusätzliches Testosteron nicht mehr Lust und auch nicht mehr sexuelle Leistung.

Insgesamt scheint vor allem die Libido vom Testosteronspiegel abzuhängen – so ist die Libidoabnahme oft eines der ersten Symptome bei einem klinisch relevanten Testosteronmangel. Zudem begünstigt das Hormon bei Männern auch sexuelle Fantasien, spontane nächtliche und morgendliche Erektionen, die Ejakulation, sexuelle Aktivitäten mit dem Partner und Orgasmen.

Testosteron ist jedoch nicht nur für die männliche Sexualfunktion entscheidend, das Androgen ist auch wichtig für die sexuelle Aktivität, Zufriedenheit und vor allem die Appetenz bei Frauen. Besteht eine Hypoactive Sexual Desire Disorder (HSDD), etwa nach einer Ovarektomie, so lässt sich nach Studiendaten die sexuelle Funktion per Androgen-Substitution deutlich bessern. Für Frauen mit HSDD steht seit 2006 in Europa ein transdermales Testosteron-Pflaster zur Verfügung.

Das Androgen hat jedoch noch weitere wichtige Funktionen im Gehirn: Es sorgt mit für die kleinen Unterschiede zwischen Männern und Frauen beim Denken, Wahrnehmen und Verhalten, indem es die geschlechtsspezifische Hirnentwicklung vom Fetus bis zum Teenager steuert. Die Wirkung zielt vor allem auf Hypothalamus, Hippocampus, limbisches System und die Area präoptica. Als eine Folge haben Männer zwar meist ein besseres räumliches Vorstellungsvermögen, sind Frauen aber bei sprachlichen Aufgaben unterlegen, weil sie dafür in der Regel nur eine Hirnhälfte aktivieren.

Noch unklar ist die Bedeutung des Androgens bei psychischen Störungen. Zwar haben Depressive im Schnitt keine erniedrigten Testosteronwerte, bei Depressiven mit Testosteronmangel ließ sich jedoch in Studien die Stimmung verbessern – was nicht überrascht, da ja Testosteron Männern mit Androgenmangel wieder mehr Energie gibt.

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/article/630711/mythos-testosteron-nicht-zuwenig-bringt-gehirn-takt.html

Gruß Hubert

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Veröffentlicht 16. August 2015 von hubert wenzl in Medizin

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Wenn Hormone Stimmung machen   Leave a comment

Hier ein Auszug aus „Wenn Hormone Stimmung machen.“

Die 53-jährige Sabine K. ist am Ende: Zwar lebt sie seit Jahren in einer harmonischen Beziehung, ihrer beruflichen Führungsposition wird sie spielend gerecht, und ihre Urlaubsreisen führen sie an traumhafte Destinationen rund um den Globus. Dennoch ist sie seit Monaten todunglücklich und sieht in ihrem Leben keinen Sinn. Die 17-jährige Hanna wiederum hat seit einem Jahr regelmäßig Panikattacken, sie kriegt Angstzustände und Schweißausbrüche und hält es im Klassenzimmer kaum aus. Dass sie nächstes Jahr maturieren wird, versetzt die Pubertierende zusätzlich in Stress.
In beiden Fällen sind die Beschwerden auf eine Ursache zurückzuführen: Es sind die Hormone!…

Das Beruhigungshormon:
Progesteron (Gelbkörperhormon)

„Für die Stimmungsschwankungen vor der Menstruation ist das Progesteron, das Gelbkörperhormon, verantwortlich“, erklärt Johannes Huber. „Das Hormon wirkt, wenn es verstoffwechselt wird, beruhigend auf den Organismus.“ Ist dieser Mechanismus aus irgendeinem Grund gestört, bleibt auch die beruhigende Wirkung des Gelbkörperhormons, das man auch als „körpereigenes Valium“ bezeichnet, aus. „Dann leiden Frauen oftmals unter Depressionen und anderen heftigen Gemütsbewegungen.“ Schon in der Pubertät kann das Fehlen von Progesteron – wie man am Beispiel Hannas sieht – fatale Folgen haben. „Es ist ein Phänomen, dass nach dem Eintreten der Pubertät, zwischen dem zwölften und 18. Lebensjahr, junge Mädchen oft besonders sensibel sind. Angstzustände, Panikattacken, Phobien, aber auch Essstörungen kommen bei ihnen in dieser Zeit zwei bis drei Mal so häufig vor wie bei jungen Burschen.“ …

Das Glückshormon:
Östrogen

Bei Sabine K. wiederum sind es die Östrogene, die wichtigsten weiblichen Geschlechtshormone, die eine entscheidende Rolle beim Entstehen der schlimmen Sinnkrise spielen. „Manche Frauen, die in die Wechseljahre kommen, berichten, dass eigentlich alles in Ordnung ist, sie ein angenehmes Leben führen und ein schönes Zuhause haben – und dennoch depressiv sind“, berichtet der Hormonexperte. „Die Ursache für diese Zustände kann das Abfallen des Östrogenspiegels sein. Das Östrogen wirkt auf die Stimmung nämlich stark stimulierend, es treibt den weiblichen Geist an.“ Wenn es an Östrogen, das wie Progesteron in den weiblichen Eierstöcken gebildet wird, fehlt, mangelt es entsprechend an diesem belebenden Antriebsmotor.

Das Powerhormon:
Testosteron

Das wichtigste männliche Sexualhormon, das Testosteron, spielt auch für die Frau und ihre Stimmungslage eine erhebliche Rolle. Fehlt es an dem Powerhormon, das wesentlich für unsere Libido verantwortlich ist, kann dies in der Folge Frustration und schlechte Laune auslösen. „Besonders häufig sind Frauen, die die Pille nehmen, von einem Testosteronmangel betroffen“, berichtet Huber. Ansonsten nimmt das Testosteron bei Frauen ab einem Alter von 60, 65 Jahren, bei manchen aber auch schon um das 40. Lebensjahr kontinuierlich ab. „Das Absinken des Testosteronspiegels kann dazu führen, dass auch die Libido abnimmt, was sich letztlich auch auf die Psyche – die Stimmung und das Wohlbefinden – auswirkt“, erklärt der Gynäkologe den Zusammenhang. Bei der Frau wird Testosteron in den Eierstöcken bzw. den Nebennierenrinden gebildet.

Das Bindungshormon:
Oxytocin

„Oxytocin, das Bindungshormon, wird beim Geschlechtsverkehr freigesetzt und hat die Aufgabe, die Geschlechtspartner aneinanderzubinden“, erklärt Huber. „Diese Bindung ist im Interesse der Fortpflanzung.“ Ein Mangel an dem auch als „Kuschelhormon“ bezeichneten Oxytocin, lasse sich nur schlecht nachweisen, da es sehr kurzlebig ist, dennoch könne das Fehlen verschiedene seelischen Missstimmungen hervorrufen.

[…]
Wechselwirkung: Stimmung beeinflusst Hormone

So wie die verschiedenen Botenstoffe Stimmungen beeinflussen können, haben umgekehrt Empfindungen und Gefühle eine Wirkung auf die hormonelle Situation: (Gefühls-) Zustände wie Stress, Überforderung, Traurigkeit, Kränkung und Hormonlage stehen in einer Wechselbeziehung zueinander. „Die verschiedenen Zustände wirken sich auf die Hormone aus, sodass beispielsweise plötzlich die Regel ausbleiben kann“, schildert der Hormonexperte Univ. Prof. DDr. Johannes Huber eine mögliche Konsequenz.

[…]
Wie genau es dazu kommt? „Die Psyche ist letztlich auch ein biochemischer Akt, bei dem Neurotransmittoren im großen Stil freigesetzt werden.“ Und Neurotransmittoren wie Serotonin oder Adrenalin wirken auf die hormonbildenden Drüsen. „Wenn eine Frau z. B. großer Stressbelastung ausgesetzt und permanent traurig ist, dann wirkt die Psyche auf den Eierstock, der ein extrem sensitives Organ ist. In der Folge fällt alles aus – Östrogen, Progesteron, Testosteron – und der Eierstock wird durch die Psyche gleichsam in einen Winterschlaf geworfen.“
Von Mag. Alexandra Wimmer

Hier weiterlesen:
Wenn-Hormone-Stimmung-machen

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Hormone: Die Boten vom Dienst

Auszug.

Die Geschlechtsdrüsen – natürlich paarweise

Die Geschlechtsdrüsen sind paarweise angelegt. Bei den Frauen als im Bauch befindliche Eierstöcke, beim Mann als Hoden im Hodensack. Die von den Keimdrüsen produzierten Geschlechtshormone Testosteron, Androsteron, Östrogen und Progesteron kommen bei beiden Geschlechtern vor, das heißt, auch Männer besitzen aus hormoneller Sicht weibliche Anteile sowie Frauen auch männliche Anteile ihr Eigen nennen. .

Hormongesteuert: Sind wir Sklaven der Hormone?

Hormone können unsere Stimmung entscheidend beeinflussen und das in jeder Richtung. Depressive Verstimmungen zum Beispiel treten bei sehr vielen Frauen in Zusammenhang mit dem Monatszyklus auf. Ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt, zum Beispiel chronischer Östrogen- oder Testosteronmangel, ist als Ursache echter Depressionen gar nicht so selten. Auf der anderen Seite des Spektrums stehen die Endorphine, die uns eine Hochstimmung bescheren können. Aber das reduziert den Menschen keineswegs zu einem biochemischen Apparat. Es gehört zu den Geheimnissen seines Wesens, dass sich Stimmungen und Biochemie, Nicht-Materielles und Materielles gegenseitig beeinflussen.

http://www.medizinpopulaer.at/archiv/medizin-vorsorge/details/article/hormone-die-boten-vom-dienst.html

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Testosteron-Defizit macht Männer depressiv und mies gelaunt

Eine schottische Studie hat bei männlichen Tieren interessante Beobachtungen gemacht, die sie beim starken Geschlecht des Menschen gleichfalls vermuten. Gerade im Winter sinkt das Geschlechtshormon Testosteron und sorgt für üble Laune und Traurigkeit.

Die Forscher hatten insbesondere bei Schafen, Ziegenböcken, Hirschen und Elefanten stärkeres Frustgebaren während eines niederen Testosteron-Spiegels registriert. Ein solches Absinken des Hormonhaushalts kommt vor allem in den Wintermonaten vor.

Wenn Männer also stark gefühlsbeladen und in miesepetrige Laune verfallen, gehört das womöglich zum ‚Syndrom des gereizten Mannes‘. Diese Reaktionen resultieren oft von Trauer, Stress und Krankheit und führen zum Absinken des Testosteronspiegels.

http://www.shortnews.de/id/362056/testosteron-defizit-macht-maenner-depressiv-und-mies-gelaunt

http://derstandard.at/880322/Testosteron-Mangel-macht-Maenner-traurig

Gruß Hubert

Eisprung: Sperma beeinflusst weibliches Gehirn   Leave a comment

Ich weiß, dieser Beitrag ist sehr wissenschaftlich. Aber ich finde es schon interessant zu welchen Tricks die Natur greift um das Fortbestehen der Art zu sichern. Erstaunlich, dasss da ein Molekül im Sperma ist, welches als Signalstoff für das weibliche Gehirn wirkt. Ich finde es faszinierend wie da Gehirn, Hormone und Sexualität wunderbar zusammenspielen. Man kann da nur staunen. Wie intelligent doch der Körper ist. Leider hören wir zu oft nicht darauf bzw. hat das der moderne Mensch verlernt. Ich finde es ist nur interessant zu wissen, wie manche Dinge im Körper (bei Mensch und Säugetier) funktionieren. In der Praxis verhält man sich dadurch ja nicht anders, auch wenn man es nicht weiß.

 

Hier nun der Beitrag.

Eisprung: Sperma beeinflusst weibliches Gehirn

München (netdoktor.de) – Säugetier-Sperma kann mehr als nur Eizellen befruchten: ein darin enthaltener Stoff wirkt auf das weibliche Gehirn – und beeinflusst den Eisprung. Das gilt auch beim Menschen, haben amerikanische Forscher herausgefunden.

Was ist alles drin im Sperma – dieser Frage nahmen sich Gregg Adams und seine Kollegen von der University of Saskatchewan (USA) an. Die Forscher untersuchten von zahlreichen Säugetieren die Zusammensetzung der Samenflüssigkeit. Ergebnis: Egal ob Koala, Maus, Lama oder Mensch, alle haben das gleiche Protein: den Eisprung-induzierenden Faktor (OIF).
Sperma an Gehirn – Gehirn an Eierstock

Die Wissenschaftler verglichen die Struktur des OIF mit schon bekannten Proteinen und hatten einen Treffer: „Zu unserer Überraschung zeigte sich, dass es sich um ein und dasselbe Molekül handelt“, sagt Adams. Die Rede ist vom Nervenzell-Wachstumsfaktor (NGF), dieser ist überall im Körper zu finden und stimuliert unter anderem das Wachstum von Nervenzellen. Er wirkt allerdings auch als Signalstoff im weiblichen Gehirn auf Hypothalamus und Hypophyse. Die dort ausgelöste Signalkaskade, führt schlussendlich dazu, dass die Eierstöcke Eizellen entlassen. Die Forscher sind selbst erstaunt, wie lange ihnen dieser Zusammenhang verborgen blieb. „Vor allem, weil es so reichlich in der Samenflüssigkeit vorhanden ist“, meint Adams.
Jedes Säugetier-Männchen hat OIF im Sperma

Bisher war in jedem untersuchten Säugetier-Sperma OIF zu finden. Das deutet darauf hin, dass es eine wichtige Rolle bei der Fortpflanzung spielt. Denn auch die Struktur und Größe des Hormons sind gleich – egal bei welcher Spezies.

„Vor allem der Zusammenhang, dass eine Substanz in der Samenflüssigkeit einen direkten Effekt auf das weibliche Gehirn hat, ist neu“, erklärt Adams. „Das vertieft unser Verständnis über die Mechanismen, die den Eisprung regulieren, und wirft gleichzeitig neue Fragen über die der Fruchtbarkeit auf.“ Wie relevant OIF tatsächlich bei der menschlichen Fruchtbarkeit ist und wie das Hormon genau wirkt, möchten die Forscher nun herausfinden. (lh)

http://www.netdoktor.de/News/Eisprung-Sperma-beeinflusst-1137178.html

Quelle: Marcelo et al. The nerve of ovulation-inducing factor in semen. Proceedings of the National Academy of Sciences, August 20, 2012 DOI: 10.1073/pnas.1206273109

 


Gruß Hubert

Veröffentlicht 24. November 2012 von hubert wenzl in Medizin

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