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Die schmutzigen Geschäfte der VATIKAN AG – Teil 2   Leave a comment

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Fortsetzung von: https://hubwen.wordpress.com/2016/09/05/die-schmutzigen-geschaefte-der-vatikan-ag/

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Der Informant und seine Kenntnisse

Renato Dardozzi, 1922 in Parma geboren, wurde 1973 als Spätberufener zum Priester geweiht. Seine Studienschwerpunkte waren Mathematik, Ingenieurwissenschaft, Philosophie und Theologie. Er sprach fünf Sprachen fließend. Seine Qualifikationen, seine Diskretion und sein Kontakt mit dem damaligen Kardinalstaatsekretär unter Johannes Paul II., Kardinal Agostino Casaroli verhalfen ihm zu einer steilen Karriere.

Das Staatssekretariat holte Dardozzi 1974 als Mitarbeiter in den Vatikan, und bald kannte er alle Geheimnisse des IOR. Kardinalstaatssekretär Casaroli weihte ihn umgehend in die Ambrosiano-Affäre ein, übertrug ihm wirtschaftliche und finanzielle Kontrollaufgaben und schickte ihn sogar als Vertreter des Vatikans in die bilaterale Untersuchungskommission. Diese war gemeinsam mit dem italienischen Staat gegründet worden, um die Wahrheit über den Crash von Calvis Banco Ambrosiano ans Licht zu bringen. Donnerstags tauschte Dardozzi oft seine Zivilkleidung gegen den langen schwarzen Talar und begab sich hinauf in die päpstliche Wohnung. Er zählte zu den wenigen Italienern, die von Johannes Paul II. zum Essen eingeladen wurden. Der Papst bevorzugte polnische Tischgenossen.

Auch unter Casarolis Nachfolger, Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano, behielt Dardozzi seinen Aufgabenbereich bei.

Lebenslang hielt sich Dardozzi an seine Schweigepflicht, er gab keine Interviews und publizierte nichts. Von seinem umfangreichen Geheimarchiv ahnte niemand etwas. Sein letzter Wille war aber: „Diese Dokumente sollen veröffentlicht werden, damit alle erfahren, was hier geschehen ist.“ (S. 17)

Zu allen von ihm untersuchten Finanzangelegenheiten sammelte Dardozzi Aufzeichnungen in besonderen gelben Mappen. Insgesamt hat er im Laufe von 20 Jahren mehr als 4000 Dokumente sichergestellt. Viele von ihnen sind als Faksimile im Buch publiziert. Das Archiv lag sicher verwahrt im Keller eines entlegenen Bauernhofs im schweizerischen Tessin, dessen Bewohner gar nicht wussten, was sich in ihrem Haus befand. In monatelanger mühevoller Arbeit wurden sämtliche Unterlagen vom Autor dieses Buches gescannt, die Daten geordnet und auf CD-ROM gespeichert, um die Dokumente auf einer Website öffentlich zugänglich zu machen ( www.chiarelettere.it Anmerkung: Link funktioniert nicht, daher dieser Link: http://www.chiarelettere.it/libro/principio-attivo/vaticano-spa.php unter dem Stichwort Vaticano S.p.A.).

Dieses Buch richtet sich nicht gegen den Vatikan. Es gibt Auskunft über die Machenschaften von Männern, die das in sie gestellte Vertrauen enttäuschten. Es möchte Zeugnis ablegen von den Vorgängen hinter den Mauern des Vatikans, abgeschirmt von der Schweizergarde in ihren kobaltblauen Uniformen. Vor allem aber möchte es von den undurchsichtigen Finanztransaktionen des Vatikans berichten. Dabei kann es sich auf die Dokumente eines Mannes stützen, der von den siebziger bis in die neunziger Jahren Zeuge jener Ereignisse war, die den Vatikan, Italien und die Welt erschütterten.

Im ersten Teil des Buches wird die vatikanische Finanzverwaltung rekonstruiert. Der zweite Teil berichtet über die skrupellosen Finanzoperationen, mit deren Hilfe Monsignori und Prälaten nach dem Zusammenbruch der Democrazia Cristiana die Entstehung einer neuen „Großen Partei der Mitte“ unterstützten und Mafiagelder wuschen. (S. 19)

Der Autor und seine Arbeitsweise

Gianluigi Nuzzi arbeitet als investigativer Journalist bei der italienischen Zeitschrift „Panorama“. Seit 1994 verfolgt er die Polit- und Finanzskandale Italiens. Im Frühjahr 2008 erhielt er Zugang zu dem Geheimarchiv des Monsignore Dardozzi.

Ausführliche Quellenbelege nach jedem Kapitel sichern die Zuverlässigkeit bzw. Nachvollziehbarkeit der veröffentlichen Fakten. Am Ende des Buches werden die ca. 30 wichtigsten der in der Publikation genannten Personen in kurzen Portraits vorgestellt. Danach ist ein ausführliches Personenregister angefügt.

Friedrich Halfmann

Mit freundlicher Genehmigung der Internetseite kirchensteuern.de

Gianluigi Nuzzi, VATIKAN AG. Ein Geheimarchiv enthüllt die Wahrheit über die Finanz- und Politskandale der Kirche. Aus dem Italienischen von Friederike Hausmann, Petra Kaiser, Rita Seuß. Salzburg (Ecowin Verlag) 2010, 356 Seiten, 22,50 Euro

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Die schmutzigen Geschäfte der VATIKAN AG – Teil 2

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Die dubiosen Geschäfte der Vatikanbank (von ARD – Monitor)

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Gruß Hubert

 

Die schmutzigen Geschäfte der VATIKAN AG   1 comment

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Da muss ich ja als Anleitung nichts schreiben, man muss den Beitrag nur durchlesen um zu erkennen welche schmutzigen Geschäfte in der Vatikanbank, dem IOR, abliefen.

Der folgende lange Satz sagt ja alles wie es in der Vatikanbank ausgesehen hat – und ob sie jetzt ganz sauber ist wage ich stark zu bezweifeln.

„Nach Unterzeichnung einer Währungsvereinbarung mit der Europäischen Union unterliegt der Vatikan nunmehr den in der EU geltenden Gesetzen zur Verhinderung von Geldwäsche. Eine epochale Wende, die von der internationalen Presse, allen voran die „Financial Times“, auf die brisanten Enthüllungen dieses Buches zurückgeführt wurde.“

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(hpd) Ein Geheimarchiv enthüllt die Wahrheit über die Finanz- und Politskandale in der Zentrale der katholischen Kirche. Ein Buch, das keinem militanten Antiklerikalismus das Wort redet, sich also nicht von vornherein selber diskreditiert, war für die geistlichen Herren im Vatikan ein Schock. Alle Dokumente waren echt und belegt.

Als in den 1980er Jahren die Banco Ambrosiano zusammenbrach, in deren Folge zwei Bankiers tot ‚aufgefunden’ worden waren, wurde immer deutlicher, dass es sich dabei um ‚schmutzige Geschäfte’ handelte und der Vatikan in die Sache verwickelt war. Versuche, Licht in die Sache zu bringen, scheiterten an der Mauer des Schweigens des Vatikans. Es wurde viel spekuliert. Das Buch des italienischen Journalisten Gianluigi Nuzzi ändert dies. 2008 erhält er Zugang zu einem Archivbestand, von dem bis dahin nichts bekannt war.

Das Buch und seine Wirkung

Seit Mai 2009, als „Vaticano S.p.A.“ in Italien erschien und binnen weniger Monate 250.000 Mal verkauft wurde, ist im Vatikan nichts mehr, wie es einmal war. Der Heilige Stuhl hat einschneidende Veränderungen vorgenommen, zu denen ihm das gesamte 20. Jahrhundert stets der Mut fehlte. So wurde beispielsweise der Bankier Angelo Caloia nach 20 Jahren an der Spitze des IOR vorzeitig „entlassen“. Damit wurde einer der Protagonisten dieses Buches entmachtet und musste eineinhalb Jahre vor Ablauf seiner Amtszeit seinen Posten räumen. In Zukunft wird das IOR, das mehr als fünf Milliarden Euro Ersparnisse von Orden, kirchlichen Einrichtungen und Diözesen weltweit verwaltet und die Gewinne daraus unmittelbar dem Papst zur Verfügung stellt, keine Offshore-Bank mehr sein, die außerhalb jeglicher Kontrollvorschriften steht und ihren Mitarbeitern Straffreiheit zusichert, wie es noch zur Zeit der Finanzskandale um Roberto Calvi, Paul Marcinkus und Michele Sindona der Fall war. Nach Unterzeichnung einer Währungsvereinbarung mit der Europäischen Union unterliegt der Vatikan nunmehr den in der EU geltenden Gesetzen zur Verhinderung von Geldwäsche. Eine epochale Wende, die von der internationalen Presse, allen voran die „Financial Times“, auf die brisanten Enthüllungen dieses Buches zurückgeführt wurde. … (S. 21)

Das Enthüllungsbuch „Vaticano S.p.A.“ kam für die Kirchenhierarchie wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Das Auftauchen des Archivs von Monsignor Renato Dardozzi, die Auswertung sämtlicher Dokumente und deren Veröffentlichung im Rahmen eines Buchs, das keinem militanten Antiklerikalismus das Wort redet, sich also nicht von vornherein selber diskreditiert, war für die geistlichen Herren im Vatikan ein Schock, ein echtes Trauma. Doch dann erkannten die engsten Mitarbeiter Papst Benedikts XVI. darin eine einmalige Chance, die es zu nutzen galt…

Tatsächlich wurde das Buch im Vatikan genau unter die Lupe genommen, um auf die darin erhobenen Vorwürfe mit einer klaren Strategie zu reagieren. Und diese Strategie bestand in einem großen Schweigen. Es gab keine offenen Angriffe, keine Verteufelungen, nur absolutes Stillschweigen; keine aggressiven medialen Verlautbarungen, keine Kampagnen gegen dessen Glaubwürdigkeit: „Vaticano S.p.A.“ wurde nicht auf den Index gesetzt.

Die einzige wirksame Waffe gegen dieses Buch schien, es stillschweigend zu übergehen und auf diese Weise zu verhindern, dass darüber gesprochen wurde. Journalisten, die zur Präsentation eingeladen worden waren, setzte man unter Druck, ihre Teilnahme abzusagen. Es wurden haltlose Gerüchte gestreut, etwa, der Verlag habe das Buch wegen drohender Strafanzeigen zurückgezogen. Dabei ist niemand gegen dieses Buch gerichtlich vorgegangen. Bischöfe und Kardinäle wie Rino Fisichella waren nicht bereit, öffentlich über das Buch zu diskutieren, denn damit hätte man es ja zur Kenntnis genommen. Bis zum heutigen Tag, nach rund 100 Präsentationen in ganz Italien, waren nur zwei Geistliche bereit, an Diskussionsveranstaltungen über „Vaticano S.p.A.“ teilzunehmen: ein Priester aus Trani in Apulien und ein weil über 70-jähriger Franziskanerpater aus Fano in den Marken, der sich unter Verweis auf den heiligen Franz von Assisi über den Rat seiner Diözese hinwegsetzte…. (S. 23)

Sicher, es gibt keinen schlüssigen Beweis dafür, dass in diesem raffinierten Sabotagespiel irgendjemand die Strippen zog. Wie ein solches Spiel im Detail funktioniert, kann nur verstehen, wer selber in Italien lebt – einem Land, in dem bis heute ehrfürchtige Unterwürfigkeit das Verhalten gegenüber dem Klerus bestimmt. Und genau darin liegt die eigentliche Macht der Kirche in Italien: in jener ungreifbaren Konditionierung. Wenn es keine konzertierte Aktion war, umso schlimmer. Bedeutet es doch, dass eine jeder demokratischen Verfasstheit unwürdige Selbstzensur gegenüber der Kirche wirksam ist, die automatisch greift. … (S. 23)

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Die schmutzigen Geschäfte der VATIKAN AG

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Fortsetzung folgt.

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Gruß Hubert

 

Wie sich die Zeiten ändern   Leave a comment

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Vor einigen Jahrhunderten war es in der katholische Kirche noch verboten Zinsen zu nehmen. Heute hat der Vatikan selbst Banken. Vor allem die Vatikanbank „IOR“ ist immer wieder im Gespräch, unter anderem wegen Geldwäsche und undurchsichtiger Finanztransaktionen.

Hier ein Artikel auf tammox2.
Auszug.

Die Finanzskandale des Vatikans – inzwischen Gegenstand vieler Büchern – lassen selbst mich erblassen – und ich habe einiges Zutrauen in die kriminelle Energie der Vatikaniskis.
Gianluigi Nuzzis „Die Vatikan AG“ (2010) zeigt Strukturen des organisierten Verbrechens auf, Curzio Malteses „Scheinheilige Geschäfte“ (2009) dokumentiert die Intransparenz der stets am Rande der Legalität operierenden Gottesmänner.

[…]
Nach Informationen des SPIEGEL unterhielten mehr als tausend Menschen jahrelang Konten bei dem Institut, obwohl ihnen dies nach den Regeln der Bank nicht erlaubt war. Auf diesen Konten befanden sich bis Sommer 2013 insgesamt mehr als 300 Millionen Euro. Vatikanbank-Insider gehen davon aus, dass es sich dabei „zum allergrößten Teil“ um Schwarzgeld handelt.

[…]
Als Kontoinhaber bei der Vatikanbank profitierten diese Personen über Jahre von mehreren Besonderheiten im Vatikan: Zum einen gibt es dort keinerlei Steuern, die sie auf ihr Vermögen oder ihre Zinseinkünfte hätten abführen müssen. Zum anderen ist Geldwäsche im Vatikan überhaupt erst seit dem Jahr 2011 verboten. Bis zuletzt gab sich die Vatikanbank zudem äußerst schmallippig, wenn weltliche Strafverfolgungsbehörden um Auskunft baten – ganz im Stil eines Offshore-Paradieses wie den Cayman Islands.

[…]
Grund für die Aufräumaktion sind die Skandale, die die Vatikanbank seit Jahren produziert und die dem Ansehen der katholischen Kirche schaden. So sollen Gelder der sizilianischen Mafia gewaschen, der italienische Aktienmarkt manipuliert und illegale Transaktionen in Milliardenhöhe durchgeführt worden sein. Eine zentrale Rolle spielte die Vatikanbank auch 1982 beim Zusammenbruch der Mailänder Banco Ambrosiano, dem bis dahin größten Banken-Crash in der Geschichte Italiens. Deren Präsident Roberto Calvi wurde kurz darauf erhängt unter einer Londoner Brücke gefunden – ermordet, wie sich herausstellte.

Die Empörung in der Weltöffentlichkeit findet nicht statt.

[…]
Während es im Islam heute noch  Zakat und Zinsverbot gibt, ist völlig in Vergessenheit geraten, daß die Katholische Kirche die längste Zeit ihrer Existenz kein Herz für Kredithaie und Wuchergeschäfte hatte.
Im Gegenteil; die Bibel verbietet dies.

35 Wenn dein Bruder verarmt und sich neben dir nicht halten kann, sollst du ihn, auch einen Fremden oder Halbbürger, unterstützen, damit er neben dir leben kann. 36 Nimm von ihm keinen Zins und Wucher! Fürchte deinen Gott und dein Bruder soll neben dir leben können. 37 Du sollst ihm weder dein Geld noch deine Nahrung gegen Zins und Wucher geben.
(Levitikus 25)

[…]
Insbesondere ab dem 12. Jahrhundert hat eine Vielzahl unfehlbarer Päpste das Zinsverbot als „unveränderliches kirchliches Gebot“ bestätigt.

Seinen Ausgangspunkt nahm das schon altkirchliche Zinsverbot im Mittelalter mit dem Zweiten Laterankonzil von 1139, dem Decretum Gratiani, einem ausdrücklichen Zinsnahmeverbot durch Papst Innozenz III. von 1215 und dem Konzil von Vienne von 1311. Danach war es verboten, Zinsen auf geliehenes Geld zu verlangen.

[…]
In den nächsten Jahrhunderten fand man allerdings auch im Vatikan heraus wie wunderbar einfach man sich mit Geldverleih eine goldene Nase verdienen kann.
Insbesondere katholische Ritterorden waren extrem kreativ dabei die biblischen und Vatikanischen Regeln zu umgehen.
Im 19. Jahrhundert waren Zinsen dann inzwischen so alltäglich geworden, daß es überhaupt keinem mehr auffiel als Papst Pius VIII. am 18. August 1830 alle vorherigen Zins-Gesetze aufhob.

In der Bibel stehen eben sehr viele zeitbedingte Ansichten, die heute vom Vatikan willkürlich ignoriert werden.
So stört es spätestens seit der Erfindung des Kühlschrankes keinen Papst mehr, daß laut Bibel der Verzehr von Schalentieren und Schweinefleisch eine schwere Sünde ist.

Viele kirchliche Lehrvorstellungen wurden inzwischen vom Vatikan beerdigt.
Uralte Schwachsinnregelungen, wie Zölibat, neutestamentarischer Antisemitismus und Sklaverei, werden heute noch nicht mal mehr von den Piusbrüdern oder amerikanischen Evangelikalen im Sinne der Bibel akzeptiert.  Mehrere Jahrhunderte nach dem Rest der Welt und 99% aller Wissenschaftler ebenfalls auf Heliozentrismus umzuschwenken ist einfach zu spät.
Zölibat, Weiheverbot für Frauen, todsündige Ehescheidungen und Homohass lebten allerdings zumindest bis zum letzten Papst unvermindert weiter.

Das Zins- und Wucherverbot hat man ganz vergessen. Scheiß auf die Bibel. Was kümmert die Kirchen schon Gottes Wort.
Nun beklagt man Zinsen nicht mehr, sondern besitzt selbst Banken und erhebt Zinsen.
Höhere Moral à la Christentum.
Auch in Deutschland existieren mehrere kircheneigene Banken.
Zum Beispiel die „Pax-Bank“ der Caritas , die „Bank für Kirche und Diakonie“ (KD Bank) und die „Bank für Kirche und Caritas“.

Auch bei der Pax-Bank herrschen keine Skrupel.

Den Frieden trägt die katholische Pax-Bank im Namen – und investierte dennoch in einen Rüstungskonzern.
[…]
Das Geldhaus mit Kunden aus Kirchenkreisen hatte gemeinsam mit der kirchlichen Liga-Bank Fondsgelder von insgesamt gut 1,6 Millionen Euro „ethisch zweifelhaft“ investiert. Nach SPIEGEL-Informationen legten die beiden Institute fast 578.000 Euro beim Rüstungskonzern BAE Systems an. Rund 159.000 Euro steckten sie in Wertpapiere des US-Pharma-Produzenten Wyeth, der auch Anti-Baby-Pillen herstellt – deren Gebrauch die katholische Kirchen ihren Gläubigen untersagt. Weitere 871.000 Euro waren in Aktien der Tabakkonzerne British American Tobacco (BAT) und Imperial Tobacco Group investiert worden.
(Der SPIEGEL 03.08.09)

Naja, warum auch nicht? Die Gläubigen Schäfchen stören sich nicht an dem bibelwidrigen Agieren ihrer Kirche.

[…]
Die Bank für Kirche und Caritas mit Sitz in Paderborn ist laut Handelsblatt.com nach der Liga-Bank in Regensburg und der Pax-Bank in Köln eine der größten katholischen Banken in Deutschland. Ihr Geschäftsvolumen lag im Jahr 2009 bei rund drei Milliarden Euro. Der Spiegel hat auch bei der Bank für Kirche und Caritas aufgedeckt, dass über den Investmentsparplan Uniprofirente Gelder in Tabakkonzerne und Rüstungsfirmen investiert wurden und sich im BKC Treuhand Portfolio Alkoholproduzenten wie Carlsberg fanden. Besonders pikant die Stellungsnahme eines BKC-Vertreters dazu:

Wir können uns mit unseren Vorstellungen von ethischer Geldanlage nicht komplett durchsetzen.

Eigene Geldanlagen sollten also auch bei den kirchlichen Banken genau überprüft werden, denn leider werden die strengen ethischen Kriterien und Versprechungen anscheinend nicht immer eingehalten.
(Finanzdepot, 16.02.2010)

Dunkle Geschäfte der Vatikanbank IOR

Gruß Hubert