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Nashorn-Art vor dem Aussterben. Da waren’s nur noch fünf   Leave a comment

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So geht es, wenn man nur Menschen eine Würde zuspricht und Tieren nicht und sie dem Menschen unterstellt. Der Mensch leistet „ganze Arbeit“, der Mensch als der große Zerstörer.
Wohlgemerkt, der Artikel vom Spiegel ist vom 16.12.2014. Sind es 2017 noch fünf Breitmaulnashörner?

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Aus dem Spiegel – Auszug

Nashorn-Art vor dem Aussterben Da waren’s nur noch fünf

Das Nördliche Breitmaulnashorn steht kurz vor dem Aussterben: Ganze sechs Exemplare gab es auf der Welt – nun ist ein weiteres gestorben. Forscher haben nur noch eine Hoffnung.

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Forscher wollen versuchen, die Nördlichen Breitmaulnashörner über künstliche Befruchtung am Leben zu halten. Im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin liegt das Sperma des im Oktober in Kenia gestorbenen, zeugungsfähigen Bullen. Mit ihm ließe sich die Eizelle eines Nördlichen Breitmaulnashorn-Weibchens befruchten. Ein junges, südliches Breitmaulnashorn könnte den Embryo austragen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/nashoerner-noerdliches-breitmaulnashorn-ist-tot-seine-art-stirbt-aus-a-1008795.html

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Man schreibt dem Horn in Asien heilende Kräfte bei Potenzstörungen und Krebs zu, was natürlich ein Irrglauben ist, aber für das Nashorn und auch Tierfreunde ist das fatal. Wie viele ausgerottete Tierarten wollen wir Menschen noch ertragen?

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Hier dazu noch ein Artikel aus animalsunited.de – Auszug

Nashörner – Für ‚Medizin‘ ermordet & vom Aussterben bedroht!

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Bloß keine Fotos auf Facebook posten!

Das ist die strikte Anweisung, die alle Teilnehmer_innen der Safari erteilt bekommen. Denn Wilderer_innen suchen gezielt nach Posts wie „Gerade eben gesehen: Zehn Nashörner im Soundso-Park, direkt an der ersten Kreuzung!“. Oder sie kombinieren Hashtags wie #Rhino, #Hluhluwe-Umfolozi und #OurMomentoftheDay – und während die Tourist_innen zu Abend essen, wird die eben fotografierte Nashorngruppe drei Kilometer entfernt massakriert. Es kam leider auch schon vor, dass Tierärzt_innen nach einem Tag wieder abreisen mussten, da nach einem Foto von einem bereits enthornten Nashorn Wilderer_innen über Nacht alle restlichen Tiere mit Horn abgeschlachtet hatten.

Warum ist das Horn so beliebt?

Das Horn besteht aus Keratin, wie auch unsere Fingernägel. In China und Vietnam zahlen reiche Kund_innen trotzdem bis zu 80.000 Dollar pro Kilo in Pulverform. Sie denken, es könnte Potenzstörungen und Krebs heilen. Das tut es jedoch definitiv nicht. Leider herrscht weiterhin vorsätzliches Unwissen, wodurch die Nashörner weiter für diesen Irrglauben sterben müssen.

Vom Aussterben bedroht

In ganz Südafrika gibt es vielleicht noch 3.000 Exemplare. Es bleibt nicht mehr viel Zeit, es könnte sie bald nicht mehr geben. In den letzten Jahren haben der Tierarzt und 30-40 seiner Kolleg_innen nebenberuflich im ganzen Land mehrere Tausend Nashörner enthornt. Aber um alle Rhinozerosse Südafrikas unter die Säge zu nehmen, bräuchte es viel mehr Personal.

Wissenswertes über das Nashorn

Der Verfasser des Artikels beschreibt sie als „Panzer auf vier Beinen“. Drei Meter lang, fast zwei Meter hoch, knapp eineinhalb Tonnen schwer, mit einer Haut wie Hartgummi. Die Füße sind eher weich, das Maul sehr weich. Nashörner haben eine Kopf-Rumpf-Länge von 2,5-3,8 m und einen 40-60 cm langen Schwanz. Ihre Schulterhöhe beträgt zwischen 1,2-1,8 m. Ihr Körpergewicht schwankt zwischen 1500 und 3600 kg. Und das als Pflanzenfresser_innen! Bei der Geburt wiegt ein Nashornkalb bereits ca. 80 kg, nach einer Tragzeit von eineinhalb Jahren.

Doch die Tiere sind nicht ungefährlich. Spitzmaulnashörner sind dafür bekannt, augenblicklich anzugreifen und erst hinterher zu überlegen, ob das wirklich notwendig war. Frei dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung.“ Personen in einem Geländewagen werden aber als Einheit angesehen und somit selten angegriffen.

Heute leben Nashörner in Afrika und Asien. Sie halten sich in Savannenlandschaften aber auch in tropischen Regenwäldern auf. Es gibt noch fünf Nashornarten, das Breitmaulnashorn (häufigste Art, ca. 20.000), das Java-Nashorn (seltenste Art, nur noch ca. 50), das Panzernashorn, das Spitzmaulnashorn und das Sumatranashorn. Je nach Art haben sie ein oder zwei Hörner. Nashörner sind Einzelgänger_innen. In Savannen können sie aber auch in kleinen Gruppen zu sehen sein. Sie leben auch mit Vogelarten wie dem Madenhacker zusammen, der sie von Parasiten befreit.

Es ist wirklich schade, dass diese tollen Tiere vom Aussterben bedroht sind. Bleibt nur zu hoffen, dass die Politik endlich reagiert und diese Tiere besser schützt! Es wäre sehr schade, wenn sie nun von der Erde verschwinden würden, wo sie doch bereits seit ca. 50 Mio. Jahren hier leben, wie Fossilien von urzeitlichen Nashörnern belegen.

Weh dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt. (Christian Morgenstern)

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Nashörner – Für ‚Medizin‘ ermordet & vom Aussterben bedroht!

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Gruß Hubert