Archiv für das Schlagwort ‘Islamkritik

Herrschaftskritisch-emanzipatorische Islamkritik   2 comments

.

Es geht darum Islamkritik in einer differenzierten Weise zu sehen und zu bearbeiten. Nicht mit der Hammer- (wenn nicht sogar Schlegel-) Methode von RECHTEN. Der Islam wird von Rechten doch nur instrumentalisiert, zugrunde liegt dem eine fundamentale Fremdenfeindlichkeit. Für Rechte sind nur weiße Christen willkommen. Wenn man Religionskritik betreibt, sollte das eine generelle Kritik von Religionen sein und nicht nur eine sich davon heraus picken. Bei RECHTEN hört die Religionskritik bei der Islamkritik auf. Schon Marx sagte: … die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik. Ich verurteile jedenfalls besonders alles Reaktionäre an ALLEN Religionen.

Hier ein Artikel aus Linke Zeitung.

Es müsste also darum gehen, den reaktionären Gehalt der rechtsextremistischen „Anti-Islam-Ideologie“ herauszuarbeiten, ohne in eine undistanzierte Verteidigungshaltung gegenüber der islamischen Herrschaftskultur zu verfallen.

Unterlässt man diese gleichgewichtige Doppelabgrenzung gegenüber a) dem autochtonen Rechtsextremismus (der sich zum Teil auch mit dem Islamismus verbrüdert) und b) dem eingewanderten religiös-totalitären Rechtsextremismus, dann leistet man objektiv Schützenhilfe für die reaktionären Akteure der islamischen Herrschaftskultur. Die Abgesandten Erdogans, Milli Görüs und die MHP-Alamancis werden sich auch diesmal ins Fäustchen lachen, wenn die deutschen „Blockierer“ einseitig und voller Vehemenz gegen Pro-Köln und Co. demonstrieren, aber immer dann – wie zum Beispiel anlässlich des Auftritts von Erdogan und seiner reaktionären Anhängerschar –

auf politisch-ideologische Tauchstation gehen, wenn gegen Islamisten, Ehrenmörder, Zwangsverheirater, Karikaturenschänder, muslimische Mordhetzer und Judenhasser etc. aufzumarschieren wäre.

Das kritische intellektuelle Minimum für eine halbwegs angemessene Herangehensweise wäre zumindest das traditionskommunistisch erreichte Einsichtsniveau bzgl. der Konstitution der islamisch codierten Herrschaftsverhältnisse:

„In Bezug auf die zurückgebliebenen Staaten und Nationen, in denen feudale oder patriarchalisch-bäuerliche Verhältnisse überwiegen, muß man insbesondere im Auge behalten … die Notwendigkeit, die Geistlichkeit und sonstige reaktionäre und mittelalterliche Elemente zu bekämpfen, die in den zurückgebliebenen Ländern Einfluss haben; …. die Notwendigkeit, den Panislamismus und ähnliche Strömungen zu bekämpfen, die die Befreiungsbewegungen gegen den europäischen und amerikanischen Imperialismus mit einer Stärkung der Positionen der Khane, der Gutsbesitzer, der Mullahs usw. verknüpfen wollen.“ (Lenin Werke Band 32, S.137; Hervorhebung von mir, H. K.).

Auch Karl Marx, der bekanntlich nie Marxist sein wollte und heute sicher von Lafontaine und Paech für die nachstehende Aussage mit einem PO-Verfahren behelligt und von Claudia Roth vor ein Sondertribunal gezerrt würde, äußerte sich über den Islam und das diesem normativ eingeschriebene Freund-Feind-Denken klarsichtiger als die Armada heutiger kulturrelativistisch verzogener Migrationspädagogen und Sprecher der Integrationsindustrie:

„Der Koran und die auf ihm fußende muselmanische Gesetzgebung reduzieren Geographie und Ethnographie der verschiedenen Völker auf die einfache und bequeme Zweiteilung in Gläubige und Ungläubige. Der Ungläubige ist ‚harby’, d. h. der Feind. Der Islam ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen. In diesem Sinne waren die Seeräuberschiffe der Berberstaaten die heilige Flotte des Islam.” (Marx-Engels-Werke, Band 10, S. 170; Hervorhebung von mir, H. K.).

Wenn sich die heutigen poststalinistischen Islamverteidiger auf Marx berufen, so handelt es sich hierbei lediglich um ein plumpes Täuschungsmanöver für Mitläufer der allerdümmsten Sorte.

[…]

Die Religion entpuppt sich damit als selbstentmächtigende Versöhnungsdroge mit der schlechten Wirklichkeit oder anders formuliert: „Religion schmückt die Kette der Unfreiheit nur mit phantastischen Trostblumen“ (Post 1969, S. 170).

Folglich reklamiert Marx nicht nur wie Feuerbach die Vertauschung von Subjekt und Prädikat (Projektionsthese), sondern findet darüber hinaus eine Begründung für diese Verkehrung: Das falsche, verdrehte Bewusstsein entsteht aus dem falschen, verdrehten Zustand der Welt: Weil die Welt verkehrt ist, muss das Bewusstsein religiös werden. Der durch antagonistische Herrschaftsverhältnisse zerrissene Mensch erzeugt die Religion als letztendlich regressiv-irreleitendes Mittel der Widerspruchsbewältigung. In diesem Sinne ist die Religion „nur die illusorische Sonne, die sich um den Menschen bewegt, solange er sich nicht um sich selbst bewegt“ (MEW 1, S. 379).

Die Überwindung der religiösen Entfremdung war für Marx und Engels folglich die conditio sine qua non der menschlichen Emanzipation und die Voraussetzung für die Aufhebung der wertzentrierten kapitalistischen Subjekt-Objekt-Verkehrung. Ohne Überwindung der Gottesreligion ist letztlich auch keine Überwindung der Marktreligion möglich. Andererseits gilt aber wohl auch: Solange die kapitalistischen Fetischformen das gesellschaftlich-durchschnittliche Bewusstsein beherrschen, ist auch keine Überwindung der (bürgerlich adaptierten) Gottesreligion möglich.

.

Herrschaftskritisch-emanzipatorische Islamkritik

.

Gruß Hubert

Veröffentlicht 14. November 2017 von hubert wenzl in Religionskritik, Uncategorized

Getaggt mit ,

Islamkritiker Hamed Abdel-Samad: Treffen vor Moschee läuft aus dem Ruder   Leave a comment

.

Hier sieht man wieder mal, dass man mit fanatischen Muslime nicht diskutieren kann. Sie gehen auf rationale Argumente nicht ein wie sie Hamed Abdel Samad bringt. Außer Anfeindungen und Beleidigungen kommt nichts dabei heraus. Auch seine Begleiterin / Moderatorin scheint ihn nicht zu verstehen. Hamed Abdel Samad will als Publizist nichts anderes als seine Meinung frei zur Geltung bringen. Die Muslima, die am Anfang mit Hamed diskutiert, zeigt, dass sie in Wirklichkeit vom Islam und dem Koran keine Ahnung hat, sie weiß zum Beispiel nicht was in Sure 33 steht. Hamed hat es im Kopf. Wie soll man mit so jemand diskutieren? Die Muslima stellt Mohamed als großen Frauenbefreier dar, was man als Umkehrung der Wirklichkeit bezeichnen muss.

.

 

.

Gruß Hubert

Augen auf, verdammt!   Leave a comment

.
Der offene Brief von Ralph Giordano (verstorben im Dezember 2014) an den ex-Präsidenten Christian Wulff ist nun schon einige Jahre her, aber er wäre heute auch genau so aktuell, wenn er an Merkel, Gauck und sonstigen Islam-Umarmern gerichtet wäre. Einen kritischen Umgang mit der Türkei mahnte er auch schon 2011 an.

Hier der offene Brief.

In einem offenen Brief an Bundespräsident Christian Wulff fordert Ralph Giordano einen kritischen Umgang mit der Türkei und ein Ende der Sozialromantik in der Integrationsdebatte.

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

„Die Türkei ist ein Beispiel dafür, dass Islam und Demokratie, Islam und Rechtsstaat, Islam und Pluralismus kein Widerspruch sein müssen.“

So der Kernsatz eines Interviews, das Sie aus Anlass des Besuches von Abdullah Gül, Präsident der Türkei, in Berlin der „Süddeutschen Zeitung“ gegeben haben. Dieser Satz verrät eine so verstörende Unkenntnis der Wirklichkeit, eine derart blauäugige Gleichsetzung des real existierenden Islam mit einem EU-konformen Islam, dass es einem die Sprache verschlagen will. Dazu schließt er sich lichtdicht an Ihre historische Fehlthese vom 3. Oktober 2010 anlässlich des 20. Gedenktages der deutschen Wiedervereinigung, „nicht nur Christentum und Judentum, auch der Islam gehört inzwischen zu Deutschland„.

 

Auch das fossile, anachronistische Rechtssystem des Islam, von der der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime, Aiman A. Mazyek, mehrfach öffentlich erklärte: „Scharia und Grundgesetz sind miteinander vereinbar“? Auch der Islam des von Ihnen stets hoch gelobten Recep Tayyib Erdogan, türkischer Ministerpräsident, der am 28. November 2010 in Düsseldorf vor einem kochenden Auditorium mit den Worten „Ich bin euer Präsident!“ eine Kriegserklärung an die Integration abfeuerte (wie schon drei Jahre zuvor, am 10. Februar 2008, in der Köln Arena mit der aberwitzigen These „Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“). Es ist derselbe Erdogan, der den Völkermord an den Armeniern 1915/16 im türkisch-osmanischen Reich leugnet, unter dessen Regierung in den Gefängnissen nachweislich weiter gefoltert wird und der sich jüngst mit dem Stichwort „Gaza-Flottille“ bis an die Grenze politischer Brandstiftung immer offener zu einem Gegner Israels gemausert hat.

 

Ich maße mir nicht an, Ihnen Nachhilfeunterricht in Geschichte erteilen zu wollen, aber warum fehlt in Ihren Kommentaren zum Migrations-/Integrationskomplex jede Spur von Kritik? Warum stehen Sie nicht auf gegen das niederträchtigste aller niederträchtigen Totschlagargumente der Political Correctness: „Kritik am Islam gleich Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“?

Ein Xenophober, der sich Gedanken macht, ob das Kopftuch bei zwölfjährigen Mädchen ein Zeichen religiöser Selbstbestimmung ist oder eine von den Eltern verordnete Zwangsmaßnahme? Ein Ausländerfeind, wer stutzt über das Ausmaß von Gewalt an Frauen in den muslimischen Paarbeziehungen? Ein Rassist, wer hinterfragt, warum die Selbstmorde junger Muslima fünfmal höher sind als die bei Frauen ohne „Migrationshintergrund“? Ein Türkenschreck, der den signifikant überdurchschnittlichen Anteil von Migranten an der Jugendkriminalität beklagt? Ein Antimuslim-Guru, wer sich darüber entsetzt, dass muslimische Frauen und Mädchen mitten unter uns tödlich gefährdet sind, sobald sie archaischen Auffassungen im Elternhaus trotzen und mit der Integration ernst machen wollen?

Von all dem, was ich hier bruchstückhaft aufgeführt habe, ist in Ihren Ausführungen, sehr geehrter Herr Bundespräsident, nie die Rede. Ich vermisse bei Ihnen jede Kritik an menschenrechtsfeindlichen Auffassungen und Praktiken innerhalb der türkisch-arabisch dominierten muslimischen Minderheit, und jede Nähe zu kritischen Muslima wie Necla Kelek, Seyran Ates, Minah Ahadi oder Ayaan Hirsi Ali.

Wie ist Ihnen zumute mit Ihrer Behauptung, die Türkei sei heute schon ein Beispiel für die Vereinbarkeit von Islam und Demokratie, wenn die iranische Theologin Hamideh Mohaghegni warnt, dass „die innerislamischen Klärungen auf dem Wege zu einem Euro-Islam noch 20 bis 30 Jahre in Anspruch nehmen werden und es auch dann immer noch fraglich ist, ob der sich hier durchsetzen oder dem traditionellen Islam unterliegen wird“? Gefolgt von Dr. Ezhar Cezairli, Mitglied der Deutschen Islamkonferenz: „Es ist eine Gefahr für die Zukunft Deutschlands, dass manche Politiker durch ihre Ignoranz gegenüber islamischen Organisationen dabei sind, die Grundlagen unserer aufgeklärten Gesellschaft aufzugeben.“ Deutlicher geht’s nimmer.

Aber Sie, Herr Bundespräsident, sind nicht zur Stelle. Anders der unerschrockene Abbas Baydoun, langjähriger Feuilletonchef der libanesischen Tageszeitung „as-Safir“: „Bei uns suchen viele nach Ausreden, nicht in den Spiegel zu schauen, um uns den Anblick eines fürchterlichen Gesichts zu ersparen, das Gesicht eines anderen Islam der Isolation und der willkürlichen Gewalt, der nach und nach die Oberhand gewinnt und bald, während wir dem Höhepunkt der Verblendung zusteuern, unser tatsächliches Gesicht sein wird.“ Das allen Pauschalumarmern, xenophilen Einäugigen, Sozialromantikern, Gutmenschen vom Dienst und Beschwichtigungsaposteln ins Stammbuch!

Keine Missverständnisse: Es bleibt die Ehre der Nation, jeden Zuwanderer, Fremden oder Ausländer vor der Pest des Rassismus und seinen Komplizen zu schützen. Gleichzeitig ist es bürgerliche Pflicht, sich gegen Sitten, Gebräuche, Traditionen und Mentalitäten zu wehren, die jenseits von Lippenbekenntnissen den freiheitlichen Errungenschaften der demokratischen Republik ablehnend bis feindlich gegenüberstehen. Von all diesen Problemen lese ich in Ihren Kommentaren zum Migrations-/Integrationskomplex nichts. Stattdessen Statements wie „Ich schwärme für die guten deutsch-türkischen Beziehungen“ gleichsam als handele es sich um eine Multikulti-Idylle, die durch sozialtherapeutische Maßnahmen behoben werden könnte.

Nehmen Sie bitte noch zur Kenntnis: Es ist keineswegs unbedrohlich, eine kritische Meinung zu äußern. Ich bin mein ganzes Leben lang bedroht worden. Aber was seit meiner Kritik an der Köln-Ehrenfelder Großmoschee von muslimischer Seite mit einer religiös-fanatischen Note dazukommt, das kann selbst einen terrorgewohnten Mann wie mich beeindrucken. Aber abhalten, auch weiterhin an der Seite kritischer Muslime und Muslima zu stehen, wird es mich nicht. Mein Antrieb: Nach den Erfahrungen in Hitlerdeutschland gibt es nur eine Gesellschaftsform, in der ich mich sicher fühle – die demokratische Republik. Wer sie antastet, ob Muslim, Christ oder Atheist, der hat mich am Hals.

Das, sehr geehrter Herr Bundespräsident, wollte ich Sie hochachtungsvoll wissen lassen.

Ihr Ralph Giordano

.

Augen auf, verdammt!

.

Hier noch einige Überlegungen zu den Umarmern des Islam, die noch träumen und die Mär vom angeblichen friedlichen Islam glauben.

ISLAM = Unterwerfung / SALAM = Frieden

Falls es wahr ist, wenn Muslime sagen dass Islam Frieden heißt, warum schrieb dann Mohammed Briefe und verschickte sie an die Könige und Führer der ihm umliegenden Länder und Stämme, das sie dazu einlädt, sich seiner Autorität zu ergeben und an ihn als den Gesandten Gottes (Allah) zu glauben. Er beendete seine Briefe stets mit den folgenden zwei Wörtern: „Aslem, Taslam!“ was nichts anderes heißt als „Konvertiere zum Islam oder du wirst umgebracht“. Obwohl diese zwei Wörter von demselben Infinitiv Salama abgeleitet sind, das die Wurzel von Salam, also „Frieden“ ist, impliziert keines von den beiden die Bedeutung von Frieden. Der Satz bedeutet „Kapituliere und du wirst sicher sein“, oder in anderen Worten „Kapituliere oder sehe dem Tod entgegen“. Also wo ist denn jetzt die Bedeutung „Frieden“ in solch einer Religion, die damit droht andere Menschen zu töten, die sich nicht fügen wollen.

Andererseits, der Koran und andere islamische Bücher wie Al-Hadith und Al-Sira, d.h. das Leben von Mohammed, sind voll von Beweisen, die bestätigen können, dass der Islam bis heute überhaupt nicht existieren würde, hätten sie keine Gewalt eingesetzt.

[…]

Der Koran sagt klar und deutlich aus, dass diejenigen, die dem Islam den Rücken zukehren, mit dem Tod bestraft werden müssen. „Und wenn sie sich abwenden, dann ergreift sie und tötet sie, wo immer ihr sie auffindet; und nehmt euch keinen von ihnen zum Beschützer oder zum Helfer.“ (Sure 4, Vers 89) Mohammed sagte auch (nacherzählt von Al-Bukhari) „wenn irgendwer (Muslime) seine Religion ablegt, tötet ihn.“

Der Koran befahl nicht nur die Ermordung derjenigen, die den Islam angenommen haben und danach sich entschieden ihn wieder zu verlassen (abtrünnig wurden), sondern befahl den Anhängern, „alle“ Nationen zu bekämpfen, bis sie entweder den Islam annahmen, die Dschizya zahlten oder den Weg des Todes wählten.

„Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und den jüngsten Tag glauben und nicht verbieten, was Allah und sein Gesandter verboten haben, und nicht der wahren Religion angehören – von denen, die die Schrift erhalten haben (Juden und Christen) – (kämpft gegen sie), bis sie kleinlaut (saghiruun) aus der Hand Tribut entrichten!“ (At-Tauba 9:29)

Und in derselben Sure, Vers 5, sagt der Koran auch: „Und wenn nun die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Heiden, wo (immer) ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf (wa-q`uduu lahum kulla marsadin)…

Ist es nicht nach alledem ein bisschen schwer zu glauben, dass der Islam als Friedensreligion betrachtet wird?

Quelle: pi-news.net

.

Gruß Hubert

 

 

Das Recht Religionen kritisieren zu dürfen   Leave a comment

.

Bei Frank Plasberg ging es in der Sendung „hart aber fair“ vom 28.09.2015 um den Islam in Deutschland. Jede Religion muss sich auch der Kritik stellen, sonst wäre es ein autoritäres Diktat, in dem die Menschen das Hirn ausschalten müssten.

Der gebürtige Ägypter Hamed Abdel-Samad, der früher selbst ein Anhänger der Muslimbrüder war, stritt beherzt für jene uneingeschränkte Möglichkeit und Fähigkeit zur Kritik, ohne die eine ehrliche Diskussion nicht denkbar ist. Für seine Überzeugung zahlt Abdel-Samad einen hohen Preis. Eine Fatwa wurde gegen ihn ausgesprochen, was einem kollektiven Mordaufruf gleichkommt.

Islamverbandsvertreter redet sich um Kopf und Kragen

Bei Frank Plasberg ging es um den Islam in Deutschland. CDU-Mann Jens Spahn klagte über Sprachprobleme und kritisierte die Islamverbände. Deren Vertreter verzettelte sich in der Handschlag-Affäre.

Vieles deutet darauf hin, dass sich die Flüchtlinge und Migranten, die gegenwärtig Deutschland erreichen, auf Dauer hier niederlassen werden. Sie kommen, um zu bleiben. Da es sich mehrheitlich um Muslime handelt, stellt sich mit ihrer Ankunft auch die Frage nach der Rolle des Islams hierzulande neu.

Es wäre sicher falsch, die vielfältige Identität der Asylbewerber auf ihre Glaubenszugehörigkeit zu reduzieren, und doch spielt sie eine gewichtige Rolle. Nicht umsonst fordert die Polizei, in den Heimen nach genau diesem Kriterium zu trennen. Die Spannungen zwischen den verschiedenen Religionen und Konfessionen treten in der Enge der Flüchtlingsunterkünfte offen zutage.

Separate Unterbringung „das völlig falsche Signal“

An der Frage einer separaten Unterbringung entzündete sich in der „Hart aber fair“-Sendung zum Thema „Merkel bejubeln, an Mohammed glauben: Wie viel Islam gehört zu Deutschland?“ eine kontroverse Diskussion. CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn sprach sich in seinem Bemühen um eine „klare Kante“ dagegen aus. Man müsse, auch hinsichtlich des friedlichen Zusammenlebens, „vom ersten Tag an deutlich machen, was gilt. Das ist ja das Versäumnis der Vergangenheit“, so der Unionsabgeordnete. In den Flüchtlingsheimen nach Religionen zu sortieren, sei also „das völlig falsche Signal“.

Dietmar Ossenberg, der langjährige ZDF-Studioleiter in Kairo und Kenner des arabischen Raums, widersprach. Es gehe im Augenblick darum, der Entfaltung der Konflikte in Deutschland entgegenzuwirken. „Und das heißt eben auch, in dieser hoch aufgeladenen Situation von mir aus Christen, Jesiden oder Sunniten zu trennen“.

Der Islamkritiker Hamed Abdel-Samad sah angesichts des aktuellen Problems sogar die Gelegenheit und die Pflicht, den muslimischen Flüchtlingen beizubringen, „dass sie selber etwas dafür tun müssen, damit diese Verhältnisse, die ihre Länder kaputtgemacht haben, nicht nach Deutschland importiert werden“.

Das waren gute Gedanken. Den Flüchtlingen, die in den Asylheimen Unterdrückung erfahren, helfen übergeordnete Argumente aber wenig weiter. Sie sehen sich nicht selten eben jener Form von Verfolgung ausgesetzt, die sie zur Flucht bewegt hat. Falls nötig, sollte man sie auch vor einer Instrumentalisierung in der Integrationsdebatte schützen.

Eines der Hauptprobleme ist die Sprache

Spätestens außerhalb der Unterkünfte treffen allerdings alle Neuankömmlinge nicht nur auf eine christlich-jüdisch und atheistisch geprägte Gesellschaft, sondern auch auf jene Muslime, die bereits ein Teil Deutschlands sind. Sie haben in den vergangenen Jahrzehnten Spuren hinterlassen und Strukturen zur Praktizierung ihres Glaubens geschaffen. Zum Teil geschah das ohne allzu enge Anbindung an den Rest der Republik.

Eines der Hauptprobleme war und ist die Sprache. So klagte CDU-Mann Spahn darüber, dass er sich mit keinem Imam aus seinem Wahlkreis in der eigenen Muttersprache unterhalten könne, „weil die alle aus der Türkei geschickt sind, aus der Türkei bezahlt werden und kein Wort deutsch reden“.

Der Bundestagsageordnete des Wahlkreises Steinfurt I – Borken I forderte von den Islamverbänden in Deutschland eine bessere Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit sowie ein stärkeres Bekenntnis zu den „Prinzipien, die dieses Land tragen“. Seine Kritik richtete sich an Zekeriya Altug, der in der Runde die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion, besser bekannt als Ditib, vertrat.

.

CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn fordert: „Wir brauchen einen Konsens, dass bei uns einige Regeln unabdingbar für alle gelten“

© picture alliance / dpa CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn fordert: „Wir brauchen einen Konsens, dass bei uns einige Regeln unabdingbar für alle gelten“

.

Alles eine Frage der Umgangsformen?

Altug hatte angesichts der zahlreichen gegen die Islamverbände vorgebrachten Vorwürfe einen schweren Stand. Er bewahrte trotz allem einen recht ruhigen und sachlichen Ton. Als er aber versuchte, die „Handschlag-Affäre“ um CDU-Frau Julia Klöckner als eine Frage der „Umgangsformen“ abzutun und zur möglichen Geste des Respekts umzudeuten, redete er sich um Kopf und Kragen. Während des Besuchs eines Flüchtlingsheims hatte ein Imam der Politikerin ausrichten lassen, dass er ihr als Frau im Falle einer Begegnung die Hand nicht reichen werde. Richtigerweise hatte Klöckner daraufhin gleich ganz auf ein Treffen verzichtet.

Die stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann (Grüne) berichtete allerdings von einer ähnlichen Erfahrung mit einer jüdisch-orthodoxen Gruppe. Sie warnte davor, den Islam in eine negative Schublade zu stecken und gleichzeitig alle anderen Religionen zu guten Religionen zu erklären.

Damit stellte sie die Brücke zu Altug wieder her, der mehr „Rücksicht auf die Grundwerte der Muslime“ forderte. Darunter fällt dem Ditib-Vertreter zufolge auch, „dass man die Sachen, die man für heilig hält, wie den Koran oder den Propheten, respektiert und nicht provoziert mit diesen Symbolen“.

Islamkritiker Glücksfall für die Diskussion

Das wiederum war an die Adresse von Hamed Abdel-Samad gerichtet, dessen aktuelle Veröffentlichung „Mohamed. Eine Abrechnung“ von Altug als „Schmähschrift“ tituliert wurde. Tatsächlich beleidigt es die Gefühle vieler auch gemäßigter Muslime, dass der Autor den Religionsstifter des Islam als kranken Massenmörder und Gewaltherrscher darstellt. Aber man braucht sich Abdel-Samads Urteil gar nicht anzuschließen, um zu verstehen, dass er für die Islam-Debatte in Deutschland ein Glücksfall ist. Das stellte sein beherzter Plasberg-Auftritt einmal mehr unter Beweis.

Der gebürtige Ägypter, der früher selbst ein Anhänger der Muslimbrüder war, stritt beherzt für jene uneingeschränkte Möglichkeit und Fähigkeit zur Kritik, ohne die eine ehrliche Diskussion nicht denkbar ist. Für seine Überzeugung zahlt Abdel-Samad einen hohen Preis. Seit eine Fatwa gegen ihn verhängt wurde, die einem kollektiven Mordaufruf gleichkommt, lebt der Politologe unter Polizeischutz. Solche Erscheinungsformen des Islams wecken in der deutschen Bevölkerung jene Ängste, die man, da waren sich alle Talkteilnehmer einig, nicht einfach wegdiskutieren kann.

.

Das Recht Religionen kritisieren zu dürfen

.

Gruß Hubert

Massaker von Paris hat sehr wohl mit dem Islam zu tun   1 comment

.

Doch, dieses Massaker hat mit dem Islam zu tun!

.

Nach jeder Attacke von Islamisten heißt es, sie dürfe nicht in Verbindung gebracht werden mit dem Islam, der eine Religion des Friedens sei. Dieses Beschwichtigen muss endlich aufhören.

Nach dem grauenhaften Massaker in der Redaktion der französischen Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ wird der Westen vielleicht nicht mehr auf die Legionen nutzloser Truppen hören, die versuchen zu leugnen, dass es eine Verbindung gibt zwischen der Gewalt und dem radikalen Islam.

Dies war nicht die Attacke eines geistesgestörten Schützen vom Typ „einsamer Wolf“. Dies war keine „un-islamische“ Attacke von ein paar Gangstern – man konnte hören, wie die Täter riefen, sie würden den Propheten rächen. Es war auch nicht spontan. Alles war so geplant, dass es maximale Zerstörung anrichtet: während einer Redaktionskonferenz, mit automatischen Waffen und einem Fluchtplan.

Nun herrschen im Westen wahrlich Angst und Schrecken. Wenn es eine Lehre gibt aus diesem gruseligen Geschehnis, dann die, dass es vollkommen egal ist, was wir über den Islam denken. Diese Art von Gewalt – der Dschihad – ist das, woran die Islamisten glauben.

.

Die Seele des Feindes treffen

Es gibt im Koran zahlreiche Aufrufe zu einem gewaltsamen Dschihad. Aber der Koran steht da keineswegs allein da. In zu großen Teilen des Islam ist der Dschihad ein durch und durch modernes Konzept. Die „Bibel“ des Dschihads im 20. Jahrhundert – und ein inspirierendes Werk für viele islamistische Gruppen heute – ist „Das Koran-Konzept des Krieges“, ein Buch, geschrieben Mitte der 1970er-Jahre vom pakistanischen General S. K. Malik. Er argumentiert, weil Gott – Allah – selbst jedes Wort im Koran geschaffen hat, sind die Regeln des Krieges im Koran von höherem Gewicht als die Regeln, die von Sterblichen aufgestellt wurden.

In Maliks Analyse der Strategie des Koran ist das Zentrum des Konflikts die menschliche Seele – und nicht irgendein physisches Schlachtfeld. Der Schlüssel zum Sieg, so habe es Allah durch die militärischen Aktionen des Propheten Mohammed gelehrt, sei es, die Seele des Feindes zu treffen. Und der beste Weg ist der Terror. Terror, so schreibt Malik, ist „der Punkt, an dem sich die Mittel und das Ziel treffen“. Terror, ergänzt er, „ist nicht das Mittel, um dem Feind eine Entscheidung aufzuzwingen. Er ist die Entscheidung selbst.“

Die Verantwortlichen für das Gemetzel in Paris – genauso wie der Mann, der 2004 den niederländischen Regisseur Theo van Gogh ermordete – wollen uns Terror oktroyieren. Und jedesmal, wenn wir uns auf ihre Sicht einer berechtigten religiösen Gewalt einlassen, geben wir ihnen genau, was sie wollen.

.

1,6 Milliarden Muslime müssen doch eine Karikatur aushalten

Im Islam ist es eine schwere Sünde, den Propheten Mohammed bildlich darzustellen oder in irgendeiner Weise zu beleidigen. Muslime haben die Freiheit, das zu glauben. Aber warum sollte solch ein Verbot auch Nichtgläubigen aufgezwungen werden? In den USA haben die Mormonen nicht versucht, die Todesstrafe zu fordern für jene, die das satirische Broadway-Musical „The Book of Mormons“ geschrieben und produziert haben, das sich über ihren Glauben lustig macht.

Der Islam mit seinen 1400 Jahren Geschichte und rund 1,6 Milliarden Gläubigen sollte ein paar Karikaturen eines französischen Satiremagazins aushalten können. Aber tödliche Antworten auf Karikaturen Mohammeds sind nichts Neues im Zeitalter des Dschihad.

Hinzu kommt: Obwohl es der Koran anders lehrt, sind nicht alle Sünden gleich schlimm. Der Westen muss darauf bestehen, dass Muslime – besonders die in der Diaspora – folgende Frage beantworten. Was ist beleidigender für einen Gläubigen: Mord, Folter, Versklavung, Krieg und Terror im Namen des Propheten – oder die Produktion von Zeichnungen und Filmen und Büchern, die sich über die Extremisten und ihre Vorstellung von Mohammed lustig machen?

Um dem verstorbenen General Malik zu antworten: Die Seele des Westens ist der Glaube an Gewissens- und Meinungsfreiheit.

.

Es ist die Freiheit, unsere Sorgen auszusprechen, die Freiheit anzubeten, wen wir wollen, oder niemanden anzubeten. Solche Freiheiten sind die Essenz unserer Zivilisation. Und genau diese haben die Islamisten angegriffen. Wieder einmal.

 

Wir kommen muslimischen Regierungschefs entgegen

Wie wir auf diesen Angriff reagieren, wird weitreichende Folgen haben. Wenn wir die Haltung einnehmen, dass wir es hier mit einer Handvoll mörderischen Gangster zu tun haben, ohne Verbindung zu dem, was sie lautstark von sich behaupten, dann ist das keine Antwort. Wir müssen erkennen, dass die heutigen Islamisten von einer politischen Ideologie angetrieben werden, einer Ideologie, die in den grundlegenden Texten des Islam eingebettet ist. Wir können nicht länger so tun, als sei es möglich, die Taten zu trennen von den Idealen, die sie inspiriert haben.

Das muss der Ausgangspunkt sein für den Westen, der auf die dschihadistische Gewalt zu oft mit Appeasement geantwortet hat. Wir geben den muslimischen Regierungschefs nach, die uns drängen, unsere Presse zu zensieren, unsere Universitäten, unsere Geschichtsbücher, unsere Lehrpläne. Sie bedrängen uns, und wir machen das mit.

.

Wir geben den Führern muslimischer Organisationen in unseren Gesellschaften nach. Sie bitten uns, Gewalttaten nicht mit der Religion des Islam in Verbindung zu bringen, weil sie uns versichern, dass er eine Religion des Friedens sei. Und wir machen das mit. Und was bekommen wir dafür? Kalaschnikows im Herzen von Paris. Je mehr wir nachgeben, je mehr wir uns selbst zensieren, je mehr wir herunterspielen, desto dreister wird der Feind.

[…]

.

Es kann nur eine Antwort geben auf diesen hässlichen Akt des Dschihad gegen die Mitarbeiter von „Charlie Hebdo“. Es ist die Verpflichtung westlicher Medien und westlicher Führer, religiös oder nicht, das grundlegende Recht auf Meinungsfreiheit zu schützen – sei es in Form von Satire oder jeder anderen Form. Der Westen darf nicht nachgeben, er darf nicht schweigen. Wir müssen den Terroristen eine gemeinsame Botschaft senden: Eure Gewalt kann unsere Seele nicht zerstören.

Ayaan Hirsi Ali ist Bestsellerautorin und ehemalige niederländische Politikerin. Sie wurde 1969 in Somalia geboren und floh 1992 in die Niederlande. Dort wurde sie 2002 Parlamentsabgeordnete. 2006 ging sie in die USA. Ihrem islamkritischen Buch „Ich klage an“ folgte „Mein Leben, meine Freiheit. Die Autobiographie“. 2012 wurde sie mit dem Axel-Springer-Ehrenpreis ausgezeichnet. Demnächst erscheint „Heretic: The Case for a Muslim Reformation“ (HarperCollins)

Hier weiterlesen:

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article136176806/Doch-dieses-Massaker-hat-mit-dem-Islam-zu-tun.html

.

Gruß Hubert

Veröffentlicht 16. Januar 2015 von hubert wenzl in Politik, Religionskritik

Getaggt mit , , , , , ,

Sudanesische Christin frei – Scharia bleibt   Leave a comment

.

Es ist eine unglaubliche Schande, wenn man in Europa überhaupt davon redet, ob man die Scharia zulassen sollte. Solche menschenverachtende und anachronistischen Gesetze zuzulassen, wäre eine Bankrotterklärung vor dem Islam.

IGFM fordert dauerhafte Aussetzung von Strafen aus religiösen Gründen

.

Nach internationalen Protesten freigesprochen: Die Sudanesin Sudanesin Meriam Yahia Ibrahim Ishag

.

Frankfurt am Main (23. Juni 2014) – Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) begrüßt den Freispruch der wegen angeblichem Abfall vom Islam zum Tode verurteilten Sudanesin Meriam Yahia Ibrahim Ishag durch ein sudanesisches Berufungsgericht. Dies sei eine „Erfolg der Öffentlichkeit über ein todgeschwiegenes Unrecht“. Gleichzeitig kritisiert die IGFM, dass Todesurteile wegen „Abfall vom Islam“ oder „Beleidigung des Islam“ weiterhin jederzeit im Sudan und in Partnerländern des Westens wie z.B. Saudi-Arabien oder Pakistan weiter möglich sind. Ein Menschenleben sei nun gerettet, das Grundproblem werde aber von Europa und den USA willentlich verdrängt, so die IGFM. 

Das Todesurteil gegen die 27-jährige Sudanesin war nicht das Produkt einer extremistischen Taliban-Ideologie. Nach Angaben der IGFM entsprach es vielmehr exakt den Regelungen des klassischen islamischen Strafrechts.

Zahlreiche Regierungen brächen mit Verweis auf religiöse Rechtsnormen tagtäglich völkerrechtlich bindende Menschenrechtsverträge.

„Solange Europa schweigend hinnimmt, dass Frauen und Minderheiten elementare Rechte verweigert werden, weil die Scharia ihren Rechten und ihrem Leben übergeordnet wird, solange  bleibt der Freispruch von Meriam Yahia Ibrahim die glückliche Wendung eines einzelnen Schicksals in einem Meer aus Unrecht“, erklärte IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

http://www.igfm.de/news-presse/aktuelle-meldungen/detailansicht/?tx_ttnews[tt_news]=2887&cHash=72136db231664bbe9392994d61ec8868

 

Gruß Hubert