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Eine Dokumentation von Frontal 21

Tierfabrik Deutschland

Von Billigfleisch und Wegwerfküken

Massentierhaltung ist beim Verbraucher verpönt. Bauern versprechen mehr Tierschutz im Stall. Doch Glücksschweine zu Discount-Preisen sind nicht zu produzieren. Seit Jahren streiten die Deutschen, was sich in der industriellen Nutztierhaltung ändern muss. 80 Prozent der Verbraucher wollen angeblich mehr zahlen für tierschutzgerechte Lebensmittel. Doch an Ladentheken ist billig König und das Leiden der Tiere kaum Thema.

von Jörg Göbel und Christian Rohde

59 Kilogramm Fleisch, dazu 218 Eier und rund 84 Liter Milch – das ist der Jahresverbrauch der Deutschen, vom Baby bis zum Greis. Jeder verspeist in seinem Leben vier Rinder, 46 Schweine und 945 Hühner. Eine ganze Menge und das so preiswert wie nie. Die Deutschen geben im Vergleich zu ihren europäischen Nachbarn ziemlich wenig für Lebensmittel aus, es sind gerade zehn Prozent des Pro-Kopf-Einkommens. Dafür fordern sie sehr lautstark mehr Tierschutz. Am besten: Schweine im Stroh, freilaufende Hühner mit Hahn auf dem Mist oder Mutterkühe auf der Weide mit niedlichen Kälbchen. Doch zwischen Verbraucherwunsch und landwirtschaftlicher Produktionsrealität liegen Welten.

Millionenfacher Mord an Eintagsküken

Seit der Industrialisierung der Eierproduktion werden Hühner entweder auf Legeleistung oder auf Fleischansatz gezüchtet. Die Folge: Männliche Küken der Legelinien werden direkt nach dem Schlupf getötet, millionenfach vergast. Seit Jahren ist das Problem ungelöst. Der Chef der weltweit größten Brüterei etwa setzt auf großtechnische Lösungen – die Erkennung des Geschlechts im Ei.

Ein anderer Geflügelhof wiederum zieht die männlichen Küken mit groß und vermarktet sie als Bruderhähne, aufwendig und mit mäßigem wirtschaftlichen Erfolg, dafür mit besserem Gewissen. Einige Züchter wollen zurück zu einer Hühnerzucht, wie sie früher üblich war, ohne dass die Hälfte der Tiere einfach in der Abfalltonne landet.

Billiges Schweinefleisch

Die Hochleistungszucht bei Sauen hat viele Auswirkungen. Die Tiere gebären mehr Ferkel als die Sauen Zitzen haben. Sie sind weitaus größer, breiter und schwerer als noch vor 20 Jahren. Die Folge: Es gehört auch zum Geschäft, dass überzählige Ferkel einfach an der Stallwand totgeschlagen werden. Sogenannte Kümmerlinge – schwache, kleine Ferkel – kann sich kaum ein Landwirt leisten, zu Zehntausenden landen sie in Kadavertonnen. Und die immer größeren Sauen müssen ihr halbes Leben in viel zu engen Kastenständen verbringen, eingepfercht hinter Gittern. Frontal21 begleitet Schweinemäster bei der Arbeit, zeigt, in welchen ökonomischen Zwängen die Landwirte stecken und fragt, ob mehr Tierschutz möglich ist und was das kostet. Derzeit steht einer der größten Schweinezüchter Europas vor Gericht, aber eine Verurteilung fürchtet er nicht. Frontal21 deckt auf, wie die Agrarlobby es bis heute schafft, Tierschutzgesetze aufzuweichen und zu umgehen.

Schlachtung trächtiger Hochleistungsrinder

Eigentlich sollte die Geburt eines Kälbchens ein freudiges Ereignis sein. Doch wenn das Neugeborene ein männliches Tier, ein Stierkalb ist, haben manche Milchbauern ein Problem. Stierkälber geben keine Milch und sind für die Mast ungeeignet. Viehhändler zahlen mancherorts nur noch Ramschpreise. Lohnt da die Aufzucht noch? In Großbritannien und Neuseeland werden viele Stierkälber nach der Geburt erschossen. Droht in Deutschland Ähnliches? (Anmerkung: da hätten sie zumindest einen schnellen Tod und würden nicht massakriert und unsäglich gequält. Ich möchte jedenfalls als Tier nicht auf die Welt kommen).

Die Milchpreise sind im freien Fall und Bauern unter Druck. Dazu kommt: Jahrzehntelange Hochleistungszucht hat nicht nur die jährliche Milchleistung auf mehr als 10.000 Liter gesteigert, sie hat die Kühe auch anfälliger gemacht für Krankheiten. Sie landen immer schneller im Schlachthof – darunter häufig auch trächtige Rinder. Die Kälberembryonen sterben einen qualvollen Erstickungstod.Frontal21 trifft Milchbauern, ist bei der Geburt eines Kälbchens dabei und beim Feilschen um den Wert des Tierlebens, redet mit Tierärzten über die Schlachtung trächtiger Rinder und befragt Politiker, warum Hochleistungszucht mit Todesfolge nicht längst verboten ist.

Von Billigfleisch und Wegwerfküken

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Hier noch ein kurzer Beitrag aus animal-spirit.at

„Die jüngsten Opfer“: Petition gegen EU-Kälberexporte

"Die jüngsten Opfer": Petition gegen EU-Kälberexporte
EU-Kälbertransporte – bis zu 4000 km!
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Unsere englische Partner-Organisation CIWF hat jetzt neues Videomaterial über Lebendtier-Exporte aus der EU gesammelt und veröffentlicht. Darin wird aufgezeigt, daß viele der schwächsten Tiere unter entsetzlichen Bedingungen Tausende von Kilometern bis nach Israel und Gaza exportiert werden! Hungrig und erschöpft, werden nur wenige Wochen alte Kälber durch die ganze EU gekarrt, um dann auf rostige Tiertransportschiffe geprügelt zu werden. Diejenigen, die auf dem Meer sterben, werden oft achtlos über Bord geworfen. Andere wiederum sind von dem Horrortrip derartig geschwächt, daß sie kurz danach in der Quarantäne sterben.

„Wir sind von den Ergebnissen unserer aktuellen Recherche über Lebendtier-Exporte aus der EU entsetzt. 4.000 Kilometer sind eine lange Reise für jeden. Aber was wäre, wenn Sie – als ein noch säugendes Kalb – so weit verschickt würden, nur um am Zielort gemästet und geschlachtet zu werden? Dies ist eine Reise unermeßlichen Leids“, so ein Mitglied des Recherche-Teams.

Die jungen Tiere leiden an Hunger, Erschöpfung, brutalen Schlägen sowie schrecklichen Lebens- und Schlachtbedingungen, die allesamt in der EU illegal wären. Die „Reise“ vieler Kälber beginnt oft bereits in Ungarn, Rumänien oder Litauen. „In Litauen haben wir Export-Kälber gesehen, die viel zu schwach für einen Transport waren oder gerade starben. Solche Kälber wurden aber auf Vieh-LKWs verladen, um ihre lange Reise durch Europa erst zu beginnen. Viel zu oft mußten wir fundamentale Verstöße gegen die EU-Tiertransport-Richtlinien mitansehen – nicht einmal Futter und Wasser bekamen sie. Den Fahrern war das Leiden ihrer „Passagiere“ schlichtweg egal.“

Kälber, welche diese schreckliche Reise überleben, stehen außerhalb des ohnehin mehr als schwachen EU-Rechts. Sie werden in dreckigen Höfen gemästet und schließlich grausam in Israel oder sogar im Gazastreifen geschlachtet. Es gibt keine Rechtfertigung für diesen brutalen Handel und die einzige Lösung ist ein Verbot der Lebendtierexporte aus der EU! Unterschreiben Sie HIER die (englische) Petition gegen Kälbertransporte in- und außerhalb der EU.

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Zum Abschluß was rührend-Berührendes: Ganz fest klammert sich das junge Känguru „Doodlebug“ an seinen Teddybären. Seit es seine Mama verloren hat, scheint das große Plüschtier sein bester Freund zu sein. Das herzzerreißende Foto aus Australien hat mittlerweile das Internet erobert.

Mama verloren: Känguru tröstet sich mit Teddybär

Mama verloren: Känguru tröstet sich mit Teddybär
Waisen-Känguru tröstet sich mit Teddybären
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Tim Beshara, der den niedlichen Schnappschuß auf Twitter veröffentlicht hat, ist von dem Echo erstaunt. „Ich hätte nicht gedacht, daß mein Foto sogar in Rußland, den USA und in Brasilien so viel Aufmerksamkeit erregt“, erklärte der Australier gegenüber der britischen „Daily Mail“. Das kleine Känguru dürfte aus dem Beutel gefallen sein oder seine Mutter verstarb. Deshalb kam Doodlebug in das Känguru-Waisenhaus von Tim Besharas Mutter, wo man versuchte, das Jungtier aufzumuntern.

Und hier noch ein nettes Amateur-Video: „Baby-Elefant tollt mit Vögeln herum

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Gruß Hubert

Israel – Miko Peled, der Sohn des Generals   Leave a comment

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Videos, die zur Pflichtleküre gehören (mit deutschen Untertiteln), wenn man über Israel und den Palästinensern mitreden will. Vorausschicken möchte ich dass Miko Peled ein Sohn eines israelischen Generals ist und somit die so oft überstrapazierte Antisemitismus-Falle nicht greift. Er sagt, nicht die Palästinenser sind unwillig Zugeständnisse zu machen. Israel ist unfähig zu Zugeständnissen.
Arafat war damit einverstanden auf 80% von ehemals palästinensischem Gebiet zu verzichten – aber auf nicht auf weniger als 20%, das Israel zur Bedingung bei den Friedensverhandlung in Camp David unter Clinton machte. Sie wollten, also Clinton und die Israelis, dass Arafat auf noch mehr verzichtete, auch auf Westjordanland und Gaza. Das konnte er nicht tun. Sie wollten, dass Arafat eine Kapitulationserklärung unterschreiben sollte, richtigerweise verweigerte er sich (zu sehen im Video 2v3 bei Position 3:00 Minuten). Das ist nur eine kurze Einleitung, damit der Leser weiß um was es geht. Es lohnt sich die Videos anzuschauen.

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 13. August 2014 von hubert wenzl in Politik

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USA an israelischen Angriffen in Nahost beteiligt   1 comment

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Wie will die USA denn im Nahost-Konflikt vermitteln, wenn sie selbst an Israels Angriffen in Nahost beteiligt sind? Dass die USA seit Jahren Israel unterstützt weiß ja jeder. Unbekannt war bisher, dass die USA direkt an Angriffen beteiligt sind.

Hier ein Bericht von dpa


dpa/Sven Hoppe – Die Nahost-Friedensmissionen von US-Außenminister Kerry sind bisher alle gescheitert.

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Die US-Regierung und ihre Verbündeten sind nach Recherchen des Journalisten Glenn Greenwald seit Jahren direkt an Angriffen Israels in Nahost beteiligt.

Unterlagen des früheren NSA-Mitarbeiters Edward Snowden zeigten, dass der US-Geheimdienst NSA sein israelisches Pendant SIGINT National Unit (ISNU) seit rund zehn Jahren verstärkt unterstütze, unter anderem bei der Überwachung und Zielerfassung von Palästinensern, schrieb Greenwald am Montag auf dem Onlineportal «The Intercept».

«In vielen Fällen haben die NSA und ISNU gemeinsam mit dem britischen und dem kanadischen Geheimdienst, GCHQ und CSEC, zusammengearbeitet.» Dazu gehöre in mindestens einem Fall auch die verdeckte Zahlung an israelische Agenten, schreibt der Journalist.

Zwar bezieht sich der Bericht nicht direkt auf die gegenwärtigen Angriffe im Gazastreifen. Es heißt aber: «Die neuen Snowden-Dokumente machen eine entscheidende Tatsache deutlich: Die israelische Aggression wäre nicht möglich ohne die konstante, großzügige Unterstützung und den Schutz der US-Regierung, die bei diesen Angriffen alles andere als eine neutrale, friedensvermittelnde Partei ist», schreibt Greenwald. Weder die NSA noch das GHCQ wollten sich auf Anfrage des Journalisten zu ihrer Zusammenarbeit mit Israel äußern.

Scharfe Kritik richtet Greenwald dabei auch an die US-Medien. Diese würden so tun, «als hätten die israelischen Angriffe nichts mit ihrem Land zu tun».

Die USA unterstützen Israel seit Jahrzehnten massiv mit Waffen und militärischer Ausbildung. Unbekannt war bisher, dass die USA direkt an Angriffen beteiligt sind – der Bericht Greenwalds stellt vor allem auch die Frage, ob dies mit der Rolle der USA als Vermittler und Friedensstifter vereinbar ist.

Der Bericht wirft auch neues Licht auf die schwierige Rolle von US-Außenminister John Kerry. Kerry musste erst jüngst in Israel scharfe Kritik hinnehmen, weil er in seinen Bemühungen um einen Waffenstillstand angeblich eher Hamas-freundliche Pläne vorlegte. Kerry war dabei auch in den USA unter Kritik geraten. Presse und Opposition werfen ihm vor, er berücksichtige israelische Sicherheitsinteressen nicht genügend.

Kerry ist nach Informationen des «Spiegels» während der Friedensgespräche im Nahen Osten vom israelischen Geheimdienst abgehört worden. Zudem habe mindestens ein weiterer Dienst mitgehört, berichtete das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf mehrere Quellen aus Geheimdienstkreisen. Die von Kerry vermittelten Gespräche zwischen Israel und den Palästinensern waren im April nach neun Monaten gescheitert.

https://de.nachrichten.yahoo.com/bericht-usa-israelischen-angriffen-nahost-beteiligt-211901657.html

 

Gruß Hubert

Ukraine – die wahren Absichten der USA / des Westens   2 comments

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Die Verlogenheit des Westens, natürlich unter der Führung des Leittieres USA ist nicht zu überbieten. Es geht nicht um die Freiheit und die Unabhängigkeit der Urkraine. Nein, man will mit der NATO so nahe wie möglich an die russische Grenze und der Plan ist Russland zu umzingeln. Wirtschaftliche Interessen spielen natürlich auch eine große Rolle. Dem ukrainischen Volk würde es mit Sicherheit schlechter gehen, wenn sie sich von der westliche Krake einvernehmen ließe. Dem Westen ist kein Mittel zu unmoralisch um seine Ziele zu verfolgen. Ich wünsche mir es möge nicht gelingen.

Hier ein Artikel von Manlio Dinucci auf Voltairenet.org

Der neue Gladio in der Ukraine

In Bezug auf den Putsch von Kiew und auf die verschiedenen Informationen die wir während der Ereignisse publiziert haben, beschreibt Manlio Dinucci die Operation der USA und der NATO, wie sie heute erscheint: ein neuer „Gladio“, d.h. eine geheime militärische Struktur, die politische Fakten zu manipulieren imstande ist.
Um eine berühmte amerikanische Serie zu paraphrasieren: Das Pentagon wird die Kenntnis Ihres Handelns leugnen…“

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„Delta“, Veteran der israelischen Armee, leitet ein militärisches Kommando während des Putsches von Kiew
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Sein Kampfname ist Delta. Es ist einer der militärischen Führer der ukrainischen Revolution, auch wenn er, wie er selbst sagt, sich nicht als Ukrainer betrachtet. Unter dem Helm trägt er die Kippa.
Es ist die jüdische Nachrichtenagentur Jta (mit Sitz in New York), die diese Geschichte erzählt, nachdem sie ihn anonym interviewt hatte, mit Fotos in Camouflage-Uniform und schusssicherer Weste, das Gesicht mit Sonnenbrillen und einem schwarzen Schal verdeckt.

Delta ist ein Veteran der israelischen Armee, der sich in der Infanterie Brigade Givati auf Stadt-Kampf spezialisiert hat, der bei der „Vergossenes Blei“-Operation und anderen Aktionen gegen Gaza, einschließlich der Ermordung von Zivilisten im Umkreis Tel-el-Hawa eingesetzt wurde. Vor einigen Jahren in Kleidung eines Geschäftsmannes in die Ukraine zurückgekommen, hat er mit anderen israelischen Veteranen einen Zug von ‚Blauhelmen von Maidan‘ trainiert und ausgebildet, durch Anwendung der urbanen Kampftechniken in Kiew, die in Gaza getestet wurden.

Sein Zug, sagt er der Jta, ist unter dem Kommando von Svoboda, d. h. einer Partei, die hinter der neuen Fassade ihre Neonazi-Matrix beibehält. Um die ukrainischen Juden zu beruhigen, die sich von Neonazis bedroht fühlen, sagte Delta, dass der Vorwurf von Antisemitismus gegen Svoboda „Bullshit“ sei.

Die Präsenz von israelischen militärischen Spezialisten in der Ukraine wird durch die Jta und andere jüdische Organisationen bestätigt, wie auch mehrere Verwundete in Auseinandersetzungen mit der Polizei in Kiew dann in israelische Krankenhäuser eingeliefert wurden, um natürlich zu verhindern, dass jemand sofort andere unbequeme Wahrheiten ausplaudert. Wie die über die Leute, die Scharfschützen geführt und bewaffnet haben, die mit den gleichen Scharfschuss-Gewehren, sowohl auf die Demonstranten als auch auf die Polizei (fast alle am Kopf getroffen) auf dem Maidanplatz geschossen haben.

Diese Fakten bringen neues Licht auf die Art und Weise, wie der Staatsstreich von Kiew ausgearbeitet und durchgeführt wurde.

Unter Leitung der USA und der NATO, über die CIA und andere Geheimdienste, wurden seit Jahren Neonazi-Aktivisten rekrutiert, finanziert, trainiert und bewaffnet, die in Kiew den Regierungspalast stürmten und die dann als „Nationalgarde“ institutionalisiert wurden.

Eine in diesen Tagen in Umlauf befindliche Fotodokumentation zeigt junge ukrainische Neonazi Aktivisten der Uno-Unso, die 2006 in Estland durch NATO-Ausbildner trainiert wurden, welche Techniken für städtischen Kampf und Einsatz von Sprengstoff für Sabotage und Attentate lehrten. Die NATO hat die gleiche Sache während des Kalten Krieges gemacht, nämlich die geheime paramilitärische Struktur des „Stay-Behind“, mit dem Code-Namen „Gladio“. Auch in Italien aktiv, wo im Camp Darby (US-Stützpunkt in der Nähe von Pisa) und in anderen Basen, neofaschistische Gruppen für Attentate und einen möglichen Staatsstreich ausgebildet wurden. Eine ähnliche paramilitärische Struktur entstand heute in der Ukraine und wurde auch verwendet, und zwar mit israelischen Spezialisten.

Hier weiterlesen:
http://www.voltairenet.org/article182855.html

 

Gruß Hubert

„Ein Staat, auf Angst gebaut“   Leave a comment

Das hat was an sich: „Könnte es nicht sein, dass die Angst vor dem Frieden auch daher rührt, dass die Israelis nur zu genau wissen, dass die Gründung des Staates Israel Unrecht war? Vielleicht rührt die Angst doch auch daher, dass man fürchtet, dafür einmal bezahlen zu müssen.“

Hier ein Artikel aus der Frankfurter Rundschau (die es ja nicht mehr lange geben soll).

Auszug.
Israel entfernt sich immer weiter vom Frieden, findet der Historiker Moshe Zimmermann. Sein jüngstes Buch handelt von der Angst. Der Angst der israelischen Gesellschaft. Von Arno Widmann

Mosche Zimmermann: Die Angst vor dem Frieden. Das israelische Dilemma. (Buchempfehlung)
Im Jahr 2009 waren 75 Prozent der jüdischen Israelis rechts, davon mehr als 50 Prozent rechts von Mitte-Rechts. Eine düstere Lage für einen Linken wie Moshe Zimmermann, Professor für deutsche Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem. Eine Situation, die einem Angst machen kann.

Von der Angst handelt Zimmermanns jüngstes Buch. Aber nicht von der, die er möglicherweise – isoliert wie er ist – empfindet, sondern von der der überwältigenden Mehrheit der israelischen Gesellschaft. Es ist, so der Buchtitel, „Die Angst vor dem Frieden“. Die Annahme, dass die ganze Welt Juden und Israel gegenüber feindlich gesinnt sei, ist, so Zimmermann, das Fundament des israelischen Politikverständnisses. Die jüdische Geschichte, das sind mehr als zweitausend Jahre Verfolgung, gipfelnd im Versuch der völligen Vernichtung des europäischen Judentums. Erez Israel ist die rettende Insel, auf der dieses gehetzte Volk Rettung gefunden hat. Eine von allen Seiten bedrohte Festung.

Zimmermann sieht die Lage ganz anders. Er erinnert an Attentate wie zum Beispiel das gegen das jüdische Gemeindezentrum in Buenos Aires und schreibt: „Israel, das als Garant gegen die Verfolgung von Juden gedacht war, wurde im Laufe der Zeit zu einem Risikofaktor für Juden außerhalb Israels.“ Außerdem funktioniert die Idee der Festung nicht. Nirgends ist jüdisches Leben so bedroht wie in Israel.

Es ist diese Tatsache, die die Angst nährt. Zimmermann sieht nur den Ausweg, sich über die Angst hinwegzusetzen. Die israelische Gesellschaft kann die Angst freilich nicht abschütteln. Sie muss angstvoll kleine Schritte zugehen auf ihre Verfolger. Sie muss die Erfahrung machen, dass es nicht schlimmer wird, wenn man ungeschützt miteinander redet. Es geht dabei nicht darum – so gut das wäre -, sich sofort daran zu machen, die Palästinenser beim Aufbau eines eigenen Staates zu unterstützen. Man muss viel früher anfangen. Zum Beispiel in Yad Vashem. Es ist nicht zu begreifen, dass dort die Geschichte des Holocaust nur auf Hebräisch und Englisch erklärt wird. Warum gibt es keine arabischen Erläuterungen? Israels arabische Bürger werden von der Vorgeschichte des Staates, in dem sie leben, ausgeschlossen. Demonstrativ.

Auch von prestigeträchtigen Jobs werden Palästinenser ausgeschlossen. Ergebnis: Die Arbeitslosigkeit arabischer israelischer Akademiker ist fünfmal so groß wie die ihrer jüdischen Kommilitonen. Im Februar 2010 sprach sich die Hälfte der jüdischen Jugendlichen unter 20 Jahren gegen die Gleichberechtigung arabischer Israelis aus. 56 Prozent gar waren gegen arabische Abgeordnete in der Knesset. Solange eine Mehrheit in Israel glaubt, man sei nur dann eine Demokratie, wenn man 20 Prozent der Bevölkerung von den Entscheidungsprozessen ausschließt, solange wird es keinen Friedensprozess geben.

Die israelischen Regierungen der letzten Jahre, das zeigt Zimmermann überzeugend, haben sich immer beharrlicher dem Frieden in den Weg gestellt. Von einer Anerkennung der Lage der Palästinenser ist Israel heute weiter entfernt denn je. Die Angst vor dem Frieden ist größer geworden. Friede ist in den Augen der israelischen Politik nur denkbar als Diktat des Mächtigen, nicht als Ergebnis eines Kompromisses.

Zentrale Bedeutung haben in Zimmermanns Buch die Kapitel, die sich mit der Herausbildung der neuen staatstragenden Ideologie Israels beschäftigen. Der Zionismus, der Israel begründete und prägte, wurde in den vergangenen Jahrzehnten Schritt für Schritt abgelöst von einem neuen Selbstverständnis. In dessen Zentrum steht das Jüdische im religiös-orthodoxen Sinne. Die religiöse Interpretation des Judentums hat sich den Staat Israel, der doch das Produkt einer politischen Definition des Judentums war, unter den Nagel gerissen und diktiert jetzt, was Juden zu tun und zu lassen haben. Das ist, so Zimmermann, der wahre Postzionismus. Eine für Juden und Nicht-Juden bedrohliche Entwicklung.

Bei Umfragen sprachen sich 84 Prozent der Ultraorthoxen Israels für einen jüdischen Staat und nur 9 Prozent für ein demokratisches Israel aus. Insgesamt war noch 45 Prozent der Gesamtbevölkerung ein demokratischer Staat wichtiger als ein jüdischer. 26 Prozent votierten eher für einen jüdischen als für einen demokratischen Staat. Die Bevölkerung räumt dem Religiösen also nicht die dominante Rolle ein, die es in der Politik spielt. Für Zimmermann ein Zeichen der Hoffnung.

Moshe Zimmermann zeigt nur, wer und was in Israel den Friedensprozess behindert, und weist selbst auf diese zentrale Schwäche des Buches hin. Eine andere Lücke verschweigt er. Könnte es nicht sein, dass die Angst vor dem Frieden auch daher rührt, dass die Israelis nur zu genau wissen, dass die Gründung des Staates Israel Unrecht war? Vielleicht rührt die Angst doch auch daher, dass man fürchtet, dafür einmal bezahlen zu müssen.
Von Arno Widmann

Ein Staat auf Angst gebaut

Gruß Hubert

Veröffentlicht 28. November 2012 von hubert wenzl in Politik

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