Archiv für das Schlagwort ‘Jäger sehen Wölfe als Konkurrenten bei der Jagd

Jäger tötet falschen Wolf   Leave a comment

.

Jäger sehen Wölfe als Konkurrenten bei der Jagd. Das ist das Hauptmotiv (wie bei einigen anderen Tieren auch) warum sie Wölfe abschiessen wollen.

Von Peta.de – Auszug.
Nach Obduktion steht fest: Bei der getöteten Wölfin handelt es sich um einen nicht zum Abschuss freigegebenen Welpen
.

.

Nachdem im Frühjahr 2021 in Niedersachsen zwei Wölfe erschossen worden waren, weshalb das niedersächsische Umweltministerium bereits in der Kritik stand, kamen Wolfsexperten des Bundes zu dem Schluss, dass die getöteten Tiere noch Welpen waren. Nach der Obduktion der Tiere steht fest: Die beiden getöteten Wölfe sind nicht die von den Behörden offiziell zum Abschuss freigegebenen „Problemwölfe“. Stattdessen wurden junge Wölfinnen erschossen; die in Löningen erschossene Wölfin war erst elf Monate alt, das Alter der Wölfin aus Uelzen ist bisher noch nicht näher bestimmt. In der Abschussgenehmigung hieß es ausdrücklich, dass die Erlaubnis nicht für Welpen gilt.

Inzwischen sind bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg vier Anzeigen eingegangen, denen nun nachgegangen wird.
Bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg läuft ein Ermittlungsverfahren, nachdem wir von PETA Deutschland die Behörde kürzlich auch darauf hingewiesen haben, dass ein betroffener Landwirt sich vehement über Schafrisse beschwert und dazu beigetragen hatte, dass das Umweltministerium die Sondergenehmigungen erlassen hat. „Dieser Landwirt hat so gut wie keine Herdenschutzmaßnahmen getroffen. Er liefert seine Schafe quasi schutzlos Wölfen aus – während er mit seinen Schadensmeldungen Behörden aufgeschreckt und wesentlich zu den Wolfsabschüssen beigetragen hat. Statt in sinnvolle Schutzmaßnahmen wie Herdenschutzhunde zu investieren, ließ der Landwirt trotz Fördermöglichkeiten durch das Land Niedersachsen nur viel zu niedrige, nicht wolfssichere Zäune errichten. Dem Landwirt muss daher selbst Verantwortung zugewiesen werden, wenn er Massen an Schafen hält und diese nicht ausreichend schützt.“
Dr. Edmund Haferbeck, PETA Deutschland

An dem Abschuss, der schließlich Anfang Februar 2021 durchgeführt wurde, ist vor allem zu kritisieren, dass der Jäger offensichtlich keine Fähe, also einen weiblichen Wolf, von einem Rüden unterscheiden kann. Die meisten Jäger behaupten, dass sie in einer umfangreichen Jagdausbildung ausreichend Wissen erhalten, um Tiere in der Natur zu jagen und zu töten. Fachkundig ausgebildete Jäger sollten demnach in der Lage sein, männliche von weiblichen Wölfen zu unterscheiden – erkennt ein Jäger diesen Unterschied nicht, ist er unverzüglich aus dem Verkehr zu ziehen.
„Jede Behörde weiß, dass die Jägerschaft extrem unzuverlässig und nicht rechtstreu ist. Das gilt besonders, wenn es um den Abschuss eines Wolfes geht. Behörden nehmen mit solchen Ausnahmegenehmigungen schlichtweg Rechtswidrigkeiten in Kauf.“
Dr. Edmund Haferbeck, PETA Deutschland

Land genehmigt Tötung eines Wolfes – Strafanzeige gegen Behörden folgt

Wegen der rechtswidrigen Tötung wurden bereits Strafanzeigen gegen Umweltminister Lies, den Landrat sowie den unbekannten Schützen gestellt. Auch wir von PETA Deutschland haben Strafanzeige gegen die zuständigen Behörden Niedersachsens wegen der Sondergenehmigung zum Abschuss – wegen Verstoßes gegen Vorschriften des Bundesnaturschutzgesetzes und des Tierschutzgesetzes – bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg erstattet.

Jäger sehen Wölfe als Konkurrenten bei der Jagd

Einige Jäger, Landwirte und Politiker setzen sich dafür ein, dass der Wolf seinen Schutzstatus verliert und als jagdbare Tierart ins Jagdrecht aufgenommen wird.
Jäger behaupten, sie müssten Wildtierbestände durch Bejagung regulieren, weil diesen natürliche Feinde fehlen und sie sich sonst unkontrolliert vermehren würden. Doch statt einer natürlichen Regulation freien Lauf und Wölfe Rehe, Wildschweine und Co. jagen zu lassen, um die angeblich unkontrollierte Vermehrung von Wildtieren einzugrenzen, machen Jäger lieber selbst Jagd auf fast alle Wildtierarten, inklusive Beutegreifern wie Fuchs und Wolf. Der Versuch, Wölfe ins Jagdrecht aufzunehmen, ist somit ein eindeutiges Zeichen für Beuteneid der Jäger und für ihre Lust am Töten.

.

Jäger tötet falschen Wolf