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Gustl Mollath muss in der Psychiatrie bleiben   2 comments

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Kaum zu glauben, aber das Landgericht Regensburg hat die Wiederaufnahmeanträge abgelehnt. Trotz der schweren Fehler (man kann das auch anders sehen), die in seinem Verfahren passiert sind und eines unechten Attests. Oft wurde bei ihm aufgrund von sehr fragwürdigen Gutachten (ein paranoides Gedankensystem wurde ihm unterstellt bzw. attestiert) entschieden ohne dass er persönlich untersucht oder mit ihm gesprochen wurde. Entlastende Dokumente wurden nicht beachtet oder nicht mal durchgelesen (angeblich wegen Zeitmangel…).
Vor so einer Politik, Justiz und Psychiatrie muss man berechtigterweise Angst haben. Das Vertrauen in diese Institutionen in Bayern (aber nicht nur dort) ist nachhaltig gestört.

Zum besagten Attest schreibt die SZ:

2002 stellt eine Arztpraxis ein Attest über angebliche Verletzungen aus, die Mollath 2001 – mehr als ein Dreivierteljahr zuvor – seiner Frau zugefügt haben soll.

Im Urteil des Landgerichts 2006 wird eine Ärztin als diejenige benannt, die das Attest ausgestellt habe. Das Attest sei im Verfahren – laut Urteil – lediglich „verlesen worden“. Laut Spiegel online soll nicht die Ärztin das Attest ausgestellt haben, wie im Urteil behauptet, sondern deren Sohn, der zu der Zeit als Assistentarzt in der Praxis gearbeitet habe.

[…]

Ende 2002 und Anfang 2003 schreibt Mollath mehrere Briefe an die HVB. Diese setzt ihre internen Revisoren auf den Fall an. Sie legen am 17. März 2003 ihren Prüfbericht vor. Zentraler Satz darin: „Alle nachprüfbaren Behauptungen (Mollaths, die Redaktion) haben sich als zutreffend herausgestellt.“

http://www.sueddeutsche.de/bayern/chronologie-zum-fall-gustl-mollath-schwierige-suche-nach-der-wahrheit-1.1542305-3

Warum ging die Staatanwaltschaft und das Gericht nicht diesen Anschuldigungen von Mollath nach, die sich nachher im Prüfbericht der HVB als zutreffend herausgestellt haben?
Aufgrund dieser Anschuldigungen von Mollath wurde ihm vom Psychiater Leipziger ein „paranoides Gedankensystem“ attestiert, auf Grund dessen Mollath zusammen mit einer angeblichen „Gemeingefährlichkeit“ in der forensischen Psychiatrie in Bayreuth einsitzt.

Hier ein Artikel aus der SZ wegen des abgelehnten Wiederaufnahmeverfahrens.

Gustl Mollath muss in der Psychiatrie bleiben

Gustl Mollath (hier bei einer Buchvorstellung während eines Freigangs am Dienstag) muss in der Psychiatrie bleiben

(Foto: dpa)

Kein neues Verfahren für Gustl Mollath: Das Landgericht Regensburg hat die Wiederaufnahmeanträge verworfen. Demnach erkennt das Gericht weder im Antrag Mollaths noch in dem der Staatsanwaltschaft einen zulässigen Grund für eine Wiederaufnahme. Mollaths Anwalt und die bayerische Justizministerin kündigen sofortige Beschwerde an.

Es ist ein schwerer Rückschlag für Gustl Mollath: Das Verfahren gegen den seit sieben Jahren zwangsweise in der Psychiatrie untergebrachten Nürnberger wird nicht neu aufgerollt. Das Landgericht Regensburg hat die Wiederaufnahmeanträge als unzulässig verworfen, wie ein Sprecher mitteilte: „Es kann weder im Wiederaufnahmeantrag des Untergebrachten noch im Wiederaufnahmeantrag der Staatsanwaltschaft einen zulässigen Wiederaufnahmegrund erkennen und sieht daher keine Möglichkeit für eine Wiederaufnahme des Verfahrens.“ Mollaths Verteidiger Gerhard Strate und Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) kündigten sofort Beschwerde an.

Das Landgericht erklärte auf seiner Internetseite, dass das Gesetz nur in engen Grenzen die Wiederaufnahme eines rechtskräftigen Urteils erlaube. „Nicht ausreichend ist, wenn im Rahmen eines Urteilsverfahrens Fehler gemacht werden oder ein Urteil Sorgfaltsmängel erkennen lässt.“ Die Urteilsfeststellungen des Landgerichts Nürnberg enthalte zwar Sorgfaltsmängel. Für eine bewusste Sachverhaltsverfälschung ergäben sich aber keinerlei Anhaltspunkte.

Fall Mollath Bilder aus der Geschlossenen

Es sei ausschließlich um die Frage gegangen, ob das Verfahren gegen Mollath, das durch das Urteil rechtskräftig abgeschlossen wurde, im Rahmen eines Wiederaufnahmeverfahrens erneut durchzuführen sei, erklärte das Gericht. Fragen der Verhältnismäßigkeit oder der bestehenden oder nicht mehr bestehenden Gefährlichkeit seien bei der Prüfung außer Betracht geblieben.

Die zuständige Vollstreckungskammer in Bayreuth habe zu überprüfen, ob die Unterbringungsvoraussetzungen immer noch vorliegen und ob der Untergebrachte im Falle seiner Freilassung für die Allgemeinheit gefährlich sei.

„Mein Ziel ist weiter ein Wiederaufnahmeverfahren“

Mollaths Anwalt Strate reagierte mit Unverständnis auf die Entscheidung: „Ich habe von dieser Strafkammer nichts anderes erwartet.“ Wäre die Kammer seinem Mandanten gewogen, hätte sie ihn schon lange freilassen können. Strate kündigte unverzüglich Beschwerde gegen die Entscheidung beim Oberlandesgericht Nürnberg an.

Auch Justizminister Beate Merk (CSU), die im November bei der Staatsanwaltschaft einen Wiederaufnahmeantrag veranlasst hatte, kündigte eine Beschwerde an. „Mein Ziel ist weiter ein Wiederaufnahmeverfahren. Denn so könnte in einem öffentlichen Verfahren geklärt werden, ob die Zweifel an der Unterbringung von Gustl Mollath berechtigt sind oder nicht“, erklärte sie.

Der heute 56-jährige Mollath war 2006 als gemeingefährlich in die Psychiatrie eingewiesen worden. Unter anderem soll er seine Frau schwer misshandelt haben. Mollath sieht sich dagegen als Justizopfer.

Chronologie zum Fall Gustl Mollath Schwierige Suche nach der Wahrheit

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http://www.sueddeutsche.de/bayern/landgericht-regensburg-gustl-mollath-muss-in-der-psychiatrie-bleiben-1.1729406

Siehe auch:
http://debattieren-lernen.blog.de/2013/07/23/zeitungen-schreiben-immer-manipulierten-urteil-statt-bank-mollath-volksgut-16259885/

Beschluss des LG Regensburg im Wiederaufnahmeverfahren Mollath vom 24.07.2013

http://www.justiz.bayern.de/gericht/lg/r/aktuell/04034/index.php

Gruß Hubert

Gustl Mollath vor Untersuchungsausschuss   3 comments

 

Die Zweifel beginnen schon beim psychiatrischen Gutachten im Jahr 2006 von Dr. Klaus Leipziger, dem Bayreuther Klinikarzt. Damals bescheinigte er Mollath – ohne mit ihm jemals persönlich zu sprechen – ein paranoides Gedankensystem

(Anmerkung Hubert: das sieht aus wie ein bestelltes Gutachten). Schwargeldgeschäfte seiner damaligen Ehegattin Petra seien Wahnvorstellungen. Doch ein Prüfbericht der Hypovereinsbank belegt mittlerweile Mollath hatte Recht. Mit dem psychiatrischen Gutachten fällt aber auch der Grund für sein Wegsperren in eine geschlossene Anstalt. Ich möchte jedenfalls nicht die Verantwortung eines Klaus Leipziger oder eines Otto Brixner (Richter) haben.
Man braucht sich nur die Aussage seines Freundes Edward Braun anhören, dem die EX sagte, der Mollath sei doch irre, dem hänge ich was an und lasse ihn auf seinen Geisteszustand überprüfen. Wollte sie ihn loswerden? Auch das ärztliche Attest wegen angeblicher Körperverletzung an seiner EX erscheint in einem sehr zweifelhaften Licht und ist für mich jedenfalls unglaubwürdig.
Wenn man die Kriterien von Wahnvorstellungen und einem paranoidem Gedankensystem an „Patientin Beate M.“ (siehe im Video ca. an der Position 8:00 Min.) anwenden würde, dann müsste sie umgehend in einen geschlossene Anstalt eingewiesen werden. Der Psychiater Dr. Klaus Leipziger scheint sie wohl nicht zu kennen – oder zu gut?

Ihr (Beate M.) hermetisches Gedankengebäude ist vernünftigen Argumenten nicht zugänglich.

Hier ein Video vom BR – Quer
Meines Erachtens ein hervorragendes Video, das sehr zur Aufklärung und zur Erhellung des Falles Mollath beiträgt. Ich kann dem BR und dem Autor von „Quer“ dazu nur gratulieren und danken.

http://www.4shared.com/video/IrJaZLvM/Der_Fall_Mollath_-_Juni_2013_B.html

Hier ein Auszug aus dem Spiegel.

Gustl Mollath vor Untersuchungsausschuss: Die Abrechnung

Angeblich ist er wahnsinnig und gemeingefährlich: Gustl Mollath wird von der bayerischen Justiz seit Jahren in der Psychiatrie festgehalten – und gilt längst als Opfer eines Skandals. Vor dem Untersuchungsausschuss des Landtags rechnete er jetzt mit den Behörden ab.

Auf dem Flur des Bayerischen Landtags ist es an diesem Dienstag für einen Moment so, als würde ein Popstar erwartet. Oder als gäbe es ein exotisches Tier zu begaffen, das sich verrannt hat: Nicht nur die Medien drängen sich vor dem Konferenzsaal, auch Abgeordnete, Besucher und Sicherheitspersonal wollen ihn zumindest kurz sehen – Gustl Ferdinand Mollath aus Nürnberg, 56, den Mann, der von der bayerischen Justiz seit sieben Jahren in der forensischen Abteilung verschiedener Bezirkskrankenhäuser festgehalten wird. Weil er wahnsinnig sein soll und gemeingefährlich.

Zu Unrecht, sagen Mollath und sein Unterstützerkreis. Zu Unrecht, glauben die Grünen, die SPD und die Freien Wähler. Und die Öffentlichkeit. Zu Recht, sagte die bayerische Justizministerin Beate Merk, CSU, wiederholt. Sagen vor allem Mollaths Richter und Sachverständige. Mollath ist ein Symbol geworden. Ein Märtyrer für die, die schon lange auf Gerechtigkeit warten.

Eine Bedrohung für die Staatsregierung, denn es fehlt nicht viel, und der Fall könnte sich als einer der größten Justizirrtümer der Nachkriegszeit entpuppen.

Ein Mensch wird weggesperrt, weil er 2003 – zwar mit wirren Thesen und Papieren – aber dennoch in Teilen zutreffend auf ein Schwarzgeldsystem der HypoVereinsbank ( HVB ) hinweist. Auch seine Frau soll daran beteiligt sein. Man glaubt ihm nicht, er gilt deshalb als wahnsinnig und gefährlich. (Anmerkung Hubert: so selten ist es nun auch wieder nicht, dass eine Bank in illegale Schwarzgeldgeschäfte verwickelt ist…) Seine Frau soll er gewürgt, 129 Autoreifen angestochen haben. Geldverschiebungen der Bank sind inzwischen bewiesen. Ein Gericht stellt die Gewalttaten Mollaths fest, aber Kritiker überzeugen die Beweise nicht.

„Das ist keine Talkshow hier“

Für ein paar Stunden lässt ihn der Landtag aus seiner Zelle in der Bezirksklinik Bayreuth, ohne Hand- und Fußfesseln, die er sonst bei Transporten tragen muss, das war Bedingung. Mollath trägt eine zerknitterte helle Baumwollhose, einen blauen Pullover und ein rotes Polohemd, Freizeitschuhe mit dicker Sohle. Das Haar altmodisch gescheitelt, in der Hand eine abgegriffene Stofftasche mit seinem einzigen Aktenordner. Die Knie knicken kurz ein bisschen ein, dann brandet Applaus auf. Die Zuschauer feiern ihren Helden. Bis der Ausschussvorsitzende eingreift. Das sei hier keine Talkshow, sagt Florian Herrmann, man habe ernste Dinge zu klären. Jetzt also soll Mollath aussagen. Nach sieben Jahren will man ihm endlich zuhören.

Er sei gegen seinen Willen im Bezirksklinikum Bayreuth untergebracht, so leitet Mollath seine Erklärungen ein. Und dann berichtet er, dass weder Staatsanwälte, Steuerfahnder noch Richter bei ihm nachgefragt hätten, was hinter seinen Schwarzgeldvorwürfen stecke. Niemals habe jemand Beweise sehen wollen, andere Namen und Banken erfragt, als die, die Mollath in seiner Anzeige genannt hatte. Die HVB lud ihn ein und wollte hören, welche Kenntnisse er über die Geschäfte hatte. Das war’s. „Hätte man sich das damals angesehen, dann hätte sich rasch ein Ermittlungsergebnis gezeigt“, sagt Mollath. Warum er nicht mehr Beweise geliefert habe? Nicht nachgelegt?, fragen die Abgeordneten. „Ich hätte doch nennen können was ich will, es hätte nichts bewirkt“ , lautet die Antwort.

Koffer mit Beweismitteln im Ausland verschollen

Angeblich sind Akten verschwunden. Mollath erzählt, er habe vor seiner Haft sicherheitshalber Koffer mit Beweismitteln ins Ausland gebracht, nach Paris und in die Schweiz. „Man weiß ja nicht, was in Bayern alles möglich ist.“ Ob die jetzt noch verfügbar seien? Ungewiss.

[…]
Rund zweieinhalb Stunden redet Mollath höflich, sachlich und überlegt. „Bei mir liegt keine psychische Krankheit vor“, sagt er. Er rechne nach seinen Erfahrungen mit der Justiz trotzdem sehr wohl damit, dass er nie mehr in Freiheit leben werde. Doch sein Leben in der Forensik sei schon jetzt unerträglich. Mollath berichtet von nächtlichen Zimmerkontrollen, regelmäßig wache er auf und leide immer wieder unter einem Schlafdefizit. Er habe einen Wunsch an die Abgeordneten: Wenn er schon fälschlicherweise untergebracht werde, „dann bitte ich um ein ordentliches Gefängnis“. Nur nicht mehr „diese Anstalt“.

Hier weiterlesen:
Untersuchuhngsausschuss-Gustl-Mollath-nennt-Leben-in-Psychiatrie-unertraeglich

Der Sachverständige (ich nehme an Herr Dr. K. Leipziger), sah sich nicht in der Lage noch einmal etwas zu seinem Gutachten zu Herrn Mollath zu sagen, wegen der vielen negativen Reaktionen (in den Medien), die er ertragen musste und die für ihn zu einer zu großen Belastung wurden (wie könnte man denn mangelnde Belastbarkeit diagnostizieren?… das wüsste ja Herr K.L. am besten). Frage: und dann gibt es keinen anderen Sachverständigen? Deswegen muss Herr Gustl Mollath mindestens noch ein Jahr in der Geschlossenen ertragen? Hmmm, seltsame Geschichten und Usancen gibt es in Bayern. Da bin ich sehr froh in einem anderem Land zu leben.

Gruß Hubert

Der Fall Mollath – Justizskandal   1 comment

 

Am Fall Mollath kann man musterhaft sehen wie zumm Beispiel die Berufsgruppen Richter und Psychiater Narrenfreiheit haben, wenn sie wollen und jemand fertig machen wollen. Bei Mollath ging es um einen Ehestreit und seine ex-Frau, die erstklassige Beziehungen hatte, wie Mollath später leidvoll am eigenen Leib erfahren musste.
Gestern, am 03. Juni war eine Dokumentation im ARD vom SWR, mit den Autoren Monika Anthes und Eric Beres.
Die angeblichen Wahnvorstellungen des Gustl Mollath bezüglich Geldtransfer vonseiten seiner Ex-Ehefrau Petra Mollath in die Schweiz haben sich als wahr herausgestellt.
Siehe auch unten das Video „Prantl: Gustl Mollath und Beate Merk in der Sendung BR quer.“

Man muss wirklich Angst haben in so eine „Mühle“ zu geraten wie Herr Mollath. Es ist erschreckend wie schnell und wie leicht man in die Psychiatrie kommt.

http://www.swr.de/report/presse/mollath-dokumentation/-/id=1197424/nid=1197424/did=11489504/17d3x0c/

In dieser Dokumentation kamen auch die vielen Ungereimtheiten im Fall Mollath zur Sprache. Eine unrühmliche Rolle spielen darin vor allem der Richter Otto Brixner, der Psychiater Dr. Klaus Leipziger und die bayerische Justizministerin Beate Merk.
Der Vorsitzende Richter Richter, Otto Brixner, am Nürnberger Landgericht, der 2006 das fragwürdige Urteil gegen Mollath sprach, ist ein alter Handballfreund des heutigen Ehemannes Martin Maske von Mollaths früherer Frau und Augenzeugen kritisieren Richter Brixner für seinen harschen Umgang.

Im Prozess trat Petra Mollath, jetzt verheiratete Petra Maske, als Hauptbelastungszeugin auf. Bereits 2006 soll sie nach Mollaths Angaben mit jenem Mann liiert gewesen sein, mit dem sie heute verheiratet ist. Dieser war früher Handballer beim 1. FC Nürnberg – und Richter Otto Brixner sein Trainer.

Scheidungsverfahren

[…]
Das Material, das Gustl Mollath danach am 25. September 2003 dem Gericht als Strafanzeige in einem Schnellhefter mit 106 Seiten überreichte, wurde später als „wirr“ diskreditiert. Die darin enthaltenen Anlagen sollten als Beweise dafür dienen, daß Gustl Mollath als Anhänger der Friedensbewegung schon immer ein friedfertiger und kein gewalttätiger Mensch war.

Bereits der vorbildlich formulierten Anzeige vom 11. Juni 2003 ging die Staatsanwaltschaft nicht nach, obwohl sie eine Amtsermittlungspflicht hat und die Aufgabe, Beweise zu ermitteln. Immerhin ging es um Unterhaltsansprüche und eine falsche eidesstattliche Erklärung Petra Mollaths. Doch die Anzeige Gustl Mollaths vom 11. Juni 2003 wurde auch im Strafverfahren gegen ihn verschwiegen, obwohl Mollath sogar zahlreiche Beweismittel beigefügt hatte. Schon damals wäre die Glaubwürdigkeit Petra Mollaths in Frage gestellt worden, die sich als mittel- und vermögenslos darstellte.

In seiner Strafanzeige an den Generalstaatsanwalt Dieter Neumann in Berlin vom 9. Dezember 2003 listete Gustl Mollath die umfangreichen Straftaten seiner Frau im Zusammenhang mit großen Schwarzgeldverschiebungen in die Schweiz auf. Für Petra Mollath ergab sich das Problem, an das Beweismaterial heranzukommen. Dazu schreibt Gustl Mollath in seiner Gegendarstellung:

Die Anzeige gegen ihn, er habe Schußwaffen, habe seine damalige Ehefrau, zusammen mit ihrem Liebhaber, Herrn Martin Maske, damals Direktor der Hypo Real Estate (HRE) bei den Justizbehörden in Berlin erstattet. Die HRE ist eine Abspaltung des Immobiliengeschäfts der HypoVereinsbank. Petra Mollath hatte nach seiner Inhaftierung Martin Maske geheiratet und heißt nun Petra Maske. Es deute alles darauf hin, daß seine geschiedene Frau illegal, durch die Polizei geduldet, Zutritt zu seinem Haus erhielt und weitere Beweise zu ihren strafbaren Tätigkeiten vernichtet habe.

Am 4. Dezember 2007 ersteigerte Petra Maske (ex-Mollath) das Haus des wehrlosen Gustl Mollath in Nürnberg, Volbehrstraße 4, und damit auch womöglich noch vorhandenes Beweismaterial.

Im Scheidungsverfahren ging es um das Vermögen der Ehepartner und somit auch um in der Schweiz angelegte Schwarzgelder. Es ist die Frage, ob im Scheidungsverfahren alles Vermögen offengelegt wurde und ob im Strafverfahren gegen Gustl Mollath die Scheidungsakten herangezogen wurden, um die Glaubwürdigkeit der Ehefrau und einzigen Zeugin Petra Mollath zu prüfen.

Gustl Mollath behauptet, seine Ex-Frau habe eine falsche eidesstattliche Versicherung über ihr Vermögen abgegeben: „Zusätzlich gab sie im Scheidungsprozess eine falsche eidesstattliche Versicherung ab. Ihr immenses Schwarzgeldvermögen in der Schweiz hat sie unterschlagen. So gab es ein Missverhältnis im Zugewinnausgleich.“

http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Gustl_Mollath#Ehe

Man braucht wirklich nicht eine hohe Intelligenz um zu sehen was im Fall Mollath gespielt wurde und wird.
Vor allem will man wohl auch einflußreiche Freunde schützen, die als Steuersünder auffliegen würden, wenn man der Anzeige von Gustl Mollath nachgegangen wäre.

[…]
Ärztin und Arzthelferin

Die Freundin des Bruders von Petra Mollath arbeitete damals als Sprechstundenhilfe bei der Nürnberger Allgemeinärztin Madeleine Reichel, der Ärztin Petra Mollaths.

Patrick Linnert, der Vorsitzende der mittelfränkischen Piraten, zählt Gustl Mollath zu den Whistleblowern und unterstützt ihn argumentativ: „Die SZ hat die Ärztin ausfindig gemacht, auf deren Briefpapier das Attest geschrieben wurde. Diese kann sich an den Namen Gustl Mollath nicht erinnern, sie wurde nie vor Gericht geladen. Dafür war ihre Arzthelferin aber wohl eine gute Freundin von Mollaths Ex-Frau – man darf die Echtheit dieses Attests also durchaus anzweifeln. – In Anbetracht der ganzen anderen Vorwürfe mag das zunächst eher nebensächlich erscheinen, doch näher betrachtet kann dieses winzige Detail den ganzen Fall kippen. Erweisen sich die Vorwürfe von Mollaths Ex-Frau als falsch, stellt sich die Frage nach seinem Gesundheitszustand gar nicht mehr. Dem Verfahren wäre auf einen Schlag die Grundlage entzogen.“ Abgesehen von der Frage eines Gefälligkeitsgutachtens, stellt sich auch die Frage, ob Gustl Mollath überhaupt der Verursacher der angeblichen Mißhandlung war. Des weiteren wurde bisher nicht dargelegt, daß Petra Mollath sich bei einem Pathologen vorstellte; denn einen pathologischen Befundbericht gibt es nicht.

[…]
Wiederaufnahmeantrag Gustl Mollaths

Rechtsanwalt Gerhard Strate will im Wiederaufnahmeverfahren auf ein psychiatrisches Gutachten verzichten. Es genüge zu beweisen, daß den Ausführungen Gustl Mollaths in seinen verschiedenen Strafanzeigen und Eingaben real Erlebtes zugrunde lag und daß deswegen die Unterbringung in der Psychiatrie von Anfang an nicht rechtens war. [92]

Die Kernfrage lautet: War damals, 2004/2006, bei ordnungsgemäßer Aufklärung des Falles überhaupt eine psychiatrische Begutachtung Gustl Mollaths erforderlich?
War sie nicht notwendig, so war sie nicht rechtmäßig, und es handelt sich um eine rechtswidrige Freiheitsberaubung. Immerhin wußte die Hypo-Vereinsbank schon seit 2003, daß Gustl Mollaths Vorwürfe über illegale Finanztransaktionen zutreffend waren. Das diesbezügliche wiederholte Zurückweisen der Strafanzeigen Gustl Mollaths durch Staatsanwaltschaft und Justiz wegen der Schwarzgeldverschiebungen wird daher als Strafvereitelung im Amt betrachtet.

Fall Gustl Mollath – nuernbergwiki

Petra Maske (ex-Mollath), geboren 1960, arbeitet heute als „Geistheilerin“.

„Wenn Gustl meine Bank und mich anzeigt mache ich ihn fertig. Ich habe sehr gute Beziehungen. Dann zeige ich ihn auch an, das kannst du ihm sagen. Der ist doch irre, den lasse ich auf seinen Geisteszustand überprüfen, dann hänge ich ihm was an, ich weiß auch wie“. Das sagte sie einem Freund von Mollath, dem Zahnarzt Edward Braun.

VIDEOS

Der Fall Mollath: Unschuldig in der Psychiatrie? – REPORT MAINZ

http://youtu.be/XmbNjLF7Jzw

Prantl: Gustl Mollath und Beate Merk in der Sendung BR quer.

http://youtu.be/_QJ0enQvau0

Der Fall Gustl Mollath – Vortrag Dr. Wilhelm Schlötterer – Teil 1

http://youtu.be/nUOvxKz_w5A

Rechtsanwalt Gerhard Strate zum Fall Gustl Mollath im BR Rundschau

http://youtu.be/fPEv9vVtFto


Die blinde Justitia

 

Gruß Hubert