Archiv für das Schlagwort ‘Kapitalismus

Die Ausbeutung hat noch lange nicht aufgehört   Leave a comment

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Wieder mal die Internationale, damit man nicht vergisst wie brutal noch vor ca. 100 Jahren Arbeiter von der Bourgeoisie unterdrückt und ausgebeutet wurden und mit der Militärmacht niedergemacht wurden. Es gab viele Tote. Na gut, ausgebeutet werden Arbeiter heute auch wieder, man denke nur die vielen atypischen Arbeitsverhältnisse mit Hungerlöhnen und die Hungerrenten, die speziell Frauen betreffen. Ein Schandfleckt für Deutschland – und dann heißt es Deutschland geht es gut… aber wen denn, den Superreichen, die zudem lächerliche Steuern zahlen, für die es keine Vermögenssteuer gibt und wenn überhaupt eine minimale Erbschaftssteuer.
Der Kampf gegen Rechts hat noch lange nicht aufgehört. Wenn ich an Polen denke, mit ihrer rechtsnationalen Regierung oder auch an die USA mit diesem narzisstischen „Deal-Präsidenten“, dann kommt mir der Magen hoch. Also ganz schnell vergessen und verdrängen diese Primitivlinge mit ihrem Patriotismus und antiquiertem Vaterlandsgehabe.

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Die Internationale

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 25. September 2017 von hubert wenzl in Politik

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Die NATO zündelt und provoziert   Leave a comment

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Die Gefahr eines Weltkrieges geht nicht von Putin aus sondern von der USA, sie ist der aggressive Part in der Geopolitik.
Die USA hat das Versprechen die NATO nicht nach Osten zu erweitern gebrochen, das es Michael Gorbatschow, dem damaligen Staatspräsidenten der Sowjetunion, gegeben hatte.

Putins Reaktion auf die Militäraktionen der USA und der NATO vor der Türschwelle Russlands

Stephen Lendman
Global Research 17.06.15
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Lasst euch nicht täuschen! Der Aggressor sind die USA, nur sie bedrohen den Weltfrieden, die Stabilität und die Sicherheit. Ihre wachsende Feindseligkeit gegenüber Russland und China kann den Dritten Weltkrieg auslösen. Irre in Washington wollten Russland schon zu Beginn des Kalten Krieges mit Atomwaffen angreifen.

General Curtis LeMay wollte dafür sogar einige Städte in den USA opfern. Auch General Lyman Lemnitzer war dazu bereit.

Sie hielten einen Atomkrieg für unvermeidlich und wollten ihn führen, so lange die USA (Russland) noch überlegen waren. Solche Hasardeure gibt es auch heute noch.

Am Dienstag kündigte Wladimir Putin an, Russland werde angemessen auf die Provokationen der von den USA beherrschten NATO an seinen Grenzen antworten.

Er reagierte damit auf die Absicht Washingtons, schwere Waffen und Tausende von US-Soldaten in osteuropäischen Staaten stationieren und den Raketenabwehrschild weiter ausbauen zu wollen; mit diesen provozierenden Maßnahmen wollen die USA einer angeblichen russischen Bedrohung begegnen, die überhaupt nicht existiert.

„Wenn jemand unser Territorium bedroht, zwingt das uns dazu, unsere Streitkräfte gegen die Staaten in Stellung zu bringen, von denen diese Bedrohung ausgeht,“ stellte Putin fest.

„Warum sollten wir das nicht tun? Es ist doch die von den USA beherrschte NATO, die sich unseren Grenzen immer mehr nähert. Wir bewegen uns nirgendwo hin. (s. hier)

Ich will keine Angst schüren. Natürlich analysieren wir sehr genau alles, was um uns herum vorgeht; bis jetzt sehe ich noch nichts, was uns zu direkten Gegenmaßnahmen zwingen könnte.

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Bild: Wikimedia, Creative Commons. Die Datei stammt von der
Webseite des russischen Präsidenten und ist urheberrechtlich geschützt.
Du darfst die Datei vervielfältigen, verbreiten und öffentlich zugänglich machen
sowie Bearbeitungen davon anfertigen, solange du www.kremlin.ru als Urheber nennst.
15. Juli 2014: Die Führer der BRICS-Gruppe treffen sich im brasilianischen Fortaleza.
Von links nach rechts: der russische Präsident Wladimir Putin, der indische Premierminister
Narendra Modi, die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff, der chinesische Präsident
Xi Jinping und der südafrikanische Präsident Jacob Zuma (RIA Novosti)

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Wirklich beunruhigt uns nur der im Aufbau befindliche Raketenabwehrschild, weil der große strategische Bedeutung hat.“ (s. hier und hier„).

Neben anderen Gegenmaßnahmen kündigte Putin die Beschaffung von „40 neuen Interkontinentalraketen für die russischen Atomstreitkräfte an, die auch durch die modernste Raketenabwehr nicht aufgehalten werden können“.

„Russland bleibt keine andere Wahl, als seine Militärpräsenz entlang seiner Westgrenze zu erhöhen,“ erklärte der russische Verteidigungsminister General Juri Jakubow. Er nannte die Verstärkung der westlichen Streitkräfte in osteuropäischen Staaten „den aggressivsten Schritt seit Ende des Kalten Krieges“.

„Auch Russland wird die Streitkräfte und das militärische Potenzial an seiner strategischen Westflanke verstärken müssen,“ ergänzte er – einschließlich der Stationierung von taktischen Raketen des Typs Iskander und von Truppen in Weißrussland. (Weitere Infos hier und hier.)

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Putin, Jakubow und andere russische Offizielle betonen, Russland werde angemessen vorsorgen, um sich gegen das zunehmend feindselige Verhalten der von den USA beherrschten NATO abzusichern.

Daraufhin beschuldigte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg Russland des „Säbelrasselns“, das destabilisierend und gefährlich sei. Putins Äußerungen entsprächen alten russischen Verhaltensmustern.

„Darauf müssen wir uns einstellen, indem wir unsere Verteidigungsbereitschaft erhöhen um unsere östlichen NATO-Verbündeten vor dem Feind schützen zu können.“

Absurderweise nannte er die (provozierenden) NATO-Aktivitäten „angesichts der Aggressivität Russlands angemessen und defensiv“.

Wahr ist das genaue Gegenteil. Stoltenberg ignorierte alle NATO-Provokationen, die damit begannen, dass Washington sein Versprechen, die NATO nicht nach Osten zu erweitern, gebrochen hat, das es Michael Gorbatschow, dem damaligen Staatspräsidenten der Sowjetunion, gegeben hatte.

Wir erleben gegenwärtig die gefährlichste Epoche der Weltgeschichte. Die von den USA beherrschte Tötungsmaschine NATO ist ein außer Kontrolle geratenes Monster, das eine wahnsinnige Strategie verfolgt. Der Weltfrieden ist bedroht, wie nie zuvor. Das Schicksal der Menschheit steht auf Messers Schneide. In imperialer Arroganz riskieren die USA und die NATO den atomaren Weltuntergang.

Stephen Lendman lebt in Chicago. Er ist über lendmanstephen@sbcglobal.net zu erreichen.

Übersetzung Wolfgang Jung, luftpost-kl.de

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Die NATO zündelt und provoziert

Gruß Hubert

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Veröffentlicht 2. Juli 2015 von hubert wenzl in Politik

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Neoliberalismus als Pflicht   Leave a comment

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Diese zwanghafte Sparerei dient nur dazu demokratische Rechte einzuschränken und weiterhin massiv Sozialabbau voran zu treiben. Das neoliberale Credo soll auf allen Ebenen mit Gewalt durchgesetzt werden. Wer draufzahlt sind die breiten Massen und die Schwächsten. Die Bürger lassen diese Rückschritte leider zu. Sie glauben das Märchen von der Alternativlosigkeit. Es gibt immer mehrere Wege, NIE nur eine Alternative. Die Frage ist: was ist gewollt!

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Ignacio Ramonet: Neoliberalismus als Pflicht

In der Krise des Kapitalismus kehren die Verursacher an die Hebel der Macht zurück
„Bete an, was du verbrannt hast und verbrenne, was du angebetet hast“, befahl Bischof Remigius dem Ungläubigen Chlodwig I., als der Merowinger zum Christentum übertreten musste, um König von Frankreich zu werden. Eben das haben die europäischen Regierungschefs am 7. Mai in Brüssel wohl auch vom Sozialdemokraten Jose Luis Zapatero gefordert, als sie sich den Ansichten des Internationalen Währungsfonds (IMF) und der Finanzmärkte anschlossen, um Zapatero zu zwingen, auf alle sozialen Verbesserungen zu verzichten und ohne zu zögern das neoliberale Credo anzubeten.
Nicht mehr als fünf Tage später kündigte der Staatschef mit dem Fanatismus des Bekehrten einen äußerst unpopulären Aktionsplan an. Es war derselbe Regierungschef, der 2004 noch verkündete: „Ich werde für die Schwächsten regieren“, und der 2008 wiederholte: „Ich denke bei meiner Arbeit an die, die nicht so viel haben.“
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Fünf Millionen Rentner, drei Millionen Beamte, hunderttausende hilfebedürftiger alten Menschen und eine halbe Million junger Eltern hatten im Jahr 2011 die Folgen dieser brutalen Kürzungen erleiden müssen.

Andere sozialdemokratische Regierungschefs – in Griechenland und Portugal –, sahen sich zur gleichen Zeit ebenso gezwungen, den Gang nach Canossa anzutreten, ihre Politik zu widerrufen, zu Kreuze zu kriechen und die ultraliberalen Thesen zu befolgen, die sie bis dahin bekämpft hatten.
Ein sehr ungewöhnlicher Wandel. Waren die Parteigänger des Neoliberalismus noch vor weniger als zwei Jahren – nach dem Bankrott der Lehman Brothers Bank in den Vereinigten Staaten – in der Defensive. Sie waren es, die damals abgeschworen hatten. Die „Jahrhundertkrise“ schien das Scheitern ihrer Ideologie der Deregulierung zu beweisen und die Notwendigkeit aufzuzeigen, wieder auf den Staat zurückzugreifen, um die Wirtschaft zu retten und den Zusammenhalt der Gesellschaft zu bewahren.
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Die Regierungen – auch die rechten – erlangten ihre Funktion als Agierende in der wirtschaftlichen Arena wieder; sie verstaatlichen Finanzinstitute und strategische Unternehmen, schossen in großen Mengen Gelder ins Bankensystem, legten vermehrt Pläne für einen wirtschaftlichen Anreiz auf. Sowohl die Regierenden als auch die Ökonomen beglückwünschten sich zu diesen Entscheidungen, die den aus der Krise von 1929 gezogenen Lehren entsprachen, als man sah, dass die Politik der Deflation, des eisernen Sparens und der Beschränkung von Krediten zur Großen Depression führte.
Deshalb kündigten alle im Herbst 2008 die „Rückkehr zu Keynes“ an. Die Vereinigten Staaten kündigten einen Plan zur Bankenrettung im Umfang von 700 Milliarden US-Dollar an, gefolgt von einem weiteren in Höhe von 800 Milliarden US-Dollar. Die 27 Mitgliedsländer der EU stimmten einem Paket von Anreizen in Höhe von 400 Milliarden Euro zu. Die Regierung von José Luis Zapatero stellte im November 2008 fest, dass „die drei Jahre mit einem Haushaltsüberschuss uns erlauben, nun in ein Defizit zu gelangen, ohne die Glaubwürdigkeit der öffentlichen Finanzen zu gefährden“. Er kündigte daraufhin einen ehrgeizigen Plan zur Unterstützung der Wirtschaft und der Beschäftigungsförderung in Höhe von 93 Milliarden Euro an.
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Auf verschiedenen Gipfeltreffen der G-20 beschlossen die Staatschefs der mächtigsten Länder außerdem, mit den Finanzparadiesen Schluss zu machen, hoch riskante Fonds (Hedge Fonds) zu kontrollieren und den Missbrauch der Spekulanten zu bestrafen, die die Krise verursacht haben. Der Präsident der Europäischen Kommission, Jose Manuel Durao Barroso, erklärte: „Die politischen Autoritäten werden es niemals mehr erlauben, dass die Spekulanten ihre Häupter erheben und uns wieder in so eine Lage mitreißen werden.“
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Und trotz alledem – wir sind wieder in so eine Lage gekommen. Wieder haben die Märkte und die Spekulanten das Heft in der Hand und die politischen Autoritäten fallen auf die Knie. Was ist passiert? Die von den Staaten zur Rettung der Banken bewilligte Schuldenlast war nur ein Vorwand für eine spektakuläre Veränderung der Lage. Ohne den geringsten Einwand haben Märkte und Finanzspekulanten, unterstützt von Rankinginstituten mitten in der EU die Schuldnerländer direkt angegriffen und sie beschuldigt, über ihre Verhältnisse zu leben.
Das Hauptziel ist der Euro. Das Wall Street Journal hat enthüllt, dass sich eine wichtige Gruppe von US-amerikanischen Verantwortlichen von Hedge Fonds am 8.Februar in einem Hotel in Manhattan getroffen hat und beschlossen hat, sich zusammen zu schließen, um die europäische Währung auf den Wert von einem Euro zu einem US-Dollar zu senken. Der Euro war zu der Zeit 1,37 Dollar wert, heute ist er nur noch 1,22 Dollar wert und sinkt weiter.
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Die Märkte wollen ihre Revanche. Sie verlangen mit immer größerem Nachdruck und im Namen eines „unabdingbaren Sparkurses“ die Zerschlagung der sozialen Sicherungssysteme und drastische Kürzungen im öffentlichen Dienst. Die neoliberalen Regierungen nutzen dies aus, um mehr „europäische Integration“ zu fordern und versuchen damit, zwei Instrumente einzuführen, die noch nicht existieren: eine wirtschaftliche Regierung der EU und eine gemeinsame Finanzpolitik. Deutschland hat mit Unterstützung des IWF all jenen EU-Mitgliedsländern (Griechenland, Portugal, Spanien, Ungarn, Italien, Frankreich, England, Rumänien u.a.) Sparpläne aufgezwungen, deren Regierungen, geblendet von den Einsparungen in den öffentlichen Haushalten, ohne zu murren alles befolgt haben, trotz der Gefahr, dass all dies Europa in eine tiefe Depression stürzen kann.
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Brüssel will außerdem alle Länder sanktionieren, die den Stabilitätspakt nicht befolgen. Berlin will sogar noch weiter gehen und eine hoch politische Sanktion hinzufügen: die Aufhebung des Stimmrechts im Europarat.
Dies hat ein ganz klares Ziel: Keine Regierung darf vom neoliberalen Kurs abkommen.
Das ist das politische Ergebnis der gegenwärtigen Schuldenkrise: Im Rahmen der EU scheint es keinen Platz für eine fortschrittliche Option zu geben. Werden die Bürger so einen Rückschritt zulassen? Können wir es akzeptieren, dass jede demokratische Lösung der Linken in Richtung auf einen gesellschaftlichen Fortschritt außer Acht gelassen wird?
Von Ignacio Ramonet (Übersetzung: Christa Grewe)
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Neoliberalismus als Pflicht
 

Gruß Hubert

Kapitalismus und Schlachthöfe   Leave a comment

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Man kann das Weltbild des Kapitalismus nicht besser darstellen als mit einem Vergleich mit Schlachthöfen. Man geht buchstäblich über Leichen. Dem Kapitalismus interessiert keine Grausamkeit. Da haben Moral, Menschlichkeit, Gefühle, soziale Gerechtigkeit, Mitleid usw. keinen Platz mehr. Wenn man sieht wie Tiere in den Tierfabriken gehalten werden, seien es Hühner-KZs, Schweine in Kastenständen usw., dann erkennt man dass es für Maximalprofit nicht ohne Maximalausbeutung geht. Tiere werden da nicht mehr als fühlende Lebewesen gesehen sondern als eine Sache, ein Produkt. Das Tier ist nur ein Mittel um möglichst viel Geld zu scheffeln. Da wird im Akkord geschlachet. Ob da Kühe lebend aufgeschnitten werden interessiert die nicht. Und nicht zuletzt: Kapitalismus ist NICHT Demokratie. Ach noch was: Die Religion hat ihr Bündnis mit dem Kapitalismus geschlossen, deswegen auch ihr abgrundtiefer Hass gegen den Kommunismus, dessen Ideee es ja wäre zu teilen. O-Ton aus dem Vatikan: „In der katholischen Kirche haben Tiere keinen Platz“.
http://www.tigerfreund.de/10/kirche_und_tierschutz-die_verratene_schoepfung.htm

Das Brüllen der Rinder beim Geschlachtetwerden

»Moralische Bedenken gegen Kalbsbraten? Von seiten der Erzieher nicht.
Von seiten der Jurisprudenz nicht. Von seiten derMoraltheologie nicht. Von tausend anderen moralischen Seiten nicht. Von der des Kalbes vielleicht?«Karlheinz Deschner

Ein Rind hängt am Fließband, am Hinterbein aufgehängt. Es zappelt. Der Schlächter setzt das Messer an den Hals und schneidet mit einem langen Schnitt die Kehle auf. Ein Schwall von Blut strömt aus seinem Hals. Das Tier schlägt mit dem Kopf und schreit entsetzlich. Ein weiteres Rind, ebenfalls am Hinterbein aufgehängt, schlägt mit dem freien Hinterbein wild um sich. Erst wird dem Rind die Kehle aufgeschnitten. Dann wird ihm ein Vorderbein abgetrennt. Das Tier lebt aber noch! Es schlägt um sich, die Augen gehen auf und zu. Dann wird das andere Bein abgeschnitten. Erst als der Schlachter den Kopf abtrennt, ist das Rind tot. Doch schon kommt das nächste Rind am Fließband aufgehängt: Es zappelt mit dem ganzen Körper, schlägt mit Kopf, tritt mit den Füßen….

Bei Bewusstsein aufgeschnitten

Zu häufig kommt es vor, dass ein Tier durch einen schlecht gesetzten Bolzenschuss bereits vor dem eigentlichen Schlachten wieder zu sich kommt. Eine Entscheidung der EU-Kommission verlangt nämlich, dass seit dem 1. Januar 2001 das zentrale Nervengewebe der Rinder nach dem Betäuben durch den Bolzenschuss nicht mehr durch Einführung eines sogenannten Rückenmarkzerstörers zerstört wird, weil dadurch infiziertes Gewebe in den Blutkreislauf und damit auch in die Skelettmuskulatur gelangen könnte. Beim Bolzenschuss die richtige Stelle am Kopf zu treffen ist schwer. Hat das Tier gar Panik, ist es fast unmöglich (schwer vorzustellen, dass das Tier da keine Panik hat). Bei Rindern mit dickem Schädel betäubt der Schuss überhaupt nicht. Die Rinder sind so schlecht betäubt, dass sie noch während des Schlachtens brüllen. Die Tiere zwinkern mit den Augen, schlagen mit den Beinen, ziehen seitlich den Kopf hoch – ein klares Zeichen, dass das Empfindungs- und Wahrnehmungsvermögen nicht ausgeschaltet ist.
Beate Gminder, EU-Kommission, verteidigte gegenüber dem Polit-Magazin Panorama (8/2001) die neue Schlachtverordnung der EU: »Es muss abgewogen werden zwischen Gesundheitsschutz der Arbeiter und der Bevölkerung und dem Tierschutz.«.Auch die Bolzenschussbetäubung soll in Zukunft elektrischen Betäubungsverfahren weichen, da in Zeiten von BSE nicht ausgeschlossen werden könne, dass infektiöses Gewebe aus dem Gehirn in den Körper der Tiere gelangt. Die Elektrobetäubung kann aber keine sichere Betäubung von Rindern gewährleisten.

 

us dem Theaterstück von Bertolt Brecht „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“.

 

Gruß Hubert

Geld und Gott   Leave a comment

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Vor allem seit dem ungehemmten Einzug des Neoliberalismus nimmt das Geld und der Kapitalismus die Stelle von Gott und Religion ein.

Hier ein Artikel von le-bohemien

Geld und Gott – Kapitalismus als Religion

Welche religiösen Elemente sind im Kapitalismus enthalten? Was charakterisiert seine symbolische Gewalt, mit der er nicht nur seine Hegemonie über die Gesellschaft manifestiert, sondern gleichzeitig auch die religiöse Ideologie des Kirchenapparats als Herrschaftsform abgelöst hat?

Von Armin Stalder

Im Jahr 1921 stellte Walter Benjamin die These auf, dass im „Kapitalismus eine Religion zu erblicken sei“. Er diene der Befriedigung derselben essentiellen Sorgen, Qualen und Unruhen, auf die ehemals die so genannten Religionen Antwort gaben, so seine prägnante Zusammenfassung.

Gut 70 Jahre später war dieser Befund kaum weniger aktuell.

Jean Ziegler attestierte den sich rasant entwickelnden Finanz-Kapitalismus eine genauso große Macht wie vor ihm Benjamin: „Es ist das zunehmend in den Händen weniger monopolisierte, immer stärker multinational sich ausdehnende Finanzkapital, das unserem Planeten ein fast homogenes Kollektivbewusstsein, ein einheitliches Gesetz des Handelns, universale Referenz-’Werte’ aufzwingt.“

Spätestens seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 widerspricht dieser Einschätzung wohl kaum jemand mehr. Der Kapitalismus ist die vorherrschende normative Werte- und Gesellschaftsordnung in der westlichen Geographie und bemächtigt sich weltweit kontinuierlich weiteren Peripherien. Dies ist die inhärente Logik der stets fortschreitenden Kapitalakkumulation.

Gott ist tot – die symbolische Ordnung des Kapitals

Nach diesem Prinzip strukturieren sich die grundlegenden Normen der sozialen Interaktionen. Und sie werden von der Mehrheit der Mitglieder einer kapitalistischen Gesellschaft bewusst und unbewusst akzeptiert und praktiziert. In diesem Sinne kann man nach Jacques Lacan von einer „symbolischen Ordnung“ sprechen. Es ist die Maxime für Entscheidungen aller Art, besonders aber in ökonomischen Situationen, und hat sich als kategorischer Imperativ im kollektiven Über-Ich etabliert.

Georg Simmel beschreibt in „Die Philosophie des Geldes“, wie das Geld in der Neuzeit psychologisch langsam die traditionelle Rolle Gottes übernommen habe. Es ist heute nicht mehr länger nur von einer vorherrschenden Wirtschaftsordnung auszugehen, sondern von einem gesellschaftlichen Universalsystem, das durch seine finanzielle Machtposition sämtliche Aktivitäten von Individuen, Gesellschaften und Nationen determiniert. Der Kapitalismus dringt in sämtliche Bereiche menschlichen Lebens vor. Dieses Spektrum erfasst nicht nur Wirtschaft und Politik, sondern auch die öffentliche Verwaltung und reicht von klassischer Schulbildung über kulturelle Einrichtungen bis ins Detail individueller Alltagsentscheidungen.

Friedrich Nietzsches Zitat „Gott ist tot“ ist die geistig-kulturelle Diagnose einer Gesellschaft, in der sich im 19. Jahrhundert der wissenschaftliche und technische Fortschritt rasant entwickelte. Jene zentrale moralische Instanz (Religion institutionalisiert durch den Kirchenapparat), die dem Menschen eine gewisse Orientierung und die dazugehörende Lebensweise vorgab, verlor an Macht, Sinngebung und Einfluss. Seitdem muss – überspitzt formuliert – ein anderer “Lebenssinn” gefunden werden. Die Ausbreitung und Durchsetzung der industriellen Produktionsweise und die sich daraus entwickelnde Herausbildung der heutigen Konsumgesellschaft scheint offenbar dieser neue Sinn als Ersatz für die Religion zu sein.

Der Artikel ist sehr lang. Wer will kann hier weiterlesen:
http://le-bohemien.net/2014/02/13/geld-und-gott-kapitalismus-als-religion/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+Le-bohemiennet+%28le-bohemien.net%29

 
Gruß Hubert

Veröffentlicht 30. März 2014 von hubert wenzl in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft

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Gier zerstört die Welt – Kapitalismus   Leave a comment

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Der Kapitalismus wird immer skrupelloser und nach dem Fall des Kommunismus fielen auch alle moralischen Schranken. Ich weiß nicht welches System den Kapitalismus ablösen könnte, aber sicher ist, dass es so nicht mehr lange weitergehen kann. Gewinnmaximierung kann nicht der Sinn des Lebens sein. Diese Gier im Kapitalismus und an den Börsen steht menschlichem Zusammenleben enorm entgegen. Um des Geschäftes willen, wird belogen und betrogen ohne Gewissensbisse.

Hier ein Artikel von rtl.de

Wie die Gier die Welt zerstört: Kapitalismus gerät an seine Grenzen

Ein Kommentar von Oliver Scheel

Die weltweiten Privatvermögen haben sich einer Studie der Schweizer Großbank Credit Suisse zufolge seit dem Jahr 2000 auf 241 Billionen Dollar verdoppelt (derzeit 177,5 Billionen Euro). Der Zuwachs von Mitte 2012 bis Mitte 2013 habe 4,9 Prozent betragen. In Deutschland wuchs die Zahl der Millionäre in US-Dollar seit 2012 am drittstärksten nach den USA und Frankreich. Die Deutschen horten seit Herbst 2013 erstmals mehr als fünf Billionen Euro. Immobilien und Vermögensgegenstände wie Luxusautos sind da noch nicht einmal eingerechnet.

 Börse, Gier, KapitalismusDie Gewinnmaximierung der börsennotierten Unternehmen treibt massenhaft Menschen in die Armut.

Was geschieht mit diesem Geld? Die Reichen haben viel zu viel davon, um es auszugeben. Das Geld gelangt daher nicht in den Wirtschaftskreislauf, sondern es wird an den Finanzmärkten eingesetzt. Dort soll es sich vermehren. Und das tut es. Immer mehr Reiche lassen immer mehr Geld für sich arbeiten. Und dabei kennen sie keine moralischen Grenzen.

„It’s the economy, stupid.“ Mit diesem Satz gewann Bill Clinton 1992 die Präsidentschaftswahl in den USA. Doch es war genau der Bill Clinton, der mit seiner Fixierung auf das absolut freie Spiel der Wirtschaft die aktuelle Krise überhaupt erst ermöglichte. Denn nur ein Jahr nach seiner Wahl zum US-Präsidenten schaffte er das Trennbankensystem ab. Dieser sogenannte ‚Glass-Steagall-Act‘ wurde nach der Weltwirtschaftskrise 1932 eingeführt, damit massive Verluste durch Spekulation an der Wertpapierbörse keine negativen Auswirkungen auf klassische Sparguthaben haben können. Die Banken sollten sich spezialisieren. Das wollte Clinton nicht, er wollte, dass die Banken frei sein sollten in ihrem Tun. Wozu das führte, ist uns allen bekannt.

Jetzt – nach der Krise – wurde durch die Schaffung der Bad Banks das Prinzip aus den 30er Jahren wiederbelebt. Unter diesen Umständen bekommt Clintons berühmter Satz einen sehr faden Beigeschmack und es stellt sich die Frage, wer hier eigentlich ‚stupid‘ war.

Und während Clinton Millionen mit Vorträgen verdient und damit unter Beweis stellt, dass er zum Großkapital gehört, ging sein damaliger Vize Al Gore einen anderen Weg. Er wurde zum großen Warner vor dem Klimawandel, der Ausbeutung der Erde und erhielt dafür sogar den Friedensnobelpreis. Jenen Preis, den Clinton so gerne gewonnen hätte.

Nur in Bulgarien und Rumänien geht die Arm-Reich-Schere weiter auf als in Deutschland

Der Kapitalismus hat viel mit der Umwelt und ihrer Zerstörung zu tun. Denn Gewinnmaximierung, auch Abschöpfung genannt, beruht auf Ausbeutung. Auf Ausbeutung der natürlichen Ressourcen und der humanen Ressourcen, also der Arbeitskräfte.

Und deshalb sind wir ins Endzeitalter des Kapitalismus eingetreten. Wenn die Erde nicht mehr genug Rohstoffe hergibt, wenn die Menschen sich nicht mehr zufrieden geben mit der Bezahlung von Hungerlöhnen, dann ist es vorbei mit der günstigen Produktion und den damit verbundenen riesigen Gewinnmargen.

Während die Löhne und Gehälter seit Jahren stagnieren, macht sich eine finanzielle Oberschicht von Tag zu Tag immer reicher.

Die 85 reichsten Menschen der Welt haben laut der Hilfsorganisation Oxfam das gleiche Vermögen wie die arme Hälfte der Weltbevölkerung.

Auch und im Besonderen sogar in Deutschland. In der EU hat sich die finanzielle Schere zwischen 2000 und 2010 von den 20 Prozent Reichsten und den 20 Prozent Ärmsten nur in Rumänien und Bulgarien noch weiter geöffnet als in Deutschland. Und die Regierung lässt die Unternehmen an der langen Leine. Und so geht die Hatz nach dem schnellen Geld immer weiter.

Doch woher kommt diese krasse Beschleunigung des Kapitalismus in den letzten 20 Jahren? Es hat auch etwas mit dem Fall der Mauer zu tun. Denn aus Sicht des Westens war der Kampf Kapitalismus gegen Kommunismus auch immer der Kampf Gut gegen Böse. Und deshalb gab es im Kapitalismus moralische Bremsen. Die USA und ihre Verbündeten wollten der Welt zeigen, dass man sowohl moralisch als auch wirtschaftlich das bessere System parat habe. Deutschland setzte auf den sogenannten rheinischen Kapitalismus, eine Form der sozialen Marktwirtschaft, die sich gegen neoliberale Thesen stemmte.

Doch mit der Niederlage der Sowjetunion, mit dem Untergang des Kommunismus, fielen auch alle moralischen Schranken. Der Kapitalismus hatte gesiegt und jetzt sollte der Lohn dafür eingefahren werden. Der Turbokapitalismus ging an den Start.

Doch auf wessen Kosten? Auf Kosten der Bürger. Wie die Bundeszentrale für politische Bildung berichtete, ist im Gefolge des neoliberalen Siegeszuges in Deutschland die Zahl der atypischen Beschäftigungsverhältnisse extrem gestiegen. Zwischen 1991 und 2011 stieg die Zahl derer, die teilzeitbeschäftigt, befristet oder von einer Zeitarbeitsfirma geschickt wurden um 3,67 Millionen an. Das ist ein Plus von 86,3 Prozent.

Lies mehr über Wie die Gier die Welt zerstört: Kapitalismus gerät an seine Grenzen – RTL.de bei www.rtl.de

Wie die Gier die Welt zerstört: Kapitalismus gerät an seine Grenzen
Gruß Hubert