Archiv für das Schlagwort ‘Klimawandel

„Die Generation Wirtschaftswunder fühlt sich massiv angegriffen“   4 comments

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Zuerst ein Auszug aus Wikipedia.

Es existiert ein fließender Übergang zwischen aufrichtiger Klima(wandel)skepsis und echter Leugnung, wobei Klima(wandel)skeptiker für rationale Argumente offen sind, während sich Klima(wandel)leugner Argumenten verschließen.[5] Das Bestreiten wissenschaftlicher Erkenntnisse der Klimaforschung ist kein Skeptizismus im wissenschaftlichen Sinn, sondern vielmehr ein (zum Teil organisiertes) Verleugnen der menschengemachten globalen Erwärmung. Aus einer Vielzahl von wissenschaftlichen Untersuchungen geht hervor, dass der Klimaschutz häufig aus politischen und ideologischen Motiven bekämpft wird.[6] Bei der Leugnung des menschengemachten Klimawandels handelt es sich um eine Form von Pseudowissenschaft, die Ähnlichkeiten aufweist mit weiteren Formen der Wissenschaftsleugnung wie beispielsweise dem Bestreiten der Evolutionstheorie oder der gesundheitsschädlichen Auswirkungen des Rauchens bis hin zum Glauben an Verschwörungstheorien. Zum Teil bestehen zwischen diesen genannten Formen der Leugnung wissenschaftlicher Erkenntnisse personelle, organisatorische und ökonomische Verbindungen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Leugnung_der_menschengemachten_globalen_Erw%C3%A4rmung

Von geo.de

Harald Lesch über Klimaskeptiker

Der Astrophysiker Harald Lesch tritt leidenschaftlich für wissenschaftliche Fakten ein. Und gegen Klimaskeptiker. Das ist harte Arbeit, wie er im Interview berichtet.

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Foto: ZDF /Jens Hartmann

Harald Lesch erreicht mit der Reihe „Leschs Kosmos“ und mit Sendungen wie „Terra X – Faszination Universum“ im ZDF ein Millionenpublikum

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GEO.de: Herr Lesch, Sie haben im vergangenen Jahr in einem Video das Wahlprogramm der AfD einem Faktencheck unterzogen – und sind dafür nicht nur gelobt worden … 

Harald Lesch: Ich habe mich in den Parteiprogrammen aller deutschen Parteien umgesehen. Um meiner Aufgabe als Wissenschaftler gemäß nachzugucken, ob da auch die Wahrheit gesagt wird. Und bei der AfD stehen Dinge drin, die nicht wahr sind. Da das inzwischen eine maßgebliche Partei geworden ist, fand ich, dass man darauf öffentlich hinweisen muss. Das hat mir etliche Hassmails eingetragen. Unter anderem wurde mir vorgeworfen, ich würde mich in die Politik einmischen. Das finde ich schon merkwürdig.

Ist die AfD ein Einzelfall oder macht das Relativieren von gesichertem Klimawissen jetzt Schule?

Die populistischen Strömungen machen allesamt diesen Fehler. Dass sie aus auf den ersten Blick unerfindlichen Gründen meinen, einen Klimawandel könne es nicht geben. Schon gar nicht einen vom Menschen verursachten. Es muss etwas damit zu tun haben, dass sich die Herrschaften in ihrer Deutungshoheit eingeschränkt fühlen, wenn man ihnen sagt: Es gibt Phänomene, die könnt ihr politisch gar nicht verhandeln. Weil es reine Sachfragen sind. Die Argumentation vieler Skeptiker ist: Es gibt keinen Klimawandel, darum können wir auch weiterhin mit heimischer Kohle heizen. „Heimisch“ bedeutet: Wir sind unabhängig von den anderen. Darin sehe ich eine mögliche Verbindung mit dem Nationalismus. Bei Donald Trump ist das ja genauso.

Wem nützt so etwas?

Ich glaube nicht, dass die Kohlelobby mit der AfD zusammenarbeitet. Ich denke, dass die fossilen Rohstoff- und Energieunternehmen längst begriffen haben, dass sie mit Erneuerbaren langfristig viel besser fahren. In Wirklichkeit hat es wohl damit zu tun, dass es den Horizont vieler Klimaskeptiker übersteigt, dass es Probleme gibt, die wir nur zusammen – also international und nicht national – lösen können. Und ich habe noch eine Hypothese zur Psychologie der Skeptiker: Ich glaube, dass das Thema Anthropozän ganz allgemein, also wie der Mensch die Welt zum Schlechten verändert, die Lebensleistung von mindestens einer Generation in Frage stellt. Nämlich derjenigen, die Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg in ein Wirtschaftswunderland verwandelt haben. Diese Generation fühlt sich massiv angegriffen, wenn wir ihnen jetzt sagen, hört mal, Freunde, wir sind jetzt an einem Punkt angekommen, wo wir die Manipulation an der Natur so stark als negativ wahrnehmen, dass wir so nicht weitermachen können. Damit ist nicht nur ihr Lebenswerk in Frage gestellt, sondern auch ihre innersten Überzeugungen, ihre Identität. Die Psychologie des Klimawandels, das ist ein Buch, das noch nicht geschrieben wurde.

Eine wichtige Rolle bei der Klima-Kommunikation spielen ja die Medien, auch die sozialen. Wir haben mal untersuchen lassen, welcher deutschsprachige Artikel zu den Thema Klima im vergangenen Jahr in den sozialen Netzwerken besonders erfolgreich* war. Raten Sie mal!

Vermutlich irgendwas Apokalyptisches, oder? Dass die Eisschilde schmelzen, der Meeresspiegel ansteigt?

Es war der Artikel, mit dem die Süddeutsche Zeitung über Ihre Konfrontation mit der AfD berichtet hat.

(Lacht) Das kann doch nicht wahr sein! Ich fasse es nicht!

Wie finden Sie, dass offenbar nicht die Fakten die Massen bewegen, sondern ein Streit über die Fakten?

Da bin ich eigentlich schockiert. Das ist eine Katastrophe. Die genaue Kenntnis über die Zusammenhänge beim Klimawandel muss ja die Grundlage jeder Diskussion sein, und nicht, dass es jetzt noch ein paar Hansel gibt, die der Meinung sind, es gäbe keinen vom Menschen getriebenen Klimawandel. Es ist ja erschütternd, dass die Menschheit nicht hinreichend wahrgenommen hat, dass 34.000 referierte Publikationen auf der einen Seite 34 auf der anderen gegenüberstehen. Dass nicht wahrgenommen wird, welches hohe Ethos hinter wissenschaftlichem Handeln steckt, wie Wissenschaft funktioniert.

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Das AfD-Programm wissenschaftlich geprüft | Harald Lesch

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„Die Generation Wirtschaftswunder fühlt sich massiv angegriffen“

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„Sehr hässliche Hassmails“

Auszug.

Seine Themen sind seriös, seine Präsentation höchst unterhaltsam. Ob Urknall oder Tsunami, Relativitätstheorie oder Bananenflanke – es gibt nichts, worauf der Münchner Professor keine Antwort hätte.

Doch die gefällt nicht immer jedem. Jüngst hatte Lesch sich für ein Internet-Video von „Terra X“ das Wahlprogramm der AfD vorgenommen, genau genommen die Sätze, die dort über den Klimawandel drinstehen. Satz für Satz zerpflückte der Physiker die Aussagen der Klimawandelleugner. „Danach ging es richtig rund“, sagt Lesch. „Sehr hässliche Hassmails“ habe er auf den Beitrag erhalten, außerdem hätten sich AfD-Anhänger beim Intendanten des ZDF beschwert und beim Präsidenten der Ludwig-Maximilians-Universität, Leschs Arbeitgeber. „Das ZDF-Video haben 1,2 Millionen Leute gesehen, das stinkt denen natürlich“, sagt Lesch, „aber ich lasse mich von so etwas nicht ins Bockshorn jagen.“

Der Physiker reagierte und ließ ein Video über die Psychologie des Hasses folgen

Es seien meist die gleichen Leute, die „den Auftrag haben, Moderatoren, die Glaubwürdigkeit genießen, als unglaubwürdig hinzustellen“. Vertreter des Eike-Vereins seien dies vor allem, selbsternannte Kämpfer gegen den Klimaschutz, die sich einer sachlichen Diskussion verweigerten. „Ich habe denen hinterhertelefoniert und gesagt: Reden Sie mit mir! Aber da kommt nichts.“

Der Physiker reagierte prompt: Er ließ ein „Terra X“-Video über die „Psychologie hinter Hass“ folgen. Denn nicht nur rechte, auch linke Verschwörungstheoretiker griffen zu einer Rhetorik der Diffamierung und Beleidigung. Der Astrophysiker, der auch Naturphilosophie lehrt, prüft darin die Motivation der Hetzer.

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Die Psychologie hinter Hass | Harald Lesch

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„Sehr hässliche Hassmails“

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 5. Dezember 2019 von hubert wenzl in Uncategorized, Wissenschaft

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Klimaforscher Kaser: „Es wird sehr, sehr, sehr, sehr dramatisch werden“   Leave a comment

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Da kann ich nur noch sagen: das Glück der frühen Geburt.

Von Rai Südtirol – Tagesschau.

Dass das Klimasystem außer Rand und Band gerät: wahrscheinlich, sagt Georg Kaser. Der Klimaforscher prognostiziert Hungersnöte.

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Quelle © Rai Tagesschau Alpengletscher: Irreversible Prozesse und sprunghafte Änderungen.

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„Es wird sehr, sehr, sehr, sehr dramatisch werden“, sagt Georg Kaser über das zukünftige Leben auf der Erde, „wenn wir nicht ganz ganz schnell das Ganze noch in den Griff kriegen.“

Keine lineare Entwicklung, kein langsames Wärmerwerden, sondern sprungartige Veränderungen hin zu einer „völlig anderen Welt“.

Es ist die Prognose eines Szenarios, dem Kaser eine bemerkenswerte Eigenschaft zuschreibt: wahrscheinlich.

„Das wahrscheinlichste Szenario ist das, dass wir in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren weit über die Ziele von 1,5 und 2 Grad hinausschießen werden, und dann haben wir eine Reihe von Mechanismen im Klimasystem, die uns das Ganze außer Rand und Band geraten lässt.“

Die Mehrzahl der Klima-Wissenschaftler spricht von einer „hot world“, in der die Temperaturen steigen, über die seit Jahrmillionen laufenden Zyklen zwischen Eiszeit und Warmzeit hinaus.

Die genauen Folgen aber sind nicht absehbar.

In jedem Fall werden die Prozesse unumkehrbar sein, in jedem Fall wird es eine völlig andere Welt geben, meint Kaser.

„Da müssen wir schon damit rechnen, dass der Großteil des Methangases der Arktis ausgeatmet wird, und sehr viel Kohlenstoff. Das heißt es wird ein sehr starkes Amplifizieren von Treibhausgasen und damit Erderwärmung geben, gleichzeitig könnte es sein, dass Grönland instabil wird, dass der Golfstrom kollabiert. Und das würde dann dazu führen, dass Ernten ausfallen, die Menschheit nicht mehr ernährt werden kann.“

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Prognose von Klimaforscher Kaser: Hungersnöte Prognose von Klimaforscher Kaser: Hungersnöte
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Kaser verfolgt am Department of Atmospheric and Cryospheric Sciences der Universität Innsbruck die globale Klimaentwicklung bereits seit Jahren. „Es sind viele Phänome viel viel schneller aufgetaucht als wir geglaubt haben – und dramatischer; Phänomene, die wird erst in 20 Jahren erwartet haben“, sagt Kaser.

„Entweder wir ziehen die Reißleine oder wir werden mit den Konsequenzen leben müssen.“

Destabilisiert Grönland? Kollabiert der Golfstrom? Verhungern die Menschen? Klimaforscher Kaser –  wahrscheinlich.

(lb)

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Klimaforscher Kaser: „Es wird sehr, sehr, sehr, sehr dramatisch werden“

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Um auch eine andere Stimme zu Wort kommen zu lassen:

Fritz Vahrenholt sieht den Klimawandel differenzierter, aber auch er sagt wer den Einfluss des Menschen ganz ausschließt ist ein Dummkopf (siehe weiter unten).

Aus kaltesonne.de

Fritz Vahrenholt: „Wir haben keinen Klimanotstand“
8. Oktober 2019 von Kalte Sonne

Also ist alles gut?

Nein, das sagen wir auch nicht. Aber wir wollen die Hysterie herausnehmen. Es wurde schon einiges erreicht: Der Zuwachs des Treibhausgases kommt seit Längerem nur noch aus den Entwicklungsländern. Europa und die USA sind fallend, während China inzwischen pro Kopf mehr CO2 ausstößt als die Europäer. Nun kommt eine chinesische Studie zu der Erkenntnis, dass eine Kaltzeit droht, die aber durch den Treibhauseffekt gedämpft wird. Warum wird das nicht debattiert? Der vermeintliche Konsens ist kein Konsens.

Na ja, 97 Prozent der Forscher sind sich sicher, dass es einen Klimawandel gibt …

Ich gehöre auch zu den 97 Prozent. Diese Zahl bezieht sich auf eine wenig differenzierte Umfrage. Nur eine kleine Minderheit hält den Klimawandels zu 100 Prozent für menschengemacht, die breite Mehrheit glaubt an mehrere Ursachen: 97 Prozent der befragten Forscher gaben den Anteil des CO2 an der Erwärmung mit 50 bis 99 Prozent an. Nur ein kleiner Rest schließt den Einfluss des Menschen ganz aus – das sind Dummköpfe. Mich ärgert, dass kein Klimawissenschaftler in Deutschland aufsteht und das erklärt. Hier wird die Jugend verrückt gemacht, mit Horrornachrichten, uns blieben noch zwölf Jahre – und keiner hält nüchtern dagegen und korrigiert es. Wir müssen Emissionen senken, aber nicht ökonomischen Selbstmord begehen.

https://kaltesonne.de/fritz-vahrenholt-wir-haben-aber-keinen-klimanotstand/

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Gruß Hubert

Klimawandel – ja oder nein?   6 comments

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Vorausschicken möchte ich, dass ich keine Aktien beim Klimawandel habe. Ich nehme nur Informationen auf die von Befürwortern und von den Gegnern des Klimawandels vorgebracht werden. Allemal halte ich es für verantwortungsvoll nicht alles ungefiltert in die Umwelt hinaus zu lassen. Weniger Schmutz ist besser als zu viel Schmutz.
Wenn gesagt wird, dass der Mensch nichts mit dem Klimawandel zu tun hat, drückt man damit auch aus, dass wir weiterhin so weitermachen können, wie wir es tun. Klimawandel-Leugner bzw. -Gegner sagen oft auch, dass Sonnenaktivitäten die Schuld an den Veränderungen hätten. Ich kann dieser These wenig abgewinnen.

Jedenfalls kann ich aus eigener Lebenserfahrung sagen, dass sich einiges grundsätzlich geändert hat. Ende der 1960-er bis ca. Ende der 1970-er Jahre gab es im Winter noch Temperaturen hier in Südtirol von bis zu -28 Grad. Und es gab auch noch bedeutend mehr Schnee, und das schon anfangs Dezember. Es gab keine solchen milden Winter wie etwa seit ca. 15 Jahren. Ich bin kein Wissenschaftler oder Experte auf diesem Gebiet, habe aber doch genügend Hausverstand, der mir sagt, dass man mit der Umwelt sorgfältig umgehen sollte. Natürlich sollte man das Ganze nicht zur Ideologie machen, so wie es die Grünen tun oder auch wie auf der anderen Seite die Klimawandel-Leugner. Ich sehe nur, dass da mächtige Interessen auf beiden Seiten vorhanden sind. Meine Skepsis gegenüber allzu plakativ vorgebrachten Argumente lege ich jedenfalls nicht ab.

Zur These, dass CO2 nur gut sein kann, quasi je mehr desto besser möchte ich einen Artikel aus dem Spiegel entgegenhalten, der besagt, dass

zu viel CO2 Ackerpflanzen verkümmern lässt.

 

Gibt es Gewinner des Treibhauseffekts? Pflanzen müssten von steigenden CO2-Werten in der Atmosphäre profitieren – weil Photosynthese und Wachstum auf Trab kommen, heißt es oft. Doch jetzt stellt sich heraus: Den meisten Pflanzen können höhere Kohlendioxidkonzentrationen sogar schaden.

[…]

Während es für viele Menschen und Tiere künftig ungemütlich zu werden droht, sollte das Treibhausgas für Pflanzen eigentlich eine segensreiche Wirkung haben. Denn sie können das CO2 bei der Photosynthese für sich nutzen – und so zum Beispiel in der Landwirtschaft bessere Erträge bringen. Gerade Klimaskeptiker verweisen gern auf diesen Effekt: Wie, so argumentieren sie, kann ein Gas schlecht sein, das der Menschheit mehr Nahrung bescheren könnte? Außerdem würden die mit Kohlendioxid „gedüngten“ Pflanzen auch größere Mengen Kohlenstoff binden, also aus der Atmosphäre entfernen.

Doch neue Forschungsergebnisse machen eindrücklich klar, dass diese Rechnung wohl in den meisten Fällen nicht aufgehen wird.

Denn steigende CO2-Konzentrationen in der Luft helfen längst nicht allen Pflanzen beim Wachsen. Viele Arten können in einer von Kohlendioxid geschwängerten Atmosphäre weniger Stickstoff aus dem Boden aufnehmen. Fehlt aber dieser wichtigste Wachstumsförderer, bekommt das Gewächs Schwierigkeiten, etwa beim Aufbau von Kohlenhydraten. Von steigenden Kohlendioxidwerten können diese Pflanzen also gar nicht profitieren, berichten Forscher um Arnold Bloom von der University of California in Davis *) im Fachmagazin „Science“.

*) (Zum Artikel in „Science“ weiter unten ein Auszug mit Google-Übersetzung)

Leider machen diese sogenannten C3-Pflanzen den größten Teil der pflanzlichen Biomasse auf der Erde aus. Bei ihnen kommt der Grundtypus der Photosynthese zum Einsatz: Energiearme Stoffe werden unter dem Einfluss von Licht in energiereichere Verbindungen umgewandelt. Allerdings funktioniert das in diesem Fall nur dann, wenn es nicht zu heiß oder zu trocken ist. Ansonsten schließen die C3-Pflanzen die Spaltöffnungen ihrer Blätter. Das verringert zwar die Verdunstung, stoppt aber auch die CO2-Zufuhr – und damit die Photosynthese.

 

„Stark abhängig von Nitraten als Stickstoffquelle“

 

Um ihre Photosyntheseprodukte aufbauen zu können, brauchen Pflanzen unbedingt Stickstoff. Normalerweise kommt der in Form von Nitrat- und Ammonium-Ionen aus dem Boden. Über die Wurzeln werden die kleinen, in Wasser gelösten Stärkungspakete aufgenommen – und wo die segensreichen Substanzen fehlen, können Landwirte und Gärtner mit Dünger nachhelfen. Bloom und seine Kollegen konnten nun aber zeigen, dass zumindest für Weizen (eine einkeimblättrige Pflanze) und Schaumkresse (eine zweikeimblättrige Pflanze) die Weiterverarbeitung von Nitrat-Ionen durch steigende CO2-Werte behindert wird.

Das Problem ist gravierend. „Pflanzen in gemäßigten Klimazonen sind normalerweise stark abhängig von Nitraten als Stickstoffquelle“, sagt Bloom im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Doch genau diese Pflanzen litten unter steigenden CO2-Werten. In manchen Fällen würden sie bei höheren Kohlendioxidkonzentrationen gar schrumpfen. „Außerdem gehen die Proteinmengen in Nahrungsmitteln zurück“, sagt Bloom.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/treibhausgas-zu-viel-co2-laesst-ackerpflanzen-verkuemmern-a-694592.html

 

*) Zu „Science“

Carbon Dioxide Enrichment Inhibits Nitrate Assimilation in Wheat and Arabidopsis
Übersetzung durch Google

Kohlendioxidanreicherung hemmt die Nitratassimilation (in Weizen und *) Arabidopsis)

Zu *) Arabidopsis: Die Acker-Schmalwand (Arabidopsis thaliana) wird auch Schotenkresse oder Gänserauke genannt und ist eine Pflanzenart in der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae).
https://de.wikipedia.org/wiki/Acker-Schmalwand

Aus Science (Link im Beitrag)
Nitrat für mich, Ammonium für Sie

Die Interdependenz der pflanzlichen Stickstoffaufnahme und der Pflanzenreaktionen auf Kohlendioxid ist gut etabliert, aber der Einfluss der anorganischen Stickstoffform, d.h. ob Nitrat oder Ammonium, wurde weitgehend ignoriert. Bloom et al. (S. 899) zeigen aus fünf unabhängigen Methoden sowohl bei einer Monokot- als auch bei einer Dikot-Spezies, dass die Kohlendioxid-Inhibition der Nitrat-Assimilation eine wesentliche Determinante der Pflanzenreaktionen auf steigende atmosphärische Konzentrationen von Kohlendioxid ist. Dieser Befund erklärt mehrere Phänomene, einschließlich Kohlendioxid-Akklimatisierung und Abnahme der Lebensmittelqualität. Die große Variation dieser Phänomene zwischen Arten, Orten oder Jahren ergibt sich aus der großen Variation der relativen Abhängigkeit von Pflanzen auf Nitrat und Ammonium als Stickstoffquellen unter Arten, Orten oder Jahren. Die relative Bedeutung von Ammonium und Nitrat für die Pflanze N Ernährung in zukünftigen Anbausystemen wird für die Menge und Qualität der Lebensmittel entscheidend sein.

Abstrakt

Die Konzentration von Kohlendioxid in der Erdatmosphäre kann sich bis zum Ende des 21. Jahrhunderts verdoppeln. Die Reaktion höherer Pflanzen auf eine Kohlendioxidverdopplung schließt häufig einen Rückgang ihres Stickstoffstatus ein, aber die Gründe für diesen Rückgang waren unsicher. Wir verwendeten fünf unabhängige Methoden mit Weizen und Arabidopsis, um zu zeigen, dass die atmosphärische Kohlendioxidanreicherung die Assimilation von Nitrat in organische Stickstoffverbindungen hemmte. Diese Hemmung kann weitgehend für die Kohlendioxid-Akklimatisierung, die Abnahme der Photosynthese und das Wachstum von Pflanzen verantwortlich sein, die die C3-Kohlenstoff-Fixierung nach längeren Expositionen (Tage bis Jahre) zur Kohlendioxidanreicherung durchführen. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die relative Verfügbarkeit von Boden Ammonium und Nitrat für die meisten Pflanzen wird zunehmend wichtiger bei der Bestimmung ihrer Produktivität sowie ihre Qualität als Nahrung.

http://science.sciencemag.org/content/328/5980/899

Die CO2-Theorie ist nur geniale Propaganda

von Günther Ederer

Auszug.

Als Beleg für die endgültige Treibhausgastheorie wird immer wieder vorgebracht: 97 Prozent der Wissenschaftler seien sich einig. Nachzulesen im Spiegel, wiederholt im ZDF in „Frontal 21“ und von Guido Knopps History. „97 Prozent!“ – da müssten doch alle journalistischen Warnsignale aufleuchten.

Zum Beispiel: 97 Prozent von wie vielen Wissenschaftlern? Und welche Wissenschaftler zählen dazu? Wer hat sie ausgewählt? Zweimal in den letzten beiden Jahren haben sich in Berlin die kritischen Wissenschaftler aus aller Welt getroffen, um ihre neuen Forschungen vorzustellen, die zu anderen Ergebnissen kommen als die IPCC- Macher und ihre Gläubigen. Doch dann glänzt das Potsdamer Institut durch Abwesenheit, kaum ein Bundestagsabgeordneter und kaum ein Journalist machen sich die Mühe, sich zu informieren.

Ein weiterer Trick, der die Debatte ersticken soll, ist die Behauptung, dass der Einfluss des CO2 auf das Klima schon seit 150 Jahren bekannt sei. Damit wird auf den schwedischen Chemiker und Allroundwissenschaftler Svente Arrhenius verwiesen, der rein hypothetisch, ohne Beweise, davon ausging, dass CO2 das Klima erwärmen würde, was er allerdings für einen großen Segen für die Menschheit hielt. Außer Hochrechnungen haben die CO2-Klimaerwärmer bis heute nichts Handfestes zu bieten.

Die Basiszahlen für die Berechnungen des IPCC sind im federführenden britischen Institut der Universität Norwich vernichtet worden. Für seine die Welt aufrüttelnden Beispiele in seinem Film: „Eine unbequeme Wahrheit“ hat sich das Büro Al Gore entschuldigt.

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article13466483/Die-CO2-Theorie-ist-nur-geniale-Propaganda.html

 

Auszug aus Wikipedia dazu.

Bekannt wurde Ederer auch durch klimaskeptische Positionen. In einem Essay in der Welt bestritt Ederer unter Verweis auf den kontroversen amerikanischen Wissenschaftler und Lobbyisten Fred Singer, dass CO2 das Klima beeinflusst. Einen Vortrag mit ähnlichem Inhalt hielt Ederer auch auf einer Konferenz des ebenfalls klimaskeptischen Europäischen Instituts für Klima und Energie (EIKE). Eine öffentlich diskutierte Broschüre des Umweltbundesamtes listete Ederer aufgrund dieser Positionen als einen von mehreren Klimaskeptikern in Deutschland, der die Ergebnisse der weltweiten Klimaforschung anzweifele.
https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Ederer

Hier noch ein paar Links, die kritisch zum Klimawandel stehen

http://www.fr.de/wissen/klimawandel/debatte-um-klimawandel-umweltamt-brandmarkt-klimaskeptiker-a-706872

http://www.ageu-die-realisten.com/archives/2046

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/treibhauseffekt-messungen-zeigen-klimawandel-durch-co2-a-1020528.html

https://www.eike-klima-energie.eu/

 

Diese letzte Seite „EIKE“ kommt mir wirklich nicht seriös vor.

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Gruß Hubert

 

 

 

Veröffentlicht 21. Juni 2017 von hubert wenzl in Politik, Umwelt, Uncategorized

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