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Der Verein „Soko Tierschutz“ wirft der Fleischbranche kriminelle Machenschaften und grobe Tierschutz-Verstöße vor   Leave a comment

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Unglaublich welche Verbrechen gegen Tiere, abgeschirmt vor der Öffentlichkeit, stattfinden und in welcher unvorstellbarer Anzahl. Und dann möchte Julia Klöckner die Tierrechts-Aktivisten, die das aufdecken auch noch kriminalisieren. Wenn die das nicht aufdecken würden, wäre niemand da, der das tun würde. Die Behörden ganz sicher nicht. Die greifen ja erst ein, wenn sie sich dazu gezwungen sehen. Wo bleiben die Veterinärämter? Die sehen anscheinend keine Unregelmäßigkeiten… Friedrich Mülln von Soko Tierschutz zeigte den Schlachthof direkt beim Ministerium an.

Aus fleischwirtschaft.de

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kuh-29529-detailpEine schwer verletzte „downer“ Kuh leidet über Nacht im Schlachthof Blohm bei Stendal. Das Tier wurde nach Angaben der Soko Tierschutz vor der versteckten Kamera mit Elektroschocks gequält und mit einem Gabelstapler umher geschleift.

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Der Verein „Soko Tierschutz“ wirft der Fleischbranche kriminelle Machenschaften und grobe Tierschutz-Verstöße vor. Der Landkreis Osnabrück schließt nach Video-Sichtung einen Schlachthof. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Die beschriebenen Zustände sind grausam: Tiere, die per Seilwinde in den Tod gezogen, per Gabelstapler umher geschleift, verprügelt oder mit Elektroschockern traktiert werden. Der Verein Soko Tierschutz hat diesen Umgang mit Schlachtkühen mit versteckter Kamera dokumentiert. Ein Betrieb liegt im niedersächsischen Bad Iburg. Der Betrieb ist nach Auffassung der Tierschützer nicht die Ausnahme, sondern stehe beispielhaft „für ein Netzwerk, das sich auf ‚downer‘-Tiere aus der Milchindustrie spezialisiert“ habe. Beteiligt seien nationale Tiertransportfirmen, Tierärzte und Landwirte.

Der Begriff „downer“ steht für festliegende Kühe. Ursache kann ein Kalzium- oder Phosphormangel sein. Um Notschlachtungen zu vermeiden, habe sich ein System entwickelt, das die Tiere quer durch Deutschland transportiere und nur zu Insidern bekannten Schlachthöfen bringe. Von dort gelange das Fleisch an einen polnischen Fleischkonzern, eine bayerische Fleischfirma und an Metzgereien der Umgebung, so die detaillierten Angaben des Vereins. Zwei Schlachthöfe und zahlreiche Viehhändler seien „enttarnt“. Es sollen mehrere Terrabyte an Beweismaterial vorliegen.

Der Verein hat Anzeige erstattet und die zuständigen Behörden in Niedersachen haben schnell reagiert. Den Mitarbeitern des Landkreises Osnabrück wurden die Bilder aus dem Schlachthof vorgespielt. „Die Aufnahmen hatten eine sehr hohe Glaubwürdigkeit. Deswegen haben wir den Betrieb umgehend geschlossen“, sagt Burkhard Riepenhoff, Pressesprecher des Landkreises. Die Staataanwaltschaft Oldenburg hat den Schlachtbetrieb, der per Verfügung erst einmal bis zum 23. Oktober geschlossen bleibt inzwischen durchsucht.

Auch ein zweiter Betrieb in sachsen-anhaltinischen Schönhausen (Landkreis Stendal) wurde von den Überwachungsbehörden geschlossen. Über diesen Fall berichtete das ARD-Nachrichtenmagazin „Fakt“ (Anmerkung: hier ist ein Video zu sehen). Nach Informationen der „Soko Tierschutz“ wurden die Ämter erst tätig, nachdem der Verein direkt Anzeige beim zuständigen Ministerium in Magdeburg erstattet hatte.

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Der Verein „Soko Tierschutz“ wirft der Fleischbranche kriminelle Machenschaften und grobe Tierschutz-Verstöße vor

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Gruß Hubert

Die Fleisch-Mafia   1 comment

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Ich kann in solchen Schlachthof-Unternehmern nur viel kriminelle Energie erkennen. Nicht umsonst heißt die Reportage vom NDR auch „Die Fleisch-Mafia“. Man „importiert“ osteuropäische billige Arbeitskräfte und beutet sie schamlos aus und sie müssen in menschenunwürdigen Unterkünften „hausen“.
Man kann sich ungefähr vorstellen wie ungebildete, billige Arbeitskräfte mit Tieren in Schlachthöfen umgehen – abgesehen davon, dass es da ja nie schön zugeht. Auf Tierleid wird da gepfiffen. Da wird nur Ware gesehen und keine leidensfähige Lebewesen.
Es wäre schon viel getan, wenn man den Fleischkonsum stark einschränken würde. Man würde so sogar noch etwas für die eigenen Gesundheit tun. Fleisch ist ja vollgepumpt mit Antibiotika (daraus resultierende Antibiotika-Resistenzen) und Wachstumshormonen… wer weiß mit was noch allem. Ganz zu schweigen was man so gegen Tierqual bewirken könnte.

Reportage vom NDR

Das geheime Netzwerk der Schlachthöfe

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Das Fleisch soll möglichst billig sein, der Gewinn groß: Um diese Ziele zu erreichen, scheint vielen deutschen Schlachthöfen inzwischen fast jedes Mittel recht zu sein. So arbeiten in etlichen Betrieben fast nur noch rumänische Arbeiter unter miserablen Bedingungen.

Perfektioniert wird diese Lohn-Sklaverei von dubiosen Geschäftsmännern, die den Markt für sich entdeckt haben. In großem Stil werben sie in Osteuropa billige Arbeitskräfte an und bringen sie in deutsche Schlachthöfe. Dort angekommen, werden die Arbeiter oft nicht nur ausgebeutet, sondern nach getaner Arbeit auch von ihren Auftraggebern in menschenunwürdigen Quartieren eingepfercht.

Netzwerk erstreckt sich über die ganze Republik

Derweil schaffen die Drahtzieher Millionenbeträge beiseite.

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Die Grafik zeigt das Firmengeflecht der ACO, in dessen Mitte Ralf Rösken steht. © NDR

Das Firmengeflecht um Ralf Rösken

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Möglich macht dies ein dubioses Netzwerk aus Unternehmen und Sub-Unternehmen, das sich über die gesamte Bundesrepublik erstreckt.

Wie das System funktioniert, haben NDR Autoren in monatelangen Recherchen herausgearbeitet. Sie haben mit hochrangigen Mitarbeitern der Fleisch-Mafia gesprochen und deren Aussagen mit Akten und Dokumenten untermauert.

Verdacht auf Steuerhinterziehung

Im Zentrum der Recherchen steht die Kapitalgesellschaft ACO, die von Ralf Rösken beherrscht wird. Die Unterlagen, die dem NDR vorliegen, zeigen, dass nahezu alle namhaften Schlacht- und Fleischbetriebe in Deutschland zu seinem Firmenimperium Kontakt haben.

Weitere Informationen
Porträt von Matthias Brümmer © dpa

Norddeutschland ist Hochburg der Fleisch-Mafia

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Der Gewerkschafter Matthias Brümmer beschäftigt sich seit Jahren mit den Praktiken der Fleisch-Mafia. Im Gespräch erklärt er, wie das System funktioniert. mehr

Die Informationen begründen zudem den Verdacht, dass durch die Fleisch-Mafia seit Jahren systematisch Millionen an Steuern und Sozialabgaben hinterzogen werden.

Aussteiger, mit denen der NDR gesprochen hat, liefern in diesem Film erstmals skandalöse Einblicke in diese schmutzigen Geschäfte. Sie erzählen auch, mit welchen Methoden die Ermittlungen der zuständigen Staatsanwaltschaften immer wieder torpediert werden. Seit Jahren ermitteln sie in dieser Angelegenheit, bislang ohne großen Erfolg.

Die Fleisch-Mafia

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Gruß Hubert