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Die empörte Bundeskanzlerin   1 comment

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Ich frage mich schon wie weit die Schamlosigkeit von Frau Merkel geht. Nachdem sie monatelang die Ausspähaktionen der NSA herabgespielt hatte – es waren ja „nur“ normale Bundesdeutsche deren Opfer – geht es auf einmal, da auch ihr Handy ausgespäht wurde, gar nicht mehr. Man muss sich nur an die Aussagen von Frau Merkel, Herrn Pofalla und Herrn Friedrich erinnern.

Hier ein Artikel von tammox2

Auszug.

Allerdings hat die Kanzlerin viereinhalb Monate und ein sattes Maß an allerpersönlichster Betroffenheit gebraucht, um zu einer angemessenen politischen Reaktion zu gelangen und endlich zum Telefonhörer zu greifen.

Auch das bleibt inakzeptabel. Auch das geht gar nicht.
 (Anna Sauerbrey, 24.10.2013)

Merkel, die im Wahlkampf leutselig behauptete hatte es gäbe keine Spitzelaffäre nun Jahrelang selbst ausgespäht zu wähnen, ist natürlich Futter für die Satiriker. Da lacht das Netz.

Nun hat sich auch Hans-Peter Friedrich (CSU) zur mutmaßlichen Überwachung des Mobil­telefons der Kanzlerin geäußert. Wörtlich sagte der Bundes­innen­minister: „Freiheit ist ein Grundrecht, muss aber vor dem Super­grundrecht auf Sicherheit zurücktreten. Die Abhörsicherheit des Handys von Merkel ist wiederum – und das erfinde ich nicht einfach so – ein Super­duper­grundrecht, vor dem das Super­grundrecht auf Sicherheit zurücktreten muss.“
(dpo 24.10.13)
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John B. Emerson, Botschafter der Ver­einig­ten Staaten in Deutschland, zittert nach eigenem Bekunden bereits vor seiner Begegnung mit Guido Wester­welle (FDP), von dem er wegen der Handy­affäre um Angela Merkel einbestellt wurde. „Ich habe große Angst vor dem gerechten Zorn des allseits respektierten Guido Westerwelle. Dieser Mann hat in seiner Amtszeit, die in wenigen Tagen endet, nicht nur Tyrannen das Fürchten gelehrt, er war auch lange Zeit Vorsitzender einer der wichtigsten Parteien dieses Landes“, so der Diplomat diplomatisch.
(dpo 24.10.13)
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Noch lustiger ist wieder einmal nur die Realität:
„Es ist nicht meine Aufgabe, mich in Details von Prism einzuarbeiten. (…) Der amerikanische Präsident Obama hat vor einigen Tagen gesagt, hundert Prozent Sicherheit, hundert Prozent Privatsphäre, null Unannehmlichkeit, das sei nicht zu haben. Das stimmt.“
– Kanzlerin Merkel am 19. Juli vor der Bundespressekonferenz.
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„Die Vorwürfe sind vom Tisch. (…) Die NSA und der britische Nachrichtendienst haben erklärt, dass sie sich in Deutschland an deutsches Recht halten. (…) Der Datenschutz wurde zu einhundert Prozent eingehalten.“
– Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) am 12. August nach einer Sitzung des PKGr.
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„Wir haben keine Anhaltspunkte, dass dies geschehen ist. (…) Alle Verdächtigungen, die erhoben wurden, sind ausgeräumt.“
 – Innenminister Friedrich am 16. August in der Rheinischen Post auf die Frage, ob europäische oder deutsche Regierungsstellen abgehört wurden.
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„Ich habe keinen Grund, an den Angaben der USA zur Einhaltung deutschen Rechts zu zweifeln.“
– Kanzlerin Merkel am 19. August in der Passauer Neuen Presse.
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Was wir heute hier erleben ist die Fortsetzung des rot-grünen Sommertheaters. Wie erkläre ich einen Skandal, der keiner ist.“
 – Unions-Fraktionsgeschäftsführer Michael Grosse-Brömer (CDU) in der Bundestagsdebatte über Tempora und Prism am 3. September.
 (Michael König, SZ, 24.10.13)
http://tammox2.blogspot.it/
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Hier noch ein wenig Satire (obwohl so überspitzt ist das gar nicht einmal.
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Angela Merkel empört, dass sie von USA behandelt wird, als wäre sie ein deutscher Bürger

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Berlin, Washington (dpo) – Im Skandal um eine mögliche Ausspähung ihres Diensthandys durch die NSA hat sich Angela Merkel nun erstmals auch persönlich geäußert. Regierungs­sprecher Steffen Seibert erklärte heute bei einer Pressekonferenz, die Kanzlerin sei empört und zutiefst verletzt, dass sie von den USA so behandelt werde, als sei sie ein gewöhnlicher, unbescholtener Bürger.

„Die Bundeskanzlerin empfindet es als Schlag ins Gesicht, dass sie womöglich über Jahre abgehört wurde wie ein räudiger Einwohner der Bundesrepublik Deutschland“, erklärte Seibert. „Sie fragt sich sogar, wozu sie eigentlich Kanzlerin geworden ist, wenn ihre Privatsphäre genauso mit Füßen getreten wird, wie die ihrer Wähler.“
Seibert verriet auch, dass sich Angela Merkel wünsche, es gäbe jemanden, der dafür zuständig sei, gegen die Ausspähung durch die NSA vorzugehen. Ihrer Meinung nach sollte es eigens vom Volk gewählte Repräsentanten geben, die derartige Vorfälle in Zukunft verhindern.
ssi; Foto oben: European People’s Party

Mehr zum Thema NSA:
Pofalla will wissen, welchen Teil von „die NSA-Affäre ist beendet“ Merkel nicht verstanden hat

http://www.der-postillon.com/2013/10/angela-merkel-emport-dass-sie-von-usa.html

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Merkel_Terrori-postillon4

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Die WELT schreibt:
Auszug.
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NSA-Agenten finden Merkels Gespräche saukomisch

Schöner Erfolg für Angela Merkel: Die mit dem Abhören ihres Handys beauftragten US-Geheimdienstmitarbeiter attestieren den Gesprächen der Kanzlerin einen unerwartet hohen Unterhaltungsfaktor.

Große Ehre für Angela Merkel: Seit 80 Jahren konnten die Amerikaner nicht mehr herzlich so über einen deutschen Staatschef lachen wie über die Kanzlerin. „Ich dachte ja immer, dass diese Deutschen keinen Humor haben“, erklärt NSA-Agent George P. Mole mit einem mühsam unterdrückten Kichern, „aber von wegen: Diese Frau Merkel ist wirklich brüllkomisch!“

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Friedrich_postillon3.
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http://www.welt.de/satire/article121173584/NSA-Agenten-finden-Merkels-Gespraeche-saukomisch.html
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Gruß Hubert