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Wenn Hormone Stimmung machen   Leave a comment

Hier ein Auszug aus „Wenn Hormone Stimmung machen.“

Die 53-jährige Sabine K. ist am Ende: Zwar lebt sie seit Jahren in einer harmonischen Beziehung, ihrer beruflichen Führungsposition wird sie spielend gerecht, und ihre Urlaubsreisen führen sie an traumhafte Destinationen rund um den Globus. Dennoch ist sie seit Monaten todunglücklich und sieht in ihrem Leben keinen Sinn. Die 17-jährige Hanna wiederum hat seit einem Jahr regelmäßig Panikattacken, sie kriegt Angstzustände und Schweißausbrüche und hält es im Klassenzimmer kaum aus. Dass sie nächstes Jahr maturieren wird, versetzt die Pubertierende zusätzlich in Stress.
In beiden Fällen sind die Beschwerden auf eine Ursache zurückzuführen: Es sind die Hormone!…

Das Beruhigungshormon:
Progesteron (Gelbkörperhormon)

„Für die Stimmungsschwankungen vor der Menstruation ist das Progesteron, das Gelbkörperhormon, verantwortlich“, erklärt Johannes Huber. „Das Hormon wirkt, wenn es verstoffwechselt wird, beruhigend auf den Organismus.“ Ist dieser Mechanismus aus irgendeinem Grund gestört, bleibt auch die beruhigende Wirkung des Gelbkörperhormons, das man auch als „körpereigenes Valium“ bezeichnet, aus. „Dann leiden Frauen oftmals unter Depressionen und anderen heftigen Gemütsbewegungen.“ Schon in der Pubertät kann das Fehlen von Progesteron – wie man am Beispiel Hannas sieht – fatale Folgen haben. „Es ist ein Phänomen, dass nach dem Eintreten der Pubertät, zwischen dem zwölften und 18. Lebensjahr, junge Mädchen oft besonders sensibel sind. Angstzustände, Panikattacken, Phobien, aber auch Essstörungen kommen bei ihnen in dieser Zeit zwei bis drei Mal so häufig vor wie bei jungen Burschen.“ …

Das Glückshormon:
Östrogen

Bei Sabine K. wiederum sind es die Östrogene, die wichtigsten weiblichen Geschlechtshormone, die eine entscheidende Rolle beim Entstehen der schlimmen Sinnkrise spielen. „Manche Frauen, die in die Wechseljahre kommen, berichten, dass eigentlich alles in Ordnung ist, sie ein angenehmes Leben führen und ein schönes Zuhause haben – und dennoch depressiv sind“, berichtet der Hormonexperte. „Die Ursache für diese Zustände kann das Abfallen des Östrogenspiegels sein. Das Östrogen wirkt auf die Stimmung nämlich stark stimulierend, es treibt den weiblichen Geist an.“ Wenn es an Östrogen, das wie Progesteron in den weiblichen Eierstöcken gebildet wird, fehlt, mangelt es entsprechend an diesem belebenden Antriebsmotor.

Das Powerhormon:
Testosteron

Das wichtigste männliche Sexualhormon, das Testosteron, spielt auch für die Frau und ihre Stimmungslage eine erhebliche Rolle. Fehlt es an dem Powerhormon, das wesentlich für unsere Libido verantwortlich ist, kann dies in der Folge Frustration und schlechte Laune auslösen. „Besonders häufig sind Frauen, die die Pille nehmen, von einem Testosteronmangel betroffen“, berichtet Huber. Ansonsten nimmt das Testosteron bei Frauen ab einem Alter von 60, 65 Jahren, bei manchen aber auch schon um das 40. Lebensjahr kontinuierlich ab. „Das Absinken des Testosteronspiegels kann dazu führen, dass auch die Libido abnimmt, was sich letztlich auch auf die Psyche – die Stimmung und das Wohlbefinden – auswirkt“, erklärt der Gynäkologe den Zusammenhang. Bei der Frau wird Testosteron in den Eierstöcken bzw. den Nebennierenrinden gebildet.

Das Bindungshormon:
Oxytocin

„Oxytocin, das Bindungshormon, wird beim Geschlechtsverkehr freigesetzt und hat die Aufgabe, die Geschlechtspartner aneinanderzubinden“, erklärt Huber. „Diese Bindung ist im Interesse der Fortpflanzung.“ Ein Mangel an dem auch als „Kuschelhormon“ bezeichneten Oxytocin, lasse sich nur schlecht nachweisen, da es sehr kurzlebig ist, dennoch könne das Fehlen verschiedene seelischen Missstimmungen hervorrufen.

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Wechselwirkung: Stimmung beeinflusst Hormone

So wie die verschiedenen Botenstoffe Stimmungen beeinflussen können, haben umgekehrt Empfindungen und Gefühle eine Wirkung auf die hormonelle Situation: (Gefühls-) Zustände wie Stress, Überforderung, Traurigkeit, Kränkung und Hormonlage stehen in einer Wechselbeziehung zueinander. „Die verschiedenen Zustände wirken sich auf die Hormone aus, sodass beispielsweise plötzlich die Regel ausbleiben kann“, schildert der Hormonexperte Univ. Prof. DDr. Johannes Huber eine mögliche Konsequenz.

[…]
Wie genau es dazu kommt? „Die Psyche ist letztlich auch ein biochemischer Akt, bei dem Neurotransmittoren im großen Stil freigesetzt werden.“ Und Neurotransmittoren wie Serotonin oder Adrenalin wirken auf die hormonbildenden Drüsen. „Wenn eine Frau z. B. großer Stressbelastung ausgesetzt und permanent traurig ist, dann wirkt die Psyche auf den Eierstock, der ein extrem sensitives Organ ist. In der Folge fällt alles aus – Östrogen, Progesteron, Testosteron – und der Eierstock wird durch die Psyche gleichsam in einen Winterschlaf geworfen.“
Von Mag. Alexandra Wimmer

Hier weiterlesen:
Wenn-Hormone-Stimmung-machen

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Hormone: Die Boten vom Dienst

Auszug.

Die Geschlechtsdrüsen – natürlich paarweise

Die Geschlechtsdrüsen sind paarweise angelegt. Bei den Frauen als im Bauch befindliche Eierstöcke, beim Mann als Hoden im Hodensack. Die von den Keimdrüsen produzierten Geschlechtshormone Testosteron, Androsteron, Östrogen und Progesteron kommen bei beiden Geschlechtern vor, das heißt, auch Männer besitzen aus hormoneller Sicht weibliche Anteile sowie Frauen auch männliche Anteile ihr Eigen nennen. .

Hormongesteuert: Sind wir Sklaven der Hormone?

Hormone können unsere Stimmung entscheidend beeinflussen und das in jeder Richtung. Depressive Verstimmungen zum Beispiel treten bei sehr vielen Frauen in Zusammenhang mit dem Monatszyklus auf. Ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt, zum Beispiel chronischer Östrogen- oder Testosteronmangel, ist als Ursache echter Depressionen gar nicht so selten. Auf der anderen Seite des Spektrums stehen die Endorphine, die uns eine Hochstimmung bescheren können. Aber das reduziert den Menschen keineswegs zu einem biochemischen Apparat. Es gehört zu den Geheimnissen seines Wesens, dass sich Stimmungen und Biochemie, Nicht-Materielles und Materielles gegenseitig beeinflussen.

http://www.medizinpopulaer.at/archiv/medizin-vorsorge/details/article/hormone-die-boten-vom-dienst.html

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Testosteron-Defizit macht Männer depressiv und mies gelaunt

Eine schottische Studie hat bei männlichen Tieren interessante Beobachtungen gemacht, die sie beim starken Geschlecht des Menschen gleichfalls vermuten. Gerade im Winter sinkt das Geschlechtshormon Testosteron und sorgt für üble Laune und Traurigkeit.

Die Forscher hatten insbesondere bei Schafen, Ziegenböcken, Hirschen und Elefanten stärkeres Frustgebaren während eines niederen Testosteron-Spiegels registriert. Ein solches Absinken des Hormonhaushalts kommt vor allem in den Wintermonaten vor.

Wenn Männer also stark gefühlsbeladen und in miesepetrige Laune verfallen, gehört das womöglich zum ‚Syndrom des gereizten Mannes‘. Diese Reaktionen resultieren oft von Trauer, Stress und Krankheit und führen zum Absinken des Testosteronspiegels.

http://www.shortnews.de/id/362056/testosteron-defizit-macht-maenner-depressiv-und-mies-gelaunt

http://derstandard.at/880322/Testosteron-Mangel-macht-Maenner-traurig

Gruß Hubert