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Die unglaubliche Aggression so genannter seriöser Medien   1 comment

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Gegenkampagne zu Markus Lanz von PR-Agenturen mit betrieben?

Markus Lanz scheint viele Freunde bei den Print-Medien zu haben. Es scheint für viele dieser Print-Medien ganz normal zu sein einem Gast ständig über’s Maul zu fahren, jede Neutralität und jedes gute Benehmen missen zu lassen.

Vielleicht ist auch das folgende ein wichiger Grund:

„Die herablassende Art der Kommentierung der Openpetition durch die Journalisten/innen hat viel damit zu tun, dass sich die überwiegende Mehrheit der Medienschaffenden zur Oberschicht oder zumindest der oberen Mittelschicht zählt.“

Hier ein Artikel von nachdenkseiten.de

Die unglaubliche Aggression so genannter seriöser Medien gegen die Open-Petition zu Lanz verlangt eine Antwort: Die Petition über die 300.000 Marke heben!

Verantwortlich:

Ein Freund berichtete mir vor zwei Tagen, er habe nach 20 Jahren Treue das Abonnement seiner überregionalen Tageszeitung gekündigt – wegen der arroganten und undemokratischen Kommentierung der „Openpetition“. Als Nachtrag zum Beitrag vom 24. Januar folgt deshalb hier eine Zusammenstellung einiger einschlägiger Reaktionen. Siehe Anlage. Darunter finden sich Medien, denen ich eine so aggressive und primitive Verteidigung des Markus Lanz und die Fortsetzung der Schaum-vor-dem-Mund-Kampagne gegen Sahra Wagenknecht nicht zugetraut hätte: die TAZ, Die ZEIT, die Süddeutsche, die FAZ, Spiegel online, der Tagesspiegel usw.. – Die Openpetition hatte bei Abschluss dieses Textes um 11:17h 226.302 Unterzeichner. Wenn die Befürworter/innen unter den täglich mindestens 60.000 NachDenkSeiten-Lesern Ihre E-Mail-Verteiler nutzen, um für die Unterzeichnung zu werben, dann müsste es möglich sein, die 300.000-Marke bald zu überschreiten. Zur Begründung und Erläuterung: Albrecht Müller.

Bemerkenswert an den Reaktionen der etablierten Medien:

  • Die Meinungsäußerung mit Hilfe der Openpetition wird als Zeichen von Launen gewertet, das ganze als Shitstorm. Das ist angesichts der Motive der meisten Unterzeichner und der mehrheitlich sehr sachlichen und wissenden Kommentare im Netz eine bösartige Bewertung.
  • Diese Bewertung kommt von Leuten, deren gemeinsames Merkmal das Mittelmaß ist.
  • Die Argumentation der jetzt massiv auftretenden Gegner der Petition ist oft ziemlich gleich gerichtet. Vermutlich ist die Gegenkampagne abgesprochen oder sogar von PR-Agenturen mit betrieben. Auch für deren Honorare zahlen wir mit unseren Rundfunkbeiträgen. Auffallend in diesem Zusammenhang ist die Ähnlichkeit der aggressiven Agitation von Jörges bei stern.de und Christoph Seils im Tagesspiegel gegen Wagenknecht. Siehe Anlage Ziffer 8 und 9. Die verbindende Methode: Haltet den Dieb!
  • Die Aggression der Kommentierung durch die etablierten Medien könnte man damit erklären, dass die in diesem Sinne tätigen Journalisten und Journalistinnen um ihr Monopol bei der Bewertung öffentlicher Vorgänge bangen. Nebenbei: Auch die NachDenkSeiten bekommen diese Angst vor der Konkurrenz zu spüren. Es gibt Printmedien, die auch nach zehn Jahren erfolgreicher Arbeit der NachDenkSeiten ihre Leser/innen noch nicht ein einziges Mal auf diesen politischen Blog aufmerksam gemacht oder unsere Arbeit kritisch begleitet haben.
  • Die herablassende Art der Kommentierung der Openpetition durch die Journalisten/innen hat viel damit zu tun, dass sich die überwiegende Mehrheit der Medienschaffenden zur Oberschicht oder zumindest der oberen Mittelschicht zählt. In den Hinweisen von gestern gingen wir schon darauf ein. Diese Journalisten/innen sehen sich als etwas Besonderes. Aus ihrer Sicht tummelt sich im Netz der Plebs.
  • Zusammenfassend: die Reaktion der Medien auf die Petition sagt viel über den traurigen Zustand der deutschen Medien: unkritisch gegenüber den Herrschenden, allzeit bereit zu Kampagnen gegen alles, was links von der neoliberal geprägten herrschenden Meinung liegt, mittelmäßig, PR gesteuert.

Eine Auswahl von erstaunlichen Solidaritätsadressen für M. Lanz:

Süddeutsche Zeitung
25. Januar 2014
Simulierte Demokratie im Internet
Klick, Maus und Shitstorm
Ein Kommentar von Andrian Kreye (Chef des Feuilleton
Die Online-Petition gegen ZDF-Moderator Markus Lanz mag wie ein Beispiel für direkte Demokratie erscheinen, doch sie ist nicht viel mehr als eine Kundenbewertung. Solche Online-Simulationen von Aktion, Gemeinschaft und Willensbildung lenken von wirksamem politischem Engagement ab.

Man kann darüber streiten, ob Markus Lanz versucht hat, eine unbequeme Meinung mit reaktionärem Geplapper wegzudrängen, oder ob es wirklich eine Unverschämtheit war, dass er Sahra Wagenknecht übers Maul fuhr. Höflichkeit gehört schließlich nicht zur Berufsbeschreibung von Journalisten. Eigentlich gehört es sogar zu den grundlegenden Moderatorenpflichten, dass sie den Redefluss von Politikern stoppen, die stur ihr Parteiprogramm herunterbeten.
Man könnte Markus Lanz sogar vorwerfen, dass sein öffentliches Bedauern am Freitag der eigentliche Fehler war, weil er, ähnlich wie Marietta Slomka beim Interview mit Sigmar Gabriel, doch nur sauberes Handwerk bewiesen hat.

Die angebliche Mausklick-Demokratie ist deswegen kein Ausdruck eines politischen Willens, sondern Abbild momentaner Launen.
Manche Laune kann im Rahmen der digitalen Schneeballsysteme zu einem “Shitstorm” anschwellen. Doch ein paar hunderttausend Petitionsklicker sind keine Bewegung, auch wenn die traditionellen Medien sich gerne verleiten lassen, Klickzahlen als relevantes Abbild einer Volksmeinung zu interpretieren.

Hier weiterlesen:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=20403

Gruß Hubert