Archiv für das Schlagwort ‘Neonazis

Ordnung! Anstand!   Leave a comment

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Ordnung und Anstand sind ja an sich positive Werte. Es kommt aber immer darauf an wie sie angewandt werden und wie man diese Werte interpretiert – sonst können sie auch, wie man in der Geschichte gesehen hat – arg ins Negative kippen.

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Aus blick.ch

Ordnung! Anstand!

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Der Tatbestand ist rasch referiert: 5000 Neonazis versammelten sich im Ort Unterwasser. Die meisten waren aus Deutschland in den Kanton St.Gallen gepilgert, um dort ihrer Ideologie zu frönen: dem Nationalsozialismus, dem Dritten Reich, dem Führer.

Zu diesem Zweck war ein Rockkonzert geplant, weshalb die Veranstaltung auch als «Rock­toberfest» ausgegeben wurde. Die Öffentlichkeit sollte ja nicht aufgeschreckt werden, bevor die Nazi-Heerschau vonstattenging.

Und so verlief alles nach Wunsch. Die Gesänge feierten Gewalt: «Einen Tag regieren, das wär schön. Keiner würd’ den Pöbel jemals wieder seh’n.» Oder auch: «Keine Angst, ihr Volksverräter, keinen werden wir verschonen.»

Es rockte auch die Schweizer Neonazi-Band Amok, die in ihrem Repertoire ein Lied mit dem Refrain hat: «Wetzt die langen Messer, lasst die Messer flutschen in den Judenleib.»

Ganz ähnlich grölten einst die Vorbilder der heutigen Neonazis. Am 30.Januar 1933 feierte Hitlers SA die Ernennung ihres Führers zum Reichskanzler mit dem Lied: «Wenn der Sturmsoldat ins Feuer geht, ei, dann hat er frommen Mut / Und wenn’s Judenblut vom Messer spritzt, dann geht’s nochmal so gut.»

Ja, was soll man dazu sagen? Eigentlich nichts, ganz im Sinne des genialen öster­reichischen Schriftstellers Karl Kraus: «Mir fällt zu Hitler nichts ein.»

Einem Politiker jedoch, der die Schweizer «Fraue und Manne» immer wieder mit Leidenschaft zur patriotischen Ordnung ruft, kurzum: dem Politiker, dessen Einzigartigkeit sich inzwischen zur Enormität gesteigert hat, ist etwas eingefallen. Er verbreitete sich zur Neonazi-Feier über einen ihm gewidmeten Fernsehkanal mit folgenden Worten: «Am Morgen wurde ja gesagt: Es war ja nichts, es seien alles ganz anständige Typen gewesen, gute Ordnung, nichts.» Und weil diesem allprächtigen Politiker gewöhnlich der Mund überläuft, wenn er ein Mikrofon vor sich sieht, nannte er die braune Fete auch noch «eine ganz anständige Versammlung».

Ja, was soll man dazu sagen? Fällt einem dazu noch etwas ein? Es fällt einem etwas auf: das Wörtchen «Ordnung».

Ordnung ist ein fundamentaler Wert der Neonazis, prägte der Begriff doch bereits die Nazi-Herrschaft zwischen 1933 und 1945 – bis Deutschland in Trümmern lag, was dann leider Unordnung war, welche allerdings der Feind angerichtet hatte.

Die Ordnung bestimmt schon die Fortbewegung in der Nazi-Welt: Es wird marschiert, in Kolonnen, zu Märschen, Hass-Märschen damals, Hass-Rock heute, alles in aggressivem Takt, in guter Ordnung.

Einst schaffte auch die Uniform Ordnung: Rangordnung. Heute, in uniformfeindlicher Zeit, beschränkt sich das Uniforme auf Glatzen und Springerstiefel. Aber auch das vermittelt gute Ordnung.

Ganz besonders hielten es die in Unterwasser besungenen Hitler-Schergen mit der Ordnung bei der Vernichtung ihrer Opfer, der sechs Millionen Juden, die sie systematisch ermordeten, also in guter Ordnung. Die letzte Habe der aus­geplünderten Männer, Frauen, Kinder wurde säuberlich zur Weiterverwendung sortiert: Schuhe, Brillen, Haare, Goldzähne, Schmuck – alles in Auschwitz heute zu besichtigen.

Der Anblick vermittelt einen Eindruck davon, wie wichtig den Nazis Ordnung war. Und Sauberkeit: die saubere Erledigung des grossen historischen Auftrags, dem die Neonazis in Unterwasser huldigten, selbstverständlich in «guter Ordnung», wie der grösste Schweizer Politiker aller Zeiten den Anlass zu belobigen wusste.

Ihm fiel auch das Wörtchen «anständig» ein – in seiner Wertung «eine ganz anständige Versammlung». Es enthält ebenfalls eine schauerliche Reminiszenz: Anstand war den Massenmördern, die das Tausendjährige Reich betrieben, dieses nostalgisch zurückersehnte Paradies der Neonazis, ganz besonders wichtig.

Dazu sei aus berufenstem Munde zitiert. Heinrich Himmler, Reichsführer SS und oberster Befehlshaber der Judenvernichtung, pries in einer Rede seine SS-Untergebenen, denen das Vernichtungs-Handwerk oblag: «Von Euch werden die meisten wissen, was es heisst, wenn 100 Leichen beisammen liegen, wenn 500 daliegen oder wenn 1000 daliegen. Dies durchgehalten zu haben und dabei – abgesehen von Ausnahmen menschlicher Schwächen – anständig geblieben zu sein, das hat uns hart gemacht und ist ein niemals geschriebenes und niemals zu schreibendes Ruhmesblatt unserer Geschichte.»

In Unterwasser, Kanton St. Gallen, gedachten 5000 Neonazis selig dieses Ruhmes, den sie so liebend gerne für sich selbst in Anspruch nehmen würden. Ihr Gedenken vollzogen sie, wie es sich seit jenen ruhmreichen Zeiten gehört: in «guter Ordnung», als «anständige Typen». Dies versicherte ihnen der Politiker, der wie kein anderer über das Richtmass für alles und jedes verfügt.

War da was in Unterwasser? Nichts war.

Von Frank A. Meyer

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Ein Kommentar dazu.

Silvio  Valentin

Kürzlich habe ich beim Besuch der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Mauthausen den Satz gelesen: „… denn das Vergessen des Bösen ist die Aufforderung zu seiner Wiederholung“. Man könnte hinzufügen: „… und dessen Verharmlosung ist die Rechtfertigung dieses Tuns“. Was haben Sie denn von Blocher mit seinem geistigen Hintergrund erwartet, Herr Meyer? Dass er gegen diese Kräfte angeht? Seine politische Bewegung hat doch die Akzeptanz dieses Umfelds seit jeher verstärkt und salonfähig gemacht.

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Ordnung! Anstand!

 

Veröffentlicht 1. November 2016 von hubert wenzl in Politik, Uncategorized

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„Identitäre“-Bewegung in Europa – Neue Rechte   Leave a comment

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Ich kenne hier nur die italienische Casa Pound-Bewegung besser und weiß dass sie faschistisch ist. Mit solchen Leuten ist kein Dialog möglich, wenn man nicht selbst Faschist oder Neu-Rechter ist. In Bozen schafften es heuer 3 dieser Bewegung in den Gemeinderat. Für die ist Benito Mussolini ein großer Staatsmann.

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Drei Mal CasaPound: Neo-Faschisten entern das Bozner Rathaus

Sie bekennen sich offen zum Faschismus – und sitzen nun im Bozner Gemeinderat. Zu dritt werden die Vertreter von CasaPound Italia ins Rathaus einziehen. Verglichen mit Mai 2015 haben sie ihre Stimmen verdreifacht.

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Foto: STOL

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Schon vor einem Jahr zog CasaPound Italia in den Bozner Gemeinderat ein. 933 Stimmen entfielen damals auf die Partei. Dies entsprach 2,4 Prozent aller Stimmen.

Damit sicherte sich ein Vertreter der neofaschistischen Gruppierung einen Sessel im Bozner Rathaus. Es war Andrea Bonazza.

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Andrea Bonazza im Gericht: Der 34-Jährige musste sich 2016 in einem Verfahren wegen Rufschädigung an Ex-Bürgermeister Spagnolli verantworten. Das Gericht sprach ihn frei. – Foto: DLife

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Dieser sagte kurz nach seiner Wahl in einem Radio-Interview: „Ich bin Faschist, warum nicht? Es ist nichts Schlimmes dabei. Mit Mussolini würde in Italien alles besser funktionieren.“ Zudem leugnete er, dass zur Zeit des Faschismus Oppositionelle umgebracht worden waren und betonte, Hitler habe viel Positives für Deutschland gebracht – zum Beispiel Volkswagen (mehr zur Vergangenheit von Andrea Bonazza lesen Sie hier).

https://www.stol.it/Artikel/Gemeinderatswahlen/Drei-Mal-CasaPound-Neo-Faschisten-entern-das-Bozner-Rathaus

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Der Name „Casa Pound“ geht auf den Schriftsteller Ezra Pound zurück, der während des 2. Weltkriegs von Italien aus antisemitische und antiamerikanische Propaganda verbreitete – und sich danach nie vom Faschismus distanzierte.

Siehe auch:

Bozen – Vor wenigen Tagen kam es in Bozen-Gries offenbar zu einem Fall von politischer Gewalt durch neofaschistischen Schläger. Am Mittwochabend wurde ein minderjähriger Bozner vor dem Sitz der neofaschistischen Organisation Casapound von einem noch unbekannten Mann verprügelt.

Die Polizei geht von einer politisch motivierten Gewalttat aus, zumal der Jugendliche auf seinem Mobiltelefon die Melodie eines linken Partisanenliedes abgespielt hatte.

http://www.suedtirolnews.it/d/artikel/2016/01/17/bozen-17-jaehriger-bei-casapound-sitz-verpruegelt.html#.V1rVh6JFE9o

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Aber jetzt zu tagesschau.de

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„Identitäre“-Bewegung in Europa

Très chic, très hip, très rechtsradikal

Sie sind wenige, aber sie wollen Aufmerksamkeit: Die „Identitären“ – eine neurechte Gruppe, die irgendwo zwischen Neonazis, rechten Intellektuellen und Hipstertum agiert. Verfassungsschützer nehmen die Aktivisten nun verstärkt ins Visier. Doch wie stark sind sie wirklich?

Von Patrick Gensing, tagesschau.de

„Heimat im Blindflug“ – unter diesem Motto sind Anfang Juni in mehreren deutschen Städten kleine Gruppen von Aktivisten unterwegs. Auf einer Internetseite behaupten sie, es habe in Dresden, Görlitz, Saarbrücken, Leipzig und Rostock Aktionen gegeben – und in den Folgetagen angeblich in Dutzenden weiteren Städten. Aus Dresden veröffentlichten die Aktivisten ein Video, auf dem zu sehen ist, wie sie mit Hilfe einer Leiter einer Statue von Martin Luther die Augen verbinden und ein Schild umhängen, auf dem das Motto der Aktion steht. Dies sei ein „Ruf an alle Deutschen, gründlich darüber nachzudenken, in welcher Gefahr unser Land, unser Volk und unsere Kultur schweben“.

Eine typische Strategie der „Identitären Bewegung“ (IB) – eine Gruppe, die bereits seit Jahren immer wieder für Aufsehen und Rätselraten sorgt. In den vergangenen Monaten hat die selbst ernannte Bewegung offenkundig wieder Zulauf, zumindest in einigen Regionen Deutschlands, in anderen Gegenden ist sie praktisch nicht existent.

Angebliche „Besetzung“

Die „Identitären“ wollen ihre neurechte Ideologie mit subversiven Elementen aufpeppen. Dazu gehören Aktionen wie die an Luther-Denkmälern vor wenigen Tagen, oder auch die „Besetzung“ von SPD-Parteizentralen, wie vor einem Jahr in Berlin und Hamburg. Auf Videos von der Aktion ist zu sehen, wie etwa ein halbes Dutzend Aktivisten auf dem Balkon der SPD-Zentrale in Hamburg Flaggen schwenkt – und offenkundig schnell wieder verschwindet. Von einer Besetzung konnte also eigentlich keine Rede sein.

Neue Rechte

Der Begriff Neue Rechte beschreibt eine uneinheitliche, rechtsgerichtete politische Strömung in verschiedenen Staaten. Sie ist intellektuell ausgerichtet und sucht Querverbindungen ins konservative Spektrum. Einige Gruppierungen der Neuen Rechten wollen einen völkischen Nationalismus modernisieren. Politikwissenschaftler weisen der Neuen Rechten eine Scharnierfunktion zwischen Konservatismus und Rechtsextremismus zu. Dabei würden Gegensätze zwischen demokratischem Konservatismus und antidemokratischem Rechtsextremismus relativiert und Gemeinsamkeiten betont.

In Berlin beklebten mutmaßlich IB-Mitglieder im April den Eingang des Büros der Amadeu-Antonio-Stiftung, die sich gegen Rechtsextremismus engagiert. Bilder von der Aktion seien später im Netz präsentiert worden, sagten die Stiftungsverantwortlichen. Auch Mitglieder der Berliner Jusos berichten, Aktivisten der „Identitären“ versuchten gezielt, politische Gegner einzuschüchtern.

Viel Symbolik

Die „Identitären“ seien in der Hauptstadt „durch relativ kontinuierliche Aktionen im vergangenen Jahr im öffentlichen Raum deutlich präsenter geworden“, resümiert Bianca Klose von der „Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus“ (MBR) die Entwicklung. „Ein stabiler Aktivistenkern von zehn bis fünfzehn Personen versucht seitdem beständig, durch öffentlichkeitswirksame Provokationen auf sich aufmerksam zu machen“, so Klose im Gespräch mit tagesschau.de. „Eine überschaubare Zahl von Aktivisten taucht überraschend auf und verschwindet in der Regel ebenso schnell wieder. Sie wählen für sie symbolisch aufgeladene Orte, an denen kein nennenswerter Widerstand zu erwarten ist.“

In Berlin rekrutieren sich die „Identitären“ nach Beobachtungen der MBR vornehmlich aus einem männlichen, jungakademischen Milieu von Burschenschaftsstudenten und Gymnasiasten, lokale Schwerpunkte sind die Randbezirke im Südwesten und Südosten der Hauptstadt. Die „Identitären“ nutzten zudem rechtsextreme Aufmärsche als Plattform zur Selbstdarstellung.

Im Visier des Verfassungsschutzes

Verfassungsschützer nehmen die „Identitären“ verstärkt ins Visier. „Einige Landesämter schauen sich die ‚Identitären‘ inzwischen genauer an, weil dort die Schwelle für eine Beobachtung erreicht ist“, sagte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, kürzlich in einem Interview mit der „Rheinischen Post“ . „Wir haben festgestellt, dass sie in verschiedenen Bundesländern von reinen Internetaktivitäten zu Verabredungen im realen Leben übergegangen sind.“

In Thüringen versuchten in der jüngsten Vergangenheit bekannte Rechtsextremisten, auf die bis dato eher vereinzelt und vorwiegend virtuell agierende „Identitäre Bewegung“ Einfluss zu gewinnen, erklärt Stephan Kramer, Chef des dortigen Verfassungsschutzes, im Gespräch mit tagesschau.de. „Inzwischen werden die IB und deren Aktivitäten in Thüringen von Personen dominiert, die überwiegend aus rechtsextremistischen Bestrebungen bekannt waren.“

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Sieht eine Scharnierfunktion der „Identitären“: Verfassungsschutz-Chef Kramer

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Allerdings seien zielgerichtete Kooperationen mit rechtsextremistischen Parteien, Gruppierungen oder Initiativen bislang nicht bekannt. Die IB habe eine „Scharnierfunktion“ zwischen verschiedenen Milieus, so Kramer, so seien unter anderem auf Demonstrationen der AfD Fahnen und Symbole der IB gesichtet worden. Ähnliches berichtet Klose aus Berlin: Eine strukturelle Vernetzung der „Identitären“ mit Akteuren des aktionsorientierten Rechtsextremismus sei nicht zu beobachten.

„Aktivistischer Arm der Neuen Rechten“

Tatsächlich sehen sich die Aktivisten offenkundig als eine rechte Hipster-Truppe. Zu der Aktion an den Luther-Denkmälern hieß es im Netz, man habe „erneut landesweit die schon aktivistisch bewährten Gruppen“ mobilisiert und „auch diesmal auf die Beweglichkeit der kleinen, straffen Ortsgruppen“ gesetzt. Bianca Klose aus Berlin betont, die IB verstehe sich als „aktivistischer Arm der Neuen Rechten“ mit einem „elitären Politikanspruch“. Und dieser Anspruch folgt dem Konzept der „Meta-Politik“.

„Meta-Politik“ ist ein zentraler Schlüsselbegriff in der Neuen Rechten: Statt sich mit Kompromissen in der Realpolitik zu beschäftigen, möchte man kompromisslos immer nur das ganz große Ziel im Sinn haben.

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Kulturrevolution von rechts

 

Das Symbol der "Casa Pound"-Bewegung

Das Symbol der „Casa Pound“-Bewegung

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Das Ziel ist eine Kulturrevolution von rechts. Man möchte ein rechtes Lebensgefühl schaffen: wild, unangepasst, idealistisch. Dieser Kulturkampf wurde maßgeblich von französischen Rechtsintellektuellen entwickelt – und in Italien wird er beispielsweise in dem rechten Veranstaltungszentrum „Casa Pound“ in Rom mit Leben erfüllt. Ein Projekt, das deutsche Rechtsradikale seit Jahren bewundern und versuchen zu kopieren.

Bei dem Kulturkampf von rechts spielt auch die Zeitschrift „Compact“ als Scharnier zwischen verschiedenen Gruppen offenkundig eine wichtige Rolle. So treten bei „Compact“-Konferenzen sowohl AfD-Politiker als auch neurechte Strategen auf, das Magazin verbreitet auf seiner Internet-Seite zudem Beiträge von „Identitären“.

Der österreichische IB-Aktivist Martin Sellner schrieb dort zuletzt davon, dass die Bundespräsidentenwahl eine Chance sei, dass sich „im liberalen Multikulti-Westeuropa ein Volk ‚freiwählt'“. Für ihn als „identitärer Aktivist und Meta-Politiker“ sei diese Wahl „ein Indikator für die Lage der patriotischen Aktivkräfte im Land“. Sie seien „so stark wie nie“.

In Österreich sorgte die „Identitäre Bewegung“ Mitte April für Aufsehen, als Aktivisten in Wien die Theateraufführung eines Elfriede-Jelinek-Stücks störten. Sie bespritzten Besucher mit künstlichem Blut und beschimpften sie als „Heuchler“.

„Phalanx unserer Generation“

In Deutschland agieren „identitäre“ und neurechte Vordenker aus dem Umfeld der AfD unterstützt von „Compact“-Chefredakteur Jürgen Elsässer unter der Marke „Ein Prozent“. Ziel der Initiative ist es – ganz dem elitären Politikverständnis folgend – lediglich ein Prozent der Bevölkerung für die Mitarbeit zu gewinnen. Lokal sollen aktive Gruppen gebildet werden. Der neurechte Publizist Götz Kubitschek behauptete in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, die Bewegung sei „wie ein Gewebe, wie ein Netz, das sich über die Dinge legt“.

Aktuell werben die Neurechten auf ihrer Netzseite „Ein Prozent“ für einen „identitären Demomarathon“. Ganz dem elitären Anspruch folgend verkünden Aktivisten zu pathetischen Klängen: „Wir sind die erste Reihe, die Phalanx unserer Generation.“ In Paris nahmen Ende Mai angeblich 500 Teilnehmer an der ersten Demonstration des „Marathons“ teil, ausführlich berichteten russische Auslandssender über den Aufmarsch.

Am Samstag wollen die „Identitären“ dann in Wien aufmarschieren – und kommende Woche in Berlin. Die Kameras für ihre Netzvideos dürften die rechten Kulturkämpfer schon aufgeladen haben.

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„Identitäre“-Bewegung in Europa – Neue Rechte

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Siehe auch:

Rassistische Morde in Italien „Casa Pound“ – Vorbild für deutsche Neonazis

Wieder hat ein Rechtsextremist getötet. Nach der Terrorserie in Deutschland und dem Doppelanschlag in Norwegen erschoss nun ein Rechtsextremist in Italien zwei Schwarze. Der Täter ist Buchautor und Anhänger der neofaschistischen Vereinigung „Casa Pound“, die deutschen Neonazis als Vorbild dient.

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Intellektueller Ideologe der „Herrenrasse“

Ein zugedeckter Leichnam auf der Straße in Florenz | Bildquelle: dpa

Ein weiteres Opfer von Rechtsextremen in Europa: Ein zugedeckter Leichnam auf der Straße in Florenz.

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Von dem Attentäter von Florenz, Gianluca Casseri, distanzierte sich die „Casa Pound“-Bewegung nun schnell. Doch dies scheint wenig glaubwürdig. Der deutsche Blogger Kai Tippmann, der in Italien lebt, schreibt, Casseri sei ein intellektueller Ideologe der „Herrenrasse“ gewesen, ein Kenner der neofaschistischen Bewegungen und Analytiker von deren Gründungsmythen. Als großer Comic-Liebhaber habe Casseri im „Casa Pound“ wiederholt über seine Lieblingscharaktere Tex und Tin Tin referiert.

In den „Protokollen des Weisen von Alessandria“ legte der Attentäter laut Tippmann die antisemitische Theorie der jüdischen Weltverschwörung aus den „Protokollen der Weisen von Zion“ neu auf und würzt das mit den extremsten Anwandlungen der Holocaust-Leugner. Casseri verband demnach eine Mischung aus völkischer Esoterik, schwarzer Magie und Antisemitismus, wie sie aus rechtsextremen Kreisen bekannt ist. In seinem Buch „La Chiave del Caos“, das auch in Deutschland angeboten wird, entwirft Casseri eine Welt, in der die nordischen, germanischen „Rassen“ ständig vom „Chaos“ der Außenwelt bedroht seien – ähnlich wie der rechtsextreme Massenmörder Anders Breivik in seinem „Manifest“.

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http://www.tagesschau.de/ausland/rechtsextrememordeitalien100.html

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Gruß Hubert

 

Zum Film „Rundumschlag“   Leave a comment

Ich stelle mir diesen Film, der in „Freitag“ vorgestellt wurde sehr amüsant vor, wobei ich sagen muss, dass mir Satire, die im Film auch vorkommt, allgemein gut gefällt, egal wer da auf die Schippe genommen wird.

Rundumschlag

Zum Film.

Auszug.

Ein Schwarzer, der durch eine Neonazikeule das Gedächtnis verliert und daraufhin durch die Talkshows tingelt und rechte Parolen verbreitet – in HEIL ist dies nur die Spitze des satirischen Eisbergs

Rundumschlag

Foto: X Verleih

KURZINHALT

Willkommen in Prittwitz. Der gefeierte afrodeutsche Autor Sebastian Klein (JERRY HOFFMANN) ist auf Lesereise in der ostdeutschen Provinz und wird von den ortsansässigen Neonazis standesgemäß begrüßt: mit einem Schlag auf den Kopf. Sebastian verliert prompt sein Gedächtnis und plappert alles nach, was man ihm sagt. Nina (LIV LISA FRIES), Sebastians hochschwangere Freundin in Berlin, ist in höchster Aufregung. Kurzerhand fährt sie nach Prittwitz und setzt sich zusammen mit dem Dorfpolizisten Sascha (OLIVER BRÖCKER) auf die Fersen ihres Freundes. Der ist in der Hand der rechten Kameraden und ihres Anführers Sven (BENNO FÜRMANN) und fühlt sich pudelwohl. Feixend tingelt er durch die Talkshows und drischt die Parolen, die Sven ihm einflüstert. Ein „Schwarzer“, der gegen Integration wettert – die Öffentlichkeit ist aus dem Häuschen. Und Sven sieht sich endlich auf dem Weg zum Meinungsführer. Bei seiner Angebeteten, der Nazibraut Doreen (ANNA BRÜGGEMANN), kann er damit aber nicht punkten. Die will Taten sehen. Historische Taten. Und so rüstet Sven seine Leute zum großen Showdown – während beim Verfassungsschutz die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut, und beide gerade nicht ins Internet kommen. Was kann die Welt jetzt noch retten? Und was die Liebe von Nina und Sebastian?

INTERVIEW MIT AUTOR, REGISSEUR UND CO-PRODUZENT DIETRICH BRÜGGEMANN

IST DIE ZEIT REIF FÜR EINE KOMÖDIE ÜBER NEONAZIS?

Mit genau dieser Frage fing es an. Ich fuhr mit dem Rad in Berlin an einem riesengroßen Plakat von KRIEGERIN vorbei, saß dann mit Michael Lehmann, dem Produzenten von meinem Film, zusammen und hörte mich sagen: Wäre es nicht mal an der Zeit für eine Komödie mit Neonazis? Das war im Frühjahr 2012. Natürlich hatte ich die ganze NSU-Geschichte im Hinterkopf, und die schien mir insgesamt so absurd, dass auf den üblichen Drehbuchpfaden von Einfühlung und Identifikation da nichts zu holen sein würde. Eher schon müsste man da anknüpfen, wo die Nazis in unserem Land das Licht ausgeknipst haben. Nämlich bei Tucholsky und Lubitsch und Billy Wilder.

WAS KÖNNEN KOMÖDIE UND SATIRE, WAS EIN ERNSTHAFTERPOLITISCHER FILM IHRER MEINUNG NACH VIELLEICHT NICHT KANN?

Satire erscheint mir die einzig mögliche Form, der komplexen Realität überhaupt irgendwie filmisch habhaft zu werden. Man findet im Internet einen Text von Ulrich Köhler, in dem er erläutert, warum er keine politischen Filme macht. Er argumentiert stringent, ich stimme ihm völlig zu – nur die Möglichkeit der Komödie hat er gar nicht auf dem Horizont. Weil wir das erstens in Deutschland sowieso nicht haben und weil zweitens das ganze Genre so auf den Hund gekommen ist, dass man sich als seriöser Künstler meist mit Grausen abwenden muss.

IN HEIL BREITEN SIE EIN PANORAMA DES SCHEITERNS AUS, IN DEM ETLICHE GESELLSCHAFTLICHE GRUPPEN IHR FETT WEGBEKOMMEN. DIE NEONAZIS NATÜRLICH, ABER ETWA AUCH DER VERFASSUNGSSCHUTZ UND DIE MEDIEN. WAS LÄUFT AUS IHRER SICHT SCHIEF IN UNSERER GESELLSCHAFT BEIM THEMA RECHTSRADIKALISMUS?

Ich sehe mich immer wieder in der Situation, dass man eigentlich nur in Gegensatzpaaren sprechen kann: Einerseits eine unglaubliche Wurstigkeit, ein Wegschauen und Sich-Arrangieren bis hin zur Komplizenschaft auf Seiten von Politik und Behörden, das ja im NSU-Fall ausführlich belegt ist. Auf der anderen Seite eine unerhörte Empfindlichkeit. Unser Trauma ist, dass in unserem Land der blanke Horror an die Macht kam und nur eine verschwindend kleine Minderheit dagegen aufstand. Das wollen wir immer noch irgendwie ausbügeln. Deswegen sind wir alle ein bisschen Sophie Scholl und haben einen wahnsinnig fein eingestellten Alarm, der ständig aufheult. Und dadurch sind wir wiederum so abgestumpft wie die Bewohner eines Villenviertels, in dem dauernd eine Autoalarmanlage losgeht, weil irgendwo ein Hund gebellt hat. Und dann wiederum findet man quer durch die Lager eine furchtbar engstirnige Rechthaberei, die mir auch ziemlich Deutsch erscheint. Die zeigt sich vor allem in Onlinediskussionen. Überhaupt sind viele Dialoge im Film angelehnt an den Tonfall, mit dem Leute einander im Internet beharken.

WAS IST FÜR SIE DIE HERAUSSTECHENDSTE CHARAKTEREIGENSCHAFT DER NEONAZIS IM FILM? DUMMHEIT?

Kalle und Johnny sind ausgesprochen dumm, ja. Dadurch sind sie aber auch immer sehr bei sich, also das, was gern als „authentisch“ bezeichnet wird. Sven, der Anführer, hält sich für intelligenter, ist aber genauso unfähig zur Selbstreflexion wie zur Kommunikation und stur fixiert auf seine zweieinhalb Ideen. Was aber eigentlich auf alle Figuren des Films zutrifft – und ein Stück weit auf uns alle. Deswegen schauen wir uns ja Komödien an.

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EINE DER HAUPTFIGUREN VERLIERT IM FILM IHR GEDÄCHTNIS. GLEICH ZU BEGINN WIRFT EIN POLITIKER DIE FRAGE AUF, OB GEDÄCHTNISSCHWUND NEUERDINGS DIE BEDINGUNG SEI, WENN MAN DEUTSCHLAND REGIEREN WOLLE. IST HEIL AUCH EIN FILM ÜBER UND GEGEN DAS VERGESSEN?

„Vergessen“ ist ja das ganz große Schlagwort, wenn es um das Dritte Reich geht. Dieser Kampf gegen das Vergessen erscheint mir aber wie einer gegen Windmühlen, denn das organisierte Erinnern, das zur Substanz unseres Landes gehört, verändert seinen Gegenstand ja auch und schließt ihn ein in eine Form, mit der man umgehen kann. Das nackte, ungefilterte Entsetzen packt einen immer wieder ganz direkt. Da muss man nur ein Buch aufschlagen und Biografien, Briefe, Lebensgeschichten aus dieser Zeit lesen. Dieses konkrete Erinnern widersetzt sich der allgemeinen Erinnerungsrhetorik, die stets das Gute will und oft bei der Phrase endet. „Gegen das Vergessen“ ist auch so eine Phrase, der ganze Film ist ohnehin ein Festival des Phrasendreschens, also füge ich noch eine hinzu: Wer die Geschichte vergisst, ist verdammt, sie zu wiederholen. Und zwar als Farce.

[…]

DER BRAUNE BLOCK

Sven Stanislawski (Benno Fürmann), Johnny (Jacob Matschenz), Kalle Schulze (Daniel Zillmann), Heiko Georgi (Jörg Bundschuh) und Doreen Seiler (Anna Brüggemann)

Die Neonazis in Prittwitz setzen gegen den „solidarischen“ ihren „solide arischen“ Kampf. Deutschland könnte so schön sein ohne diese Ausländer. Und erst recht ohne diese Rechtschreibung. Gerade Johnny hat in der Schule nicht so gut aufgepasst. Wenn er mit der Sprühdose „White Power“ auf eine Wand sprayen will, kommt „Weit Pauer“ heraus. Wie sein Kumpel Kalle hat es Johnny mehr in den Fäusten als im Kopf. Ihr Ortsgruppenführer Sven ist da anders. Er ist eloquent und elegant. Ein Charismatiker mit Stil. Er findet, der Rassismus müsse moderner werden. Raus aus der Schmuddelecke, rein in die Popkultur. Die Nipster von der Konkurrenz-Kameradschaft in Hamburg um den großdeutschen Hünen Heiko Georgi machen es vor. Sie sind in der Sache urvölkisch, in der Verpackung aber stylish wie ein Turnschuh. Dahin muss die nationale Bewegung in Prittwitz auch kommen! Sonst ist man auf dem Markt der Machtübernahmen in Nullkommanix abgehängt.

Der ichamputierte Sebastian ist für Sven ein Geschenk des Himmels. Endlich hat er ein Medium, über das er seinen braunen Müll in der breiten Öffentlichkeit abladen kann. Das ist der Weg vom kleinen Ortsgruppen- zum großen Meinungsführer! Sven macht sich zum Manager von Sebastian und füttert ihn mit Hardliner-Thesen gegen Integration, die aus dem Mund eines „Schwarzen“ quer durch die Gesellschaft viel Beifall finden. Aber findet Sven mit seiner argumentativen Strategie auch das Herz von Doreen?

Doreen ist radikal militant. Gegen ihre Clique, die mehr einer wildgewordenen Wehrsportgruppe gleicht, sind Johnny und Kalle Rosenzüchter. Doreen mag es hart und schmerzhaft. Softies haben bei ihr keine Chance. Wenn sie den smarten Sven unter ihre gefärbte Mähne lassen soll, muss er schon mehr liefern als ein paar schicke Argumente gegen Einwanderung und Integration. In der idealen Welt von Doreen wird nicht debattiert, sondern okkupiert. Ein Einmarsch in Polen, der Dritte Weltkrieg, die globale Macht sind so das Mindeste, was ihr ein Verehrer bieten muss. Dann kann man auch über dieses Herz reden, wo auch immer sich das unter Doreens dicker brauner Schale verbirgt.

Film „Rundumschlag“

HEIL | Trailer (XV) german – deutsch [HD]

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 21. August 2015 von hubert wenzl in Kultur, Politik

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Zivilcourage heute   Leave a comment

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Nicht immer ist Zivilcourage was unter Zivilcourage läuft. Zu sagen ist auch, dass Faschismus in vielen europäischen Ländern viel schlechter aufgearbeitet wurde wie in Deutschland.

Nur allzu gern bemühen Demonstranten, die sich rechten Aufmärschen oder Werbeständen lautstark, massenhaft und oftmals auch gewaltsam entgegenstellen, den Begriff der „Zivilcourage“.  Die zum Teil absurden Verhältnisse, die solche Gegendemonstrationen produzieren – am Heiligen Abend des letzten Jahres demonstrierten beispielsweise 6.500 Menschen gegen 70 Neonazis – werfen die Frage auf, wie viel „Courage“ es eigentlich vom Einzelnen erfordert, sich einer Massendemonstration anzuschließen, die sich gegen eine solch marginale Gruppe verwirrter Faschisten wendet und sich dabei oftmals noch selbstrechtfertigend und selbstverstärkend des Mediums der Gewalt bedient (Sicherlich hätte es in diesem Sinne auch nicht mehr „Courage“ erfordert, sich den pöbelnden Horden der Reichsprogromnacht 1938 anzuschließen).

Damit will ich in keiner Weise diesen Protest in seinem Anliegen selbst diskreditieren. Doch die Frage ist doch, wie man diesem Anliegen am besten gerecht werden kann. Wer will denn ernsthaft davon ausgehen, dass es in diesem Land mit seiner dunklen Geschichte, mit dessen intensiver Aufarbeitung (im Gegensatz zu den meisten anderen ehemaligen faschistischen Diktaturen), mit diesem Maß an Offenheit und Aufklärung noch einmal eine Ideologie durchsetzt, die in ihrer heutigen Form sogar zu stumpf und einfallslos zu sein scheint, um sich neuer Rhetorik, neuer Symbole oder neuer Gesellschaftsmodelle zu bedienen? Geht irgendjemand der Demonstranten davon aus, dass ein schlichtes Ignorieren der Glatzköpfe – denn mehr Aufmerksamkeit haben sie nun wirklich nicht verdient – dazu führt, dass innerhalb kürzester Zeit wieder die Hakenkreuzfahne über dem Reichstag flattert?

Was aber wirklich ärgerlich an diesem Phänomen des selbstbestätigenden Massenprotests ist, ist die gefährliche Doppelmoral, die ein Großteil der so genannten „Linken“ vertritt. Seltsamerweise stehen deren Demonstranten nämlich dann, wenn gegen den fundamentalistischen Islamismus demonstriert wird, plötzlich auf der anderen Seite. Dabei gleichen sich die Ideologien von Neonazis und Islamisten in geradezu absurder Weise. Radikale Exklusion wird in beiden Ideologien zwar verschieden begründet, am Ende jedoch in ähnlichem Maß durchgesetzt. Und auch das Gefahrenpotential ähnelt sich. Laut Verfassungsschutz gibt es etwa 37.000 Islamisten in Deutschland (Tendenz steigend)  und 31.000 Neonazis (Tendenz sinkend). 

Wieso wird die eine Minderheit von linksgrünen Demonstranten dann in Schutz genommen, die andere aber nicht?

Wieso stehen die Demonstranten hier plötzlich auf der anderen Seite des Zaunes? Geht es darum, dass die eine Ideologie religiös begründet ist und somit ein absurdes Recht auf Schutz genießt? Oder einfach nur um den Fakt, dass Islamisten in der Regel eher einen Migrationshintergrund haben und demnach selbst dann, wenn sie faschistische Ideologien vertreten, nicht kritisiert werden dürfen? 

Das Verwunderliche ist doch, dass diese Paradoxie den Demonstranten eigentlich entsetzliche Kopfschmerzen bereiten müsste, sie es aber offensichtlich nicht tut. Wer sich für Freiheit und Demokratie einsetzt, der muss konsequenterweise jede faschistische Ideologie bekämpfen. Auf dem rechten Auge darf man sich keine Sehstörung dieser Form erlauben.

 

http://alltagsbeobachtungen.wordpress.com/2012/05/04/zivilcourage-heute/

 

Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 26. Juni 2014 von hubert wenzl in Politik

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