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Neuer Kardinal wirbt offen für Homo-„Heilung“   Leave a comment

 

Es ist schon seltsam dass es immer noch Kreise gibt, die behaupten Homosexualität wäre eine Krankheit und somit heilbar. Die kath. Kirche glaubt das ja schon seit Urzeiten, wie sie ja auch anderen Unsinn für immer glauben wird (z.B. an die Jungfrau Maria, und und…) Seltsam sind auch die Allianzen, in der sich die Kirchen bei der Homophobie befinden. Dass vom neuen Papst keine große Reformen zu erwarten sind, sieht man auch an der Ernennung des neuen konservativen Kardinals Fernando Aguilar. Man tut so als ob Homosexualität eine „psychische Verirrung“ wäre. Spätesten seit den 60-er 70-er Jahren ist wissenschaftlicher Kenntnisstand, dass diese Orientierung angeboren ist. Glauben die Anhänger der Theorie, dass Homosexualität eine (psychische) Krankheit wäre…, dass die Homosexuellen sich das aussuchen und sich hartnäckig und uneinsichtig einer „Heilung“ widersetzen?? Wenn der neue Kardinal glaubt, dass Homosexualität eine Krankheit wie Bluthochdruck sei, dann ist er nicht ganz dicht – und alle anderen die solchen Quatsch glauben.
Der zentrale Punkt um der es den Kirchen bei der Sexualität geht ist die Fortpflanzung. Schließlich ist ihre Macht ja viele Mitglieder zu haben. Ein bisschen Lustgefühl duldet sie gerade noch – aber da ist man schon nahe an der Sündhaftigkeit. Aber geht ja leider (für die Kirche) nicht anders. Ein nicht tolerierbarer Punkt ist auch, dass man Homosexuelle von mancher Seite auch gerne in die Nähe von Pädophilen rückt.

Wie wäre es denn Herr Kardinal, wenn man bei der kath. Kirche mit der „Heilung“ der vielen Homosexuellen in ihren Reihen anfinge?! Da würde es dann ein ganzes Heer von Psychologen brauchen.

Ich kann diese Homophobie nicht ganz nachvollziehen, denn diese „anders gepolten“ Menschen tun den Heteros ja nichts und nehmen ihnen nichts weg. Man fragt ja Heteros auch nicht welche sexuelle Praktiken sie anwenden (stimmt nicht ganz – außer die kath. Kirche bei Ledigen, wenn jemand so idiotisch ist und zur Beichte geht). Wie man weiß gibt es auch bei Heteros Analverkehr. Was zwei in ihrem Schlafzimmer oder sonstwo machen ist ausschließlich ihre Sache. Und dass sie sich nicht fortpflanzen können verträgt die Gesellschaft gut. Es gibt ja genug andere die das tun können oder könnten. Es liegt auch an der Politik ein familienfreundliches Umfeld zu schaffen, zum Beispiel angemessene Löhne oder genügend Kitas, um nur zwei Felder zu nennen.

Hier ein Artikel von queer.de

Katholische Kirche

Neuer Kardinal wirbt offen für Homo-„Heilung“

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Fernando Aguilar: Homosexualität ist eine Krankheit wie Bluthochdruck

Ein von Papst Franziskus gerade zum Kardinal beförderter Geistlicher wirft Homosexuellen ihre „fehlerhafte“ Sexualität vor und fordert sie auf, sich behandeln zu lassen und heterosexuell zu werden.

Der spanische Ex-Erzbischof Fernando Aguilar hat in einem Interview mit der Lokalzeitung „Sur“ erklärt, dass Homosexualität keine akzeptable sexuelle Orientierung sei, sondern „geheilt“ werden solle.
Pikant: Papst Franziskus hatte erst vor gut einer Woche die Ernennung von Aguilar in den Kardinalsstand angekündigt, die Ende Februar vollzogen werden soll. Aguilar war von 1993 bis 2007 Erzbischof von Pamplona.

Im Interview erklärte der 84-Jährige: „Viele Menschen beschweren sich [über ihre Homosexualität] und tolerieren sie nicht. Ich sage mit allem Respekt, dass Homosexualität eine fehlerhafte Erscheinungsform der Sexualität ist“. Schließlich, so der katholische Würdenträger, sei die einzige wichtige Funktion der Sexualität die Fortpflanzung. Mit dieser Aussage wolle er Schwule und Lesben nicht beleidigen, so Aguilar weiter, schließlich habe er selbst auch viele „Unzulänglichkeiten“ wie seinen hohen Blutdruck.
„Es ist keine Beleidigung, wenn ich auf die Fehlerhaftigkeit von Homosexualität hinweise, sondern hilfreich. In vielen Fällen kann man sich von Homosexualität erholen und sich normalisieren, wenn man die richtige Behandlung erhält“.

(Hubert, Einige Bemerkungen dazu: der alte … (ginge es vielleicht nicht noch ein bisschen älter für die Ernennung zum Kardinal, zum Beispiel 90 Jahre, statt „nur“ 84) meint, dass die Fortpflanzung die einzige wichtige Funktion der Sexualität wäre. Da zieht er wohl ganz wichtige psychologische Elemente außer Betracht – aber dieses sexfeindliche Argument kennt man ja von der Kirche.
Aber die Spitze der Dummheit ist es, wenn er behauptet dass Homosexualität eine Krankheit sei, die man heilen könnte. Welche Pillen gäbe es denn da nach Aguilar? Er stellt das ja als organisches Leiden hin wie Bluthochdruck. Oder stellt der Vatikan diese Wunderpille her um Homos auf das „richtige“ Ufer zu ziehen?)

 

Aguilar: Papst ist meiner Meinung

Aguilar deutete ferner an, dass er in dieser Frage mit dem Papst einer Meinung sei. Er wurde etwa auf die homofreundlichen Äußerungen des Papstes angesprochen, der im vergangenen Jahr gesagt hatte: „Wenn jemand schwul ist und guten Glaubens den Herrn sucht – wer bin ich, über ihn zu urteilen?“ (queer.de berichtete) (Papst nennt Schwule „unsere [warmen?] Brüder“. Laut Aguilar seien diese missverstanden worden).
Franziskus habe „Respekt“ für alle Menschen, das ändere aber nichts daran, dass homosexuelle Praxis moralisch nicht gerechtfertigt werden könne.

LGBT-Gruppen verurteilten die Äußerungen des zukünftigen Kardinals. Die Organisation Colegas stellte Strafanzeige gegen den katholischen Würdenträger, weil er gegen Antidiskriminierungsrichtlinien verstoßen habe. „Diese Aussagen gefährden das Wohlergehen tausender homosexueller Teenager, die bereits jetzt unter massivem homophoben Mobbing zu leiden haben“, erklärte die Gruppe in einer Pressemitteilung.

Die Heilung von Homosexualität wird von allen etablierten Psychologenverbänden als Stigmatisierung einer Minderheit abgelehnt. Der Weltärztebund hat Homosexualität erst im vergangenen Jahr in einer Erklärung als „natürliche Variation menschlicher Sexualität ohne direkt daraus resultierende schädliche Auswirkungen“ beschrieben.

Schädlich für Schwule und Lesben seien lediglich „direkte und indirekte Diskriminierung, Stigmatisierung [und] die Ablehnung durch nahestehende Menschen und Mobbing“ (queer.de berichtete). (dk)

http://www.queer.de/detail.php?article_id=20859

Gruß Hubert