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Kann für ein Glaubenssystem, das keine Religionsfreiheit gewährt, das Grundrecht der Religionsfreiheit gelten?   6 comments

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Zumindest nachdenkens- und überlegenswert finde ich diesen Artikel aus der ZEIT.

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Religionsfreiheit, aber nicht für den Islam – auf diese Sicht des AfD-Abgeordneten Glaser muss die Demokratie kluge Antworten geben und darf nicht billig ausweichen.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Albrecht Glaser hat eine interessante Frage gestellt: Kann für ein Glaubenssystem, das keine Religionsfreiheit gewährt, das Grundrecht der Religionsfreiheit aus Artikel 4 Grundgesetz gelten? Ist das nicht ein Paradox?

Leider hat er darauf eine unterkomplexe Antwort gegeben. „Der Islam ist eine Konstruktion, die selbst die Religionsfreiheit nicht kennt und die sie nicht respektiert. Und die da, wo sie das Sagen hat, jede Art von Religionsfreiheit im Keim erstickt. Und wer so mit einem Grundrecht umgeht, dem muss man das Grundrecht entziehen“, sagte Glaser im April.

Die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt schaffte es, diese intellektuelle Simplizität noch zu unterbieten, indem sie erwiderte, Glaser „erkennt das Grundgesetz nicht an“. Weshalb die Grünen-Fraktion ihn nicht zum Bundestagsvizepräsidenten wählen könne. So sah es die Mehrheit des Parlaments. Glaser fiel am Dienstag dreimal durch, und die Botschaft war klar: Solche Diskussionen wollen wir hier nicht.

Wenn sie der AfD einen Märtyrerstatus verschaffen wollen, sollten die übrigen Parteien im neuen Bundestag nur so weitermachen. Kaum etwas freut und stärkt das Anti-Establishment mehr als angebliche Bannerträger der Freiheitlichkeit, die sich nicht anders zu helfen wissen, als unangenehme Fragesteller als Extremisten zu diffamieren.

Nein, liebe Frau Göring-Eckardt: Wer das Vertrauen in die Weisheit der Verfassung aufrechterhalten will, muss sich schon ein Minimum an argumentativer Mühe machen.

Würde man zum Beispiel einer Partei, die ihren Mitgliedern verböte, jemals auszutreten, und ihnen androhte, sie im Falle eines Parteiwechsels zu töten, gestatten, sich auf die Parteienfreiheit des Artikels 21 Grundgesetz zu berufen? Ganz sicher nicht. „Parteien, die nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen (…), sind verfassungswidrig“, heißt es in dessen Absatz 2.

Warum gilt dies dann nicht analog für die Religionsfreiheit?

Glaser hat mit seiner empirischen Behauptung ja völlig recht; dort, wo der Islam Staatsreligion ist, gibt es keine Glaubensfreiheit. Und auf Apostasie, den Abfall vom Islam, steht laut Scharia die Todesstrafe.

Nur sollte man etwas genauer wissen, wie Grundrechte funktionieren, und das tut Glaser offenbar nicht.

Die Geltung eines Grundrechts hängt nicht davon ab, wie sein Träger mit diesem Grundrecht umgeht. Sehr wohl eingeschränkt werden kann allerdings die Ausübung eines Glaubens.

Die Religionsfreiheit bedeutet gerade nicht, dass jeder alles, was er glaubt, hier auch verwirklichen darf. Die Freiheit, seine Religion auszuleben, endet vielmehr dort, wo gleichrangige Freiheitsrechte anderer betroffen sind. Diese Unterscheidung bedeutet als Erstes: Glaubensinhalte selbst müssen nicht verfassungskonform sein, um von Artikel 4 umfasst zu werden. Ansonsten müsste zum Beispiel der Katholizismus verboten werden, denn seine Dogmen (nur Männer können zum Priester geweiht werden, Zölibat) verstoßen eindeutig gegen den Gleichberechtigungsartikel 3, gegen das Grundrecht auf freie Berufswahl aus Artikel 12 und gegen das Recht auf individuelle Selbstbestimmung aus Artikel 2 Grundgesetz.

Zur Ehrlichkeit gehört jedoch auch, dass der Mainstream-Islam keine Religion wie die meisten anderen ist, sondern einen Mischcharakter besitzt. Er erhebt den Anspruch, verbindliche Regelungen nicht nur in spiritueller, sondern auch in tatsächlicher Hinsicht zu treffen, inklusive eigener Vorstellungen von Familien-, Erb- und Strafrecht. Deswegen kollidiert der Islam besonders heftig mit vielen Grundrechten. Auch wenn dies zur Frustration mancher Muslime führen mag: Genau in diesen Kollisionsfällen darf der demokratische Rechtsstaat keinen Millimeter von seinen Freiheitsgrundsätzen abrücken.

Wer glaubt, er könne seinen Töchtern aus religiösen Gründen die Teilnahme an Klassenfahrten oder am Sportunterricht untersagen, wird diese Vorstellung mit Artikel 3 und 7 des Grundgesetzes versöhnen müssen, dem Gleichberechtigungsgrundsatz und dem Erziehungsauftrag des Staates. Das Bundesverwaltungsgericht und der EGMR haben bereits in diesem Sinne geurteilt: Die Teilnahme am Schwimmunterricht ist einer Muslimin – im Burkini – zumutbar.

Religiöse Gebote können es ebenso wenig rechtfertigen, Kinder, die noch nicht religionsmündig sind, körperlich zu verletzen. Deswegen bleibt das „Beschneidungsgesetz“, das der Bundestag 2012 verabschiedete, ein Unding. Der richtige Ausgleich zwischen Religionsfreiheit und dem Recht auf körperliche Unversehrtheit wäre es, eine Beschneidung erst ab der Volljährigkeit des Betroffenen zuzulassen, egal ob es sich um Muslime oder Juden handelt.

Aber was ist nun mit der Besonderheit des Apostasie-Verbots, auf das Glaser sich bezieht? Es belastet den Islam in der Tat mit einem kategorialen Unterschied gegenüber anderen Religionen. Wem die Beschränkungen des Katholizismus oder des Judentums nicht passen, kann jederzeit aussteigen oder konvertieren. In der Praxis achten diese Religionen deshalb das zweite Grundrecht, das in Artikel 4 wohnt: das Recht, nicht zu glauben.

Man könnte es sich nun einfach machen und finden: Der Staat schützt diese Freiheit zum Nichtglauben dadurch, dass er Muslimen, die Apostaten mit dem Tode bedrohen, seinerseits mit einer Freiheitsstrafe droht. Der Staat stellt zudem Polizeischutz für liberale Muslime, die Moscheen gründen, in denen Frauen predigen dürfen. Dies ändert allerdings kaum etwas an der permanenten potenziellen Nötigung zum Glauben, die dem Islam innewohnt und die mit Artikel 4 nicht zu vereinbaren ist.

Der Staat hat deshalb an dieser Stelle eine aktive und vorauseilende Schutzpflicht, sprich: Er hat darauf hinzuwirken, dass möglichst viele Muslime auch die (negative) Glaubensfreiheit anderer respektieren. Wie das gehen soll? Zum Beispiel, indem er staatlichen islamischen Religionsunterricht anbietet (und nur solchen erlaubt), in dem diese aufgeklärte Position vertreten wird. Zum Beispiel, indem er von seinen Beamten verlangt, diese Freiheit anzuerkennen, und sie anderenfalls aus dem Staatsdienst entfernt. Zum Beispiel, indem er die ausländische Finanzierung von Imamen unterbindet, die Glaubensunfreiheit predigen.

Ja, die Religionsfreiheit gilt auch für den Islam. Aber wie weit genau sie für ihn gelten kann, wie, ganz grundsätzlich, eine grundgesetzkonforme religiöse Praxis aussehen muss, darüber darf, nein, muss gestritten werden. Auch im Bundestag.

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Kann für ein Glaubenssystem, das keine Religionsfreiheit gewährt, das Grundrecht der Religionsfreiheit gelten?

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Gruß Hubert

Über die Freiheit einen imaginären Gott zu beleidigen   Leave a comment

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Es kann nicht sein, dass im Namen und im Schutze der Religionsfreiheit alle möglichen Untaten begangen werden dürfen. Es kann auch nicht sein, dass Religiöse allgemeingültige gesellschaftliche moralische Normen vorgeben können, an die sich Alle halten sollten. Sie selbst möchten sich aber in einen Kokon der Immunität begeben, wo sie nicht angreifbar oder hinterfragbar sein möchten. So geht das Spiel nicht, liebe Gottgläubige. Und noch etwas bitte nicht vergessen: Religionsfreiheit heißt auch eventuell von Religion frei sein. Meiner Meinung nach wäre die Welt ohne Religionen sowieso besser dran. Für Moral braucht es ganz sicher keine Religion.

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Kokon – Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bombyx_mori_Cocon_02.jpg

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Die jüngste Welle muslimischer Hysterie und Gewalt hat sich nun auf über zwanzig Nationen ausgebreitet. Die Mauern unserer Botschaften und Konsulate wurden durchbrochen, die Grundstücke wurden dem triumphierenden Mob überlassen und viele Menschen wurden getötet – alles als Reaktion auf ein nicht sehenswertes Internet Video mit dem Titel: „Unschuld der Muslime“. Ob nun wegen eines Films, eines Cartoons, einer Geschichte, eines Schönheitswettbewerbs, oder eines unglücklich benannten Teddybärs, die darauf folgenden Ausbrüche frommen Zorns sind so vorhersehbar wie die Dämmerung. Das ist bereits eine alte und langweilige Geschichte, über alte, langweilige und tödliche Ideen. Und ich befürchte sie wird uns für den Rest unseres Lebens begleiten.

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Über die Freiheit einen imaginären Gott zu beleidigen

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Unsere Panik und moralische Verwirrung nahmen zuerst in Angriffen auf den unglücklichen Gouverneur Romney Gestalt an. Ich bin kein Fan Romneys und ich fände die Aussicht auf seine Präsidentschaft lächerlich, wenn sie nicht so deprimierend wäre, aber er hat die ersten Aufschreie der Angst in den Reaktionen der Obama Administration auf diese Krise sehr genau erkannt. Romney hat die Abfolge der Geschehnisse falsch gedeutet – in dem er, wie viele andere auch, ein Statement der U.S. Botschaft in Kairo mit einer offiziellen Antwort der Regierung auf die Ermordung von Amerikanern in Libyen verwechselte. Aber die Wahrheit ist, dass das Weiße Haus das gleiche Entschuldigungsschreiben veröffentlichte, in der sie die beleidigende Rede verleugnete, während sie behauptete die Freie Rede an sich zu verteidigen. Es mag ein kleines Detail sein, der Hitze der Situation geschuldet, aber das ist eine zitternde Lippe auch.

Unsere Regierung folgte dem Weg des Appeasement weiter, in dem sie versuchte den unbezähmbaren Vollidioten Pastor Terry Jones zum schweigen zu bringen, der das Verbrennen von Ausgaben des Koran gerade so lange unterbrach, wie er brauchte um den Film zu veröffentlichen. Die Administration verlangte außerdem von Google „Unschuld der Muslime“ von den Servern zu entfernen. Diese Manöver zeugten von einer von zwei psychologischen und diplomatischen Realitäten: Entweder ist unsere Regierung nicht willens das Problem beim Namen zu nennen, oder das Problem ist so groß und bedrohlich, dass wir uns entschieden haben, die Barbaren vor den Toren zu besänftigen.

Die Seuche der moralischen Feigheit nahm ihren gewohnten Gang, indem liberale Journalisten und Experten damit begannen, unsere grundlegendste Freiheit im Lichte der sadomasochistischen Wut, die unter Moslems auch als „religiöse Empfindlichkeit“ bekannt ist, neu zu überdenken. Mitwirkende der New York Times und NPR (A.d. Ü.: National Public Radio) sprachen von der Notwendigkeit, eine Balance zwischen der Freiheit der Rede und der Freiheit der Religion zu finden – als ob letztere möglicherweise durch ein YouTube Video verletzt werden könnte. So vorhersehbar wie das mobben von Moslems wurde, scheint die moralische Verwirrung von Liberalen ein Teil des Räderwerks zu sein.

 

Man bedenke was tatsächlich passiert: Einige Prozent der Moslems auf der ganzen Welt – fünf Prozent? Fünfzehn? Fünfzig? Das ist noch nicht klar – verlangen dass alle Nicht-Muslime sich den Einschränkungen Islamischen Rechts unterwerfen sollen. Und wo sie bei ihren Protesten nicht direkt auf Gewalt zurückgreifen, drohen sie damit. Ein Schild mit der Aufschrift: „Köpft die, die den Propheten beleidigen“, mag noch als Beispiel friedlichen Protests zählen, aber es ist ebenso eine Versicherung, dass das Blut der Ungläubigen vergossen würde, wenn der Dummkopf, der das Plakat hochhält mehr Macht hätte.

Dieses groteske Versprechen wird natürlich in fast jeder islamischen Gesellschaft gegeben. Einen Film wie die „Unschuld der Muslime“ irgendwo im Mittleren Osten zu machen wäre mit gleicher Sicherheit eine Methode des Selbstmords wie die Gesetze der Physik.

Was zeigte der Film genau? Wer hat ihn gemacht? Was waren ihre Motive? Wurde Mohammed wirklich dargestellt? Brannte da ein Koran, oder ein anderes Buch? Fragen wie diese sind obszön. An dieser Stelle muss ein Strich gezogen und ohne Entschuldigung verteidigt werden.

Wir haben die Freiheit den Koran oder jedes andere Buch zu verbrennen und Mohammed oder jeden anderen Menschen zu kritisieren. Das sollte niemand vergessen.

In solchen Momenten hören wir unweigerlich – von Leuten, die nicht wissen wie es ist, an das Paradies zu glauben – das Religion nur ein Weg ist öffentliches Unbehagen zu kanalisieren. Die wahre Quelle des Problems kann in der Geschichte der westlichen Aggression in der Region gefunden werden. Es ist viel mehr unsere Politik als unsere Freiheit, die sie hassen. Ich glaube, dass die Zukunft des Liberalismus – und vieles andere auch – von der Überwindung dieser ruinösen Selbsttäuschung abhängt.

Religion wirkt nur als Vorwand für politische Gewalt, weil Millionen Menschen glauben was sie sagen, dass sie glauben, dass imaginäre Verbrechen wie Blasphemie oder Apostasie Straftaten sind, die den Tod rechtfertigen.

Die meisten säkularen Liberalen denken, dass alle Religionen gleich sind und sie betrachten jeden gegenteiligen Vorschlag als ein Zeichen der Bigotterie. Irgendwie überlebt dieser Glaubenssatz den täglichen Gegenbeweis. Unsere Sprache kann zu weiten Teilen dafür verantwortlich gemacht werden. Wie ich bei vielen Gelegenheiten dargestellt habe: „Religion“ ist nur ein Begriff, wie „Sport“: Einige Sportarten sind friedlich, aber wahnsinnig gefährlich (wie das Freiklettern ohne Seil, oder Straßenrodeln) einige sind sicherer, aber gleichbedeutend mit Gewalt (Boxen, Mixed Martial Arts) und einige beinhalten nicht mehr Risiko sich schwer zu verletzen, als unter der Dusche zu stehen (Bowling, Badminton). Von Sport als allgemeiner Aktivität zu sprechen macht es unmöglich, zu diskutieren, was Sportler tatsächlich tun, oder welche physischen Attribute notwendig sind ihn auszuüben. Was haben alle Sportarten außer atmen gemeinsam? Nicht viel. Der Begriff „Religion“ ist kaum brauchbarer.

Betrachten wir das Mormonentum: Viele meiner liberalen Freunde würden es als moralisch unfair bezeichnen Romney’s Glauben als Argument gegen ihn einzusetzen. In ihren Augen ist das Mormonentum nur eine Religion wie alle anderen auch. In Wahrheit jedoch hat die Kirche von Jesus Christus den heiligen der letzten Tage mehr als genug seltsame Eigenarten. Zum Beispiel war sie explizit rassistisch bis 1978, als Gott plötzlich seine Meinung zu Farbigen änderte (einige Jahre nachdem Archie Bunker dies tat) und empfahl, dass ihnen die volle Bandbreite der Sakramente und religiöser Verantwortlichkeiten gegeben werden soll. Zu diesem Zeitpunkt war Romney ein Erwachsener und seit mehr als einem Jahrzehnt ein außergewöhnlich energiegeladenes Mitglied seiner Kirche.

Anders als über die meisten Gründer anderer Religionen, von denen nur wenig bekannt ist, ist das Mormonentum das Produkt der Plagiate und Konfabulationen eines offensichtlichen Hochstaplers, Joseph Smith, dessen Abenteuer von den Leichtgläubigen als – in jedem Sinne – die reine geschichtliche Wahrheit angesehen wird. Bedenkt man was wir von Smith wissen, ist es schwieriger ein Mormone als ein Christ zu sein. Eine tiefere Anbetung des Absurden ist notwendig – und die Tatsache, dass Romney das bewerkstelligt bekommt, sagt etwas über ihn aus. Gerade so als wäre er ein Mitglied von Scientology, der vorschlägt, sein E-Meter im Oval Office zu platzieren. Der Bereich zwischen rationalem Glauben und eigennützigem Wahn ist eine offensichtliche Steigerung.

Es ist eine Sache daran zu glauben, dass Jesus existiert hat und vielleicht ein bemerkenswerter Mensch war. Es ist etwas völlig anderes zu akzeptieren – wie dies die meisten Christen tun – dass er körperlich wieder auferstanden ist und auf die Erde zurückkehren wird um die Lebenden und die Toten zu richten.

Es ist noch mal ein anderer Sprung des Glaubens, viel zu groß um ihn sich vorzustellen, wie es alle guten Mormonen müssen, dass er seine kosmische Magie vom geheiligten Grund von Jackson County Missouri aus vollzieht.

Dieses letzte provinzielle Detail spielt eine Rolle. Es macht das Mormonentum objektiv weniger glaubhaft als das Durchschnittschristentum – wie es auch die Behauptung macht, Jesus hätte seine „Nachfolger“ in Amerika zu irgendeinem Zeitpunkt nach seiner Wiederauferstehung besucht.

In dem Moment, an dem man Kristallkugeln, heilige Unterhosen oder den Planeten Kolob und einen heiligen Handschlag benötigt, um Zugang zum Himmel zu bekommen, entlarven sich die mormonischen Standards als das was sie sind: das religiöse Äquivalent zu rhythmischer Gymnastik.

Der Punkt ist jedoch, dass ich all diese Dinge zum Mormonentum sagen kann und Joseph Smith aus tiefstem Herzen verunglimpfen kann, ohne dass ich befürchten muss, dass ich dafür ermordet werde. Säkulare Liberale ignorieren diesen Unterschied bei jeder Gelegenheit und auf jedes Risiko hin. Denken sie einen Moment über die Existenz des Musicals „Das Buch der Mormonen“ nach. Nun überlegen Sie sich die Sicherheitsvorkehrungen, die getroffen werden müssten um das gleiche Stück über den Islam aufzuführen. Das Projekt ist undenkbar – nicht nur in Beirut, Bagdad oder Jerusalem, sondern auch in New York City.

Die Freiheit über bestimmte Themen laut nachzudenken, ohne Angst haben zu müssen gejagt, oder getötet zu werden ist bereits verloren gegangen. Und die einzigen Kräfte auf Erden, die sie wiederherstellen kann, sind starke säkulare Regierungen, die Anklagen der Blasphemie mit Verachtung gegenüber treten. Keine Entschuldigung nötig. Moslems müssen lernen, dass sie, wenn sie kriegerische und fanatische Behauptungen zur Toleranz freier Gesellschaften machen, die Grenzen dieser Toleranz erreicht haben. Und Gouverneur Romney, obwohl er wohl mit allem unter der Sonne – einschließlich der Sonne selbst – falsch liegt, hat sicherlich Recht damit zu glauben, dass es Zeit ist, dass unsere Regierung diese Botschaft ohne mit der Wimper zu zucken überbringt.

von Sam Harris

Übersetzer: Joseph Wolsing, Jörg Elbe

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Über die Freiheit einen imaginären Gott zu beleidigen

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Gruß Hubert

 

 

Der Säuglingspenis als Kulturträger   Leave a comment

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Hier ein Artikel mit sehr guten Argumenten gegen die Beschneidung. Die Argumente dafür sind zum allergrößten Teil (sofern nicht medizinisch indiziert, zum Beispiel Phimose) einfach nur lächerlich und religiösem, längst überholten Unsinn zuzuschreiben. Religionsfreiheit hat dort aufzuhören wo körperliche Unversehrtheit von Minderjährigen verletzt wird.

Es ist nicht nachvollziehbar, dass bezüglich der Knabenbeschneidung nicht dasselbe gelten soll, immerhin beinhaltet Religionsfreiheit nicht auch automatisch das Recht darauf, Neugeborene verstümmeln zu dürfen. Das heisst: es ist nachvollziehbar, aber nur dann, wenn man die Angst davor, in die braune Ecke gestellt zu werden, mit berücksichtigt. Aber manchmal sagen eben die Falschen das Richtige; Szenenapplaus aus einer Ecke, die einem nicht genehm ist, muss man aushalten können. Ausserdem ist wenig so einfach als haltlose Diffamierung zu demaskieren als der Vorwurf des Antisemitismus – immerhin wäre ich der weltweit erste Antisemit, der sich um die sexuelle Integrität jüdischer Knaben sorgt.

Der Säuglingspenis als Kulturträger

publiziert: Donnerstag, 20. Feb 2014
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Hallux Valgus: Wer Baby-Penisse beschneidet, müsste auch Baby-Zehen abschneiden...

Hallux Valgus: Wer Baby-Penisse beschneidet, müsste auch Baby-Zehen abschneiden…

Noch immer wird bei uns die Knabenbeschneidung aus religiösen oder traditionellen Gründen praktiziert.
Die Verteidiger dieser Praxis reklamieren, mit dem Verzicht auf die Entfernung von Hautlappen an Säuglingspenissen drohe die Totalzerstörung ihrer Kultur. Höchste Zeit, umzudenken.

Gerne werden, wenn es um die Rechtfertigung der Knabenbeschneidung geht, medizinische Vorzüge angeführt. Die Vorhaut ist dann nichts weiter als ein unnützer Hautlappen, der in erster Linie das Einfallstor für zahlreiche medizinische Probleme darstelle. Zu den medizinischen Vorteilen, die mit einer Beschneidung einhergehen sollen, werden ein geringeres Peniskrebs-Risiko sowie ein kleineres Infektionsrisiko – unter anderem durch HIV – angeführt. Das kann stimmen oder auch nicht; die Faktenlage ist hier trotz zahlreicher Studien widersprüchlich.

Klar ist aber, dass die Probleme, unter denen Unbeschnittene gemäss diesen Studien zu leiden haben, mit gängiger Hygiene lösbar sind. Wenn Mann unter der Dusche seinem Reproduktionsorgan die gleiche Aufmerksamkeit schenkt wie, sagen wir einmal, seinen Achselhöhlen, ist er auf der sicheren Seite. Klar gibt es Phimosen, schmerzhafte Verengungen, wo die schnellste Linderung durch eine – nicht immer zwingend vollständige – Beschneidung erzielt werden kann. Aber das hat denkbar wenig mit Religion oder Tradition zu tun.

An Peniskrebs erkrankt bei uns ein Mann unter 100’000. Im Gegensatz dazu haben 12.5% der Bevölkerung einen Hallux Valgus, eine schmerzhafte Fehlstellung der Grosszehe. Dies betrifft zum Grossteil Frauen: neben genetischen Faktoren spielt vor allem falsches Schuhwerk eine Rolle. Rein statistisch gesehen wird fast jede zehnte Frau irgendwann in ihrem Leben an einem Hallux leiden. Jede zehnte Frau: Das ist ein 10000 Mal höheres Risiko als dasjenige, als Mann an Peniskrebs zu erkranken. Folgerichtig müssten wir deshalb allen neugeborenen Mädchen bei der Geburt die grossen Zehen abtrennen, verhindert man damit doch, dass sie später einmal unter einem äusserst schmerzhaften Hallux leiden werden. Das fehlende Gleichgewichtsgefühl wird spätestens beim Eintritt in den Kindergarten von den acht verbliebenen Zehen ausgeglichen und die Bandbreite an Schuhdesigns, welche die Frau dank schmaleren Füssen einmal wird tragen können, wächst erheblich. Eine reine Win-Situation!

Macht Sinn? Nein, macht überhaupt keinen Sinn. Denn erstens können wir bei der Geburt eines Mädchens nicht beurteilen, ob sie tatsächlich irgendwann einmal unter einem Hallux leiden wird und zweitens ist es nicht an uns, über den Körper des Mädchens, über Erhalt oder Amputation ihrer Körperteile zu entscheiden, solange keine Lebensgefahr besteht. Diese Verdinglichung entspräche keinem ethischen Handeln, selbst wenn die Verdinglichung zu einem vermeintlich höheren Zweck wie dem potentiellen Verhindern künftiger Schmerzen geschieht.

Selbstverständlich bringt die Beschneidung an Orten, wo regelmässiges Waschen nicht möglich ist, oder Vorurteile und Aberglauben die Ausbreitung von Geschlechtskrankheiten begünstigen, gewisse positiven Auswirkungen. Hierzulande überwiegen aber bei einer nicht-medizinischen Indikation die Risiken einer Beschneidung deren mutmassliche Vorteile bei Weitem. Es ist grundsätzlich heikel, einen Säugling einer unnötigen Operation zu unterziehen, insbesondere dann, wenn es sich um eine Operation an den Sexualorganen handelt.

Die Komplikationsrate wird auf immerhin 2-10% geschätzt und zu den möglichen Komplikationen gehören, nebst vielen weiteren, Blutungen, Infektionen und die sogenannte Postzirkumsionsphimose, bei der genau der Verengungs-Fall eintritt, der mit der Beschneidung eigentlich hätte verhindert werden sollen. Auch Todesfälle kommen vor, da bei Neugeborenen ein auch nur geringer Blutverlust Lebensgefahr bedeuten kann. Wäre ich Vater eines Sohnes, würde ich es mir gut überlegen, ob ich ihm – auch im Wissen um mutmassliche Risiken, wenn er dann einmal sexuell aktiv wird – die höchst realen Risiken einer Beschneidung zumuten wollte. Als Prävention vor einer Ansteckung mit HIV ist Safer Sex sowieso die weitaus wirksamere Alternative – und erst noch billiger und zu 100 Prozent nebenwirkungsfrei.

Oft hört man, auch von beschnittenen Männern, dass die Vorhaut völlig überbewertet und die sexuelle Reizempfindung dort auch vor der Beschneidung kaum vorhanden sei. Das, obwohl die Vorhaut ungefähr gleich viele Nervenenden wie eine Fingerkuppe hat. Die Behauptung, dass nach einer Beschneidung dasselbe Gefühl vorhanden sei wie davor, mögen mir Unverzagte deshalb bitte unter Zuhilfenahme ihrer Finger und einem scharfen Küchenmesser beweisen. Ausserdem geschieht die Beschneidung, egal ob aus religiösen oder medizinischen Gründen durchgeführt, meist im Kleinkindes- oder Vorschulalter. Ich habe etwas Mühe damit, einem 40jährigen Mann zu glauben, dass er sich an die Empfindsamkeit eines Stück Hauts erinnert, das ihm vor 30 Jahren oder mehr abgenommen wurde. Ich zweifle ebenso daran, dass er als Neugeborener sexuell bereits derart aktiv war, so dass ein Vergleich zum Jetzt herstellbar wäre. Es sei denn natürlich, er habe heute genauso wenig Sex wie damals.

Immer wieder kommt der Einwand, dass die Eltern erziehungsberechtigt seien und es ihnen nicht verboten werden dürfe, ihre – auch religiösen – Werte an ihren Nachwuchs weiterzugeben. Dem ist grundsätzlich nicht zu widersprechen. Es liegt aber auch auf der Hand, dass dieses Recht der Eltern nicht absolut gilt, sondern dass das Primat des Kindswohls überwiegt.
So ist es beispielsweise im Glaubenssystem der Zeugen Jehowas nicht erlaubt, Bluttransfusionen anzunehmen, auch nicht dann, wenn es sich um die eigenen Kinder handelt, denen in einer Notsituation Blut verabreicht werden soll. Trotzdem würde eine Mutter, die mit Verweis auf ihren Glauben die lebensrettende Bluttransfusion an ihrem Kind verhindern will, hierzulande sowohl von Kinderschutzbehörden als auch von den behandelnden Ärzten in ihre Schranken gewiesen werden: Das Überleben des Kindes wird als wichtiger angesehen als das Recht der Mutter, ihre Religion unverfälscht und ohne Abstriche weitergeben zu können.

Es ist nicht nachvollziehbar, dass bezüglich der Knabenbeschneidung nicht dasselbe gelten soll, immerhin beinhaltet Religionsfreiheit nicht auch automatisch das Recht darauf, Neugeborene verstümmeln zu dürfen. Das heisst: es ist nachvollziehbar, aber nur dann, wenn man die Angst davor, in die braune Ecke gestellt zu werden, mit berücksichtigt. Aber manchmal sagen eben die Falschen das Richtige; Szenenapplaus aus einer Ecke, die einem nicht genehm ist, muss man aushalten können. Ausserdem ist wenig so einfach als haltlose Diffamierung zu demaskieren als der Vorwurf des Antisemitismus – immerhin wäre ich der weltweit erste Antisemit, der sich um die sexuelle Integrität jüdischer Knaben sorgt.

Eine seltsame Tradition, die von Amputationen an Säuglingspenissen abhängt.

Ein seltsamer Gott, der uns zwar vollkommen und «in seinem Bilde», aber offenbar an einer Stelle mit zuviel Haut geschaffen hat. Wobei man zugeben muss, dass es auch bei den Anhängern der «beschneidenden» Religionen Fortschritte gibt. Vorreiterin hier ist die Katholische Kirche, die, im Gegensatz beispielsweise zur Koptischen Kirche, schon seit 1442 die Beschneidung offiziell nicht mehr vorschreibt.

Bei den Muslimen ist die Beschneidung, je nach theologischer Präferenz, nicht zwingend vorgeschrieben, sondern immerhin nur empfohlen. Und es gibt auch mehr und mehr Juden, welche die Knabenbeschneidung nicht zu dem zentralen Pfeiler für jüdische Kultur und Identität verklären,

sondern in diesem Brauch das sehen, was er tatsächlich ist: ein barbarisches Ritual aus finsteren Zeiten, das unter Billigung von schwerwiegenden Risiken bis zum heutigen Tage an nicht einwilligungsfähigen Minderjährigen vollzogen wird.

(Claude Fankhauser/news.ch)

http://www.news.ch/Der+Saeuglingspenis+als+Kulturtraeger/617341/detail.htm

Gruß Hubert

Der angeblich liberale und liebe Papst Franz   Leave a comment

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Franz outet sich – Teil III

Hartnäckig versuchen die Spindoktoren der deutschen Redaktionsstuben die Legende vom lieben liberalen Papst Franz zu stricken.

Es gelingt ihnen glücklicherweise immer weniger, da sich auch dieser Papst durch knallharte konservative und menschenrechtsfeindliche Aktionen outet.
Den Abschaum-Kurienerzbischof Müller als Kardinal zu kreieren, nachdem dieser wie kaum ein anderer Bischof die Opfer des sexuellen Missbrauchs demütigt  und jegliche Aufklärung zu verhindern sucht, spricht Bände über das wahre Denken des aktuellen Papstes.
Hätte der Füße-lutschende Bergoglio auch nur einen Funken Anstand und Mitgefühl würde er so einen polemischen Hetzer wie Müller sofort aus dem zweithöchsten Amt der Kurie entfernen und ihn nicht noch befördern.
Die zunehmenden menschenfeindlicheren Regeln einiger afrikanischer Länder werden von den offiziellen römisch-katholischen Hasspredigern ausdrücklich gelobt.

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Die katholische Bischofskonferenz in Nigeria lobt die Regierung in höchsten Tönen, weil sie mit einem neuen Gesetz Schwule und Lesben noch gnadenloser jagen lässt als in den vergangenen Jahren.
Die Führung der römisch-katholischen Kirche in Nigeria hat die im Januar von Präsident Goodluck Jonathan unterschriebene Gesetzesverschärfung gegen Homosexuelle begrüßt. In einer Pressemitteilung erklärte die Bischofskonferenz, die verschärfte Verfolgung von Schwulen und Lesben im einwohnerstärksten Land Afrikas sei ein „richtiger Schritt in die richtige Richtung, um die Würde des Menschen zu schützen“. Die Kirche lobte ausdrücklich den Präsidenten, der sich dem Druck aus dem westlichen Ausland widersetzt habe.
Das Gesetz bestraft nicht mehr „nur“ gleichgeschlechtlichen Sex, sondern verbietet auch Treffen von Homosexuellen, gleichgeschlechtliche Küsse oder die simple Teilnahme an einer Verpartnerungszeremonie oder gleichgeschlechtlichen Eheschließung, egal ob diese in Nigeria oder im Ausland stattfindet. Wer gegen das Gesetz verstößt, kann mit 14 Jahren Haft bestraft werden.
(queer.de 05.02.14)

Das ist die Kirche des Papst Franz im Januar 2014.


Einen erneuten Hinweis auf das wahre Wesen der Kinderficker-gnädigen Kurie geben die Reaktionen auf den UN-Bericht zum Umgang der Katholischen Kirche mit den Opfern ihrer Pädosex-Priester.

Von Demut und Einsicht keine Spur – der angeblich so träge Heilige Stuhl, der immer wieder über Jahre und Jahrzehnte die Kindervergewaltiger gewähren ließ, weil er angeblich generell nur sehr langsam arbeitet, kann andererseits von eben auf jetzt äußerst bissig werden, wenn nicht irgendwelche priesterlich penetrierten Kinder, Frauen, Schwule, Aidskranke, Geschiedenen oder Millionen in katholischen Einrichtungen verprügelte Kleinkinder gequält werden, sondern er selbst angegriffen wird.

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Die Uno kritisiert die katholische Kirche für ihren Umgang mit Kindern – insbesondere Missbrauch, Vertuschung, Züchtigung. […] Die Vereinten Nationen haben dem Vatikan in ihrem aktuellen Bericht zu Kinderrechten ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Der Kirchenstaat sei vor allem darauf bedacht, sich selbst zu schützen – nicht aber die Kinder in seiner Obhut. Schadensbegrenzung heißt aus Sicht der katholischen Kirche demnach, Schaden von der eigenen Reputation abzuwenden.   Das Uno-Komitee für die Rechte des Kindes hält der Kirche einen weltlichen Spiegel vor. Sein Bericht leistet nicht weniger, als die Doppelmoral der Kirche zu enttarnen. Er zeigt Punkt für Punkt auf, wie die Kirche den Schutz der Schwachen versäumt und sich zur Rechtfertigung hinter Glaubensgrundsätzen verschanzt.
Auf die Veröffentlichung folgte prompt die reflexartige Reaktion aus Rom. Der Bericht, der unter anderem den Umgang der katholischen Kirche mit Homosexualität und Abtreibung anprangert, sei der Versuch eines Eingriffes in die katholische Lehre, hieß es. Tatsächlich legt der Bericht Maßstäbe an, die den katholischen Glaubensgrundsätzen widersprechen. Die Uno setzt die Kinderrechte absolut. Sie sind die Grundlage der Bewertung.   So sehr die katholische Kirche auf ihren Grundsätzen beharrt, so sehr offenbart sich, wie lebensfern einige der Überzeugungen heute anmuten. Der Report der Vereinten Nationen macht deutlich, zu welchen Mitteln die Kirche greift, um die Diskrepanz zwischen Glaubensgrundsätzen und weltlicher Realität zu kaschieren.
[Zehn Punkte prangert der Uno-Bericht an – weiterlesen….]
 (Barbara Hans 05.02.14)
Wir befinden uns nicht mehr in grauer Vorzeit der antimodernistischen Päpste des frühen 20. Jahrhunderts, sondern schreiben das Jahr 2014.
Selbst der fromme Katholik, der in der SZ für Kirchenthemen zuständig ist, räumt ein, daß der Vatikan keine Milde verdient hat.
Der Bericht ist ein Dokument des Misstrauens, so etwas ist nie ganz fair. Allerdings: Die katholische Kirche hat sich dieses Misstrauen ehrlich erarbeitet – durch langes Vertuschen und Leugnen.
(Matthias Drobinski, 05.02.14)
Papst Franziskus ist aber keinen Deut einsichtig, sondern läßt den Überbringer der Nachricht attackieren.Besser könnte der Vatikan nicht beweisen, daß seine Opfer immer noch lediglich sehr nachgeordnete Prioritäten haben.

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David Bergers Beschreibung
der durch und durch perfiden Viktimisierungskampagne der katholischen Kirche ist zutreffend.
Katholiken stilisieren sich als arme Opfer und beklagen mangelnde Religionsfreiheit, wenn sie nicht einmal mehr Homosexuelle diskriminieren dürfen.
Unter Papst Franz gehört auch das Vertuschen der eigenen Kinderfickerei zur Religionsfreiheit.
Nicht nur seine homophoben Ausfälle wie bislang, auch dass er Kindesmissbrauch jahrelang systematisch vertuscht hat (so die UN), fällt inzwischen für den Vatikan also unter sein Recht auf Religionsfreiheit …
(David Berger auf Facebook 05.02.14)

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Daß sich die UNO da einzumischen wagt, treibt die Cortisol- und Adrenalin-Werte der Kurialen auf Rekordwerte.

Der Heilige Stuhl lehnt Einmischung in die Kirchenlehre ab, wie er nach einem vernichtenden UN-Bericht erklärt. Darin wird der Vatikan unter anderem für den Missbrauch in der Kirche gerügt.
Der Vatikan hat die Kritik des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes am Umgang mit Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche scharf zurückgewiesen. [….]  In dem Bericht über sexuellen Missbrauch in der Kirche heißt es, die Kirche unternehme trotz entsprechender Zusagen nach wie vor nicht genug gegen sexuellen Missbrauch von Kindern durch Geistliche und Kirchenmitarbeiter.
[….] Die UN forderten den Vatikan auf, die Empfehlungen umzusetzen und bis 2017 einen Bericht darüber abzuliefern. […]
(AFP/AP/smb/flo 05.02.14)
Diese UNO aber auch! Wo kämen wir hin, wenn Religionen noch nicht mal mehr ungestraft Kinder quälen und Minderheiten diskriminieren dürften!
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Auch der Bundestag hatte in der Frage der Penisverstümmelung klar zu Ungunsten des Kindeswohls entschieden und klargestellt, daß es dem Gesetzgeber völlig egal ist, wenn immer mal wieder Kinder bei Beschneidungen für immer impotent werden, den Penis verlieren oder gar sterben. Wichtiger ist den Hardcore-Religioten Thierse, Nahles und Co. die sadistischen Regeln der Genesis zu befolgen – so der religionspolitische Sprecher der Grünen und mehrfach überführte Lügner Volker Beck.
Nein, Kinder zu quälen wollen die Religioten in Rom weiterhin als ihr Privileg behandeln und denken gar nicht daran darüber Auskunft zu erteilen, nur weil irgendwelche irdischen Gesetze dies vorsehen.

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Scharfe Kritik von den UN: Die Katholische Kirche solle endlich Akten zu Missbrauchsfällen herausgeben. Christian Pfeiffer hat selbst vergeblich nach Akten gefragt – nun fordert der Forscher im DW-Interview Klarheit.
DW: Herr Pfeiffer, die Vereinten Nationen haben den Vatikan wegen Tausender Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch aufgefordert, sich von überführten oder verdächtigen Priestern zu trennen. Was halten Sie von dieser Initiative der UN und wie realistisch ist es, dass sie Erfolg hat?
Christian Pfeiffer: Ich denke, die Vereinten Nationen haben recht. Wir konnten bei der von uns begonnenen und dann später abgebrochenen Forschung klar feststellen, dass in früheren Jahren, also in den 1950er, 60er, 70er Jahren offenkundig viele Priester weiter arbeiten durften mit veränderten Arbeitsinhalten. Sie wurden versetzt, aber sie wurden nicht unbedingt immer bestraft. [….]  Das mit uns angelegte Forschungsprojekt sollte sämtliche Fälle des Missbrauchs von 1945 bis zur Gegenwart analysieren. Aber dann mussten wir selber bald feststellen, dass dem schon dadurch Grenzen gesetzt waren, dass in vielen Fällen die Akten gar nicht mehr die unzerstörten ursprünglichen Inhalte hatten. Da war viel vernichtet worden und es gab leider keine Transparenz, in welchem Ausmaß uns denn überhaupt noch Akten für die Forschung zur Verfügung stehen werden, die eine lückenlose Aufklärung ermöglichen.
Als wir das dann angemahnt haben, kam die Kündigung. [….]   Wir haben nie Transparenz darüber bekommen, in welchem Ausmaß das stattgefunden hat, welche Chancen Forschungsaufklärung noch hat. Ich bin sicher, unsere Nachfolger werden das einfordern und auch erhalten und erst dann wird es möglich sein, zu sagen: Wir sind in der Lage lückenlos rückwärts aufzuklären. Erst dann ließe sich feststellen, wie viele Priester, obwohl sie eine massive Straftat begangen hatten, im Amt bleiben konnten und oft dann an einem anderen Ort, falls man sie versetzt hat, erneut Missbräuche begangen haben. [….] Niemand kann die Kirche zwingen, bestimmte Dinge zu tun oder zu unterlassen. [….]
(Deutsche Welle 05.02.14)

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Da es mir schwerfällt das moralische Totalversagen der alten Männern in den bunten Kleidern zu beschreiben, klaue ich mir heute abschließend eine Bewertung von Facebook.
David Farago:
Eben in der ARD: Der Vatikan warnt die UN, sie würde übertreiben?
Meine lieben Ganzjahreskarnevalisten, Euer Versagen und Eure Verbrechen wurden durch die UN noch nicht mal deutlich genug aufgelistet! Das würde 1700 Jahre dauern! Schon im dritten Jahrhundert gab es nachweislich Kindesmissbrauch und das ist das Gründungsjahr Eures Finanzkonzerns!
Was danach bis heute von Euch verbrochen wurde, könnt ihr gerne im Lebenswerk von Karlheinz Deschner nachlesen!
Seit Eurer Gründung zieht Ihr mordend und missbrauchend durch die Länder dieser Erde! Bis heute hebt Ihr Euch selbst über das Gesetz! Und das lasst Ihr Euch noch mit Milliarden öffentlicher Gelder belohnen! Schämt Euch, Ihr Verbrecher!

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http://tammox2.blogspot.it/2014/02/franz-outet-sich-teil-iii.html

 

proll-WP_Franzisk

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Gruß Hubert

Beschneidung und Schächten   Leave a comment

Gewalt gegen Kinder und Tiere

Tierschutz muss in die Verfassung aufgenommen werden, damit dieser dem Grundrecht auf Religionsfreiheit gleichgestellt wird und somit das Schlachten ohne vorhergehende Betäubung grundsätzlich verboten werden kann.

Hier ein Bericht von tierschutznews.ch

Rituelles, betäubungsloses Schächten soll durch eine neue Gesetzgebung weiter erlaubt bzw. noch erleichtert werden.

Heute Montag, 10.9.2012, endet die Begutachtungsfrist für das „Bundesgesetz zur Durchführung unmittelbar anwendbarer unionsrechtlicher Bestimmungen auf dem Gebiet des Tierschutzes“. Durch dieses neue „Durchführungsgesetz“ wird es noch leichter als bisher möglich sein, die Tiere beim Schlachten den religiösen Vorstellungen entsprechend zu quälen. Denn durch die Vollzugsbestimmungen sollen nun nicht mehr – wie bisher – das Zufügen von „vermeidbaren Schmerzen“ (österr. Bundesgesetz über den Schutz der Tiere, BGBL. I Nr. 118/2004, Artikel 2), sondern nur mehr das Zufügen „ungerechtfertigter Schmerzen“ unter Strafsanktion stehen. Das würde einen eklatanten Rückschritt hinter das, durch das TSchG in Österreich erreichte, Schutzniveau für Tiere bedeuten und ist damit inakzeptabel.

Dazu der Religionspsychologe Dr. Friedrich Landa von der Tierschutzorganisation ANIMAL SPIRIT: „Die derzeit in Deutschland stattfindende Diskussion über das Beschneiden von Kindern hat leider gezeigt, daß strenggläubige Juden und Muslime auch das Verstümmeln von Kindern ohne Betäubung für ein Zufügen gerechtfertigter Schmerzen halten, wenn dies ihren religiösen Vorschriften entspricht. Religiöse Bräuche dürften aber nicht gegen die Landessitten verstoßen. In zivilisierten Ländern sollte es nicht erlaubt sein, Kindern oder Tieren vermeidbare Schmerzen zuzufügen, nur weil religiöse Gebräuche dies verlangen. Mit der Erlaubnis zum Schächten, wurde diesem sehr sinnvollen Grundsatz durch Ausnahmebestimmungen für Juden und Muslime erstmals gebrochen.“

Nach der Verordnung (EG) Nr.1099/2009 stellt für die EU das Schächten eine generell zulässige, an keine besonderen Voraussetzungen gebundene Schlachtmethode dar, wodurch der zentrale Grundsatz der Betäubungspflicht in zivilisierten Ländern bereits preisgegeben wurde.
Auf die Schmerzen und den minutenlangen Todeskampf der Tiere braucht keine Rücksicht mehr genommen zu werden. Den Tieren wird bei vollem Bewußtsein durch einen Ritualschnitt die äußerst schmerzempfindsame Kehle durchschnitten.
Erst danach müss(t)en in Österreich die Tiere nachträglich betäubt werden, was in der Praxis aber fast unmöglich ist, da sich die Rinder in unendlichem Schmerz und Todespanik, auch wenn ihr Körper fixiert ist, aufbäumen und versuchen zu fliehen und daher am Kopf in den meisten Fällen kein Bolzenschuß mehr zielgerichtet angebracht werden kann. Es ist auch wissenschaftlich erwiesen, daß Tiere durch diese Schlachtmethode höheren Belastungen ausgesetzt sind, als dies im Rahmen einer fachgerecht durchgeführten konventionellen Schlachtung der Fall ist.

Dr. Landa abschließend: „Da diese EU-Verordnung es den Mitgliedstaaten immerhin erlauben würde, auch strengere nationale Bestimmungen beizubehalten oder neue strengere Bestimmungen zu erlassen, könnte der österreichische Gesetzgeber weiterhin auch die Schmerzen der Tiere bei diesem Bundesgesetz berücksichtigen und
dafür Sorge tragen, daß den Tieren beim Getötetwerden für die Fleischproduktion zumindest keine vermeidbaren Schmerzen zugefügt werden. Deshalb müßte – dem hierzulande geltenden ethischen Empfinden entsprechend – endlich der Tierschutz in die Verfassung aufgenommen werden, damit dieser dem Grundrecht auf Religionsfreiheit gleichgestellt wird und somit das Schlachten ohne vorhergehende Betäubung grundsätzlich verboten werden kann.“
Von Dr. Franz-Joseph Plank (www.animal-spirit.at)

Kommentar dazu:
Klaus Roe
Religionen und Traditionen 2012

Wenn die Beschneidung des Geschlechtsteiles bei Jungen gesetzlich erlaubt würde, entfiele auch das Verbot der grausigen Verstümmelung bestimmter femininer Merkmale bei Mädchen. Selbst Jahrtausende alte und immer noch praktizierte Traditionen müssen auf ihre strafrechtliche wie ethische Akzeptanz hin überprüft und ggf. korrigiert oder ganz damit gebrochen werden. Auch Traditionen, die unserem Entwicklungs- und Erkenntnisstand zuwiderlaufen, wie andere Bestandteile menschlicher „Kultur“ auch, gehören im Verlauf unserer Menschheitsentwicklung konsequent und nachhaltig ausgemistet.

Gerade wir Deutsche sind dem jüdischen Volk ganz unbestreitbar allergrößten Respekt und Solidarität schuldig, aber keine Nachsicht, wenn es um längst nicht mehr zeitgemäße Traditionen geht, die einer fortschrittlichen Menschheit zuwiderlaufen: Steinigung, Beschneidung, Schächtung.

Quelle:
http://tierschutznews.ch/index.php?option=com_content&view=article&id=2204:beschneidung-und-schaechten-gewalt-gegen-kinder-und-tiere&catid=147:politik&Itemid=557

Gruß Hubert

Veröffentlicht 12. September 2012 von hubert wenzl in Medizin, Politik, Religionskritik, Tierschutz

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