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Eine (schein)heilige Familie   Leave a comment

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Bei den Ebner’s habe ich gerade heute ein Abo der Freitag-Dolomiten gekündigt. Es ging um einen sogenannten „Problembären“.

Kündigung.

Ich kündige hiermit die Freitag-Dolomiten (Firma Athesia), Abo-Nummer 416351-D zum 31.12.2017. Ich bezahle noch die 29,72 Euro bis zum 31.12.2017, (Zeitraum: 15.09.2017 – 31.12.2017) dann ist Schluss.
Heute wurde nämlich im „Boazner“ (für Nicht-Ansässige: Bozner Rundfunksender – Rai Südtirol) gemeldet, dass der Chefredakteur der Dolmiten, Herr Toni Ebner Folgendes sagte (dem Sinn nach): bei uns wird das mit den „Problem-Tieren“ schnell erledigt. Sprich Abschuss!
Das ist mit mir nicht zu machen! Bei mir wird so ein Abo der Dolomiten schnell erledigt.

Überraschen tut mich das überhaupt nicht, weil ich die „christliche Tierliebe“ (mit ihrem Alibi-Heiligen Franziskus) schon lange kenne. Aus dem Vatikan tönte es vor einigen Jahren: In der Kirche haben Tiere keinen Platz. Ich weiß nicht ob der Satz von Joseph Ratzinger selbst stammt.

Außerdem gefällt mir nicht dass in den Dolomiten mindestens zu 25 Prozent Beiträge mit christlichem Inhalt zu sehen sind. Dazu ist ja das „Katholische Sonntagsblatt“ da. (Auch aus dem Medienhaus Athesia). Eine weltliche Tageszeitung sollte sich bemühen weltanschaulich neutraler daher zu kommen. Sonst müssen sie eben nur christliche Leser zu ihren Abonnenten zählen.

Nochmal zu den „Problem-Tieren“ (nebenbei kenne ich mehr Problem-Menschen als solche Tiere, ich sage immer es gibt nur menschliche Bestien, keine tierischen). Ich finde es vollkommen richtig, dass die EU verbietet Entschädigungen an die Bauern zu bezahlen, wenn sie KEINE Vorsichtsmaßnahmen getroffen haben, die da wären: Weidezaun und Hirtenhunde. Aber die Südtiroler scheinen ja einen eigenen Südtiroler Dickschädel zu haben. Mir tun die Tiere leid, aber NICHT die Bauern.
Das hat mir heute wieder gereicht und mir kam gleich der Gedanke das Freitag-Abo zu kündigen.

Mit freundlichen Grüßen… usw.

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Siehe auch:

http://hubert-vonwenzlblogspotcom.blogspot.it/2017/08/ein-problembar-weniger.html

Der Beitrag der Frankfurter Rundschau ist aber viel zu tier-kritisch, anstatt die Zeitung sich auch mit dem Fehlverhalten des Menschen befassen würde.

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Hier aber zu einem Beitrag von salto.bz/de

bei dem die Scheinheiligkeit der Ebner-Familie aufgezeigt wird.

 

Eine (schein)heilige Familie

 

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Foto: salto.bz/de – links der Chefredakteur Toni Ebner – Chef der meistgelesenen Südtiroler Tageszeitung Dolomiten

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Eine (schein)heilige Familie

Seit Wochen schürt die Athesia in Sachen Politikerrenten den Volkszorn. Was man aber versteckt: Die Familie Ebner kassiert seit Jahren gleich drei lukrative Politpensionen.

Toni Ebner hat einen Scoop gelandet. Seit der Chefredakteur der Dolomiten und seine Mann- und Frauschaft vor gut zwei Wochen den Skandal um die Pensions-Vorschusszahlungen der Landtagsabgeordneten aufgedeckt haben, rollt eine berechtigte Lawine der Empörung durchs Land. Der Volkszorn kocht hoch in Südtirol.  An vorderster Front der moralischen Entrüstung marschieren dabei die Tageszeitung Dolomiten und die Athesia.

Was der Herold der Volksmoral Toni Ebner und sein Blatt aber bewusst ausblenden, ist die Tatsache, dass er und die Athesia damit weit mehr als nur aus dem Glashaus mit Steinen werfen. Denn es gibt keine Familie in Südtirol, die von den goldenen Politpensionen mehr profitiert als seine eigene. Die Familie Ebner kassiert seit Jahren gleich drei lukrative Politpensionen. 

Michl Ebner saß von 1979 bis 1994 im italienischen Parlament. Dafür kassierte er bis 2012 eine monatliche Rente von 5.305 Euro. Nach einer vom Parlament beschlossenen Kürzung sind es seit 2013 nur mehr 4842,71 Euro. Doch Michl Ebner saß von 1994 bis 2009 auch im Europaparlament. Dort klingelt für den amtierenden Handelskammerpräsidenten ebenfalls ordentlich die Kasse. Wie viel Ebner aus Brüssel bekommt, ist ein Geheimnis des Glaubens. Das EU-Parlament legt die Renten nicht offen, er selbst will sich in den Medien dazu nicht äußern.

In Brüssel heißen die Politpensionen recht nobel „Ruhegehalt“. Die oberste Grenze dieses Ruhegehaltes sind derzeit 5.569,80 Euro. Nach dieser Berechnung würde Michl Ebner monatlich 3.098,18 Euro bekommen. Doch die Regelung wurde im Juli 2009 eingeführt. Michl Ebner verließ das EU-Parlament aber wenige Wochen zuvor. Für ihn gilt deshalb noch die alte viel lukrativere Regelung, die „1989 eingeführte Ruhegehaltsergänzungsregelung für Mitglieder des Europäischen Parlaments“. Demnach dürfte seine Brüsseler Pension zwischen 4.000 und 5.000 Euro im Monat liegen.

Wie viel ergibt eine Hinterbliebenen-Rente von 2500 Euro in 30 Jahren?

Was Südtirols Medien aber (bewusst) vergessen: Die Politik ist der Familie Ebner in die Wiege gelegt und damit auch die Politpension. Auch Toni Ebner, Vater von Michl und Toni, saß von 1948 bis 1963 als SVP-Abgeordneter im italienischen Parlament. Bereits in der ersten Legislatur führte das Parlament im Nachkriegs-Italien eine Regelung ein, die einem nicht mehr Gewählten eine Rente sichert. Der Hintergedanke: Nicht nur Reiche sollen in die Politik gehen.

Toni Ebner Senior verstarb 63-jährig im Dezember 1981. Damit fällt die Rente an seine Frau Martha Ebner. Die Regelung sieht vor, dass die Ehefrau 60 Prozent der Politikerente bekommt. Derzeit gibt es in Italien 1.064 solcher Leibrenten, die an die Ehefrauen oder Kinder verstorbener Parlamentarier übertragen werden. Die Empfänger werden vom Parlament nicht offen gelegt. Martha Ebner bekommt so seit gut 30 Jahren eine parlamentarische Hinterbliebenen-Rente, die bei 2.500 Euro im Monat liegen dürfte. In über 30 Jahren sind das rund 1 Million Euro.

Eine Tatsache, die der durchaus sozial verdienten Grande Dame aus dem Hause Ebner, kaum vorzuhalten ist. Ihren beiden Söhnen aber schon. Denn anscheinend gilt die zur Schau gestellte Moral im eigenen „Athesia“-Haus nicht. Michl Ebner, der laut Steuererklärung im Jahr 2011 ein Gesamteinkommen von 1.070.822 Euro angegeben hat, könnte die Massen mit einen einfachen Schritt beruhigen: Der Millionär soll auf seine Politrenten oder auf seine monatliche Entschädigung von 6.800 Euro als Handelskammerpräsident verzichten. Dann wäre die Dolomitenkampagne weniger „scheinheilig“.

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Eine (schein)heilige Familie

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Zum Ebner-Clan siehe auch:

https://www.salto.bz/de/article/06032014/michl-ebner-ich-habe-mich-nie-als-machtig-empfunden

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Gruß Hubert