Vieles hat man ja schon gewusst. Aber es war zum Teil noch brutaler als man dachte. Ex-Präsident George Bush lobte die CIA auch noch und sagte die Männer und Frauen dort hätten hart gearbeitet und er sei stolz auf sie. Wenn er mit hart gearbeitet meint, dass sie hart gefoltert wurden, dann stimmt es.

Hier ein Artikel von yahoo / dpa

 

Brutal, illegal, nutzlos: Späte Wahrheiten über CIA-Folter

 

dpa/DB Amnesty International Uk – Szenenfoto aus dem von Amnesty International in Auftrag gegebenen Kampagnenfilm „Stuff Of Life“. Foto: Amnesty International UK/Archiv


Eine der brutalsten «Verhörmethoden» der CIA ging so: Das Opfer wird auf ein schräg abfallendes Brett gelegt – mit dem Kopf nach unten. Mund und Nase werden mit einem Tuch belegt. Dann beginnt die eigentliche Arbeit.

Die «Verhörspezialisten» richten einen Wasserstrahl auf das Gesicht, das Opfer kann nicht mehr atmen, es reagiert mit Panik, glaubt zu ertrinken.

«Waterboarding» nannte die Regierung von Präsident George W. Bush dieses Vorgehen, das die Fahnder nach den Terroranschlägen vom 11. September weiterbringen sollte. Dass es sich um Folter handelte, stritten die Beteiligten rundheraus ab. Kritiker hatten seinerzeit bereits ein anderes Wort für das Grauen: «Gulag auf amerikanisch».

Nach jahrelangem Ringen und massivem Widerstand legt der US-Senat jetzt einen Bericht über die «enhanced interrogations» (harsche oder verschärfte Verhörmethoden) vor.

Dass die CIA gefoltert hatte, ist längst bekannt. Auch die Methoden: Terrorverdächtige wurden gegen Gefängnismauern geschleudert, mussten tagelang stehend verbringen. Weitere Methoden: Extremer Schlafentzug, andere Opfer wurden in sargähnliche Kisten gesperrt, mit dem Tod bedroht. Doch nun meint die US-Senatorin Dianne Feinstein, das Ganze sei viel «brutaler» gewesen als zuvor angenommen – schockierend sei vor allem auch das Ausmaß der Brutalitäten.

Politisch brisant ist auch etwas anderes: Jahrelang hieß es, die umstrittenen Methoden hätten zu erheblichen Erfolgen im Anti-Terrorkampf geführt, die Opfer hätten unter ihren Qualen Geheimnisse über das Al-Kaida-Netz ausgeplaudert. Vor allem der ehemalige Vizepräsident Dick Cheney brüstete sich geradezu mit diesen angeblichen Erfolgen. Doch der Senatsbericht streitet das rundherum ab: «Die harschen Verhörmethoden der CIA waren kein effektives Mittel, Geheimnisse zu erfahren oder die Kooperation der Gefangenen zu erlangen.»

Tatsächlich hatten schon zuvor Experten die «verschärften Verhöre» in Frage gestellt. Statt ehrliche Antworten zu geben, würden die Verhörten eher unwahre Geschichten und falsche Namen preisgeben. Auch Präsident Barack Obama ließ verlauten: «Diese Techniken dienten nicht unseren breiteren Anstrengungen im Anti-Terror-Kampf oder unseren nationalen Sicherheitsinteressen». Das kommt einem vernichtenden Urteil über die Geheimdienstler gleich.

Neu ist auch, in welchem Ausmaß die CIA Regierung und Präsidenten hinters Licht geführt haben. «Die Verhöre der CIA waren brutal und viel schlimmer, als die CIA es gegenüber Politikern und Anderen darstellte.» Die Geheimdienste hätten unter anderem falsche oder gezinkte Berichte an das Justizministerium gegeben.

Die USA machen sich auf Proteste und Demonstrationen in weiten Teilen der Welt gefasst. John McCain, der republikanische Senator und Vietnamveteran, der in Hanoi selbst jahrelang Folter aushalten musste, bringt es auf den Punkt: «Trauigerweise braucht es in einigen Teilen der Welt heutzutage nur wenig Ermunterung zur Gewalt.» Den Bericht über Folter der USA könne Terroristen als wohlfeile Begründung für weitere Verbrechen missbrauchen.

https://de.nachrichten.yahoo.com/brutal-illegal-nutzlos-sp%C3%A4te-wahrheiten-%C3%BCber-cia-folter-130006466.html
.
.
————-
.
.

Die schlimmsten Qualen, die Terrorverdächtige laut einem Bericht des US-Senats bei CIA-Verhören ertragen mussten:

– Schlafentzug bis zu 180 Stunden. Die Hände der Opfer wurden dabei teilweise über dem Kopf festgebunden

– «Waterboarding», das simulierte Ertränken

– Schein-Hinrichtungen, «russisches Roulette». Gefangenen wurde gesagt, sie kämen niemals lebend aus der Haft

– Rektale Ernährung oder rektale Rehydratation von Hungerstreikenden ohne medizinische Notwendigkeit

– Zwangsbäder in Eiswasser

– Drohungen, dass Familienmitglieder getötet würden

– «Walling», Gefangene wurden mit Wucht gegen Wände geschleudert

– Schläge in den Unterleib

– Isolation in dunklen Räumen mit lauter Musik

 

http://de.nachrichten.yahoo.com/hintergrund-die-grausamsten-verh%C3%B6rmethoden-der-cia-130736127.html

 

————————

 

Schweigegeld: CIA bezahlt Polen für Geheimgefängnisse im Land

Redaktion

Auszug.

Mindestens eine Million Dollar – in polnischen Medien ist sogar von 15 Millionen Dollar die Rede − bezahlte die CIA an Polen, um im osteuropäischen Land Geheimgefängnisse unterhalten zu können, in denen mutmaßliche Terrorverdächtige festgehalten wurden, heißt es im vorgestern veröffentlichten Folterbericht des amerikanischen Senats.


Warschau hatte anfänglich Bedenken gegen diese Praxis erhoben und versucht, die Überstellung von Verdächtigen zu stoppen, aber nach einem großzügigen Angebot entwickelte das Land eine »flexiblere« Haltung zu diesem Thema. In dem Senatsbericht, in dem viele Stellen geschwärzt wurden, wird Polen nicht namentlich erwähnt, sondern einfach als das »Land« bezeichnet.
.
Einige Einzelheiten wie die Namen der Gefangenen, die nach Polen gebracht wurden, sowie der Zeitpunkt, an dem sie in dem CIA-Geheimgefängnis eintrafen, stimmen mit den Angaben überein, die in der Urteilsbegründung des Europäischen Menschenrechtshofes im Juli dieses Jahres genannt wurden, in der die Richter die Existenz von CIA-Geheimgefängnissen in Polen für erwiesen halten. In dem US-Senatsbericht heißt es:
.
»Im Dezember 2002 wurden die beiden Personen, die damals von der CIA in [dem] Land festgehalten wurden (Abu Zubaydah und Abd al-Rahim Hussein Muhammed al-Nashiri), in [das] Land gebracht.« Die Vereinbarung, in dem Land ein CIA-Gefängnis zu unterhalten, »hat zu zahlreichen, anhaltenden Problemen zwischen [dem] Land und der CIA geführt«, heißt es weiter.
.
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/redaktion/schweigegeld-cia-bezahlt-polen-fuer-geheimgefaengnisse-im-land.html

.

Gruß Hubert