Archiv für das Schlagwort ‘Skaryszew

Tiermärkte in Osteuropa – Wenn Pferde zur Schlachtware werden   Leave a comment

.

Ich kann mich nur wundern wie viele unkultivierte, rohe und primitive Menschen es gibt. Pferde sind hochsensible Wesen. Sie verdienen sich eine gute Behandlung und nicht brutale Misshandlungen und dann auch noch tausende km unter miserablen Zuständen transportiert zu werden, wo sie oft verletzt werden oder auch tot ankommen.

Anfang März findet der größte Pferdemarkt Europas im südpolnischen Skaryszew statt. Doch wer hier an eine Veranstaltung mit schicker Pferdeschau und dem neusten Schnick-Schnack für Pferdeliebhaber denkt, irrt sich. Wie viele Tiermärkte in Polen und Rumänien gilt auch dieser, seit 1433 bestehende Markt, als einer der größten Umschlagorte für ausgediente Nutztiere.

Pferde stehen hoch im Kurs

Einmal jährlich, zuletzt vom 10.-11. März 2014, kommen bis zu 10.000 Pferdehändler nach Skaryszew, um mit Tieren aus Osteuropa sowie Holland und Deutschland zu handeln. Die Händler pferchen die Pferde in alte Anhänger und transportieren diese über hunderte Kilometer ans Ziel.
Für die „Ware“ Pferd ist der Markt nur ein kurzer Zwischenstopp auf einer langen Fahrt in den Tod, denn sie sind vorrangig für die Schlachthöfe Italiens, Frankreichs, Belgiens und der Niederlande bestimmt.

 

Skaryszew_W-tiersch-org

Skaryszew ist kein Einzelfall

 

Polen und Rumänien sind Magneten für Tierhandel dieser Art. Im polnischen Bodzentyn findet seit über 400 Jahren zweimal wöchentlich ein „traditioneller“ Tiermarkt statt. Hier werden hunderte Rinder sowie an die tausend Pferde gehandelt. In Rumänien gibt es ca. 233 solcher wöchentlich stattfindenden Märkte, auf denen neben den Dingen des alltäglichen Lebens, auch Tiere wie Kälber und Wasserbüffel, aber vor allem Pferde verkauft werden.

Alte Tradition trifft auf skrupellose Geschäftemacher
.
Die Zustände auf den Märkten sind oft erschreckend. Die Tiere stehen dicht gedrängt in Eiseskälte und Matsch, häufig ohne jegliche Wasser- und Futterversorgung, was zu extremen Stress führt. Die Mehrzahl ist bereits durch den Transport und das Be- und Entladen schwer gekennzeichnet. Wunden bleiben meist unversorgt oder werden behelfsmäßig rein optisch z.B. mit silberfarbenem Autolack kaschiert, um keinen Preisverlust zu erleiden. Um die malträtierten, erschöpften Tiere voranzutreiben, kommen neben Holz- und Eisenstangen sogar Elektrotreiber an empfindlichsten Körperstellen zum Einsatz.

Fehlende Kontrollinstanzen

Zwar gibt es in Polen und Rumänien Gesetze und Verordnungen zum Schutz der Tiere, diese werden jedoch noch unzureichend umgesetzt. So findet auf dem Markt im rumänischen Agnita mittels EU-Richtlinien inzwischen eine Zauntrennung statt: auf der einen Seite findet man Händler mit gechipten Tieren und offiziellem Tierpass, auf der anderen Kleinbauern deren Tiere keinen Gesundheits- oder Herkunftsnachweis haben. Möglichkeiten, die Richtlinien zu umgehen und an Pässe zu kommen, gibt es nach wie vor. Brüssel ist weit weg.
.
Handeln
.
Die Verlierer sind letztendlich die Tiere. So kostet auf Märkten beispielsweise ein Kilo lebend Jungpferdefleisch 1,90 €, verkauft in Italien an der Fleischtheke für 12 €. Es ist hauptsächlich privaten Initiativen sowie verschiedenen Tierschutzorganisationen zu verdanken, dass die katastrophalen Umstände unter denen diese Tiere gehandelt werden, an die Öffentlichkeit gelangen.
.
So können auch Sie sich für die Tiere stark machen:
– Nachfrage bestimmt den Preis: Verzichten Sie auf Billigfleisch und kaufen Sie tierische Erzeugnisse bei regionalen Bauernbetrieben mit einsehbarer Tierhaltung, die sie im Idealfall vorher selbst besucht haben. Verbreiten Sie diesen Artikel in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis.
Unterschreiben Sie die Petition auf change.org gegen den grausamen Tierhandel.

 

Pferdemarkt_Skaryszew-PL
.
.
http://welttierschutz.org/tiermarkte-in-osteuropa-wenn-pferde-zur-schlachtware-werden/
.
.

STOPPT den grausamen Pferdemarkt in Skaryszew/Polen

Das Schreien und angstvolle Wiehern der Pferde ist schon von Weitem zu hören. Kommt man näher, so kann man die blanke Angst in ihren Augen sehen. Jährlich findet an einem Wochenende im Februar in Skaryszew/Polen der größte und grausamste Pferdemarkt statt. Hunderte von Pferden (im Jahr 2012 waren es ca. 2000) werden dort jedes Jahr regelrecht verscherbelt, danach quer durch Europa nach Italien, Frankreich und andere Länder transportiert, wo sie meist auf der Schlachtbank landen.

Auf dem Markt und bei den Transporten herrschen furchtbare Bedingungen: Blutlachen auf dem Boden, Tiere stehen mit offenen Brüchen im Schlamm. Verkäufer und Käufer sind stark betrunken, dafür gibt es Zeugen und Berichte auf polnischer Seite. Beim Ein- und Ausladen der Pferde passieren schwere Unfälle. Welche Greueltaten gegenüber diesen hochsensiblen Tieren! Polnische Tierrechtler und Tierschützer kämpfen seit Jahren gegen diesen Markt.

Doch es gibt Hoffnung: Nicht nur wegen des Pferdefleischskandals waren laut der polnischen Nachrichtenagentur PAP in diesem Jahr Inspektoren der Veterinärbehörde und Polizisten vor Ort. Das allein reicht jedoch nicht: Die Gesetzeslage innerhalb Europas zum Tierschutz ist uneinheitlich und schützt Tiere vor solchen Grausamkeiten derzeit nicht. Wir brauchen ein einheitliches europaweites Tierschutzgesetz, umfassend alle EU-Länder! Wann es dazu kommen könnte, ist kaum zu prognostizieren. Doch das Leid der Pferde auf dem Markt in Skaryszew in Polen muss so schnell wie möglich ein Ende haben. Dieser Markt muss verboten werden!
.
http://www.change.org/p/stoppt-den-grausamen-pferdemarkt-stop-gruelty-horse-market-in-skaryszew-polen

.

Videos von Tierschützern

Überhaupt: Der Skandal findet auf dem polnischen Pferdemarkt nicht statt. In Verruf gekommen ist der Skaryszewer Markt durch Videoaufnahmen von Tierschützern. Zu sehen sind Händler, die verängstigte Pferde mit brutalen Peitschenschlägen in enge Transporter prügeln. Sie zwingen Pferde zum Aufstehen, indem sie ihnen Eisenstangen in den After stecken und diese unter Strom setzen. Auch Bilder von verletzten oder auf dem Transport gestorbenen Tieren schadeten dem Ansehen von Skaryszew schwer.
http://www.taz.de/!111998/

 

Gruß Hubert

 

Pferdemarkt6_Polen-Skaryszew

.

.

Veröffentlicht 15. Februar 2015 von hubert wenzl in Tierschutz

Getaggt mit , , ,

Auch in Österreich werden Fohlen zu Pferdefleisch verarbeitet   Leave a comment

Das Pferdefleisch ist jetzt ja in aller Munde. Ach wie schrecklich – jetzt ist Pferdefleisch drin wo Kuhfleisch drauf steht. Klar, das ist Betrug, das soll ncht verschwiegen werden. Aber man sollte sich im Kapitalismus nicht zu sehr darüber wundern, will man ja höchstmöglichen Profit haben, ganz egal auf wessen Kosten. Was aber wirklich traurig ist, dass so viel Fleisch gegessen wird. Woher das Fleisch stammt und wie Tiere gehalten werden und zu Tode kommen, interessierte die große Masse nicht, Hauptsache billig. Billig und auf der anderen Seite möglichst viel Gewinn geht aber nur mit Tierqual, also auf dem Rücken der unschuldigen Tiere.

Skandalös ist es wenn Fohlen im Alter von nur 4 bis 6 Monaten jeden Herbst meist nach langen Tiertransporten, vorwiegend nach Italien, geschlachtet werden. Dies wird von der EU auch noch subventioniert. Der brutalste Pferdemarkt in der EU findet jedes Jahr in Skaryszew, Polen, statt, wo ca. 2000 Pferde verscherbelt werden. Verkäufer und Käufer sind stark betrunken, dafür gibt es Zeugen und Berichte auf polnischer Seite.
„Das Schreien und angstvolle Wiehern der Pferde ist schon von Weitem zu hören. Kommt man näher, so kann man die blanke Angst in ihren Augen sehen.“

Hier ein Bericht von Tierschutznews.ch

Immer wieder liest man in diversen Medien, daß Pferde nicht zum Schlachten gezüchtet würden.

Das entspricht leider nicht der Wahrheit, denn auch in Österreich werden Pferde und vor allem Noriker- und Haflinger-Fohlen in großen Mengen regelrecht für den Fleischmarkt produziert. (Siehe auch der RTL-Beitrag vom letzten Herbst über unsere Freikaufaktionen).

Dazu Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT: „Nur die „schöneren“ Fohlen oder solche, die zufällig private Plätze finden, bleiben vorerst am Leben;

alle welche nicht den oft obskuren Zuchtkriterien entsprechen, werden jeden Herbst im Alter von nur 4 bis 6 Monaten (!) – großteils auf Pferdemärkten – versteigert und entweder in Österreich zu Pferdefleisch verarbeitet oder – noch schlimmer – in stundenlangen Tiertransporten nach Italien zum Mästen und Schlachten gekarrt. Und diese alljährliche Überproduktion wird mit unseren Steuergeldern auch noch subventioniert!“

Die Tierschutzorganisation ANIMAL SPIRIT kauft schon seit fast 10 Jahren jeden Herbst soviele dieser „Schlacht“-Fohlen wie möglich frei, vermittelt sie an gute und kontrollierte Privatplätze oder bietet Pferden und anderen „Nutz“-Tieren ein artgerechtes Leben auf einem seiner beiden Tierschutzhöfe in Laaben (NÖ) und Esternberg (OÖ). Aber jeder Konsument sollte sich bewußt sein: Das Essen von Pferdefleisch verursacht Gewalt gegen Tiere – nicht anders als das Verzehren von Rindern, Schweinen und anderen an ihrem Leben hängenden Wesen.

Dr. Plank weiter:

„Die immer billigere „Produktion“ von Fleisch funktioniert nur durch immer intensivere – und damit meist auch tierquälerischere – Massentierhaltung. Somit wird der Preiskampf wieder einmal auf dem Rücken der unschuldigen Tiere ausgetragen.

Aber nicht nur Schweine, Rinder, Kälber, Puten oder Masthühner leiden unter den immer unnatürlicheren Haltungsbedingungen, auch Reit- und Turnierpferde werden vielfach geschunden, überzüchtet, überdressiert und manchmal sogar zu Tode geritten; nach dem Ende ihrer „nutzbaren“ Zeit landen auch hier die meisten am Schlachthof, das Gnadenbrot gönnt ihnen kaum eine/r der ehemaligen BesitzerInnen!“

ANIMAL SPIRIT fordert verpflichtende Kennzeichnung von Ursprungsland, Art der Haltung und Schächtung!

Brutalster Pferdemarkt der EU: Skaryszew, Polen

Und immer mehr dieser „ausrangierten“ Pferde, die oft tagelang lebend transportiert werden und dann als „Billigfleisch“ offensichtlich eben auch auf den Tellern hiesiger Fleisch-Esser landen, kommen aus dem ehemaligen Ostblock. So läuft gerade auf „change.org“ eine Petition gegen den jährlich in Skaryszew, Polen, stattfindenden größten und grausamsten Pferdemarkt Europas: „Ca. 2.000 Pferde werden dort regelrecht verscherbelt, danach quer durch Europa nach Italien, Frankreich und andere Länder gekarrt, wo sie auf der Schlachtbank landen. Furchtbare Bedingungen herrschen auf dem Markt und bei den Transporten.“ Mehr des Textes über die dort herrschenden extrem brutalen Zustände ist an dieser Stelle nicht zumutbar (mehr dazu HIER – http://www.change.org/de/Petitionen/stoppt-den-grausamen-pferdemarkt-in-skaryszew-polen )

Dr. Plank abschließend: „Da in letzter Zeit, und nun vermehrt aufgrund dieses aktuellen „Pferdefleisch-Skandals“ wieder einmal vollmundig von allen Seiten die Kennzeichnung der Herkunft des Fleisches gefordert wird, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, für die Forderung der Verpflichtung des Handels, nicht nur das genaue Ursprungsland und die Art der Haltung angeben zu müssen, sondern auch, ob das Fleisch von geschächteten – also gänzlich ohne Betäubung entbluteten – Tieren stammt.“

Geschrieben von Animal Spirit

Auch-in-Oesterreich-werden-Fohlen-zu-Pferdefleisch-verarbeitet

Gruß Hubert

Veröffentlicht 22. Februar 2013 von hubert wenzl in Tierschutz

Getaggt mit , , , , ,