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Es ist die unterste moralische Stufe, wenn jemand mit dem Tod Geld verdient. George Soros, der Investor ist für Waffenlieferungen an Kiew und beschwört die Europäer, die Ukraine jetzt nicht allein zu lassen.
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(7.2.2015) Eher in kritischen Veröffentlichungen als im Mainstream wird die dubiose Rolle des Investors George Soros bei Umstürzen aller Art thematisiert. Der Mainstream fungiert hingegen sowohl als Plattform für Soros-Kommentare und Interviews als auch für von Soros unterstützte vermeintlich unabhängige NGOs, deren Ziel „regime change“ in souveränen Staaten ist. Wolfgang Effenberger stellt hingegen Soros‘ Rolle beim Umsturz in der Ukraine und seine Forderungen an die EU dar:
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Schon zu Beginn des neuen Jahres klärte die Investor-Legende George Soros die amerikanische Bevölkerung in Sachen EU, Ukraine und Russland auf. Unter dem Titel „Europe at War“  schrieb Soros, dass sich die EU de facto im Krieg gegen Russland befinde und entsprechend handeln müsse. Somit müsste die Sparpolitik aufhören und die Aufrüstung Priorität erhalten. Darin sieht Soros  sogar ein gutes Konjunkturprogramm für Brüssel.
Der Trommler für die Interessen von „Wall Street“ und „City of London“ verlangte von Brüssel, die Ukraine vorerst mit 20 Milliarden zu unterstützen. Das sei besser, als dass sich am Ende die EU selbst gegen Russland verteidigen müsse.
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So reden diejenigen Hasardeure, vor denen Dwight D. Eisenhower am 17. Januar 1961 in seiner Abschiedsrede gewarnt hat:  „Nur eine wache und aufgeklärte Bürgerschaft kann der riesigen Verflechtung der industriellen und militärischen Maschinerie mit unseren friedlichen Methoden und Zielen etwas entgegensetzen, so daß Sicherheit und Freiheit zusammen gedeihen können.“ Heute sind wir – wie vor 100 Jahren – wieder in Gefahr, von den „Kaufleuten des Todes“ in einen Krieg hineinmanipuliert zu werden.  Diesen Zusammenhang hatte 1936 das „Nye Committee“ oder „Senate Munitions Investigating Committee“ bei der Suche nach den Gründen für den Eintritt der USA in den ersten Weltkrieg ermittelt. In 93 Anhörungen hatten die Senatoren Homer Bone, Bennett Champ Clark, Arthur V. Vandenberg und Gerald Nye zwei Jahre lang insgesamt 200 Zeugen befragt, darunter J.P. Morgan JR. und Pierre S. du Pont, und dabei herausgefunden, dass die Waffenindustrie neben Preisabsprachen vor und während des Krieges starken Einfluss auf die US-Außenpolitik genommen hatte. Die USA seien 1917 von den „Kaufleuten des Todes“ (merchants of death) – Bankern und Rüstungsindustriellen – in den europäischen Krieg getrickst worden, lautete schließlich  das vernichtende Urteil.
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Tritt heute  George Soros in die Fußstapfen von J.P. Morgan? Nein! Soros, der „Staatsmann ohne Staat“, dürfte heute noch mehr Einfluss an der „Wall Street“ und der „City of London“ haben. Er hat schon Finanz- bzw. Spekulationsgeschichte geschrieben. 1992 führte sein Angriff gegen das englische Pfund zum Rückzug Englands aus dem EWS. Der damalige englische Premier John Major beerdigte sein Vorhaben, England in die geplante Eurozone zu führen. Ende Januar 2015 und nur eine Woche vor der Münchener Sicherheitskonferenz erschien nun im FAZ-Feuilleton ein gemeinsamer Appell von George Soros und Bernard-Henri Lévy: „Aufruf an die EU: Wir müssen der Ukraine helfen.“

„Der Geist des Majdan ist stärker als je zuvor:
Europa darf die Ukraine jetzt nicht alleine lassen“

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Die beiden Kriegstrommler beschwören die Europäer, die Ukraine jetzt nicht allein zu lassen. Dort sei der Geist des Majdan stärker als je zuvor. Beide beschreiben den Putsch als Transformation der Ukraine zu mehr Demokratie, als einen bewundernswerten Versuch, die Nation für Moderne, Demokratie und Europa zu öffnen. Nun stehe nicht nur die Zukunft der Ukraine  auf dem Spiel, sondern auch die Zukunft der Europäischen Union. „Der Verlust der Ukraine wäre ein gewaltiger Verlust für Europa. Das würde Russland in die Lage versetzen, die Europäische Union zu spalten und zu beherrschen.“ Um das zu verhindern, brauche die Ukraine dringend finanzielle Hilfe (die natürlich vornehmlich für umfassende Rüstungskäufe verwendet werden dürfte). Die Transformation in der Ukraine hatte jedoch bis jetzt kaum positive Auswirkungen. Dagegen ist es wahrscheinlich, dass aus dem „Geist des Majdan“ ein gefährliches Monster hervorgegangen ist.
 
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In seinem neuen Buch „Krieg in der Ukraine“ analysiert der bekannte Experte geostrategischer Entwicklungen, F. William Engdahl,  messerscharf Amerikas verborgene Strategie. Er beweist, dass die USA hinter den immer gewalttätiger werdenden Protesten standen, die eskalierten, als Heckenschützen auf dem Majdan in die Menge feuerten und Menschen töteten. Nun konnte der von den USA geplante „Regime Change“ durchgeführt werden.
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Die westlichen Medien machten jedoch Putin für die Vorgänge auf dem Majdan verantwortlich. Bis heute geht die Täuschung der Öffentlichkeit weiter. Am 27. Februar putschten die US-Hardliner ihren Favoriten, den blass und jugendlich wirkenden 40jährigen Arsenij Petrowytsch Jazenjuk –  auch mit Hilfe rechtsradikaler, antisemitischer und antidemokratischer Fußtruppen – an die Macht. Seither werden – siehe den Artikel von Soros und Levy –  die Werte Demokratie und Menschenrechte hervorgekehrt, die in Wirklichkeit aber mit Füßen getreten werden.
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Mit harter Hand steuerte das US-Außenministerium die Inthronisation von Jazenjuk, ohne sich groß um die Belange der EU zu scheren. „Fu.. the EU!“  Dieser Aussprach machte die Einstellung  der stellvertretenden US-Außenministerin Victoria Nuland für jedermann deutlich. Sie ist mit Robert Kagan, einem der bekanntesten Neokonservativen der USA verheiratet. Mit im Bunde der  Öl- und Finanztycoon George Soros, Unterstützer der Demokratischen Partei in den USA. Auch er setzte auf Arsenij Jazenjuk, den Führer der Vaterlandspartei, dem auch langjährige Verbindungen zur  Scientology-Sekte nachgesagt werden. Nach Aussage des investigativen Journalisten Wane Madsen soll er dort den Rang «Operating Thetan Level 6» (OT-6) bekleiden.
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In diesem Machtkartell hatte der Boxweltmeister und medienwirksame Umsturzkatalysator Vitali Klitschko, von der Konrad-Adenauer-Stiftung und den deutschen Großmedien blauäugig als zukünftiger ukrainischer Regierungschef aufgebaut, keine Chance. Der schmächtige Jazenjuk hatte dagegen von 2001an immer wichtige politische Ämter bekleidet: Parlamentspräsident, Wirtschafts-, Außenminister, Vizepräsident der Nationalbank. Noch mehr ins Gewicht fallen dürfte seine 2007 gegründete „Open Ukraine Foundation“ – im Untertitel „Arseniy Yatsenyuk Foundation“. Sponsor war die „International Renaissance Foundation“ (IRF) von George Soros. Soros hatte schon 2004 der Oligarchin Julia Timoschenko bei der „orangenen Revolution“ in die Regierung verholfen. Die damaligen Vorgänge in Kiew wurden von Peter Scholl-Latour als das angeprangert, was sie waren: als eine von US-NGOs unter Beteiligung von George Soros inszenierte Farce mit dem Ziel, den US-amerikanischen Einfluss zu etablieren.
 
Weiter ist Jazenjuks Stiftung verbunden mit der „U.S.-Ukraine Foundation“ (US-Außenministerium), der Swedbank, der „Black Sea Trust for Regional Cooperation“ (ein Projekt des German Marshall Fund) und dem britischen „Royal Institute of International Affairs“, kurz „Chatham House“. Das ist ein global tätiger Think-Tank von über 300 Konzernen und Banken mit Sitz in London, der mit anderen Stiftungen wie der „Rockefeller Foundation“, der „Bill & Melinda Gates Foundation“ und der „Konrad-Adenauer-Stiftung“ ebenso zusammenarbeitet wie mit der NATO und der Europäischen Union. Auch die US-Regierungsstiftung „National Endowment for Democracy“ (NED)  – jene „Privatisierung“ von CIA-Aktivitäten, mit der „Demokratie“ gebracht wird (auch nach Russland) – trägt zur Öffnung der Türen in der Ukraine bei.
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In der Berichterstattung über die Ukraine-Krise arbeiten die deutschen öffentlich-rechtlichen Medien eng mit dem „Ukrainian Crisis Media Center“ (UCMC) zusammen. Dieses internationale PR-Netzwerk wird u.a. auch von George Soros finanziert und soll der „russischen Propaganda“ entgegentreten. Von diesem  „Medienpool“ ist also keine unabhängige Berichterstattung zu erwarten. Wer mit der „Soros-Organisation“ pressemäßig gemeinsame Sache macht, so Willy Wimmer, weiß doch genau, dass diese Organisation eine eigene Agenda verfolgt. Und auf dieser Agenda steht auch der „Regime Change“ in Moskau. In flammender Kriegsrethorik drohte der französische Philosoph Bernard Henri Lévy am 2. März 2014 auf dem Majdan Wladimir Putin, man werde gegen ihn die gleichen Methoden anwenden wie gegen Janukowitch. Am Ende seiner Rede skandierte er „No pasarán!“ (dt. „Sie werden nicht durchkommen!“). Das war 1936 der Schlachtruf der spanischen Revolutionärin Dolores Ibárruri Gómez, genannt La Pasionaria, im Kampf gegen Franco.
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Bernard H. Levy hatte sich bereits 2011 als Trommler für den Krieg gegen Libyen einen Namen gemacht, während George Soros Söldner und islamische Rebellen unterstützte, welche die Regierung stürzten und den Machthaber Oberst Muammar al-Gaddafi ermordeten.
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http://www.ceiberweiber.at/index.php?type=review&area=1&p=articles&id=3314

 

Gruß Hubert