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Ende des Westens?   Leave a comment

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Ich glaube nicht wie Jakob Augstein in der Spiegel-Kolumne, dass Trumps Sieg das Ende des Westens, des Liberalismus und der Beginn eines neuen Faschismus ist. Ich glaube auch nicht, dass Trump ein Faschist ist, wenn er auch gewisse Tendenzen in diese Richtung hat. Aber ich glaube schon, dass der Vormarsch der Populisten eine Zäsur darstellt, auf die man sich in nächster Zeit einstellen muss und der Zug eindeutig nach rechts geht.
Was mir am Populismus nicht gefällt, ist die Neigung zum Autoritären und zum Konservativen. Auch das konservative Familienbild gefällt mir nicht und ist nicht mehr der Zeit angepasst. Ich glaube auch nicht, dass der Populismus mehr soziale Gerechtigkeit bringt, ich befürchte eher das Gegenteil. Die soziale Gerechtigkeit ist für mich aber ein Maßstab, mit der ich eine Partei bewerte. Der gesellschaftliche Zusammenhalt ist ohne ein gewisses Maß an sozialer Gerechtigkeit schwer unter Druck.

Jetzt zu Jakob Augstein und seiner Kolomune.

Trump des Willens

Donald Trumps Sieg bedeutet das Ende des Westens. Die Ära des Liberalismus ist vorüber. Ein neuer Faschismus kommt an die Macht. Ob sie wollen oder nicht: Die Deutschen werden ihr Heil in den Grenzen der Nation suchen müssen.

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Auch am Tag nach den Wahlen in den USA ist die Sonne aufgegangen.

Kosmische Maßstäbe hat der kommende Amtswechsel im Weißen Haus dann doch nicht.

Aber knapp darunter ist die amerikanische Entscheidung eine Erschütterung unserer Wirklichkeit. Unser Vokabular ist brüchig geworden: „Demokratie“, „Wahlen“, „Freiheit“ – und „Westen“. Dieser letzte Begriff vor allem löst sich endgültig auf. Die Wahl Donald Trumps ist das Ende des Westens.

Angela Merkel hat am Mittwoch die Werte aufgezählt, für die der Westen stehe: Demokratie, Freiheit, den Respekt vor dem Recht und der Würde des Menschen, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder politischer Einstellung. „Auf der Basis dieser Werte“, sagte Merkel, „biete ich dem künftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika Donald Trump eine enge Zusammenarbeit an.“ So hat noch kein deutscher Kanzler mit einem amerikanischen Präsidenten geredet. Aber so einen Präsidenten wie Trump gab es auch noch nicht. Denn Trump ist kein Demokrat. Er ist ein Faschist.

Trumps Sieg ist der letzte Beweis dafür, dass die liberale Demokratie in einer existenziellen Krise ist. Sie droht den Kampf mit dem Kapitalismus zu verlieren.

Dieses Ergebnis war nicht vorhergesehen worden. Denn es sprengt den Rahmen. Und diejenigen, die für Vorhersagen zuständig sind, leben in diesem Rahmen. Ein gutes Beispiel ist der „Zeit“-Herausgeber und Atlantiker Josef Joffe. Im Januar schrieb er: „Nur eines darf man heute schon prophezeien, ohne Gewähr: Donald Trump, der front runner der Republikaner, dem die Umfragen jeden Blödsinn verziehen haben, wird nicht der 45. Präsident sein.“ Leute wie Joffe konnten sich nicht vorstellen, dass die Wähler gegen das handeln, was allgemein für Vernunft gehalten wird. Dieser Mangel sowohl an Phantasie, als auch an historischer Erinnerung, ist verblüffend.

Trumps Sprache, seine Frisur, seine Gesten, der ganze Mann – eine lächerliche Figur

Wie kann es sein, dass kluge Kommentatoren die dunkle Kraft vergessen haben, die im Faschismus steckt? Trumps Sprache, seine Frisur, seine Gesten, der ganze Mann – eine lächerliche Figur. Aber wer sich Aufnahmen von Benito Mussolini ansieht, wird auch ihn für eine lächerliche Figur halten. Vom „Führer“ nicht zu sprechen. Die Arroganz der Etablierten ist selber ein Symptom. Viel zu viele Journalisten und Politiker haben ihren Frieden damit gemacht, dass die Kräfte des Kapitalismus die Demokratie in den vergangenen dreißig Jahren beständig erodiert haben. Viel zu viele haben Partei bezogen und sich auf die Seite der Gewinner geschlagen. Das anschwellende Murren der Verlierer haben sie nicht gehört.

Der britische „Economist“ hat gerade gemeldet, ein Viertel der seit 1980 geborenen US-Amerikaner glaubt nicht mehr, dass die Demokratie eine gute Staatsform ist. Man wundert sich über die Mehrheit der 75 Prozent, die noch an die Demokratie glauben – obwohl sie sie gar nicht kennen.

Amerika ist schon lange ein oligarchischer Staat.

Nach dem Versagen der liberalen Demokratie blüht uns nun ein autoritäres Zeitalter

Seit über zwanzig Jahren nimmt in den westlichen Staaten die soziale Ungleichheit trotz freier Wahlen immer weiter zu. Jetzt erleben wir eine rechte Revolution. Wer sich ihr hingibt wartet auf Antworten, die er bei den Liberalen nicht fand und die er den Linken nicht zutraut. Man sollte von den Machtlosen keine Verantwortung erwarten, wenn sich die Mächtigen verantwortungslos verhalten. Nach dem Versagen der liberalen Demokratie blüht uns nun ein autoritäres Zeitalter. Trump, Putin, Erdogan, Netanyahu, bald Le Pen – diese Leute werden sich alle gut verstehen.

Aber auch sie sind ja nicht auf der Seite der Abgehängten. Sondern nur auf der Seite jener, die ihnen die Macht ermöglichen. Donald Trump hatte an der Wall Street weniger Förderer als Hillary Clinton. Aber wird er es darum wagen, sich mit dem amerikanischen Finanz-Establishment anzulegen?

Nichts, was man bislang von diesem Mann weiß, erlaubt diese Hoffnung. Zu seinen Unterstützern zählten nicht die superreichen Koch-Brüder. Aber dafür der superreiche Sheldon Adelson.

Trump hat angekündigt, dass sich die USA unter seiner Präsidentschaft aus den Händeln der Welt heraushalten werden. Das wenigstens wäre ein Fortschritt. Die Welt ist durch die Interventionen seiner Vorgänger kein besserer Ort geworden. Im Nahen Osten haben die USA ein Chaos angerichtet. Gegenüber China sind die Grenzen amerikanischer Macht längst sichtbar. Der Spott, mit dem Obama Russland seinerzeit als „Regionalmacht“ bezeichnet hat, könnte bald auf die USA selbst zurückfallen. Globale Ordnung, falls es die jemals gegeben haben sollte, kann dieses Land nicht mehr garantieren.

Als die Kanzlerin den nächsten US-Präsidenten an westliche Werte erinnerte, stellte sie in Wahrheit Bedingungen. Nach allem was man von ihm weiß, kann Trump sie nicht erfüllen. Da liegt die Schlussfolgerung nahe, die Europäer müssten im Angesicht des amerikanischen Wahnsinns enger zusammenrücken. Aber sie ist naiv. Europa pflegt seinen eigenen Wahnsinn. Die Briten haben mit ihrer Brexit-Entscheidung die Wahl Trumps vorweg genommen. Sein Sieg wird nun die Rechtspopulisten Österreichs und Frankreichs mit neuer Kraft versorgen. Die Krise des Liberalismus hat Europa längst im Griff. Europa wird uns nicht retten – die Frage ist nur noch, wie viel von Europa wir retten können.

In einer Art und Weise, die wir uns jetzt noch gar nicht vorstellen können, werden wir Deutschen bald selbst für uns verantwortlich sein. Es ist paradox: Das kurze Zeitalter der Globalisierung mündet in eine Rückbesinnung auf das Nahe, die Heimat, die Nation. Was bleibt uns sonst?

Eine Kolumne von

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Ende des Westens?

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Gruß Hubert

 

Gestörtes Verhältnis zu Russland: Deutschland gehört zu den Verlierern   1 comment

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Merkel lässt sich von Obama zu den Wirtschaftssanktionen gegen Russland drängen, die der deutschen Wirtschaft massiv schaden. Inzwischen gibt es auch Kritik von der nach Russland exportierenden deutschen Wirtschaft an dieser Politik von Merkel.

Gestörtes Verhältnis zu Russland: Deutschland gehört zu den Verlierern

Der Schaden durch die Russland-Sanktionen wird für Deutschland immens sein. Bislang ergänzten sich beide Länder ideal – Russland als Energie- und Rohstofflieferant, Deutschland exportierte seine Industrieprodukte. Moskau kann seine Importe aus Deutschland bezahlen und kauft nicht wie viele andere Handelspartner auf Kredit. Die deutsche Wirtschaft hält die Sanktionen mittlerweile für einen Fehler. Viele Medien lechzen dagegen geradezu nach einem neuen Kalten Krieg.

Die einst hervorragende Beziehung zwischen Russland und Deutschland ist wohl dauerhaft beschädigt. (Foto: dpa)

Die einst hervorragende Beziehung zwischen Russland und Deutschland ist wohl dauerhaft beschädigt. (Foto: dpa)

 

Es wird immer gespenstischer, wie sich viele der einflussreichen deutschen Medien nach dem „Kalten Krieg“ zurückzusehnen scheinen. Da kann man den Kritikern der Sanktionspolitik gegenüber Russland aus dem eigenen Lager wieder vorwerfen, auf der Seite des Feindes zu sein, wie das schon seinerzeit der Fall war, als es noch die bösen Kommunisten und die Sowjetunion gab. Da benutzt jetzt selbst die Tagesschau der ARD kriminalrechtliche Begriffe wie „Strafe“, „bestrafen“ oder „Aussetzen auf Bewährung“, als würde die Bundesregierung über Russland zu Gericht sitzen. „Sanktionen“ sind handelspolitische Instrumente, „Strafen“ dagegen moralische Urteile. Im englischen Sprachraum gibt es solche Verirrung nicht. Dort hält man sich an den Begriff „Sanktion“. Auch in Frankreich heißt das „sanction“ und nicht etwa „peine“ (Strafe).

Die deutsche Medien-Arroganz drückt sich ebenso in Schlagzeilen wie diese des Spiegel aus: „Sanktionen gegen den Westen: Der Kreml schlägt zurück – und trifft sich selbst“. Dabei trifft sich Deutschland eher noch weit stärker selbst. Der russische Markt ist schon von der Bevölkerungszahl her einer der größten und zukunftsträchtigsten der Welt. Die Sanktionen des Westens werden China erlauben, längerfristig in das Vakuum einzusteigen, das sich da wegen der westlichen Sanktionen auftut. Das gilt für Energieimporte aus Russland, aber auch für Exporte dorthin, vor allem von Maschinen und Kraftfahrzeugen, wo China zunehmend geklaute westliche und besonders deutsche Technologie anbieten kann und das zu wesentlich günstigeren Preisen als Deutschland. Dabei schaden die Sanktionen Deutschland umso mehr, als gleichzeitig die Exportmärkte in den Eurokrisenländern schlapp gemacht haben.

Der Schaden für Deutschland wird längerfristig eintreten und immens sein, nicht zuletzt, weil sich Russland als Energie- und Rohstofflieferant und Deutschland mit seinen Industrieprodukten bisher ideal ergänzen (Abb. 18476). Russland kann seine Importe aus Deutschland bezahlen und muss nicht wie viele andere deutsche Handelspartner auf Kredit kaufen, und russisches Erdgas ist umweltpolitisch ein idealer Energieträger. Wegen dieser Struktur gehen durch Importe aus Russland – anders als bei denen aus den meisten übrigen Handelspartnern – bei uns kaum Arbeitsplätze verloren – im Ergebnis eine sehr positive Beschäftigungsbilanz. Diese Vorteile neiden uns unsere westlichen Partner schon seit langer Zeit und haben uns umso mehr gedrängt, nun diese Vorteile zu riskieren.

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Inzwischen hält die nach Russland exportierende deutsche Wirtschaft die Sanktionen für einen Fehler. Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes, warnt vor dem Beginn einer gefährlichen Sanktionsspirale. Die Wirtschaftssanktionen hätten bislang keinen Fortschritt in der Ukraine-Krise gebracht. Und wörtlich: „Wir schaden uns also zunehmend selbst, ohne die erhoffte politische Wirkung zu erzielen“.

Arrogant kommt dagegen Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel daher. Er sieht primär den Schaden auf der russischen Seite und erklärt dementsprechend in der Bild-Zeitung: „Die wirtschaftliche Lage Russlands ist schon heute alles andere als gut“.

Zudem geht der deutsche und gesamte westliche Schaden weit über den Wirtschaftsbereich hinaus. Denn in kaum einem der großen internationalen Konflikte, wie im Nordirak und Syrien und natürlich der Ukraine, wird sich eine Lösung ohne Russland finden lassen. Wie dumm muss man eigentlich sein, um das nicht zu begreifen.

 

Quelle:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/16/gestoertes-verhaeltnis-zu-russland-deutschland-gehoert-zu-den-verlierern/

 

 

Veröffentlicht 16. September 2014 von hubert wenzl in Politik

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Wie die USA Europa in einen Krieg treiben: Propaganda der Gegenwart   Leave a comment

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Es ist für mich nicht nachvollziehbar wie sehr man in Europa nach der Pfeife der USA tanzt. Wo vor hat man vor denen Angst? Man nimmt durch die Wirtschatssanktionen gegen Russland große wirtschaftliche Schäden in Kauf. Mehr noch, man lässt sich von den USA in einen Krieg treiben. Die Ukraine ist da nur ein Vorwand. Unfassbar wie man im Westen in den Medien jede Sachlichkeit missen lässt und eine unglaublich Propaganda gegen Russland betreibt.

Hier ein Artikel von Eifelphilosoph

Wissen Sie eigentlich, was Krieg ist? Dumme Frage: Sie wissen es nicht. Der letzte echte Krieg in Deutschland ist 69 Jahre her – man müßte schon Ende siebzig sein, um überhaupt noch ein paar verwertbare Erinnerungen zu haben, die letzten echten Soldaten gehen auf die neunzig zu. Die hätte ich jetzt gerne im Bundestag und in den Redaktionen der Leitmedien: also dort, wo Politik entschieden wird. Sie wissen noch, was Krieg heißt, wie Gewalt eskaliert, wie alle daran arbeiten, dass sie maximal eskaliert. Dankenswerterweise erinnert Spiegel momentan daran – in einer Serie über Propaganda im ersten Weltkrieg:

Der Krieg war gerade ein paar Stunden alt, da fielen bei Nürnberg schon die ersten Bomben. Wenig später schnitten indische Sikhs im Dienste Großbritanniens schlafenden deutschen Soldaten die Kehle durch und tranken deren Blut. Und die Deutschen? Sie hackten Kindern die Hände ab und waren auch sonst eine brutal-effiziente Mordmaschine: Selbst aus den Körpern ihrer Gefallenen gewannen sie in einer speziellen Leichenfabrik noch Glyzerin für die Herstellung von Munition.

Keine der Meldungen entsprach der Wahrheit. Alles Lügen – die aber einem wunderbaren Zweck folgten: aus dem militärischen Gegner ein bösartiges, unmenschliche Ungeheuer zu machen. Das geschieht auch gerade wieder – in breiter Front, siehe Spiegel:

Entführungen, Folter, Exekutionen: Der Uno-Menschenrechtsrat erhebt in seinem neuen Bericht schwere Vorwürfe gegen die prorussischen Separatisten in der Ukraine. Der Abschuss von MH17 könnte “einem Kriegsverbrechen gleichkommen”.

Leider stellt das Rote Kreuz im selben Artikel andere Kriegsverbrechen in den Vordergrund:

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) warf den ukrainischen Truppen vor, bei ihren Attacken Raketen vom Typ “Grad” in Donezk eingesetzt zu haben. Mindestens 16 Menschen seien gestorben. Die Flugkörper sind zielungenau – ihr Einsatz im bewohnten Gebiet sei ein Kriegsverbrechen, so die Menschenrechtler.
Ahnen Sie, wohin die Reise geht? Brauchen Sie gar nicht: in Deutschland wird schon für sie vorgedacht. Putin (ein deutsches Magazin, das ich nicht zitieren möchte, nannte ihn unlängst: “Macho-Zar”) muss gestoppt werden – egal was die Untersuchungen ergeben. Wir verabschieden uns gerade in großem Maße von den üblichen Grundsätzen eines demokratischen Rechtsstattes, der vor der Urteilsfindung zweifelsfreie Beweise verlangt: unsere Journalisten brauchen die Beweise nicht: dass “Putin” schlecht ist, wissen die einfach so.

Vergessen ist die Tatsache, dass Kriege eskalieren – in der Ukraine, in Gaza, überall. Es fängt harmlos an – in der Ukraine zum Beispiel mit dem Einsatz von FBI, CIA und 400 amerikanischen Söldnern. Danach verbrennen prorussische Sepparatisten in einem Haus in Odessa, die ukrainische Armee arbeitet auf einmal unglaublich effizient, die Überläufer von vorher sind spurlos verschwunden … dafür verfügen die “Rebellen” aber über eine erstaunliche Schlagkraft. Vielleicht gerade durch ukrainische Soldaten verstärkt, die sehen, wie die Truppen der Putschregierung unter dem neuen superreichen Präsidenten Poroschenko Raketen auf Zivilisten schießen?

Es wird ein großer Krieg vorbereitet – während der deutsche Bürger sich noch im Weltmeistergefühl badet und sich für unangreifbar hält, werden in den USA Gesetze vorbereitet, die den heißen Krieg innerhalb von Stunden herbeiführen können. Gönnen Sie sich mal einen Ausflug auf die Seite des Congressman Jim Gerlach in den USA. Da findet man brisante Informationen:
Congressional Ukrainian Caucus co-Chairs U.S. Reps. Jim Gerlach (PA-6th District), Marcy Kaptur (D-OH) and Sander Levin (D-MI) on Thursday introduced legislation to provide a clear and specific process to provide direct military and security assistance to the Government of Ukraine as it seeks to strengthen its democracy and prevent separatist violence and aggression within its borders.

Da gibt es einige verschiedene ukrainische Organisationen in den USA, die das unterstützen. Wo die herkommen, wer die bezahlt – wer will das schon wissen. Es geht um einen direkten Militäreinsatz gegen … Russland. Das versteht man aber nur, wenn man andere Informationen hinzufügt, wie sie der Spiegel aktuell ins Gespräch bringt. Wieder sind es nichtssagende Satellitenbilder, die beweisen sollen, dass Russland ukrainische Truppen von russischem Territorium aus beschießt – während Wochen zuvor durch russische Medien die Meldung ging, ukrainische Artillerie hätte russisches Gebiet beschossen. Zu sehen sind: Fotos mit Selbstfahrhaubitzen und Fotos mit Löchern auf ukrainischer Seite. Das die Haubitzen da auch stehen können, um jenen zu begegnen, die die Löcher wirklich verursacht haben, kommt niemandem in den Sinn: Vorverurteilung ist gerade sehr in Mode.

Sogar die linke TAZ beteiligt sich an der Kriegspropaganda – mit einem herzzerreissenden Bericht über die ungebildeten, besoffenen, grausamen, plündernden Separatisten, denen sie jede Verhandlungsfähigkeit abspricht … und die eigentlich fast alle aus Russland kommen. Beweise dafür? Über die Autorin dieser Berichte findet man recht wenig … außer, dass sie gelegentlich zusammen mit einer Clair Briggs für Radio Free Europe schreibt … einem ehemaligen Geheimdienstsender aus dem Kalten Krieg (siehe Wikipedia). Drei Artikel von April bis Mai sind dort zu finden, jetzt schreibt sie für die TAZ.

Ihr erster Artikel bei Radio free Europe stammt vom 8.4.2014. Liest man ihn zuende, stellt man jedoch Verblüffendes fest:

Written by Charles Recknagel in Prague based on reporting in Donetsk by Valeria Dubova. Merhat Sharipzhan contributed to this report from Prague

Der Bericht von Valeria Dubrovna wurde also von einem Mitarbeiter von Radio free Europe geschrieben – einem Überbleibsel aus dem Kalten Krieg?

Weiß die TAZ, wie gefährlich es ist, sich auf solche Quellen zu verlassen? Kommen die Artikel von Valeria Dubrovna im Original möglicherweise ALLE von Charles Recknagel?

[…]
Bislang lassen wir uns von US-Geheimdienstinformationen direkt in einen Krieg hineinsteuern – einen Krieg gegen die Bestie Putin. Wenn der erstmal so heiß wird wie der Krieg in der Ukraine, werden wir in Europa Menschenrechtsverletzungen in größtem Ausmaß erleben.

Krieg selbst ist nämlich die größte Bedrohung für sämtliche Menschenrechte … nicht Putin.

Hier weiterlesen:
http://www.nachrichtenspiegel.de/2014/07/29/wie-die-usa-europa-in-einen-krieg-treiben-propaganda-der-gegenwart/

 

Gruß Hubert

Veröffentlicht 14. September 2014 von hubert wenzl in Politik

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Ukraine – mehr als erstaunlich was deutsche Medien berichten   Leave a comment

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Man kann sich nur wundern mit welcher Kaltschäuzigkeit von deutschen Medien Tatsachen verdreht werden.

Hier ein interessanter Artikel dazu von Eifelphilosoph auf nachrichtenspiegel.de

Die Ukraine im Lügenkrieg der Oberschichtsmedien.

Haben Sie in letzter Zeit mal wieder etwas vom Dritten Weltkrieg gehört? Dem, den die Ukraine gegen Russland ausgerufen hat (siehe z.B. t-online)? Jene Ukraine, die vom CIA, vom FBI (siehe Neues Deutschland) und 400 Söldnern (siehe Spiegel) privater Militärfirmen unterstützt wird? Ja – so etwas gibt es inzwischen: Militär, dass man mieten kann. Natürlich ist das ein Unding, weil so das Gewaltmonopol des Staates ausgehebelt wird und Staaten damit  mittelfristig ihre Existenzberechtigung als Schutzgemeinschaft verlieren werden – aber man gewöhnt sich ja an vieles. Da kann also jetzt jeder Konzern einfach mal ein paar Killer schicken, die die Gemeinde aufmischen, um der Regierung die Erhöhung des Militärbudgets schmackhaft zu machen. So soll ja auch der Kosovokrieg ursprünglich initiiert worden sein – aber über so etwas dürfen wir ja heute nicht mehr nachdenken.

Worüber wir aber wohl mal nachdenken dürfen, ist der zeitliche Zusammenhang der Nachrichten. Ich rezitiere mal aus dem Gedächtnis: erst kamen ukrainische Soldaten in den revoltierenden Osten, die einfach überliefen und ihre Panzer den Rebellen übergaben (ich halte mich jetzt mal nicht an die Sprachregelung der Regierung, ich weiß auch nicht, wie die derzeit lautet). Dann war ein paar Tage lang Ruhe – und auf einmal kam eine antiterroristische Großoffensive, bei der in Odessa drei Dutzend Menschen verbrannt wurden.

Bei dieser Großoffensive kam US-Material zum Einsatz – und man filmte perfekt italienisch sprechendes Soldaten. Beides kann man noch ohne großen Griff in die Geheimdienstkiste erkären – solche Jeeps können von jedem gekauft werden … und warum sollte ein Ukrainer nicht auch mal perfekt italienisch können?

Genau genommen kam die Offensive so richtig in Fahrt, nachdem CIA und FBI ihre „Beratungen” vorgenommen haben – und  nachdem eine Bande privater Profikiller durchs Land zog (auch hier habe ich die offizielle Sprachregelung der deutschen Presse noch nicht zur Kenntnis nehmen können): auf einmal gab es viele Tote.

Und dann?

War auf einmal Ruhe im Land. Kam zuvor noch jeden Tag Nachrichten von der Front – wie erfolgreich man wieder einige Terroristen erschossen hatte – war auf einmal tagelang Stille. Jedenfalls so lange, bis sich die „Separatisten” (offizielle Sprachregelung) meldeten, siehe Spiegel:

Nach Darstellung des Separatistenführers starben allein 90 Mitarbeiter des ukrainischen Geheimdienstes SBU bei den Kämpfen im Südosten der Ex-Sowjetrepublik. Auch private Militärfirmen aus Polen und den USA hätten Verluste zu beklagen. Zudem hätten die Regierungstruppen acht Kampfhubschrauber sowie weitere Militärtechnik verloren. Zu den „Verlusten” gehörten laut Ponomarjow angeblich auch 13 getötete und 12 verletzte Mitarbeiter des US-Geheimdienstes CIA sowie vom FBI. Das behauptete er in einer von der selbst ernannten „Volksrepublik Donezk” veröffentlichten Videobotschaft.

Natürlich gab es nie Geheimdienstmitarbeiter in Kiew – das geht auch gar nicht, weil die ja „geheim” sind – so geheim wie die in Zivil gekleidete deutsche Militärmission auf Urlaubsfahrt, die versehentlich verhaftet wurde. Die können niemals irgendwo sein, weil sie ja sonst nicht mehr geheim wären – außer, sie werden verhaftet. Die große Anzahl getöteter US-Agenten könnte aber leicht erklären, warum die „Frontberichterstattung” spontan eingestellt wurde: für so ein Debakel braucht man nicht auch noch Reklame. Da braucht die Regierung auch eine gewisse Zeit, bis sie eine Sprachregelung gefunden hat – und so lange ruht die Berichterstattung.

[…]

Die Hintergründe der Eskalationen in Odessa. Nationalistisch-faschistische Kräfte – von Kiew orchestriert – exekutierten oder erschlugen offensichtlich einige ihrer Opfer. CIA und FBI beraten das Regime in Kiew. Medien in Deutschland leisten dem rechten Terror in der Ukraine teilweise Rückendeckung.

Unter Einsatz von Schusswaffen, Gasgranaten und Molotowcocktails trieben die nationalistischen Angreifer die Menschen in das Gewerkschaftshaus, nachdem das Zeltlager abgebrannt worden war. Doch die Zufluchtstätte wurde zu einem Massengrab, als die Faschisten unter Parolen wie „lasst sie uns abfackeln“ oder „alle bis auf den Letzten umbringen!“ Feuer legten und dafür sorgten, dass niemand die Ausgänge verlassen konnte.

Was serviert hingegen der Spiegel seinen Lesern heute – nach den eindringlichen Warnungen vor dem bösen Russen, der die kleine, hilflose Nato einfach so wegwischen könnte (und es wahrscheinlich bald tut!!!)?

Eine politische Unverschämtheit der Extraklasse – siehe Spiegel:

Die ukrainische Übergangsregierung fordert von Deutschland mehr Entschlossenheit im Umgang mit Russland – und schärfere Strafen.

Oder ist es der CIA, der da spricht? Nein, der hat ja dementiert, dass er überhaupt da ist. Immerhin – der Aufruf zu „präventiven” Maßnahmen taucht jetzt ebenfalls auf:

„Es ist auch wichtig, präventive Sanktionen zu verhängen, bevor Russland noch größeren Schaden anrichtet.”

Putin ist aber auch sowas von böse … der muss bestraft werden, bevor er überhaupt was getan hat!

Und wenn der sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen läßt, fackelt man einfach noch ein paar anti-kiewer Demonstranten ab. Irgendwann wird ihm schon der Kragen platzen.

Und das deutsche Volk, das nur etwas von dem ganzen kostspieligen Theater hätte, wenn es einen Krieg gegen Russland planen würde?

Das wird mal wieder bezahlen dürfen, nachdem es beschissen wurde. Aber: genau darum wird es ja beschissen: damit es weiter zahlt. Wie schrieb noch das Neue Deutschland?

Derweil hat der US-amerikanische Rüstungskonzern Lockheed Martin die Erwartung geäußert, dass die Ukraine-Krise neue Rüstungsvorhaben ermöglicht. Politiker und Bürger würden »einen Schritt zurücktreten und darüber nachdenken, ob alle Fähigkeiten vorhanden sind, um sich zu verteidigen und um die volle nationale Sicherheit zu haben«, hoffte Konzernchefin Marillyn Hewson gegenüber der »Welt am Sonntag«. Jede Art von Konflikt »sollte bewirken, dass man sich fragt: Sind alle Fähigkeiten vorhanden?«

Das war am 4.5.2014. Kaum eine Woche später sind sich die Oberschichtsjournalisten einig: wir sind zu schwach und müssen aufrüsten – denn genau DAS bringt ihnen genug Geld für die eigene Pferdezucht.

Und in den Dritten Weltkrieg rutschen wir dann „einfach so” ´rein, weil „Kiew” es so wollte.

Hier weiterlesen:
http://www.nachrichtenspiegel.de/2014/05/19/die-ukraine-im-luegenkrieg-der-oberschichtsmedien/

 

Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 21. Mai 2014 von hubert wenzl in Politik

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Die offene Kriegserklärung des Nato-Generalsekretärs   Leave a comment

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Unglaublich mit welch unerhörten Lügen der Nato-Generalsekretärs Anders Fogh Rasmussen daher kommt und wie ein angebliches „Qualitätsmagazin“ wie der Spiegel diese Lügen auch noch verbreitet. Rasmussen lässt ja immer wieder verbreiten, dass er keinen Abzug der 40.000 russischen Soldaten von der russischen Grenze sieht. Ist ja nebensächlich, dass diese Soldaten mit veraltetem Kriegsgerät 500 km entfernt sind. Rasmussen maßt sich damit an Hohheitsrechte in Russland zu haben. Es geht ihm in Wirklichkeit darum Kriegsstimmung zu verbreiten – mit Hilfe dreister Lügen und Bildfälschungen – aber das kennen wir ja schon zur Genüge von den USA und der NATO.

Hier ein Artikel von nachrichtenspiegel.de

Auszug.

Ja, es geht mal wieder um die Schüsse auf dem Maidanplatz, um die undurchsichtige Eskalation in der Ukraine, in der sich jetzt ein von der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung betreuter Boxer auf die Seiten der Oligarchen gestellt hat – wahrscheinlich, weil man merkte, dass er die Landessprache nicht so gut konnte … für einen Präsidenten schon unangenehm. In Deutschland sind wir das allerdings gewohnt: den Gauck versteht auch kaum noch einer.

Wer es noch nicht gesehen hat: hier ein wichtiger Auszug aus der Sendung Monitor:

Die Scharfschützen also alles Janukowitsch-Leute? Es gibt noch weitere Beweise, die diese These in Frage stellen. Wir treffen uns mit einem Radio-Amateur, der an diesem Tag aufgezeichnet hat, wie sich Janukowitsch-Scharfschützen untereinander unterhalten. Ihr Funkverkehr beweist: Da schießt jemand auf Unbewaffnete, jemand den sie nicht kennen.

Da zeigen sich die angeklagten Mörder überrascht, dass jemand ganz anderes geschossen hatte. Aber nicht nur das: die “Mörder” distanzieren sich im selben Moment von derartigen Taten – ohne zu wissen, dass sie gerade abgehört werden:

2. Scharfschütze (Übersetzung MONITOR): „Wer hat da geschossen? Unsere Leute schießen nicht auf Unbewaffnete.“

Das erinnert sehr an die Berichte des Spiegel-Korrepondenten aus Kiew, der auch real nur schießende Protestler wahrgenommen hat … aber andersartige Berichte schrieb (wir berichteten). Ein sehr interessanter Moment, der zeigt, wie wichtig “Aufmerksamkeit” bei der “Deutung” von “Wahrnehmung” ist – ein klassisches, philosophisches Thema.

Es geht aber nicht mehr um Wahrnehmung, Aufklärung und Deutung des Geschehens, es geht darum, dass die ganze bundesdeutsche Bevölkerung in Kriegsstimmung versetzt werden soll. Absichtlich, Skrupellos. ohne Rücksicht auf demokratische oder zivilisierte Gepflogenheiten – anders kann ich mir die mangelnde Sorgfalt und auffallende Parteilichkeit in der Berichterstattung nicht vorstellen. Dafür braucht man einen bösen Hitler, der auf unbewaffnete Zivilisten schießt. Macht das die Sondereinheit des Präsidenten nicht … dann findet man eben andere, die das an deren Stelle erledigen. Wer schießt, ist egal, Hauptsache, der Kriegsgrund ist da.

Da wird von “Invasion” und “Besetzung” gesprochen und ganz übersehen, dass es Verträge gibt, die Russland Truppenbewegungen auf der Krim erlauben (siehe z.B. L.A.Times vom 3.3.2014, zitiert wird CIA-Direktor John Brennan).
Es handelt sich bei der Wahl der Bezeichnung für die Anwesenheit russischer Truppen auf der Krim also um eine bösartige Unterstellung … die aber Kriegsstimmung verbreitet.

Der Druck aus Washington (oder von der Atlantikbrücke, der deutsch-amerikanischen Gesellschaft, den Freunden der Transatlantiker, den Helden der Münchener Sicherheitskonferenz) ist so stark, dass man sich nicht scheut, selbst dämlichste Propagandastückchen aufzuführen – wie Spiegel-online am 10.4.2014. Dort wurde über Satellitenfotos eines Privatunternehmens berichtet, die den russischen Aufmarsch an der ukrainischen Grenze zeigen sollen, im Text wird die Stadt Belgorod erwähnt. Fünf Satellitenfotos werden als Beleg dafür aufgeführt.

Hat sich die mal jemand angeschaut?

Gehen wir sie mal durch.

Foto 1 zeigt 8 Kampfflugzeuge, vermutlich SU 27/30 (stammen noch aus der Zeit des kalten Krieges … sind also etwas älter) … so der Text. Sie stehen aber nicht in Belgorod, sondern – wie das Inlay-Foto zeigt – an der Küstenregion des asowschen Meeres (70-mal so groß wie der Bodensee, grenzt es im Westen an die Krim,  im Norden an die Ukraine und im Osten an Russland) – weit weg von der Ukraine. Nun – Flugzeuge sind schnell und fliegen weit … aber trotzdem ist das nicht die Grenzregion von Belgorod, sondern acht kleine Flieger, die knapp 500 Kilometer weiter südlich stehen. Für die sechs Hubschrauber, die dort noch zu sehen sind, wäre das schon eine unangenehme Strecke.

Foto 2 zeigt angeblich “Kampfjets, Hubschrauber und Panzer”. Zu erkennen sind ein paar Gebäude oder Zelte und vier Dutzend Lastwagen, offensichtlich auf nicht asphaltiertem Gelände OHNE jede Start- und Landemöglichkeit für die angeblichen Flugzeuge. Ortsangabe? Wieder nicht BELGOROD an der ukrainischen Grenze, sondern eher weit östlich von Rostow am Don – welches gut 100 km von der Grenze zur Ukraine entfernt ist.

Siehe noch weitere 3 (Lügen)-Fotos im Link.

[…]
Ich weiß, ich werde jetzt spitzfindig. Was weiß ich auch schon, als einfacher Bürger.

Nun … eigentlich weiß ich schon manches. Ich weiß zum Beispiel, was die Nato fordert, hat der Spiegel ja zitiert:

Den Abzug eben dieser Truppen hat Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen nun zur Bedingung für Gespräche mit der Regierung in Moskau gemacht. Nach Einschätzung des Militärbündnisses hielten sich etwa 40.000 russische Soldaten in der Nähe der früheren Sowjetrepublik auf, sagte Rasmussen bei einem Besuch in Prag. Sie beteiligten sich nicht an Manövern, sondern seien gefechtsbereit.

Schauen Sie sich die Fotos an: sind die Truppen “kampfbereit”? Bis auf den nicht lokalisierbaren Doppeldecker stehen die weit im Süden Russlands – und weit weg von den Zentren das Aufruhrs in der Ost-Ukraine, weit weg von Belgorod: das war schon die erste Lüge.

Man könnte die Fotos auch anders beschreiben: sie zeigen “veraltetes Kriegsmaterial”, das “ohne Personal” im Süden Russlands geparkt wird. Jedenfalls ist es das, was wir WAHRNEHMEN können. Gedeutet werden die Aufnahmen anders – mit erstaunlich unverschämten Forderungen an Russland: die sollen nämlich ihre eigenen Truppen aus ihrem eigenen Land abziehen – weit weg von der ukrainischen Grenze.

So etwas ist eine diplomatische Unverschämtheit erster Klasse, damit beansprucht der Nato-Generalsekretär unverblümt HOHEITSRECHTE über russisches Territorium!

[…]

Achten Sie bitte auch auf die Details der Sprache des Herrn Rasmussen. Sie sind sehr aufschlussreich.

“Wenn es Russland mit einem Dialog ernst meint, muss der erste Schritt ein Truppenabzug sein”, sagte Rasmussen. Eine weitere militärische Aktion hätte ernste Folgen und würde zu harten Wirtschaftssanktionen führen. Er warf dem Land zudem vor, in der Ukraine Unruhen zu schüren. Etwa, um die Aufmerksamkeit von der Annexion der Krim wegzulenken. “Die Nato betrachtet diese Aggression als illegal und illegitim.” Militärisch will das Bündnis aber nicht in der Ukraine eingreifen.

Oder – anders herum formuliert: wir wollten ja keinen Krieg … aber bei den illegalen und illegitimen Agressionen Russlands blieb uns keine andere Wahl, als als Weltpolizist aufzutreten und für Recht und Ordnung zu sorgen.

Hat Russland überhaupt noch eine Möglichkeit, angesichts dieser erdrückenden Beweislast Frieden zu bewahren?

Nein. Immerhin haben wir alle die Fotos gesehen!

Das dürfte Putin auch klar sein.

Die Anwesenheit von russischen Truppen auf russischem Boden stellt für die Nato eine nicht akzeptable Aggression dar, die ernste Folgen haben könnte.

Die Aussagen des Generalsekretärs der Nato stellen ein Ultimatum dar, die zu früheren Zeiten einer Kriegserklärung gleich kam … wie zum Beispiel nach dem deutschen Überfall auf Polen. Und – mal Hand aufs Herz: fühlen sie sich bei dem ganzen Gerede über die “Invasion der Krim” nicht auch langsam an Hitlers Überfall auf Polen erinnert? Wurde Putin nicht auch schon mit Hitler verglichen – sogar von bundesdeutschen Spitzenpolitikern?

Und wir wissen doch, was mir mit “Hitlern” machen, oder? Haben wir doch im Irak gesehen, jenen Krieg, in den man uns mit gefälschten fotografischen Beweisen über Massenvernichtungswaffen hineinziehen wollte. Ach ja – Irakkrieg: die Ukraine gehörte zur “Koalition der Willigen”, nebenbei bemerkt. 1700 ihrer 420000 Soldaten machten da mit. Ja – die haben 420. 000 Soldaten. Die behaupteten 40000 Russen an ihrer Grenze stellen also – selbst wenn sie da wären, wofür jetzt jeder Beweis fehlt – keine große Bedrohung da.

[…]

Die Nato will Lebensraum im Osten. Das ist kein Geheimnis – siehe FAZ vom 30.3.2014:

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat sich dafür ausgesprochen, die Erweiterung des Militärbündnisses fortzusetzen. Der Beitritt osteuropäischer Staaten zur Nato sei eine der großen Erfolgsgeschichten dieser Zeit, schrieb Rasmussen in einem Beitrag für die „Welt am Sonntag“. „Die Aufgabe ist jedoch noch nicht erfüllt.“

Gegen wen verteidigt sich dieses “Verteidigungsbündnis” da eigentlich noch? Welch´ großer Feind verlangt die Vereinigung aller europäischen Länder zum Zwecke des Selbstschutzes?

Ich kenne da keinen mehr. Die Nato schon. Und – wie man in Kiew gesehen hat, reichen ein paar Scharfschützen aus, um fünfhundert Millionen Europäer gegen einhundertvierzig Millionen Russen in Stellung zu bringen, die man jetzt nötigen will, ihre eigenen Truppen von ihrere eigenen Grenze abzuziehen.

Also – ich kann mir schon vorstellen, das Vorratshaltung sehr nützlich wird. Es geht nämlich nicht um die Ukraine. Es geht darum, mit Hilfe europäischer Soldaten (gerne auch Osteuropäer) aus der riesigen russischen Landmasse ein Natoprotektorat zu machen: da winken enorme Profite, Billionen von Dollar für jeden Glücksritter aus dem Westen, der es schafft, sich nach der Zerschlagung der russischen Selbstverwaltung dort ein Stück vom Kuchen abzuschneiden: also … Motivation für Millionen von Landräubern ist hinreichend vorhanden. Immerhin wurden die USA so, was sie geworden sind: durch Landraub an den Ureinwohnern.

Das hat bei denen Tradition.
Von

 

Hier weiterlesen:
http://www.nachrichtenspiegel.de/2014/04/14/natoluegen-ueber-russische-truppen-und-die-offene-kriegserklaerung-des-nato-generalsekretaers/

 

Gruß Hubert

Pornos: SPIEGEL-Titelstory widerlegt Alice Schwarzer   1 comment

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Von den Freunden der Pornographie scheint wesentlich weniger Gewalt auszugehen als von ihren Gegnern. Durch die beklagte „Pornifizierung“ gibt es ein Absinken von Vergewaltigungen und anderen Formen sexueller Gewalt – und nicht eine Steigerung wie von Feministinnen behauptet. Aber die behaupten ja oft etwas ohne Belege dafür zu liefern.

 

Porno_Spiegel

 

Marco Evers Titelgeschichte der SPIEGEL-Ausgabe von morgen  (Anmerkung Hubert: am 07.04.2014) zum Thema Pornographie verwendet als Aufhänger einen Text Alice Schwarzers. Die versucht sich mittlerweile als Briefkastentante und gibt ihren Leserinnen dabei Ratschläge zur Lebensführung, die ordentlich mit radikalfeministischer Ideologie aufgeladen sind. So etwa der 32jährigen Ingenieurin Maren, die Schwarzer hilflos anschrieb, weil sie bei ihrem Freund Pornos entdeckt hatte und nun nicht wusste, wie sie damit umgehen sollte. Schwarzers Antwort zitiert der SPIEGEL wie folgt:

Der Konsum von Pornos verändere „zwangsweise auch seinen Blick auf die Frauen – und damit auch auf dich“. Es drohten Auswirkungen „auf eure Sexualität“. Maren, so mahnt Alice Schwarzer, solle sich mal die Freunde ihres Freundes genauer ansehen. „Auf jeden Fall“, schreibt sie, „müsstest du ihn bitten, mit dem Konsum von Pornos aufzuhören.“ Tue er das nicht, „solltest du ihm klarmachen, dass es Konsequenzen fur eure Beziehung hat. Und das solltest du ernst meinen. Deine Alice“.

Zu deutsch: Wenn sich dein Partner nicht meiner Lehre anschließt, dann musst du ihn verlassen. Ekelhaft, aber nicht überraschend.

Genausowenig wie dass auch der aktuelle SPIEGEL über die gegenwärtige Forschungslage zur Pornographie nicht viel anderes zu berichten weiß, als ich bereits 2001 in meinem Buch „Sind Frauen bessere Menschen?“ zusammengefasst habe.

„Sollten Deutschlands Frauen Alice Schwarzer folgen und sich wegen der P-Frage von ihren Männern trennen“, heißt es in dem Artikel, „wäre die Nation beziehungstechnisch am Ende.“ Sexualforscher, die zur Untersuchung der Auswirkungen von Pornographie nach jungen Männer als Vergleichsgruppe suchen, die noch nie Pornos geschaut haben, finden solche Männer nicht. Trotzdem gibt es für negative Auswirkungen dieses Genres keine Anhaltspunkte:

Die Ergebnisse der Wissenschaftler sind eindeutig: Ja, Jugendliche beziehen heute ihre sexuelle Bildung zu einem großen Teil aus dem Porno-Internet. (…) Forscher haben sich dieser Frage intensiv angenommen und dabei erkannt, dass von einer generellen Gefährdung durch Pornos nicht auszugehen ist. Weder haben Teenies heute früher Sex, noch treiben sie wildere Spiele als Jugendliche vor 15 Jahren. Der englische „Children’s Commissioner“ hat letztes Jahr einen Report über die bestehende Forschung vorgelegt. Das zentrale Ergebnis: Eine „kausale Beziehung“ zwischen Pornografie und riskantem Verhalten von Jugendlichen „kann nicht nachgewiesen werden“.

Auch andere Mythen der Porno-Hasser entlarvt der aktuelle SPIEGEL als Humbug: So gibt es keine immer wieder herbeifabulierte „Pornosucht“ als anerkannte Störung, und der uralte radikalfeministische Slogan „Pornos sind die Theorie, Vergewaltigung ist die Praxis“ ist immer noch Unfug:

In den westlichen Ländern ist Pornografie seit den siebziger Jahren weithin verfügbar und legal. Die Rate von Vergewaltigungen ist seither nicht gestiegen, sondern gesunken. „Die Zahlen sind eindeutig“, schreibt der australische Medienwissenschaftler Brian McNair im neuen Journal „Porn Studies“.

Nahezu jede Gesellschaft, die von der oft beklagten Pornofizierung betroffen sei, „verzeichnet gleichzeitig ein langsames, aber anhaltendes Absinken von Vergewaltigungen und anderen Formen sexueller Gewalt“.

Im Verlauf seines Artikels kommt Marco Evers auch auf eine der aktuell angesagtesten Pornodarstellerinnen zu sprechen: die unter dem Künstlernamen „Belle Knox“ auftretende Arzttochter Miriam Weeks, die mit ihren Honoraren (1200 Dollar pro Nachmittag) ihre Ausbildung in Frauenstudien finanzieren möchte und ihren Job als eine Art gelebten Feminismus betrachtet.

Seit ihre wahre Identität bekannt ist, steht Miriam Weeks im Zentrum eines Shitstorms. Feministinnen, Konservative und sittenstrenge Kommilitonen fallen über sie her, Frauen mehr noch als Männer. Sie wird beschimpft als „dumm“, als „Hure“, die vergewaltigt und abgestochen werden müsse.

Von den Freunden der Pornographie scheint wesentlich weniger Gewalt auszugehen als von ihren Gegnern.

 

http://genderama.blogspot.de/?m=0

 

Porno_Jug-forscht

Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 6. April 2014 von hubert wenzl in Erotik, Politik

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Hier die interessante Meinung von tammox2 zu einigen Journalisten verschiedener bundesdeutscher Zeitschriften, wie die ZEIT, WELT, Spiegel, FAZ, SZ, Focus.

Auszug.
Marion Gräfin Dönhoff ist vermutlich immer noch die Person der jüngeren Zeitgeschichte, die ich am meisten bewundere.
Ihr haben wir die besten Zeiten „der ZEIT“ zu verdanken. Als Chefredakteurin und später als Herausgeberin sorgte sie dafür, daß die großen weltpolitischen Themen intensiv diskutiert und analysiert wurden.

[…]
Die promovierte Dönhoff hatte schon als Gymnasiastin in den 1920er Jahren Hitler auf einer kleinen Veranstaltung kennengelernt. In einer Diskussionsrunde saß sie nur zwei Plätze neben ihm und fällte schon damals ein Urteil: Der Mann ist ein Verbrecher, wird Europa in einen Krieg stürzen und dafür sorgen, daß sie alle ihre Heimat verlieren.

Sie wurde zur „Roten Gräfin“, weil sie in den Kommunisten die einzigen Verbündeten fand, die wirklich gegen Hitler aktiv waren. Später im Krieg verlor sie als aktive Widerstandskämpferin fast ihren gesamten Freundeskreis, da die meisten im Zuge des Attentatsversuches vom 20. Juli 1944 hingerichtet wurden. Es grenzt an ein Wunder, daß Marion Dönhoff nicht nur Hitlers Rache überlebte, sondern später auch noch wohlbehalten zu Pferde nach einem 1200 Kilometer langen und sechs Wochen andauernden Ritt bei arktischen Temperaturen bei den Grafen von Metternich auf dem Wasserschloss in Vinsebeck bei Steinheim (Westfalen) ankam.

[…]

Marion Dönhoff schrieb schon in den 1990er Jahren ihr bedeutendes Werk „Zivilisiert den Kapitalismus“ und legte damals schon dar, was uns dann richtig offensichtlich 2008 mit der Weltfinanzkrise ereilte.

Welche Gegenmeinung soll man da noch einnehmen, wenn jemand so offensichtlich voll ins Schwarze getroffen hat.

Bezweifelt denn noch irgendeiner, daß den internationalen Spekulanten das Handwerk gelegt werden muß? Ich würde dazu gern eine SERIÖSE Stellungnahme lesen, die mir erklärt weswegen das Derivatehandeln und Spekulieren mit Lebensmitteln eigentlich sein muß.

Es gibt auch Menschen, die sich dafür einsetzen.

So schrieb CDU-Darling Friedrich Merz, den heute noch fast die ganze Partei zurücksehnt, im Jahr 2008 sein Buch „Mehr Kapitalismus wagen“.

Wenn jemand so rechts argumentiert, merkt man allerdings meistens sehr schnell wieso das so ist. In Merz‘ Fall hängt das offenbar damit zusammen, daß er für den Hedgefonds „TCI“ arbeitet und persönlich damit sehr reich geworden ist.

Darauf läuft es fast immer hinaus.

Wenn jemand etwas offensichtlich Unsinniges beschließt, wie zum Beispiel den Merkel’schen Freifahrtschein für CO2-verschleudernde schwere Limousinen, dann erfolgte dies natürlich nicht aus Überzeugung, sondern auf Druck.

Eine Millionenschwere Lobby ist sehr effektiv.

Waffenexporte, AKW-Subventionen, tierquälerische Geflügelzucht – wieso so etwas erlaubt ist, kann relativ leicht beantwortet werden.

Gier, Geld, Macht.

Aber auch bei den eher gesellschaftspolitischen Themen vermisse ich die dezidiert konservativen Argumente.

Ich würde mich gern mit Argumenten PRO Genitalverstümmelung, PRO Kirchensteuer, PRO Marihuana-Verbot  oder PRO Meisterzwang auseinandersetzen.

Es hapert aber daran, daß es solche Argumente oft gar nicht gibt.

Man konnte das sehr gut an der Penis-Beschneidungsdebatte im letzten Jahr sehen. Ja, es gab viele prominente Stimmen, die sich massiv dafür einsetzen.

Aber ihnen war allen gemeinsam, daß sie in Ermangelung von echten Argumenten einfach logen. Da wurden antisemitische Motive unterstellt, geltende Kinderschutzkonventionen negiert und die medizinisch klar erwiesenen und dokumentierten Gefahren bestritten.

Ohne Lüge kommt der Konservative von heute gar nicht mehr aus.

Wer konservativ und ehrlich ist, bekommt irgendwann das Problem des Herausgebers der stramm konservativen F.A.Z.:

Bürgerliche Werte: „Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat“

Im bürgerlichen Lager werden die Zweifel immer größer, ob man richtig gelegen hat, ein ganzes Leben lang. Gerade zeigt sich in Echtzeit, dass die Annahmen der größten Gegner zuzutreffen scheinen.

(Frank Schirrmacher, FAZ, 15.08.2011)

[…]

Der wahnsinnigste aller Mainstream-Kolumnisten ist sicherlich der Megachrist Matthias Matussek.

Er lügt nicht nur ungeniert, sondern beeindruckt mit extremer Aggressivität, die durchaus auch zu Handgreiflichkeiten führen kann.

Klar möchte ich auch mal die Sicht eines rechten Katholiken lesen, weil ich verstehen möchte, wieso er so ist denkt.

MM ist dazu aber ungeeignet, da er nie bei der Wahrheit bleibt und zudem auch noch sehr schlecht schreibt.

Vor einem Jahr vermutete ich bereits, Matussek müsse den SPIEGEL offensichtlich erpressen, da er immer noch dort angestellt ist.

So einen kann aber eigentlich kein halbwegs seriöses Blatt beschäftigen.

Und siehe da, nach 15 Jahren Seelenpein ist es jetzt tatsächlich passiert:

Der SPIEGEL ordnet sich um. Matussek gesellt sich ab sofort zu Henryk M. Broder zur „WELT“-Gruppe.

Sehr gut. Da ist dann inzwischen wirklich alles versammelt, was man garantiert nicht lesen muß.

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http://tammox2.blogspot.it/

 

Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 3. November 2013 von hubert wenzl in Politik

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