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Über Moral und Scheinheiligkeit   1 comment

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Dem Beitrag von fellbeisser.net habe ich nichts hinzuzufügen.

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Bildquellenangabe: Steffi Pelz / pixelio.de

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Nach jeder Fernseh-Reportage und jedem Zeitungsbericht über schockierende Missstände in der Massentierhaltung ist ein Aufschrei der Empörung zu vernehmen. Unsere tierlieben Mitbürgerinnen und Mitbürger empfinden plötzlich tiefes Mitleid mit der geschundenen Kreatur, denn sie haben wieder einmal einen kurzen Blick hinter die Mauern der Tier-KZs werfen können. In solchen Augenblicken regt sich bei vielen das schlechte Gewissen, weil ihnen bewusst wird, dass die Tiere zu Produktionseinheiten und zur Massenware degradiert und dementsprechend behandelt werden. So mancher Zeitgenosse grübelt dann darüber nach, was mittlerweile Bild-Zeitung, Spiegel und das Magazin „Emma“ in regelmäßigen Abständen anklingen lassen: Vielleicht empfinden Tiere ihr physisches und psychisches Leid ähnlich wie wir, vielleicht ist das Seelenleben der Tiere komplexer als bislang angenommen!

Die Gefühlsaufwallung der meisten „Tierfreunde“ ist jedoch – objektiv betrachtet – entweder nur gespieltes Mitleid und daher scheinheilig, oder es handelt sich schlicht um eine psychopathische Auffälligkeit. Denn die Konsumentinnen und Konsumenten wissen doch wirklich, unter welchen Bedingungen ihre Steaks, Grillwürste und Frühstückseier „produziert“ wurden.

In der Massentierhaltung ist lebenslanges Leiden für die sogenannten Nutz-Tiere die Regel. Am Ende der ihnen zugestandenen kurzen Lebensspanne werden sie abgeschlachtet. Diesem gewaltsamen Tod gehen oft noch Stunden qualvoller Todesahnung und Panik voraus, wie man aus entsprechenden Berichten weiß.

Ohne die schockierenden Bilder und Berichterstattungen stellt sich für kaum einen Fleisch, Käse und Eier essenden Menschen die Frage nach der ethischen Vertretbarkeit des Mega-Mordes an Bruder Tier für eine kurze Gaumenfreude. Auf Mitleid wartet man vergebens!

Wie Brecht formulierte, kommt zuerst das Fressen und dann die Moral, obwohl im Zeitalter der totalen Information die Frage der Moral eigentlich vor dem Fraß stehen sollte. Fressen und Un-Moral sind inzwischen ein und dasselbe geworden, denn niemand kann mehr behaupten, er habe von alledem nichts gewusst – von dem Grauen, das sich in unserem Unrechtssystem Tag und Nacht in Tierfabriken und Schlachthöfen abspielt.

„Niemand“, so steht es in § 1 des deutschen Tierschutzgesetzes, „darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.“ Unbestreitbar dürfte aber sein, dass der gewaltsame und vorzeitige Tod den maximalen Schaden für das betreffende Tier darstellt. Als „vernünftiger Grund“ muss der anschließende Fleischverzehr herhalten.

Ob es wirklich „vernünftig“ ist, Jahr für Jahr zig Millionen Tiere umzubringen, damit ihre Leichenteile später auf dem Teller landen, wird in der „Fleisch-fressenden Zivilisation“ – weil ein Tabuthema – nicht hinterfragt. Es ist ein unantastbarer Glaubensgrundsatz in unserer „Fraßkultur“, dass Fleischessen dazugehört, was vom christlichen Dogma noch zusätzlich legitimiert wird: Tiere haben dem Menschen als Nahrung zu dienen! Der Verzehr von Fleisch war schon immer mehr Kult als Kultur – angeblich gottgewollt. Und überdies verweist man auf die Tradition, der Mensch habe ja schon immer Fleisch gegessen, als ob Tradition ein Garant für Wahrheit und Gerechtigkeit sei. Nach dieser einfachen Formel wäre es – hätte Hitler den II. Weltkrieg gewonnen – heute wahrscheinlich Tradition, so schockierend es auch klingen mag, unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, Sinti, Roma, Homosexuelle und politische Gegner in die Gaskammern zu schicken.

Einen evolutionären Zwang oder eine biologische Notwendigkeit, Fleisch zu essen, gibt es nicht. Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht – das haben viele Studien belegt – braucht der Mensch kein Fleisch. Damit steht es heute jedermann frei, sich für eine wohlschmeckende und gesunde vegetarisch/vegane Ernährungsweise zu entscheiden. Es wäre eine zivilisatorische Weiterentwicklung für unsere Spezies, wenn sich Moral und Mitleid auf dem Teller widerspiegeln würden.

Wer tatsächlich Mitleid mit den Tieren hat, der isst sie nicht. Und wer Tiere isst, dem tun sie nicht leid.

Die vielen angeblichen Tierschützerinnen und Tierschützer, die vom Fleisch nicht lassen können, sollten darüber einmal selbstkritisch nachdenken.

Bevor ich Sie mit Ihren Gedanken wieder allein lasse, mein Schluss-Akkord, der in Anlehnung an einen Aphorismus von Arthur Schopenhauer entstand:

Das Leben schreit nach Wahrheit, der Lügen sind zuviel gewesen und die Zeit wird knapp: Sagen wir endlich die Wahrheit!

Stefan Bernhard Eck
(Bundesvorsitzender / Partei Mensch Umwelt Tierschutz)

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Über Moral und Scheinheiligkeit

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Gruß Hubert

„Die Regel ist, dass bei Tiertransporten innerhalb und außerhalb der EU die Tiere furchtbar leiden!“   2 comments

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Von Stefan Bernhard Eck

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„Die Regel ist, dass bei Tiertransporten innerhalb und außerhalb der EU die Tiere furchtbar leiden!“

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Am 11.07.2018 fand im Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments eine Diskussion über eine Petition zum Thema Lebendtiertransporte statt. Der EU-Abgeordnete Stefan B. Eck kritisierte in seiner hochemotionalen Rede, dass der Untersuchungsausschuss für Tiertransporte abgelehnt wurde, weil anscheinend die Kommission und verschiedene Parlamentarier des EU-Parlaments verhindern wollen, dass die Wahrheit aufgedeckt wird.

MdEP Eck bezeichnete es als weiteren Skandal, dass Kommissar Vytenis Andriukaitis in einem Schreiben einige Tage zuvor behauptete, dass Tiertransporte – auch über die EU-Grenzen hinaus – fast zu 100% in Übereinstimmung mit den europäischen Regelungen erfolgen. Der EU-Abgeordnete fragte an, wieviel Stunden Filmmaterial er dem Kommissar denn vorlegen müsse, damit eingesehen würde, dass dies eben nicht der Fall wäre.

Es sei eine Schande für die Kommission und das EU-Parlament, dass das furchtbare Leiden der Tiere beim Tiertransport nach all den Jahren immer noch hingenommen würde.

Stefan Eck berichtete auch über sein Gespräch mit der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner am Vortag, bei dem er angefragt hatte, ob man auf einen nationalen Alleingang von Deutschland hoffen könne. Die Antwort ihrerseits wäre jedoch gewesen, dass es keine Möglichkeiten aufgrund des „freien Warenverkehrs“ und aufgrund „der internationalen Handelsgesetze“ gäbe, Tiertransporte in Drittstaaten zu beenden.

Er bezeichnete es als einen Skandal, dass Tiere, also fühlende Lebewesen, im 21. Jahrhundert immer noch wie eine Ware und leblose Produktionseinheiten behandelt werden.

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https://www.facebook.com/watch/?v=2188857081142220

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Tierschutz hat keinen Stellenwert in der EU

MdEP Stefan Eck: „Die europäische Politik trägt insgesamt die größte Mitschuld an der miserablen Behandlung der Tiere!“

Am 14.02.2019, nur wenige Stunden vor der Abstimmung zum Bericht über Lebendtiertransporte, fand eine Debatte zum Schutz von Tieren beim Transport inner- und außerhalb der EU statt.

Der EU-Abgeordnete Eck hob in seiner kurzen Rede hervor, dass die EU-Verordnung 1/2005 in vielen Mitgliedstaaten nicht konsequent eingehalten würde und dass die Beweise seit Jahren dafür auf dem Tisch liegen, allerdings die Kommission nicht reagieren würde, sondern diese die Rechtsbrüche sogar herunterspiele.

Er richtete seine Worte an den anwesenden Kommissar und fragte ihn, warum er sich blind und taub stelle, wenn es um Tiere ginge und warum die Kommission den Artikel 13 des Vertrags von Lissabon missachte.

MdEP Eck hielt der Kommission vor, am Gängelband der Agrarverbände zu gehen, da die Interessen der Landwirtschaft generell höher bewertet würden als konsequenter Tierschutz.

Stefan Eck fasste zusammen, dass die europäische Politik insgesamt die größte Mitschuld an der miserablen Behandlung der Tiere trage.

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https://www.facebook.com/watch/?v=313266072878562

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Gruß Hubert