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Margot Käßmann und der Terror   Leave a comment

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Muslimische Terroristen würden wohl in schallendes Gelächter verfallen, wenn sie den Ratschlag von der ehemaligen Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, hören würden: man solle Terroristen mit beten und Liebe begegnen. Ich kann so einen Vorschlag nur heuchlerisch und verlogen nennen, denn sie wird das selbst nicht glauben. Aber vielleicht will sie sich damit ja als besonders gute Menschin hervor tun.

Hier ein Kommentar auf hpd.de dazu.

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Foto: James Steakley, (CC-BY-SA-3.0)

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BERLIN. (hpd) Soll man Terroristen mit Liebe begegnen? Die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, hat einiges Aufsehen provoziert mit ihrer Behauptung, Christen dürften nicht mit Gewalt auf den islamischen Terror reagieren, sondern mit Liebe und Gebet.

„Jesus hat eine Herausforderung hinterlassen: Liebet eure Feinde! Betet für die, die euch verfolgen! Er hat sich nicht verführen lassen, auf Gewalt mit Gewalt zu antworten. Für Terroristen, die meinen, dass Menschen im Namen Gottes töten dürfen, ist das die größte Provokation.“ Ist das wirklich eine christliche Haltung? Würde Jesus heute etwa auf den Anschlag in Lahore so antworten wie Margot Käßmann?

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Der Kontext ist entscheidend

Demgegenüber gilt es festzuhalten, dass jedes dieser Bücher im Kontext seiner Entstehung zu lesen ist. Jesus von Nazareth lebte, als Palästina römisches Protektorat war. Jüdische Fundamentalisten, Extremisten und Nationalisten waren mit der Herrschaft Roms und seiner jüdischen Statthalter nicht einverstanden und predigten den bewaffneten Aufstand wie die Zeloten oder den Rückzug ins Reine wie die Essener. Wo der historische Jesus wirklich stand, ist schwer auszumachen. Die Römer kreuzigten ihn – dies immerhin scheint als Faktum festzustehen, allein schon, weil es ein Skandalon ist – als „König der Juden“, das heißt, mit der Methode, die sie für Banditen, Räuber und Aufständische reservierten, und mit der Begründung, er habe sich zu einem Führer seines Volkes aufschwingen wollen.

Seine Anhänger, so viel steht fest, leisteten dagegen keinen nennenswerten Widerstand. Erst Jahrzehnte nach seiner Kreuzigung brach der bewaffnete Widerstand aus, mit katastrophalen Folgen für die Juden. Die Evangelien in der uns überlieferten Form wurden nach der Zerstörung des Tempels durch die Römer verändert, um Hinweise auf diese Ereignisse als Prophezeiungen aus dem Mund des Gekreuzigten aufzunehmen. Möglich auch, dass sie auch sonst redigiert wurden, um Jesus und seine Anhänger friedlicher erscheinen zu lassen, als sie es zu seinen Lebzeiten gewesen waren.

Denn eines war klar, und das zu erkennen war die große Leistung des Gründers der neuen Religion, Saulus aus Tarsus im heutigen Syrien: Mit einem direkten Aufstand gegen Rom war nichts zu gewinnen außer dem Tod. Jedoch bedeutete der Liberalismus des Imperiums – für den die Apostelgeschichte mehrere Beispiele liefert – und die Existenz einer einflussreichen jüdischen Diaspora, dass man den Versuch wagen konnte, den neuen Glauben friedlich zu verbreiten. Zwar gaben sich die frühen Christen gern blutdürstigen Endzeitvisionen hin, wie die Offenbarung des Johannes beweist; in der Praxis waren sie jedoch quietistisch und loyal gegenüber den römischen Behörden, die sie als „von Gott eingesetzt“ anerkannten, wie Saulus/Paulus lehrte.

Als das Christentum drei Jahrhunderte später zur Staatsreligion avancierte, war es im Inneren mit der Toleranz und nach außen mit der Friedfertigkeit vorbei, und dafür fanden sich denn auch die nötigen theologischen Begründungen, zum Beispiel die Lehre vom gerechten Krieg.

Es ist also völlig absurd, die Lehren des Jesus von Nazareth, etwa das „Liebet eure Feinde“ oder „Haltet die andere Wange hin“ außerhalb ihres Kontextes zu lesen und auf eine Situation zu übertragen, die Jesus weder kannte noch sich vorzustellen vermocht hätte. Möglich sogar, dass er, wenn man seine Ausführungen gegen Reiche ernst nimmt, und wenn man bedenkt, wie das Christentum seine Lehre inzwischen verfälscht hat, man denke nur an die Lehre von der Dreifaltigkeit, eher mit den heutigen Fundamentalisten des Einen Gottes sympathisieren würde als mit den häretischen Anbetern des Mammon.

Was würde Luther dazu sagen?

Niemand wusste das besser als Martin Luther, und das müsste Margot Käßmann als „Botschafterin für das Lutherjahr“ 2017 eigentlich wissen. Ich zitiere Karl F. Grimmer aus dem Sonntagsblatt, der die Positionen des Reformators, wie sie von der Evangelischen Kirche verstanden werden, gut zusammenfasst:

Martin Luther wollte die Bergpredigt nicht als Forderung, sondern als Evangelium verstanden wissen. Die Bergpredigt handelt von den Früchten des Glaubens. Als Anleitung zum Leben in der Welt der Sünde ist sie nicht geeignet. Allenfalls kann man, so neuere Interpretationen Luthers, durch die Bergpredigt sein Scheitern erkennen und auf die Rechtfertigung allein aus Gnade verwiesen werden.

Anders gesagt: Die Forderung nach der Feindesliebe (und so weiter: Armut, Keuschheit, Gottvertrauen) soll uns ein schlechtes Gewissen machen. Da wir so nicht handeln können, sind wir auf die Gnade (und also die Kirche) angewiesen. Toll.

„Allerdings hat Luther die Möglichkeit, den Forderungen der Bergpredigt nachzukommen, nicht völlig ausgeschlossen“, so Grimmer weiter. „Aber der Christ steht nur für sich selbst unter dieser Forderung, er kann die andere Backe hinhalten usw. Sobald er Verantwortung für andere hat, in seiner Familie oder einem öffentlichen Amt, wiegt diese Verantwortung schwerer. Dann muss mit allen Mitteln des weltlichen Regiments das Lebensnotwendige getan werden, notfalls mit der Durchsetzung von Gewalt.“ Genau. Und wenn‘s gegen die Papisten, die Bauern oder die Juden ging, dann schwelgte Luther in Gewaltfantasien, die einem Osama bin Laden in nichts nachstanden. Immerhin war er nicht so verlogen wie seine heutige Botschafterin.

Und Hitler? Und Stalin?

Verlogen hinsichtlich der Botschaft Jesus und Luthers, und realitätsblind gegenüber der Geschichte. „Millionen von Menschen wären gerettet worden, wenn Hitler frühzeitig getötet worden wäre“, wendet Miriam Hollstein von der BamS zu Recht ein. Käßmann antwortet: „Sie wären gerettet worden, wenn sich alle Christen dem Holocaust entgegengestellt hätten. Wenn Soldaten sich geweigert hätten, nach Stalingrad zu ziehen. Es braucht keinen Tyrannenmord, wenn es einen Geist des Widerstands gibt.“ Gewiss doch. Da es aber diesen Geist nicht gab: Was dann?

Und weiter: „Ja, eine solche Haltung wird belacht und sie wird auch viele Menschen überfordern. Weil es der menschliche Instinkt ist, Rache zu üben. Aber auf den Hass nicht mit Hass zu antworten, das ist die Herausforderung. Die größten Persönlichkeiten in der Geschichte sind nicht Stalin, Hitler oder Pol Pot, sondern Martin Luther King, Mahatma Gandhi oder Aung San Suu Kyi, die nicht mit Gewalt reagierten.“ Ähm, Moment: Hitler, Stalin und Pol Pot wären Rächer gewesen? Leute, die mit „Hass auf Hass antworteten“? Und wer hat sie gestoppt? Bestimmt nicht die Gandhis dieser Welt, sondern im Falle Hitlers ein Winston Churchill – mit Gewalt; im Falle Stalins ein Harry Truman – mit Gewalt; im Falle Pol Pots die vietnamesische Armee und Heng Samrin – mit Gewalt.

Auch Gandhi, Martin Luther King und Aung San Suu Kyi (über die das letzte Wort der Geschichte noch nicht gesprochen ist) müssen – wie Jesus und Paulus – im historischen Kontext gesehen werden. Gandhi etwa kämpfte gegen das Britische Empire, das letztlich unfähig war, ihn zu besiegen, weil es die eigenen Ideale und Grundsätze, die Gandhi übernahm und gegen die Kolonialherrschaft wandte, nicht verraten wollte und konnte. In Großbritannien selbst genoss Gandhi große Sympathien. Martin Luther King klagte die Rechte der schwarzen Bürger der USA ein, die ja in der Verfassung verankert waren; wie Gandhi wusste er, dass seine symbolischen Aktionen in den freien Medien Resonanz finden und die Politiker zum Handeln zwingen würden. Weder Gandhi noch King hätten gegen Stalin oder Hitler etwas ausrichten können, und heute so etwas zu suggerieren ist nicht nur naiv, sondern unverantwortlich und im eigentlichen Sinne unchristlich.

Von Alan Posener

Margot Käßmann und der Terror

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 4. Juli 2016 von hubert wenzl in Kirchenkritik, Religionskritik, Uncategorized

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Politik und Islamvertreter verharmlosen Islamismus   Leave a comment

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Es wird so getan als sei der Anschlag auf Homosexuelle in Orlando nur gegen Homosexuelle gerichtet gewesen. Der Islamismus wendet sich gegen jede Form eines selbstbestimmten, befreiten, genussbetonten Lebens im Westen. Islamisten möchten uns ihre Lebensart aufzwingen und sind auf Expansion aus.

Terroranschlag auf LGBT-Bar in Orlando: Ausdruck islamistischen Hasses auf Homosexuelle und auf jede genussbetonte Lebensart.

Politik und Islamvertreter verharmlosen Islamismus

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Foto: © Frank Nicolai

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BERLIN. (aws) „Das Massaker in einer LGBT-Bar in Orlando / US-Bundesstaat Florida mit mindestens 49 Todesopfern und zahlreichen Verletzten ist der größte islamistische Terroranschlag in den USA seit dem 11. September 2001“, erklärt Alex Feuerherdt vom „Kompetenzzentrum Islamismus“ der Aktion 3.Welt Saar.

„Darin kommt der für Islamisten kennzeichnende Hass auf Homosexuelle zum Ausdruck.“ Dieses Verbrechen richte sich aber nicht nur gegen Homosexuelle. „Islamisten wenden sich mit ihrem ‚Heiligen Krieg‘ gegen jede Form eines selbstbestimmten, befreiten, genussbetonten Lebens“, so Feuerherdt. Dafür stehe bei ihnen „der Westen“, vor allem repräsentiert durch die USA und Israel.

„Daher ist es zynisch, wenn in Medien spekuliert wird, die Tat könne auch durch Hass auf Schwule motiviert sein“, betont Feuerherdt. „Oder wenn Thorsten Denkler in der Süddeutschen Zeitung die Tat als einen ausschließlich homophoben Akt charakterisiert, den er genauso gut als evangelikaler Christ hätte verüben können. Anteilnahme für die Opfer des Terroranschlags sieht anders aus.“

Im Herrschaftsbereich von Islamisten seien derartige Verbrechen üblich. So würden im Iran Schwule an Baukränen aufgehängt, Ehebrecherinnen gesteinigt oder unverschleierte Frauen verprügelt.

Die SPD und führende Sozialdemokraten wie Sigmar Gabriel zeigten in ihren Reaktionen dieselbe Verleugnung. Dort heiße es lapidar „Der Hass darf niemals siegen“, ohne den Islam auch nur zu erwähnen. „Dass Aiman Mazyek, der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, wie regelmäßig nach islamistischen Anschlägen auch diesmal verlauten lässt, das habe mit dem Islam nichts zu tun, ist keine Überraschung mehr“, so Feuerherdt. Im Zentralrat der Muslime ist auch die Islamische Gemeinde Saarland Mitglied.

Laut aktuellen Medienberichten sei der Täter möglicherweise selber schwul gewesen. Doch sei dies kein Einwand gegen die Kennzeichnung der Tat als homophob. „Doppelmoral ist ein Merkmal patriarchaler und schwulenfeindlicher  Gesellschaften. In der Vergangenheit haben sich die größten Schwulenhasser wiederholt als selbsthassende, die eigene Homosexualität versteckende Schwule entpuppt. Den islamistischen Charakter dieser Tat ohne Tabuisierung zu benennen ist Voraussetzung, Gegenstrategien zu entwickeln und präventiv tätig zu werden“, betont Feuerherdt.

Anmerkung: LGBT steht für „Lesbian, Gay, Bisexuell, Transgender“ und bezeichnet die Gesamtheit derer, die nicht der heterosexuellen Geschlechternorm entsprechen.

Von Aktion 3. Welt Saar 16. Jun 2016

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Politik und Islamvertreter verharmlosen Islamismus

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Gruß Hubert

 

Ich habe Angst vor Merkels Gesinnungsethik – Teil 2   Leave a comment

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„Deutschland bleibt ein von Hitler traumatisiertes Land“

 

ZEIT: Wollen Sie etwa, wie der Publizist Éric Zemmour nahelegte, die Vorstadtviertel bombardieren, aus denen viele Attentäter stammen?

Finkielkraut: Richtig ist: Es gibt heute viele Molenbeeks, nicht nur in Belgien, auch in Frankreich. Und unser Feind ist leider auch der radikale Islam im eigenen Land. Natürlich werden nicht alle Salafisten und anderen Fanatiker zu Terroristen. Aber die Lage in Europa ist beunruhigend. Das eigentlich Wünschenswerte, die Integration des Islams in die europäische Zivilisation, wird immer schwieriger. Unter dem Druck der wachsenden Einwanderung nimmt die Islamisierung ganzer Stadtviertel zu. Das gilt auch für Deutschland.

ZEIT: Und Sie glauben, wir Deutschen seien blind und wollten die Gefahr nicht sehen?

Finkielkraut: Deutschland bleibt ein von Hitler traumatisiertes Land. Statt eines realistischen Weltbilds pflegen die Deutschen den Antirassismus. Der Jude war im Nationalsozialismus der Andere. Hitler hat aus ihm den absoluten Feind gemacht. Um dieses Verbrechen zu sühnen, entgehen die Deutschen bis heute nicht der Versuchung, den Respekt vor dem Anderen zum moralischen und politischen Kardinalprinzip zu erheben. So aber halten die Deutschen noch heute den tatsächlichen Feind für den Anderen, dem sie Buße schulden. Das Aufwachen aus dieser Art von Weltfremdheit wird für die Deutschen ein extrem schmerzhafter Schock sein.

ZEIT: Entgegen Ihrer Feindesobsession verteidigte kürzlich unser Finanzminister Wolfgang Schäuble die Aufnahme der syrischen Flüchtlinge in Deutschland als „Ehrenrettung für Europa„.

Finkielkraut: Ich verstehe das gut. Als die ersten Flüchtlingswellen ankamen, hielten die Deutschen den Moment für gekommen, ihren historischen Makel zu bereinigen. Sie konnten sich endlich freikaufen. Es war eine große Erlösung. Hitler-Deutschland beschwor die eigene Kraft. Merkel-Deutschland stellte sich auf die Seite des Schwachen. Hitler-Deutschland verkörperte den Hass auf den Anderen. Merkel-Deutschland sagte: Hier bin ich und kümmere mich um den Anderen in Not. Dazu aber gehörte eine große moralische Trunkenheit. Plötzlich verkörperte Deutschland das Gute. Frau Merkel wurde für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Nun erholt sich Deutschland langsam von einem schrecklichen Kater. Deshalb hat Bundespräsident Joachim Gauck neulich an ein paar Spielregeln erinnert: erstens, Respekt vor den Homosexuellen, zweitens, Gleichberechtigung der Frauen, drittens, Ablehnung aller Formen des Antisemitismus, viertens: Anerkennung des Staates Israel. Warum diese Gedächtnisstütze? Weil nämlich ein nicht zu übersehender Teil der Flüchtlinge mit diesen Regeln nichts am Hut hat. Indem es den Antisemitismus von gestern sühnen wollte, hat das Deutschland der Willkommenskultur womöglich den Antisemiten von morgen Spalier gestanden.

ZEIT: Sind Sie jetzt nicht auf dem besten Wege, den Islam pauschal zu verurteilen? Reicht es nicht, wenn der Papst vom dritten Weltkrieg spricht?

Finkielkraut: Dem schließe ich mich nicht an. Ich sehe ja, was der „Islamische Staat“ bezweckt: Er will uns in den Bürgerkrieg treiben. Die Strategen des heiligen Krieges hoffen, dass wir Deutschen und Franzosen uns am Ende auf jeden Muslim stürzen, verschleierte Frauen belästigen und Moscheen zerstören. Wir dürfen die Muslime nicht pauschal beschuldigen. Viele von ihnen sind ehrlich entsetzt über die Attentate, viel mehr noch als nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo im Januar. Aber wir dürfen den Islamismus auch nicht als Randphänomen betrachten. Der Islam ist nun mal seit seinen Anfängen eine eroberungslustige Religion. Er hat viele Niederlagen erlebt. Aber für die Islamisten ist heute die Zeit der Rückeroberung gekommen. Dafür proklamieren einigen von ihnen den globalen Krieg, andere nur das Predigen. Aber gemeinsam glauben sie, dass eine Islamisierung Europas zumindest teilweise möglich ist. Und wir dürfen nichts tun, um ihnen diesen Plan zu erleichtern. Europa muss dem im Gegenteil widerstehen, sich selbst behaupten, indem es seine Prinzipien und Sitten auf eigenem Boden unerbittlich durchsetzt. Andernfalls werden wir von innen ausgehöhlt.

ZEIT: Da muss man ja fragen, ob Sie trotzdem noch das Asylrecht verteidigen?

Finkielkraut: Ich verteidige das Asylrecht, aber ich mache mir Sorgen, dass der Islam an vielen Orten mehrheitsfähig wird und dort seine Sitten durchsetzt. Und am Ende der Islamismus profitiert.

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Ich habe Angst vor Merkels Gesinnungsethik – Teil 2

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Gruß Hubert

Die USA und der IS – Freiheit der Gewalt   1 comment

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Freiheit der Gewalt

Gestern Abend, zur besten Fußballsendezeit, bumste es einige Male gewaltig in der Nähe des „Stade de France“ (Frankreich-Stadion) in Saint-Denis, einem nördlichen Vorort von Paris und aus den gewöhnlichen Spaß-Böllern die sonst mangels gefährlicheren Kalibers bei Fußballspielen abgeschossen werden, wurde bitterer Ernst. Diesmal nicht in Syrien, sondern während des Länderspiels Frankreich-Deutschland 2:0, außerhalb des Frankreich-Stadions im nördlichen Paris.

Der Terror gegen Syrien, mit dem das Imperium jetzt schon seit Jahren zusammen mit seinen ebenso „freiheitlichen“ Komplizen Saudi Arabien, Türkei, Katar, Israel, Islamischer Staat, die Zivilbevölkerung Syriens leiden lässt, schlägt in gewissen Intervallen immer wieder auch auf die Auslöser der Terror-Kriege zurück. Anscheinend, um uns, die westlichen Untertanen unserer Konzernregierungen daran zu erinnern, dass der Imperium-Terror ein Muss ist, um unsere Gewaltbereitschaft wach zu halten.

Dass die USA den Islamischen Staat (IS) direkt unterstützen, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Auch nicht, dass ihr Geheimdienst, die CIA, ihn wie auch andere Terrorgruppen zuvor, geschaffen hat, kein Geheimnis mehr ist. US-Flugzeuge werfen beispielsweise regelmäßig Munitions- und Waffenpakete in Gegenden ab die unter IS-Kontrolle stehen. Schon seit einiger Zeit werden solche Vorwürfe gegen die USA erhoben. Nur weil unsere Konzern- und Staatsmedien sie verschweigen, gibt es diese kriminellen Handlungen trotzdem. [Siehe hier]. Auch das ein treffender Grund warum die hiesige Presse zurecht als Lügenpresse bezeichnet wird.
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Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

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Natülich verfolgen die USA auch einen geostrategischen Plan mit ihrem Syrien-Terror, u.a. um dafür zu sorgen, dass Israel größere Kontrolle über die Golanhöhen bekommt, besonders seit dort große Ölvorkommen entdeckt wurden. Und ähnlich wie Israel Gebiete auf der Westbank den Palästinensern völkerrechtswidrig entreißt, damit nicht aufhört und bereits okkupierte Gebiete auch nicht an die Palästinenser zurückgeben will, will es die okkupierten Golanhöhen auch nicht an Syrien zurückgeben. Man will sich einen Weg für eine Pipeline von Katar über Saudi Arabien und Syrien nach Europa sichern, um mit russischen Erdgaslieferungen konkurrieren zu können. [Siehe hier] All das geht nur unter Anwendung von Gewalt und Terror. Und die „Freiheit“ nimmt sich das Wall Street-Kapital mit seinem militärischen Arm, der Regierung in Washington. Israel wird einer der richtig großen Gewinner des „Neuen Nahen und Mittleren Osten“ werden, falls die USA es schaffen ihn durchzusetzen. An fehlender krimineller Energie der Koalition der Willigen wird es nicht mangeln um dieses Ziel zu erreichen. Die einzigen Kräfte welche potent genug wären es zu verhindern, wären China und Russland. Aber der Preis den wir alle zu zahlen hätten, wäre ein finaler Atomkrieg.

All das ist gemeint wenn Drohnen-Präsident Obama sich zusammen mit anderen betroffen gibt und die Pariser Anschläge als „abscheulichen Versuch“, bezeichnet um unschuldige Zivilisten zu terrorisieren. Es seien nicht nur Anschläge auf Paris oder das französische Volk, sondern auf die gesamte Menschheit. So als würde es den globalen US-Terror nicht geben. Die USA sollten die letzten Terroristen im Universum sein, die den Terror anderer anprangern und verurteilen. Nochmal zur Erinnerung. Der IS, der sich zum gestrigen Terrorattentat in Paris bekannt haben soll, ist eine Schöpfung der USA und seiner Verbündeten, und nur eine neben vielen anderen von den USA kreierten Terrorbanden, mit dem Ziel, die Vorherrschaft des Wall Street-Kapitals auf unserem Planeten zu sichern.

Nur das zählt und ist von Gewicht. Das bislang größte Völkerrechtsverbrechen dieses Jahrhunderts, ist der völkerrechtswidrige US-Terrorkrieg gegen den Irak gewesen der eine Million Tote und Millionen Flüchtlinge forderte, samt ein Land das immer noch an den Folgen des damaligen US-Terrors leidet und weiter im Chaos lebt.

Ja, und im Gegensatz zu allen Schönrednern die heute in Funk und Fernsehen genervt haben, und die Auffassung vertreten, sich unsere „freie“ Gesellschaft nicht von Terroristen kaputtmachen zu lassen, vertrete ich die Auffassung, wir sollten uns von unseren eigenen staatstragenden Terroristen befreien, die unzweifelhaft zu noch größeren Verbrechen in der Lage sind, als selbst der IS mit US-Hilfe anrichten kann. So barbarisch die islamistischen Kopfabschneider auch sein mögen. Die Verantwortung liegt bei denen, welche die Büchse der Pandora öffneten und sie auch weiter offen halten. Darüber sollte unsere „freie Gesellschaft in unserer freien Welt mal ganz frei“ und nachhaltig diskutieren und Fragen an unseren bellizistischen Hegemon stellen dürfen.

Ich beklage alle unschuldig Ermordete und ihre Angehörigen. Die gestrigen in Paris und die vielen in Palästina, Irak, Libyen, Syrien und Afghanistan. Und alle diejenigen die beim US-Umbau zum „Neuen Nahen und Mittleren Osten“ noch als Opfer folgen werden.

„Woher nehmen wir uns das Recht, Menschen in einem anderen Staat, den wir nicht mögen, umzubringen?“ (Noam Chomsky)

Die USA und der IS – Freiheit der Gewalt

Mehr zum Thema:
Gegenmeinung: US-Bodentruppen in Syrien? Das Pentagon will den Islamischen Staat retten…..

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 15. November 2015 von hubert wenzl in Politik

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