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Der Mensch – eine biochemische Maschine   Leave a comment

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Der Titel ist sicher zu zugespitzt, aber Hormone bestimmen über unser Wohlbefinden, über Lust, Unlust, über Knochendichte, Muskeln, Gedächtnisleistung, psychische Störungen und vieles mehr. Erstaunlich ist auch, dass Hormonmengen im Tausendstelgrammbereich schon allergrößte Auswirkungen haben. Schlußendlich ist am Hormonhaushalt auch zu erkennen ob wir noch jünger oder schon älter sind. Schließlich sollen und wollen wir ja nicht ewig leben, sage ich mal, oder?

Erst im Alter kommt es zu einer langsamen Reduktion der Testosteronmenge, mit der Konsequenz einer Abnahme von Antrieb und Libido. Sehr kontrovers wird diskutiert, ob Testosteron das „Lebenselixier“ des Mannes sei, das bei zusätzlicher Zufuhr seine Tatkraft und Aktivität bis ins hohe Alter erhalten könnte.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Schwankungen der Hormonspiegel von Östrogen und Progesteron sowie die Menge an Testosteron im Körper das Denken, Fühlen und natürlich das Lustempfinden deutlich beeinflussen können.

Zwar wird es noch lange dauern, bis auch bei Männern klare Daten verfügbar sein werden, aber schon jetzt deutet sich an, dass bei bestimmten Formen von Hormonschwächen ähnlich wie bei Frauen mit dem Auftreten von Erkrankungen gerechnet werden muss. Potenzstörungen sind dabei nur ein mögliches Symptom. Später oder gleichzeitig auftretende Erkrankungen aber sind auch Osteoporose oder verschiedene Herz – Kreislauferkrankungen und natürlich psychische Störungen verschiedener Art.

Der Vortrag unternimmt den Versuch, das jetzt bekannte Wissen über die hormonellen Alterungsvorgänge bei Männern darzustellen und ist nicht nur für Männer, sondern ebenso für deren Frauen interessant. Aufgezeigt werden sollen Therapiemöglichkeiten sowie deren Risiken.

Es zeigten sich nahezu unglaublich erscheinende Dinge wenn Frauen mit massiven Hormonausfallerscheinungen die fehlenden natürlichen Hormone ersetzt wurden. Aus von extremen Beschwerden geplagten, verschiedenste Krankheitssymptome bietenden Patientinnen wurden plötzlich wieder attraktive sich blendend fühlende, strahlende und lebenslustige attraktive Frauen.
Der ungebremst bei deren Männern voranschreitende Alterungsprozess, der vorher wegen der multiplen eigenen Probleme nicht wahrgenommen werden konnte, war häufig für die betroffenen Frauen kaum erträglich. Eine Powerfrau neben einem schlaffen Schatten. 😉 Alles nur wegen winziger Hormonmengen im Tausendstelgrammbereich.

(Die Quelle ist mir hier nicht mehr bekannt).

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Hier noch ein Auszug aus der Ärztezeitung zum viel geschmähten Testosteron, bei dem man erst erkennt, welche negativen Wirkungen es hat, wenn nicht mehr genügend da ist. Da würden manche Frauen auch erflehen, Herr gib ihm mehr Testosteron 😉
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Testosteron erhöht Libido nur bei Androgenmangel
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Doch auch bei der sexuellen Funktion gilt: Ohne Testosteron zwar keine Libido, damit Mann aktiv wird, braucht er jedoch nicht nur das Hormon, sondern auch einen Stimulus. Klar wird dies zudem aus vielen Studien zur Testosteron-Substitution: Libido und sexuelle Funktion werden dabei nur besser, wenn tatsächlich ein Androgenmangel vorliegt, bei normogonadalen Männern bringt zusätzliches Testosteron nicht mehr Lust und auch nicht mehr sexuelle Leistung.

Insgesamt scheint vor allem die Libido vom Testosteronspiegel abzuhängen – so ist die Libidoabnahme oft eines der ersten Symptome bei einem klinisch relevanten Testosteronmangel. Zudem begünstigt das Hormon bei Männern auch sexuelle Fantasien, spontane nächtliche und morgendliche Erektionen, die Ejakulation, sexuelle Aktivitäten mit dem Partner und Orgasmen.

Testosteron ist jedoch nicht nur für die männliche Sexualfunktion entscheidend, das Androgen ist auch wichtig für die sexuelle Aktivität, Zufriedenheit und vor allem die Appetenz bei Frauen. Besteht eine Hypoactive Sexual Desire Disorder (HSDD), etwa nach einer Ovarektomie, so lässt sich nach Studiendaten die sexuelle Funktion per Androgen-Substitution deutlich bessern. Für Frauen mit HSDD steht seit 2006 in Europa ein transdermales Testosteron-Pflaster zur Verfügung.

Das Androgen hat jedoch noch weitere wichtige Funktionen im Gehirn: Es sorgt mit für die kleinen Unterschiede zwischen Männern und Frauen beim Denken, Wahrnehmen und Verhalten, indem es die geschlechtsspezifische Hirnentwicklung vom Fetus bis zum Teenager steuert. Die Wirkung zielt vor allem auf Hypothalamus, Hippocampus, limbisches System und die Area präoptica. Als eine Folge haben Männer zwar meist ein besseres räumliches Vorstellungsvermögen, sind Frauen aber bei sprachlichen Aufgaben unterlegen, weil sie dafür in der Regel nur eine Hirnhälfte aktivieren.

Noch unklar ist die Bedeutung des Androgens bei psychischen Störungen. Zwar haben Depressive im Schnitt keine erniedrigten Testosteronwerte, bei Depressiven mit Testosteronmangel ließ sich jedoch in Studien die Stimmung verbessern – was nicht überrascht, da ja Testosteron Männern mit Androgenmangel wieder mehr Energie gibt.

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/article/630711/mythos-testosteron-nicht-zuwenig-bringt-gehirn-takt.html

Gruß Hubert

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Veröffentlicht 16. August 2015 von hubert wenzl in Medizin

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Buben/Männer sind von Natur aus störanfälliger   1 comment

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Es ist interessant wie unterschiedlich die Entwicklung zwischen Jungen und Mädchen im Säuglingsalter verlaufen und wie kompliziert und störanfällig die Entwicklung zum männlichen Geschlecht verläuft. Es ist eindeutig, dass das weibliche Geschlecht größere biologische Stabilität hat. Männer sterben schon im Mutterleib öfter. Buben/Männer sind von Natur aus störanfälliger.
Ich habe den Artikel zusammengefasst, weil er sehr lange ist. Wer will kann ja alles lesen.

Hier ein Auszug von Männerarzt Dr. Georg Pfau.

Das „Prinzip des größeren Aufwandes“ belastet die Männer.

Die Urform des Lebens auf diesem Planeten, unserer Erde, ist weiblich. Diese Erkenntnis mag zwar bitter sein für Bibelgläubige, doch dies ändert nichts an den Tatsachen. Man höre und staune: 3,3 Milliarden Jahre gab es ausschliesslich weibliches Leben, der „Mann“, konkret das Y-Chromosom, ist erst 500 Millionen Jahre alt. Der Mann ist also ein Neuling auf der Erde.
Erst durch „besondere Aufwendungen“ entwickelt sich der zunächst ungeschlechtlich und bipotent ausgebildeter Organismus in Richtung Mann. Für die Entwicklung zum Weiblichen sind diese „besonderen Aufwendungen“ nicht erforderlich.
Männer sind daher besonders störanfällig, sie sterben nicht nur früher, sondern grundsätzlich auch öfter, – schon als Ungeborene im Mutterleib. Aus dem „Prinzip des höheren Aufwandes für das männliche Geschlecht“ ergibt sich zwangläufig das „Prinzip für die größere Störanfälligkeit für das männliche Geschlecht“ oder umgekehrt „Das Prinzip für die größere biologische Stabilität für das weibliche Geschlecht“.

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Männer sind daher besonders störanfällig, sie sterben nicht nur früher, sondern grundsätzlich auch öfter, – schon als Ungeborene im Mutterleib. Aus dem „Prinzip des höheren Aufwandes für das männliche Geschlecht“ ergibt sich zwangläufig das „Prinzip für die größere Störanfälligkeit für das männliche Geschlecht“ oder umgekehrt „Das Prinzip für die größere biologische Stabilität für das weibliche Geschlecht“.

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Die Geschlechtsproportionen beschreiben das mengenmäßige Verhältnis von Buben zu Mädchen. Dieses ist eben nicht 50:50 wie man annehmen könnte. Ganz im Gegenteil, um den höheren Verlust in Laufe der Entwicklung zum Mann auszugleichen, werden wesentlich mehr Buben gezeugt als Mädchen.
Die „primäre Geschlechtsproportion“ beschreibt das mengenmäßige Verhältnis von männlichen zu weiblichen Zygoten und: sie ist 126:100. Es werden also auf 100 Mädchen 126 Buben gezeugt.

Interessanterweise kommen aber nicht 126 Buben auf 100 Mädchen zur Welt. Es sind zwar noch geringfügig mehr, aber der Vorsprung der Männer ist auf einen kleinen Rest zusammengeschmolzen: die sekundäre Geschlechtsproportion beträgt nur mehr 106:100. Das beweist die wesentlich höhere Sterblichkeit von männlichen Zygoten gegenüber weiblichen Zygoten, auch dies wird nicht durch externe Faktoren bewirkt, sondern durch die größere Störanfälligkeit auf Grund des Prinzipes der höheren Aufwendung.

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Und es geht so weiter: obwohl noch deutlich mehr Buben als Mädchen geboren werden, bleiben die Männer nur bis zur 5. Lebensdekade die Mehrheit der Bevölkerung. Volkszählungen beweisen auch in Österreich, dass in dieser 5. Lebensdekade die Frauen genüber den Männern mengenmäßig die Oberhand gewinnen, im fortgeschrittenen Alter von 70 oder 80 kommen auf jeden Mann 2 oder mehr Frauen.
Obwohl also wesentlich mehr Buben gezeugt werden als Mädchen, nimmt das Verhältnis von Männern zu Frauen mit dem Alter kontinuierlich zu ungunsten der Männer ab. All denjenigen, die nun wieder behaupten, das wäre die alleinige „Schuld“ der Männer, kann man entgegenhalten, dass das Männersterben bereits im Mutterleib beginnt, und daran haben die Männer wohl kaum selbst „Schuld“.

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Die 1. größere Aufwendung (das Y-Chromosom)

Größere Aufwendungen bedingen eine höhere Störanfälligkeit. Dieses Prinzip ist ein Paradigma, das sich aus der Erfahrung selbst bestätigt.
Die größere Aufwendung beginnt für die Männer bei deren Zeugung. Um die Entwicklung in Richtung „männlich“ in Gang zu setzen, bedarf es eines speziellen Gens, des SRI-Gens. Dieses Gen sitzt auf dem Y-Chromosom. Und damit beginnt die Problematik.
Die Evolution hat für das genetische Material ein geniales Sicherheitssystem eingebaut, indem (fast) JEDES Chromosom doppelt angelegt ist. Auf diese Weise können Fehler auf einem Chromosom durch das jeweilige Duplikat ausgebessert werden. Sollte ein Gendefekt vorliegen, greift die Zelle bei der Proteinsynthese auf das intakte Parallelchromosom zurück.
Klingt gut, ist gut, hat aber einen Haken, …und zwar bei den Männern. Denn dort sind nur 22 Chromosomen paarweise angelegt, das 45. und 46. Chromosom sind kein Paar, sondern 2 einzelne Chromosomen, konkret ein X-Chromosom und ein Y-Chromosom. Somit ist das geniale Prinzip der paarweisen Anlage von Chromosomen mit einer Ausnahme behaftet: die Geschlechtschromosomen bei den Männern.
Offenbar kommt es nicht selten vor, dass auf dem X- oder dem Y-Chromosom ein Fehler „sitzt“. Denn die erheblichen Unterschiede zwischen der primären und der sekundären Geschlechtsproportion gehen darauf zurück. Das Verhältnis männlicher zu weiblichen Totgeburten beträgt übrigens 115:100.

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Wir alle kennen Testosteron als jenes Hormon, das bei den Buben die Pubertät dominiert. Unter seiner Führung wird aus dem Kind ein Mann. Das ist natürlich richtig, doch ist kaum jemandem bewusst, dass Buben schon viel früher großer Mengen an Testosteron bedürfen, um sich überhaupt in Richtung männlich zu entwickeln. Dabei sind für eine reibungslose Entwicklung noch andere Voraussetzungen erforderlich: zum Testsoteron brauchen Männer noch ausreichend 5-alpha-Reduktase und geeignete Rezeptoren. Auch hier gibt es Störungen mit dramatischen Auswirkungen.

Die 2. größere Aufwendung (als bei den Mädchen) betrifft die 9.- 18. Schwangerschaftswoche.

Noch im Mutterleib, die Zygote (das unentwickelte Kind) ist gerade einmal 3 cm groß, kommt es aus dem eigenen Hoden dieses Winzlings unter der Führung der Hypophysenhormone der Mutter und des im eigene Hoden gebildetetn LH zu einem Hormonschub. Jetzt werden die undifferenzierten Geschlechtsorgane in Richtung männlich entwickelt. Dieser große Entwicklungsschritt im Leben eines Mannes bedarf eines Testosteronspiegels, der mit dem eines erwachsenen Mannes vergleichbar ist. Jetzt entwickelt sich der Penis und jetzt wandern die Hoden in den bereitgestellten Hodensack. Wie sehr störanfällig dieser Entwicklungsschritt ist, kann man unschwer an den häufigen Fehlbildungen im Bereich der männlichen Genitalien erkennen (z.B. die offene Harnröhre, auf medizinisch Hypospadie. Leistenhoden, Intersexsyndrome).
Damit ist aber immer noch nicht genug, diese hohen praenatalen Testosteronspiegel halten etwa 9 Wochen lang an, und die Entwicklung der Genitalien benötigt gerade ein paar Tage. Wofür wird dann also das restliche Testosteron gebraucht? Es ist ja kaum anzunehmen, dass hier umsonst ein hochwirksames Hormon „verpulvert“ wird. Wie schon vermutet, es hat alles seinen Sinn, denn in den weiteren Wochen kommt es zur Ausgestaltung des männlich differenzierten Gehirns. (Androgenisierungsmodell des männlichen Gehirns).

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Sie haben richtig gelesen: ja, es gibt das „männliche Gehirn“, genauso wie es ein „weibliches“ gibt. Im Unterschied zu den Mädchen, benötigen Buben Testosteron um ihr Gehirn geschlechtstypisch auszugestalten, Mädchen brauchen dagegen…nichts! Das weibliche Pendant zum Testosteron, die Östrogene spielen für die geschlechtstypische Ausgestaltung der weiblichen Geschlechtsorgane, aber auch des weiblichen Gehirns keine Rolle.

Der „größere Aufwand“ betrifft also nur die Männer! Und das sieht man auch hier wieder an der größeren Störanfälligkeit. Mangel und Überschuß an Testosteron führen zu Störungen der geschechtstypischen Differenzierung des Männergehirns. In diese Zeit fallen die Prägungen für die spätere sexuelle Orientierung, die Geschlechtsidentität, eine zu geringe wie auch eine zu ausgeprägte Masculinisierung.

Forschungen bringen Autismus, der fast gänzlich aufgehobenen Fähigkeit zum Aufbau sozialer Kontakte, eine typisch männliche Erkrankung, in Zusammenhang mit einem Überschuß an Testosteron in dieser Entwicklungsphase. Ebenso scheinen sich Transsexualität, Transvestitismus oder Homosexualität mit diesem Androgenisierungsmodell erklären zu lassen.

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Jetzt wird das Timing für den Beginn der Pubertät festgelegt, es kommt zur Differenzierung der bereits in der 9.-18. Schwangerschaftswoche geprägten Sexual- und Paarungszentren und zur Prägung der Partnerpraeferenz. Zu diesem Zeitpunkt entscheiden sich schon sehr wichtige Details für das spätere Sexualleben des gerade erst zur Welt gebrachten Säuglings.
Auch diese Phase verläuft bei den Mädchen wesentlich weniger spektakulär, sie bedarf keiner besonderer Zutaten. Ganz anders bei den Buben, die nur darauf hoffen können, dass „alles“ reibungslos funktioniert. Sie benötigen einmal mehr für ihre „normale“ Entwicklung besondere Zutaten in der richtigen Dosierung zur richtigen Zeit. Läuft nicht alles nach Plan, kommt es wie immer zu Störungen, die erst später, postpubertär, zum Tragen kommen. Auch wenn diese Vorgänge noch nicht restlos geklärt sind, werden sie (mit)-verantwortlich gemacht für die verschiedenartigsten Besonderheiten in der sexuellen Praeferenz von Männern.

Diese komplizierten Vorgänge erklären auch, warum die meisten Paraphilien (abnorme Vorlieben) ausschliesslich Männer betreffen. Es gibt nur eine Paraphilie, die bei den Frauen in einer messbaren Größe zu finden ist, den Masochismus. Er kommt bei Frauen in einem Verhältnis von 1:20 zu den Männern vor.

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Die 4. größere Aufwendung in der 2.-4. Lebensstunde

Der nächste große Schritt in der somatosexuellen Entwicklung des neugeborenen Säuglings folgt unmittelbar auf die Geburt. Das Kind ist kaum geboren, das Geburtsgeschlecht wurde gerade erst als „männlich“ in das Geburtsregister eingetragen, steigt erneut der Testosteronspiegel in ungeahnte Höhen. Zwar nur für sehr kurz, exakt vom Beginn der 2. bis zum Ende der 4. Lebensstunde (!), aber dafür umso heftiger. Die hier erreichten Werte für das Testosteron entsprechen denen erwachsener Männer.
Jetzt wird das Timing für den Beginn der Pubertät festgelegt, es kommt zur Differenzierung der bereits in der 9.-18. Schwangerschaftswoche geprägten Sexual- und Paarungszentren und zur Prägung der Partnerpraeferenz. Zu diesem Zeitpunkt entscheiden sich schon sehr wichtige Details für das spätere Sexualleben des gerade erst zur Welt gebrachten Säuglings.
Auch diese Phase verläuft bei den Mädchen wesentlich weniger spektakulär, sie bedarf keiner besonderer Zutaten. Ganz anders bei den Buben, die nur darauf hoffen können, dass „alles“ reibungslos funktioniert. Sie benötigen einmal mehr für ihre „normale“ Entwicklung besondere Zutaten in der richtigen Dosierung zur richtigen Zeit. Läuft nicht alles nach Plan, kommt es wie immer zu Störungen, die erst später, postpubertär, zum Tragen kommen. Auch wenn diese Vorgänge noch nicht restlos geklärt sind, werden sie (mit)-verantwortlich gemacht für die verschiedenartigsten Besonderheiten in der sexuellen Praeferenz von Männern.

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Männliche Säuglinge sind bei gleichem Geburtsgewicht gegenüber den weiblichen Säuglingen unreifer, der erste und der zweite kindliche Gestaltswandel stellt sich bei Jungs deutlich später ein als bei Mädchen. Die bedeutet, dass Buben gegenüber den Mädchen in ihrer Entwicklung verzögert sind.

Diese Erkenntnis ist nicht neu, jeder Mensch weiss, dass Buben später in die Pubertät kommen als Mädchen, dennoch wird dieser Umstand ignoriert. Wie sonst könnte man es sich erklären, dass Buben und Mädchen gleichen Alters in denselben Klassen coedukativ unterrichtet werden, obwohl es bekannt ist, dass die Mädchen einen deutlichen Entwicklungsvorsprung haben.
Der „Spiegel“ vom April 2004 titelt mit der prokanten Story „Schlaue Mädchen, dumme Jungs“ und meint damt genau die von mir aufgezeigte Problematik.
Die Ignoranz der heutigen Gesellschaft gegenüber den Bedürfnissen der Männer ist pathognomonisch. Wie sagt die bekannte Soziologin Heike Diefenbach aus Chemnitz? „Es entspräche der political correctness der heutigen Gesellschaft, die Mädchen im Nachteil zu sehen, selbst wenn dies in gewissen Bereichen gar nicht zutrifft.“

In der somatosexuellen Entwicklung sind die Buben im Nachteil und ich rate allen Erzeihungswissenschaftern, Pädagogen und Politikern, sich das für die Erkennnis dieser Fakten erforderliche Wissen anzueignen.

http://www.maennerarzt-linz.at/startseite_maennerarzt/das-prinz-des-groesseren-aufwandes-belastet-die-maenner/

 

Gruß Hubert

Veröffentlicht 23. September 2013 von hubert wenzl in Medizin

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Wenn Hormone Stimmung machen   Leave a comment

Hier ein Auszug aus „Wenn Hormone Stimmung machen.“

Die 53-jährige Sabine K. ist am Ende: Zwar lebt sie seit Jahren in einer harmonischen Beziehung, ihrer beruflichen Führungsposition wird sie spielend gerecht, und ihre Urlaubsreisen führen sie an traumhafte Destinationen rund um den Globus. Dennoch ist sie seit Monaten todunglücklich und sieht in ihrem Leben keinen Sinn. Die 17-jährige Hanna wiederum hat seit einem Jahr regelmäßig Panikattacken, sie kriegt Angstzustände und Schweißausbrüche und hält es im Klassenzimmer kaum aus. Dass sie nächstes Jahr maturieren wird, versetzt die Pubertierende zusätzlich in Stress.
In beiden Fällen sind die Beschwerden auf eine Ursache zurückzuführen: Es sind die Hormone!…

Das Beruhigungshormon:
Progesteron (Gelbkörperhormon)

„Für die Stimmungsschwankungen vor der Menstruation ist das Progesteron, das Gelbkörperhormon, verantwortlich“, erklärt Johannes Huber. „Das Hormon wirkt, wenn es verstoffwechselt wird, beruhigend auf den Organismus.“ Ist dieser Mechanismus aus irgendeinem Grund gestört, bleibt auch die beruhigende Wirkung des Gelbkörperhormons, das man auch als „körpereigenes Valium“ bezeichnet, aus. „Dann leiden Frauen oftmals unter Depressionen und anderen heftigen Gemütsbewegungen.“ Schon in der Pubertät kann das Fehlen von Progesteron – wie man am Beispiel Hannas sieht – fatale Folgen haben. „Es ist ein Phänomen, dass nach dem Eintreten der Pubertät, zwischen dem zwölften und 18. Lebensjahr, junge Mädchen oft besonders sensibel sind. Angstzustände, Panikattacken, Phobien, aber auch Essstörungen kommen bei ihnen in dieser Zeit zwei bis drei Mal so häufig vor wie bei jungen Burschen.“ …

Das Glückshormon:
Östrogen

Bei Sabine K. wiederum sind es die Östrogene, die wichtigsten weiblichen Geschlechtshormone, die eine entscheidende Rolle beim Entstehen der schlimmen Sinnkrise spielen. „Manche Frauen, die in die Wechseljahre kommen, berichten, dass eigentlich alles in Ordnung ist, sie ein angenehmes Leben führen und ein schönes Zuhause haben – und dennoch depressiv sind“, berichtet der Hormonexperte. „Die Ursache für diese Zustände kann das Abfallen des Östrogenspiegels sein. Das Östrogen wirkt auf die Stimmung nämlich stark stimulierend, es treibt den weiblichen Geist an.“ Wenn es an Östrogen, das wie Progesteron in den weiblichen Eierstöcken gebildet wird, fehlt, mangelt es entsprechend an diesem belebenden Antriebsmotor.

Das Powerhormon:
Testosteron

Das wichtigste männliche Sexualhormon, das Testosteron, spielt auch für die Frau und ihre Stimmungslage eine erhebliche Rolle. Fehlt es an dem Powerhormon, das wesentlich für unsere Libido verantwortlich ist, kann dies in der Folge Frustration und schlechte Laune auslösen. „Besonders häufig sind Frauen, die die Pille nehmen, von einem Testosteronmangel betroffen“, berichtet Huber. Ansonsten nimmt das Testosteron bei Frauen ab einem Alter von 60, 65 Jahren, bei manchen aber auch schon um das 40. Lebensjahr kontinuierlich ab. „Das Absinken des Testosteronspiegels kann dazu führen, dass auch die Libido abnimmt, was sich letztlich auch auf die Psyche – die Stimmung und das Wohlbefinden – auswirkt“, erklärt der Gynäkologe den Zusammenhang. Bei der Frau wird Testosteron in den Eierstöcken bzw. den Nebennierenrinden gebildet.

Das Bindungshormon:
Oxytocin

„Oxytocin, das Bindungshormon, wird beim Geschlechtsverkehr freigesetzt und hat die Aufgabe, die Geschlechtspartner aneinanderzubinden“, erklärt Huber. „Diese Bindung ist im Interesse der Fortpflanzung.“ Ein Mangel an dem auch als „Kuschelhormon“ bezeichneten Oxytocin, lasse sich nur schlecht nachweisen, da es sehr kurzlebig ist, dennoch könne das Fehlen verschiedene seelischen Missstimmungen hervorrufen.

[…]
Wechselwirkung: Stimmung beeinflusst Hormone

So wie die verschiedenen Botenstoffe Stimmungen beeinflussen können, haben umgekehrt Empfindungen und Gefühle eine Wirkung auf die hormonelle Situation: (Gefühls-) Zustände wie Stress, Überforderung, Traurigkeit, Kränkung und Hormonlage stehen in einer Wechselbeziehung zueinander. „Die verschiedenen Zustände wirken sich auf die Hormone aus, sodass beispielsweise plötzlich die Regel ausbleiben kann“, schildert der Hormonexperte Univ. Prof. DDr. Johannes Huber eine mögliche Konsequenz.

[…]
Wie genau es dazu kommt? „Die Psyche ist letztlich auch ein biochemischer Akt, bei dem Neurotransmittoren im großen Stil freigesetzt werden.“ Und Neurotransmittoren wie Serotonin oder Adrenalin wirken auf die hormonbildenden Drüsen. „Wenn eine Frau z. B. großer Stressbelastung ausgesetzt und permanent traurig ist, dann wirkt die Psyche auf den Eierstock, der ein extrem sensitives Organ ist. In der Folge fällt alles aus – Östrogen, Progesteron, Testosteron – und der Eierstock wird durch die Psyche gleichsam in einen Winterschlaf geworfen.“
Von Mag. Alexandra Wimmer

Hier weiterlesen:
Wenn-Hormone-Stimmung-machen

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Hormone: Die Boten vom Dienst

Auszug.

Die Geschlechtsdrüsen – natürlich paarweise

Die Geschlechtsdrüsen sind paarweise angelegt. Bei den Frauen als im Bauch befindliche Eierstöcke, beim Mann als Hoden im Hodensack. Die von den Keimdrüsen produzierten Geschlechtshormone Testosteron, Androsteron, Östrogen und Progesteron kommen bei beiden Geschlechtern vor, das heißt, auch Männer besitzen aus hormoneller Sicht weibliche Anteile sowie Frauen auch männliche Anteile ihr Eigen nennen. .

Hormongesteuert: Sind wir Sklaven der Hormone?

Hormone können unsere Stimmung entscheidend beeinflussen und das in jeder Richtung. Depressive Verstimmungen zum Beispiel treten bei sehr vielen Frauen in Zusammenhang mit dem Monatszyklus auf. Ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt, zum Beispiel chronischer Östrogen- oder Testosteronmangel, ist als Ursache echter Depressionen gar nicht so selten. Auf der anderen Seite des Spektrums stehen die Endorphine, die uns eine Hochstimmung bescheren können. Aber das reduziert den Menschen keineswegs zu einem biochemischen Apparat. Es gehört zu den Geheimnissen seines Wesens, dass sich Stimmungen und Biochemie, Nicht-Materielles und Materielles gegenseitig beeinflussen.

http://www.medizinpopulaer.at/archiv/medizin-vorsorge/details/article/hormone-die-boten-vom-dienst.html

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Testosteron-Defizit macht Männer depressiv und mies gelaunt

Eine schottische Studie hat bei männlichen Tieren interessante Beobachtungen gemacht, die sie beim starken Geschlecht des Menschen gleichfalls vermuten. Gerade im Winter sinkt das Geschlechtshormon Testosteron und sorgt für üble Laune und Traurigkeit.

Die Forscher hatten insbesondere bei Schafen, Ziegenböcken, Hirschen und Elefanten stärkeres Frustgebaren während eines niederen Testosteron-Spiegels registriert. Ein solches Absinken des Hormonhaushalts kommt vor allem in den Wintermonaten vor.

Wenn Männer also stark gefühlsbeladen und in miesepetrige Laune verfallen, gehört das womöglich zum ‚Syndrom des gereizten Mannes‘. Diese Reaktionen resultieren oft von Trauer, Stress und Krankheit und führen zum Absinken des Testosteronspiegels.

http://www.shortnews.de/id/362056/testosteron-defizit-macht-maenner-depressiv-und-mies-gelaunt

http://derstandard.at/880322/Testosteron-Mangel-macht-Maenner-traurig

Gruß Hubert

Testosteron – Missverständnisse bei Frauen   Leave a comment

Mich wundert immer, dass da manche Frauen so aufschreien, wenn ein Mann über die Wichtigkeit des Testosteron schreibt – als wenn er dann automatisch ein Macho sein müsste. Ich rechne mich jedenfalls nicht dazu. Man vergisst allzu leicht die Auswirkung auf seine psychische Befindlichkeit. Ein Testosteronmangel wirkt sich unter anderem auch auf Konzentration und Gedächtnis, auf seine Stimmung, die Neigung zu Depressionen, bis hin zu körperlichen Beschwerden und Schwächen aus, kurz gesagt auf sein Wohlbefinden. Es ist für eine Frau wohl sicher auch nicht schön, wenn sie einen missmutigen, schlecht gelaunten und humorlosen Mann vor sich hat, der das Interesse an Frauen verliert und sie mit einem anderen „sexuellen Blick“ anschaut. Bei dem Sex zum Frust, statt zur Lust wird.

Ich mag diese Machos, vor allem italienischer und spanischer Art auch nicht, die glauben sie wirken auf die Frauenwelt unwiderstehlich und sie könnten mit ihrem Potenzgeprotze jede Frau haben und flachlegen.

Wie man ja weiß kommt es mit der Abnahme des Testosterons auch zu einer Verringerung der sexuellen Lust. Testosteron ist ja für die Erektion UND die Libido verantwortlich.
Und man höre mir bitte mit dem Blödsinn auf, dass ein Mann ja auch noch Mund und Hände hätte. Sozusagen könne er sich ja als männliche Lesbe betätigen. Das ist so wie mit dem Fuchs, der sagt die Trauben schmecken ihm nicht – weil er sie nicht erreichen kann. Und eine nackte Frau NUR anzuschauen, ist wohl auch nicht das Allergeilste.
Bei einem Mann steht und fällt die Lust mit seiner Erektionsfähigkeit. Er will ja schließlich auch etwas davon haben, sonst kann er es ja gleich lassen, auch wenn manche Frauen so tun, als ob der Mann nur ein Instrument für die Frau sein müsste und nur ihre Wünsche erfüllen müsste, ohne auf sich selbst zu denken (hinausziehen bis zum St. Nimmerleinstag…).

Es wird manchmal von Frauenseite gesagt, dass männliche Potenz nicht so wichtig wäre und dass geistiges Niveau, gute Umgangsformen und ein gepflegtes Äußeres viel wichtiger wären. Es ist ja nicht so, dass mit einem normalen Testosteronwert diese Eigenschaften beim Mann schwinden und dass er dann ungepflegt durch die Gegend rennt. Bei einem Testoteronmangel wird ein Mann ja schließlich nicht zur Intelligenzbestie.

Einstein mag geistig ganz sicher ein Idol sein. Aber welche Frau möchte schon mit einem Einstein ins Bett gehen? Schlimm wäre die Kombination: potent wie Einstein und geistiges Niveau wie Schwarzenegger (oder ein anderer Bodybuilder).

Wollen Frauen die totale Selbstverleugnung des Mannes? Wollen sie einen Nicht-Mann… einen Softie mit Ponyfrisur und Jesussandalen? Also kurz gesagt: Mann schafft sich ab?

Ich habe volles Verständnis, wenn sich das andere Geschlecht des homo sapiens, sich eben um ihre Belange als Frau kümmert.
Wenn auch bei Beziehungen immer jedem das andere Geschlecht „am Herzen liegen“ sollte. Probleme bestehen da auch meist zu 50 Prozent, vor allem bei sexuellen.

Man sieht nachfolgend wie vielfältig die physischen und psychischen Auswirkungen, außer den sexuellen, beim alternden Mann mit geringen Testosteronwerten, sind.

Hier ein Fachmann:

Testosteron ist das wichtigste Androgen
Eine der wesentlichsten Ursachen für die Andropause des Mannes ist der langsame Rückgang der Testosteronproduktion. Das Testosteron- Mangel- Syndrom fasst alle Beschwerden zusammen, die durch einen Mangel an Testosteron entstehen können. Es wird in der Fachsprache auch oft PADAM abgekürzt. Das ist der englische Fachbegriff: partial androgen deficiency in the aging male (partielles Androgendefizit beim alternden Mann). Testosteron ist das wichtigste Androgen (männliche Sexualhormone) des Mannes.

[…]

Sowohl die Stärke, als auch die Art der Beschwerden können individuell sehr unterschiedlich sein
So vielfältig die Aufgaben sind, so vielfältig können auch die Symptome und Beschwerden sein, die durch einen Mangel an Androgenen und speziell an Testosteron entstehen bzw. unterstützt werden. Dazu gehören:

Verminderung der Spermienproduktion
Abnahme des Hodenvolumens
Nachlassen der Libido
Potenzstörungen
nachlassende Muskelkraft und Griffstärke
Abnahme der Knochendichte (vgl. Osteoporose)
verminderter Bartwuchs
abnehmende Leistungsfähigkeit
trockene und spröde Haut
Anstieg des Körpergewichts mit Zunahme des Körperfettanteils
verminderte Sauerstoffversorgung des Organismus durch Abnahme der roten Blutkörperchen
chronische Müdigkeit
Hitzewallungen und Schweißausbrüche
Schlafstörungen
Antriebsstörungen
depressive Verstimmung
Konzentrationsschwäche
vermindertes Selbstwertgefühl
erhöhte Reizbarkeit

http://www.medizinfo.de/endokrinologie/andropause/testosteronmangelsyndrom.shtml

Noch ein anderer Link, für mich *g* (als pro memoria)
http://drralf.wordpress.com/2010/06/27/diese-15-symptome-weisen-auf-einen-testosteronmangel-hin/

Wie man hier ersehen kann, durchaus nicht NUR eine sexuelle Konstellation dieses wichtigen Hormons.

Gruß Hubert

Testosteron macht den Mann   Leave a comment

Es ist schon beeindruckend welchen bestimmenden Einfluß Hormone über uns haben. Erstaunlihch auch, dass da schon im Mutterleib wichtige Weichen gestellt werden und Buben nicht erst in der Pubertät durch das Testosteron geprägt werden. Weiters erstaunlich, dass die Spitzenwerte des Testosterons im 17. Lebensjahr erreicht werden und danach allmählich aber stetig sinken.
Hier ein Bericht von Männerarzt Linz.

 

Graphik: Testosteron prägt den Mann während seines gesamten Lebens. Schon ab der 9. Schwangerschaftswoche entwicklen sich unter Testosteroneinfluß die bipolar angelegten Genitalien und das bipolar angelegte Gehirn in Richtung männlich.
© Dr. Georg Pfau

Der Unterschied zwischen Mann und Frau ist?….Testosteron!

Für manchen mag diese Behauptung zu einfach oder zu martialisch sein, dennoch lässt es sich nicht änderen, dass sie der Wahrheit entspricht. Und sie ist auch kein Klischee!

Testosteron ist verantwortlich für die somatosexuelle Entwicklung der Männer und ist auch eine psychotrope Substanz, das heisst es beeinflusst das psychosoziale Verhalten der Männer. Es ist auch ein Irrglaube, dass das Testosteron die Männer erst prägt, wenn sie in die Pubertät kommen.

In der Pubertät werden die bereits mit Hilfe von Testosteron geprägten männlichen Eigenschaften aktiviert. Eine „Aktivierung“ ist aber nur dann möglich, wenn bereis „Vorarbeit“ geleistet wurde, die wieder – schon lange Zeit vor der Pubertät – durch Testosteron möglich gemacht wurde.

Die Entwicklung zum biologischen Mann bedarf schon im Mutterleib einer sogenannten „Androgenspitze“, während der die geschlechtlich undifferenzierte Zygote in Richtung „männlich“ differenziert wird. Der kleine, gerade einmal 3,5 cm große Organismus wird durch im eigenen Hoden gebildetes Testosteron in Richtung männlich verändert. Es entwicklen sich die Geschlechtsknospen zu männlichen Geschlechtsorganen und das Gehirn zu einem männlichen Gehirn. Diese Vorgänge, die zwischen der 9. und 18. Schwangerschaftswoche stattfinden sind von größter Bedeutung für die spätere Rolle als biologischer Mann, aber auch für die spätere Geschlechtsrolle im psychosozialen Sinn (Gender), die Geschlechtsidentität und auch die sexuelle Orientierung.

Doch noch nicht genug! Unmittelbar nach der Geburt, genau in der 2. bis 4. Lebensstunde und vom 60. bis zum 90. Lebenstag steigen die Testosteronspiegel des Neugeborenen wieder auf Werte, die einem erwachsenen Mann Ehre machen würden. Das Timing für den Beginn der Pubertät, die Differenzierung der Sexual- und Paarungszentren sowie die Prägung der Partnerpraeferenz werden nun derterminiert.

Nach dem 90. Lebenstag hat das Testosteron zunächst ausgedient. Die Hoden des jungen, heranwachsenden späteren Mannes versinken in eine jahrelange Ruhepause, um schliesslich in der Pubertät mit Maximalaktivitäten zu neuem Leben erweckt zu werden.

Von der Pubertät an bleibt das Testosteron den Männern treu.

Es macht aus den Männern das, was die Natur für sie vorgesehen hat, den extrovertierten Teil der Partnerschaft.

Sämtliche testosteronbedingten Veränderungen haben nur ein ganz bestimmtes Ziel vor Augen: aus dem Mann einen Jäger zu machen.

Und auch wenn es die Jagd im ursprünglichen Sinne gar nicht mehr gibt, der Mann jagt immer noch, heute eben nach Geld… und nach Frauen; das hat er in seinen Genen und es hat sich nicht geändert. Und es wird sich nicht änderen, so lange die Genetik des Menschen nicht (vorsätzlich) verändert wird.

Die OÖ. Jugendstudie aus dem Jahre 2006 bringt es auf den Punkt: die Buben wollen Geld, die Mädchen eine Familie. Mit einiger Resignation wird in dem obenstehenden Artikel (der Öberösterreichischen Nachrichten) bemängelt, dass sich an den Rollenbildern (noch immer) nichts geändert hat: immer noch sind die Lebensziele von Männern und Frauen sehr unterschiedlich. Immer noch hat sich der Egalitarismus nicht durchgesetzt!

Die Wahrhiet ist natürlich ganz anders als die Politik heutzutage zu sugerieren versucht. Die Politik ist gnadenlos in der Verfolgung ihrer eigenen Ziele unter Missachtung der Bedürfnisse des Menschen. Denn gerade diese unterschiedlichen Interessen von Männern und Frauen können einer Familie erst das geben, was sie braucht. Da die introvertierte Frau mit ihren sozialen Kompetenzen, dort der extrovertierte Mann, der die Gruppe nach aussen hin vertritt. Eine Familie hat eben für die Absicherung ihres Bestandes sehr unterschiedliche Bedürfnisse, die von beiden Elternteilen in ihren unterschiedlichen Kompetenzen am besten gesichert werden können.

Eine neuere Studie aus dem Jahre 2011 hat bewiesen, dass die Vaterschaft den Testosteronspiegel der Männer senkt. Dies untermauert die Bedeutung von Testosteron als „Jagd“-Hormon. Dann nämlich, wenn durch die Geburt eines Kindes die Jagdinstinkte nicht mehr im Vordergrund stehen, der Vater soll sich ja nun um sein Kind kümmern, wird hormongesteuert der Jagdtrieb vermindert. Genial! Und: Beweis genug?

http://www.maennerarzt-linz.at/startseite_maennerarzt/testosteron/

Gruß Hubert

Veröffentlicht 3. August 2012 von hubert wenzl in Medizin

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