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VolkswagenStiftung finanzierte unfassbare Tierversuche   Leave a comment

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Eines ist sicher – einen VW würde ich mir bestimmt nicht kaufen, nachdem ich von diesen grausamen Tierversuchen lese, für die die VolkswagenStiftung die Verantwortung trägt. Jetzt spielen Leute wie der VW-Generalbevollmächtigte Thomas Steg die Unschuldsengel, als hätten sie „ganz oben“ nichts gewusst von den Tierversuchen. Absolut unglaubwürdig!

Aus Ärzte gegen Tierversuche.

VolkswagenStiftung finanzierte unfassbare Tierversuche an Singvögeln und anderen Tieren

ÄgT fordert Einwirken von VW auf die Stiftung, die den Namen des Autobauers trägt

30.01.2018

Der Verein Ärzte gegen Tierversuche enthüllt: die VolkswagenStiftung ist für qualvolle und absurde Tierversuche in Deutschland verantwortlich. Vom Autobauer VW fordert der Verein, auf die Stiftung, die seinen Namen trägt, einzuwirken, das Tierversuchs-Sponsoring einzustellen.

Der Skandal um die von VW beauftragten Abgasversuche an Affen schlägt hohe Wellen. Autohersteller entschuldigen oder distanzieren sich, Politiker bis hin zur Bundeskanzlerin Angela Merkel verurteilen die Tierversuche. „Wir wollen Tierversuche für die Zukunft absolut ausschließen. Damit so etwas nicht noch einmal passiert“, wird der VW-Generalbevollmächtigte Thomas Steg in der Bild-Zeitung zitiert.

„Doch grausame und absurde Tierversuche wie die Dieseltests sind in Deutschland an der Tagesordnung“, sagt Dr. med. vet. Corina Gericke, stellvertretende Vorsitzende des Vereins Ärzte gegen Tierversuche. Der Ärzteverein nennt Tierversuche, die von der VolkswagenStiftung mitfinanziert wurden.

Rotkehlchen und anderen wild gefangenen Singvögeln wurden die Augen zugeklebt, um ihren Orientierungssinn in verschiedenen magnetischen Feldern zu erforschen, anschließend wurden sie geköpft. Mäusen wurden Bestandteile von Chilischoten in die Füße injiziert, um die Schmerzreaktionen zu beobachten. An Ratten wurde ergründet, welche Nerven im Gehirn aktiv sind, während ihre Schnurrhaare durch einen Luftstrom bewegt werden. Bei Mäusen wurde ein künstlicher Schlaganfall durch Verstopfen einer Hirnarterie ausgelöst, anschließend mussten die Tiere schwimmen, bis sie aufgaben, um so festzustellen, ob Schlaganfall Depressionen auslöst. Selbst die seit Jahren umstrittenen Hirnversuche an Affen, bei denen die Tiere durch Durst gefügig gemacht werden, wurden von der VolkswagenStiftung gesponsert.

Als „reine Neugierforschung“ bezeichnet der Ärzteverein solche Experimente. „Ohne finanzielle Unterstützung durch Drittmittel wie über die VolkswagenStiftung müsste so mancher Forscher seine nutzlose Arbeit einstellen“, erklärt Gericke.

Medien hatten berichtet, wie Volkswagen an Affen belegen wollte, dass seine Dieselabgase nicht schädlich seien. Der Konzern hatte sich für die in den USA durchgeführte Studie, bei der zehn Javaneraffen in einem engen Glaskäfig Dieselabgabe einatmen mussten, entschuldigt und Tierversuche in Zukunft ausgeschlossen. Für Tierärztin Gericke ist das nicht genug. „Der Autohersteller muss sich auch von den durch die VolkswagenStiftung mitfinanzierten Tierversuchen distanzieren und dahingehend Einfluss nehmen, dass keine weiteren mehr gefördert werden!“

Bei der VolkswagenStiftung handelt es sich nicht um eine Unternehmensstiftung. Das Kapital entstammt dem Privatisierungsprozess der heutigen Volkswagen AG und die Fördermittel werden aus dem Kapital sowie aus den vom Land Niedersachsen gehaltenen VW-Aktien erwirtschaftet. Nach Ansicht von Ärzte gegen Tierversuche trägt der Autobauer jedoch als Namensgeber eine Mitverantwortung. Außerdem ist ein Vertreter des Autoherstellers Mitglied des Kuratoriums.

Wie kommt eine Stiftung, die Geistes-, Kultur- und Gesellschaftsprojekte fördert, dazu, Tierversuche zu finanzieren? „Im Kuratorium sitzt ein Affenhirnforscher und ausgemachter Tierversuchspropagandist“, weiß Dr. Gericke.

In einer Stellungnahme auf der Internetseite der Stiftung wird lapidar auf die „Wahrung aller rechtlichen Bestimmungen“ hingewiesen. Die Genehmigungspraxis in Deutschland sei aber laut Ärzte gegen Tierversuche lediglich eine bürokratische Hürde, die Ablehnungsquote liege bei unter 1 %. „Jeder noch so absurde Versuch wird genehmigt. Und wenn eine Behörde mal den Mut hat, einen Antrag abzulehnen, geht der Experimentator vor Gericht, wie gerade in Berlin geschehen“, erklärt die Tierärztin. Die Berliner Senatsverwaltung hatte ein Vorhaben abgelehnt, bei dem Nachtigallen ein Speicherchip in das Gehirn eingepflanzt werden sollte. Die Experimentatoren klagen jetzt dagegen.

Quellen der beschriebenen Tierversuche

In deutscher Zusammenfassung nachzulesen unter www.datenbank-tierversuche.de

Singvogelversuch: Henrik Mouritsen et al.: Night-vision brain area in migratory songbirds. PNAS 2005: 102(23), 8339-8344 Datenbank-ID: 4200

Schmerzversuch: Joao B, Pesquero et al.: Hypoalgesia and altered inflammatory responses in mice lacking kinin B1 receptors. PNAS 2000: 97 (14), 8140-8145 Datenbank-ID: 4280

Rattenschnurrhaare: Emilie C.J. Syed et al.: Effect of sensory stimulation in rat barrel cortex, dorsolateral striatum and on corticostriatal functional connectivity. European Journal of Neuroscience 2011: 33, 461-470 Datenbank-ID: 4416

Depression: Golo Kronenberg et al.: Exofocal dopaminergic degeneration as antidepressant target in mouse model of poststroke depression. Biological Psychiatry 2012, 72(4), 273-281 Datenbank-ID: 4336

Affenhirnversuche: Daniela Vallentin et al: Numerical rule coding in the prefrontal, premotor, and posterior parietal cortices of macaques: The Journal of Neuroscience 2012: 32 (19); 6621-6630 Datenbank-ID: 4511

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VolkswagenStiftung finanzierte unfassbare Tierversuche

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Gruß Hubert

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Homo Sapiens – wirklich?   Leave a comment

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Der heutige Mensch bezeichnet sich als Homo Sapiens. Dieser Ausdruck kommt aus dem Lateinischen.
Homo steht für Mensch.
Sapiens steht für einsichtsvoll, verständig, und weise.
Der heutige Mensch bezeichnet sich also selbst als den einsichtsvollen, verständigen und weisen Menschen.
Was für eine Selbst-Beweihräucherung!

Die treffendere Bezeichnung wäre wohl Homo Tyrannus.
Tyrannus bedeutet: Herrscher, Tyrann, Alleinherrscher.

Der Mensch möchte sich die ganze Welt untertan machen, sie allein beherrschen und entpuppt sich dabei zu einem Tyrannen.
Er nimmt anderen Lebewesen (Tieren und Pflanzen) den Lebensraum und damit die Lebensgrundlage.
Er (be)nutzt Tiere wie Wegwerfartikel.
Er baut furchtbare Waffen, die mit viel Geld und Energie stetig weiterentwickelt werden, und bekämpft damit seine eigenen Artgenossen.
Er nutzt gnadenlos, rücksichtslos und grausam alles zu seinen Zwecken.
Er breitet sich immer mehr aus, dringt in die entferntesten Winkel auf diesem Planeten vor. Nichts mehr ist vor ihm sicher. Alles wird erobert und verwertet und dabei geschädigt oder gar zerstört.
Er ist dabei, diesen wunderbaren Planeten, mit seiner reichen Artenvielfalt, in einen öden, toten Krümel zu verwandeln, der im Universum um die (unsere) Sonne eiert.
Er arbeitet gegen die Natur und zerstört dabei seinen eigenen Lebensraum und seine eigene Lebensgrundlage und reißt damit sich und vieles Andere ins Verderben.
Die Lebensqualität auf diesem Planeten nimmt kontinuierlich ab.

Was ist an diesem Handeln einsichtsvoll, verständig oder weise?

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Warum Tierversuche nicht notwendig sind  (externer Link)

oder unter Infos -> Allgemein:
Das Tierschutzgesetz  (externer Link)

oder unter Infos -> Humanmedizin:
Liste von Risikomedikamenten  (externer Link)

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[…]

Deutschland bezeichnet sich als zivilisiertes Land. Es werden aber bei uns durch unsere Steuern finanziert, mit staatlicher Förderung und durch entsprechende Gesetze legalisiert, Tiere auf alle nur erdenkliche Arten gequält. Sie werden verstrahlt, verbrüht, verbrannt, vergiftet, gequetscht, verätzt, geschnitten, mit allen möglichen Krankheiten infiziert, ihnen werden heiße Flüssigkeiten eingeflößt, ihnen werden gezielt Organe geschädigt oder zerstört (Augen, Nieren, Herz …) , ihnen werden schwere Verletzungen zugefügt, z.B. schwere Schädelverletzungen in der Hirnforschung, ihnen werden schwere Verbrennungen zugefügt, es werden gezielt Knochen gebrochen, in der Militärforschung wird auf lebende Tiere geschossen und und und. Man läßt sie hungern oder dursten oder quält sie auf sonst irgend eine Weise. Das ganze unter dem Deckmantel der Wissenschaft.

Ein Staat, der solche Verbrechen fördert und sogar gesetzlich vorschreibt, ist, meiner Meinung nach, alles andere als zivilisiert!
Es ist nicht alles moralisch und ethisch vertretbar, was in einem Staat als gesetzlich zulässig definiert wurde. An dieser Stelle möchte ich daran erinnern, dass während der NS-Zeit in Deutschland medizinische Versuche an Menschen durchgeführt wurden. Zu der damaligen Zeit wurde das von der amtierenden Gesetzgebung als rechtens betrachtet.

Am 1. August 2002 wurde der Tierschutz als Staatsziel in unser Grundgesetz aufgenommen. Der Gesetzgeber werde Würde und Schutz der Tiere stärker ins Visier nehmen, wurde verkündet.
Bei den nach wie vor unglaublichen, tagtäglichen Grausamkeiten in den Tierversuchslaboratorien und in der Massentierhaltung ist diese Aussage der reinste Hohn. Nur wenn sich möglichst viele Tierfreunde in Tierschutzvereinen organisieren, kann daran etwas geändert werden.

Eine einzelne Schneeflocke bewirkt nichts, aber bedenken Sie, was für eine ungeheure Gewalt eine Lawine entwickelt. Diese besteht nur aus (vielen) Schneeflocken!

Ein einzelner Wassertropfen bewirkt auch nichts. Aber viele Wassertropfen können Kraftwerke betreiben oder gewaltige (Natur-)Kräfte in einer Flut entfalten der kein Damm auf Dauer standhalten kann.

Auch ein einzelner Mensch ist nahezu machtlos. Aber wenn sich viele Menschen zusammenschließen und sich gemeinsam für eine Sache einsetzen kann in allen Bereichen eine Veränderung (Verbesserung) bewirkt werden.

Ich bitte Sie darum, auch eine Schneeflocke, ein Wassertropfen, ein MENSCH zu sein, der mithilft, etwas zu bewirken.
Stellen Sie aber an sich selbst keine zu großen Ansprüche und setzen Sie Ihre Erwartungen nicht zu hoch an. Es besteht sonst die Gefahr, dass Sie schon bald entmutigt wieder aufgeben.
Jeder Schritt in die richtige Richtung, auch wenn er noch so klein sein sollte, ist besser als gar keiner.

[…]
Für ihre Lieblinge zuhause ist den Deutschen fast nichts zu teuer, aber nur 20 oder 30 Euro Jahresbeitrag für die Mitgliedschaft in einem Tierschutzverein ist scheinbar zu viel.
20 Euro Jahresbeitrag (nicht mal 5,5 Cent pro Tag oder 1,67 Euro pro Monat) kann sich doch so gut wie jeder leisten, auch Studenten und Arbeitslose!

Oder gibt es da noch andere Gründe?
Ist es Egoismus? Denken vielleicht viele, dass durch Tierversuche Medikamente gefunden werden, die ihnen bei evtl. künftigen Erkrankungen helfen werden?
Genau das Gegenteil ist der Fall! Die überwiegend unvorstellbar grausamen Tierversuche behindern die Medizin, bringen falsche Ergebnisse und sind deshalb für uns Menschen ein unkalkulierbares Risiko.

Hier nur zwei Beispiele:

Digitalis erhöht in gefährlicher Weise bei Hunden den Blutdruck und seine Anwendung beim Menschen wurde deshalb um Jahrzehnte verzögert. Später fand man seine gute Wirkung bei Herzinsuffizienzen und dass es den menschlichen Blutdruck senkt.

Die Cyanidsäure (als Salz Cyankali genannt) ist für den Menschen so giftig, dass er schon vom Geruch dieser Substanz sterben kann. Schafe, Kröten, Stachelschweine und andere Tierarten vertragen größte Mengen dieses Giftes ohne Reaktion.

Weitere Beispiele finden Sie hier auf meiner Homepage unter Wirkungsweisen bei Mensch und Tier“.

[…]

215000 Medikamentengeschädigte und 25000 bis 30000 Medikamententote pro Jahr nur in Deutschland sprechen eine deutliche Sprache. Diese Medikamente wurden alle an Tieren getestet. Sie wurden nicht nur für ungefährlich, sondern auch noch hilfreich für den Menschen befunden !!!!
Erkenntnisse aus der Forschung mit Versuchstieren auf den Menschen zu übertragen gleicht einem russischen Roulett.

Ein Flugzeugkonstrukteur testet neu konstruierte Bauteile und Flugzeuge ja auch nicht unter Wasser, sondern im Windkanal bzw. in der Luft. Ein Test unter Wasser bringt nur bei wenigen Einzelheiten vergleichbare, aber überwiegend falsche Ergebnisse.
Haben Sie schon mal ein U-Boot fliegen sehen?

Jetzt fragen Sie vielleicht: „Sollen solche Experimente etwa mit Menschen gemacht werden?“
Dafür gibt es nur eine Antwort: Niemals!

Es gibt aber Möglichkeiten für die medizinischen Forschung die nicht nur als Ersatz für Tierversuche angesehen werden können, sondern deren Aussagekraft weit übertreffen. Diese erbringen genauere und verlässlichere Ergebnisse als Tierversuche und sind somit weniger gefährlich für uns Menschen.
Hierzu zählen zum Beispiel In-vitro-Studien (im Reagenzglas) mit Zellkulturen, Gewebeproben, Mikroorganismen usw. Auch mit menschlichen Zellkulturen (Hautzellen, Blutzellen, Nervenzellen … aber keine Versuche mit Embryonen!!). Die Möglichkeiten der In-vitro-Methodik sind noch längst nicht ausgeschöpft.
Hier sollte geforscht werden, und nicht mit Tierversuchen, die eher gleichzusetzen sind mit Folterungen wie im Mittelalter. Tierversuche bringen falsche Ergebnisse und sind daher ein unkalkulierbares Risiko für uns Menschen. Tierversuche durchzuführen und die Erkenntnisse daraus auf den Menschen zu übertragen ist einfach unverantwortlich!

Lesen Sie dazu bitte auch auf den Seiten der Vereinigung „Ärzte gegen Tierversuche e.V.“ unter
„Wir über uns“ -> „Grundsatzerklärung“  (externer Link)

Sie fragen sich wahrscheinlich jetzt: „Wenn das wirklich so ist, warum werden dann Tierversuche weiterhin durchgeführt?“
Kurz gesagt: Wegen dem großen Geschäft das damit verbunden ist.
Hier arbeiten wieder Politik und Wirtschaft Hand in Hand. Die Tierversuche sind gesetzlich vorgeschrieben und die Politik hat die dafür nötigen Gesetze gestaltet (“unabhängige Politiker“ als Aufsichtsräte in der Pharmaindustrie!).

Die Weltgesundheitsorganisation hält 300 Medikamente für ausreichend. Bei uns in Deutschland werden aber derzeit mehr als 30000 Medikamente angeboten. Aber trotzdem forscht die Pharmaindustrie auf “Teufel komm raus“ um immer wieder neue Medikamente auf den Markt zu bringen. Wenn ein Pharmakonzern ein Medikament hat, dass kurz vor der Zulassung steht, wird dadurch oft der Börsenkurs nach oben getrieben, weil erwartet wird, dass mit diesem Medikament der Umsatz und Gewinn gesteigert werden kann. Deshalb versuchen die Pharmakonzerne, immer wieder neue Medikamente auf den Markt zu bringen. Am besten sind da Medikamente die nur die Symptome bekämpfen, aber nicht die Ursachen. So bleibt die Schar der Abnehmer groß und die Gewinne sprudeln kräftig und länger.

Wenn sich herausstellt, dass ein Medikament gesundheitliche Schädigungen hervorruft, dann wird das erst mal verschwiegen und verharmlost. Es werden „unabhängige Gutachter“ eingeschaltet und es wird auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften (Tierversuche!!) verwiesen.

Irgendwann läßt sich dann das ganze nicht mehr vertuschen und das Medikament muss vom Markt genommen werden. Aber bis dahin wurden damit schon Millionen verdient.
Die Geschädigten haben so gut wie keine Chance mit einer Schadenersatzklage durchzukommen. Der Pharmakonzern hat, wie schon gesagt, alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten und es war nicht abzusehen, dass das Medikament für den Menschen eine schädliche Wirkung entfaltet.
Das heißt: Keine Entschädigung — Basta!
Hier dienen die Tierversuche als Absicherung und Alibifunktion für die Pharmakonzerne!
Schadenersatzforderungen werden damit abgeblockt!

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http://www.homo-tyrannus.de/

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Gruß Hubert

 

 

Ein Arzt ohne Tierversuche   Leave a comment

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Ich sage zu dem Video nicht viel, da Leute, die in der Materie drin sind sowieso schon viel wissen und viele andere sind überzeugt, dass es die Tierversuche braucht, weil sie glauben, dass es ihrer Gesundheit dient und viele davon es auch noch gleichgültig ist, dass Tiere dafür gefoltert (nichts anderes ist es) werden.

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Ein Arzt ohne Tierversuche – Dr. med. Andreas Ganz

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Hier sieht man wie die Leute ticken und denken. Tierleid interessiert sie nicht.

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Aus der Braunschweiger Zeitung.

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Tierversuche Dritte Wahl – Schreie hinter Glas

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„In der Welt läuft soviel schief, weil die Dummen immer so sicher sind und die Gescheiten immer Zweifel haben.”
Bertrand Russel

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Hier noch einige Zitate von Tierfreund Wolfgang.

Einige Zitate zu Tierversuchen:

„Die Vivisektion ist das schwärzeste aller schwarzen Verbrechen.“
(Mahatma Gandhi)

„Der Mensch ist keine 70-Kilogramm-Ratte“
(Prof. Dr. Thomas Hartung)

„Egal, ob Sie mit Mäusen, Hunden oder Affen experimentieren, die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf den Menschen ist nicht gegeben.“
(Dr. Dr. Christopher Anderegg (ehemaliger Tierexperimentator)

„99,7 % der Tierversuche sind nicht auf den Menschen übertragbar.“
(Prof. Dr. Tony Lindl)

„Wer nicht davor zurückschreckt, Tierversuche zu machen, der wird auch nicht zögern, darüber Lügen zu verbreiten.“
(George Bernard Shaw, Nobelpreisträger)

„Tierversuche dienen in erster Linie dazu, „wissenschaftliche“ Arbeiten zur Förderung der eigenen Karriere skrupellos zu generieren und um Steuergelder als Forschungsgelder von strohdummen Politikern zu erhalten, die denken, dass Tierversuche notwendig seien.“
(Dr. Ernst Walter Henrich)

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Gruß Hubert

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Veröffentlicht 16. September 2017 von hubwen in Tierschutz, Tierversuche, Uncategorized

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Forschung ohne Tierleid   Leave a comment

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Es gibt Alternativen zu den Tierversuchen. Mensch und Tier sind zu verschieden um zu brauchbaren Erkenntnissen durch Tierversuche zu kommen – ganz abgesehen von der ethischen Dimension.

Aus PETA

Zu den wichtigsten Erkenntnissen der Forschung der vergangenen Jahre gehört sicherlich die Erfahrung, dass die Ergebnisse von Tierversuchen in der Regel für den Menschen irrelevant sind. Veröffentlichungen in renommierten medizinischen Fachjournalen kommen immer wieder zu dem Schluss, dass Tierversuche aufgrund der fundamentalen Unterschiede zwischen den einzelnen Spezies keine zuverlässig auf den Menschen übertragbaren Ergebnisse produzieren können. Dieselben Studien folgern außerdem, dass eine überwältigende Mehrheit von Tierversuchen nicht nur keine medizinischen Neuerungen und Verbesserungen hervorbringt, sondern auch, dass tierexperimentelle Studien häufig sogar gefährlich in die Irre führen.

Hochkompetente Wissenschaftler in aller Welt haben aus diesen Ergebnissen ihre Schlüsse gezogen und widmen sich nun der Entwicklung und Einführung von Forschungs- und Testmethoden, die ohne tierisches Leid auskommen und die vor allem relevant sind für die menschliche Gesundheit, für die Erforschung menschlicher Erkrankungen und für die Entwicklung neuer, wirksamer Therapiemethoden.

Tierfreie Methoden sind meistens weniger langwierig als die unzeitgemäßen und grausamen Tierversuche, die sie ersetzen sollen. Außerdem verursachen sie nur einen Bruchteil der Kosten von Tierversuchen. Sie sind zuverlässig auf den Menschen übertragbar und bieten Verbrauchern und Patienten somit eine viel höhere Sicherheit. In-vitro- und genomische Techniken gehören ebenso zu diesen Forschungsansätzen wie Computermodelle und Studien an Freiwilligen und Patienten.

Quelle PETA

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Aus Ärzte gegen Tierversuche

Forschung ohne Tierleid

Auszug.

Dr. med. vet. Corina Gericke

Tierversuche sind aus ethischen, medizinischen und methodenkritischen Gründen abzulehnen. Tiere und Menschen sind so unterschiedlich, dass die Ergebnisse aus Tierversuchen nicht auf den Menschen übertragen werden können. In der tierexperimentellen Forschung geht man von der Annahme aus, man könne das komplexe Krankheits- und Heilungsgeschehen beim menschlichen Patienten in so genannten »Tiermodellen«, d.h. künstlich krankgemachten Tieren, nachahmen. Wichtige Faktoren der Krankheitsentstehung wie Ernährung, Lebensgewohnheiten, Verwendung von Suchtmitteln, Umwelteinflüsse, Stress, psychische und soziale Faktoren werden bei dieser Art der Forschung nicht berücksichtigt.
Tierversuche haben aufgrund dieses falschen methodischen Ansatzes weder zur Behandlung der menschlichen Zivilisationskrankheiten wie Herz- und Kreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes, Rheumatismus und Allergien etwas Wesentliches beigetragen, noch sind sie in der Lage den Verbraucher vor schädlichen Chemikalien und Medikamenten wirkungsvoll zu schützen.

Im Gegensatz zum Tierversuch liefern moderne tierversuchsfreie Verfahren verlässliche, für den Menschen relevante Ergebnisse und sind dazu meist auch noch kostengünstiger. Trotzdem führen diese Methoden in der tierexperimentell dominierten Forschung und Medizin ein Schattendasein. Sie sind für junge Forscher oft nicht attraktiv. Die Beschäftigung mit tierversuchsfreien Verfahren ist weder für die Karriere zuträglich, noch fließen in diesem Bereich nennenswerte Forschungsgelder.

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Forschung ohne Tierleid

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WIST-Kongress – Wissenschaft statt Tierversuche

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http://www.wist-kongress.de/rueckblick
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Gruß Hubert

Brutale Menschenversuche ohne Zustimmung der Betroffenen – Verwendung von Daten   Leave a comment

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Dr. Martin Balluch hat einen interessanten Artikel über Tierversuche geschrieben und das bekannte Argument, dass man keine Medikamente verwenden darf, wenn man gegen Tierversuche ist vorgebracht. Außerdem schreibt er auch über einige Menschenversuche, die ohne Zustimmung gemacht wurden. Die wenigsten Menschen wissen, dass Tierversuche sehr oft kontraproduktiv sind.
Im September 1957 ist in Satlykovo, östlich vom Ural in Russland, eine Atombombenfabrik explodiert. Die Regierung hielt diesen Umfall geheim bei dem 41 Dörfer verstrahlt wurden. Man wollte Daten sammeln!

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Hier zum Artikel.

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Welche TierschützerInnen kennen das nicht, das Lieblingsargument der Tierversuchsseite: „Wenn ihr gegen Tierversuche seid, dann dürft ihr auch keine Medikamente verwenden“. Also erstens gibt es ja auch Forschung ohne Tierversuche, ja, wie wir wissen, sind Tierversuche oft sogar kontraproduktiv, siehe New Scientist http://www.martinballuch.com/new-scientist-sagt-tierversuche-sind-der-falsche-weg-in-der-forschung-fuer-menschen/. Aber zweitens sind auch TierexperimentatorInnen hoffentlich für Menschenrechte, also gegen invasive Menschenversuche ohne Zustimmung der Betroffenen. Aha, dann dürften sie auch nicht Dinge verwenden, die von Daten solcher Versuche stammen, oder?


Das Paradebeispiel für Menschenversuche in unseren Breiten ist das Dritte Reich. Zu gern allerdings wiederholt man da die Folklore, dass diese Versuche wissenschaftlich unsinnig waren und nur zur Quälerei dienten. Das ist völlig falsch. Viele dieser Versuche waren wissenschaftlich gesehen sehr sinnvoll und wurden auch in der Forschung und Technik zur Anwendung gebracht. Ein Beispiel ist das sehr hoch fliegende Flugzeug. Das Dritte Reich führte dazu viele Tests an KZ-Häftlingen und Kriegsgefangenen in Unterdruckkammern durch und entwickelte so sichere Kabinen für solche Flugzeuge, die in der Stratosphäre fliegen. Ebenso wurde der Schleudersitz an Menschenversuchen entwickelt und war dann weltweit in Einsatz.

Auch Menschen, die nicht unbedingt tierschutzfeindlich eingestellt sind, mögen oft den Gedanken, dass Versuche an Menschen nie wissenschaftlich sinnvoll gewesen sein können. Vielleicht beruhigt sie der Gedanke, weil er Menschenversuche damit nicht nur unethisch, sondern auch unwissenschaftlich macht. Vielleicht wollen sie einfach, dass ein Umgang dieser Art, wie er typisch für den Umgang von Menschen mit Tieren ist, zwischen Menschen nie wirklich stattgefunden hat, als ob es einen inneren Instinkt gäbe, der das verbietet. Diesen Eindruck gewinne ich auch immer, wenn mir Menschen erzählen, dass es nie Kannibalismus unter Menschen gegeben habe. Warum sollte das wichtig sein? Aber die Leidenschaft, wie diese – eindeutig historisch falsche – These verteidigt wird, weist auf eine ideologische Basis hin. Wieder soll offenbar unterstrichen werden, dass es derart unnatürlich und instinktiv ausgeschlossen sei, dass Menschen routinemäßig andere Menschen essen (also so behandeln, wie wir heute Tiere), dass es nur perverse und abartige Menschen in Ausnahmefällen tun. Das Essen von Menschen sei also krankhaft, das Essen von Tieren natürlich. So diese Doktrin.

Beides ist, wie gesagt, eindeutig falsch. Es gibt unendlich viele Hinweise auf routinemäßigen Kannibalismus unter Menschen, und genauso gibt es zahlreiche Versuche an Menschen, die mit wissenschaftlicher Intention durchgeführt wurden und sinnvoll waren. Selbstverständlich rechtfertigt das beides nicht, wie bei Tieren.

Ich bin gerade wieder auf einen großangelegten Menschenversuch gestoßen, dessen Daten von der Wissenschaft heute verwendet werden. Das it sogar die Titelstory vom New Scientist vom 10. Dezember 2016. Im September 1957 ist in Satlykovo, östlich vom Ural in Russland, eine Atombombenfabrik explodiert. 41 Dörfer der damaligen Sowjetunion waren verstrahlt, ohne es zu wissen. Die Regierung hielt den Unfall geheim, erhob aber Daten von 53.000 Menschen mit Strahlenkrankheit, die zum Teil bis heute beobachtet werden.

Der Chefredakteur im Editorial dieser New Scientist Ausgabe erwägt, ob es moralisch gerechtfertigt ist, diese Daten zu verwenden. Das sei wichtig, meint er, um mehr über Langzeitbestrahlung zu erfahren und Grenzwerte festlegen zu können. Letztlich, so argumentiert er, hat die Vermehrung unseres Wissens und die positiven Konsequenzen für die Menschheit Vorrang. Die Menschen haben nun schon einmal gelitten und sind gestorben, da sei es nun besser, die Daten zu nutzen, sonst wären sie ja umsonst gestorben.

Interessant. Lässt sich eins zu eins auf die Ergebnisse von Tierversuchen heute umlegen. Ich werde dran denken, wenn mir wieder jemand vorhält, warum ich mich nicht weigere, Medikamente zu verwenden.

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Brutale Menschenversuche ohne Zustimmung der Betroffenen – Verwendung von Daten

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 2. Mai 2017 von hubwen in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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Tierversuche sind ethisch nicht vertretbar   Leave a comment

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Tierversuche gaukeln den Menschen eine falsche Sicherheit vor. In der EU sterben jährlich 197.000 Menschen an den Nebenwirkungen von Medikamenten,, die laut Tierversuchen ungefährlich hätten sein sollen.

Hier ein Artikel dazu von Martin Balluch.

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Wie gut sind wissenschaftliche Argumente gegen Tierversuche?

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Unsere Kampagne für ein besseres Tierversuchsgesetz im letzten Jahr hat mich mit vielen Personen zusammengebracht, die auf wissenschaftlicher Basis Für oder Wider Tierversuche argumentiert haben. Das ethische Argument gegen Tierversuche, jedenfalls wenn man Bewusstsein bei Tieren anerkennt, ist ziemlich klar. Doch insbesondere der Schweizer Hans Ruesch wird mit dem Bemühen verbunden, wissenschaftlich statt ethisch gegen Tierversuche zu argumentieren, wenn auch insbesondere Ruesch seine Aversion gegen ethische Argumente in pathologische Dimensionen trieb.

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Das wissenschaftliche Argument, kurz zusammengefasst, besagt, dass der Test der Wirkung von Substanzen im Menschen, von medizinisch bis toxikologisch, durch Versuche an nichtmenschlichen Tieren eine falsche Sicherheit vorgaukelt. Und tatsächlich unterscheiden sich verschiedene Tierarten – darunter der Mensch – physiologisch in so vieler Hinsicht, dass dieses Argument vieles für sich hat. 197.000 Menschen sterben pro Jahr allein in der EU nur an den Nebenwirkungen von Medikamenten, die laut Tierversuch für den Menschen aber völlig ungefährlich hätten sein sollen.

Die EU finanzierte das „Adverse Drug Reaction“ Programm mit € 5,88 Millionen, dessen Ergebnisse im Oktober 2012 veröffentlicht wurden. Danach hätten viele Medikamente durch computergestütztes Data-mining schon viel früher als gefährlich ausgesondert werden können. 92% aller Medikamente, die im Tierversuch erfolgreich waren, zeigen beim Menschen entweder keine Wirkung oder sind sogar gefährlich. Das wissenschaftliche Argument gegen Tierversuche jedenfalls für die Abschätzung der Verträglichkeit von Stoffen, mit denen Menschen in Berührung kommen, von Medikamenten über Industriechemikalien bis zu Kosmetika, ist jedenfalls stark. Der EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, Tonio Borg, hat jetzt bestätigt, an der Deadline für das Verbot von Tierversuchen an Kosmetika in der EU, dem 11. März 2013, festhalten zu wollen.

Doch zwei Drittel aller Tierversuche dienen nicht der Prüfung der Verträglichkeit von Substanzen für Menschen oder der medizinischen Wirkung von Medikamenten am Menschen. Gegen veterinärmedizinische Versuche am Tier lässt sich schon nicht mehr wissenschaftlich argumentieren. Ähnlich gelagert ist die Situation bei Tierversuchen in der Grundlagenforschung. Wenn ich wissen will, welche Auswirkung eine genetische Veränderung bei diesem oder jenem Tier hat, dann ist der entsprechende Tierversuch wissenschaftlich sicher vernünftig, wenn auch ethisch fragwürdig. Nicht von ungefähr sinkt seit Jahren die Anzahl von Tierversuchen für die Verträglichkeitsprüfung, während der Anteil der Grundlagenforschung in der Tierversuchsstatistik unaufhaltsam steigt: in Österreich zwischen 2000 und 2010 von 19,4% auf 32%.

Das New Scientist, als eine Zeitung, die die relevantesten neuen Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung zusammenstellt, ist voll mit Tierversuchsberichten. Hier ist kein Ende abzusehen, die Ethik allein ist offenbar nicht Argument genug. Umso erfreulicher, dass in der Ausgabe vom 15. Dezember 2012, Seiten 32-33, unter dem Titel „humane solution“ die Kritik an Tierversuchen zweier ehemaliger ForscherInnen im Bereich der Pharmazie wiedergegeben wird. Allerdings sind die beiden mittlerweile im Safer Medicines Trust in England aktiv, der im Übrigen von einer beeindruckenden Liste von ForscherInnen aus dem Tierversuchsbereich unterstützt wird, http://www.safermedicines.org/advisors.shtml, obwohl er sich gegen Tierversuche wendet. Das allerdings hauptsächlich in Sachen Verträglichkeitstests – und der Kreis schließt sich.

Bis Tierversuche in der Grundlagenforschung aus rein ethischen Gründen beendet werden, wird wahrscheinlich noch viel Wasser die Donau hinunterfließen.

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Tierversuche sind ethisch nicht vertretbar

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 27. April 2017 von hubwen in Tierschutz, Uncategorized

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Tierversuche von Tierexperimantator Hess dürfen nicht mehr kritisiert werden   Leave a comment

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Es ist schon tragisch, dass es solche Richter gibt, die Kritik an Tierversuchen unterbinden und Personen schützen wollen. Zu Slapp, siehe am Schluss die Erklärung dazu. Es ist das Dilemma zwischen Unabhängigkeit der Richter in einem Rechststaat, dass Richter das letzte Wort haben und es da keine Kontrolle gibt. Man kann höchsten klagen bis zur höchsten Instanz. Aber welcher Normalsterbliche kann sich das leisten und wer will diesen zeitlichen Aufwand samt Nervenverschleiß auf sich nehmen?

Aus martinballuch.com

Das gesamte Urteil kann man im Link lesen.

Hier der erste Absatz.

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Tierexperimentator Hess gewinnt Einstweilige Verfügung: ich darf seine Tierversuche vorerst nicht mehr kritisieren!

 

Das ist genau der Grund für die sogenannten SLAPPs: *) irgendwann irgendwo findet man eine Richterin oder einen Richter, die einem Recht geben, auch wenn man überhaupt nicht Recht hat. Das Risiko für die AktivistInnen aus der Zivilgesellschaft ist ungleich höher, steht hinter ihnen eben keine große Institution oder gar Universität, die lächelnd für alle Unkosten aufkommt. Im vorliegenden Fall habe ich lediglich aus einer Beschreibung des Tierversuchs, die von Hess selbst stammt, zitiert. Die Richterin war nun der Ansicht, ich müsse auch die andere Begründung für die Tierversuche, die Hess nennt, erwähnen, nämlich dass er quasi aus Tierliebe (Anmerkung: ein schlechter Witz) handelt. Alles andere werde mir unter Strafe gerichtlich untersagt. Schon ein ziemlich starkes Stück.

Soweit das Urteil. Es verbietet mir, meine rationalen Gegenargumente vorzubringen, weil genau das von seinem Unterlassungsgebot umfasst ist. Faktum ist, in der Beschreibung seiner Tierversuche verwendet Hess in ihrer Begründung die Phrase „hohe wirtschaftliche Verluste der Geflügelbetriebe“. Das darf ich jetzt aber nicht sagen, ich darf quasi Hess nicht zitieren, ohne dazu anzuführen, dass er subjektiv auch noch eine andere Begründung für seine Tierversuche nennt, nämlich Tierliebe (wegen „schwerem Krankheitsverlauf eine tierschutzrelevante Problematik“).

Dass ein Tierexperimentator von Tierschutz spricht ist zynisch. So schaut die Tierhaltung dort aus:

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Josef Mengele und eine Reihe anderer Ärzte im Dritten Reich führten medizinische Versuch an Menschen durch, die für diese zum Teil sehr schmerzhaft, jedenfalls immer nachteilig waren. Das Ziel der Versuche, so wurde in den Nürnberger Ärzteprozessen von den Tätern argumentiert, war der Schutz der Menschen. Muss diese Schutzbehauptung nicht als unerträglich zynisch gewertet werden? Wie kann ein Mensch, der anderen Menschen solche Leiden zufügt, davon sprechen, in Wahrheit den Schutz von Menschen im Auge zu haben? Aber dasselbe gilt für Hess und seine Tierversuche an Puten. Wie die Ärzte im Dritten Reich führt er schmerzhafte medizinische Versuche an Wesen durch, unter denen diese schwer leiden, und rechtfertigt das damit, andere Wesen derselben Art dadurch schützen zu wollen. Die Situation ist völlig parallel und daher gleichermaßen zynisch und unglaubwürdig.

Die Richterin trifft eine falsche faktische Feststellung, wenn sie sagt, dass es in der EU kein zugelassenes Medikament für die Schwarzkopfkrankheit bei Puten gibt. Es sind nur dann keine Medikamente zugelassen, wenn die Puten nach Behandlung wirtschaftlich als Fleischlieferanten genutzt werden sollen. Ansonsten sind sehr wohl sehr effektiv wirksame Medikamente zugelassen, wie z.B. Ronidazol, Dimentridazol und Metronidazol, wie aus den vorgelegten Beweisen klar hervorgeht und von niemandem bestritten wird. D.h. vom Standpunkt des Wohls der Tiere ist alles erledigt und besteht kein Forschungsbedarf! Erst, wenn die Profite der Putenindustrie relevant werden und man keinesfalls eine Behandlung der Puten aus Profitinteresse wünscht, die ihre nachherige wirtschaftliche Nutzung ausschließt, erst dann besteht Forschungsbedarf.

Artikel 15 (1) der EU Richtlinie 2010/63/EU zu Tierversuchen legt eine Abstufung fest, wie der Schaden für Versuchstiere kategorisiert werden soll. Der leichteste Schaden ist die Tötung, dann folgt geringes Leid, wie z.B. durch einen Nadelstich, und mittleres Leid bis zu schwerem Leid. Die Tötung ist also nach der auch für Österreich gültigen Einteilung für die betroffenen Tiere ein geringeres Leid als ein Nadelstich.

Puten, die von der Schwarzkopfkrankheit befallen sind und aus Profitgründen nicht behandelt werden sollen, weil die Behandlung vom Standpunkt der Betreiber der Putenmastfabriken zu teuer ist und insbesondere die Tiere danach nicht mehr als Fleischlieferanten missbraucht werden können, werden möglichst schmerzlos getötet. Vom Standpunkt des Tierschutzes bzw. der betroffenen Tiere selbst muss also abgewogen werden, ob dieser Tod ein größerer Schaden ist, als wenn Hess ein Medikament gefunden hätte, das die Puten zwar heilt, sie aber in den Putenfabriken weiter gemästet werden. Für die Puten bedeutet die Putenmast

  • ein viel zu rasches Wachstum, sodass die Tiere unter großen Schmerzen in den Gelenken leiden

  • eine so hohe Besatzdichte, dass 15 % der Tiere an den Haltungsbedingungen schmerzvoll zugrunde gehen

  • nach monatelanger Haltung in einer vollkommen reizarmen Umgebung in großer Besatzdichte, ein brutales Zusammenfangen, ein brutaler Tiertransport, ein brutales Aufhängen an einem Fließband, ein Wasserbad mit Elektroschock und ein Kehlschnitt mit Ausbluten, bei dem viele der Tiere wieder aus dem Bewusstsein erwachen

  • ein Leben mit kupiertem Schnabel

  • ein Leben unter Dauerbeleuchtung ohne die Möglichkeit zu schlafen und zu ruhen

  • ein Leben im 30 cm tiefen Kot

  • ein Leben mit verätzter Brust, weil die Tiere aufgrund ihres hohen Gewichts im Kot liegen müssen

  • ein Leben mit hoher Verletzungsrate, wenn sie von anderen Puten angegriffen oder gepickt werden

  • ein Leben mit akuter Lahmheit

  • Nekrosen in der tiefen Brustmuskulatur

  • Beinschwächen und tibiale Dyschondroplasie

  • ein Leben unter Hitzestress

  • ein Leben unter lauter Keimen aufgrund der Feuchtigkeit im kotangefüllten Boden

  • ein Leben mit schlechter Luft unter hoher Staubbelastung

  • ein Leben ohne jede Beschäftigungsmöglichkeit in totaler Langeweile

  • ein Leben ohne Bewegungsmöglichkeit, ohne Sonne, ohne Pflanzen, ohne frische Luft

  • kurz: ein Leben ohne jede Lebensqualität

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Legt man nun den Überlegungen die Einteilung für das Ausmaß von Tierleid der EU und des österreichischen Tierversuchsgesetzes zugrunde, dann ist ohne jeden Zweifel der Schaden für die Tiere wesentlich höher, wenn sie ohne Schwarzkopfkrankheit weiter in der Putenmast leben müssen, als wenn sie möglichst rasch und schmerzlos getötet werden. Dem Wohl der Tiere ist also viel besser Sorge getragen, wenn Hess nicht erfolgreich ist und es kein von der EU zugelassenes Mittel gibt, das bei der Schwarzkopfkrankheit angewandt werden kann, sodass die Puten weiterhin kommerziell als Fleischlieferanten missbraucht werden können.

Tierschutzorganisationen würden also niemals die Tierversuche von Hess mitfinanzieren, weil sie sämtliche Ansprüche an das Tierwohl konterkarieren und ein Ziel verfolgen, das diametral den Interessen der Puten widerspricht. Umgekehrt, kein Wunder dass die Putenindustrie, wie von der Richterin festgestellt, diese Tierversuche mitfinanziert. Sie hat eben andere Interessen als die Puten.

Gerichtlich zu verbieten, einen Grund für eine Handlung, den man besonders kritisieren will, alleine zu nennen, verunmöglicht eine kritische Diskussion. So wird jede Tierschutzorganisation z.B. die Putenmast kritisieren, weil die Haltung am Profit für die Betriebe orientiert ist.

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*) Slapp:
SLAPP (engl. strategic lawsuit against public participation = taktische Klage gegen öffentliche Beteiligung; engl. slap = Ohrfeige, Schlag ins Gesicht) ist ein Akronym für eine rechtsmissbräuchliche Form der Klage, die den Zweck hat, Kritiker einzuschüchtern und ihre öffentlich vorgebrachte Kritik zu unterbinden. Sie wird in den meisten Fällen von Unternehmen, seltener von Privatpersonen oder Behörden, gegen NGOs oder Individuen angestrengt, welche die Geschäftspraktiken des Unternehmens, die Aktivitäten des Individuums oder der Behörde öffentlich kritisieren.
https://de.wikipedia.org/wiki/SLAPP

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Hier weiterlesen:

Tierversuche von Tierexperimantator Hess dürfen nicht mehr kritisiert werden

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 9. April 2017 von hubwen in Tierschutz, Uncategorized

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