Archiv für das Schlagwort ‘Tierversuche

Ein Arzt ohne Tierversuche   Leave a comment

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Ich sage zu dem Video nicht viel, da Leute, die in der Materie drin sind sowieso schon viel wissen und viele andere sind überzeugt, dass es die Tierversuche braucht, weil sie glauben, dass es ihrer Gesundheit dient und viele davon es auch noch gleichgültig ist, dass Tiere dafür gefoltert (nichts anderes ist es) werden.

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Ein Arzt ohne Tierversuche – Dr. med. Andreas Ganz

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Hier sieht man wie die Leute ticken und denken. Tierleid interessiert sie nicht.

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Aus der Braunschweiger Zeitung.

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Tierversuche Dritte Wahl – Schreie hinter Glas

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„In der Welt läuft soviel schief, weil die Dummen immer so sicher sind und die Gescheiten immer Zweifel haben.”
Bertrand Russel

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Hier noch einige Zitate von Tierfreund Wolfgang.

Einige Zitate zu Tierversuchen:

„Die Vivisektion ist das schwärzeste aller schwarzen Verbrechen.“
(Mahatma Gandhi)

„Der Mensch ist keine 70-Kilogramm-Ratte“
(Prof. Dr. Thomas Hartung)

„Egal, ob Sie mit Mäusen, Hunden oder Affen experimentieren, die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf den Menschen ist nicht gegeben.“
(Dr. Dr. Christopher Anderegg (ehemaliger Tierexperimentator)

„99,7 % der Tierversuche sind nicht auf den Menschen übertragbar.“
(Prof. Dr. Tony Lindl)

„Wer nicht davor zurückschreckt, Tierversuche zu machen, der wird auch nicht zögern, darüber Lügen zu verbreiten.“
(George Bernard Shaw, Nobelpreisträger)

„Tierversuche dienen in erster Linie dazu, „wissenschaftliche“ Arbeiten zur Förderung der eigenen Karriere skrupellos zu generieren und um Steuergelder als Forschungsgelder von strohdummen Politikern zu erhalten, die denken, dass Tierversuche notwendig seien.“
(Dr. Ernst Walter Henrich)

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Gruß Hubert

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Veröffentlicht 16. September 2017 von hubwen in Tierschutz, Tierversuche, Uncategorized

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Forschung ohne Tierleid   Leave a comment

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Es gibt Alternativen zu den Tierversuchen. Mensch und Tier sind zu verschieden um zu brauchbaren Erkenntnissen durch Tierversuche zu kommen – ganz abgesehen von der ethischen Dimension.

Aus PETA

Zu den wichtigsten Erkenntnissen der Forschung der vergangenen Jahre gehört sicherlich die Erfahrung, dass die Ergebnisse von Tierversuchen in der Regel für den Menschen irrelevant sind. Veröffentlichungen in renommierten medizinischen Fachjournalen kommen immer wieder zu dem Schluss, dass Tierversuche aufgrund der fundamentalen Unterschiede zwischen den einzelnen Spezies keine zuverlässig auf den Menschen übertragbaren Ergebnisse produzieren können. Dieselben Studien folgern außerdem, dass eine überwältigende Mehrheit von Tierversuchen nicht nur keine medizinischen Neuerungen und Verbesserungen hervorbringt, sondern auch, dass tierexperimentelle Studien häufig sogar gefährlich in die Irre führen.

Hochkompetente Wissenschaftler in aller Welt haben aus diesen Ergebnissen ihre Schlüsse gezogen und widmen sich nun der Entwicklung und Einführung von Forschungs- und Testmethoden, die ohne tierisches Leid auskommen und die vor allem relevant sind für die menschliche Gesundheit, für die Erforschung menschlicher Erkrankungen und für die Entwicklung neuer, wirksamer Therapiemethoden.

Tierfreie Methoden sind meistens weniger langwierig als die unzeitgemäßen und grausamen Tierversuche, die sie ersetzen sollen. Außerdem verursachen sie nur einen Bruchteil der Kosten von Tierversuchen. Sie sind zuverlässig auf den Menschen übertragbar und bieten Verbrauchern und Patienten somit eine viel höhere Sicherheit. In-vitro- und genomische Techniken gehören ebenso zu diesen Forschungsansätzen wie Computermodelle und Studien an Freiwilligen und Patienten.

Quelle PETA

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Aus Ärzte gegen Tierversuche

Forschung ohne Tierleid

Auszug.

Dr. med. vet. Corina Gericke

Tierversuche sind aus ethischen, medizinischen und methodenkritischen Gründen abzulehnen. Tiere und Menschen sind so unterschiedlich, dass die Ergebnisse aus Tierversuchen nicht auf den Menschen übertragen werden können. In der tierexperimentellen Forschung geht man von der Annahme aus, man könne das komplexe Krankheits- und Heilungsgeschehen beim menschlichen Patienten in so genannten »Tiermodellen«, d.h. künstlich krankgemachten Tieren, nachahmen. Wichtige Faktoren der Krankheitsentstehung wie Ernährung, Lebensgewohnheiten, Verwendung von Suchtmitteln, Umwelteinflüsse, Stress, psychische und soziale Faktoren werden bei dieser Art der Forschung nicht berücksichtigt.
Tierversuche haben aufgrund dieses falschen methodischen Ansatzes weder zur Behandlung der menschlichen Zivilisationskrankheiten wie Herz- und Kreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes, Rheumatismus und Allergien etwas Wesentliches beigetragen, noch sind sie in der Lage den Verbraucher vor schädlichen Chemikalien und Medikamenten wirkungsvoll zu schützen.

Im Gegensatz zum Tierversuch liefern moderne tierversuchsfreie Verfahren verlässliche, für den Menschen relevante Ergebnisse und sind dazu meist auch noch kostengünstiger. Trotzdem führen diese Methoden in der tierexperimentell dominierten Forschung und Medizin ein Schattendasein. Sie sind für junge Forscher oft nicht attraktiv. Die Beschäftigung mit tierversuchsfreien Verfahren ist weder für die Karriere zuträglich, noch fließen in diesem Bereich nennenswerte Forschungsgelder.

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Forschung ohne Tierleid

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WIST-Kongress – Wissenschaft statt Tierversuche

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http://www.wist-kongress.de/rueckblick
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Gruß Hubert

Brutale Menschenversuche ohne Zustimmung der Betroffenen – Verwendung von Daten   Leave a comment

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Dr. Martin Balluch hat einen interessanten Artikel über Tierversuche geschrieben und das bekannte Argument, dass man keine Medikamente verwenden darf, wenn man gegen Tierversuche ist vorgebracht. Außerdem schreibt er auch über einige Menschenversuche, die ohne Zustimmung gemacht wurden. Die wenigsten Menschen wissen, dass Tierversuche sehr oft kontraproduktiv sind.
Im September 1957 ist in Satlykovo, östlich vom Ural in Russland, eine Atombombenfabrik explodiert. Die Regierung hielt diesen Umfall geheim bei dem 41 Dörfer verstrahlt wurden. Man wollte Daten sammeln!

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Hier zum Artikel.

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Welche TierschützerInnen kennen das nicht, das Lieblingsargument der Tierversuchsseite: „Wenn ihr gegen Tierversuche seid, dann dürft ihr auch keine Medikamente verwenden“. Also erstens gibt es ja auch Forschung ohne Tierversuche, ja, wie wir wissen, sind Tierversuche oft sogar kontraproduktiv, siehe New Scientist http://www.martinballuch.com/new-scientist-sagt-tierversuche-sind-der-falsche-weg-in-der-forschung-fuer-menschen/. Aber zweitens sind auch TierexperimentatorInnen hoffentlich für Menschenrechte, also gegen invasive Menschenversuche ohne Zustimmung der Betroffenen. Aha, dann dürften sie auch nicht Dinge verwenden, die von Daten solcher Versuche stammen, oder?


Das Paradebeispiel für Menschenversuche in unseren Breiten ist das Dritte Reich. Zu gern allerdings wiederholt man da die Folklore, dass diese Versuche wissenschaftlich unsinnig waren und nur zur Quälerei dienten. Das ist völlig falsch. Viele dieser Versuche waren wissenschaftlich gesehen sehr sinnvoll und wurden auch in der Forschung und Technik zur Anwendung gebracht. Ein Beispiel ist das sehr hoch fliegende Flugzeug. Das Dritte Reich führte dazu viele Tests an KZ-Häftlingen und Kriegsgefangenen in Unterdruckkammern durch und entwickelte so sichere Kabinen für solche Flugzeuge, die in der Stratosphäre fliegen. Ebenso wurde der Schleudersitz an Menschenversuchen entwickelt und war dann weltweit in Einsatz.

Auch Menschen, die nicht unbedingt tierschutzfeindlich eingestellt sind, mögen oft den Gedanken, dass Versuche an Menschen nie wissenschaftlich sinnvoll gewesen sein können. Vielleicht beruhigt sie der Gedanke, weil er Menschenversuche damit nicht nur unethisch, sondern auch unwissenschaftlich macht. Vielleicht wollen sie einfach, dass ein Umgang dieser Art, wie er typisch für den Umgang von Menschen mit Tieren ist, zwischen Menschen nie wirklich stattgefunden hat, als ob es einen inneren Instinkt gäbe, der das verbietet. Diesen Eindruck gewinne ich auch immer, wenn mir Menschen erzählen, dass es nie Kannibalismus unter Menschen gegeben habe. Warum sollte das wichtig sein? Aber die Leidenschaft, wie diese – eindeutig historisch falsche – These verteidigt wird, weist auf eine ideologische Basis hin. Wieder soll offenbar unterstrichen werden, dass es derart unnatürlich und instinktiv ausgeschlossen sei, dass Menschen routinemäßig andere Menschen essen (also so behandeln, wie wir heute Tiere), dass es nur perverse und abartige Menschen in Ausnahmefällen tun. Das Essen von Menschen sei also krankhaft, das Essen von Tieren natürlich. So diese Doktrin.

Beides ist, wie gesagt, eindeutig falsch. Es gibt unendlich viele Hinweise auf routinemäßigen Kannibalismus unter Menschen, und genauso gibt es zahlreiche Versuche an Menschen, die mit wissenschaftlicher Intention durchgeführt wurden und sinnvoll waren. Selbstverständlich rechtfertigt das beides nicht, wie bei Tieren.

Ich bin gerade wieder auf einen großangelegten Menschenversuch gestoßen, dessen Daten von der Wissenschaft heute verwendet werden. Das it sogar die Titelstory vom New Scientist vom 10. Dezember 2016. Im September 1957 ist in Satlykovo, östlich vom Ural in Russland, eine Atombombenfabrik explodiert. 41 Dörfer der damaligen Sowjetunion waren verstrahlt, ohne es zu wissen. Die Regierung hielt den Unfall geheim, erhob aber Daten von 53.000 Menschen mit Strahlenkrankheit, die zum Teil bis heute beobachtet werden.

Der Chefredakteur im Editorial dieser New Scientist Ausgabe erwägt, ob es moralisch gerechtfertigt ist, diese Daten zu verwenden. Das sei wichtig, meint er, um mehr über Langzeitbestrahlung zu erfahren und Grenzwerte festlegen zu können. Letztlich, so argumentiert er, hat die Vermehrung unseres Wissens und die positiven Konsequenzen für die Menschheit Vorrang. Die Menschen haben nun schon einmal gelitten und sind gestorben, da sei es nun besser, die Daten zu nutzen, sonst wären sie ja umsonst gestorben.

Interessant. Lässt sich eins zu eins auf die Ergebnisse von Tierversuchen heute umlegen. Ich werde dran denken, wenn mir wieder jemand vorhält, warum ich mich nicht weigere, Medikamente zu verwenden.

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Brutale Menschenversuche ohne Zustimmung der Betroffenen – Verwendung von Daten

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 2. Mai 2017 von hubwen in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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Tierversuche sind ethisch nicht vertretbar   Leave a comment

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Tierversuche gaukeln den Menschen eine falsche Sicherheit vor. In der EU sterben jährlich 197.000 Menschen an den Nebenwirkungen von Medikamenten,, die laut Tierversuchen ungefährlich hätten sein sollen.

Hier ein Artikel dazu von Martin Balluch.

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Wie gut sind wissenschaftliche Argumente gegen Tierversuche?

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Unsere Kampagne für ein besseres Tierversuchsgesetz im letzten Jahr hat mich mit vielen Personen zusammengebracht, die auf wissenschaftlicher Basis Für oder Wider Tierversuche argumentiert haben. Das ethische Argument gegen Tierversuche, jedenfalls wenn man Bewusstsein bei Tieren anerkennt, ist ziemlich klar. Doch insbesondere der Schweizer Hans Ruesch wird mit dem Bemühen verbunden, wissenschaftlich statt ethisch gegen Tierversuche zu argumentieren, wenn auch insbesondere Ruesch seine Aversion gegen ethische Argumente in pathologische Dimensionen trieb.

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Das wissenschaftliche Argument, kurz zusammengefasst, besagt, dass der Test der Wirkung von Substanzen im Menschen, von medizinisch bis toxikologisch, durch Versuche an nichtmenschlichen Tieren eine falsche Sicherheit vorgaukelt. Und tatsächlich unterscheiden sich verschiedene Tierarten – darunter der Mensch – physiologisch in so vieler Hinsicht, dass dieses Argument vieles für sich hat. 197.000 Menschen sterben pro Jahr allein in der EU nur an den Nebenwirkungen von Medikamenten, die laut Tierversuch für den Menschen aber völlig ungefährlich hätten sein sollen.

Die EU finanzierte das „Adverse Drug Reaction“ Programm mit € 5,88 Millionen, dessen Ergebnisse im Oktober 2012 veröffentlicht wurden. Danach hätten viele Medikamente durch computergestütztes Data-mining schon viel früher als gefährlich ausgesondert werden können. 92% aller Medikamente, die im Tierversuch erfolgreich waren, zeigen beim Menschen entweder keine Wirkung oder sind sogar gefährlich. Das wissenschaftliche Argument gegen Tierversuche jedenfalls für die Abschätzung der Verträglichkeit von Stoffen, mit denen Menschen in Berührung kommen, von Medikamenten über Industriechemikalien bis zu Kosmetika, ist jedenfalls stark. Der EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, Tonio Borg, hat jetzt bestätigt, an der Deadline für das Verbot von Tierversuchen an Kosmetika in der EU, dem 11. März 2013, festhalten zu wollen.

Doch zwei Drittel aller Tierversuche dienen nicht der Prüfung der Verträglichkeit von Substanzen für Menschen oder der medizinischen Wirkung von Medikamenten am Menschen. Gegen veterinärmedizinische Versuche am Tier lässt sich schon nicht mehr wissenschaftlich argumentieren. Ähnlich gelagert ist die Situation bei Tierversuchen in der Grundlagenforschung. Wenn ich wissen will, welche Auswirkung eine genetische Veränderung bei diesem oder jenem Tier hat, dann ist der entsprechende Tierversuch wissenschaftlich sicher vernünftig, wenn auch ethisch fragwürdig. Nicht von ungefähr sinkt seit Jahren die Anzahl von Tierversuchen für die Verträglichkeitsprüfung, während der Anteil der Grundlagenforschung in der Tierversuchsstatistik unaufhaltsam steigt: in Österreich zwischen 2000 und 2010 von 19,4% auf 32%.

Das New Scientist, als eine Zeitung, die die relevantesten neuen Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung zusammenstellt, ist voll mit Tierversuchsberichten. Hier ist kein Ende abzusehen, die Ethik allein ist offenbar nicht Argument genug. Umso erfreulicher, dass in der Ausgabe vom 15. Dezember 2012, Seiten 32-33, unter dem Titel „humane solution“ die Kritik an Tierversuchen zweier ehemaliger ForscherInnen im Bereich der Pharmazie wiedergegeben wird. Allerdings sind die beiden mittlerweile im Safer Medicines Trust in England aktiv, der im Übrigen von einer beeindruckenden Liste von ForscherInnen aus dem Tierversuchsbereich unterstützt wird, http://www.safermedicines.org/advisors.shtml, obwohl er sich gegen Tierversuche wendet. Das allerdings hauptsächlich in Sachen Verträglichkeitstests – und der Kreis schließt sich.

Bis Tierversuche in der Grundlagenforschung aus rein ethischen Gründen beendet werden, wird wahrscheinlich noch viel Wasser die Donau hinunterfließen.

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Tierversuche sind ethisch nicht vertretbar

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 27. April 2017 von hubwen in Tierschutz, Uncategorized

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Tierversuche von Tierexperimantator Hess dürfen nicht mehr kritisiert werden   Leave a comment

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Es ist schon tragisch, dass es solche Richter gibt, die Kritik an Tierversuchen unterbinden und Personen schützen wollen. Zu Slapp, siehe am Schluss die Erklärung dazu. Es ist das Dilemma zwischen Unabhängigkeit der Richter in einem Rechststaat, dass Richter das letzte Wort haben und es da keine Kontrolle gibt. Man kann höchsten klagen bis zur höchsten Instanz. Aber welcher Normalsterbliche kann sich das leisten und wer will diesen zeitlichen Aufwand samt Nervenverschleiß auf sich nehmen?

Aus martinballuch.com

Das gesamte Urteil kann man im Link lesen.

Hier der erste Absatz.

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Tierexperimentator Hess gewinnt Einstweilige Verfügung: ich darf seine Tierversuche vorerst nicht mehr kritisieren!

 

Das ist genau der Grund für die sogenannten SLAPPs: *) irgendwann irgendwo findet man eine Richterin oder einen Richter, die einem Recht geben, auch wenn man überhaupt nicht Recht hat. Das Risiko für die AktivistInnen aus der Zivilgesellschaft ist ungleich höher, steht hinter ihnen eben keine große Institution oder gar Universität, die lächelnd für alle Unkosten aufkommt. Im vorliegenden Fall habe ich lediglich aus einer Beschreibung des Tierversuchs, die von Hess selbst stammt, zitiert. Die Richterin war nun der Ansicht, ich müsse auch die andere Begründung für die Tierversuche, die Hess nennt, erwähnen, nämlich dass er quasi aus Tierliebe (Anmerkung: ein schlechter Witz) handelt. Alles andere werde mir unter Strafe gerichtlich untersagt. Schon ein ziemlich starkes Stück.

Soweit das Urteil. Es verbietet mir, meine rationalen Gegenargumente vorzubringen, weil genau das von seinem Unterlassungsgebot umfasst ist. Faktum ist, in der Beschreibung seiner Tierversuche verwendet Hess in ihrer Begründung die Phrase „hohe wirtschaftliche Verluste der Geflügelbetriebe“. Das darf ich jetzt aber nicht sagen, ich darf quasi Hess nicht zitieren, ohne dazu anzuführen, dass er subjektiv auch noch eine andere Begründung für seine Tierversuche nennt, nämlich Tierliebe (wegen „schwerem Krankheitsverlauf eine tierschutzrelevante Problematik“).

Dass ein Tierexperimentator von Tierschutz spricht ist zynisch. So schaut die Tierhaltung dort aus:

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Josef Mengele und eine Reihe anderer Ärzte im Dritten Reich führten medizinische Versuch an Menschen durch, die für diese zum Teil sehr schmerzhaft, jedenfalls immer nachteilig waren. Das Ziel der Versuche, so wurde in den Nürnberger Ärzteprozessen von den Tätern argumentiert, war der Schutz der Menschen. Muss diese Schutzbehauptung nicht als unerträglich zynisch gewertet werden? Wie kann ein Mensch, der anderen Menschen solche Leiden zufügt, davon sprechen, in Wahrheit den Schutz von Menschen im Auge zu haben? Aber dasselbe gilt für Hess und seine Tierversuche an Puten. Wie die Ärzte im Dritten Reich führt er schmerzhafte medizinische Versuche an Wesen durch, unter denen diese schwer leiden, und rechtfertigt das damit, andere Wesen derselben Art dadurch schützen zu wollen. Die Situation ist völlig parallel und daher gleichermaßen zynisch und unglaubwürdig.

Die Richterin trifft eine falsche faktische Feststellung, wenn sie sagt, dass es in der EU kein zugelassenes Medikament für die Schwarzkopfkrankheit bei Puten gibt. Es sind nur dann keine Medikamente zugelassen, wenn die Puten nach Behandlung wirtschaftlich als Fleischlieferanten genutzt werden sollen. Ansonsten sind sehr wohl sehr effektiv wirksame Medikamente zugelassen, wie z.B. Ronidazol, Dimentridazol und Metronidazol, wie aus den vorgelegten Beweisen klar hervorgeht und von niemandem bestritten wird. D.h. vom Standpunkt des Wohls der Tiere ist alles erledigt und besteht kein Forschungsbedarf! Erst, wenn die Profite der Putenindustrie relevant werden und man keinesfalls eine Behandlung der Puten aus Profitinteresse wünscht, die ihre nachherige wirtschaftliche Nutzung ausschließt, erst dann besteht Forschungsbedarf.

Artikel 15 (1) der EU Richtlinie 2010/63/EU zu Tierversuchen legt eine Abstufung fest, wie der Schaden für Versuchstiere kategorisiert werden soll. Der leichteste Schaden ist die Tötung, dann folgt geringes Leid, wie z.B. durch einen Nadelstich, und mittleres Leid bis zu schwerem Leid. Die Tötung ist also nach der auch für Österreich gültigen Einteilung für die betroffenen Tiere ein geringeres Leid als ein Nadelstich.

Puten, die von der Schwarzkopfkrankheit befallen sind und aus Profitgründen nicht behandelt werden sollen, weil die Behandlung vom Standpunkt der Betreiber der Putenmastfabriken zu teuer ist und insbesondere die Tiere danach nicht mehr als Fleischlieferanten missbraucht werden können, werden möglichst schmerzlos getötet. Vom Standpunkt des Tierschutzes bzw. der betroffenen Tiere selbst muss also abgewogen werden, ob dieser Tod ein größerer Schaden ist, als wenn Hess ein Medikament gefunden hätte, das die Puten zwar heilt, sie aber in den Putenfabriken weiter gemästet werden. Für die Puten bedeutet die Putenmast

  • ein viel zu rasches Wachstum, sodass die Tiere unter großen Schmerzen in den Gelenken leiden

  • eine so hohe Besatzdichte, dass 15 % der Tiere an den Haltungsbedingungen schmerzvoll zugrunde gehen

  • nach monatelanger Haltung in einer vollkommen reizarmen Umgebung in großer Besatzdichte, ein brutales Zusammenfangen, ein brutaler Tiertransport, ein brutales Aufhängen an einem Fließband, ein Wasserbad mit Elektroschock und ein Kehlschnitt mit Ausbluten, bei dem viele der Tiere wieder aus dem Bewusstsein erwachen

  • ein Leben mit kupiertem Schnabel

  • ein Leben unter Dauerbeleuchtung ohne die Möglichkeit zu schlafen und zu ruhen

  • ein Leben im 30 cm tiefen Kot

  • ein Leben mit verätzter Brust, weil die Tiere aufgrund ihres hohen Gewichts im Kot liegen müssen

  • ein Leben mit hoher Verletzungsrate, wenn sie von anderen Puten angegriffen oder gepickt werden

  • ein Leben mit akuter Lahmheit

  • Nekrosen in der tiefen Brustmuskulatur

  • Beinschwächen und tibiale Dyschondroplasie

  • ein Leben unter Hitzestress

  • ein Leben unter lauter Keimen aufgrund der Feuchtigkeit im kotangefüllten Boden

  • ein Leben mit schlechter Luft unter hoher Staubbelastung

  • ein Leben ohne jede Beschäftigungsmöglichkeit in totaler Langeweile

  • ein Leben ohne Bewegungsmöglichkeit, ohne Sonne, ohne Pflanzen, ohne frische Luft

  • kurz: ein Leben ohne jede Lebensqualität

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Legt man nun den Überlegungen die Einteilung für das Ausmaß von Tierleid der EU und des österreichischen Tierversuchsgesetzes zugrunde, dann ist ohne jeden Zweifel der Schaden für die Tiere wesentlich höher, wenn sie ohne Schwarzkopfkrankheit weiter in der Putenmast leben müssen, als wenn sie möglichst rasch und schmerzlos getötet werden. Dem Wohl der Tiere ist also viel besser Sorge getragen, wenn Hess nicht erfolgreich ist und es kein von der EU zugelassenes Mittel gibt, das bei der Schwarzkopfkrankheit angewandt werden kann, sodass die Puten weiterhin kommerziell als Fleischlieferanten missbraucht werden können.

Tierschutzorganisationen würden also niemals die Tierversuche von Hess mitfinanzieren, weil sie sämtliche Ansprüche an das Tierwohl konterkarieren und ein Ziel verfolgen, das diametral den Interessen der Puten widerspricht. Umgekehrt, kein Wunder dass die Putenindustrie, wie von der Richterin festgestellt, diese Tierversuche mitfinanziert. Sie hat eben andere Interessen als die Puten.

Gerichtlich zu verbieten, einen Grund für eine Handlung, den man besonders kritisieren will, alleine zu nennen, verunmöglicht eine kritische Diskussion. So wird jede Tierschutzorganisation z.B. die Putenmast kritisieren, weil die Haltung am Profit für die Betriebe orientiert ist.

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*) Slapp:
SLAPP (engl. strategic lawsuit against public participation = taktische Klage gegen öffentliche Beteiligung; engl. slap = Ohrfeige, Schlag ins Gesicht) ist ein Akronym für eine rechtsmissbräuchliche Form der Klage, die den Zweck hat, Kritiker einzuschüchtern und ihre öffentlich vorgebrachte Kritik zu unterbinden. Sie wird in den meisten Fällen von Unternehmen, seltener von Privatpersonen oder Behörden, gegen NGOs oder Individuen angestrengt, welche die Geschäftspraktiken des Unternehmens, die Aktivitäten des Individuums oder der Behörde öffentlich kritisieren.
https://de.wikipedia.org/wiki/SLAPP

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Hier weiterlesen:

Tierversuche von Tierexperimantator Hess dürfen nicht mehr kritisiert werden

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 9. April 2017 von hubwen in Tierschutz, Uncategorized

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Eine Frau vor der ich großen Respekt habe   Leave a comment

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Die Rede ist von einer Frau die bis ins hohe Alter sich für Tiere einsetzte. Sie hieß Joan Court und starb am 1. Dezember 2016 im Alter von 97 Jahren. Sie setzte sich auch gegen Tierversuche ein. Tierversuche sind eine sehr hässliche Sache für Menschen, die als zivilisiert gelten möchten.

Hier ein Auszug ihrer Geschichte auf martinballuch.com

1978 sieht sie ein Plakat mit einem Foto von Tierversuchen und findet ihre neue Berufung. Am nächsten Tag schon gründet sie ihre Tierrechtsgruppe in Cambridge, die bis heute besteht. Der zweite Teil ihrer Autobiographie, „The Bunny hugging Terrorist“, handelt von ihren fast 4 Jahrzehnten als Tierschutz- und Tierrechtsaktivistin. Sie war immer gewaltfrei, doch unterstützte sie verbal, medial und mit allen ihren Möglichkeiten die Aktionen der ALF, insbesondere Tierbefreiungen und ökonomische Sabotage von Tierfabriken oder Tierversuchslabors. Sie nahm an unzähligen Aktionen des Zivilen Ungehorsams teil. Im Alter von 85 ging sie auf das Schiff Farley Mowat der Sea Shepherd Conservation Society, um illegale Walfänger zu rammen und zu versenken. Im hohen Alter von fast 90 initiierte sie eine Kampagne gegen ein geplantes neurologisches Tierversuchslabor der Uni Cambridge, die im Jänner 2004 erfolgreich endete. Zeitlebens kümmerte sie sich um heimatlose Katzen und hatte immer eine ganze Gruppe dieser Tiere bei sich zu Hause.

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Im Jahr 2012 gab sie mit 93 ein drittes Buch heraus: „Animals betrayed“. Darin interviewt sie 21 verschiedene TierrechtsaktivistInnen aus England, viele davon hatten langjährige Gefängnisstrafen für ihren Aktivismus absitzen müssen. Ihre Freundschaft und Solidarität mit diesen und allen anderen Menschen, die sich für Tiere einsetzen, war legendär.

Leider habe ich sie nach 1997, als ich England verließ, nicht mehr gesehen. 2007 schickte sie mir aber noch ihre Autobiographie mit einer Widmung „with love and all good wishes, until all are free …“.

Am 1. Dezember 2016 schloss sie für immer ihre Augen, daheim, in ihrem Bett schlafend, umgeben von ihren Katzen.

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Eine Frau vor der ich großen Respekt habe

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 8. April 2017 von hubwen in Tiere, Tierschutz, Uncategorized

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Kritik am Umgang mit Ratten- Tierversuche   Leave a comment

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Der Umgang mit Ratten wäre dringend zu überdenken – aus ethischen und aus wissenschaftlichen Gründen. Es kann nicht sein, dass man völlig mitleidlos mit Ratten umgeht und Tierschutzgesetze bricht. Die Ratte kommt in der Sympathiewertung bei Menschen schlecht weg. Ratten haben das aber nicht verdient.

Hier ein Beitrag von Prof. emer. Dr. Franz bei tierrechte.de

Grußwort: „Die Ratte verdient es, im Mittelpunkt unserer Gefühle zu stehen!“

[…]

Der Tierarzt und Zoologe Prof. Dr. Franz Paul Gruber ist der diesjährige Schirmherr des Versuchstiers des Jahres 2017.

Er findet, dass die Ratte verdient, dass wir unserem Umgang mit ihr überdenken –  aus ethischen und aus wissenschaftlichen Gründen.

Die „Karriere“ der Ratte als „Versuchstier“ begann in den 1860er Jahren in London mit grausamen Wettbewerben: Ein auf das Töten von Ratten dressierter Terrier, brauchte etwa fünfeinhalb Minuten, um 100 Ratten in einer kleinen Arena tot zu beißen. Darauf wurden hoheWetten abgeschlossen. Das Englische Tierschutzgesetz von 1825 erlaubte diese Art der „Schädlingsbekämpfung“. Da die Rattenfänger bald mit ihren Lieferungen nicht mehr nachkamen, entstanden daraus die ersten professionellen Rattenzuchten, aus denen schon bald die ersten Albinoratten entstanden. Für diese besonderen Tiere interessierten sich bald die „Wissenschaftler“ unter den wettlustigen Zuschauern. So kam die Ratte ins Labor.

Die Punks und die Ratten

In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden Ratten auch als Haustiere „entdeckt“. In meiner Berliner Zeit am Institut für Versuchstierkunde verging kaum eine Woche, in der nicht irgendein liebenswerter „Punk“ um Ratten nachsuchte. Natürlich war das auch als Provokation gedacht: ein Tier, das (fast) alle Menschen verabscheuten, auf der Schulter sitzen zu haben oder aus dem Ärmel kriechen zu lassen. Doch Ratten erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Deswegen wird auch immer häufiger hinterfragt, was für einen wissenschaftlichen Nutzen es denn wirklich hat, diese neuen Freunde in Labors zu Tode zu quälen.

Menschen sind keine 70 kg Ratten

Sprach man früher noch von einer „grausamen Notwendigkeit“, die uns im Geiste des medizinischen Fortschritts zu Tierversuchen geradezu verpflichte, wird an diese „Notwendigkeit“ heute auch in Forscherkreisen nicht mehr so unerschütterlich geglaubt. „Menschen sind keine 70 Kilo-Ratten“ klärte uns Thomas Hartung 2009 in Nature auf (3). Es lohnt sich, dazu seinen Artikel des „Look back in anger – what clinical studies tell us about preclinical work“ (3) zu lesen.

Übertragbarkeit fragwürdig

Doch damit nicht genug: 95 Prozent aller Medikamente, die sich im Tierversuch als Erfolg versprechend darstellten, erweisen sich als untauglich für den Menschen. Hierzu ein kleines Beispiel: Die meisten heutigen Lebertransplantationen müssen durchgeführt werden, weil sich Medikamente beim Menschen toxisch auf die Leber auswirken. Im Tierversuch war dies zuvor nicht feststellbar. Tierexperimentell tätige Wissenschaftler haben jedoch ihre Überzeugungen. Es bringt nichts, sie dafür zu verteufeln. Wir sollten sie stattdessen dazu bringen, diese Überzeugungen in Frage zu stellen und nach neuen Wegen zu suchen.

Leid im Labor

Welche Tiere uns näherstehen und welche nicht, entscheiden die meisten Menschen unterschiedlich. Die Ratte kommt bei dieser Abwägung meist nicht gut weg. Deswegen habe ich diese Schirmherrschaft gerne übernommen. Denn solch liebenswerte und schlaue Geschöpfe wie Ratten verdienen es, im Mittelpunkt unserer Gefühle für die Kreatur zu stehen. Die Ratte war als die „Alkoholratte“ 2007 schon einmal das Versuchstier des Jahres. Die Berliner Tierversuchsgegnerin Brigitte Jenner schrieb damals „Die den Ratten bei dieser Forschung zugefügten Leiden durch Isolierung, Immobilisierung und anderen Stress, durch belastende Verhaltenstests und durch Entzug sind gravierend. Ich habe sie gesehen, die süchtigen, isoliert in kleinsten kahlen Käfigen gehaltenen, vor sich hinstarrenden Ratten – ein Anblick, den ich nicht vergessen kann.“ Wollen wir hoffen, dass wir es doch einmal vergessen können, was wir den Tieren angetan haben –  wenn Tierversuche endlich Vergangenheit sind.

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http://www.tierrechte.de/themen/das-versuchstier-des-jahres/2017-02-27-10-09-32

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Schwimmen bis zur Verzweiflung, um Depression zu simulieren

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Versuchsbeschreibungen

Hier haben wir einige Bespiele von Versuchen des Schweregrads „schwer“ aufgeführt, die in jüngster Zeit in Deutschland durchgeführt worden sind. Die Angaben beruhen auf in Fachzeitschriften veröffentlichten Artikel. Diese und weitere Versuchsbeschreibungen finden Sie auch unter www.datenbank-tierversuche.de.

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Schwimmen bis zur Erschöpfung, um Depression zu simulieren („forcierter Schwimmtest“)
Elektroschocks, denen das Tier nicht entkommen kann („erlernte Hilflosigkeit“)
Tod durch Vergiftung
• Versagen eines Herzschrittmachers
Wirksamkeitstests von Impfstoffen
• Bestrahlung mit Todesfolge
Tod durch Abstoßungsreaktion von Transplantaten
Metastasierende Tumore und fortschreitenden, tödliche Tumore
• Knochenbrüche
Versagen mehrerer Organe
Xenotransplantation (Organtransplantation von einer Tierart auf eine andere)
Anzüchten von mit schwerem Leid verbundenen genetischen Störungen, z.B. Huntington Krankheit
Stoffwechselkäfig mit schwerer Einschränkung der Bewegungsfreiheit über einen längeren Zeitraum
• längere Einzelhaltung von Primaten oder Hunden
• Immobilisierung zur Herbeiführung von Magengeschwüren oder Herzversagen

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http://www.schwimmen-bis-zur-verzweiflung.de/versuche.html

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Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche und die Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg kritisieren die Genehmigungspraxis von Tierversuchen als „Farce mit reiner Alibifunktion“. 98,6 % aller beantragten Tierversuche passieren das Prozedere, obwohl sie in gravierendem Konflikt mit dem Tierschutzgesetz stehen.

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https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/presse/aktuelle-pressemitteilungen/2334-genehmigungspraxis-tierversuche

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Hier noch ein Video wie unverantwortlich man am Max Plank-Institut mit Ratten und anderen Tieren umgeht.

TIERVERSUCH AUßER KONTROLLE – Ein Praktikum am MPI// SOKO Tierschutz e.V.

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 3. März 2017 von hubwen in Tiere, Tierschutz, Uncategorized

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