Archiv für das Schlagwort ‘Tierversuche

Tierversuche: Sponsor steigt aus – Red Bull soll nachziehen   Leave a comment

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Ich wünsche Red Bull nur Misserfolge in der Formel 1 so lange sie Tierversuche fördern. Dasselbe gilt für Wings for Life.

(„Der Wings for Life World Run ist ein seit 2014 jährlich im Mai auf 34 oder 35 Strecken in 33 Ländern weltweit zeitgleich stattfindender Wohltätigkeitslauf. Motto ist: „Laufen für die, die nicht laufen können“. Quelle: Wikipedia)

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Die Ball Corporation (Hersteller der Mason-Jars Einmachgläser) ist nicht länger als Platin-Partner von Wings for Life aufgeführt – einer von Red Bull unterstützten Wohltätigkeitsorganisation, die grausame Tierversuche finanziert, in denen Rückenmarksverletzungen künstlich hervorgerufen werden. Ball ist der erste Wings for Life-Förderpartner, der sich ausdrücklich von den schockierenden Tierversuchen distanziert; auch das österreichische Innenministerium überdenkt die Zusammenarbeit inzwischen.

Experimente an Affen, Mäusen, Ratten und Schweinen

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Unter anderem führten Experimentatoren Elektroden in die Muskeln eines Affen ein, zwangen ihn zu stressauslösenden Aufgaben, schnitten seine Wirbelsäule auf und leiteten Stromschläge in sein Nervensystem. In anderen Tests zerquetschten Experimentatoren Mäusen das Rückenmark, sodass sie teils gelähmt wurden, oder ließen Gewichte auf das Rückenmark von Schweinen und Ratten fallen, um Verletzungen zu verursachen. In diesen und weiteren Tierversuchen, die seit 2018 dokumentiert sind, wurden über 4.700 Tiere missbraucht und getötet – finanziert von Wings for Life und Unterstützern der Organisation.

Keine Hilfe für Patienten

Diese Tierversuche haben keinerlei Nutzen für menschliche Patienten: Insgesamt scheitern etwa 95 Prozent der Medikamente, die an Tieren getestet und als sicher und wirksam gelten, in klinischen Studien am Menschen und verschwenden wertvolle Zeit und Geld. Zusammen mit drei führenden Experten für Medizin und Rückenmark hat PETA USA der Ball Corporation eine Reihe wissenschaftlicher Erkenntnisse zukommen lassen, die die Unsinnigkeit der Rückenmarksversuche belegen – das Unternehmen entschied sich schließlich, seine Unterstützung für Wings for Life zurückzuziehen und eine Richtlinie zu verabschieden, die besagt, dass das Unternehmen „keine Tierversuche finanziert, durchführt oder in Auftrag gibt, es sei denn, dies ist ausdrücklich gesetzlich vorgeschrieben.“

PETA appelliert an Wings for Life, Red Bull und weitere Geldgeber

PETA USA fordert Wings for Life schon seit längerem auf, die Finanzierung dieser unmenschlichen Tierversuche zu beenden. Wir haben der Organisation eine detaillierte Liste vielversprechender tierfreier Forschungsmethoden gesendet, die den Patienten echte Hoffnung auf Behandlungen bieten. PETA Deutschland und PETA USA haben sich an alle weiteren Sponsoren von Wings for Life gewandt – darunter Red Bull – und diese aufgefordert, Balls Beispiel zu folgen und statt Tierversuchen ausschließlich tierfreie Forschung zu unterstützen. Das österreichische Innenministerium unternahm inzwischen erste Schritte und beantwortete unsere Anfrage: Das Ministerium unterstütze zwar das Gesamtziel der Wohltätigkeitsorganisation (Heilmethoden für Rückenmarksverletzungen zu finden), betonte aber, dass es „nicht zwingend […] jede [in WfL-finanzierten Projekten] ausgeführte Forschungsmethode wie Tierversuche unterstützt“ und daher bereits die finanzielle Förderung für den Wohltätigkeitslauf „Wings for Life Run“ 2021 neu prüft.

Was Sie tun können

jetzt petition unterschreiben

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https://www.peta.de/tierversuchssponsor-wings-for-life

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Gruß Hubert

Aufgeschnittene Schädel und ausgetretene Organe   Leave a comment

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Ist der Mensch doch ein Egoist. Weil Menschen glauben, dass diese grausamen Tierversuche für die Medizin nützlich sind, ist es ihnen egal, wenn die Tiere unter Folterqualen leiden und sterben. Jedenfalls ist das für die meisten Menschen kein Thema. Nur großer öffentlicher Druck könnten Tierversuche stoppen.

Von Peta.de

PETA USA undercover im Tierversuchslabor: Aufgeschnittene Schädel und ausgetretene Organe

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Sechs Monate lang recherchierte PETA USA verdeckt in den Laboren der Cleveland Clinic. Diese Einrichtung erhielt allein im Jahr 2019 über 100 Millionen US-Dollar an Steuergeldern von den National Institutes of Health (NIH), der US-Gesundheitsbehörde.

Aufgeschnittene Schädel

Die Experimentatoren der Cleveland Clinic nennen es ein „kraniales Fenster“. Weniger euphemistisch ausgedrückt ist es ein Loch im Kopf einer Maus, abgedeckt mit einer Glasscheibe, durch das das Gehirn sichtbar ist.

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Die Experimentatoren schneiden dafür in den Kopf der Tiere, bohren in den Schädel und legen so das Gehirn frei. Sie saugen einen Teil davon ab und machen so einen bestimmten Teil des Gehirns zugänglich. Darüber wird ein Deckglas platziert und eine Abdeckung aus Edelstahl auf den Schädel der Maus geklebt. Die Schmerzen der Mäuse werden nur am Tag der Operation und am Folgetag gelindert. Angeblich sollen mit diesen invasiven Versuchen Vorgänge im Gehirn erforscht werden – dabei sind die Ergebnisse in Bezug auf das menschliche Gehirn kaum relevant.

Tiere mit heraushängenden Organen

Die Experimentatoren der Cleveland Clinic züchten gezielt Mäuse, die zu einem sogenannten Beckenorganprolaps neigen. Dabei verschieben sich Uterus, Blase und Rektalgewebe und hängen sogar aus dem Körper heraus. Eine Maus, die der Ermittler von PETA USA Daisy nannte, litt unter einem blutenden Rektalprolaps. Die Maus war mindestens zehn Wochen lang gezwungen, ihr hervorstehendes Rektalgewebe hinter sich her durch die Einstreu zu ziehen. Ihre Hinterbeine hielt sie beim Laufen auf unnatürliche Weise gespreizt, da sie scheinbar kein Gewicht auf den Unterleib legen wollte.

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Daisy und die anderen wurden der Hilfskraft des Experimentators zufolge mehrfach zur Zucht verwendet und erhielten keine schmerzlindernden Mittel. Erst wenn Mäuse wie Daisy sich nicht mehr zur Zucht verwenden ließen, würden sie vergast. So endete auch Daisy.

Gelähmte Mäuse durch Injektionen

Experimentatoren injizierten Mäusen eine Chemikalie, die eine Entzündungserkrankung des zentralen Nervensystems auslöste. Die Tiere konnten kaum noch laufen und zogen ihre Hinterbeine nach. Mit dem Versuch soll angeblich Multiple Sklerose „nachgestellt“ werden – allerdings ist das, was den Mäusen widerfährt, kaum mit der menschlichen Erkrankung vergleichbar. Dass die Mäuse große Schmerzen leiden würden, war dabei einkalkuliert.

Der Ermittler von PETA USA sah außerdem, dass mehrere Mäuse in diesem Experiment gar nicht mehr laufen konnten. Ihnen blieb nichts anderes übrig, als zu versuchen, sich mit den Vorderbeinen zur Nahrung zu schleppen.

Um Bilder des Rückenmarks machen zu können, schnitten die Experimentatoren in den Rücken der Tiere und trennten ihre Muskeln von der Wirbelsäule.

Zusammengepferchte, vernachlässigte Tiere

In der Cleveland Clinic wurden bis zu fünf ausgewachsene Mäuse oder zwei ausgewachsene und ein Wurf Babys in Käfige von der Größe eines Schuhkartons gepfercht. Andere Mäuse mussten ganz alleine in ihrem Käfig ausharren.

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Die Mitarbeiter entfernten frühere Würfe oder überzählige ausgewachsene Tiere teils nicht aus den Käfigen, bevor neue Würfe geboren wurden. Unter diesen völlig unnatürlichen und unzumutbaren Bedingungen wurden die Babys teils von ihren extrem gestressten Eltern zu Tode getrampelt. Auch Kannibalismus kam vor.

Andere Mäuse wurden einfach irgendwo liegengelassen und vergessen:
Drei Mäuse ließ man ohne Nahrung und Wasser stundenlang in einem Pappbehälter sitzen, weil keine Experimentatorengruppe sie für sich beanspruchte. Zwei weitere Mäuse fand man in einem Käfig, der auf den Müll sollte. Eine Hilfskraft ließ zu, dass eine Maus über eine Stunde lang nach Luft rang, bevor sie das Tier tötete.

Schweine als lebende Übungsobjekte

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Auch Schweine mussten in der Cleveland Clinic leiden. Man hielt die sozialen, verspielten Tiere einzeln in kahlen Verschlägen. Ein Arbeiter sagte, einige der Tiere würden „zum Üben für neue Ärzte“ eingesetzt, andere für experimentelle Rektal-OPs.

Was Sie tun können

Stellen Sie sich vor, dies würde einem Hund oder einer Katze widerfahren. Mäuse leiden ganz genauso – nur weil sie kleiner sind, heißt das nicht, dass sie weniger empfinden. Bitte machen Sie sich gegen Speziesismus stark und setzen Sie sich gegen Tierversuche ein!


Jetzt Petition unterschreiben

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Aufgeschnittene Schädel und ausgetretene Organe

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 22. Mai 2020 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Tierversuche

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Tierversuche in der Medizin   Leave a comment

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Tierversuche sind einfach niederträchtig und verwerflich!

Von Peta.de

Medizinische Forschung

Medizinische Forschung kann sowohl im Bereich der Grundlagen- als auch der angewandten Forschung stattfinden. Während bei der Grundlagenforschung erlangte Erkenntnisse fast nie zu einer Anwendung beim Menschen führen und der direkte Nutzen solcher Tierversuche für den Menschen nicht nachweisbar ist, ist die angewandte medizinische Forschung dem Einsatz beim Menschen nahezu direkt vorgelagert. Hier soll beispielsweise die Wirksamkeit von Medikamenten getestet werden.

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Auch der weitere Verlauf der Medikamentenentwicklung findet in Tierversuchen statt – gesetzlich vorgeschrieben, obwohl die Zahlen erschreckend sind: 92 bis 95 Prozent aller medizinischen Wirkstoffe, die im Tierversuch funktionieren und als sicher eingestuft werden, kommen niemals auf den Markt – weil das Medikament beim Menschen nicht wirkt oder teils gefährliche Nebenwirkungen auftreten. Offensichtlich wird dieses Problem der mangelnden Übertragbarkeit, wenn es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu Pharmaskandalen wie beispielsweise um Contergan, TGN1412 oder Viagra kommt.

Trotzdem werden bei Tieren künstlich Schlaganfälle herbeigeführt, ihre Gene werden manipuliert und sie werden dadurch künstlich krankgemacht, sie werden geklont oder ihnen werden Krebszellen implantiert. Dabei sind die Misserfolgsquoten enorm: Für Alzheimer und Krebs liegt die Misserfolgsrate für die Zulassung neuer Medikamente bei 96,6 %. Im Fall der Schlaganfall-Forschung sogar bei einer unglaublichen Misserfolgsquote von 100 % bei 1.000 neuen, an Tieren getesteten Wirkstoffen und 100 klinischen Studien.

Beispielsweise wird seit den 1980er-Jahren an Hunden geforscht, um eine Heilmethode für Muskeldystrophie (MD) zu finden. Die Hunde, denen gezielt lähmende Muskelerkrankungen angezüchtet wurden, können nur unter großer Anstrengung gehen, schlucken und atmen. Sie sterben schließlich an den Folgen. Doch selbst Jahrzehnte dieser Forschung mit missbrauchten Hunden haben noch keine Heilungs- oder Therapiemöglichkeit für Menschen mit dieser schrecklichen Krankheit hervorgebracht – die künstlich erzeugte Muskelerkrankung der Hunde ist schlichtweg nicht mit MD beim Menschen vergleichbar: Eine Analyse von Studien zu MD an Hunden hat gezeigt, dass eine Übertragung der Ergebnisse auf den Menschen problematisch ist. Einige Studien kommen beim Menschen sogar zu völlig entgegengesetzten Ergebnissen. Es gibt zudem bessere Möglichkeiten, Patienten mit MD zu helfen: Verschiedene innovative, humanrelevante Techniken haben bereits zur Entwicklung vielversprechender Therapien geführt.

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Oft werden medizinische Errungenschaften als Argument für die Notwendigkeit von Tierversuchen angeführt. Es gibt jedoch auch Gegenbeispiele: Bei der Erforschung von Polio (Kinderlähmung) beispielsweise wurde lange der falsche Infektionsweg untersucht – hätte man sich bei der Forschung nicht auf Rhesusaffen, sondern auf menschliche Patienten konzentriert, hätte deutlich schneller ein Impfstoff gefunden werden können. Auch wenn Tierversuche an vielen Forschungsergebnissen beteiligt waren, bedeutet das nicht, dass diese Errungenschaften nicht auch mit tierfreien Methoden hätten erreicht werden können. Auch einzelne medizinische Erfolge ändern nichts daran: Tierversuche sind unzuverlässig. Das Hauptproblem: Sie finden schlichtweg im falschen Organismus statt – ein Ergebnis aus Tierversuchen sagt nichts darüber aus, wie der menschliche Organismus reagieren wird. Es gibt bereits zahlreiche tierfreie Methoden, die tatsächlich für den Menschen relevante Ergebnisse liefern. Die Entwicklung in diesem Bereich ist rasant, dennoch müssen Entwicklung und Validierung dieser zuverlässigen Methoden deutlich stärker gefördert werden.

Tierversuchsfreie Methoden

Pluripotente Stammzellen eröffnen viele Möglichkeiten: In Zellkulturen können so menschliche Gewebe kultiviert werden. Beispielweise ist es Biotechnologen gelungen, aus menschlichen Stammzellen voll funktionierende Blutgefäße zu kultivieren. Die einen Millimeter großen Kapillargebilde ermöglichen erstmals die Erforschung von Erkrankungen der Blutgefäße direkt an menschlichem Gewebe. Somit gibt es für u. a. für Diabetiker die Hoffnung auf neue, wirksame Medikamente!

Auch durch sogenannte Organoide konnten schon Erfolge erzielt werden. Organoide sind aus menschlichen Zellen gezüchtete Organe im Mini-Format. Beispielsweise konnten Wissenschaftler durch die Nutzung sogenannter Hirn-Organoide eine potenzielle Ursache für tödliche Hirnmissbildungen finden, die durch eine seltene genetische Störung ausgelöst werden. Die als Miller-Dieker-Syndrom bekannte Störung war zuvor bereits erfolglos an Mäusen erforscht worden.

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Der „Human-on-a-chip“ ist ein Testsystem, das den Spagat zwischen Zellkultur und einem ganzen Organismus schaffen will. Bei dieser Methode sind alle relevanten Organe in Miniaturformat zu einem Organismus zusammengefügt: Testsubstanzen können so also den kompletten simulierten menschlichen Körper durchlaufen. Das Modell ist die nächste Generation der Modelle „2-Organ-Chip“ und „4-Organ-Chip“ des Berliner Biotechnologie-Unternehmens TissUse.

In-silico-Verfahren können beispielsweise die menschliche Biologie und das Fortschreiten sich entwickelnder Krankheiten simulieren. Diese ausgeklügelten computergestützten Techniken können etwa vorhersagen, wie neue Medikamente im menschlichen Körper reagieren.

Zudem wird personalisierte Medizin immer mehr in den Fokus rücken: Die Wirkung von Medikamenten unterscheidet sich oft selbst von Person zu Person. Deswegen lässt sich nur schwer voraussagen, ob ein Medikament einem bestimmten Patienten tatsächlich hilft oder vielleicht sogar zu unerwünschten Nebenwirkungen führt. In Zukunft könnte durch die Analyse der kompletten DNA ein „digitaler Zwilling“ angelegt werden, um geplante Behandlungen durchzuspielen. Auch die oben genannten Beispiele wie Zellkulturen, Organoide oder Multiorganchips lassen sich personalisieren.

Erfahren Sie mehr über tierversuchsfreie Methoden.

https://www.peta.de/tierversuchsalternativmethoden

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Tierversuche in der Medizin

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Gruß Hubert

Tierversuche in der Forschung   Leave a comment

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Traurig und verwerflich, dass immer noch Tierversuche gemacht werden, obwohl es Alternativen dazu gäbe. Enttäuschend auch dass sich kaum Menschen über die grausamen Tierversuche Gedanken machen.

Von Peta.de

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Warum werden Tierversuche in der Forschung durchgeführt?

Grundsätzlich liegt das Ziel der Forschung darin, neues Wissen zu generieren – was, für sich gesehen, durchaus ein erstrebenswertes Ziel ist. Sind jedoch Tierversuche involviert, geschieht das leider auf Kosten fühlender Lebewesen. In der Forschung können Tierversuche im Bereich der Grundlagenforschung stattfinden, aber auch zur Entwicklung neuer Medikamente oder neuer Technologien, wie beispielsweise für die Raumfahrt. Oftmals sind die Ergebnisse jedoch irrelevant oder nicht auf den Menschen übertragbar – neues Wissen mit dem Leid von Tieren aufzuwiegen, ist zudem ethisch nicht zu rechtfertigen.

Machen Tierversuche Sinn?

Macht es Sinn, Tiere in Laboren gefangen zu halten und sie künstlich krank oder beispielsweise taub zu machen, sie ersticken zu lassen oder Verhaltensexperimenten auszusetzen und anschließend zu töten und aufzuschneiden – einfach um zu wissen, was passiert? Neue Erkenntnisse sind oft wertvoll – doch der Missbrauch von Tieren im Namen der Forschung ist dafür nicht nötig und damit moralisch nicht zu rechtfertigen.

Hinzu kommt: Tierversuche können Reaktionen beim Menschen nicht verlässlich vorhersagen. Die physiologischen Unterschiede zwischen verschiedenen Spezies sind einfach zu groß, als dass sich die Ergebnisse zuverlässig auf den Menschen übertragen ließen – dies wird durch immer mehr Daten belegt. Selbst bei Mäusen und Ratten wirken Substanzen oft komplett unterschiedlich [1, 2] – verständlich also, dass der Unterschied zum Menschen ebenfalls riesig ist. Es ist schlichtweg nicht möglich, mittels Tierversuchen sichere Schlussfolgerungen für den Menschen zu ziehen. Tierversuche sind nicht nur grausam, sondern auch unwissenschaftlich und oft sogar gefährlich.

Grundlagenforschung

Die Hälfte aller Tierversuche in Deutschland findet im Bereich der Grundlagenforschung statt – das bedeutet, ohne direkt anwendungsorientiert zu sein. Forschung zum Selbstzweck also, aus „wissenschaftlicher“ Neugier heraus. Mit ihr soll das allgemeine medizinische und naturwissenschaftliche Wissen vermehrt werden. Neugier als Antrieb dafür, neues Wissen zu schaffen, ist grundsätzlich nicht verwerflich – wenn darunter Lebewesen leiden, allerdings schon.

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Die Absurdität und Grausamkeit der Versuche kennen dabei keine Grenzen: Beispielsweise saugten „Forscher“ Ratten einen Teil des Gehirns ab, um herauszufinden, welche Nerven aktiviert werden, wenn Druck auf ihre Schnurrhaare ausgeübt wird. Anschließend wurde eine Elektrode in den Kopf der Ratten implantiert, um Nervenimpulse bei Berührung der abgeschnittenen Schnurhaare zu messen. In einer anderen Studie wurde das Spielverhalten von Ratten untersucht – das Ergebnis: Ratten haben Spaß am Versteckspiel. Klingt süß, allerdings wurden den Ratten auch hierfür Elektroden ins Gehirn implantiert – nach dem Experiment wurden sie getötet, ihr Gehirn wurde entnommen und in Scheiben geschnitten. In Versuchen zur Stressforschung werden Mäuse monatelang in einen Zustand ständiger Angst und Schmerzen versetzt: Sie werden bewegungsunfähig in enge Plastikröhren gesteckt, bekommen nicht genug zu Essen und Trinken und werden mit aggressiven Mäusen eingesperrt, die sie immer wieder attackieren. [6] Mit heißen Platten und anderen Instrumenten wird ihnen Schmerz zugefügt, um ihr Verhalten zu beobachten.

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Was das Ganze noch verschlimmert: Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung kommen kaum zur klinischen Anwendung, und ein direkter Nutzen von Tierversuchen für den Menschen ist nicht nachweisbar. Die Bezeichnung der reinen „Neugierforschung“ hat daher durchaus ihre Berechtigung.

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Tierversuche in der Forschung

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Gruß Hubert

 

Was wäre wenn intelligentere Wesen als wir, das tun würden, was wir mit Tieren tun?   Leave a comment

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Man sieht wie selbstherrlich und arrogant die Sichtweise des Menschen ist, zumindest derer, die grausame Tierversuche durchführen, wenn sie glauben sie seien intelligenter als Tiere und dürften deswegen frei über sie verfügen. Die Analogie der Geschichte von Richard David Precht dürfte jeden halbwegs intelligenten Mensch einleuchten und nachdenklich machen.

Richard David Precht “Wer bin ich und wenn ja, wie viele?”

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Stellen Sie sich vor, eines Tages landen
fremde Wesen aus dem All auf unserem
Planeten. Wesen wie aus dem
Hollywood-Spielfilm Independence Day. Sie
sind unglaublich intelligent und dem Menschen
weit überlegen. Da nicht immer ein
todesmutiger US-Präsident im Kampfflugzeug
zur Verfügung steht und diesmal kein
verkanntes Genie die außerirdischen Computer
mit irdischen Viren lahmlegt, haben die
fremden Wesen die Menschheit in kürzester
Zeit besiegt und eingesperrt. Eine
beispiellose Terrorherrschaft beginnt. Die
Außerirdischen benutzen die Menschen zu
medizinischen Versuchen, fertigen Schuhe,
Autositze und Lampenschirme aus ihrer Haut,
verwerten ihre Haare, Knochen und Zähne.
Außerdem essen sie Menschen auf, besonders
die Kinder und Babys. Sie schmecken ihnen am
besten, denn sie sind so weich, und ihr
Fleisch ist so zart.

Ein Mensch, den sie gerade für einen
medizinischen Versuch aus dem Kerker holen,
schreit die fremden Wesen an:

“Wie könnt ihr so etwas tun? Sehr ihr nicht,
dass wir Gefühle haben, dass ihr uns wehtut?
Wie könnt ihr unsere Kinder wegnehmen, um sie
zu töten und zu essen? Seht ihr nicht, wie
wir leiden? Merkt ihr denn nicht, wie
unvorstellbar grausam und barbarisch ihr
seid? Habt ihr denn überhaupt kein Mitleid
und keine Moral?”

Die Außerirdischen nicken.

“Ja, ja”, sagt einer von ihnen. “Es
mag schon
sein, dass wir ein bisschen grausam sind.
Aber seht ihr”, fährt er fort, “wir sind
euch
eben überlegen. Wir sind intelligenter als
ihr und vernünftiger, wir können lauter
Dinge, die ihr nicht könnt. Wir sind eine
viel höhere Spezies, ein Dasein auf einer
anderen Stufe. Und deshalb dürfen wir mit
Euch machen, was wir wollen. Verglichen mit
uns, ist euer Leben kaum etwas wert.
Außerdem, selbst wenn unser Verhalten nicht
ganz in Ordnung sein sollte – eines steht
trotzdem fest: Ihr schmeckt uns halt so
gut!”

Quelle: „Wer bin ich – und wenn ja wie
viele?: Eine philosophische Reise“ von
Richard David Precht

Kapitel “Jenseits von Wurst und Käse – Dürfen
wir Tiere essen?”

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Was wäre wenn intelligentere Wesen als wir, das tun würden, was wir mit Tieren tun?

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Gruß Hubert

Tierversuche: Wann wird ein Verbrechen zum Verbrechen?   Leave a comment

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Für mich sind Tierversuche zweifelslohne ein Verbrechen, ohne wenn und aber. Es gibt KEINE Rechtfertigung dafür. Sie sind nicht sittlich zulässig wie die katholische Kirche behauptet. Aber diese Institution hat sowieso jede Legitimation verloren über Tiere etwas zu sagen. Ich erspare mir Gründe dafür zu nennen. Jede/r kann darüber mehr als genug im Netz finden – aber eigentlich ist es ja offenkundig, wenn jemand nicht blind oder kirchenhörig ist.

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„Aber die Wissenschaft“, fragte der Tote angstvoll, „habe ich ihr nicht gedient? Gehöre ich nicht zu den großen Geistern, auch wenn ich diese Taten beging?“
„Die großen Geister waren den Tieren Brüder und nicht Henker“, sagte der Engel.

In der Geschichte „Nachruhm“ von Manfred Kyber, geht es um einen Wissenschaftler, der sich nach dem Tod den Schreckenstaten seines Lebens stellen muss: den Verbrechen an den Tieren durch die Vivisektion. Kyber (†1933) schrieb bereits zu einer Zeit so eindringlich darüber, als das finstere Kapitel der Tierversuche zahlenmäßig noch nicht die erschreckenden Ausmaße der heutigen Zeit angenommen hatte und es keine Suchmaschine gab, die immer irgendwelche Antworten ausspuckte. Das Wissen, dass Tierversuche nicht nur eine Grausamkeit an wehrlosen und unschuldigen Geschöpfen bedeuten, sondern irreführend sind, weil sie nicht auf den Menschen übertragbar sind, steht vor allem jenen zur Verfügung, die immer noch an ihrer Berechtigung festhalten wollen: den „Koryphäen“ der Wissenschaft, den „großen Geistern“ oder solche, die es noch werden wollen und all jenen Forschern, die ihren Namen in den kalten Hallen des Ruhmes verewigen möchten. Es ist eine bittere und traurige Wahrheit, dass Tierversuche in wissenschaftlichen Kreisen immer noch anerkannt sind und Veröffentlichungen in Fachzeitschriften unter Bezugnahme dieser einen wichtigen Meilenstein auf der Karriereleiter eines Wissenschaftlers bedeuten. Doch wenn der breiten Masse, den „einfachen“ Menschen aus dem Volk bereits das Wissen zur Verfügung steht, dass Tierversuche nicht auf den Menschen übertragbar sind, wie weitreichend haben dann erst recht Wissenschaftler und Forscher durch die heutige Technologie mit immensen Datenbanken darauf Zugriff?

Während die gesetzlich vorgeschriebene Zahl der Tierversuche abnimmt, weil es immer mehr alternative, tierversuchsfreie Testmethoden gibt, steigt die Zahl der Tierversuche in der Grundlagenforschung durch den Boom der Gentechnik. „Tiermodelle“ und „Tierexperimentelle Forschung“ nennt sich das. Hinter diesen beiden Wörtern verbergen sich derartige Gräueltaten an den Tieren, dass es jedem Menschen, der ein wenig Herz besitzt, die Sprache verschlägt und Kampfszenen aus dem Film „Herr der Ringe“ zu einer Banalität werden lässt, denn schließlich sind diese eine Fiktion. Was jedoch hinter den gut verriegelten Türen der Versuchslabore geschieht, ist keine Fiktion, sondern ein in der Realität stattfindender Horrorfilm, dem Tiere allein in Deutschland jedes Jahr millionenfach ausgesetzt sind.

Auf der Internet Datenbank von Ärzte gegen Tierversuche, einer Organisation, die unermüdlich für Aufklärung und ein Ende der Tierversuche kämpft, findet man ein Sammelsurium an grausamen, absonderlichen und absurden Aufzeichnungen der Grundlagenforschung; drei Beispiele seien hier nur genannt: Jungen Ratten wurde Alkohol in die Bauchhöhle injiziert, um zu dem Fazit zu gelangen, dass Alkohol für Kinder und Jugendliche nicht gut ist (1), Skorpione wurden über zwanzig Jahre (bis zum Jahre 2010) auf einer Platte festgetackert und in den Weltraum geschickt, um den Einfluss der Schwerkraft auf die Entwicklung der Tiere zu ergründen; zusätzlich wurden ihnen Elektroden in die Augen, Beine und ins Gehirn gestochen (2) und zur Erforschung der Wirkung von Pflanzenöstrogenen bei Osteoporose, wurden weiblichen Ratten die Eierstöcke entnommen, um die Menopause bei einer Frau zu simulieren, dann wurde ihnen das Schienbein durchsägt, wieder zusammengefügt und anschließend bekamen sie fünf Wochen lang Isoflavone aus Sojapflanzen oder Östrogene ins Futter gemischt. Zum Schluss wurden sie getötet, um die Knochenheilung zu beurteilen.(3)

Was sind das für Menschen, die Tiere derartig leiden lassen und quälen?

Die Verbrechen der europäischen Einwanderer an den Ureinwohnern des amerikanischen Kontinents wurden in dem Zeitraum, in dem sie begangen wurden, nicht als Verbrechen geahndet. Sie wurden vom Herrschaftsanspruch des „weißen“ Menschen gegenüber den „Wilden“ gerechtfertigt. Erst später wurden sie offiziell zu den Gräueltaten der Geschichte gezählt und die Opfer als solche anerkannt. Nur weil etwas zu einer gegebenen Zeit noch nicht von der Allgemeinheit oder einer Jurisdiktion als Verbrechen bezeichnet wird, bedeutet dies bei Weitem nicht, dass es sich nicht um ein solches handelt. Das deutsche Tierschutzgesetz “garantiert” Tieren einen weitgehenden Schutz – laut Gesetzestext sind sie Mitgeschöpfe. Mitgeschöpfe? Lässt man Mitgeschöpfe unter dem Deckmantel fragwürdiger Wissenschaft sinnlos foltern und töten?

Als im Jahre 2004 die einer Folter gleichkommenden Behandlungen in dem amerikanischen Gefangenenlager Guantanamo bekannt wurden, ging ein Aufschrei durch die Welt und durch die Medien. Wieso bleibt dieser weitgehend aus, wenn doch bekannt ist, dass Abermillionen von Tieren auf dem Altar der Wissenschaft gefoltert und geopfert werden?
Und mit welcher Berechtigung? Zum Wohle der Menschheit, der „Rasse“ Mensch?

Wieso sollten Tiere für den Menschen leiden und sterben? Weil sie die „Wilden“ der heutigen Zeit sind, niedrige Kreaturen? Weil der Mensch „höher“ steht als das Tier, weil er die Krone der Schöpfung ist oder ein vernunftbegabtes Wesen? Mit Vernunft hat die tierexperimentelle Forschung herzlich wenig zu tun und die Unterschiede zu dem Wesen Tier, deren sich das Wesen Mensch so gerne rühmt, haben im Verlauf der Menschheitsgeschichte nicht nur Gutes hervorgebracht. Tiere haben keine Atomwaffen erfunden, sie foltern andere Tiere nicht oder züchten sie und halten sie in Gefängnissen.
Das Wesen Tier leidet genauso wie das Wesen Mensch, den vermeintlich gerechtfertigten Unterschied und die Begründung, warum sie leiden müssen, erhebt in diesem Fall allein der Mensch: Was und zu welchem Zeitpunkt ein Verbrechen ist, wird vom Menschen definiert.

Bereits in den zwanziger Jahren nannte Manfred Kyber Tierversuche eine „abendländische Kulturschande.“ Fast hundert Jahre sind seitdem vergangen und dieser Schandfleck der abendländischen Wissenschaft ist größer und größer geworden, seine Ausmaße ins Ungeheuerliche gewachsen. Hoffentlich dauert es nicht weitere hundert Jahre, bis Tierversuche vollständig abgeschafft werden.

Hoffentlich werden es immer mehr Ärzte und Wissenschaftler die sich für die Tiere einsetzen, damit dieses finstere Kapitel der Menschheitsgeschichte bald zu einem Ende kommt.
Und hoffentlich wird dieses Verbrechen an den Tieren schon bald als ein Verbrechen im juristischen Sinne definiert.

Nachfolgende Quellennachweise stammen aus der Broschüre von Ärzte gegen Tierversuche: „Winterschlaf hilft gegen Alzheimer und andere Absurditäten aus der Tierversuchsforschung“

(1)Stephan Röskam et.al.: Effects of neonatal and peripubertal ethanol treatment on varous aspects of adult rat behavior and brain anatomy. International Journal of Developmental Neuroscience 2009: 27, 249-256 Bremen
(2)Michael Schmäh et al.: Neurophysiological longterm recordings in space: experiments Scorpi and Scorpi-T. Gravitational and space biology bulletin : Publication of the Amerian Society for Gravitational and Space Biology 2005 : 18 (2), 95-96 Ulm
(3)S.Semisch et al.: Effects of isoflavones equol and genistein on bone quality in a rat osteopenia model. Phytotherapy Research 210: 24, 168-174 Göttingen

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Tierversuche: Wann wird ein Verbrechen zum Verbrechen?

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Gruß Hubert

Sklaverei und Tierversuche   Leave a comment

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Tierversuche sind ein Armutszeugnis und eine Kulturschande für die Menschheit.

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Der Sklavenhandel wurde erst im Jahre 1870 ganz beendet und erstreckte sich über einen Zeitraum von fast vierhundert Jahren. Dieses menschenverachtende und ausbeuterische System einst herrschender Kolonialmächte gehört zum Glück einer längst vergangenen Epoche an. Es waren die sogenannten Weißen, die sich das Recht gaben, Menschen mit einer dunklen Hautfarbe zu versklaven; Menschen, die sie als Wilde und minderwertig ansahen. Sie drangen in ihre Länder ein, trieben Handel mit den dortigen Stammesfürsten und kauften andere Menschen, um sie auszubeuten.
Doch der Sklavenhandel ist selbst in unserer aufgeklärten Zeit noch nicht verschwunden. Die heutigen Kolonialherren sind Vorstände bei Pharmakonzernen, Wissenschaftler, Politiker und Forscher, die in einem anthropozentrischen System verharren, das sich anmaßt, über andere Wesen auf diesem Planeten zu herrschen. Auch die Fluggesellschaft Airfrance ist ein Befürworter dieses Systems, denn sie weiß genau, welches grausame Schicksal all die verschiedenen Primaten erwartet, wenn sie erst einmal an ihrem Bestimmungsort angekommen sind.

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Tierversuch mit Affe
© Foto: Animal Equality

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Moderner Sklavenhandel wird mit Wesen betrieben, die uns in ihrer Art und ihrem Aussehen überhaupt nicht fremd sind. Die meisten Wissenschaftler, Forscher und Ärzte sind mit Sicherheit Befürworter von Darwins Lehre. Und eigentlich reicht ein Blick, um unsere Verwandtschaft mit den Affen zu erkennen. Ich frage mich, wie diese Forscher, die ihnen Gifte spritzen, den Bauch oder das Gehirn aufschneiden, nach einem Arbeitstag ruhig schlafen können, wenn sie in die hilflosen und entsetzten Augen jener Wesen geblickt haben, die uns Menschen so offensichtlich widerspiegeln und mit denen wir verbunden sind, ganz gleich um welche Art von Primaten es sich nun handelt.
Der Mensch hat im Laufe seiner Entwicklungsgeschichte viele Irrwege eingeschlagen. Die Vivisektion ist einer der finstersten und die tierexperimentelle Forschung auch gleichzeitig einer der absurdesten: Wussten Sie, dass Skorpione von einem deutschen Wissenschaftler über zwanzig Jahre in den Weltraum geschickt wurden, um den Einfluss der Schwerkraft auf die Entwicklung der Tiere zu erforschen? Sie wurden auf einer Platte festgetackert und zusätzlich wurden ihnen Elektroden in die Augen, Beine und ins Gehirn gestochen.
Manfred Kyber, ein Schriftsteller der zwanziger Jahre, setzte sich mit einer Vehemenz für die Tiere ein, welche für die damalige Zeit bemerkenswert und außergewöhnlich war. Kyber nannte Tierversuche eine abendländische Kulturschande. Fast hundert Jahre sind seitdem vergangen, doch dieser Schandfleck ist größer und größer geworden, seine Ausmaße ins Ungeheuerliche gewachsen.
Wie können wir als Menschen erwarten, dass uns etwas wirklich heilt, wenn es mit dem Leid anderer Lebewesen verbunden ist? Dass Tierversuche nicht auf den Menschen übertragbar sind, sollte Dank Organisationen wie Ärzte gegen Tierversuche auch schon längst bei all den Pharmakonzernen bekannt sein. Ein Blick auf die Beipackzettel von Medikamenten reicht ebenfalls aus.
Eine Wissenschaft, die wissentlich Leiden schafft, ist unethisch, verwerflich und untragbar. Sie ist einer aufgeklärten Gesellschaft unwürdig, einer Gesellschaft, in der sich die meisten Menschen hierzulande gegen Folter und Todesstrafe einsetzen.

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© Foto privat

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Die Verbrechen der europäischen Einwanderer an den Ureinwohnern des amerikanischen Kontinents wurden in dem Zeitraum, in dem sie begangen wurden, nicht als Verbrechen geahndet. Auch sie wurden vom Herrschaftsanspruch des „weißen“ Menschen gegenüber den sogenannten „Wilden“ gerechtfertigt. Erst später wurden sie offiziell zu den Gräueltaten der Geschichte gezählt und die Opfer als solche anerkannt. Nur, weil etwas zu einer gegebenen Zeit noch nicht von der Allgemeinheit oder einer Jurisdiktion als Verbrechen bezeichnet wird, bedeutet dies bei Weitem nicht, dass es sich nicht um ein solches handelt. Das deutsche Tierschutzgesetz “garantiert” Tieren einen weitgehenden Schutz – laut Gesetzestext sind sie Mitgeschöpfe. Mitgeschöpfe? Lässt man Mitgeschöpfe unter dem Deckmantel fragwürdiger Wissenschaft sinnlos foltern und töten?
Als im Jahre 2004 die einer Folter gleichkommenden Behandlungen in dem amerikanischen Gefangenenlager Guantanamo bekannt wurden, ging ein Aufschrei durch die Welt und durch die Medien. Wieso bleibt dieser weitgehend aus, wenn doch bekannt ist, dass Abermillionen von Tieren auf dem Altar der Wissenschaft gefoltert und geopfert werden?

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© Foto privat

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Und mit welcher Berechtigung? Zum Wohle der Menschheit, der „Rasse“ Mensch? Wieso sollten Tiere für den Menschen leiden und sterben? Weil sie die „Wilden“ der heutigen Zeit sind, niedrige Kreaturen? Weil der Mensch „höher“ steht als das Tier, weil er die Krone der Schöpfung ist oder ein vernunftbegabtes Wesen? Mit Vernunft haben Tierversuche wenig zu tun und die Unterschiede zu dem Wesen Tier, deren sich das Wesen Mensch so gerne rühmt, haben im Verlauf der Menschheitsgeschichte nicht nur Gutes hervorgebracht. Tiere haben keine Atomwaffen erfunden, sie foltern andere Tiere nicht oder züchten sie und halten sie in Gefängnissen.
Das Wesen Tier leidet genauso wie das Wesen Mensch, den vermeintlich gerechtfertigten Unterschied und die Begründung, warum sie leiden müssen, erhebt in diesem Fall allein der Mensch: Was und zu welchem Zeitpunkt ein Verbrechen ist, wird vom Menschen definiert.

Während zufriedene Urlauber mit Air France zurück in ihre Heimat fliegen, müssen unschuldige Wesen zwangsweise ihre Heimat verlassen und einem grausamen, menschgemachten Schicksal entgegenfliegen. Welches Entsetzen muss so ein kleines Äffchen überfallen, wenn sich seine Transportkiste wieder öffnet und es in einen Käfig gesteckt wird, aus dem es nicht entkommen kann. Der in einem Labor steht, wo es das Leid seiner Artgenossen mit jeder Faser seines Körpers wahrnimmt. Welches Grauen und wie viel Angst muss es spüren, wenn die ersten Testversuche oder Operationen beginnen. Und irgendwann … die Hoffnungslosigkeit, das Wissen, dass es kein Entrinnen aus diesen Qualen geben wird und die einzige Freiheit, die es sich noch wünschen kann, der Tod ist.

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Prison
© piqs.de Marcel Malleike

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Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht, Sie kennen diesen Satz, der Berthold Brecht zugeschrieben ist – Der friedliche Widerstand gegen das Unrecht an den Tieren, dem sich immer mehr Menschen anschließen – das ist Hoffnung, das sind Sie, all die Menschen, die sich heute hier versammelt haben, um gegen diese moderne Art der Sklaverei und todbringender Ausbeutung zu protestieren. Hoffnung ist auch, wenn man liest, dass selbst China Southern Airlines keine Affen mehr transportiert. Hoffnung, das sind all die Menschen mit fühlenden und sehenden Herzen, denen die Qualen der Tiere nicht gleichgültig sind und die mit ihnen leiden. Hoffnung, das ist eine Organisation wie Ärzte gegen Tierversuche, die sich unermüdlich mit wissenschaftlich fundierter Aufklärung gegen den schrecklichen Irrglauben der Vivisektion einsetzt und die Kampagne Stop Vivisection. Hoffnung, das sind Aktivistinnen wie Katja und Claudia, die in dieser Woche in München vor den Tierversuchslaboren des „Rechts der Isar“ eine 48-stündige Mahnwache gehalten haben.

Dass all die unzähligen Verbrechen des Menschen an den Tieren eines Tages als ein Verbrechen im juristischen Sinne definiert werden, ist auch eine persönliche Hoffnung. Der Weg dorthin ist noch weit, aber es werden immer mehr Menschen, denen die Leiden unserer kleinen Brüder und Schwestern, wie Manfred Kyber die Tiere liebevoll genannt hat, nicht gleichgültig sind. Und hoffentlich werden es auch immer mehr Ärzte, Forscher und Wissenschaftler die sich für die Tiere einsetzen, damit dieses finstere Kapitel der Menschheitsgeschichte bald zu einem Ende kommt.

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Sklaverei und Tierversuche

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 9. Juni 2019 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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