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CCC-Kongress: Hacker-Treff im Snowden-Sturm   3 comments

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Mit so vielem Wissen wie sie Hacker haben, könnte man sich sicher vor NSA & Konsorten bestens schützen. Snowden konnte ja auch nur so seine Botschaften und Aufdeckungen publik machen.

Hier ein Artikel vom Spiegel.

Von Ole Reißmann und Judith Horchert

Chaos Communication Congress: Hackertreffen feiert 30. Geburtstag Fotos
Ole Reißmann
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Mehr als 8000 Hacker treffen sich in Hamburg zum Jubiläumskongress des Chaos Computer Clubs. Nach den Enthüllungen von Edward Snowden suchen die IT-Profis Mittel gegen die Überwachung durch Geheimdienste.

Hamburg – „Junge Tüftler und Computerfans sind zum internationalen Hackertreffen nach Hamburg gekommen. Die Hacker, die unbefugt in fremde Datensysteme eindringen und mangelnde Datensicherung nachweisen, tauschen in Hamburg Tricks und Tipps aus.“ So berichtete die „Tagesschau“ im Jahr 1984 vom ersten Chaos Communication Congress.

2013 trifft sich die Szene zum 30. Mal. Aus der Expertenrunde mit damals 400 Teilnehmern ist eine internationale Großveranstaltung geworden. Von Freitag bis Montag erwarten die Organisatoren vom Chaos Computer Club mehr als 8000 Besucher beim 30C3.

In diesem Jahr stehen die Hacker unter besonderer Beobachtung. Seit Edward Snowdens Enthüllungen über die Datenschnüffelei der Geheimdienste suchen viele Menschen nach Antworten. Wie kann man sich gegen die Späher wehren? Was ist noch sicher im Internet? Die Hacker befassen sich mit diesen Fragen schon lange, nur jetzt dürfte die Zahl ihrer Zuhörer wachsen.

Hochbetrieb im Hackcenter

Das Verschlüsseln von Daten ist ein Thema, die Überwachung des Internets durch Geheimdienste ein anderes.

Der Enthüllungsjournalist Glenn Greenwald, der mit Snowden zusammenarbeitet, soll am Freitagabend per Video zugeschaltet werden. Netzaktivist Jacob Appelbaum spricht über das Anonymisierungsnetzwerk Tor, US-Bürgerrechtler von ihrem juristischen Kampf gegen NSA und FBI, der EU-Abgeordnete Jan Philipp Albrecht über die Datenschutzreform.

Auch WikiLeaks-Gründer Julian Assange soll auf dem Kongress zugeschaltet werden. Ein umstrittener Auftritt, sitzt der Hacker doch seit mehr als einem Jahr in der ecuadorianischen Botschaft in London fest, weil er sich zu Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden nur zu seinen Bedingungen äußern möchte.

Oft geht es also um Politik. Der Schwerpunkt soll aber bei „Sicherheit von Hard- und Software“ liegen, so steht es in der Ankündigung des Chaos Computer Clubs. Schon immer haben sich die Besucher des Congresses über Sicherheitslücken und Schutzmaßnahmen ausgetauscht. Damals, 1984, waren die Hacker kurz zuvor über das BTX-System der Bundespost bei der Hamburger Sparkasse eingebrochen. 135.000 D-Mark wanderten auf ein Konto des Vereins und wurden später zurückgezahlt. Den Club machte der digitale Bankraub berühmt.

„Technologie, Gesellschaft und Utopie“

Mehr Publikum kam zu den Jahrestreffen, der Congress zog nach Berlin um in das Congress Center am Alexanderplatz. Die Karten waren binnen weniger Minuten ausverkauft. 2012 ging es deswegen zurück nach Hamburg, der Heimatstadt des Chaos Computer Clubs. Neue Heimat ist jetzt das weitläufige Kongresszentrum, das Zehntausenden Platz bietet.

Die Hacker haben sich alle Mühe gegeben, die kargen Räume zu schmücken: Sie haben Sofas aufgestellt, Videokunst installiert, Wände aus leuchtenden Containern aufgebaut und blinkende Vorhänge aufgehängt. In einer Halle steht ein alter Polizei-Wasserwerfer, in einer anderen ein selbstgebauter Satellit. Durch das ganze Gebäude zieht sich auf zwei Kilometer Länge gelbes Plastikrohr: Künstler und Hacker haben sich aus Staubsaugerteilen eine eigene Rohrpost gebaut.

Der Chaos Computer Club selbst spricht von einem „viertägigen Congress um Technologie, Gesellschaft und Utopie“. Mehr als 130 Vorträge sind zu hören (und sollen auch live über das Internet übertragen werden), aber die sind nur ein Teil der Veranstaltung: Das ganze Treffen ist durchzogen von kleinen Spiel-, Arbeits- und Bastelecken. Hier können sich Gruppen mit kleinen Einzelprojekten befassen, zusammen löten, programmieren oder klönen.


dpa/Jens Büttner – Verschlüsselung und Anonymisierung sind längst nicht mehr nur für Computerspezialisten ein Thema. Foto: J. Büttner

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/30c3-kongress-hacker-treffen-sich-nach-dem-snowden-sturm-a-940918.html

Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 27. Dezember 2013 von hubert wenzl in Internet, Politik

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Edward Snowden: „Ein heute geborenes Kind weiß nicht mehr, was privat ist“   2 comments

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Snowden: Weihnachtsrede auf YouTube gesperrt

Auf dem Video-Portal ist von der Rede derzeit aber nur noch der folgende Hinweis zu sehen: „Dieses Video enthält Content von Channel 4 s/f. Dieser Partner hat das Video aus urherberrechtlichen Gründen sperren lassen.“

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Ein heute geborenes Kind wisse nicht mehr, was Privatleben sei, fügte Snowden hinzu. „Es wird nicht mehr wissen, was ein Moment Privatsphäre bedeutet, einen Gedanken zu haben, der weder aufgenommen wurde, noch analysiert. Das ist ein Problem, denn das Privatleben ist wichtig, das Privatleben hilft uns zu bestimmen, wer wir sind und wer wir sein wollen.“  (bkp)

http://www.chip.de/news/Snowden-Weihnachtsrede-auf-YouTube-gesperrt_66289932.html

Weihnachtsansprache von Edward Snowden: „Ein heute geborenes Kind weiß nicht mehr, was privat ist“

AFP Photo / Channel 4
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Weihnachtsansprachen halten der Papst, der Bundespräsident, die Queen – und jetzt auch Edward Snowden. Im britischen TV fordert der US-Whistleblower ein Ende der Massenüberwachung. Die Lage sei schlimmer als in Orwells Roman „1984“.

London – Um 17.15 Uhr wird sich Edward Snowden über den klassischen Übertragungsweg an die Zuschauer des britischen TV-Senders Channel 4 wenden – im Internet ist die Weihnachtsansprache des US-Whistleblowers schon jetzt zu sehen. Darin fordert Snowden die Bürger auf, der Massenüberwachung durch Geheimdienste ein Ende zu setzen.

„Wir haben Detektoren in unseren Taschen, die uns folgen, wo immer wir hingehen“, sagte Snowden mit Blick auf die Möglichkeit, mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets zu überwachen. „Denken Sie darüber nach, was das für den Durchschnittsmenschen bedeutet.“

„Gemeinsam können wir eine bessere Ausgewogenheit finden, der Massenüberwachung ein Ende setzen und die Regierung daran erinnern, dass sie, wenn sie wissen will, wie es uns geht, uns lieber fragt, als uns auszuspionieren“, appelliert Snowden in der Aufzeichnung.

Die Videobotschaft des in Großbritannien durchaus umstrittenen Whistleblowers ist das Kontrastprogramm zur Weihnachtsansprache der Queen, die auf allen anderen britischen Kanälen gezeigt wird.

Snowden-W13-gesper-Video

Channel 4 hatte in den vergangenen Jahren bereits mit Weihnachtsansprachen des damaligen iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, einer Muslimin mit Gesichtsschleier oder der Comic-Figur Marge Simpson provoziert.

Orwells Vision „nichts im Vergleich zur heutigen Situation“

„Vor kurzem haben wir erfahren, dass die Regierungen gemeinsam ein System der weltweiten Massenüberwachung geschaffen haben, das alles sieht, was wir machen“, beginnt Snowden seine Ansprache.

Der Autor des Science-Fiction-Romans „1984“, George Orwell, habe „die Menschen vor den Gefahren dieser Art von Informationen gewarnt“, fährt Snowden fort. Die von Orwell dargestellten Überwachungsmethoden durch Kameras und Mikrofone seien jedoch „nichts im Vergleich mit der heutigen Situation“, ergänzte Snowden.

 „Ein heute geborenes Kind wird nicht mehr wissen, was Privatleben ist“, fügte Snowden hinzu. „Es wird nicht mehr wissen, was ein Moment Privatsphäre bedeutet, einen Gedanken zu haben, der weder aufgenommen wurde, noch analysiert. Das ist ein Problem, denn das Privatleben ist wichtig, das Privatleben hilft uns zu bestimmen, wer wir sind und wer wir sein wollen.“

Der frühere Angestellte des Beratungsunternehmens Booz Allen Hamilton war für den US-Geheimdienst NSA tätig und hatte Zugriff auf vertrauliche Informationen über die Spähprogramme des Geheimdienstes. Ende Mai setzte er sich mit den Geheimdokumenten von seinem damaligen Dienstort Hawaii in die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong ab. Dort begann er Anfang Juni damit, Unterlagen über die systematische Überwachung des Internets und das Ausspähen von Telefonverbindungen an Medien weiterzugeben.

Fotostrecke

Snowdens Enthüllungen sorgten weltweit für Empörung. Die US-Justiz erließ gegen Snowden einen internationalen Haftbefehl wegen Spionage.

Er floh nach Russland. Am 1. August gewährte ihm Moskau vorläufig für ein Jahr Asyl. Dort entstand laut dem „Guardian“ auch die Aufzeichnung der Weihnachtsansprache in Zusammenarbeit mit der Filmemacherin Laura Poitras, die bereits bei den NSA-Enthüllungen eng mit Snowden kooperierte. Es handelt sich um den ersten TV-Auftritt des Whistleblowers seit Mai.

fdi/AFP/dpa

http://www.spiegel.de/politik/ausland/snowden-fordert-in-weihnachtsansprache-ende-der-massen-ueberwachung-a-940818.html

Gruß Hubert

Veröffentlicht 26. Dezember 2013 von hubert wenzl in Politik

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