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Twitterstreit – May schlägt zurück   Leave a comment

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Islamkritik ist in Ordnung, wie JEDE Religionskritik, aber sie muss immer objektiv sein und darf nicht mit Hassbotschaften, wie sie Rechte propagieren, durchsetzt sein. Man muss bei den Fakten bleiben und darf nicht Lügen verbreiten um Stimmung zu machen und Ängste zu schüren. Aber es ist ja nichts Neues, dass es Rechte mit der Wahrheit nicht so genau nehmen, wenn sie mit einer Sache Stimmung machen können. Eine von Vorurteilen geladene Rhetorik wie sie die extremen Rechten anwenden bringt in der Sache einer Kritik nicht weiter. Trump redet von radikalen Islamisten – ja die gibt es ohne Frage – aber wenn wir schon beim Wort radikal sind, radikal ist Trump auch, wenn es um den weißen Mann geht, oder wenn er sich nicht von Neonazis distanziert. Dass Rechte in Europa aller möglichen Schattierungen diesen Trump gut finden spricht auch Bände.

Aber jetzt zum Streit zwischen Trump und May. Sie hatte sich ja noch beim ersten Treffen zwischen ihnen in den USA noch so lieb – sie war ja der erste ausländische Staatsgast, die Trump ihre Aufwartung machte. Aber man muss sich nicht wundern, dass sich Leute von Trump abwenden… bei seinen Manieren und bei seiner Unberechenbarkeit. Auch das Verhältnis mit Putin ist ja nicht mehr gut. Außerdem feuert er andauernd seine „Untergebenen“, der nächste wird wohl Außenminister Tillerson sein. Sollte Trump Tillerson entlassen, wäre es die wichtigste Personalie seit dem Amtsantritt im Jänner. Trump hat aber schon hochrangige Vertreter seines Regierungsapparates gefeuert, darunter den Stabschef, den nationalen Sicherheitsberater und den FBI-Direktor.

Geschichten, wie jetzt mit May, liefert der America-First-Präsident ja am laufenden Band. Man würde sich ja direkt wundern, wenn mal eine Woche bei ihm nichts wäre.

Aus tagesschau.de

Twitterstreit von Trump und May

Die Premierministerin schlägt zurück

Die britische Premierministerin lässt Trumps Twitter-Attacke nicht auf sich sitzen. May kritisierte den US-Präsidenten erstmals direkt – es geht um seine Weiterverbreitung von islamfeindlichen Videos.

Im Streit um das Weiterleiten von Videos einer rechtsgerichteten britischen Gruppierung durch Donald Trump hat sich nun die britische Premierministerin Theresa May selbst mit scharfer Kritik an den US-Präsidenten gewandt. „Meine Haltung ist sehr deutlich, dass das Retweeten von ‚Britain First‘ falsch ist“, erklärte May. Man habe trotz der Zusammenarbeit keine Angst davor, die USA sehr deutlich auf Fehler hinzuweisen, fügte sie hinzu.

Zuvor hatte Mays Regierungssprecher Trump kritisiert, weil er islamfeindliche Botschaften über Twitter verbreitet hatte. Daraufhin reagierte Trump mit einer Twitter-Botschaft, die er direkt an die britische Premierministerin richtete.

Donald J. Trump @realDonaldTrump

.@Theresa_May, don’t focus on me, focus on the destructive Radical Islamic Terrorism that is taking place within the United Kingdom. We are doing just fine!

30.11.2017 02:02 Uhr via

„Beschäftigen Sie sich nicht mit mir, beschäftigen Sie sich mit dem zerstörerischen radikalen islamistischen Terrorismus“, hatte Trump in seiner Botschaft geschrieben.

Trump teilt islamfeindliche Videos der Nationalisten von „Britain First“.

„Muslim zerstört Statue der Jungfrau Maria“

Die britische Regierung hatte Trump scharf kritisiert, weil der US-Präsident auf seinem Twitteraccount Videos einer rechtsextremen britischen Aktivistin verbreitet hatte. Sie stammen von Jayda Fransen, der Vizechefin der Gruppierung „Britain First“, und tragen Titel wie „Muslim zerstört Statue der Jungfrau Maria“.

Der Sprecher der britischen Premierministerin kritisierte die Entscheidung des Präsidenten, die Videos an seine 44 Millionen Follower zu verbreiten, als „falsch“: „Britain First“ versuche die Gesellschaft zu spalten, verbreite Lügen und heize Spannungen an. „Die Briten lehnen die mit Vorurteilen geladene Rhetorik der extremen Rechten ab, die den Werten dieses Landes widersprechen.“

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Theresa May und Donald Trump | Bildquelle: dpa

May und Trump beim G20-Gipfel in Hamburg. Für 2018 ist ein Besuch Trumps in London geplant.

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Scharfe Kritik an Trump

Chuka Umunna, Abgeordneter der sozialdemokratischen Labour-Partei, forderte, Trumps geplanten Besuch in Großbritannien für 2018 abzusagen.

Die Einladung an Trump bleibe bestehen, betonte May bei einem Besuch in Amman (Jordanien). „Die Einladung für einen Staatsbesuch ist ausgesprochen und sie wurde akzeptiert. Wir müssen noch einen Termin festsetzen“, sagte May.

Auch in den USA wuchs die Kritik an Trump. Der unabhängige Senator Angus King aus dem Bundesstaat Maine erklärte, das Retweeten der Videos mache „überhaupt keinen Sinn“. „Es verunglimpft Menschen auf der ganzen Welt“, sagte King. Es setze ferner die Beziehungen zu wichtigen US-Verbündeten im Nahen Osten aufs Spiel.

Videos stammen aus Ägypten, Syrien und den Niederlanden

Jayda Fransen, die 53.000 Twitter-Follower hat, hatte sich „erfreut“ über Trumps Retweets gezeigt. Auch das Weiße Haus verteidigte Trump. Der Präsident habe mit den Retweets sagen wollen, dass er für starke Grenzen und eine starke Nationale Sicherheit sei. Auf die Frage, ob Trump den Inhalt von Videos nicht besser prüfen sollte, bevor er sie weiter verbreite, sagte Huckabee Sanders: „Egal, ob es ein echtes Video ist, die Bedrohung ist echt.“

(Anmerkung: Typisch wieder für rechte Strategien, egal ob wahr oder nicht, es gilt die Devise: Der Zweck heiligt die Mittel)

Recherchen der Nachrichtenagentur AP ergaben, dass das erste Video 2013 in Ägypten bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen rund um die Absetzung des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi aufgenommen wurde. Die Täter wurden zum Tode verurteilt.

Die zweite Aufnahme stammt nach Angaben des Memri-Instituts in den USA ebenfalls von 2013, wurde in Syrien gemacht und vom Al-Kaida-Ableger Nusra-Front verbreitet. Das dritte Video kursierte im Mai dieses Jahres in den Niederlanden, wie die Zeitung „De Telegraaf“ berichtete.

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Twitterstreit – May schlägt zurück

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Zu „Britain First“ und dessen Ausrichtung:

Seit 2014 ist Paul Golding Vorsitzender. Vizevorsitzende ist Jayda Fransen.
Ausrichtung: Rechtsextremismus, Nationalismus, Christlicher Fundamentalismus, EU-Skepsis, Islamfeindlichkeit
https://de.wikipedia.org/wiki/Britain_First

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Ganz gefährlich ist die Mischung von Rechtsextremismus, Nationalismus und jeder Art von religiösem Fundamentalismus. Siehe Israel, dort halt mit jüdischen Fundamentalismus.

Eine Kostprobe:

Israels früherer Oberrabbiner Mordechai Elyahu rief 2007 die israelische Armee dazu auf, an den Palästinensern einen Massenmord zu begehen. Er sagte mit fanatischer Ausdruckweise: ‚Wenn sie ihre Gewalt nicht stoppen, nachdem wir 100 getötet haben, dann müssen wir 1000 töten. Und wenn sie nach 1000 immer noch nicht aufhören, dann müssen wir 10 000 töten. Und wenn sie auch dann nicht damit aufhören , müssen wir 100 000 töten, oder sogar eine Million oder noch mehr …’
http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=8539&lg=de

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Gruß Hubert