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Die Macht der Sprache   2 comments

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Die Neurolinguistin Elisabeth Wehling sagte schon am 04. Oktober 2016 voraus, warum sogar Arbeitslose, Frauen und Einwanderer Donald Trump wählen werden – obwohl er gegen sie hetzt. Sehr interessant auch wie sie die Macht der Worte erklärt und wie manipulativ man Sprache verwenden kann. Entscheidend ist auch das Bauchgefühl.

Aus der ZEIT ein Interview mit Elisabeth Wehling

Die Neurolinguistin Elisabeth Wehling weiß, warum sogar Arbeitslose, Frauen und Einwanderer Donald Trump wählen werden – obwohl er gegen sie hetzt.

Sie habe einen „krassen Jetlag“, sagt Elisabeth Wehling, als sie sich in einem Restaurant auf einen Aluminiumstuhl setzt. Gestern hatte sie noch einem Termin in Washington, nun besucht sie für ein paar Tage ihre Eltern in Hamburg-Bergedorf. Um sich für das Interview wach zu halten, habe sie den ganzen Tag „Tatort“ geguckt.

ZEIT CAMPUS: Frau Wehling, Sie erforschen, wie Sprache Menschen beeinflusst. Können Sie mich manipulieren?

Elisabeth Wehling: Wenn ich mit diesem Ziel zum Gespräch gekommen wäre, dann ja. Sprache kann uns stark beeinflussen, wie wir denken, wie wir fühlen, sogar wen wir wählen.

ZEIT CAMPUS: In einem Interview haben Sie einmal gesagt …

Wehling: … das habe ich nie gesagt. (lacht)

ZEIT CAMPUS: … Donald Trump spreche wie ein Viertklässler.

Wehling: Das war das Ergebnis einer Studie aus unserem Forschungsteam, die das Sprachniveau von Politikern untersucht hat. Trump war auf dem Level eines Grundschülers. Auf den ersten Blick könnte man denken: Ach, der redet für Dumme, wahrscheinlich ist er selbst ein bisschen dumm. Ist er aber nicht.

ZEIT CAMPUS: Lassen Sie mich raten – alles Strategie?

Wehling: Ganz genau. Donald Trump benutzt fast nur Wörter der „basic level cognition“. Das sind solche, die wir als Kind als Erste lernen. Zum Beispiel sagt er nicht: Wir werden die Migration aus Mexiko eindämmen, sondern: Wir bauen eine Mauer. Da haben wir sofort ein Bild vor Augen.

ZEIT CAMPUS: Wenn Sie mich manipulieren wollten, wie würden Sie das machen?

Wehling: Ich könnte Ihnen zum Beispiel suggerieren, dass eine bestimmte politische Meinung besonders gut ist. Das geht über sogenannte Frames, Sprachbilder, die unser Gehirn mit einer Bedeutung verknüpft. Nehmen wir das Wort Schmutz. Wenn ich „schmutzige Steueraffäre“ sage, simuliert Ihr Gehirn automatisch Ekel. Als würden Sie einen üblen Geruch riechen oder hören, wie jemand sich übergibt. Wörter können Gefühle erzeugen.Das kann man nutzen, auch im Wahlkampf.

ZEIT CAMPUS: Ein Beispiel?

Wehling: Trump nennt Clinton „crooked Hillary“ – „gekrümmte Hillary“. Damit stellt er sie als unmoralisch dar. Krummer Hund, ein krummes Ding drehen, einknicken – Sie kennen die Metaphern. Da ist es völlig egal, ob man mit Trumps Meinung übereinstimmt oder nicht, das prägt sich ein.

ZEIT CAMPUS: Fakten sind unserem Gehirn egal, solange jemand gute Reden hält?

Wehling: Es geht darum, wie man die Fakten interpretiert. Selbst wenn wir alle dieselben Informationen kennen, haben wir völlig unterschiedliche Auffassungen davon, welchen gesellschaftlichen Auftrag sie mit sich bringen. Denn wir haben andere Vorstellungen davon, was gut und was schlecht ist.

ZEIT CAMPUS: Sprechen Politiker deshalb so häufig über Werte?

Wehling: Ja, der politische Streit ist immer ein moralischer. Grundsätzlich stehen sich dabei zwei Weltsichten gegenüber: die konservative und die progressive. In Amerika ist das sogar relativ sauber getrennt, in Republikaner und Demokraten.

ZEIT CAMPUS: Wie kommt das?

Wehling: Jeder Mensch hat einen bestimmten Wertekompass. Das liegt daran, wie wir aufwachsen. Als Kind erfahren wir zum ersten Mal, was es bedeutet, „regiert“ zu werden. Deshalb werden auch in der politischen Sprache so häufig Metaphern der Familie verwendet: Vaterland, Schwesterpartei, Gründerväter. Wenn Sie mir sagen, wie für Sie die ideale Familie aussieht, kann ich Ihnen sagen, ob Sie eher konservativ oder eher progressiv sind.

ZEIT CAMPUS: Okay, probieren Sie es.

Wehling: In Ihrer perfekten Familie, wie sollten die Eltern ihre Kinder erziehen?

ZEIT CAMPUS: Mal überlegen. Die Eltern sollten den Kindern beibringen, dass sie ein schönes Leben haben können, aber nicht, indem sie anderen schaden.

Wehling: Also Ermächtigung durch Selbsterfüllung? Und eher Kooperation als Wettkampf? Oder zumindest Selbstverwirklichung nicht auf Kosten anderer? Damit sind Sie der klassische progressive Typ. In Ihrem Wertemodell soll der Staat Menschen ermöglichen, sich zu entwickeln. Sie sollen sich bilden können, nicht in Armut leben, im Krankheitsfall versorgt sein. Sie dürfen heiraten, wen sie wollen, werden nicht rassistisch behandelt, als Frau nicht abgewertet. Der Mensch steht an erster Stelle, und die Gemeinschaft kümmert sich darum, Schaden von ihm abzuwenden.

ZEIT CAMPUS: Wenn alle so ein klares Weltbild haben, was bringt Wahlkampf überhaupt?

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Die Macht der Sprache

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Seite 2/2:

„Sie entscheiden nach ihrem ideologischen Bauchgefühl“

Wehling: Er will zeigen, dass es mit ihm keine Political Correctness gibt. Einmal hat er einen behinderten Journalisten nachgeäfft. Ein anderes Mal sagte er: Wenn es den Schwarzen in Amerika nicht gefällt, sollen sie zurück nach Afrika gehen. Wer jetzt annimmt, sie würden ihn deshalb nicht wählen, liegt falsch.

ZEIT CAMPUS: Wie bitte?

Wehling: Wenn sie streng konservativ sind, werden sie Trump ihre Stimme geben, obwohl seine Politik ihnen schaden kann. Aus dem gleichen Grund, aus dem nicht alle Gutverdiener für niedrige Steuern sind. Ein Beispiel: Ein wichtiger Wert im konservativen Wertemodell ist das Eigeninteresse. Trump stilisiert sich als der Typ mit Trump Tower, Trump Entertainment, Trump University. Darum wählen ihn auch arme Menschen. Weil sie sagen: Ich will mich auch hochkämpfen, keiner soll für mich entscheiden. Menschen wählen nicht das, was für sie am besten ist. Sie entscheiden nach ihrem ideologischen Bauchgefühl.

 ZEIT CAMPUS: Trump hat vor einer Weile eine Rede zum Waffengesetz gehalten, die manche als Aufruf zur Gewalt gegen Clinton interpretiert haben. War das auch geplant?

Menschen wählen nicht das, was für sie am besten ist

Wehling: Das war wohl eher nicht abgesprochen, passt aber zur Strategie seines Kampagnenteams: „Donald, do you“ – „Donald, sei du selbst.“ Aus Studien wissen wir: Neben Werten überzeugt Menschen vor allem Authentizität. Trump ist ein Rowdy, aber ein authentischer.

ZEIT CAMPUS: Man könnte ihn auch für eine Witzfigur halten.

Wehling: Natürlich hat Trump nicht den Look eines Präsidenten. Aber in Amerika gibt es fast nichts Überzeugenderes als Reichtum. Ergibt ja auch Sinn in einem Land, in dem man nur mit Geld an Bildung, Medizin, Altersvorsorge kommt. Wenn Trump mit seinem Hubschrauber fliegt und sagt: Du kannst nie gierig genug sein!, ist es immer noch witzig, dass er diese Frisur hat, aber es ist zweit-, dritt-, viertrangig. Die Geldkarte zieht.

Hier weiterlesen:

http://www.zeit.de/campus/2016/06/sprache-politiker-hillary-clinton-linguistik-elisabeth-wehling/seite-2

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 6. Februar 2017 von hubert wenzl in Politik, Uncategorized

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Trump macht Abtreibungsgegnern große Hoffnungen auf schärfere Gesetze   1 comment

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Egal wer ein Land anführt, ich bin in der Regel immer gegen Konservative. Vor allem, wenn das Konservative mit Religion verquickt ist. Ich will Veränderung und keine Besitzstandsbewahrer. Es braucht Progressive für Veränderungen und keine Ewiggestrigen. Es braucht Demokraten und keine Autokraten (mit Regeln, die ihnen selbst am meisten nützen). Die Gesellschaft muss sich weiter entwickeln und nicht stehen bleiben. Bei den Abtreibungsgegnern sind sehr viele die religiös fundamentalistisch eingestellt sind. Wenn es Krieg gibt haben sie nicht viel dagegen einzuwenden. Auch der Waffenbesitz stört sie nicht. Aber wehe, wenn sich eine Frau für eine Abtreibung entscheidet. Es sollte schon dem Gewissen einer Frau überlassen sein, wenn sie zu dieser Überlegung kommt. Aus leichtfertigen Gründen tut das wohl keine Frau.
Bekannt als Organisation für Abtreibungsgegner ist die „Pro Life“-Bewegung.

Trump macht jetzt diesen Abtreibungsgegnern Hoffnung, nicht zuletzt auch dadurch dass er einen konservativen Richter am Supreme Court ernennen will. Aber es hätte noch einen schlimmeren als Trump gegeben, nämlich Ted Cruz.

Ted Cruz ist gefährlicher als Trump weil er erzkonservativ, Spross einer evangelikalen Bewegung und felsenfest überzeugt ist von seinem Glauben und seiner Ideologie. So führte er zum Beispiel Krieg gegen die Krankenversicherung von Obama mit einer Vehemenz sondergleichen. Trump würde die Politik durcheinander wirbeln, Cruz aber für eine Ordnung sorgen, die einfach nur gruselt. Populismus, Konservatismus und Religion das ist das Rezept von Ted Cruz. Eine sehr gefährliche Mischung.

Trump hat keine feste Ideologie, er wechselt Ansichten und Wahrheiten wie sein Jackett. Cruz dagegen ist ein einsamer Wolf, der wirklich dem Staat mit tiefster Skepsis gegenübersteht.

Auszug aus der ZEIT

Erst vor wenigen Tagen hatte der neue US-Präsident staatliche Zuschüsse für Organisationen, die im Ausland Frauen zu Familienplanung und Schwangerschaftsabbrüchen beraten, beendet. Der neue Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, hatte dazu gesagt, diese Entscheidung sollte niemanden überraschen: „Ich denke, der Präsident hat kein Geheimnis daraus gemacht, dass er ein Pro-Life-Präsident sein wird.“
Auch Conway äußerte vor den Demonstrationsteilnehmern Sympathiebekundungen: „Wir hören euch, wir sehen euch, wir respektieren euch und wir arbeiten mit euch zusammen!“

[…]
Die March-for-Life-Demonstranten gehören teilweise der Pro-Life-Bewegung an, die Schwangerschaftsabbrüche auch vor der 12. Woche als Mord ansieht. Die Pro-Life-Anhänger protestieren in den USA regelmäßig vor Familienplanungszentren, die auch Schwangerschaftsabbrüche vornehmen und verteilen Broschüren an schwangere Frauen.

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-01/march-for-life-washington-abtreibungsgegner-mike-pence

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Die Liebe der Abtreibungsgegner für den Ehebrecher Trump

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Demonstranten der „Pro Life“-Bewegung versammeln sich beim jährlich stattfindenden „March for Life“ auf der National Mall.(Foto: AFP).

US-Präsident Trump wird einen Richter an den Supreme Court schicken, der Frauenrechte beschneiden soll. Die „Pro Life“-Bewegung freut sich: Ihr Einfluss wächst.

Mike Pence weiß, dass sein Auftritt historisch ist. Er stehe „voller Demut“ auf der Bühne, ruft der Republikaner: „Es ist eine große Ehre, als erster Vizepräsident an diesem Treffen teilzunehmen.“ Der Jubel ist riesig, denn die Teilnehmer des „March for Life“ wissen, was Pence‘ Rede bedeutet. Seit 1974 versammeln sich Hunderttausende Abtreibungsgegner Ende Januar in Washington, um gegen das Roe v. Wade-Urteil zu protestieren, das Frauen das Recht auf Abtreibung garantiert. Bisher waren diese Treffen allen konservativen Präsidenten zu heikel: George W. Bush etwa schickte seine Grüße nur per Videobotschaft. Auch hier bricht Donald Trump mit seinen Vorgängern. Er schickt seinen Stellvertreter.

In Trumps Namen ruft Pence also: Life is winning in America. Damit nutzt der 57-Jährige das Erfolgsrezept der Abtreibungsgegner, denn die Bewegung hat sich erfolgreich als Pro Life definiert, während die Gegenseite Pro Choice genannt wird. In den Augen der Linguistin Elisabeth Wehling ist dies ein großer Nachteil für die Liberalen: Der Begriff „Auswahl“ (choice) spiele „auf die Konsumwelt an, da geht es nicht um grundlegende Werte“. Und wer gegen „Leben“ (life) sei, der befürworte den Tod beziehungsweise das Töten, so Wehling zur SZ.

Zu den Strategen, die dieses Marketing etablierten, gehört Kellyanne Conway. Seit ihrem „Alternative Fakten“-Interview ist die Trump-Beraterin weltbekannt, doch zuvor bestand ihr Job darin, Umfragen für christliche Gruppen und konservative Politiker durchzuführen und diese zu beraten. Wie Pence muss sich die Katholikin Conway in diesem Milieu nicht verstellen. Ihre Sätze wie „Ich bin zuallererst Ehefrau und Mutter“ werden bejubelt. Sie lässt keine Zweifel, dass das Trump-Team in den Abtreibungsgegnern Verbündete sieht: „Wir hören euch. Wir sehen euch. Wir respektieren euch und wollen mit euch zusammenarbeiten.“

Trump muss einen konservativen Supreme-Court-Richter durchsetzen

Mit Genugtuung sah die Pro Life-Bewegung, dass Trump die „Mexico City“-Politik durchsetzte, wonach ausländische Organisationen nur US-Entwicklungshilfe erhalten, wenn sie Frauen nicht in Bezug auf Abtreibungen informieren, beraten und auch keine Schwangerschaftsabbrüche anbieten. Am Dienstag muss Trump nun erneut liefern: Um 20 Uhr Ortszeit gibt er bekannt, wen er als Nachfolger der konservativen Ikone Antonin Scalia fürs Oberste Gericht nominiert.

Stets hat Trump versprochen, nur Juristen an den Supreme Court zu schicken, die gegen Roe v. Wade sind und die Top-Kandidaten erfüllen das Kriterium. Ob ein Hardliner im Senat eine Mehrheit findet, ist offen; aber Trump muss den weißen Evangelikalen beweisen, dass er Wort hält. Diese streng religiöse Gruppe bildet den harten Kern der Pro-Life-Bewegung. Und sie war auch unabdingbar für Trumps Wahlerfolg: 81 Prozent der Evangelikalen stimmten für den Ehebrecher und zweifach geschiedenen Milliardär. So einen Wert schaffte nicht mal der wiedergeborene Christ George W. Bush.

[…]

Andere Besucher wie Annette Saunders äußern sich in Interviews noch eindeutiger: Es ging ihr bei der Präsidentschaftswahl nur um den Supreme Court. „Ich habe das Gefühl, dass Gott mir befohlen hat, Trump zu wählen. Er ist pro life und Mike Pence garantiert das“, gab die 60-Jährige zu Protokoll. In Trumps Kabinett gibt es noch andere Männer, die vielen in der religiösen Rechten gefallen: der designierte Wohnungsbauminister Ben Carson, Bald-Justizminister Jeff Sessions, CIA-Chef Mike Pompeo, Sicherheitsberater Michael Flynn und Ex-Breitbart-Chef Stephen Bannon sind allesamt sehr gläubig. Die drei letztgenannten sehen die Christen weltweit in einem Krieg gegen den Islam.

Von Matthias Kolb, Washington

Hier weiterlesen:

Trump macht Abtreibungsgegnern große Hoffnungen auf schärfere Gesetze

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Aus der ZEIT

Ein Posten im neunköpfigen Richterkollegium des Supreme Court ist derzeit unbesetzt. Es wird erwartet, dass Trump einen Konservativen dafür nominiert.

Erst vor wenigen Tagen hatte der neue US-Präsident staatliche Zuschüsse für Organisationen, die im Ausland Frauen zu Familienplanung und Schwangerschaftsabbrüchen beraten, beendet. Der neue Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, hatte dazu gesagt, diese Entscheidung sollte niemanden überraschen: „Ich denke, der Präsident hat kein Geheimnis daraus gemacht, dass er ein Pro-Life-Präsident sein wird.“

Auch Conway äußerte vor den Demonstrationsteilnehmern Sympathiebekundungen: „Wir hören euch, wir sehen euch, wir respektieren euch und wir arbeiten mit euch zusammen!“

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-01/march-for-life-washington-abtreibungsgegner-mike-pence

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Nachtrag noch zum konservativen Richter Neil Gosuch, den Trump zum Verfassungsrichter ernennen will.

Aus Tagesschau.de
Neil Gorsuch ist erst 49 Jahre alt. Er ist damit der jüngste Verfassungsrichter in den USA.

Da dies eine lebenslange Berufung ist, wird er mit seiner Stimme Urteile treffen, die das Leben von Millionen Menschen heute und in Zukunft beeinflussen wird. Die Nominierung eines Verfassungsrichters sei eine der wichtigsten Aufgaben eines Präsidenten, so Trump: „Seine Amtszeit kann 50 Jahre dauern und seine Entscheidungen können ein Jahrhundert oder länger anhalten.“
[…]
Gorsuch gilt als jemand, der sich streng an das Wort der Verfassung hält und sie nicht zeitgemäß interpretiert. Er verteidigt religiöse Werte. Als Richter in Colorado hat er geurteilt, dass Firmen nicht für eine Krankenversicherung zahlen müssen, die Verhütung enthält.

[…]
Skepsis bei den Demokraten

Neil Gorsuch, der Neuling, muss noch vom US-Senat bestätigt werden. Die Demokraten haben schon angekündigt, er müsse mit einer harten Anhörung rechnen. Die Republikaner hatten sich im vergangenen Jahr geweigert, den Kandidaten von Präsident Obama überhaupt anzuhören. Jetzt könnten die Demokraten Rache nehmen und den Wunschkandidaten von Präsident Trump durch Dauerreden blockieren. Um das zu verhindern, brauchen die Republikaner 60 Stimmen im Senat, sie haben aber nur 52. Das heißt, sie brauchen auch die Stimmen der Demokraten. „Jeder von Präsident Obama Nominierte brauchte 60 Stimmen, das soll jetzt auch für den Kandidaten von Präsident Trump gelten“, so der demokratische Senator Richard Blumentahl. Es wird also wohl für Trump nicht ganz einfach werden, seinen neuen Richter durchzubringen.

http://www.tagesschau.de/ausland/gorsuch-105.html

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Dabei hatte Papst Franziskus noch die Vergebung für Abtreibung im Heiligen Jahr versprochen (ich weiß nicht mehr genau, glaube es endete im Dezember 2016).

Heiliges Jahr 2016 – freie Fahrt für Abtreibung

Priester dürfen Abtreibung vergeben

Katholische Vergebung für Abtreibung? Was bisher nur in Ausnahmen möglich war, soll im kommenden, sogenannten Heiligen Jahr, jedem Priester erlaubt sein. Denn „die Vergebung Gottes könne niemandem versagt werden“, entschied Papst Franziskus.

Papst Franziskus | Bildquelle: AP

Erlaubt ein Jahr lang kirchliche Vergebung für Abtreibung: Papst Franziskus

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Gruß Hubert

 

Trump und sein Stab   12 comments

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Noch nicht lange im Amt sickern schon Indiskretionen aus Trumps innerem Kreis durch.

Aus tammox2

Trumpologiefolgenabschätzung

Das ist schon außerordentlich irre, was letzte Woche aus Trumps innerem Kreis geleakt wurde.

Der Mann werde zunehmend wahnsinniger und glotze lieber Fernsehen, statt zu arbeiten.

[….] Unter Berufung auf eine anonyme, jedoch dem Präsidenten nahestehende Quelle war bei «Politico» zu lesen, Trumps Mitarbeiter versuchten «seine schlimmsten Impulse» ebenso zu kontrollieren wie Informationen, die den Präsidenten «womöglich in Wut versetzen». Außerdem langweile sich Trump schnell und schaue deshalb zu viel TV. [….]

(Tagesanzeiger, 24.01.2017)

Der 45. US-Präsident kümmert sich also nicht nur nicht um Fakten, sondern ist auch noch stinkend faul und ungebildet.

Nur so läßt sich erklären, daß er bei vielen seiner executive orders offenbar nicht weiter als bis zur Nasenspitze gedacht hat.

20% Strafzölle auf mexikanische Importe?

Handelskrieg mit Mexico?

Ja, Mexico exportiert mehr in die USA, als umgekehrt. Diesbezüglich hat die USA tatsächlich ein Handelsbilanzdefizit, aber die US-Exporte zum südlichen Nachbarn sind erheblich.

U.S. goods and services trade with Mexico totaled an estimated $583.6 billion in 2015. Exports were $267.2 billion; imports were $316.4 billion. The U.S. goods and services trade deficit with Mexico was -$49.2 billion in 2015.

Mexico is currently our 3rd largest goods trading partner with $531 billion in total (two way) goods trade during 2015. Goods exports totaled $236 billion; goods imports totaled $295 billion. The U.S. goods trade deficit with Mexico was $58 billion in 2015. [….]

(Office of the US Trade Representative)

Man braucht wirklich nicht VWL studiert zu haben, um zu erkennen, daß ein 20%-Strafzoll für den US-Konsumenten Produkte im Wert von über 300 Milliarden Dollar drastisch teurer machen würde.

Zudem dürfte Mexico mit ähnlichen Strafzöllen reagieren, so der Export von US-Waren im Wert von mehr als 280 Milliarden Dollar drastisch erschwert würde.

Die US-Handelskammer spricht daher von fünf Millionen US-Arbeitsplätzen, die in Gefahr wären.

Protektionismus und möglicherweise Handelskriege sind daher keine Frage der ökonomischen Ideologie mehr. Linke und Rechte, Keynsianer und Neoliberale lehnen Strafzölle daher gleichermaßen ab und wollen den internationalen Handel erleichtern.

Die gegenteilige Politik, die Trump anstrebt, speist sich daher nur aus destruktiv-nationalistischem Abtrieb und purer Dummheit. Trump versteht einfach nichts von Volkswirtschaft.

Der Immobilien-Tycoon Trump macht bei jeder Gelegenheit deutlich, dass er die USA künftig wie ein Unternehmen führen will. Die Handelsbilanz des Staates setzt er mit der Bilanz eines Unternehmens gleich. Ist sie negativ, macht der Staat Miese, ist sie positiv, schreibt er Gewinne. „Wir verlieren eine ungeheuerliche Summe an Geld. Statistiken belegen, es sind 800 Milliarden Dollar in einem Jahr im Handel“, sagte er einmal während des Wahlkampfes der „New York Times“.

Für Dougas Irwin, Handelsexperte und ehemaliges Mitglied der Reagan-Administration, hinkt Trumps Vergleich jedoch. „Während ein Unternehmen nicht unendlich Geld verlieren kann, kann ein Land unendlich lange ein Handelsdefizit aufweisen, ohne Abstriche an seiner guten Verfassung zu machen“, zitiert CNN Money aus einem Beitrag für das Magazin „Foreign Affairs“. Als Beispiel führt Irwin Australien an. Der Kontinent hat zwar seit Jahrzehnten ein Handelsdefizit, weist aber seit 25 Jahren keine ökonomische Rezession. Umgekehrt weist Japan häufig einen Handelsbilanzüberschuss auf, aber die Wirtschaft stagniert seit Jahrzehnten.

[….] Langfristig würde das Wirtschaftswachstum der USA sinken. Die US-Exporteure werden durch die Handelsbarrieren der USA weniger verdienen, die Investitionen zurückgehen und die Verbraucherpreise steigen, prognostizieren die Experten. Ihren Anteil daran dürften dann auch die höheren Produktionskosten in den USA haben, weil Waren nicht mehr im Niedriglohnland Mexiko hergestellt werden. [….]

(NTV, 11.01.2017)

Der nächste Schritt ist ebenfalls vorhersehbar.

China guckt sich derzeit ganz genau an, wie sich der US-Präsident gegenüber Mexico verhält. Schließlich hatte Trump im Wahlkampf die Volksrepublik noch viel schärfer angegriffen.

Sollte das Weiße Haus ähnliche Schritte gegenüber Peking einleiten, stünden ganz andere Dimensionen zur Disposition.

U.S. goods and services trade with China totaled an estimated $659.4 billion in 2015. Exports were $161.6 billion; imports were $497.8 billion. The U.S. goods and services trade deficit with China was $336.2 billion in 2015.

China is currently our largest goods trading partner with $598 billion in total (two way) goods trade during 2015. Goods exports totaled $116 billion; goods imports totaled $482 billion. The U.S. goods trade deficit with China was $366 billion in 2015.

Trade in services with China (exports and imports) totaled an estimated $61.3 billion in 2015. Services exports were $45.4 billion; services imports were $15.9 billion. The U.S. services trade surplus with China was $29.5 billion in 2015.

According to the Department of Commerce, U.S. exports of goods and services to China supported an estimated 251 thousand jobs in 2014 (latest data available) (678 thousand supported by goods exports and 273 thousand supported by services exports). […..]

(Office of the US Trade Representative)

Die USA sind natürlich eine ökonomische Supermacht.

Aber die Exporte allein nach China und Mexico machen rund 450 Milliarden US-Dollar aus.

Man muß so irre wie Trump sein, um zu glauben, die USA könnten so einen Handelseinbruch unbeschadet überstehen.

Es geht um gewaltige Warenströme.

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Strafzölle kann ein großes Land gegen ein kleines Land durchsetzen, welches keine anderen Alternativen hat.

In China gibt es aber inzwischen aber eine unfassbare Anzahl von 1,5 Millionen Millionären, die extrem konsumfreudig sind.

Sie kaufen vor allem Flugzeuge, Autos und Maschinen aller Art aus den USA.

Falls es Herr Trump noch nicht weiß, so sollte ihm gesagt werden, daß derlei Produkte auch in Europa hergestellt werden.

Zudem drängt Trump die EU durch seinen TPP-Ausstieg, der ohnehin China ökonomisch stärkt, in den asiatischen Raum.

Trump kann Europas Chance sein

[….] Beim Handel zeigt Trump protektionistische Züge. So hat er ausländischen Unternehmen wie etwa BMW, die ihre Produkte anderswo herstellen und in den USA verkaufen, mit heftigen Strafzöllen gedroht. Ob er das wahrmacht, ist offen – zumal Europa die Mittel hätte, hart zurückzuschlagen.   Eine Chance für Europa könnte sich aber durch Trumps Isolationismus bieten. Kaum im Amt, hat Trump den Ausstieg der USA aus dem transpazifischen Handelsabkommen TPP beschlossen – obwohl das zur Stärkung Chinas beitragen dürfte. Zudem deutet vieles darauf hin, dass die rasant wachsende Mittelschicht Asiens die Nachfrage nach hochwertigen Produkten steigern wird – und die kann Europa liefern.

Schon vergangenen Freitag, drei Tage vor Trumps Entscheidung gegen TPP, schickte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström eine Einladung an Japans Außenminister Fumio Kishida: Er solle noch vor dem Besuch von Premierminister Shinzo Abe im März nach Brüssel kommen. Sie sei sicher, schrieb Malmström, dass man „eine ehrgeizige Vereinbarung“ erreichen könne. Der FDP-Europaabgeordnete Michael Theurer will noch mehr. Wenn die EU ohnehin schon mit Japan, Australien und Neuseeland über bilaterale Handelsverträge rede, könne man auch gleich über „ein Arrangement mit dem gesamten Pazifiknetzwerk“ nachdenken, so Theurer. „Die EU sollte unbedingt prüfen, ob sie nicht statt der USA als Partner bei TPP einsteigen kann.“ [….]

(Markus Becker, 26.01.2017)

Hier weiterlesen:

Trump und sein Stab

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 29. Januar 2017 von hubert wenzl in Politik, Uncategorized

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Gregor Gysi und wie man bei Trump auftreten sollte   Leave a comment

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Ich stimme ja Gysi nicht immer zu, aber hier schon, wenn er sagt bei Trump müsse man rotzfrech auftreten und auf keinem Fall anbiedernd. Weiters stimme ich Gysi zu, wenn er sagt: links ist nur der, der an der Seite ALLER Schwachen steht. Der nationale Egoismus von Trump ist eine Sackgasse. Trump steht immer an der Seite der Stärkeren, so wie es Rechte eben tun. Sie lieben das Starke und Monumentale.

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Aus votum24.votum1.de

„Wenn Du Respekt haben willst bei Trump, musst Du rotzfrech auftreten“, sagte Gregor Gysi, der Vorsitzende der Europäischen Linken in einem Deutschlandfunk-Interview. „Trump mag starke Typen, also musst Du entsprechend stark auftreten.“ Deshalb sei es seiner Ansicht nach falsch, sich bei ihm anbiedern zu wollen.

Dabei nannte Gysi einen Fehler, den sowohl Obama als auch Trump gemacht haben. „Wissen Sie, er begeht einen Irrtum, den Obama am Anfang auch begangen hat. Er denkt, er ist wirklich Präsident. Er denkt, er entscheidet allein die Dinge. Und dann hat Obama festgestellt, wie viele Einrichtungen es um ihn herum gibt, die ihn daran hindern, die doch auch was zu sagen haben. Und ich glaube, dass Trump auch die Justiz unterschätzt, die auch noch Entscheidungen trifft, etc., auch die Bindung an die Verfassung und anderes mehr“, sagte der Politiker.

Donald Trump habe dieselbe Illusion, wie alle Rechten in Europa, deshalb will er die Mauer zu Mexiko bauen. „Sie denken, wenn man ein Problem unsichtbar macht, indem man eine Mauer errichtet, ist man das Problem los. Das ist völlig falsch! So eine Mauer hält auch nicht. Die wird irgendwann von Millionen gestürmt und dann entsteht eine unbeherrschbare Situation“, warnte Gysi im Deutschlandfunk und formulierte den entscheidenden Unterschied zwischen Rechten und Linken: „Ein Linker steht an der Seite aller Schwachen. Wer nur an der Seite entweder der deutschen oder der amerikanischen Schwachen steht und nicht der anderen Schwachen, ist nicht links. Der kann sogar ganz rechts sein“. Donald Trump will aber, dass es nur den Amerikanern besser geht. „Wie es den Mexikanern und den anderen geht, das ist ihm völlig Wurst“. Deshalb sei er nicht links, sondern rechts.

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Gregor Gysi und wie man bei Trump auftreten sollte

Siehe auch:

https://twitter.com/GregorGysi

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Hier noch eine guter Spruch von Gysi zu Volksverräter. Das ist ja das schlimmste Schimpfwort das Rechte für Linke aussprechen.

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 29. Januar 2017 von hubert wenzl in Politik, Uncategorized

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Die US-Medien als Feinde von Trump   Leave a comment

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Steve Bannon, der ex-Chef von Breitbart.com, der wesentlich zum Erfolg von Trump beigetragen hat, erklärt Journalisten zu Feinden. Natürlich macht er bei sich da eine Ausnahme. Denn die Medien hatten Trump so schlecht behandelt und so viel Unwahrheiten über ihn verbreitet…
Zur Opposition gehören laut Steve Bannon nicht nur die Demokraten sondern eben auch die böse Presse. Irgendwann wird Trump per Dekret den Medien anweisen, welche „Fakten“ und welche Besucherzahlen sie veröffentlichen müssen.

Aus der SZ

Trump-Berater über US-Medien: Ihr seid die Opposition

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Chef-Stratege von Donald Trump, Steve Bannon, bei der Amtseinführung der UN-Botschafterin Nikki Haley. (Foto: AFP)

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Steve Bannon macht klar, dass er Journalisten als Feinde ansieht. Der frühere Breitbart-Chef sagt der „New York Times“: „Haltet den Mund und hört zu.“ Damit positioniert sich Bannon im internen Machtkampf.


Es war eine Riesensensation, als Donald Trump Mitte August verkündete, Steve Bannon zum Chef seiner Wahlkampagne zu machen. Bannon war zuvor Chef der Website Breitbart News, die gern von Konservativen, Trump-Fans und auch von Rechtsextremen gelesen wird. Nach dem Wahlsieg machte Trump Bannon zu seinem Chefstrategen und neben Schwiegersohn Jared Kushner hat Bannon den besten Draht zum 45. US-Präsidenten.

Die Handschrift Bannons war schon in der düsteren Antrittsrede nach der Vereidigung zu erkennen gewesen, und am Tag sechs der Trump-Präsidentschaft zeigt der 63-Jährige erneut, dass er genauso denkt wie sein Chef. „Ich möchte, dass Sie das zitieren. Die Medien sind die Oppositionspartei. Sie verstehen dieses Land nicht. Sie verstehen immer noch nicht, warum Donald Trump Präsident geworden ist“, sagt Bannon zu einem Reporter der New York Times.

Der ehemalige Goldman-Sachs-Banker geht so weit, dass er nicht die Demokraten als Opposition ansieht – sondern die Journalisten. Er äußert die Überzeugung, dass die Medien durch den Wahlausgang „gedemütigt“ worden seien und „zu 100 Prozent“ falsch berichtet hätten. Namentlich greift er die Washington Post und die New York Times heraus.

Bannon gibt äußerst selten Interviews und seine Aussagen haben ja eine Vorgeschichte. Trump selbst nennt die Medien „Abschaum“ und wirft ihnen vor, absichtlich falsch über ihn zu berichten. Regierungssprecher Sean Spicer drohte am Tag nach der Vereidigung damit, die Medien wegen der angeblich falsch berichteten Zuschaueranzahl „zur Rechenschaft“ ziehen zu wollen, während Trump-Beraterin Kellyanne Conway von „alternativen Fakten“ spricht.

Spicer erklärte die Kritik Trumps an den Journalisten am Montag damit, der neue Präsident sei „frustriert“ und fände die kritischen Berichte „demoralisierend“. Dass es die Aufgabe der Medien in einer Demokratie ist, kritisch über Regierung, Parlament und andere Institutionen zu berichten, scheinen nicht alle im Weißen Haus zu akzeptieren. Weitere Zitate von Steve Bannon: „Die Medien sollten sich schämen und demütig sein. Haltet den Mund und hört für eine Weile zu“ und „Die Journalisten haben keine Integrität, keine Intelligenz und sind keine harten Arbeiter“.

Bannon stehen mächtige Gegner gegenüber

Indem der Chefstratege nun nachlegt, treibt er den bestehenden Narrativ voran: Alle Journalisten seien gegen Donald Trump, kritische Nachfragen oder das Beharren auf Fakten seien der Versuch, seine Legitimation zu untergraben und seine Präsidentschaft zu ruinieren. Laut NYT war Bannon dafür, Spicer am Samstag vor die Journalisten zu schicken und diese zu attackieren. Der Ex-Breitbart-Chef gehört neben Conway zum kleinen Team, das für Trumps Sieg arbeitete und den „Bewegung“-Charakter betont.

Ihnen gegenüber steht etwa Büroleiter Reince Priebus, der seit Jahren in Washington aktiv ist und bestens mit konservativen Politikern wie Paul Ryan vernetzt ist. Sie drängen Trump, sich stärker auf konservative Sachpolitik zu konzentrieren und nicht ständig durch Gerede über den Einsatz von Folter oder angeblichen Wahlbetrug unseriös zu erscheinen. Oft haben provokante Aussagen aus dem Trump-Lager das Ziel, von unangenehmen Geschichten abzulenken: Dies scheint heute aber nicht der Fall, denn Bannons Medien-Attacke lenkt ab von der Unterzeichnung der Präsidialdekrete und dem öffentlichen Gerangel mit Mexiko um die Finanzierung der Grenzmauer.

Bannon selbst war am Vortag in die Schlagzeilen geraten: Er ist nämlich sowohl in Florida als auch in New York als Wähler registriert. Dies ist genau jener angebliche „Wahlbetrug“, über den sich Trump beschwert und den er – ohne jegliche Grundlage – als Erklärung ausführt, wieso Hillary Clinton knapp drei Millionen mehr Stimmen erhielt. Laut Washington Post waren noch vier andere Mitglieder des engsten Trump-Zirkels in zwei Bundesstaaten in die Wählerlisten eingetragen: Tochter Tiffany, Schwiegersohn Jared Kushner, der designierte Finanzminister Steve Mnuchin – und auch Regierungssprecher Sean Spicer.

Von Matthias Kolb, Washington

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Die US-Medien als Feinde von Trump

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 27. Januar 2017 von hubert wenzl in Politik, Uncategorized

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Alt-Right-Bewegung: Trumps rechtsextreme Freunde   Leave a comment

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Wes Geistes Kind Trump ist zeigt deutlich ein Artikel aus der ZEIT.
Zeig mir deine Freunde, und ich sag dir wer du bist. Mit einer Alt-Right-Bewegung sollte ein amerikanischer Präsident nichts zu tun haben. Aus der Alt-Right-Bewegung stammt auch Trumps wichtigster Berater Steve Bannon. Das ist alarmierend.

Hier der Artikel aus der ZEIT

Alt-Right-Bewegung: Trumps rechtsextreme Freunde

Im Umfeld des künftigen US-Präsidenten greift eine Bewegung mit faschistischen Zügen nach der Macht. Sie will ein rassistisches, weißes Land und das Recht des Stärkeren.

Alt-Right-Bewegung: Der künftige US-Präsident Donald Trump und sein Berater Steve Bannon im Oktober 2016 bei einem Besuch im Gettysburg National Military Park
Der künftige US-Präsident Donald Trump und sein Berater Steve Bannon im Oktober 2016 bei einem Besuch im Gettysburg National Military Park © Jonathan Ernst/Reuters

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Der junge Mann am Rednerpult im Washingtoner Ronald Reagan Building benutzte genüsslich ein deutsches Wort, doch er scheiterte am Umlaut, sodass es ihm im breiten Amerikanisch zu „Luugenpresse“ geriet. Richard Spencer war berauscht vom Erfolg. Donald Trumps Wahlsieg hatte alle Einschätzungen der Medien widerlegt. Mit der Niederlage Hillary Clintons sei eine Wende vollzogen, der drohende Abstieg aufgehalten.

Lebhaft illustrierte Spencer den Verfall der einstmals großen, weißen amerikanischen Nation zu einer „kranken, ekelerregenden Gesellschaft, geführt von Korrupten, verteidigt von Hysterischen, trunken von Selbsthass und Degeneration.“ Verantwortlich dafür seien die liberalen Eliten mitsamt ihrem Anhang aus Schwarzen und Hispanics.

 Die Dramaturgie der Agitation gebietet, dass auf den Niedergang Erlösung folgt. Also berichtete Spencer anschließend von der Hoffnung. Er fand sie in jenen Familien, die stundenlang in den Flughäfen der Provinz auf Trump gewartet hatten. Liebevoll bewachten sie die schlafenden Kinder in ihrer Mitte: ein mächtiges Bild, das ihm gezeigt habe, wie in seinem Volk wieder Identität und Stärke erwachte.

Bei seinem Publikum, den Teilnehmern der Jahrestagung des National Policy Institutes (NPI) vom 19. November, stieß er damit auf offene Ohren. In diesem von Spencer geleitetem privaten Thinktank der äußersten amerikanischen Rechten stehen Identität und Selbstbehauptung des weißen Mannes im Zentrum.

Eine faschistische Rede wie aus dem Lehrbuch

Spencer beschwor den Mythos von Niedergang und Rettung des „weißen Amerikas“, der „Kinder des Lichts“. Seit Trumps Wahlsieg sah er wieder Hoffnung. Seine Rhetorik von der Wiedergeburt einer großen weißen Nation barg einen deutlichen Nachhall aus den zwanziger, dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

Als sei das nicht genug Ausweis der Gesinnung, schloss er mit „Heil Trump“, „Heil unserem Volk“, „Sieg Heil“. Einige Zuhörer riss es von ihren Stühlen, den rechten Arm weit ausgestreckt. Videoschnipsel davon gelangten an die Öffentlichkeit. Der vollständige Redetext, den Spencer im Journal der NPI veröffentlichte, lässt keinen Interpretationsspielraum: Die begeisterten Zuhörer im Washingtoner Ronald-Reagan-Center hatten einer faschistischen Rede wie aus dem Lehrbuch gelauscht.

Ein amerikanischer Präsident, der den äußersten rechten Rand in Begeisterung versetzt – noch vor wenigen Jahren hätte dies eine Klarstellung über die Bedeutungslosigkeit dieses lunatic fringe nach sich gezogen. Heute aber holt sich Donald Trump einen Protagonisten dieses Milieus in seinen engsten Beraterstab. Denn Spencer und das NPI zählen zur sogenannten Alt-Right, jener „alternativen Rechten“, aus der auch Trumps wichtigster Berater Steve Bannon stammt. Das ist alarmierend.

Veröffentlicht 21. Januar 2017 von hubert wenzl in Politik, Uncategorized

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Trump behält auch als Präsident seinen aggressiven Wahlkampfmodus bei   4 comments

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Trump hat in seiner Antrittsrede seinen aggressiven Wahlkampfton beibehalten. Keine Spur von staatsmännischem Verhalten. Er legt es auf Konfrontation mit seinen politischen Gegnern und dem „Establishment“ an, von dem Milliardäre ja selbst ein Teil davon sind. Was meinen denn da die Armen? Trump würde sie auch reich machen? Ich sage lieber nicht, was ich darüber denke. Die USA war noch nie so gespalten. Trump tut nichts um das amerikanische Volk zu versöhnen. Und dann wundert man sich über Proteste und Krawalle. Wer Wind sät wird Sturm ernten. Wenn ich in den USA leben würde, würde ich auch sagen, das ist NICHT MEIN Präsident. Er werde das Land GROSS machen. Ja große Töne spucken und poltern kann er.

Die erste Amtshandlung war die Gesundheitsreform außer Kraft zu setzen. Es wäre ja schrecklich wenn alle Leute versichert wären, auch die Ärmsten. Vor allem die Tea Party hat ja von Anfang scharf gegen Obamacare geschossen, wie zum Beispiel diese Palin. Ich bin mir sicher, dass auch Leute von ganz unten und Gestrandete Trump gewählt haben. Denen kann man nur gute Gesundheit wünschen. Die von der Tea Party sind ja fundamental christlich und evangelikal. Ich weiß nicht was daran christlich sein soll, wenn man Leute von einer Gesundheitsversorgung ausschließt, und sie vor den Krankenhäuser verrecken können, weil sie nicht krankenversichert sind? Aber wie heißt es ja so treffend: die dümmsten Kälber wählen sich ihren Metzger selber. Ob Trump sich heimlich denkt eure Armut kotzt mich an? Denn solche Leute wie Trump und andere Reiche denken sich ja oft, wenn jemand nicht „tüchtig“ genug ist und ganz unten landet, dann ist er selber schuld. Neoliberale bringen für Gestrandete und Außenseiter keine Empathie auf.

Es gab also von Trump keine ausgestreckte Hand, keine Geste der Versöhnung. Stattdessen einen aggressiven Nationalismus und das egozentrische Amerika zuerst. Das wichtigste bei Trump ist sein ICH und seinem extremen Narzissmus zu frönen. Zuerst kommt ER und dann das amerikanische Volk. Alles wird dem untergeordnet was ihm nützt. Voraussagen kann man wohl, dass er als Präsident noch reicher werden wird.

Auch Trump wird lernen müssen, dass er nicht alleine die Welt regieren kann und Verbündete braucht. Ab jetzt gibt es keinen Pardon und keine Ausreden mehr. Trump muss liefern.

Aus cash.ch

„Es werde an diesem Tag nicht nur die Macht von einer Regierung an die nächste weitergegeben, erklärte Trump am Freitag nach seiner Vereidigung vor dem Kapitol in Washington. Vielmehr werde die Macht aus der Hauptstadt an die Bevölkerung zurückgegeben. Seine Amtszeit werde der Regel folgen: „Amerika zuerst“. Er werde das Land wieder „groß machen“.“

Wenn er die Macht an die Bevölkerung zurück gibt, dann haben wir den Idealzustand der Demokratie, die Volksherrschaft. Da bin ich dann ja gespannt, was er davon einhaltet.

[…]
„Philosopie und Trump

Bislang teilen diese Meinung jedoch viele Amerikaner nicht. Trumps Zustimmungswerte liegen laut Umfragen bei 40 Prozent. Seit Jimmy Carter 1977 war kein Präsident beim Amtsantritt so unbeliebt. Durch die Bevölkerung zieht sich ein tiefer Graben. Und auch im Ausland und an den internationalen Finanzmärkten ist die Verunsicherung gross angesichts Trumps kritischer Äusserungen über Freihandelsabkommen und Militärbündnisse wie die Nato, seinen Plänen für den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko und seinen zahlreichen Ausfällen – etwa gegen Frauen, Muslime, Einwanderer oder die Medien.“ (Reuters)
https://www.cash.ch/news/top-news/erste-rede-trump-greift-establishment-1034310

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Aus freiepresse.de

Trump bleibt sich selbst treu

Donald Trump ist als neuer Präsident der USA vereidigt worden

Von Christoph Ulrich
erschienen am 20.01.2017

Nun hat es Donald Trump endlich geschafft. Der Immobilienmilliardär mit dem gewaltigen Ego residiert im Weißen Haus und muss regieren. Die Welt fragt sich mit ängstlichem Blick nach Amerika, ob er das auch kann. Seine Unberechenbarkeit, sein provozierendes diplomatisches Unvermögen und sein fehlendes Wissen über historische und politische Zusammenhänge hat er in den vergangenen Monaten zur Genüge zur Schau getragen. Seine erste Chance, der Welt zu zeigen, dass er ein ernst zu nehmender Staatsmann der Supermacht USA sein kann, hat er bei seiner Antrittsrede grandios verpasst. Trump blieb im billigen Wahlkampfmodus seines pathetischen Slogans: Amerika zuerst. Oder man könnte auch sagen: Trump blieb sich selbst treu. Bleibt nur zu hoffen, dass diese amerikanische TV-Reality-Show am Freitag zu Ende gegangen ist. Donald Trump muss jetzt liefern.

Positives Denken soll ja gesund sein und es hat in den vergangenen Wochen vielen Anlegern ganz stattliche Wertzuwächse ihrer Depots gebracht, weil sie auf die von Trump angekündigten Konjunkturprogramme gesetzt haben. Seit Trumps Wahlsieg sind die Aktienkurse gestiegen, und zwar nicht nur in Amerika. Denn die Aussicht auf Milliardeninvestitionen in die marode Infrastruktur der USA könnte nicht nur dort für einen Konjunkturaufschwung sorgen, sondern die gesamte Weltkonjunktur positiv beeinflussen.

Vorausgesetzt allerdings, Trumps Rhetorik gegen den Freihandel wird nicht zur offiziellen Wirtschaftspolitik der Vereinigten Staaten. Spätestens wenn er das vorhat, müssen ihm seine republikanischen Parteifreunde die Rote Karte zeigen. Der Freihandel und nicht der Protektionismus gehört schließlich zur politischen DNA der Republikaner. Seine Aufforderung am Freitag, amerikanische Produkte zu bevorzugen, hat das Konfliktpotenzial schon mal deutlich gemacht. Dass die Welt der Wirtschaft komplizierter ist, müsste Trump eigentlich wissen. Er hat ja Wirtschaftswissenschaft studiert.

Eine wirtschaftsfreundliche Politik könnte Trump auch beim Steuersystem betreiben. Er hat niedrigere Steuern angekündigt und will vor allem den Mittelstand entlasten. Außerdem will er das Steuersystem radikal vereinfachen. Das sind schöne Vorhaben – ob sie gelingen, steht in den Sternen.

Soweit das Positive. Nach der Antrittsrede könnte man glauben, Deutschland und Europa drohe vom neuen US-Präsidenten nichts als Ärger. Doch auch Donald Trump wird bald merken, dass die USA Verbündete braucht, wenn er in der Welt etwas erreichen, etwas verändern will. Europas Politiker müssen auf die Lernfähigkeit des international unerfahrenen US-Präsidenten setzen. Ihm muss klargemacht werden, dass es nicht nur um „Deals“ und ökonomische Vorteile geht, sondern dass sich die USA und Europa auch als Wertegemeinschaft verstehen. Der Kampf um die Einheit des Westens hat begonnen.

http://www.freiepresse.de/POLITIK/MEINUNGEN/Trump-bleibt-sich-selbst-treu-artikel9815389.php#

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Gruß Hubert

 

35 Prozent Strafzölle für BMW-Autos?   4 comments

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Trump teilte ja wieder mächtig aus. Darunter möchte er auch Strafzölle in der Höhe von 35 Prozent für deutsche Autobauer, wie zum Beispiel BMW. Aber damit macht er Autos auch für amerikanische Kunden teurer.  Das würde auch in der Folge zu einem Handelskrieg führen, weil betroffene Länder darauf reagieren würden. Wenn Autos so wesentlich teurer werden, werden auch weniger Autos gekauft. Das bedeutet dass Arbeitsplätze verloren gehen. Er möchte aber ja Arbeitsplätze in den USA schaffen. Auch andere Länder werden dann Strafzölle auf US-Autos einheben, höchstwahrscheinlich in der gleichen Höhe.

Heute sagte er sinngemäß, dass es noch nie jemand wie ihm auf Gottes Erdboden gegeben habe, der so viele Arbeitsplätze schaffen wird wie er.

Ich sage nur, sehen wir es uns an. Überhaupt will er ein Land wie eine Unternehmen führen. Ich glaube aber da gibt es wesentliche Unterschiede zu berücksichtigen.

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Hier ein Artikel von msn.com, wo ich hauptsächlich nur auf den Automarkt eingehe, den Punkt 5.

Nato, Brexit, EU, Flüchtlinge, Autoindustrie – eine Woche vor seiner Amtseinführung schießt Donald Trump in einem Interview in alle Richtungen. Mit seinen markigen Aussagen bleibt er aber nicht immer bei der Wahrheit.

Strafzölle für Auto-Importe, schärfere Grenzkontrollen, überflüssige Nato: Vier Tage vor Amtsantritt wettert der künftige US-Präsident in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung und der Londoner „Times“ gegen alles, was ihm nicht passt und kündigt rigorose Maßnahmen an. Keine Spur von politischem Fingerspitzengefühl, kein Anzeichen für ein Abrücken vom lautem Wahlkampfgetöse.

Präsident Trump scheint so regieren zu wollen, wie er twittert: Hart, rücksichtslos und impulsiv. Ein Faktencheck aber zeigt, dass nicht nur seine Annahmen oft fehlerhaft sind – einige seiner Drohungen wird er auf eigene Faust auch nicht durchsetzen können.

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Punkt 5: „Sie können Autos für die USA bauen, aber sie werden für jedes Auto, das in die USA kommt, 35 Prozent Steuern zahlen.“

Das Rückgrat der deutschen Wirtschaft ist die Industrie, vor allem alles Rund um den Autobau. Deshalb sorgen vor allem in Deutschland Trumps Aussagen zur Autoindustrie für Aufregung. Nachdem er in den vergangenen Wochen bereits Ford und Toyota in seine Schusslinie gerieten, feuert der nächste Präsident nun Drohungen in Richtung BMW: „Sie können Autos für die USA bauen, aber sie werden für jedes Auto, das in die USA kommt, 35 Prozent Steuern zahlen.“ Damit reagiert er vermutlich auf Pläne BMWs, ein Werk in Mexiko zu bauen. Dort sollen nach dem Willen der Münchner in Zukunft Wagen für Nordamerika produziert werden.

Diese Androhung von protektionistischen Maßnahmen kommt nicht zum ersten Mal. Strafzöllen auf Importe in die USA bringt Trump immer wieder ins Spiel. America first. Sowohl im Vorwahlkampf als auch in den Wochen nach seiner Wahl gab es derartige Ankündigungen.

Unfaire Autobauer?

US-Autobauer Ford hat in Folge der Drohungen bereits angekündigt, auf eine Milliardeninvestition in Mexiko für den Bau einer Fabrik zu verzichten. Stattdessen will Ford nun tausende neuer Arbeitsplätze in den USA schaffen und eine Fabrik im Bundesstaat Michigan bauen.

Dabei verschweigt Donald Trump in diesem Zusammenhang, dass BMW bereits seit Jahren seine SUVs in den USA fertigt. Die Modelle X3, X4, X5 und X6 laufen seit Jahren von den Bändern des Werks in South Carolina. Mehr als 8.000 Angestellte fertigen dort rund 1400 Fahrzeuge am Tag – auch für den deutschen Markt.

Auch Daimler fertigt seit Jahren in den Vereinigten Staaten, im Bundesstaat Alabama, seine SUVs. Seit 2014 wird auch die C-Klasse für den nordamerikanischen Markt dort gebaut. Nach Angaben des Unternehmens hängen über 10.000 Arbeitsplätze in der Region direkt oder indirekt von dem Werk ab. Mit einem Exportvolumen von jährlich 1 Milliarde US-Dollar ist das Unternehmen der größte Exporteur in Alabama.

VW hat sein 2011 eröffnetes Werk in Chattanooga/Tennessee zuletzt 2015 vergrößert. Die Fabrik mit ihren rund 3200 Beschäftigten hat eine Produktionskapazität von etwa 150.000 Stück. Neben dem Passat soll dort in diesem Jahr der neue SUV für den US-Markt namens Atlas vom Band rollen.

Gänzlich daneben liegt Trump aber mit seiner Analyse, dass das Geschäft mit den Autos nur in eine Richtung laufe. „Wenn man durch die 5th Avenue geht, hat jeder einen Mercedes-Benz vor seinem Haus stehen. Tatsache ist, dass ihr den USA gegenüber unfair wart. Es besteht keine Gegenseitigkeit. Wie viele Chevrolets sehen Sie in Deutschland? Nicht allzu viele, vielleicht gar keine, man sieht dort drüben gar nichts, es ist eine Einbahnstraße“, schimpft der gewählte Präsident.

Richtig ist: Im Jahr 2015 zog Mutterkonzern General Motors die Marke Chevrolet vom deutschen Markt zurück, um anderen Marken der Gruppe den Vortritt zu lassen. Seitdem ist Opel die einzige verbliebene Volumenmarke von General Motors in Deutschland. Opel und die britische Schwester Vauxhall kommen auf dem deutschen Automarkt auf sechs Prozent Marktanteil.

BMW trotzte derweil Trumps Drohung und stellte klar, an seinen Plänen für ein Werk in Mexiko festzuhalten. „Die BMW Group ist in den USA zuhause“, erklärte das Unternehmen am Montag in München. In dem Werk in San Luis Potosí in Mexiko werde von 2019 an die BMW 3er Limousine gebaut. „Die Produktion ist für den Weltmarkt bestimmt. Somit wird das Werk in Mexiko die bisherigen 3er-Prouktionsstätten in Deutschland und China ergänzen“, so das Unternehmen.

Die Androhung von Strafzöllen wird am Ende wohl nichts weiter als heiße Luft bleiben. Ohne Zustimmung des Kongresses ist eine solche Maßnahme nicht durchzusetzen und es wird schwer werden, genügend Republikaner davon zu überzeugen, einen Handelskrieg mit dem Rest der Welt vom Zaun zu brechen. Strafzölle würden nämlich am Ende zu Lasten der amerikanischen Kunden gehen, weil sie zu höheren Preisen führen.

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35 Prozent Strafzölle für BMW-Autos?

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 16. Januar 2017 von hubert wenzl in Politik, Uncategorized, Wirtschaft

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Olaf Schubert analysiert die US-Wahlen Clinton gegen Trump   Leave a comment

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Nach dem ernsten Jessenin, der nicht alt wurde, etwas Heiteres. Es muss … nein müssen tut gar nix, es sollte sich ja ausgleichen.
Ich wage mal das Trump-Anhängern zuzumuten. Aber ruhig bleiben, auch das böse Weib (hoppala… sexistisch) Clinton kommt dran. Ich weiß Videos reinstellen ist ein Blog für Faule. Aber in meinem Alter muss das auch erlaubt sein … 😉

Olaf Schubert analysiert die US-Wahlen Clinton gegen Trump – heute-show | ZDF

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Gruß Hubert

 

 

Veröffentlicht 3. Januar 2017 von hubert wenzl in Kabarett, Uncategorized

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Sie glauben nicht, wo Donald Trump sich informiert   Leave a comment

 

Nach der US-Präsidentenwahl ist eine neue Debatte über das Ergebnis entbrannt. Der designierte US-Präsident Donald Trump behauptet nun auf Twitter, Millionen hätten „illegal“ ihre Stimme abgegeben.

Quelle: Die Welt

Es ist äußerst bedenklich, woher sich Donald Trump inspirieren lässt. Der designierte US-Präsident sucht regelmäßig eine Website auf, die sich auf wilde Verschwörungstheorien spezialisiert hat.n

inen vermeintlichen millionenfachen Wahlbetrug hat Donald Trump angeprangert – trotz seines Wahlsiegs will sich der designierte US-Präsident nicht damit abfinden, dass er nur im entscheidenden Wahlleutekollegium, nicht aber im landesweiten Auszählungsergebnis die Mehrheit errungen hat.

Seine Behauptung, es habe massive Manipulationen zugunsten seiner Rivalin Hillary Clinton gegeben, hat für großes Befremden unter Kommentatoren und Experten gesorgt. Denn konkrete Anhaltspunkte gibt es dafür nicht.

Schnell ausgemacht war allerdings die Quelle, aus welcher Trump seine Anschuldigung offensichtlich bezog: Es ist die auf wilde Verschwörungstheorien spezialisierte Website „Infowars“, die der designierte Präsident allem Anschein nach regelmäßig konsultiert.

Dort war vor zwei Wochen zu lesen, dass bei der Wahl mutmaßlich drei Millionen Einwanderer ohne Aufenthaltsrecht illegal abgestimmt hätten – und dies praktisch durchweg für Clinton.

„Schwefelgestank bei Clinton und Obama“

„Infowars“ wird von Alex Jones betrieben, einem rechtsgerichteten Provokateur, der auch als Moderator einer Radioshow auftritt. Der 42-Jährige mit der grollend-heiseren Stimme schwelgt in den absurdesten Verschwörungsfantasien und düstersten Bedrohungsszenarien.

Einige seiner Lieblingsstorys: Die US-Regierung war in die Anschläge vom 11. September 2001 verwickelt; das Schulattentat von Newtown hat sich nicht ereignet, es wurde vorgetäuscht, um eine Verschärfung des Waffenrechts durchzusetzen; Obstsaftboxen sind mit Chemikalien durchsetzt, die Jungen schwul werden lassen.

Wie groß Jones’ Publikum ist, lässt sich schwer überprüfen. Er selber behauptet laut einem Bericht der „Washington Post“, allein mit seinem Radioprogramm fünf Millionen Menschen zu erreichen.

Im Wahlkampf nutzte Jones seinen Einfluss, um Trump zu unterstützen. Er dämonisierte Hillary Clinton und Barack Obama und verkündete dabei, dass diese „nach Schwefel“ stänken – worüber sich der scheidende Präsident in einem Wahlkampfauftritt lustig machte, indem er an seiner Hand schnüffelte. Jones verbreitete auch das üble Gerücht, dass Hillary Clinton an einem Hirntumor leide und mit Drogen für den Wahlkampf aufgepumpt werde.

Trump scheint Jones zu schätzen. Unmittelbar nach seinem Wahlsieg soll er ihn angerufen haben. Er habe sich „dafür bedankt, dass ich so hart für die Amerikaner gekämpft habe“, berichtete Jones der „New York Times“. Eine Bestätigung dieses Telefonats durch das Trump-Team gab es der Zeitung zufolge nicht.

„Infowars“, eine Inspiration für Trump

Vor einem Jahr hatte der Republikaner dem Radiotalker sogar ein halbstündiges Interview gegeben. Darin ging es unter anderem um Wladimir Putin. „Warum fangen wir einen Kampf mit Russland an, wenn es uns nichts getan hat?“, lautete die Frage. Trumps Antwort: Mit dem russischen Staatschef, einem „zähen und schlauen“ Mann, werde er sicherlich klarkommen.

Es gibt zahlreiche Indizien dafür, dass Jones den Wahlkampf des rechtspopulistischen Immobilienmoguls inspiriert hat. Wie der Radiotalker warnte Trump, dass Impfstoffe Autismus verursachten – eine Behauptung, die Wissenschaftlern die Haare zu Berge stehen lässt.

Wie der Radiotalker verbreitete Trump auch die Falschbehauptung, Muslime in den USA hätten nach den 9/11-Anschlägen gefeiert. Und Trump sprach auch davon, dass Hillary Clinton bei einer der TV-Debatten womöglich unter der Wirkung starker Medikamente gestanden habe.

Der gewählte Präsident hat bereits mit der Ernennung von Stephen Bannon, dem bisherigen Chef der ultrakonservativen und ebenfalls auf Verschwörungstheorien spezialisierten Breitbart-Website, bei vielen für Entsetzen gesorgt. Seine nun durch den Vorwurf der massiven Wahlfälschung erneut zutage tretende Affinität zu „Infowars“ dürfte die Sorgen weiter wachsen lassen.

Wenn es aber nach dem langjährigen Trump-Vertrauten Roger Stone geht, sollte Jones vom gewählten Präsidenten weiterhin ernst genommen werden. Dieser erreiche Millionen von Menschen – und dies seien „die Fußsoldaten der Trump-Revolution“, sagte Stone der „New York Times“.

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Sie glauben nicht, wo Donald Trump sich informiert

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 29. Dezember 2016 von hubert wenzl in Politik, Uncategorized

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