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Durch Antidepressiva verursachte Depression?   Leave a comment

Peter R. Breggin ist ein amerikanischer Psychiater, der kritisch zu Medikamenten, den leider auch noch immer angewandten Elektroschocks und den rein biologisch ausgerichteten Psychiatern steht. In seinem Buch „Giftige Psychiatrie“ schreibt er unter anderem:

Durch Antidepressiva verursachte Depression?

„Es liegen Berichte vor, dass die Verabreichung von Antidepressiva, besonders zu einem frühen Zeitpunkt der Behandlung, Depression verursachen kann. Namir Damluji und James Ferguson diskutieren im Journal of Clinical Psychopharmacology vom Oktober 1988 die „paradoxe Verschlechterung depressiver Symptome, verursacht durch Antidepressiva“. Sie beschreiben vier Fälle von schwerer Depression, die sich bis hin zu suizidalem Verhalten verschlimmerten. Eine Besserung erfolgte unverzüglich nach Absetzen der Medikation.

Jedes Medikament, das die geistigen Funktionen unterbricht, kann bewirken, dass sich Menschen noch hilfloser und verzweifelter fühlen. Medikamente, die geistige Verwirrtheit, Trägheit und körperliche Müdigkeit verursachen, führen ganz besonders zu Depressionen oder verschlimmern sie. Harvey Greenberg und H. Robert Blank berichten in der Ausgabe des New York State Journal of Medicine vom 15. Juni 1973 über eine Reihe von Fällen, bei denen sich Patienten verwirrt, erschöpft und durcheinander fühlten. Aber in der Literatur oder in der klinischen Praxis wird diesen Problemen wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

Derweil erzählen einige Psychiater ihren Patienten unbeirrt, dass diese Medikamente keine „psychoaktiven“ oder geistigen Wirkungen haben. Wenn Patienten übereinstimmend von der Medikation betäubt oder „umgehauen“ fühlen, werden sie sehr wahrscheinlich denken, ihr Zustand verschlechtere sich, wobei sich die suizidalen Gefühle verstärken. Dr. Caligarys Psychiatric Drugs [Psychiatrischen Drogen] sagt es unverblümt:
„Was die Psychiater ‚Depression‘ nennen – Lethargie, Apathie, Nervosität, Hoffnungslosigkeit und Unglücklichsein – ist ein ernstes Problem, das häufig nicht als medikamentenbedingt (vom Medikamenten induziert) erkannt wird. Augrund ihrer dämpfenden und schwächenden Wirkung können psychiatrische Medikamente dazu führen, dass sich Menschen so schlecht fühlen, dass sie sich umbringen wollen.

[…]
Da Antidepressiva zur Zeit Medikamente sind, welche am häufigsten für erfolgreiche Selbstmordversuche verwendet werden, erschiene es wohl passender, sie als „Selbstmordmedikamente“ zu bezeichnen statt als Antiselbstmordmedikamente. Doch die Psychiater beharren darauf, sie bei depressiven Patienten, die selbstmordgefährdet sind, anzuwenden.

Funktionieren Antidepressiva überhaupt?

Antidepressiva haben viele Nachteile, aber nützen sie überhaupt? Gibt es einen überzeugenden Beweis für die Wirksamkeit, der sich gegen die Kosten und Risiken , die die Einnahme dieser giftigen Substanzen mit sich bringt, auwiegen lässt?
Es ist schwierig, die Wirksamkeit von Medikamenten gegen Depression zu bewerten. Eine spontane Verbesserung der Depression findet wenigstens bei einem Viertel der Patienten innerhalb des ersten Monats statt, nachdem sie depressiv wurden, und bei der Hälfte oder mehr der Patienten innerhalb von ein paar Monaten. Sogar Menschen mit einer schweren Depression haben eine hohe Erholungsrate ohne psychiatrische Behandlung. Da die meisten Antidepressiva einen Monat oder länger brauchen, um ihre vermeintlich wohltuende Wirkung zu entfalten, überlappt sich das leicht mit der spontanen Erholung. Außerdem hat Placebo eine starke Wirkung auf depressive Patienten. Die meisten Experten geben an, dass sich 40 Prozen oder mehr während der ersten ein oder zwei Monate bessern, wenn sie „Zuckerpillen“ schlucken.

Gruß Hubert