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Höcke legt sich mit KZ-Gedenkstätte an   1 comment

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Björn Höcke ist ein Provokateuer ersten Ranges und er ist eindeutig völkisch rechtsradikal. Nach seiner Dresdner Rede ist ein Erscheinen dieses Mannes beim Holocaustgedenktag vollkommen deplatziert und inakzeptabel. Er sprach ja in seiner Dresdner Rede in einem Brauhaus von einer 180-Grad-Wende in der Erinnerungs- und dämlichen Bewältigungskultur. Petry sieht parteischädigendes Verhalten.

Aus der ZEIT

Thüringens AfD-Chef ist am Holocaustgedenktag in Buchenwald unerwünscht, dennoch will er hingehen. Parteichefin Petry beklagt einen Rückgang von Spenden wegen Höcke.

Holocaustgedenken: Björn Höcke
Björn Höcke © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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Die Stiftung der KZ-Gedenkstätten in Thüringen hat den AfD-Landes- und Fraktionschef Björn Höcke vom Holocaustgedenktag ausgeladen. An dem bundesweiten Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am Freitag in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald sei er nicht willkommen, teilte ihm die Stiftungsleitung mit.

„Nach seiner Rede in Dresden ist eine Teilnahme von Herrn Höcke an der Kranzniederlegung im ehemaligen KZ Buchenwald nicht akzeptabel“, sagte der stellvertretende Direktor der Stiftung Rikola-Gunnar Lüttgenau. Höcke habe das öffentliche Erinnern an die Vernichtung der Juden diffamiert. Der Ehrenpräsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos, Bertrand Herz, sagte: „Wir wehren uns gegen das Erscheinen von Verharmlosern beim Gedenken an der Stätte unseres Martyriums.“

Hintergrund ist eine Rede, die Höcke vor einer Woche in Dresden gehalten hatte. Darin verlangte er im Hinblick auf die Aufarbeitung deutscher Geschichte eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“. Über das Holocaustmahnmal in Berlin sagte er: „Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“ Das hatte heftige Kritik in und außerhalb der Partei ausgelöst. Der AfD-Bundesvorstand beschloss daraufhin noch nicht näher bestimmte Ordnungsmaßnahmen gegen Höcke. Die Dresdner Staatsanwaltschaft hat Vorermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung gegen ihn eingeleitet. Vor einem förmlichen Ermittlungsverfahren schützt ihn aber noch seine Immunität als Abgeordneter.

Höcke teilte mit, er wolle sich nicht von dem Gedenken in Buchenwald ausschließen lassen und kündigte an, dennoch hinzufahren. Die Gedenkstätte sei nicht Herr seines Gedenken, schrieb Höcke Stiftungsdirektor Volkhard Knigge. „Es steht Ihnen schlicht nicht zu, zu entscheiden, wer für ein Verfassungsorgan an dieser offiziellen Gedenkveranstaltung teilnimmt und wer nicht.“ Knigge könne im Übrigen „keine Haltung aussperren, die nicht existiert“. Er werde „selbstverständlich zusammen mit einem Kollegen (…) meiner Trauer um die Ermordung der deutschen und europäischen Juden Ausdruck verleihen“. Mit der angeblich nicht existenten Haltung spielt Höcke auf die Lesart seiner Rede an, wonach er das Holocaust-Mahnmal als Schande bezeichnet habe. Höcke hatte das als „bösartige und bewusst verleumdende Interpretationen“ zurückgewiesen und Medien mit juristischen Schritten gedroht.

Der Vizechef der Thüringer Gedenkstätten, Lüttgenau, sagte ZEIT ONLINE, man spiele derzeit verschiedene Szenarien durch, wie man auf ein Auftauchen Höckes reagieren kann. Ziel sei, der Haltung Ausdruck zu verleihen, dass Höcke unerwünscht sei und seine Anwesenheit störe. Wissenslücken bei Höcke könnten zu einem anderen Zeitpunkt geschlossen werden: Er könne „gern privat die Gedenkstätte und ihre Ausstellungen besuchen, um sich über die verheerenden Folgen nationalistischer und völkischer Gesellschaftspolitik zu informieren“.

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Höcke legt sich mit KZ-Gedenkstätte an

Aus dem Tagesspiegel

Es soll ein Tag des Gedenkens sein, doch genau 72 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz eskaliert der Streit über die deutsche Erinnerungskultur. Der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke kündigte an, am heutigen Freitag die NS-Gedenkstätte Buchenwald besuchen zu wollen – gegen den ausdrücklichen Wunsch der Stiftung.

Der stellvertretende Stiftungsdirektor Rikola-Gunnar Lüttgenau hatte zuvor klargemacht, dass nach seiner Rede in Dresden „eine Teilnahme von Herrn Höcke an der Kranzniederlegung im ehemaligen KZ Buchenwald nicht akzeptabel“ sei. Höcke schrieb nun zurück, es stehe der Gedenkstätte „schlicht nicht zu, zu entscheiden, wer (…) an dieser offiziellen Gedenkveranstaltung teilnimmt und wer nicht“.

Höcke gilt selbst innerhalb der rechtspopulistischen „Alternative für Deutschland“ als umstritten. In Dresden hatte er eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ gefordert und von einer „dämlichen Bewältigungskultur“ gesprochen. Das Holocaust-Mahnmal in Berlin bezeichnete er als „Denkmal der Schande“.

http://www.tagesspiegel.de/politik/nationalsozialismus-die-afd-provoziert-am-holocaust-gedenktag/19310794.html

Siehe auch:

Jens Maier, AfD-Mitglied und Richter Richter muss man aushalten – dieser ging zu weit

http://www.tagesspiegel.de/politik/jens-maier-afd-mitglied-und-richter-richter-muss-man-aushalten-dieser-ging-zu-weit/19286064.html

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Best of Bernd Höcke


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„Vor 10 Jahren konnte ich nachts als Frau allein von der Disco nach Hause gehen…“ 😉 Pos. 7:30
Manchmal ist es auch schon wieder lustig, trotz aller Bedeutungsschwere.

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Björn Höcke in Dresden In einem Brauhaus (Watzke)

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Gruß Hubert