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Sexualität heute   Leave a comment

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Ich bin da bestimmt kein Experte, auch kein Sexualtherapeut. Mir fiel heute ein Dokument in die Hände, das ich vor langer Zeit mal abgespeichert hatte. Ich möchte den Beitrag nur als Denkanstoß sehen. Man weiß ja, dass Theorien entworfen und oft nach einigen Jahren wieder zurecht gerückt oder auch verworfen werden. Gerade auf dem Gebiet der Sexualität gibt es viele verschiedene Meinungen und Theorien. Was vor einigen Jahrzenten noch als krank galt, gilt heute normal. Es kommt im Text auch vor das Verhältnis zwischen Erotik und Religion vor. Da halte ich nicht viel davon, vor allem nicht in der christlichen Religion. Zu lust- und körperfeindlich war christliche Religion und Kirche über Jahrhunderte.

Es ist auch von einem Buch die Rede. Aber leider weiß ich den Buchtitel nicht mehr.

Hier aus meinem Dokument.

Heute ringen Frauen und Männer darum, ihre ursprünglichen und authentischen Bedürfnisse besser zu verstehen und sie besser als bisher aufeinander abzustimmen. Viele verändern ihre angelernte Einstellung zu Sinnlichkeit, Erotik und Sexualität, sie akzeptieren keine Abwertung der sinnlichen Lusterfahrung mehr zugunsten geistiger Genüsse. Die meisten Zeitgenossen bekommen in den Schulen und aus den Medien genügend Wissen über die biologischen und emotionalen Grundlagen unserer sexu- ellen Beziehungen. Freilich muss dieses theoretische Wissen durch praktische Lernmöglichkeiten ergänzt werden.

In der westlichen Gesellschaft erkennen wir heute aber zwei gegenläufige Trends, die kaum miteinander vereinbar sind. Zum einen erleben wir deutliche Lernprozesse in den sexuellen Beziehungen, eine Humanisierung dieser Beziehungen und eine erotische Lebenskultur. Viele Männer und Frauen gehen heute sensibler miteinander um, als ihre Vorfahren es taten. Sie ringen um Fairness in den Beziehungen, um Mitgefühl und Zärtlichkeit, um Hingebung an den Liebespartner und um eine Vertiefung der erotischen Kommunikation.

So werden alte Vorurteile und Ängste abgebaut und es werden neue Zielwerte verbreitet.
In weiten Teilen der Gesellschaft ist es gelungen, eine sinnliche und erotische Kultur der Lebensfreude zu verbreiten und zu leben. Gewiss sind viele Partnerbeziehungen dadurch fragiler und kurzlebiger geworden, denn beide Geschlechter haben die Erwartungen in ihrer Bedürfnisbefriedigung hoch hinaufgesetzt. Nicht wenige Partner überfordern sich auch gegenseitig, weil sie von nicht erreichbaren Idealvorstellungen ausgehen, die ihnen von den Medien vermittelt werden. Viele Menschen erleben dadurch häufige Trennungen und Scheidungen, obwohl sie nach dauerhaften Beziehungen streben. Doch die emotionale und erotische Sensibilität dürfte in der letzten Zeit deutlich zugenommen haben.

Gleichzeitig erleben wir auch den gegenläufigen Trend der Verrohung
und der Verwilderung in den sexuellen Beziehungen. Es gibt starke Gruppen in der Gesellschaft, welche für sexuelle Gewalt und harte Pornografie mit allen Mitteln der modernen Kommunikation werben. Gewiss sind dies oft seelisch und körperlich verletzte Personen, die sich für ihre Verletzungen an möglichst vielen Mitmenschen rächen wollen. Es sind vor allem Männer, die Sexualität mit Gewalt gegen Frauen und mit Erniedrigung des weiblichen Geschlechts verbinden. Es sind Organisationen, die mit Kinderschändung und mit dem Menschenhandel für die Prostitution von Frauen große Geschäfte machen.

So werden heute in vielen Medien tief gestörte sexuelle Beziehungen zwischen den Geschlechtern (sex and crime), die Ausnützung von Frauen und Kindern, sowie sado-masochistische Praktiken verbreitet. Erstaunlich ist dabei, dass so viele Personen, aber vor allem Männer, aus allen sozialen Schichten auf solche Angebote zurückgreifen und damit wieder zur Verrohung der sexuellen Beziehungen beitragen. Es könnte sein, dass durch den allgemeinen Arbeitsdruck die sexuelle Reizschwelle für beide Geschlechter permanent höher wird und dass deswegen viele Personen starke Reize durch Gewalt und Verletzung benötigen. Doch diesem negativen Trend kann vielleicht durch die Verbreitung einer erotischen Lebenskultur Einhalt geboten werden, das ist die Hoffnung dieses Buches.

Die zunehmende Verbindung von Sexualität mit Gewalt, vor allem gegen Frauen und Kinder, stört die Verbreitung einer zärtlichen und einfühlsamen Kultur der Geschlechterbeziehung. Viele Psychologen und Therapeuten arbeiten daran, die seelischen Verletzungen durch Gewalt und Überforderung zu verringern und partiell zu heilen. Aber viele der verletzten Personen entziehen sich jeder Therapie, sie geben ihre Verletzungen einfach an möglichst viele andere Personen weiter. Dabei riskieren sie sogar, mit den geltenden Gesetzen des Kinder- und Jugendschutzes in Konflikt zu geraten. Realistisch gesehen nimmt auch die Verwilderung und Verrohung der sexuellen Beziehungen in Teilen der Gesellschaft wieder zu.

Ohne Zweifel hat die christliche Religion mit ihrer asketischen und leibfeindlichen Sexualmoral nachhaltig zur Störung der sexuellen und erotischen Beziehungen beigetragen. Viele Prediger haben über viele Generationen tiefe Ängste vor der Sexualität und Abwertungen des menschlichen Körpers verbreitet. Diese tief sitzenden Ängste und negativen Vorurteile können nicht so schnell ausgeräumt werden. Es zeigt sich, dass selbst Atheisten diese leibfeindliche Einstellung noch lange Zeit teilen, auch wenn sie sich von alten Gottesbildern längst verabschiedet haben.

Das Buch plädiert mit starken Argumenten für die Fortsetzung der begonnenen Lernprozesse im Bereich unserer erotischen und sexuellen Beziehungen. Es hält eine neue Verbindung einer geläuterten Religion mit einer erotischen Lebenskultur für möglich und für wünschenswert. Denn es könnte sein, dass eine tiefe Spiritualität des Lebens sich als eine starke Gegenkraft gegen die Verrohung und Verwilderung unserer zwischenmenschlichen Beziehungen erweist. Dadurch bekommt die kreative Dynamik zwischen Religion und Erotik ganz neue Aktualität.
Im ersten Teil des Buches werden die biologischen Grundlagen der menschlichen Sexualität umfassend dargestellt, um auf diesen überhaupt ein moralisches und kulturelles Regelsystem aufbauen zu können. Der zweite Teil befasst sich mit den Konfliktfeldern zwischen den religiösen Überzeugungen und den sexuellen Bedürfnissen vieler Menschen. Im dritten bis fünften Teil werden Fragen der Sexualmoral vor allem aus weiblicher Sicht dargelegt.

14 F. Wuketits, Verdammt zur Unmoral?, München 1993, S. 102-119.
15 A. Grabner-Haider, Sexualität und Religion. Wien 2006, S. 87-99. Lintner, Den Eros entgiften, S. 96-114.   (ob diese Angaben stimmen kann ich leider nicht mehr garantieren, weil zu lange zurück liegend).

10 K. Loewit: Damit Beziehung gelingt. Graz 1998, S. 156-167.
11 Loewit, Damit Beziehung gelingt, S. 98-112.
12 Schubart, Religion und Eros, S. 99-113.
13 F. Wuketits: Warum uns das Böse fasziniert. Stuttgart 1995, S. 148-157.

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Dazu noch ein Lied von Georg Danzer, dem verstorbenen österreichischen Liedermacher.

GEORG DANZER – A alte Drecksau



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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 14. Juli 2017 von hubert wenzl in Sexualität, Uncategorized

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Ex-Bürgermeister (ÖVP) spricht sich lobend über Flüchtlinge aus   Leave a comment

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Der ex-Bürgermeister von einem kleinen Ort in Oberösterreich, Erwin Chalupar (ÖVP – also kein Linker oder Grüner), äußerst sich nur positiv und wohlwohllend über Flüchtlinge, mit denen er in einem Zug zusammentraf. Das im Gegensatz zu manchen Leuten, die Flüchtlinge in den schlechtesten Farben und Eigenschaften darstellen. Die Flüchtlingen den Tod wünschen, damit ja niemand mit jemand etwas teilen muss. Mich erschreckt der Egoismus und der Hass gegen alles Fremde, der bei manchen eine offen zur Schau getragene rassistische Seite hat. Der ex-Bürgermeister spricht sich gegen jede Radikalität und das Polarisieren aus.

So geht das jedenfalls nicht. Das muss man strafrechtlich verfolgen.

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Berlin – Er ist Deutschlands wohl schlimmster Facebook-Hetzer. Benjamin Sch. (26) verhöhnte den syrischen Jungen Aylan (3), der auf seiner Flucht in ein besseres Leben im Mittelmeer ertrank.
„Wir trauern nicht, sondern wir feiern es“ schrieb der Hetzer aus Berlin auf seiner Facebook-Seite „Berlin wehrt sich“. Dort pöbelt er über Ausländer, Pädophile und Linke.

http://www.bild.de/regional/berlin/rassismus/bild-stellt-facebook-hetzer-42474058.bild.html

Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) verurteilte die Tat aufs Schärfste und forderte ein Einschreiten: „Man muss schon eiskalt und völlig hasszerfressen sein, um das Schicksal eines toten Kindes so widerlich zu kommentieren. Wir müssen ein klares Stoppzeichen gehen diese Ekelpropaganda setzen“, sagte er.

http://www.bild.de/regional/berlin/rassismus/hausdurchsuchung-bei-facebook-hetzer-42464132.bild.html

 

 

Ich will mich aber nicht länger mit solchen Individuen aufhalten, da ist mir meine Lebenszeit zu schade.

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Hier nun aber der wohltuende Artikel über Erwin Chalupar von der Oberösterreichischen Zeitung.

Ex-Bürgermeister schildert Fahrt in Flüchtlings-Zug

GRÜNBACH BEI FREISTADT. Der ehemalige Bürgermeister Erwin Chalupar war in einem jener Züge, in denen Flüchtlinge von Ungarn nach Deutschland ausreisten.

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Ex-Bürgermeister schildert Fahrt in Flüchtlings-Zug

Erwin Chalupar war mit einer Feuerwehr-Gruppe in Ungarn. Bild: OÖLFV

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Als langjähriger Entwicklungshelfer in Tansania sowie Bürgermeister und Feuerwehr-Funktionär im Mühlviertel hat Erwin Chalupar schon eine Menge erlebt. Was ihm aber diese Woche bei einer Zugfahrt von Ungarn nach Linz widerfuhr, hat ihn dennoch tief bewegt. „Wir hatten mit einer Gruppe der Feuerwehr eine Feuerwehrschule in Ungarn besichtigt. Auf der Heimfahrt hatte unser Fahrzeug einen Defekt. Da musste ich dann die Bahn benutzen“, sagt Chalupar im OÖN-Gespräch.

Schon beim Einstieg am späten Nachmittag in Hegyeshalom wurde Chalupar klar: Das ist kein gewöhnlicher Zug. „Ich hatte gerade noch genug Platz zum Stehen. Alles war voller Flüchtlinge, die nach Deutschland wollten.“

Chalupar nutzte die Zeit im Zug, um mit den Flüchtlingen ins Gespräch zu kommen. Menschen aus Syrien, Jordanien, Irak und Somalia. „Mit den jungen Leuten aus Somalia sprach ich Swahili. Die waren hoch erfreut, hier in Europa quasi einen Landsmann zu treffen.“

Immer wieder kam die Frage, ob man denn schon in Deutschland sei. „Ich sagte natürlich auch, dass uns in Europa die enorme Flüchtlingswelle vor ungeahnte Probleme stellt. Die Leute nickten verständnisvoll und erzählten mir von Bombardierungen und Schießereien in ihren Heimatstädten.“ Im Verlauf der Gespräche habe er nie das Gefühl gehabt, bedrängt zu werden, sagt Chalupar. „Im Gegenteil: Die Menschen machten mir beim Einsteigen trotz der Enge gleich einen Platz frei. Sie waren sehr höflich und brachten große Dankbarkeit zum Ausdruck. Eigentlich trugen die sichtlich gebildeten und sauber gekleideten Menschen ihr Schicksal bewundernswert tapfer“, so der ehemalige Bürgermeister.

Leid taten Chalupar vor allem die älteren Herrschaften unter den Flüchtlingen. „Für die bricht sicher die Welt zusammen. Ich wünsche denen, dass sie nach einiger Zeit wieder zurück in ihre Heimat können.“ Mehrmals habe er sich daheim überlegt, wie glücklich sich die Österreicher schätzen können, in einem wohlhabenden und sicheren Land zu leben. „Die Arbeit unserer Politiker will ich da wirklich einmal positiv erwähnen. Die Situation würde anders aussehen, wenn auch bei uns mehr Radikalisten das Sagen hätten und unsere Menschen polarisieren würden.“

Ex-Bürgermeister (ÖVP) spricht sich lobend über Flüchtlinge aus

Gruß Hubert

Veröffentlicht 8. September 2015 von hubert wenzl in Politik

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