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Zwei katholische Kliniken weisen Vergewaltigungsopfer ab   Leave a comment

 

AFP – Angeblich wegen eines Missverständnisses haben zwei katholische Kliniken in Köln sich geweigert, eine mutmaßlich Vergewaltigte auf Tatspuren zu untersuchen. Das NRW-Gesundheitsministerium prüft, ob ein Verstoß gegen gesetzliche Regelungen vorliegt.

Der folgende Fall einer mutmaßlich 25-jährigen Vergewaltigten, die sich auf Tatspuren in einer Kölner Klinik untersuchen lassen wollte, zeigt wieder mal wie hart und unbarmherzig diese „barmherzigen Schwestern und Brüder“ sind. Gleich zwei katholische Kliniken (die Sache hat also System!) weigerten sich diese Frau zu untersuchen. Zu betonen ist auch, dass katholischen Kliniken fast vollständig von der öffentlichen Hand finanziert werden. Die Untersuchung auf Tatspuren hätte die 25-jährige Frau gebraucht um diese gerichtsverwertbar zu sichern.
„Sie wurde demnach mit der Begründung abgewiesen, die gynäkologischen Untersuchungen zur Beweissicherung seien seit zwei Monaten untersagt, weil damit ein Beratungsgespräch über eine mögliche Schwangerschaft und deren Abbruch sowie das Verschreiben der „Pille danach“ verbunden sei.“ Diese Weigerung muss man nur als unglaublichen und menschen- und frauenverachtenden Skandal bezeichnen. Aber Menschen- und Frauenrechte waren ja noch nie eine Stärke der katholischen Kirche. Mussten diese ja gegen den erbitterten Widerstand der katholischen Kirche erkämpft werden. Das Christentum hieß ja über Jahrhunderte das Sklavenhaltertum auch gut.

Hier ein Bericht von „AFP“

Angeblich wegen eines Missverständnisses haben zwei katholische Kliniken in Köln sich geweigert, eine mutmaßlich vergewaltigte 25-Jährige auf Tatspuren zu untersuchen. Die betroffene Stiftung der Cellitinnen zur heiligen Maria als Klinikräger entschuldigte sich „in aller Form“ für den Vorfall. Grund sei offenbar eine von Teilen des Klinikpersonals falsch ausgelegte neue Handlungsrichtlinie des Trägers gewesen. Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium prüft nach Bekanntwerden des Falls, ob ein Verstoß der Krankenhäuser gegen gesetzliche Regelungen vorliegt.

Laut einem Bericht des „Kölner Stadt-Anzeigers“ war die 25-Jährige offenbar bei einer Party mit K.o.-Tropfen betäubt worden und erst einen Tag später auf einer Bank in einem Kölner Park wieder zu sich gekommen. Eine Notärztin hatte die Kliniken um eine Spurensicherung gebeten, um mögliche Tatspuren gerichtsverwertbar zu sichern. Sie wurde demnach mit der Begründung abgewiesen, die gynäkologischen Untersuchungen zur Beweissicherung seien seit zwei Monaten untersagt, weil damit ein Beratungsgespräch über eine mögliche Schwangerschaft und deren Abbruch sowie das Verschreiben der „Pille danach“ verbunden sei.

Der Sprecher der Stiftung der Cellitinnen zur heiligen Maria, Christoph Leiden, entschuldigte sich vor Journalisten dafür, dass die Frau keine Hilfe erfahren habe. Leiden wies aber den Vorwurf zurück, vergewaltigte Frauen würden in einigen katholischen Kliniken im Erzbistum Köln nicht mehr behandelt. Im Gegenteil habe das Ethik-Komitee der Hospitalvereinigung, welche die Klinik-Aktivitäten der Stiftung bündelt, im November eine sogenannte „ethische Stellungnahme“ vorgelegt, in der die umfassende medizinische Versorgung von Vergewaltigungsopfern ebenso festgeschrieben sei wie die Spurensicherung.

Der Inhalt dieser Handlungsrichtlinie sei in den betroffenen Krankenhäusern aber offenbar „nicht ausreichend kommuniziert“ worden, sagte Leiden. Dies müsse sich der Krankenhausträger vorwerfen. Gleichwohl sei klar, dass die Kliniken der Stiftung die „Pille danach“ auch weiter nicht verschreiben würden.

Auch das Erzbistum Köln bedauerte, „dass in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden ist, dass Opfer einer Vergewaltigung in katholischen Krankenhäusern nicht mehr behandelt werden dürfen“. „Dies ist falsch“, hieß es in einer Erklärung. Auch in katholischen Kliniken erhielten betroffene Frauen die notwendige Heilbehandlung, dazu gehöre gegebenenfalls auch eine volle Kooperation im Bereich der Spurensicherung.

Das NRW-Gesundheitsministerium erklärte in Düsseldorf, zur Prüfung eines möglichen Verstoßes der Kliniken sei es zunächst erforderlich, den Sachverhalt zweifelsfrei aufzuklären. Grundsätzlich dürfe kein Krankenhaus das Opfer einer Gewalttat abweisen, betonte Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne).

Die Kölner CDU-Bundestagsabgeordnete Ursula Heinen-Esser nannte den Fall im „Kölner Stadt-Anzeiger“ einen Skandal
. Es sei die Pflicht von Krankenhäusern, Vergewaltigungsopfern jegliche Hilfe zukommen zu lassen. Der Grünen-Parlamentsgeschäftsführer Volker Beck bezeichnete es in Berlin als „unbarmherzig und menschenverachtend, Opfern von Vergewaltigung die Tür zu weisen“.

 

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Gruß Hubert