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Irgendwo auf unserem Planeten könnte bereits die nächste Pandemie Anlauf nehmen   Leave a comment

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Von forourplanet.com/de – Auszug

Vor 20 Jahren glich jede Autobahnfahrt einem Massaker: Tausende zerplatzter Insektenleichen klebten am Ende jeder Reise auf Motorhaube und Windschutzscheibe. Heute sind die Autos auch nach 100 Kilometern noch blitzblank – ein kleiner, aber erschreckender Beleg dafür, wie weit das Insektensterben bereits vorangeschritten ist. Es ist nur ein Ausschnitt einer drohenden globalen Katastrophe.

„Eine Million der weltweit bekannten acht Millionen Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht, wenn wir nicht gegensteuern“, erklärt Prof. Josef Settele vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung im Gespräch mit NetDoktor. Die Zahl geht aus dem globalen Bericht des Weltbiodiversitätsrates der Vereinten Nationen (2019) hervor, an der der Umweltforscher und Agrarökologe in leitender Funktion beteiligt war. Täglich verschwinden demnach etwa 130 Tier und Pflanzenarten unwiderruflich. Das Sterben geschieht meist still: Wer kein Schneeleopard ist, hat keine Lobby.

Ob Ebola, HIV, Schweinegrippe, MERS oder Sars-CoV-2 – sie alle entstanden, weil irgendwann ein tierisches Virus einen Menschen infiziert hat. „Zoonosen“ nennen Mediziner solche Krankheiten, die aus dem Tierreich stammen.

Sie haben besonders hohes Pandemiepotenzial, denn sie treffen – anders als die alljährliche Grippe – beim Menschen auf ein völlig unvorbereitetes Immunsystem. Die letzte verheerende Pandemie, die Spanische Grippe 1918/19 mit ihren 20 bis 50 Millionen Toten, ist fast exakt hundert Jahre her. Covid-19 wütet noch. Und die nächste Pandemie könnte uns sehr viel rascher ereilen.

Experten hatten die Katastrophe erwartet

„Dass in naher Zukunft wieder eine schwere Pandemie auftauchen könnte, damit hat die Wissenschaft schon lange gerechnet“, sagt Prof. Simone Sommer, Evolutionsökologin an der Universität Ulm, gegenüber NetDoktor. Denn die Gelegenheiten für den Virenaustausch zwischen Mensch und Tier haben sich in den letzten Jahrzehnten rasant vervielfacht.

Und so hat auch der als stoischer Trump-Berater berühmt gewordene US-Virologe Dr. Anthony S. Fauci gemeinsam mit Kollegen 2020 Jahr ein Positionspapier verabschiedet. Darin warnen die Wissenschaftler vor einem „Zeitalter der Pandemien“.

Zoonosen: Ein Treffer in Trilliarden

Warum, das erschließt sich bei näherer Betrachtung. Denn Zoonosen sind normalerweise sehr seltene Phänomene. Eigentlich spezialisieren sich Erreger auf bestimmte Wirte. Um deren Zellen befallen zu können, benötigen die Viren beispielsweise spezielle Oberflächenproteine, die wie ein Schlüssel zum Schloss der Zelloberfläche passen. Je besser dieser passt, desto erfolgreicher ist das Virus.

Bei Zellen anderer Tierarten – und damit auch denen des Menschen – passt der Schlüssel normalerweise nicht – oder er klemmt zumindest. Es sei denn, das Virus hat im Zuge einer zufälligen Mutation den passenden Schlüssel für humane Zellen ausgebildet. Und es braucht noch einen zusätzlichen Faktor: „Ein solches Virus muss auch noch zufällig direkt auf einen Menschen treffen, den es befallen kann“, erklärt Sommer.

So unwahrscheinlich das auch im Einzelfall scheinen mag: Bei nunmehr fast acht Milliarden Menschen auf diesem Planeten (doppelt so viele wie 1970!), die der Tierwelt immer näher auf den Pelz rücken, erscheint die zunächst sehr hypothetische Konstellation plötzlich gar nicht mehr so unwahrscheinlich.

Wenn Viren die Artenschranke überspringen

Die Erreger springen beispielsweise über, wenn Menschen Wildtierfleisch – „Bushmeat“ genannt – verzehren. Entstanden Zoonosen früher auf diesem Wege in abgelegenen Siedlungen, liefen sie sich mangels Kontakten irgendwann tot. Heute aber werden exotische Wildtiere immer häufiger als Delikatesse auf den Märkten großer Städte feilgeboten: Flughunde, Schuppentiere, Affen.

Eine Hypothese zur Genese der aktuellen Pandemie ist, dass der Artensprung in dem inzwischen geschlossenen Tiermarkt der Millionenmetropole Wuhan geschah. Von da aus wurde sie exportiert in alle Welt.

Wer jetzt anklagend mit dem Finger nach Asien und Afrika zeigt, dem darf man entgegenhalten: Westliche Industrienationen haben ihre eigenen Brutstätten für potenzielle Zoonosen. Auch in der hiesigen industriellen Massentierhaltung, bei der viele Tiere der gleichen Art unnatürlich gedrängt im Stall stehen, breiten sich Virenerkrankungen aus – und damit auch neue, potenziell gefährliche Mutationen.

Der Mensch rückt der Natur auf den Pelz

Der Haupttreiber für Krankheiten aus dem Tierreich aber ist die Abholzung der Regenwälder. „31 Prozent der bekannten Zoonosen sind darauf zurückzuführen“, berichtet Sommer.

Die tropischen Waldlandschaften sind nicht nur von beispiellos vielen Tierarten bevölkert – in diesen wiederum gedeihen entsprechend vielfältige Virenformen. Menschen, die in die weitgehend unberührten Regionen vorstoßen, kommen mit ihnen zunehmend in Kontakt. Je enger der Mensch der Tierwelt auf den Pelz rückt, desto wahrscheinlicher wird es, dass eine neue Zoonose entsteht.

„Tatsächlich argumentieren mache Leute, wenn man Regenwald abholze, würden ja auch die Viren verschwinden“, berichtet Settele. Abgesehen davon, dass das eine ökologische Katastrophe für den ganzen Planeten wäre, stimmt es nicht. Im Gegenteil: Die Entstehung von Zoonosen wird durch Abholzung und Artensterben erst so richtig angeheizt.

[…]

Eine zentrale Stellschraube ist der Fleischkonsum. In Südamerika beispielsweise werden seit Jahren Bestände gerodet, um Weideland für Rinder zu schaffen – deren Steaks auch auf deutschen Barbecues landen.

Aber auch heimisches Fleisch aus Massentierhaltungen befördert indirekt Brandrodungen im Regenwald. Denn in Südamerika entstehen riesige Sojaplantagen, deren Produktion verschifft und dann hier in der Massentierhaltung verfüttert wird. Sommer sagt es so: „Wenn wir auf Produkte aus Massentierhaltungen verzichten, dann haben wir direkt vor der Haustüre gekehrt.“

Jedes Steak weniger aus Massentierhaltung zählt

Ernährungswissenschaftler empfehlen schon lange, wenn schon Fleisch zu verzehren, dann weniger und dafür hochwertiges und regionales aus artgerechter Haltung. Somit ist jedes Steak aus Massentierhaltung, das wir nicht auf den Grill werfen, nicht nur ein Plus für die eigene Gesundheit, sondern gleichzeitig aktiver Arten- und Pandemieschutz.

Wer sich nicht vorstellen kann, dass nicht-verspeistes Billigfleisch einen echten Unterschied macht, der denke nur an die aktuelle Pandemie. Wenn wir im Ringen mit Inzidenzwerten, Maskentragen und Kontaktbeschränkungen eines gelernt haben, dann das: Wenn viele häufiger das Richtige tun, dann macht das einen echten Unterschied.

Christiane Fux, Medizinjournalistin netdokor.de

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Irgendwo auf unserem Planeten könnte bereits die nächste Pandemie Anlauf nehmen

Angriff aus dem Tierreich   Leave a comment

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Von Geo.de

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Flughunde gelten als Überträger der gefürchteten Ebola-Infektion
© mauritius images / nature picture library / Jabruson
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Ebola, Aids, Covid-19 – eines haben diese verheerenden Krankheiten gemein: Ihre Erreger sind vom Tier auf den Menschen übergesprungen. Forscher sehen in solchen Zoonosen die Seuchen des 21. Jahrhunderts

Elkerliek-Klinik, Helmond, Niederlande, 5. Juli 2008. Klein und zerbrechlich wirkt das Gesicht der 40-jährigen Frau auf dem Krankenhausbett, bleich trotz der Sonnenbräune, die einige Wochen Trekking-Urlaub in Ostafrika ihrer Haut verliehen haben. Erst vor Tagen ist die Niederländerin ins Städtchen Bakel zurückgekehrt.

Sie hatte Uganda durchquert und dabei die Python-Höhle im Queen-Elizabeth-Nationalpark besucht. Mit einem Führer war sie hinabgestiegen zu den dunklen Schlünden am Fuße eines Felsens, wo ­Tausende Flughunde der Art Rousettus ­aegyptiacus die Schlafstätte der Eindringlinge umschwirrten: ein exotisches Erlebnis, auf Tuchfühlung mit Afrikas ent­legenster Natur.

Das beginnende Fieber hatte die Frau ­zunächst als Erkältung abgetan. Doch schnell folgten Schüttelfrost, lähmende Abgeschlagenheit.

Der Hausarzt wies die Patientin in die Notaufnahme des Provinzkrankenhauses Helmond ein. Als sie beginnt, aus Nase und Augen zu bluten, als sich dunkle Ergüsse unter der Haut ausbreiten, das Labor ­bedrohliche Leberwerte misst, wird sie in die Universitätsklinik Leiden verlegt. Am 11. Juli zeigt das EKG auf der Isolierstation die Nulllinie. Im Blut der Toten hat der ­Killer seine genetische Signatur hinter­lassen: das Marburg-Virus.

Der 1967 entdeckte Erreger aus dem ­Herzen Afrikas gehört zu den Auslösern „hämorrhagischer Fieber“, bei denen die Blutgefäße durchlässig werden. Nur zwei von zehn Menschen überleben im Schnitt eine solche Infektion, deren Erreger für ­einige der größten Horrorszenarien der Medizin stehen: Marburg-, Ebola-, Lassa- und Krim-Kongo-Virus.

Viele dieser Krankheiten sind erst seit einigen Jahren überhaupt bekannt. Rätselhaft wie ein Fluch sind sie an irgendeinem Punkt des Globus aufgetaucht.

Unerklärlicherweise verschwanden sie wieder, nachdem sie eine örtliche Todesserie ausgelöst hatten.

Australien 1994: 16 Pferde und zwei Menschen werden Opfer des bis dahin ­unbekannten Hendra-Virus.

Angola 2004/2005: Über 300 Menschen sterben am Marburg-Virus.

Demokratische Republik Kongo 2007: 166 Dorfbewohner gehen am Ebola-Virus zugrunde.

Bangladesch 2001 bis 2007: 87 Menschen sterben am Nipah-Virus.

Westafrika 2014 bis 2016: Der bisher schwerwiegendste Ebola-Ausbruch rafft mehr als 11000 Menschen dahin.

Inzwischen kennen Forscher eine entscheidende Gemeinsamkeit der unheimlichen Fieber: Es sind sämtlich Zoonosen – Tierkrankheiten, die über Jahrtausende verborgen blieben in den Körpern von ­Affen, Vögeln, Fledermäusen.

Zoonosen ins Zentrum von Bedrohungsszenarien gerückt

Und in dem Maße, in dem Menschen noch die entlegensten Gebiete be­siedeln, dort jagen und Land bestellen, in dem sie Abenteuerreisen in kaum berührte Naturräume unternehmen, exotische Lebewesen essen – in diesem Maße nehmen die Übergriffe von bislang un­bekannten Erregern aus dem Tierreich zu. Auch das aktuelle Coronavirus ist einer von ihnen. Zoonosen sind ins Zentrum von Bedrohungsszenarien gerückt. Und längst ein wichtiger Krankheitstyp des 21. Jahrhunderts geworden. Weltweit.

Einige der verheerendsten Infektionskrankheiten stammen von Tieren. Etwa das HI-Virus, Auslöser der weltweit größten Pandemie: Deren Erreger vom Typ-1 sprang erstmals zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Zentralafrika von Schimpansen auf Jäger über, die sich am Blut infizierter Tiere ansteckten. Die in Afrika vorherrschende Malaria tropica ist ebenfalls eine Zoonose.

Vermutlich vor 10000 Jahren eroberte ihr aus Affen stammender Erreger, ein einzelliges Sporentierchen, den Menschenkörper. Auch die Pest ist eine Zoonose, ebenso die von Zecken übertragene Borreliose. Und an der Tollwut sterben mittlerweile jährlich 59000 Menschen.

Jedes Jahr werden etwa drei unbekannte Zoonosen bei Menschen gefunden, darunter auch immer wieder neue Varianten der Grippe. Jede von ihnen könnte – zufällig – eine Lücke in der menschlichen Immunabwehr offenbaren und große Teile der Welt­bevölkerung krank machen. Das wäre 2003 beinahe schon einmal geschehen: Ein ­Coronavirus, das möglicherweise aus einer asiatischen Fledermaus- oder Schleich­katzenart stammte und mit der aktuellen Variante verwandt ist, infizierte Ende 2002 einen Bauern mit einer „atypischen“ Lungenentzündung.

Die Seuche, wegen ihrer Atemwegskomplikationen Sars (Severe Acute Respira­tory Syndrome) genannt, breitete sich von Hongkong aus und forderte 744 Todes­opfer.

Erst knapp vor dem Lawinenstadium einer weltweiten Pandemie konnte sie gestoppt werden. Anders als jetzt in Zeiten der von Corona ausgelösten Erkrankung Covid-19.

Nicht jeder tierische Erreger ist dabei gleich ein Seuchenkeim für Menschen. Er muss erst dazu werden. Viele der gefährlichen neuen Keime haben in anderen Lebewesen ihr unauffälliges natürliches „Reservoir“: Viren, Bakterien oder Einzeller haben sich mit ihren jeweiligen Wirten über Jahrmillionen gemeinsam entwickelt.

Damit sie sich so lange wie möglich im Wirtskörper vermehren können, bringen sie die Tiere, an die sie angepasst sind, nicht um – so wenig wie ein Schnupfenvirus Menschen tötet.

Ein zu 100 Prozent mörderisches Pathogen kann auf lange Sicht nur verlieren. Der Tod seines Wirts würde verhindern, dass das Virus seine Erbanlagen weitergeben kann. An einem Virus zu sterben ist aus dieser Perspektive gleichsam ein biolo­gischer Unfall. Dieser droht dann, wenn die angepassten Erreger einer Art in fremde Lebewesen gelangen, wenn sich Keim und Wirt nie aufeinander abstimmen konnten. Der Körper des neuen Wirtstieres ist daher völlig unvorbereitet – und der Erreger entfaltet erst dort eine erhebliche Zerstörungskraft, die ihm selbst ebenso schadet wie dem Wirt.

Solche Zusammenstöße provoziert unsere Zivilisation immer häufiger. Ungebremst erschließen Menschen die allerletzten Winkel der Tropen. Und ahnen nicht, welche Risiken sie damit eingehen: In Tierarten, mit denen Menschen bisher wenig Kontakt hatten, schlummern womöglich noch Hunderte oder Tausende für uns potenziell mörderische Erreger, hat der Humanbiologe und Virenjäger Nathan Wolfe mal geschätzt.

Aber welche Keime werden uns ge­fährlich?

Weshalb springen manche von ihnen den Menschen an, andere nicht?

Welche Pathogene drohen, wie das neue Coronavirus, zum pandemischen Schrecken zu werden und warum? Die ­Fragen der Zoonose-Forschung sind für die ­Zukunft unserer verflochtenen Welt ­lebenswichtig. Doch die meisten Antworten lassen sich nicht vom Labortisch aus finden.

Um mehr über die Herkunft und die ­Verbreitung der tierischen Erreger zu erfahren, müssen Forscher sie dort suchen, wo sie herkommen. Zu diesem Zwecke ist vor einiger Zeit auch eine Gruppe deutscher und afrikanischer Ökologen und ­Mediziner ins Hinterland Ghanas auf­gebrochen, einen Reporter an ihrer Seite.

von Andreas Weber

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Angriff aus dem Tierreich

 

Veröffentlicht 24. Mai 2021 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz

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Schauspieler Ralf Moeller zeigt sich als „Pflanzenfresser“ stark, fit und fleischfrei   Leave a comment

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Von Peta.de

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Bild: Peta.de

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Frecher Blick, klare Botschaft: Schauspieler Ralf Moeller setzt sich mit seinem PETA-Motiv gemeinsam mit uns für die vegane Ernährung ein. Seit 2018 lebt er mittlerweile fleischfrei – wie er sagt, eine der besten Entscheidungen seines Lebens. Der gebürtige Recklinghausener, bekannt für seine Rollen in Blockbustern wie „Gladiator“, steht im September 2020 für Kung Fury 2 mit Arnold Schwarzenegger und Michael Fassbender vor der Kamera. Der Schauspieler lebt seit vielen Jahren in Los Angeles, wo die vegane Küche weit verbreitet und etabliert ist. Gemeinsam mit uns von PETA wirbt Moeller den Tieren und der Umwelt zuliebe für den veganen Lebensstil. Und er beweist einmal mehr, wie viel Power in den „Pflanzenfressern“ steckt.

„Mein ökologisches Verantwortungsbewusstsein und das Entsetzen über die schockierenden Bilder aus der landwirtschaftlichen Tierhaltung haben mich zur fleischfreien Lebensweise gebracht“, so Ralf Moeller. „Noch dazu tut es mir extrem gut, mich so zu ernähren: Ich habe viel mehr Energie, fühle mich rundum fit und gesund und entdecke ständig neue köstliche Gerichte!“

Das Motiv wurde vom österreichischen Starfotografen Manfred Baumann in Los Angeles fotografiert – beide verbindet eine langjährige Freundschaft. Manfred Baumann lebt selbst vegan und unterstützt uns seit vielen Jahren: So fotografierte er zum Beispiel Franka Potente, Ariane Sommer oder Kathrin Menzinger für unsere Kampagnen.

Tierische Produkte fördern ernährungsmitbedingte Krankheiten und Viren wie Corona

Jährlich belaufen sich die Kosten für ernährungsmitbedingte Erkrankungen mit fast 100 Milliarden Euro schätzungsweise auf ein Drittel aller Gesundheitskosten. [1] Der Umstieg auf eine bio-vegane Landwirtschaft würde zu einer gesünderen Ernährung beitragen und das Gesundheitssystem somit erheblich entlasten. Die hohen Mengen an Cholesterin und gesättigten Fettsäuren wirken sich in ihrer Zusammensetzung negativ auf die Gesundheit aus: Der zu hohe Konsum ist ein wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes sowie verschiedene Krebserkrankungen.

Hinzu kommen nicht absehbare Risiken durch Infektionskrankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden – sogenannte Zoonosen: Bereits 2004 nannte die Weltgesundheitsorganisation die steigende Nachfrage nach tierischen Produkten als eine der Hauptursachen für die Entstehung von Zoonosen. [2] COVID-19, die Vogelgrippe H5N1, die SARS-Pandemie, das MERS-CoV, Ebola, unzählige Opfer durch multiresistente Keime und sogar Aids – sie alle haben einen gemeinsamen Nenner: die Gier des Menschen nach Fleisch, Milch und Eiern. [3]

Produkte tierischer Herkunft sind Klimakiller Nummer eins

Eine pflanzliche Lebensweise rettet unzähligen Mitgeschöpfen das Leben und leistet zudem einen entscheidenden Beitrag zum Klima- und Umweltschutz. Ergebnisse aus dem Weltagrarbericht 2018 zeigen, dass die Produktion von 100 Gramm Eiweiß aus Rindfleisch 36-mal mehr CO2-Equivalente verursacht als die Erzeugung von 100 Gramm Erbsenprotein. [4] Auch Milchprodukte haben erhebliche negative Auswirkungen auf Umwelt und Klima – Butter ist sogar das klimaschädlichste Lebensmittel. [5] Im Vergleich zu einem Liter Pflanzendrink verursacht die Produktion von einem Liter Kuhmilch dreimal so viele Treibhausgasemissionen. [6] Diese Emissionen werden jedoch auch indirekt verursacht, etwa durch Waldrodungen für den Futtermittelanbau und durch Landnutzungsänderungen, vor allem für neue Weideflächen. Eine im April 2019 veröffentlichte Oxford-Studie betont, dass die vegane Lebensweise pro Person und Jahr zwei Tonnen Treibhausgase einspart. [7]

Was Sie tun können

Informieren Sie sich über weitere Tipps und testen Sie unser kostenloses Veganstart-Programm – für den leichten Einstieg in die vegane Lebensweise.

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Schauspieler Ralf Moeller zeigt sich als „Pflanzenfresser“ stark, fit und fleischfrei

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Gruß Hubert

Corona: Schlachthäuser schliessen statt Ausgehverbote   Leave a comment

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Von wildbeimwild.com

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Bild: wildbeimwild.com

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Vorbeugen ist besser als heilen. Der Einfluss des widernatürlichen Fleischkonsums der Menschen auf das Risiko, an so genannten Zivilisationskrankheiten oder Viren (Corona) zu erkranken, ist erheblich. Umgekehrt belegen Studien, dass eine gut geplante und ausgewogene pflanzliche Ernährung diese Gefahr verringern kann.

Die Debatten über die Corona-Pandemie ausschliesslich auf die biomedizinische, technologische oder wirtschaftliche Perspektive zu verengen und damit in unverantwortlicher Weise zu verkürzen, stört in der akuten Krisenstimmung.

Seit Wochen hält das Coronavirus Sars-CoV-2 die Welt in Atem. Auf den Spuren der globalisierten Reisetätigkeit verbreitete sich wieder eine Krankheit in Windeseile über den gesamten Erdball. Viele so transportierte Krankheitserreger stammen von Wildtieren, einige stammen von Haustieren oder Nutztieren. 75 % der neu auftretenden Infektionskrankheiten haben einen tierischen Ursprung.

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Corona: Schlachthäuser schliessen statt Ausgangssperren
Corona: Schlachthäuser schliessen statt Ausgangssperren

 

Die vielen Tiere in unserem System der industriellen Fleischproduktion werden, bevor sie unfreiwillig im Schlachthof enden, auf engstem Raum zusammengepfercht gehalten: ideale Bedingungen für die Verwandlung von Mikroben in tödliche Krankheitserreger. Wenn beispielsweise Vogelgrippeviren, deren Wirtstiere wildlebende Wasservögel sind, in Geflügelmastbetriebe eindringen, mutieren sie und werden sehr viel gefährlicher als in freier Wildbahn.

Es wird Zeit, dass wir uns der Tatsache stellen, dass es unser Appetit auf Fleisch, Milch und Eier ist, der sogenannte Zoonosen befördert. Zudem sorgt dieses Verhalten dafür, dass wir in immer geringeren Abständen mit neuartigen und schwer kontrollierbaren Viren konfrontiert sein werden. Lebensraumzerstörung und Wildtierhandel verursachen Zoonosen.

Immer wieder treten diese gefährlichen Virusinfektionen und Krankheiten bei Tieren auf. SARS, MERS, Ebola, HIV, Bornaviren, Affenpocken, Vogelgrippe MKS, Schweinepest, Grippe und BSE, um nur einige zu nennen. Zum Teil sind sie für den Menschen sehr gefährlich und können sogar zum Tod führen. Hinzu kommt, dass der Verzehr von Fleisch und tierischen Produkten das Risiko steigert, an Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Übergewicht zu erkranken. Zudem sind Fleisch und dessen Produktion Umweltkiller Nummer 1. Mehr als 98 % des Fleisches stammt aus der Massentierhaltung. Milliarden von Tieren leiden unter der nicht artgerechten Haltung – es ist reine Tierquälerei.

Fleisch enthält immer einen hohen Anteil an Giften und macht extrem anfällig für Krankheiten. Die Zahl verschiedenster Krebserkrankungen zum Beispiel steigt signifikant in Ländern mit dem abartigen und uferlosen Fleischkonsum. Brustkrebs der häufigste Krebs bei der Frau, Prostatakrebs beim Mann und Darmkrebs sind mittlerweile eine regelrechte Seuche geworden mit explodierenden Gesundheitskosten für die Allgemeinheit.

Viel besorgniserregender als der aktuelle Corona-Ausbruch ist aber die anhaltende Weigerung politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entscheidungsträger, zwischen den Epidemien und Pandemien mit derselben Konsequenz gegen deren Ursachen vorzugehen, mit der sie in der akuten Ausbruchssituation das gesellschaftliche, wirtschaftliche und zivile Leben aller Menschen einschränken.

Noch ist die Entstehung der Coronavirus-Pandemie nicht vollständig geklärt. Der Blick auf den Fleischmarkt in Wuhan, der tote und lebendige exotische Tiere bietet, weist allerdings darauf hin, dass auch der aktuelle Seuchenausbruch mit auf das Konto der Fleischfresserei geht. Die Viruserkrankung COVID-19 ist nach aktuellem Kenntnisstand auf den Handel und den damit verbundenen engen Kontakt mit Wildtieren beziehungsweise deren Verzehr zurückzuführen.

Verantwortungsvolle Gesundheits-, Wirtschafts- und Sicherheitspolitik darf sich nicht auf Quarantäne- und Notfallmassnahmen beschränken, sondern muss diesen Zusammenhängen Rechnung tragen. Offenbar ist es einfacher, die Bewegungsfreiheit der Menschen einzuschränken, als die Fleischindustrie, sowie ihre Unterstützer und ihr rücksichtsloses Gewinnstreben in die Schranken zu weisen. Dabei wäre dies ohnehin nötig, um die massive Umweltbelastung durch Ackerbau, Viehzucht und Transport zu verringern und die Menschen vor ihren vielfach gesundheitsschädlichen Produkten zu schützen. Dieses System ist durch und durch krank!

Der fleischlose Weg der Ernährung ist einfach der natürlichste. Sonne, Luft, Boden und Wasser vereinen sich, um die Früchte der Erde zu erzeugen: Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen. Der Nährwert dieser Nahrung kommt direkt von der Quelle, sozusagen „aus Gottes-Hand“. Im Gegensatz dazu beziehen wir den Nährwert aus Fleisch, Fisch oder Geflügel „aus zweiter Hand“ – beim Konsum des Fleisches von Lebewesen, die ihrerseits natürliche Energie, umgesetzt aus verschiedenen Pflanzen, entwickelt haben.

Blühende und wirtschaftlich nachhaltige, bio-vegane Landwirtschaft ist ein Gebot der Stunde.

Fleisch ist im medizinischen, psychologischen, moralischen und spirituellen Bereich ungesund

Was kann jeder von uns dagegen tun? Wir müssen vom Essen von Tieren und tierischen Produkten komplett abrücken, denn dies ist in den meisten Fällen die Ursache für die gefährlichen Zoonosen. Eine ausgewogene pflanzliche Ernährung ist darüber hinaus wichtig für die Tiere, unsere Umwelt und unseren Körper. Nur weil ein Mensch alles fressen kann, muss er seinen Geist, Körper und Psyche nicht wie ein Abfallsack behandeln.

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CORONAVIRUS – Was dir immer noch NIEMAND verraten hat! (Corona Update)

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Corona: Schlachthäuser schliessen statt Ausgehverbote

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 24. Juli 2020 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz

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Der Covid-19-Erreger ist nicht vom Himmel gefallen   Leave a comment

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Von wwf.de

Die Corona-Pandemie ist eine Folge menschlichen Handelns, eine Folge unserer Naturzerstörung und unseres ausbeuterischen Umgangs mit den Lebewesen dieses Planeten.

Covid-19: Kein Zufall, sondern nur eine Frage der Zeit

Für Wissenschaftler, die sich mit dem Phänomen der Übertragung von Viren von Wildtieren auf den Menschen beschäftigen, ist das Auftreten von Covid-19 keine Überraschung: Schon 2005 warnte die Virologin Zheng-Li Shi vom Wuhan Institute of Virology davor, dass Coronaviren in Fledermäusen auf Menschen übertragen werden und Pandemien auslösen können.

 

Fledermaus © Vu-Dinh-Thong-Institute of Ecology and Biological Resources Hanoi / WWF
Fledermaus © Vu-Dinh-Thong-Institute of Ecology and Biological Resources Hanoi / WWF

60 Prozent aller Infektionskrankheiten sind Zoonosen und 72 Prozent davon kommen von Wildtieren. Zoonosen sind Infektionskrankheiten, die auf natürliche Weise von Wirbeltieren auf Menschen übertragen werden können und umgekehrt. Zoonosen können von Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten und Prionen verursacht werden.

Epidemien wie Ebola kosteten tausende, das HI-Virus sogar mehr als eine Million Menschen das Leben. Viele waren auf Krankheiten zurückzuführen, deren Erreger von Wildtieren auf Menschen übertragen wurden. Bei Ebola ist das Reservoir wahrscheinlich wie bei Covid-19 eine Fledermausart, HIV wurde ursprünglich von Affen übertragen. Auch die SARS- und die MERS-Erreger, die seit 2002 jeweils rund 800 Menschen das Leben kosteten, gehören zur Gruppe der Corona-Viren und sind Zoonosen.

[…]

Entwaldung in Kombination mit intensiver Landwirtschaft treibt aber nicht nur Wildtiere in die Nähe des Menschen, sondern fördert außerdem die Erhitzung des Planeten: Ideale Bedingungen für die katastrophalsten Waldbrände aller Zeiten, die wir 2019 im Amazonas, im Kongobecken, in Indonesien und Anfang 2020 in Australien erleben mussten.

Warten auf die nächste Pandemie?

 

Wildtiermarkt © Adam Oswell / TRAFFIC
Wildtiermarkt © Adam Oswell / TRAFFIC

 

Die Ausbrüche menschlicher Infektionskrankheiten nehmen zu. In den letzten Jahren gab es Ebola, die Vogelgrippe, das Atemwegssyndrom des Nahen Ostens MERS, das Rift Valley-Fieber, das schwere akute Atemwegssyndrom SARS, das West-Nil-Virus und das Zika-Virus, um nur einige zu nennen. Jedes Mal waren ursprünglich Tiere Träger der neuen Krankheitserreger. Jedoch sind nicht die Wildtiere und ihre natürlichen Erregerstämme der Auslöser, sondern die unnatürliche Nähe von Menschen und Wildtieren.

Wenn wir so weitermachen, ist die nächste Epidemie nur eine Frage der Zeit, meint auch Inger Andersen, Direktorin des UN-Umweltprogramms. Dabei sollten wir uns auch bewusst machen, dass die Kosten und Folgen einer Pandemie, wie wir sie jetzt erleben, die Kosten für ihre Verhinderung und Prävention bei weitem übersteigen. Intakte Ökosysteme und gesunde Wildtiere würden uns schützen.

Wir haben es in der Hand, Pandemien vorzubeugen

Die gute Nachricht ist: Wir haben es selbst in der Hand, diese Gefahr so gering wie möglich zu halten. Der WWF fordert schon seit Jahren, konsequent gegen illegalen Artenhandel und illegale Wildtiermärkte vorzugehen und Gesetzeslücken zu schließen, um einen effizienten Vollzug zu ermöglichen.

Auch wenn jetzt der Erhalt der Gesundheit und die Verhinderung von Leid im Fokus unseres Handelns stehen, dürfen wir langfristig nicht den Schutz der Artenvielfalt, den Kampf gegen die Klimakrise und den Stopp der Wilderei aus dem Blick verlieren. Denn spätestens jetzt sollte klar werden: Der Kampf gegen die Zerstörung der Natur ist nicht nur zur Verhinderung einer globalen ökologische Katastrophe notwendig, sondern auch zur Verhinderung einer medizinischen Katastrophe mit all ihren sozialen Folgen für Menschen auf der ganzen Welt.

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Der Covid-19-Erreger ist nicht vom Himmel gefallen

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 7. April 2020 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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VGT warnt: Fleischverzehr hat Coronavirus verursacht!   Leave a comment

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Da kann ich VGT.at nur voll recht geben! 75% aller Pandemien rühren aus Zoonosen, also Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen (meist durch Viren) übergingen.

Dass der neuartige Corona-Virus SARS-CoV-2 und damit die aktuelle COVID-19-Pandemie von einem Wildtiermarkt (einem sogenannten „wet market“) im chinesischen Wuhan stammt, gilt derzeit als fast gesichert.

Ahmad, T., M. Khan et al. (2020). „COVID-19: Zoonotic aspects.“ https://www.researchgate.net/publication/339529719_COVID-19_Zoonotic_aspects

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Aus VGT.at

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Massentierhaltungen wie diese österreichische Masthuhnanlage können über kurz oder lang zum Keimboden für Krankheitserreger werden. Der VGT appelliert an die Politik, Verstand walten zu lassen und dem System der Fleischindustrie endgültig Adieu zu sagen!

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Eine Reihe weltweiter Krankheitserreger in den letzten Jahrzehnten entstand in der Tierindustrie – VGT fordert Abkehr vom System der Fleischindustrie

Anlässlich der weltweiten Bedrohung durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2, insbesondere in Österreich, erinnert der VGT daran, dass dieses Virus auf einem Tiermarkt von einem Tier auf den Menschen übergesprungen ist. Der Fleischverzehr hat also die COVID-19 Pandemie ausgelöst. Die Zustände auf diesen Tiermärkten sind katastrophal, sie hätten längst verboten gehört. Tatsächlich haben 75 % der neu auftauchenden Krankheitserreger für Menschen ihren Ursprung in Tieren, wie z.B. sämtliche Formen der Vogelgrippe, die Schweinegrippe, das Nipah-Virus, Ebola oder auch HIV. Die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO hat bereits 2008 darauf hingewiesen, dass insbesondere die industrielle Nutztierhaltung den idealen Nährboden für neue Krankheitserreger bietet. Zusätzlich werden 70-80 % der weltweit verwendeten Antibiotika in der Tierindustrie eingesetzt, wodurch resistente Keime entstehen, was die zukünftige Bekämpfung bakterieller Infektionen drastisch erschwert. Die massive Fleischproduktion für fast 8 Milliarden Menschen hat also nicht nur erschreckende Auswirkungen auf das Weltklima (zu 30 % für den Klimawandel verantwortlich) und unseren ökologischen Fußabdruck (70 % der Agrarflächen dienen dem Futtermittelanbau), sondern ist auch eine sehr konkrete Gefahr für unsere Gesundheit, wie die Coronavirus-Krise zeigt.

Der Lebensmittelwissenschaftler und Geophysiker Dr. Kurt Schmidinger hat dazu die Faktenlage zusammengefasstKonsum von Tierprodukten verursacht Pandemien wie COVID-19

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VGT warnt: Fleischverzehr hat Coronavirus verursacht!

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Gruß Hubert

Zoonosen: Warum unser Hunger auf Fleisch immer wieder Pandemien auslöst   1 comment

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Die Gier nach Fleisch rächt sich!

Von Peta.de

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Die WHO hat bestätigt, dass wir uns in einer Pandemie befinden. Jeder sollte nun die Anweisungen des Robert-Koch-Instituts befolgen – es wird aber auch Zeit, dass wir uns der Tatsache stellen, dass es unser Appetit auf Fleisch, Milch und Eier ist, der sogenannte Zoonosen befördert. Zudem sorgt dieses Verhalten, dass wir in immer geringeren Abständen mit neuartigen und schwer kontrollierbaren Viren konfrontiert sein werden.

Was sind Zoonosen?

75 Prozent aller neu auftretenden Krankheitserreger, wurden  vom Tier auf den Menschen übertragen – diese nennt man Zoonosen. Die Ansteckung vom Tier zum Menschen kann durch direkten Kontakt mit Tieren oder auch durch kontaminierte Lebensmittel erfolgen.

Was hat das mit Fleisch, Milch und Eiern zu tun?

COVID-19, die Vogelgrippe H5N1, der hunderte Menschen zum Opfer fielen, die SARS-Pandemie 2002/2003 mit weltweit über 770 Toten, das 2012 erstmals aufgetretene MERS-CoV, das gefährliche Ebolafieber, unzählige Opfer durch multiresistente Keime und sogar Aids – sie alle haben einen gemeinsamen Nenner: Die Gier des Menschen nach Fleisch und anderen tierischen Produkten.

Für unsere eigene Zukunft müssen wir radikal umdenken

Weltweit pferchen wir Milliarden Tiere in enge und kotverdreckte Ställe – ihr Leben ist eine reine Qual. Diese Agraranlagen, Tiermärkte und auch die Schlachthöfe voller gequälter, verletzter, kranker Tiere sind Brutstätten für tödliche Keime. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit von Mutationen, antibiotikaresistenten Keimen und Zoonosen – immer mehr Viren springen vom Tier auf den Menschen über, mit nicht absehbaren Konsequenzen für die gesamte Menschheit. Auch der Verzehr von und Handel mit Wildtieren begünstigt die Übertragung von Viren auf uns Menschen.

Die Corona-Krise könnte nur ein erster Vorgeschmack sein für das, was in der Zukunft, ausgelöst durch die zunehmende Tierhaltung, immer öfter passieren kann.

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Was kann jeder von uns dagegen tun? Wir müssen vom Essen von Tieren und tierischen Produkten komplett abrücken, denn dies ist in den meisten Fällen die Ursache für die gefährlichen Zoonosen. Eine ausgewogene pflanzliche Ernährung ist darüber hinaus wichtig für die Tiere, unsere Umwelt und unseren Körper.

Hintergrund

Im Falle von Corona wird meist der Tiermarkt in Wuhan als Ausgangspunkt der Pandemie genannt, dort werden vor allem Fische und sogenannte „Meeresfrüchte“ gehandelt – aber auch zahlreiche exotische Säugetiere. Die Vermutungen gehen in die Richtung, dass das Genom ursprünglich von Fledermäusen stammte und dann auf mindestens ein Säugetier übergesprungen ist, bevor es Ende vergangenen Jahres dann einen Menschen infizierte.

Das Problem ist der Politik durchaus bekannt. So schreibt zum Beispiel der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft schon 2015 in einem Gutachten:

„Tierische Lebensmittel bergen grundsätzlich Risiken für die menschliche Gesundheit. Mögliche Beeinträchtigungen der Gesundheit ergeben sich zum einen durch Erreger von Zoonosen, die in den Tierbeständen vorkommen und auf unterschiedlichen Wegen zu den Konsumenten/Konsumentinnen gelangen können, zum anderen durch verschiedene stoffliche Belastungen aus der Tierhaltung sowie durch die Entstehung von Resistenzen gegenüber Medikamenten.“

Was Sie tun können

Wir alle können mithelfen, dies zu vermindern, indem wir die nächsten Monate nicht nur Solidarität mit unseren Mitmenschen zeigen und physische Kontakte so gut wie möglich vermeiden, sondern auch, indem wir unser Mitgefühl ausweiten und auf eine vegane Ernährung umsteigen. Gerne unterstützen wir Sie dabei. Unter www.veganstart.de geben wir Ihnen Tipps und Informationen mit auf den Weg, dass auch Sie die vegane Lebensweise unverbindlich für 30 Tage ausprobieren können.

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Zoonosen: Warum unser Hunger auf Fleisch immer wieder Pandemien auslöst

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Gruß Hubert

COVID-19, SARS, Ebola – 236 Organisationen fordern: Wildtiermärkte schließen   1 comment

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Von Peta.de

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Die Anzahl neu auftretender Infektionskrankheiten ist in den vergangenen Jahrzehnten stark gestiegen – und 75 Prozent dieser Krankheiten sind tierischen Ursprungs.

Der größte Teil (72 Prozent) dieser sogenannten Zoonosen resultiert aus dem Kontakt zu wild lebenden Tieren, weil Menschen diese Tiere immer stärker ausbeuten, ihrem Lebensraum entreißen, sie essen, Handel mit ihnen treiben und ihren Lebensraum zerstören. Nicht nur die neue Coronavirus-Erkrankung COVID-19 stammt von Wildtieren, sondern auch viele weitere wie das Ebolafieber, die SARS-Pandemie, der 2002/2003 weltweit über 770 Menschen zum Opfer fielen, MERS und sogar Aids.

Um diesen tödlichen Kreislauf endlich zu durchbrechen, haben nun 236 Tier- und Artenschutzorganisationen, darunter PETA Asien, in einem offenem Brief an die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) sowie an die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) gefordert, weltweit auf Regierungen einzuwirken, um Wildtiermärkte endlich zu schließen.

„Globale Maßnahmen, dem Handel dauerhaft Einhalt zu gebieten, werden signifikant dazu beitragen, das Risiko künftiger Epidemien von Infektionskrankheiten bei Wildtieren und Menschen erheblich zu verringern und die Bedrohung durch direkte Ausbeutung für einzelne Tiere und für die Artenvielfalt zu senken“, so die Organisationen.

Mit dem Finger auf China zeigen ist viel zu kurz gedacht: Wildtierbörsen auch in Deutschland

Nicht nur in Asien, sondern weltweit werden Wildtiere aus ihrem angestammten Lebensraum verschleppt und auf Märkten angeboten. Beispiel aus Deutschland: Auf Europas größter „Exotenbörse“, der Terraristika in Hamm werden vier Mal im Jahr tausende exotische Reptilien, Amphibien und Säugetiere unter schlimmsten Bedingungen wie auf einem Flohmarkt angeboten und an die Laufkundschaft verramscht. Viele der dort angebotenen Tiere sind Wildfänge, die Tage oder Wochen zuvor im Regenwald oder einem anderen Habitat eingefangen wurden. Viele von ihnen sterben auf den langen Transporten. Die überlebenden Tiere sind oft stark geschwächt. Viren und Bakterien, die sie in sich tragen, können für sie selbst völlig ungefährlich sein, aber für den Menschen gravierende Auswirkungen haben.

Weitere Beispiele:

  • Rund 90 Prozent der in Gefangenschaft gehaltenen Reptilien scheiden regelmäßig gefährliche Salmonellen aus. Laut Robert Koch-Institut ist etwa jede dritte Salmonelleninfektion bei Kleinkindern unter zwei Jahren auf den Kontakt mit exotischen Reptilien zurückzuführen.

  • Zwischen 2011 und 2013 starben in Sachsen-Anhalt drei Halter von Bunthörnchen, einer mittelamerikanischen Hörnchen-Art, an einer Hirnhautentzündung. Sie hatten sich laut Friedrich-Loeffler-Institut bei ihren exotischen Tieren infiziert.

Nicht nur aus gesundheitlichen Gründen, sondern auch aufgrund der immensen Tierquälerei und des Artenschwunds müssen Wildtiermärkte verboten werden – sofort und überall!

Was Sie tun können

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COVID-19, SARS, Ebola – 236 Organisationen fordern: Wildtiermärkte schließen

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 17. März 2020 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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