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Rabiater Jäger reißt Radfahrer vom Rad   Leave a comment

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Es gibt schon rabiate Jäger. Sie glauben der Wald und das Wild gehöre ihnen. Okay, der Radfahrer ist auf einem Waldweg gefahren wo es verboten wäre. Aber das würde höchstens eine Verwaltungsstrafe von 20, höchstens 30 Euro nach sich ziehen. Da ist Körperverletzung schon ein ganz anderes Kaliber. Der Jäger hatte kein Recht den Radfahrer körperlich anzugreifen, das hätte nicht einmal die Polizei. Diese unglaubliche Geschichte, wo man nur noch den Kopf schütteln kann, hat sich in Oberösterreich zugetragen. Der Radfahrer will zivilrechtlich gegen den Jäger vorgehen. Ich hoffe dieser wird für sein brutales Vorgehen anständig zur Kasse gebeten.

Linzer Radfahrer erhebt schwere Vorwürfe gegen einen Jäger

SANDL. Der Beschuldigte soll ihn auf Waldweg bei Sandl vom Rad gerissen und verletzt haben.

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Linzer Radfahrer erhebt schwere Vorwürfe gegen einen Jäger

Ein Foto als Beweis: Der beschuldigte Jäger vor dem kaputten Fahrrad. Bild: privat

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Hautabschürfungen an den Beinen, Prellungen an Schulter und Becken, eine Muskelzerrung: Markus Schinko leidet unter starken Schmerzen. Im LKH Freistadt wurde ihm eine Tetanusspritze verabreicht, er muss Medikamente nehmen, kann das rechte Bein nicht abbiegen. Und alles nur, weil er auf einer Radtour mit einem Waidmann aneinandergeraten ist – auf einem Waldweg in Sandl (Bez. Freistadt), auf dem Radfahren allerdings verboten ist.

38 Kilometer hatte der 45-jährige Geschäftsführer eines Linzer Logistikunternehmens schon hinter sich, als er am Dienstag gegen 16.15 Uhr in den nicht beschilderten Waldweg im Ortsteil Weinviertel einbog. “Nach 400 Metern sehe ich einen dunklen Mercedes, daneben einen Jäger, und in dem Moment, wie ich an ihm vorbeifahren will, packt er mich am linken Oberarm und will mich zu Boden zerren”, sagt Schinko.

“Ich habe in Panik geschrieen”

Der Jäger aus dem Bezirk Freistadt stellte den Ablauf bei seiner Einvernahme aber anders dar: Er habe den Radfahrer nur anhalten wollen, dieser habe “Gas gegeben” und ihn angefahren.

Schinko schaffte es noch gut 20 Meter, kam dann schwer zu Sturz. Er rappelte sich mühsam auf, während der Jäger in sein Handy gerufen habe: “Willi, i hab eam!” (Willi, ich habe ihn). Dann sei der Waidmann zu ihm gekommen, “er hat mir nicht aufgeholfen, sondern nur gesagt, dass er die Jagdaufsicht hat und Radfahren hier verboten ist”. Als Schinko mit dem kaputten Rad weitergehen will, “hat er mich am Arm gepackt und wollte auch den Lenker vom Radl nicht mehr auslassen”.

Erst nach hundert Metern habe er sich befreien können. “Ich habe in Panik geschrieen, habe mich dann in den Straßengraben gesetzt und die Polizei alarmiert.” Den Beamten legte Schinko Beweisfotos vor, die er mit dem Smartphone gemacht hatte. Seine Frau fuhr ihn dann ins Spital. Der Jäger wird angezeigt, Schinko wird gegen ihn auch zivilrechtlich vorgehen.

Radfahren sei auf dem Waldweg verboten, betont die Polizei. Für Landesjägermeister Sepp Brandmayr ist das Verhalten des Jägers trotzdem “mehr als unklug – falls es sich wirklich so abgespielt hat”. Er werde mit ihm das Gespräch suchen: “Eine gesetzliche Handhabe haben wir in dem Fall aber nicht.”

Rabiater Jäger reißt Radfahrer vom Rad

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Gruß Hubert

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Veröffentlicht 24. Oktober 2015 von hubwen in Jäger

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