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Peter Wohlleben fordert die Abschaffung der Jagd   2 comments

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Peter Wohlleben ist Jäger und Förster und fordert die Abschaffung der Jagd. Anzunehmen ist, dass er selbst die Jagd nicht mehr ausübt. Er hat mehrere Bücher verfasst und bringt interessante Informationen, die ganz sicher nicht jedem bekannt sind. Einige Positionen teile ich allerdings nicht, wie diese:

„In seinem Gemeindewald habe er die Bürgerjagd eingeführt. Jeder Bürger und jede Bürgerin mit Jagdschein aus der Gemeinde dürfe im Wald nach Anmeldung kostenlos jagen. Er selbst als Förster gebe aber die Abschusszahlen vor.“

Das widerspricht ja der Forderung die Jagd abzuschaffen.

Aus Martinballuch.com

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Peter Wohlleben ist Jäger und Förster. In seiner Jugend hat er mit einer gewissen Begeisterung auf Hirsche geschossen. Heute betreut er den Gemeindewald von Hümmel in der Eifel im Westen Deutschlands. Ökologie und Tierschutz sind ihm mittlerweile zweifellos ein großes Anliegen, wie er in seinen vielen Büchern, insbesondere „Der Wald. Ein Nachruf“, beweist. Und für die Jagd kommt er darin zu besonders beeindruckenden Schlussfolgerungen.

Seit 1900, so Wohlleben, gebe es die Trophäenjagd. Seither will man also besonders große männliche Tiere schießen und seither möchte man daher mindestens 100 Tiere der jeweiligen Art pro Revier haben, um daraus abnorm große Trophäen züchten zu können. Mit einer Untergrenze von über 1 km² Grundfläche, bevor ein Gebiet bejagt darf, haben es sich die Oberen 10.000 so gerichtet, dass sie bei der Jagd unter sich sind. Nur Großgrundbesitzer_innen können da mithalten. Und auf ihrem Besitz werden nun hohe Tierpopulationen erhalten, um die Feudaljagd zu ermöglichen.

Pro Wildschwein, so Wohlleben, werden jährlich 130 kg Kraftfutter ausgebracht, im Mittel also 12,5 kg pro kg erlegtem Wildbret. Damit sei die Fleischproduktion in der Jagd um das Dreifache weniger effizient als die Massentierhaltung!

Die natürliche Populationsdichte sei 1 Reh pro km², heute gebe es aufgrund der Fütterungen etwa 50. Dazu würden 10 Hirsche und 10 Wildschweine pro km² kommen. In vielen Revieren habe man auch nichtheimische Tierarten wie Damhirsch und Mufflon für die Jagd zusätzlich ausgesetzt. Ein einzelnes Reh würde 15.000 Triebspitzen von Jungbuchen pro Tag verzehren. Bei 1 Reh/km² ließe sich trotzdem ein Urwald erhalten. Bei der von der Jagd aufgezüchteten Wilddichte blieben aber nur die ortsfremden Fichtenmonokulturen bestehen, alles Andere würde verbissen. Die jährlichen Wildschadensberichte am Wald sollte man daher „Jagdschadensberichte“ nennen, so Wohlleben.

Die heutige Jagdpraxis zerstöre daher nicht nur den Wald, sondern führe auch zu zahlreichen Autounfällen. Die Jagd treibe die Tiere in die Nachtaktivität. Zusätzlich würden durch die Überpopulation Jährlinge bei den Rehen auf Reviersuche weite Strecken zurücklegen müssen. Die Folge seien 240.000 Autounfälle allein mit Rehen in Deutschland pro Jahr. Dabei würden 2600 Menschen verletzt.

Aber auch die Zeckenplage und die meisten der damit einhergehenden Erkrankungen an Borreliose und FSME führt Wohlleben auf die Jagd zurück. An einem Hirsch würden sich im Durchschnitt zu jedem Zeitpunkt 100 Zecken mit Blut voll saugen und dann jeweils 3000 Kinder gebären. Weil die Population an Hirschen aufgrund der Jagd das 50fache der natürlichen Population ausmacht, gibt es 50 x 3000 = 150.000 Mal mehr Zecken als ohne Jagd – die dann exponentiell mehr Kinder bekommen.

Auch die Erhöhung der Fluchtdistanz führt Wohlleben auf die Jagd zurück. In nichtbejagten Gebieten könnte man Tiere aus großer Nähe beobachten. In bejagten Gebieten wird dieses Erlebnis den Erholungssuchenden im Wald aufgrund der Jagd versagt. Die Tiere würden jedenfalls, so Wohlleben, nicht aufgrund von Wanderern, sondern aufgrund der Jäger_innen an erhöhtem Stress leiden. Gäbe es statt den menschlichen Jäger_innen ausreichend Wölfe, Luchse und Bären, dann wäre nicht nur die Populationsdichte von Paarhufern reduziert, sie würden auch vermehrt am Waldrand leben und sich nicht ins Dickicht zurückziehen, wo sie potentielle Freßfeinde nicht erkennen könnten. Sie würden daher weniger Wildverbiss anrichten.

Insbesondere in seinem Buch „Der Wald. Ein Nachruf“ erzählt Wohlleben reihenweise Geschichten von Jäger_innen, die die Politik und die Förster bestechen, um illegalen Jagdpraktiken frönen zu können. So könnten sie sich Wanderern gegenüber als Jagdherren aufspielen, wie der frühere Adel. Darüber hinaus schießen sie pro Jahr 400.000 Katzen und Hunde in Deutschland.

Aus all diesen Gründen, so Wohlleben, sei es an der Zeit über die Abschaffung der Jagd nachzudenken. Die Jägerschaft erlege weniger Tiere als geboren werden, weil es ja zu keiner Reduktion der Populationen kommt, und sei daher ökologisch unnötig. Wäre die Jagd abgeschafft, dann könnten sich Wolf und Luchs ausbreiten, mit allen positiven Folgen. Die Wiederkäuerpopulation würde gesenkt und der Verbiss am Wald drastisch reduziert.

Zumindest, so Wohlleben, sollten wir die Jagd professionalisieren. Mit ausschließlich Berufs- statt Hobbyjäger_innen würden zumindest Wildfütterungen, Bestechungen und die Anpöbeleien verschwinden.

Zuletzt referiert Wohlleben noch über ein interessantes Experiment in seinem Gemeindewald. Dort habe er die Bürgerjagd eingeführt. Jeder Bürger und jede Bürgerin mit Jagdschein aus der Gemeinde dürfe im Wald nach Anmeldung kostenlos jagen. Er selbst als Förster gebe aber die Abschusszahlen vor. Das habe zu hervorragenden Ergebnissen geführt. Doch weil dadurch die in den Nachbarrevieren angefütterten Populationen mit abgeschossen würden, sei man von Seiten der Jägerschaft sehr gegen ihn vorgegangen. Das habe bis zu Morddrohungen gereicht. Trotz politischer Interventionen habe er aber seinen Posten behalten dürfen, weil die Gemeinde hinter ihm stehe.

Ob Wohlleben bei all dem Druck seitens der Jägerschaft es heute noch wagt, solche Positionen zu vertreten, entzieht sich meiner Kenntnis. Sein Nachruf auf den Wald wurde 2013 veröffentlicht.

Peter Wohlleben fordert die Abschaffung der Jagd

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 15. August 2018 von hubwen in Jagd abschaffen!, Jäger, Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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Rabiater Jäger reißt Radfahrer vom Rad   Leave a comment

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Es gibt schon rabiate Jäger. Sie glauben der Wald und das Wild gehöre ihnen. Okay, der Radfahrer ist auf einem Waldweg gefahren wo es verboten wäre. Aber das würde höchstens eine Verwaltungsstrafe von 20, höchstens 30 Euro nach sich ziehen. Da ist Körperverletzung schon ein ganz anderes Kaliber. Der Jäger hatte kein Recht den Radfahrer körperlich anzugreifen, das hätte nicht einmal die Polizei. Diese unglaubliche Geschichte, wo man nur noch den Kopf schütteln kann, hat sich in Oberösterreich zugetragen. Der Radfahrer will zivilrechtlich gegen den Jäger vorgehen. Ich hoffe dieser wird für sein brutales Vorgehen anständig zur Kasse gebeten.

Linzer Radfahrer erhebt schwere Vorwürfe gegen einen Jäger

SANDL. Der Beschuldigte soll ihn auf Waldweg bei Sandl vom Rad gerissen und verletzt haben.

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Linzer Radfahrer erhebt schwere Vorwürfe gegen einen Jäger

Ein Foto als Beweis: Der beschuldigte Jäger vor dem kaputten Fahrrad. Bild: privat

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Hautabschürfungen an den Beinen, Prellungen an Schulter und Becken, eine Muskelzerrung: Markus Schinko leidet unter starken Schmerzen. Im LKH Freistadt wurde ihm eine Tetanusspritze verabreicht, er muss Medikamente nehmen, kann das rechte Bein nicht abbiegen. Und alles nur, weil er auf einer Radtour mit einem Waidmann aneinandergeraten ist – auf einem Waldweg in Sandl (Bez. Freistadt), auf dem Radfahren allerdings verboten ist.

38 Kilometer hatte der 45-jährige Geschäftsführer eines Linzer Logistikunternehmens schon hinter sich, als er am Dienstag gegen 16.15 Uhr in den nicht beschilderten Waldweg im Ortsteil Weinviertel einbog. “Nach 400 Metern sehe ich einen dunklen Mercedes, daneben einen Jäger, und in dem Moment, wie ich an ihm vorbeifahren will, packt er mich am linken Oberarm und will mich zu Boden zerren”, sagt Schinko.

“Ich habe in Panik geschrieen”

Der Jäger aus dem Bezirk Freistadt stellte den Ablauf bei seiner Einvernahme aber anders dar: Er habe den Radfahrer nur anhalten wollen, dieser habe “Gas gegeben” und ihn angefahren.

Schinko schaffte es noch gut 20 Meter, kam dann schwer zu Sturz. Er rappelte sich mühsam auf, während der Jäger in sein Handy gerufen habe: “Willi, i hab eam!” (Willi, ich habe ihn). Dann sei der Waidmann zu ihm gekommen, “er hat mir nicht aufgeholfen, sondern nur gesagt, dass er die Jagdaufsicht hat und Radfahren hier verboten ist”. Als Schinko mit dem kaputten Rad weitergehen will, “hat er mich am Arm gepackt und wollte auch den Lenker vom Radl nicht mehr auslassen”.

Erst nach hundert Metern habe er sich befreien können. “Ich habe in Panik geschrieen, habe mich dann in den Straßengraben gesetzt und die Polizei alarmiert.” Den Beamten legte Schinko Beweisfotos vor, die er mit dem Smartphone gemacht hatte. Seine Frau fuhr ihn dann ins Spital. Der Jäger wird angezeigt, Schinko wird gegen ihn auch zivilrechtlich vorgehen.

Radfahren sei auf dem Waldweg verboten, betont die Polizei. Für Landesjägermeister Sepp Brandmayr ist das Verhalten des Jägers trotzdem “mehr als unklug – falls es sich wirklich so abgespielt hat”. Er werde mit ihm das Gespräch suchen: “Eine gesetzliche Handhabe haben wir in dem Fall aber nicht.”

Rabiater Jäger reißt Radfahrer vom Rad

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 24. Oktober 2015 von hubwen in Jäger

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