Archiv für die Kategorie ‘Jäger

NRW-Jagdgesetz – Schwarz – gelb beschließt massive Verschlechterung   1 comment

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Von Tierrechte.de

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Das vor vier Jahren von SPD und Grünen in NRW eingeführte Ökologische Jagdgesetz (ÖJG) wurde damals in weiten Teilen von Tier- und Naturschutzverbänden begrüßt, da es viele grausame Jagdformen und ökologisch schädliche Praktiken untersagte. Die konservative Jägerschaft lehnte das ÖJG jedoch von Beginn an ab und drängte darauf, die Verbesserungen wieder rückgängig zu machen. Dies wollen CDU und FDP nun mit der Reform des Jagdgesetzes umsetzen.

Verschlechterungen inakzeptabel

Die Tier- und Naturschutzverbände befanden bereits in ihren Stellungnahmen die Mehrzahl der geplanten Änderungen als inakzeptabel und lehnten den Entwurf einhellig ab. Kritikpunkte waren unter anderem: die Liste der jagdbaren Tierarten soll deutlich erweitert werden, tierschutzwidrige Jagd- und Ausbildungsmethoden sollen wieder erlaubt werden, die Jagdzeiten sollen verlängert und der Nachweis einer ausreichenden Schiessfertigkeit wegfallen.

Gesetzentwurf ist „Kniefall vor der Jagd-Lobby“

„Der vorliegende Gesetzentwurf ist ein Kniefall vor der Jagd-Lobby. Viele grausame Praktiken, wie die Baujagd auf Füchse und Dachse, die Jagdhundausbildung an lebenden Stockenten und Wildschweinen oder der Abschuss eigens ausgesetzter Zuchttiere, sollen wieder möglich sein. Statt einem modernen Jagdrecht, das auf aktuellen wildbiologischen Erkenntnissen und tierschutzethischen Grundsätzen beruht, steht diese Novelle für ein überwunden geglaubtes Nutzungsrecht zu Gunsten einer privilegierten Freizeitjagd,“ kritisiert Christina Ledermann, stellvertretende Vorsitzende von Menschen für Tierrechte.

Vorgaben teilweise rechtswidrig

Nach Ansicht der Tierschutzverbände sprechen nicht nur ethische und wissenschaftliche Argumente gegen den vorliegenden Gesetzentwurf. Die Regelungen sind aus ihrer Sicht auch teilweise rechtswidrig, da sie weder mit der Landesverfassung noch mit dem Staatsziel Tierschutz im Grundgesetz vereinbar seien. Hinzu käme, dass bestimmte Tierarten, die jetzt auf der Liste der jagdbaren Arten stünden, nach EU-Recht gar nicht bejagt werden dürften.

Landesregierung steht vor tierschutzpolitischen Scherbenhaufen

Aus Sicht des Tierrechtsverbandes tut sich die schwarz-gelbe Landesregierung mit dem geplanten Landesjagdgesetz selbst keinen Gefallen: „Die Jagd wird nicht ohne Grund von weiteren Teilen der Bevölkerung kritisch gesehen. Dieses aus Tierschutzsicht katastrophale Jagdgesetz wird dieses Misstrauen weiter schüren. Nimmt man die Abschaffung der Tierschutz-Verbandsklage, den Fall Schulze Föcking und die Einstellung der Stabstelle Umweltkriminalität hinzu, steht die NRW-Landesregierung in Sachen Tier- und Naturschutz vor einem tierschutzpolitischen Scherbenhaufen“, schließt Ledermann.

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NRW-Jagdgesetz – Schwarz – gelb beschließt massive Verschlechterung

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Gruß Hubert

Psychopathen, Narzissten, Sadisten und Hobby-Jäger teilen einen „dunklen Kern“   Leave a comment

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Aus wildbeimwild.com

Laut einer Studie besteht eine Verbindung zwischen dunklen Charaktereigenschaften und der Tendenz, die eigenen Interessen immer über alles zu stellen. Leute wie zum Beispiel Hobby-Jäger, quälen oft und auch gerne.

Jagdschweiz

Sadismus, Psychopathie oder gar Gemeinheit sowie Bösartigkeit: Die Eigenschaften, welche die dunklere Seite der Menschheit zeigen, haben einen ‚dunklen Kern‘ gemeinsam, sind aber nicht bei allen gleich. Und wer eine dieser Tendenzen hat, dürfte auch einige andere aufweisen. Egoismus scheint vielleicht nicht so extrem, wie Psychopathie. Doch eine neue Studie kommt zum Schluss, dass Leute mit diesen so genannt dunklen Charaktereigenschaften die Tendenz haben, immer und vor allem ihre eigenen Interessen zu verfolgen. In vielen Fällen quälen solche Menschen auch gerne andere.

Die dunkle Seite des Menschen hat viele Facetten. Psychologen aus Ulm, Landau und Kopenhagen haben nun gezeigt, dass Egoisten, Machiavellisten, Narzissten, Psychopathen und Sadisten mehr gemeinsam haben, als sie trennt. Den Forschern gelang es, viele dieser problematischen Persönlichkeitseigenschaften auf wenige grundlegende Prinzipien zurückzuführen: den „dark factor“ (D-Faktor) der Persönlichkeit. Veröffentlicht wurde die Studie in der international renommierten Fachzeitschrift Psychological Review.

„Kernbestandteil dieses dunklen Faktors der Persönlichkeit ist ein übertriebener Egoismus, der negative Auswirkungen auf andere oder die Gesellschaft im Allgemeinen hat. Dieser wird begleitet von Überzeugungen, die Schuldgefühle, Gewissensbisse und moralische Skrupel verhindern“, erklärt Professor Morten Moshagen. Explizit sprechen die Wissenschaftler beim D-Faktor von einer extremen Form der individuellen Nutzenmaximierung, die sprichwörtlich über Leichen geht; also einen Schaden für andere bereitwillig in Kauf nimmt oder sogar absichtlich herbeiführt. Begleitet wird diese Tendenz von der Neigung, das eigene Verhalten vor sich selbst und anderen zu rechtfertigen.

Der D-Faktor aufgeschlüsselt

In der Studie wird der gemeinsame Nenner aller dunklen Eigenschaften definiert. Die Forscher nennen ihn den ‚D- Faktor‘ und stellen fest, dass dieser der dunklen Seite der menschlichen Persönlichkeit zugrunde liegen.

Bei ihren Analysen haben die Wissenschaftler neun Persönlichkeitseigenschaften untersucht. Dazu zählen Egoismus, Gehässigkeit, Machiavellismus, moralische Enthemmung, Narzissmus, Psychopathie, Sadismus, Selbstbezogenheit und übertriebene Anspruchshaltung. Die Forscher fanden dabei heraus, dass sich praktisch alle diese Eigenschaften auf den D-Faktor als dunklen Persönlichkeitskern zurückführen lassen. Praktisch bedeutet dies, dass beispielsweise Menschen mit einer hohen Narzissmus-Tendenz mit grosser Wahrscheinlichkeit auch ausgeprägte machiavellistische und psychopathische Persönlichkeitszüge zeigen.

Ausserdem ist bei Menschen mit einem starken D-Faktor statistisch gesehen die Wahrscheinlichkeit hoch, kriminell oder gewalttätig zu werden oder anderwärtig gegen soziale Regeln zu verstossen, so die Forscher.

Der ‘D-Faktor’ verbindet all diese Tendenzen. Dabei geht es um die Neigung, die Nöte anderer zu ignorieren oder sogar zu verursachen, um die eigenen Ziele und Interessen zu verfolgen. Dazu gehört laut den Forschern auch die Überzeugung, stets im Recht zu sein.

Der Wissenschaftler Spearman zeigte als erster auf, dass diese Eigenschaften einer Art Intelligenz gleichen. “Auch die dunklen Aspekte des menschlichen Charakters haben einen gemeinsamen Nenner. Das heisst, dass sie ähnlich wie die Intelligenz alle die gleichen Neigungen und Tendenzen ausdrücken“, so Ingo Zettler, Psychologieprofessor an der Universität Kopenhagen.

In diesem Begriff werden die drei Charaktereigenschaften Narzissmus, Psychopathie und Machiavellismus zusammengefasst. Wenn alle drei Eigenschaften in einer Person zu finden sind, deutet das auf eine böswillige Persönlichkeit hin.

Was ist das Gegenteil von Empathie?
Was ist das Gegenteil von Empathie? Foto: Thesaurus.plus

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Die drei Eigenschaften sind zwar unterschiedlich, überschneiden sich aber oft. Narzissmus wird charakterisiert durch Grössenwahn, Stolz, Egoismus und fehlende Empathie. Machiavellismus zeigt sich in Manipulation und der Ausnutzung anderer. Er geht oft einher mit einer zynischen Missachtung von Moral, einer Konzentration auf die eigenen Interessen und Täuschung. Psychopathie zeigt sich in dauernd antisozialem Verhalten, Impulsivität, Selbstsucht, Herzlosigkeit und Unbarmherzigkeit, was typische Merkmale von Hobby-Jägern sind.

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Bei der Behandlung solcher Menschen kann die Identifizierung eines gemeinsamen Nenners eine wichtige Rolle spielen. “Das sehen wir zum Beispiel in Fällen von extremer Gewalt, Missachtung von Regeln, Lügen und Täuschung in Unternehmen wie auch in der Gemeinschaft“, fügt Zettler an. Mitgefühl ist der Grundstein eines jeden guten Charakters.

Da kann das Erkennen des D-Faktors in einer Person wichtig sein, um zum Beispiel festzustellen, ob die Wahrscheinlichkeit besteht, dass jemand rückfällig wird oder sich noch gefährlicher verhalten könnte.

Menschen mit einem hohen D-Faktor neigen stärker zum Regelverstoss

Von besonders grundsätzlichem Interesse ist in den Augen der Forscher die Analogie zum „g Faktor“ – einem Konzept des berühmten britischen Intelligenzforschers und Psychologen Professor Charles Spearman. Dieser „general factor of intelligence“ erklärt, dass Menschen, die gute Ergebnisse in einer bestimmten Form von Intelligenztests zeigen, auch bei anderen Arten von Intelligenztests gut abschneiden. „Wie der g-Faktor ist der D-Faktor ein allgemeines Konzept, das verschiedene Ausprägungen haben kann“, erläutert Professor Benjamin Hilbig von der Universität Koblenz-Landau. Dies heisst im Umkehrschluss, dass sich ein hoher Dark-Faktor in ganz verschiedenen problematischen Verhaltensweisen und Persönlichkeiten äussern kann. „Zugespitzt formuliert könnte man sagen, dass wenn ein Chef genüsslich seine Mitarbeiter herunterputzt, die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass er auch seine Geschäftspartner ausnutzt, Steuern hinterzieht oder seine Frau betrügt“, illustriert der Ulmer Psychologe Morten Moshagen.

Beim Töten von Tieren Freude haben

Trophäenjagd

Wie ticken Hobby-Jäger? Laut einer Studie, die der Wissenschaftler Marc Bekoff, in „Psychology Today“ vorstellte, geht es auch darum, Kosten zu signalisieren. Für die Jagd auf die grössten und am schwierigsten zu jagenden Tiere werden grosse Summen bezahlt und man will zeigen, dass man es sich leisten kann, für die Fotografie eines getöteten Tiers einen exorbitanten Preis zu zahlen. Es geht um Status und Angeberei: Ein Löwe ist ein wie ein Cadillac, eine Yacht oder eine Villa mit den Köpfen geschossener Tiere an den Wänden.

Und wie kann man besser seinen Status zeigen, als mit Bildern in den sozialen Medien, auf denen man mit einem makabren Grinsen neben einem toten Tier steht? Wenn man es aber näher betrachtet, steckt hinter dieser Zurschaustellung mehr als ein blödes Grinsen. Denn laut einer Studie wollen Jäger, die ihr “freudiges Lächeln” neben Tierleichen zeigen, zum Ausdruck bringen, dass die Gefahr der Jagd und das Töten der Tiere viel grösser sind, als man gemeinhin denkt. Der Forscher Chris Darimont sagt dazu: „Man kann ein freudiges Lächeln nicht vormachen, man kann das nicht auf Befehl tun. Natürlich macht das Töten eines Tiers einen Jäger sehr glücklich, aber noch glücklicher sind sie, wenn sie nicht ein kleines, sondern ein richtig grosses Tier einer Art getötet haben.“

Auch die Kriminalistin Xanthe Mallett studierte Leute, für die das Jagen ein Hobby ist, und kam zum Schluss, dass sie eine ‚dunkle Triade‘ von Persönlichkeitszügen aufweisen. Dazu gehören Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie – die gleichen Charakterzüge, die man bei Leuten findet, die Menschen ermorden. Und es gibt noch mehr Ähnlichkeiten: Hobby-Jäger planen ihre Jagd sehr genau – und sie löschen voller Freude ein Leben nach dem anderen aus, um ihre eigenen abnormen Wünsche zu erfüllen. Wenn Hobby-Jäger auf Opposition stossen, kommen sie schnell mit Begriffen wie “Bestand regulieren“, „Umweltschutz“ und „Entschleunigen“. Aber wer Tiere als solche liebt und möchte, dass man sie in Ruhe lässt, statt sie zu zerstückeln, glaubt das nicht. Diese Leute sind Mörder, sie sammeln Leichen als Trophäen. Alles, was sie damit „gewinnen“, ist die Abscheu anderer Menschen, wenn diese sehen, wie sich die Hobby-Jäger für das freudige Töten von Tieren selber beweihräuchern.

Bei der Behandlung solcher Menschen kann die Identifizierung eines gemeinsamen Nenners eine wichtige Rolle spielen. “Das sehen wir zum Beispiel in Fällen von extremer Gewalt, Missachtung von Regeln, Lügen und Täuschung in Unternehmen wie auch in der Gemeinschaft“, fügt Zettler an. Mitgefühl ist der Grundstein eines jeden guten Charakters.

Da kann das Erkennen des D-Faktors in einer Person wichtig sein, um zum Beispiel festzustellen, ob die Wahrscheinlichkeit besteht, dass jemand rückfällig wird oder sich noch gefährlicher verhalten könnte.

 

Veröffentlicht 7. April 2019 von hubert wenzl in Jäger, Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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„Nacht des Fuchses“ in Scheffau – RespekTiere an vorderster Front!   Leave a comment

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Ich kann gar nicht sagen wie sehr ich Jäger verachte. Vor allem gegen Füchse gehen sie äußerst brutal vor und töten sie in großer Zahl. Dazu erfinden sie Ammenmärchen um ihre Mordlust zu kaschieren.

Rebloggt von Tierfreund wolodja

Von Respektiere e.V.

Gestern Abend veranstaltete RespekTiere einmal mehr eine Kundgebung gegen die Fuchsjagd im Salzburgerischen Scheffau. So standen wir also erneut der Jägerschaft gegenüber, welche dort an den Ausläufen des Tennengebirges ihre furchtbare ‚Nacht des Fuchses‘ feiert. Wieder sind dutzende Füchse wie im Mittelalter zur ‚Streckenlegung‘ gebracht worden, im Tod erstarrt, zerschossen, kaltblütig und ohne jeden vernünftigen Grund ermordet! ‚Jäger raus – raus aus unsren Wäldern‘, hallte es bald durch die bitterkalte Nacht, ‚Tiere haben Rechte – was Ihr tut ist Mord!‘, aber auch ‚Könnt Ihr die Stimme der Tiere nicht hören – so müssen wir Eure Ruhe stören‘. Immer begleitet von mahnenden Trommelschlägen.

Die Polizei war zahlreich vor Ort, nicht umsonst, denn die Stimmung in Scheffau kocht regelmäßig über (die anwesenden PolizistInnen sowie die Behördenvertreter taten, es sei nur am Rande erwähnt, einen wirklich guten Job. Neutral und immer höflich sorgten sie für einen geordneten Ablauf des Protestes). Aber was bekommt man dort als TierrechtsaktivistIn nicht alles zu hören – ‚Verdammtes G’sindl‘ ist dabei wohl noch das harmloseste (und nebenbei doch einigermaßen verwunderlich, als Gesindel bezeichnet zu werden; hat der Gute einfach vergessen, dass sein eigenes jagdliches Oberhaupt gerade mit einen Gerichtsurteil wegen des unter Zuhilfenahme von Gewalt entnommenen Eigentumes eines Tierschutz-Aktivisten sowie Körperverletzung konfrontiert ist).

Und es war, wie bereits erwähnt, sehr laut in Scheffau! Unsere Rufe wohl unüberhörbar, während die Todesschützen am anderen Ende der Straße – Privatbesitz, wo wir dann selbstredend ausgeschlossen sind – für ihre verwerflichen Taten ausgezeichnet wurden. Auch der ORF war vor Ort, filmte das Geschehen und lies dabei auch uns zu Wort kommen!

Salzburg Heute zur ‚Aufregung um Nacht des Fuchses‘

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Als ärgerlich empfanden wir es dann aber doch, als plötzlich ein schweres Schneeräumfahrzeug vorfuhr, um dann genau vor uns zu halten, den Motor selbstverständlich laufen lassend – ob es ein Versuch war, unsere Lautstärke einzudämmen? Das möchten wir natürlich niemanden unterstellen, und nebenbei: wie auch immer, wir wussten uns ohnehin zu helfen!

Die JägerInnen erzählen uns in Bezug auf die Fuchsjagd immer selbige, wirre Legenden; sie wäre notwendig, weil vom Fuchs eine Tollwutgefahr ausgeht, weil er den Fuchsbandwurm überträgt und weil das Niederwild vom Fuchs geschützt werden muss. Alle diese Rechtfertigungen sind längst überholt, zutiefst lächerlich, wie wir später noch feststellen werden, und sie dienen einzig und allein der Tatsache, dass die Jägerschaft mithilfe solcher Ammenmärchen von einem völlig unnötigen Morden an unschuldigen Lebewesen ablenken möchte! Denn ohne jeden Zweifel besteht der Hauptgrund der Fuchsjagd bloß in der erbärmlichen Lust am Töten wehr- und chancenloser Lebewesen. „Besonders perfide ist, wenn diese willkürlichen Abschlachtungen noch als Naturschutzmaßnahme verkauft werden sollen. Der Fuchs gefährdet tatsächlich keine einzige andere Tierart, ihm wird lediglich der Schwarze Peter für den Rückgang von Tierarten untergeschoben, die unter der intensiven Landwirtschaft leiden“, macht etwa Holger Sticht, Landesvorsitzender des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland), auf eine zusätzliche, hässliche Seite der Jägerschaft aufmerksam.

So töten Jäger jedes Jahr in Österreich rund 65 000, deutschlandweit bis zu einer halben Million Füchse, auf oft grausamste Weise – viele werden bei den unterschiedslosen Massakern „nur“ angeschossen, flüchten mit zerschossenen Gliedmaßen, mit gebrochenen Kiefern, werden von Hunden zu Tode gehetzt. Es ist ein reiner Lustmord, denn es besteht weder aus wildbiologischer noch aus gesundheitlicher Sicht ein Grund für die massenhafte Bejagung der Füchse.

Weil die genannten erbärmlichen Argumente mittlerweile längst enttarnt sind, greift der Jäger nochmals in die Trickkiste; nun packt er als 4. Säule seines Ausrottungsfestzuges auch noch die Räude aus, und mit dieser geht er sogar noch einen Schritt weiter in der Erniedrigung seines Charakters. Denn nun versucht er sein Mords-Engagement uns auch noch als Tierschutzmaßnahme zu verkaufen; doch dazu später.

Gehen wir die einzelnen von der Jägerschaft angeführten Gründe ‚Pro Fuchsjagd‘ durch:

Tollwut gilt in Österreich seit 2008 offiziell als ausgerottet; doch schon lange davor gab es keine Tollwutfälle mehr. Tatsächlich passierte die letzte Ansteckung 1979. Der letzte Verdachtsfall bei einem Tier ereignete sich 2003, ein Pferd, allerdings konnte die Infektion selbst im Labor nicht eindeutig nachgewiesen werden. In Deutschland ist die Situation ganz ähnlich; unser Nachbar ist gemäß der WHO seit 2009 frei von der tödlichen Krankheit.

Übrigens: die Jägerschaft nimmt gerne für sich in Anspruch für diesen Status gesorgt zu haben. Fakt ist aber, dass es selbst durch die intensivste Bejagung nicht möglich war, die Tollwut erfolgreich zu bekämpfen – dies gelang erst durch den großflächigen Einsatz von Impfködern, welche Großteiles mit dem Flugzeug abgeworfen wurden!

Der Fuchsbandwurm

Ein durch und durch unfassbarer Grund, um eine Fuchsjagd zu rechtfertigen! Warum? Hören und staunen Sie! Unser deutscher Partnerverein Pro Iure Animalis (www.pro-iure-animalis.de) schließt folgerichtig: ‚Schon die Bezeichnung ist falsch, denn der Fuchsbandwurm wird nicht nur von Füchsen, sondern gleichermaßen auch von Hunden und Katzen übertragen.‘ Zwischenwirt ist nämlich die Maus, und die wird von unseren Haustieren genauso verspeist. Warum wir das erwähnen? Weil damit höchstwahrscheinlich ist, dass ein weitaus größerer Teil der ohnehin höchst seltenen Infektionen über das eigene Haustier passiert. Wussten Sie übrigens, dass ‚Mensch‘ sich nur durch das Verschlucken der Bandwurmeier infizieren kann, welche ihrerseits ausschließlich im Kot der infizierten Tiere vorhanden sind?

Wie viele Menschen infizieren sich mit dem Fuchsbandwurm? Die Vet-Med-Uni Wien spricht von ‚2-3 Neuinfektionen pro Jahr‘ in Österreich: ‚Da der Mensch kein adäquater Wirt für E. multilocularis ist, ist eine Ansiedelung und Finnenausbildung bei ihm sehr selten. In Österreich werden nur 2-3 Neuinfektionen pro Jahr bei Menschen registriert. Oft wird ein Zusammenhang mit dem allgemeinen Gesundheitszustand bzw. unterschiedlicher Empfänglichkeit von Menschen diskutiert.‘

Wie sieht es in Deutschland aus: der ‚Spiegel‘ schreibt im August 2018 folgendes: ‚Seit 2010 gab es laut RKI in jedem Jahr mehr als 30 Fälle von alveolärer Echinokokkose, wie die vom Fuchsbandwurm ausgelöste Krankheit beim Menschen heißt, im Jahr 2015 waren es sogar 45. Doch selbst in jenem Jahr lag das Risiko einer Infektion statistisch gesehen nur bei 0,00005 Prozent. Die Gefahr, vom Blitz getroffen zu werden, ist Schätzungen zufolge größer.‘

Ein-fünfzitausendstel %! Das bringt uns zu einem Vergleich, der manche vielleicht aufregen mag, dennoch nicht so unpassend erscheint: in Österreich sind heuer bereits 5 Frauen von Männern getötet worden. Füchse unterschiedslos zu massakrieren wegen eines (höchstenfalls) 0,00005 % Risikos ist demnach sogar um ein Vielfaches mehr lächerlich, als aufgrund der gehäuften Morde alle Männer des Landes einzusperren.

Eine weitere Gegenüberstellung: In Österreich tippen im Durschnitt pro Jahr rund 66 Menschen einen Lotto-Sechser; die Wahrscheinlichkeit eines Lotto-Sechsers ist demnach etwa 33-mal so hoch wie am Fuchsbandwurm zu erkranken. Ungefähr genauso ist die Relation zu einem tödlichen Blitzunfall oder von einem losen Dachziegel getroffen und getötet zu werden…

Auch Interessant: die Bekämpfung des Fuchsbandwurms mittels Fuchsjagd scheidet als Begründung für die Jagd sowieso von vornherein völlig aus. ‚So weist eine französische Studie von 2017 nach, dass bei einer Erhöhung des Abschusses von Füchsen um 35 % der Bestand insgesamt nicht abnehme, dafür aber der Befall von Füchsen mit dem Fuchsbandwurm um 15 % zunehme. Die Fuchsjagd erhöht also eher die Gefahr für Haustiere und Menschen‘, fügt Peta (www.peta.de) ein weiteres Teilstück ins Puzzle der Jägerlügen ein!

Das Jäger-Latein geht aber noch weiter; besonders hoch sei die Gefahr einer Ansteckung mittels im Wald gepflückter Beeren. Dazu meint Molekular-Biologe Klaus Brehm von der Universität Würzburg: ‚Dass man sich von Beeren den Fuchsbandwurm holen kann, gehört ins Reich der Legenden. Es ist für keinen einzigen Patienten erwiesen, dass er sich so angesteckt hat.‘ Ups, schon wieder ist eine Jäger-Mär enttarnt.

Gefahr für das ‚Niederwild‘ besteht ebenfalls im geringstmöglichem Ausmaß. Füchse ernähren sich nämlich hauptsächlich von Mäusen, so vertilgt ein einziges Tier schätzungsweise 3.000 Mäuse jährlich. Aufgrund der landwirtschaftlichen Schäden durch Mäuse in Millionenhöhe werden hochgiftige Substanzen auf deutschen Feldern ausgebracht. Diese Gifte sind nicht nur tödlich für die Mäuse, sondern stellen eine erhebliche Gefahr für alle Wildtiere, aber auch für Hunde und Katzen und letztendlich für den Menschen dar (quelle: peta.de). Aber selbst, so erfahren wir von Pro Iure Animalis, ‚in hasenreichen Gebieten liegt der Anteil der Hasen in den gefundenen Nahrungsresten im Fuchskot unter 10 %. Bei den relativ selten vorkommenden Rebhühnern waren keine Verluste festzustellen. Gleiches gilt für den Fasan. Der Anteil von Fasan bzw. Rebhuhnresten wird mit 1,82 % bzw. 0,156 % angegeben.‘

Jetzt lassen Sie uns einen Blick auf die Jagdstatistiken werfen. Demnach wurden in Österreich im vergangenen ‚Jagdjahr‘ laut Statistik Austria 758 000 Abschüsse getätigt, davon 94 200 Hasen! Unfassbar, man führt den Schutz von Niederwild in Feld, und erschießt fast 100 000 Tiere einer ‚Rote-Liste-Tierart‘, also einer Spezies, welche vom Aussterben bedroht ist!!!

In Deutschland wiederum ist die Situation ähnlich; die Nachbar-Lustmörder erlegten im Jagdjahr 2017/18 rund 200 000 Hasen und 150 000 Wildkaninchen. Zu deren Schutz sie dann später rund 500 000 Füchse ermorden! In Österreich sind es 67 700 ‚Rotröcke‘ gewesen.

‚Schonzeit‘ für den Fuchs, wohlgemerkt ein Tier, welches als Gesundheitspolizist äußerst nützlich ist und keine andere Tierart bedroht? In Salzburg vom 1. April bis zum 15. Mai. Ganze 45 von 365 Tagen. Im angrenzenden Bayern? Schonzeit? Nie gehört! Genau wie in den meisten anderen deutschen Bundesländern auch (außer Fuchsmütter; da liegt die ‚Behandlung‘ wohl im Ermessen des Einzelnen…).

Bleibt zu guter Letzt nur noch die ‚Räude‘, das wohl perfideste Instrument in der versuchten Herabwürdigung des Verstandes der MitbürgerInnen. Die Räude wird durch eine Milbenart hervorgerufen, welche sich unter der Haut ansiedelt und dort einen starken Juckreiz auslöst. Durch ständiges Kratzen entstehen schließlich tiefe Wunden, das Fell fällt aus. Starker Befall kann zum Tod des Milben-Infizierten führen. Aaaaber: zum einen geht davon weder für das Haustier und schon gar nicht für den Menschen eine Gefahr aus, weil die menschliche Haut keinen Anreiz für die Milbe bietet, und eine Behandlung bei Haustieren ist mit einer Tablette erledigt. Genauso einfach wäre es übrigens auch beim Fuchs selbst, man könnte das Medikament ähnlich wie einst den Tollwutköder im Wald ausbringen. DAS wäre eine Tierschutzmaßnahme, aber damit hat die Jägerschaft, sich selbst entlarvt und bloßgestellt, leider so gar nichts am Hut. Lieber knallen sie die Füchse praktisch ganzjährig in wahren Massakern zu abertausenden ab, um uns danach weißzumachen, dies wäre eine Maßnahme zur Bekämpfung der Räude. Die armen Füchse, wie würden sie doch leiden, erst befallen!

Lassen sie es sich sagen, wir mussten leider bei vielen, vielen ‚Streckenlegungen‘ dabei sein; oft genug war da kein einziger Fuchs, der an Räude gelitten hatte; und wenn doch, dann lag deren Anzahl immer im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Also, 95% bis 100 % grausamst zu töten, um 0 % bis 5 % Räude-Infizierter damit zu erlösen? Logisch? Im Jägerwahnsinn anscheinend schon.

Apropos: glauben Sie, ein Jäger denkt über möglichen Räude-Befall nach, wenn er auf einen Fuchs in einer Vollmondnacht anlegt? Nein, er tötet, weil er töten möchte, völlig unterschiedslos. Keine Frage, ein Jäger ist (nicht nur) aus der Sicht des Fuchses ein kaltblütiger Fuchskiller, der dann auch noch zu feige ist, seine eigentliche Intention preiszugeben; die versteckt er lieber hinter beschämenden Lügen.

Was passiert, wenn die Fuchsjagd verboten werden würde?

‚Tatsächlich gibt es großflächige Gebiete in Deutschland, in denen Füchse und andere Beutegreifer ganzjährig geschont werden: Wie eine Umfrage des Aktionsbündnisses Fuchs zeigt, findet in elf der 16 deutschen Nationalparks gar keine Fuchsjagd statt; zudem ist die Fuchsjagd in drei weiteren Nationalparks stark eingeschränkt und auf kleine Gebiete konzentriert, vornehmlich auf Drängen privater Geflügelhalter; es werden Füchse lediglich im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer weitgehend ohne Einschränkungen zum vermeintlichen Schutz von Küstenvögeln bejagt. Ob diese Maßnahmen sinnvoll sind, ist jedoch fraglich, da die Fuchsdichte nach Angaben der Parkverwaltung nicht erfasst wird und keine systematische Erfolgskontrolle der Bejagung stattfindet.

Ob in Luxemburg, wo Füchse seit einigen Jahren nicht mehr gejagt werden, im weitestgehend jagdfreien Schweizer Kanton Genf oder in den Dünengebieten Nordhollands: Weder ist es dort zu der stets von den Jagdverbänden prognostizierten „Explosion der Fuchsbestände“ gekommen, noch hat sich die Situation bedrohter Arten verschlechtert.‘ (Quelle: http://www.wildtierschutz-deutschland.de)

Noch Fragen?????

Ach ja, wir hätten noch eine: Laut aktuellem Tierschutzgesetz darf ein Tier nur aus einem ‚vernünftigen Grund‘ getötet werden. Wie wir aber gesehen haben, kann kein von der Jägerschaft angegebener einer näheren Betrachtung standhalten und als solcher angesehen werden. Ergo: die Fuchsjagd widerspricht einem der elementarsten Grundsätze des Tierschutzgesetzes, darf deshalb als höchst illegal angesehen werden. Sie ist demnach ein Verbrechen und daher strafbar. Warum also verbietet sie der Gesetzgeber dann nicht?

Fazit: die Fuchsjagd MUSS verboten werden!!!


‚Der Luxemburgische Regierungsrat hat das im Jahr 2015 eingeführte Verbot der Fuchsjagd soeben um ein weiteres Jahr verlängert. Die Schonung der Füchse ist ein Erfolgsmodell: Die Fuchsbestände sind stabil; die von Jägern im Vorfeld des Jagdverbots prognostizierte „Bestandsexplosion“ ist ausgeblieben. Eine Studie zeigt nun, dass die Schonung des Fuchses auch das Risiko für den Menschen reduziert, am Fuchsbandwurm zu erkranken. Das Aktionsbündnis Fuchs, eine Initiative von mehr als 40 deutschen Tier- und Naturschutzorganisationen fordert die Bundesregierung auf, dem Beispiel Luxemburgs zu folgen.‘ (Quelle: http://www.aktionsbuendnis-fuchs.de)

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Und das sind Füchse, die unschuldig ihr Leben leben.

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Der geläuterte Jäger   Leave a comment

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Erfreulich, dass der Jäger Rudolf Winkelmayer aus Pachfurth (NÖ) irgendwann zur Vernunft kam und einsah, was er Tieren angetan hat und dass Fleisch essen nicht ohne Tierleid geht.

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Jahrzehntelang war Rudolf Winkelmayer aus Pachfurth (NÖ) leidenschaftlicher Jäger. Mehr als 100 Tiere hat der ehemalige Tierarzt in seinem Leben geschossen, war sogar auf Jagdreisen in Afrika. Bis er vom Töten genug hatte. Heute isst er nicht einmal mehr Fleisch.

Wenn Dr. Rudolf Winkelmayer, 63, heute in den Wald geht, dann um das Zwitschern der Vögel zu genießen oder um in gesunder Luft zu laufen. Vor zehn Jahren war das noch anders. Da verschlug es den pensionierten Tierarzt in den Wald, um Tiere zu töten. „Ich komme aus einer Jägerfamilie. Mein Vater war Jäger und hat mich schon als Kind oft zur Jagd mitgenommen. Mit 16 Jahren habe ich dann die Jagdprüfung gemacht und gleich meinen ersten Rehbock geschossen. Ich war natürlich stolz, bin aber danach in Tränen ausgebrochen. Damals konnte ich meine Gefühle nicht einordnen. Rückblickend weiß ich nun, dass ich Mitleid mit dem Bock hatte“, erzählt Winkelmayer, der eine Tierarzt-Praxis in Pachfurth (NÖ) führte und auch heute noch dort lebt.

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Winkelmayer ernäht sich vegan.

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Über die Jahre hat sich Winkelmayer einen Freundeskreis aus Jägern aufgebaut, mit denen er regelmäßig Jagdreisen unternahm. „Ich war oft unterwegs. In Afrika habe ich Antilopen, Büffel und Leoparden geschossen, Elche in Norwegen. Damals fand ich das in Ordnung. Heute widert mich das an“, meint der ehemalige Amtstierarzt, der auch heimische Tiere wie Rehe und Hirsche erlegte.

„Insgesamt waren es um die 100 Stück Schalenwild, dazu gehören Rotwild oder Schwarzwild, die ich in meinem Leben geschossen habe. Aber auch Niederwild wie Hasen oder Fasane kamen vor meine Flinte. Doch die zählt ein Jäger nicht mit“, sagt Winkelmayer, der meint, aus Spaß geschossen zu haben, wie es 90 Prozent der Hobbyjäger in unserem Land tun würden. „Kein Jäger geht an einem kalten, verregneten Novembermorgen des Naturschutzes wegen in den Wald.“

Der Niederösterreicher, der auch im Landesjagdverband verankert war, hielt dort Vorträge über Wildbret-Hygiene und Wildtiergesundheit. Daneben ist er Lebensmittelwissenschaftler und bekam dafür im Jahr 2006 vom damaligen Bundespräsidenten Heinz Fischer den Berufstitel Professor verliehen.

„Als Jäger habe ich natürlich auch Wildfleisch gegessen, es zuhause selbst gekocht. Rinder oder Schweine wollte ich seit jeher aber nicht gerne auf meinem Teller haben. Die taten mir immer leid, weil sie schlecht gehalten werden. Als Amtstierarzt habe ich zu viel gesehen. Wer Fleisch essen möchte, muss sich im Klaren sein, dass dies nicht ohne Tierleid geht“, erklärt Winkelmayer. Das war auch der Grund, warum er mit dem Jagen aufgehört hat. „Dafür habe ich mich mit Tierethik auseinandergesetzt. Also mit den Pflichten von Menschen gegenüber Tieren und den Rechten von Tieren. Dann wurde mir klar: Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar. Und Jagdreisen sind besonders pervers“, ist der 63jährige überzeugt. „Von heute auf morgen beendete ich das Schießen, verkaufte alle meine 16 Gewehre und verbannte meine Jagdtrophäen in Kisten auf den Dachboden. Von meinen Jagdfreunden erntete ich dafür Fassungslosigkeit, alle haben sich von mir abgewendet.“

Winkelmayer machte eine Kehrtwende. Er hörte nicht nur mit dem Schießen auf, sondern verzichtete zunächst auf Fleisch, bis er allen tierischen Produkten entsagte und sich nun vegan ernährt. „Diese Ernährungsweise hat in unserer Gesellschaft mittlerweile einen hohen Stellenwert. Die Jäger spüren, dass ihnen ein rauer Wind dieser Menschen entgegenbläst. Töten zum Spaß ist immer weniger anerkannt“, freut sich Winkelmayer, der auch Bücher über Tier- und Jagdethik geschrieben hat.

Noch gibt es genug Waidmänner in unserem Land, etwa 130.000 Menschen besitzen eine Jagdkarte. Gerade jetzt, im November, der Hauptsaison, wird Wildbret erlegt. Im Vorjahr fanden 286.000 Stück Rehwild, 61.500 Stück Rotwild, 40.300 Stück Schwarzwild und 21.000 Stück Gamswild den Tod. Aber auch 94.200 Hasen, 67.700 Füchse, 22.800 Marder und 10.200 Wiesel mussten durch die Jäger-Kugel sterben. „Gerechtfertigt sind aber nur Regulierungsabschüsse von Rehwild, Rotwild, Schwarzwild und Wildschweinen. Doch das könnten die 550 Berufsjäger oder speziell ausgebildete Hobbyjäger erledigen. Niemand muss auf Murmeltiere, Hasen, Füchse, Fasane oder Wildenten schießen.“

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Der geläuterte Jäger

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Gruß Hubert

 

 

Jagd auf Wildschweine in einem Wildschweingatter im Kanton Zürich   Leave a comment

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Unglaublich die Brutalität und Grausamkeit dieses Jägers im Video.

Auszug aus Wild beim Wild.

Das Wildschwein-Guantanamo ist die beste Möglichkeit, den Ruf der Gemeinde Elgg zu ruinieren. Als gutes Lernbeispiel dient zum Beispiel die Gemeinde Hefenhofen im Kanton Thurgau. Wenn man den Namen Hefenhofen heute hört, denkt man unweigerlich an Tierquälerei, Versagen der Gemeinde, Kanton und Verterinäramt. Die Taten der Hobby-Jäger im Gatter und spätestens auf der Jagd, widersprechen diametral den schweizerischen Tierschutzgesetzen unter anderem Art. 26 und Art. 4.

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Quelle:

https://wildbeimwild.com/2018/11/21/kriminelle-erhalten-wildschweingatter-im-kanton-zuerich/

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Gruß Hubert

Sadistische Jäger hetzen Hunde auf Katzen   Leave a comment

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Das Tierschutzgesetz verbietet es, Tiere aufeinander zu hetzen. Leider ist das bei vielen Jägern gängige Praxis. 

Aus wildbeimwild.com

PETA erstattet Strafanzeige gegen Jäger in Rheinland-Pfalz

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Ein im Internet kursierendes Video zeigt mehrere Jagdhunde, die unter den Anfeuerungsrufen eines Mannes eine lebende Katze schütteln, beissen und schliesslich auseinanderreissen. Ein Zeuge gab PETA einen Hinweis auf den mutmasslichen Täter.

 

Die Tierrechtsorganisation hat den Mann, einen Jäger, der in Rheinland-Pfalz Jagdhunde züchtet, wegen Verstosses gegen das Tierschutzgesetz bei der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach angezeigt, die daraufhin ein Ermittlungsverfahren eingeleitet hat. PETA fordert neben einer empfindlichen Strafe auch ein Jagdverbot und den Entzug des Jagdscheines für den Mann.

Der durch das Video bezeugte extreme Sadismus des Mannes zeigt, dass die Hobby-Jagd nichts weiter ist, als ein blutiges Hobby“, so Dr. Christian Arleth, Rechtsanwalt bei PETA. „Der Täter hat die Katze bewusst grösstem Leid ausgesetzt und hatte seine Freude daran zuzuschauen, wie sie stirbt. Ein solches Verhalten ist nicht nur abscheulich und empörend, es offenbart auch die Gewaltbereitschaft und Gemeingefährlichkeit dieses Hobby-Jägers.

Das Tierschutzgesetz verbietet es, Tiere aufeinander zu hetzen. Auch das Töten der Katze war gesetzwidrig, denn diese dürfen von Hobby-Jägern nur dann getötet werden, solange sie erkennbar wildern. Zwar distanzierte sich der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz von dem Vorgehen des Hobby-Jägers; solche Fälle ereignen sich jedoch unzählige Male in Deutschland. Rohe Gewalt bei der Jagd ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Hobby-Jäger bieten in ihren Online-Shops ganz bewusst Duftstoffe an, um Katzen anzulocken und in Fallen zu fangen. Jedes Jahr werden in Deutschland schätzungsweise 350.000 Katzen von Hobby-Jägern erschossen, unter dem Vorwand, dass sie die Artenvielfalt bedrohten. Die grösste Gefahr für die Wildtiere sind jedoch die Hobby-Jäger selbst.

Anerkannte Wildbiologen sind sich einig, dass aus ökologischer Sicht keine Notwendigkeit für die Jagd besteht. So müssen dem renommierten Biologen Prof. Dr. Josef Reichholf zufolge die nahezu ausgerotteten Wölfe nicht durch menschliche Jäger ersetzt werden, da eine natürliche Regulation der im Wald wohnenden Tierpopulationen durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit oder Krankheiten stattfindet. Auch englische Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass sich beispielsweise Fuchspopulationen aufgrund von Nahrungsverfügbarkeit und sozialen Faktoren von selbst regulieren. Die Jagd hingegen zerstört die Alters- und Sozialstrukturen der Tierpopulationen, was bei den Überlebenden zu erhöhter Fortpflanzung führt. Verluste in der Population werden somit rasch durch Nachkommen und Zuwanderung wieder ausgeglichen oder gar überkompensiert. Die Jagd ist unnötig, kontraproduktiv und grausam.

Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass den rund 350.000 Hobby-Jägern in Deutschland nur etwa 1.000 Berufsjäger, vor allem Forstbeamte, gegenüberstehen. Hinzu kommen bundesweit etwa fünf Millionen Hobbyangler. PETAs Motto lautet in Teilen, dass Tiere nicht dazu sind, dass wir sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten, wir an ihnen experimentieren oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten.

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Sadistische Jäger hetzen Hunde auf Katzen

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 13. September 2018 von hubert wenzl in Jagd abschaffen!, Jäger, Uncategorized

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Peter Wohlleben fordert die Abschaffung der Jagd   2 comments

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Peter Wohlleben ist Jäger und Förster und fordert die Abschaffung der Jagd. Anzunehmen ist, dass er selbst die Jagd nicht mehr ausübt. Er hat mehrere Bücher verfasst und bringt interessante Informationen, die ganz sicher nicht jedem bekannt sind. Einige Positionen teile ich allerdings nicht, wie diese:

„In seinem Gemeindewald habe er die Bürgerjagd eingeführt. Jeder Bürger und jede Bürgerin mit Jagdschein aus der Gemeinde dürfe im Wald nach Anmeldung kostenlos jagen. Er selbst als Förster gebe aber die Abschusszahlen vor.“

Das widerspricht ja der Forderung die Jagd abzuschaffen.

Aus Martinballuch.com

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Peter Wohlleben ist Jäger und Förster. In seiner Jugend hat er mit einer gewissen Begeisterung auf Hirsche geschossen. Heute betreut er den Gemeindewald von Hümmel in der Eifel im Westen Deutschlands. Ökologie und Tierschutz sind ihm mittlerweile zweifellos ein großes Anliegen, wie er in seinen vielen Büchern, insbesondere „Der Wald. Ein Nachruf“, beweist. Und für die Jagd kommt er darin zu besonders beeindruckenden Schlussfolgerungen.

Seit 1900, so Wohlleben, gebe es die Trophäenjagd. Seither will man also besonders große männliche Tiere schießen und seither möchte man daher mindestens 100 Tiere der jeweiligen Art pro Revier haben, um daraus abnorm große Trophäen züchten zu können. Mit einer Untergrenze von über 1 km² Grundfläche, bevor ein Gebiet bejagt darf, haben es sich die Oberen 10.000 so gerichtet, dass sie bei der Jagd unter sich sind. Nur Großgrundbesitzer_innen können da mithalten. Und auf ihrem Besitz werden nun hohe Tierpopulationen erhalten, um die Feudaljagd zu ermöglichen.

Pro Wildschwein, so Wohlleben, werden jährlich 130 kg Kraftfutter ausgebracht, im Mittel also 12,5 kg pro kg erlegtem Wildbret. Damit sei die Fleischproduktion in der Jagd um das Dreifache weniger effizient als die Massentierhaltung!

Die natürliche Populationsdichte sei 1 Reh pro km², heute gebe es aufgrund der Fütterungen etwa 50. Dazu würden 10 Hirsche und 10 Wildschweine pro km² kommen. In vielen Revieren habe man auch nichtheimische Tierarten wie Damhirsch und Mufflon für die Jagd zusätzlich ausgesetzt. Ein einzelnes Reh würde 15.000 Triebspitzen von Jungbuchen pro Tag verzehren. Bei 1 Reh/km² ließe sich trotzdem ein Urwald erhalten. Bei der von der Jagd aufgezüchteten Wilddichte blieben aber nur die ortsfremden Fichtenmonokulturen bestehen, alles Andere würde verbissen. Die jährlichen Wildschadensberichte am Wald sollte man daher „Jagdschadensberichte“ nennen, so Wohlleben.

Die heutige Jagdpraxis zerstöre daher nicht nur den Wald, sondern führe auch zu zahlreichen Autounfällen. Die Jagd treibe die Tiere in die Nachtaktivität. Zusätzlich würden durch die Überpopulation Jährlinge bei den Rehen auf Reviersuche weite Strecken zurücklegen müssen. Die Folge seien 240.000 Autounfälle allein mit Rehen in Deutschland pro Jahr. Dabei würden 2600 Menschen verletzt.

Aber auch die Zeckenplage und die meisten der damit einhergehenden Erkrankungen an Borreliose und FSME führt Wohlleben auf die Jagd zurück. An einem Hirsch würden sich im Durchschnitt zu jedem Zeitpunkt 100 Zecken mit Blut voll saugen und dann jeweils 3000 Kinder gebären. Weil die Population an Hirschen aufgrund der Jagd das 50fache der natürlichen Population ausmacht, gibt es 50 x 3000 = 150.000 Mal mehr Zecken als ohne Jagd – die dann exponentiell mehr Kinder bekommen.

Auch die Erhöhung der Fluchtdistanz führt Wohlleben auf die Jagd zurück. In nichtbejagten Gebieten könnte man Tiere aus großer Nähe beobachten. In bejagten Gebieten wird dieses Erlebnis den Erholungssuchenden im Wald aufgrund der Jagd versagt. Die Tiere würden jedenfalls, so Wohlleben, nicht aufgrund von Wanderern, sondern aufgrund der Jäger_innen an erhöhtem Stress leiden. Gäbe es statt den menschlichen Jäger_innen ausreichend Wölfe, Luchse und Bären, dann wäre nicht nur die Populationsdichte von Paarhufern reduziert, sie würden auch vermehrt am Waldrand leben und sich nicht ins Dickicht zurückziehen, wo sie potentielle Freßfeinde nicht erkennen könnten. Sie würden daher weniger Wildverbiss anrichten.

Insbesondere in seinem Buch „Der Wald. Ein Nachruf“ erzählt Wohlleben reihenweise Geschichten von Jäger_innen, die die Politik und die Förster bestechen, um illegalen Jagdpraktiken frönen zu können. So könnten sie sich Wanderern gegenüber als Jagdherren aufspielen, wie der frühere Adel. Darüber hinaus schießen sie pro Jahr 400.000 Katzen und Hunde in Deutschland.

Aus all diesen Gründen, so Wohlleben, sei es an der Zeit über die Abschaffung der Jagd nachzudenken. Die Jägerschaft erlege weniger Tiere als geboren werden, weil es ja zu keiner Reduktion der Populationen kommt, und sei daher ökologisch unnötig. Wäre die Jagd abgeschafft, dann könnten sich Wolf und Luchs ausbreiten, mit allen positiven Folgen. Die Wiederkäuerpopulation würde gesenkt und der Verbiss am Wald drastisch reduziert.

Zumindest, so Wohlleben, sollten wir die Jagd professionalisieren. Mit ausschließlich Berufs- statt Hobbyjäger_innen würden zumindest Wildfütterungen, Bestechungen und die Anpöbeleien verschwinden.

Zuletzt referiert Wohlleben noch über ein interessantes Experiment in seinem Gemeindewald. Dort habe er die Bürgerjagd eingeführt. Jeder Bürger und jede Bürgerin mit Jagdschein aus der Gemeinde dürfe im Wald nach Anmeldung kostenlos jagen. Er selbst als Förster gebe aber die Abschusszahlen vor. Das habe zu hervorragenden Ergebnissen geführt. Doch weil dadurch die in den Nachbarrevieren angefütterten Populationen mit abgeschossen würden, sei man von Seiten der Jägerschaft sehr gegen ihn vorgegangen. Das habe bis zu Morddrohungen gereicht. Trotz politischer Interventionen habe er aber seinen Posten behalten dürfen, weil die Gemeinde hinter ihm stehe.

Ob Wohlleben bei all dem Druck seitens der Jägerschaft es heute noch wagt, solche Positionen zu vertreten, entzieht sich meiner Kenntnis. Sein Nachruf auf den Wald wurde 2013 veröffentlicht.

Peter Wohlleben fordert die Abschaffung der Jagd

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 15. August 2018 von hubert wenzl in Jagd abschaffen!, Jäger, Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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