Archiv für Oktober 2016

Der Jäger in der Psychoanalyse   2 comments

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Der Jäger in der Psychoanalyse

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In der heutigen Gesellschaft gilt, wer beim Töten nichts fühlt, ist schwer gestört.

Jäger rechtfertigen mantramässig ihr schäbiges Hobby damit, dass sie am Beute machen Freude haben – das Töten von Lebewesen also ihr Ziel ist.

Für mich ist jagen, als würde ich einen Apfel pflücken. – Redaktor und Jäger Karl Lüönd

Dabei ist Jagen kein existenzieller Trieb mehr zum Überleben. Der Hunger- und Dursttrieb kann in diesem Zeitalter ethisch korrekt befriedigt werden. Zudem gibt es Fleisch im Überfluss, was krank macht. Der Jagdtrieb ist ein archaisches Überbleibsel aus vergangener Zeit, wie Kannibalismus und Feuer machen mit Steinen.

Das Töten von Wildtieren aus Spass und Passion ist etwas primitives und barbarisches, zu dem sich eine kleine Minderheit der Gesellschaft hingezogen fühlt.

Reduziert man die Taten der Jäger nur aufs Beutemachen, leben wir inmitten eines grossen Open-Air-Schlachthauses. Kinder, Touristen, die Bevölkerung sind Augenzeugen widerlicher Zustände.

Ethisch entwickelte Naturfreunde machen aktiv schöne Erlebnisse in der Natur, ohne Wildtiere zu exekutieren, damit sie sich wohl fühlen. Es gibt unzählige lobenswerte Menschen, welche die Natur auch nutzen, hegen und pflegen – nachhaltige, selbstlose Arbeit leisten bei der Feuerwehr, Zivilschutz, Tierschutz, Trockenmauern erstellen, Biotope pflegen, Landdienste absolvieren, Rehkitzrettung, Wildtierstationen usw. Keinem von denen käme es in den Sinn, dafür ein Opfer in der Form eines Lebewesens zu fordern, wie dies die JägerInnen tun.

13001324_611949268955986_2671468077768585891_nAus neurowissenschaftlicher Sicht ist interessant, das Gewalttaten wie das Jägerdasein ein Gehirn verändern. Das Gleichgewicht der intellektuellen Fähigkeiten und der niederen animalischen Triebe gestört wird. Jägern fehlt oftmals der Respekt vor Mitlebewesen. Ihre inneren Dämonen reagieren ungehalten auf Einschränkungen, Ratschläge und Kritik von der normalen Bevölkerung.

An der Stelle wo Gewalt sich entlädt, werden genauso Schäden verursacht, wie am Punkt, auf den sie gerichtet ist. Und dies denkbar konkret auf neuronaler Ebene. Wissenschaftler haben dies bei Untersuchungen an Soldaten oder Serienkiller herausgefunden. Auch Neuropsychologen bestätigen: Die Amygdala, ein Kerngebiet im Gehirn, ist bei Gewalttätern auffällig zurückgebildet oder gestört.

Jäger sind unfähig, irgendetwas fortschrittliches in der Ethik zu tun. Sie sind angewiesen auf Menschen mit Gewissen und entwickeltem Charakter, um etwas Kreatives zu verrichten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass es in der Vergangenheit Tierschützer waren, die den Antrieb für Verbesserungen im Wildtierschutz aufgleisten. Die Jäger reagierten immer widerwillig auf Initiativen. Der gesunde Menschenverstand führte im Jagdwesen zu mehr Wildtierschutz. Z. B. durch die Abschaffungen von Tellereisen oder die Vogeljagd mit Leimruten. Das die ganze Munitionsthematik auf den Tisch kam. Tierschützer waren die treibende Kraft, damit die Jagdzeiten eingeschränkt und die Anzahl an jagdbaren Arten reduziert wurde. Um die Ausrottung der Wildtiere zu verhindern, haben Tierschützer den Jägern die moralische Verpflichtung zur Hege auferlegt. Die Ethik der Jäger rennt traditionell immer dem Zeitgeist hinterher.

Jäger jagen nicht aus Nützlichkeit. Mit der Ökologie haben sie nichts am Hut, aber Gefühlsmenschen sind sie: JägerInnen sind stärker aggressionsgeleitet, stärker durch Beherrschungsstreben allgemeiner Art bestimmt. Jäger gehören überwiegend unteren Schichten der Gesellschaft an und sind in Politik, Wissenschaft, Industrie und Unternehmertum eher durch abnorme Persönlichkeiten repräsentiert“.

Lakota Weisheit

Jäger sind militant und aggressiv. Gewalt durch die Jägerhand wird immer weniger toleriert und dies ist gut so. Die Jagd wird zu Recht aus allen Himmelsrichtungen kritisiert. Hobbyjagd ist ein krankhaftes Verhaltensmuster, welches in Friedenszeiten erlaubt, dem Töten im Tierreich zu frönen.

Jäger sind keine Liebhaber der Wildtiere

Jäger kaufen Wildtiere über Revier- oder Patentbeiträge, um an ihnen wie in der Prostitution ihre Triebe ausleben zu können. Es geht dabei weniger um Liebe, sondern um eine Illusion. Wildtiere mögen kein Jäger. Die Sexspielzeuge der Jäger sind Antigeruchsdeos, Nachtsichtgeräte, Feldstecher, Wilduhren, Fotofallen, Tarnkleidung, Geruchsfilter, Lasermessgeräte, beleuchtete Zielfernrohre, Spezialgeschosse, Messer, Waffen usw.

Alljährlich wütet im Herbst der Jagdvirus auf seinem Höhepunkt. Hauptmotiv dabei ist die Trophäengier.

Jäger jagen nicht, um ein ökologisches Gleichgewicht herzustellen, noch regulieren sie aus ökologischer und ökonomischer Sicht Wildtierbestände nachhaltig. Da durch den Jagddruck Wildtierpopulationen eher zunehmen, tragen sie auch nicht wirklich zur Wildschadensverminderung bei. Jäger sind keine Naturschützer sondern archaische Naturausbeuter – zum Leidwesen vieler. Jäger nähren den Kult des Todes und sind eingebunden in sektiererische Strukturen.

Wildtierpopulationen können heute bei Bedarf auch mittels Geburtenkontrolle wie die Immunokontrazeption nachhaltig reguliert werden, ohne Krieg im Tierreich.

Die Jagd quält sinnlos unzählige Tiere. Jäger regulieren nicht, sie dezimieren nur und dies weder richtig, noch erfolgreich. Landwirte, Forst, Weinbauer beklagen Jahr für Jahr trotz der Jagd Schäden an den Kulturen. Zerschossene Wildtierbestände produzieren mehr Nachkommen, als in unbejagten Gebieten. Die Jäger sind für die Schäden verantwortlich, besonders für die vielen Wildunfälle und dem unnatürlichen Verhalten der Wildtiere. Die Jagd ist der Schaden schlechthin. Unzählige Tonnen Schwermetalle ihrer Munition hinterlassen Jäger bei ihrem Hobby. Sie vergiften hochgradig unsere Umwelt und versuchen der Bevölkerung ungesundes mit Angsthormonen angereichertes Wildbret unterzujubeln. Die WHO stuft verarbeitetes Wildbret als krebserregend ein. 50 Gramm Fleisch = 18 Prozent höheres Krebsrisiko.

Jäger morden nicht nur kranke oder alte Tiere, sondern meistens die stärksten und gesündesten Wildtiere. Eine grosse Anzahl Tiere werden im Laufe der Jagd nur verletzt und nicht getötet.

Kulturlandschaft bedeutet auch, dass man die Kultur der Gewaltlosigkeit gegenüber Lebewesen praktiziert. Jagd auf Lebewesen ist Unkultur, genauso wie es Sodomie, Stierkampf oder Krieg ist. Kultur ist: Du sollst nicht töten, dies hat auch Hubertus erkannt, der selbsternannte Schutzpatron der Jäger. Jagd ist hässlich. Jagd ist Tierquälerei. Jagd gibt vor etwas zu sein, was es gar nicht ist.

Gewalt an Schulen – was haben Jäger damit zu tun?

Jugendliche, die schon einmal Tiere gequält haben, begehen drei Mal häufiger gewalttätige Delikte als tierliebende Knaben und Mädchen.

Zu diesem Schluss kommt eine Befragung von über 3600 Schülerinnen und Schülern aus zwanzig Schweizer Kantone. Die Kriminologen Martin Killias von der Universität Zürich und Sonia Lucia von der Universität Genf werteten die Schweizer Daten einer internationalen Delinquenz-Studie aus.

Wie die Forscher im Fachmagazin «Psychology of Violence» berichten, verglichen sie die Angaben zur Tierquälerei mit den Antworten der Jugendlichen zu begangenen Delikten. Die Resultate waren eindeutig: Tierquälerei ist verknüpft mit allen möglichen Straftaten, insbesondere mit Vandalismus und gravierenden Gewalttaten.

Tierquälerei gehe einher mit Wut- und Gewaltdelikten, schreiben die Forscher. Vielleicht sei sie ein Indikator dafür, wer später auch gegen Menschen gewalttätig werde. Weil die Befragten nicht angeben mussten, wann sie ihre Taten begingen, kann die Studie aber nicht zweifelsfrei belegen, dass Tierquälerei ein Vorbote anderer Delikte war.

  1. Als aktive Tierquälerei wird das Quälen, Misshandeln oder unnötige Töten von Tieren bezeichnet.
  2. Als passive Tierquälerei gelten die Vernachlässigung oder Verwahrlosung von Tieren.

Jäger haben keine pädagogische Berufung. Die missgebildete Vision der Waldterroristen zur Natur hat nichts mit Biologie, Ökologie usw. oder Schutz der Wildtiere zu tun – ganz im Gegenteil! Jäger töten aus Leidenschaft. Dadurch kann eine Neutralität nicht gegeben sein. Deshalb muss man sie von den Schulen und Kinder fernhalten.

Tierquälerei als Symptom einer Störung

Tierquälerei wird in der ICD 10 als Symptom der Störung des Sozialverhaltens (F91) beschrieben. Tierquälerei ist bei Gewalttätern häufig bereits im Kindes- und Jugendalter zu beobachten. Eine Abgrenzung ist schwierig, da bei Kindern und Jugendlichen solches Verhalten nicht ungewöhnlich ist. Ebenso besteht ein Zusammenhang zwischen Gewalt gegen Tiere und zwischenmenschlicher Gewalt.

Psychoanalytiker werten Tierquälerei als Abwehrmechanismus in Form „Verschiebung“. Das Tier verkörpert dabei die Rolle eines Prügelknaben. Häufig werden ehemalige Opfer zu Tätern, die im Akt der Quälerei ihre subjektiv in der Vergangenheit erlebten Qualen am Objekt, dem Tier, reinszenieren und dabei kurzzeitig einen Abbau ihrer aufgestauten inneren Aggressionsspannung erleben.

Die Jagd hat versagt. Jäger üben ihr unsägliches Handwerk hauptsächlich um ihrer selbst willen aus, also aus Vergnügen und Leidenschaft = Leiden schaffen! Jäger fehlinformieren die Öffentlichkeit regelmässig gezielt, um den Rückhalt für ihr barbarisches Hobby zu erhalten.

„Jagen und Töten werden der Aggression und dem Dominanzstreben zugeordnet. Dass sich Jagen als „gute“, ja saubere Methode des Tötens empfiehlt, ist nur möglich vor dem Hintergrund einer Komplizenschaft des Schweigens. Verschwiegen wird das Erleben des Tötens. Eine Seelenblindheit, die nur dann ausgesetzt wird, wenn der Jäger das Töten als Blutrausch oder als Erlösung darstellt und es somit wieder zu einem irrealen Event werden lässt. Ein seelischer Ausnahmezustand, dessen Opfer er geworden ist. Dies fällt in den Selbstdarstellungen von Jägern und deren Jagdbeschreibungen auf: Der Jäger überträgt die Verantwortung für sein Tun auf ein autonom in ihm wirkendes Triebgeschehen. Diesem konflikthaften, ja dramatischen Seelenzustand steht die unendliche Leichtigkeit des Tötens gegenüber. Sie wird abgefedert durch eine Pseudo-Logik und Scheinrationalität. Dies sichert, dass Jagen psychisch unauffällig bleibt und Teil der Normalität ist“, wie Frau Dr. phil. Hanna Rheinz erklärt.

Psychopathie bezeichnet eine schwere Persönlichkeitsstörung, die bei den Betroffenen mit dem weitgehenden oder völligen Fehlen von Empathie und Gewissen einhergeht. Psychopathen sind auf den ersten Blick mitunter charmant, sie verstehen es, oberflächliche Beziehungen herzustellen. Dabei sind sie mitunter sehr manipulativ, um ihre Ziele zu erreichen. Oft mangelt es Psychopathen an langfristigen Zielen, sie sind impulsiv und verantwortungslos.

Bei Psychopathen wurden erhöhte Dopamin- und Serotonin-Spiegel beobachtet. Dies führt möglicherweise zur Enthemmung aggressiver Impulse. Verminderte Cortisol-Spiegel wurden ebenfalls beobachtet. Es wird vermutet, dass die Dysfunktionen und Fehlregulationen bereits in früher Kindheit angelegt sind. Rund 80 % der JägerInnen stammen aus einer Jägerfamilie. Quereinsteiger sind eher die Ausnahme.

Wenn Individuen mit einer Psychopathie andere Lebewesen leiden sehen, werden wichtige Hirnregionen nicht aktiv und verbinden sich damit nicht zu anderen Regionen, die für die richtige Entscheidungsfindung wichtig sind.
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Hier weiterlesen:

Der Jäger in der Psychoanalyse

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 31. Oktober 2016 von hubwen in Tiere, Tierschutz, Uncategorized

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Die Problemjäger   2 comments

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Hochgejagte Bestände in Graubünden

Die unrühmlichste Jagdveranstaltung der Schweiz ist immer noch nicht zu Ende.

Vor wenigen Tagen hat das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden erste Statistiken der dreiwöchigen Hochjagd 2015 (ab 3.9.) propagiert. Die zweiwöchige Walliser Hochjagd begann Wochen später (ab 21.9) und Statistiken wurden umgehend geliefert – man kann es fast nicht glauben.

Was in Graubünden mit 5’509 Hochjäger völlig ausser Kontrolle ist, hat man im Wallis mit 2’400 Hochjäger scheinbar besser im Griff. Im Wallis ist 2015 keine Sonderjagd nötig, obwohl auch dort die beiden letzten Winter angeblich milde waren.

Sonderjagd ist, wie der Name schon sagt, eine Nachbesserung. Wird eine Nachbesserung zum Regelfall, dann stimmt etwas nicht mit der Wissenschaft, Wildbiologie, Planung sowie Ausführung und dies ist in Graubünden seit 30 Jahren der Fall.

Der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopfe her und dies muss in Graubünden gewaltig sein. So sind in Chur aktuell wieder 2 Volksinitiativen in Bearbeitung, um den Gestank der kranken Jagden die das Amt für die JägerInnen organisiert, zu vertreiben. Da war Carna Grischa bedeutend schneller vom Platz, trotz des Filzes.

Das Anlegen von Lockfutter wird neu in Graubünden generell verboten und mit Ordnungsbussen geahndet, dies ist eine der Forderungen eines Initiativtextes. Auch müssen Jäger neu zum Schiesstest.

 

Beobachtung und Aberglaube

 

Hohe Strecken bei Hirsch und Reh und eine durchschnittliche Gämsjagd sorgen für weitgehend zufriedene Bündner Jägerinnen und Jäger, allerdings mit grossen regionalen Unterschieden. Eine Sonderjagd zur Erfüllung der Abschusspläne ist beim Hirsch zwecks Begrenzung von Schäden am Wald und an landwirtschaftlichen Kulturen sowie zur Vermeidung von übermässigem Tiersterben bei härteren äusseren Bedingungen in fast allen Regionen notwendig, beim Reh nur noch in rund der Hälfte der Regionen. 2923 Jäger haben sich für die Sonderjagd angemeldet. – AJF Graubünden 2015

Irgendwie wird der Bevölkerung Jahr um Jahr etwas vorfabuliert. Jäger geben vor, etwas zu sein, was sie gar nicht sind.

Die Sonderjagd ist immer auch ein unethisches und barbarisches Massaker an Wildtieren. Trächtige, führende Hirschkühe sowie Rehgeissen und ihre Jungen, ganze Sozialstrukturen werden wie in einem Blutrausch ohne Erbarmen zusammengeschossen. Führende Muttertiere vor dem Kitz wegzuschiessen, ist schäbig und gemein. Von Handwerk, Wildbiologie, Wissenschaft kann man da wirklich nicht sprechen – es ist einfach nur Jagd – die Tierquälerei. Und der Jagddruck der vorangegangenen Monaten ist dafür auch noch mitverantwortlich. Es wird niemals eine Entschuldigung geben, ein neugeborenes Leben so zu zerstören oder das Muttertiere ihre Kälber nicht ohne Hatz und Todesangst aufziehen können. Jäger manövrieren damit ihr Image gleich neben jenes des Islamischen Staates. Die bündner Jagd ist schlichtweg kriminell. Nur ist unser Rechtssystem noch nicht soweit, dass im Strafrecht zu berücksichtigen.

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Hirschkalb.

Bei genauer Beobachtung erkennt man, dass die Jägerseele etwas durchtriebenes ist. Jagd ist kein rechtschaffendes Handwerk. Es gibt keine Standards, Ethik, gute Wissenschaft oder Regeln bei der Jagd, die gesellschaftlichen Normen, nicht einmal innerhalb der Jägerschaft, und vor allem tierschützerischen Argumenten standhalten. Täten Jäger für die Gesellschaft Brot backen, würde einer Jauchenwasser verwenden und ein anderer Abwasser und beide würden es als Brot verkaufen. Jäger machen was sie wollen und führen ein sektenartiges Brauchtum. Wer mit dem eigenen Dasein nicht zufrieden ist, der geht auf die Jagd. Bündner Jäger kritisieren die Baujagd als Tierquälerei, Walliser Jäger ergötzen sich an der Trophäenjagd auf den Steinbock, Obwaldner Jäger finden Hochsitze nicht waidmännisch, Glarner Jäger sind in Graubünden keine Jäger, die Verseuchung der Umwelt und des Wildes mit der Jägermunition ist Aufopferung für das Ökosystem – während Naturschützer dagegen protestieren oder bei Deutschen Jäger ist es verpönt, mit Schrote auf Rehe zu schiessen, während Schweizer Jäger das lustig finden, usw.

Jagd ist immer auch eine Form von Krieg gegen Lebewesen, wo die negativen Eigenschaften im Menschen aufleben.

Allein in der Hirschfabrik Graubünden in der Schweiz wurden im Jahr 2014 wegen Verstösse gegen die Jagdgesetzgebung 1007 (995, 964) Ordnungsbussen ausgesprochen und 95 (127, 125) Anzeigen an die Kreisämter erstattet. Praktisch jeder fünfte Jäger der 5’804 (5’946) war ein Delinquent, mit einer grossen Dunkelziffer im jährlichen Wechselspiel (Statistik 2015).

Am 30.6.2015 gab das Amt in Graubünden folgende Medienmitteilung heraus: „Ausserordentlich hoher Wildbestand in Graubünden“. Da hat man die Hochjagd mit den Sonderjagden und dennoch Warnmeldungen wie beim Katastrophenschutz im Krieg. Dazu die passenden Flosken wie:

Die Sonderjagd hat zum Ziel, die Wildbestände an ihre Wintereinstände anzupassen und gleichzeitig eine Schwächung der Kondition der Tiere zu vermeiden. Damit wird die wichtigste Hegemassnahme umgesetzt, nämlich die Anpassung der Bestandesgrösse an die Kapazität des Lebensraumes. – AJF Graubünden 2015

Bestände werden seit Jahrzehnten nicht wirklich reguliert, sondern dezimiert und die Geburtenrate stimuliert. Folge der jetzigen Methoden ist, dass zum Beispiel Rehe und Hirsche noch scheuer werden und ihre tageszeitlichen Aktivitäten vollends in die Nacht verlegen. Dies führt zu vielen Verkehrsunfällen.

Unprofessionelles Snipertum ist die Hegemassnahme. Das beim traditionellen Kulturgut „Jagd“, jetzt auch amtlich Mobiltelefone auf der Pirsch gebraucht werden dürfen, war lange Zeit Science Fiction. Bereits im Jahr 2010 hat der Verein Wildtierschutz Schweiz dokumentiert, wie Wildtiere mit Hilfe von Autos und Mobiltelefone in winterlicher Umgebung im Schnee und Kälte durch die Täler und auf die Berge gehetzt werden. Vom milden Winter keine Spur.

 

Genauso wie es ethisch nicht richtig ist, eine Wildtierart zu dezimieren, um eine andere zu schützen, kann das Massakrieren nicht richtig sein, nachdem man über Jahrzehnte für die Jagd unnatürlich hohe Bestände herangezüchtet hat und dies jetzt mit Ausreden von übermässigem Tiersterben bei härteren Bedinungen usw. zu begründen, was ethischen und moralischen gesellschaftlichen Normen einer Bankrotterklärung gleicht. Das ist kein Naturverständnis. Jäger wissen auch nicht, welche Tiere überleben würden, bei der natürlichen Auslese wie z.B. Winterhärte.

[…]

Wildtiere stehen in erster Linie den Beutegreifern zu, nicht den Jägern, aber Wolf, Luchs und Co. will man ja nicht so richtig. Fallwild will man nicht, den Fuchs auch nicht, der dies beseitigen würde. Füchse werden sinnfrei und planlos wie in einem Wahn abgeschossen. Die Regulierung der Wildbestände erfolgt nicht nach natürlichen wildbiologischen Gegebenheiten, sondern Jägerlatein. Geschützte Arten, wie der Feldhase, Birkhuhn, Schneehuhn und die Waldschnepfe haben auf der Liste der jagdbaren Arten auch nichts verloren. Jede jagdliche Aktivität ist eine Störung für die gesamte Wildtierpopulation.

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brosi.

Jäger Robert Brunold, aktueller Präsident des kantonalen Patentjäger-Verbandes in Graubünden sagt:

Nötig sei die Niederjagd nicht, aber berechtigt. So könne man sich auch fragen, ob es sinnvoll sei, Beeren und Pilze im Wald zu sammeln!

Was kann man von solchen Problemjäger schon erwarten, die den Unterschied zwischen einer Waldbeere und einem Fuchs oder Singvogel im Herz nicht erfassen können? In der heutigen Gesellschaft gilt, wer beim Töten nichts fühlt, ist schwer gestört.

Man weiss heute, dass es in Graubünden und anderstwo in erster Linie wie in einem Reisebüro ums organisieren von attraktiven Jagden geht, welche vom Amt für Jagd und Fischerei geplant werden. Dies Jagden werden barbarischer sowie bestialischer. Der Mensch wird vom Amt zum Raubtier degradiert und die Wildtiere zu Nutz- und Zuchttiere. Die Anzahl Verstösse gegen die Jagdgesetzgebung und die zahlreichen Anzeigen an die Kreisämter sprechen eine deutliche Sprache. Es werden Pilotversuche wie in einem grossen Tierversuchslabor gestartet, Wildschutzgebiete und Wintereinstandsgebiete werden massiv gestört, Jagdregeln ausser Kraft gesetzt usw. Das Jagdfieber hat die gesunden Grenzwerte längst überschritten. Wilde Horden Schiesswütiger, die die Alpen stürmen für eine Trophäe oder Fleisch – welches laut der WHO amtlich in der gleichen Kategorie wie Plutonium, Asbest oder Arsen ist.

[…]

Gäbe es weniger Problemjäger die Naturnutzungsgedanken hegen, könnten sich auch wieder mehr normale Menschen dem Naturschutzgedanken widmen – Menschen, die Arten mit Respekt, Anstand und Fairness pflegen und Wildtiere nicht zum Spass abschlachten.

Veröffentlicht 30. Oktober 2016 von hubwen in Tiere, Tierschutz, Uncategorized

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Südtiroler Tierschutzvereine stellen Ultimatum   2 comments

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Es ist unglaublich mit welchen Brosamen man die Tierheime und Tierschutzvereine in Südtirol abspeisen will. Man gibt jährlich 300.000 Euro für alle zusammen – und dies bei einem Landeshaushalt von 5.400.000.000 Euro (also 5,4 Milliarden). Der Betrag von lächerlichen und bei weitem nicht ausreichenden 300.000 Euro wurde seit dem Jahr 2011 nicht mehr erhöht.

Die beiden Tierheime von Vintl und Naturns hatten allein heuer schon Spesen von 822.000 Euro. Was sollen da die 300.000 Euro?? Wenn Landesrat Schuler bei den Landwirten so extrem knauserig wäre, gäbe es eine Revolution.

Das entspricht einem Prozentsatz von sage und schreibe 0,0055 Prozent, also 5,5 Tausendstsel Prozent. Man kann hier den Stellenwert ablesen, den Tiere einnehmen. Die Zuständigkeit für den Tierschutz liegt beim Landesrat für Landwirtschaft, bestimmt nicht die ideale Kombination. Dieser Prozentsatz von 0,0055 Prozent, müsste der gesamten Landesregierung die Schamesröte ins Gesicht treiben.

Zuständigkeiten des Landesrates Schuler:
Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Land- und forstwirtschaftliches Versuchswesen, Zivilschutz einschließlich Wasserschutzbauten, örtliche Körperschaften  (wobei der Tierschutz nicht einmal angeführt ist! – das zeigt den Stellenwert und die Wertschätzung für Tierschutz in Südtirol an!)

Sonst wird ja immer wieder von Seiten der Landesregierung die Wichtigkeit von Freiwilligenarbeit betont. Die Tierschützer genießen diese Wertschätzung jedenfalls nicht und sie sind den Landespolitikern mehr lästig als recht.

Die Tierschutzvereine und die beiden Tierheime von Vintl und Naturns drohen nun damit, ihre Tätigkeit ab 01.01.2017 einzustellen, falls die Geldmittel nicht in ausreichendem Maße aufgestockt werden. Es geht ja nicht an, dass die Tierschützer aus eigenen Mitteln den Tierschutz erhalten und gewährleisten. Landesrat Schuler kritisiert nun die Tierschützer, dass sie eine Pressekonferenz am 27.10.2016 abhgehalten haben und tut in einer Presseaussendung so, als ob man sich nie an ihn gewendet hätte. Eine unglaubliche Frechheit! Richtig ist aber dass es unzählige Dialogversuche gab, leider alle ohne Erfolg. Nun blieb nur übrig ein Ultimatum zu stellen. Wenn die Landesregierung mit ihrem zuständigem Landesrat Schuler nicht den Tierschutz ausreichend unterstützt, dann stellen sie ihre Tätigkeit zum 01. Jänner 2017 ein.

Das Bild nach außen, das Südtirol abgibt und  den Imageschaden den diese tierfeindliche Politik  nach außen abgibt, ist demTourismusland Südtirol sicherlich nicht förderlich. Ganz davon abgesehen wie inhuman so eine Haltung ist.

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http://www.provinz.bz.it/land/landesregierung/schuler.asp

http://www.provinz.bz.it/news/de/news.asp?news_action=4&news_article_id=565957

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Hilfeschrei der Tierschutzvereine

Südtirols Tierschutzvereine haben große Geldsorgen: Am Donnerstag haben 8 Vereine aus ganz Südtirol ein Forderungskatalog an die zuständige Landesbehörde gesendet, sozusagen als letzten Hilfeschrei.

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Sind Tiere in Gefahr, sind ihre Schützer nicht weit. Nun sind auch die Tierschützer in Not - in Geldnot.

Sind Tiere in Gefahr, sind ihre Schützer nicht weit. Nun sind auch die Tierschützer in Not – in Geldnot.

Die Resolution fordert das Land auf, sich besser um den Tierschutz zu kümmern bzw. die Spesen besser abzudecken. Die 8 Vereine erwarten sich, dass die Landesregierung diesen Notwendigkeiten Rechnung trägt und den entsprechenden Beschluss innerhalb 31. Dezember 2016 fasst. Falls sich vonseiten der Landesregierung nichts tut, drohen die Vereine, sich ab 1. Jänner 2017 nur noch auf die Öffentlichkeitsarbeit zu beschränken. Der Grund dafür sei, dass sie eine Planungssicherheit und vor allem machbare Lösungen benötigten, damit sie arbeiten könnten.

Der Kampf um eine bessere finanzielle Unterstützung geht bereits seit einigen Jahren – aber bisher ohne jeglichen Erfolg. Es sei an der Zeit, dass die Vereine als Partner und verlängerter Arm der Behörden ernst genommen und so auch behandelt werden, unterstreicht Roland Aufderklamm, Präsident der Tierschutzvereine Überetsch-Unterland. Außer der 100 prozentigen Spesenübernahme fordern die Vereine zudem die Tierschutzpolizei zu optimieren.

Unterzeichnet wurde die Resolution von den Vertretern des Südtiroler Tierfreundevereins, dem Tierschutzverein Oberpustertal, der Initiative Tierrechte Südtirol, dem Tierschutzverein Bruneck-Gadertal, den Vereinen, die die Tierheime Obervintl und Naturns führen, dem Tierschutzverein Leuchtenburg und dem Tierschutzverein Überetsch-Unterland.

sk/D

https://www.stol.it/Artikel/Chronik-im-Ueberblick/Lokal/Hilfeschrei-der-Tierschutzvereine

Aus der Tageszeitung „Dolomiten“ vom 28.10.2016

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10 Jahre Tierheim Obervintl – “die Abrechnung”

Nehmen Sie sich Zeit, die “Abrechnung” zu lesen – Sie werden sich wundern, welch absurde Kuriositäten herauskommen, wenn “Behördenwillkür” regiert

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http://www.tierheim-obervintl.it/wp-content/uploads/2016/09/Abrechnung-Tierheim.pdf

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Hier noch aus der Neuen Südtiroler Tageszeitung.

„Dann stellen wir die Arbeit ein“

 

Acht Südtiroler Tierschutzvereine und die Tierheime Obervintl und Naturns schlagen Alarm: Von den jährlichen Kosten von 822.000 Euro übernimmt das Land nur 36 Prozent. Jetzt stellt man der Landesregierung ein Ultimatum bis zum Jahresende.

von Heinrich Schwarz

Walter Pichler, Vorsitzender des Südtiroler Tierfreundevereins, findet klare Worte: „Es kann nicht sein, dass wir ehrenamtlich die Arbeit des Landes und der Gemeinden übernehmen und dann auch noch selbst in die Tasche greifen müssen, um die Kosten decken zu können.“

Acht Tierschutzvereine und die Tierheime Obervintl und Naturns haben am Donnerstag auf einer Pressekonferenz auf ihre dramatische Lage aufmerksam gemacht. „Seit Jahren weisen wir auf die Missstände beim Landestierärztlichen Dienst hin. Der frühere Landeshauptmann Durnwalder hatte eine Reorganisation eingeleitet, doch diese ist in der Bürokratie untergegangen. Und die neue Landesregierung interessiert sich überhaupt nicht für dieses Thema und wirkt ahnungslos“, so Roland Aufderklamm vom Tierschutzverein Überetsch-Unterland.

Laut den Tierschützern erhält kein Verein jemals mehr einen Euro an Beitrag, wenn er selbst nicht mehr als das Doppelte an Eigenmitteln aufbringt. Die Regelung sei auf Wirken des Leiters des Landestierärztlichen Dienstes so abgeändert worden. „Das bedeutet schlicht und einfach den Tod der Tierschutzvereine. Langfristig werden die Vereine ausbluten, denn auch die Spendengelder werden immer weniger“, betonen Pichler und Aufderklamm.

„Dann stellen wir die Arbeit ein“ – Die Neue Südtiroler Tageszeitung

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Auch das möchte ich meinen Lesern nicht vorenthalten.

Unglaublich was von diesem verdammten Landesrat Arnold Schuler noch alles kommt.
Landesrat Schuler sagte im Mai 2014, dass „bei ihm der Tierschutz in der Rangordnung an letzter Stelle liege“.

Wenn man den Tierschutz unter die Landwirtschaft stellt, dann
zeigt das schon, dass man den Tierschutz bewusst klein halten und als nebensächlich abtun will. Es ist ja sicherlich
nicht neu, dass Landwirte keine Tierschützer sind – wie da manche mit den eigenen „Nutztieren“ umgehen…
Das würde ja viel besser unter dem Umweltschutz zu Hause sein.

Ich frage mich wo wir leben, wenn sich ein Landesrat das zu sagen getraut. Da fehlt es massiv an Bewusstsein für Tiere
in der Südtiroler Öffentlichkeit… sonst müsste es da einen Aufschrei geben.

„Dolomiten“ vom 29.10.2016

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Gruß Hubert

Ich habs wollen wissen – Ludwig Hirsch   Leave a comment

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http://www.4shared.com/video/ovevAKV5ba/Ich_habs_wollen_wissen_Ludwig_.html

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Ich habs wollen wissen – Ludwig Hirsch

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Ich hab’s wollen wissen Songtext
Ich hab’s wollen wissen und ich bin auf’n Berg aufeg’stiegen
ganz hoch rauf, mitten auf’n Gipfel hab ich mich g’stellt.
Und auf einmal, da war da unten alles so lächerlich klein
und ich war plötzlich der höchste Punkt der Welt
und auf einmal da is mir ins Hirn eineg’fahren
es ist doch meine Meinung, die wirklich zählt!

Ja, ich hab’s wissen woll’n und ich bin in Kanal obeg’stiegen,
ganz tief runter, wo’s das Licht nimmer gibt,
und dort unten zeigt der Vater sein Buben,
wie ma an Menschen erschlagt und die
Mutter lockt ihr Madl auf n Strich
und auf einmal, da is mir ins Hirn eineg’fahren
du mußt was machen, damit endlich was g’schicht.

Ja, und dann hab ich’s wissen woll’n und habe meine Gitarre gestimmt,
bin raus auf die Straße vor die Betonmauerwand
und ich hab g’sungen so ehrlich und so schön, wie ich kann
hab so gehofft, daß die Mauer dazu tanzt.
Und auf einmal, da is mir ins Hirn eineg’fahren
es ist zuwenig eine Gitarre in der Hand!

Ja, und jetzt weiß ich’s, jetzt da im Gitterbett drin,
ohnmächtig, in eine Zwangsjacke geschnürt
sie fangen Dich und sie bringen Dich um,
so schnell kannst gar net schaun
und Du hast Dich umsonst echauffiert.

Und trotzdem, ich fordere Sie auf gnädige Frau,
und auch Sie, mein Herr:
ein bisserl den Hintern bewegen!
Ja, ich weiß, er wiegt zwar ziemlich schwer,
aber wollen wir nicht auch einmal ein bissl was riskieren?
Weil, alles geht, es müssen nur mehr probieren!

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http://www.golyr.de/ludwig-hirsch/songtext-ich-hab-s-wollen-wissen-55588.html

Der tragische Tod des Sängers Ludwig Hirsch

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Der Liedermacher Ludwig Hirsch ist tot -Quelle: dpa/DPA

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Ludwig Gustav Hirsch (* 28. Februar 1946 in Weinberg/Buch-St. Magdalena, Steiermark; † 24. November 2011 in Wien) war ein österreichischer Liedermacher und Schauspieler.

Der österreichische Liedermacher Ludwig Hirsch hat sich das Leben genommen: Der 65-Jährige stürzte sich aus dem zweiten Stock eines Wiener Krankenhauses.

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Der Sänger und Schauspieler Ludwig Hirsch ist tot. Der Österreicher stürzte sich am Donnerstag gegen 7 Uhr morgens aus dem zweiten Stock eines Wiener Krankenhauses, wie ein Polizeisprecher sagte. Damit bestätigte er einen Bericht der „Kronen Zeitung“.

Hirsch hatte eine Woche in der Klinik gelegen und litt dem Sprecher zufolge an Lungenkrebs. Sein Manager und Freund Karl Scheibmaier hatte nach eigenen Angaben noch am Mittwochabend mit dem 65-Jährigen telefoniert und darüber geredet, „dass man nach vorne schauen muss“.

Für Oktober 2012 seien Konzerte des Liedermachers in Berlin und Hamburg geplant gewesen, sagte Scheibmaier weiter. Hirsch trat zuletzt im Juli auf, seine Tournee 2010 stand unter dem Titel „VIELLEICHT – zum letzten Mal“.

Diesen Titel habe Hirsch selbst erfunden, sagte Scheibmaier. Damit seien die letzten Auftritte mit seiner Band gemeint gewesen. Mit seinem langjährigen Wegbegleiter, dem Gitarristen Johann M. Bertl, wollte er weiter auf Tour gehen.

Ludwig Gustav Hirsch wurde am 28. Februar 1946 als Sohn eines Arztes in St. Magdalena bei Hartberg in der Steiermark geboren und wuchs in der Wiener Leopoldstadt auf. Er gab 1967 das Grafik-Studium für eine Schauspielausbildung auf. Der legendäre Fritz Muliar nahm ihn unter seine Fittiche.

Seine ersten Erfahrungen als Schauspieler sammelte er am Stadttheater Regensburg und den Vereinigten Bühnen Wuppertal, später auch am Hamburger Thalia-Theater. 1975 wurde er festes Mitglied des Theaters in der Josefstadt Wien.

„I lieg am Ruckn“ wurde zu einem Klassiker

1978 kam seine erste LP „Dunkelgraue Lieder“ heraus, die ihm in Österreich gleich zwei Platin-Schallplatten einbrachte. Das Stück „I lieg am Ruckn“, bei dem jemand im Grab liegend die ersten Würmer kommen hört, wurde zu einem der Klassiker.

Inspiriert wurde Hirsch zu dem makabren Humor nach Angaben Scheibmaiers, als er in eine Altbauwohnung gezogen war und im Liegen auf die fünf Meter hohe Decke schaute. Er habe die Lieder über den Tod „immer mit einem Blinzeln gemacht“, sagte Scheibmaier.

Sehr erfolgreich war auch die nächste LP „Komm, großer schwarzer Vogel“ (1979). Es sollten 22 weitere Alben folgen. Seine erste große Deutschland-Tournee führte ihn 1981 durch 17 Städte.

„Er war ein großartiger Schauspieler“, sagte Scheibmaier. Hirsch sei mit Rollenangeboten sehr wählerisch umgegangen. Er spielte 1981 neben Franz Xaver Kroetz eine Hauptrolle im Film „Trocadero“. Im Jahr 2009 war er im ARD-Film „Und ewig schweigen die Männer“ mit Susanne Lothar, Nadja Tiller und Walter Giller zu sehen.

Auf dem Bildschirm bekannt wurde er 1982 mit der Personality-Show „Die Nachtwache des Ludwig Hirsch“. 1989 übernahm er in dem TV-Vierteiler „In Zeiten wie diesen“, einer Satire auf den Kulturbetrieb, die Hauptrolle des Malers Oskar Kokoschka. Außerdem war er mit seinem Programm „Kontinent der Wale“, das auf dem Roman-Bestseller des Engländers Heathcote Williams basierte, für Greenpeace auf Tour.

Die erste Studioproduktion seit 1995, für die Hirsch eine Band zusammenstellte, wurde in Österreich 2003 mit dem „Amadeus“ als bester Künstler Rock-Pop/National ausgezeichnet.

Ludwig Hirsch war seit 1977 mit der Schauspielerin Cornelia Köndgen verheiratet, der gemeinsame Sohn Moritz kam 1981 zur Welt.

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https://www.welt.de/vermischtes/prominente/article13734209/Der-tragische-Tod-des-Saengers-Ludwig-Hirsch.html

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Ludwig Hirschs Grab auf dem Gersthofer Friedhof in Wien

hirschlu

Foto: Von Karl Novovesky=Wellano18143 – selbst fotografiert, CC BY-SA 3.0,

https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=9492014

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 27. Oktober 2016 von hubwen in Musik

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Möbelgangster XXXL   Leave a comment

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Ich habe ja einmal bei XXX Lutz etwas gekauft. Das werde ich aber ganz sicher nicht mehr tun, nachdem ich einige Informationen von dieser Firma habe. Gestern (25.10.) war auch in „Frontal“ vom ZDF ein Beitrag dieser fragwürdigen Firma. Schlicht zum kotzen finde ich auch wie Gesetzgeber und Behörden da tatenlos zuschauen, gar nicht daran denken einzuschreiten.

Hier ein Auszug von work-watch.de

Großer Stuhl, große Klappe

(ak) Unter dieser Überschrift berichtet die Tageszeitung „Neues Deutschland“ am 21.5. über die Politk des Möbelkonzerns XXXL gegen Beschäftigtenrechte und Betriebsräte. Wir drucken mit freundlicher Genehmigung der Zeitung den Artikel hier ab:
„Die XXXLutz-Unternehmensgruppe ist einer der größten Möbelhändler der Welt. Das profitable Geschäftsmodell gründet auf einem tariflosen Zustand, einer ausgetüftelten Steuervermeidungspolitik und einer Konzernstruktur, die Beschäftigte zu einer Art Leiharbeiter degradiert.

Es ist ein Konzern der Superlative. Allein der Eigenname, die Über-Übergröße XXXL, in die er seine Geschäfte einkleidet. Dann der riesige rote Stuhl, der vor jeder Filiale protzt, eingetragen ins Guinnessbuch der Rekorde. Und die Verdreifachung des Umsatzes in den vergangenen 15 Jahren auf vier Milliarden Euro, genauso wie die der Mitarbeiter auf 20 000 und der Filialen auf über 200. Nichts zu wünschen übrig lassen auch die Visionen:
»Die XXXLutz-Unternehmensgruppe ist heute einer der größten Möbelhändler der Welt. Doch das Ziel lautet klar: Wir wollen in Europa an die Poleposition.«

Nach Auffassung von Gewerkschaften lässt allerdings der Umgang des Möbelkonzerns mit den Beschäftigten zu wünschen übrig – obwohl die entsprechenden Absichtserklärungen des Möbelhändlers natürlich über jeden Zweifel erhaben sind: »Die menschliche Komponente ist die Basis unseres Erfolges. (…) Gemäß dem Leitsatz ›Mit Sonne im Herzen zur Nr. 1 der Welt‹ sieht die große XXXLutz-Familie den täglichen Herausforderungen mit Freude entgegen.«

 

Gegen Tarif und Gesetz

Mit Sonne im Herzen? Familie? Freude? Ein ehemaliger Mitarbeiter aus Böblingen schildert in einem schriftlichen Bericht seine Erfahrungen: »Meine heftigste Arbeitszeitüberschreitung war von 7 Uhr morgens bis 22.30 Uhr beim Kunden, Fahrtzeit ins Lager noch mal 30 Minuten, dann Müll sortieren und Lkw auskehren
weitere 30 Minuten. Ich habe also um 23.30 Uhr Feierabend gemacht. Aber die Laufliste dieses Tages enthielt eine Arbeitszeit von 7 Uhr bis 18 Uhr mit einer Stunde Pause in der Mittagszeit. Die ich auch nicht gemacht, sondern nur gestempelt habe.«

Wie das geht? Wir fragen auf einem Treffen von XXXL-Betriebsräten am 9. April in Köln nach und erhalten die Erklärung: Die Monteure stellen ihre Auslieferungswagen, Siebeneinhalbtonner, pünktlich kurz vor 18 Uhr auf dem Firmengelände ab und stempeln aus. Damit kann der Arbeitgeber bei eventuellen Kontrollen durch
die Gewerbeaufsicht saubere Papiere vorzeigen. Danach allerdings laden dieselben Monteure die Möbel, die noch auf dem Lkw sind, auf einen kleineren Lkw ohne elektronische Tachoscheibe um, fahren wieder los und bauen sie bei den Kunden auf. Das kann auch schon mal bis in die Nacht dauern, offiziell ist die Arbeitszeit ja längst
schon beendet. Wer trotzdem »offiziell« nicht vor 18 Uhr abstempelt, dem passiert nach dem vorliegenden
Bericht des Böblinger Monteurs Folgendes: »Während meines Abstempelvorgangs sprang die Uhr um eine Minute nach 18 Uhr weiter. Am nächsten Morgen erhielt ich eine Abmahnung, worin beteuert wird, dass wir die Arbeitszeiten zwingend einzuhalten haben. Diese Abmahnung musste ich natürlich unterzeichnen. Etwa drei Monate später werden solche Abmahnungen wieder gelöscht. Die Abmahnungen dienen lediglich dem Schutze des Unternehmens XXXLutz bei Arbeitszeitkontrollen.« Erfahrungen, die – nach Aussage der Betriebsräte auf dem Kölner Treffen – auch andere Monteure in anderen XXXL-Filialen machen.

Natürlich sieht der Konzern das alles anders. Auf Nachfrage des »nd« erklärt die Pressestelle, dass die gesetzlichen Arbeitszeiten in der Unternehmensgruppe eingehalten werden. »Sollten einmal Überstunden aus betrieblichen Gründen notwendig sein, so werden diese durch Freizeitausgleich oder finanzielle Zuschläge abgegolten.« Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass bereits 2013 ein interner Untersuchungsbericht,
der »nd« vorliegt, »in Einzelfällen Überschreitungen der Arbeitszeit über 60 Stunden in der Woche« und damit einen Bruch des Arbeitszeitgesetzes feststellte.

Auch die Verkäufer bei XXXLutz stehen gehörig unter Druck. »Jedes Jahr soll ein Verkäufer den Umsatz um zehn Prozent steigern«, berichtete ein Betriebsratsmitglied einer Filiale auf einem Treffen von Betriebsräten aus Nordrhein-Westfalen im März 2016. Das habe tatsächlich die ersten zwei Jahre nach der Übernahme ihres
Möbelhauses durch XXXL geklappt. Im dritten aber sei das nicht mehr gelungen. Die Filialleitung habe daraufhin die Kollegen bedrängt und vorgeschlagen, sie könnten ja ihren Urlaub »als Gegenwert einbringen«. Dann würde die Umsatzsteigerung sicherlich gelingen. Der Konzern dementiert gegenüber »nd« solche Praktiken.

Aber auch hier lohnt ein Blick in den internen Untersuchungsbericht von 2013: »Besonderen Druck spüren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wegen der Festlegung der Personalkennzahlen (PKZ) und der damit verbundenen Befürchtung, dass Arbeitsplätze abgebaut werden und dass sie davon betroffen sein können.
« Gemeint ist die Möglichkeit, bei Unterschreiten der Umsätze pro Beschäftigtem mit Lohnkürzungen oder Entlassungen zu reagieren.

Die Brüder Andreas und Richard Seifert, die über den Konzern mithilfe zweier Privatstiftungen herrschen, fahren – auch dank solcher Regelungen – eine zweistellige Rendite ein und gehören zu den reichsten Österreichern. Ihr geschätztes Vermögen: 650 Millionen Euro.
Ihrem Wohlergehen förderlich ist sicherlich auch, dass der österreichische Konzern XXXLutz sein Kernunternehmen nach Malta verlegt hat und dort Steuern einsparen kann bzw. fast keine Steuern zahlt. Die maltesische XXXLutz Marken GmbH kassiert nämlich von XXXL-Gesellschaften in anderen Ländern hohe Lizenzgebühren. Dadurch sinken die in Österreich oder Deutschland erwirtschafteten Gewinne. In Malta
braucht der Konzern auf seine Profite nur fünf Prozent Steuern abzuführen. Die nach Österreich in die Muttergesellschaft rücktransferierten Gewinne bleiben steuerfrei. Dadurch entgingen dem dortigen Fiskus in einem Geschäftsjahr die Steuern auf einen zweistelligen Millionenbetrag, wie es österreichischen Medien
2014 einhellig schilderten. Der Konzern kommentiert hierzu lapidar: »Die XXXL-Unternehmensgruppe zahlt sämtliche Steuern (Umsatzsteuer, Lohnsteuer und Ertragsteuern) in den Ländern, in denen ihre Betriebe ansässig sind.«

In Deutschland erwirtschaften über 100 Einzelgesellschaften ihre Gewinne für die Zentrale in Würzburg. Jede Filiale ist in mehrere GmbHs zergliedert, einerseits für das eigentliche Verkaufsgeschäft, andererseits für das Personal. Eine trickreiche Konstellation mit weitreichenden Folgen. Die Personalgesellschaften verfügen
nämlich über kein eigenes Vermögen und können mit diesem Argument sowohl Abfindungen wie Sozialpläne verweigern – und behaupten, sie seien gezwungen, »ihren« Beschäftigten ohne Einhaltung von Fristen zu kündigen, wenn ihr Auftraggeber – zum Beispiel die Zentrale in Würzburg oder eine andere GmbH vor Ort – ihnen den Auftrag entzieht. In München, Mannheim und Oberhausen wurde diese Praxis von der örtlichen Presse mal mit Erstaunen, mal mit Entsetzen zur Kenntnis genommen. Die GmbH-Konstruktion ist jedenfalls auf möglichst geringe Haftung ausgelegt und soll Schutzrechte von Arbeitnehmern unterlaufen.

Erbost zeigte sich darüber die ehemalige Arbeitsministerin von Baden-Württemberg, Katrin Altpeter (SPD): Sie nannte die XXXL-Konstruktion »zutiefst unmenschlich und verabscheuungswürdig. Genauso empörte sich der ehemalige Arbeitsminister von Nordrhein-Westfalen, Guntram Schneider, darüber, der eine Task- Force einrichten wollte, um die GmbH-Konstruktion von XXXLutz bzw. die daraus folgenden Angriffe auf die Beschäftigten zu stoppen. Seit dem Abschied Schneiders vom Ministeramt hört man von dem Projekt leider nichts mehr.

Die GmbHs sämtlicher XXXL-Filialen treffen in den wesentlichen Geschäftsbereichen keinerlei eigene Entscheidungen, sondern werden von der Zentrale in Würzburg mit harter Hand geführt. Das zeigt der »Subunternehmerrahmenvertrag für Dienst- und Werkleistungen«, den die GmbHs vor Ort mit der Zentrale in Würzburg, der BDSK Handels GmbH und Co KG abzuschließen haben. Darin heißt es: »Die Auftraggeberin
(also die BDSK, d. Verf.) teilt schriftlich oder per Email die Einzelaufträge mit. In einem Einzelauftrag wird grundsätzlich folgender Inhalt festgelegt: Beginn und Ende der Leistungserbringung; Aufgaben und Ziele des Tätigwerdens in Form einer detaillierten Leistungsbeschreibung …« Und im Hintergrund regieren die beiden Eigentümer zum Teil bis in die Details hinein.

Betriebsrats- und gewerkschaftsfeindlich

Der überfallartige Rausschmiss von Beschäftigten ist ein Kernbestandteil der Konzernpolitik. Zwar steigen die Mitarbeiterzahlen durch die ständige Übernahme von Konkurrenten, besonders in Deutschland. Aber die Übernahmen werden so abgewickelt, dass auch mal Dutzende der alten Mitarbeiter gekündigt werden. Wenn neue MitarbeiterInnen eingestellt werden, dann zu schlechteren Konditionen: Für längere Arbeitszeiten
bekommen sie weniger Geld.

 

Hier weiterlesen:

Möbelgangster XXXL

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Auszug – Westpol – Sendung vom 26.06.2016

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http://www.4shared.com/video/Qywi8Yijba/Sendung_vom_26062016_-_Westpol.html
http://www.4shared.com/web/embed/file/Qywi8Yijba

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Ich kann mich mal wieder aufregen.
Das habe ich am Sonntag in der Sendung Westpol gesehen:
Da gibt es ein großes Möbelhaus, das plötzlich im Konzern eine Personalgesellschaft gründet und die Mitarbeiter dorthin auslagert. Erstmal eine reine Formalie, so scheint es. Doch dann entzieht das Möbelhaus dieser Firma den Auftrag. Folglich ist die Firma pleite und alle Mitarbeiter werden entlassen.
Ich kann dabei nicht ruhig bleiben. Da gibt es Wut und Ohnmacht in mir. Jede Menge. Und manchmal kommt mir der Satz „Keine Gewalt ist auch keine Lösung.“ Wenn jetzt jemand den Konzernchef erschösse, ich dürfte es nicht billigen. Aber ich würde ihm gerne die Kosten für die Munition ersetzen.
Schauen wir mal, was in Gespräche mit Gott dazu steht, meinem Leitfaden. Dort steht, ich erinnere mich, in Band I glaube ich, dass auch die Gewaltlosen, die durch Gewalt in die Ecke gedrängt werden, manchmal zur Gewalt greifen müssen, um dann wieder das zu sein, was sie sind: Gewaltlose. Klingt irgendwie verdreht; ich weiß auch nicht, ob ich es richtig kapiert habe. Aber es hat für mich den Gedanken an Notwehr, die ja bei uns erlaubt ist.
Und sich zu wehren, wenn Arbeitsplatz und materielle Lebensgrundlage durch Tricksereien entzogen werden, wo das normale Kündigungsrecht ausgehebelt wird, das erscheint mir berechtigt. Und wenn die Gemeinschaft, Gerichte und Politik, dies nicht unterbinden, dann habe ich Verständnis dafür, wenn jemand sich mittels anderer Gewalt wehrt.

https://sabnsn.wordpress.com/2016/06/30/was-muss-man-den-deutschen-noch-antun-damit-die/

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 26. Oktober 2016 von hubwen in Uncategorized, Wirtschaft

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„Die Auschwitzlüge“   Leave a comment

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Leider gibt es zu viele Holocaustleugner, so dass ein Beitrag dem auch nur ansatzweise gerecht werden könnte. Hier einige weitere solcher Nazis oder Neonazis und Holocaustleugner.

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Thies Christophersen (* 27. Januar 1918 in Kiel; † 13. Februar 1997 in Molfsee[1]) war ein deutscher Holocaustleugner und Landwirt.

Christophersen trat 1931 in das Deutsche Jungvolk ein. 1944 wurde er als SS-Sonderführer in einer Versuchsanstalt für Pflanzenschutz des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamts nahe dem Konzentrationslager Auschwitz eingesetzt.[3]

Nach 1945 war Christophersen nach eigenen Angaben politisch in der CDU und in der Deutschen Partei aktiv, bevor er in die Nationaldemokratische Partei Deutschlands eintrat. Ende der 1960er Jahre beteiligte er sich an der Gründung der „Notgemeinschaft Deutscher Bauern“. Beruflich betätigte sich Christophersen als Landwirt in Schleswig-Holstein. Seit 1965 gab er das Monatsblatt „Deutscher Bauer“ heraus, das er später an Gerhard Frey veräußerte.

1973 veröffentlichte er auf Anregung Manfred Roeders die Broschüre Die Auschwitz-Lüge, deren Titel zum Synonym der Holocaustleugnung wurde. Christophersen versuchte in seiner Schrift nachzuweisen, dass im KZ Auschwitz die Häftlinge gut behandelt worden seien. So sei bei der Arbeit getanzt und gesungen worden. Die Häftlinge seien ordentlich verpflegt worden. Die Broschüre wurde 1978 eingezogen.

[…]

1986 entging er strafrechtlicher Verfolgung durch Umzug nach Dänemark, das Christophersen nicht nach Deutschland auslieferte. Die Leitung der seit 1969 von ihm herausgegebenen Zeitschrift Die Bauernschaft übergab er im selben Jahr an Ernst Zündel. Von Dänemark aus hatte er auch einen Versandhandel für nationalsozialistische Devotionalien betrieben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Thies_Christophersen

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Argumente gegen rechtsextreme Vorurteile

Als sich der Altnazi Otto Ernst Remer (Generalmajor a.D. und nach 1945 jahrzehntelang einer der Protagonisten der Neonazi-Szene) 1992 wegen Leugnens des Völkermords vor Gericht verantworten musste, beauftragte er einen Diplom-Chemiker mit einem „Gutachten über die Bildung und Nachweisbarkeit von Cyanidverbindungen in den ‚Gaskammern‘ von Auschwitz“. Mit Tabellen und Kurven, Zahlen und „chemischen Analysen“ sollte einmal mehr bewiesen werden, dass die Morde in Auschwitz naturwissenschaftlich gar nicht möglich waren. Nach ihrem Verfasser heißt diese Schrift auch „Rudolf-Report“. Rudolf betätigt sich unter dem Namen Germar Scheerer (ebenso unter dem Pseudonym Ernst Gauss) inzwischen im Ausland weiterhin einschlägig, er ist Chefredakteur einer Zeitschrift „Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung“, die sich der Leugnung des Holocaust widmet. Vom Gericht wurde das Gutachten seinerzeit nicht akzeptiert.

Die Leugner des Holocaust spekulieren mit solchen Methoden auf die Unsicherheit des Publikums gegenüber den historischen und moralischen Problemen, greifen verbreitete Vorbehalte und Stereotype gegen Juden auf und arbeiten geschickt mit Verschwörungstheorien und nationalistischen Emotionen. Seit 1985 ist die Leugnung des Holocaust in der Bundesrepublik strafbar, weil sie eine Beleidigung der Opfer darstellt.

http://www.bpb.de/politik/extremismus/antisemitismus/37986/argumente-gegen-rechte-vorurteile?p=2

Der als Terrorist verurteilte Manfred Roeder, der mit einem Vortrag an der Führungsakademie der Bundeswehr für Schlagzeilen sorgte, präsentiert sich als Führer einer rechten APO. NPD und Kirchenfunktionäre leisten ihm Schützenhilfe.
Im „Musikantenstadl“ wäre er einer unter vielen. Lederhose, grüne Kniestrümpfe, Trachtenjanker – so sehen Menschen aus, die zur Blasmusik schunkeln, bis der Watzmann wankt. Inmitten der Jungen Nationaldemokraten mit den kahlgeschorenen Köpfen in Leipzig wirkt der 69jährige mit dem freundlich-jovialen Habitus eher fehl am Platz. Doch sobald Manfred Roeder zu reden beginnt, wird klar: Hier wächst zusammen, was zusammengehört.

Er wettert gegen „die Flut von Fremden“, verdammt den „vaterlandslosen Pöbel“ und droht, er werde „als erster die Spitzhacke“ gegen ein Holocaust-Mahnmal schwingen.
Roeder läßt keinen Zweifel aufkommen, daß er von einer modernen „Neuen Rechten“ nicht viel hält. Er rühmt „das große Erlebnis der Kameradschaft im Dritten Reich“, schwärmt davon, wie Hitler „das Arbeitslosenproblem gelöst“ habe und verklärt den Nationalsozialismus als „Versuch eines dritten Weges zwischen Kapitalismus und Kommunismus“. Das kommt an bei Kameraden in Ost und West. Die Konzentrationslager ab 1933 sind aus seiner Sicht schlicht „Maßnahmen“ gewesen, „um einen kommunistischen Umsturz abzuwehren“. Der Applaus steigert sich bei solchen Sprüchen zur Begeisterung.

[…]
In der „Moralischen Aufrüstung“ (MRA), einer missionarischen Bewegung, die der Amerikaner Frank Nathan Daniel Buchman in den dreißiger Jahren aufgebaut hatte, konnte Roeder diese Neigung ausleben. Er gehörte zum kadermäßigen Kern der weltweit operierenden MRA, den „Fulltimern“, die sich als „geschulte Menschen-Erneuerer“ begriffen.
Die MRA war stark von einem autoritären Kollektivismus geprägt. Ihre Vordenker wetterten gegen „Individualismus und Selbstsucht“, forderten, „alles für etwas Großes zu geben“ und propagierten „Führung“ sowie mystische Erlösungsversprechen. Auf frühere Nationalsozialisten wie Roeder wirkten derlei Sätze wie ein ideologisches Methadonprogramm.

1970 startete er eine Kampagne gegen die Sexwelle – nach einem Kinoabend mit Oswald Kolles Aufklärungsfilm „Dein Mann – das unbekannte Wesen“, den Roeder flugs als „Schweinkram“ einstufte.
Fortan zog der Saubermann gegen die „allgemeine Sittenverwilderung“ zu Felde. Er bekämpfte Sexmessen mit Farbbeuteln und Buttersäure. Mit solchen Radauaktionen für die „Erneuerung des Volkes“ begann Roeders geistige Rückreise zu den ideologischen Mythen seiner frühen Jugend.
Im Kampf gegen den Sittenverfall gründete er 1970 die „Deutsche Bürgerinitiative“ und verließ die CDU. Einen Verbündeten fand er ab 1972 in dem früheren SS-Mann Thies Christophersen, der während des Zweiten Weltkriegs Wachmann im Konzentrationslager Auschwitz war.
Roeder ermunterte ihn, eine Schrift zu verfassen, die den Massenmord an Juden leugnete: „Die Auschwitz-Lüge“. Er selbst schrieb 1973 das Vorwort, in dem er gegen „jüdische Weltherrschaftscliquen“ wetterte und behauptete, Hitler habe „gar nicht die Juden umbringen“ wollen.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-7870264.html

Ernst Zündel ist auch so ein bekannter Exponent der Holocaustleugner.

„Seit 1994 ist Zündel mit einer eigenen, den Holocaust leugnenden Homepage im Internet vertreten. Da Holocaustleugnung in Kanada strafbar ist, wird die Seite von den Vereinigten Staaten aus durch Zündels Ehefrau Ingrid Zündel-Rimland betreut. Sein auf der Internetseite geführtes Emblem entspricht farblich und strukturiert der Hakenkreuzfahne, statt des Kreuzes ist im weißen Kreis ein stilisiertes Z eingelassen.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Z%C3%BCndel

Richter Ulrich Meinerzhagen folgte in seiner Begründung weitgehend der Argumentation der Staatsanwaltschaft. „Sie sind ein rassistischer Agitator, ein Hetzer und ein Brandstifter“, schleuderte er dem 67-Jährigen in der Urteilsbegründung entgegen. Meinerzhagen zitierte nochmals sichtlich angewidert Passagen aus Zündels Schriften mit antisemitischen und rassistischen Inhalten, die er über seine Homepage „Zundelsite“ und in sogenannten Germania-Rundbriefen verbreitet hatte. Darin wetterte er gegen Israel als „Zufluchtsort geistigen Weltgangstertums“, leugnete die Existenz von Gaskammern und den Massenmord an Juden in deutschen Vernichtungslagern.

[…]
Ob dieses makabre Spiel mit dem heutigen Urteil sein Ende gefunden hat, ist offen. Rieger jedenfalls kündigte schon im Vorfeld an, ein anderes Urteil als einen Freispruch nicht zu akzeptieren und in die Revision zu gehen.

Aus seiner Sicht macht das Sinn. Der Prozess gegen Ernst Zündel stellt deswegen erneut die Frage, ob die Strafbarkeit der Leugnung des Holcaust, ein Sondermerkmal deutscher Rechtsprechung, nicht genau das hervorbringt, was sie eigentlich verhindern soll: Eine Plattform für die Neonazis.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/holocaust-leugner-hoechststrafe-fuer-zuendel-nach-bizarrem-prozess-a-466617.html

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Eingangstor des Konzentrationslagers Auschwitz

Foto – Dnalor 01 – CC BY-SA 3.0 at – Wikimedia Commons

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Der Spruch Arbeit macht frei wurde durch seine Verwendung als Toraufschrift an den nationalsozialistischen Konzentrationslagern bekannt.

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Gruß Hubert

 

 

Der Auschwitz-Mythos – Wilhelm Stäglich   Leave a comment

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Es gibt ja mehr Holocaust-Leugner als man glauben würde. Der ehemalige Luftwaffenoffizier Wilhlem Stäglich war so einer. Ich habe mir mal so einen Holocaust-Leugner als Beispiel heraus genommen – deren gibt es ja viele.

Man braucht sich ja nur den folgenden Satz anzuschauen:
„Das war also eine recht praktische Einrichtung zur Massenvernichtung, nur bleibt die liebste Erfindung jüdisch-bolschewistischer Greuelpropaganda – die „Gaskammern“ – dabei auf der Strecke.“

Jüdisch-bolschewistischer Greuelpropaganda (natürlich da treffen sich ja zwei Erzfeinde von Nazis, Juden und Kommunisten), Gaskammern eine Erfindung.

http://www.germanvictims.com/wp-content/uploads/2013/06/StaeglichWilhelm-DerAuschwitz-mythos1979390S.1.pdf  S. 165

Natürlich „germanvictims“ (im Link enthalten), die Deutschen als Opfer.

Wilhelm Stäglich (* 11. November 1916; † 5. April 2006) war im Zweiten Weltkrieg Offizier bei der Luftwaffe, später Richter am Finanzgericht Hamburg und zählte zu der Gruppe der Revisionisten, die den Holocaust leugnen.
[…]
1979 erschien im Tübinger Grabert Verlag Stäglichs Buch Der Auschwitz-Mythos – Legende oder Wirklichkeit, in welchem er die Existenz von Gaskammern in den Konzentrations- und Vernichtungslagern der Nationalsozialisten bestritt und behauptete, dass alle Dokumente über den Holocaust Fälschungen seien. Bereits 1980 wurde dieses Buch vom Landgericht Stuttgart bundesweit beschlagnahmt und 1982 durch eine Entscheidung der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften in die Liste der jugendgefährdenden Schriften aufgenommen. Der Beschlagnahmebeschluss wurde 1983 vom Bundesgerichtshof bestätigt. Daraufhin leitete die Universität Göttingen ein Verfahren gegen Stäglich ein, mit welchem ihm die Doktorwürde, die er dort 1951 erlangt hatte, aberkannt wurde.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_St%C3%A4glich

Dr. Wilhelm Stäglich – Ansprache „Leuchter-Kongreß“, München, 23. März 1991

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Wilhem Stäglich

Wilhem Stäglich
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Wilhelm Stäglich war Lufwaffenoffizier und arbeitete nach dem Krieg als Finanzrichter in Hamburg. Wegen seiner fortgesetzten rechtsextremistischen Aktivitäten wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet, das mit seiner vorzeitigen Pensionierung bei befristeter Kürzung der Bezüge endete.

Stäglichs Buch „Der Auschwitz-Mythos“ erschien 1979 beim rechtslastigen Grabert-Verlag. Das Werk ist ein Klassiker der Holocaust-Leugnung. Man findet dort eine ganze Reihe von Verdrehungen und Unwahrheiten, die von späteren Autoren dankbar aufgegriffen wurden.

Ganz vorne im Buch wartet Stäglich, wie er wohl meint, mit einer scheinbar sensationellen Aussage über die Gaskammern auf:

Denn inzwischen hatte sich selbst das Institut für Zeitgeschichte in München — vermutlich im Hinblick auf die Forschungsergebnisse des französischen Historikers Prof. Paul Rassinier zu folgender Mitteilung veranlaßt gesehen:
„Weder in Dachau noch in Bergen-Belsen noch in Buchenwald sind Juden oder andere Häftlinge vergast worden. Die Gaskammer in Dachau wurde nie ganz fertiggestellt und in Betrieb genommen . . . Die Massenvernichtung der Juden durch Vergasung begann 1941/42 und fand ausschließlich an einigen wenigen hierfür ausgewählten und mit entsprechenden technischen Einrichtungen versehenen Stellen, vor allem im besetzten polnischen Gebiet (aber nirgends im Altreich) statt.“

W. Stäglich, Der Auschwitz-Mythos, S. 6

Stäglich bewertet dies als „Rückzug auf der ganzen Linie“, was freilich nicht der Wahrheit entspricht. Dass die Massenvergasungen der Juden im Osten stattfanden, ist seit Jahrzehnten bekannt. Dies schließt allerdings die Existenz von Gaskammern im „Altreich“ keineswegs aus. Das entstellte Zitat des Historikers Broszat, das Stäglich hier verwendet hat, taucht recht häufig in den Werken der Holocaust-Leugner auf.

Im Übrigen ist dies ein Punkt, an dem man ernstlich an der Intelligenz der Auschwitzleugner zweifeln muss. Als Beweis für ihre Sache bieten sie ausgerechnet ein Zitat an, aus dem unmissverständlich hervorgeht, dass die Massenvernichtung stattgefunden hat.

Zur so genannten Wannsee-Konferenz trägt Stäglich das altbekannte Argument der „Revisionisten“ vor, im Protokoll sei von Massenmord nicht die Rede, denn es sei dort um Auswanderung gegangen. Das in diesem Zusammenhang oft auftauchende Wort „Endlösung“ erlaube jedenfalls nicht die Annahme, hier sei ein Massenmord geplant worden.

Stäglich wirft schließlich die Frage auf, warum Heydrich sich auf dieser Sitzung nicht klar ausgedrückt habe – gerade so, als müsste man von einer Verbrecherbande, die soeben einen Massenmord organisiert hat, selbstverständlich erwarten können, das sie dies auch im Klartext niederschreibt.

Seine Kritik bringt Stäglich schließlich folgendermaßen auf den Punkt:

Mit anderen Worten also: Nur Heydrich wußte, was er wollte, sagte es aber nicht. Was sollte dann aber die ganze Konferenz?

Stäglich, Auschwitz-Mythos, S. 47

Herr Stäglich war offensichtlich über die Quellenlage nicht sehr gut im Bilde. Nicht nur Heydrich, sondern auch alle anderen Anwesenden haben sehr genau gewusst, dass sie auf dieser Besprechung einen Massenmord verabredet haben. Sie haben dies zwar nicht explizit ins Protokoll geschrieben (auch wenn es für sich genommen schon deutlich genug ist), sie haben aber in ihren Unterhaltungen im Anschluss an den offiziellen Teil der Besprechung keinen Zweifel daran gelassen, dass es um den Judenmord ging und dass sie Heydrich genau richtig verstanden hatten.

Ein beliebter Ansatzpunkt der Auschwitzleugner ist auch die Behauptung, die Krematorien vor allem im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau hätten nicht die nötige Kapazität gehabt, um die Opfer der Gaskammern zu verarbeiten. Stäglich schreibt:

Auch über die Verbrennungskapazität der Birkenauer Anlagen gibt es keine zuverlässigen Unterlagen. Zwar wird in der Literatur immer wieder aus einem angeblichen Bericht des Chefs der Zentralbauleitung, SS-Sturmbannführer Bischoff, vom 28. Juni 1943 zitiert, demzufolge die einzelnen Krematorien folgende Verbrennungskapazität pro Tag (!) gehabt haben sollen:
I altes Krematorium (Stammlager) 340 Leichen
II neues Krematorium (Birkenau) 1440 Leichen
III neues Krematorium (Birkenau) 1440 Leichen
IV neues Krematorium (Birkenau) 768 Leichen
V neues Krematorium (Birkenau) 768 Leichen
Zusammen 4756 Leichen
Die Fundstelle für diesen Bericht wird nicht mitgeteilt. Man beruft sich in der Regel insoweit auf ein „Kalendarium von Danuta Czech“.

Stäglich, Auschwitz-Mythos, S. 74

Das ist ein schönes Stück „Revisionismus“, denn in Danuta Czechs „Kalendarium“ wird auf Seite 533 die Fundstelle für dieses Dokument genannt: SS im Einsatz, S. 269.

Wenn er diese Seite in D. Czechs Buch jemals aufgeschlagen hat, muss Stäglich die Quellenangabe gesehen haben. Sie steht nicht irgendwo versteckt im Text oder in einer Fußnote, sondern unübersehbar hervorgehoben außerhalb des Textblocks, auf dem rechten Rand, der für eben solche Angaben reserviert ist.

Es gibt sogar ein Foto des Originaldokuments, doch es ist natürlich nichts Neues, dass die „Revisionisten“ das vorhandene Beweismaterial nicht kennen oder nicht zu kennen vorgeben.

(Ich gebe hier das Foto nicht wieder, weil es nur schlecht leserlich ist; wer will, sieht es im Link)

Stäglich bedient in seinem Werk auch die Rubrik „böse ausländische Greuelhetze“. Er bezieht sich zu diesem Zweck auf ein 1936 in Frankreich von Lion Feuchtwanger herausgegebenes Buch mit dem Titel Der gelbe Fleck:

Im selben Jahr 1936 sprach der Jude Lion Feuchtwanger in seinem in Paris erschienenen Buch „Der gelbe Fleck“ jeder Wahrheit zuwider davon, daß 500.000 deutsche Juden von der „Ausrottung bedroht“ seien, obwohl zu jener Zeit — von Übergriffen einzelner Fanatiker abgesehen — kaum einem Juden ein Haar gekrümmt wurde.

Stäglich, Auschwitz-Mythos, S. 148

Es ist nicht Feuchtwanger, sondern vielmehr Stäglich, der Behauptungen aufstellt, die „jeder Wahrheit zuwider“ laufen. In „Der gelbe Fleck“ ist sehr wohl von der physischen Ausrottung der Juden in Deutschland die Rede – freilich nicht durch Mordanstalten in Polen, sondern durch systematische Vernichtung der Lebens- und Existenzgrundlage.

Auch die unwahre Behauptung, der Kommandant von Auschwitz sei durch Folterungen zu seiner Aussage gezwungen worden, taucht auf Seite 176 auf.

Als Beleg für die angeblichen Folterungen benutzt Stäglich die autobiographischen Aufzeichnungen, die Höß in polnischer Gefangenschaft niederschrieb, um im gleichen Atemzug zu behaupten, der Mann sei dort einer Gehirnwäsche unterzogen worden:

Es kann aber überhaupt keinen Zweifel daran geben, daß es diesen geschulten kommunistischen Inquisitoren damals allein darauf ankam, wie in allen im kommunistischen Machtbereich bekanntlich nicht seltenen Schauprozessen im Wege der „Gehirnwäsche“ einen geständigen und reuigen Angeklagten zu produzieren, den man möglichst auch noch zur Abgabe eines schriftlichen „Geständnisses“ bewegen konnte.

Stäglich, Auschwitz-Mythos, S. 260

Das ist ein interessanter Gedankengang: Höß sei einer Gehirnwäsche unterzogen worden und habe eine unglaubwürdige Aussage verfasst, die ihm von den Folterern in den Mund gelegt worden sei.

Demnach hätten die „kommunistischen Inquisitoren“ Höß durch Folterung zu der Aussage gezwungen, dass er gefoltert worden ist.

So dumm, wie Stäglich es hier unterstellt, sind die „kommunistischen Inquisitoren“ natürlich nicht gewesen; so dumm sind eigentlich nur „Revisionisten“.

Es fragt sich noch, für wen dies peinlicher ist – für Stäglich, der diese Fehlleistung offenbar nicht bemerkt hat, oder für die gläubigen Konsumenten dieser „revisionistischen“ Literatur, die so eine Art von „Wahrheitssuche“ widerspruchslos schlucken.

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Der Auschwitz-Mythos – Wilhelm Stäglich

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Thies Christophersen

1973 veröffentlichte er auf Anregung Manfred Roeders die Broschüre Die Auschwitz-Lüge, deren Titel zum Synonym der Holocaustleugnung wurde. Christophersen versuchte in seiner Schrift nachzuweisen, dass im KZ Auschwitz die Häftlinge gut behandelt worden seien. So sei bei der Arbeit getanzt und gesungen worden. Die Häftlinge seien ordentlich verpflegt worden. Die Broschüre wurde 1978 eingezogen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Thies_Christophersen

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Gruß Hubert