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Die Kirche muss sich ihren Problemen stellen, sonst ändert sich nichts!   Leave a comment

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Die Kirche muss sich ihren Problemen stellen, sonst ändert sich nichts! | heute-show vom 01.03.2019

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Veröffentlicht 31. Dezember 2019 von hubert wenzl in Musik, Religionskritik, Uncategorized

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Päpste des Verderbens   Leave a comment

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Wenn von manchen Religioten gesagt wird, dass es die Kirche auch wegen der Moral braucht, denen kann man nur einen Spiegel vorhalten und zeigen wie es viele Päpste mit der Moral hielten. Verderblicher geht es nicht.

Aus dem Spiegel

„Beweis höchsten Verderbens“

Päpste fast aller Jahrhunderte predigten geschlechtliche Enthaltsamkeit und hielten sie selber nicht. Das belegt mit zum Teil unbekanntem Material der Kirchenhistoriker Deschner in einem neuen Buch.
Sie priesen die Keuschheit und koitierten wie jedermann. Ihren Geistlichen verboten sie die Frauen und hielten sich selber Maitressen. Sie ließen Ehebrecher töten, aber begatteten Verheiratete.“

Zu solch hartem Urteil über nicht wenige Päpste kommt der im fränkischen Haßfurt lebende Literatur- und Kirchenhistoriker Karlheinz Deschner in einer „Sexualgeschichte des Christentums“, die in wenigen Tagen erscheinen soll und neue Details über das mißliche Verhältnis der katholischen Hierarchie zur Sexualität enthält**.
An zahlreichen Beispielen aus der Kirchengeschichte demonstriert Deschner unter anderem, daß vor allem manche Päpste zwischen dem 9. und 17. Jahrhundert einen bemerkenswerten Trend zur freien Liebe zeigten.

So lebte Bonifaz VI. (896) schon als einfacher Priester dermaßen ausschweifend, daß ihn Papst Johannes VIII. (872 bis 882) zeitweilig suspendierte. Papst Sergius III. (904 bis 911) zeugte mit seiner Mätresse Marozia (verheiratet war sie unter anderem mit dem Herzog Alberich von Spoleto) den späteren Papst Johannes XI. (931 bis 935). Und Papst Johannes X. (914 bis 928) wäre ohne die Hilfe seiner mächtigen Geliebten Theodora, Markgräfin von Tuszien, nie auf den Papstthron gekommen.

Zur dunkelsten Figur des „dunklen“ zehnten Jahrhunderts, so referiert Deschner die historischen Quellen, entwickelte sich Papst Johannes XII. (955 bis 964). Bereits mit 18 Jahren oberster Hirte, verwandelte er den Lateran (Roms damaligen Papstpalast) in ein Privatbordell. Er schlief gar mit seinen eigenen Schwestern. Und während immer mehr Synodenbeschlüsse (wie der von Augsburg im Jahre 952) die Geistlichen zur Ehelosigkeit verpflichteten, verführte der Papst Rompilgerinnen.
Ähnlich schrankenlos gaben sich die Päpste erst wieder im 15. und 16. Jahrhundert. Daß damals Päpste Söhne und Töchter zeugten und protegierten, galt als normal. Aber auch anderes fiel kaum auf, so etwa, daß Papst Sixtus IV. (1471 bis 1484) in Rom ein Bordell erbaute und daraus 20 000 Dukaten bezog. Den Bau von Sankt Peter finanzierte der damalige Franziskanermönch und Förderer des Dogmas von der Unbefleckten Empfängnis Mariens wahrscheinlich teilweise mit Geldern von Prostituierten. Vom Stundenlohn römischer Dirnen profitierte auch Papst Clemens VII. (1523 bis 1534), der kurz nach seiner Papstwahl Steuern von Prostituierten zum Bau des Konvents Santa Maria della Penitenza verlangte.

Papst Innozenz VIII. (1484 bis 1492) dagegen wandte seine Aufmerksamkeit vor allem den Frauen im eigenen Haus zu. Seinen Kindern bereitete er im Papstpalast glänzende Hochzeiten.

Sein Nachfolger Alexander VI. (1492 bis 1503) soll sich sogar in seine Tochter Lukrezia verliebt haben; er feierte im Jahr 1500 mit 50 Huren eine Orgie, von der man in Rom noch lange sprach. Seine Maitresse Julia Farnese ließ er als Muttergottes portraitieren, sich zu ihren Füßen. Alexander-Nachfolger Julius II. (1503 bis 1513), ehemaliger Franziskaner und Vater von drei Töchtern, hatte die Syphilis.

Selbst bis ins 19. Jahrhundert hinein lebten die Päpste vermutlich weniger abstinent, als man bisher annahm. Zwar schirmte die Kirche das Intimleben ihrer Oberhäupter in den beiden letzten Jahrhunderten hermetisch ab und hält das historische Material unter strengem Verschluß. Kirchenhistoriker stießen jedoch — unabhängig von Deschner unlängst bei Forschungsarbeiten in Rom auf einige Hinweise. Demzufolge soll beispielsweise Papst Pius IX. (1846 bis 1878), dem die römische Kirche die Dogmen von der Unbefleckten Empfängnis Mariens und von der Unfehlbarkeit des Papstes verdankt, Vater mehrerer Kinder gewesen sein. Und von Papst Leo XIII. (1878 bis 1903), der mit seiner Sozialenzyklika „Rerum novarum“ als erster Papst zur Arbeiterfrage Stellung nahm, vermuten Historiker, daß er von seinem Posten als Nuntius in Brüssel abberufen wurde, weil er ein Verhältnis hatte.

Doch solch ein Leben nach Lust und Laune genehmigten die Päpste ungern ihrem Klerus. Schon Papst Siricius (384 bis 399) wie auch viele andere Päpste befahlen, beim Beischlaf ertappte Mönche und Nonnen ins Gefängnis zu werfen.

Andere Päpste drängten den Klerus, wenigstens nach außen den Schein eines enthaltsamen Lebens zu wahren. So empfand es Papst Benedikt VIII. (1012 bis 1024) als „Beweis höchsten Verderbens“, daß die Kleriker nicht heimlich, sondern öffentlich Unzucht trieben. Und um dem Zölibat ein Stück näher zu kommen, erklärte der päpstliche Legat Kardinal Lorenzo Campeggio 1524 in Straßburg, es sei für Priester eine weit größere Sünde, wenn sie Ehemänner würden, als wenn sie Dirnen im Hause hielten. Papst Innozenz VIII. zweifelte denn auch nicht daran, daß in Rom fast jeder Kleriker seine Konkubine oder Prostituierte habe. Ähnliches bestätigte das Konzil von Trient (1545 bis 1563). Es verordnete wegen des ausgedehnten Liebeslebens in den Klöstern, daß selbst ein Bischof ein Kloster nur noch in Begleitung eines älteren Klerikers betreten dürfe.

Für die sozialen Probleme, die mit dem heimlichen Liebesleben in Klerus und Kloster entstanden, interessierte sich Papst Innozenz allerdings genauso wenig wie alle seine Vorgänger und Nachfolger. Während nämlich die Päpste und Bischöfe ihre Kinder ungestört großziehen konnten, blieb den von Mönchen geschwängerten Nonnen und nach Einführung des Zwangszölibats den von Klerikern geschwängerten Konkubinen häufig nur Abtreibung oder Kindstötung übrig.

Berichten über das Frühmittelalter zufolge fand man in einem römischen Klosterteich eine erhebliche Anzahl von Kinderschädeln. Und als zur Zeit der Reformation viele Klöster auf gehoben wurden, entdeckte man Kinderknochen und Kinderskelette in Gräbern, Sickergruben und in geheimen Klosterverstecken, so etwa im Stralsunder Birgitten-Kloster.
Deschner-Frage: „Gewissenskonflikte, -Not kümmert das die Päpste?“

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Siehe auch:

https://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/41652119

 

Päpste des Verderbens

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Gruß Hubert

Kriminalgeschichte des Christentums – Band 10   3 comments

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Das Christentum hat so viel Dreck am Stecken, dass Karlheinz Deschner 10 dicke Bücher mit dem Titel „Kriminalgeschichte des Christentums“ mit ca. 6000 Seiten schreiben konnte. Sie konnten Karlheinz Deschner auch nichts anhaben, denn sonst hätten sie sicher ihre Advokaten-Armada auf ihn gehetzt. Er konnte ALLES belegen.

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Aus rowohlt.de

Karlheinz Deschner

Kriminalgeschichte des Christentums 10

18. Jahrhundert und Ausblick auf die Folgezeit: Könige von Gottes Gnaden und Niedergang des Papsttums  Kriminalgeschichte des Christentums

 

«Gott geht in den Schuhen des Teufels. Dieser Gedanke bestimmte meine Arbeit, mein Leben», schreibt Karlheinz Deschner im Nachwort zum ersten Band der «Kriminalgeschichte des Christentums», der 1986 erscheint. Inspiriert von diesem Bild, hatte Deschner dem Rowohlt Verlag die «Kriminalgeschichte» schon 1970 angeboten: 320 Seiten, die 1973 erscheinen sollten. Es sollte daraus aber später etwas sehr viel Größeres werden: ein monumentales Werk, auf zehn Bände angelegt. Und jetzt, mehr als ein Vierteljahrhundert nach Erscheinen des ersten Bandes, hat er es beendet!
Von der heidnischen und jüdischen Vorgeschichte des Christentums über die alte Kirche zu den Kreuzzügen; von der Hexenjagd im Mittelalter über den Völkermord in Lateinamerika bis zur schließlichen Trennung von Kirche und Staat präsentiert Deschners Opus magnum auf ca. 6000 Seiten eine einzigartige Forschungsarbeit. Brillant geschrieben, breiten diese zehn Bände in intensiven Studien erhobene Fakten aus, die selbst von den Gegnern Deschners nicht bestritten werden.

Der vorliegende Band 10 wendet sich dem Niedergang des Papsttums und der allmählichen Trennung von Kirche und Staat zu, in deren Vorgeschichte in fortwährenden Konflikten abermals Ströme von Blut vergossen werden, so beim Kampf christlicher und weltlicher Mächte um Skandinavien oder, weiter im Süden, in den Schlachten des Prinzen Eugen, des goldgierigen «Bewahrers der Christenheit». Auch dieser Band bekräftigt mit seiner Detailfreude, Exaktheit und kritischen Schärfe, daß Karlheinz Deschner zu Recht als der «wohl kompromißloseste Denker im deutschsprachigen Raum» (Die Weltwoche) gilt – und als der bedeutendste Kirchenkritiker der Gegenwart.

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9783498013318

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Kriminalgeschichte des Christentums – Band 10

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Gruß Hubert

 

Dr. Gunter Bleibohm: Klarstellungen   Leave a comment

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Religion ist der Gegner von geistiger Freiheit. Sie zwängt Religiöse in ein System der Unfreiheit und der Dogmen. Am schlimmsten ist aber, dass sie von sich behauptet sie verkörpere die absolute Wahrheit.

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Rebloggt von Tierfreund und Religionskritiker Wolfgang.

Vorausgeschickt:

„Es ist ein gleichgeschaltetes, weltweites System der geistigen Unterdrückung, ein fundamentalistisches und totalitäres System der Unfreiheit.“

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R e l i g i o n

Der Mensch wählt seine Religion nicht frei; er wird hineingeboren. Normalerweise.

Mit seiner Geburt wird er – zumindest durch die monotheistischen Religionen – in ein System der Unfreiheit hineingezogen, denn monotheistische Religionen sind in ihrer Grundsubstanz totalitär und erheben den Anspruch, im Besitz einer absoluten, nicht diskussionsfähigen Wahrheit zu sein. Religionsunterricht in Schulen und in Tempeln dient der frühkindlichen Prägung im Sinne des jeweiligen übergeordneten Systems; Diktatoren aller Länder und Zeiten kannten und kennen das Prinzip.

Die frühe Prägung lässt erwarten, dass die Zahl der späteren Abweichler, Menschen also, die sich auf einen selbständigen Erkenntnisweg machen, nachhaltig und deutlich minimiert wird. Sie bleiben ihrer Religion dank Frühprägung lebenslang verbunden, laufen ihr hinterher wie die Gänseküken ihrem Experimentator.

Um den jeweiligen der zahllosen Gottesgedanken rankt sich ein System dogmatischer und ritueller Vorschriften, die freies Denken radikal beschneiden, denn sie schreiben vor, was zu glauben, was nicht zu glauben ist, was zu achten und was zu bekämpfen ist. Kurzum, sie schreiben dem Menschen vor, was zu tun und was zu unterlassen ist; bis hin zu Kleidungs-, Waschungs- und Essensvorschriften.

Aber ein ganz anderer Punkt ist der Entscheidende. Alle Forderungen der Religionen sind ein Konkretum der Unterwerfung, der versprochene Lohn immer ein Abstraktum. Der Märtyrer stirbt nicht bildlich, sondern faktisch, seinen Lohn jedoch erhält er in „Phrasenvaluta mit Luftdeckung“ wie es Alfred Polgar nennt. Und er fährt fort: „Das Kreuz ist immer Wahrheit, die Auferstehung immer Legende. Die Marter immer real, die Seligkeit immer metaphorisch“, der Sprengstoffgürtel ist immer real, die 72 Jungfrauen als Belohnung immer eine Chimäre.

Gibt es eine üblere Täuschung der Menschen, wenn man sie das Vernichtende in der Realität erleben lässt, das Gute aber immer auf ein unüberprüfbares Jenseits bildlich verlegt? Ist es nicht das denkbar Bösartigste, wenn, wie Albert Camus schreibt, manche sich paradoxerweise für Ideen oder Illusionen umbringen lassen, die ihnen Grund zum Leben waren? Solche Systeme können nur funktionieren, wenn der Mensch durch Gehirnwäsche bis hin zur Denkunfähigkeit manipuliert und geistig paralysiert wurde. Es sei denn, es war a priori kein Geist vorhanden, der paralysiert werden konnte.

Es ist ein gleichgeschaltetes, weltweites System der geistigen Unterdrückung, ein fundamentalistisches und totalitäres System der Unfreiheit. „Religionsfreiheit“ bedeutet in concreto, dass es dem jeweiligen Religionssystem erlaubt ist, seine Anhänger zumindest der geistigen Freiheit, oftmals und zunehmend aber auch der körperlichen Handlungsfreiheit zu berauben. Religionsfreiheit bedeutet bedauerlicherweise nicht „frei von Religion“, sondern impliziert einen wuchernden globalen Unterdrückungsmechanismus. „Das Ganze läuft unter dem Namen: Toleranz“ fasst Günther Anders zusammen. Vernunft ist seit der Antike das höchste Gut der frei und ungebunden denkenden Menschheit, nicht hingegen unbewiesene Gottesphantasien.

Die Forderungen nach frei agierenden Religionen kommt daher dem klammheimlichen Wunsch entgegen, diktatorische Strukturen und Fäden in das Geflecht demokratischer Denkgewohnheiten sukzessive zu integrieren und werden von denjenigen Menschen mit Nachdruck und Vorliebe propagiert, deren Nutzen im weitesten Sinn von der Unterdrückung von Mensch und Tier – siehe Schächten – abhängt. Man lügt dazu schamlos ein Unterdrückungssystem in ein System für Freiheit und Menschenrechte um. Nichts beschneidet jedoch Menschenrechte und Freiheit, die Achtung vor Natur und allen Mitlebewesen mehr, als Religion.

Religion ist das Synonym für lebenslange Unfreiheit, für eine geistige Versklavung par excellence.

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Dr. Gunter Bleibohm: Klarstellungen

Dr. Gunter Bleibohm: Klarstellungen   Leave a comment

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… Gott nährt sie noch. Stimmt nicht. Kein Gott, was auch immer das sein soll, gibt ihnen zu essen.
„Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? (Mt 6, 26)“. Der ganze Speziesismus bricht da unverhohlen durch.

Rebloggt von Tierfreund (und Religionskritiker) Wolodja51

 

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K l a r s t e l l u n g

Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? (Mt 6, 26)

Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? Seid ihr wirklich viel mehr denn sie? Warum meint ihr, dass ihr viel mehr seid? Und wo seid ihr viel mehr? In der Masse, in der Notwendigkeit eurer Existenz, in der Überheblichkeit, im Irrtum eurer Bedeutung? Seid ihr mehr, weil der Zufall euch in eine menschliche Form gepresst hat oder seid ihr nur mehr, weil euer Denken so dürftig ist, dass ihr es nötig habt, andere übertreffen zu wollen? Gibt es einen Beweis, dass ihr viel mehr seid? Oder gilt euch als Beweis, dass ihr alles andere, was nicht menschlich ist, mit dem Vorschlaghammer auf dem Amboss eurer Unzurechnungsfähigkeit zerschlagt, sobald sich Gelegenheit dazu bietet.

Und was wäre wirklich, wenn ihr irgendwo mehr wäret – außerhalb eurer subjektiven Phantasie? Was würde es ändern? Was seid ihr wirklich außerhalb eurer Gedankenwelt, außerhalb eurer Hybris, außerhalb eures Überheblichkeitswahns? Könntet ihr überhaupt so etwas denken und auch das Ergebnis verkraften? Oder brecht ihr dann verzweifelnd zusammen und flüchtet hinter die fiktiven Mauern einer Jenseitsreligion, einer dieser Glaubenskulte, die euch in eurer Jämmerlichkeit und Bedeutungslosigkeit über den Sinn und Wert eurer Existenz belügen, bis ihr endlich genau so verendet seid wie die Vögel, wie jedes Tier, wie jedes Leben schlechthin. Ausnahmslos, immer, gleichmachend, gerecht.

Wohlan, ertragt den Richterspruch des Universums, der euch eure Bedeutung lehren wird. Und was seid ihr wirklich?

Sub specie universi: eine Nichtigkeit, euer Planet ein nahezu nicht auffindbarer kleiner Punkt im Universum.

Sub specie vitae: eine Nichtigkeit, eine – möglicherweise gar singuläre – Marginalie im Riesenreich der unbelebten Materie.

Sub specie aeternitatis: eine Nichtigkeit, ein fast nicht ermittelbarer Zeitraum in der unendlichen Zeit.

Sub specie terrae: eine Nichtigkeit, ein belebtes Wesen unter zahllosen Milliarden anderer Lebewesen, ausgestattet mit einer begrenzten Zeitspanne an Lebenskraft, ein Wesen, das bei der Geburt bereits dem Tod, der endgültigen Vernichtung, entgegeneilt.

Dies ist der Rahmen, in dem sich eure vermeintliche Bedeutung, euer Leben, abspielt, das ist der Rahmen, der dem kleinsten Wurm die gleiche Notwendigkeit, aber auch die gleiche Vergeblichkeit, Bedeutungslosigkeit und Vergänglichkeit zuweist wie einem Menschenwesen. Vor dem Horizont des Universums hört hier jegliche Ungleichheit auf, denn alles ist gleich nichtig, beliebig, sinnlos.

Und eure kurze Lebenszeit? In der Vorausschau ein Wollen, in der Rückschau ein Vergessen, durchsetzt mit den Nebeln der Erinnerung. Die Ängste, die Hoffnungen, die glücklichen und die schrecklichen Momente versinken im Vergessen, versinken im Zeitablauf in der Nie-Gewesenheit. Warum war das alles und ist heute nicht mehr? Nur um zu dem heutigen Tag zu gelangen? Zu diesem Tag, der mit allen Ereignissen auch im Nichts versinkt? Leben ist etwas virtuelles, ein leerer Wahn, ein Taumeln zwischen Vergessen, Erleiden und Wollen, eine sadistische Quälerei des Seins gegenüber einer entarteten Materie, einer Materie, die mit mehr oder weniger Bewusstsein in die Form von Leben geknechtet wird.

Jagt die Lügenpfaffen endlich vom Hof, hetzt die bissigen Hunde der Vernunft auf sie, bringt ihnen bei, dass ihr endlich aus dem Schlaf der Glaubensumnachtung erwacht seid und euer kurzes Leben, dieses zufällige Aufflackern der Materie, der Erkenntnis widmen wollt, der Erkenntnis, von der Gleichwertigkeit jeglichen Lebens. Zwingt die Narrengilde der Jenseitsprediger ihrem unsinnigen Anthropozentrismus abzuschwören, bringt ihnen Demut vor der real existierenden, belebten Materie bei, beendet endlich die Blutspur ihrer Glaubenshalluzinationen auf diesem Planeten und findet euch damit ab, dass kein Gebet hilft, kein Gott existiert und dass am Ende eurer Tage sich euer Sein in Nichts wandelt.

Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie?

Nein und nochmal nein, denn alles Leben ist sub specie universi gleich, so wie ein Wassertropfen im Meer dem anderen gleicht, gleich wertvoll, gleich sinnlos, gleich vergeblich.

Das Wort zum Sonntag   Leave a comment

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Das hat Dr. Gunther Bleibohm hervorragend analysiert. Ich kann nur jeden Satz von ihm dick unterstreichen. Vor allem auch, dass Religionen, besonders die monotheistischen, anthropozentrisch und völlig desinteressiert am Schicksal unserer Mitgeschöpfe sind.
Deshalb sage ich auch, eine Welt ohne Religionen wäre bereits ein großer Schritt in Richtung irdisches Paradies und auf jedem Fall wäre diese Welt ohne Religionen besser dran.

Rebloggt von Tierfreund Wolodja auf wolodja51.wordpress.com

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K l a r t e x t :

Das geschlossene System, das heute weltweit den Terror gegen Tiere garantiert und jeglichen Tiermord sanktioniert, sind die äußerst lebendigen Teile eines unheilvollen Netzwerkes mit den Hauptbestandteilen Staat, Industrie, Medien und Kirche. Es ist eine Verflechtung, die – je nach Interessenlage – zwei oder mehr Komponenten des Netzwerkes einbezieht und in zahlreichen Fällen mafiöse Strukturen aufweist. Die Netzwerkstruktur kann sowohl in der Dorf-, der Landes- als auch in der Weltpolitik beobachtet werden; lediglich die Dimensionen unterscheiden sich, die Handlungsweisen sind identisch.

Das pulsierende Blut dieses Organismus ist das Geld, die Macht und der persönliche Vorteil. Etwaige Engpässe in dem Gefäßsystem werden gezielt mit Hilfe einer überall abhängigen und willfährigen Jurisdiktion beseitigt. Staat, Medien und Industrie sind an einer Einflussmaximierung interessiert, den moralischen Hintergrund zur Rechtfertigung dieses Handelns liefern die Kirchen.

Jede Religion, insbesondere aber die monotheistischen Verbindungen, ist anthropozentrisch, stellt den Menschen in den Mittelpunkt allen Naturgeschehens und über jedes andere Lebewesen, lehrt dieses als Kernbotschaft und ist damit, aus eigenem Selbstverständnis heraus, nicht tierfreundlich oder präziser, völlig desinteressiert am Schicksal unserer Mitgeschöpfe.

Solange noch die irrwitzigsten Glaubensphantasien einer Kirche im Staat höher bewertet werden als das konkrete Leid lebender Tiere, solange Tiermörder gesegnet werden und zum höheren Lob eines vermeintlichen Gottes den Schafen die Kehle durchschnitten wird, scheitert die Tierrechtsbewegung – von kleinen Erfolgen abgesehen – grundsätzlich an diesem Netzwerk.

Sie scheitert auch deswegen, weil der beschriebene Organismus in einen Körper, nämlich den des unkritischen, unwissenden und selbstzufriedenen Massemenschen eingebettet ist, dem eine Änderung seines Verhaltens nur finanziell abzuringen ist, den Leid nur insoweit interessiert, als es ihn selbst betrifft oder seine nähere Umgebung. Sein Bewusstsein als Mensch über jedem Tier zu stehen, macht ihn so selbstsicher in seinem Handeln und so desinteressiert an dem globalen Terror gegen die Tierwelt.

Diese Überheblichkeit wurde dem Menschen seit Tausenden von Jahren von diversen Kulten, Kirchen und Staaten gelehrt, sie ist inzwischen integraler Bestandteil seines Denkens, Empfindens und seines Selbstverständnisses.

Summa summarum: Jedwede Religion verhält sich zur Vernunft wie Feuer zu Wasser und blockiert dauerhaft Tierrechte genau solange, wie der Drachen des Anthropozentrismus die Geisteshöhle der Menschheit bewacht.

Es bräuchte nur einen einzigen Beweis   Leave a comment

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Oft wird Atheisten von Gläubigen vorgehalten, dass sie halt auch einen Glauben haben. Das ist nicht so. Denn Atheisten glauben nur nicht an eine Existenz eines Gottes, wie es Gläubige tun.

Aus awq.de

Es bräuchte nur einen einzigen verifizierbaren Beweis, um Atheismus zu zerstören.

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In Gesprächen mit Gläubigen wird man als Atheist mitunter mit gar wundersamen Ideen konfrontiert. An einigen dieser Ideen kann man erkennen, dass sie – bewusst oder unbewusst – von falschen Voraussetzungen ausgehen.

Dann wird zum Beispiel gerne mal behauptet, ein atheistischer Standpunkt sei ja “auch nur ein Glaube.” Das ist schon mal insofern lustig, weil “auch nur” ja impliziert, dass Glaube nichts Besonderes ist. Dass Atheismus das genaue Gegenteil von religiösem Glauben ist, scheint ihnen nicht klar zu sein.

Fragt man weiter nach, kommt oft heraus, dass sie von ihrem eigenen, religiösen Standpunkt aus denken. Und dass sie sich manchmal gar nicht vorstellen können, dass man auch in Weltanschauungsfragen mit rationalen Methoden weiter kommen kann als mit Glaube.

Sie sind der Meinung, Atheisten müssten dieselben Nöte haben wie sie selbst, wenn es darum geht, das eigene Weltbild mit dem eigenen Anstand, Verstand und mit der persönlichen intellektuellen Redlichkeit in Einklang zu bringen.

Dabei ist es genaugenommen viel einfacher, ehrlicher und komfortabler, in einer nicht um religiöse Phantasien erweiterten Scheinwirklichkeit zu leben.

Glaubensgewissheit dank Denkverzicht

Interessant ist es auch, Gläubige zu fragen, wie stark oder wahr sie ihre eigene Glaubensüberzeugung einschätzen. Nicht selten hört man dann, mit dem Brustton der Überzeugung: “Natürlich 100 Prozent!” Fragt man den Theisten, ob er sich vorstellen könne, dass ihn irgendetwas – ein Erlebnis, eine Erkenntnis, was auch immer – auch nur einen Millimeter von dieser 100%-Marke abbringen könnte, lautet die Antwort, oft mit derselben Überzeugung: “Nein, natürlich nicht.”

Dabei handelt es sich keineswegs nur um einfältige, naive Gemüter. Sondern durchaus auch um Zeitgenossen, die ein äußerst kritisches und rationales Denken anwenden. Aber nur, solange es nicht um ihre Glaubensgewissheiten geht. Denn an dieser halten sie unbeirrbar fest. Ohne sie je kritisch zu hinterfragen.

…nur bis zum Beweis des Gegenteils

Anders sieht es bei Menschen mit einem rationalen Standpunkt aus. Denn bei einem solchen gelten Erkenntnisse immer nur bis zum Beweis des Gegenteils.

Natürlich wird auch ein rational-kritisch denkender Mensch Überzeugungen und Gewissheiten haben. Diese basieren allerdings, anders als beim religiös Gläubigen, nicht auf Dogmen und Glaubenslehren. Sondern auf Erkenntnis und Wissen. Gewonnen durch Beobachtung, Versuch, Prüfung der Plausibilität.

Kritisch zu denken bedeutet nicht, ständig alles grundsätzlich in Frage zu stellen. Oder generell an allem zu zweifeln. Kritisch denken bedeutet aber zum Beispiel sehr wohl, etwas, für das es keinen verifizierbaren Beweis gibt, bestenfalls als Hypothese anzuerkennen. Und dementsprechend zu behandeln.

Unredlicher Umgang mit einer schlechten Hypothese

Hierin unterscheidet sich ein atheistischer von einem theistischen Standpunkt wohl am deutlichsten. Denn wer an Gott glaubt, tut so, als gäbe es diesen Gott tatsächlich. Und zwar, ohne dafür irgendwelche seriösen Beweise liefern zu können. Oder zu verlangen.

Er behandelt eine (schlechte, längst widerlegte) Hypothese wie eine evidenzbasiert bewiesene Tatsache. Jede Lehre, die von Menschen geglaubt werden muss, kann deshalb bestenfalls so hypothetisch sein wie die Hypothese, auf der sie basiert. Damit ist unter anderem auch die komplette angemaßte Wissenschaft der Theologie obsolet. Weil der Kernpunkt aller theologischer Betrachtung bis zum Beweis des Gegenteils eine rein menschliche, völlig beliebig definierbare Fiktion ist.

Bewältigungsstrategien

Stattdessen verfügen sie oft über ein ganzes Arsenal an Methoden, mit denen sie versuchen, diese kleine, aber schwerwiegende Unredlichkeit zu bewältigen. Doch egal, ob die Bibel als “Beweis” herhalten muss (Klassischer Fehlschluss: “Die Bibel ist das Wort Gottes. In der Bibel steht, dass es Gott gibt. Also gibt es Gott.”), ob persönliche Empfindungen oder die kulturelle Dimension von Religionen als “Beweis” angeführt werden – bis heute gibt es keinen seriösen Beleg für eine außerhalb von menschlicher Phantasie existierende Gottheit. Keinen einzigen.

Und wenn gar nichts mehr hilft, definiert man Gott einfach als irgendetwas Beliebiges. Oder man sagt: “Gott muss man nicht beweisen, weil man ihn ja gar nicht beweisen kann.” Wer so “argumentiert”, entzieht sich damit jeder ernsthaften Diskussion. Das Niveau sinkt dann manchmal in absurde Tiefen wie zum Beispiel: “Wieso glaubst du? – Weil halt.” 

Das wäre nicht weiter schlimm, wenn Religionen harmlose Phantasien von Menschen mit schwach ausgeprägtem Sinn für die Realität wären. Wie ein Blick in die 10bändige Kriminalgeschichte des Christentums bis in die heutige Gegenwart hinein erschreckend eindrucksvoll belegt, sind Religionen allerdings keineswegs harmlos. Sondern saugefährlich.

Aber sprich nur ein Wort…

Wer einen rationalen, offenen Standpunkt vertritt, wird auch bereit sein, diesen Standpunkt zu verändern. Nämlich dann, wenn neue, verifizierbare Erkenntnisse vorliegen, die den bisherigen Standpunkt korrigieren. Oder widerlegen.

Was als Beweis anerkannt werden kann und was nicht, ist nach wissenschaftlichen Maßstäben heute präzise definiert. Hierbei geht es nicht um Dogmatismus. Sondern um Wahrscheinlichkeiten. Ein einziger solcher Beweis würde genügen, dass wohl jeder Atheist die Existenz Gottes anerkennen würde. Allerdings wäre damit auch jeder Glaube überflüssig.

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Es bräuchte nur einen einzigen Beweis

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Gruß Hubert