Archiv für die Kategorie ‘Religionskritik

Das lehrt und glaubt die katholische Kirche (3)   Leave a comment

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Ich bin froh, dass ich mich selbst ausgeschlossen bzw. entfernt habe von diesem fragwürdigem Verein. Mit dieser Institution will ich nichts zu tun haben.

Lehrsatz-Nummer 368: „infolge des Gebots unseres Herrn, wodurch der Erlöser allen Völkern den Eintritt in seine Kirche vorgeschrieben hat.“

Diese Institution ist durch und durch verlogen und auch noch betrügerisch (Beispiel: durch Fälschungsurkunden sich Besitz angeeignet).

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Rebloggt von Tierfreund und Religionskritiker Wolfgang wolodja51.wordpress.com

Lehrsatz-Nummer 213:

Es ist auch unser Glaube, dass die ganze Dreifaltigkeit die Fleischwerdung dieses Sohnes Gottes bewirkt habe, denn die Werke der heiligen Dreifaltigkeit sind untrennbar.

Lehrsatz-Nummer 325:

Wer sagt oder daran festhält, die Menschenseelen hätten ein Vorleben gehabt, d. h. sie seien zuvor Geister und heilige Gewalten gewesen, sie seien aber der göttlichen Anschauung satt geworden, hätten sich dem Bösen zugewandt, seien deswegen in der Liebe Gottes erkaltet, hätten so den Namen „Seelen“ (= die Kalten) bekommen und seien zur Strafe dafür in die Körper gebannt worden, der sei ausgeschlossen.

Lehrsatz-Nummer 329:

Auf dass allen die Wahrheit des reinen Glaubens bekannt und allen Irrtümern, die sich einschleichen könnten, der Zugang verschlossen sei, bestimmen wir, dass jeder, der von nun an hartnäckig dabei bleibt, zu behaupten, zu verteidigen und für wahr zu halten, die vernünftige oder verstandbegabte Seele sei nicht durch sich und wesentlich die Form des Leibes, als Irrlehrer zu betrachten ist.

Lehrsatz-Nummer 354:

Wer behauptet: Adams Sündenfall hat nur ihm, nicht aber seiner Nachkommenschaft Schaden zugefügt, und er hat die von Gott empfangene Heiligkeit und Gerechtigkeit, die er verloren hat, nur für sich, nicht aber auch für uns verloren; oder: befleckt durch die Sünde des Ungehorsams, hat er nur den Tod und die körperlichen Strafen auf das ganze Menschengeschlecht übertragen, nicht aber auch die Sünde, die der Tod der Seele ist: der sei ausgeschlossen

Lehrsatz Nr.356:

Wer leugnet, dass die neugeborenen Kinder getauft werden müssen, … der sei ausgeschlossen … Denn was der Apostel gesagt hat: „Durch den einen Menschen ist die Sünde in die Welt eingetreten und durch die Sünde der Tod, und so kam der Tod über alle Menschen, in ihm haben alle gesündigt“ (Röm 5, 12), das darf man nichts anders verstehen, als wie es die katholische Kirche, die überall verbreitet ist, immer verstanden hat. Wegen dieser Glaubensregel nämlich werden nach apostolischer Überlieferung auch die Kinder, die selbst noch keinerlei Sünden begehen konnten, deshalb wahrhaft zur Vergebung der Sünden getauft, damit in ihnen durch die Wiedergeburt gereinigt werde, was ihnen durch die Zeugung anhaftet [ die angebliche „Erbsünde“ ]

Lehrsatz Nr. 367:

Im Glauben müssen wir festhalten, dass außerhalb der apostolischen, römischen Kirche niemand gerettet werden kann; sie ist die einzige Arche des Heils und jeder, der nicht in sie eintritt, muss in der Flut untergehen. Aber ebenso müssen wir sicher daran festhalten, dass von dieser Schuld vor den Augen des Herrn niemand betroffen wird, der da lebt in unüberwindlicher Unkenntnis der wahren Religion.

Lehrsatz Nr. 368:

So lehren Wir: Die Kirche ist nicht eine unverbindliche Gemeinschaft, bei der es für das Heil des Menschen gleichgültig ist, ob man sie kennt oder nicht, ob man in sie eintritt oder sie verlässt. Sie ist unbedingt notwendig, und zwar nicht nur infolge des Gebots unseres Herrn, wodurch der Erlöser allen Völkern den Eintritt in seine Kirche vorgeschrieben hat. Notwendig ist sie auch als Mittel, weil … die Teilnahme an Wahrheit und Leben nicht erreicht werden kann außer in der Kirche und durch die Kirche …

Lehrsatz Nr. 369:

Außerhalb der Kirche kann niemand gerettet werden. Freilich sind nicht alle, die in unüberwindlicher Unwissenheit über Christus und seine Kirche leben, schon aufgrund dieser Unwissenheit ewig zu verdammen … Er [Christus] schenkt auch jedem seine Gnade, der sich nach Kräften müht, so dass er die Rechtfertigung und das ewige Leben erreichen kann. Diese Gnade erhält aber keiner, der von der Einheit des Glaubens oder von der Gemeinschaft der Kirche aus eigener Schuld getrennt ist und so aus diesem Leben scheidet. Wer nicht in dieser Arche ist, wird in der Sintflut umkommen. So verwerfen und verabscheuen wir die gottlose Lehre von der Gleichwertigkeit aller Religionen … Ebenso verurteilen wir die gottlose Ansicht derer, die den Menschen das Himmelreich verschließen aus dem falschen Vorwand: es sei unpassend und jedenfalls zum Heil nicht notwendig, die Religion zu verlassen, in der man geboren, erzogen, aufgewachsen sei, auch wenn sie falsch ist. Ja, sie klagen selbst die Kirche an, die erklärt, sie sei die einzig wahre Religion, und die alle Religionen und Sekten, die von ihrer Gemeinschaft losgetrennt sind, verwirft und verurteilt.

Lehrsatz Nr. 373:

Darum können jene Menschen nicht gerettet werden, die um die katholische Kirche und ihre von Gott durch Christus gestiftete Heilsnotwendigkeit wissen, in sie aber nicht eintreten oder in ihr nicht ausharren wollen.

Lehrsatz Nr. 375:

Es gibt nur e i n e allgemeine Kirche der Gläubigen. Außer ihr wird keiner gerettet. In ihr ist Jesus Christus Priester und Opfer zugleich.

(Fortsetzung dieser nur kleinen Auswahl törichter Dogmen und Glaubensvorschriften am kommenden Sonntag …)

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Das lehrt und glaubt die katholische Kirche (3)

 

Veröffentlicht 19. Oktober 2021 von hubert wenzl in Religionskritik

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Das lehrt und glaubt die katholische Kirche (2)   Leave a comment

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Ich kann nicht verstehen warum so viele Menschen auf so einen Krampf reinfallen und durch Kirchensteuer helfen den Reichtum der Kirchen zu mehren. (Siehe zum Beispiel: https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/kirche268.html ) Ich bin froh schon lange nicht mehr bei diesem Verein zu sein.

Rebloggt von Tierfreund und Religionskritiker Wolfgang wolodja51.wordpress.com

Fortsetzung vom vergangenen Sonntag

Hier nun eine Auswahl von aktuell gültigen und so genannten „Glaubenswahrheiten“ der Kirche zur ewigen Verdammnis, geordnet nach der Lehrsatz-Nummer in dem römisch-katholischen Standardwerk „Der Glaube der Kirche“. Und wenn es in einem Lehrsatz heißt: „der sei ausgeschlossen“ so bedeutet dies letztlich, das der Betreffende verflucht und ewiglich zum Schmoren in der Hölle verdammt sein würde. Diese „Lehrsätze“ der katholischen Kirche werden übrigens auch als „Dogmen“ bezeichnet und sind angeblich „unfehlbar“ sowie auch „unwiderruflich“.

Lehrsatz-Nummer 49: Wer sagt, die Menschenvernunft sei so unabhängig, dass ihr der Glaube nicht von Gott befohlen werden könne, der sei ausgeschlossen.

Lehrsatz-Nummer 52:  Wer sagt, Wunder könnten nicht geschehen, deshalb seien alle Wunderberichte, auch die in der Heiligen Schrift enthaltenen, unter die Legenden und Mythen zu verweisen; oder die Wunder könnten niemals sicher erkannt werden, und niemals könne durch sie der göttliche Ursprung der christlichen Religion rechtmäßig bewiesen werden, der sei ausgeschlossen.

Lehrsatz-Nummer 56: Wer sagt, die menschlichen Wissenschaften müssten mit solcher Freiheit behandelt werden, dass ihre Behauptungen als wahr festgehalten und von der Kirche nicht verworfen werden könnten, auch wenn sie der geoffenbarten Lehre widersprächen, der sei ausgeschlossen.

Lehrsatz-Nummer 57: Wer sagt, es sei möglich, dass man den von der Kirche vorgelegten Glaubenssätzen entsprechend dem Fortschritt der Wissenschaft gelegentlich einen anderen Sinn beilegen müsse als den, den die Kirche verstanden hat und versteht, der sei ausgeschlossen.

Lehrsatz-Nummer 85: Wer nicht die ganze kirchliche Überlieferung annimmt, die geschriebene wie die ungeschriebene, der sei ausgeschlossen.

Lehrsatz-Nummer 93: Niemand soll es wagen, die Heilige Schrift im Vertrauen auf eigene Klugheit nach seinem eigenen Sinn zu drehen, gegen den Sinn, den die heilige Mutter, die Kirche, hielt und hält – ihr steht das Urteil über den wahren Sinn und die Erklärung der heiligen Schriften zu.

Lehrsatz-Nummer 98: Wer nicht alle Bücher der Heiligen Schrift mit allen ihren Teilen, wie sie die Kirchenversammlung von Trient [1545] anführte, als heilige kanonische Schriften anerkennt oder wer leugnet, dass sie von Gott eingegeben sind, der sei ausgeschlossen.

Lehrsatz-Nummer 195: Wer nicht mit den heiligen Vätern im eigentlichen und wahren Sinne die heilige und immer jungfräuliche und unbefleckte Maria als Gottesgebärerin bekennt, da sie eigentlich und wahrhaft das göttliche Wort selbst, das vom Vater vor aller Zeit gezeugte, in den letzten Zeiten, ohne Samen, vom Heiligen Geiste empfangen und unversehrt geboren hat, indem unverletzt blieb ihre Jungfrauschaft auch nach der Geburt: der sei verworfen.

Lehrsatz-Nummer 209: In einer neuen Geburt ist er [Jesus] geboren worden, weil unberührte Jungfrauschaft, die das Beilager eines Mannes nicht kannte, ihm in ihrem durch die Überschattung des Heiligen Geistes fruchtbar gewordenen Schoß einen Leib bereitet hat. Diese Jungfrauengeburt kann mit natürlichem Verstand nicht begriffen werden und steht ohne Beispiel da. Könnte man sie natürlich begreifen, wäre sie nicht wunderbar … Zwar hat Maria durch die Überschattung des Heiligen Geistes empfangen, doch darf man deswegen nicht glauben, dass der Heilige Geist der Vater des Sohnes sei.

Das lehrt und glaubt die katholische Kirche (2)

Veröffentlicht 11. Oktober 2021 von hubert wenzl in Religionskritik

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»Die Mafia der Religionen ist gefährlicher als die Cosa Nostra«   Leave a comment

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Und wie er recht hat der Hamed Abdel-Samad!

Von giordano-bruno-stiftung.de/

Interview mit Hamed Abdel-Samad

Auszug aus der Ausgabe 2021 des „bruno.“-Jahresmagazins (Foto: Evelin Frerk)
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Auszug aus der Ausgabe 2021 des „bruno.“-Jahresmagazins (Foto: Evelin Frerk)

 

Als Vorgeschmack auf die neue Ausgabe des „bruno.“-Jahresmagazins, die in der kommenden Woche erscheinen wird, veröffentlichen wir vorab das ausführliche Interview, das die Redakteure der Giordano-Bruno-Stiftung mit gbs-Beirat Hamed Abdel-Samad für das Magazin geführt haben. Sehr offen spricht „Deutschlands bekanntester Islamexperte“ darin über sein Leben unter Polizeischutz und seine Konversion vom streng gläubigen Moslem zum freigeistigen Humanisten.

Als Vorgeschmack auf die neue Ausgabe des „bruno.“-Jahresmagazins, die in der kommenden Woche erscheinen wird, veröffentlichen wir vorab das ausführliche Interview, das die Redakteure der Giordano-Bruno-Stiftung mit gbs-Beirat Hamed Abdel-Samad für das Magazin geführt haben. Sehr offen spricht „Deutschlands bekanntester Islamexperte“ darin über sein Leben unter Polizeischutz und seine Konversion vom streng gläubigen Moslem zum freigeistigen Humanisten.

bruno.: Du bist in einer sehr religiösen Familie in Ägypten aufgewachsen. Wie stark hat die Religion deine Kindheit und Jugendzeit geprägt?

Hamed Abdel-Samad: Da ich in einem religiösen Haushalt aufgewachsen bin, habe ich den Koran buchstäblich mit der Muttermilch aufgesaugt. Die Beschäftigung mit dem Koran hat eine lange Familientradition. Mein Vater, Großvater und Urgroßvater waren allesamt Imame, und von mir wurde erwartet, dass ich in ihre Fußstapfen trete. Bereits im Alter von drei Jahren habe ich daher begonnen, Koransuren auswendig zu lernen. Ich habe vieles davon einfach gedankenlos nachgeplappert. So lernte mein Gehirn den Wortlaut und die Melodie des Korans, ohne überhaupt die Bedeutung dahinter zu verstehen.

Je älter ich wurde, desto mehr interessierte ich mich für die Bedeutung der Suren. Mit etwa acht Jahren habe ich schließlich angefangen, kritische Fragen zu stellen: Warum gibt es überhaupt die Hölle? Warum hat Gott uns erschaffen, wenn er weiß, dass viele von uns in der Hölle landen? Das empfand ich schon damals als brutal und ungerecht. Dadurch kamen früh erste Zweifel in mir auf.

Du hast dich später von deiner religiösen Erziehung losgesagt und dem Islam abgeschworen. Gab es eine konkrete Zäsur in deinem Leben oder war es ein längerer Prozess, der dazu geführt hat?

Es war ganz und gar nicht leicht, mich von der Religion loszusagen. Mein Verhältnis zum Islam war wie eine sehr intime Beziehung – vergleichbar mit einer Ehe, in der man Geborgenheit, Verständnis und Orientierung findet. Aber irgendwann fängt man möglicherweise an, seinen Ehepartner anzuzweifeln. Es schleicht sich langsam das Gefühl ein, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist. Ich stand damit vor einer schwierigen Entscheidung: Ignoriere ich weiterhin die roten Lampen, die vielen Fragezeichen in meinem Kopf, um den scheinbaren Frieden zu wahren, oder vergewissere ich mich, ob diese Beziehung tatsächlich so perfekt ist, wie ich es mir lange Zeit eingeredet habe? Ich musste mich fragen, ob die Beziehung zur Religion wirklich auf echter Liebe basiert oder auf meiner Feigheit und meinem Unvermögen, kritisch zu denken und die Wahrheit anzuerkennen. Irgendwann habe ich den Mut gefasst, diesen Fragen ehrlich nachzugehen. Mir wurde klar, dass es keine echte Liebe war, die auf Gegenseitigkeit beruhte. Es war eine Zwangsbeziehung, eine große Illusion.

Um bei dem Bild der Ehe zu bleiben: Hattest du einen Trennungsschmerz, nachdem du die Scheidung von der Religion hinter dich gebracht hast?

Ja, ich hatte Entzugserscheinungen wie ein Drogenabhängiger. Es war über mehrere Jahre ein Hin und Her, bis ich verstanden habe, dass ich inneren Frieden auch ohne den Islam finden kann. Dieser Schritt war nicht einfach. Denn die Religion hatte von Geburt an meinen Körper manipuliert, meine Beziehung zu mir selbst und zu anderen Menschen. Als Kind wird man ungefragt beschnitten und darf als Jugendlicher nicht mit der eigenen Sexualität experimentieren. Die Religion konfisziert den Körper in jedem Bereich: Was ich auf der Toilette tue, wie ich dusche, wann ich bete, was ich esse und nicht esse. Ich darf mich selbst nicht töten, aber Menschen für die Sache Gottes in die Luft jagen. Es ist ein Gott, der mir einen Körper schenkt, ihn aber für seine eigenen Bedürfnisse instrumentalisiert. Ein totalitärer Diktator, der Menschen kontrollieren will, hätte sich so etwas nicht besser ausdenken können.

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»Die Mafia der Religionen ist gefährlicher als die Cosa Nostra«

Das lehrt und glaubt die katholische Kirche (Teil 1)   Leave a comment

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Rebloggt von Tierfreund und Religionskritiker Wolfgang auf wolodja51.wordpress.com

Von theologe.de

Am 15.10.2011 fand im Vatikan eine Konferenz zur so genannten „Neuevangelisierung“ der Welt durch die römisch-katholische Kirche und ihre Mission statt. 8000 Besucher kamen dazu in den Vatikanstaat, dem Kirchenstaat mit ca. 1000 Einwohnern. Bei dieser Gelegenheit wurde auch die Internetseite aleteia.org vorgestellt, die vom Vatikan für die Neuevangelisierung eingerichtet wurde. Das Wort „aleteia“ ist griechisch und heißt übersetzt „Wahrheit“. Es steht im Neuen Testament, im Johannesevangelium, z. B. an der Stelle, an der Jesus von Nazareth spricht: „Ich bin der Weg, die Wahrheit (aleteia) und das Leben.“ Einmal mehr erhob auf diese Weise die Papstkirche den Anspruch, Vertreterin der „Wahrheit“ zu sein, und sie versucht, die Wahrheit, die angeblich durch Christus in die Welt gekommen ist, für sich zu vereinnahmen, obwohl sie damit fast nichts zu tun hat bzw. es massivst verfälscht hat bis hin zur Verkehrung ins Gegenteil.

Doch was lehrt die Kirche praktisch als ihre angebliche „Wahrheit“, sozusagen als ihre „Betriebsanleitung“?

Papst Joseph Ratzinger (Benedikt XVI.) verglich in Berlin in seiner Rede im Olympiastadion am 22.9.2011 die Katholiken mit Reben am „Weinstock“ der katholischen Kirche. Die Kirchenmitglieder wurden bei dieser Gelegenheit ermahnt, nicht aus der Kirche auszutreten, auch wenn sie dort noch so viel Böses finden. Fallen sie nämlich von der Kirche ab, würde das Feuer der Hölle ihr ewiges Schicksal sein, so ein wesentlicher Inhalt der Papst-Rede vor vielen versammelten deutschen Politikern, darunter einem Großteil der damaligen Bundestagsabgeordneten.

Joseph Ratzinger zitierte dazu den katholischen „Heiligen“ Augustinus, einen Verfechter von Folter und Todesstrafe für Andersgläubige und Erfinder der an Grausamkeit nicht mehr zu überbietenden katholischen „Lehre von den stets brennenden und nie sterbenden Menschenleibern„. Hier das wörtliche Augustinus-Zitat, das der Papst in Berlin vortrug: „Eines von beiden kommt der Rebe zu, entweder der Weinstock oder das Feuer; wenn sie nicht im Weinstock ist, wird sie im Feuer sein.“ Dieses Zitat machte sich der Papst als Teil seiner Rede zustimmend zu eigen, indem er es nicht weiter kommentierte, was eine kaum verhüllte Drohung mit dem ewigen Höllenfeuer darstellt und den dort angeblich „stets brennenden und nie sterbenden Menschenleibern“.

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Das lehrt und glaubt die katholische Kirche (Teil 1)

Der Unterschied zwischen Religion und Verschwörungstheorien   Leave a comment

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Oh wie wahr diese Aussagen sind.

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Von Matthias Pöhl

Die Pfarrerin Eva Eiderbrant hatte in der Lokalzeitung „Affolter Anzeiger“ zum Jahresende auf der Titelseite einen besinnlichen Artikel zum neuen Jahr geschrieben.

Darin redete sie davon, dass sie einen Spruch über ihrem Bett hängen hat: „Wenn ich Morgens aufwache muss der Teufel denken „Oh Mist, sie ist wach„. Weiter redete sie mehrfach darüber, dass es ihr Wunsch im Jahr 2021 wäre, dass weniger Leute an „schwachsinnige Verschwörungstheorien“ glauben würden.

Daraufhin habe ich ihr ein Feedback geschickt. Hier ist es:

Ich habe Ihren Leitartikel im „Affolter Anzeiger“ gelesen. Ich stimme Ihnen mit den „schwachsinnigen Verschwörungstheorien“ voll zu.

Verschwörungstheoretiker glauben an die Absurdität, da gibt es böse finsterer Mächte die im Hintergrund die Strippen ziehen und uns kontrollieren wollen, mit Mikro-Chips, die per Impfung in unser Hirn eingepflanzt werden sollen, damit Bill Gates ein Teil der Menschheit ausrotten und mit dem Rest noch mehr verdienen kann und wir, die Guten, müssen uns vor denen schützen. Die Grundannahme ist: Da gibt es so etwas wie „Das Böse“

Die Christen glauben an einen bösen Teufel, der im Hintergrund die Strippen ziehen will, uns kontrollieren will und uns mit aller Macht „zum Bösen“ verführen will, damit er irgendwann die Kontrolle über die Menschheit gewinnt. Und wir, die Guten, müssen uns vor ihm schützen. Z.B. mit Sprüchen wie „wenn ich Morgens aufwache muss er denken: „Oh Mist, sie ist wach“. Die Grundannahme ist: Da gibt es so etwas wie „Das Böse“.

Die Verschwörungstheoretiker widersprechen sich: Sie sagen einerseits „Corona gibt es nicht, das ist eine Erfindung der Eliten!“ Dann sagen sie gleichzeitig „Die Eliten haben Corona erschaffen, damit sie uns mit der Impfung einen Chip im Hirn einpflanzen mit einen kleinen Sender und uns dann kontrollieren.“ Das widerspricht 100% der vorhergehenden Aussage.

Ihr Legenden-Buch, die Bibel, widerspricht sich hundertfach. Da steht z.B. drin, ein angeblich liebevoller Gott hat uns ein wundersam in Stein gemeisseltes Gebot gegeben „Du sollst nicht töten“, und in demselben Buch hat er den Tod von mindestens einer Million Menschen veranlasst. (Und hunderte anderer Widersprüche) Genau so widersprüchlich wie die Verschwörungstheoretiker.

Verschwörungstheoretiker glauben an Absurditäten, die schon peinlich sind. „Freimaurer, George Soros und FBI treffen sich regelmäßig am WEF in Davos, um Pläne gegen die Menschheit zu machen „, oder „Die KZ’s wurden von den Amerikanern nach dem Krieg aufgebaut und die Juden bestochen uns Lügen zu erzählen“, oder „Da gibt es Reptiloide in der Erde, die uns alle kontrollieren wollen“.

Christen glauben an Absurditäten, die ebenso peinlich sind. Den Christen wird die Geschichte erzählt, dass es da einen drei-gespaltenen Gott gibt, wovon der eine Teil als Sohn des anderen Teils von einer Jungfrau auf der Erde geboren wurde. Der Gott-Vater, so sagt man uns, ist aber nicht der Erzeuger, sondern jene Jungfrau wurde vom fehlenden dritten Teil des drei-gespaltenen Gottes – genannt „Heiliger Geist“ – geschwängert. Dieser inzestuös gezeugte Sohn wird dann am Ende aller Tage alle je existierenden Menschen wieder auferwecken – alle! – (inklusive alte Assyrer, Bronzezeit-Bauern, Steinzeit-Jäger, Neandertaler, Denisova Mensch, Homo erectus usw) und direkt danach aber 99.9% wieder in einer Glutlava verbrennen. Was für ein absurder Glaube!

Verschwörungstheoretiker konstruieren sich eine fiktive Realität zusammen, wo die Offensichtlichkeit der Lüge zum Himmel stinkt. Donald Trump sagt: „Wenn ich die Wahl gewinne, war alles korrekt, wenn ich sie nicht gewinne, war es heimtückische Wahlmanipulation.“ Welch eine offensichtlich durchschaubare und skrupellose Erfindung zur Legitimation der eigenen Legende.

Bei den Christen nicht anders. Im vorderen Teil der Bibel wird vorausgesagt, was im hinteren Teil als „erfüllt“ schöngeschrieben wird. Jesus musste deswegen durch jungfräuliche Geburt geboren werden, Wunder vollbringen und von den Toten auferstehen, weil das im alten Testament für den Messias als Bedingung festgeschrieben war. Welch eine offensichtliche und durchschaubare skrupellose Erfindung zur Legitimation der eigenen Legende.

So wie Sie sich freuen, wenn 2021 weniger Leute an „schwachsinnige Verschwörungstheorien“ glauben, so freue ich mich wenn 2021 weniger Leute an Märchen glauben wie „Gott hat ein paar alte Männer über 800 Jahre hinweg ein Buch mit seinen Wünschen zusammenschreiben lassen – oder – ein palästinensischer Schreinersohn hat mit seinem Tod all unsere „Sünden“ (was für eine Erfindung) auf sich genommen – oder – Da gibt es einen Teufel, der uns zum Bösen verführen will“.

Wenn ich ehrlich bin, gibt es vom Wesen her keinen Unterschied zwischen einer Religion und einer Verschwörungstheorie.

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Der Unterschied zwischen Religion und Verschwörungstheorien

Der Kern der Religionen? Es gibt keinen!   1 comment

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Ich sage ja immer, wenn man an einer Säule der christlichen Religion (auch anderer) rüttelt, dann fällt alles wie ein Kartenhaus zusammen. Kein Gott hat je gesprochen. Warum auch, es gibt keinen. Es ist alles Menschenwerk. Der Mensch schuf sich Gott. Es ist nur ein Wunschgedanke, vor allem wegen dem „ewigen Weiterleben“.

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Von Matthias Pöhm

Wenn man mit dem Kriterium der Logik, der Wissenschaftlichkeit und des gesunden Menschenverstandes an all die Annahmen der Religionen geht, dann fallen auch die sogenannten „Säulen“ der Kirche, die Säulen des Glaubens zusammen. Denn auch sie sind in Wahrheit Wunschdenken und Interpretationen, die man nur deswegen aufrecht erhalten kann, weil man gleichzeitig andere Textstellen desselben heiligen Buches einfach ausblendet, nicht anschaut, und so tut, als ob sie nicht da wären. (Z.B. die traurige Tatsache, dass jedes heilige Buch, den zwingend zu einem Konflikt führenden Anspruch beinhaltet, den höchsten aller Verkünder zu haben, und die einzig wahre Religion zu sein) Wenn man bei der Reform der Kirchen gründlich, ohne Wunschdenken und Scheuklappen bis auf den Kern geht, kommt nämlich irgendwann folgendes Zutage:

Es gibt keinen Kern! Es gibt kein Gottes Wort, das in Buchform existiert. Deswegen gibt es auch keinen „Willen Gottes“. Das ist alles Menschengemacht.

Alle Reformideen für den christlichen Glauben betreffen nur Auswirkungen. Aber selbst bei diesen Auswirkungen, ohne das Herzstück zu betrachten, gibt es grundlegende Tatsachen, die unter dem Brennglas des „Was-ist-wirklich“ irgendwann an die Oberfläche schwemmen müssen: Jesus wurden Dinge in den Mund geschrieben, die er so nie gesagt hat. Die Jesusgeschichte wurde durchschaubar nachträglich so „aufgepeppt“, dass sie den Prophezeiungen des alten Testaments entsprechen und Jesus damit als der prophezeite Messias durchgehen konnte.

Auch sind wir nicht in Sünde geboren, deshalb kann Jesus auch nicht für unsere Sünden gestorben sein. Auch gibt es kein jüngstes Gericht, keine Hölle und kein Himmelreich. Es gibt auch keinen heiligen Geist, keine wahre Essenz eines heiligen Buches. (Auch die „Essenz“ ist in Wahrheit nur eine beliebige Interpretation)…

Der Atomkern ist das: Keines der in der Welt existierenden heiligen Bücher ist Gottes Wort, denn es gibt kein Gottes Wort, weder in schriftlicher, noch in mündlicher Form. Deshalb braucht es auch keine in Kostümen auftretende Menschen, die uns das nicht existierende Wort Gottes in ständig wechselnder Weise interpretieren.

Der zentrale Glaube, dass Gottes Wort in geschriebener Form auf der Erde existiert, ist der Basis-Irrtum der Religionen. Alle anderen möglich zu entdeckenden Irrtümer sind auf diesem Irrtum aufgebaut. Das ist wie der Glaube an den Weihnachtsmann. Man kann den Glauben an den Weihnachtsmann nicht so reformieren, dass eine Kern-Lehre übrig bleibt, um die herum man dann den „wahren Weihnachtsmann-Glauben“ etabliert. Wenn die zentrale Säule fällt, fällt der ganze Überbau zusammen.

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Der Kern der Religionen? Es gibt keinen!

 

Machtübernahme in Afghanistan: Wer sind die Taliban 2.0?   2 comments

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Die angeblich neuen Talibans geben sich sehr gemäßigt. Aber warum wollen sie diesen Anschein erwecken? Sie wollen ran an die eingefrorenen Gelder, da die Wirtschaft jetzt mal ganz am Boden ist, die Lebensmittelpreise täglich steigen. Sie wissen auch, dass sie dann die Bevölkerung früher oder später gegen sich haben. Und immer wieder diese Phrasen, dass niemand etwas zu befürchten hätte, dass alle Rechte eingehalten würden – immer im Rahmen der SCHARIA. Als wenn die Scharia ein guter Rechtsrahmen wäre. Ich kann jeden nur als naiv betrachten, wer diesen Schalmeientönen der neuen „Taliban-Ministranten“ glaubt. Taliban-Gewalt und Schreckensmeldungen gibt es ja schon, es gibt Videos dazu, siehe weiter unten. Na mal schauen wie sie die Wirtschaft jetzt schaukeln, von denen ein Taliban-Führer behauptete die Amerikaner hätten die Wirtschaft in Afghanistan zu Boden gebracht.

Von br.de – Auszug.

In Afghanistan gibt sich das neue Taliban-Regime betont tolerant und offen: Frauen und Oppositionelle hätten keinen Grund zur Sorge. Doch in sozialen Netzwerken kursieren Videos, die Gewalt zeigen – Experten sehen „keinen Grund für Optimismus“.

„Die Taliban sagen immer: In ihrem Regime geht alles, so lange es sich mit dem islamischen Recht vereinbaren lässt. Das ist so vage und lässt sich in alle Richtungen hin interpretieren.“ Kugelmann sieht gerade keinen Grund, „dass wir optimistisch sein können, dass die Taliban wirklich so viel anders regieren werden, als sie es Ende der Neunziger gemacht haben.“

Videos in Sozialen Netzwerken zeigen Taliban-Gewalt

Afghaninnen und Afghanen teilen in den sozialen Netzwerken Videos, die aus den Regionen stammen sollen, die schon länger unter der Herrschaft der Taliban sind. Darauf zu sehen: Diebe, die öffentlich an den Pranger gestellt werden, mit schwarzbemaltem Gesicht. Es gibt Fotos, auf denen öffentlich Männer an Stricken aufgehängt wurden oder eine Frau in einer Burka, die gesteinigt wird. Von einigen Orten hieß es, dass Mädchenschulen gleich nach der Machtübernahme der Taliban geschlossen wurden. Das soll in den ländlichen Regionen passiert sein.

Und auch die politische Führung der Taliban, die Jahre lang weit weg von Afghanistan, in Doha, beheimatet war, hat sich im Vergleich zu den 90er-Jahren kaum verändert. An der Spitze steht Haibatulla Akhundzada, er war schon der religiöse Berater des Taliban-Gründers Mullah Omar. Er ist der geistliche Führer der Bewegung, kann somit nicht abgesetzt werden. Denn bei aller vorgegebenen Toleranz: Die Taliban pochen darauf, dass sie ihr islamisches Emirat wiedereinführen wollen. Das heißt, sie wollen sich eng an die Scharia halten. Wahlen wären damit ausgeschlossen.

Machtübernahme in Afghanistan: Wer sind die Taliban 2.0?

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Afghanistan zwischen Taliban-Versprechen und Schreckensmeldungen

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Afghanistan ist „sehenden Auges kollabiert“

Auch für den Politikwissenschaftler Carlo Masala von der Universität der Bundeswehr München war der Umsturz durch die Taliban keinesfalls eine Überraschung. Sie hatten laut Schätzungen schon vorher zwischen 40 und 60 Prozent des Territoriums in Afghanistan beherrscht: „Es sind ganz viele Faktoren. Es ist natürlich sozusagen die Schwäche der Armee gewesen. Es ist die Tatsache gewesen, dass sich ranghohe Armeekommandeure gar nicht in Kämpfe reinbegeben haben, sondern sofort geflohen sind, dass die Regierung geflohen ist. Dieser Staat ist ja sozusagen sehenden Auges kollabiert. Es ist nicht nur die Schuld der Armee, sondern wir haben ja auch gesehen, dass die Regierung kein Interesse daran hatte, Afghanistan noch irgendwie zu verteidigen.“

Taliban wollen islamischen Gottesstaat

Zwar versprechen die Taliban jetzt Amnestie und auch Frauenrechte, aber Politikwissenschaftler Masala traut dem nicht: „Es ist eine moderatere Sprache. Aber der Kern ist noch immer der gleiche. Die Taliban, die einen islamischen Gottesstaat in Afghanistan errichten wollen.“ Es werde alles mit dem Vorbehalt der Scharia gesagt. So sagen die Taliban, dass es nur Amputationen, Steinigungen und Hinrichtungen geben werde, wenn es durch Gerichte entschieden werde. Aber über allem stehe die Scharia, das streng islamische Rechtssystem, so Masala.

Schon jetzt wollen tausende Afghanen das Land verlassen. Kommt es zu einer neuen Welle von Geflüchteten? Politikwissenschaftler Masala ist da eher skeptisch: „Also es wird sicherlich Flüchtlingsbewegungen geben, wobei man sagen muss, Pakistan hat die Grenze zu Afghanistan geschlossen, aber diese Flüchtlinge werden sich in der Region bewegen. Also diese plötzliche Idee, dass diese Flüchtlinge im Prinzip von Afghanistan direkt nach Deutschland marschieren werden. Das ist unsinnig, sondern sie werden sich in der Region niederlassen.“

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Afghanistan zwischen Taliban-Versprechen und Schreckensmeldungen

 

Wer sind die Taliban überhaupt?   13 comments

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Das sind ja tolle Aussichten für Afghanistan wenn die Talibans das Ruder in Afghanistan übernehmen. Aber es gibt aber durchaus Leute aus dem Westen, die das toll finden. Hauptsache es geht gegen westliche Werte. Religioten-Werte scheinen für manche besser zu sein. Was ich jedenfalls ganz sicher nicht haben möchte ist ein Gottesstaat. Da gruselt es mich und es stellt mir die Haare auf. Das wollen aber die angeblich „neuen“ Talibans.

Aus Web.de

Die Übersetzung des arabischen Wortes „talib“ gibt einen Hinweis darauf, wo die Taliban ihren Ursprung haben: „Es bedeutet übersetzt so viel wie Schüler oder Lernender“, sagt Afghanistan-Kenner Boris Barschow im Gespräch mit unserer Redaktion. Der Journalist war dreimal als Reservist in Afghanistan im Einsatz.

Anfang der 1990er Jahre sind die Taliban aus pakistanischen Koranschulen hervorgegangen. Dort studierten afghanische Männer, die vor der sowjetischen Besatzung geflohen waren. „Es handelt sich um Gebiete nahe der sogenannten Durand-Linie, die durch paschtunische Stammesgebiete verläuft“, sagt Barschow. Die Durand-Linie bildet die Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan. Nach den britisch-afghanischen Kriegen wurde sie künstlich gezogen. Erstmals in Erscheinung traten die Taliban dann 1994 im Bürgerkrieg in der afghanischen Stadt Khandahar.

Was wollen die Taliban?

„Die Taliban wollen einen islamischen Gottesstaat, so, wie sie ihn auch schon Mitte der 90er versucht haben aufzubauen“, sagt Barschow. Nach den Anschlägen auf das World-Trade-Center in New York, die den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr auslösten, versuchte der Westen 20 Jahre lang, das Land zu demokratisieren.

Die Taliban wollen die Errungenschaften wieder rückgängig machen, streben eine „wahre islamische Herrschaft an“, die einen Ur-Islam aus dem Mittelalter zum Vorbild hat. „Dazu zählt auch die Scharia als Rechtsrahmen“, sagt Barschow.

Scharia als Rechtsrahmen

Die Scharia sieht zum Beispiel Strafen wie Steinigungen und Hand abhacken vor. Die Taliban schreiben strenge Religionsregeln vor: Unter der bislang letzten Herrschaft der Taliban durften Frauen nicht arbeiten und mussten sich vollverschleiern, Männer mussten Bärte tragen, Musik und Fernsehen waren als „weltliche Einflüsse“ verboten.

„Auch jetzt hängen die Afghanen aus Angst Bilder von Frauen ab, Musiker verstecken sich“, sagt Barschow. Politische Ziele haben die Taliban nie detailliert dargelegt. Sie konzentrieren sich jedoch auf Afghanistan und haben zugesagt, keine anderen Länder zu bedrohen.

Wie viele Taliban gibt es und wie sind sie organisiert?

Wie viele Kämpfer und Anhänger die Taliban zählen, ist unklar. Im vergangenen Jahr schätzte der UN-Sicherheitsrat die Zahl der Kämpfer auf bis zu 85.000. „Es gibt verschiedene Strömungen mit mehr oder weniger ideologisierten Kämpfern“, sagt Barschow. Geführt werden die Taliban von islamischen Geistlichen, wobei Mawlawi Haibutullah Achundsada als „Befehlshaber der Gläubigen“ an der Spitze steht.

Der etwa 60-jährige Paschtune zählt zu den Gründungsvätern der Taliban und wurde von seinem Vater zum muslimischen Geistlichen ausgebildet. Als solcher unterrichtete er in der Koranschule in Kandahar. Im nun ausgerufenen Kalifat gilt Achundsada als designiertes Staatsoberhaupt. Mullah Omar, ebenfalls Gründungsvater der Taliban, wurde bei einem US-Drohnenangriff getötet. Dessen Sohn Mullah Jakub steht heute der Militärkommission der Taliban vor und steuert das Netzwerk aus zahlreichen Milizen.

Unterstützung durch Terrornetzwerke

Zu den vier Stellvertretern des Anführers Achundsada zählt Mullah Abdul Ghani Bardar. Er gilt als führender Stratege der Fundamentalisten und steht dem politischen Büro der Taliban in Ktar vor. Auch dem Stellvertreter Siradshuddin Haqqani, der das Haqqani-Terrornetzwerk anführt, wird großer Einfluss nachgesagt.

Die Taliban haben zudem Unterstützung durch weitere terroristische Netzwerke: So hat beispielsweise der Chef des Terrornetzwerkes Al-Kaida, Aiman al-Sawahiri, den Taliban seine Hilfe zugesichert.

Wie haben sich die Taliban in den vergangenen 20 Jahren gewandelt? Sind sie wirklich gemäßigter?

In den vergangenen 20 Jahren haben die Taliban dazugelernt und sind politisch erfahrener geworden. „Sie wollen ihr Image wandeln und moderater auftreten“, sagt Barschow. So haben sie beispielsweise seit mehreren Monaten keine Selbstmordattentate in afghanischen Städten für sich beansprucht. Die Strategie dahinter: Die Taliban wissen, dass sie nicht gegen die Mehrheit der Bevölkerung regieren können und wollen Zivilisten für sich gewinnen.

„Die Taliban haben auch erklärt, sie wollen mehr auf den Schutz der Zivilisten achten und Frauenrechte achten“, sagt Barschow. Regierungsmitgliedern solle Amnestie gewährt werden. Barschow hält das jedoch für ein Fassadenspiel. „Die Taliban sind noch immer sehr brutal und es gibt Berichte, wie sie Zivilisten in Häusern suchen“, sagt Barschow. Er glaubt, die Taliban wollten durch ihr offeneres Auftreten nur eine ruhigere Machtübernahme erreichen.

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Wer sind die Taliban überhaupt?

Die Bibel: Das angeblich „göttliche“ und „heilige“ Wort eines Gottes? (3)   Leave a comment

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Rebloggt von Tierfreund Wolfgang

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glaubst du noch 2

Fortsetzung vom vergangenem Sonntag:

Und außerdem: Welch ein Christ liest schon seine Bibel in der altgriechischen Originalfassung? Wohl kaum, sondern Bibelleser vertrauen stattdessen auf Übersetzungen, die allerdings oftmals nicht das wiedergeben, was in der offiziellen Bibel vorzufinden ist.

Desweiteren gibt es im Alten Testament nachweislich Passagen, die bereits in viel älteren babylonischen Epen vorkommen und von dort übernommen wurden. Auge um Auge und Zahn um Zahn ist beispielsweise eine Passage aus einem Gesetzestext, den man in einer babylonischen Stele mehr als ein halbes Jahrtausend vor dem Leben Moses gefunden hat. Die Sintflut ebenfalls. Schlussfolgerung: Wenn die Bibel Gottes Wort ist, dann war entweder das sündige Babel offenbar weit vor Moses schon göttlich inspiriert, oder aber die Schreiberlinge der Bibel haben von den Babel-Sündern abgeschrieben.

Und letztlich kommen zum Schluss auch noch die besonders „hochintelligenten“ Religionsführer hinzu, die folgendes machen: Aus diesem Sammelsurium einer historisch verfälschten, zusammengestückelten, aus Staatsraison veränderten Textsammlung, predigen uns dann diese sich Religionsführer nennenden Religioten ihre Meinung darüber, welche der unzähligen Regeln aus altem und neuem Testament für ein gottgefälliges Leben jetzt und für immer für alle Menschen verbindlich daraus herauszulesen sind und welche nicht. Sie sagen uns zusätzlich, was aus dieser Bibel dann nur „im Kontext der Zeit“ zu sehen ist, und was heute angeblich noch Gültigkeit hat. Den Rest giessen sie in Rituale, Traditionen, Regeln, Vorschriften und nach diesen sollen alle frommen Schäfchen gefälligst „Gott zum Wohlgefallen“ leben.

Das Endergebnis ist angeblich… „Gottes Wort“!

Wenn das aber tatsächlich so sein sollte, das beim Lesen der Bibel oder auch beim andächtigen Zuhören einer gottesdienstlichen Pfaffen-Predigt ein göttliches Wesen mit mir sprechen sollte, dann gelobe ich, an jenem furchterregenden Ort, an dem es laut biblischen Nonsens nur noch Heulen und Zähneklappern geben wird, einen Besenstiel zu fressen.

Fazit:

Die Kirche wurde nicht durch die Bibel erschaffen, sondern die Bibel wurde durch die Kirche erschaffen. Und weder in der Bibel noch in anderen religiösen und menschenverdummenden Schriften redet irgendein göttliches Wesen mit uns Menschen.

So zahlreich die Widersprüche und Unsinnigkeiten in diesem „Buch der Bücher“ sowie auch in den Büchern und Schriften anderer Religionen sind: Die Vorstellung, das so viele Menschen mit ihren Glaubensgespinsten einem Irrtum verfallen sind, angetrieben von einem Phantasiegebilde und ihren Wunschgedanken, ist geradezu ungeheuerlich.

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Die Bibel: Das angeblich „göttliche“ und „heilige“ Wort eines Gottes? (3)

Die Bibel: Das angeblich „göttliche“ und „heilige“ Wort eines Gottes? (2)   Leave a comment

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glaubst du noch 1

(Fortsetzung vom vergangenem Sonntag …. )

Zumal zwecks kritischer Bibelbetrachtung auch eines nicht vegessen werden darf: Alle Bedingungen des Alten Testaments für den Messias mussten im Neuen Testament dazugedichtet werden. Dazu musste der Text so gestrickt werden, dass alle 25 Prophezeiungen aus dem alten Testament für den kommenden Messias (jungfräuliche Geburt + er steht von den Toten auf + er heisst Immanuel usw) , als „erfüllt“ schöngeschrieben sind. Heraus kommt ein Text, der nur noch zu einem kleinen Prozentsatz mit dem Originalleben von Jesus zu tun hat.

Und auf die schöngefärbte Darstellung der Ur-Christen wurde dann auch noch folgendes aufgepfropft: Stellen wir uns einmal vor, heute würde ein Diktator (z.B. Kim Il Sung) beschließen, dass das Leben eines Mannes, der um 1609 gelebt hat, ab heute neue Staatsreligion für sein diktatorisch geführtes Land wird. Und dieser Diktator hätte die Macht, eine für alle verbindliche „Heilige Schrift“ über diesen Mann zu erstellen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass dieser Diktator die schriftlichen Überlieferungen die es von diesem Mann gibt, so abändert oder ergänzt, dass alles in seine eigene Staatsphilosophie passt.

Und genau das war die Situation beim Konzil im Jahre 325 n. Christus. Das Römische Reich war während dieser Zeit ein gigantischer diktatorischer Machtapparat, der wie jeder Machtapparat alles in seiner Macht erdenkliche versuchte, seine eigene Macht zu zementieren oder auszubauen. Bei diesem Konzil wurde das Christentum Staatsreligion unter Kaiser Konstantin. Und so kann man es auch nicht ausschließen, dass dort Sätze reingenommen wurden, die Jesus so nie gesagt hat.

Einer dieser Sätze ist höchstwahrscheinlich: „Du bist Petrus der Fels, auf diesem Fels will ich meine Kirche bauen„, denn das ist die einzige Rechtfertigung für die Existenz der Kirche. Das musste aus Selbstrechtfertigungsgründen da rein geschrieben werden, sonst hätte die Kirche keine Existenzberechtigung gehabt. Keiner weiß, welche Sätze da noch Jesus in den Mund geschoben worden sind und welche Sätze aus „Staatsraison“ raus gelassen werden mussten. Das war ein Politikum sondergleichen, denn man kann keinen auf Eroberung und Unterdrückung orientierten Machtapparat aufrecht erhalten mit den unverfälschten Grundsätzen eines „Erleuchteten“.

Und somit haben wir im Neuen Testamant einen Text, der nur noch marginal mit dem Originalleben von Jesus zu tun hat. Daraufhin werden von einem machthungrigen Kaiser Texte nach seinem Gutdünken dazu geschrieben und andere rausgestrichen. Und dazu passierte zusätzlich auch noch folgendes: Im Jahr 325 am Konzil zu Nicäa wurde das Christentum die Staats-Religion des römischen Reiches. Doch damals hat man von all den schriftlichen Überlieferungen, die es zum Leben Jesu gegeben hat, offiziell nur diejenigen herausgesucht, von denen man sagte: das widerspiegelt das wahre Leben Jesu. Und somit haben es auch nur die Evangelien von Markus, Matthäus, Lukas und Johannes ins Neue Testament geschafft. Der Rest jedoch wurde verbrannt! Das Verhältnis war ungefähr eins zu 15. Man hatte also fünfzehnmal mehr schriftliche Überlieferungen über das Leben Jesu als in den vier Evangelien stehen.

Veröffentlicht 2. August 2021 von hubert wenzl in Religionskritik

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