Archiv für die Kategorie ‘Tierschutz

Das große Leid hinter der Produktion von Stopfleber (Foie gras)   Leave a comment

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Ich verstehe nicht, warum man nicht auf diese Stopfleber verzichten kann.

Von Peta.de

60 Sekunden über die Qual von Stopfleber – wirst du weiterhin Stopfleber essen?

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Was ist eine „Stopfleber“?

Bei einer sogenannten Stopfleber handelt es sich um die krankhaft vergrößerte „Fettleber“ von Enten und Gänsen. Das Qualprodukt wird erzeugt, indem man die Leber von Gänsen oder Enten mittels Zwangsfütterung („Stopfen“) auf etwa das Zehnfache ihres Normalgewichts anschwellen lässt.

Hauptexporteur (und Konsument) von Foie gras ist Frankreich mit 63 % der weltweiten Produktion, gefolgt von Ungarn, Bulgarien, Spanien und Belgien. Europa ist für 95 % der globalen Stopfleberproduktion verantwortlich (Stand 2016). (1)

In Deutschland ist die Produktion von Foie gras nach Artikel 3 des Tierschutzgesetzes verboten (2), der Import jedoch leider noch geduldet. Immer mehr Sterneköche, Restaurants, Onlineshops und Feinkostgeschäfte passen sich jedoch den Verbraucherwünschen an und setzen auf exquisite Speisen ohne Tierqual.

Das Schicksal der weiblichen Küken

Da männliche Enten, die sogenannten Erpel, eine größere Leber ausbilden, werden in der Stopfleberindustrie alle weiblichen Küken direkt nach der Geburt am Fließband aussortiert und lebend in den Schredder geworfen. Ihr kurzes Leben endet bereits nach wenigen Stunden qualvoll. (3)

Zwangsfütterung und unvorstellbare Qualen

Bei den meisten „Produktionsstätten“ handelt es sich um große Industriehallen. Tausende Vögel sind dort in enge Käfige eingepfercht, in denen sie weder aufstehen noch sich umdrehen oder auch nur die Flügel ausstrecken können.

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Produktion von Stopfleber (Foie gras) / PETA

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Die Zwangsfütterung der Gänse bzw. Enten beginnt im Alter von 8 bis 10 Wochen. Über einen Zeitraum von 12 bis 21 Tagen werden die Vögel „gestopft“. Dabei wird den Tieren jeden Tag ein 50 cm langes Metallrohr gewaltsam in den Hals gestoßen, durch das ihnen 800 bis 1.000 Gramm Maisbrei in den Magen gepumpt wird. Umgerechnet auf den Menschen entspricht das einer Menge von zweimal 7 Kilo Spaghetti am Tag. Dabei schwillt die Leber der Tiere auf das Zehnfache ihres normalen Gewichts an; dies nennt man Fettleber oder Steatosis hepatis.

Nebenwirkungen des Stopfens 

Zu den Nebenwirkungen des Stopfens zählen unter anderem Atemnot, Halsverletzungen, Knochenbrüche, Leberblutungen und Herzversagen. Kurz bevor sie an den Folgen des Stopfens sterben würden, werden die Vögel getötet. Viele erliegen bereits vorher den schweren Verletzungen und Strapazen. Die Sterblichkeitsrate von Tieren auf Stopfleberfarmen ist bis zu 20-mal höher als die der Tiere, die unter normalen Lebensbedingungen aufwachsen. Um sich gegen die zunehmenden Proteste kritischer Verbraucher zu wehren, versuchen viele Produzenten und Vertreiber von Stopfleber, ihren Kunden weiszumachen, dass das Futter den Tieren „in den Hals einmassiert“ wird. Solch ein tierfreundliches Stopfen gibt es jedoch nicht. Auch kommen die Tiere niemals freiwillig zur „Futterquelle“.

Einige Forscher sind der Ansicht, dass Enten und Gänse durch eine künstliche Verkürzung der Sonnenstunden und durch Nahrungsentzug freiwillig dazu gebracht werden können, unnatürlich große Nahrungsmengen zu sich zu nehmen. Doch auch bei diesem Verfahren sterben viele Gänse an den Nebensymptomen der Leberverfettung. So etwas wie tierfreundliche Stopfleber kann und wird es niemals geben.

Heimische Gänse und Enten

Gänse sind sehr soziale Wesen, die in ihrer Herde in bestimmten Hierarchien zusammenleben und gerne „herumtollen“. Sie leben am liebsten monogam, und sowohl die weiblichen als auch die männlichen Tiere kümmern sich um den Nachwuchs. Auch Enten lieben es, zu spielen, zu schwimmen und für ihre Jungen zu sorgen. Weil die meisten Tiere in den Foie-gras-Produktionsstätten in kleinen Käfigen oder in sehr kleinen Gruppen gehalten werden, können sie ihre natürlichen Verhaltensweisen dort niemals ausleben. Heimische Gänse und Enten akzeptieren es im Allgemeinen, von Menschen gefüttert zu werden. Doch Vögel, die zwangsgefüttert werden, „halten sich von Personen fern, die sie füttern wollen … und auch wenn sie nicht in der Lage sind, sich zu bewegen, so versuchen sie doch, zu entkommen“. Auch Enten, die in Käfigen fixiert sind, „wenden ihren Kopf von der Person ab, die sie füttern will“. Deutschland und weitere 15 Mitgliedstaaten der EU verbieten die Produktion von Gänsestopfleber, ebenso die Schweiz, Großbritannien, Australien, Indien und Argentinien. Der Oberste Gerichtshof Israels hat die Produktion von Gänsestopfleber seit 2005 aufgrund der Unvereinbarkeit mit dem Tierschutzgesetz gesetzlich verboten. In Chicago sind die Produktion und der Verkauf von Gänsestopfleber gänzlich verboten. Arnold Schwarzenegger hatte 2012 ein Produktions- und Verkaufsverbot der „Delikatesse“ für Kalifornien unterschrieben, welches im September 2017 endgültig durch ein Gericht bestätigt wurde.

Nationale Verbote von Stopfleber

Deutschland und weitere viele europäische Staaten verbieten die Produktion von Gänsestopfleber, ebenso die Schweiz, Großbritannien, Australien, Indien und Argentinien. Der Oberste Gerichtshof Israels hat die Produktion von Gänsestopfleber seit 2005 aufgrund der Unvereinbarkeit mit dem Tierschutzgesetz gesetzlich verboten. In Chicago sind die Produktion und der Verkauf von Gänsestopfleber gänzlich verboten. Arnold Schwarzenegger hatte 2012 ein Produktions- und Verkaufsverbot der „Delikatesse“ für Kalifornien unterschrieben, welches im September 2017 endgültig durch ein Gericht bestätigt wurde.

Die Produktion verstößt offensichtlich gegen die EU-Richtlinie, die sich mit dem Schutz von Tieren auf Zuchtfarmen befasst.

Die „Produktion“ von Enten- und Gänsestopfleber  verstoßen nach unserer Auffassung und der vieler Juristen bei der Foie-gras-Produktion gegen die EU-Richtlinie 98/58CE, die sich mit dem Schutz von Tieren auf Zuchtfarmen befasst und u a. besagt: „Die Art des Fütterns und Tränkens darf den Tieren keine unnötigen Leiden oder Schäden verursachen.“

Gefahr für den Menschen

Medizinisch gesehen ist eine verfettete Leber (Steatosis hepatis) ein krankhaft verändertes Organ eines gezielt krank gemachten Tieres, welches nach den Hygienevorschriften nicht zum menschlichen Verzehr angeboten werden dürfte. Deshalb haben wir bei etlichen Staatsanwaltschaften bundesweit zahlreiche Anzeigen gegen Sterneköche und Restaurants erstattet, da Foie gras gegen das Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetz sowie gegen die Fleischhygiene-Verordnung verstößt.

Wie das französische Landwirtschaftsministerium im Januar 2008 bekannt gab, wurde in französischer Entenstopfleber das Botulismus (Lebensmittelvergiftung) auslösende Bakterium Clostridium botulinum gefunden. Die Stopfleber stammte von der Firma Montfort. Das Produkt wurde vom Markt genommen, die Hersteller wurden ermahnt.

Nach dem Ausbruch einer Vogelgrippe-Epidemie im November 2015 entschieden sich viele Länder, u.a. Japan, China und Marokko, Foie gras aus Sicherheitsgründen vorerst nicht mehr aus Frankreich zu importieren. Die einbrechenden Exporte führten die Produzenten in eine Krise, die die Regierung mit einem monatelangen Produktionsstopp abzufedern versuchte, anstatt die Produktion konsequenterweise komplett auslaufen zu lassen. Auch 2017 führte die grassierende Vogelgrippe wieder zu Massentötungen von Vögeln in Frankreich und einem Rückgang der dortigen „Produktion“ von Foie gras um 40 %.

Stopfleber ist out

Dass die Sterneküche wunderbar ohne Tierqual auskommen kann, zeigen zahlreiche engagierte Gastronomen und Köche in ganz Deutschland, die auch ohne Foie gras Gourmetküche auf höchstem Niveau anbieten. Selbst in Frankreich lehnen immer mehr Verbraucher das Qualprodukt ab. (16) Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass dieses dunkle Kapitel bald der Vergangenheit angehört. Entdecken Sie die gesunde, vielfältige und leckere pflanzliche Küche!

Was Sie tun können

Fordern Sie Restaurants, Hotels, Onlineshops und Delikatessengeschäfte persönlich oder per Mail dazu auf, den Verkauf von Stopfleber einzustellen und stattdessen vegane Pastete anzubieten. Organisieren Sie Demonstrationen vor Restaurants, Märkten und Hotels, die Stopfleber verkaufen. Kontaktieren Sie uns, um Infomaterial zu bestellen, und melden Sie uns die entsprechende Einrichtung. Unser Veganstart-Programm begleitet Sie kostenlos 30 Tage lang bei Ihrem Start in ein veganes, tierleidfreies Leben!

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Gruß Hubert

Auf der griechischen Urlaubsinsel Santorin werden Esel und Maultiere weiterhin gequält!   Leave a comment

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Von Peta.de

Neue Aufdeckung aus Santorin: Diese Esel und Maultiere werden weiterhin gequält!

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2018 veröffentlichte PETA schockierendes Bildmaterial, das die schlimme Quälerei von Eseln und Maultieren auf der Urlaubsinsel Santorin zeigte. Etwa 100 Esel und Maultiere wurden eingesetzt, um Touristen über eine lange Treppe zur Altstadt von Firá zu tragen. Mehrmals am Tag trieben die Eselführer die Tiere die rutschigen mehr als 500 Stufen hoch und wieder herunter. Eine neue Recherche zeigt auf, dass sich auch ein Jahr danach nichts an der massiven Tierquälerei verändert hat. Trotz internationaler Proteste, Medienberichten und Veröffentlichungen hält die Urlaubsinsel noch immer an ihrer „Tierqualtradition“ fest. Dabei werden die Vierbeiner oft brutal mit Stöcken geschlagen und von unerfahrenen Reitern malträtiert.

Gefährliche Situationen für Mensch und Tier

Viele Touristen kommen als Tagesgäste von Kreuzfahrtschiffen im Hafen am Fuße des Steilhangs an. Hier versuchen Eselführer, die Besucher aufdringlich anzuwerben. Viele Inselgäste wählen dennoch die tierfreundliche Alternative, eine Seilbahn. Andere erklimmen die Treppe lieber zu Fuß. Doch Fußgänger geraten immer wieder in gefährliche Situationen, wenn ihnen die Eseltracks entgegenkommen: Augenzeugen konnten zahlreiche Situationen dokumentieren, in denen Touristen beinahe von den Eseln und Maultieren umgerannt, getreten und heftig zur Seite gedrängt wurden und dadurch in Angst und Panik gerieten. Ein Mann flüchtete sich sogar auf eine Mauer, hinter der es steil und ohne Absicherung bergab ging, um nicht zwischen die Tiere zu geraten. Im Jahr 2015 wurde eine Frau von einem Esel auf der Touristeninsel zu Tode getrampelt. Die meisten Eselführer zeichnen sich durch extreme Rücksichtslosigkeit gegenüber den Nicht-Reitern aus. Auch der Umgangston mit ihren Kunden ist rau.

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Offene Wunden und blutige Verletzungen

Schlecht sitzende Sättel und provisorische Sattelgurte aus Plastikschläuchen scheuern auf der empfindlichen Haut der Esel und Maultiere. Ein Großteil der Tiere weist Hautveränderungen auf – von wunden Stellen bis hin zu offenen, blutigen Verletzungen unter dem Bauch sowie am Schweifansatz. Einige Vierbeiner haben Augenverletzungen. Anderen wurden enge „Maulkörbe“ aufgesetzt, die durch spitze Drahtenden Verletzungsgefahren für Mensch und Tier bergen.

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Anhaltendes Tierleid – kein Wasser, keine Nahrung und nur wenig Schatten

An den Auf- und Abstieg-Stationen gibt es nur für wenige Tiere Schatten. Die meisten stehen in der prallen Sonne – bei Temperaturen von zumeist mehr als 40 Grad. Kurz angebunden sind sie kaum in der Lage, die lästigen Fliegen zu vertreiben. Wasser oder Nahrung bekommen die Equiden während ihres stundenlangen Einsatzes als sogenannte „Eseltaxis“ nicht. Nur zum Schein gibt es oben wie unten jeweils einen einzigen Wasserbehälter, an den die Tiere jedoch nicht gelangen, da die Eimer außerhalb ihrer Reichweite stehen.

Trotz Versprechungen: Gesetze werden weder kontrolliert noch eingehalten

Nachdem PETA im September 2018 eine Kampagne gegen das Leid der Esel und Maultiere auf Santorin gestartet hatte, verabschiedete das griechische Ministerium für ländliche Entwicklung ein neues Gesetz, welches das Leid dieser Tiere verringern sollte. So dürften Touristen mit einem Körpergewicht von über hundert Kilogramm nicht mehr auf den Eseln und Maultieren reiten. PETAs neue Recherche vor Ort zeigt jedoch, dass dies weder eingehalten noch kontrolliert wird. Auch gegen andere Misshandlungen, denen die Tiere ausgesetzt sind, wird seitens der Inselregierung scheinbar nichts unternommen. Somit kann man sagen, dass die Behörden sich nicht ausreichend einsetzen, um die rechtlichen Mindestanforderungen zu erfüllen.

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Was PETA fordert

Um das anhaltende und unveränderte Leid der Esel und Maultiere auf Santorin endlich zu beenden, fordert PETA erneut ein sofortiges Verbot des Reitens der Equiden für Touristen.

Darüber hinaus bittet die Tierschutzorganisation alle Urlauber, nicht auf den Eseln und Maultieren zu reiten. Diese „Tradition“ ist kein Urlaubserlebnis, sondern Tierqual. Es ist an der Zeit, dass in Griechenland neue Gesetze geschaffen werden, um die Tiere zu schützen.

Was Sie tun können

Setzen Sie ein Zeichen, dass Sie als aufmerksame Reisende auf tierfreundliche Umgangsweisen in Ihrem Urlaubsland achten. Bitte unterzeichnen Sie unsere Petition an Makis Voridis, den Agrarminister von Griechenland. Helfen Sie uns mit Ihrer Unterschrift, den Eseln und Maultieren vor Ort zu helfen.

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Auf der griechischen Urlaubsinsel Santorin werden Esel und Maultiere weiterhin gequält!

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Gruß Hubert

 

In Deutschland ist ein Kalb nur noch 8,49 Euro wert   Leave a comment

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Der „normale“ Konsument denkt gar nicht daran mit welchem Leid die Milchindustrie verbunden ist.

Von Peta.de

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Wie viel ist Ihnen Ihr eigenes Leben wert? Oder das Leben Ihres Hundes?

„Unbezahlbar“, würden Sie vielleicht sagen und hätten damit natürlich recht. Man kann ein Leben nicht mit Geld aufwiegen. Unser Leben ist alles, was wir haben. Alles, was wir sind. Ist es da nicht völlig absurd, dass das Leben von Kälbern in diesen Tagen für durchschnittlich 8,49 Euro verkauft wird? Wir möchten wetten, dass sie schon mal mehr für einen Cocktail oder eine Autowäsche hingelegt haben.

Wer trägt die Schuld an diesem Preis-Wahnsinn?

„Das Überangebot an Kälbern ist schuld“, meinen die einen. „Die EU-Verordnung gegen den mehrstündigen Transport von Jungtieren ist schuld“, echauffieren sich die anderen.

Doch die Wurzel dieses Übels liegt viel tiefer. In Wirklichkeit sind nämlich wir Verbraucher die Ursache. Schließlich würde es die ausbeuterische und grausame Milchbranche nicht geben, wenn wir Konsumenten sie nicht unterstützen würden.

Warum ist die Milchbranche das Problem?

Sehen Sie mal: Eine Kuh gibt aus demselben Grund Milch, wie alle anderen Säugetiere auch – um ihre Babys zu stillen. Doch anstatt diese wundervollen Tiere in Frieden zu lassen, entreißen wir der Kuh ihr Neugeborenes und trinken seine Milch selbst.

Die Kälber sind somit die unerwünschten Nebenprodukte in diesem kranken System.

Sie müssen geboren werden, damit die Kuh überhaupt Muttermilch produzieren kann. Daher werden sie entweder zu Kalbfleisch verarbeitet oder selbst zu „Milchmaschinen“ degradiert. Wir Menschen legen sogenannte Milchkühe buchstäblich in Ketten und befruchten sie künstlich. Viele Male müssen sie die Schmerzen einer Geburt durchstehen. Viele Male wird ihnen das Kind entrissen. Durchschnittlich vier bis fünf Jahre später kommen sie in den Schlachthof und werden aufgeschlitzt, weil sie völlig „wertlos“ geworden sind.

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Jedes Glas Milch hat eine Vergangenheit / PETA

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Gruß Hubert

 

Das Höllenleben der Pelztiere   Leave a comment

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Das Deutsches Tierschutzbüro hat eine Undercover-Recherche gemacht und zeigt wie das Höllenleben der Pelztiere in Polen abläuft.

Wir decken das unbeschreibliche Leid der Tiere auf polnischen Pelzfarmen auf: Ein kurzes Leben im Käfig, Enge, Angst und ein grausamer Tod, der auf die Tiere wartet.

Jahrzehntelang haben wir zusammen mit anderen Tierrechtler*innen in Deutschland dafür gekämpft, dass es keine Pelzfarmen mehr gibt – mit Erfolg. Im April dieses Jahres ist die letzte Pelzfarm Deutschlands geschlossen worden. Obwohl es nun keine Pelzfarmen mehr in Deutschland gibt, wird dennoch bundesweit Pelz an Jackenkrägen, Mützen und Accessoires verkauft. Wir sind daher der Frage nachgegangen, woher diese Pelze ursprünglich stammen. Die Spur führte uns bei unserer Recherche ins Nachbarland Polen. Mit über 800 -1000 Pelzfarmen mit insgesamt über 5 Millionen Pelztiere hat sich Polen in den letzten Jahren zu einem der größten Pelzproduzenten Europas entwickelt. Wir dokumentierten in den letzten Wochen die Zustände auf den polnischen Farmen und fanden vor Ort die schlimmsten Zustände vor: Nerze, Marderhunde und Füchse, alle Tiere werden in winzigen Käfigverschlägen gehalten und leiden extrem unter den Bedingungen.

Nerzfarmen mit über 100.000 Tieren sind keine Seltenheit. Solche Farmen sind nicht nur sehr groß, sondern werden auch sehr gut von den Pelzfarmer*innen bewacht und gesichert. Einige Farmen haben hohe Mauern mit Stacheldraht und sogar Wachtürme und Videokameras errichtet, damit niemand hinter die glänzende Fassade der Pelzindustrie schauen kann. Uns ist es dennoch gelungen u.a. mit einer Drohne zu filmen, wie die Tiere in solchen Betrieben leben und vor allem leiden müssen. Neben den riesigen Farmen gibt es aber auch viele kleine, selbst zusammengezimmerte Farmen mit etwa 100-1.000 Tieren. Vor allem in diesen kleinen Farmen haben wir verletzte und kranke Tiere vorgefunden.

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Die Hölle der Pelzproduktion

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Mascha, die kleine Polarfüchsin hatte jedoch unglaubliches Glück, sie wurde nicht getötet und darf leben. Im Rahmen dieser Undercover-Recherche haben wir sie aus einer polnischen Pelzfarm gerettet.

Das Leiden der Tiere auf den Pelzfarmen zu sehen hat mich zutiefst berührt und geschockt. Es ist mir unerklärlich, wie man ein Wildtier in einen Käfig sperren und so leiden lassen kann. Doch ich weiß, nur wir können daran etwas ändern, indem wir keine Pelzprodukte kaufen und Pelzträger*innen über die tierquälerischen Zustände aufklären und diese bitten, keinen Pelz mehr zu kaufen und zu tragen.

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Die Geschichte von Mascha

Mein Name ist Mascha. Dieser Name macht mich einzigartig und bedeutet für mich das Ende meiner Qual und das Geschenk mein Leben zu leben. Geboren wurde ich als eine von so unglaublich vielen Pelztieren in Polen, in einem kleinen Käfig auf einer Pelzfarm. Ich sollte diese Farm eigentlich niemals lebend verlassen, sondern mein kurzes Leben auf einem Gitterboden, ohne Schutz, ohne Wärme, ohne Platz und ohne Zukunft fristen, bis ich groß und fett genug gewesen wäre. Dann hätte man mich durch Elektroden in meinem Anus getötet. Im besten Fall wäre ich wirklich tot gewesen, aber im schlimmsten Fall hätte ich es miterlebt, wie sie mir bei meinem noch pochenden Herzen das Fell über die Ohren gezogen hätten. Mir, einem wilden, edlen und würdevollen Tier, einer Polarfüchsin. Ich bin nun frei, aber mein Herz schlägt für meine Brüder und Schwestern im Geiste. Es sind so viele, die diese unfassbar grausame, menschengemachte Qual ihr Schicksal nennen müssen.

Mascha konnte dir ihre Geschichte nur erzählen, weil wir sie gerettet haben. Auf zwischen 800 und 1.000 sogenannten Pelzfarmen werden in Polen insgesamt über 5 Millionen Füchse, Nerze und Marderhunde in engen Käfigen gehalten und das völlig legal. Nerzfarmen mit über 100.000 Tieren auf einer einzigen Farm sind leider keine Seltenheit. Somit ist das Geburtsland von Mascha neben Finnland und Dänemark einer der größten Pelzproduzenten Europas. Die Felle kommen nach der sogenannten „Ernte“ – so wird es genannt, wenn den Pelztieren die Felle abgezogen werden – auch auf den deutschen Markt. Doch wohin genau und bei welchen Modelabeln sie dann verkauft werden, ist nur in den seltensten Fällen bekannt. Denn die Herkunft der Felle muss in Deutschland in den Jacken und Accessoires leider nicht im Etikett angegeben werden.

 

Veröffentlicht 14. November 2019 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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Tierversuche am Max-Planck-Institut   Leave a comment

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Ivar Aune, ein Norweger, von der „Gesellschaft für Versuchstierkunde“, redet nur Schrott.

Ich sage lieber nichts zu so einem „Mensch“.

Heimliche Aufnahmen: Das Leid von Versuchstieren im Max-Planck-Institut – der stern TV-Talk

Tierversuchen am Max-Planck-Institut | Talk 1 von 2 | stern TV (10.09.2014)

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Video-Text.

Grünen-Politikerin bei stern TV: „Wir brauchen ein Tierschutzgesetz, das das Abwägen von Tierversuchen im Sinne der Tiere ermöglicht“
„Solche Bilder darf es nicht geben. Da läuft etwas falsch“, sagte Grünen-Politikerin Nicole Maisch live bei stern TV zu den Aufnahmen, die ein Tierschützer bei einem Undercover-Einsatz im Max-Planck-Institut gemacht hatte. „Wir haben Bilder gesehen, die dem Gesetz widersprechen“, sagte die Bundestagsabgeordnete zu den mit versteckter Kamera gefilmten Tierversuchen. Denn: Die Affen im Film seien nicht freiwillig auf den Versuchsstuhl gegangen – und das sei verboten.

Es gebe zwar strenge Auflagen für Tierversuche. Aber: „Es ist sehr, sehr schwierig, Tierversuche zu verbieten. Denn sie müssen als Behörde die Plausibilität prüfen, das heißt, ob der Tierversuch notwendig ist“, sagte Maisch – und forderte deshalb im Gespräch mit Steffen Hallaschka: „Wir müssen das Tierschutzgesetz ändern, wir brauchen ein Gesetz, das das echte Abwägen im Sinne der Tiere ermöglicht.“ Außerdem müssten Versuche mit Primaten enden. „Wir sind im 21. Jahrhundert. Da haben wir andere Möglichkeiten. Wir müssen die Köpfe nicht mehr aufsägen, um reinzusehen.“

Ganz anders beurteilte Ivar A. Aune von der Gesellschaft für Versuchstierkunde, GV SOLAS die Bilder: „Der Film zeigt nicht die volle Wahrheit.“ Denn, so Aune, in der Praxis, „werden die Affen so trainiert, dass sie sich langsam daran gewöhnen, in den Stuhl zu gehen.“ Und: „Es gibt Affen, die sehr daran interessiert sind, zu arbeiten.“ Aune gab dem Tierpfleger, der im Film zu sehen war, zudem eine Mitschuld an den aufgedeckten Missständen. Es hätte „keine fachmännische Behandlung der Tiere“ stattgefunden.

Erschütternde Bilder aus den Versuchslaboren

Anlass für das Streitgespräch im stern TV-Studio war ein Bericht über das Leid von Versuchstieren im Max-Planck-Institut in Tübingen. Ein Tierschützer hatte dort sechs Monate lang mit versteckter Kamera gedreht – und erschütternde Bilder mitgebracht. Zu sehen waren Affen mit offenen Wunden, Affen die sich erbrechen oder Anzeichen einer Traumatisierung zeigen – immer wieder wiederholten diese Tiere ein und dieselbe Bewegung.
Der 29-Jährige, der unerkannt bleiben möchte, hatte sich als Pfleger im Institut eingeschleust, um der Öffentlichkeit zu zeigen, wie die Tierversuche ablaufen: In Experimenten wird untersucht, wie die Wahrnehmung und das Gedächtnis in Gehirnen von Affen funktionieren. Deshalb haben viele Affen in dem Institut ein Implantat im Kopf – eine Halterung, um den Kopf bei Versuchen zu fixieren oder eine Kammer, über die ein Zugang zum Gehirn der Affen erfolgen kann.

„Die Wahrheit ist, das Tierversuche eben nicht harmlos und gering beeinträchtigend sind und die Tiere gut kooperieren, sondern die Wahrheit ist, dass die Tiere gebrochen werden, dass die Tiere gequält werden und dass die Tiere natürlich einen grausamen Tod in diesen Einrichtungen sterben“, sagt Friedrich Mülln von der Soko Tierschutz bei stern TV.

In Deutschland ist die Zahl der Versuchstiere seit 2003 deutlich angestiegen, von rund 2,1 auf über 3 Millionen. Einen großen Anteil an dem Anstieg hat die Grundlagenforschung.

 

 

Das Leiden der Nummer 38540   Leave a comment

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Unglaublich diese Rohheit!

Von SZ.de

 

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Die Videos zeigen, wie Kühe im Stall auf dem Hof von Franz Endres über lange Zeit hinweg im Sterben liegen – und lebende Tiere rabiat von einem Ort zum nächsten gebracht werden.

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Ein Großbetrieb im Allgäu verstößt seit Jahren gegen Tierschutzvorschriften. Videos belegen die Misshandlungen durch das Personal. Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber verspricht Aufklärung.

Die Kuh mit der Nummer 38 540 bewegt sich nicht. Die drei Männer versuchen, das Tier mit einem Seil am Kopf nach vorne zu ziehen. Schlagen ihm in die Flanke. Ziehen am Schwanz. Sie wollen das lahme Tier in einen Transporter verladen, was in der Regel nicht erlaubt ist, weil es selbst laufen können muss. Kann es aber nicht.

Einer der Männer lässt sich einen langen, vermutlich spitzen Gegenstand geben, aus der Ferne einem Schraubenzieher oder einer Feile ähnlich. Er blickt sich noch einmal auf dem Hof um, als wüsste er nur selbst zu gut, dass besser niemand beobachten sollte, was an diesem Anhänger gerade vor sich geht. Er beugt die Knie und rammt den Gegenstand in die rechte Flanke des Tieres. Einmal, zweimal. Die Kuh bewegt sich nicht. Viermal, sechsmal. Die Kuh bewegt sich noch immer nicht. Aber wie sollte sie auch?

Es ist der 26. Mai 2019 und das kranke Tier wird bis zu seinem Tod noch mehr als eine Woche leiden.

Ein Hof im Allgäu, satte Wiesen, schmale Landstraßen. Mehr als hundert Kühe leben dort und der Bauer Walter Honold. Er kümmert sich nicht mehr selbst um seine Tiere, sondern hat seinen Hof in Bad Grönenbach an einen anderen Bauern im Ort verpachtet. An Franz Endres, den manche hier nur „Bossenbauer“ nennen und der so viele Kühe besitzt wie sonst kaum ein anderer Milchbauer in Bayern.

Das Geschäft lohnt sich für etliche Bauern nicht mehr, weil der Preis für Milch so niedrig liegt, dass sie nicht einmal ihre Kosten zahlen können – und während die einen aufgeben, werden andere Betriebe wie der von Franz Endres immer größer. 2800 Kühe gehören ihm. In Deutschland besitzt ein Bauer im Schnitt gerade einmal 65 Milchkühe. In Bayern sind es sogar nur um die 40 Tiere. Franz Endres versucht trotzdem das Image eines Familienbetriebes zu wahren. Vor ein paar Jahren sagte er in einem Interview: „Wir sind ein Familienbetrieb in der zehnten Generation – ein Familienbetrieb mit Lohnarbeitskräften.“

Der Familienbetrieb allerdings geht mit seinem Vieh nicht so um, wie man sich das ausgerechnet von solch einem Betrieb erwarten würde. Das zeigen umfassende Aufnahmen aus den Ställen, die der Süddeutschen Zeitung sowie den ARD-Politikmagazinen „Report Mainz“ und „Fakt“ von der Tierrechtsorganisation Soko Tierschutz übergeben wurden. Die Videos belegen, wie einer der größten bayerischen Milchbauern auf seinem Hof seine Tiere quält und sie tagelang leiden lässt – und das, obwohl Behörden den Betrieb regelmäßig kontrollieren.

Die Aufnahmen erstrecken sich über einen Zeitraum von knapp vier Wochen, von Ende Mai bis Ende Juni dieses Jahres. Sie zeigen, wie die Männer die Kuh mit der Nummer 38 540 mit Gewalt in den Anhänger bringen. Der Mann, der die Kuh mit dem langen Gegenstand malträtiert, ist Martin Endres. Der Sohn des Bauern. Er müsste eigentlich wissen, dass verletzte Tiere nach der europäischen Verordnung über den Schutz von Tieren beim Transport nur in Ausnahmefällen verladen werden dürfen. Zum Beispiel, um sie zum Tierarzt zu bringen. Auf keinen Fall aber, wenn sie sich nicht ohne Schmerzen oder ohne Hilfe bewegen können. „Man darf keine Kuh mit Gewalt auf einen Hänger verbringen“, sagt Frigga Wirths von der Akademie für Tierschutz des Deutschen Tierschutzbundes. Martin Endres und seine Männer verladen die Kuh dennoch.

Minuten nach dem Schuss hebt das Tier noch immer seinen Schwanz

Die Aufnahmen führen einen dann in den Haupthof der Familie Endres nur wenige Kilometer weiter. Aus der Ferne wirken die großen Ställe auf dem Hof in mitten der vielen Wiesen wie eine sonderbare Insel – und von außen kann niemand erahnen, was auf dieser Insel vor sich geht. Das Personal fügt den Tieren Schmerzen zu, reißt die Kühe am Schwanz und an den Ohren und tritt sie mit den Füßen. Die Kühe werden wie leblose Gegenstände von einem Ort zum nächsten geschleift, mit Hilfe von Hüftklammern und Traktoren. Auf einem der Videos ist zu sehen, wie eine Kuh mit zusammengebundenen Beinen an einer Baggerschaufel mit dem Kopf nach unten über ein Gitter gezogen wird. Mit einem Knall schlägt der Kopf auf den Boden auf.

Das Veterinäramt Unterallgäu gibt auf Nachfrage an, dass der Behörde zwei ähnliche Fälle bekannt und zur Anzeige gebracht worden seien. Weder Franz Endres noch Martin Endres wollen sich bislang zu den Vorfällen äußern. Auch die Frage, warum kranke Tiere so lange leiden müssen, bleibt von ihnen unbeantwortet.

Die Bauern sammeln ihre kranken Tiere in einem abgetrennten Bereich eines großen Stalls, was erst einmal noch nicht ungewöhnlich ist. Eine Krankenstation ist dazu da, um Tiere zu pflegen, damit sie sich wieder erholen. Doch Pflege bekommen sie in diesem Stall kaum. Die Aufnahmen zeigen die Kuh mit der Nummer 38 540 auf dem Boden, fast eine Woche, nachdem die Männer sie in den Anhänger geladen haben. Das Tier liegt im Stroh und atmet heftig. Hinter ihm noch eine Kuh, die wie erschlagen auf der Seite liegt, alle Beine von sich gestreckt. Den Kopf nach oben gereckt, die Augen verdreht. Das Tier wird später tot abgeholt werden, während die Kuh mit der Nummer 38 540 noch immer im Stall liegt und versucht, nach vorne zu robben. Versucht auf die Beine zu kommen. Vergeblich.

Die Aufnahmen zeigen den Stall am Tag und in der Nacht. Sie zeigen stark abgemagerte Kühe. Kühe mit offenen Wunden. Kühe, die im Sterben liegen. Auf den Videos ist zu sehen, dass der Familienbetrieb Endres seine Tiere länger leiden lässt, als nötig wäre und vor allem als erlaubt ist. Denn wenn ein Tier so krank ist, dass es sich nicht mehr von alleine fortbewegen kann und keine Chance auf Heilung besteht, muss der Tierarzt kommen, muss die Kuh noch vor Ort eingeschläfert werden. Wenn es sich um leichte, frische Verletzungen handelt, ist es auch erlaubt, das Tier notzuschlachten. Doch in dem Stall von Franz Endres warten Tiere manchmal mehrere Tage auf ihr Ende – und selbst dann leiden sie noch.

Auf einem der Videos ist zu sehen, wie ein Mann im Krankenstall eine Kuh mit einem Bolzenschuss betäubt. Ein solcher Schuss zielt auf das Gehirn des Tieres. Die Kuh ist dadurch allerdings nicht zwingend tot. Es braucht noch einen Schnitt durch die Kehle, das Tier muss ausbluten. Nur dann kann man sich des Todes sicher sein. Doch der Mann auf dem Video durchtrennt die Kehle nicht. Er lässt die Kuh nach dem Schuss liegen und Minuten danach hebt das Tier noch immer seinen Schwanz. „Das Tier ist offensichtlich nicht fachgerecht betäubt. Es reagiert ja noch. Das verstößt eindeutig gegen die bestehenden Gesetze“, sagt der Tiermediziner Holger Martens, emeritierter Professor der Freien Universität Berlin, der sich mehrere Szenen für ARD und SZ angesehen hat.

Von

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Das Leiden der Nummer 38540

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 8. November 2019 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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Forced Swim Test: Schwimmen bis zum ertrinken   Leave a comment

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Was soll dieser unsinnige und grausame Tierversuch, schwimmen bis zum ertrinken, bringen, um Depression besser heilen zu können? Eine weitere Version menschlicher Perversität.

Von Peta.de

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Forced Swim Test: Tiere zum Schwimmen gezwungen

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Was ist der Forced Swim Test?

Der sogenannte „Forced Swim Test“ (erzwungener Schwimmtest) ist ein weit verbreiteter – jedoch völlig nutzloser – Tierversuch. Experimentatoren setzen Mäuse, Ratten, Meerschweinchen, Hamster oder Rennmäuse in ein mit Wasser gefülltes Behältnis, aus dem sie nicht entkommen können. Die Tiere bekommen Panik und versuchen, an den Seiten des Behälters herauszuklettern. Manche tauchen sogar und suchen weiter unten nach einem Ausgang. Sie paddeln wie wild, um ihren Kopf irgendwie über Wasser zu halten. Irgendwann treiben sie nur noch.

Fordern Sie die Pharmakonzerne auf, keine wehrlosen Tiere mehr dem „Forced Swim Test“ auszusetzen!

Die Pharmakonzerne Bristol-Myers Squibb und Eli Lilly führen aktuell diesen völlig veralteten Schwimmtest durch. Fordern Sie die Unternehmen mit Ihrer Nachricht dazu auf, die grausamen und nutzlosen Versuche nie wieder durchzuführen oder zu finanzieren.

Wissenschaftler kritisieren den Forced Swim Test

Dieser Test wird auf die eine oder andere Art schon mindestens seit den 50er-Jahren durchgeführt. Damals hatte ein berüchtigter Experimentator der Johns Hopkins University, Curt Richter, Ratten gezwungen, in Wasserzylindern zu schwimmen, bis sie ertranken. Populär gemacht hat den Versuch 1977 Roger Porsolt, der ihn den „Verhaltenstest über Hoffnungslosigkeit“ nannte. Porsolt fand heraus, dass Ratten, denen man Antidepressiva für den Menschen verabreicht hatte, länger um ihr Überleben kämpften und schwammen als andere Ratten. Er schloss daraus, dass sich Tiere, die nur über einen kürzeren Zeitraum schwammen, in einem Stadium der „Hoffnungslosigkeit“ befänden. Andere Wissenschaftler haben den Versuch jedoch stark kritisiert. Sie sehen in dem hilflosen Treibenlassen kein Anzeichen für Hoffnungslosigkeit, sondern einen positiven Lerneffekt, ein Einsparen verfügbarer Energie und die Anpassung an eine neue Umgebung.

Forced Swim Tests werden immer noch durchgeführt

Auch heute, 40 Jahre später, werden Tiere in Universitäts- und Pharmalaboren weiterhin unter Medikamenteneinfluss gesetzt und in Wasserzylinder geworfen, nur damit Experimentatoren verzeichnen können, wie lange sie gegen das Ertrinken ankämpfen. Doch immer mehr Unternehmen sprechen sich gegen den Forced Swim Test aus.

Keine verlässliche Vorhersage

Der Forced Swim Test kann nicht verlässlich vorhersagen, ob ein Medikament als Antidepressivum beim Menschen funktioniert. Er generiert positive Ergebnisse bei Präparaten, die bei Menschen nicht als Antidepressiva gelten (z. B. Koffein), und negative bei als Antidepressiva zugelassenen Wirkstoffen. Und was noch entscheidender ist: Wirkstoffe, die beim Menschen funktionieren könnten, werden möglicherweise ausgeschlossen.

Um es kurz zu machen: Der Forced Swim Test ist schlichtweg schlechte Wissenschaft. Mit diesen Versuchen werden Tiere in Panik versetzt, und die Entwicklung neuer, effektiver Behandlungsmethoden wird verzögert.

Was Sie tun können

Bitte unterzeichnen Sie diese Petition und helfen Sie uns, den grausamen „Forced Swim Test“ zu stoppen.

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Forced Swim Test: Schwimmen bis zum ertrinken

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Gruß Hubert