Archiv für die Kategorie ‘Tierschutz

Mit Waffen und vorsätzlich   Leave a comment

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Bei Menschen nennt man es Mord, bei Tieren töten. Morden tut man nur Menschen.

„Doch wo ist der Unterschied zwischen dem, was hier geschieht oder anderswo, unter den Menschen?
Beides geschieht vorsätzlich und mit Waffen, die für den Tod erschaffen wurden.
Bis in die frühen Morgenstunden passieren schaukelnde Gefängnisse die Einfahrt
des Münchner Schlachthofes.
Bis in die späten Morgenstunden dauert das Morden.
Hinter einer Mauer, dort, wo das Grauen geschieht, hört man ihre Schreie noch bei Sonnenaufgang.“

 

Mit Waffen und vorsätzlich

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Schreie.
Wie die von Kindern, wenn sie vollkommen außer sich sind.
Am Himmel tobt ein Unwetter.
Es donnert und Blitze schießen durch die hereinbrechende Nacht.
Sie fürchten sich zu Tode.
Nicht vor dem Gewitter.
Sie fürchten sich vor dem Tod.
Vor dem Grauen und dem Geruch voller Qual derer, die den Weg vorangingen.
Ihre Schreie sind markerschütternd.
Diese Stadt beginnt zu schlafen, tief senkt sich die Nacht herab.
Und mit der Dunkelheit beginnt das Morden – mitten in der Stadt.
Die Menschen nennen es Töten, denn morden tun sie nur ihresgleichen.
Mit Waffen und vorsätzlich – das ist Mord.
Doch wo ist der Unterschied zwischen dem, was hier geschieht oder anderswo, unter den Menschen?
Beides geschieht vorsätzlich und mit Waffen, die für den Tod erschaffen wurden.
Bis in die frühen Morgenstunden passieren schaukelnde Gefängnisse die Einfahrt
des Münchner Schlachthofes.
Bis in die späten Morgenstunden dauert das Morden.
Hinter einer Mauer, dort, wo das Grauen geschieht, hört man ihre Schreie noch bei Sonnenaufgang.
Sie wechseln sich ab mit dem Geräusch der Kreissäge, das der Wind ganz deutlich über diese Mauern aus braunen Ziegelsteinen trägt.
Als Bündel voller Angst sind sie in den Schlachthof gekommen – als bleiche, schlaffe Bündel, schaukelnd und in zwei Hälften zerteilt, an einem Haken hängend, verlassen sie diesen Ort des Grauens.
Das Unfassbare, das Schreckliche, für immer eingefangen in ihren leblosen Augen, für immer eingebrannt in ihr Fleisch.
Manche Schweine mussten ihren Tod bei vollem Bewusstsein erleben.
Ihre kindlichen Schreie haben das Herz ihrer Henker nicht erbarmt.

Der heranbrechende Morgen wird von einem heißen Sommertag verdrängt.
Die ersten Transporter mit den Rindern sind schon eingefahren.
Gestank der Angst, dunkler Kot, der über silbernes Metall rinnt und sich festklebt.
Schräg gegenüber sind die großen Waschanlagen, dort werden die Spuren der Angst beseitigt.
Noch lange bevor der Kopfschlächter zum Stich ansetzt.
In den Treibgassen stehen sie.
Und später dann, ab Mittag, in der sengenden Hitze, wartend auf ihren Tod in den fahrbaren Gefängnissen, bevor sie entladen werden.
Hilflos – ihre Blicke sind so unendlich hilflos.
Doch selbst jetzt spiegelt sich auch die Sanftmut in ihren Augen.
Sie stehen in scheinbar endlosen Reihen, eines nach dem anderen.
Oft müssen sie lange warten.
Es muss schrecklich sein, auf den Tod zu warten.
Dafür gibt es keine Worte.
Auch sie spüren das Grauen.
Sie rufen so verzweifelt, immer und immer wieder.
Auch ihre Hilfeschreie trägt der Wind über die Mauern aus braunen Ziegelsteinen – weit in die Stadt hinein, bis sie nur noch ein Flüstern sind.
Die Menschen hören beides nicht – nicht das Flüstern und nicht die Rufe voller Angst.
Ihre Ohren sind taub und ihre Herzen blind.
Ich sehe ein Rind, das in der Treibgasse ganz vorne steht, genau vor dem Eingang des Todes.
Es bewegt seinen Kopf ganz leicht nach links, in einer Geste vollkommener Hilflosigkeit. Als würde es ein letztes Mal auf das Leben schauen, das es jetzt für immer hinter sich lässt.
Es gibt keinen Ausweg. Hinter ihm stehen seine Artgenossen und irgendwo hinter ihnen ist eine Eisenstange, die jegliche Flucht unmöglich macht.

 

(c) Bild: Angelika Wohlfahrt
(c) Bild: Angelika Wohlfahrt

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Es ist dieses Bild und es sind ihre Rufe und die kindlichen Schreie der Schweine, die sich bei der zehnten Mahnwache am Münchner Schlachthof in meine Seele eingebrannt haben.

Jeder kann dieses Grauen, das Tag für Tag, Stunde um Stunde, Minute für Minute und in jeder einzelnen Sekunde auf dieser Erde geschieht, verhindern.
Jeder, der weiter Tiere isst, trägt Verantwortung für diese Tragödie.
Es ist eine der größten Tragödien in der Weltgeschichte.
Doch kein Schulbuch berichtet davon und keine Armee rückt zur Befreiung der Tiere an.

Es sind ja nur Tiere …
Tiere tötet man …
Ermordet wird nur der Mensch …

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Mit Waffen und vorsätzlich

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Gruß Hubert

Ein Leben für den Menschenbauch   Leave a comment

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Ein vermeidbarer Tod

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Ein letztes Mal ist der Wind in spielerischem Tanz über dein Fell gestrichen.
An einem vergessenen Ort, jenseits einer lachenden Welt,
die das Leben feiert und deinen Tod verdrängt.

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Doch der Wind trägt dein angsterfülltes Rufen über einen Stacheldrahtzaun,
der eine willkürlich schmerzvolle Linie zwischen Leben und Tod zieht.
Und später wird er der Bote sein, der dein Ende verkündet –
mit dem Geruch der Todesangst und deines zerfallenden Körpers.

Was hast du gefühlt, als du dort gestanden bist, während das Sonnenlicht ein letztes Mal auf dein dürftig gelebtes Leben fiel?
Und als es schwand, während du barsch einer ungewissen Dunkelheit entgegen getrieben wurdest?
Dieses Leben, das dir vom Menschen als Bürde auferlegt wurde, um unter seiner Herrschaft dein Dasein zu fristen.
Was bedeutete dein letzter Ruf?
Oder dein Schweigen, als das wissende Entsetzen von jeder Faser deines Körpers Besitz ergriff?
Ich kann nur ahnend fühlen, was mir unfassbar erscheint.
Dein vermeidbarer Tod, vollstreckt durch Menschenhand –
dein Band des Lebens für immer zerrissen in einem Flügelschlag der Zeit.

Später sehe ich dich aus der Ferne ein letztes Mal.
Nicht wollend, nicht wissend und schmerzhaft zufällig.
Kopfüber, hängend, noch ganz, eingehüllt in dein braungeflecktes Fell –
doch dein Lebensatem gänzlich entschwunden.

Mit deinen geschlossenen Augen siehst du aus, als würdest du friedlich schlafen.
Doch ich weiß, es ist nur hohler Schein, verzerrt im Kaleidoskop der Distanz.
Das unaussprechliche Grauen deiner letzen Augenblicke bleibt trauervoll verborgen unter deinen Lidern.
Dieser Moment, als du nicht mehr ahntest, sondern wusstest, weil der Bruder vor dir leblos zusammensank.
Ich trage dieses letzte Bild von dir in meinem Herzen.
Deine Schönheit und deine Sanftmut.
Dein Leid und deine Trauer.
Deine Verzweiflung und deine Ergebenheit.
Dein Leben und deinen Tod.

***

Anlässlich der fünften Mahnwache am Schlachthof in Buchloe am 30.06.2017 im Rahmen des zehnten Mahnwachenaktionstages “Ein Licht der Hoffnung” – Mahnwachen vor Schlachthäusern.
R.I.P.

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Von Daniela Böhm

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 23. Mai 2019 von hubwen in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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Du und ich   Leave a comment

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38879181 – young pig on a spring green grass

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Abends brennt ein Licht für dich.
Ich weiß, was diese Nacht für dich bedeutet.
Sie wird kurz sein, deine Nacht, und doch
so lange und qualvoll, wie keine zuvor.
Wenn ich die Kerze für dich anzünde,
bist du schon auf dem Weg zu jenem dunklen Ort,
an dem der Tod mit seinen blutigen Händen wartet.
Wenn dein schaukelndes Gefängnis zum Stehen kommt,
wirst du es ahnen.
Und wenn dich die barschen Rufe und Stöcke aus ihm heraustreiben,
wirst du es fühlend wissen.

Ich streichle meinen Hund und denke an dich.
Bist du schon in jenem Raum,
den sie Ruheraum nennen?
Zusammengepfercht mit den anderen,
die du nicht kennst, aber mit denen du das gleiche Schicksal teilst.
Wer hat dich je gestreichelt?
Ein liebevolles Wort gesagt?
Wer hat das Wunder des Lebens in dir gesehen?
Jenes Wunder, das sich auch jetzt noch in
in deinen angsterfüllten Augen spiegelt.
An einem Ort, an dem der Tod dieses Wunder tausendfach entreißt.

Was, wenn es mein letzter Tag wäre?
Ich könnte noch einmal über die Wiesen laufen
und die Schönheit dieser Erde bewundern.
Ich könnte dankbar auf mein Leben zurückblicken –
aber du …?
Worauf blickst du zurück?
Wofür könntest du dankbar sein?
Für ein Leben voller Qual, Enge und Langeweile?
Ein kurzes Leben, das keines war?
Von dem du nur eine flüchtige Ahnung hattest,
als der Wind den verheißungsvollen Duft
von Freiheit durch die kleinen Öffnungen jenes Gefährts trug,
das dich deinem besiegelten Schicksal entgegenfuhr.

Du und ich …
wir sind nicht so verschieden.
Der Wunsch nach einem glücklichen Leben
und dieser Lebensfunke, der allen Wesen innewohnt,
ist das unsichtbare Band, welches uns verbindet.
Nur unsere Form ist eine andere, unsere Ausdrucksweise,
unsere Sprache, unsere Vorlieben und Abneigungen.
Und der Verstand, dessen sich die Menschen so gerne rühmen
– mit dem sie trennen, unterscheiden, verurteilen
und richten.

Auch dich, der du zum Tode verurteilt bist,
weil du anders bist und aussiehst, als sie.
Deine Richter haben die Waffen geschmiedet
und den Teufel erfunden,
und verstehen dabei noch immer nicht,
dass sie die Hölle auf Erden erschaffen.
Kein Gott oder Teufel ist für irgendetwas verantwortlich.

Was kann ich anderes tun, als dir einen schnellen und gnädigen Tod zu wünschen,
und dir zu sagen, dass es Menschen gibt, denen du nicht gleichgültig bist?
Die sich für dich einsetzen und versuchen, andere davon zu überzeugen,
dass jedes Leben kostbar ist, auch das deine.
In Gedanken schicke ich dir ein Licht der Liebe,
und ein Regenbogenherz, das für dich leuchtet und deine Angst lindert.
Doch ich weiß, es ist nur ein verzweifelter und und kindlicher Wunsch,
dass es dich auf deinem dunklen Weg erreicht.
Es ist spät in der Nacht, bevor ich mich schlafen lege,
und ich denke für heute ein letztes Mal an dich.
Du und ich …
Ich darf weiterleben, weil ich ein „Mensch“ bin.
Das ist nicht gerecht.
Denn dich und mich eint das Band des Lebens.

In Gedenken an die getöteten Schweine im Münchner Schlachthof, denen ihr Leben tief in der Nacht entrissen wird. Während München schläft, findet an diesem Ort, mitten in der Stadt, ein unsagbares Grauen statt.
R.I.P all ihr unschuldigen Seelen.

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Von Daniela Böhm

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Du und ich

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Gruß Hubert

 

 

Veröffentlicht 21. Mai 2019 von hubwen in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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Folter, von der Tiere nur träumen können   Leave a comment

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Helmut F. Kaplan

So schrecklich die Foltermethoden der Bush-Administration, über die jetzt überall berichtet wird, sind – Tiere können von solcher Folter nur träumen: Diese Folter-Anleitungen erlauben „jede Behandlung, die keine bleibenden Schäden hinterlässt, keine Knochen bricht und keinen Verdächtigen umbringt“ (Die Zeit, 18, 2009, S. 9). Für Tiere in der Massentierhaltung und in Versuchslabors bedeuteten solche Bestimmungen eine immense Verbesserung ihrer Lebensqualität!

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Folter, von der Tiere nur träumen können

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Hier eine andere Folter mit Mäusen. Nur Bestien unter Menschen können solche Versuche machen. Die Versuche werden gemacht, weil man zum Beispiel mehr über Depressionen erfahren möchte. Unsinniger und grausamer geht es nicht.
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PETA Reveals Government-Sponsored Terrorism

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Gruß Hubert

Abschied von einer Illusion   Leave a comment

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Da hat Helmut F. Kaplan leider wohl recht. Information beendet nicht Grausamkeit gegenüber Tieren.

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Es besteht die weitverbreitete Auffassung, daß man die Menschen nur hinreichend über den grausamen Umgang mit Tieren zu informieren bräuchte, um diesem auch ein Ende bereiten zu können. In diesem Zusammenhang wird oft die Forderung nach „gläsernen Schlachthausmauern“ erhoben. Gewiß würden solche „durchsichtigen Schlachthäuser“ einige, vielleicht sogar viele Menschen zu Vegetariern machen. Aber mit Sicherheit bei weitem nicht alle.

Deshalb ist es an der Zeit, sich von der Illusion zu verabschieden, allein die hinreichende Berichterstattung über das Grauen könnte dieses auch schon beenden. Denn die Erfahrung spricht eine ganz andere Sprache, und ich werde gleich drei Beispiele dafür bringen. Zuvor aber noch eine grundsätzliche Bemerkung:

Mit der Aussage „Vielen Menschen ist es schlicht egal, wie Tiere behandelt werden, Hauptsache, sie bekommen weiter ihr geliebtes Fleisch“ macht man sich als Tierrechtler bestimmt nicht besonders beliebt. Gleich ist man mit stereotypen Vorwürfen konfrontiert wie: Das sind halt extremistische Außenseiter mit total negativem Menschenbild. Denen sind die Tiere wichtiger als die Menschen. Die sollten sich lieber um Kinder kümmern. Und so weiter.

Aber: DASS es vielen Menschen letztlich gleichgültig ist, wie Tiere behandelt werden, ist schlicht die einzig rationale Schlußfolgerung, die sich aus der Realität ergibt. Und wer die Welt verändern will, muß zuerst einmal die Wirklichkeit, wie sie ist, wahrnehmen und akzeptieren.

Traurige Wahrheit

Nun zu Belegen dafür, daß Wissen alleine noch zu keinen substantiellen Verbesserungen für die Tiere führt:

1) Im Sommer 2004 ging folgende Meldung durch die Medien: Gestreßte Schafe werden durch Bilder mit Schafsgesichtern beruhigt. „Für das Experiment“, erfahren wir aus dem „Spiegel“ (Nr. 36, 2004), „sperrten die Wissenschaftler einzelne Schafe in kleine Ställe. Dabei wurden Pulsfrequenz und Hirnaktivität gemessen. Die eingepferchten Schafe wurden unruhig, blökten protestierend, ihre Pulsfrequenz stieg an, und sie bildeten deutlich mehr Stresshormone als normalerweise. ( … ) Sobald die Wissenschaftler aber Fotos von Schafsgsichtern aufhängten, beruhigten sich die Tiere.“

Nun ist dies im Vergleich zu dem, was man Tieren ansonsten antut, extrem harmlos (wenngleich es nichts anderes als Isolationsfolter ist), aber dennoch zeigt sich auch hier, Wissen alleine bewirkt wenig im Hinblick auf eine Verbesserung der Lebenssituation der Tiere: Korrekt und ungerührt berichten die „Salzburger Nachrichten“ (vom 27.8.2004), daß durch das Aufhängen eines Schaf-Fotos im Stall Schafe über die Trennung von ihrer Herde hinwegtröstet würden und alleingelassene Tiere weniger getreßt seien. Auf die Idee, die Tiere jetzt, wo man genau weiß, wie sehr sie darunter leiden, nicht von ihrer Herde zu trennen und nicht alleine zu lassen, kommt also niemand!

2) In Salzburg wird für „Tauern Lamm Spezialitäten“ mit einem Lamm-Bild geworben, das den jugendlich-kindlichen Gesichtsausdruck dieser Tiere nicht nur nicht verleugnet, sondern sogar noch besonders betont. Das Bild könnte genausogut zur Werbung für Ostersachen in einem Spielwarengeschäft verwendet werden. Es stört also offensichtlich weder die Produzenten noch die Konsumenten, dauernd daran erinnert zu werden, daß hier unschuldige Tierkinder am laufenden Band allein für Profit- und Genußzwecke ermordet werden. Deutlicher und anschaulicher könnten die grausamen Fakten also kaum präsentiert werden – und dennoch ändert dies nichts am Verhalten der Menschen!

3) Die folgende Meldung (aus den „Salzburger Nachrichten“ vom 1.7.2004) ist so ungeheuerlich, daß einem ihre schauerliche und maßlose Unmoral erst nach wiederholtem Lesen bewußt wird:

„’Die Bauern könnten Teil eines Therapienetzwerkes werden‘: Oberösterreichs Agrarlandesrat Josef Stockinger (VP) sieht eine neue Einnahmequelle für Landwirte. In Zukunft sollen verstärkt Nutztiere wie Rinder, Schweine und Ziegen in der tiergestützten Pädagogik und Therapie eingesetzt werden. ( … ) Seit April 2004 werden acht Kinder mit sozialen Schwierigkeiten nach schweren Schicksalsschlägen mit Hilfe von Kälbern, Kühen, Ferkeln und Schweinen therapiert.“

Eine weitere Steigerung abgründiger Gemeinheit und Unmoral im Umgang mit Tieren ist schwer vorstellbar: Da werden die Tiere zuerst von spezialisierten Psychologen zu einfühlsamem Kuschelverhalten konditioniert, um anschließend von brutalen Hilfsarbeitern ins Schlachthaus geprügelt und dort von entmenschlichten Schlächtern bei lebendigem Leibe zerstückelt zu werden!

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Abschied von einer Illusion

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Gruß Hubert

Tierrechtsbewegung und Radikalität   Leave a comment

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Daniela Böhm erklärt Radikalität in Bezug auf Tiere gut, finde ich.

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Der Begriff der Radikalität hat heutzutage gerade in der Tierrechtsbewegung einen negativen Beigeschmack. Bei näherer Betrachtung seiner eigentlichen Bedeutung ist dies allerdings unbegründet. Es war damals vor allem die bürgerliche Linke, die im neunzehnten Jahrhundert in der Freiheits- und Demokratiebewegung einen grundlegenden gesellschaftlichen und politischen Wandel anstrebte und sich radikal für ihn einsetzte; aus dieser Zeit stammt das Wort in seiner heutigen Bedeutung. Sieben Buchstaben, deren eigentliche Aussage eine richtige und wichtige Forderung beinhaltet. Radikal leitet sich vom lateinischen Wort radix ab, die Wurzel. Es bezeichnet das Bestreben nach einer durchgreifenden Veränderung, etwas an der Wurzel anzupacken. Sichtbare Probleme müssen in ihrer Tiefe erforscht und verändert werden, denn nur dort kann der wirkliche Wandel eines verbesserungswürdigen Zustandes herbeigeführt werden.
Die negative Interpretation der Radikalität hat in bestimmten Fällen mit dem jeweilig herrschenden System zu tun, welches keinen grundlegenden Wandel wünscht, weil es seine Macht um jeden Preis behalten will. Auf die Tierrechtsbewegung bezogen ist es eine mächtige kapitalistische Lobby, die hinter dem politischen System steht und sich nichts weniger wünscht als ein Ende der Tierausbeutung. Was könnte da näherliegen, als die Negativität eines Begriffes zu schüren, auch wenn es dieser per se überhaupt nicht ist? 1975 wurde das Wort Radikalismus von den Staatsschutzbehörden in Deutschland offiziell durch das Wort Extremismus ersetzt, doch ein düsterer Schatten haftet diesem Wort immer noch an.

In die Augen eines kleinen Wesens zu blicken und in diesem Moment sein Leid zu fühlen und das zukünftige Schicksal wie einen Film vor dem inneren Auge zu sehen, kann nur einen Zustand der Trauer hervorrufen. Trauer gibt es nicht halb, sie ist immer ganz, ein geschlossener Kreis, sie ist total. Dieser Trauer kann nur der Wunsch nach einer radikalen Veränderung folgen. Sie treibt die Tierrechtsbewegung in ihrer Tiefe voran. Diese Trauer kommt vor dem verzweifelten Bemühen, etwas grundlegend zu verändern und die Wurzeln für das immense und vielfältige Leid der Tiere aus dem verkrusteten Boden versteinerter Ideologien und menschgemachter Rechtfertigungen herauszureißen. Trauer und Radikalität gehen hier Hand in Hand. Beide gibt es nur zu hundert Prozent.

Waren Martin Luther King und Gandhi in ihrem Kampf für Gleichheit und Freiheit radikal? Wie hätten sie es nicht sein können? Beide haben sich bedingungslos für etwas eingesetzt und beide mussten dafür ihr Leben lassen. Doch diese zwei Menschen haben tatsächlich das Fundament für einen grundlegenden Wandel gelegt. Und sie konnten nur radikal in ihren Bestrebungen für eine bessere Welt sein, auch wenn sie es auf eine friedliche Art und Weise taten. Nicht halb oder dreiviertel. Nicht nur ein bisschen Freiheit von der englischen Herrschaft in Indien, nicht nur ein klein wenig Gleichheit für Menschen mit einer dunklen Hautfarbe. Ihre Bemühungen waren ausschließlich, ein geschlossener Kreis, von dem man nichts wegnehmen konnte. Auch die Tierrechtsbewegung kann vom Grundsatz her nur radikal sein. Ihr Bestreben ist die Anerkennung des Rechts auf Leben durch den Menschen. Für alle Wesen. Nicht nur ein bisschen Leben in ein bisschen besseren Verhältnissen, bevor es zum Schlachthaus geht. Nicht nur ein bisschen weniger Tiere, die verzehrt werden. Nicht nur ein paar gerettete Strassenhunde und kein gerettetes Kälbchen. Nicht nur weniger Tierversuche, sondern gar keine Tierversuche mehr.
Es gibt kein
bisschen Recht auf Leben, es gibt nur ein Recht auf Leben.

© Daniela Böhm

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Tierrechtsbewegung und Radikalität

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 19. Mai 2019 von hubwen in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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So furchtbar leiden Ziegen für Kaschmir   Leave a comment

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Wenn man weiß wie Kaschmir-Wolle gewonnen wird und wie mit ihnen umgegangen wird kann man als Tierfreund nur diese Wolle meiden. Unglaublich wie brutal immer wieder mit Tieren umgegangen wird. Solche Individuen zähle ich nicht zu den Menschen. Es ist eine Schande, dass solche Zustände heute noch möglich sind. Aber es wäre ganz einfach: keine Kaschmir-Wolle kaufen und keine Tiere essen.

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Von wildbeimwild.com

Kashmir: Ziegen schreien vor Schmerzen

PETA Asien veröffentlichte aktuell Aufnahmen einer neuen Ermittlung auf Kaschmirfarmen und in Schlachthöfen in China und der Mongolei – den beiden Ländern, die zusammen für 90 Prozent der weltweiten Kaschmirproduktion verantwortlich sind. Das Enthüllungsvideo zeigt Arbeiter, die völlig verängstigte Ziegen zu Boden drücken. Die Tiere schreien vor Schmerzen, wenn ihre Beine grob verbogen werden und ihnen die Wolle mit spitzen Metallkämmen ausgerissen wird.

„Den völlig verängstigten Ziegen werden die Haare ausgerissen; anschliessend wird mit einem Hammer auf die Tiere eingeschlagen und Arbeiter schneiden den Ziegen die Kehle durch – all das, nur um Kaschmirpullover und -schals herzustellen“

PETA-Vorsitzende Ingrid Newkirk.

PETA fordert den gesamten Handel nachdrücklich dazu auf, dem Beispiel von H&M und ASOS zu folgen und Kaschmir auszulisten. Verbraucher sind zudem angehalten, die tierquälerisch produzierten Kaschmir-Produkte im Regal liegen zu lassen.

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Ziegen, die nach der Prozedur bluteten, erhielten weder Schmerzmittel noch eine tierärztliche Versorgung. Stattdessen goss ein Arbeiter einfach Wein direkt in die Wunde eines Tieres. Die Aufnahmen zeigen zudem, was mit Ziegen geschieht, die nicht mehr profitabel genug sind. In China versetzten Arbeiter den Tieren mit einem Hammer zunächst einen Schlag auf den Kopf, um sie zu betäuben. Anschliessend wurden die Ziegen geschlachtet. Aufnahmen aus der Mongolei zeigen, dass die Tiere an einem Bein in den Schlachthof gezerrt wurden und ihnen vor den Augen ihrer Artgenossen die Kehle durchgeschnitten wurde. Es wurde dokumentiert, dass sich einige Tiere danach noch minutenlang bewegten.

Erste Modeunternehmen verbannen Kaschmir

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Kaschmir-Wolle

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PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie anziehen. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein: eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

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So furchtbar leiden Ziegen für Kaschmir

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Gruß Hubert