Archiv für die Kategorie ‘Tierschutz

Die Grünen und der Tierschutz   Leave a comment

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Wie man meinen möchte, würden die Grünen als Umweltpartei, auch den Tierschutzgedanken hoch halten. Wie man bei Martin Balluch sieht, ist dem überhaupt nicht so.

Als Negativbeispiel ist da der östereichische Vizekanzler Werner Kogler hinzustellen, der bei McDonalds isst. Der war mir schon auf Anhieb unsympathisch. Ich kenne nur eine rühmliche Ausnahme:

Madeleine Petrovic.

Von martinballuch.com

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Die Grünen und der Tierschutz

Als ich das erste Mal den Grünen Parlamentsklub betreten habe, vor einigen Jahrzehnten, hing direkt beim Eingang ein großes Hirschgeweih mit Schädeldecke. Wie ich das sah, dachte ich mir, dass es mit dem Tierschutz nicht weit her sein kann. Kein tierschutzaffiner, sensibler Mensch schmückt seine Wände mit Totenköpfen.

Die Gründungsmutter der Grünen in Österreich, Freda Meissner-Blau, hatte meinem Eindruck nach auch tatsächlich nichts für Tierschutz übrig. Obwohl sie in vielen anderen, auch nah verwandten Themen, wie dem Umweltschutz, ohne Frage nicht nur kenntnisreich sondern auch sehr engagiert war.

Mitte der 1990er Jahre aber traf ich die damalige Bundessprecherin der Grünen, Madeleine Petrovic, in England. Sie wollte mich zu einer Jagdsabotage begleiten, half mir gegen eine drohende Deportation wegen meines Einsatzes gegen die adeligen Hetzjagden und sprach auf einer Podiumsdiskussion gegen Tierversuche. „Und übrigens“, beendete sie damals jede Rede egal zu welchem Thema auch im Parlament, „Tierversuche müssen verboten werden“. Madeleine Petrovic ist bis heute sehr im Tierschutz engagiert und u.a. Obfrau des Wiener Tierschutzvereins. Bei den Grünen hat sie allerdings keine Funktion mehr.

Kogler bei McDonalds

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Werner Kogler bei McDonalds: Mahlzeit – Bild: Martin Balluch

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Vizekanzler und Bundessprecher der Grünen Werner Kogler wiederum isst bei McDonalds. Als das bekannt wurde, solidarisierten sich viele der Grünen mit Kogler gegen die Kritik. Ich sage es ganz klar: wer in politischer Funktion bei McDonalds konsumiert, ist ein Analphabet in politischer Geschichte. McDonalds war sehr lange Zeit der Fokus von Kampagnen einer breiten Koalition zivilgesellschaftlicher Bewegungen, vom Anti-Kapitalismus über die Entwicklungshilfe und den Umweltschutz bis zu Arbeitsrechten und Tierschutz. Der 16. Oktober war weltweit der Anti-McDonalds Tag. Noch bis vor weniger als 10 Jahren gab es an diesem Tag auch in Österreich noch „kotz-ins“ in McDonalds Filialen und unzählige Demos.

Vor 25 Jahren war es in sehr vielen Ländern sogar üblich für Aktivist_innen, McDonalds nur mit einem Zementsackerl zu betreten, um das Klo zu verstopfen. Das war eine Reaktion auf die weltweite Praxis von McDonalds damals, zivilgesellschaftliche Aktivistengruppen mit Spitzeln zu infiltrieren und jeden Menschen zu klagen, der die Firma kritisiert hat. Der VGT war übrigens auch Opfer einer solchen Megaklage, die ihn damals fast ruiniert hätte. Nur 2 Aktivist_innen von London Greenpeace, eine davon, Helen Steel, kannte ich persönlich in England, haben nicht klein beigegeben und sich dem Prozess gestellt. Er wurde der längste in der englischen Prozessgeschichte. Letztlich gewann McDonalds 1995 und ruinierte die beiden finanziell, doch 2005 drehte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte das Urteil um. Es seien die Grundrechte auf Meinungsfreiheit und auf ein faires Verfahren verletzt worden. Dieser Megaprozess ging als „McLibel“ in die Geschichte ein und wurde auch verfilmt. Könnte es wirklich sein, dass ein Vizekanzler und Grünenchef das alles nicht weiß? Oder ist es ihm egal?

Aber vielleicht stimmt die Kritik an McDonalds von damals heute ja nicht mehr, vielleicht ist alles anders. Ein Beispiel. Vor wenigen Jahren sprach ich persönlich mit der Geschäftsführung von McDonalds Österreich über die Zustände in Masthuhnfabriken. Und da wurde mir von höchster Ebene erklärt, dass die schrecklichen Bedingungen in der Masthuhnhaltung in Österreich für McDonalds noch zu gut (!) wären, weshalb sie ihre McNuggets Hühner aus dem Ausland beziehen, wo man die Tiere noch schlechter halten darf, und wo sie daher noch billiger sind! Mahlzeit, Herr Kogler!

Clubchefin Sigrid Maurer kotzt auf vegan

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Auf das Angebot einer veganen Wurstsemmel sagt Sigi Maurer „wäh“ – Bild: Martin Balluch

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Sigrid Maurer ist in der Bundesregierung die neue Chefin des Grünen Parlamentsclubs geworden. Als ehemalige ÖH-Vorsitzende und protestierende Aktivistin seinerzeit im Parlament, erwartet man sich vielleicht auch Progressives zu Tierschutz von ihr. Mitnichten. Als sie im ORF vor laufender Kamera eine vegane Wurstsemmel angeboten bekam, kotzte sie symbolisch. Keine Ausrede: das ist ein voller Schlag ins Gesicht für alle, die sich für vegane Alternativen einsetzen. Und das sind nicht nur die Tierschützer_innen. Das sind alle, denen das Klima, die natürlichen Ressourcen, der Umweltschutz, die Wasserversorgung, der Regenwald im Amazonas usw. wichtig sind. Maurer offenbar nicht.

So progressiv dürfte die gute Frau also doch nicht sein. Mit ihrer Einstellung passt sie zu ihrem konservativen Regierungspartner, der seit Jahrzehnten die Fleischindustrie und die Massentierhaltung fördert und die pflanzlichen Alternativen bekämpft wo es nur geht.

Regierungsprogramm Tierschutz ist katastrophal

Kein Wunder mit so einer Parteispitze bei den Regierungsverhandlungen, dass das Regierungsprogramm zum Tierschutz eine einzige Katastrophe ist. Wer es liest erkennt klar, den Grünen war bei diesen Verhandlungen der Tierschutz vollkommen egal. Ein Faustpfand vielleicht, für Zugeständnisse von Kurz für Klimaschutzmaßnahmen. Der Tierschutz wurde aber verkauft.

Mitgehangen, mitgefangen. Als die SPÖ kürzlich einen Antrag für ein gesetzliches Verbot des Kückenschredderns stellte, eine Forderung der Grünen im Wahlkampf letztes Jahr, stimmten die Grünen nicht zu und der Antrag blitzte ab. „Das Grüne Schredder-Gate“ titulierte der Standard in Anspielung auf die seltsamen Vorkommnisse bei der ÖVP mit geschredderten Festplatten. Tatsächlich brach ein Shitstorm unbekannten Ausmaßes über die Grünen nieder. Sie hätten ihre Grundprinzipien verraten.

Zynisch könnte ich jetzt sagen, stimmt nicht, der Tierschutz war nie eines ihrer Grundprinzipien. Wie auch immer, verraten haben sie den Tierschutz beim Ausverhandeln des Regierungsprogramms. Mir als altem Polithasen war natürlich klar, dass sie diesem Antrag nicht zustimmen können, ohne den Koalitionspartner zu vergrämen. Zur Regierungszeit gibt es (leider) keine freien Abstimmungen. Da heißt es sich an die Parteilinie zu halten. Der Fehler wurde schon um den Jahreswechsel begangen, für den sie sich aber einen Shitstorm verdient haben.

Das Tierschutzdesaster in Salzburg

Zu Zeiten von Oppositionspolitik ist es viel leichter, für Tierschutz einzutreten, als wenn man Regierungsverantwortung hat. Das zeigt sich nirgends deutlicher als in Salzburg, wo die Grünen nun bereits die zweite Legislaturperiode als Juniorpartner in der Regierung mit der ÖVP bestreiten. In Salzburg haben wir vom VGT eine Kampagne gegen die dortigen Jagdgatter durchgeführt. Und die Grünen in Salzburg waren und sind uns feindlicher gesinnt, als selbst die ÖVP.

Astrid Rössler, mittlerweile Nationalratsabgeordnete für die Grünen in Wien aber vor einigen Jahren noch Vizelandeshauptfrau und Landesrätin für Naturschutz als Grünenchefin in Salzburg, hatte die Möglichkeit, die grausame Gatterjagd zu beenden. Nein, sie hätte sogar die Pflicht gehabt. Nicht nur moralisch, sondern auch rechtlich. Zwar konnte sie in ihrem Ressort keine Reform zum Jagdgesetz durchführen, aber sie wäre EU-rechtlich verpflichtet gewesen, eine Verordnung für das Natura 2000 Gebiet in der Antheringer Au zu schaffen, wo sich das Jagdgatter von Mayr-Melnhof befindet, in dem jährlich damals zumindest hunderte Wildschweine, Damhirsche und extra ausgesetzte Zuchtenten abgeschossen wurden. In einem Vogelschutzgebiet, wohlgemerkt! Der Landesrätin für Naturschutz lagen 2 Fachgutachten vor, die ihre eigene Regierung in Auftrag gegeben hatte, in denen klar steht, dass das Jagdgatter aufgelöst werden muss, weil sonst die Ziele des Natura 2000 Schutzgebiets nicht eingehalten werden können. Sie hätte eine entsprechende Verordnung erlassen können und müssen. Hat sie aber nicht. Dafür fehlte ihr das Rückgrat oder der Wille. Stattdessen hat sie den VGT, der sie dafür kritisiert hat, attackiert. Und ihre Nachfolgerin bei den Grünen, Kimbie Humer-Vogl, steht ihr dabei in nichts nach. Tierschutz ein Fremdwort. Eine Katastrophe. Tatsächlich ist das Jagdgatter Mayr-Melnhof heute das allerletzte Jagdgatter in Österreich, das kein Ablaufdatum hat. Mit einer Grünen Regierungsbeteiligung!

Auch für die EU-Wahlen hatte Kogler kein tierschutzfreundliches Händchen. Während einige sehr tierschutzaffine Personen auf der Grünen Liste kandidierten, wurde ausgerechnet Sarah Wiener zur Frontfrau auserkoren. Mir persönlich sagte Kogler, sie sei doch eh Tierschützerin. Na dann sollte er sich ihre ständigen Postings gegen Vegetarismus und vor allem Veganismus ansehen. Es scheint ihr eine besondere Freude zu machen, Veganer_innen zu bashen. Als sie dann einmal bei einer VGT-Aktion gegen den Vollspaltenboden aufkreuzte, war sie total über die Grundhaltung des VGT verwundert. Von Tierschutz weiß sie offenbar nicht viel.

Bis heute gibt es kein von der Parteispitze abgesegnetes Tierschutzprogramm der Grünen.

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Die Grünen und der Tierschutz

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 11. August 2020 von hubert wenzl in Politik, Tiere, Tierrechte, Tierschutz

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Tiertransporte in Nicht-EU-Staaten beenden!   Leave a comment

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Von Peta.de

Viele Menschen kennen die traurigen und angsterfüllten Augen von Schweinen, Rindern, Schafen oder Hühnern, die auf den Straßen transportiert werden – meist auf dem Weg zum Schlachthof. Laut einer Kleinen Anfrage wurden im Jahr 2018 insgesamt 6.662.774 sogenannte Zuchttiere aus Deutschland in Nicht-EU-Staaten exportiert, darunter Russland, die Türkei, Usbekistan, Marokko und der Libanon. Des Weiteren wurden 3.712 als sogenannte Schlachttiere gekennzeichnete Lebewesen in diese und weitere Drittstaaten transportiert.

Alleine in Deutschland werden jedes Jahr etwa 800 Millionen Tiere in Schlachthäusern getötet. Nicht selten sehen diese Tiere auf dem Transport zum Schlachthof zum ersten Mal Tageslicht, denn sie mussten ihr entbehrungsreiches Leben bis zu diesem Tag in Zucht- und Mastfabriken fristen.

Die vollständige Übersicht zu den einzelnen Tierarten finden Sie hier.

Benennung als „Zuchttier“ ist pure Augenwischerei

In den letzten Jahren werden immer mehr Rinder als „Zuchttiere“ statt als „Schlachttiere“ verkauft und in Nicht-EU-Staaten transportiert. Das liegt vor allem an TV-Beiträgen über Transporte, Abladungen und Schlachtungen, die das ganze grausame Ausmaß der leidvollen Tiertransporte zeigen. Doch statt die längst überfällige Konsequenz zu ziehen und zumindest Tiertransporte in Nicht-EU-Staaten zu untersagen, redet sich die Politik erneut heraus und schränkt lediglich den Transport sogenannter Schlachttiere ein – also Tiere, die in den Zielländern umgehend getötet werden. Dagegen steigt der Anteil sogenannter Zuchttiere. Diese Tiere sollen den Zielländern helfen, eigene Tierherden zur Selbstversorgung aufzubauen oder „frisches Blut“ in die Herden zu bringen. Fakt ist jedoch, dass Deutschland schon seit Jahrzehnten Tiere zu angeblichen Zuchtzwecken, teilweise auch schwangere Tiere, an Nicht-EU-Länder verkauft, ohne dass in diesen Ländern eine vergleichbare Herdenstruktur aufzufinden ist. Es liegt also auf der Hand, dass auch sogenannte Zuchttiere zeitnah in den dortigen Schlachthöfen getötet werden – meist ohne Betäubung.

Deutsche Tiertransporte in Nicht-EU-Staaten müssen sofort beendet werden!

Tiere leiden auf dramatische Weise bei Tiertransporten: Das hat zum wiederholten Mal auch der TV-Beitrag „Geheimsache Tiertransporte – Wenn Gesetze nicht schützen“ von November 2017 auf traurige Weise gezeigt. Appellieren Sie gemeinsam mit PETA an den Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages und fordern Sie ein sofortiges Ende der grausamen Lebendtiertransporte in Drittländer.

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Tiertransporte in Nicht-EU-Staaten beenden!

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Gruß Hubert

Qualzucht im Fokus: Die Milchkuh   Leave a comment

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Es ist zum Schämen wie Menschen mit Lebewesen umgehen. Kühe werden hochgezüchtet und bezahlen das mit einem kurzen Leben mit Krankheiten. Mit einem Durchschnittsalter von 5,3 Jahren werden Kühe geschlachtet, entgegen ihrer natürlichen Lebenserwartung von mindestens 20 Jahren.

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Von welttierschutz.org

Qualzucht im Fokus: Die Milchkuh

Ein Beitrag von Maike Hausmann, Bundesfreiwilligendienstleistende bei der Welttierschutzgesellschaft

Milch ist eines der liebsten Lebensmittel der Deutschen. Um der Nachfrage nach immer mehr Milch nachkommen zu können, wurden Kühe über die letzten Jahrzehnte auf extrem hohe Milchleistungen gezüchtet – mit bitteren Konsequenzen für die Gesundheit der Tiere.

Die stetige Milchleistungssteigerung steht in der heutigen Milchviehzucht im Vordergrund. Die Menge an Milch, die eine Kuh gibt, hat sich in den letzten 60 Jahren von jährlich knapp 2.500 Kilogramm Milch pro Kuh (1950) auf heute 8.000 – 12.000 Kilogramm (2018) mehr als verdreifacht. Um dieses Ergebnis zu erreichen, wird massiv in die Zucht- und Fortpflanzungsprozesse der Tiere eingegriffen. Jeder Schritt der Milchproduktion ist vorgeplant und kontrolliert. Weil eine Kuh bekanntermaßen nur Milch gibt, wenn sie zuvor ein Kalb geboren hat, werden 90 Prozent der 4,1 Millionen Milchkühe in Deutschland einmal im Jahr künstlich besamt, nachdem ihr Eisprung durch Sexualhormone gesteuert wurde.

Ist das Kalb geboren, wird die Kuh an durchschnittlich rund 300 Tagen im Jahr gemolken – eine Zeit der Erholung wird den Tieren vorenthalten. Stattdessen werden sie nach etwa sechs bis acht Wochen bereits erneut künstlich befruchtet und müssen auch während der Trächtigkeit bis wenige Wochen vor der Geburt des Kalbes weiterhin täglich hohe Milchleistungen erbringen. Je produziertem Liter Milch werden dabei 300 bis 500 Liter Blut durch das Euter der Kuh transportiert. Bei der heutigen durchschnittlichen Leistung von 40 bis 50 Litern täglich, übertrifft die dafür benötigte Energie bei weitem das, was der tierische Organismus allein mit einer artgerechten natürlichen Fütterung zu leisten fähig wäre. Daher werden die Tiere mit speziellen, Kraftfutterzusätzen gefüttert, durch die sie etwa 50.000 Kalorien am Tag zu sich nehmen.

Die Folgen der Hochleistungszucht von Milchkühen: Ein oft kurzes, von Krankheiten gekennzeichnetes Leben

Die extreme Dauerbelastung und das nicht tiergerechte Futter können bei den Tieren zu Gebärmutterentzündungen, Fruchtbarkeitsstörungen und Stoffwechselstörungen führen. Folgen dieser Erkrankungen können Fressunlust, starker Gewichtsverlust, Verdauungsstörungen sowie ausgeprägte Trägheit und Muskelschäden sein und können, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden, zum Tod führen.

Eine sichtbare Folge der Zucht auf Hochleistung ist die enorme Größe des Euters. Sie ist zum einen auf die große Milchmenge, zum anderen auf das erweiterte Gefäßnetz zurückzuführen, durch das die für die Produktion der Milch benötigte Menge Blut gepumpt wird. Die Größe und das Gewicht des Euters schränken die Tiere in ihren Bewegungen ein und stellen eine häufige Ursache von Euter- und Klauenerkrankungen dar. So liegt in einem durchschnittlichen Betrieb, laut einem Faktencheck des Fachportals Kuhgesundheit.de, der Anteil der euterkranken Tiere bei rund 50%. Insbesondere schwere Euterentzündungen (Mastitiden) können bei Milchkühen zu hohem Fieber, schmerzhaften Schwellungen am Euter, Durchfall oder sogar Tod durch Organversagen führen. Die extreme Belastung der Gelenke, die das große, schwere Euter verursacht, führt dazu, dass viele Tiere darüber hinaus Klauenerkrankung entwickeln und nicht normal laufen können. Die Folge: sie scheuern sich das Euter und die Beine wund und leiden unter schmerzhaften Schwellungen und Wunden.

Mehr als die Hälfte aller Schlachtungen von Milchkühen sind krankheitsbedingt

Laut offizieller Zahlen der Vereinigten Informationssysteme Tierhaltung w. V., das eine zentrale Datenbank für Milch- und Fleischrinder betreibt, wurden bei zwei von drei aller im Jahr 2018 geschlachteten Tiere Krankheiten als Grund für die Schlachtung angegeben. So lag beispielsweise bei jeder fünften Kuh Unfruchtbarkeit vor. Nur 2 Prozent aller im Jahre 2018 geschlachteten Milchkühe wurden aufgrund ihres Alters geschlachtet.

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Qualzucht im Fokus: Die Milchkuh

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Gruß Hubert

Karnismus: die Psychologie des Fleischkonsums   1 comment

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Von albert-schweitzer-stiftung.de

Karnismus beschreibt die Ideologie des Fleischessens.

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Was ist Karnismus?

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Bild: albert-schweitzer-stiftung.de

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Die amerikanische Psychologin Dr. Melanie Joy gab der Ideologie des Fleischkonsums erstmals einen Namen: Karnismus. Nehmen wir mal an, Sie essen Fleisch. Stellen Sie sich vor, Sie sind bei Freunden eingeladen, die Stimmung ist heiter und das Essen schmeckt so gut, dass Sie den Gastgeber nach dem Rezept fragen. Geschmeichelt sagt er Ihnen, dass das Geheimnis im Fleisch liegt: Es ist das Fleisch eines Golden Retrievers. Wie würden Sie reagieren? Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Sie Ekel empfinden würden und das, was Sie eben noch als Essen betrachtet haben, nun nicht mehr für Sie als Mahlzeit infrage kommt. Und das, obwohl das Fleisch noch immer dasselbe ist und es Ihnen eigentlich auch geschmeckt hat. Nur Ihre Wahrnehmung ist jetzt eine andere.

Wenn es um das Thema Tiere essen geht, ist unsere Wahrnehmung größtenteils, wenn nicht komplett, von unserer Kultur bestimmt. Tatsächlich gibt es in unserer Kultur (wie in allen anderen Fleisch essenden Kulturen auch) nur eine kleine Anzahl an nichtmenschlichen Tieren, bei denen wir als Kind gelernt haben, sie als essbar zu klassifizieren. Bei der weitaus größten Anzahl an nichtmenschlichen Tieren haben wir gelernt, sie als nicht essbar und deswegen als ungenießbar oder ekelhaft einzustufen. Ekel beim Gedanken ans Fleischessen ist also nicht die Ausnahme, es ist vielmehr die Regel. Die Ausnahme ist die Abwesenheit von Ekel. Die Frage ist also: Wieso empfinden wir das Essen von einigen wenigen Spezies nicht als ekelhaft?

Der Grund liegt in einer fehlenden Verbindung in unserem Bewusstsein zwischen dem Fleisch auf dem Teller und dem Tier, das es einst war. Natürlich wissen wir, dass ein Tier sterben muss, damit wir Fleisch essen können, aber auf einer tieferen Ebene fehlt eine klare Verbindung. Und diese fehlende Verbindung blockiert nicht nur unsere Wahrnehmung der Realität von Fleisch, sondern auch unsere Gefühle und Gedanken. Doch wie entsteht diese Lücke?

Die Entstehung von Karnismus

Karnismus ist ein unsichtbares System aus Überzeugungen, das uns von Kind auf dazu konditioniert, (bestimmte) Tiere zu essen. Karnismus ist dabei einerseits eine dominante Ideologie, die – unsichtbar und tief in unserer Gesellschaft verwurzelt – unsere Überzeugungen, Handlungen, Gedanken, Normen, Gesetze, etc. formt. Andererseits ist es natürlich auch eine gewaltvolle Ideologie: Fleisch kann nicht ohne Töten hergestellt werden. Dominante und gewaltvolle Ideologien benutzen eine Kombination aus sozialen und psychologischen Verteidigungsmechanismen, die Menschen dazu veranlassen, an inhumanen Praktiken teilzuhaben, ohne vollständig zu realisieren, was sie tun. In anderen Worten: Karnismus lehrt uns, in bestimmten Situationen unser Mitgefühl auszuschalten, was wohl auch der Grund ist, warum Diskussionen zwischen vegetarisch/vegan lebenden Menschen und Karnist_innen oft aneinander vorbeilaufen sowie zu Frustrationen oder Streit führen. Um diese Situation zu verbessern, müssen wir also verstehen, um was für Verteidigungsmechanismen es sich handelt.

Die drei Verteidigungsmechanismen des Karnismus

1. Verborgenheit

Die hinter dem Karnismus liegende Ideologie machen sich die meisten Menschen nicht bewusst. Die Ideologie konnte unter anderem deshalb so gut im Verborgenen bleiben, weil sie bislang keinen Namen hatte. Wenn wir für etwas kein Wort haben, können wir nur schwer darüber nachdenken, darüber sprechen, es in Frage stellen oder kritisch betrachten. Diese Verborgenheit sorgt auch dafür, dass Fleischessen eher als gegeben anstatt als eine Wahl betrachtet wird. Zu dieser Verborgenheit kommt hinzu, dass man die Opfer des Karnismus nicht sieht. Allein in den ersten drei Monaten des Jahres 2012 wurden laut einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes 20 Millionen Tonnen Fleisch in Deutschland produziert. Allein die Wortwahl zeigt bereits die Verborgenheit: Wir reden von Fleischproduktion und vermeiden es dabei meistens, von Tieren zu reden, über Individuen, vielleicht über »Lisa«. Wir erwähnen oft nicht die Anzahl der getöteten Tiere, sondern lieber die Summe ihres Gewichts. In Deutschland kommen auf 1000 Einwohner 180 Kühe, 329 Schweine und 1723 Hühner. Wie viele Tiere sehen Sie davon an einem Tag? Wie viele haben Sie bisher in Ihrem gesamten Leben gesehen? Andere Perspektive: Wie viele Menschen sehen Sie täglich, wenn Sie das Haus verlassen? Wenn Sie in einer Stadt wohnen oder in einem größeren Dorf, dann wohl eine ganze Menge. Und in Deutschland gibt es fast doppelt so viele »Nutztiere« wie Menschen. Wo sind also diese Tiere? Ihre Körperteile sehen wir praktisch überall, wo wir hingehen, sei es beim Einkaufen, im Restaurant, beim Essen oder an der Imbissbude um die Ecke. Wieso sehen wir diese Tiere (bis auf wenige Ausnahmen) niemals lebendig? Wir sehen sie nicht, weil wir sie nicht sehen sollen.

2. Aufbau auf Mythen

Wenn die Verborgenheit schwindet, zum Beispiel in Diskussionen zwischen karnistischen und vegetarischen/veganen Menschen oder durch Medienberichte, benötigt das System eine zusätzliche Sicherung: Wir lernen Karnismus zu rechtfertigen, indem wir die Mythen des Fleischkonsums als Fakten betrachten. Diese Mythen äußern sich in einer Vielzahl von Argumenten, die – wie Melanie Joy es beschreibt – allesamt auf die drei Ns der Rechtfertigung reduzierbar sind: Fleisch essen sei normal, natürlich, notwendig. Sehen wir uns diese drei Ns des Karnismus einmal genauer an:

»Fleischessen ist normal«
Was wir als normal bezeichnen, ist im Grunde nichts anderes als die Überzeugungen und Verhaltensweisen der dominierenden Kultur in einer Gesellschaft. Die karnistischen Normen sind so tief in unserer Gesellschaft verwurzelt, dass wir kaum etwas anderes als »normal« empfinden können. Stellen Sie sich wieder die Szene vor, bei der Sie bei Freunden eingeladen sind und der Gastgeber Ihnen gerade erzählte, dass Sie Golden Retriever essen und Sie das aber nicht möchten. Er sagt Ihnen: »Du musst dich nicht schlecht fühlen, der Hund hatte ein schönes Leben. Er konnte frei herumlaufen und spielen und konnte Freundschaften zu anderen Hunden aufbauen, bevor er mit sechs Monaten getötet wurde.« Würde Ihnen dies das Essen des Golden Retrievers erleichtern? Karnismus ist so tief verwurzelt, dass es uns nicht gewahr wird, dass »tiergerecht produziertes Fleisch« eigentlich ein kompletter Widerspruch ist, ein Mythos, um uns an gewaltvollen Praktiken teilhaben zu lassen, die wir eigentlich niemals unterstützen würden.

»Fleischessen ist natürlich«
Um das Fleischessen als natürlich darzustellen, bedienen wir uns mehrerer willkürlich zusammengesuchter Argumente: Unsere Vorfahren haben Fleisch gegessen, andere Tiere essen auch Fleisch und so weiter. Argumente, die für die Unnatürlichkeit unseres Fleischessens sprechen, werden ausgeblendet: Unsere im Tierreich nächsten Verwandten essen praktisch kein Fleisch, nur rohes inkl. der Gedärme kann als natürlich bezeichnet werden (etc.). Dabei wird außerdem ausgeblendet, dass wir die meisten anderen »natürlichen« Lebensweisen erfolgreich und gerne hinter uns gelassen haben: Wir leben nicht mehr in Höhlen, fahren mit Autos und haben in Supermärkten die Möglichkeit, alle essentiellen Nährstoffe über rein pflanzliche Lebensmittel zu uns zu nehmen, was bei der richtigen Auswahl zu gesundheitlichen Vorteilen führt. Auch anderen »natürlichen« Phänomenen wie Mord und Vergewaltigung versuchen wir Einhalt zu gebieten und lassen das Argument, dass unsere Vorfahren auch gemordet haben, nicht gelten.

»Fleischessen ist notwendig«
Auch hier bezeichnen wir wiederum nur das als notwendig, was nötig ist, um die dominierende Kultur, den karnistischen Status quo am Leben zu erhalten. Ist das milliardenfache Töten empfindsamer Individuen (»Nutztiere«) wirklich notwendig? Der damit verbundene Mythos ist natürlich der Protein-Mythos, doch wussten Sie, dass der stärkste Mann Deutschlands, Patrik Baboumian, Veganer ist? So notwendig scheint das Essen von tierlichen Produkten also nicht zu sein.

3. Wahrnehmungsverzerrung

Der letzte karnistische Verteidigungsmechanismus ist die Verzerrung der Wahrnehmung. Zum Beispiel lernen wir, manche nichtmenschliche Tiere eher als Objekte anstatt als Individuen zu sehen. Wenn wir Hähnchen essen, essen wir etwas und nicht jemanden. Wir lernen auch, »Nutztiere« als Abstraktionen wahrzunehmen, denen es an jeglicher Individualität oder Persönlichkeit mangelt. Doch das Gegenteil ist der Fall: Wie Hunde und Katzen haben auch Schweine und Hühner individuelle Vorlieben und Charaktereigenschaften. Schlussendlich lehrt uns Karnismus auch, Tiere in willkürliche Kategorien einzuordnen, gegenüber denen wir sehr unterschiedliche Gefühle und Verhaltensweisen ausüben können: »Hunde sind Haustiere und somit niedlich. Schweine sind Nutztiere und deswegen nicht niedlich. Hunde sind zum Streicheln da und Schweine zum Essen. Folglich ist Hundefleisch auch ekelhaft und Schweinefleisch lecker.«

Karnismus lehrt uns also nicht nur gewaltvollen Handlungen nachzugehen, ohne dass wir es merken, sondern uns selbst auch noch darin zu bestätigen. »Schließlich sind es ja nur Tiere.« Es ist die karnistische Mentalität, die uns dazu veranlasst, komplette Kontrolle über Leben und Tod von Individuen mit weniger Macht auszuüben, nur weil wir es können. Tiere zu essen ist nicht einfach nur eine Sache persönlicher Ethik, es ist das unausweichliche Resultat einer tief verwurzelten, unterdrückenden Ideologie.

Wollen Sie aus karnistischen Verhaltensmustern aussteigen? Dann empfehlen wir Ihnen zum Start unsere Vegan Taste Week.

Zum Autor

Jeff Mannes engagiert sich bei der Vegan Society Luxembourg und lebt seit 2010 vegan. Wir sind ihm insbesondere dankbar für sein Engagement, die Arbeiten von Melanie Joy zum Karnismus im deutschsprachigen Raum zu etablieren.

Literatur

Melanie Joy: Why We Love Dogs, Eat Pigs and Wear Cows: An Introduction to Carnism
Jeff Mannes: Umgang mit Karnismus

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Karnismus: die Psychologie des Fleischkonsums

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Warum wir Hunde lieben und Schweine essen • Dr. Melanie Joy

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 6. August 2020 von hubert wenzl in Tiere, Tierrechte, Tierschutz

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„Nochmal!“ – Wenn Kinder den eigenen Hund schlagen und quälen   Leave a comment

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Unmöglich!!! Was sind denn das für Eltern, die solche Fratzen haben?

Von Peta.de

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Bild: Peta.de

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Jeden Monat erreichen uns von PETA Deutschland mindestens 200 Whistleblower-Meldungen – darunter immer wieder schockierende Fälle, bei denen Tiere von Menschen schwer misshandelt werden. Ganz besonders schockierend sind Videos wie dieses, das heimlich aufgenommen wurde. Die Kinder einer nach außen hin „ganz normalen Familie“ misshandeln den eigenen Familienhund. Das Tier ist im Garten angebunden und wehrt sich nicht, als eines der Kinder beginnt, immer und immer wieder mit einem Metallnapf auf seinen Kopf zu schlagen. Der gutmütige Hund lässt alles über sich ergehen.

Nochmal!“ – Diese Kinder schlagen und quälen den eigenen Hund

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Schläge auf den Kopf des Hundes und lautes Lachen

Während der grausamen Prozedur macht sich der Labrador klein und versucht sich zu ducken, um den Schlägen zu entkommen. Immer wieder wischt er sich mit den Pfoten über das Gesicht und drückt sich an die Hauswand – doch die Kinder hören nicht auf. Das kurze, uns übermittelte Video zeigt, wie eines der Kinder über 25 Mal mit dem Metallnapf auf den Kopf des Hundes einschlägt. Dabei feuern sich die Kinder gegenseitig an, sie rufen „Nochmal!“. Daraufhin beteiligt sich ein weiteres Kind an der Misshandlung und tritt von hinten auf den völlig verängstigten Hund ein.

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Die Augenzeugen rufen den lokalen Tierschutzverein und die Polizei zu Hilfe. Diese handeln schnell und suchen das Gespräch mit den Eltern, die auch die Halter des Hundes sind. Die Haltung des Hundes wird nun von den zuständigen Behörden „beobachtet“.

Das Hundeleid in dieser Familie muss enden

Doch was geschieht, wenn die Misshandlung nun im Verborgenen stattfindet? In den eigenen vier Wänden, in denen kein Mensch von außen etwas mitbekommt und im Notfall einschreiten und dem Hund helfen kann? Es darf nicht sein, dass ein Lebewesen, das auf solch grobe Weise von mehreren Familienmitgliedern misshandelt und gequält wird, weiterhin dieser Gefahr ausgesetzt ist. Daher haben wir bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Strafanzeige erstattet und fordern entsprechende psychotherapeutische Maßnahmen sowie die Erwägung eines Tierhalteverbots.

Werden auch Sie aktiv: Wenden Sie sich mit der Bitte an das zuständige Veterinäramt, dem Hund zu helfen!

Warum quälen manche Kinder Tiere?

Es gibt verschiedene Gründe für Tierquälerei durch Kinder, die sich in unterschiedlichen Formen der Misshandlung äußern kann. Dies beginnt bereits mit der unzureichenden Versorgung der tierischen Mitbewohner oder der Haltung des Tieres in einem negativen Umfeld. Teilweise dient die Tierquälerei der Selbstdarstellung, kann aber auch in einer pathologischen Form auftreten, die sich häufig aufgrund eigener Gewalterfahrung im häuslichen Umfeld oder körperlichen oder seelischen Missbrauchs ergibt. In solchen Fällen wird die Misshandlung von Tieren aus Langeweile begangen, um die eigene Stimmung zu verbessern, das Selbstwertgefühl zu steigern, gezielt Aggressionen abzubauen, aus Sadismus oder zur Wieder-Inszenierung eigener Traumata.

Handlung mit Vorsatz

Manche Kinder und Jugendliche empfinden Freude und Genugtuung daran, anderen Lebewesen Leid zuzufügen. Oftmals findet ein solcher Missbrauch in einer Gruppe statt, in der sich Kinder gegenseitig zur Tat aufstacheln. Kommen Fälle von Tierquälerei durch Kinder ans Tageslicht, sollte mit den betroffenen Kindern dringend über die Tat gesprochen und umgehend psychologische Hilfe gesucht werden, denn 80-90 Prozent aller Kinder und Jugendlichen, die Tiere quälen, belassen es nicht dabei.

Kindern Freundlichkeit und Respekt gegenüber Tieren vermitteln – ein erster Schritt hin zu mehr Mitgefühl

Kinder und Jugendliche sollten im Elternhaus, aber auch in der Schule einen respektvollen Umgang mit allen Lebewesen lernen. Den jungen Menschen muss vermittelt werden, dass auch nicht-menschliche Tiere genauso Schmerzen und Leid empfinden wie wir. Wenn Kinder und Jugendliche sehen, dass Erwachsene andere Tiere respektvoll und mitfühlend behandeln, dann lernen sie, dass auch die kleinsten Lebewesen schätzens- und schützenswert sind.

Kinder, deren Erziehung Werte wie Gerechtigkeit, Freundlichkeit und Güte gegenüber Tieren vermittelt, werden auch gerechter, freundlicher und bedächtiger in ihrem Verhältnis zueinander.

Was sie tun können

  • Schauen Sie niemals weg, wenn Sie Tierquälerei beobachten. Werden Sie aktiv: Falls möglich, sprechen Sie die Täter an oder holen Sie sich Hilfe durch die Polizei oder die zuständigen Behörden.

  • Lesen Sie die

    PETA-Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“

  • Sollten Sie Tierquälerei durch Kinder beobachten, sprechen Sie unbedingt die Eltern an und informieren Sie den lokalen Tierschutzverein und die zuständigen Behörden.

  • PETA setzt sich für die Einführung eines Hundeführerscheins ein – unter anderem, damit Misshandlungen sogenannter Haustiere und ihre Folgen für Mensch und Tier verhindert werden. Wird ein Hund schwer misshandelt, dann besteht die Gefahr, dass er sich wehrt und die betreffenden Kinder oder Jugendlichen schwer verletzt. Mit einem besseren Verständnis von Haltern für ihre Hunde lässt sich die Zahl an Beißvorfällen verringern.

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„Nochmal!“ – Wenn Kinder den eigenen Hund schlagen und quälen

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Gruß Hubert

Nachruf auf einen Schlachter   Leave a comment

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Von: https://www.soko-tierschutz.org

Nachruf auf einen Schlachter

28/07/2020

Viele Helden der Tiere bei SOKO Tierschutz bleiben unbekannt und wirken fern der Würdigung für ihren Mut und Erfolg. Als ich das erste mal mit Karl Maninger zu tun hatte, war es ein Treffen, irgendwo bei Tauberbischofsheim. Er war ein Schlachter, sein Leben lang, hatte viel gesehen und ertragen. Ein harter nüchterner Mensch, zu dessen Alltag das Zerlegen, das Blut und der Tod von Tieren gehörte. Irgendwann bekam dieser Alltag Risse, als er einen Rinderschädel sah, der laut ihm aussah wie ein Seeigel, völlig zerschossen von Fehlschüssen, zur vermeintlichen Betäubung. Da kam vieles hoch: Rinder, die nach der Betäubung aufwachen und panisch durch den Schlachthof rennen, die verdrängte Gewalt, die Elektroschock Orgien, gepaart mit der Ausbeutung der Menschen.

Dieser Mann hatte alles gesehen, lebenslang geschwiegen und dennoch wurde sein Äußeres immer wieder von einem spitzbübischen Lächeln durchbrochen. Auch er wusste, dass diese zwei Menschen, der Tierrechtler und der Schlachter eigentlich nicht an einem Tisch sitzen dürften. Aber dieses Gespräch eröffnete die Chance den Wahnsinn, die Gewalt und Tierverachtung in dem Mc Donalds Schlachthof zu dokumentieren. Er wollte, dass es endet, das Quälen der Tiere und der zermürbende Druck des amerikanischen Konzerns auf die Menschen, die ihre Flucht im Suff suchen. Dann ging alles schnell, nach wenigen Tagen der versteckten Kameras, an Orten die er für wichtig hielt, kam die Polizei, die Presse und natürlich auch die Jagd auf den Verräter. Wer war der Schatten im Fernsehen? Viele zeigten mit dem Finger auf ihn, den letzten alten Hasen und wir mussten wochenlang sein Haus sichern. Denn die Fleischbranche akzeptiert es nicht, wenn jemand den Mantel des Schweigens zerreißt. Der Schlachthof Tauberbischofsheim ist heute eine Ruine.

Leider konnte Karl Ernst Maninger seinen Ruhestand nicht lange genießen und musste zu früh gehen.

Was in Erinnerung bleibt, ist ein mutiger Mann, das verschmitzte Lächeln und das Wissen, dass jeder die Welt verändern kann, der Mut aufbringt sich gegen den Sturm zu stellen.

Das SOKO Team gedenkt diesem Mann.

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Nachruf auf einen Schlachter

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 4. August 2020 von hubert wenzl in Tiere, Tierrechte, Tierschutz

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Reister Markt: Bei dieser Tierschau werden Tiere gequält   Leave a comment

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Man kann doch nicht eine Kuh mit einem industriellen Hochdruckreiniger säubern! Wichtig ist auch, dass Tradition keine Tierquälerei rechtfertigt!

Von Peta.de

Reister Markt: Bei dieser Tierschau werden Tiere gequält

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Jedes Jahr im August findet im sauerländischen Reiste-Eslohe (NRW) der mehrtägige Reister Markt statt. Teil des Programms sind neben Kirmes und Krammarkt auch eine Tierschau mit Prämierung sowie ein Tierverkauf.

Videomaterial der letztjährigen Tierausstellung, das uns von PETA vorliegt, zeigt gestresste, verängstigte Rinder, Kälber, Kaninchen, Hühner und Küken sowie einen teilweise groben Umgang mit den Tieren.

Zuchtschau der Rinder bedeutet pures Tierleid

Wie die Aufnahmen zeigen, wurden die Rinder vor den Zuchtschauen mit industriellen Hochdruckreinigern gesäubert. Dabei wurde der harte Wasserstrahl direkt auf Gesicht und Euter der empfindsamen Tiere gerichtet. Viele Kühe zeigten bei dieser Prozedur unübersehbare Zeichen von Stress und versuchten, dem schmerzhaften Wasserstrahl auszuweichen. Da die Tiere wegen der Schau nicht gemolken worden waren, war das Euter besonders schmerzempfindlich.

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Bild: Peta.de

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Aus vielen Eutern tropfte Milch – die von der Natur vorgesehene Nahrung für die Kälber der Kuhmütter. Zudem wiesen viele Kühe aufgrund der Fellrasur Schürfwunden auf, die teilweise mit Sprühfarbe abgedeckt wurden – alles nur, damit die Halter bei der Zuchtschau bessere Chancen auf einen Sieg haben. Nach Meinung vieler Experten handelt es sich bei den ausgestellten Rassen um Qualzuchten, die auf eine unnatürlich hohe „Milchleistung“ gezüchtet wurden.

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Bild: Peta.de

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Tiere, die nicht weitergehen wollten, wurden gefügig gemacht, indem ihr Schwanz schmerzhaft geknickt wurde oder sie grob am Nasenring geführt oder mit einem Schlüssel gestochen wurden.

Der hohe Stresspegel der Tiere äußerte sich auch durch eine auffallend starke Vokalisation während der gesamten Dauer der Veranstaltung. Neben dem offensichtlichen Leid, das den Rindern zugefügt wurde, stellten die verängstigten Tiere, die inmitten von Besuchergruppen oftmals scheuten, eine große Gefahr für Marktbesucher und Kinder dar.

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Bild: Peta.de

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Auch junge Kälber mussten angebunden und ohne ihre Mütter stundenlang an Ort und Stelle verharren. Eine ordnungsgemäße Versorgung mit Nahrung konnte nicht beobachtet werden. Bei einem Kalb war der Strick quer über das Auge des Tieres angebracht worden. Selbst nach einem Hinweis an den Halter wurde dem Tier nicht geholfen. Bei einigen Kälbern waren die klaffenden, blutigen Wunden des schmerzhaften Enthornens am Kopf zu sehen.

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Bild: Peta.de

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Kleintiere ausgestellt und verkauft

Bei der Zuchtschau wurden auch Kleintiere wie Kaninchen, Hühner und Enten sowie deren Küken zum Kauf angeboten. Die große Besuchermenge, laute Musik und die Zuchtbewertungen stellten für die empfindsamen Tiere eine enorme Belastung dar. Hühner und Küken wurden in kleinen Käfigen präsentiert, teilweise ohne Wasser oder Schutz vor der prallen Augustsonne. Nach dem Verkauf wurden die panischen Tiere oftmals zusammen mit offenbar fremden Artgenossen in Kartons gesteckt, in denen sie teilweise über Stunden ausharren mussten, bis ihre Käufer sie nach dem Marktbesuch abholten. Es ist fraglich, wie viele Tiere die Strapazen auf diesem Markt nicht überleben oder schon vorab aussortiert und getötet werden, weil sie den von Menschen festgelegten Zuchtkriterien nicht entsprechen.

Auch Pferde leiden auf dem Reister Markt. Neben einigen Pferden, die ausgestellt wurden, wurde auch ein Ponykarussell für Kinder angeboten, bei dem die Ponys stupide im Kreis laufen müssen – eine reine Quälerei für die Tiere.

Tradition rechtfertigt keine Tierquälerei!

Leider wird die Not der Tiere auf derartigen Ausstellungen aus wirtschaftlichen Interessen häufig ausgeblendet. Wer jedoch die Augen vor dem Tierleid nicht verschließt, der erkennt schnell, dass die Tierschau, Zuchtschau und der Tierverkauf für die betroffenen Tiere mit enormem Stress, großer Angst sowie länger anhaltenden Schmerzen und Leiden verbunden sind – und das stellt einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar.

Wir appellieren dringend an die Verantwortlichen, die Tierschau beim nächsten Reister Markt durch tierfreundliche Programmpunkte zu ersetzen. Da das Event aufgrund der Corona-Pandemie erst im August 2021 stattfinden wird, ist genügend Zeit für die Erarbeitung eines neuen Konzepts gegeben.

Darüber hinaus wurden die Verantwortlichen aufgrund der genannten Tierschutzverstöße beim Landesamt für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz (LANUV) Recklinghausen angezeigt. Wir informierten das Veterinäramt und die Betreiber vor der Veröffentlichung über diesen Vorgang. Es ist allerdings fraglich, inwieweit das Veterinäramt seinen Pflichten nachgehen wird, da der Leiter des Amtes Hochsauerlandkreis in der Vergangenheit in einem von uns angezeigten Fall wegen Amtsverletzung zu einer Geldbuße von 1.500 Euro verurteilt wurde. Außerdem sollen die teilweise tierschutzwidrigen Zustände laut Meldungen an uns seit Jahren bekannt sein.

Was Sie tun können

Bitte besuchen Sie keine Tiermärkte, denn dort werden Tiere immer für die Belange der Menschen benutzt und ausgenutzt. Sprechen Sie sich in Ihrer Stadt zudem gegen solche Märkte aus.

Sie möchten Rindern, Schweinen und Hühnern nachhaltig helfen? Dann melden Sie sich am besten noch heute bei unserem kostenlosen und unverbindlichen Veganstart-Programm an und freuen Sie sich auf leckere Rezepte und spannende Informationen rund um das tierfreundliche Leben.

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Reister Markt: Bei dieser Tierschau werden Tiere gequält

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Gruß Hubert

Schauspieler Ralf Moeller zeigt sich als „Pflanzenfresser“ stark, fit und fleischfrei   Leave a comment

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Von Peta.de

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Bild: Peta.de

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Frecher Blick, klare Botschaft: Schauspieler Ralf Moeller setzt sich mit seinem PETA-Motiv gemeinsam mit uns für die vegane Ernährung ein. Seit 2018 lebt er mittlerweile fleischfrei – wie er sagt, eine der besten Entscheidungen seines Lebens. Der gebürtige Recklinghausener, bekannt für seine Rollen in Blockbustern wie „Gladiator“, steht im September 2020 für Kung Fury 2 mit Arnold Schwarzenegger und Michael Fassbender vor der Kamera. Der Schauspieler lebt seit vielen Jahren in Los Angeles, wo die vegane Küche weit verbreitet und etabliert ist. Gemeinsam mit uns von PETA wirbt Moeller den Tieren und der Umwelt zuliebe für den veganen Lebensstil. Und er beweist einmal mehr, wie viel Power in den „Pflanzenfressern“ steckt.

„Mein ökologisches Verantwortungsbewusstsein und das Entsetzen über die schockierenden Bilder aus der landwirtschaftlichen Tierhaltung haben mich zur fleischfreien Lebensweise gebracht“, so Ralf Moeller. „Noch dazu tut es mir extrem gut, mich so zu ernähren: Ich habe viel mehr Energie, fühle mich rundum fit und gesund und entdecke ständig neue köstliche Gerichte!“

Das Motiv wurde vom österreichischen Starfotografen Manfred Baumann in Los Angeles fotografiert – beide verbindet eine langjährige Freundschaft. Manfred Baumann lebt selbst vegan und unterstützt uns seit vielen Jahren: So fotografierte er zum Beispiel Franka Potente, Ariane Sommer oder Kathrin Menzinger für unsere Kampagnen.

Tierische Produkte fördern ernährungsmitbedingte Krankheiten und Viren wie Corona

Jährlich belaufen sich die Kosten für ernährungsmitbedingte Erkrankungen mit fast 100 Milliarden Euro schätzungsweise auf ein Drittel aller Gesundheitskosten. [1] Der Umstieg auf eine bio-vegane Landwirtschaft würde zu einer gesünderen Ernährung beitragen und das Gesundheitssystem somit erheblich entlasten. Die hohen Mengen an Cholesterin und gesättigten Fettsäuren wirken sich in ihrer Zusammensetzung negativ auf die Gesundheit aus: Der zu hohe Konsum ist ein wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes sowie verschiedene Krebserkrankungen.

Hinzu kommen nicht absehbare Risiken durch Infektionskrankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden – sogenannte Zoonosen: Bereits 2004 nannte die Weltgesundheitsorganisation die steigende Nachfrage nach tierischen Produkten als eine der Hauptursachen für die Entstehung von Zoonosen. [2] COVID-19, die Vogelgrippe H5N1, die SARS-Pandemie, das MERS-CoV, Ebola, unzählige Opfer durch multiresistente Keime und sogar Aids – sie alle haben einen gemeinsamen Nenner: die Gier des Menschen nach Fleisch, Milch und Eiern. [3]

Produkte tierischer Herkunft sind Klimakiller Nummer eins

Eine pflanzliche Lebensweise rettet unzähligen Mitgeschöpfen das Leben und leistet zudem einen entscheidenden Beitrag zum Klima- und Umweltschutz. Ergebnisse aus dem Weltagrarbericht 2018 zeigen, dass die Produktion von 100 Gramm Eiweiß aus Rindfleisch 36-mal mehr CO2-Equivalente verursacht als die Erzeugung von 100 Gramm Erbsenprotein. [4] Auch Milchprodukte haben erhebliche negative Auswirkungen auf Umwelt und Klima – Butter ist sogar das klimaschädlichste Lebensmittel. [5] Im Vergleich zu einem Liter Pflanzendrink verursacht die Produktion von einem Liter Kuhmilch dreimal so viele Treibhausgasemissionen. [6] Diese Emissionen werden jedoch auch indirekt verursacht, etwa durch Waldrodungen für den Futtermittelanbau und durch Landnutzungsänderungen, vor allem für neue Weideflächen. Eine im April 2019 veröffentlichte Oxford-Studie betont, dass die vegane Lebensweise pro Person und Jahr zwei Tonnen Treibhausgase einspart. [7]

Was Sie tun können

Informieren Sie sich über weitere Tipps und testen Sie unser kostenloses Veganstart-Programm – für den leichten Einstieg in die vegane Lebensweise.

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Schauspieler Ralf Moeller zeigt sich als „Pflanzenfresser“ stark, fit und fleischfrei

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Gruß Hubert

Martin Brambach will Hunde vor Hitzetod retten   Leave a comment

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Man kann sich vorstellen wie sehr Hunde in einem Auto leiden, wenn es draußen eine „Hundehitze“ hat.

Von Peta.de

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Bild: Peta.de

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Hochkarätige Besetzung: Wir veröffentlichen erstmals seit unserer Gründung einen Radiospot. In diesem engagiert sich Martin Brambach, unter anderem als Kommissariatsleiter Schnabel aus dem Dresdner „Tatort“ bekannt, für ein wichtiges Thema: Der Schauspieler warnt eindringlich alle Hundehalter, Tiere insbesondere bei hohen Außentemperaturen im Auto zurückzulassen. Denn jedes Jahr sterben zahlreiche Hunde qualvoll in aufgeheizten Autos, weil ihre Halter ihren Wagen vermeintlich „nur für einen Augenblick“ abstellen. Doch selbst auf einem Stellplatz im Schatten oder bei einem leicht geöffneten Autofenster kann die Sommerhitze schnell zur Lebensgefahr für tierische Mitbewohner werden.

„Kein Mensch sollte seinen tierischen Freund auch nur für einen Moment im Auto zurücklassen! ‚Ich bin doch ganz schnell wieder da‘ ist absolut kein Argument – niemals. Das aufgeheizte Auto wird in kürzester Zeit zur Todesfalle für den Vierbeiner“, so Martin Brambach.

Binnen weniger Minuten lebensgefährliche Temperaturen im Wageninneren

Schon nach wenigen Minuten in der Sonne kann sich der Innenraum eines geparkten Autos auf bis zu 70 Grad Celsius erhitzen. Da Hunde nur wenige Schweißdrüsen haben und sich hauptsächlich über Hecheln abkühlen, erleiden sie im heißen Wageninneren schnell irreparable Organschäden oder einen Herzstillstand. Menschen, die an einem warmen Tag einen Hund im Auto entdecken, sollten daher schnell handeln. Ist der Wagenbesitzer nicht auffindbar, muss umgehend die Polizei gerufen werden. Taumelt der Hund, hat eine dunkle Zunge, glasige Augen, hechelt sehr stark oder erbricht, befindet er sich bereits in Lebensgefahr – in diesem Fall sollte jeder in Betracht ziehen, die Scheibe einzuschlagen. Dies kann unter Umständen rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, die jedoch in keinem Verhältnis zum Tod des Tieres stehen. Allerdings sind uns von PETA keine Fälle bekannt, in denen rechtliche Folgen für Tierretter entstanden sind. Sollte das Auto auf einem Supermarktparkplatz stehen und der Hund noch außer Lebensgefahr sein, lässt sich der Fahrzeughalter ausrufen. Kann der Hund aus dem Auto befreit werden, sind sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen erforderlich. Auch wenn sich der Zustand des Tieres durch die Versorgung scheinbar verbessert, muss der Hund wegen möglicher Folgeschäden umgehend tierärztlich untersucht werden.

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Hitze tötet – Der PETA Spot mit Martin Brambach und Christiane Sommer

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Martin Brambach will Hunde vor Hitzetod retten

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Gruß Hubert

Elefantendame Gitana muss nicht zurück in den Zirkus   Leave a comment

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Zirkus ist für Elefanten der blanke Horror.

Deshalb KEINEN Zirkus mit Tieren besuchen!

Von Peta.de

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Bild: Peta.de

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2013 beschlagnahmte das Veterinäramt die Elefantendame Gitana aus dem Zirkus Las Vegas in Norderstedt, wo sie in tierschutzwidriger Einzelhaltung leben musste. Auch lagen weitere gravierende Missstände wie Ankettung und eine schlechte Versorgung mit Nahrung vor [1]. Gitana wurde in einem belgischen Zoo untergebracht, wo sie seither mit einer anderen Afrikanischen Elefantendame zusammenlebt. Der Zirkus klagte gegen das Vorgehen, doch nun wies das Kieler Landgericht die Klage auf Rückgabe der Elefantendame als unbegründet ab. Gitana kann nun wenigstens noch einen friedlichen Lebensabend mit ihrer Artgenossin verbringen.

Gitana: In der Wildnis gefangen und im Zirkus gequält

Die aus Afrika stammende Gitana (auch Chitana genannt) wurde in den 80er-Jahren als Baby in der Wildnis eingefangen und von ihrer Familie getrennt. Im Zirkus hat sie sehr gelitten. Ihr Körper und ihre Seele waren ausgezehrt von den vielen Stunden auf dem Transporter, von der Einzelhaltung, der nächtlichen Ankettung und der von Gewalt und Zwang geprägten Dressur mit dem Elefantenhaken. Im Winter hatte sie sich sogar Erfrierungen an den Ohren zugezogen.

Gitana war bis zum Frühjahr 2012 bei dem berüchtigten Zirkusdirektor Hardy Weisheit untergebracht, der unter anderem für zahlreiche Straftaten bzw. Tierschutzvergehen des Circus Afrika bekannt ist. Später wurde Gitana an den Zirkus Las Vegas „ausgeliehen“ und dort einzeln gehalten – eine Qual für sozial lebende Elefanten. Bei Hardy Weisheit leiden drei weitere Elefanten aufgrund der katastrophalen Bedingungen unter Erkrankungen und schweren Verhaltensstörungen.

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Bild: Peta.de

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Wir von PETA Deutschland hatten Tierfreunde dazu aufgerufen, sich für die Befreiung von Gitana aus dem grausamen Zirkusleben einzusetzen. Daraufhin gingen insgesamt über 5.000 Dienstaufsichtsbeschwerden bei der schleswig-holsteinischen Justizministerin und der Kieler Landgerichtspräsidentin ein.

Zirkus ist für Elefanten der blanke Horror

Elefanten werden im Zirkus meist jede Nacht ihres Lebens an zwei Beinen angekettet und müssen bei der Dressur den spitzen, metallenen Elefantenhaken fürchten. Durch die systemimmanent mangelhaften Lebensbedingungen leiden fast alle Elefanten in Zirkusgefangenschaft unter schweren körperlichen und seelischen Krankheiten und sterben verfrüht. Wir von PETA setzen uns für ein vollständiges Verbot von Elefanten und anderen Wildtieren im Zirkus ein und fordern die sofortige Überführung der Tiere in adäquate Auffangstationen.

Was Sie tun können

  • Besuchen Sie niemals einen Zirkus, bei dem Tiere gehalten und zur Unterhaltung benutzt werden.

  • Sprechen Sie mit Familie, Freunden und Bekannten über das traurige Leben der Tiere im Zirkus und bitten Sie sie, ebenfalls keinen Zirkus zu besuchen.

  • Wenn Sie Missstände oder Tierquälerei sehen, schauen Sie nicht weg, sondern melden Sie uns diese!

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Elefantendame Gitana muss nicht zurück in den Zirkus

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Gruß Hubert