Archiv für die Kategorie ‘Tierschutz

Verstümmelung von Tieren in der Landwirtschaft   Leave a comment

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Von Peta.de
Rinder, Schweine und befiederte Tiere haben arteigene Bedürfnisse. Wie wir Menschen und unsere tierischen Mitbewohner spüren auch sie Angst, Schmerzen und Leid. Dennoch werden sie in der landwirtschaftlichen Tierhaltung unter artfremden Bedingungen gehalten, meist in kargen Ställen oder sogar Käfigen. Das Leben auf harten und kotverdreckten Spaltenböden, Gitterböden oder in überfüllten Ställen führt oftmals zu Verhaltensstörungen, sodass sich die Tiere gegenseitig verletzen. Um den daraus entstehenden wirtschaftlichen Einbußen entgegenzuwirken, werden an den fühlenden Lebewesen standardmäßig Verstümmelungen vorgenommen, mit denen sie an die artwidrigen Haltungsbedingungen angepasst werden sollen.

In der landwirtschaftlichen Tierhaltung erleiden Tiere die folgenden Verstümmelungen:
Inhaltsverzeichnis

Verstümmelung durch betäubungslose Kastration
Kupieren der Schwänze
Abschleifen der Milchzähne bei Ferkeln
Enthornen von Kälbern
Schnabelkürzen bei befiederten Tieren
Legalisierte Tierquälerei
Wie Sie Tiere vor der Verstümmelung bewahren können

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Verstümmelung durch betäubungslose Kastration

Zwar wurde die betäubungslose Kastration nach zahlreichen Jahren des Protests 2019 verboten, jedoch gilt dies nur für Ferkel. Bei unter vier Wochen alten männlichen Kälbern, Schaf- und Ziegenlämmern ist die grausame Praxis nach wie vor erlaubt. Bei der sogenannten „unblutigen Kastration“ wird die Blutzufuhr zu den Hoden mit einer Zange über einen gewissen Zeitraum abgeklemmt. Zu den Qualen während des Eingriffs erleiden die Tiere danach meist heftige Schmerzen aufgrund von Schwellungen und Entzündungen. Kastrationen werden unter anderem durchgeführt, weil das Fleisch von Ochsen beliebter ist als das von Bullen oder weil dadurch die Handhabung der Tiere einfacher wird.

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Kupieren der Schwänze

Bei Ferkeln steht das routinemäßige Abschneiden der Ringelschwänze in Deutschland seit langem berechtigt in der Kritik. Der Vorgang ist laut EU-Vorgabe auch längst verboten, doch in der Praxis werden die Schwänze fast aller Ferkel in den ersten Lebenstagen mit einer Zange abgetrennt. Laut einer Untersuchung leiden die Ferkel nicht nur während des Eingriffs Schmerzen, sondern teilweise noch monatelang danach (1). Das Abtrennen der Schwänze wird durchgeführt, weil sich die Tiere in der artwidrigen Haltung aus lauter Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit gegenseitig die Schwänze anbeißen. Dies stellt nicht nur eine offensichtliche Tierschutzproblematik dar, sondern führt aufgrund von Kosten für erforderliche medizinische Behandlungen zu wirtschaftlichen Einbußen.

Auch bei vielen Schafen werden die Schwänze gekürzt. Die Tiere wurden durch Qualzucht gezielt dahingehend gezüchtet, unnatürlich große Wollmengen zu bilden. In ihren herunterhängenden Schwänzen kann sich somit Kot verfangen und zu Fliegenbefall führen. Auch bei männlichen Rindern in der Mast ist das Abtrennen der Schwänze mit Erlaubnis möglich. Aufgrund von Platzmangel treten sich die Tiere oftmals gegenseitig auf die empfindlichen Schwänze, was schwere Verletzungen nach sich ziehen kann.

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Entgegen veralteten Ansichten sind Tierschwänze äußert schmerzempfindlich. Ein Kupieren dieses Körperteils fügt den Tieren erhebliche Schmerzen zu. Wie bei Hunden und Katzen drücken auch Rinder mit Schwanzbewegungen unterschiedliche Gemütslagen aus. Durch den unnatürlichen Eingriff werden die Tiere daher auch in ihrer Kommunikation eingeschränkt.

Abschleifen der Milchzähne bei Ferkeln

Weibliche Schweine wurden gezielt dahingehend gezüchtet, eine unnatürlich hohe Anzahl an Ferkeln zur Welt zu bringen. Dies birgt jedoch die Gefahr, dass die vielen Tierkinder das Gesäuge der Mutter stark verletzen oder sich später während der entbehrungsreichen Mast Wunden zufügen. Um dies zu vermeiden, werden den meisten Ferkeln in den ersten Lebenstagen die Zähne abgeschliffen.

Dieser Vorgang wird im Akkord durchgeführt und fügt den Tierkindern Stress und Leid zu. Außerdem werden die Zähne dabei häufig zu tief abgeschliffen, was zu weiteren Schmerzen führt. Die Pulpahöhle bei neugeborenen Ferkeln ist verhältnismäßig groß. Laut einer Studie wird durch das Abschleifen bei über 90 Prozent der jungen Schweine an mindestens einem Zahn die Pulpahöhle, also der Zahnnerv, eröffnet. (2) Dies führt zu starken Zahnschmerzen und behindert die Tiere bei der Nahrungs- und Wasseraufnahme. Außerdem führt es zu Entzündungen, Nekrosen und weiteren schweren Schmerzen und lang anhaltendem Leid. Zwar kann die Verwendung eines speziellen Schleifkopfes die Gefahr etwas minimieren, doch das ändert nichts am grundsätzlichen Problem der Tierwirtschaft: Um die Tiere an eine entbehrungsreiche Zucht und Mast anzupassen, werden ihnen erhebliche Schmerzen zugefügt.

Enthornen von Kälbern

Bei Kälbern bis zu einem Alter von sechs Wochen darf der Landwirtschaftsbetrieb selbst ohne Betäubung eine Enthornung durchführen. Dabei werden die Jungtiere fixiert, und ein mehrere hundert Grad heißer Brennstab wird auf die Hornansätze gedrückt. Die starke Hitze führt zu großen Schmerzen, auch lange nach dem Eingriff.

Hinzu kommt, dass Hörner für Rinder wichtig sind, denn die Tiere kommunizieren mit ihren Hörnern. Außerdem sollen sie zur Kühlung beitragen. In der Tierwirtschaft werden Rinder enthornt, weil sie mit Hörnern mehr Platz benötigen und sich angesichts der meist gedrängten Haltung gegenseitig verletzen können.

Schnabelkürzen bei befiederten Tieren

Bei Hennen in der Eierindustrie wurde der vordere Teil des Schnabels bis 2017 routinemäßig gekürzt. Aufgrund einer freiwilligen Vereinbarung zwischen der Geflügelwirtschaft und damaligen Bundesregierung wurde diese grausame Praxis eingestellt, ohne jedoch die Haltungsbedingungen zu verbessern und den Tieren mehr Platz zu gewähren. Dies führt dazu, dass sich viele Hennen in ihrer Verzweiflung und Ausweglosigkeit nun mit ihren Schnäbeln noch stärker verletzen.

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Bei Puten in der Mast wird die Verstümmelung des Schnabels weiterhin durchgeführt. Die Tiere werden derart artfremd gehalten, dass es mit ungekürzten Schnäbeln zu starken Verletzungen kommt, was für die Tierindustrie finanzielle Einbußen bedeutet. Bei dem Eingriff wird der vordere Teil des Oberschnabels kurz nach der Geburt per Laser oder Infrarotstrahl so manipuliert, dass er nach kurzer Zeit abfällt. Für die Vögel bedeutet dies die Amputation eines wichtigen Tastorgans, denn ihr Schnabel – und vor allem die mit vielen Nervenbahnen durchzogene Spitze – gleicht in etwa der Funktion unserer Hände.

Legalisierte Tierquälerei

All diese Verstümmelungen sind laut Tierschutzgesetz eigentlich verboten – wären da nicht zahlreiche Ausnahmeregelungen für Tiere, die in der Landwirtschaft ausgebeutet und getötet werden. Und so werden aus wirtschaftlichen Gründen weiterhin Körperteile abgetrennt und fühlende Lebewesen teils routinemäßig verstümmelt, um sie an die artfremden Haltungsbedingungen in den Ställen anzupassen.

Wer denkt, Bio sei besser, der irrt: Denn auch in der Biohaltung sind diese Verstümmelungen teilweise erlaubt, auch wenn zumindest eine Betäubung vorgeschrieben ist. Dennoch werden auch sogenannte Biotiere aus Profitgründen manipuliert, zur „Produktion“ von Fleisch, Milch und Eiern artwidrig gehalten und nach einem kurzen und leiderfüllten Leben im Schlachthof getötet.

Auch das Einziehen von Ohrmarken ist legale Tierquälerei. Lesen Sie hier mehr dazu.

Wie Sie Tiere vor der Verstümmelung bewahren können

Mit dem Kauf von tierischen Produkten im Supermarkt, Restaurant oder beim Lieferdienst unterstützen Sie das routinemäßige Verstümmeln von fühlenden Lebewesen. Bitte treffen Sie eine mitfühlende Entscheidung und ernähren Sie sich vegan. Unser kostenloses und unverbindliches Veganstart-Programm begleitet Sie mit Tipps und Tricks beim Einstieg in ein tierfreundliches Leben.

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Verstümmelung von Tieren in der Landwirtschaft

Veröffentlicht 27. Mai 2022 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz

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Käfighaltung von Braunbären in Albanien beenden – jetzt helfen!   Leave a comment

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Aus Peta.de

Moa-Ekstrund

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Ein kahler Käfig, nur wenige Quadratmeter Platz, das ganze Leben auf Betonboden, ständiger Lärm und Belästigung durch Schaulustige – Zustände, die eigentlich für kein Tier zumutbar sind. Und trotzdem werden in privaten Einrichtungen in Albanien immer noch Braunbären unter genau solchen grausamen Bedingungen gehalten. Helfen Sie, das Leid der Bären zu beenden!

Petition:

In Albanien werden Braunbären unter schlimmsten Bedingungen gehalten

Die tierquälerische Privathaltung von Braunbären in Albanien muss endlich ein Ende haben. Bitte appellieren Sie an die albanische Regierung, entsprechende Schritte einzuleiten, um die Qual der Tiere baldmöglichst zu beenden.

Käfighaltung von Braunbären in Albanien stoppen!

Bitte unterschreiben Sie die Petition an die albanische Regierung und helfen Sie, die Käfighaltung von Bären zu beenden!

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Käfighaltung von Braunbären in Albanien beenden – jetzt helfen!

Ukraine-Krieg: PETA und Notpfote bauen Unterkünfte für Tiere   Leave a comment

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Von Peta.de

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Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine sind wir von PETA Deutschland vor Ort und helfen bei der Rettung von menschlichen und tierischen Flüchtlingen. Von Februar 2022 bis April konnten wir so von Polen aus rund 1.000 Tiere und etliche Menschen evakuieren.

Jetzt sind wir in Ungarn im Einsatz und bauen gemeinsam mit dem Verein Notpfote Animal Rescue e.V. unsere fünf Partner-Tierheime in Grenznähe aus und schaffen Platz für 300 Flüchtlingstiere. In den neuen Ausläufen und Quarantäneplätzen können sich die oftmals traumatisierten Hunde und Katzen, die von ihren flüchtenden Menschen aufgrund der Einreisebestimmungen nicht mitgenommen werden können, ausruhen, medizinisch versorgt werden und für die Ausreise auf Pflegeplätze in Deutschland vorbereiten. Auch in unserem ukrainischen Partner-Tierheim haben wir zusätzlich Platz für ca. 130 Tiere geschaffen. So können auch dort noch mehr Tiere aus dem Kriegsgebiet aufgenommen werden, um weiter über die Grenze in die EU einzureisen.

Mehr Quarantäneplätze für ukrainische Tiere im Grenzgebiet

Tiere, die aus der Ukraine in ein anderes Land einreisen wollen, müssen gewisse Bedingungen erfüllen – dazu gehört je nach Vorgaben des Bestimmungsortes die Quarantäne, Impfungen, Mikrochip, Pass sowie ein Blutnachweis über einen gültigen Tollwutschutz. Die EU-Länder haben sich auf eine vereinfachte Einreise für Menschen mit ihren sogenannten Haustieren geeinigt und erlauben diese. Das Tier muss dann am Zielort unverzüglich dem Veterinäramt gemeldet werden, um die am Ort üblichen Vorkehrungen zum Seuchenschutz zu treffen. In der Praxis zeigt sich, dass die Flucht mit Tieren zusammen häufig schwierig ist, auch wenn von vielen Seiten Hilfe gegeben wird.

Mit mehr Quarantäneplätzen in örtlichen Tierheimen können wir noch mehr Tieren und ihren Menschen dabei helfen, die Vorschriften einzuhalten und aus der Ukraine zu fliehen. Nach Genehmigung der Veterinärämter können die ukrainischen Hunde und Katzen zu Pflegestellen weiterreisen oder von liebevollen Familien adoptiert werden, sollten sie nicht bei ihren ursprünglichen Halter:innen bleiben können.

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Einreisebestimmungen für evakuierte Tiere müssen angepasst werden

Die aktuellen EU-Einreisebestimmungen für Tiere sind zwar eine wichtige Maßnahme gegen die Einschleppung von gefährlichen Krankheiten wie der Tollwut, sie erschweren jedoch die Flucht aus der Ukraine enorm.

Wir fordern daher, dass professionell agierenden Tierschutzvereinen und Organisationen keine Hürden in den Weg gelegt werden bei der Evakuierung von Tieren aus zerbombten Tierheimen und verlassenen Kriegsschauplätzen.

So können Sie Hunden und Katzen aus der Ukraine helfen

Wenn Sie einen tierischen Mitbewohner bei sich aufnehmen möchten (ob zur Pflege oder dauerhaft), wenden Sie sich an den Verein Notpfote Animal Rescue e.V. Dieser vermittelt gemeinsam mit seinen Partnertierheimen in Deutschland Hunde und Katzen aus der Ukraine.

Melden Sie sich dafür unter der Telefonnummer +4915141671913 bei Elke Balzer.

Oder per E-Mail: ukraine@notpfote.org

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Ukraine-Krieg: PETA und Notpfote bauen Unterkünfte für Tiere

 

Ukraine-Krieg: PETA und Notpfote bauen Unterkünfte für Tiere   Leave a comment

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Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine sind wir von PETA Deutschland vor Ort und helfen bei der Rettung von menschlichen und tierischen Flüchtlingen. Von Februar 2022 bis April konnten wir so von Polen aus rund 1.000 Tiere und etliche Menschen evakuieren.

Jetzt sind wir in Ungarn im Einsatz und bauen gemeinsam mit dem Verein Notpfote Animal Rescue e.V. unsere fünf Partner-Tierheime in Grenznähe aus und schaffen Platz für 300 Flüchtlingstiere. In den neuen Ausläufen und Quarantäneplätzen können sich die oftmals traumatisierten Hunde und Katzen, die von ihren flüchtenden Menschen aufgrund der Einreisebestimmungen nicht mitgenommen werden können, ausruhen, medizinisch versorgt werden und für die Ausreise auf Pflegeplätze in Deutschland vorbereiten. Auch in unserem ukrainischen Partner-Tierheim haben wir zusätzlich Platz für ca. 130 Tiere geschaffen. So können auch dort noch mehr Tiere aus dem Kriegsgebiet aufgenommen werden, um weiter über die Grenze in die EU einzureisen.

Mehr Quarantäneplätze für ukrainische Tiere im Grenzgebiet

Tiere, die aus der Ukraine in ein anderes Land einreisen wollen, müssen gewisse Bedingungen erfüllen – dazu gehört je nach Vorgaben des Bestimmungsortes die Quarantäne, Impfungen, Mikrochip, Pass sowie ein Blutnachweis über einen gültigen Tollwutschutz. Die EU-Länder haben sich auf eine vereinfachte Einreise für Menschen mit ihren sogenannten Haustieren geeinigt und erlauben diese. Das Tier muss dann am Zielort unverzüglich dem Veterinäramt gemeldet werden, um die am Ort üblichen Vorkehrungen zum Seuchenschutz zu treffen. In der Praxis zeigt sich, dass die Flucht mit Tieren zusammen häufig schwierig ist, auch wenn von vielen Seiten Hilfe gegeben wird.

Mit mehr Quarantäneplätzen in örtlichen Tierheimen können wir noch mehr Tieren und ihren Menschen dabei helfen, die Vorschriften einzuhalten und aus der Ukraine zu fliehen. Nach Genehmigung der Veterinärämter können die ukrainischen Hunde und Katzen zu Pflegestellen weiterreisen oder von liebevollen Familien adoptiert werden, sollten sie nicht bei ihren ursprünglichen Halter:innen bleiben können.

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Einreisebestimmungen für evakuierte Tiere müssen angepasst werden

Die aktuellen EU-Einreisebestimmungen für Tiere sind zwar eine wichtige Maßnahme gegen die Einschleppung von gefährlichen Krankheiten wie der Tollwut, sie erschweren jedoch die Flucht aus der Ukraine enorm.

Wir fordern daher, dass professionell agierenden Tierschutzvereinen und Organisationen keine Hürden in den Weg gelegt werden bei der Evakuierung von Tieren aus zerbombten Tierheimen und verlassenen Kriegsschauplätzen.

So können Sie Hunden und Katzen aus der Ukraine helfen

Wenn Sie einen tierischen Mitbewohner bei sich aufnehmen möchten (ob zur Pflege oder dauerhaft), wenden Sie sich an den Verein Notpfote Animal Rescue e.V. Dieser vermittelt gemeinsam mit seinen Partnertierheimen in Deutschland Hunde und Katzen aus der Ukraine.

Melden Sie sich dafür unter der Telefonnummer +4915141671913 bei Elke Balzer.

Oder per E-Mail: ukraine@notpfote.org

Unterstützen Sie unsere Arbeit

Wir werden uns weiterhin unermüdlich für die Rettung der Tiere und Menschen aus der Ukraine einsetzen. Gerne können Sie unseren Einsatz an der ukrainischen Grenze unterstützen.

PETAs Arbeit in der Ukraine unterstützen

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Ukraine-Krieg: PETA und Notpfote bauen Unterkünfte für Tiere

Ejiao: Esel für chinesisches „Heilmittel“ getötet   Leave a comment

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Die Grausamkeiten dieser Augenzeugen-Aufnahmen schockieren: Auf chinesischen Farmen schlagen Arbeiter Eseln mit einem Vorschlaghammer auf den Kopf. Einige der Tiere sind zu diesem Zeitpunkt erst 5 Monate alt. Danach wird ihnen die Kehle durchgeschnitten und man lässt sie zum Sterben liegen. Manche Tiere müssen vor diesem schmerzvollen Tod noch eine lange Fahrt zum Schlachthof über sich ergehen lassen.

Die sanftmütigen Esel werden aus einem bestimmten Grund getötet: Ihre Haut wird an führende chinesische Pharmaunternehmen verkauft. Sie wird zu Gelatine verkocht, um daraus „Ejiao” herzustellen – eine traditionelle chinesische „Medizin“, die angeblich die Blutzirkulation verbessern soll.

Krank und unterernährt

Dem Beobachter von PETA Asia bot sich auf jeder Farm, die er besuchte, das gleiche Bild: Esel lebten in kleinen, dreckigen Verschlägen mit Betonböden. Die Verschläge lagen im Freien und so waren die Tiere nur teilweise durch ein Blechdach vor den Elementen geschützt. Viele standen in ihrem eigenen Kot und Urin. Das einzige Wasser, das sie hatten, war dreckig und durch Algenbewuchs grün. Ein Esel war derart unterernährt, dass seine Rippen hervorragten. Eine Eseldame war so krank, dass sie nicht mehr laufen konnte. Deshalb lud man sie in eine Traktorenschaufel und karrte sie davon. Arbeiter verrieten dem Beobachter von PETA Asia, dass sie sich Sorgen machten, Umweltinspekteure könnten ihnen eine Strafe aufbrummen oder die Farm schließen lassen.

Auf einem Eselmarkt sah der Beobachter von PETA Asia hunderte Tiere, die bei größter Hitze in überfüllten Gehegen ausharren mussten, bis sie schließlich verkauft oder zur Schlachtung zu einer Farm transportiert wurden. Völlig verängstigte Esel wurden mit Stöcken geschlagen. Eine Eselstute wollte durch ein offenes Tor weglaufen – auch sie wurde geschlagen und angeschrien.

Geschlagen und getötet

Am Ende ihres entsetzlichen Lebens werden diese Tiere auf völlig inhumane Weise getötet. Die Aufnahmen zeigen, wie Farmer mit einem Vorschlaghammer auf die Stirn eines Esels einschlagen. Dann schneiden sie dem Tier die Kehle durch. Einige der Esel atmeten und bewegten sich noch, nachdem man auf sie eingeschlagen hatte.

Der Markt für Ejiao wächst derzeit schnell und man findet das grausame Produkt in Nahrungsmitteln und Getränken, in Snacks wie Süßigkeiten und selbst in Schönheitsprodukten. Esel werden mittlerweile sogar aus anderen asiatischen Ländern, aus dem Nahen Osten, aus Afrika oder Südamerika nach China importiert, damit die Nachfrage dort gestillt werden kann. Pakistan sowie 10 afrikanische Länder haben durch China finanzierte Schlachthöfe bereits geschlossen und Bestimmungen gegen den Export von Eselhaut nach China umgesetzt.

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Ejiao: Esel für chinesisches „Heilmittel“ getötet – jetzt helfen!

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Esel für chinesisches „Heilmittel“ getötet

 

4 Gründe, warum Eier aus Freilandhaltung Leid verursachen   Leave a comment

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Wir von PETA werden immer wieder gefragt, welche Eier man nach den vielen Skandalen in der Eierindustrie eigentlich noch bedenkenlos essen kann. Oftmals erkundigen sich tierliebe Menschen nach Höfen mit Bio- oder Freilandhaltung. Auch sogenannte Mobilställe, also bauwagenähnliche Ställe, die fahrbar sind, werden als Möglichkeiten genannt.

Unsere Antwort lautet immer: Eier sind grundsätzlich mit Tierleid verbunden – ganz gleich aus welcher Haltungsform. Hier finden Sie die Gründe:

1. Auch Hennen in Freiland- oder Biobetrieben sind überzüchtet

Die Vorfahren des Haushuhns legten zur Fortpflanzung etwa 20 bis 30 Eier im Jahr. Durch die massive Zucht auf eine extrem hohe Eianzahl legen Hühnerrassen in der Eierindustrie heute 300 Eier oder mehr im Jahr. Das führt nach wenigen Monaten unter anderem zu extrem schmerzhaften Entzündungen im Bauchraum der Tiere. Hinzu kommen bei fast allen Hennen Mehrfachbrüche des Brustbeins, die jedoch nie behandelt werden. Dennoch können die Hühner das Eierlegen nicht beenden – ihre Körper werden zuchtbedingt regelrecht dazu gezwungen, etwa alle 25 Stunden ein Ei zu legen.

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2. Auslauf bei Freilandhaltung wird oftmals nicht genutzt

Für ungenutzte Auslaufflächen kann es mehrere Gründe geben. Beispielsweise fehlt bei Grünflächen in vielen Fällen eine Bepflanzung, die den Vögeln Schutz vor Feinden bieten kann. Die Hühner haben schlichtweg Angst, sich weit vom Stall zu entfernen. Rangniedere Tiere trauen sich zudem oft nicht an Ranghöheren vorbei, welche die Auslaufklappen blockieren können. Somit nutzen die Tiere die Ausläufe im schlimmsten Fall überhaupt nicht. Untersuchungen zufolge machen teilweise nur etwa 5 Prozent der Hühner vom Auslauf Gebrauch. In der Biohaltung, die bis zu 3.000 Hennen in einem Stallabteil erlaubt, bedeutet dies, dass nur 150 Hennen zeitweise im Freien sind – 2.850 Tiere sitzen teils ihr Leben lang in den engen und kargen Ställen.

Hinzu kommt: PETA und andere Organisationen decken immer wieder auf, dass die Auslaufklappen nicht regelmäßig geöffnet werden oder dass illegal Strom genutzt wird, um die Tiere am Hinausgehen zu hindern. Zudem müssen die Ausläufe teils nur bei entsprechenden Witterungsverhältnissen zur Verfügung gestellt werden – in der restlichen Zeit müssen die Tiere beengt im Stall ausharren. Laut den gesetzlichen Vorschriften müssen sich in der Freilandhaltung 9 Tiere einen Quadratmeter teilen – und selbst in der Biohaltung sind immer noch 6 Tiere pro Quadratmeter zulässig.

3. Elterntierfarmen und Brütereien

Auch wenn Hennen in Freiland- oder Biohaltung etwas mehr Platz haben als ihre Artgenossinnen in der Boden- oder Käfighaltung: Für alle beginnt das Leben gleichermaßen leidvoll. Hühner auf Elterntierfarmen werden nur zu einem einzigen Zweck gehalten: Sie sollen Eier legen, um die Legebetriebe mit weiblichen Nachkommen für die Eierproduktion zu versorgen. Die Elterntiere werden regelmäßig ausgetauscht und getötet, denn irgendwann erbringt ihr ausgemergelter Körper nicht mehr die „Legeleistung“, die von der Industrie erwartet wird. Sämtliche Eier, welche die weiblichen Elterntiere in dieser Zeit legen, werden zu Brütereien gebracht.

In der heutigen Zeit darf eine Henne kein einziges ihrer Eier mehr selbst ausbrüten. In den Brutautomaten schlüpfen die kleinen Hühnerbabys ohne die Zuneigung ihrer Mutter. Dies ist besonders grausam, da eine Hühnermutter schon vor der Geburt Kontakt zu ihren ungeborenen Küken aufnimmt und sich über verschiedene Pieplaute mit ihnen unterhält.

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Frisch geschlüpfte Küken werden wie lebloses Gegenstände misshandelt.

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Nach dem Schlüpfen werden die Plastikkisten auf lange Förderbänder geleert und die Küken wie gefühlloses Gemüse nach Geschlecht sortiert. Seit das Verbot des Kükentötens nach dem Schlupf in Kraft ist, werden manche männliche Embryonen noch im Ei getötet, bevor sie schlüpfen. Allerdings ist zu diesem Zeitpunkt das Schmerzempfinden der Embryonen bereits zu Teilen ausgebildet. Der Großteil der Küken wird allerdings über teils lange Strecken transportiert und beispielsweise in Polen gemästet. Nach etwa 22 Wochen werden die Tiere dann im Schlachthaus getötet. Für diese Küken wird das Leid bis zum Tod also massiv in die Länge gezogen. Hinzu kommen Umweltbelastungen durch die Tiertransporte und durch hohen Nahrungs- und Energieverbrauch. Auch weibliche Küken werden für den Transport zu Legebetrieben grob in Kisten geworfen und „verpackt“. Erfahren Sie mehr über sogenannte Bruderhahnprojekte, bei denen Hähne lediglich einige Wochen leben dürfen.

4. Der Tod im Schlachthaus

Ganz gleich, in welcher Haltungsform sie leben: Nach etwa 1,5 Jahren sinkt die Eianzahl, weil die Hühner dann in die sogenannte Mauser gehen. Obwohl sie eigentlich bis zu zehn Jahre alt werden können, werden die Hennen in der Eierindustrie an diesem Punkt unwirtschaftlich und durch junge Tiere ersetzt. Oftmals werden sie hierzu brutal eingefangen, in Kisten gestopft und zum Schlachthaus transportiert. Dort werden sie an den empfindlichen Füßen kopfüber in schmerzenden Vorrichtungen eingehängt. Ihr Leben endet durch Betäubung in einem Strombad, in das sie mit dem Kopf getaucht werden. Teilweise werden Hennen auch mit schleimhautreizendem CO2 betäubt, das zu Erstickungserscheinungen führen kann. Da in Schlachthäusern unfassbar hohe Zahlen an Hennen aus der Eierindustrie im Akkord getötet werden, sind Fehlbetäubungen und somit das Ausbluten bei vollem Bewusstsein an der Tagesordnung.

Was Sie tun können

Hühner legen Eier, um sich fortzupflanzen – der Mensch hingegen braucht für eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung keine Eier. Möchten Sie Eier beim Backen oder Kochen mit Alternativen ersetzen? Oder suchen Sie nach eifreien Rezepten? Dann finden Sie eine Fülle an nützlichen Informationen auf der Website PETA.de/Eifrei.

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4 Gründe, warum Eier aus Freilandhaltung Leid verursachen

Video: Ukraine-Krieg – PETA weiterhin im Einsatz für die Tiere   Leave a comment

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Von Peta.de

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Auf dieser Seite finden Sie alle Informationen zu unserem Einsatz an der ungarisch-ukrainischen Grenze.

Am 24. Februar 2022 startete Russland den Angriffskrieg auf die Ukraine. Vor Ort, in den Grenzregionen und weltweit engagieren sich unzählige Freiwillige für die Opfer des Krieges.

Zahlreiche gemeinnützige Organisationen sind in die Krisenregionen gereist, um den Menschen zu helfen. Doch auch die zurückgelassenen Tiere und Flüchtende mit tierischen Mitbewohnern erhalten seit Wochen Hilfe von Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen. Auch wir von PETA Deutschland reisten unmittelbar nach Kriegsbeginn zur polnisch-ukrainischen Grenze nach Medyka, um Menschen mit ihren tierischen Mitbewohnern bei der Organisation ihrer Ausreise zu helfen, zurückgelassene Tiere mit Nahrung zu versorgen und gemeinsam mit anderen Vereinen aus den umkämpften Regionen zu retten.

Seit einiger Zeit spitzt sich die Lage an der polnisch-ukrainischen Grenze jedoch extrem zu, weshalb wir unseren Einsatz im ungarisch-ukrainischen Grenzgebiet fortsetzen.

Ukraine-Krieg: PETAs Einsatz für die Tiere an den ukrainischen Grenzen und in den Krisenregionen

(Stand 28. April 2022, 15:20 Uhr) An den Grenzübergängen der Ukraine bilden sich lange Schlangen, in denen die Flüchtenden über Stunden hinweg ausharren – Menschen und Tiere stehen ohne Wasser, Nahrung und Decken in der klirrenden Kälte.

Aktuell liegt das viel größere Problem jedoch in der Ukraine: Die Tierheime haben nur noch Nahrung für wenige Tage, in den Geschäften gibt es nichts mehr zu kaufen – ohne Hilfe verhungern die Tiere dort. Die russischen Angriffe verstärken sich: Immer mehr Wohnhäuser in den attackierten Regionen sind bereits zerstört worden – auch Tierheime geraten unter Beschuss.

Zusammen mit anderen Freiwilligen hilft unser PETA-Team, Tiere mit Nahrung zu versorgen, aus den teilweise stark zerbombten und verwüsteten Gebieten zu evakuieren und in sichere Nachbarländer zu bringen.

Mit Transportboxen, Nahrung und den erforderlichen Dokumenten macht sich unser Team täglich auf den Weg, um mit anderen Organisationen viele verängstigte, verletzte, kranke, hungernde und zurückgelassene Tiere zu retten.

Dank der Mithilfe unzähliger Unterstützer:innen konnten wir bereits weit über 1.000 Hunde und Katzen in Sicherheit bringen – und wir werden unser Bestes geben, um weiterhin so vielen Tieren wie möglich zu helfen.

So können Sie Tieren in der Ukraine helfen

Wenn Sie unseren Einsatz für die Tiere an der ungarisch-ukrainischen Grenze sowie in der Ukraine unterstützen möchten, können Sie dies im Rahmen des „Global Compassion Fund“ unter dem aufgeführten Spenden-Link tun:

PETAs Global Compassion Fund unterstützen

 

Landwirt überlässt geschwächte Kuh sich selbst – und nimmt ihren Tod in Kauf   Leave a comment

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Erschreckend wie gefühllos manche Landwirte mit ihren Tieren umgehen. Sie lassen Tiere langsam sterben um sich Tierarztkosten zu sparen. Auch in Bio-Betrieben werden Tiere gequält.

Von Peta.de

Die geschwächte Kuh lag den Angaben der Zeugin zufolge gemeinsam mit ihrem Kalb mindestens zwei Tage auf der Weide, bevor sie starb. Der Landwirt kümmerte sich offenbar über Tage kaum um die Tiere, obwohl er auf den Missstand aufmerksam gemacht wurde. Die Aufnahmen der Augenzeugin, die auch die Polizei informierte, zeigen, dass bereits etwa zwanzig Krähen bei den Tieren saßen.

Um und auf der geschwächten Kuh saßen bereits Krähen.

Dass Kuh und Kalb noch lebten, war eindeutig durch gelegentliches Schwanzwedeln zu erkennen. Man hätte sie vermutlich noch retten können, hätte die Kuh zeitnah tierärztliche Hilfe bekommen.

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Der Bio-Hof in Weiterskirchen hat bis Februar dieses Jahres Milch an die Bio-Molkerei Andechser geliefert und war bis zu diesem Vorfall Demeter-zertifiziert.

„Dieser Fall zeigt erneut, dass Kühe auch in Bio-Betrieben mit Weidehaltung leiden und oftmals qualvoll sterben. Immer wieder wird aus Kostengründen auf eine tierärztliche Behandlung verzichtet und das Tier einfach zum Sterben sich selbst überlassen. Milch bedeutet immer Tierleid und schadet der Umwelt. Wir appellieren daher an alle Menschen, zu den vielen verschiedenen leckeren, pflanzlichen Milchalternativen zu greifen.“
Bettina Eick, PETA Deutschland

Auf dem Hof in Weiterskirchen starb die Mutterkuh, weil der Landwirt es scheinbar nicht für nötig hielt, ihr tierärztliche Hilfe zukommen zu lassen. Die Tötung von Wirbeltieren ohne vernünftigen Grund ist nach dem Tierschutzgesetz verboten. Dazu zählt auch das Unterlassen von benötigter veterinärmedizinischer Hilfe. Aus diesem Grund haben wir Anzeige bei der Staatsanwaltschaft München II erstattet.

Außerdem haben wir uns an das zuständige Veterinäramt gewandt, das zeitnah vor Ort war, um den Betrieb zu überprüfen. Die tote Kuh war zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr auf dem Hof, es wurden aber offenbar noch weitere Mängel gefunden. Wir begrüßen das zeitnahe Handeln der zuständigen Behörden, fordern jedoch auch ein Tierhalteverbot für den Landwirt.

Auch in Bio-Betrieben werden Kühe nicht wie fühlende Lebewesen behandelt

Kühe sind wie menschliche Mütter in der Regel neun Monate lang schwanger. Damit der Milchfluss nach der Geburt konstant hoch und damit profitabel bleibt, werden Kuhmütter kurz nach der Geburt erneut künstlich befruchtet. Anschließend werden sie etwa zehn Monate lang intensiv gemolken, um nach einer kurzen Melkpause direkt wieder ein Kalb zu gebären. Weibliche Rinder werden in der Industrie wie Milchmaschinen behandelt:. Die Tiere werden auf enorme Milchleistungen gezüchtet. Dadurch sind die Körper von Kühen dazu gezwungen, unnatürlich große Mengen an Milch zu produzieren. Das betrifft auch Kühe in der Bio- und Weidehaltung.

Viele Tiere sind bereits im Alter von vier oder fünf Jahren ausgezehrt, gelten daher für die Industrie als wertlos und werden im Schlachthaus getötet – kann dabei die natürliche Lebenserwartung einer Kuh etwa 20 Jahre betragen. Manch eine Kuh bricht noch vor dem Weg zum Schlachthof, oft nach einer Geburt zusammen, weil sie zu schwach zum Laufen ist– ähnlich wie das Tier auf den Aufnahmen der Augenzeugin. Die Branche nennt solche Tiere „Downer“.
Was Sie tun können

Tierische Milch bedeutet immer Tierleid – egal ob bio, Demeter-zertifiziert oder Weidehaltung. Sie können persönlich dazu beitragen, das Leid der Tiere in der Milchindustrie zu beenden: Entscheiden Sie sich für die Vielzahl an leckeren pflanzlichen Alternativen. Damit tun Sie Gutes für die Tiere, die Umwelt und Ihre eigene Gesundheit.

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Landwirt überlässt geschwächte Kuh sich selbst – und nimmt ihren Tod in Kauf

Dieses Tierleid steckt hinter den Gütesiegeln   Leave a comment

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Von Peta.de

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Weltweit verbringen Millionen Enten und Gänse ihr gesamtes Leben in verdreckten Hallen, in denen sie ihren natürlichen Verhaltensweisen in der Regel in keiner Weise nachgehen können. Nach einem Leben voller Schmerzen und Entbehrungen werden sie getötet. Ihre Federn werden als wärmedämmendes Material in Jacken, Schlafsäcken oder Bettwaren verarbeitet.

Gemeinsam mit unseren internationalen Partnerorganisationen und anderen Tierschutzorganisationen kritisieren wir von PETA Deutschland seit langem die tierquälerischen Haltungsbedingungen der Tiere, deren Daunen verarbeitet werden. Um das Gewissen von Händler:innen und Verbraucher:innen zu beruhigen, hat die Industrie deshalb mit zahlreichen Zertifikaten reagiert. Erfahren Sie hier, welches Tierleid die Daunen-Siegel und -Zertifizierungen ermöglichen.

Responsible Down Standard und Co.: Wie viel Tierschutz steckt wirklich dahinter?

Zertifizierungen für Daunen werben insbesondere damit, die Verwendung von Vögeln auszuschließen, die für die Stopfleberproduktion zwangsernährt oder vor ihrem Tod lebend gerupft werden. Außerdem vermitteln sie den Anschein, vermeintlich bessere Tierschutz- und Haltungsbedingungen umzusetzen.

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Auch für zertifizierte Daunenprodukte leiden Tiere.

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Doch vage Formulierungen, mangelhafte Kontrollen und unzureichende Tierschutzanforderungen sorgen dafür, dass die Bedürfnisse der Tiere auch weiterhin vielfach ignoriert werden können.

  • Die Zertifikate schreiben keine Mindestflächen vor, die jedem einzelnen Tier zur Verfügung stehen müssen, und erlauben die Haltung von mehreren Tausend Tieren in einem Betrieb.

  • Es gibt keine verbindlichen Vorschriften, die gewährleisten, dass die Wasservögel schwimmen, fliegen oder mit Artgenossen spielen können.

  • Da Kontrollen viel zu selten stattfinden oder teilweise sogar vorangekündigt werden, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um beispielsweise das Lebendrupfverbot der Zertifikate zu umgehen.

  • Auch zertifizierte Daunen stammen von Tieren, die im Schlachthof getötet wurden und dabei Angst, Stress und Leid erfahren haben.

Nachfolgend werden die Daunenzertifikate Traumpass, Downpass, Responsible Down Standard und Global Tracable Down Standard aus Tierschutzsicht analysiert:

Daunen können aus der Stopfmast oder dem Lebendrupf stammen

Ein Großteil der Daunen stammt aus Polen, Ungarn und asiatischen Ländern, in denen es kaum greifende Tierschutzgesetze gibt. Zudem wird in diesen Ländern oftmals der unvorstellbar schmerzhafte Lebendrupf praktiziert. Dabei werden den Tieren die Federn bei vollem Bewusstsein ausgerissen und später an nichtsahnende Verbraucher:innen verkauft. Zudem kann es vorkommen, dass auch Federn aus der Stopfleberindustrie verarbeitet werden.

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60 Sekunden

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Enten und Gänse werden häufig zu Tausenden in dunkle, verdreckte Hallen, Gehege oder sogar Gitterkäfige gesperrt. Die Tiere wurden züchterisch dahingehend manipuliert, in kurzer Zeit erheblich an Gewicht zuzulegen. Das führt jedoch häufig zu Gelenkentzündungen, Beinbrüchen und Herzkrankheiten. Grausame Standardpraktiken wie das Kürzen von Schnabel oder Krallen sind gängige Praxis in der Enten- und Gänsezucht. Sobald die Tiere das sogenannte Schlachtgewicht erreicht haben, werden sie zum Schlachthof transportiert und dort kopfüber an ein Fließband gehängt, an dem ihre Kehle mit einem Messer durchtrennt wird.

Gemeinsam mit anderen Tierschützer:innen üben wir seit langem Kritik an den grausamen Bedingungen, unter denen die Tiere leben und getötet werden. Doch statt verstärkt auf qualitativ hochwertige vegane Daunenalternativen umzusteigen, die heute in großer Zahl verfügbar sind, versucht die Industrie, dem schlechten Ruf von Daunen mithilfe von sogenannten Daunenzertifikaten entgegenzuwirken. Diese Nachweise sollen Verbraucher:innen Tierschutz für Produkte suggerieren, die in Wahrheit aber Leid und Tod für Millionen Tiere verursachen.

Beenden Sie das Tierleid: Tragen Sie vegane Mode

Heutzutage müssen wir Menschen keine Federn von Tieren tragen, denn der Handel bietet eine Fülle an ausgezeichneten, tierleidfreien Alternativen zu Daunen an. Stoffe wie Baumwolle, Hanf, die „Pflanzendaune“ Kapok oder synthetische Materialien wie PrimaLoft, 3M Thinsulate oder Thermal R sind nur eine kleine Auswahl des breiten Angebots.

Prüfen Sie in Modegeschäften die Etiketten gezielt nach diesen tierfreundlichen Materialien und fragen Sie regelmäßig aktiv bei Herstellern und Händlern nach solchen Produkten.

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Dieses Tierleid steckt hinter den Gütesiegeln

 

PETA fordert: Keine Tiertransporte mehr nach Russland   Leave a comment

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Obwohl viele Bundesländer die grausamen Langstrecken-Tiertransporte in Nicht-EU-Länder verboten haben, wurden 2021 rund 15.000 Rinder und mehr als 600.000 Hühner, Enten und Puten, meist Küken, von Deutschland nach Russland transportiert.

Um dieses Tierleid zu beenden und aufgrund des aktuellen Angriffskriegs gegen die Ukraine fordern wir von PETA Deutschland zumindest einen sofortigen Exportstopp von Tieren nach Russland. Niedersachsen hat zwar Mitte März 2022 Rinder- und Schweineexporte nach Russland ausgesetzt, aber Geflügel darf weiter exportiert werden. Aus anderen Bundesländern sind keine Exportstopps bekannt.

PETA ruft Habeck und Özdemir zum Russland-Boykott auf

Tiertransporte in Drittländer verursachen besonders große Qualen bei den Hunderttausenden Rindern, Schweinen, Hühnern und anderen Tieren, die dicht gedrängt bei brütender Hitze und klirrender Kälte mehrere Tage bis Wochen in Lkws oder auf Schiffen ausharren müssen – oft ohne Wasser, Nahrung, Belüftung oder Möglichkeit zum Hinlegen. Die Tiere werden gar nicht oder nur unzureichend versorgt. Verletzungen und Todesfälle wie beispielsweise bei Kälbern werden bei den Transporten bereits einkalkuliert. Neuesten von uns ermittelten EUROSTAT-Daten zufolge wurden 2021 insgesamt 31.766 lebende Rinder in Länder außerhalb der Europäischen Union transportiert – darunter 4.542 Tiere, die auf Qualtransporten nach Marokko gebracht wurden.

Wir fordern die Bundesminister Robert Habeck und Cem Özdemir auf, in einem ersten Schritt sämtliche Langstrecken-Transporte endlich zu verbieten. Insbesondere für Russland muss wegen des Angriffs auf die Ukraine ein sofortiges Transportverbot im Rahmen von Sanktionen ausgesprochen werden.

„Zumindest die Russland-Exporte muss die Politik sofort im Rahmen von Sanktionen beenden. Moral und Mitgefühl kennt die Agrarindustrie schon bei den Tieren nicht, aber offenbar ist auch der Angriffskrieg auf die Ukraine kein Grund für die Branche, die Geschäfte mit Russland zu stoppen.“
Lisa Kainz, PETA Deutschland

Langstrecken-Tiertransporte müssen europaweit verboten werden

Zahlreiche Bundesländer wie Baden-Württemberg, Thüringen und Rheinland-Pfalz haben Tiertransporte in Drittländer verboten oder eingeschränkt. Doch einige Veterinärbehörden ermöglichen den Transportfirmen Schlupflöcher und genehmigen die qualvollen Transporte weiterhin. Einige örtliche Verwaltungsgerichte kippen die Verbote sogar ganz. Auch sind Transporte in andere EU-Länder erlaubt – von dort aus werden die Tiere dann häufig weiter in Drittländer verfrachtet.
Wir brauchen ein EU-weites Verbot für alle Tiertransporte. Die besonders qualvollen Tiertransporte in Drittländer müssen sofort verboten werden. Langstrecken-Transporte verstoßen bereits gegen die EU-Transportverordnung, da sie den Tieren Verletzungen und Leiden zufügen.
Helfen Sie uns, Tiertransporte zu stoppen
Tiere sind keine Ware. Helfen Sie uns, Langstrecken-Tiertransporte endlich zu stoppen und unterschreiben Sie unsere Petition an die EU-Kommission!
Petition gegen Tiertransporte unterschreiben

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PETA fordert: Keine Tiertransporte mehr nach Russland