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Kirche kassiert doppelt – Wie viel Geld steht der Kirche zu?   Leave a comment

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Von „gbs“ – Text auf youtube.

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Kirchensteuer darf grundsätzlich nur von Kirchenmitgliedern erhoben werden. Das gilt auch für den Fall, dass in einer Ehe ein Partner Kirchenmitglied ist, der andere Partner aber weder der evangelischen noch der katholischen Kirche angehört. Das Bundesverfassungsgericht hat dazu erklärt, dass in so einer „glaubensverschiedenen Ehe“ nur ein Kirchenmitglied zur Kirchensteuer herangezogen werden darf – nach den Maßstäben des eigenen Einkommens und nicht des Ehegatten-Einkommens. Die Kirchensteuer beträgt auf Lohn- und Einkommensteuer in Bayern und Baden-Württemberg acht Prozent, in den übrigen Bundesländern neun Prozent der Einkommensteuerschuld. Insgesamt nahmen die katholischen Kirchen 2011 rund 5 Milliarden Euro Kirchensteuer ein. Die evangelischen Kirchen kamen auf 4,5 Milliarden Euro Kirchensteuer.

Zusätzlich wird seit 1979 in einer glaubensverschiedenen Ehe das „besondere Kirchgeld“ erhoben, wenn die Einkünfte der Ehepartner voneinander abweichen und der weniger verdienende Partner der Kirche angehört. Dann nämlich gilt nicht das Einkommen des Kirchenmitglieds als Richtschnur, sondern der gemeinsame Lebensstandard des Ehepaares. Juristen und Kirchenleute sprechen vom Lebensführungsaufwand. Nutznießerin ist die Kirche. Die Landesparlamente haben dem besonderen Kirchgeld nach Anträgen der Landeskirchen zugestimmt. Mittlerweile wird das besondere Kirchgeld von katholischen und evangelischen Kirchen überall erhoben. Eine Ausnahme bilden Bayern und Baden-Württemberg. Dort verzichtet die katholische Kirche auf die Eintreibung des Kirchgelds.

Nach Schätzungen des Kirchenkritikers Carsten Frerk sind circa 250.000 Menschen in Deutschland vom gemeinsamen Kirchgeld betroffen. Die Einnahmen liegen bei insgesamt 30 Millionen Euro. Das Kirchgeld wird auf der „Bemessungsgrundlage Gemeinsam zu versteuerndes Einkommen nach Paragraph 2 Abs. 5 ESTG“ berechnet:

Bei einem Jahreseinkommen des Ehepaars von 30.000 bis 37.499 Euro fallen 96 Euro an.
Zwischen 62.500 und 74.999 sind es 396 Euro.
Zwischen 100.000 und 125.000 Euro 840 Euro.
Ab einem Einkommen von 300.000 Euro: 3.600 Euro.

Vom besonderen Kirchgeld zu trennen ist das allgemeine Kirchgeld. Das ist eine freiwillige Abgabe zwischen 5 und 100 Euro pro Jahr, die in bestimmten Gemeinden für besondere Projekte eingeführt wurde.

Seit den 60er-Jahren gab es eine Reihe von Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts, die das Kirchgeld bestätigt hat. Die letzte Verfassungsbeschwerde (Aktenzeichen 2BvR591/ 06) hat das Bundesverfassungsgericht im November 2010 nicht zur Entscheidung angenommen. Nach Informationen aus Kirchenkreisen ging man ursprünglich von folgendem Szenario aus: In einer glaubensverschiedenen Ehe ist der Mann konfessionslos, die kirchlich gebundene Frau hat kein eigenes oder nur ein verschwindend geringes Einkommen. Dazu kommen noch die kirchlich gebundenen Kinder. In einem solchen Fall wird die Kirchensteuer nur durch das besondere Kirchgeld möglich.

Heute aber wird es erhoben, wenn das Einkommen des kirchlich gebundenen Ehepartners weniger als 50 Prozent des gemeinsamen Einkommens beträgt. In diesen weit verbreiteten Fällen zahlt der kirchlich gebundene Ehepartner Kirchensteuer. Bei der Nachzahlung wird dann Kirchgeld erhoben. Und das berechnet sich aus dem Lebensstandard, also auch aus den Einkünften des konfessionslosen Ehepartners.

Steuerberater raten dem kirchlich gebundenen Ehepartner zum Kirchenaustritt. Kirchen raten dem kirchlich gebundenen Ehepartner zur getrennten steuerlichen Veranlagung. Dadurch erhöht sich aber die Einkommenssteuer für beide Ehepartner. Ein dritter Weg: Der konfessionslose Ehepartner tritt einem weltanschaulichen Verband für Konfessionslose bei, etwa dem Humanistischen Verband. Diese Organisationen dürften auch Steuern erheben, tun das aber nicht. Sie finanzieren sich aus Jahresbeiträgen die zwischen 50 und 100 Euro liegen und deren Höhe von den Mitgliedern bestimmt wird.

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Wer aus der Kirche austritt, finanziert sie auch nicht mehr mit? Falsch!

Video:

https://www.facebook.com/funk/videos/354019525851238

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Gruß Hubert

 

 

Veröffentlicht 7. September 2020 von hubert wenzl in Uncategorized

Getaggt mit , ,

Der brutale Handel mit Katzenfleisch in Vietnam   Leave a comment

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Ich bin nur traurig und wütend wie Menschen so mit leidensfähigen und schmerzempfindlichen Lebewesen umgehen können. Was haben solche Leute im Kopf und welchen sch…. Charakter haben sie? Ich wünsche denen was, verdammte …….

Von wildbeimwild.com

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Bild: wildbeimwild.com

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Während der Handel und Konsum von Hundefleisch in Asien immer öfter öffentlich diskutiert wird, gerät das ebenso brutale Geschäft mit Katzenfleisch in den Hintergrund. Neue Recherchen der globalen Tierschutzorganisationen VIER PFOTEN und Change For Animals Foundation zeigen nun aber das wahre Ausmass des verborgenen Handels: Allein in Vietnam werden jedes Jahr geschätzt eine Million Katzen – darunter Streuner- und Haustiere – eingefangen, tagelang durch das Land transportiert und grausam geschlachtet. Als «Little Tigers» sind sie vor allem im Norden Vietnams auf den Speisekarten zu finden. 

Gleichzeitig halten Einheimische zunehmend Katzen als Haustiere und so kommt es immer wieder zu teilweise tödlichen Auseinandersetzungen mit Katzendieben. Tollwut-Ausbrüche und Zoonosen machen den Handel zusätzlich zu einer Gefahr für die öffentliche Gesundheit. VIER PFOTEN und Change For Animals Foundation fordern die vietnamesische Regierung deshalb auf, zuvor geltende Gesetze, die den Handel mit Katzenfleisch ausdrücklich verboten haben, wieder in Kraft zu setzen.

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Bild: wildbeimwild.com

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Im Gegensatz zum hiesigen Hundefleischhandel war das Jagen, Schlachten und Konsumieren von Katzen in Vietnam bis Januar 2020 explizit verboten. Das Gesetz wurde jedoch abgeschafft und Katzenfleisch ist gefragter denn je – besonders im Norden des Landes. VIER PFOTEN und Change For Animals Foundation identifizierten Hanoi sowie die Thai Binh Provinz mit ihren zahlreichen Restaurants und Schlachthäusern als Vietnams Katzenfleisch-Hotspots. Um die steigende Nachfrage zu decken, werden frei herumlaufende Streuner- und Hauskatzen eingefangen und lebendig an Grosshändler oder direkt an Restaurants verkauft. Farmen, auf denen Katzen eigens für den Fleischhandel gezüchtet werden, gibt es in Vietnam laut den Recherchen nicht.

«Bei den Grosshändlern haben wir zahlreiche Katzen mit Halsbändern entdeckt – ein eindeutiges Indiz, dass sie Haustiere waren. Im Zuge unserer Investigationen haben wir auch viele Haustierbesitzer getroffen, die verzweifelt ihre gestohlenen Katzen suchten. Die Behörden schauen hier meistens weg. Sie sind oft selbst in den Katzenfleischhandel involviert, profitieren von Bestechungsgeldern oder sind schlichtweg Konsumenten».

Katherine Polak, Tierärztin und Leiterin der VIER PFOTEN Streunerhilfe in Südostasien.

Diebstahl, Transport, Schlachtung: Tierquälerei in allen Bereichen

Einige Restaurants beziehen die Tiere direkt von den Katzenfängern und schlachten sie selbst vor Ort, die meisten arbeiten jedoch mit Grosshändlern und Schlachthäusern zusammen. Laut VIER PFOTEN und Change For Animals Foundation gelten die in Zentralvietnam liegenden Küstenstädte Da Nang und Hoi An – beliebt bei nationalen und internationalen Touristen – für die Beschaffung und Auslieferung von Katzen als äusserst wichtig.

«In Verteilerzentren halten die Grosshändler die gestohlenen Katzen tagelang eingepfercht in kleinen Käfigen bis sie genug Tiere gesammelt haben, um die Kosten des Transports zu decken. Über hunderte Kilometer weit werden die Katzen ohne Wasser, Futter und ausreichender Luftzufuhr in die in Vietnam verstreuten Schlachthäuser gebracht. Einige Grosshändler nutzen dafür sogar auch die Gepäckräume von regulären Passagierbussen».

Lola Webber, Mitgründerin der Change For Animals Foundation.

In den Schlachthäusern werden die Katzen üblicherweise ertränkt – sofern sie bis dahin nicht an Erschöpfung, Hitzschlag oder Verletzungen, entstanden durch das brutale Einfangen, gestorben sind. Die beiden Tierschutzorganisationen haben auch dokumentiert, dass die Katzen manchmal mit einem Hammer erschlagen, lebendig gekocht oder mittels Stromschlägen getötet werden. Danach wird den Tieren das Fell abgezogen, die Haut wird verbrannt. Erst dann werden die Katzen ausgenommen und im Falle eines Weitertransports eingefroren.

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Schwarze Katzen als Premium-Katzenfleisch

Der Katzenfleisch-Handel ist ein profitables Geschäft. Eine lebende Katze wird für rund 6,50 US-Dollar (EUR 5.70) pro Kilo verkauft, ein Kilo ihres Fleisches für 8,50 US-Dollar (EUR 7.50). Ein mit Katzenfleisch zubereitetes Gericht bieten Restaurants für ungefähr 6,50 US-Dollar (EUR 5.70) an. Laut den aktuellen Recherchen von VIER PFOTEN und Change For Animals Foundation sind schwarze Katzen noch mehr wert. Händler verkaufen sie lebendig für 8,50 US-Dollar (EUR 7.50) pro Kilo, ihr rohes Fleisch bringt bis zu 21,50 US-Dollar (EUR 18.90) pro Kilo. Jüngere Generationen betrachten Katzenfleisch als exotische Delikatesse. Bei älteren Menschen hängt der Verzehr meist mit Bräuchen, Aberglauben und dem Mondkalender zusammen. So sind einige Einheimische überzeugt, dass das Essen von Katzenfleisch Unglück abwehrt. Andere essen das Fleisch – vor allem von schwarzen Katzen –, weil sie glauben, dass es heilende Wirkungen hat, obwohl es dafür keine wissenschaftlichen Belege gibt.

Katzenfleisch: Gefahr für öffentliche Sicherheit und Gesundheit

In den vergangenen Jahren sind Katzen zu einem beliebten Haustier in Vietnam geworden – trotz der steigenden Nachfrage nach ihrem Fleisch. Mit Streunerkatzen allein kann der Bedarf nicht mehr gedeckt werden. Somit schrecken Katzenfänger auch nicht davor zurück, Haustiere zu stehlen. Immer wieder kommt es deshalb zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Katzendieben und Haustierbesitzern, die in der Vergangenheit auch tödlich endeten. Laut VIER PFOTEN und Change For Animals Foundation steht der Handel mit Katzenfleisch zudem auch in Verbindung mit Ausbrüchen von Tollwut und der Entstehung zoonotischer Krankheiten, ähnlich wie bei COVID-19. Ohne jegliche Kontrollen werden die Tiere – egal, ob gesund oder krank – quer durch das gesamte Land transportiert. Die unhygienischen Zustände in den Verteilerzentren und Schlachthöfen, die oft verschiedenste Tierarten halten, begünstigten die Entstehung von gefährlichen Viren.

VIER PFOTENs Kampf gegen den Hunde- und Katzenfleischhandel

VIER PFOTEN arbeitet in Vietnam mit der Change For Animals Foundation sowie mit den lokalen Tierschutzorganisationen Paws for Compassion in Da Nang und Vietnam Cat Welfare in Hoi An zusammen. Um den brutalen Handel mit Hunde- und Katzenfleisch in Südostasien nachhaltig zu beenden, hat VIER PFOTEN eine Kampagne auf internationaler und nationaler Ebene gestartet. «Durch Aufklärungsarbeit und Kooperationen mit den verantwortlichen Behörden und Tourismusverbänden sollen die Regierungen dazu gebracht werden, strenge Tierschutzgesetze einzuführen, die das Fangen, Schlachten und Essen von Hunden und Katzen verbieten. Damit werden nicht nur die Tiere, sondern auch die Menschen geschützt», erklärt Dr. Karanvir Kukreja, Tierarzt und Projektmanager der VIER PFOTEN Kampagne. Darüber hinaus unterstützt VIER PFOTEN lokale Tierschutzorganisationen und Gemeinden mit humanen und nachhaltigen Programmen zum Management der Hunde- und Katzenpopulation. VIER PFOTEN ist auch Teil der Tierschutzkoalitionen DMFI (Dog Meat Free Indonesia) und ACPA (Asia Canine Protection Alliance), die gegen den Handel in Südostasien lobbyieren.

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Der brutale Handel mit Katzenfleisch in Vietnam

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Gruß Hubert

Belgischer Schlachthof: Fehlbetäubungen und verletzte Schweine   Leave a comment

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Von Peta.de

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Video: vimeo / Animal Rights Nederland & België

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Wir von PETA und andere Tierrechtsorganisationen zeigen immer wieder den tagtäglichen Horror, den unzählige Tiere im Schlachthof ausgesetzt sind. So veröffentlichte die Organisation „Animal Rights“ im Juni dramatische Szenen aus einem belgischen Schlachthof, der jedes Jahr bis zu 650.000 Schweine tötet. Das Schweinefleisch von „Van Hoornweder“ aus Torhout in Belgien soll laut den Tierrechtlern auch in deutsche Supermärkte gelangen.

Humpelnde Schweine, ertrunken im Brühbad

Das Video der Organisation zeigt Tiere, die bereits verletzt am Schlachthof ankommen und teilweise gar nicht hätten transportiert werden dürfen. Humpelnde Schweine mit Organ- und Gewebevorfällen, tiefen Wunden und riesigen Abszessen sowie hochschwangere Sauen schleppen sich von den Transportern und werden teilweise direkt vor Ort mit einer Elektrozange betäubt und getötet. Andere erleiden auf den Entladerampen einen Todeskampf oder werden durch Gewalteinwirkung in die Wartebuchten getrieben. Beim Tötungsprozess sind viele Tiere nicht ausreichend betäubt. Immer wieder setzen Arbeiter die Elektrozange zur Nachbetäubung an den falschen Stellen an, und so durchströmt die Tiere nur der unsägliche Schmerz des Stromschlags. Dies führt auch dazu, dass einige Tiere noch bei Bewusstsein sind, wenn ihnen die Kehle durchtrennt wird oder wenn sie ins heiße Brühbad eintauchen und darin ersticken.

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Schlachthof Torhout – Deutsche Untertitelung from Animal Rights Nederland & België on Vimeo.

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Gesetze schützen die Tiere nicht ausreichend

Wir sind immer wieder aufs Neue erschüttert, was diesen intelligenten und leidensfähigen Tieren für den Konsum von Fleisch angetan wird. Doch was uns Hoffnung gibt, ist das Wissen, dass immer mehr Menschen bewusst wird, wie sehr Tiere in Schlachthäusern leiden; und dass sie verstehen, dass selbst die gesetzlich erlaubten Betäubungsmethoden für Rinder, Schweine, Schafe, Hühner und alle anderen fühlenden Lebewesen Stress und Schmerzen bedeuten.

 

Obwohl die gesetzlichen Vorschriften ohnehin nicht ausreichend sind, wird selbst gegen diese dürftigen Bestimmungen regelmäßig verstoßen. Traumatisierte, gewalttätige Arbeiter, nicht funktionierende Geräte und eine Tötung im Akkord: Im Schlachthof sind die Tiere ihrem grausamen Schicksal schutzlos ausgeliefert. Nicht selten verschließen selbst Veterinäre und Behörden die Augen vor dem immensen Leid der Tiere oder decken die gesetzeswidrigen Machenschaften der Schlachthofmitarbeiter.

 

Was Sie tun können

Die Tötung eines Tieres zu Nahrungszwecken ist immer eine unethische Handlung, wenn es leidfreie Alternativen gibt. Mit unserem kostenlosen und unverbindlichen Veganstart-Programm erleichtern wir Ihnen den Einstieg in ein veganes und tierfreundliches Leben.
Unterschreiben Sie zudem bitte unsere Petition gegen die qualvolle Gasbetäubung in Schlachthäusern.

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Belgischer Schlachthof: Fehlbetäubungen und verletzte Schweine

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 15. August 2020 von hubert wenzl in Uncategorized

Wenn wir nichts ändern, wird es ungemütlich   Leave a comment

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Es besteht ein Zusammenhang zwischen unseren ausbeuterischen Umgang mit Tieren und Umwelt und Pandemieen.

Von Daniela Wakonigg

miz-online.de – Materialien und Informationen zur Zeit

Die aktuelle Corona-Pandemie ist nur ein Beispiel für eine gefähr­liche Krankheitswelle, die auf unseren ausbeuterischen Umgang mit Tieren und Umwelt zurückzuführen ist. Weitere werden mit hoher Wahrscheinlichkeit folgen, warnt die Wissenschaft. Höchste Zeit, unser Verhältnis zur Natur zu überdenken und diesem Denken auch Taten folgen zu lassen.

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Schlachthöfe und Fleischfabriken wurden in der Corona-Epidemie zu Infektions-Hotspots, Foto: Pixabay

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Kritik an unserer Ausbeutung der Tierwelt wird oft mit tierethischen Argumenten geübt. Angesichts der Tatsache, dass Tiere unsere engen biologischen Verwandten seien und ebenso leidensfähig wie wir, müsse überdacht werden, ob es ethisch akzeptabel sei, Tiere der industriellen Massentierhaltung auszusetzen oder sie überhaupt zu schlachten und zu essen. Die Gegenseite hält die biologische Nähe von Mensch und Tier sowie die tierische Leidensfähigkeit hingegen für weniger bedeutsam und beruft sich wahlweise auf den Verstand des Menschen, welcher ihn über die Tiere erhebe, oder auf seine gottgegebene Position als Krone der Schöpfung, die eine Nutzung anderer Lebewesen legitimiere.

Die philosophischen Diskussionen um dieses Thema werden derzeit von der Realität eingeholt. Und zwar auf fast ironisch zu nennende Weise. Denn selbst wer tierethischen Positionen fern steht und Tieren gegenüber keine sonderliche Empathie empfindet, muss spätestens in der gegenwärtigen Corona-Pandemie erkennen, dass es die Kombination von der biologischen Nähe des Menschen zu Tieren und von deren Ausbeutung ist, die droht, der Menschheit zum Verhängnis zu werden.

Einige Krankheitserreger sind spezialisiert auf ganz bestimmte Wirte. Ein porcines Coronavirus kann Schweine infizieren, ein felines Katzen, nicht jedoch umgekehrt. Doch weil sich die Biologie unterschiedlicher Wirtstiere ähnelt, besitzen andere Krankheitserreger die Fähigkeit, Wirte unterschiedlicher Arten zu infizieren. Bei Krankheiten, die vom Menschen auf (andere) Tiere oder von (anderen) Tieren auf den Menschen übertragbar sind, spricht man von Zoonosen. Zu den Zoonosen zählt auch die Covid-19-Erkrankung, die vom neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird. Eine der unangenehmen Eigenschaften von Zoonosen ist, dass jederzeit neue entstehen können.

Krankheitserreger wie Viren, die sich zahlreich und schnell vermehren, produzieren im Laufe ihres Reproduktionsprozesses beispielsweise immer neue Mutationsformen. So kann es sein, dass in einem einzelnen Tier entweder per zufälliger Mutation oder durch Vermischung mit dem Genmaterial eines anderen Virus eine Virusvariante entsteht. Eine Variante, die – direkt oder über eine weitere Vermischungsstation in einem Zwischenwirt – geeignet ist, auch auf eine andere Tierart wie beispielsweise den Menschen überzugehen. Im schlimmsten Fall ist diese neu entstandene Virusvariante auch von Mensch zu Mensch übertragbar und hat auf diese Weise das Potential, eine Epidemie oder gar eine Pandemie auszulösen.

An dem natürlichen Prozess des fortwährenden Wandels bestimmter Krankheitserreger ist nichts zu ändern. Sehr wohl kann jedoch an anderen Stellschrauben gedreht werden, um Krankheitswellen unter der menschlichen Bevölkerung zu verhindern. Momentan sind diese Schrauben jedoch so justiert, dass die Uhr für die Entstehung neuer Pandemien permanent tickt. Das verdanken wir unserem aktuellen Umgang mit Tieren und Umwelt.

In der Massentierhaltung sind viele Tiere auf engstem Raum zusammengepfercht und werden am Fließband geschlachtet. Je mehr Tiere sich an einem Ort befinden, desto höher ist jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass eines von ihnen die neue Variante eines Krankheitserregers in sich trägt, die auf Menschen übertragbar ist. Durch die beengte Tierhaltung ist außerdem die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass dieser Erreger auf mehrere Tiere übertragen wird, was wiederum die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sich menschliche Arbeiter in der Tierindustrie infizieren.

Doch nicht nur die Massentier­haltung, auch das Eindringen des Menschen in den Lebensraum wildlebender Tiere birgt die Gefahr gefährlicher Zoonosen. Einige wildlebende Tierarten tragen beispielsweise Viren in sich, die sie selbst nicht krank machen, die für den Menschen jedoch höchst gefährlich sein können. Indem der Mensch, in ihr Revier eindringt, sie jagt und isst, besteht die Gefahr der Entstehung bzw. Übertragung einer neuen Zoonose. Ebenso, indem der Mensch den Lebensraum der Wildtiere zerstört – beispielsweise durch das Abholzen von Regenwäldern – und die Tiere so zwingt, sich in der Nähe von menschlichen Ortschaften anzusiedeln.

Auf genau diese Weise, also durch den Kontakt zu Tieren, die zum Zweck der Schlachtung gehalten oder gejagt wurden, kam es in den vergangenen Jahrzehnten in Asien zu Ausbrüchen der sogenannten Vogel- und Schweinegrippe, ebenso wie zu wiederholten Ausbrüchen von Ebola in Afrika. Wie genau das neuartige Coronavirus SARSCoV2, das derzeit die Welt in Atem hält, entstand und wann und wo es erstmals von Mensch zu Mensch übertragen wurde, ist noch nicht abschließend geklärt. Untersuchungen des Erbgutes zeigen, dass SARSCoV2 genetisch sowohl eng verwandt ist mit Coronaviren, die in Fledermäusen vorkommen, als auch mit solchen, die in Schuppentieren existieren. Man vermutet derzeit, dass es SARSCoV2 über das Schuppentier als Zwischenwirt gelang, die Artgrenze zu überspringen und auf den Menschen überzugehen. Sowohl Fledermäuse als auch Schuppentiere sind Wildtierarten, die in China gejagt, gegessen und tot ebenso wie lebendig auf Märkten angeboten werden. Auch auf dem Tiermarkt in Wuhan, von dem die weltweite Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ihren Ursprung nahm – auch wenn die erste Übertragung von Tier zu Mensch und Mensch zu Mensch möglicherweise bereits früher stattgefunden haben könnte. Bereits seit Jahren hatten Wissenschaftler zuvor vor der Entstehung einer weiteren für den Menschen gefährlichen Coronavirus-Variante gewarnt. Und auch davor, dass sich diese neue Virusvariante aufgrund der weltweit wachsenden Mobilität in Windeseile um den Globus verteilen könnte.

Während die Welt aktuell unter der Corona-Pandemie ächzt, steht das nächste gefährliche Virus bereits in den Startlöchern. Wieder ist es eines, das dem Menschen Dank Massentierhaltung gefährlich werden kann. Ende Juni sprachen chinesische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift PNAS eine Warnung vor einem neuen Schweinegrippevirus aus: G4 EA H1N1. Diesen G4-Genotyp des Influenza-A-Virus H1N1 haben Wissenschaftler bereits seit mehreren Jahren unter Beobachtung. 2013 wurde durch Untersuchung von Schweinen in der chinesischen Massentierzucht sowie von Arbeitern in Schweine-Fabriken entdeckt, dass das G4-Virus inzwischen nicht nur in Schweinen, sondern auch in Menschen vorkommt. Ein Zehntel der stichprobenartig untersuchten Arbeiter in den industriellen Schweine-Betrieben Chinas sollen bis heute Kontakt mit dem Virus gehabt haben. Die entscheidende Hürde für eine Pandemie hat das G4-Grippevirus glücklicherweise noch nicht genommen: Es ist nach aktuellem Wissensstand nicht von Mensch zu Mensch übertragbar. Doch die Wissenschaftler warnen in ihrer Veröffentlichung deutlich davor, dass das G4-Grippevirus inzwischen alle entscheidenden Merkmale habe, die es zu einem Kandidaten für eine Influenza-Pandemie machten.

Dass unser ausbeuterischer Um­gang mit Tieren und Umwelt die Ent­stehung und Verbreitung von Pande­mien massiv begünstigen, steht ohne jede Frage fest. Nur eine weitere düstere Färbung verleiht dieser Feststellung die Tatsache, dass es in der Corona-Pandemie zudem weltweit ausgerechnet Schlachtbetriebe waren, die sich als Hotspots der Mensch-zu-Mensch-Übertragung des neuen humanen Coronavirus erwiesen. Die gekühlte Luft, Klimaanlagen ohne ausreichende Filterung sowie schwere körperliche Arbeit mit hohem Aerosolausstoß schufen ideale Bedingungen für die Verbreitung. In den Schlachtbetrieben zeigt sich nämlich nicht nur unser ausbeuterisches Verhältnis gegenüber Tieren, die dort am Fließband getötet werden. Es zeigt sich auch, dass wir für das vermeintliche Menschenrecht aufs Billig-Schnitzel ebenfalls bereit sind, die Ausbeutung von Menschen in Kauf zu nehmen. Menschen aus Billiglohnländern, die für niedrige Löhne jene Brutalität ausüben, mit der wir unser Schnitzel keinesfalls assoziieren wollen.

Als würde das alles noch nicht reichen, gibt es neben der sehr realen Gefahr, zum Ausgangspunkt von Pandemien zu werden, durch Massentierhaltung und industrielle Fleischproduktion noch weitere Gefahren für die Menschheit. Zu nennen wären vor allem die zunehmende Abholzung des Regenwalds zum Anbau von Viehfutter, was den Klimawandel beschleunigt, sowie die Entstehung von Antibiotikaresistenzen. Durch die beengten Verhältnisse in der Massentierzucht können sich nicht nur Viren, sondern auch Bakterien in Viehbeständen schnell verbreiten. Landwirte und Agrarunternehmen steuern dagegen, indem sie in der Tierzucht und Tiermast umfangreich Antibiotika einsetzen. Durch den massenhaften Einsatz von Antibiotika werden Keime jedoch zunehmend gegen sie resistent. Und zwar auch jene, die in der Humanmedizin bekämpft werden. Auf diese Weise schwindet die Anzahl wirksamer Antibiotika. Ändert sich an diesem Zustand nicht schnell und grundlegend etwas, so leben wir bald wieder in einer Welt, in der eine Zahnwurzelentzündung ebenso tödlich enden kann wie vor einem guten Jahrhundert zur Zeit unserer Vorfahren.

Angesichts all dieser Fakten ist es schon lange keine bloße Frage der Tierethik mehr, ob wir unseren Umgang mit Umwelt und Tieren ändern sollten. Allein der pure Egoismus unserer eigenen Spezies sollte uns zum Handeln antreiben. Entweder wir verzichten auf Fleischindustrie und Massentierhaltung und damit auf unser tägliches Billig-Schnitzel oder für die Menschheit wird es in den kommenden Jahrzehnten nicht nur aufgrund des steigenden Meeresspiegels äußerst ungemütlich werden. Seine Vernunft, die ihn angeblich über die Tierwelt erhebt, könnte der Mensch hier unter Beweis stellen. Doch ob der menschliche Verstand über die Lust aufs Schnitzel siegen wird, ist äußerst fraglich.

Informationen

Das Diktum aus dem 1. Buch Mose (=Genesis), in dem Gott seinen Ebenbildern befiehlt, sich die Natur zu unterwerfen und nach Belieben nutzbar zu machen, beherrscht das Gattungsbewusstsein des Menschen wie kein zweites: eine universell gültige Erlaubnis, gar „göttlicher Auftrag“, zu rücksichtsloser Ausbeutung von Um- und Mitwelt. Auch wenn und gerade weil der vorgebliche Auftrag Gottes erkennbar nichts anderes ist, als ins Metaphysische projizierter und aus diesem als Legitimation für rücksichtsloseste Ausbeutung von allem und jedem zurückgespiegelter Ausdruck menschlicher Gier, fällt es umso schwerer – Stichwort: Kognitive Dissonanz –, die entscheidende Lehre aus der gegenwärtigen Krise um das Corona-Virus zu ziehen. Und die heißt: Wir brauchen ein grundlegend anderes Verhältnis Mensch-Natur.

Colin Goldner

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Wenn wir nichts ändern, wird es ungemütlich

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Gruß Hubert

Geschützt: Erotik-2-Entwurf   Leave a comment

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Veröffentlicht 11. August 2020 von hubert wenzl in Uncategorized

Reister Markt: Bei dieser Tierschau werden Tiere gequält   Leave a comment

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Man kann doch nicht eine Kuh mit einem industriellen Hochdruckreiniger säubern! Wichtig ist auch, dass Tradition keine Tierquälerei rechtfertigt!

Von Peta.de

Reister Markt: Bei dieser Tierschau werden Tiere gequält

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Jedes Jahr im August findet im sauerländischen Reiste-Eslohe (NRW) der mehrtägige Reister Markt statt. Teil des Programms sind neben Kirmes und Krammarkt auch eine Tierschau mit Prämierung sowie ein Tierverkauf.

Videomaterial der letztjährigen Tierausstellung, das uns von PETA vorliegt, zeigt gestresste, verängstigte Rinder, Kälber, Kaninchen, Hühner und Küken sowie einen teilweise groben Umgang mit den Tieren.

Zuchtschau der Rinder bedeutet pures Tierleid

Wie die Aufnahmen zeigen, wurden die Rinder vor den Zuchtschauen mit industriellen Hochdruckreinigern gesäubert. Dabei wurde der harte Wasserstrahl direkt auf Gesicht und Euter der empfindsamen Tiere gerichtet. Viele Kühe zeigten bei dieser Prozedur unübersehbare Zeichen von Stress und versuchten, dem schmerzhaften Wasserstrahl auszuweichen. Da die Tiere wegen der Schau nicht gemolken worden waren, war das Euter besonders schmerzempfindlich.

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Bild: Peta.de

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Aus vielen Eutern tropfte Milch – die von der Natur vorgesehene Nahrung für die Kälber der Kuhmütter. Zudem wiesen viele Kühe aufgrund der Fellrasur Schürfwunden auf, die teilweise mit Sprühfarbe abgedeckt wurden – alles nur, damit die Halter bei der Zuchtschau bessere Chancen auf einen Sieg haben. Nach Meinung vieler Experten handelt es sich bei den ausgestellten Rassen um Qualzuchten, die auf eine unnatürlich hohe „Milchleistung“ gezüchtet wurden.

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Bild: Peta.de

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Tiere, die nicht weitergehen wollten, wurden gefügig gemacht, indem ihr Schwanz schmerzhaft geknickt wurde oder sie grob am Nasenring geführt oder mit einem Schlüssel gestochen wurden.

Der hohe Stresspegel der Tiere äußerte sich auch durch eine auffallend starke Vokalisation während der gesamten Dauer der Veranstaltung. Neben dem offensichtlichen Leid, das den Rindern zugefügt wurde, stellten die verängstigten Tiere, die inmitten von Besuchergruppen oftmals scheuten, eine große Gefahr für Marktbesucher und Kinder dar.

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Bild: Peta.de

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Auch junge Kälber mussten angebunden und ohne ihre Mütter stundenlang an Ort und Stelle verharren. Eine ordnungsgemäße Versorgung mit Nahrung konnte nicht beobachtet werden. Bei einem Kalb war der Strick quer über das Auge des Tieres angebracht worden. Selbst nach einem Hinweis an den Halter wurde dem Tier nicht geholfen. Bei einigen Kälbern waren die klaffenden, blutigen Wunden des schmerzhaften Enthornens am Kopf zu sehen.

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Bild: Peta.de

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Kleintiere ausgestellt und verkauft

Bei der Zuchtschau wurden auch Kleintiere wie Kaninchen, Hühner und Enten sowie deren Küken zum Kauf angeboten. Die große Besuchermenge, laute Musik und die Zuchtbewertungen stellten für die empfindsamen Tiere eine enorme Belastung dar. Hühner und Küken wurden in kleinen Käfigen präsentiert, teilweise ohne Wasser oder Schutz vor der prallen Augustsonne. Nach dem Verkauf wurden die panischen Tiere oftmals zusammen mit offenbar fremden Artgenossen in Kartons gesteckt, in denen sie teilweise über Stunden ausharren mussten, bis ihre Käufer sie nach dem Marktbesuch abholten. Es ist fraglich, wie viele Tiere die Strapazen auf diesem Markt nicht überleben oder schon vorab aussortiert und getötet werden, weil sie den von Menschen festgelegten Zuchtkriterien nicht entsprechen.

Auch Pferde leiden auf dem Reister Markt. Neben einigen Pferden, die ausgestellt wurden, wurde auch ein Ponykarussell für Kinder angeboten, bei dem die Ponys stupide im Kreis laufen müssen – eine reine Quälerei für die Tiere.

Tradition rechtfertigt keine Tierquälerei!

Leider wird die Not der Tiere auf derartigen Ausstellungen aus wirtschaftlichen Interessen häufig ausgeblendet. Wer jedoch die Augen vor dem Tierleid nicht verschließt, der erkennt schnell, dass die Tierschau, Zuchtschau und der Tierverkauf für die betroffenen Tiere mit enormem Stress, großer Angst sowie länger anhaltenden Schmerzen und Leiden verbunden sind – und das stellt einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar.

Wir appellieren dringend an die Verantwortlichen, die Tierschau beim nächsten Reister Markt durch tierfreundliche Programmpunkte zu ersetzen. Da das Event aufgrund der Corona-Pandemie erst im August 2021 stattfinden wird, ist genügend Zeit für die Erarbeitung eines neuen Konzepts gegeben.

Darüber hinaus wurden die Verantwortlichen aufgrund der genannten Tierschutzverstöße beim Landesamt für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz (LANUV) Recklinghausen angezeigt. Wir informierten das Veterinäramt und die Betreiber vor der Veröffentlichung über diesen Vorgang. Es ist allerdings fraglich, inwieweit das Veterinäramt seinen Pflichten nachgehen wird, da der Leiter des Amtes Hochsauerlandkreis in der Vergangenheit in einem von uns angezeigten Fall wegen Amtsverletzung zu einer Geldbuße von 1.500 Euro verurteilt wurde. Außerdem sollen die teilweise tierschutzwidrigen Zustände laut Meldungen an uns seit Jahren bekannt sein.

Was Sie tun können

Bitte besuchen Sie keine Tiermärkte, denn dort werden Tiere immer für die Belange der Menschen benutzt und ausgenutzt. Sprechen Sie sich in Ihrer Stadt zudem gegen solche Märkte aus.

Sie möchten Rindern, Schweinen und Hühnern nachhaltig helfen? Dann melden Sie sich am besten noch heute bei unserem kostenlosen und unverbindlichen Veganstart-Programm an und freuen Sie sich auf leckere Rezepte und spannende Informationen rund um das tierfreundliche Leben.

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Reister Markt: Bei dieser Tierschau werden Tiere gequält

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Gruß Hubert

Immer öfter sterben Igel durch Motorsensen und Mähroboter   Leave a comment

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Von Peta.de

Qualvoller Igel-Tod durch Motorsensen, Freischneider und Mähroboter

Gemeindliche Bauhofmitarbeiter, Hausmeistereien und Gartenbesitzer verwenden zur Pflege von Grün- und Freiflächen immer häufiger Motorsensen und Freischneider. Leider versetzen sich die Benutzer dabei jedoch nicht in die Lage der Wildtiere: So wird vor dem Einsatz solcher Geräte meist nicht kontrolliert, ob unter überhängenden Zweigen, Büschen, im Heckenunterbewuchs oder im hohen Gras eventuell ein Igel seinen Tagschlaf hält. Während andere Wildtiere bei Gefahr flüchten, rollt sich der Igel ein und stellt sich tot – daher werden die Tiere immer häufiger grauenhaft verletzt oder verstümmelt.

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Foto: Peta.de – Bei diesem frisch verletzten Igel handelte es sich um eine laktierende Igelin, deren Jungen nach ca. 5 Tagen tot im Nest gefunden wurden.

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Meist ist nur noch Einschläfern möglich, um den Igel von seinen Qualen zu befreien

In den meisten Fällen ist die Euthanasie durch den Tierarzt für die Igel eine Erlösung. Die Dunkelziffer der auf diese Weise verletzten oder getöteten Igel ist mit Sicherheit hoch, da die meisten Tiere nicht gefunden werden. Diejenigen, die unentdeckt bleiben, sterben besonders qualvoll – insbesondere jene, deren Gesichter zerstückelt oder schlichtweg abgeschnitten wurden. Wird ein weibliches Tier, das gerade Jungtiere aufzieht, schwer verletzt oder getötet, verhungert ihr Nachwuchs. Aber auch Insekten, andere Wirbellose, Amphibien, Reptilien, Jungvögel und viele weitere Tiere fallen den sogenannten Gartengeräten zum Opfer – was insbesondere in Zeiten, in denen das Insektensterben und der Verlust der biologischen Vielfalt dramatische Ausmaße angenommen hat, eine tragische Entwicklung ist.

Appell an das Bundesumweltministerium

Bitte appellieren Sie an das Bundesumweltministerium, die Hersteller solcher Geräte zu verpflichten, die Käufer über die Gefahren für Kleintiere aufzuklären, beispielsweise durch Warnhinweise auf dem Gerät oder der Verpackung. Bitten Sie das Ministerium zudem, ein Nachtfahrverbot für Mähroboter (nach Einbruch der Dämmerung) auf den Weg zu bringen, um vor allem nachtaktive Tiere zu schützen: poststelle@bmu.bund.de

Am besten gar keine motorisierten Gartengeräte benutzen

Gartenbesitzer, Hausmeister und Bauhofmitarbeiter sollten daher vor dem Einsatz solcher Geräte dringend nach unter Sträuchern oder im hohen Gras befindlichen Igeln und anderen Tieren suchen und sie aus dem Gefahrenbereich entfernen. Noch besser wäre es allerdings, dort gar nicht erst zu mähen. Igel stehen mittlerweile in vielen Bundesländern auf der Vorwarnliste der gefährdeten Tierarten. Unnötige Todesfälle durch Mäharbeiten sollten deshalb möglichst vermieden werden. Auch Mähroboter sollten nur nach vorheriger Nachschau auf Igel eingesetzt werden. Nachts sollten Mähroboter generell nicht verwendet werden.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.peta.de/igeltipps

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Immer öfter sterben Igel durch Motorsensen und Mähroboter

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Gruß Hubert

Skandal um rechte Drohmails: Hessens Polizeipräsident tritt zurück   Leave a comment

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Die Kabarettistin Idil Baydar macht der Polizei schwere Vorwürfe. Sie würde sich gerne wieder sicher fühlen, „und nicht das Gefühl haben, dass ich vor der Polizei Angst haben muss“. Das kann es wohl nicht sein.

Aus Web.de

Gibt es in den Reihen der hessischen Polizei ein rechtes Netzwerk? Abfragen von persönlichen Daten von Frauen, die später Drohmails erhalten hatten, über einen Polizeicomputer legen diesen Verdacht nahe. Hessens Polizeipräsident hat nun Konsequenzen gezogen und um seine Versetzung in den Ruhestand gebeten.

Hessens Landespolizeipräsident Udo Münch tritt wegen der Affäre um rechtsextreme Drohmails zurück. Münch habe um seine Versetzung in den einstweiligen Ruhestand gebeten, teilte Innenminister Peter Beuth (CDU) am Dienstag in Wiesbaden mit.

Münch übernehme damit als oberster Polizist Verantwortung für Versäumnisse, „die er nicht alleine zu vertreten hat“.

Auslöser für die Affäre sind Drohmails mit der Unterschrift „NSU 2.0“ an die Fraktionsvorsitzende der Linken im hessischen Landtag, Janine Wissler. Bevor die Vize-Bundesvorsitzende der Partei die Drohungen erhalten hatte, waren ihre persönlichen Daten über einen hessischen Polizeicomputer abgefragt worden.

Die Datenabfrage soll im Polizeipräsidium Westhessen in Wiesbaden erfolgt sein. Der betroffene Polizist wird nach Angaben des Innenministers aber nicht beschuldigt, sondern als Zeuge geführt. Wer für diese Abfrage verantwortlich ist, ist noch immer unklar.

Die Unterschrift „NSU 2.0“ trugen 2018 auch mehrere Drohschreiben an die Frankfurter Anwältin Seda Basay-Yildiz, die im Münchner Prozess um die Morde des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) Opferfamilien vertreten hatte.

Nach Bekanntwerden der neuen Fälle hatte der Innenminister gesagt, er schließe nicht mehr aus, dass es ein rechtes Netzwerk bei der Polizei in Hessen geben könnte.

Kabarettistin Baydar: „Muss vor der Polizei Angst haben“

Die ebenfalls bedrohte Kabarettistin Idil Baydar macht unterdessen der Polizei schwere Vorwürfe. Sie würde sich gerne wieder sicher fühlen, „und nicht das Gefühl haben, dass ich vor der Polizei Angst haben muss“, sagte sie am Dienstag dem „ARD-Mittagsmagazin“.

„Das ist eine obskure Situation. Und da wünsche ich mir schon, dass die Polizei von ihrem Standpunkt aus auch auf mich zukommt.“

Sie habe davon erst durch einen Journalisten erfahren, sagte Baydar. Von der Polizei habe sie bis heute nichts gehört. „Das trägt auch nicht gerade zur Vertrauensbildung bei.“ Ihr Leben sei nicht mehr, wie es vorher einmal war, erklärte die in Berlin lebende Kabarettistin.

„Ich bin bedroht. Ich weiß nicht, aus welcher Ecke jetzt irgendjemand kommt, der mir irgendwas antun würde. Und des Weiteren wüsste ich nicht einmal, ob die Polizei das auch aufklärt, selbst wenn mir was passieren würde.“

Innenminister Peter Beuth (CDU) hat keine Belege, aber den Verdacht, dass es ein rechtes Netzwerk in der hessischen Polizei geben könnte. (dpa/dh)

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Skandal um rechte Drohmails: Hessens Polizeipräsident tritt zurück

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Gruß Hubert

Trump verlangt Entschuldigung von CNN – weil Biden in Umfrage vorn liegt   1 comment

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Ich dachte ich lese nicht richtig. So geht es wenn man einen Politiker wählt (der eigentlich nur deals kennt), der mit einer sehr dürftigen Allgemeinbildung ausgestattet ist. Er liest ja auch keine Bücher, sagte er mal. Belgien glaubte er sei eine Stadt und der italienische Staatspräsident heißt bei ihm Mozzarella statt Mattarella. 🙂 Bei George W. Bush gibt es ja ein Buch über seine ganzen „Hoppalas“. Bei Trump würde das sicher noch dicker werden, dazu kommen seine ins unendlich gehenden Lügen.

Zurück zur unerwünschten Umfrage von Trump, weil nicht zu seinen Gunsten.

Von rnd.de

  • Der US-Sender CNN hat eine Wahlumfrage veröffentlicht, in der Joe Biden klar vor Donald Trump liegt.

  • Sehr zum Missfallen des US-Präsidenten.

  • Dessen Wahlkampfteam forderte den US-Sender nun auf, die Umfrage zurückzuziehen und sich zu entschuldigen.

Berlin/Washington. US-Präsident Donald Trump fühlt sich laut einem “CNN”-Bericht wegen einer Wahlumfrage des US-Senders ungerecht behandelt. In der Erhebung landete der Republikaner 14 Prozentpunkte hinter seinem designierten demokratischen Herausforderer Joe Biden. Während Biden Umfragewerte von 55 Prozent erreicht, kommt Trump nur auf 41 Prozent.

Knapp fünf Monate vor der US-Präsidentschaftswahl offenbar Grund genug für Trump, um dagegen vorzugehen. Der US-Sender erhielt eigenen Angaben zufolge einen Brief von Trumps Wahlkampfteam, in dem CNN aufgefordert wird, die Umfrage zurückzuziehen und sich für die Veröffentlichung zu entschuldigen.

Trumps Team fordert Rücknahme und Entschuldigung

“Es ist eine tricksende und falsche Umfrage, die Wähler vom Wählen abhalten, Schwung und Enthusiasmus für den Präsidenten unterdrücken und generell ein falsches Bild erzeugen soll über die derzeitige Unterstützung für den Präsidenten quer durch Amerika”, heißt es laut CNN in dem Brief.

Das Team des Präsidenten fordert deshalb eine “vollständige, faire und sichtbare Rücknahme der Umfrage, eine Entschuldigung und Klarstellung, um die irreführenden Schlussfolgerungen zu korrigieren”, zitiert CNN weiter aus dem Brief.

Zugleich stellt der US-Sender klar, dass er die Veröffentlichung nicht zurückziehen wird. “Wir stehen zu unserer Umfrage”, sagte ein CNN-Sprecher.

Forderungen wie sonst nur von Diktaturen

“Meines Wissens ist das das erste Mal in seiner 40-jährigen Geschichte, dass CNN rechtliche Schritte angedroht werden, weil einem amerikanischen Politiker oder seinem Kampagnenteam die Ergebnisse einer CNN-Umfrage nicht gefallen”, sagt CNNs Vizechef David Vigilante.

Bislang hätten allenfalls Staaten wie Venezuela rechtliche Schritte gegen den Sender unternommen. Staate

n eben, in denen eine freie Presse ohnehin wenig bis gar keinen Stellenwert habe. Man habe die Forderungen daher vollständig zurückgewiesen. Zudem wies CNN daraufhin, dass der US-Präsident Umfragen des Senders in der Vergangenheit gelobt habe, wenn diese für Trump positiv ausgefallen waren.

Schon nach Erscheinen der Umfrage hatte Donald Trump getwittert, er habe ein Team engagiert, dass die Erhebung analysieren solle. Denn angesichts des “unglaublichen Enthusiasmus”, der ihm begegne, habe er das Gefühl, die Umfrage sei Fake, schrieb Trump.

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Trump verlangt Entschuldigung von CNN – weil Biden in Umfrage vorn liegt

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Wenn er nicht so viel Macht hätte, könnte man über ihn nur lachen.

Präsident Mozzarella 🙂

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Gruß Hubert

Das Versagen des Deutschen Ethikrates   2 comments

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gbs (Giordano-Bruno-Stiftung) kritisiert Überrepräsentanz kirchlicher Interessen.

„Der Deutsche Ethikrat sollte rational, evidenzbasiert und weltanschaulich neutral argumentieren, was aber durch die Überrepräsentanz kirchlicher Interessenvertreter allzu oft verhindert wird“, kritisiert der Philosoph und Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung Michael Schmidt-Salomon. Die am 30. April erfolgte Neubesetzung des Gremiums habe dieses Problem keineswegs behoben, sondern eher noch verschärft.

„Dass sich die Mehrheit der Mitglieder des Deutschen Ethikrates gegen Selbstbestimmungsrechte am Lebensende aussprachen und für ein Gesetz votierten, das per einstimmigen Beschluss der Karlsruher Richter für verfassungswidrig erklärt wurde, ist ein Skandal, der noch nicht hinreichend thematisiert wurde“, meint Schmidt-Salomon, der bei der mündlichen Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts als „Sachverständiger Dritter“ für die später erfolgte Aufhebung des § 217 StGB plädiert hatte. „Die Unterstützung eines verfassungswidrigen Gesetzes ist nur eines von vielen Indizien dafür, dass der Deutsche Ethikrat in seiner Funktion immer wieder versagt. Interessanterweise kommt es dazu vor allem dann, wenn religiöse Interessen im Spiel sind, wie auch die Debatten zur Knabenbeschneidung oder Präimplantationsdiagnostik gezeigt haben. In einem gewissen Ausmaß kann man solche Defizite tolerieren, aber: Wenn sich – wie im Fall der Sterbehilfe-Diskussion – herausstellt, dass die Mitglieder des wichtigsten Ethikrates des Landes mehrheitlich nicht in der Lage sind, auf dem ethischen Niveau des deutschen Grundgesetzes zu argumentieren, ist dies keine Lappalie, die man auf die leichte Schulter nehmen könnte.“

Nach der deutlichen Rüge aus Karlsruhe hätte man eigentlich eine Umorientierung in der inhaltlichen Ausrichtung sowie der personellen Zusammensetzung des Ethikrates erwarten dürfen, doch die am 30. April erfolgte Neubesetzung des Gremiums weise in eine andere Richtung, führt Schmidt-Salomon aus: „Durch die Neubesetzung ist der Rat nicht pluraler, liberaler oder kompetenter geworden. Immerhin gab es 2017 neun Ethikratsmitglieder, die sich in einem Minderheitsvotum für eine Stärkung der Selbstbestimmungsrechte am Lebensende ausgesprochen hatten. Von diesen liberalen Dissidenten sind nun zwei Drittel, also sechs Personen, nicht mehr im aktuellen Ethikrat vertreten. Bei den neu hinzugekommenen Mitgliedern des Rates sind Personen mit religiös-konservativen Werthaltungen überproportional stark vertreten – Menschen, von denen man leider annehmen muss, dass sie 2017 ebenfalls für ein verfassungswidriges Gesetz votiert hätten.“

[…]

Die Besetzung des Deutschen Ethikrates ist nicht repräsentativ

Nehme man die aktuellen Mitglieder des Ethikrats unter die Lupe, falle eine „gravierende weltanschauliche Schieflage“ auf, so Schmidt-Salomon: „Unter den 24 Mitgliedern des Deutschen Ethikrats hat knapp die Hälfte einen eindeutig religiösen Hintergrund. Neun Mitglieder, überwiegend Theologinnen und Theologen, bekleiden Funktionen innerhalb der christlichen Kirchen oder deren Wohlfahrtsverbände, zwei weitere vertreten den Islam oder das Judentum, nur ein einziges Mitglied des aktuellen Ethikrats, nämlich der Philosoph Julian Nida-Rümelin, hat sich in der Vergangenheit wahrnehmbar für die Interessen konfessionsfreier Menschen eingesetzt.“ Hinzu komme, so Schmidt-Salomon, dass es weitere Ethikratsmitglieder gebe, „die zwar keine offiziellen Kirchenfunktionen wahrnehmen, aber doch entschieden für kirchliche Positionen eintreten“. Ein Beispiel hierfür sei der Jurist Steffen Augsberg, der die Anliegen radikaler „Lebensschützer“ mit entsprechenden Analysen untermaure (siehe etwa diesen Beitrag in der „Zeitschrift für Lebensrecht“) und der „rhetorisch äußerst geschickt für ein Verbot professioneller Freitodbegleitungen gestritten“ habe – sowohl als Mitglied des Deutschen Ethikrates als auch als Prozessbevollmächtigter der Bundesregierung in dem Verfahren zu § 217 StGB vor dem Bundesverfassungsgericht.

Schmidt-Salomons Fazit: „Insgesamt muss man feststellen, dass der Deutsche Ethikrat in seiner aktuellen Zusammensetzung nicht repräsentativ für die Wertehaltungen der deutschen Bevölkerung ist (siehe hierzu auch die zahlreichen referierten Studien auf der Website der „Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland“). Er spiegelt weder die Überzeugungen der konfessionsfreien Menschen wieder, die immerhin 38 Prozent der deutschen Bevölkerung stellen, noch die Überzeugungen der nominellen Kirchenmitglieder, die in ethischen Fragen von den amtskirchlichen Vorgaben mehrheitlich abweichen.“ Hinzu kommt für den Stiftungssprecher noch ein zweites Problem: „Bedauerlicherweise repräsentiert der Deutsche Ethikrat summa summarum auch nicht das Niveau der akademischen Debatte auf dem Gebiet der Praktischen Ethik. Zwar gibt es Ethikratsmitglieder, die sehr wohl auf der Höhe des universitären Diskurses argumentieren, aber sie bilden in dem Gremium eher eine Minderheit. Hier rächt sich, dass für die Berufung in den Ethikrat die Übereinstimmung mit parteipolitischen Präferenzen größere Bedeutung hat als die fachliche Qualifikation der jeweiligen Kandidatinnen und Kandidaten.“

Lesen Sie weiter unter:
https://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/versagen-ethikrat

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Gruß Hubert