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Klimawandel – ja oder nein?   6 comments

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Vorausschicken möchte ich, dass ich keine Aktien beim Klimawandel habe. Ich nehme nur Informationen auf die von Befürwortern und von den Gegnern des Klimawandels vorgebracht werden. Allemal halte ich es für verantwortungsvoll nicht alles ungefiltert in die Umwelt hinaus zu lassen. Weniger Schmutz ist besser als zu viel Schmutz.
Wenn gesagt wird, dass der Mensch nichts mit dem Klimawandel zu tun hat, drückt man damit auch aus, dass wir weiterhin so weitermachen können, wie wir es tun. Klimawandel-Leugner bzw. -Gegner sagen oft auch, dass Sonnenaktivitäten die Schuld an den Veränderungen hätten. Ich kann dieser These wenig abgewinnen.

Jedenfalls kann ich aus eigener Lebenserfahrung sagen, dass sich einiges grundsätzlich geändert hat. Ende der 1960-er bis ca. Ende der 1970-er Jahre gab es im Winter noch Temperaturen hier in Südtirol von bis zu -28 Grad. Und es gab auch noch bedeutend mehr Schnee, und das schon anfangs Dezember. Es gab keine solchen milden Winter wie etwa seit ca. 15 Jahren. Ich bin kein Wissenschaftler oder Experte auf diesem Gebiet, habe aber doch genügend Hausverstand, der mir sagt, dass man mit der Umwelt sorgfältig umgehen sollte. Natürlich sollte man das Ganze nicht zur Ideologie machen, so wie es die Grünen tun oder auch wie auf der anderen Seite die Klimawandel-Leugner. Ich sehe nur, dass da mächtige Interessen auf beiden Seiten vorhanden sind. Meine Skepsis gegenüber allzu plakativ vorgebrachten Argumente lege ich jedenfalls nicht ab.

Zur These, dass CO2 nur gut sein kann, quasi je mehr desto besser möchte ich einen Artikel aus dem Spiegel entgegenhalten, der besagt, dass

zu viel CO2 Ackerpflanzen verkümmern lässt.

 

Gibt es Gewinner des Treibhauseffekts? Pflanzen müssten von steigenden CO2-Werten in der Atmosphäre profitieren – weil Photosynthese und Wachstum auf Trab kommen, heißt es oft. Doch jetzt stellt sich heraus: Den meisten Pflanzen können höhere Kohlendioxidkonzentrationen sogar schaden.

[…]

Während es für viele Menschen und Tiere künftig ungemütlich zu werden droht, sollte das Treibhausgas für Pflanzen eigentlich eine segensreiche Wirkung haben. Denn sie können das CO2 bei der Photosynthese für sich nutzen – und so zum Beispiel in der Landwirtschaft bessere Erträge bringen. Gerade Klimaskeptiker verweisen gern auf diesen Effekt: Wie, so argumentieren sie, kann ein Gas schlecht sein, das der Menschheit mehr Nahrung bescheren könnte? Außerdem würden die mit Kohlendioxid „gedüngten“ Pflanzen auch größere Mengen Kohlenstoff binden, also aus der Atmosphäre entfernen.

Doch neue Forschungsergebnisse machen eindrücklich klar, dass diese Rechnung wohl in den meisten Fällen nicht aufgehen wird.

Denn steigende CO2-Konzentrationen in der Luft helfen längst nicht allen Pflanzen beim Wachsen. Viele Arten können in einer von Kohlendioxid geschwängerten Atmosphäre weniger Stickstoff aus dem Boden aufnehmen. Fehlt aber dieser wichtigste Wachstumsförderer, bekommt das Gewächs Schwierigkeiten, etwa beim Aufbau von Kohlenhydraten. Von steigenden Kohlendioxidwerten können diese Pflanzen also gar nicht profitieren, berichten Forscher um Arnold Bloom von der University of California in Davis *) im Fachmagazin „Science“.

*) (Zum Artikel in „Science“ weiter unten ein Auszug mit Google-Übersetzung)

Leider machen diese sogenannten C3-Pflanzen den größten Teil der pflanzlichen Biomasse auf der Erde aus. Bei ihnen kommt der Grundtypus der Photosynthese zum Einsatz: Energiearme Stoffe werden unter dem Einfluss von Licht in energiereichere Verbindungen umgewandelt. Allerdings funktioniert das in diesem Fall nur dann, wenn es nicht zu heiß oder zu trocken ist. Ansonsten schließen die C3-Pflanzen die Spaltöffnungen ihrer Blätter. Das verringert zwar die Verdunstung, stoppt aber auch die CO2-Zufuhr – und damit die Photosynthese.

 

„Stark abhängig von Nitraten als Stickstoffquelle“

 

Um ihre Photosyntheseprodukte aufbauen zu können, brauchen Pflanzen unbedingt Stickstoff. Normalerweise kommt der in Form von Nitrat- und Ammonium-Ionen aus dem Boden. Über die Wurzeln werden die kleinen, in Wasser gelösten Stärkungspakete aufgenommen – und wo die segensreichen Substanzen fehlen, können Landwirte und Gärtner mit Dünger nachhelfen. Bloom und seine Kollegen konnten nun aber zeigen, dass zumindest für Weizen (eine einkeimblättrige Pflanze) und Schaumkresse (eine zweikeimblättrige Pflanze) die Weiterverarbeitung von Nitrat-Ionen durch steigende CO2-Werte behindert wird.

Das Problem ist gravierend. „Pflanzen in gemäßigten Klimazonen sind normalerweise stark abhängig von Nitraten als Stickstoffquelle“, sagt Bloom im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Doch genau diese Pflanzen litten unter steigenden CO2-Werten. In manchen Fällen würden sie bei höheren Kohlendioxidkonzentrationen gar schrumpfen. „Außerdem gehen die Proteinmengen in Nahrungsmitteln zurück“, sagt Bloom.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/treibhausgas-zu-viel-co2-laesst-ackerpflanzen-verkuemmern-a-694592.html

 

*) Zu „Science“

Carbon Dioxide Enrichment Inhibits Nitrate Assimilation in Wheat and Arabidopsis
Übersetzung durch Google

Kohlendioxidanreicherung hemmt die Nitratassimilation (in Weizen und *) Arabidopsis)

Zu *) Arabidopsis: Die Acker-Schmalwand (Arabidopsis thaliana) wird auch Schotenkresse oder Gänserauke genannt und ist eine Pflanzenart in der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae).
https://de.wikipedia.org/wiki/Acker-Schmalwand

Aus Science (Link im Beitrag)
Nitrat für mich, Ammonium für Sie

Die Interdependenz der pflanzlichen Stickstoffaufnahme und der Pflanzenreaktionen auf Kohlendioxid ist gut etabliert, aber der Einfluss der anorganischen Stickstoffform, d.h. ob Nitrat oder Ammonium, wurde weitgehend ignoriert. Bloom et al. (S. 899) zeigen aus fünf unabhängigen Methoden sowohl bei einer Monokot- als auch bei einer Dikot-Spezies, dass die Kohlendioxid-Inhibition der Nitrat-Assimilation eine wesentliche Determinante der Pflanzenreaktionen auf steigende atmosphärische Konzentrationen von Kohlendioxid ist. Dieser Befund erklärt mehrere Phänomene, einschließlich Kohlendioxid-Akklimatisierung und Abnahme der Lebensmittelqualität. Die große Variation dieser Phänomene zwischen Arten, Orten oder Jahren ergibt sich aus der großen Variation der relativen Abhängigkeit von Pflanzen auf Nitrat und Ammonium als Stickstoffquellen unter Arten, Orten oder Jahren. Die relative Bedeutung von Ammonium und Nitrat für die Pflanze N Ernährung in zukünftigen Anbausystemen wird für die Menge und Qualität der Lebensmittel entscheidend sein.

Abstrakt

Die Konzentration von Kohlendioxid in der Erdatmosphäre kann sich bis zum Ende des 21. Jahrhunderts verdoppeln. Die Reaktion höherer Pflanzen auf eine Kohlendioxidverdopplung schließt häufig einen Rückgang ihres Stickstoffstatus ein, aber die Gründe für diesen Rückgang waren unsicher. Wir verwendeten fünf unabhängige Methoden mit Weizen und Arabidopsis, um zu zeigen, dass die atmosphärische Kohlendioxidanreicherung die Assimilation von Nitrat in organische Stickstoffverbindungen hemmte. Diese Hemmung kann weitgehend für die Kohlendioxid-Akklimatisierung, die Abnahme der Photosynthese und das Wachstum von Pflanzen verantwortlich sein, die die C3-Kohlenstoff-Fixierung nach längeren Expositionen (Tage bis Jahre) zur Kohlendioxidanreicherung durchführen. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die relative Verfügbarkeit von Boden Ammonium und Nitrat für die meisten Pflanzen wird zunehmend wichtiger bei der Bestimmung ihrer Produktivität sowie ihre Qualität als Nahrung.

http://science.sciencemag.org/content/328/5980/899

Die CO2-Theorie ist nur geniale Propaganda

von Günther Ederer

Auszug.

Als Beleg für die endgültige Treibhausgastheorie wird immer wieder vorgebracht: 97 Prozent der Wissenschaftler seien sich einig. Nachzulesen im Spiegel, wiederholt im ZDF in „Frontal 21“ und von Guido Knopps History. „97 Prozent!“ – da müssten doch alle journalistischen Warnsignale aufleuchten.

Zum Beispiel: 97 Prozent von wie vielen Wissenschaftlern? Und welche Wissenschaftler zählen dazu? Wer hat sie ausgewählt? Zweimal in den letzten beiden Jahren haben sich in Berlin die kritischen Wissenschaftler aus aller Welt getroffen, um ihre neuen Forschungen vorzustellen, die zu anderen Ergebnissen kommen als die IPCC- Macher und ihre Gläubigen. Doch dann glänzt das Potsdamer Institut durch Abwesenheit, kaum ein Bundestagsabgeordneter und kaum ein Journalist machen sich die Mühe, sich zu informieren.

Ein weiterer Trick, der die Debatte ersticken soll, ist die Behauptung, dass der Einfluss des CO2 auf das Klima schon seit 150 Jahren bekannt sei. Damit wird auf den schwedischen Chemiker und Allroundwissenschaftler Svente Arrhenius verwiesen, der rein hypothetisch, ohne Beweise, davon ausging, dass CO2 das Klima erwärmen würde, was er allerdings für einen großen Segen für die Menschheit hielt. Außer Hochrechnungen haben die CO2-Klimaerwärmer bis heute nichts Handfestes zu bieten.

Die Basiszahlen für die Berechnungen des IPCC sind im federführenden britischen Institut der Universität Norwich vernichtet worden. Für seine die Welt aufrüttelnden Beispiele in seinem Film: „Eine unbequeme Wahrheit“ hat sich das Büro Al Gore entschuldigt.

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article13466483/Die-CO2-Theorie-ist-nur-geniale-Propaganda.html

 

Auszug aus Wikipedia dazu.

Bekannt wurde Ederer auch durch klimaskeptische Positionen. In einem Essay in der Welt bestritt Ederer unter Verweis auf den kontroversen amerikanischen Wissenschaftler und Lobbyisten Fred Singer, dass CO2 das Klima beeinflusst. Einen Vortrag mit ähnlichem Inhalt hielt Ederer auch auf einer Konferenz des ebenfalls klimaskeptischen Europäischen Instituts für Klima und Energie (EIKE). Eine öffentlich diskutierte Broschüre des Umweltbundesamtes listete Ederer aufgrund dieser Positionen als einen von mehreren Klimaskeptikern in Deutschland, der die Ergebnisse der weltweiten Klimaforschung anzweifele.
https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Ederer

Hier noch ein paar Links, die kritisch zum Klimawandel stehen

http://www.fr.de/wissen/klimawandel/debatte-um-klimawandel-umweltamt-brandmarkt-klimaskeptiker-a-706872

http://www.ageu-die-realisten.com/archives/2046

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/treibhauseffekt-messungen-zeigen-klimawandel-durch-co2-a-1020528.html

https://www.eike-klima-energie.eu/

 

Diese letzte Seite „EIKE“ kommt mir wirklich nicht seriös vor.

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Gruß Hubert

 

 

 

Veröffentlicht 21. Juni 2017 von hubwen in Politik, Umwelt, Uncategorized

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Ab und zu muss doch auch ein Torero sein Leben lassen – und das ist gut so!   1 comment

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Am Sonntag war es wieder mal so weit. Ein Torero hauchte sein erbärmliches Leben aus.
Der Stier will ja nicht kämpfen und Menschen töten. Es ist ja eine Schande, dass diese vermeintlichen Helden nur den Mumm haben gegen ein geschwächtes Tier zu kämpfen. Die Toreros kommen in die Arena um Stiere zu töten – und nicht umgekehrt.

Stierkampf Stiere werden mindestens eine Woche vor dem „Kampf“ geschwächt. Es ist eine unheimliche Folter, die der Stier erleiden muss, verbunden mit unermeßlichen Schmerzen. Der Torero ist alles andere als ein „Held“, viel mehr ein Feigling, der es nur wagt gegen einen malträtierten und mit allen möglichen Methoden geschwächten Stier zu „kämpfen“. Deshalb gebe ich offen zu, dass es mich erfreut, wenn es wieder mal so ein Individum erwischt und er mit dem Leben bezahlen muss. Gut so, ein Tierquäler weniger! Verstehen kann ich am allerwenigsten Touristen, die so einer sadististischen Veranstaltung „beiwohnen“ und mit ihrem Eintrittsgelt diese Perversität und Grausamkeit unterstützen. Manche verlassen die Stierquälerei aber schon frühzeitig, regelrecht traumatisiert.

Die meisten Touristen, die zu so einem „Stierkampf“ gehen kommen aus den USA und Japan.

 

Auszug aus Focus.de

Von Stier aufgespießt. Stolperer kostet spanischem Torero das Leben

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Ivan Fandino

dpa Der spanische Stierkämpfer Ivan Fandino während eines Kampfes in Pamplona (Archivbild)
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Ein spanischer Stierkämpfer ist von einem Bullen mit den Hörnern aufgespießt und tödlich verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich Medienberichten zufolge am Samstag in der Stierkampfarena von Aire-sur-l’Adour im Südwesten Frankreichs.

Ähnliche „Corrida“-Unglücke gab es in der Vergangenheit schon in mehreren Ländern, in Frankreich wurde der bislang letzte Tod eines Toreros laut dem Sender France Info aber im Jahr 1921 verzeichnet.

Stolpert über Tuch

Laut der Regionalzeitung „Sud Ouest“ stolperte der 36-jährige Ivan Fandiño in der Arena über sein eigenes Tuch und wurde – im Staub liegend – zur leichten Beute für den verletzten Bullen. Dessen Hörner bohrten sich in den Oberkörper des bekannten Matadors, der schon 2011 und 2014 bei Stierkämpfen schwer verletzt worden war. … Und jetzt ist er tot. Game over!

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http://www.focus.de/panorama/frankreich-bulle-spiesst-torero-auf-tot_id_7254603.html

 

Hier sieht man ein Video von einem anderen Torero der ins Gras beißen musste auf focus.de

http://www.focus.de/panorama/videos/drama-in-der-arena-von-teruel-torrero-stirbt-bei-stierkampf-jetzt-soll-nicht-nur-der-bulle-getoetet-werden_id_5719111.html

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Hier kann man nachlesen mit welchen niederträchtigen und abscheulichen Methoden vor dem „Kampf“ geschwächt und vorbehandelt werden.

 

Auszug aus ariwa.org

Handelt es sich wirklich um einen „Kampf“?

Nein. Durch physische Manipulationen wird das Risiko für den Torero stark verringert. Der Stier wird schon Wochen vorher auf den „Kampf“ vorbereitet. Um durch einen veränderten Winkel ein zielgerechtes Zustoßen zu verhindern und somit die Gefahr für den Torero zu mindern, werden dem Stier die Hörner manchmal um mehrere Zentimeter abgeschliffen, wobei empfindliche Nerven verletzt werden können. Er wird vor dem Kampf in Dunkelheit gehalten, damit er beim Einlauf in die Arena vom grellen Tageslicht geblendet ist. Außerdem bekommt er eine riesige Dosis an Abführmitteln, was ihn schwächt. Untersuchungen belegen, dass viele Stiere mit Phenylbutazon (Entzündungshemmer) gedopt werden, was aufgrund der Nebenwirkungen zu einer Verhaltensänderung führt. Der Einsatz dieser Chemikalie ist EU-weit bei Tieren, die zu Lebensmitteln verarbeitet werden, verboten.

Leidet nur der Stier?

Nein. Auch die Pferde, die beim Stierkampf mitwirken, leiden. Meistens sind es alte Pferde. Ihnen werden die Augen verbunden. Angeblich werden ihre Stimmbänder durchtrennt, damit sie nicht „schreien“ können, wenn sie vom Stier attackiert werden. Auch die Ohren werden ihnen verstopft. Vor dem „Kampf“ werden ihnen Beruhigungsmittel gespritzt. Sie tragen einen nur unzureichenden Schutz. Oft werden sie schwer verletzt, wenn der Stier seine Hörner in den Bauch des Pferdes stößt. Unbehandelt werden sie von Stierkampf zu Stierkampf transportiert, bis sie vollkommen am Ende sind. Bei einer anderen Spielart des Stierkampfes, der beritten ausgeführt wird, dem „Rejoneo“ und dem portugiesischen Stierkampf, bleiben die Pferde gänzlich ungeschützt und sterben oft unter großen Qualen.

https://www.ariwa.org/wissen-a-z/wissen-a-z/stierkampf.html

 

Aus Tierschutzverein.at

Der Ablauf eines Stierkampfes – Ein Drama in drei Akten

http://www.tierschutzverein.at/wir-kaempfen-fuer-tiere/stierkampf/ablauf-eines-stierkampfs

 

Aus PETA

Stierkampf – grausame „Tradition“

http://www.peta.de/stierkampf-eine-grausame-tradition

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Es leiden auch die Pferde die es bei dieser anachronistischen und grausamen Veranstaltung benützt werden. An die denkt man ja normalerweise gar nicht.

 

Auszug aus Anti-corrida.de

Die Fakten:

Die nachfolgenden Manipulationen sollen aufgetreten sein, müssen jedoch nicht immer auftreten. Sie wurden jedoch in den spanischen und ausländischen Medien dokumentiert.
Er wird vor der Corrida stundenlang in Dunkelheit gehalten, damit er beim Einlauf in die Arena vom grellen Licht geblendet ist.
Außerdem bekommt er eine Überdosis an Abführmitteln, deren Resultate man während des Kampfes, sehr zum Unwillen der Zuschauer, gut beobachten kann. Wie der Chef-Tierarzt der Plaza de Ventas in Madrid enthüllte, erhalten die Stiere 25 Kilogramm Epson-Salze (Bittersalze). Vier oder fünf Kilo wären schon eine enorme Dosis.Afeitado
Um durch einen veränderten Winkel ein zielgerechtes Zustoßen zu verhindern und somit die Gefahr für den Torero zu mindern, werden dem Stier die Hörner um mehrere Zentimeter abgeschliffen (laut einer Untersuchung bei mehr als 90 % der Stiere in 1987). Diese Manipulation nennt man „Afeitado“.
Ca. 20 Prozent der Kampfstiere werden mit Phenylbutazon gedopt (Studie der Universität von Salamanca). Der Einsatz dieser Chemikalie ist EU-weit bei Tieren, die zu Lebensmitteln verarbeitet werden, verboten. Sie ist stark gesundheitschädigend für den Menschen. Die EU-Kommission hat sich deswegen bereits mit der spanischen Regierung in Verbindung gesetzt.
Nach Aussagen der spanischen Tierschutzorganisation ANPBA in Madrid, kommen diese Manipulationen eher selten bei den „großen“ Arenen, wie z.B. der „Plaza de las Ventas“ vor. Sie sind eher in kleineren Arenen anzutreffen.

 

[…]

Nur selten gelingt es dem Matador, den Stier durch einen gezielten Stoß ins Herz sauber zu töten. Statt dessen wird oft die Lunge getroffen. Meistens muss der Todesstoß mehrfach wiederholt werden.
Bricht der Stier anschließend nicht zusammen, wird er von den Gehilfen des Matadors mit den gelb- und pinkfarbenen Tüchern umringt. Sie wedeln mit den Tüchern, damit er ihren Bewegungen mit dem Körper folgt. Durch jede seiner Bewegungen wird der Stier weiter verletzt. Man muss sich vorstellen, dass das Schwert ganz in ihm steckt und seine Organe regelrecht zerstückelt werden.
Der Stier geht in die Knie oder bricht zusammen und liegt zappelnd auf der Seite.
Um das Publikum nicht mit dem Bild des leidenden Tieres unnötig zu quälen, wird ein Gehilfe herbeigerufen, der das Rückenmark mit einem oder mehreren Dolchstößen durchtrennt.
Der Stier zappelt jetzt nicht mehr, er ist bewegungsunfähig, aber bei vollem Bewusstsein. In diesem Zustand werden ihm die Ohren und der Schwanz abgeschnitten. Ebenfalls bei vollem Bewusstsein wird er von Maultieren aus der Arena geschleift.
Es gibt Berichte, dass auch der Dolchstoß nicht korrekt ausgeführt wurde und der Stier wieder aufstand, als er aus Arena geschleift werden sollte.
Außerdem existieren Fotos, die beweisen, dass der Stier noch lebt, während er in den Gewölben der Arena zerlegt wird.

 

Die Pferde

Die Vorbehandlung

Bei den Pferden handelt es sich meistens um sehr alte Pferde. Sie werden unter Drogen gesetzt. Man verbindet ihnen die Augen. Zeugen sagen aus, dass Pferden, um sie manövrierbar zu machen, die Augen einfach herausgerissen wurden. Die Pferde, die wir sahen, besaßen zwar beide Augen, jedoch wurden ihnen regelwidrig beide Augen verbunden. Laut einer Verordnung muss ein Auge immer frei bleiben. In ganz Spanien wird grundsätzlich dagegen verstoßen.
Um ihre Hörfähigkeit zu verringern, wird ihnen nasses Zeitungspapier in die Ohren gestopft. (Das ist legal.)
Damit das Publikum ihre „Angstschreie“ nicht hören muss, schneidet man ihnen angeblich die Stimmbänder durch.
Vor dem „Kampf“ werden sie nach Angaben von Leuten aus der Stierkampfszene mit Tranquilizern (Spritze hinter die Ohren) behandelt.

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Hier weiterlesen:

http://www.anti-corrida.de/stierkampf.htm

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Gruß Hubert

 

Grausamen Foltermethoden in Erdogans Gefängnissen   3 comments

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Es ist kaum zu glauben, dass die EU-Länder nicht klare Kante gegen Erdogan zeigt. Die EU-Beitrittsverhandlungen müsste man sofort beenden. Mit Erdogan ist eine Mitgliedschaft in der EU ausgeschlossen. Unfassbar wie brutal Erdogan ist und in den Gefängnissen foltern lässt.

Aus Huffington Post, Auszug

„Ich wünschte, sie hätten mich umgebracht“ – ein Augenzeuge enthüllt die grausamen Foltermethoden in Erdogans Gefängnissen

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ERDOGAN
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Die 90er Jahre gehören zu den dunkelsten Zeitabschnitten in der Geschichte der Türkischen Republik. Instabile Regierungen, Insolvenz von Großbanken und wirtschaftliche Unsicherheit, Attentate auf Journalisten und Intellektuelle des Landes sind Ereignisse, die die Erinnerungen an dieses Jahrzehnt bis heute prägen.

Besonders schwerwiegend waren die Folgen der politischen Zerrissenheit für die kurdische Bevölkerung. Jahrelang waren die Bewohner der südostanatolischen Dörfer hin- und hergerissen zwischen skrupellosen, ultranationalistischen Beamten auf der einen Seite, die ihnen jedes Recht auf die Auslebung ihrer Kultur absprachen und der Terrororganisation PKK auf der anderen.

Zeitungen berichteten sowohl von Angriffen der Terroristen auf Sicherheitskräfte und die Zivilbevölkerung als auch von Folter im berüchtigten Gefängnis von Diyarbakir durch türkische Vollzugsbeamte sowie von Attentaten auf prominente Kurden durch Auftragskiller des sogenannten „tiefen Staates“.

 

Reformen im türkischen Sicherheitsapparat

 

Anfang der 2000er Jahre kam es mit der Regierungsübernahme der AKP, die sich in ihren ersten Legislaturperioden noch um ein pro-westliches, demokratisches Image bemühte, im Rahmen einer Vielzahl von Reformen auch zu einem Generationenwechsel im Sicherheitsapparat.

[…]

Mit der zunehmenden Abkehr von EU-Normen und demokratischen Werten auf Regierungsebene kam es zu einem erneuten Gesinnungswechsel in den Sicherheitskräften. Doch im Vergleich zu den 90er Jahren wurden die Kader nun nicht nur mit nationalistischen Beamten aufgebaut, sondern vermehrt mit dschihadistisch-motivierten, loyalen Erdogan-Fanatikern aus regierungsnahen Jugendgruppierungen.

Kennzeichnend für diese neue Generation ist neben ihrer strikten Loyalität gegenüber der Parteiführung, auch eine pseudo-islamische Sensibilität, die Erdogan durch religiös angehauchte, populistische Reden in seinem Interesse zu nutzen weiß.

Parteimiliz nach Vorbild der iranischen Revolutionsgarde

 

Der gescheiterte Putschversuch am 15. Juli 2016 war ein idealer Vorwand, um die Umstrukturierung der Sicherheitsbehörden in eine Parteimiliz nach Vorbild der iranischen Revolutionsgarde weiter voranzutreiben.

 

Gleichzeitig sprachen Erdogan und weitere AKP-Politiker sowie regierungsnahe Theologen Fatwas (islamische Rechtsurteile) aus, die die vermeintlichen Drahtzieher des Putschversuchs laut Regierungsnarrativ, Fethullah Gülen und die Hizmet-Bewegung, als Irrgläubige, ja sogar als Islam-Feinde bezeichneten.

Dass Erdogan bisher weder für den angeblichen Putsch-Befehl Gülens, noch für dessen Beteiligung an einer internationalen islamfeindlichen Verschwörung handfeste Beweise liefern konnte, spielt für einen maßgeblichen Teil der türkischen Bevölkerung so gut wie keine Rolle. Die Worte des Reis (dt.: der Führer) gelten für viele als Gesetz.

„Dschihadistisch-motivierte, loyale Erdogan-Fanatiker aus regierungsnahen Jugendgruppierungen.“

Davon überzeugt, ließ Erdogan die staatliche Religionsbehörde Diyanet, welche auch die DITIB in Deutschland kontrolliert, eine Stellungnahme veröffentlichen, in der Menschen aus der Gülen-Bewegung die islamische Glaubenszugehörigkeit abgesprochen wird.

Metin Balkanlioglu, ein radikaler Prediger aus der islamistischen Szene, bezeichnete in einer Ansprache vor Erdogan-Fanatikern das von der Regierung beschlagnahmte Eigentum von Gülen-Sympathisanten als „Kriegsbeute“ und versicherte, dass diese für die „wahren Muslime“ halal seien.

Legitimierung der Verbrechen von Erdogans Dschihadisten

Nihat Zeybekci, der damalige Wirtschaftsminister ging sogar einen Schritt weiter und machte mit seiner Rede vor einer aufgewühlten Menge kurz nach dem gescheiterten Putschversuch den Weg frei für die Schandtaten der türkischen Polizei. Seine Worte sind als deutliche Beweismittel für die systematische Folter in türkischen Gefängnissen festzuhalten:

„Wir werden diese Verräter so hart bestrafen, dass sie um ihren Tod betteln werden. Wir werden sie dazu bringen, uns anzuflehen. Wir werden sie in solche Löcher stecken, dass sie nicht mehr in der Lage sein werden, die Sonne Gottes zu erblicken. Sie werden wie die Ratten in diesen finsteren Löchern verrecken.“

Ein weiterer Minister unterstützte diese Hetzrede und versprach, dass er als Mitglied der Putsch-Untersuchungskommission alle Anzeigen wegen Folter und Menschenrechtsverletzungen ignorieren werde.

Für Erdogans Dschihadisten im türkischen Sicherheitsapparat bedeuteten diese Stellungnahmen die zweifache Legitimierung ihrer Verbrechen. Auf der einen Seite wurde von „höchsten Instanzen“ das Urteil ausgesprochen, dass es sich bei den Regierungskritikern um die „Feinde Allahs und des Korans“ handle und eine dementsprechende Sanktionierung notwendig sei.

Auf der anderen Seite bekamen sie die Zusicherung der politischen Führung, dass selbst die brutalste Vorgehensweise gegenüber Oppositionelle unbestraft bleiben wird.

Ein Beispiel für die grausame Folter

 

Und damit kommen wir zum entscheidenden Teil dieses Artikels. Zu einem Punkt, an dem jeder Kommentar aus der Außenperspektive als überflüssig und jede politische oder ideologische Stellungnahme als sinnlos erscheint. Es fällt einem nicht leicht, die folgenden Zeilen zu schreiben, ohne sich über die Ignoranz-Politik des Westens bezüglich der Menschenrechtsverletzungen in der Türkei den Kopf zu zerbrechen.

„Sie werden wie die Ratten in diesen finsteren Löchern verrecken.“

Und genau aus diesem Grund sehe ich es als eine menschliche Pflicht, meinen Lesern eines von unzähligen Beispielen dafür vor Augen zu führen, wie das Resultat der Hetzkampagne gegenüber Erdogan-Kritikern, insbesondere der Gülen-Bewegung und Kurden, momentan ausfällt.

Ich möchte an dieser Stelle die Aussagen des Schulleiters H. K. vor Gericht zitieren, der im Rahmen der Hexenjagd auf Gülen-Sympathisanten verhaftet und auf grausame Art gefoltert wurde. Augenzeugen berichten, dass er seine Worte damit begann, indem er die Beamten bat, seine Mutter, die sich unter den Zuschauern befand, aus dem Gerichtssaal hinauszuführen.

Ob sich dennoch auch nur die Wenigsten vorstellen konnten, dass sie eine derartige Unmenschlichkeit zu hören bekommen würden, wage ich zu bezweifeln:

 

„Vom ersten Moment meiner Festnahme an wurde ich ununterbrochen beleidigt und beschimpft. Die Polizisten haben mir die Kleider ausgezogen, mir die Hände und Füße gefesselt und die Augen zugebunden. In diesem Zustand haben sie mich durch die Korridore gezerrt und mich in ein Bad gebracht. Dort lag ich etwa eine Stunde unter eiskaltem Wasser und wurde auf brutalste Art verprügelt.

Als sie mich wieder in meine Zelle brachten, war mir so kalt, dass ich im ganzen Körper zitterte, obwohl ich alle meine Kleidungsstücke und meine Decke über mich gezogen hatte.

Nachdem sich mein gesundheitlicher Zustand enorm verschlechterte, wurde ich zu einem Arzt gebracht. Doch ehe ich den Arzt überhaupt wahrnehmen konnte, gab er mir irgendeine Spritze, über deren Inhalt ich keine Auskunft erhielt, und ging wieder.

Am nächsten Tag wurde ich erneut komplett ausgezogen. Die Polizisten zerdrückten mit ihren Händen mein Geschlechtsorgan. Auf diese Weise folterten sie mich über mehrere Tage hinweg. Obwohl bereits Monate vergangen sind, spüre ich noch immer die Schmerzen. Immer wieder wurde ich im Genitalbereich gefoltert und mit einem Schlagstock vergewaltigt.

Ich schäme mich zutiefst und wünschte, sie hätten mich stattdessen umgebracht.
Sie drohten mir außerdem, sie würden meine Frau ebenfalls festnehmen und ihr das Gleiche antun. Unsere Kinder würden sie uns wegnehmen und einer Kinderpflegeanstalt übergeben.

Ich konnte es nicht mehr länger aushalten und sah mich gezwungen, das von den Beamten vorgefertigte Geständnis zu unterzeichnen.

 

50.000 Menschen in Haft, darunter etwa 17.000 Frauen mit etwa 600 Babys

 

H. K. war Schulleiter einer Gülen-nahen Grundschule. Keine Vorstrafen, kein konkreter Tatbestand. Ihm wurde lediglich vorgeworfen, eine verschlüsselte Messaging-App namens „ByLock“ auf sein Smartphone heruntergeladen zu haben, die angeblich auch einige Putschisten für ihre interne Kommunikation während der Putschvorbereitung verwendet hatten.

Die App war allerdings für jeden frei zugänglich und konnte wie jede andere Messaging-App kostenlos heruntergeladen werden. Unter diesem absurden Vorwand befinden sich momentan etwa 50.000 Menschen in Haft, darunter etwa 17.000 Frauen mit etwa 600 Babys.

H. K. ist nur einer von Tausenden Folter-Opfern, die den unmenschlichen Repressionen der türkischen Regierung ausgeliefert sind und darauf warten, dass ihren Hilferufen, die im eigenen Land nicht mehr erhört werden, in der internationalen Gemeinschaft endlich Beachtung geschenkt wird.

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Grausamen Foltermethoden in Erdogans Gefängnissen

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Gruß Hubert

Zurück in die Vergangenheit und voraus in die Zukunft – die Neoreaktionäre Bewegung (NRx)   Leave a comment

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Es ist erschreckend was manche Leute planen und denken.
Das Genmaterial des Menschen soll nach Plänen der Neoreaktionären Bewegung (NRx) optimiert werden und aus den „Besten“ eine Elite gegründet werden. Es gibt unter den NRx zwei Strömungen, die eine will Vergangenes hochhalten und die andere Strömung will auf schnellstem Weg in die Zukunft und sie will alles beschleunigen.

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Aus Yahoo, Auszug.

Diese Rechtspopulisten wollen die perfekten Menschen züchten

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Medizinische und technische Fortschritte sollen bei der Züchtung von Übermenschen helfen. (Bild: ddp)

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Eine rechte Bewegung möchte das Genmaterial der Menschen optimieren und aus den intelligentesten und stärksten Individuen eine Elite gründen. So erschreckend ist der Science-Fiction-Rassismus!

Es stimmt nicht, dass rechte Denker nur von der heilen Vergangenheit träumen: Eine reaktionäre Bewegung kämpft für Menschenzucht und eine Elitenherrschaft.

Früher war alles besser: Wie immer man es wendet, dies bleibt doch dergrundlegende Glaubenssatz hinter dem aktuellen Rechtspopulismus.Früher war alles besser: Da konnte man noch christliche Weihnachtsmärkte besuchen, ohne dort lauter Muslime zu treffen. Früher waren Männer noch Männer, und Frauen waren noch Frauen; früher lernte der Mann einen Beruf, und dann konnte er ihn bis zum Lebensende ausüben. Heute hingegen ist nichts mehr so, wie es früher war. Und vor allem ist nichts mehr von Dauer: Die digitale Umwälzung der Lebensverhältnisse beschleunigt die Veränderung der Welt; die Globalisierung zersetzt alle überkommenen Traditionen und Institutionen – vom Nationalstaat bis zur Familie, von den vertrauten Geschlechtermodellen bis zur ethnischen Homogenität des Volkskörpers. Dagegen wünscht sich das neurechte Denken in einen Zustand zurück, der Sicherheit bietet und Orientierung. Es möchte die Menschheit in kleine Gemeinschaften zerteilen und die Welt in überschaubare Gegenden, in denen die Uhren wieder langsamer gehen. Im Kern findet sich darin also ein doppelter Einspruch gegen die Zeitverhältnisse der Gegenwart. Der Wunsch nach dem Zurückdrehen der historischen Zeit ist unentwirrbar mit dem Wunsch nach Entschleunigung verschränkt.

Zur Zukunft hingegen scheinen die neuen Rechten wenig zu sagen zu haben; eigentlich fällt ihnen    nicht einmal zur Gegenwart etwas ein – jedenfalls entsteht dieser Eindruck, wenn man die Texte ihrer deutschsprachigen Vertreter liest. Wer etwa Götz Kubitscheks Zeitschrift Sezession nach Überlegungen zur Digitalkultur und zur Zukunft des Kapitalismus durchsucht, wird dort nicht fündig werdeerkunft.n. Die Themen von Kubitschek und seinen Autoren erschöpfen sich weitgehend in intellektuellen Gedankenspielen zur Bewahrung und Neubewertung von Traditionen und zur Abwehr der globalisierten Moderne. So scheint auch das Dasein der Menschen nicht von ihren Entwicklungsmöglichkeiten bestimmt zu sein, sondern ausschließlich von ihrer Herkunft. „Jeder Mensch ist Jahrtausende alt“, schreibt etwa Martin Sellner, österreichische Galionsfigur der Identitären Bewegung, programmatisch in der Sezession, das heißt: Hier werden die Menschen ganz aus ihrer Vergangenheit her gedacht.

Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Selbst innerhalb der Rechten stellt die ausschließlich nostalgische Orientierung einen deutschen Sonderweg dar. Ganz anders argumentieren etwa die Denker, die sich in den USA und Großbritannien in den letzten Jahren unter dem Etikett der Neoreaktionären Bewegung – abgekürzt: NRx – und des rechten Akzelerationismus versammelt haben. Zwar teilen sie mit den nostalgischen Identitären nach AfD- und Götz-Kubitschek-Art grundlegende Glaubenssätze, zum Beispiel, dass nicht die Kultur das Wesen des Menschen bestimmt, sondern die Biologie; und dass deswegen zwischen verschiedenen Gruppen von Menschen – egal, ob man sie „Rassen“ oder „Ethnien“ nennt – unüberwindbare Unterschiede herrschen. Doch während die Identitären diese Überzeugung aus der Vergangenheit heraus begründen – die „Ethnien“ sind so, wie sie sind, weil sie schon immer so waren, und deswegen werden sie auch immer so bleiben –, pflegen die Neoreaktionären und Akzelerationisten „einen Rassismus, der aus der Zukunft kommt“, wie es ihr britischer Vordenker Nick Land in seinem einschlägigen Text Hyper-racism aus dem Jahr 2014 formuliert. Ihnen geht es nicht um die Bewahrung einer historisch gegebenen rassischen Diversität, sondern vielmehr um die Optimierung der Menschheit und ihres Genmaterials, also: um Eugenik.

Anders als die Identitären lehnen Akzelerationisten wie Land den globalisierten neoliberalen Kapitalismus darum nicht ab, sondern begrüßen ihn und wollen ihn in seiner Geschwindigkeit sogar noch steigern, also „akzelerieren“. Den entwickelten Digitalkapitalismus schätzen sie vor allem wegen seiner Selektionskraft: In der ultimativ spezialisierten Gesellschaft der Hypertechnologien können nur noch die intelligentesten und durchsetzungsstärksten Individuen in die Eliten aufsteigen. Und weil sich in der Welt dieser Eliten Arbeit und Privatleben inzwischen komplett durchdringen, paaren sich die Angehörigen dieser Digital-Intelligenz auch nur noch untereinander. Durch dieses „assortative matching“, so Nick Land, erhöht sich die genetische Qualität der sozialen Eliten auf evolutionäre Weise „von selbst“ – ein Vorgang, der durch die Fortschritte in der Gentechnik und -medizin wie auch in der Pränataldiagnostik wissenschaftlich unterstützt werden kann. Oder anders gesagt: Die Erschaffung eines „neuen Menschen“, von dem die Eugeniker schon in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts träumten, ist für die rechten Akzelerationisten nun endlich zur Realität geworden. Sein Phänotyp findet sich im paarungswilligen Power-Couple aus dem Silicon Valley, das seinen Nachwuchs, sobald er in der Gebärmutter nistet, erst mal auf die biologische Qualität überprüft und nur bei optimalem Befund dann auch tatsächlich austrägt.

Den Gipfel der evolutionären Selbstoptimierung wird die Menschheit dann in der kommenden Generation erklimmen, wenn sie endlich ins Weltall aufbricht: Das jedenfalls behauptet der Evolutionsbiologe Gregory Cochran, auf den sich Nick Land gern bezieht. Denn vor der Auswahl in die elitäre Gilde der Astronauten steht ja eine ultimative Selektion: Weil nur weit überdurchschnittlich intelligente und gesunde Menschen den widrigen Verhältnissen in Raumschiffen und auf anderen Planeten zu trotzen vermögen, werden die Astronauten der Zukunft nichts anderes als die Krone der Schöpfung darstellen. Und weil sie, wenn sie fremde Welten besiedeln wollen, auch kompromisslos fortpflanzungsfähig und -willig sein müssen, scheiden Schwule und Lesben bei der Auswahl zum Astronautenberuf notwendig aus; womit sich dann auch dieser, so Cochran, „Irrweg der Evolution“ auf dem Weg zu den Sternen selber beseitigt.

Von Jens Balzer

Veröffentlicht 17. Juni 2017 von hubwen in Politik, Uncategorized

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Geva Alon – Come Race Me   Leave a comment

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Einfach nur mal schöne Musik – für mich jedenfalls, ein wenig melanchonisch, aber das muss auch Platz haben.

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Geva Alon – Come Race Me

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 15. Juni 2017 von hubwen in Musik, Uncategorized

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Augustinus: der Mensch muss sich rechtfertigen, nicht Gott   1 comment

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Der Dichter Georg Büchner (1813-1837) sagte in Bezug auf den Atheismus: „Das Leiden ist der Fels des Atheismus“, und damit hatte er vollkommen recht.
Der Theologe Pesch sagte dazu: „Wenn ein allmächtiger und gerechter Gott, der sogar die Liebe selbst sein soll, das unschuldige Leiden in der Welt zulässt, was soll der Mensch dann noch von solcher allmächtigen Gerechtigkeit halten“ Der Gottesglaube muss eine Antwort geben, oder der ‚ethische‘ Atheismus hat das letzte Wort.“

Alle Antworten auf die Frage der Theodizee sind falsch, das hatte schon der intelligenteste, wenn auch frauenfeindlichste Kirchenvater, der Bischof von Hippo, Augustinus erkannt.
Er behauptete, nicht Gott muss sich rechtfertigen, sondern der Mensch muss sich rechtfertigen und begründete das mit der „Ursünde“ des Menschen .
Heiner Geißler schreibt in seinem Buch: „Kann man noch Christ sein, wenn man an Gott zweifeln muss?“, seine These (von Augustinus), die nach wie vor zum Glaubensinhalt der beiden Kirchen gehört lautet: Die ersten Menschen, hätten eine Ursünde begangen, die sich von Generation zu Generation durch Geschlechtsverkehr auf die ganze Menschheit vererbt hätte.

Augustinus, der in jungen Jahren ein Bock sondergleichen war, hinter jedem Weiberrock her, der sich fast krumm vögelte, redet von einer Ursünde die sich in alle Ewigkeit übertragen würde. Man entschuldige meine Sprache, aber von so einem blöden ……. habe ich keinen Respekt. Tugendhaft wurde er erst als er alt wurde und dazu noch frauenfeindlich.
Er macht es sich ja ganz einfach mit dem Erklären der Theozidee. So einfach kommt aber keiner durch, auch wenn er heiliggesprochen ist.

Aus dem Buch von Heiner Geißler „Kann man noch Christ sein, wenn man an Gott zweifeln muss?“

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S. 34:    zweifelhaft geworden. Di e Möglichkeit einer Entstehung der Menschheit aus mehreren – parallelen, aber voneinander unabhängigen – Evolutionslinien bringt die Erbsündenlehre zusätzlich an den Rand des Lächerlichen.

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 13. Juni 2017 von hubwen in Religionskritik, Uncategorized

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Mike Pence, radikaler Katholik und Homosexuellen-Gegner   Leave a comment

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Mike Pence (57), der Vizepräsident der USA ist ein radikaler Katholik und Homosexuellen-Gegner, mit einigen seltsamen Verhaltensweisen.
Er will zum Beispiel nie mit fremden Frauen in einem Raum sein. Ich finde solche Strenggläubige nicht sympathisch, weil sie nicht zu Kompromissen bereit sind. Die weichen keinen Millimeter von ihren Einstellungen und Überzeugungen ab.

Auszug aus Web.de

Pence gilt als stramm konservativ, er bezeichnet sich als „evangelikalen Katholiken“. Die Evangelikalen, eigentlich eine radikal-protestantische Strömung, legen die Bibel wortwörtlich aus.

Die Evolutionstheorie ist nach ihrer Auslegung eine beliebige Theorie unter vielen, Homosexualität und Abtreibung gelten als Sünde, der Klimawandel sei nicht menschengemacht.

[…]
„Mike Pence hat mit seinem Boss schon einige unangenehme Momente erleben müssen. Als im Wahlkampf ein Video Donald Trumps auftauchte, in dem dieser sagte, er könne Frauen einfach so im Intimbereich berühren, reagierte der tief gläubige Pence verärgert.
In einem Statement distanzierte er sich von Trumps Aussagen und ließ eine gemeinsame Veranstaltung ausfallen. Als Trump die Eltern eines gefallenen US-Soldaten muslimischen Glaubens angriff, sagte Pence, die Familie solle jedem Amerikaner als Vorbild dienen.

Seit Januar steht Pence als Vizepräsident der Vereinigten Staaten dennoch an der Seite Trumps. Unklar ist, ob er dessen Politik tatsächlich aus vollem Herzen unterstützt oder das Amt nur als Karrieresprung benutzt hat.“

[…]
Pence hat versucht, seine Überzeugungen auch in der politischen Arena umzusetzen. 2015 wollte er als Gouverneur ein Gesetz einführen, dass Unternehmern erlaubt hätte, homosexuelle Kunden abzulehnen. Nach Protesten unterschrieb er eine abgeschwächte Variante des Entwurfs.
Seine tief religiöse Haltung zeigt sich auch in seinem persönlichen Verhalten: Der Vater dreier Kinder lehnt es strikt ab, sich allein mit fremden Frauen – außer seiner Ehefrau – in einem Raum aufzuhalten.

Außerdem muss seine Gattin Karen stets anwesend sein, wenn bei öffentlichen Veranstaltungen Alkohol getrunken wird – andernfalls bleibt er zuhause. Mit den selbst auferlegten Restriktionen will Pence Ehe und Familie schützen.

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Mike Pence, radikaler Katholik und Homosexuellen-Gegner

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Gruß Hubert