Archiv für die Kategorie ‘Gesellschaft

Geregelter Verkehr   4 comments

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Heute mal etwas Erheiterndes… meine ich halt, aber der Geschmack und der Humor ist ja verschieden. Ich hatte das noch von Franzjosefs aus Wien gespeichert, der damals noch bei blog.de war (das 2012 eingestellt wurde).
Lustig an was manche Männer eventuell denken müssen um eine ejaculatio praecox weiter hinaus zu zögern, zum Beispiel an die böse oder zumindest unsympathische Schwiegermutter… wieder mal so ein Klischee. Aber manchmal trifft es ja auch zu. Aber eigentlich geht mich das in meinem Opa-Alter ja gar nichts mehr an 😉 … also nur wegen der „Lustigkeit“.
Vor allem unter Muslimen wird das genau geregelt sein, wie und wie oft der Verkehr zwischen Mann und Frau zu erfolgen hat. Natürlich sind da alle Rechte auf der Seite des Mannes. Das Gesetz könnte auch den Titel haben: die Pflichten der Frau und die Rechte des muslimischen Mannes.

Also hier vom sehr ironischen und manchmal auch sarkastischen Franzjosefs aus Wien.

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Der Mann leiste der Frau die eheliche Pflicht, ebenso aber auch die Frau dem Mann.
Neues Testament – 1. Korinther – Kapitel 007 – Vers 003

Afghanistans Präsident Hamid Karsai hat seinem Volk und da vor allem dem weiblichen Part – im wahrsten Sinne des Wortes – ein nicht unumstrittenes Gesetz reingedrückt. Das Gesetz regelt die Häufigkeit des ehelichen Geschlechtsverkehrs, und zwar nach den Wünschen des Mannes. Mindestens alle vier Tage – so oft muss eine afghanische Frau nun mit ihrem Mann schlafen, wenn er danach verlangt.

Der Gesetzestext lässt keine Zweifel oder Interpretationen aufkommen: „Solange der Mann nicht auf Reisen ist, hat er jede vierte Nacht das Recht auf Geschlechtsverkehr mit seiner Frau. Außer wenn die Frau krank ist oder irgendeine Krankheit hat, die sich bei Geschlechtsverkehr verschlimmert, ist die Frau verpflichtet, den sexuellen Bedürfnissen ihres Mannes eine positive Antwort zu geben“. Das gilt für Afghanistans Schiiten, die rund 20 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Aber auch den afghanischen Ehefrauen werden Zugeständnisse gemacht, doch fallen diese im Vergleich eher dürftig aus: Vier Monate sind das Maximum, das ein Mann in der Ehe ohne Sex ausreizen darf, wenn er das möchte.

Da kommt folgende Meldung aus Irland gerade zur rechten Zeit. All jenen Männern, die ejakulationstechnisch zur Schnellschusstruppe zählen, können beruhigt durchatmen. Demnächst müssen sie während der Kopulation nicht mehr krampfhaft an die Schwiegermutter, das hoffnungslos überzogene Girokonto, Julius Meinl unter der Gemeinschaftsdusche des Landesgerichtlichen Gefangenenhauses oder ähnliche Grauslichkeiten denken.

Das Zaubermittel ist ein Spray, das lokale Betäubungsmittel enthält und hat den viel versprechenden Namen PSD502. Dreihundert Männer, die bis dato ihre ehelichen Pflichten binnen einer Minute erledigt hatten, nahmen an der Versuchsreihe teil. Nachdem der Joystick fünf Minuten vor Spielbeginn mit dem Spray behandelt wurde, mutierten die Probanden zu richtigen Marathonbumsern. Vier Minuten Nahkampf bis zum ultimativen Brunftschrei waren nun möglich.

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Hier noch ein Auszug aus dem Urologenportal zum ejaculatio praecox-Leiden.

„Was bewirkt ein vorzeitiger Samenerguss?

Ein vorzeitiger Samenerguss kann zu einer erheblichen Belastung der Beziehung zwischen Mann und Frau führen. Oft hat der Mann dabei das Gefühl, wenig Befriedigung zu erleben oder den Samenerguss nicht zu spüren. Manchmal entwickeln sich so Schwierigkeiten eine Erektion zu halten oder ein Verlust von sexueller Erregung. Dies geschieht oft aus einer übergroßen Bestrebung heraus, den Samenerguss hinauszuzögern. Der Mann ist dabei so stark mit Gedanken an „Technik“ oder Vermeiden von Bewegung beschäftigt, dass der Spaß an der sexuellen Begegnung völlig verloren geht. Oft wird deshalb auch vom Mann das „Vorspiel“ extrem verkürzt, um selber nicht zu stark erregt zu werden – dies hat dann oft einen Mangel an Erregung bei der Frau zu Folge. Daraus kann dann ein schmerzhafter, unbefriedigender sexueller Kontakt für die Frau resultieren – ohne Orgasmus. In vielen Fällen hat dies dann wieder eine deutliche reduzierte Anzahl von Sexual- Kontakten zur Folge – bis hin zum völligen Verzicht.

https://www.urologenportal.de/patienten/patienteninfo/patientenratgeber/vorzeitiger-samenerguss.html

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Gruß Hubert

 

 

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Jäger besser Verstehen: Töten der Weiblichkeit   5 comments

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Aus wildbeimwild.com

Cycling funny AND NOT funny crashes Compilation   Leave a comment

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Ist ja ganz „lustig“, wenn es einen nicht selbst betrifft. Aber ein paar mal habe ich auch mit dem Asphalt Bekanntschaft gemacht als ich noch jung – ääähh jünger war. Werde ich jetzt wohl besser aufpassen müssen, geht ja gut wenn man nicht ganz ans Limit geht. Aber bitte keine blöden Kommentare.
Man soll ja auch mit mangelhafter Hüfte ganz gut Rennrad fahren können… werde ich in in paar Monaten ja drauf kommen.

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 6. Februar 2018 von hubwen in Gesellschaft, Uncategorized

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Der späte Aufschrei – „maybrit illner“ vom 1.02.2018   1 comment

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Wenn man am 01.02.2018 bei der TV-Sendung von Maybritt Illner zugeschaut hat und diese #aufschrei Initiatoren Anne Wizorek gehört hat, dann wäre es für einen Mann eine Kunst eine Frau anzusprechen, wie er sie anschaut und wie lange, oder ihr ein Kompliment zu machen. Männer müssten dann wenn sie es richtig machen möchten, fast Seminare besuchen, etwa mit der Überschrift: Wie verhalte ich mich gegenüber einer Frau. Und mit dem Untertittel, wie nähere mich bei Interesse ggf. ihr an. Wenn es so kompliziert wäre, wie bei dieser Emanze Wizorek, dann wäre am besten wir Männer würden es uns selbst machen. Für solche Emanzen wie Anne Wizorek gäbe es im Fall ja auch noch ein Kloster, wo sie dann ganz sicher vor sexueller Belästigung wäre. Dann bräuchten Frauen auch keine Gebärmutter mehr und sie würden ohne männliches Sperma auch nicht mehr Mutter werden. Dann wären wir bei der philosophischen Richtung des Antintalismus, die vereinfacht gesagt bedeutet, ohne Kinder würde das Elend und das Leid auf der Welt aufhören. Dieses Getue was alles schon sexuelle Belästigung wäre kotzt mich nur mehr an. Irgendwann hat der Mann im Seniorenalter sowieso keine Lust mehr, ist der Sex dann tot und das Problem gelöst. Ich frage mich warum Frauen dann so viel für Kosmetik ausgeben? Für wenn denn? Die Kosmetikfirmen machen ja Milliardenumsätze. Jetzt werde ich wohl der böse Mann sein, aber das halte ich im Fall auch noch aus bzw. ist es mir im Fall auch egal.

Oder vielleicht sollte man dem Rat von „Waris Dirie (* 1965 in der Region von Gaalkacyo, somalischer Herkunft) folgen?

Zitat:
„Vielleicht sollten die Frauen den Männern die Eier abschneiden, damit auf der Erde wieder ein Paradies entstehen kann. Die Männer würden ruhiger werden und sensibler mit ihrer Umwelt umgehen. Ohne diesen ständigen Ausstoß von Testosteron gäbe es keinen Krieg, kein Töten, kein Rauben, keine Vergewaltigungen.“

Quelle: Waris Dirie, „Wüstenblume“ (1998). Auszug S. 346 der Taschenbuchausgabe

Brisant an dem Zitat ist nicht nur, dass sie sexistisch-feministische Mythen kolportiert, sondern vor allem, dass sie brutale Genitalverstümmelungen bei Männern explizit befürwortet, die sie bei Frauen bekämpft.

Ja, eine Zwangskastration wäre auch eine Lösung. Solche Weiber können Männern wirklich nur auf die Eier gehen.

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Aus dem ZDF, Maybritt Illner, 01.02.2018

Macht, Sex, Gewalt – der späte Aufschrei

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aufschrei-später-wizorek

„maybrit illner“ mit dem Thema „Macht, Sex, Gewalt – der späte Aufschrei“ vom 1. Februar 2018. Die Gäste: • Anne Wizorek, Feministin, #Aufschrei-Initiatorin, Autorin „Weil ein #Aufschrei nicht reicht. Für einen Feminismus von heute“

Diese Wizorek ist ja nicht die wichtigste, die übrigen Teilnehmer der Diskussion siehe im Link zum Schluss. Vor allem diese Svenia Flaßpöhler, Philosophin, Publizistin, gefiel mir mit ihren Argumenten, unter anderem auch mit dem Argument des weiblichen Begehrens. Feministinnen tun ja so als ob das Begehren nur auf der männlichen Seite angesiedelt wäre.

[…]

Brüderle_Jour-Himmelreich-stern

 

Die Journalistin Laura Himmelreich schrieb 2013 in einem Artikel für den „Stern“, dass der damalige FDP-Fraktionsvorsitzende Rainer Brüderle ihr gegenüber anzügliche Bemerkungen gemacht habe. Die Journalistin Anne Wizorek entfachte daraufhin auf Twitter eine Debatte über Sexismus im Alltag. Unter dem Schlagwort #Aufschrei berichteten und diskutierten Zehntausende Nutzerinnen und Nutzer.

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Der späte Aufschrei – „maybrit illner“ vom 1.02.2018

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Gruß Hubert

 

 

Me too – ich auch… ich auch   1 comment

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Ich frage mich ob es bei allen Frauen, die sich bei #metoo zu Wort melden wirklich Sexismus gegeben hat und wenn, worin der bestand? Ich glaube da springen einfach viele auf nur auf den Zug auf um sich selbst darzustellen und „interessant“ zu machen – ich auch, ich auch. Die ewige Opferrolle zieht nicht mehr. Frauen wissen sich heute schon zu wehren. Wenn einer eine Anmache nicht passt, dann macht sie das dem Mann auch klar. Manchen Feministinnen würde ich gerne sagen, dass sich die Männer auf eine Woche keine Frau mehr anschauen einigen sollten. Also Frauen ignorieren. Oder sie verhalten sich wie 90-jährige Männer, also Jenseits von Gut und Böse, denen das alles egal ist. 😉 Ich weiß nicht ob das der Frauenwelt besonders gefallen würde. Es versteht sich aber von selbst dass eine Vergewaltigung scharf zu verurteilen und zu verfolgen ist (wenn sie wirklich stattgefunden hat).

Hier kritisiert eine FRAU in der Stuttgarter Zeitung die #metoo-Kampagne scharf.

„Kokettieren mit der Opferrolle“

Die Kriminologin Monika Frommel kritisiert die #metoo-Kampagne scharf. Sie betrachtet sie als Auswuchs einer „mediengeilen Gesellschaft“ ohne Maßstäbe. Ihr missfällt zudem, dass Solidarität über den Opferstatus hergestellt wird.

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Firmiert sich der Feminismus neu? Foto: AP

Firmiert sich der Feminismus neu? Foto: AP

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Kiel – Bei ihrer Sicht auf die Welt hat die Kriminologin Monika Frommel stets feministische Perspektive berücksichtigt. Die #metoo-Kampagne hält sie für sinnentleert, die in einem Klima von Sexualfeindlichkeit, Geilheit und der Kommerzialisierung von Sexualität gedeihe.

Frau Frommel, sprechen jetzt die Opfer sexueller Gewalt, die früher geschwiegen haben, weil Ihnen keiner geglaubt hat? Was heißt früher? Erleben wir nicht gerade einen Wandel?

Ich kann ihn nicht erkennen. Das ist ein Amerikanismus, der sich wohl indirekt gegen Trump richtet. Und es ist ein Armutszeugnis für die derzeitige feministische Bewegung, so inhaltsleer zu polemisieren. Man könnte fundierter argumentieren.

Reden Sie von Amerika oder auch von Europa?

Von beidem. Wir hatten ja in Deutschland 2016 eine Schutzlückenkampagne zur Reform des Vergewaltigungspararafen erlebt, die ähnlich unreflektiert war.

Auch in Deutschland melden sich Frauen unter dem Hashtag #metoo zu Wort. Sind Sie erstaunt?

Ich bin enttäuscht, aber nicht wirklich erstaunt, weil sich diese schleichende Sinnentleerung schon seit einigen Jahren andeutet. Das heißt, die verschiedenen feministischen Strömungen versuchen nicht mehr zu diskutieren, sie wiederholen sich. Empirisches Wissen wird nicht mit theoretischen Diskussionen verknüpft. Sie machen jetzt nur noch ganz platte Kampagnen. Da steht nicht mehr viel dahinter.

Viele nehmen für sich in Anspruch, zum ersten Mal zu sprechen und wollen eine neue Diskussion anzufachen.

Für was? Die Hand aufs Knie zu legen? Wenn ich mir die Bilder anschaue– auch von Frau Gwyneth Paltrow von vor 30 Jahren – mit großem Dekolleté. Eng umschlungen himmelt sie Weinstein an. Selbstverständlich konnte auch zu dieser Zeit jede Frau sagen: Ich will nicht. Der asymmetrische Tausch „Rolle gegen Gefälligkeiten“ muss ja nicht eingegangen werden. Das ist doch klar.

Das stellen Sie nicht in Frage?

Nein, nicht mehr für die 1980er Jahre. Natürlich gibt es bei vielen Frauen, und in den kreativen Berufen besonders häufig, so etwas wie einen asymmetrischen Tausch. Ich tausche meine sexuelle Attraktivität gegen Karrieremöglichkeiten. Und es gibt sicher zu allen Zeiten ein paar Soziopathen – und Weinstein scheint einer zu sein –, die geradezu besoffen sind von den latenten Angeboten, und das dann auch ganz brachial einfordern. Selbstverständlich hätte sich jede dieser Schauspielerinnen in den letzten 40 Jahren, wenn es denn solche brachialen Aktionen gegeben hat, sofort melden und es öffentlich machen können. Schweigegebote sind ja nie verbindlich gewesen. Hätten sie gesprochen, man hätte ihnen geglaubt.

Woran manchen sie das fest?

In Deutschland stammen die weit gefassten Sexualstraftatbestände aus dem Jahr 1997 (Ausnutzen einer hilflosen Lage). Spätestens damals war Gegenwehr möglich. In Amerika stammt das berühmte Buch „Against our will“ von Susan Brownmiller aus dem Jahr 1975. Das heißt, seit den 70er Jahren sind Gewalt gegen Frauen und Sexismus geläufige Themen. Die These, wonach Opfer nur aus Angst und Scham schweigen, ist jetzt 50 Jahre alt. Grob geschätzt ist sie seit etwa 20 Jahren nicht mehr realistisch.

Sie haben gerade gesagt „Weinstein scheint“ ein Soziopath zu sei. Was in der Diskussion auffällt, ist, dass es die Unschuldsvermutung nicht mehr gibt.

Bei den behaupteten „Vergewaltigungen“ ist es deutlich, dass sie nicht mehr ernst genommen wird. Etwas anderes sind Unanständigkeiten und die ekelhafte Art, sich Frauen mit dem Charme eines Betonmischers anzunähern. Aber das sind keine Straftaten. Das sind Unverschämtheiten, die jede Frau öffentlich machen kann.

Überrascht sie die Schnelligkeit, mit der auf Vorwürfe der Rausschmiss folgt?

Es wirken starke Mechanismen, eine Mischung aus Sexualfeindlichkeit und Geilheit, der Kommerzialisierung von Sexualität und ein Opportunismus, der zunächst entschuldigt und dann verdammt. Im angelsächsischen (Un)kulturbereich wird das sehr hochgespielt und man ist schon ein gebrannter Mann, wenn man Opfer einer solchen Kampagne geworden ist. Besonders interessant sind die homophoben Fälle, wenn es also um junge Männer geht. Da kommt ja noch ein weiteres Element dazu. Wir hatten ja eine ähnliche, insgesamt gesehen ebenfalls ziemlich widerliche Kampagne gegen Edathy erlebt. Da wurde alles vermischt: Pädophilie und Homosexualität. Schlechter Geschmack wird mit dem Schlagwort „Rape-Culture“ in eine völlig falsche Richtung gedrängt. Das ist ein illiberaler Feminismus, vermischt mit einem Populismus, der etwa auch erklärt, warum in Großbritannien der Brexit so leicht gelang und in den USA Trump die Wahl gewonnen hat. Diese Strömungen sind alle hochgradig rechtslastig.

Bietet ein rechts-konservatives Milieu das passende Umfeld?

Das Wort konservativ würde ich streichen. So etwas geschieht in einer mediengeilen Gesellschaft, die ihre Maßstäbe verloren hat.

Was sind die Maßstäbe?

Das wäre zum einen die Unschuldsvermutung, wenn man von Vergewaltigung spricht. Und zum anderen sollte man aufpassen, bevor man eine solche Kampagne, die ja wie ein medialer Pranger wirkt, lostritt. Wie wirkt sich das auf das gesellschaftliche Klima aus?

Begeben sich Frauen durch die Kampagne freiwillig in die Opferrolle?

Wir leben in einer viktimeren Gesellschaft, die mit dem Opfersein geradezu kokettiert und Solidarität immer nur über die Opferrolle einfordert. Rechtsstaatliche Bedenken verlieren an Bedeutung. Bei der Kampagne „Auch ich habe abgetrieben“ in den 1970er Jahren haben prominente Frauen versucht, einen Straftatbestand abzuschaffen oder zumindest zu ändern. Es ging um Freiheit, nicht um mehr Kontrolle. Jetzt macht man Kampagnen, um schneller und stärker zu bestrafen. So gesehen sind das rechte Bewegungen.

In ihren Augen kapituliert der Feminismus hier und formiert sich nicht etwa neu?

Hier zeigt sich eine bedenkliche feministische Strömung, die schon seit Jahren in ihrer inhaltleeren Polemik sichtbar geworden ist. Sie wiederholt immerzu dasselbe und wird immer dümmer. Wir haben jetzt einen uferlos weiten Paragrafen 177, sexuelle Nötigung, der für Strafgerichte nicht mehr handhabbar ist. Weil „gegen den Willen“ nicht justiziabel ist. Da war die Frauenbewegung, die meinte, sie müsste ein Menschenrecht für Frauen durchsetzen, unbelehrbar. Die Begründungen waren inhaltsleer, da nur ein paar Einzelentscheidungen skandalisiert wurden, um einen undurchdachten Gesetzesentwurf durchzusetzen. Die Feigheit im Bundestag war sprichwörtlich, denn dass die Schwierigkeiten für Staatsanwaltschaften und Gerichte unlösbar sein werden, das war vorhersehbar.

Was aber soll eine Frau tun, die sich nun traut, über sexuelle Übergriffe – welcher Art auch immer – zu sprechen?

Seit 1986 haben wir bereits ein Klima, in dem jede Frau und jedes Missbrauchsopfer sich äußern kann. Seitdem gibt es keine Legislaturperiode ohne eine weitere Verbesserung der Opferrechte. Wenn eine Frau Opfer geworden ist, soll sie sich äußern. Aber bitte nicht in solchen Kampagnen nach Jahrzehnten.

Sie unterstellen, dass sich die Gesellschaft mal wieder aufregen will.

Die einzige, die mir gefallen hat, war Sophia Thomalla, die auf Instagram ein Sexsymbol-Bild von sich veröffentlicht und dazu gesagt hat, so habe sie die Rolle bekommen. Das war natürlich satirisch gemeint, aber irgendwie treffend und schlau.

Sie steht in der Öffentlichkeit nicht unbedingt für Feminismus.

Sie ist selbstbewusst, emanzipiert und hat etwas gegen sinnentleertes Geschwätz, das feministisch zu sein vorgibt, es aber nicht ist. Wir sollten einem so lächerlichen Aufruf nicht das Label Feminismus aufkleben. Das ist Markenmissbrauch.

Das Gespräch führte Hilke Lorenz.

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Me too – ich auch… ich auch

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Hier noch so eine schwarze Feministin, Waris Dirie, der beschnittene Frauen am Herzen liegen aber nicht im geringsten Männer, wie folgende Aussage von ihr beweist:

„Vielleicht sollten die Frauen den Männern die Eier abschneiden, damit auf der Erde wieder ein Paradies entstehen kann“

Waris Dirie kann ja dann mit so einem Eunuchen zusammen leben, dem man die Eier entfernt hat.

Darum kann mir das Rumgeeiere von Feministinnen wegen dem Testosteron, zum Beispiel die beschnittene Waris Dirie, (schrieb den Bestseller „Wüstenblume“) die sich gegen die weibliche Genitalverstümmelungen engagiert (was natürlich gut ist) richtig auf die Eier gehen.

Waris Dirie (* 1965 in der Region von Gaalkacyo) ist ein österreichisches Model somalischer Herkunft, eine Bestseller-Autorin und Menschenrechtsaktivistin im Kampf gegen Female Genital Mutilation (FGM), die Weibliche Genitalverstümmelung.“ (Wikipedia) Warum nur gegen die weibliche Genitalverstümmelung?? Bei Wikipedia kommt das folgende Zitat wegen Eier abschneiden und Testosteron natürlich nicht vor (weiblicher Genderschutz…)

 

 

Zitat:

    „Vielleicht sollten die Frauen den Männern die Eier abschneiden, damit auf der Erde wieder ein Paradies entstehen kann. Die Männer würden ruhiger werden und sensibler mit ihrer Umwelt umgehen. Ohne diesen ständigen Ausstoß von Testosteron gäbe es keinen Krieg, kein Töten, kein Rauben, keine Vergewaltigungen.“

Brisant an dem Zitat ist nicht nur, dass sie sexistisch-feministische Mythen kolportiert, sondern vor allem, dass sie brutale Genitalverstümmelungen bei Männern explizit befürwortet, die sie bei Frauen bekämpft.

Bemerkenswert auch, dass sie von 1997 bis 2003 als UN-Sonderbotschafterin (gegen die Beschneidung weiblicher Genitalien) aktiv war und dort niemand an diesem Zitat Anstoß nahm.

Quelle: Waris Dirie, „Wüstenblume“ (1998). Auszug S. 346 der Taschenbuchausgabe

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 Gruß Hubert

Veröffentlicht 9. Dezember 2017 von hubwen in Gesellschaft, Sexualität, Uncategorized

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Kinderlose – Die neuen Sündenböcke der Nation   2 comments

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Ich habe heute irgendwo ein Bild gesehen wo gesagt wurde, dass von den G7 nur Trump und der kanadische Regierungschef Kinder haben, die übrigen fünf hätten keine Kinder. Ich habe es nicht recherchiert, weiß nicht ob es so ist. Außerdem müsste man wissen ob sie keine Kinder wollen bzw. ihre Partnerinnen und ob sie keine bekommen können. Aber wen geht das etwas an? Das ist ja ein massiver Eingriff in die Privatsphäre. Ich finde es sogar eine Frechheit und eine schamlose Anmaßung. Beim Trump könnte ich mir allerdings vorstellen, dass er auch eine außerehliche Kinderschar hat.
Für die Normalbürger bedeuten viele Kinder außerdem ja viele finanzielle Nachteile, BESONDERS für Frauen. Da kümmert sich VATER STAAT dann nicht mehr darum. Übrigens macht es auch die Kirche so, nachdem die Kinder da sind tun sie nichts mehr dafür (obwohl… aber lassen wir das… 😦  ). Es bedeutet Armutsfalle, Altersarmut zu hundert Prozent voraus programmiert. Deutschland hat ja tolle Renten!

Überhaupt die katholische Kirche! Warum verbietet sie dann ihren Priestern die Ehe?? Dann könnten sie zumindest Kinder haben, die sie nicht zu verstecken bräuchten.

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Die Journalistin Kerstin Herrnkind hat sich mit dem Thema befasst.

Kinderlose – Die neuen Sündenböcke der Nation

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Vögeln für den Kaiser, für den Führer, gegen den Kommunismus, für die Rentenkasse – Kinder zu gebären fürs Vaterland hat in Deutschland eine lange Tradition. Doch es ist eine kurzsichtige, dumme Politik. Man rechnet mit Kindern, die nicht geboren sind. Mit Geld, das noch nicht erwirtschaftet ist. Und wundert sich, wenn dem System der Zusammenbruch droht.
Doch es sind nicht die Kinderlosen, die das Rentensystem zerstören. Das System zerstört sich selbst, weil die deutsche Rentenversicherung einem Schneeballsystem gleicht. Und Politiker die Rentenkasse plündern.  Um diese Fehler zu vertuschen, machen Politiker Kinderlose zu Sündenböcken. Der demografische Wandel ist eine Lüge, mit der Politik gemacht wird.

Was außerdem geschickt unter den Tisch gekehrt wird: Die Kritik an Kinderlosen ist eine zutiefst frauenfeindliche Debatte. Es sind nun mal die Frauen, die Kinder gebären. Und sie bezahlen  in diesem Land nicht selten mit ihrer beruflichen Existenz dafür.

Politiker in diesem Land wollen, dass Frauen mehr Kinder kriegen. Doch wehe, Frauen lassen sich darauf ein.  Überall stehen Fallen, in die sie tappen können: Elternzeitfalle, Teilzeitfalle, Armutsfalle, wenn sie ihre Kinder alleine erziehen müssen. Alle werden zur Rentenfalle.
Wenn sie erstmal Kinder haben, lässt die Politik Frauen im Stich. Vater Staat verrät seine Töchter.

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http://kerstinherrnkind.com/

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Hier noch ein Auszug aus Huffington Post

Kinderlose Frauen sind die neuen Sündenböcke der Nation

Kinderlose sind die neuen Sündenböcke der Nation. „Zwar leistet sich Deutschland heute schwule Außenminister und Bürgermeister sowie eine kinderlose Kanzlerin, doch wehe, man bekennt sich offen zum vorsätzlichen Leben ohne Kind. Es kommt dem Bruch eines ungeschriebenen Gesetzes gleich. Das lautet bis heute: Nur wer Kinder in die Welt setzt, lebt wirklich im Einklang mit den Werten der Gesellschaft“, schreibt mein Kollege Mathias Schneider im Stern.

„Kinderlosigkeit hat in unserer Gesellschaft den Rang eines unentschuldbaren Makels, eines Versagens“, bringt die taz es auf den Punkt.

Mehr zum Thema: Diese 5 Worte sind für mich schlimmer als sexuelle Belästigung

Und die Schriftstellerin Tanja Dückers klagt in der Zeit: „Dass Kinderlose heute gesellschaftlich mehr geächtet werden als noch vor dreißig Jahren, ist beschämend für eine angeblich offene, tolerante Gesellschaft“.

Politiker, Wissenschaftler, Juristen, ja selbst Ärzte hacken auf Kinderlosen herum. Nicht mal die angeblich so barmherzigen Kirchen bringen Verständnis für Kinderlose auf. „Wer keine Kinder bekommt, ist egoistisch“, sagt der Papst.

Familien mit drei Kindern sind nach Vorstellung des Papstes optimal

„Eine Gesellschaft mit einer erfolgsorientierten Generation, die sich selbst nicht mit Kindern umgeben will und für die Kinder vor allem etwas Störendes, eine Belastung, ein Risiko darstellen – das ist eine deprimierte Gesellschaft.“ Familien mit drei Kindern sind nach Vorstellung des Papstes optimal.

Der Papst selbst hat keine Kinder. Früher soll es Heilige Väter gegeben haben, die echte Papas waren. Papst Hormisdas (514-523) war Vater eines Sohnes. Papst Hadrian II. (867-872) hatte eine Tochter. Die katholische Kirche war offenbar lockerer drauf.

 

Bis in neunte Jahrhundert gab es sogar Kinder von Priestern, die Päpste wurden. Heutzutage erlaubt die katholische Kirche ihren Priestern nicht mal mehr, sich offiziell zu ihren unehelichen Kindern zu bekennen. Und wer es tut, fliegt raus. Was die katholische Kirche diesen Kindern antut, kann man in dem Buch Sag keinem, wer dein Vater ist von Karin Jäckel nachlesen.

 

Die Journalistin hat das Schicksal von Priesterkindern aufgearbeitet. „Wir haben uns geschämt, dass unser Vater ein Priester ist. Ein Priester hat doch keine Frau und keine Kinder. Das ist Sünde. Und wir sind jetzt der Beweis“, erzählen Betroffene.

Die katholische Kirche selbst ist eine deprimierte Gesellschaft

„Kinder, die mit Angst und Lügen aufwachsen – so belegen die erschütternden Zeugnisse und Berichte dieses Buches – haben keine Kindheit“, schreibt die Autorin. Aber Papst Franziskus findet ja auch nichts dabei, Kinder zu schlagen.

Kürzlich hat der Papst behauptet: „Die Ehe ist die schönste Sache, die Gott geschaffen hat.“ Die Ehe wird allerdings schon im Codex Ur-Nammu und dem Codex Hammurapi – also in den ältesten Gesetzestexten der Welt – erwähnt. Spricht eher dafür, dass es Menschen waren, die da einen gewissen Regelungsbedarf zwischen (damals noch) Mann und Frau sahen.

Aber wenn der Papst so überzeugt davon ist, dass es Gott war, der die Ehe erfunden hat, soll er seine Priester doch endlich heiraten lassen und den Zölibat aufheben. Die katholische Kirche selbst ist eine deprimierte Gesellschaft.

Und sie ist scheinheilig, wie es in der Bibel steht: „Auf dem Stuhl des Mose sitzen die Schriftgelehrten und Pharisäer … Sie binden schwere und unerträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf die Schultern; aber sie selbst wollen keinen Finger dafür krümmen.“

Nun muss man wissen, dass längst nicht alle Kirchenmitarbeiter, also auch Pfarrer und Priester, den Generationenvertrag stützen und in die Rentenversicherung einzahlen. „Satzungsmäßige Mitglieder geistlicher Genossenschaften“, also Mönche, Diakonissen und andere Ordensmitglieder, sind von der Pflicht, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen, befreit.

Und man muss wissen, dass die Kirchen sich die Gehälter ihrer Bischöfe, Priester und Vikare vom Steuerzahler spendieren lassen. Ja, richtig gelesen, die Steuerzahler, selbst wenn sie keiner Konfession angehören, zahlen die Gehälter von Geistlichen.

Forderungen verjähren in der Regel nach drei Jahren

Rund 500 Millionen Euro überweisen die Bundesländer (abgesehen von den Stadtstaaten Hamburg und Bremen) jedes Jahr an die Kirchen. Keine Kirchensteuer, wohlgemerkt, sondern sogenannte „Staatsleistungen“ aus dem Steuersäckel. Also Geld, das die arbeitende Bevölkerung in diesem Land erwirtschaftet hat.

Warum? Nun ja, der Staat leistet mit dieser halben Milliarde Abbitte dafür, dass die Kirchen im 18. und 19. Jahrhundert enteignet wurden. Angeblich wurde ihnen dafür Schadensersatz zugesichert.

Kirchenkritiker halten Letzteres für eine Legende. Doch selbst wenn es so gewesen sein sollte, wäre diese Schadensersatzforderung inzwischen über 200 Jahre alt. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch verjähren Forderungen in der Regel nach drei Jahren.

Vollstreckungstitel, mit denen Forderungen eingetrieben werden können, sind 30 Jahre gültig. Und in der Bibel ist gar die Rede davon, dass Schulden alle sieben Jahre erlassen werden sollen: „Jeder Gläubiger soll den Teil seines Vermögens, den er einem andern … als Darlehen gegeben hat, brachliegen lassen.“

16,8 Milliarden Euro haben die Länder den Kirchen überwiesen

Aber die Kirchen beharren auf „ihrer“ Kohle. Und die Steuerzahler blechen 500 Millionen Euro pro Jahr für diese merkwürdige Wiedergutmachung. Zum Vergleich: 800 Millionen Euro will das Bundeskabinett von 2017 bis 2019 in den sozialen Wohnungsbau stecken.

Wenn wir den Kirchen nicht das Geld überweisen müssten, hätte der Finanzminister schon einen schönen Batzen für den sozialen Wohnungsbau zusammen. Klar, es sind die Länder, die den Kirchen Staatsleistungen überweisen, nicht der Bund, trotzdem taugt der Vergleich, um hier einmal die Dimensionen klarzumachen.

16,8 Milliarden Euro haben die Länder den Kirchen seit der Gründung der Bundesrepublik als Wiedergutmachung für die Enteignungen überwiesen.

So hat es der Verwaltungsjurist Johann Albrecht Haupt ausgerechnet. „Die historische Begründung für die Staatsleistung wirkt, nahezu zweihundert Jahre nach der Säkularisation, anachronistisch“, schreibt er in einem Aufsatz über die Trennung von Staat und Kirche.

Die Kirchen kassieren das Geld ungerührt

„Kriege und Vertreibungen haben gerade in den letzten zwei Jahrhunderten Hunderttausenden von Menschen und vielen Institutionen wiederholt die Existenzgrundlage geraubt, ohne dass der Staat in vergleichbarer Fürsorge den Betroffenen mit ‚Staatsleistungen‘ auf Dauer zur Seite gestanden hätte.Die Kirchen, die … ohnehin zu den reichsten Institutionen in Deutschland gehören, bedürfen der Staatsleistungen am allerwenigsten.“

Recht hat er. Doch die Kirchen kassieren das Geld ungerührt, selbst wenn im Land der Rotstift regiert und bei Arbeitslosen und Hartz IV-Empfängern gespart wird.

„Eine staatliche Mega-Rente für die Kirche“, spottet mein Kollege Lutz Kinkel auf stern.de. Aber die Kirchen handeln ganz im Sinne der Bibel: „Hastig errafftes Gut zerrinnt; wer aber ruhig sammelt, bekommt immer mehr.“

Dass der Staat den Geldhahn zudreht, ist unwahrscheinlich. Die Politik traut sich an das Thema nicht heran. Obwohl die Abschaffung dieser Pseudo-Schuld sogar im Grundgesetz steht. Aber die Kirche ist eine Hausmacht im Lande, mit der man sich nicht anlegt – Verfassungsauftrag hin oder her.

 

2015 nahmen die Kirchen über elf Milliarden Euro Kirchensteuer ein

Eine Initiative der Linken, die Staatsleistungen abzuschaffen, scheiterte. Der Bund schiebt den Ländern den schwarzen Peter zu: „Die Bundesregierung sieht … keinen Anlass, die Initiative zu einer Ablösung der Staatsleistungen zu ergreifen. Der Bund selbst ist nicht Schuldner der Staatsleistungen. Den Ländern als Träger der Staatsleistungen steht es dagegen frei, einvernehmlich mit den Kirchen die Staatsleistungen zu verändern und neue Rechtsgrundlagen zu schaffen“, liest man in der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linken.

„Irgendwie leben ja auch alle halbwegs gut damit, wenn es so weitergeht. Bis auf den Steuerzahler“, schreibt Kollege Kinkel sarkastisch auf stern.de. Dass uns die Kirche unsere Schuld finanziell vergibt und erlässt, ist nicht zu erwarten. So zahlen wir bis in alle Ewigkeit.

Und wir zahlen nicht nur diese Staatsleistungen an die Kirchen. Auch steckt Vater Staat den Kirchen großzügig Steuergeld zu. Wie spendabel er ist, kann man im Violettbuch Kirchenfinanzen von Carsten Frerk nachlesen.

2015 nahmen die Kirchen über elf Milliarden Euro Kirchensteuer ein. Ein Rekord. Das Geld sei den Kirchen gegönnt, schließlich drücken die Gläubigen es freiwillig ab. Doch der deutsche Staat spielt für die Kirchen den Kassierer. Die Finanzämter treiben die Kirchensteuer ein.

Der Staat verzichtet zugunsten der Kirchen auf bares Geld

Wir sind – der Säkularisierung zum Trotz – kein säkularer Staat. Auch die Arbeitgeber, also zum großen Teil private Unternehmen, müssen den Kirchen zur Hand gehen, die Kirchensteuer ausrechnen und ans Finanzamt überweisen.

Diesen Service verdanken die Kirchen übrigens den Nazis, die die Arbeitgeber ab 1935 dazu verpflichteten. Der Staat verzichtet zugunsten der Kirchen auf bares Geld, weil man die Kirchensteuer von der Einkommensteuer abziehen kann.

Alles in allem schlagen diese Vorzüge, die der Staat den Kirchen einräumt, für den Steuerzahler nach Frerks Berechnungen mit insgesamt fünf Milliarden Euro pro Jahr zu Buche. Mit dem Geld könnte Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU) neue Computer für die Schulen kaufen.

Fünf Milliarden Euro ist genau die Summe, die Frau Wanka in die Digitalisierung von Schulen stecken will. Auch sonst greift Vater Staat den Kirchen mit unserem Steuergeld großzügig unter die Arme. Etwa 19 Milliarden Euro überweist der Staat laut Frerk den Kirchen pro Jahr. Zusätzlich zur Kirchensteuer.

Wir finanzieren den kirchlichen Nachwuchs

Steuerzahler sanieren mit ihrem Geld Kirchen und Pfarrhäuser für rund 100 Millionen Euro im Jahr, selbst wenn sie Heiden sind. Wir finanzieren den kirchlichen Nachwuchs. Etwa 500 Millionen steckt Vater Staat in die theologischen Fakultäten der Unis – obwohl Theologie gar keine Wissenschaft, sondern Glaubenssache ist.

„Eine Theologie, die sich den wissenschaftlichen Fakten ehrlich stellen würde, müsste sich eigentlich wegen hinreichend belegter Gegenstandslosigkeit selbst auflösen“, schreibt der promovierte Theologe Heinz-Werner Kubitza („Der Jesuswahn“).

Fast vier Milliarden Steuergelder fließen in christliche Kindergärten, liest man bei Frerk. Die Kirchen würden ihre Kindertagesstätten „nur zum allergeringsten Anteil selbst finanzieren“. Wir zahlen also dafür, dass schon die Kleinen im Kindergarten beten lernen und die Kindergärtnerinnen ihnen vom lieben Gott erzählen – alles in der Hoffnung, dass die Kleinen eines Tages zu braven Kirchensteuerzahlern heranwachsen.

Sogar bei den über sechs Millionen Minijobbern im Land halten die Kirchen mit einer pauschalen Steuer die Hand auf. Rund 17 Millionen knüpfen sie den Geringverdienern laut Frerk ab. Heißt es in der Bibel nicht: „Wehe dem, der sein Gut mehret mit fremden Gut!“

 

19 Milliarden aus der Steuerkasse an die Kirchen

Aber die Kirchen tun doch so viel Gutes. „Wer die Kirche unterstützt, übt Solidarität mit den Schwachen und Benachteiligten“, rühmt sich die EKD auf ihrer Internetseite. Ja, aber auch viele dieser guten Taten zahlt in Wirklichkeit der Steuerzahler. Schätzungsweise zahlen die Kirchen, so die FAZ, „allenfalls fünf Prozent“ ihrer Wohltaten aus eigener Tasche.

19 Milliarden aus der Steuerkasse an die Kirchen – eine schöne Stange Geld. Von dem Geld könnten wir locker die Mütterrente finanzieren. Deren Aufstockung soll jährlich 6,7 Milliarden Euro kosten. Also: Kürzen wir den Kirchen das Geld, geben wir es den Müttern.

Auch die Kosten für die Zuwanderung könnte der Staat von diesem Geld berappen. Und die Bekämpfung von Fluchtursachen gleich mit. Für diese beiden Posten hat die Bundesregierung genau 19 Milliarden im Haushalt veranschlagt.

Wenn wir den Kirchen die Milliarden streichen würden, könnten die Bildungsminister auch endlich anfangen, Deutschlands Schulen zu sanieren. 34 Milliarden Euro, so schätzt das Deutsche Institut für Urbanistik, würde es kosten, kaputte Heizungen, versiffte Toiletten, marode Turnhallen, einsturzgefährdete Dächer und undichte Fenster in Deutschlands Schulen zu reparieren.

 

Nur zwei Drittel aller Steuerzahler sind Mitglieder einer christlichen Kirche

Gerade mal 2,8 Milliarden gaben die Flächenländer (die Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen ausgenommen) 2015 für die Sanierung von Schulen aus. Kinder sind, so ist auf der Internetseite der EKD zu lesen, „ein köstlicher Schatz“. Warum lassen wir zu, dass unsere köstlichen Schätze in heruntergekommenen Klassenzimmern hocken, während sich Bischöfe von unserem Steuergeld Protzbauten leisten?

Nur zwei Drittel aller Steuerzahler sind Mitglieder einer christlichen Kirche, aber alle werden zur Kasse gebeten. Von „systemisch bedingter Ausbeutung des Steuerzahlers“ schreibt der Münchener Theologe Friedrich Wilhelm Graf.

Man kann es auch drastischer formulieren: Die Kirchen laben sich wie Vampire am Steuerzahler. Oder Jesus zitieren: „Weh‘ euch, ihr Heuchler, die ihr die Becher und Schüsseln außen reinigt, innen aber sind sie voller Raub und Gier!“

Ich will hier gar nicht davon anfangen, dass sowohl katholische als auch evangelische Pfarrer Kinder, die ihnen anvertraut waren, im großen Stil sexuell missbraucht haben. Und dass die Kirchen mit ihrem selbst gestrickten Arbeitsrecht die Grundrechte ihrer Mitarbeiter mit Füßen treten.

Keine Kinder zu haben ist ein Menschenrecht

Oder von den Millionen, die Ex-Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst für seinen Protzbau in Limburg verprasst hat. Ich bin ein Fan guter Taten, auch von denen der Kirche. Dass sie Geld aus dem Steuersäckel bekommen, könnte ich vielleicht noch verschmerzen, wenn auch nicht in dieser Höhe.

Aber ich lasse mir von solchen Leuten nicht sagen, dass ich „kein kostenloses Menschenrecht auf gewollte Kinderlosigkeit“ habe. Menschenrechte sind unveräußerlich. So steht es im Grundgesetz: „Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.“ Artikel 1, Absatz 2.

Und dass Menschenrechte für alle gelten, und zwar ohne Gegenleistung, sollten gerade Theologen eigentlich wissen. Keine Kinder zu haben, ist ein Menschenrecht, das 1968 auf der Menschenrechtskonferenz der Vereinten Nationen (UN) in Teheran festgeschrieben worden ist: „Eltern haben ein grundlegendes Menschenrecht, frei und selbstverantwortlich über Zahl und zeitliche Planung ihrer Kinder zu entscheiden, sowie ein Recht, darüber eine angemessene Erziehung und Information zu erhalten.“

Familienplanung ist Privatsache

So steht es in Artikel 16 der Abschlussproklamation. Es ging in der Debatte damals zwar mehr um Entwicklungsländer und um den fehlenden Zugang zu Verhütungsmitteln, trotzdem gilt der Passus noch heute. Menschen haben das Recht, selbst zu bestimmen, ob und wie viele Kinder sie kriegen.

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Papst Franziskus wetterte gegen Kondome und Pille

1998 waren es rund 73 Millionen. 27 Millionen mehr Menschen innerhalb von 16 Jahren. 50 Millionen Menschen gelten als arm. 80 Prozent sind Kinder. UNICEF zählt die Philippinen zu den zehn Ländern weltweit, in denen die meisten unterernährten Kinder unter fünf Jahren leben.

Warum kriegen die Leute dort so viele Kinder? Sie haben verinnerlicht, was die katholische Kirche dort seit Jahrhunderten predigt: Kinder seien ein „Geschenk Gottes“. Deshalb gilt in der Bevölkerung, die zu über 80 Prozent katholisch ist, nur als richtiger Mann, wer möglichst viele Kinder gezeugt hat. Und als richtige Frau, wer möglichst viele Kinder geboren hat.

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Kinderlose – Die neuen Sündenböcke der Nation

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Gruß Hubert

 

 

Absurde Pseudo-Wissenschaften und Verschwörungstheorien   Leave a comment

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Gleich unerschöpflich wie die Verschwörungstheorien sind auch die Abhandlungen darüber. In verschiedenen Kategorien wird jährlich der Goldene Aluhut vergeben, wie zum Beispiel in, Rechtsesorerik, Reichsbürger & BRD-GmbH, Medien und Blogs, Medizin, Esoterik, Mind Control und Grenzwissenschaften, Chemtrails.

Das hat schon manchmal was Sektenartiges.

Aber sicher ärgern sich manche Verschwörungstheoretiker über diese negative Auszeichnung mit dem goldenen Aluhut. Sie sind ja felsenfest davon überzeugt, dass ihre Thesen die Wahrheit sind. Sie fühlen sich ja oft wie die wahrer Aufdecker. Wie lautet doch ein Buchtitel von Karlheinz Deschner: Aufklärung ist Ärgernis.

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Aus dem Spiegel

Preis für Gaga-Forschung Wer ist der Doofste im ganzen Land?

Die heilsame Kraft des Einhorns und ähnlicher Quatsch: Eine Berliner Initiative vergibt Auszeichnungen für besonders absurde Pseudo-Wissenschaft und Verschwörungstheorien. Das sind die Preisträger.

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Alu- und andere Hüte beim Camp des Chaos Computer Clubs: Segensreiche Kopfbedeckung

DPA -Alu- und andere Hüte beim Camp des Chaos Computer Clubs: Segensreiche Kopfbedeckung

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Klar, sein kleiner Bruder Aldous hat es zu mehr Ruhm gebracht. Der hat schließlich die bedrückende Zukunftsvision „Schöne neue Welt“ verfasst. Doch auch der britische Humanist Julian Sorell Huxley war ein Mann mit Weitblick. In seiner Science-Fiction-Geschichte „The Tissue-Culture King“ stellte der spätere Chef der Uno-Kulturorganisation Unesco schon 1927 eine verblüffende Erfindung vor: eine Kopfbedeckung aus Metallfolie. Die, so beschrieb es Huxley, sollte vor schädlicher Telepathie schützen.

Ohne Julian Huxley hätte es auch diesen Freitagabend nicht gegeben. Jedenfalls nicht in dieser Form. Denn längst ist der Aluhut eine Chiffre geworden – für Anhänger von Verschwörungstheorien oder Paranoiker. Denen soll er sprichwörtlich dazu dienen, sich vor Gehirnwäsche durch Geheimdienste, Großkonzerne oder andere Fieslinge zu schützen.

Nun ist die segensreiche Kopfbedeckung auch Namensgeberin für einen skurrilen Preis: Eine Berliner Initiative hat erstmals den „Goldenen Aluhut“ verliehen – für besonders wirre Vertreter und Profiteure von Verschwörungstheorien und Pseudo-Wissenschaft. Alu-Cowboyhut, Alu-Basecap, Alu-Schirmmütze, Alu-Dreadlocks – all das war bei der Gala im Veranstaltungszentrum Pfefferberg zu sehen. Mit rund 150 Gästen war der Saal schon seit Tagen ausverkauft.

Neben Julian Huxley war freilich noch ein Mann für die Veranstaltung wichtig. Sein Name: Axel Stoll. Der Geologe war einer der führenden deutschen Verschwörungstheoretiker, bekannt vor allem durch seine YouTube-Videos. Darin ging es unter anderem um – vorsichtig ausgedrückt – rechten Stuss wie die sogenannten Reichsflugscheiben, mit denen Nazis zum Mond geflogen sein sollen.

Zwischen Science Slam und Impro-Theater

Der zornige alte Mann ist im vergangenen Jahr verstorben. Auf seinen Geburtstag haben die Organisatoren um Giulia Silberberger nun ihre Gala gelegt, die in Zukunft jährlich stattfinden soll. An Stoll und seine Theorien erinnerte nicht nur das Modell einer Reichsflugscheibe auf der Bühne, von Silberberger selbst gebaut und apart mit bunten LEDs illuminiert, sondern auch einer der Vorträge an diesem Abend.

Von denen gab es so einige: zur Frage zum Beispiel, warum die Erde nicht – wie von Verschwörungstheoretikern behauptet – flach und/oder hohl sein kann, oder dazu, wie sich Verschwörungstheorien im Netz verbreiten. Eine meist kurzweilige Mischung aus Science Slam und Impro-Theater.

Verschwörungstheorien, sagt Organisatorin Silberberger in einer Programmpause, seien längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Nicht zuletzt durch die sozialen Netzwerke. Der Award solle ein Zeichen dagegen setzen.

Warum das wichtig ist, will die Aktivistin mit ihrer eigenen Geschichte belegen. Sie sei als Kind durch ihre Mutter Mitglied bei den Zeugen Jehovas geworden – und habe erst 15 Jahre später wieder aussteigen können.

Nun sind Religionen und Verschwörungstheorie – zumindest für viele – etwas Verschiedenes. Aber Silberberger geht es um ideologischen Missbrauch. Wegen der Gefahren dadurch dürfe man die Verschwörungstheoretiker nicht einfach ignorieren.

Im Sommer hatten Silberberger, ihr Freund Kai Schulze und andere Unterstützer bei Facebook in einem ersten Schritt potenzielle Kandidaten für die Anti-Ehrung gesucht. Dann konnten die Fans abstimmen. Rund 7000 Menschen machten laut den Organisatoren mit. Nun wurden die Ehrungen vergeben:

  • Den wohl bekanntesten Preisträger gibt es in der Kategorie „Rechtsesoterik, Reichsbürger & BRD-GmbH“. Hier konnte sich Xavier Naidoo (61 Prozent, 2593 Votes) vor dem von Axel Stoll – Sie erinnern sich? – initiierten Neuschwabenland-Stammtisch in Berlin (zwölf Prozent, 525 Votes) durchsetzen. Naidoo war im vergangenen Jahr bei den sogenannten Reichsbürgern aufgetreten. Das sind von Rechtsextremen unterstützte Verschwörungstheoretiker, die die Rechtmäßigkeit der Bundesrepublik anzweifeln – und sich als staatenlos sehen. Naidoo erklärte hinterher, er sei „weder homophob noch irgendwie rechtsradikal“. Nicht jeder mochte ihm das glauben.

  • In der Kategorie „Medien und Blogs“ gewann der Kopp-Verlag (50 Prozent, 2184 Votes) klar vor dem Krawallsender RT Deutsch (14 Prozent, 630 Votes). Im Kopp-Verlag gibt es reißerische – und sehr erfolgreiche – Bücher mit steilen Thesen. Eine Mischung aus Rechtspopulismus, Kapitalismuskritik und Tabubrecher-Attitüde charakterisiert das Programm. Man warnt vor einer „großen Enteignung“ durch das „Weltfinanzkartell“ , der „Impf-Mafia“ und sieht sich am „Vorabend des Dritten Weltkriegs“. Und ja, auch um „gekaufte Journalisten“ geht es.

  • Im Bereich „Medizin“ siegte die Kampagne „Impfen – nein danke!“ (28 Prozent, 1145 Votes) vor einem Team um den Homöopathen Richard Hiltner, das mit seiner unbewiesenen Heilmethode die Ebola-Epidemie in Westafrika stoppen wollte (24 Prozent, 1005 Votes).

  • Ein besonderes Schmankerl gab es in der Kategorie „Esoterik, Mind Control und Grenzwissenschaften“. Hier siegte das Hamburger Esoterik-Unternehmen Wrage GmbH („Inspiration für Körper, Geist und Seele“) mit seinem Seminar „Heilarbeit mit der Lichtenergie der Einhörner“ (49 Prozent, 1775 Votes). Zweiter wurde der Verein Psychophysischer Terror e. V. (elf Prozent, 408 Votes), wo man sich mit Strahlenfolter durch Geheimdienste und ähnlichen Boshaftigkeiten befasst.

  • Geehrt wurden auch Anhänger der sogenannten Chemtrails. Sie gehen davon aus, dass aus Flugzeugen massenhaft Giftstoffe verspritzt werden. Zur Kontrolle des Klimas, der Weltbevölkerung oder aus anderen Gründen. Geehrt wurde hier die Szenegröße Ria den Breejen von der Global Mobilization Against Chemtrails vor Werner Altnickel von chemtrail.de (30 Prozent, 1409 Votes).

Der Abend im Pfefferberg fühlt sich an wie eine Art Familientreffen. Wer sich gegen die Verschwörungstheoretiker verschworen hat, ist hier. Man ist sich so sicher, auf der richtigen Seite zu stehen, wie es auch das andere Lager ist. Aber vielleicht muss das auch so sein.

Keiner der Preisträger war zur Verleihung gekommen. Silberberger hatte die Geehrten, wie sie sagt, per Einschreiben eingeladen – und ihnen zehn Minuten Redezeit angeboten. Wenn es danach eine sachliche, offene Diskussion geben würde. Niemand habe sich aber dazu bereit erklärt. „Wir sind fast ein bisschen überrascht, dass keiner von den Verrückten gekommen ist“, so Silberberger.

Naidoo hat ein „Brett vorm Kopf“

Der „Goldene Aluhut“ ist nicht die einzige Auszeichnung dieser Art. So verleiht die Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften jedes Jahr in Wien das „Goldene Brett vorm Kopf“. Dort konnten Naidoo und der Kopp-Verlag bereits im vergangenen Jahr punkten.

 Aber lassen sich in ihrem Weltbild gefestigte Verschwörungstheoretiker davon beirren, dass andere ihre Arbeit durch den Kakao ziehen? Eher nicht. „Wir wollen niemanden bekehren, aber selbst wenn wir nur ein, zwei Leute erreichen, haben wir unseren Zweck erfüllt“, sagt Silberberger.

Vermutlich hätte man aber diesen ganzen Artikel gar nicht schreiben brauchen. Was drin steht, wird mancher sowieso nicht glauben. Nachzulesen in einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der Kollegen von „Stern“ und RTL. Da antworteten 44 Prozent der gut 1000 repräsentativ ausgewählten Befragten, die Medien in Deutschland würden „von ganz oben gesteuert“ und verbreiteten deshalb „geschönte und unzutreffende Meldungen“. Aber auch das ist, man muss das so klar sagen, eine Verschwörungstheorie.

Von

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Absurde Pseudo-Wissenschaften und Verschwörungstheorien

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Aluhut-Verleihung am 30. Oktober 2016 in Berlin

Auszug.

Die verrücktesten Verschwörungstheoretiker des Jahres

Während des Programms erzählten Wissenschaftler über beliebte Irrglauben wie Freie Energie oder Orgonit-Pyramiden, mit denen Chemtrails unschädlich gemacht werden sollen.

Die Gewinner des Goldenen Aluhuts 2016 sind:

Ernst Köwing in der Kategorie Verschwörungstheorie allgemein
Als Der Honigmann verbreitet Köwing auf dem Blog Der Honigmann sagt… rechtsgerichtete und antisemitische Artikel. Er ist Anhänger der Weltverschwörungstheorie und zweifelt die Legitimität der Bundesrepublik Deutschland an. In der Abstimmung setzte er sich klar gegen den albernen YouTube-Hit Chemtrails von VitaVision durch.

Dennis Schulz (The True Association) in der Kategorie Politik
Schulz ist nach eigenen Angaben Diplom-Ingenieur der Energie-, Umwelt- und Versorgungstechnik. Auf YouTube gab er auf dem Kanal The True Association seine nationalsozialistischen und rassistischen Meinungen kund – mit Hakenkreuzen im Hintergrund. Deswegen hat YouTube den Kanal inzwischen gesperrt. Vor der Verleihung des Goldenen Aluhuts kündigte Schulz an, erscheinen zu wollen, bekam vom Veranstalter aber Hausverbot.

Compact Magazin in der Kategorie Medien und Blogs
Das monatlich erscheinende Magazin wird von Jürgen Elsässer herausgegeben, der unter anderem als Redner bei PEGIDA-Demonstrationen aufgetreten ist. Compact ist Teil einer gut vernetzten Alternativmedien-Community, die sich gegen die „Mainstream-Medien“ richtet. Die Themen reichen von Anti-Amerikanismus bis zu Antisemitismus, Rechtspopulismus und der Leugnung des Klimawandels. Zu den Autoren gehörten unter anderem Eva Hermann, Udo Ulfkotte und Ken Jebsen.

Bewusst Vegan Froh in der Kategorie Medizin & Wissenschaften
Bewusst Vegan Froh wirkt auf den ersten Blick wie ein schlecht designtes Blog über gesunde Ernährung und Veganismus. In den Artikeln verbreiten die Betreiber aber Propaganda gegen die Pharmaindustrie, Esoterik-Dauerbrenner wie energetisiertes Wasser und allerhand anderen pseudomedizinischen Unfug.

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https://www.wired.de/collection/life/goldenere-aluhut-die-verruecktesten-verschwoerungstheoretiker-des-jahres

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Aus Der Westen (Auszug)

Chemtrails: widerlegt aber nicht überwunden

Die Chemtrailer stellen eine ganz eigene Kategorie dar. Sie glauben, dass die Regierung (oder diejenigen, die der Regierung Anweisungen erteilen) Gift versprühen lässt. Damit soll je nach Glaubensrichtung das Bevölkerungswachstum gestoppt oder aber der Klimawandel aufgehalten werden. Manchmal werden auch militärische Strategien dahinter vermutet.

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http://www.derwesten.de/panorama/der-goldene-aluhut-fuer-die-schoenste-verschwoerungstheorie-id11116898.html

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 8. Januar 2017 von hubwen in Gesellschaft, Politik, Uncategorized

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