Archiv für die Kategorie ‘Gesellschaft

Bezahlbare Wohnungen   5 comments

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Ich kann nur in allem zustimmen, was Dietmar Bartsch in dem Video bei Twitter zum Thema bezahlbare Wohnungen sagt.

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Video
https://twitter.com/DietmarBartsch/status/1115993319409057792

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 10. April 2019 von hubwen in Gesellschaft, Politik, Uncategorized

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Familienkongress in Verona – Widerstand   4 comments

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Heute veranstalteten erzkonservative und rechte Kräfte in Verona einen Familienkongress, bei dem es hauptsächlich gegen die Abtreibung und für die traditionelle Familie ging. Es wäre ein Schritt zurück um Jahrzente wenn diese Kräfte die Oberhand gewännen. Es gibt massiven Widerstand von zahlreichen Gruppierungen und auch Südtiroler Parteien. Erworbene Rechte würden von diesen Kräften weggenommen werden. Solchen Abtreibungsgegnern würde es wohl gefallen, wenn Ärzte vor Kliniken niedergeschossen werden, die Abtreibungen vornehmen, wie es in den USA schon passiert ist.

Aus suedtirolnews.it

Verona – Heute wird in Verona gegen den umstrittenen Familienkongress protestiert. Zur Demo werden auch zahlreiche Teilnehmer aus Südtirol erwartet.

Mehrere Parteien, Gewerkschaften und andere Organisationen haben zum Widerstand aufgerufen. Sie wehren sich, dass hart erkämpfte Rechte angezweifelt werden und nur mehr die traditionelle Familie gelten soll.

Die Organisatoren des Kongresses haben am Freitag kleine Föten aus Plastik ausgeteilt, um gegen Abtreibungen zu protestieren. Sie fordern zudem, dass das Familienrecht abgeändert wird.

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ANSA

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Dabei erhalten sie Unterstützung von der Lega. Innenminister Matteo Salvini, Familienminister Fontana und Unterrichtsminister Bussetti kommen heute zum Kongress nach Verona.

Grüne: “Kein Schritt zurück”

Auch eine Gruppe Grüner Akivisten aus Südtirol beteiligt sich heute am Protest gegen den Internationalen Familienkongress, der unter der Schirmherrschaft einiger öffentlicher Institutionen läuft und von Exponenten regierender Parteien unterstützt wird. “Auch aus diesem Anlass muss wieder und immer wieder unterstrichen werden, dass die Rechte der Frauen auf Selbstbestimmung nicht infrage gestellt werden dürfen und dass die Freiheit jedes Einzelnen und jeder Einzelnen zu lieben, wen und wie sie wollen, geschützt werden muss. Jede Form von Familie, die auf den Werten Liebe und gegenseitigem Respekt aufgebaut ist, ist eine Bereicherung und Ressource für die Gesellschaft,“ so die Sprecherin der Grünen Frauen, Ulrike Spitaler.

SVP-Frauen besorgt: “Stelldichein konservativer und rechter Kräfte”

Mit einem besorgten Blick verfolgt die SVP-Frauenbewegung den “World Congress of Families”, der an diesem Wochenende  in Verona stattfindet und sich ausschließlich für die “traditionelle Ehe und Familie” ausspricht. „Dieses Stelldichein konservativer und rechter Kräfte ist nicht nur widersprüchlich und unglaubwürdig, sondern verbreitet noch dazu rückständige, ewiggestrige und intolerante Vorstellungen von Frau und Familie“, erklärt SVP-Landesfrauenreferentin Renate Gebhard.

Mann, Frau und möglichst viele Kinder sind das Ideal, das die “International Organisation for the Family” mit Sitz in den USA bei ihrem jährlichen “World Congress of Families” vertritt. „Es gibt wohl kaum eine Organisation, die noch rückständigere Ideen vertritt”, erklärt die SVP-Landesfrauenreferentin Renate Gebhard, die den Kongress mit einem besorgniserregenden Blick verfolgt. “Unsere Gesellschaft hat nur dann Zukunft, wenn wir uns den neuen und vielfältigen Formen der Familie nicht verschließen und erworbene Frauenrechte nicht leichtfertig aufgeben”, so Gebhard.

Die SVP-Parlamentarierin zeigt sich davon überzeugt, dass die Einführung eines Abtreibungsverbotes und die alleinige Förderung der “natürlichen Familie mit Ehemann, Frau und Kindern” in Bezug auf das Ziel, die Geburtenrate anzuheben, keinen Erfolg bringen werde. “Es braucht hingegen gezielte Maßnahmen, um Familien zu fördern”, so Gebhard, “dann werden sich auch wieder mehr junge Paare für mehr Kinder entscheiden.” Dabei brauche man nicht sprichwörtlich das warme Wasser neu erfinden, sondern könne viel von anderen Ländern lernen. “Es reicht ein Blick in unseren Nachbarstaat Frankreich, der erfolgreich auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf setzt”, betont Renate Gebhard. “Junge Eltern wollen heute berechtigterweise beides unter einen Hut bringen: Kinder und Karriere.” Dies zeige auch eine Studie, die am gestrigen Donnerstag in Österreich vorgestellt wurde.

Die SVP-Frauenbewegung warnt abschließend eindrücklich davor, lang und hart erworbene Rechte der Frauen leichtfertig aufs Spiel zu setzen.

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Sogar stol.it von den Dolomiten, dem konservativen Tagblatt der Südtiroler distanziert sich von dieser von christlichen Fundamentalisten und Rechtsextremen organisierten Veranstaltung. Natürlich war der Rechtspopulist Matteo Salvini dabei. Die 5-Sterne-Bewegung hielt sich fern. Das sind Leute, die uns am liebsten ins Mittelalter zurück katapultieren würden. Ich sage nur: Kein Schritt zurück!

20.000 bei Demo gegen umstrittenen Familienkongress

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Familienkongress in Verona – Widerstand

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Gruß Hubert

Der „Schwulen-Paragraf“ musste weg   Leave a comment

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Ich habe großen Respekt vor diesem Ex-Bundesanwalt, der schon in einer relativ frühen Zeit zu seiner Homosexualität stand und sich outete, wenn es auch seiner Karriere alles andere als gut tat. Man kann sich ja vorstellen wie in den 1980-er Jahren Konservative und Christliche zum Thema Homosexualität standen. Rechte diskriminieren sie ja noch heute und machen keinen Hehl aus ihrem Homosexuellen-Hass. Es ist immer noch jedem und jeder selbst überlassen ob sie sich fortpflanzen wollen. Es besteht ja keine Pflicht sich fortzupflanzen oder für eine Frau als Gebärmaschine zu fungieren um für die „nationale Größe“ Kinder zu zeugen. Jedenfalls kann jede/r seine sexuelle Orientierung heute frei leben. Ewiggestrige und religiöse Fundamentalisten kann man nie verhindern.

Hier ein Artikel von Tagesschau.de im Interview mit Ex-Bundesanwalt Bruns.

Die Abschaffung des sogenannten „Schwulen-Paragrafen“ 175 StGB war überfällig, sagt der ehemalige Bundesanwalt Manfred Bruns im tagesschau.de-Interview. Er hatte sich in den 1980ern als homosexuell geoutet.

tagesschau.de: Sie sind in einer katholischen Familie groß geworden. Wie sehr hat Sie Ihr Elternhaus als Kind und Jugendlicher geprägt?

Manfred Bruns: Ich war sehr von meiner Mutter beeinflusst. Ich habe sie sehr verehrt, sie hat mich geprägt. Heute würde man sagen, sie war eine fundamentalistische Katholikin. Für mich war schon das pubertäre Masturbieren ein Riesenproblem, weil ich immer das Gefühl hatte, das ist eine Todsünde, die einen von Gott trennt. Dann kam hinzu, dass es keine Sexualaufklärung gab. Man konnte Homosexualität nicht benennen. Es wurde einfach immer gesagt, das sind Männer, die machen aus Überdruss irgendwelche abartigen Sachen und wurden als abartige Kriminelle hingestellt. Das war für mich ein Lebensweg, der nicht denkbar war. Ich habe es einfach nicht zugelassen und habe alle Anzeichen, dass ich homosexuell sein könnte, unterdrückt.

Zur Person

Manfred Bruns ist 1934 in Linz am Rhein geboren. Er war bis zu seiner Pensionierung 1994 Bundesanwalt am Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Nachdem er sich als homosexuell geoutet hatte, zog ihn sein damaliger Vorgesetzter, Generalbundesanwalt Rebmann, von allen Staatsschutzangelegenheiten ab und stufte ihn als Sicherheitsrisiko ein. Bruns engagiert sich seit den 80er Jahren für die Beseitigung der Diskriminierung und Gleichstellung von Homosexuellen.

 

tagesschau.de: Sie haben sogar geheiratet und mit ihrer Frau drei Kinder bekommen. Warum?

Bruns: Als Jugendlicher in den fünfziger Jahren konnte man nicht einfach Sexualität mit Klassenkameradinnen haben. Ich hatte keine Erfahrung und dachte: „Du hast ja noch nie eine Frau gehabt, wenn du dann mal heiratest, wird sich das geben.“ Das hat es leider nicht. Wobei ich dazusagen muss: Wir haben eine sehr gute Ehe geführt. Ich habe bis Anfang der 1980er Jahre auch nie etwas zugelassen und immer strikt zu meiner Familie gehalten. Ich hatte auch Angst, dass ich meine bürgerliche Existenz verliere, meine Frau verliere und die Kinder.

tagesschau.de: Wie kam es dann zu Ihrem Outing?

Bruns: Wenn Sie einen wesentlichen Teil Ihres Daseins unterdrücken und nicht zulassen, irgendwann meldet sich das mit aller Gewalt, sodass Sie es nicht mehr in den Griff bekommen. So ging es auch mir. So habe ich Anfang der achtziger Jahre angefangen, das zuzulassen. Ich habe mich als Erstes mit meiner Frau auseinander gesetzt. Diese ersten homosexuellen Erlebnisse, die ich dann hatte, die waren so was von richtig, dass ich wusste: Das geht nicht mehr anders.

tagesschau.de: Warum haben Sie dann entschieden, es auch Ihrem Vorgesetzten zu sagen, dem damaligen Generalbundesanwalt Rebmann?

Bruns: Als ich das erste Mal etwas zugelassen habe, da dachte ich jedes Mal, wenn das Telefon an meinem Schreibtisch im Dienst klingelte: „Das ist der Chef, der hat’s gehört.“ Es war absurd, und so haben viele Menschen gelebt. Das war etwas, was ich nicht mehr wollte.

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Manfred Bruns | Bildquelle: Michael Lucan, CC BY-SA 3.0

Manfred Bruns 1986 in München

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tagesschau.de: Wie hat Ihr Chef auf Ihr Outing reagiert? Hatte er Verständnis?

Bruns: Herr Rebmann war ein ausgesprochen guter Jurist, aber sehr, sehr konservativ. Er konnte das überhaupt nicht verstehen. Da war 1983 diese Kießling-Affäre. Dem Bundeswehrgeneral wurde vorgeworfen, dass er homosexuell sei. Der damalige Verteidigungsminister Wörner hat dann im Fernsehen immer verkündet, das Schlimme wäre nicht, dass Kießling homosexuell sei, sondern dass er es abstreiten würde. Dadurch würde er erpressbar. Dann bin ich zu Rebmann gegangen und habe ihm gesagt : „Ich bin auch homosexuell, aber ich bin nicht erpressbar. Wenn jemand kommt und sagt, dass er es meiner Frau sagt, sage ich: „Gehen Sie mal hin, die kann Ihnen noch ein paar Einzelheiten erzählen.“

tagesschau.de: 1985 wurden Sie dann in der BILD-Zeitung geoutet, nachdem Sie in Talkshows liberale Ansichten vertreten hatten. Hat die Redaktion vorher mit Ihnen darüber gesprochen?

Bruns: Die haben dauernd bei mir angerufen und sagten, dass sie es doch wüssten. Und dann habe ich irgendwann gesagt: „Jetzt langt es mir und ja, ich bin schwul.“

tagesschau.de: Wie haben Ihre Kollegen reagiert?

Bruns: Es gab Kollegen, die sich geweigert haben, sich mit mir in der Kantine an einen Tisch zu setzen oder mich zu grüßen. Dann bin ich eben nicht mehr in die Kantine gegangen. Wenn mir die Kollegen entgegenkamen, dann habe ich sie offen angelacht. Denen war das dann peinlich, die guckten vor sich und wollten nicht grüßen, ihr bürgerliches Gewissen peinigte sie dann.

tagesschau.de: Erst 1994 fiel der §175 komplett. Was glauben Sie, warum hat er sich so lange gehalten? Die Hauptstrafvorschrift war ja schon in den 1960er-Jahren gefallen, sowohl in der BRD als auch in der DDR.

Bruns: Der §175 galt bis in die 90er Jahre als angebliche Jugendvorschrift weiter. Man war der Auffassung, wenn Jugendliche während der Pubertät homosexuelle Erlebnisse haben, dann kann sie das zu Homosexuellen machen. Das war die sogenannte Verführungstheorie.

Es gab eine Dammbruchphobie: Wenn irgendwo über Erleichterungen für homosexuelle Menschen diskutiert wurde, dann kam gleich die Furcht auf, dass sich das dann wie ein Flächenbrand ausbreiten würde, was völliger Unsinn ist. Über Jahrhunderte – selbst bei schlimmster Verfolgung – die Zahl der Homosexuellen war immer gleich.

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Homosexuelle-1994-Par-abge

https://www.tagesschau.de/inland/abschaffung-paragraf175-stgb-101~_origin-7f7d857a-b475-4720-9f67-24f8b445567f.html

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tagesschau.de: Sie engagieren sich seit vielen Jahren für die Rechte von Schwulen und Lesben.

Bruns: Als es zu dem Coming Out kam, hatte ich das Gefühl, dass sich solche unsinnigen Lebensläufe wie meiner nicht wiederholen sollten. Ich bin ganz bewusst auch zu Schwulengruppen gegangen. Wir hatten auch schon sehr früh über HIV diskutiert. Über die Jahre hat sich viel verändert, und das ist das Schöne. Wenn Eltern erfahren, dass ihr Kind lesbisch oder schwul ist, hatten sie früher wahnsinnige Angst, was für einen schrecklichen Lebenslauf sie haben würden. Heute können sie sich sagen, dass sie auch noch Minister oder Ministerpräsident werden können. Dass das möglich ist, das war selbst in den 1980er-Jahren noch undenkbar.

tagesschau.de: Wie leben Sie heute?

Bruns: Ich lebe seit 26 Jahren mit meinem Partner zusammen, eine sehr schöne Partnerschaft. Wir haben ein ganz wunderbares Verhältnis zu meiner Frau. Wir haben auch ein gutes Verhältnis zu den Kindern, wir haben die Enkelkinder mit betreut. Ich habe ein wahnsinnig großes Glück gehabt.

Das Interview führte Ute Spangenberger, SWR

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Der „Schwulen-Paragraf“ musste weg

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Gruß Hubert

 

Der angeblich freie Wille   Leave a comment

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Vor allem Christen kommen gerne mit dem Argument daher, dass nicht Gott für das Böse verantwortlich sei, sondern der Mensch mit seinem „freien Willen“. Das ist anhand eines Beispiels schon mal Blödsinn, denn ein Mensch kann kein Erdbeben verursachen. Gott könnte es zulassen oder nicht, wenn er wollte, wenn es stimmen sollte, dass er allmächtig ist und allgütig noch dazu. Man könnte also sagen ein imaginärer Gott wäre sicher kein Gutmensch. 😉

Aus FOCUS

Werner Siefer, Autor des Buches „Tatort Gehirn“ im Interview mit FOCUS Online über den freien Willen und wahnsinnige Menschen.

FOCUS-Online: Inwieweit ist es der freie Wille, mit dem man sein Leben gestaltet?

Werner Siefer: Das mit dem freien Willen ist so eine Sache, weil sie kein einziger Denker befriedigend erklärt hat. Ein einfaches Beispiel ist das berühmte Schwarz-Weiß-Muster, das man als zwei gegenüberstehende Kopfprofile oder als Vase interpretieren kann. Hat der Mensch die Freiheit, keine Gesichter oder keine Vase zu sehen? Grundsätzlich ja. Er kann üben, nur einen Klecks wahrzunehmen, oder eine, sagen wir, indianische Fruchtbarkeitsgöttin in der Mitte. Aber in der Praxis des Lebens: Wie oft tut er das? Und wie oft gelingt es ihm? Philosophen würden dieses Gedankenexperiment komplett verwerfen und einwenden: Mit dem Einverständnis zum Anschauen des Musters habe der Mensch sich schon entschieden, und dabei sei er frei gewesen. Was im Einzelfall stimmt, aber in der Summe ein blödes Argument ist. Denn irgendetwas müssen wir anschauen oder tun, so ist das Leben. Nun kann man den Gedanken weiterführen: In der Auswahl dieses Irgendetwas, sind wir da frei? Wir sind es genauso wenig wie beim Vasen-Beispiel. Wir wählen in der Praxis kaum Optionen, die uns nur mit Mühe einfallen wollen. Ich tendiere also zu einer statistischen Antwort: Meistens ist der Mensch unfrei, selten frei, und beschämend selten nutzt er seine Freiheit. Ich selbst bin hier nur ein Einzellfall.

FOCUS-Online: Sie sagen in Ihrem Buch, dass der Mensch eigentlich nicht viel daran ändern kann, wie er ist. Können Sie sich an eine Situation in ihrem Leben erinnern, in der diese These zu einer brauchbaren Entschuldigung geführt hat?

Siefer: Ja, schon sehr oft! Zum Beispiel schiebe ich im Privatleben Unangenehmes gerne vor mich her oder plane zum Beispiel Zeitabläufe gerne einmal zu optimistisch. Wenn es dann gelegentlich schief geht und sich Freunde beschweren, entschuldige ich mich damit, dass das, dass ich eben so sei. Das macht aber doch jeder so – oder? Überhaupt ist das ein Privileg von Grufties: einfach so sein können.

FOCUS-Online: Gutmenschen können bisweilen auch langweilig sein. Gibt es böse Menschen, die Sie bewundern?

Siefer: Freilich sind Menschen langweilig, die es allen nur recht machen wollen. Aber gibt es das, einen Gutmenschen und den bösen Menschen? Meist ist der Schwarze Peter doch recht unterschiedlich verteilt. Außerdem gibt es den bösen Menschen nicht, das ist ein Konzept des christlichen Glaubens. Ein faszinierender Böser wie etwa Hannibal Lecter ist ein Kunstprodukt, der das Publikum gerade deswegen fasziniert, weil er mit dessen Wahrnehmung spielt. Es weiß nicht, ob er normal ist oder verrückt. Darin liegt aber genau die filmische Übertreibung, denn in Wirklichkeit wäre er verrückt. War Hitler also ein böser Mensch oder Pol Pot? Wahnsinnig ja, aber nicht böse. Ist ein Amokläufer böse oder der kanadische Schweinezüchter, der Dutzende Frauen getötet und teils aufgegessen hat? Krank ja, aber nicht böse. Solche Wahnsinnigen kann man nicht bewundern.
Ich bewundere Künstler, die unseren Blick öffnen, die bereit sind, sich gegen den Strom zu stellen, und so eingefahrene Haltungen des Sehens, des Hörens, des Miteinanders verändern. Das ist nicht böse, aber es kann wehtun.

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Der angeblich freie Wille

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 26. Juli 2018 von hubwen in Gesellschaft, Medizin, Uncategorized, Wissenschaft

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Pro & Contra spezial: Wo liegt die Grenze zwischen Flirt und Belästigung?   1 comment

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Eine interessante Diskussion finde ich. Den beiden Männern kann ich sehr viel mehr beistimmen als den beiden Feministinnen bzw. fast in keinem Punkt. Ein (junger) Mann muss sich heute das Mädchen, die Frau genau ansehen, bevor er sie anspricht. Jeder kleine Sch… ist schon gleich sexistisch. Aber ein Mann merkt ja sehr schnell ob sie kämpferische Feministin ist.
Das Video ist leider ein wenig lang, 52 Minuten. Aber man muss ja nicht bis zum Ende alles anschauen bzw. kann man es auch in Etappen anschauen.

https://www.puls4.com/pro-und-contra/videos/Sommer-Spezial-Sexualitaet/Pro-Contra-Spezial-Wo-liegt-die-Grenze-zwischen-Flirt-und-Belaestigung

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 19. Juli 2018 von hubwen in Gesellschaft, Sexualität, Uncategorized

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Der Pyrrhussieg des Feminismus: Männerstreik   Leave a comment

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Ein Mann sollte hart sein, er sollte doch wieder weich auch sein, aber bitte kein Weichei, er sollte ein (sexuelles) Schwein sein, er sollte kein Schwein sein, er sollte dominant sein aber doch auch zärtlich – und was denn noch gnädige Frau, wie hätten sie es denn gerne? Kein Wunder dass sich vor allem in den USA Männer anfangen sich der Gesellschaft zu verweigern. Vor allem weil die Wertschätzung des Mannes durch feministische Anstrengungen immer mehr in den Keller fiel. Eigentlich geht es Feministinnen nur darum das Kommando zu übernehmen, und Nicht um Gleichberechtigung.
Feministinnen wollen die Regeln aufstellen wie ein Mann zu sein hat. Jetzt habt ihr euren „neuen Mann“. Das ging ja voll in den Slip. Wenn es feministische Lesben sind, dann sollen sie den Mund halten, dann gehen sie Männer nichts an und ihre Ratschläge sind so was von fehl am Platz. Kümmert euch um eure Geschlechtsgenossinen.

Ein guter Artikel wegen der Verweigerung von Männern bezüglich Gesellschaft und Frauen auf heise.de, die vor allem in den USA um sich Platz greift.

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Der Pyrrhussieg des Feminismus: Männerstreik

 

Während Herr Beckert als weißer Ritter – rückwärts gewandt – tote Pferde reiten muß, um nicht von den progressiven Taliban medial gesteinigt zu werden, hat das Weltenrad sich schon längst weiter gedreht.

Nico, Deine Cheffinen müssen jetzt ganz stark sein: Bei uns ist immer weniger zu holen! Man findet uns bei Konzerten und Festivals – aber immer seltener überstundenschiebend am Arbeitsplatz oder eigenheimbauend auf staubigen Äckern. Wir saufen nicht frustriert an der Bar, auf die Traumfrau wartend – wir sammeln teuren Fusel kistenweise, nicht zum Trinken, sondern um eine vollständige Spezialsammlung präsentieren zu können…

Das ist keine Drohung oder Prognose – das ist die Gegenwart. Männer weigern sich, Familienversorgungsverantwortung zu übernehmen. Und sie arbeiten immer weniger; in meiner Firma hatten wir jüngst die Wahl: Mehr Geld oder mehr Freizeit. Nur 25% wollten mehr Geld!

Männer streiken. Ganz ohne Gewerkschaft.

Die amerikanische Psychologin Helen Smith hat sich diesem Phänomen in ihrem Bestseller «Men on Strike» gewidmet, das demnächst auch auf Deutsch zugänglich sein wird. Die zunehmende Arbeits-, Familien- und Leistungsverweigerung von Männern in den USA interpretiert sie als «Streik» gegen die inflatorische Abwertung der Männlichkeit. Über diese Interpretation kann man streiten, nicht aber über die Folgen der Entwicklung…

> http://bazonline.ch/leben/gesellschaft/maennerstreik/story/15489791

Dreh- und Angelpunkt dieses Buches ist Helen Smiths Beobachtung, nach der mehr und mehr Männer sich aus gesellschaftlicher Verantwortung zurückzuziehen scheinen, so betroffen etwa Heirat, Bildung und Arbeitswelt. Sie unterlegt diese Aussage mit empirischen Daten, welche in der Tat einen signifikanten Rückgang männlichen Engagements in diesen Bereichen aufzeigen.

Nach ihrer Sicht verhalten sich Männer schlicht rational. Sie verlassen die althergebrachten, traditionellen Wege, da diese ihnen keine Anerkennung mehr versprechen und ihnen stattdessen zusehends zum Nachteil gereichen. Weshalb etwa sollte ein Mann das Risiko einer Ehe eingehen, wenn eine Scheidung ihm alles zu nehmen vermag? Wieso sollte er fünfzig Stunden in der Woche arbeiten, wenn der Staat und seine Exfrau beinahe alles davon aufzehren? Warum sollte er sich mit Flirts und Dates abmühen, wenn er ständig befürchten muss, abserviert oder gar mit dem Vorwurf der sexuellen Belästigung konfrontiert zu werden?

Helen Smith: Männer schweigen, weil sie andernfalls – sollten sie sich tatsächlich aussprechen – als Schwächling und Jammerer abgestempelt werden. Oder es heißt, sie sollten sich doch wie „richtige Männer“ verhalten. Wie ich es in meinem Buch dargelegt habe, gibt es einige Männer, die zu den sogenannten „Weißen Rittern“ zählen, und zwar insofern als sie dazu tendieren, sich traditionell zu geben und in Frauen kleine schutzbedürftige Mädchen zu sehen. Sie stellen Frauen zudem gerne auf ein Podest mit besonderen Privilegien. Dann gibt es noch die „Onkel Tims“, die Frauen und ihren Bedürfnissen nachgeben, um Sex zu haben oder politische Vorteile zu gewinnen, nur um den Frieden zu wahren.

Sowohl Frauen als auch die Gesellschaft sind sich ihrer negativen Haltung gegenüber Männern nicht einmal bewusst. Ihnen wird einfach beigebracht, wenig Mitgefühl für Männer zu haben. Das gilt sogar für ihre eigenen Söhne. Um jemanden zu verstehen, bedarf es einer gewissen Empathie. Und in unserer Gesellschaft gibt es für die männliche Spezies hiervon wenig. Frauen und ihren Helfern wird einfach erzählt, dass an Männern nichts Gutes ist, dass sie Vergewaltiger, Perverse oder nur einfache Sexisten sind. Schon kleine Mädchen sehen T-Shirts mit der Aufschrift „Boys are Stupid, Throw Rocks at Them“ – „Jungs sind dumm, werft Steine nach ihnen“. Wie sollten Mädchen oder Frauen irgendwelches Mitgefühl für Männer entwickeln?

Helen Smith: Viele Männer heiraten aus eben diesem Grund nicht, sie haben wenig Rechte und eine weitere Zahl an Männern begnügt sich mit Pornographie und verweigert sich langfristigen Beziehungen. Ich habe sogar mit Peter Lioyd gesprochen, Journalist und Autor des bald erscheinenden Buches „Stand by Your Manhood“ – „Stehe zu deiner Männlichkeit“ –, das sich mit den britischen Gesetzen befasst. Demnach kann offenbar eine unverheiratete Frau – auch wenn sie viele Jahre mit einem Mann nur zusammengelebt hat – ihm seinen Besitz wie etwa sein Haus nehmen!

Charles Murray beschreibt in seinem Buch „Coming Apart“, dass Männer bereits vor der Rezession ihre Zeit zunehmend in Freizeitaktivitäten investierten. Der Grund hierfür ist, dass immer weniger von ihnen heiraten. Er geißelt die Männer hierfür und hält es für notwendig, sie dazu zu bringen, wieder zu heiraten. Offenbar ist er ebenso einer dieser „weißen Ritter“. Ich aber denke, dass das Verhalten der Männer einer rationalen, logischen Strategie folgt. Wozu sollen Männer sich an einem System beteiligen, wo die sozialen sowie politischen Risiken und Kosten so hoch und der Gegenwert so gering sein können?

> https://cuncti.net/geschlechterdebatte/586-maennerstreik-interview-mit-helen-smith-warum-immer-mehr-maenner-sich-der-gesellschaft-verweigern

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Der Pyrrhussieg des Feminismus: Männerstreik

 

Aus der Basler Zeitung.

Männerstreik?

Knaben und Männer werden zunehmend ­ausgegrenzt – ideologisch in Medien und Schulbüchern, faktisch in der Bildungs- und Arbeitswelt. Die Folge ist, dass sie sich zunehmend verweigern.

Der grosse Basler Zoologe Adolf Portmann hat schon vor Jahrzehnten immer wieder eindringlich darauf hingewiesen, dass wir uns als biologische Mängelwesen Bilder selber erschaffen müssen, um uns in der Welt überhaupt orientieren zu können. Die moderne Neurobiologie geht noch weiter und definiert menschliches Leben als notwendigerweise Bilder generierenden Prozess. Das Bild, das wir von uns haben, ist ­identitätsstiftend. Ist dieses Bild negativ und ­verächtlich, führt es zu Identitätsstörungen.

Diesen allgemeinen Tatbestand aus der ­Anthropologie lässt sich aktuell am besten an der Veränderung des Männerbilds demonstrieren. Galten Männer noch bis weit in die Sechzigerjahre des 20. Jahrhunderts primär als Schöpfer der ­Kultur, Entdecker, Weise oder Staatenlenker, so setzte mit dem Beginn des Feminismus eine grundlegende Umwertung von Männlichkeit ein. Männer werden seither vorgestellt als Zerstörer der Natur, Kriegstreiber, Gewalttäter, Kinderschänder oder – in der Werbung – als Trottel.

Knaben und Männer werden zunehmend ­ausgegrenzt – ideologisch in Medien und Schulbüchern, faktisch in der Bildungs- und Arbeitswelt. Die Folge ist, dass sie sich zunehmend verweigern. Vor diesem Trend haben weitsichtige Soziologen wie Ralf Dahrendorf schon vor rund 30 Jahren gewarnt. Hatte Dahrendorf noch ­überschaubare Gruppierungen von «angry young men» in Grossbritannien beschrieben, gibt es inzwischen ganze Stadtviertel, die von diesen «Aussteigern» geprägt werden.

[…]

Das «Berlin-­Institut für Bevölkerung und Entwicklung» hat in seiner Studie «Not am Mann» vor allem anhand der Situation in den neuen Bundesländern «eine Schicht von überwiegend männlichen Personen» ausgemacht, «die sich mit minimalen Bedürfnissen einrichten und am allgemeinen gesellschaftlichen Leben kaum mehr teilnehmen». Verunsicherte Männer sind auch zögerlich, eine ­Partnerschaft einzugehen und sich auf eine feste Beziehung einzulassen. Viele junge Männer trauen es sich einfach nicht mehr zu, für Familie und Kinder verantwortlich zu sein. Arbeitgeber klagen über ihre männlichen Auszubildenden. Ihnen fehle es an Disziplin, Wille zur Kontinuität, Standfestigkeit und Frustrationstoleranz.

Die amerikanische Psychologin Helen Smith hat sich diesem Phänomen in ihrem Bestseller «Men on Strike» gewidmet, das demnächst auch auf Deutsch zugänglich sein wird. Die zunehmende Arbeits-, Familien- und Leistungsverweigerung von Männern in den USA interpretiert sie als «Streik» gegen die inflatorische Abwertung der Männlichkeit. Über diese Interpretation kann man streiten, nicht aber über die Folgen der Entwicklung. Sie lässt sich in einem soziologischen ­Dreisatz fassen: Desintegration = Dezivilisierung = Anomie. Desintegration heisst das «Ausklinken» der Männer aus der gesellschaftlichen Verantwortung; Dezivilisierung bedeutet zunehmende Verwahrlosung. Letztere führt schliesslich in den Zerfall der gesellschaftlichen Ordnung (Anomie). Diese Gefahr besteht inzwischen real.

https://bazonline.ch/leben/gesellschaft/maennerstreik/story/15489791

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Vor der Arbeit noch schnell die Hosen bügeln
Foto: © Steve Cukrov

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Gruß Hubert

Gedenken an die Opfer der WM, die weggeräumt wurden wie Müll   6 comments

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Unter diesen grausamen und schändlichen Vorzeichen, dem Umgang mit Hunden, die weggeräumt werden wie Müll, ist das KEIN Fussball-Fest für mich in Russland. Deshalb kann es für mich nur Boykott dieser Spiele heißen. Bitter enttäuscht bin ich auch von der FIFA, dem DFB, dem das alles nicht interessiert und egal ist. Jedenfalls ist vom DFB kein Wort darüber zu hören. Man könnte ja Putin und Russland damit verärgern. Und Sport ist NICHT unpolitisch wie man immer suggerieren will.

 

Gedanken…

von JanJan

In Gedenken an die toten, ermordeten, vergifteten oder auch einfach „nur“ weggesperrten Straßenhunde, an die Opfer der WM, die weggeräumt wurden wie Müll, damit die Straßen Russlands „sauber“ aussehen, wenn die Presse und die Fussballstars eintreffen.
Mein Beileid, an die vielen Hundekinder, die vergebens auf die Rückkehr ihrer Mutter warten.
Mein Beileid an die vielen Seelen, denen keine Wertschätzung zuteil wurde.
Schande über jene, die kein Herz haben, die WM könnt ihr gewinnen, verloren habt ihr trotzdem!!!!

 

By Saskia Lange Facebook

 

Ja, Text darf gerne kopiert und geteilt werden!

Quelle: Saskia Lange über Facebook

Von blickpunktonline.wordpress.com/

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Traurige Grüße – Hubert