Archiv für die Kategorie ‘Umwelt

Dramatischer Insektenschwund in Deutschland   9 comments

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Man weiß noch nicht genau was der Grund für das dramatische Insektensterben ist. Ich denke aber doch, dass der Mensch bzw. vor allem auch die Landwirtschaft eine wichtige und entscheidende Rolle spielt.

Aus der SZ

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Insektensterb-bienen

Die Blutbiene Sphecodes albilabris gilt als stark gefährdet.

(Foto: Entomologischer Verein Krefeld)

 

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  • Seit 1989 ist die Masse der Insekten in Deutschland dramatisch geschrumpft, belegt eine langjährige Untersuchung.

  • An 63 Orten im Bundesgebiet – allesamt Naturschutzgebiete – verzeichneten Forscher einen Rückgang um durchschnittlich 76 Prozent.

  • Experten sprechen von einem „Beleg dafür, dass wirklich ein größerflächiges Phänomen vorliegt“.

  • Eine Ursache für das Massensterben könnten Stickstoffverbindungen sein, die als Düngemittel in der Landwirtschaft eingesetzt werden.

Von Tina Baier

Bislang war es nicht viel mehr als ein ungutes Gefühl, das allerdings immer mehr Menschen beschlich. Gab es früher nicht weitaus mehr Schmetterlinge, Fliegen, Hummeln, Käfer und auch Mücken? Sterben in Deutschland etwa nicht nur die Bienen, sondern ist alles noch viel schlimmer? Gibt es ein allgemeines Insektensterben?

Eine Studie, die niederländische, deutsche und britische Wissenschaftler jetzt in der Fachzeitschrift Plos one veröffentlicht haben, belegt nun erstmals, dass die Wahrnehmung, dass sich etwas verändert hat in der Welt der Insekten, richtig ist: In weiten Teilen Deutschlands hat die Zahl der fliegenden Insekten tatsächlich dramatisch abgenommen. Zu diesem Schluss kommen die Studienautoren, nachdem sie den Inhalt von Insektenfallen gründlich analysiert haben.

Die ehrenamtlichen Mitglieder des Entomologischen Vereins Krefeld hatten in den vergangenen 27 Jahren an insgesamt 63 verschiedenen Orten in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz Fallen aufgestellt. Darin verfingen sich über die Jahre Millionen Fliegen und Falter, Käfer, Wespen, Bienen und alle möglichen anderen fliegenden Insekten, die von den Forschern gewogen wurden. Das erschreckende Ergebnis: Seit 1989 ist die Masse der Insekten um durchschnittlich 76 Prozent zurückgegangen. „Mitten im Sommer, wenn viele Insekten ihren Höhepunkt erreichen, war sogar ein Rückgang von 82 Prozent in den untersuchten Gebieten zu verzeichnen“, schreiben die Autoren.

„Wir warten schon lange auf diese Arbeit“

„Die Publikation liefert nun den Beleg dafür, dass wirklich ein größerflächiges Phänomen vorliegt“, sagt Josef Settele vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Halle. Drastischer ausgedrückt: Das Insektensterben ist jetzt nicht mehr nur ein vages ungutes Gefühl, sondern wissenschaftlich erwiesene Realität – zumindest für die Teile Deutschlands, in denen die Untersuchung gemacht wurde. „Wir warten schon lange auf diese Arbeit“, sagt Wolfgang Wägele, Direktor des Zoologischen Forschungsmuseums Alexander Koenig in Bonn. „Es ist das erste Mal, dass ein Datensatz dieser Qualität erhoben worden ist.“ Dass die Insekten tatsächlich weniger werden, kann nämlich nur mithilfe von Langzeitbeobachtungen wie der jetzt vorliegenden Arbeit nachgewiesen werden, da starke Schwankungen von einem Jahr auf das andere bei Insekten ganz normal sind und noch keinen Trend belegen.

Noch erschreckender wird das Ergebnis der aktuellen Studie, wenn man weiß, dass die Proben, die den drastischen Rückgang belegen, allesamt aus Naturschutzgebieten stammen – aus Regionen also, von denen man annehmen würde, dass die Natur dort zumindest noch halbwegs intakt ist. „Wenn die Biomasse an Insekten bereits an geschützten Standorten so drastisch zurückgeht, ist klar, dass die Entwicklung in nicht geschützten Ökosystemen mindestens genauso gravierend ist – vermutlich sogar gravierender“, sagt Johannes Steidle, Tierökologe an der Universität Hohenheim in Stuttgart.

Was passieren könnte, wenn die Zahl der Insekten noch weiter zurückgeht, ist kaum absehbar. Klar ist, dass etwa 80 Prozent der wild wachsenden Pflanzen von Insekten bestäubt werden. Bleiben die Insekten weg, können sich auch die Pflanzen nicht mehr vermehren. Außerdem sind Insekten eine wichtige Nahrungsquelle für viele andere Tiere, zum Beispiel ernähren sich etwa 60 Prozent aller Vogelarten von ihnen. Vor diesem Hintergrund ließen die Ergebnisse der aktuellen Untersuchung auch die andernorts beobachteten Rückgänge insektenfressender Vogel- und Säugetierarten in einem neuen Licht erscheinen, sagt Hans de Kroon, einer der Studienautoren von der Radboud-Universität im niederländischen Nijmegen.

Pestizide und Stickstoffverbindungen könnten den Insekten zusetzen

Was genau die Ursachen für das Insektensterben sind, können die Autoren allerdings nicht sagen. Sie haben aber versucht, mithilfe statistischer Methoden zumindest einige Faktoren auszuschließen. Demnach hat sich zwar die Landschaft und damit auch das Spektrum der Pflanzen in den meisten der untersuchten Gebiete im Laufe der vergangenen 30 Jahre verändert. Doch beides kann nach Auffassung der Wissenschaftler die dramatischen Rückgänge nicht erklären. Genauso wenig wie der Klimawandel. „Ein Anstieg der Temperaturen müsste ja im Gegenteil eher zu einer stärkeren Vermehrung der Insekten führen“, sagt Wägele. Schließlich entwickeln sich die meisten Kerbtiere bei Wärme besser als bei Kälte. Das sei aber offensichtlich nicht der Fall. Settele sieht diesen Teil der Arbeit kritischer: „Die Autoren konnten nicht alle klimatisch relevanten Faktoren einschließen“, sagt er. Daher könne das Klima als wichtiger Faktor nicht ausgeschlossen werden.

Mit solchen Fallen gingen die Insektenforscher auf die Jagd. (Foto: Entomologischer Verein Krefeld)

Doch was setzt den Insekten dann derart zu? Die Tatsache, dass der Schwund nicht lokal begrenzt ist und dass außerdem nicht nur bestimmte Arten leiden, sondern alle, deutet nach Ansicht der Autoren auf Verursacher hin, die großflächig in die Natur eingreifen. Infrage kommen ihrer Ansicht nach die allgegenwärtigen Stickstoffverbindungen, die teils aus Düngemitteln stammen, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Weniger bekannt ist, dass auch durch Abgase aus Autos und Fabriken Unmengen von Stickstoffverbindungen in die Umwelt gelangen. Gegen diese Substanzen helfen auch keine Naturschutzgebiete, da sie mit Luftströmungen nahezu überallhin gelangen und als saurer Regen in die Böden eindringen. Dort verändern sie zunächst die Vegetation: Pflanzen, die auf stickstoffarmen Böden gedeihen, werden von Allerweltsarten wie Brennnessel und Löwenzahn verdrängt, und mit ihnen auch die Insekten, die auf diese Pflanzen zum Überleben angewiesen sind.

Mindestens genauso verdächtig sind Pestizide im Allgemeinen und speziell die so genannten Neonicotinoide. „Diese Substanzen sind hochgiftig“, sagt Wägele. „Wenn beispielsweise eine Schnecke ein solches Pestizid frisst und anschließend von einem Käfer gefressen wird, stirbt der Käfer.“ Hinzu kommt, dass Neonicotinoide nicht spezifisch bestimmte Schädlinge töten, sondern auch viele andere Insekten-Arten. Sie greifen nämlich das Nervensystem der Tiere an, eine zentrale Stelle also, die für alle Insekten gleichermaßen überlebenswichtig ist. Doch auch wenn der Verdacht naheliegt: Dass diese Substanzen wirklich der Grund für das Sterben der Insekten sind, konnten auch die Autoren der aktuellen Studie nicht beweisen. Und das ist vielleicht die erschreckendste Erkenntnis: Solange man nicht weiß, was die Ursache ist, kann man auch nur wenig tun, um den Schwund der Insekten zu stoppen.

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Dramatischer Insektenschwund in Deutschland

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 13. Juli 2018 von hubwen in Umwelt, Uncategorized

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Gemüse auf Kosten der Umwelt   Leave a comment

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Es ist immer so, dass irgend jemand den Preis dafür bezahlt, wenn etwas besonders billig ist. Zum Beispiel wird billiges Fleisch durch Tierquälerei erkauft. Schlachten im Akkord dürfte nie sein. Kühe werden da lebend zerteilt und Schweine landen lebend im Brühbad.

Wir sind es gewohnt bei Aldi, Edeka und Co. zu jeder Jahreszeit alle Arten an frischem Obst und Gemüse zu finden. Um den Ertrag zu steigern, greifen Gemüsehändler jedoch auf umweltschädliche Methoden zurück. Der Sendung „Report Mainz“zufolge ist es in Spanien deshalb zu einer Umweltkatastrophe gekommen.

Erdbeeren, Gurken, Salat oder Sellerie – jede Menge Obst und Gemüse in unseren Supermärkten stammt aus Spanien. Die Region Murcia gilt sogar als „Gemüsegarten“ Europas. Und das obwohl sie eine der trockensten Gegenden Europas ist.

Das Recherche-Team von Report Mainz ist nach Murcia gereist und hat sich die Zustände vor Ort genauer angesehen. Die Zustände sind teilweise erschreckend: Um die Pflanzen zu bewässern, nutzen die Landwirte Plastikschläuche unter der Erde oder pumpen Grundwasser ab – teilweise illegal. Noch schlimmer: Über verdeckte Zuleitungen werden stark nitrathaltige Abwässer und andere Umweltgifte aus der Landwirtschaft in die Lagune „Mar Menor“ oder in den Boden geleitet.

Größte Lagune Europas in Gefahr

Die Auswirkungen sind fatal: 2016 ist das Ökosystem von Mar Menor gekippt – Report Mainz zufolge sind 80 bis 85 Prozent der Wasserpflanzen in der Lagune abgestorben. Mar Menor ist die größte Lagune Europas und galt als Naturparadies mit kristallklarem Wasser. Die Abwässer aus der Landwirtschaft haben sie schwer beschädigt.

Eines der Unternehmen, das mit illegalen Methoden Wasser gefördert und abgeleitet hat, ist „G´S España“. Die Firma gehört laut Report Mainz zu den größten Gemüselieferanten Europas und beliefert unter anderem Rewe, Edeka, Lidl und Aldi Süd.

Es gibt jedoch Hoffnung, dass sich etwas tut: Die Staatsanwaltschaft Murcia hat G´S España und 40 weitere Landwirte, Agrarfirmen und Amtsträger angezeigt. Sie macht die illegalen Methoden der Landwirte für die Umweltkatastrophe in der Lagune verantwortlich.

In der Reportage von Report Mainz kommt auch ein Bauer zu Wort, der Felder illegal bewässert. Er beschuldigt die Preispolitik der großen Lebensmittelketten – auch die von deutschen Konzernen: „Das sind echte Spekulanten. Das sind Piraten in schicken Anzügen, die mit der Nahrung für ganz Europa spielen. Sie wollen alles billig einkaufen. Je billiger, desto besser. Das zwingt viele von uns, illegal zu bewässern“, sagt der Mann in dem Beitrag.

REPORT MAINZ hat die Lieferkette von Salat, Sellerie und anderem Gemüse von Spanien bis in den deutschen Einzelhandel nachvollzogen. Bei Testkäufen fanden die Reporter des SWR Produkte des beschuldigten Anbieters bei Rewe, Edeka, Lidl und Aldi-Süd.

Ein kleinerer Gemüseproduzent aus der Region, der mehrere deutsche Handelsketten beliefert, wirft deutschen Einkäufern einen brutalen Preiskampf vor. Im Interview mit REPORT MAINZ spricht er von „Piraten“. Der Preisdruck aus Deutschland setze die Bauern stark unter Druck. „Die Bauern geben auf oder sie beschäftigten Schwarzarbeiter und bewässern mit illegalen Methoden“, erklärt der Landwirt.

Mit den Ermittlungen der spanischen Staatsanwaltschaft und den Vorwürfen der Landwirte konfrontiert, verweisen Edeka, Lidl und Aldi-Süd auf die Zertifizierung der betroffenen Liefer-Firma mit „GLOBALG.A.P.“, die auch den umweltgerechten Anbau sicherstellen soll. Aldi-Süd veranlasste nach den Recherchen von REPROT MAINZ ein Ad-Hoc Audit bei dem betroffenen Unternehmen und will auch die Zertifizierung überprüfen lassen. Rewe reagiert trotz mehrerer Anfragen nicht. Auch das Unternehmen G´S España, das in der Anzeigeschrift aufgeführt wird, hat auf die schriftliche Anfrage von REPORT MAINZ nicht reagiert.

Video von Sabine

https://www.4shared.com/video/zMut3rayda/Gemse_auf_Kosten_der_Umwelt.html

https://www.4shared.com/web/embed/file/zMut3rayda

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Gemüse auf Kosten der Umwelt

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Gruß Hubert

Der Schwindel mit dem MSC-Siegel   Leave a comment

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Dieser blaue MSC-Siegel ist nichts wert. Es wird dem Konsumenten vorgemacht, dass er nachhaltig gefangenen Wildfisch kauft. Aber die Wirklichkeit sieht ganz anderaus.Dieser blaue MSC-Siegel ist nichts wert. Es wird dem Konsumenten vorgemacht, dass er nachhaltig gefangenen Wildfisch kauft. Aber die Wirklichkeit siht ganz anderaus.

Aus tageschau.de

MSC-Überfischung-Siegel

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Dunkle Geschäfte mit dem MSC-Siegel

Der blaue Fisch auf der Verpackung, das MSC-Siegel, steht für nachhaltig gefangenen Wildfisch, der das Ökosystem nicht schädigt. Doch ARD-Recherchen schüren Zweifel daran.

Von Wilfried Huismann, WDR

Das knallrot gestrichene, altersschwache Fischerboot mit dem Namen „STIER II“ tuckert bei Sonnenaufgang aus dem Hafen von Corcubión im spanischen Galizien. Fischer José Luis Rodríguez und seine zwei Arbeiter lassen ihre aus Draht und Holz gebauten Reusen an einem Seil ins Wasser gleiten, aufgereiht wie an einer Perlenschnur.

José Luis Rodríguez

Fischer José Luis Rodríguez kritisiert das MSC-Siegel.

Pro Tag fangen sie nicht mehr als 50 Tintenfische in den Reusen. Davon kann man nicht reich werden, aber drei Familien können von diesem Betrieb leben. Auf ihre umweltschonende Art zu fangen ist José Luis stolz: „Wir haben gar nicht die technischen Möglichkeiten, das Ökosystem des Meeres kaputt zu machen.“

Kein Interesse an Siegel

Beifang hat er so gut wie gar nicht, mal ist eine Krabbe in der Reuse und die werfen sie sofort wieder ins Meer. So stellt man sich nachhaltigen Fischfang vor. Aber Rodríguez hat kein MSC-Siegel und will es auch nicht.

„Der MSC hat uns eingeladen, aber wir wollen das Siegel nicht“, sagt Rodríguez. „Für mich ist der MSC ein Betrug, der den industriellen Fangflotten hilft. Die Verbraucher haben keine Ahnung davon. Sie gehen in den Supermarkt, sehen das MSC-Logo und glauben, es garantiert die Nachhaltigkeit des Produktes. Dabei wissen sie nicht, wie der Fisch gefangen wurde: mit Grundschleppnetzen, Fabrikschiffen oder auf handwerkliche und nachhaltige Art.“

Der blaue Fisch

Der MSC wurde 1997 vom Lebensmittelkonzern Unilever und dem WWF gegründet. Das Ziel damals lautete, die überfischten Meere zu schützen. Mittlerweile ist der MSC das größte Ökosiegel für Wildfisch. Etwa zwölf Prozent des weltweiten Fangs tragen das Siegel. MSC wirbt damit, eine „unabhängige“ und „gemeinnützige“ Organisation zu sein. Aber abgesehen von zwei WWF-Vertretern kommen die meisten der anderen Mitglieder des Treuhandrates, einem Aufsichtsgremium, aus Fisch-und Lebensmittelkonzernen. Der MSC finanziert sich vor allem durch Lizenzeinnahmen. Von jedem verkauften Produkt mit dem blauen Fisch-Logo kassiert er 0,5 Prozent des Nettopreises. Das macht insgesamt etwa 17 Millionen Euro im Jahr.

MSC – offen für alle Fischereien

MSC-Siegel auf einer Packung | Bildquelle: WDR

MSC-Siegel auf einer Packung

Rupert Howes ist der Boss des MSC mit Sitz in London. Die Organisation hat das mehrstöckige Gebäude in bester Lage gekauft. Howes weist die Kritik zurück, die Rodriguez vorbringt: Der MSC müsse für alle Fischereien offen sein: „Wir haben keine vorgefasste Meinung darüber, was nachhaltig ist und was nicht.“

Das Siegel bekomme nur, wer die drei Standards des MSC erfülle: Der Fischbestand darf nicht überfischt werden, es muss ein gutes Nachhaltigkeitsmanagement geben und das Ökosystem des Meeres soll nicht beschädigt werden. „Wir sollten keine Perfektion erwarten. Wir laden alle Fischereien ein, mitzumachen – und dann können wir gemeinsam die Probleme lösen, die sie haben.“

Hier weiterlesen:

Der Schwindel mit dem MSC-Siegel

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Gruß Hubert

 

 

Veröffentlicht 24. April 2018 von hubwen in f:, Umwelt, Uncategorized

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Viel Geld für Silvesterfeuerwerke – und die Folgen   Leave a comment

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Für mich ist der wichtigste Punkt, dass diese Silvesterfeuerwerke und diese Knallerei Hunde und andere Tiere allergrößten Stress verschafft, sie in Pankik geraten bis hin zu Todesängsten. Auch das Wild leidet sehr darunter – und noch andere Tiere. Warum muss man so eine Knallerei veranstalten nur weil man in wenigen Stunden eine andere Jahreszahl schreibt? Man kann auch feiern ohne dass geknallt werden muss.

Außerdem ist dieses „Feuerwerken“ eine große Belastung für die Umwelt, wie man hier bei tagesschau.de lesen kann.

Viel Geld für viel Feinstaub

Für die Hersteller ist das Silvesterfeuerwerk ein Höhepunkt des Jahres. Verbraucher geben immerhin einen dreistelligen Millionenbetrag aus. Gleichzeitig entstehen durch Raketen, Knaller und Böller hierzulande rund 5000 Tonnen Feinstaub.

Der Verkauf von Böllern und Silvesterraketen für den bevorstehenden Jahreswechsel hat begonnen – auch dieses Jahr wird es die Produkte nur für drei Tage im Handel geben. Diese Tage entscheiden über den Löwenanteil des gesamten Jahresumsatzes. Die deutsche Feuerwerksbranche rechnet mit einem gleichbleibend hohen Silvesterumsatz von 137 Millionen Euro.

Der Spendenaufruf unter dem Motto „Brot statt Böller“ dürfte der pyrotechnischen Industrie ein Dorn im Auge sein. Aber auch dieses Jahr appelliert das evangelische Hilfswerk „Brot für die Welt“ zum Jahreswechsel wieder an die Spendenbereitschaft der Deutschen.

„‚Brot statt Böller‘ ist eine Einladung an alle, denen Silvesterfeuerwerk eher Unbehagen bereitet, weil hier Millionen Euro im wahrsten Sinne des Wortes verpulvert werden“, erklärte die Präsidentin des Hilfswerkes, Cornelia Füllkrug-Weitzel. Das Hilfswerk unterstützt Projekte in mehr als 90 Ländern.

Anmerkung: auch zu Weihnachten gibt es unzählige Aktionen wo Spendengelder gesammelt werden. Aber niemand von diesen Organisatoren fiele es ein auch einmal so eine Aktion für Tiere zu machen. Warum müssen das so viele Leute in die lächerliche Ecke stellen? Es ist ja traurig, dass es das Wort Tierschutz überhaupt braucht, genauer gesagt ist es eine Schande wie es Tieren geht, wie damit umgegangen wird. Der Mensch allein ist dafür verantwortlich wie es Tieren geht. Ich sage so lange man so respektlos und würdelos mit Tieren umgeht wird es auch Kriege geben. Denn genau aus dieser Geisteshaltung entspringen auch Kriege. Genug jetzt davon, es wäre ein eigenes gaaaaanz langes Kapitel.

Die Schattenseiten des bunten Treibens

Ein Feuerwerk mit lauten, bunten Böllern und Raketen gehört fest zu Silvester. Was schön am Himmel funkelt, kann aber auch schädlich sein. Denn durch Feuerwerk entsteht Feinstaub. In einer Silvesternacht sind das rund 5000 Tonnen, wie das Umweltbundesamt angibt. Das entspricht etwa 15 Prozent der jährlich im Straßenverkehr freigesetzten Feinstaubmenge. An Silvester ist die Luftbelastung somit häufig – vor allem in Städten – so hoch wie sonst im ganzen Jahr nicht.

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/verkauf-feuerwerk-101.html

 

PETA schreibt:

Ab heute startet wieder der Verkauf von Feuerwerkskörpern. Doch während Raketen & Co. für Menschen spannende Unterhaltung sind, geraten Tiere in Todesangst und Panik. Viele Wildtiere, Hunde, Katzen und Kleintiere nehmen den ohrenbetäubenden Lärm, die hellen Blitze und die unbekannten Gerüche als lebensbedrohliche Situation wahr. Für heimische Wildtiere kann das Feuerwerk in der Silvesternacht schnell zur tödlichen Gefahr werden. Insbesondere für Vögel wird der Silvesterhimmel in den Städten zum Inferno.

Spenden statt Böllern!
Die Idee – lieber 5 €, 15 € oder 30 € in die Arbeit für Tierrechte investieren, statt das Geld zu verpulvern und die Tiere zu gefährden.

Ich kenne auch jemand, der an Silvester mit seinem Hund in einem entfernten Wald fährt, in welchem die Knallerei allerdings immer noch hörbar zu vernehmen ist und dessen Hund aber schnell ins Auto zurück will und nicht daran denkt sein Geschäft zu erledigen. Er hat sich an diesem Silverstertag vom Tierarzt eine Beruhigungs-Tabelette verschreiben lassen und hofft, dass es für den Hund damit erträglicher ist.

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Gruß Hubert

 

Polen sägt an Europas Rechtssystem   2 comments

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Man kann nicht wie Polen aus der EU alle Vorteile heraus picken, Förderungen kassieren und Vorschriften oder Pflichten ignorieren. So wie es Polen wieder einmal (es ist nicht das erste Mal) beim Abholzung von Polens Bialowieza-Urwald der Fall ist. Dieser Urwald ist der letzte, den es in Europa überhaupt gibt.
Die einzige Sprache die Polen versteht, sind die Streichung von Fördergeldern und/oder Polen das Stimmrecht zu entziehen.

Aus dem Spiegel

Warschau will das Verbot des EuGH, einen wertvollen Urwald abzuholzen, schlicht ignorieren. In Brüssel ist die Empörung groß – Beobachter warnen vor einer Gefahr für Europas Rechtsgemeinschaft.

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Letzte Urwälder Europas: Es wird weiter geholzt
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Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs kam extrem schnell, und sie hatte Seltenheitswert. Am Donnerstag, nur sieben Tage nach einem Antrag der EU-Kommission, verfügte der EuGH den sofortigen Stopp der Abholzung in Polens Bialowieza-Urwald. Mit solchen Anordnungen ist der Gerichtshof sonst äußerst zurückhaltend – und dass er die polnische Regierung vorher nicht einmal angehört hat, macht den Vorgang noch ungewöhnlicher. Die Richter befürchten offenbar, dass dem Unesco-Weltnaturerbe noch vor dem endgültigen Urteil irreparabler Schaden zugefügt wird.

Doch genau das könnte jetzt eintreten – denn die polnische Regierung hat erklärt, dass sie die Anordnung des EuGH missachten wird. An dem Urwald an der Grenze zwischen Polen und Weißrussland, einem der letzten seiner Art in Europa, könnte sich nun entscheiden, ob die EU ihr Rechtssystem gegen Autokraten in den eigenen Reihen verteidigen kann.

Die EU-Kommission verschärfte am Mittwoch den Ton. Sollten die Rodungen weitergehen, werde man den Fall in das aktuelle Verfahren zum Schutz des Rechtsstaats in Polen einbeziehen. Darin geht es bisher ausschließlich um den Feldzug der polnischen Regierung gegen die nationalen Gerichte. Eine unzulässige Vermischung zweier Vorgänge? Das Befolgen von EuGH-Urteilen sei „ein integraler Bestandteil des europäischen Rechts, auf dem die gesamte EU basiert“, sagte eine Kommissionsprecherin. Wenn ein Mitgliedsland sich „stumpf weigert“, Anordnungen des Gerichtshofs umzusetzen, bestehe ein „klarer Zusammenhang“ mit dem Schutz des Rechtsstaats.

„Ernsthafte Bedrohung dessen, wofür die EU steht“

Doch Polens nationalkonservative PiS-Partei scheint wenig zu kümmern, dass der EuGH in Sachen EU-Recht das letzte Wort hat. „Wir handeln in Übereinstimmung mit den EU-Gesetzen“, erklärte Polens Umweltminister Jan Szyszko die Missachtung der gerichtlichen Order. Ein Vertreter von Polens Forstbehörde sagte, man müsse die „Schutzmaßnahmen“ fortsetzen. Die PiS-Regierung behauptet, mit den Abholzungen die Ausbreitung des Buchdruckerkäfers zu bekämpfen. Wissenschaftler halten das allerdings für wenig plausibel. Umweltschützer glauben, dass die Regierung vor allem mehr Holz verkaufen will.

Beobachter messen dem Fall grundsätzliche Bedeutung bei. „Die Nichtbeachtung der EuGH-Anordnung stellt die Grundlagen der Mitgliedschaft Polens in der Union als Rechtsgemeinschaft in Frage“, meint Stefani Weiß, Direktorin des Brüsseler Büros der Bertelsmann-Stiftung.

Auch der Göttinger Europarechtler Alexander Thiele hält den Vorgang für „hochgradig bedenklich“. Zwar sei es in der Vergangenheit immer wieder vorgekommen, dass EU-Staaten Urteile des EuGH zumindest zeitweise missachtet hätten – darunter auch Deutschland. Dennoch sieht er im Vorgehen Polens eine neue Qualität, da der EuGH mit der einstweiligen Anordnung sein „schärfstes Schwert“ gezogen habe. „Dass Deutschland oder Frankreich eine solche Anordnung offen missachten, ist praktisch undenkbar“, so Thiele. Die polnische Regierung stelle die Position des EuGH infrage, bei Streitigkeiten zu entscheiden. „Das ist eine ernsthafte Bedrohung dessen, wofür die EU steht. Wir sind hier an einer Stelle, wo der Rechtsstaat sich bewähren muss.“

Geldstrafen könnten PiS-Regierung empfindlich treffen

Ob das gelingt, ist offen. So könnte die Kommission Polens Missachtung der Urwald-Anordnung als weiteres Argument nutzen, die sogenannte „nukleare Option“ gegen Warschau in Stellung zu bringen. Gemeint ist damit ein Verfahren gemäß Artikel 7 des Lissaboner Vertrags wegen anhaltender Verstöße gegen die Grundwerte der EU. Im Extremfall kann das den Entzug der Stimmrechte eines Landes zur Folge haben.

Zwar hat Ungarn bereits sein Veto gegen eine solche Sanktion angekündigt. Doch die EU-Kommission kann die polnische Regierung zumindest in diesem Fall an einer anderen, empfindlichen Stelle treffen: beim Geld. Sollte Polen das Hauptsache-Verfahren in der Causa Bialowieza verlieren, droht eine Pauschalstrafe von mindestens vier Millionen Euro. Denkbar wäre laut Thiele aber auch ein wesentlich höherer Betrag, eine Obergrenze gibt es nicht. Hinzu käme womöglich ein Zwangsgeld von 302.250 Euro für jeden Tag, an dem die Regierung das Urteil ignoriert.

Verweigert die PiS-Regierung die Zahlung, könnte die EU-Kommission das Geld einfach anderswo einbehalten, etwa bei den Strukturfördermitteln. Die Auswahl wäre jedenfalls groß, Polen ist mit Abstand größter Empfänger von EU-Geldern. 2015 hat Warschau rund 13,4 Milliarden Euro an Zuschüssen kassiert – fast doppelt so viel wie Tschechien, der zweitgrößte Nettoempfänger. Die EU-Gelder machen mehr als drei Prozent des polnischen Bruttoinlandsprodukts aus.

Der Aufrechnung von Zwangsgeldern mit Zuschüssen ist ein Mittel, das die EU-Kommission regelmäßig einsetzt. „Seitdem es das Instrument der Geldbuße gibt, hat sich die Befolgungsquote bei EuGH-Urteilen massiv erhöht“, sagt Prozessrecht-Experte Thiele. „Und gerade im Fall Polen würde die Kommission das wohl auch durchziehen“.

 


Zusammengefasst: Der Europäische Gerichtshof hat der polnischen Regierung verboten, die umstrittenen Abholzungen im Bialowieza-Urwald fortzusetzen – doch Warschau hat angekündigt, die Anordnung zu ignorieren. Damit stellt sich die nationalkonservative Regierung in Warschau nicht nur gegen die Gerichte im eigenen Land, sondern auch gegen die höchste juristische Instanz der EU. Beobachter fordern harte Gegenmaßnahmen.

Von Markus Becker
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Polen sägt an Europas Rechtssystem

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 20. November 2017 von hubwen in Politik, Umwelt, Uncategorized

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Abholzung im letzten Urwald Europas   Leave a comment

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Die nationalkonservative Regierung unter Jaroslaw Kaczynski will jetzt auch noch den letzten Urwald Europas abholzen und somit vielen auch seltenen Tieren die Lebensgrundlage nehmen. Aber wenn ich schon diese pfäffische Visage von Jaroslaw Kaczynski sehe…

Man sollte den Polen das Stimmrecht in der EU nehmen und EU-Gelder kürzen, wenn sie weiterhin gegen EU-Normen verstoßen. Man kann nicht nur Rechte für sich in Anspruch nehmen, Gelder einheimsen und sonst auf die EU pfeifen. Die EU ist unverständlich und nicht nachvollziehbar nachsichtig und weich mit Polen. Weich sein gegen „Harte“ kann nicht zum Ziel führen.

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Jetzt will diese nationalkonservative Regierung, die einem autoritären Staat immer näher kommt auch noch den letzten Urwald Europas brutal abholzen. Diese Regierung hat absolut nichts übrig für die Umwelt oder für Tiere.

Hier ein Artikel aus Deutschlandfunk.

Abholzung im letzten Urwald Europas

Der Wald von Bialowieza gilt als letzter Urwald Europas. Doch der Nationalpark an der polnisch-weißrussischen Grenze bleibt nicht mehr unberührt. Die rechtskonservative Regierung in Polen will mehr als die Hälfte des polnischen Teils bewirtschaften. Nun mehren sich die Proteste über den Umgang mit dem wertvollen Naturdenkmal.

Von Florian Kellermann

Eine Gruppe von Öko-Aktivisten hockt verteilt über eine abgeholzte Fläche des Bialowieza-Waldes. Im Hintergrund stehen noch Bäume. (dpa / Jan A. Nicolas)
Naturschützer protestieren gegen die Abholzung im Naturschutzgebiet Bialowieza. (dpa / Jan A. Nicolas)

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Längst sind es nicht mehr nur die Umweltschützer, die protestieren. Musiker veranstalteten in dieser Woche ein kostenloses Freiluftkonzert in Warschau, direkt an der Weichsel. „Kultur für die Puszcza“, hieß es, „puszcza“ – das polnische Wort für Urwald. Auch Rock- und Poplegende Stanislaw Soyka war dabei.

„Dieser Wald ist etwas ganz wichtiges für Polen. Der Schriftsteller Czeslaw Milosz hat ihn einst mit dem Schloss auf dem Wawel-Hügel in Krakau verglichen, mit einem der wichtigsten polnischen Kulturgüter. Wir Künstler müssen darauf aufmerksam machen und den Menschen erklären, dass es sich da um einen nationalen Schatz handelt.“

 

Dreimal so viel Abholzung wie bisher

Heute Nachmittag wird der Protest weitergehen – mit einem Demonstrationsmarsch durch die Warschauer Innenstadt. Denn das polnische Umweltministerium macht Ernst mit seinem Plan, große Flächen des berühmten Waldes ganz im Nordosten des Landes abzuholzen. Drei bis vier große Maschinen, sogenannte Holzvollernter, sind bereits vor Ort, schätzt Greenpeace. Sie fällen die Bäume, ziehen die Rinde ab und zerteilen die Stämme auch gleich in handliche Teile.

Dreimal so viel Holz wie bisher soll im Wald von Bialowieza geschlagen werden. Denn viele Stellen des Waldes seien vom Borkenkäfer und anderen Schädlingen befallen, erklärt Umweltminister Jan Szyszko.

„Viele Lebensräume für Flora und Fauna gehen so zugrunde, sogar ganze Waldstücke. Dieser Wald ist besonders wertvoll, deshalb haben wir Maßnahmen ergriffen, um diese Lebensräume zu retten. Wir werden den Wald nach dem Abholzen wieder aufforsten. Wir bedienen uns dabei der ökologischen Ingenieurskunst „

 

Streit um die Borkenkäfer

Ökologische Ingenieurskunst – das ist für die meisten Umweltschützer der glatte Widerspruch zu einem ursprünglichen Wald. Ewa Sufin von der polnischen Grünen-Partei, die nicht im Parlament vertreten ist:

„Was ist das Einzigartige an diesem Wald, warum kommen Wissenschaftler und Touristen? Weil dieser Wald eben noch auf natürliche Art funktioniert, Wenn Bäume fallen, weil sie vom Borkenkäfer befallen sind, dann bilden sich auf ihnen neue Mikroorganismen, da entsteht neues Leben, neue Artenvielfalt. Das gibt es nicht in einem Wald, wo gefällt und neu angepflanzt wird.“

Der Vorwurf, den Umweltschützer erheben: Die rechtskonservative polnische Regierung wolle den Wald in Bialowieza schlicht kommerziell nutzen und möglichst viel Holz verkaufen. Umweltminister Szyszko weist diese Behauptung zurück, es gehe ihm vielmehr um den Erhalt des Waldes.

 

Bedrohtes Naturerbe?

Aber auch die Unesco ist besorgt: Bei einem Treffen in zwei Wochen könnte sie den Wald auf die Liste des bedrohten Naturerbes setzen. Das wäre ein symbolischer Akt. Mehr Handhabe hat die EU-Kommission. Denn der Wald ist nicht nur auf der Unesco-Naturerbeliste, er ist auch als EU-Schutzgebiet im sogenannten „Natura 2000“-Netzwerk ausgewiesen.

Agata Szafraniuk von der Umwelt-Organisation „Client Earth“: „Die EU-Kommission kann den Fall vor den Europäischen Gerichtshof bringen. Der arbeitet zwar sehr lange, bis er ein Urteil gegen Polen fällt. Er kann aber auch eine einstweilige Verfügung erlassen und die Abholzung stoppen.“

Doch so weit ist es noch nicht. Derzeit analysiert die EU-Kommission die polnischen Pläne für den Urwald Bialowieza.

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Abholzung im letzten Urwald Europas

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In welche Richtung es in Polen geht ist leicht abzusehen, wenn der Justizminister in Personalunion auch Generalstaatsanwalt ist. Es ist eine Justiz nach eigenem Geschmack. Gewaltenteilung ade.

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Aus WELT.de:

So ist die Verbindung des Amtes des Justizministers mit dem des Generalstaatsanwalts ein logischer Schritt zum stetigen Machtausbau Kaczynskis. Diese beiden Ämter in Personalunion hat jetzt ausgerechnet Zbigniew Ziobro inne, der als besonders scharfer Hardliner unter den PiS-Ministern gilt. Ihm ist jetzt ein Instrument in die Hand gegeben worden, das ihm erlaubt, in den Verlauf von Ermittlungen einzugreifen. Ein mächtiges Instrument, das schlimmstenfalls dazu missbraucht werden könnte, Parteifreunde vor der Justiz zu schützen oder Ermittlungen gegen kritische Journalisten und Oppositionelle zu veranlassen.

 

https://www.welt.de/politik/ausland/article151653594/Die-Justiz-wird-zu-Kaczynskis-Machtinstrument.html

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Gruß Hubert

Klimawandel – ja oder nein?   6 comments

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Vorausschicken möchte ich, dass ich keine Aktien beim Klimawandel habe. Ich nehme nur Informationen auf die von Befürwortern und von den Gegnern des Klimawandels vorgebracht werden. Allemal halte ich es für verantwortungsvoll nicht alles ungefiltert in die Umwelt hinaus zu lassen. Weniger Schmutz ist besser als zu viel Schmutz.
Wenn gesagt wird, dass der Mensch nichts mit dem Klimawandel zu tun hat, drückt man damit auch aus, dass wir weiterhin so weitermachen können, wie wir es tun. Klimawandel-Leugner bzw. -Gegner sagen oft auch, dass Sonnenaktivitäten die Schuld an den Veränderungen hätten. Ich kann dieser These wenig abgewinnen.

Jedenfalls kann ich aus eigener Lebenserfahrung sagen, dass sich einiges grundsätzlich geändert hat. Ende der 1960-er bis ca. Ende der 1970-er Jahre gab es im Winter noch Temperaturen hier in Südtirol von bis zu -28 Grad. Und es gab auch noch bedeutend mehr Schnee, und das schon anfangs Dezember. Es gab keine solchen milden Winter wie etwa seit ca. 15 Jahren. Ich bin kein Wissenschaftler oder Experte auf diesem Gebiet, habe aber doch genügend Hausverstand, der mir sagt, dass man mit der Umwelt sorgfältig umgehen sollte. Natürlich sollte man das Ganze nicht zur Ideologie machen, so wie es die Grünen tun oder auch wie auf der anderen Seite die Klimawandel-Leugner. Ich sehe nur, dass da mächtige Interessen auf beiden Seiten vorhanden sind. Meine Skepsis gegenüber allzu plakativ vorgebrachten Argumente lege ich jedenfalls nicht ab.

Zur These, dass CO2 nur gut sein kann, quasi je mehr desto besser möchte ich einen Artikel aus dem Spiegel entgegenhalten, der besagt, dass

zu viel CO2 Ackerpflanzen verkümmern lässt.

 

Gibt es Gewinner des Treibhauseffekts? Pflanzen müssten von steigenden CO2-Werten in der Atmosphäre profitieren – weil Photosynthese und Wachstum auf Trab kommen, heißt es oft. Doch jetzt stellt sich heraus: Den meisten Pflanzen können höhere Kohlendioxidkonzentrationen sogar schaden.

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Während es für viele Menschen und Tiere künftig ungemütlich zu werden droht, sollte das Treibhausgas für Pflanzen eigentlich eine segensreiche Wirkung haben. Denn sie können das CO2 bei der Photosynthese für sich nutzen – und so zum Beispiel in der Landwirtschaft bessere Erträge bringen. Gerade Klimaskeptiker verweisen gern auf diesen Effekt: Wie, so argumentieren sie, kann ein Gas schlecht sein, das der Menschheit mehr Nahrung bescheren könnte? Außerdem würden die mit Kohlendioxid „gedüngten“ Pflanzen auch größere Mengen Kohlenstoff binden, also aus der Atmosphäre entfernen.

Doch neue Forschungsergebnisse machen eindrücklich klar, dass diese Rechnung wohl in den meisten Fällen nicht aufgehen wird.

Denn steigende CO2-Konzentrationen in der Luft helfen längst nicht allen Pflanzen beim Wachsen. Viele Arten können in einer von Kohlendioxid geschwängerten Atmosphäre weniger Stickstoff aus dem Boden aufnehmen. Fehlt aber dieser wichtigste Wachstumsförderer, bekommt das Gewächs Schwierigkeiten, etwa beim Aufbau von Kohlenhydraten. Von steigenden Kohlendioxidwerten können diese Pflanzen also gar nicht profitieren, berichten Forscher um Arnold Bloom von der University of California in Davis *) im Fachmagazin „Science“.

*) (Zum Artikel in „Science“ weiter unten ein Auszug mit Google-Übersetzung)

Leider machen diese sogenannten C3-Pflanzen den größten Teil der pflanzlichen Biomasse auf der Erde aus. Bei ihnen kommt der Grundtypus der Photosynthese zum Einsatz: Energiearme Stoffe werden unter dem Einfluss von Licht in energiereichere Verbindungen umgewandelt. Allerdings funktioniert das in diesem Fall nur dann, wenn es nicht zu heiß oder zu trocken ist. Ansonsten schließen die C3-Pflanzen die Spaltöffnungen ihrer Blätter. Das verringert zwar die Verdunstung, stoppt aber auch die CO2-Zufuhr – und damit die Photosynthese.

 

„Stark abhängig von Nitraten als Stickstoffquelle“

 

Um ihre Photosyntheseprodukte aufbauen zu können, brauchen Pflanzen unbedingt Stickstoff. Normalerweise kommt der in Form von Nitrat- und Ammonium-Ionen aus dem Boden. Über die Wurzeln werden die kleinen, in Wasser gelösten Stärkungspakete aufgenommen – und wo die segensreichen Substanzen fehlen, können Landwirte und Gärtner mit Dünger nachhelfen. Bloom und seine Kollegen konnten nun aber zeigen, dass zumindest für Weizen (eine einkeimblättrige Pflanze) und Schaumkresse (eine zweikeimblättrige Pflanze) die Weiterverarbeitung von Nitrat-Ionen durch steigende CO2-Werte behindert wird.

Das Problem ist gravierend. „Pflanzen in gemäßigten Klimazonen sind normalerweise stark abhängig von Nitraten als Stickstoffquelle“, sagt Bloom im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Doch genau diese Pflanzen litten unter steigenden CO2-Werten. In manchen Fällen würden sie bei höheren Kohlendioxidkonzentrationen gar schrumpfen. „Außerdem gehen die Proteinmengen in Nahrungsmitteln zurück“, sagt Bloom.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/treibhausgas-zu-viel-co2-laesst-ackerpflanzen-verkuemmern-a-694592.html

 

*) Zu „Science“

Carbon Dioxide Enrichment Inhibits Nitrate Assimilation in Wheat and Arabidopsis
Übersetzung durch Google

Kohlendioxidanreicherung hemmt die Nitratassimilation (in Weizen und *) Arabidopsis)

Zu *) Arabidopsis: Die Acker-Schmalwand (Arabidopsis thaliana) wird auch Schotenkresse oder Gänserauke genannt und ist eine Pflanzenart in der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae).
https://de.wikipedia.org/wiki/Acker-Schmalwand

Aus Science (Link im Beitrag)
Nitrat für mich, Ammonium für Sie

Die Interdependenz der pflanzlichen Stickstoffaufnahme und der Pflanzenreaktionen auf Kohlendioxid ist gut etabliert, aber der Einfluss der anorganischen Stickstoffform, d.h. ob Nitrat oder Ammonium, wurde weitgehend ignoriert. Bloom et al. (S. 899) zeigen aus fünf unabhängigen Methoden sowohl bei einer Monokot- als auch bei einer Dikot-Spezies, dass die Kohlendioxid-Inhibition der Nitrat-Assimilation eine wesentliche Determinante der Pflanzenreaktionen auf steigende atmosphärische Konzentrationen von Kohlendioxid ist. Dieser Befund erklärt mehrere Phänomene, einschließlich Kohlendioxid-Akklimatisierung und Abnahme der Lebensmittelqualität. Die große Variation dieser Phänomene zwischen Arten, Orten oder Jahren ergibt sich aus der großen Variation der relativen Abhängigkeit von Pflanzen auf Nitrat und Ammonium als Stickstoffquellen unter Arten, Orten oder Jahren. Die relative Bedeutung von Ammonium und Nitrat für die Pflanze N Ernährung in zukünftigen Anbausystemen wird für die Menge und Qualität der Lebensmittel entscheidend sein.

Abstrakt

Die Konzentration von Kohlendioxid in der Erdatmosphäre kann sich bis zum Ende des 21. Jahrhunderts verdoppeln. Die Reaktion höherer Pflanzen auf eine Kohlendioxidverdopplung schließt häufig einen Rückgang ihres Stickstoffstatus ein, aber die Gründe für diesen Rückgang waren unsicher. Wir verwendeten fünf unabhängige Methoden mit Weizen und Arabidopsis, um zu zeigen, dass die atmosphärische Kohlendioxidanreicherung die Assimilation von Nitrat in organische Stickstoffverbindungen hemmte. Diese Hemmung kann weitgehend für die Kohlendioxid-Akklimatisierung, die Abnahme der Photosynthese und das Wachstum von Pflanzen verantwortlich sein, die die C3-Kohlenstoff-Fixierung nach längeren Expositionen (Tage bis Jahre) zur Kohlendioxidanreicherung durchführen. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die relative Verfügbarkeit von Boden Ammonium und Nitrat für die meisten Pflanzen wird zunehmend wichtiger bei der Bestimmung ihrer Produktivität sowie ihre Qualität als Nahrung.

http://science.sciencemag.org/content/328/5980/899

Die CO2-Theorie ist nur geniale Propaganda

von Günther Ederer

Auszug.

Als Beleg für die endgültige Treibhausgastheorie wird immer wieder vorgebracht: 97 Prozent der Wissenschaftler seien sich einig. Nachzulesen im Spiegel, wiederholt im ZDF in „Frontal 21“ und von Guido Knopps History. „97 Prozent!“ – da müssten doch alle journalistischen Warnsignale aufleuchten.

Zum Beispiel: 97 Prozent von wie vielen Wissenschaftlern? Und welche Wissenschaftler zählen dazu? Wer hat sie ausgewählt? Zweimal in den letzten beiden Jahren haben sich in Berlin die kritischen Wissenschaftler aus aller Welt getroffen, um ihre neuen Forschungen vorzustellen, die zu anderen Ergebnissen kommen als die IPCC- Macher und ihre Gläubigen. Doch dann glänzt das Potsdamer Institut durch Abwesenheit, kaum ein Bundestagsabgeordneter und kaum ein Journalist machen sich die Mühe, sich zu informieren.

Ein weiterer Trick, der die Debatte ersticken soll, ist die Behauptung, dass der Einfluss des CO2 auf das Klima schon seit 150 Jahren bekannt sei. Damit wird auf den schwedischen Chemiker und Allroundwissenschaftler Svente Arrhenius verwiesen, der rein hypothetisch, ohne Beweise, davon ausging, dass CO2 das Klima erwärmen würde, was er allerdings für einen großen Segen für die Menschheit hielt. Außer Hochrechnungen haben die CO2-Klimaerwärmer bis heute nichts Handfestes zu bieten.

Die Basiszahlen für die Berechnungen des IPCC sind im federführenden britischen Institut der Universität Norwich vernichtet worden. Für seine die Welt aufrüttelnden Beispiele in seinem Film: „Eine unbequeme Wahrheit“ hat sich das Büro Al Gore entschuldigt.

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article13466483/Die-CO2-Theorie-ist-nur-geniale-Propaganda.html

 

Auszug aus Wikipedia dazu.

Bekannt wurde Ederer auch durch klimaskeptische Positionen. In einem Essay in der Welt bestritt Ederer unter Verweis auf den kontroversen amerikanischen Wissenschaftler und Lobbyisten Fred Singer, dass CO2 das Klima beeinflusst. Einen Vortrag mit ähnlichem Inhalt hielt Ederer auch auf einer Konferenz des ebenfalls klimaskeptischen Europäischen Instituts für Klima und Energie (EIKE). Eine öffentlich diskutierte Broschüre des Umweltbundesamtes listete Ederer aufgrund dieser Positionen als einen von mehreren Klimaskeptikern in Deutschland, der die Ergebnisse der weltweiten Klimaforschung anzweifele.
https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Ederer

Hier noch ein paar Links, die kritisch zum Klimawandel stehen

http://www.fr.de/wissen/klimawandel/debatte-um-klimawandel-umweltamt-brandmarkt-klimaskeptiker-a-706872

http://www.ageu-die-realisten.com/archives/2046

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/treibhauseffekt-messungen-zeigen-klimawandel-durch-co2-a-1020528.html

https://www.eike-klima-energie.eu/

 

Diese letzte Seite „EIKE“ kommt mir wirklich nicht seriös vor.

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Gruß Hubert

 

 

 

Veröffentlicht 21. Juni 2017 von hubwen in Politik, Umwelt, Uncategorized

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