Ketzer – Zitate von Christen und anderen Leuten   2 comments

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Hier ein Auszug von Zitaten von berühmten und weniger berühmten Menschen bezüglich der „Wahrheiten des Christentums“. Auch Theologen sind darunter.

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„Du hältst das Evangelium, wie es steht, für die göttliche Wahrheit. Mich würde eine vernehmliche Stimme vom Himmel nicht überzeugen, dass das Wasser brennt und dass das Feuer löscht, dass ein Weib ohne Mann gebiert und dass ein Toter aufersteht. Vielmehr halte ich dieses für Lästerungen gegen den großen Gott und seine Offenbarung in der Natur“.

(Goethe, an Lavater, 9.8.1782)

„Schon der Anfang der Vernunft selbst ist in der Bibel ein Verbrechen. Im übrigen geht es dort zu wie im wirklichen Leben: Mord, Plünderung, Vergewaltigung, Genozid. An 100 Bibelstellen wird ausdrücklich im Namen Gottes getötet, an 1000 Stellen tötet dieser Gott selbst. Sein Sohn droht schließlich mit nie endenden Folterqualen über den Tod hinaus denjenigen, die ihn nicht lieben. Den Liebenden bringt er den eucharistischen Kannibalismus zur Seelenstärkung.
Was ist es für eine moralische Vernunft, die hier ihren Anfang und ihre Prinzipien erkennt und anerkennt“?

(Günther Schulte Professor für Philosophie an der Universität zu Köln)

„In Zeiten blinden und unwissenden Glaubens hat die Kirche festgesetzt, dass die Schriften, besonders die des Neuen Testaments, vollständig als authentisch und wahrhaftig zu gelten haben. Heute kann sie daher nicht mehr umkehren. Die Ergebnisse der modernen Wissenschaft müssen abgelehnt, als falsch bewiesen werden. Andererseits müssen die irrigen Entscheidungen der Kirche als wahr bewiesen werden. Deshalb muss man glauben, dass schwarz weiß ist“.

(Alighiero Tondi, ehem. päpstl.Theologe und Professor an der „Gregoriana“.)

„Ein Mythos, der auf einem anderen Mythos aufbaut wird zur Legende. Ein Mythos, der auf einer Legende aufbaut, wird zum Märchen“.

(unbekannt)

„Die Päpste und ihre Helfershelfer waren so sehr davon überzeugt, dass ihre Macht ausschließlich auf der Unwissenheit beruht, dass sie immer wieder die Lektüre des einzigen Buches verboten haben, das ihre Religion verkündet; sie sagten: Hier ist euer Gesetz, und wir verbieten euch, es zu lesen; ihr erfahrt daraus nur, was wir euch zu lehren geruhen. Diese absonderliche Tyrannei ist unbegreiflich, und trotzdem gibt es sie. Jede Bibel in lebender Sprache ist verboten; erlaubt ist sie nur in einer Sprache, die nicht mehr gesprochen wird.“
(Voltaire, franz. Schriftsteller, 1694-1778)

„Wenn man das Kreuz anbetet, an dem Christus gestorben ist, muss man auch den Esel anbeten, auf dem er geritten ist“.
(Bischof Claudius von Turin, 9. Jh.)
„Christi Niederlage war nicht die Kreuzigung, sondern der Vatikan“.
(Jean Cocteau, franz. Schriftsteller, 1889-1963)

„Zur selben Stunde, in der unser Herr Jesus Christ es zuließ, dass er für uns den Kreuzestod erlitt, flohen die Verteidiger von den Mauern durch die Stadt, und die Unsrigen folgten ihnen und trieben sie vor sich her, sie tötend und niedermetzelnd, bis zum Tempel Salomos, wo es ein solches Blutbad gab, dass die Unsrigen bis zu den Knöcheln im Blut wateten…
Nachdem die Unsrigen die Heiden endlich zu Boden geschlagen hatten durcheilten die Kreuzfahrer die ganze Stadt und rafften Gold und Silber. Dann, glücklich und vor Freude weinend, gingen die Unsrigen hin, um das Grab unseres Erlösers zu verehren, und entledigten sich Ihm gegenüber ihrer Dankesschuld“.
(Chronist über die Eroberung Jerusalems)

„Es ist nicht verwunderlich, dass sich gerade die freieren Geister… mit Grausen vom Christentum und von der Kirche insgesamt abwenden“.

(Hermann Detering, Theologe)

„Gestatten Sie mir, Ihnen zu sagen, dass unsere heutigen Religionen der Religion Christi so wenig gleichen wie jener der Irokesen. Jesus war ein Jude, und wir verbrennen Juden. Jesus predigte Duldung, und wir verfolgen. Jesus predigte eine gute Sittenlehre, und wir üben sie nicht aus. Jesus hat keine Dogmen aufgestellt, die Konzile der Kirche aber haben reichlich dafür gesorgt. Kurz, ein Christ des 3. Jahrhunderts ist einem Christen des 1. gar nicht mehr ähnlich“.
(Friedrich der Große, preuß. König, 1712-1786)

„Ich habe die Erfahrung gemacht, dass selbst Raubtiere dem Menschen nicht so feindlich gesinnt sind wie die Christen gegeneinander“.
(Julian, römischer Kaiser, 331-363, genannt: Apostata, der Abtrünnige)

„Das Christentum ist heute ein Leichnam, der nur noch dank der künstlichen Sauerstoffzufuhr seitens interessierter Politiker, Theologen und Kirchenfunktionäre den Anschein von Lebendigkeit zu erwecken vermag“.

(Joachim Kahl, dt. Theologe und Philosoph, *1941)

„Zum Christentum wird man nicht geboren, man muss dazu nur krank genug sein“.

(Friedrich Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900)

„Die persönlichen Lehren Christi: Demut, Feindesliebe, Unweltlichkeit werden nirgends befolgt. Vielmehr ist es im gesamten Abendlande Sitte, sich mit seinem Nächsten nicht zu befassen, gegen Feinde vorzugehen, das Leben auf die Sorge für den kommenden Tag zu stellen, den, der einem auf den rechten Backen schlägt, niederzuschießen und die geistig Armen als minderwertig anzusehen“.
(Walther Rathenau, dt. Staatsmann u. Industrieller, 1867-1922)

„Der Jesus von Nazareth, der als Messias auftrat, die Sittlichkeit des Gottesreiches verkündete, das Himmelreich auf Erden gründete und starb, um seinem Werke die Weihe zu geben, hat nie existiert. Es ist eine Gestalt, die vom Rationalismus entworfen, vom Liberalismus belebt und von der modernen Theologie in ein geschichtliches Gewand gekleidet wurde“.
(Albert Schweitzer, dt. Theologe, Mediziner & Philosoph, 1875-1965)

„Gott ist nur eine Arbeitshypothese. Es zeigt sich, dass alles auch ohne Gott geht und zwar ebenso gut wie vorher“.

(Dietrich Bonhoeffer, dt. ev. Theologe, 1906-1945)

„Es ist Religion, an keinen Gott zu glauben – ihn glauben heißt, ihn lästern“.
(Ludwig Anzengruber, österr. Dramatiker, 1839-1889)

„Im christlichen Glauben hat die Vernunft nichts zu suchen und die Naturwissenschaft nichts zu melden“.
(Klaus Berger, Heidelberger Theologe 1940 -)

„Toleranz ist gut. Aber nicht gegenüber Intoleranten“.
(Wilhelm Busch, dt. Zeichner u. Dichter, 1832-1908)

„Wer in Glaubensfragen den Verstand befragt, kriegt unchristliche Antworten“.
(Wilhelm Busch, dt. Dichter u. Zeichner, 1832-1882)
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Ketzer – Zitate von Christen und anderen Leuten

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Religion ist eine Beleidigung der Menschenwürde. Mit ihr oder ohne sie würden gute Menschen Gutes tun und böse Menschen Böses. Aber damit gute Menschen Böses tun, bedarf es der Religion.
Steven Weinberg (*1933) US-amerikanischer Physiker jüdischer Herkunft, Nobelpreisträger, 1979, Rede auf der Konferenz „Cosmic Questions“.

 

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Diese drei Zitate sind von Dr. Gunter Bleibohm

Die Wissenschaft hat in einhundert Jahren mehr für ein zivilisiertes Leben getan als das Christentum in achtzehnhundert Jahren.
(John Burroughs, am. Dichter, 1837-1921)

Religionen sind eine Ausgeburt der Angst. Sie sind die Antwort auf eine unverständliche und grausame Welt.
(Arthur C. Clarke, brit. Schriftsteller)

Des großen Alexander Reich zerfiel; das der alten Römer und das Napoleons ging in Trümmer; sie waren gebaut auf die Gewalt der Waffen. Aber das Reich von Neu-Rom besteht schon fast anderthalbtausend Jahre und wird wer weiß wie lange bestehen, denn es ruht auf dem solidesten Fundament – auf der Dummheit der Menschen.
(Otto von Corvin, dt. Schriftsteller, 1812-1886)

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 18. März 2013 von hubert wenzl in Kirchenkritik, Religionskritik

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Sind Menschen Tiere? Darum stehen wir nicht über Tieren   Leave a comment

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Bild von Peta.de

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Viele Menschen heben die Unterschiede zwischen Mensch und Tier beispielsweise in Redewendungen hervor, um unseren ausbeuterischen Umgang mit anderen Lebewesen zu rechtfertigen. Die Denkweise, der Mensch würde über dem Tier stehen und dürfe deshalb über andere Lebewesen verfügen, sie für ihr Fleisch, ihre Haut und anderes züchten und töten, ist jedoch widersprüchlich und speziesistisch. Denn wir Menschen sind genauso Tiere wie Hunde, Kaninchen, Schweine, Hühner und Fische.

Vermeintliche Argumente wie Sprachfähigkeit, der Gebrauch von Werkzeugen und Intelligenz, die den Menschen angeblich höherwertig einstufen, sind schon lange widerlegt worden. Erfahren Sie in diesem Beitrag mehr darüber, weshalb der Mensch nicht über „dem Tier“ steht.

Viele Menschen heben die Unterschiede zwischen Mensch und Tier beispielsweise in Redewendungen hervor, um unseren ausbeuterischen Umgang mit anderen Lebewesen zu rechtfertigen. Die Denkweise, der Mensch würde über dem Tier stehen und dürfe deshalb über andere Lebewesen verfügen, sie für ihr Fleisch, ihre Haut und anderes züchten und töten, ist jedoch widersprüchlich und speziesistisch. Denn wir Menschen sind genauso Tiere wie Hunde, Kaninchen, Schweine, Hühner und Fische.

Vermeintliche Argumente wie Sprachfähigkeit, der Gebrauch von Werkzeugen und Intelligenz, die den Menschen angeblich höherwertig einstufen, sind schon lange widerlegt worden. Erfahren Sie in diesem Beitrag mehr darüber, weshalb der Mensch nicht über „dem Tier“ steht.

Was ist ein Tier?

Unter dem Begriff Tier versteht man Lebensformen mit einem eigenen Stoffwechsel, die sich fortpflanzen können und über Muskelgewebe sowie ein Nervensystem verfügen, woraus sich Sinnesorgane bilden. Diese sind die Basis für Empfindungsfähigkeit, also die Fähigkeit, positive und negative Einflüsse zu spüren und Erfahrungen zu sammeln. Nur Tiere besitzen Nervensysteme, also die Mechanik, Informationen wie Schmerzimpulse zu übertragen und daraus Schlüsse zu ziehen – Pflanzen, Pilzen, Bakterien und anderen Organismen fehlt diese Anlage.

Durch ihre Empfindungsfähigkeit können Tiere bei Gefahr beispielsweise weglaufen, suchen nach Nahrung und zeigen anderes Verhalten, das für ihre „reproduktive Fitness“ notwendig ist. [1] Während Pflanzen zwar auf gewisse Reize reagieren können, sind Tiere dazu in der Lage, subjektive Erfahrungen zu machen, besitzen also auch ein Schmerzempfinden und ein Bewusstsein.

Sind Menschen Tiere?

Menschen sind per Definition Tiere, denn auch wir verfügen über Sinnesorgane, haben einen Stoffwechsel und pflanzen uns fort, um unsere Zukunft zu sichern. In der Biologie gehört der Mensch als Säugetier zur Familie der Menschenaffen.

Tatsache ist: Die meisten anderen Tierarten sind uns Menschen in oft mehr als einer Fähigkeit überlegen – wobei eine Beurteilung nach menschlichen Maßstäben grundsätzlich falsch ist, denn jedes Lebewesen besitzt als Individuum einzigartige Fähigkeiten und Erlebenswelten, die es zu respektieren und mit eigenen Grundrechten sicherzustellen gilt.

Diese „Unterschiede“ sind eigentlich Ähnlichkeiten

In den vergangenen Jahrzehnten hat die Forschung alle oben genannten vermeintlichen Alleinstellungsmerkmale des Menschen widerlegt. Die folgenden Argumente zeigen, weshalb der Mensch als eigene Tierart keinerlei Grund hat anzunehmen, anderen Spezies überlegen zu sein.  Aus den folgenden Gründen ist die speziesistische Denkweise nicht gerechtfertigt.

„Bei jeder geistigen Fähigkeit, die ursprünglich als rein menschlich betrachtet wurde, hat sich herausgestellt, dass sie älter und weiter verbreitet ist als zuerst angenommen“, Primatenforscher Frans de Waal

Primatenforscher Frans de waal

Entkräftetes Argument 1: Intelligenzvermögen

Manche Menschen argumentieren, Menschen seien intelligenter als andere Tiere, weshalb sie auch anders behandelt werden sollten. Dabei darf nicht vergessen werden, dass wir Menschen die menschliche Intelligenz als Maßstab setzen – beispielsweise für die Verteilung von Rechten. Aus ethischer Perspektive macht dieses Argument keinen Sinn, insbesondere wenn man sich die Gerichtsbarkeit ansieht: In den USA sprach der oberste Gerichtshof beispielsweise einem Mann mit einem nachgewiesenen Intelligenzquotienten von neun Punkten die vollen Grundrechte zu. [4] Ein Gorilla mit einem IQ von 90 Punkten hat dagegen keine Rechte.

Dazu kommt: Viele Tierarten haben stärker ausgeprägte Sinne als wir Menschen, können also in diesem Bereich deutlich mehr Empfindungen – sowohl positive als auch negative – wahrnehmen als wir. Nichtmenschliche Tiere nehmen ihr Leben anders wahr – ihre Lebensqualität ist deshalb aber nicht geringer als unsere.

Entkräftetes Argument 2: Körperliche Überlegenheit

In körperlicher Hinsicht sind wir Menschen anderen Tierarten nicht überlegen, im Gegenteil.

  • Ein Feldhase ist doppelt so schnell wie Weltrekordhalter Usain Bolt im 100-Meter-Sprint.

  • Der schnellste Fisch der Welt erreicht Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde – der schnellste Mensch wurde 2017 mit 9,7 Kilometer pro Stunde im Schwimmen gemessen.

  • Hunde können Geruchsspuren über Kilometer hinweg nachverfolgen.

Und es gibt zahlreiche weitere Beispiele. Die Menschheitsgeschichte zeigt, dass wir andere Tierarten vor allem dafür benutzt haben, um unsere eigenen körperlichen Unzulänglichkeiten auszugleichen. Dank moderner Technik müssen wir heutzutage jedoch kein Tier mehr dafür missbrauchen, um unsere körperlichen Mängel zu kompensieren.

Entkräftetes Argument 3: Herstellung und Gebrauch von Werkzeugen

Die Herstellung von Werkzeug gilt als Grundbaustein unserer kulturellen Evolution. Heute weiß jede:r, dass der Gebrauch von Werkzeugen unter vielen Tierarten verbreitet und daher nicht auf den Menschen beschränkt ist.

  • Seeotter nutzen beispielsweise harte Steine, um Muscheln zu öffnen.

  • Krähen und Raben gehen einen Schritt weiter und nutzen die menschliche Technik: Die Vögel beobachten das Verkehrsgeschehen und werfen an Ampeln Nüsse auf die Fahrbahn, die Autos beim Anfahren für sie aufknacken. Schaltet die Ampel zurück auf Rot, holt sich die Krähe die Früchte ihrer Denkarbeit.

  • Schimpansen basteln sich Werkzeuge aus Stöcken, um an Termiten oder Honig zu gelangen.

Entkräftetes Argument 4: Kommunikationsvermögen

Es ist bekannt, dass manche Tiere wie Meisen und Delfine über verschieden zusammengezogene Laute Sätze formen und so Informationen über ein eindeutiges Vokabular im Dialog mit Artgenossen teilen. Erdmännchen benutzen Redewendungen, um sich gegenseitig zur Nahrungssuche „auf einen Spaziergang“ einzuladen und Schimpansen können die Zeichensprache der Gehörlosen, die American Sign Language (ASL), lernen.

In einer Studie folgerten Forscher:innen, dass sich alle Wirbeltiere universell verstehen – auf emotionaler Ebene. Zwar verstehen wir Menschen nicht die genaue Bedeutung vieler Laute einer anderen Spezies, wir können aber nachvollziehen, welche Emotionen hinter Tonarten stecken. Wir Menschen sind in Sachen Kommunikation nicht besser als andere Tierarten – denn Kommunikation kann auch auf Ebenen ablaufen, die wir bisher einfach noch nicht verstehen.

Jedes Leben ist gleich viel wert

Es gibt keine logische oder plausible Rechtfertigung dafür, Menschen und andere Tiere ungleich zu behandeln. Denn jedes Leben ist wertvoll – unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Körperform und Spezies. Dazu gehört auch, jedes Lebewesen als eigenständige Persönlichkeit anzuerkennen, die ein Recht dazu verdient, ihre individuellen Wünsche und Bedürfnisse nach freiem Willen zu entfalten.

Das Problem liegt darin, dass wir Menschen nicht-menschliche Tiere nach menschlichen Fähigkeiten und Eigenschaften bewerten. In Tierversuchen der Grundlagenforschung beispielsweise wird die Leistungsfähigkeit von Tieren in verschiedenen Bereichen an Aufgabenstellungen ermittelt, die für den Menschen ausgelegt sind. Das ist ungerechtfertigter und willkürlicher Elitarismus, dem jegliche ethische Grundlage fehlt. Denn auch Kindern und Menschen mit Behinderung würden wir ihre Rechte nicht absprechen, nur weil sie in manchen Fällen nicht dieselben Fähigkeiten erfüllen.

Handeln Sie mitfühlend – geben Sie Speziesismus keine Chance

Speziesismus hat in einer vorwärtsgerichteten Gesellschaft wie der unseren keinen Platz – denn heutzutage muss kein Lebewesen mehr für unsere Zwecke leiden. Die einfachste Möglichkeit, wie Sie jedes Leben wertschätzen und nachhaltig schützen können, ist es, vegan zu leben.

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Sind Menschen Tiere? Darum stehen wir nicht über Tieren

Schockierende Bilder: Waschbär in Falle tödlich verletzt   Leave a comment

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Diese Schlagfallen müssten doch sofort verboten werden. Ein Skandal, dass die noch legal sind. Ich kann das nur kriminell nennen.

Von Peta.de

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Bild von Peta.de

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Am 13. September 2021 wurde im baden-württembergischen Affalterbach im Kreis Ludwigsburg ein schwer verletzter Waschbär in einer illegalen Schlagfalle entdeckt. Aus der Meldung, die uns von PETA Deutschland erreichte, geht hervor, dass das Tier die Falle vermutlich bereits seit Tagen mit sich herumschleppte. Aufgrund seines schlechten Zustandes wurde der Waschbär eingeschläfert. Wir haben Anzeige gegen Unbekannt erstattet und bieten eine Belohnung für sachdienliche Hinweise zu den Täter:innen.

Schwer verletzter Waschbär leidet vermutlich tagelang in illegaler Schlagfalle

Mitte September wurde im Ortsteil Wolfsölden ein verletzter Waschbär entdeckt. Seine linke Vorderpfote steckte in einer illegalen Schlagfalle. Da das Bein bereits entzündet und dick angeschwollen war, schleppte der Waschbär die Falle vermutlich bereits seit mehreren Tagen mit sich herum. Beim Öffnen der Schlagfalle wurde das Bein schließlich vollständig abgetrennt. Ein Tierarzt schläferte den Waschbären wegen seines schlechten Gesundheitszustandes ein.

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Diesem Waschbären wurde mit einer Schlagfalle seine Pfote abgetrennt.

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PETA fordert Verbot von Schlagfallen und setzt 1.000 Euro Belohnung aus

Um die Suche nach den Täter:innen zu unterstützen, haben wir eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die die Fallensteller:innen überführen. Zeug:innen werden gebeten, sich telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei uns zu melden – auch anonym.

Außerdem haben wir am 21. September Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Heilbronn gegen unbekannt erstattet und fordern ein Verkaufsverbot für jegliche Schlagfallen.

„Der Tierquäler, der die illegale Schlagfalle ausgelegt hat, muss gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden. Tritt ein Tier in ein solches Fanggerät, hängt es oft stunden- oder tagelang schwer verletzt fest und leidet entsetzliche Schmerzen, bis es gefunden wird oder qualvoll stirbt. Dem Fallenaufstellenden muss bewusst sein, dass Tiere schwere Verletzungen davontragen können, wenn sie in eine solche Vorrichtung hineingeraten. In Baden-Württemberg ist das Aufstellen solch grausamer Fallen zwar verboten, der Verkauf jedoch nicht. Daher fordern wir ein Verkaufs- und Anwendungsverbot von Schlagfallen in ganz Deutschland.“

Peter Höffken, PETA Deutschland

In Baden-Württemberg sind Totschlagfallen laut §32 (3) Jagd- und Wildtiermanagementgesetz verboten. Nur mit Zustimmung der unteren Jagdbehörde dürfen sie in Ausnahmefällen aufgestellt werden. Allerdings müssen diese Fallen dann durch ihre Bauart ein sofortiges Töten gewährleisten.

So können Sie Waschbären, Füchsen und anderen Wildtieren helfen

Bei der Jagd kommen tierquälerische Methoden wie Totschlagfallen zum Einsatz, die in vielen Bundesländern noch erlaubt sind. Diese Fallen sollen die Tiere theoretisch sofort töten, doch viele Tiere sterben in diesen Fallen einen langsamen und qualvollen Tod: Wenn sie mit ihren Pfoten oder ihrem Gesicht in die Falle geraten, werden die Tiere oft schwer verstümmelt oder langsam zu Tode gequetscht.

Helfen Sie, Totschlagfallen zu verbieten!

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Schockierende Bilder: Waschbär in Falle tödlich verletzt

Leder: Tiere zahlen mit ihrer Haut und ihrem Leben   Leave a comment

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Was diese Tiere an unsäglichen Schmerzen und Leiden mitmachen müssen ist die Hölle auf Erden. Es nützt auch nichts von Videos, die die Realität zeigen angewidert sein oder zu sagen ich kann mir das nicht ansehen. Nur kein Leder zu kaufen nützt den Tieren.

Von Peta.de

 

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Hohe Profite für Tierhäute

Fleischproduzenten witzeln, dass sie aus jedem Teil einer Kuh Geld machen, außer aus dem Muh. Nach dem Fleisch ist das wirtschaftlich wichtigste Produkt der Schlachthäuser die Haut der Tiere. [1] Selbst die Felle von Kühen aus der Milchindustrie werden zu Leder verarbeitet, sobald die Tiere nicht mehr genug Milch geben. Die Häute ihrer Kinder werden in teures Kalbsleder verwandelt.

Der wirtschaftliche Erfolg der Schlachthäuser und der Milch- und Mastbetriebe steht in solch engem Zusammenhang mit dem Verkauf von Häuten für Lederwaren, dass der brasilianische Fleischproduzent JBS nicht nur das größte Schlachthausunternehmen, sondern mit dutzenden Gerbereien auf dem gesamten Globus zugleich der größte Lederproduzent der Welt ist.

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Für die Produktion von Leder werden Tiere teilweise um die halbe Welt gekarrt. – Bild von Peta.de

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Welche Tiere werden für Leder getötet? 

Ein Großteil der weltweit verarbeiteten Tierhäute stammt von Kühen, Büffeln und Kälbern. Leder wird aber auch aus der Haut von Pferden, Schafen, Lämmern, Ziegen und Schweinen hergestellt. Manche Tiere werden ausschließlich wegen ihrer schönen Häute gejagt und getötet.

Sogenannte Exoten, wie Alligatoren, Krokodile, Eidechsen und Schlangen, werden ihrer Häute und ihres Fleisches wegen sogar im großen Stil auf Farmen gezüchtet. Dem grausamen Ledergeschäft fallen auch Strauße, Zebras, Bisons, Wasserbüffel, Wildschweine, Kängurus, Elefanten, Aale, Haie, Delfine, Seehunde, Walrosse, Frösche und Schildkröten zum Opfer.

Bis heute wird über die Hälfte dieser Tiere für Schuhe aus Leder getötet, dicht gefolgt von Möbeln, Bekleidung und technischem Leder. Ein weiterer wichtiger Abnehmer der Häute ist die, die für die Innenausstattung von Autos vor allem auf Rinderleder zurückgreift.

Leiden für Leder

Um an die Häute zu kommen, erleiden die betroffenen Tiere oftmals alle Grausamkeiten der Tierhaltung: In überfüllten Ställen wird vielen Rindern und Schweinen jegliches natürliches Verhalten verwehrt. Zahlreiche Rinder erhalten schmerzhafte Brandzeichen, ihre Schwänze werden gestutzt, die Hörner gekürzt und weltweit werden sie ohne Betäubung kastriert.

Anschließend folgen der qualvolle Transport und die Schlachtung. Jedes Jahr werden allein in deutschen Schlachthöfen schätzungsweise 330.000 Kühe nicht ordnungsgemäß betäubt, bevor sie ausbluten und ihre Haut vom Körper geschnitten wird.

Schlangen und Eidechsen werden für Schuhe, Handtaschen und Uhren aus Exotenleder oft lebendig gehäutet. Großen Schlangen wie Pythons wird ein Schlauch in den Mund eingeführt. Anschließend werden die Tiere mit Wasser vollgepumpt, damit sich die Haut löst.

Schlangen sind oft noch bei vollem Bewusstsein, wenn sie mit Haken oder Nägeln durch den Kopf an einen Baum geschlagen und ihnen die Haut vom Körper gezogen wird. Sie winden sich noch, wenn ihre gehäuteten Körper auf einen Haufen geworfen und zurückgelassen werden, bis sie schließlich an Schock oder Wassermangel sterben. Das kann bei Reptilien mehrere Tage dauern.

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Obwohl Krokodile Einzelgänger sind, werden sie auf Zuchtbetrieben oftmals mit zahlreichen Artgenossen zusammengepfercht. – Bild von Peta USA

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Wo wird Leder hergestellt?

Die weltweite Lederindustrie verarbeitet jedes Jahr die Häute von über 1,4 Milliarden Rindern, Ziegen und Schafen. Ein Großteil der Tiere wird in Billigproduktionsländern ohne greifende Tierschutzgesetze wie China, Indien, Brasilien oder Bangladesch getötet. Die Häute dieser Tiere werden anschließend auf der ganzen Welt verarbeitet und verkauft.

Besonders viele Häute stammen ursprünglich aus Indien. Da die Kuh dort als heilig gilt, glauben viele Menschen, dass die Rinder in Indien gut behandelt würden. PETA und ihre internationalen Partnerorganisationen konnten aufdecken, wie alte, kranke und verletzte Rinder eng zusammengepfercht auf Lastwagen gedrängt und zu weit entfernten Schlachthöfen transportiert wurden. Auf den holprigen Straßen fielen die Kühe auf den Ladeflächen der Laster übereinander und verletzen sich mit ihren spitzen Hörnern und Hufen. In den behelfsmäßigen Schlachthäusern angekommen, banden die Arbeiter den wehrlosen Tieren alle vier Füße zusammen und schnitten ihnen gewaltsam und ohne jegliche Betäubung die Kehle durch.  

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In den indischen Schlachtbetrieben herrschen unhygienische und gefährliche Bedingungen vor. – Bild von PETA / Karremann

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Hier weiterlesen:

Leder: Tiere zahlen mit ihrer Haut und ihrem Leben

Gibt es einen Unterschied zwischen Leib und Körper?   Leave a comment

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Ich kann auch die Wortklaubereien der Theologen nicht gut ertragen, wo sie zum Beispiel irgend einen angeblichen „Tatbestand“ erfinden. Ich kann jedenfalls die Unterscheidung zwischen Leib und Körper nicht teilen. Im folgenden Auszug wird auch gesagt, dass es den Begriff des Leibes nur in der deutschen Sprache gibt.
Hier ein Auszug aus https://www.paedologic.de/259/

Eine Redensart zu Beginn – oder: Erst kommt der Leib und dann das Lernen

„Plenus venter non studet libenter“

… oder auf deutsch: „Ein voller Bauch studiert nicht gern.“

Diese Redensart ist weithin bekannt und man weiß aus eigener Erfahrung, was damit gemeint ist. Nach dem Essen, insbesondere einem opulenten Mahl, wird der Mensch träge. Satt macht müde. Aber umgekehrt hält einen der Hunger auch wach.

Müdigkeit

Wir kennen die (neuro)physiologischen Zusammenhänge. Nahrungsmangel, also Hunger, lässt den Blutzuckerspiegel sinken. Der Sympathikus wird aktiviert, wobei die Insulinsekretion gehemmt wird. Das signalisiert dem Gehirn (u.a. dem Hypothalamus), nach Essen zu suchen. Die Wahrnehmung wird sensitiver, der Körper gerät in Stress und wird reaktionsbereiter (Quarks 2020). Psychisch geht dies einher mit erhöhter Wachsamkeit und größerer Aggression. Umgekehrt läuft auch bei Sättigung ein Programm ab: Nach der Mahlzeit steigt der Insulinspiegel, der Parasympathikus wird aktiviert, die Magen-Darm-Sekretion steigt, die Muskelaktivität sinkt. Das geschieht alles, damit die Inhaltsstoffe dem Körper zugänglich und verfügbar gemacht werden können. Das Sättigungsgefühl geht einher mit Müdigkeit und Schlafbereitschaft (DAZ 6/2014).

Es gibt auch eine evolutionär fundierte Erklärung. So ist unser Gehirn heute noch gemäß der Bedürfnisse des Homo sapiens programmiert. Für diesen war der Hunger die Motivation zur Nahrungsbeschaffung und erforderte Wachheit bei Tageslicht. Dagegen erholte er sich bei Dunkelheit und das funktionierte am besten gut gesättigt.

Zuviel essen, zu wenig essen und überhaupt essen – all das spielt natürlich für das Lernen eine Rolle. Auch die geistige Arbeit verbraucht Energie und ist auf Kalorienzufuhr angewiesen, also auf richtige Nahrung und nicht nur geistige. In der Schule gibt es deshalb Pausen, die nicht nur zum Entspannen und Bewegen, sondern auch zum Essen da sind. Doch nicht nur der Energiebedarf des Körpers wirkt sich auf die Lernbereitschaft und Konzentrationsfähigkeit aus. Die Chronobiologie hat endogene Körperrhythmen untersucht, wie z.B. die Abfolge von Schlafen und Wachsein, die eine Zykluslänge von 24 Stunden hat. Diese wird durch den Wechsel von Tageslicht und Nacht synchronisiert und ist mit der Körpertemperatur verknüpft. Dieser Rhythmus scheint auch ohne den externen Zeitgeber von Tag und Nacht zu bestehen.

Zeitzonen

Wir müssen also nicht nur essen, sondern auch schlafen, denn Störungen in unserem Schlafwachrhythmus durch Flüge in andere Zeitzonen oder durch Schichtarbeit können zu Schlafstörungen und gesundheitlichen Problemen führen. Festgestellt wurde auch, dass die frühen Nachmittagsstunden eine höhere Neigung zum Einschlafen mit sich bringen (vgl. dazu Spektrum.de: Lexikon der Psychologie).

Leib und Körper – bedeutungsgleich oder verschieden?

Das Beschriebene hat mit Sicherheit jede:r schon einmal am eigenen Leib erfahren. Oder soll man sagen: am eigenen Körper? Nun, es ist unüblich zu sagen: „Ich habe etwas am eigenen Körper erfahren“. Wenn es aber darum geht, physiologische und neurologische Abläufe zu beschreiben, wird der Begriff des „Körpers“ verwendet.

Der Leibbegriff hat eher einen etwas altertümlichen Beigeschmack. Ebenso sind Begriffe wie Leibspeise, Unterleib, Beleibtheit, Leibarzt oder Leibschmerzen für uns heute nicht mehr sehr geläufig und verschwinden aus unserer Alltagssprache. „Leib“ begegnet uns in der christlichen Theologie in der Einheit von Leib und Seele der Person, der Auferstehung des Leibes Christi und im Sakrament der Eucharistie (Abendmahl).

Piercing Tattoo
Foto: Leandro Lima

Lange Zeit schien es, als würde der Begriff Leib mit „Körper“ ersetzt werden. Ende des 20. Jahrhunderts kam es zu einer Zunahme der Beschäftigung mit dem Thema Körper in den Geistes- und Kulturwissenschaften. Es wurde sogar von einem „body turn“, „somatic turn“ oder „corporeal turn“ gesprochen. Dieses neue Interesse am Körper zeigte sich nicht nur in wissenschaftlichen „Body Studies“, sondern wurde zu einem gesellschaftlichen Phänomen. Es fand seinen Ausdruck im Bedürfnis, den Körper jung und gesund zu erhalten, aber auch in neuen individuellen Körpermodifikationen wie Tätowierungen oder Piercings, die zunehmend in Mode kamen.

Leib und Körper – bezeichnen die Begriffe nun etwas Verschiedenes oder sind sie bedeutungsgleich? Interessanterweise gibt es den Begriff des Leibes nur in der deutschen Sprache. Im Englischen („body“) gibt es genauso wie im Französischen („corps“) die Differenzierung zwischen Leib und Körper nicht. Der Blick auf die begriffsgeschichtliche, etymologische Entwicklung zeigt, dass die Wurzeln von „Leib“ im althochdeutschen Wort lîb (mhd. lîp) liegen. Es hat die Bedeutung von „Leben“, aber auch von „Leib“, „Körper“ und „Gestalt“. „lîp“ wurde demnach mit Leben und Person assoziiert und in der christlichen Tradition für den beseelten menschlichen Leib gebraucht. Das lateinische Lehnwort „corpus“ bezeichnete hingegen den unbeseelten Körper von Tieren oder Menschen oder räumliche Körper im mathematischen Sinn.

Diese traditionelle, also nur im Deutschen übliche Unterscheidung von „Leib“ und „Körper“ hat demnach eine semantische Bedeutung. Mit den beiden Begriffen werden zwei unterschiedliche Beziehungen ausgedrückt. So verweist der Leib als Sitz der Seele auf das Innere des Menschen, auf sein Erleben und Fühlen. Ein Körper (das kann auch der eigene sein) ist hingegen etwas, das man von außen und aus der Distanz als Objekt betrachtet und dem man sich gegenüberstellen kann.

Mit René Descartes (1596-1650) hat sich die dualistische Auffassung im westlichen Denken durchgesetzt. Er ging davon aus, dass Bewusstsein (res cogitans) und Materie (res extensa) getrennte Substanzen sind, die aber miteinander interagieren. Diese Trennung prägte die westliche Geistes- und Kulturgeschichte maßgeblich. Das brachte Max Horkheimer und Theodor Adorno dazu, im Dualismus von Körper und Geist bzw. Leib und Seele die „unterirdische Geschichte Europas“ zu sehen. In den Fragmenten am Ende ihres Buches „Dialektik der Aufklärung“ (1971) konstatieren sie, dass der Dualismus von Geist und Körper in der historischen Entwicklung zu einer „Haßliebe gegen den Körper“ geführt habe, die noch immer die abendländische Zivilisation durchziehe.

„Der Körper ist nicht mehr zurückzuverwandeln in den Leib. Er bleibt die Leiche, auch wenn er noch so ertüchtigt wird.“

Max Horkheimer & Theodor W. Adorno (1991): Dialektik der Aufklärung. Frankfurt am Main, 248.

Die Trennung von Geist und Körper hat es ihrer Auffassung nach ermöglicht, dass die westliche Zivilisation die menschlichen Instinkte und Leidenschaften verdrängen und entstellen konnte. Das umfasste die Abwertung der körperlichen Arbeit, aus der man mittels Herrschaft Kapital schlagen konnte, genauso wie die Erniedrigung des Fleisches als Quelle des Übels im Christentum.

„Der Körper wird als Unterlegenes, Versklavtes noch einmal verhöhnt und gestoßen und zugleich als das Verbotene, Verdinglichte, Entfremdete begehrt. Erst Kultur kennt den Körper als Ding, das man besitzen kann, erst in ihr hat er sich vom Geist, dem Inbegriff der Macht und des Kommandos, als der Gegenstand, das tote Ding, ‚corpus‘, unterschieden.“

Max Horkheimer & Theodor W. Adorno (1991): Dialektik der Aufklärung. Frankfurt am Main, 247.

Dialektik der Aufklärung

Der Verlust der Einheit von Leib und Seele, so konstatieren Horkheimer und Adorno, manifestiert sich in Werbung und Reklame für den vitalen, schönen Menschen, in der Medizin und in der Technik, die die Natur objektiviert. Die Spaltung des Lebens in den verdinglichten Körper und in den davon getrennten Geist lässt sich zur Ausübung von Macht zu Nutze machen.

 

Herrschaft über den Leib – der Nationalsozialismus als Beispiel

Entsprechend instrumentalisierte und missbrauchte der Faschismus den Körper zu Machtzwecken durch Gleichschaltung – daran lag der Hauptpunkt von Horkheimers und Adornos Analyse. In der Tat hat der Nationalismus die Beherrschung des Leibes bis zur Vollkommenheit perfektioniert. Die Nationalsozialisten inszenierten Massenaufmärsche, Feierstunden, Fahnenappelle mit Musik, Sprechchören, Feuer- Licht- und Erdsymbolik. Sie nutzen Grußrituale und gaben ihren Veranstaltungen einen rituell-liturgischen Charakter. Mit diesen Techniken schufen sie sinnlich erfahrbare Gesamterlebnisse, die den Menschen über die unmittelbare leibliche Erfahrung das Gefühl von Bindung und Gemeinschaft gaben. In dieser Sprache von Bildern, Symbolen und mit pseudoreligiösen Ritualen vermittelte der Nationalsozialismus seine Ideologie und mobilisierte die Menschen – ohne rationale und intellektuelle Auseinandersetzung mit den vermittelten Inhalten. Vernunft und Verstand als Grundlage kritischer Reflexion ließen sich bei vielen Menschen durch diese Propagandatechnik außer Kraft setzen und machten sie offen für Manipulation – die Dialektik der Aufklärung.

Wenn Leib und Seele, Geist und Körper in einem so weitreichenden Spannungsverhältnis stehen, dem wir offensichtlich nicht auskommen, stellt sich die Frage, ob wir gedanklich etwas trennen, was eigentlich zusammen gehört. Und offensichtlich hat es Folgen, wenn wir nur das eine oder das andere sehen, aber nicht beides zusammen.

[…]

„der spürbare Leib – zwischen Körper und Seele wie in eine Gletscherspalte gefallen“

Hermann Schmitz (2010): Kurze Einführung in die Neue Phänomenologie. Freiburg/München, 22.

Foto: sandro porfirio
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Deutlich sieht man das an der modernen Medizin, die den Menschen leider oft nur als Körper betrachtet. Wenn der Rücken schmerzt, verschafft die Cortisoninjektion schnelle, aber auch kurzfristig andauernde Erleichterung. Dass die Schmerzen von Verspannungen und Verkürzungen der Muskeln, Bänder und des Bindegewebes herrühren, weil sich der Patient zu wenig bewegt, zu viel sitzt, zu viel Stress hat, fällt nicht in den Aufgabenbereich der orthopädischen Medizin. Dazu müsste man den Menschen in seinem gesamten biographischen und ökologischen Zusammenhang in den Blick nehmen: seine Motivation, sein Selbstverständnis, seinen Beruf, seinen Alltag.

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Gibt es einen Unterschied zwischen Leib und Körper?

 

 

Stoppt Tierversuche! Tiere haben Gefühle   Leave a comment

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Von Peta.de

„Ich könnte keine einzige Emotion nennen, die nur Menschen empfinden.“

Dr. Frans de Waal, Primatologe und Verhaltensforscher

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Wie ein aktueller PETA-Bericht aufzeigt, belegen mehr als 2.500 Studien, dass Tiere Gefühle wie Schmerzen, Angst, Freude und Liebe empfinden. Ratten lachen, wenn man sie kitzelt. Schafe können Enttäuschung zum Ausdruck bringen. Ziegen können optimistisch sein. Und Kraken wissen ganz genau, wen sie mögen und wen nicht. Tierversuche müssen daher umgehend beendet werden.

Wer sein Zuhause schon einmal mit einem Hund, einer Katze oder anderen Tieren geteilt hat, braucht keine 2.500 Studien, um zu wissen, dass Tiere Gefühle haben – genau wie der Mensch. Die Beweise sind überdeutlich: Tiere empfinden unterschiedliche Emotionen – von Freude und Glück über Traurigkeit und Trauer bis hin zu Mitgefühl, Neid oder Missgunst. Sie können sogar unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leiden.

Trotzdem werden jedes Jahr weltweit Millionen von Tieren in schmerzhaften, invasiven Experimenten gequält, bevor man sie schließlich kaltblütig tötet – und all das, obwohl wir über das Gefühlsleben von Tieren heute so gut Bescheid wissen.

„Ich könnte keine einzige Emotion nennen, die nur Menschen empfinden.“

Dr. Frans de Waal, Primatologe und Verhaltensforscher

PETAs Bericht über die Emotionen von Tieren

Wissenschaftler von PETA haben in einem Bericht Ergebnisse aus dutzenden von Studien zusammengetragen, die teils sogar von der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde (NIH) finanziert wurden und das Empfindungsvermögen von unterschiedlichsten Tieren, einschließlich Säugetieren, Vögeln, Fischen, Kopffüßern (z. B. Kraken) und Decapoden (wie Krebsen und Hummern) untersuchten. Der Bericht zeigt die Widersprüchlichkeit auf, wie sie unter Forschenden herrscht, die selbst Tierversuche durchführen. Denn natürlich geht man in den meisten Verhaltensstudien und psychologischen Versuchen an Tieren davon aus, dass diese Tiere über Emotionen verfügen – und spricht den Tieren gleichzeitig ihr Trauma und Leid ab.

Da nicht-menschliche Tiere, genau wie der Mensch, über Emotionen verfügen, schlussfolgert der Bericht, dass es ethisch nicht vertretbar ist, sie dem Trauma und seelischen Leid auszusetzen, das Tierversuche ihnen zufügen.

PETA fordert Politik und Wissenschaft zum Umdenken auf: Es ist dringend erforderlich, dass endlich entsprechend der wissenschaftlichen Erkenntnisse gehandelt, ein Paradigmenwechsel herbeigeführt und Tierversuche umgehend beendet werden.

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Die einzig humane Entscheidung für die Zukunft muss lauten: Stoppt Tierversuche!

Weltweit setzt sich immer mehr das Wissen durch, dass unsere tierischen Mitlebewesen fühlen können. Es zeichnet sich ein Wandel ab. Länder wie Frankreich, die Niederlande, Neuseeland, Schweden und Tansania erkennen die Empfindungsfähigkeit von Tieren in ihren Gesetzen an. Die belgische Hauptstadt Brüssel sieht Tiere als Lebewesen „ausgestattet mit Empfindungsvermögen, eigenen Interessen und Würde, die von einem besonderen Schutz [profitieren]“. Wer von sich behauptet, wissenschaftlich zu arbeiten, muss sich auch an die Grundsätze der Wissenschaft halten.

Doch Tierexperimentatoren und Finanzierungsbehörden weigern sich, die eindeutigen Fakten über das Empfindungsvermögen von Tieren anzuerkennen und entsprechend zu handeln. Damit hinken sie der Zeit hinterher. Archaische Versuchsmethoden an Tieren – die auch weite Teile der Öffentlichkeit als unmoralisch ablehnen – müssen ein Ende finden. Stattdessen muss die Wissenschaft vollständig auf humanrelevante Methoden wie Organ-on-a-Chip, Organoide, 3-D-Biodruck und Bioinformatik umsteigen. Denn diese Methoden liefern Ergebnisse, die die Wissenschaft tatsächlich voranbringen.

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Stoppt Tierversuche! Tiere haben Gefühle

Veröffentlicht 20. September 2021 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Tierversuche

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Tierschutz-Wahlprüfsteine für die Bundestagswahl 2021   Leave a comment

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Wem Tierschutz ein Herzensanliegen ist, der wird sicher nicht CDU und auch nicht FDP wählen.

Von Peta.de

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Wahlen sind ein wichtiges Ereignis für alle Tierfreund:innen: Denn Sie bieten Ihnen die Möglichkeit, um auch den Tieren Ihre Stimme zu verleihen. Die Wahlprogramme der Parteien sind jedoch oft kurz gehalten und nicht immer eindeutig formuliert. Um Wahlberechtigten die Wahl zu erleichtern, haben wir von PETA Deutschland die wichtigsten Parteien vor den Wahlen zum Bundestag am 26. September 2021 gebeten, ihre Positionen zu acht wichtigen Tierschutzthemen zu offenbaren.

Zu Gunsten der Übersichtlichkeit sind sowohl die Fragen als auch die Positionen der Parteien in der nachfolgenden Tabelle stark verkürzt wiedergegeben. Die vollständigen Antworten der Parteien können Sie unterhalb der Tabelle als PDF-Datei herunterladen.

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Antwort der CDU

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Tierschutz-Wahlprüfsteine für die Bundestagswahl 2021

 

Der Unterschied zwischen Religion und Verschwörungstheorien   Leave a comment

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Oh wie wahr diese Aussagen sind.

Rebloggt von Tierfreund Wolfgang – wolodja51.wordpress.com

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Von Matthias Pöhl

Die Pfarrerin Eva Eiderbrant hatte in der Lokalzeitung „Affolter Anzeiger“ zum Jahresende auf der Titelseite einen besinnlichen Artikel zum neuen Jahr geschrieben.

Darin redete sie davon, dass sie einen Spruch über ihrem Bett hängen hat: „Wenn ich Morgens aufwache muss der Teufel denken „Oh Mist, sie ist wach„. Weiter redete sie mehrfach darüber, dass es ihr Wunsch im Jahr 2021 wäre, dass weniger Leute an „schwachsinnige Verschwörungstheorien“ glauben würden.

Daraufhin habe ich ihr ein Feedback geschickt. Hier ist es:

Ich habe Ihren Leitartikel im „Affolter Anzeiger“ gelesen. Ich stimme Ihnen mit den „schwachsinnigen Verschwörungstheorien“ voll zu.

Verschwörungstheoretiker glauben an die Absurdität, da gibt es böse finsterer Mächte die im Hintergrund die Strippen ziehen und uns kontrollieren wollen, mit Mikro-Chips, die per Impfung in unser Hirn eingepflanzt werden sollen, damit Bill Gates ein Teil der Menschheit ausrotten und mit dem Rest noch mehr verdienen kann und wir, die Guten, müssen uns vor denen schützen. Die Grundannahme ist: Da gibt es so etwas wie „Das Böse“

Die Christen glauben an einen bösen Teufel, der im Hintergrund die Strippen ziehen will, uns kontrollieren will und uns mit aller Macht „zum Bösen“ verführen will, damit er irgendwann die Kontrolle über die Menschheit gewinnt. Und wir, die Guten, müssen uns vor ihm schützen. Z.B. mit Sprüchen wie „wenn ich Morgens aufwache muss er denken: „Oh Mist, sie ist wach“. Die Grundannahme ist: Da gibt es so etwas wie „Das Böse“.

Die Verschwörungstheoretiker widersprechen sich: Sie sagen einerseits „Corona gibt es nicht, das ist eine Erfindung der Eliten!“ Dann sagen sie gleichzeitig „Die Eliten haben Corona erschaffen, damit sie uns mit der Impfung einen Chip im Hirn einpflanzen mit einen kleinen Sender und uns dann kontrollieren.“ Das widerspricht 100% der vorhergehenden Aussage.

Ihr Legenden-Buch, die Bibel, widerspricht sich hundertfach. Da steht z.B. drin, ein angeblich liebevoller Gott hat uns ein wundersam in Stein gemeisseltes Gebot gegeben „Du sollst nicht töten“, und in demselben Buch hat er den Tod von mindestens einer Million Menschen veranlasst. (Und hunderte anderer Widersprüche) Genau so widersprüchlich wie die Verschwörungstheoretiker.

Verschwörungstheoretiker glauben an Absurditäten, die schon peinlich sind. „Freimaurer, George Soros und FBI treffen sich regelmäßig am WEF in Davos, um Pläne gegen die Menschheit zu machen „, oder „Die KZ’s wurden von den Amerikanern nach dem Krieg aufgebaut und die Juden bestochen uns Lügen zu erzählen“, oder „Da gibt es Reptiloide in der Erde, die uns alle kontrollieren wollen“.

Christen glauben an Absurditäten, die ebenso peinlich sind. Den Christen wird die Geschichte erzählt, dass es da einen drei-gespaltenen Gott gibt, wovon der eine Teil als Sohn des anderen Teils von einer Jungfrau auf der Erde geboren wurde. Der Gott-Vater, so sagt man uns, ist aber nicht der Erzeuger, sondern jene Jungfrau wurde vom fehlenden dritten Teil des drei-gespaltenen Gottes – genannt „Heiliger Geist“ – geschwängert. Dieser inzestuös gezeugte Sohn wird dann am Ende aller Tage alle je existierenden Menschen wieder auferwecken – alle! – (inklusive alte Assyrer, Bronzezeit-Bauern, Steinzeit-Jäger, Neandertaler, Denisova Mensch, Homo erectus usw) und direkt danach aber 99.9% wieder in einer Glutlava verbrennen. Was für ein absurder Glaube!

Verschwörungstheoretiker konstruieren sich eine fiktive Realität zusammen, wo die Offensichtlichkeit der Lüge zum Himmel stinkt. Donald Trump sagt: „Wenn ich die Wahl gewinne, war alles korrekt, wenn ich sie nicht gewinne, war es heimtückische Wahlmanipulation.“ Welch eine offensichtlich durchschaubare und skrupellose Erfindung zur Legitimation der eigenen Legende.

Bei den Christen nicht anders. Im vorderen Teil der Bibel wird vorausgesagt, was im hinteren Teil als „erfüllt“ schöngeschrieben wird. Jesus musste deswegen durch jungfräuliche Geburt geboren werden, Wunder vollbringen und von den Toten auferstehen, weil das im alten Testament für den Messias als Bedingung festgeschrieben war. Welch eine offensichtliche und durchschaubare skrupellose Erfindung zur Legitimation der eigenen Legende.

So wie Sie sich freuen, wenn 2021 weniger Leute an „schwachsinnige Verschwörungstheorien“ glauben, so freue ich mich wenn 2021 weniger Leute an Märchen glauben wie „Gott hat ein paar alte Männer über 800 Jahre hinweg ein Buch mit seinen Wünschen zusammenschreiben lassen – oder – ein palästinensischer Schreinersohn hat mit seinem Tod all unsere „Sünden“ (was für eine Erfindung) auf sich genommen – oder – Da gibt es einen Teufel, der uns zum Bösen verführen will“.

Wenn ich ehrlich bin, gibt es vom Wesen her keinen Unterschied zwischen einer Religion und einer Verschwörungstheorie.

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Der Unterschied zwischen Religion und Verschwörungstheorien

Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen   2 comments

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An der Kasse am Supermarkt werden Todesurteile ausgesprochen.

Von Peta.de

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VIDEO:
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Jährlich werden in Deutschland weit über 50 Millionen Schweine, 630 Millionen Hühner und über 3,2 Millionen Rinder getötet. Über 95 Prozent der Tiere leben in der konventionellen Tierhaltung. 100 Prozent der Tiere – auch die aus Bio-Betrieben – werden im Schlachthof getötet oder sie sterben noch in den Produktionshallen und Ställen oder beim Transport.
Zählt man Puten, Enten, Gänse und Kaninchen dazu, sind das Jahr für Jahr allein in Deutschland knapp 800 Millionen Landlebewesen, die für die „Produktion“ von Fleisch völlig unnötig leiden und getötet werden.

Tierleid für Fleisch, Eier, Milch, Fischfleisch und Honig

In der landwirtschaftlichen Tierhaltung werden Tiere ihr Leben lang eingesperrt, ausgebeutet und meist lange, bevor sie ihre natürliche Lebenserwartung erreicht haben, im Schlachthof getötet. Die meisten von ihnen können niemals ihren natürlichen Bedürfnissen nachgehen, ihre Kinder versorgen, sich ausreichend bewegen oder artgerecht ernähren.

Deutschlandweit leiden hunderte Millionen Hühner in der Eierindustrie: Eingesperrt in kahle Käfige oder dicht an dicht in Bodenhaltung gedrängt, stehen die Tiere in ihren eigenen Exkrementen. Viele Hühner haben gerade mal so viel Platz wie die Größe eines DIN-A4-Blattes und sind durch die Größe der Gruppen so gestresst, dass sie sich häufig gegenseitig totpicken.

In der Milchindustrie werden Kühe, Schafe, Ziegen, Büffel und Pferde zu Milchlieferanten degradiert. Kühe werden jedes Jahr aufs Neue künstlich geschwängert und kurz nach der Geburt von ihrem Kalb getrennt. Nicht das Wohl der Tiere, sondern die maximale Produktionsmenge steht im Mittelpunkt.

Jedes Jahr werden hunderte Milliarden Fische gefangen und getötet – das sind mehr als alle anderen Tiere zusammen. [4] Viele werden bereits in den Netzen zerquetscht oder ersticken qualvoll an Land. Fische und andere Meerestiere wie Hummer und Garnelen werden oft lebendig in Stücke gerissen oder geschnitten.

Auch für andere tierische Erzeugnisse wie Honig leiden Tiere. So werden Bienen auf unnatürliche Weise in der Massenzucht gehalten. Die Flügel der Bienenkönigin werden oft gestutzt, sodass sie nicht wegfliegen kann. Bei der „Honigernte“ werden oft unzählige Bienen zerquetscht, ihre Flügel beschädigt und ihre Beine abgetrennt.

Tierprodukte zu essen, ist speziesistisch

Tiere in der Ernährungsindustrie werden ausgebeutet und getötet, weil der Mensch sie als „Nutztiere“ erachtet. Diese Denkweise entspringt dem sogenannten Speziesismus, der irrtümlich davon ausgeht, der Mensch sei anderen Tieren überlegen. In unserer Gesellschaft erlernen Kinder von Kindesbeinen an eine speziesistische Gesinnung, die für das Leid von Milliarden von Tieren für die „Produktion“ von Fleisch, Eiern, Milch, Fischfleisch und Honig verantwortlich ist.

Dabei wollen Schweine, Rinder, Hühner, Fische und andere Tiere einfach nur ein friedliches und selbstbestimmtes Leben führen. Wie Hunde, Kaninchen und Menschen fühlen auch sie Schmerz, Angst, Hunger, Durst, Freude und Einsamkeit. Der Mensch ist den Tieren nicht überlegen und hat kein Recht, Tiere ohne Rücksicht auf deren Bedürfnisse einzusperren, zu missbrauchen, zu quälen und zu töten.

Erst, wenn Menschen aufhören, einem Lebewesen mehr Wert zuzusprechen als einem anderen, kann der Speziesismus beendet werden.

 

Banner Speziesismus stoppen

So helfen Sie den ausgebeuteten Tieren in der Ernährungsindustrie

Wir sind weder aus gesundheitlichen Gründen noch aus kulinarischer Sicht auf tierische Produkte angewiesen. Unseren Nährstoffbedarf können wir problemlos mit einer pflanzlichen Ernährung decken. Zahlreiche vegane Alternativen zu Milch– und Käseprodukten sowie zu Fleisch erleichtern den Umstieg auf eine tierfreundliche vegane Lebensweise.

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Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen

Färöer-Inseln – Empörung über Tötung von Delfinen   1 comment

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Das ist eine unglaubliche Barbarei. Was sind das für Menschen?

Von Tagesschau.de – Auszug.

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Die Tötung von mehr als 1400 Delfinen vor den Färöer Inseln hat für Entsetzen und Kritik gesorgt. Die Regierung der Inseln verteidigt die Jagd – die Tiere seien effektiv getötet worden.

Von Sofie Donges, ARD-Studio Stockholm

Bild von tagesschau.de

Die Delfine wurden mit Booten ins flache Gewässer getrieben und dort getötet. Diese Art der Jagd gibt es seit Hunderten von Jahren auf den Färöer-Inseln – in der Regel werden mehr Wale als Delfine gefangen. Doch am vergangenen Sonntag lief es anders ab: Mehr als 1400 Delfine wurden von den Jägern in eine Bucht getrieben.

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„Schwer zu verteidigen“

 

Sjurdur Skaale ist Abgeordneter für die Färöer im dänischen Parlament und zeigte sich entsetzt: „Was diesmal schief gegangen ist, war, dass die Gruppe der Tiere viel zu groß war, und die Anzahl der Menschen am Strand viel zu klein, deshalb hat es so lange gedauert und die Tiere haben gelitten. Was wir da gesehen haben, ist schwer zu verteidigen.“

Ein Blick in die Statistiken des zuständigen Ministeriums zeigt: In den vergangenen 20 Jahren wurden nie so viele Delfine getötet, nicht mal ansatzweise.

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Sea Shepherd befürchtet Fleisch-Entsorgung

Die Umweltschutzorganisation Sea Shepherd hatte ein Video vom Wochenende veröffentlicht. Der Vorsitzende aus Deutschland Manuel Abraas sagt: „Es ist das größte Massaker an Meeressäugetieren, das jemals dokumentiert wurde. Dieses gesamte Fleisch kann sehr wahrscheinlich gar nicht von den Färöern konsumiert werden. Man muss davon ausgehen oder befürchten, dass der Großteil entsorgt wird oder meinetwegen in irgendwelchen Buchten verschwindet.“

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Färöer-Inseln – Empörung über Tötung von Delfinen

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Siehe auch:

Hunderte Delfine getötet

Das Meer ist blutrot, aufgeschlitzte Tiere liegen am Strand: Am Wochenende wurden vor den Färöer-Inseln mehr als 1400 Delfine erlegt. Nicht nur Umweltschützer sind empört.

Hunderte Delfine getötet

 

Eier – das Leid der Hühner und Hennen in der Eierindustrie   Leave a comment

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Von Peta.de – Auszug

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Immer mehr Menschen entscheiden sich für pflanzliche Ei-Alternativen und achten beim Kauf von verarbeiteten Lebensmitteln wie Nudeln darauf, dass keine Eier enthalten sind. Denn hinter dem lukrativen Wirtschaftszweig der Eierindustrie steckt vor allem eines: großes Tierleid.

Doch nicht nur die konventionelle Haltung ist eine Tortur für Hennen – auch in der sogenannten Biohaltung leiden die Tiere tagein, tagaus. In diesem Artikel finden Sie Hintergrundinformationen zum Thema Eierindustrie und zu Missständen rund um das Tierqual-Produkt Ei.

Hühnerhaltung in der Eierindustrie – alles andere als natürlich“

Hühner, die in der Eierindustrie ausgebeutet werden, stammen ursprünglich vom Bankvia-Huhn ab, das zur Fortpflanzung etwa 20 bis 30 Eier im Jahr legt. [1] Die daraus gezüchtete Legerasse, wie wir sie heute kennen, legt mehr als das Zehnfache – nämlich über 300 Eier im Jahr. Diese Qualzüchtung durch den Menschen hat mit reiner Fortpflanzung nichts mehr zu tun, denn zuchtbedingt ist es für die Tiere gar nicht möglich, weniger Eier zu legen.

Die Daseinsberechtigung von Legehennen in der Eierindustrie besteht ausschließlich darin, möglichst viele Eier für den menschlichen Verzehr zu produzieren. Das führt bei den Hennen zu schweren gesundheitlichen Problemen. So ist bei vielen Hennen am Ende der etwa einjährigen Legeperiode das Legeorgan stark entzündet. Die Hühner sind zu diesem Zeitpunkt abgemagert. Zudem ist ihr Federkleid fast vollständig verschwunden, denn aufgrund des hohen chronischen Stresslevels picken die Hennen einander und reißen sich gegenseitig die Federn aus.

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Dicht an dicht eingepfercht in stickigen, abgeschotteten Anlagen vegetieren die Tiere vor sich hin.

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Küken sexen – minutenlanger Todeskampf, weil männliche Küken nicht „profitabel“ sind

Nach dem Schlüpfen in der Brüterei folgt zeitnah das sogenannte „Sexen“ der Küken, bei dem die Tierkinder nach Geschlecht getrennt werden. Männliche Küken gelten in der Eierindustrie als unrentabel, da sie weder Eier legen noch ausreichend Fleisch ansetzen. Mehr als 50 Millionen dieser sogenannten „Eintagsküken“ werden daher als wertlose Überschussprodukte getötet – zumeist werden sie in einem minutenlangen Todeskampf vergast und anschließend im Müll entsorgt.

Hinzu kommen unzählige weitere ungeborene Küken, die es beispielsweise nicht allein aus der Eierschale schaffen. Tausende dieser ungeborenen, aber voll entwickelten und lebensfähigen Küken werden in den Brütereien geschreddert und im Müll entsorgt.

Hinzu kommen unzählige weitere ungeborene Küken, die es beispielsweise nicht allein aus der Eierschale schaffen. Tausende dieser ungeborenen, aber voll entwickelten und lebensfähigen Küken werden in den Brütereien geschreddert und im Müll entsorgt.

Jeder Transport bedeutet Stress für die Tiere – oft verletzen sie sich oder sterben langsam und qualvoll auf den Lkws. – Bild: Peta.de

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Eier – das Leid der Hühner und Hennen in der Eierindustrie

 

Veröffentlicht 16. September 2021 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz

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