Ketzer – Zitate von Christen und anderen Leuten   2 comments

.

Hier ein Auszug von Zitaten von berühmten und weniger berühmten Menschen bezüglich der „Wahrheiten des Christentums“. Auch Theologen sind darunter.

.

„Du hältst das Evangelium, wie es steht, für die göttliche Wahrheit. Mich würde eine vernehmliche Stimme vom Himmel nicht überzeugen, dass das Wasser brennt und dass das Feuer löscht, dass ein Weib ohne Mann gebiert und dass ein Toter aufersteht. Vielmehr halte ich dieses für Lästerungen gegen den großen Gott und seine Offenbarung in der Natur“.

(Goethe, an Lavater, 9.8.1782)

„Schon der Anfang der Vernunft selbst ist in der Bibel ein Verbrechen. Im übrigen geht es dort zu wie im wirklichen Leben: Mord, Plünderung, Vergewaltigung, Genozid. An 100 Bibelstellen wird ausdrücklich im Namen Gottes getötet, an 1000 Stellen tötet dieser Gott selbst. Sein Sohn droht schließlich mit nie endenden Folterqualen über den Tod hinaus denjenigen, die ihn nicht lieben. Den Liebenden bringt er den eucharistischen Kannibalismus zur Seelenstärkung.
Was ist es für eine moralische Vernunft, die hier ihren Anfang und ihre Prinzipien erkennt und anerkennt“?

(Günther Schulte Professor für Philosophie an der Universität zu Köln)

„In Zeiten blinden und unwissenden Glaubens hat die Kirche festgesetzt, dass die Schriften, besonders die des Neuen Testaments, vollständig als authentisch und wahrhaftig zu gelten haben. Heute kann sie daher nicht mehr umkehren. Die Ergebnisse der modernen Wissenschaft müssen abgelehnt, als falsch bewiesen werden. Andererseits müssen die irrigen Entscheidungen der Kirche als wahr bewiesen werden. Deshalb muss man glauben, dass schwarz weiß ist“.

(Alighiero Tondi, ehem. päpstl.Theologe und Professor an der „Gregoriana“.)

„Ein Mythos, der auf einem anderen Mythos aufbaut wird zur Legende. Ein Mythos, der auf einer Legende aufbaut, wird zum Märchen“.

(unbekannt)

„Die Päpste und ihre Helfershelfer waren so sehr davon überzeugt, dass ihre Macht ausschließlich auf der Unwissenheit beruht, dass sie immer wieder die Lektüre des einzigen Buches verboten haben, das ihre Religion verkündet; sie sagten: Hier ist euer Gesetz, und wir verbieten euch, es zu lesen; ihr erfahrt daraus nur, was wir euch zu lehren geruhen. Diese absonderliche Tyrannei ist unbegreiflich, und trotzdem gibt es sie. Jede Bibel in lebender Sprache ist verboten; erlaubt ist sie nur in einer Sprache, die nicht mehr gesprochen wird.“
(Voltaire, franz. Schriftsteller, 1694-1778)

„Wenn man das Kreuz anbetet, an dem Christus gestorben ist, muss man auch den Esel anbeten, auf dem er geritten ist“.
(Bischof Claudius von Turin, 9. Jh.)
„Christi Niederlage war nicht die Kreuzigung, sondern der Vatikan“.
(Jean Cocteau, franz. Schriftsteller, 1889-1963)

„Zur selben Stunde, in der unser Herr Jesus Christ es zuließ, dass er für uns den Kreuzestod erlitt, flohen die Verteidiger von den Mauern durch die Stadt, und die Unsrigen folgten ihnen und trieben sie vor sich her, sie tötend und niedermetzelnd, bis zum Tempel Salomos, wo es ein solches Blutbad gab, dass die Unsrigen bis zu den Knöcheln im Blut wateten…
Nachdem die Unsrigen die Heiden endlich zu Boden geschlagen hatten durcheilten die Kreuzfahrer die ganze Stadt und rafften Gold und Silber. Dann, glücklich und vor Freude weinend, gingen die Unsrigen hin, um das Grab unseres Erlösers zu verehren, und entledigten sich Ihm gegenüber ihrer Dankesschuld“.
(Chronist über die Eroberung Jerusalems)

„Es ist nicht verwunderlich, dass sich gerade die freieren Geister… mit Grausen vom Christentum und von der Kirche insgesamt abwenden“.

(Hermann Detering, Theologe)

„Gestatten Sie mir, Ihnen zu sagen, dass unsere heutigen Religionen der Religion Christi so wenig gleichen wie jener der Irokesen. Jesus war ein Jude, und wir verbrennen Juden. Jesus predigte Duldung, und wir verfolgen. Jesus predigte eine gute Sittenlehre, und wir üben sie nicht aus. Jesus hat keine Dogmen aufgestellt, die Konzile der Kirche aber haben reichlich dafür gesorgt. Kurz, ein Christ des 3. Jahrhunderts ist einem Christen des 1. gar nicht mehr ähnlich“.
(Friedrich der Große, preuß. König, 1712-1786)

„Ich habe die Erfahrung gemacht, dass selbst Raubtiere dem Menschen nicht so feindlich gesinnt sind wie die Christen gegeneinander“.
(Julian, römischer Kaiser, 331-363, genannt: Apostata, der Abtrünnige)

„Das Christentum ist heute ein Leichnam, der nur noch dank der künstlichen Sauerstoffzufuhr seitens interessierter Politiker, Theologen und Kirchenfunktionäre den Anschein von Lebendigkeit zu erwecken vermag“.

(Joachim Kahl, dt. Theologe und Philosoph, *1941)

„Zum Christentum wird man nicht geboren, man muss dazu nur krank genug sein“.

(Friedrich Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900)

„Die persönlichen Lehren Christi: Demut, Feindesliebe, Unweltlichkeit werden nirgends befolgt. Vielmehr ist es im gesamten Abendlande Sitte, sich mit seinem Nächsten nicht zu befassen, gegen Feinde vorzugehen, das Leben auf die Sorge für den kommenden Tag zu stellen, den, der einem auf den rechten Backen schlägt, niederzuschießen und die geistig Armen als minderwertig anzusehen“.
(Walther Rathenau, dt. Staatsmann u. Industrieller, 1867-1922)

„Der Jesus von Nazareth, der als Messias auftrat, die Sittlichkeit des Gottesreiches verkündete, das Himmelreich auf Erden gründete und starb, um seinem Werke die Weihe zu geben, hat nie existiert. Es ist eine Gestalt, die vom Rationalismus entworfen, vom Liberalismus belebt und von der modernen Theologie in ein geschichtliches Gewand gekleidet wurde“.
(Albert Schweitzer, dt. Theologe, Mediziner & Philosoph, 1875-1965)

„Gott ist nur eine Arbeitshypothese. Es zeigt sich, dass alles auch ohne Gott geht und zwar ebenso gut wie vorher“.

(Dietrich Bonhoeffer, dt. ev. Theologe, 1906-1945)

„Es ist Religion, an keinen Gott zu glauben – ihn glauben heißt, ihn lästern“.
(Ludwig Anzengruber, österr. Dramatiker, 1839-1889)

„Im christlichen Glauben hat die Vernunft nichts zu suchen und die Naturwissenschaft nichts zu melden“.
(Klaus Berger, Heidelberger Theologe 1940 -)

„Toleranz ist gut. Aber nicht gegenüber Intoleranten“.
(Wilhelm Busch, dt. Zeichner u. Dichter, 1832-1908)

„Wer in Glaubensfragen den Verstand befragt, kriegt unchristliche Antworten“.
(Wilhelm Busch, dt. Dichter u. Zeichner, 1832-1882)
.

Ketzer – Zitate von Christen und anderen Leuten

.

Religion ist eine Beleidigung der Menschenwürde. Mit ihr oder ohne sie würden gute Menschen Gutes tun und böse Menschen Böses. Aber damit gute Menschen Böses tun, bedarf es der Religion.
Steven Weinberg (*1933) US-amerikanischer Physiker jüdischer Herkunft, Nobelpreisträger, 1979, Rede auf der Konferenz „Cosmic Questions“.

 

.

Diese drei Zitate sind von Dr. Gunter Bleibohm

Die Wissenschaft hat in einhundert Jahren mehr für ein zivilisiertes Leben getan als das Christentum in achtzehnhundert Jahren.
(John Burroughs, am. Dichter, 1837-1921)

Religionen sind eine Ausgeburt der Angst. Sie sind die Antwort auf eine unverständliche und grausame Welt.
(Arthur C. Clarke, brit. Schriftsteller)

Des großen Alexander Reich zerfiel; das der alten Römer und das Napoleons ging in Trümmer; sie waren gebaut auf die Gewalt der Waffen. Aber das Reich von Neu-Rom besteht schon fast anderthalbtausend Jahre und wird wer weiß wie lange bestehen, denn es ruht auf dem solidesten Fundament – auf der Dummheit der Menschen.
(Otto von Corvin, dt. Schriftsteller, 1812-1886)

.

Gruß Hubert

Veröffentlicht 18. März 2013 von hubert wenzl in Kirchenkritik, Religionskritik

Getaggt mit , , , ,

Hitlerjunge, Hollywood-Star, Humanist: Hardy Krüger ist tot   Leave a comment

.

Hardy Krüger war vor allem in seinen älteren Jahren ein vorbildlicher Kämpfer gegen das Vergessen und gegen Rechtsextreme. Er kämpfte gegen alte und neue Nazis.

Sein Vater war ein fanatischer NS-Anhänger und hätte anderes vorgehabt mit seinem Sohn.

Von dw.com

In seiner Jugend stand Hardy Krüger vor einer steilen NS-Karriere. Doch nach dem Krieg wurde er Filmstar und Kämpfer gegen rechte Gewalt. Nun ist er im Alter von 93 Jahren gestorben.

.

Hardy Krüger war ein internationaler Star

.

„Mit dem Tod bin ich aufgewachsen, ich hatte mich an ihn gewöhnt“, antwortete Hardy Krüger 2018 in einem Interview kurz vor seinem 90. Geburtstag auf die Frage, ob er sich vor dem Tod fürchte. Der Filmstar im Ruhestand verwies auf all das, was er überlebt hatte: Fronteinsätze im Zweiten Weltkrieg, Bombenkrieg, Todesurteil und Erschießungskommando. „So viel Glück kann ein einzelner Mensch gar nicht haben“, resümierte er.

Jetzt teilte seine Künstleragentur in Hamburg mit, dass Krüger im Alter von 93 gestorben ist. „Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Ehefrau Anita, mit der er 46 Jahre lang glücklich zusammen war, und seiner Familie“, so die Agentur.

Die NS-Karriere zu Füßen

Die keineswegs glückliche Zeit der Weltwirtschaftskrise ist es, in die Eberhard August Franz Ewald Krüger am 12. April 1928 im rauen Berliner Stadtteil Wedding hineingeboren wird. Der Vater, ein Ingenieur, ist Fan von Adolf Hitler und frühes NSDAP-Mitglied. Zu Hause auf dem Klavier steht eine Büste Hitlers.

„Ich bin als Nazi erzogen worden“, erzählte Krüger immer wieder mit Blick auf seine Eltern und Lehrer. Mit dreizehn wird er gar auf der sogenannten Ordensburg im bayerischen Sonthofen aufgenommen: eine NS-Kaderschmiede, die die künftige Elite des Regimes formen soll.

Als Nazi-Eliteschüler wirkt Krüger 1943 in einer Nebenrolle im Film „Junge Adler“ mit. Ausgerechnet bei den Dreharbeiten zu diesem NS-Propaganda-Streifen hört Krüger im vertrauten Gespräch von einem älteren Schauspieler den Satz über Hitler, der sein Leben verändert: „Dein Halbgott, dieser österreichische Anstreicher, der ist ein Verbrecher.“ Krüger erfährt, was in Lagern wie Bergen-Belsen und Dachau geschieht.

Todesurteil

Gerade als er seinen Glauben an Regime und „Endsieg“ verloren hat, wird Krüger im Frühjahr 1945 mit der SS-Einheit „Nibelungen“ an die Front befohlen. Als er sich weigert, auf US-Soldaten zu schießen, verurteilt ihn ein Standgericht wegen „Feigheit vor dem Feind“ zum Tod durch Erschießen. Doch der SS-Mann, der das Urteil vollstrecken soll, schießt nicht. Weil Krüger, damals sechzehn Jahre alt, noch ausgesehen habe wie ein Kind, vermutet dieser später.

.

Filmstill - Die Brücke von Arnheim mit Hardy Krüger

Jahre nach dem Krieg spielte Hardy Krüger im Kriegsfilm „Die Brücke von Arnheim“ mit

.

Stattdessen wird er nun als Melder in den Bombenhagel geschickt. Einen Meldegang in den Alpen nutzt Krüger zur Desertion, gerät später aber in US-Kriegsgefangenschaft. Und wieder hat er Glück. Ein US-Captain lässt ihn laufen. Auch als er kurz darauf in die Hände sowjetischer Soldaten gerät, kann er entkommen. Nach einmonatiger Flucht durch Süddeutschland gelangt Eberhard Krüger zurück nach Berlin. Im Jahr 1945 kommt er ins zerstörte Hamburg.

Der Entschluss, Schauspieler zu werden, ist längst durch Bühne und Radio gereift. Doch der deutsche Film ist Krüger zu seicht. Die französische „Nouvelle Vague“ hat es ihm angetan. Also geht er 1954 zum Klinkenputzen nach Paris, wo man nicht auf ihn gewartet hat: „Deutsche wie Sie hatten wir hier genug, zu Hunderttausenden, in grauer Uniform. Wir können Sie hier nicht brauchen, hauen Sie ab“, bekommt er zu hören.

Durchbruch mit „Einer kam durch“

Auch die Engländer wollen zunächst nichts von ihm wissen. Doch 1957 kann er im Kriegsfilm „Einer kam durch“ den Fliegeroffizier Franz von Werra spielen, dem mehrfach die Flucht aus britischer Kriegsgefangenschaft gelang. Die Premiere des Films ist die Geburtsstunde des internationalen Filmstars Hardy Krüger.

.

Hardy Krüger: Vom NS-Eliteschüler zum Hollywoodstar

„Nur einer kam durch“

Im 1957 erschienenen britischen Kriegsfilm „The One That Got Away“, der in Deutschland als „Nur einer kam durch“ in die Kinos kam, spielte Hardy Krüger den deutschen Fliegeroffizier Franz von Werra, den einzigen deutschen Soldaten, dem die Flucht aus britischer Kriegsgefangenschaft gelang.

.

1957, Krüger lebt inzwischen als international beachteter Schauspieler in England, wird die Synagoge in Köln mit Hakenkreuzen beschmiert. Krüger ist entsetzt und richtet sich mit einem Artikel in der britischen „Daily Mail“ an seine deutschen Landsleute: Er könne nicht verstehen, wieso Alt-Nazis Lehrer werden dürfen, die KPD aber verboten sei. Der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer schimpft über diesen „jungen Deutschen, der die Bundesregierung von England aus belehren“ wolle. Hardy Krüger kann er damit nicht zum Schweigen bringen.

Kampf gegen alte und neue Nazis

Über Jahrzehnte setzt Krüger seine Prominenz und Ressourcen ein, „jeden Alt-Nazi und jeden neuen Nazi“ zu bekämpfen. Mit unzähligen Schulbesuchen, Vorträgen und 2014 mit der Initiative „Gemeinsam gegen rechte Gewalt“ tritt er noch mit fast 90 Jahren neonazistischen Tendenzen entgegen. In seinen letzten Jahrzehnten, in denen Krüger mit seine Frau Anita in Kalifornien und Hamburg lebt, musste er erleben, dass sein Engagement gegen Rechts in Deutschland wieder dringlicher wurde.

Jetzt ist der gebürtige Berliner für immer verstummt.

.

Hitlerjunge, Hollywood-Star, Humanist: Hardy Krüger ist tot

Münchner Missbrauchsgutachten belastet Papst Benedikt und Kardinal Marx schwer   Leave a comment

.

Der Berg an Missbrauchsfällen wird immer größer und schmutziger. Er ist nun ganz oben angekommen. Erschreckend und abstoßend sind die Lügen und wie der erimitierte ex-Papst Benedikt XVI. nicht zu seiner Verantwortung stehen will. Er hat pädophile Priester gedeckt und obwohl Psychiater sagten, dass der betreffende Priester NIE mehr mit Kindern zu haben dürfe, durfte er das weiterhin und der Missbrauch ging weiter.

.

Früherer Papst Benedikt XVI. (AFP/VINCENZO PINTO)

.

Das neue Gutachten zum sexuellen Missbrauch im Erzbistum München und Freising hat den emeritierten Papst Benedikt XVI. und den amtierenden Erzbischof Reinhard Marx schwer belastet. Benedikt habe als damaliger Münchner Erzbischof Joseph Ratzinger in vier Fällen nichts gegen des Missbrauchs beschuldigte Kleriker unternommen, teilten die Gutachter am Donnerstag in München mit. In einer Stellungnahme bestritt Benedikt demnach seine Verantwortung „strikt“, die Gutachter halten dies aber nicht für glaubwürdig.

Die beauftragte Anwaltskanzlei untersuchte für die Zeit von 1945 bis 2019 Missbrauchsfälle im Erzbistum. Die Studie geht von mindestens 497 Opfern und einer weit höheren Dunkelziffer aus. Viele Fälle liegen weit in der Vergangenheit. Allerdings meldeten die Autoren der Studie auch 42 noch lebende und tätige Kleriker und Kirchenbeschäftigte der Staatsanwaltschaft, weil sie einen Missbrauchsverdacht sehen. Die Prüfung dieser Fälle läuft den Angaben zufolge seit August.

Die Frage nach einer möglichen Mitverantwortung Benedikts, der von 2005 bis zu seinem Amtsverzicht 2013 als Papst die Geschicke der katholischen Kirche lenkte, hatte vor der Veröffentlichung des Gutachtens besondere Aufmerksamkeit ausgelöst. Von 1977 bis 1982 amtierte Joseph Ratzinger als Münchner Erzbischof.

In zwei der vier Fälle, bei denen die Gutachter ein Fehlverhalten Ratzingers sehen, sei es um Kleriker gegangen, denen mehrere, auch von staatlichen Gerichten attestierte Missbrauchstaten vorzuwerfen seien, erklärten die Autoren. Beide Priester seien in der Seelsorge tätig geblieben, kirchenrechtlich sei nichts unternommen worden. Ein Interesse an den Missbrauchsopfern sei bei Ratzinger „nicht erkennbar“ gewesen.

Die Gutachter sind mittlerweile auch überzeugt, dass Ratzinger Kenntnis von der Vorgeschichte des Priesters Peter H. hatte, der 1980 aus dem Bistum Essen nach München kam. H. war als Pädophiler verurteilt und beging später im Erzbistum München weitere Missbrauchstaten. Ratzinger habe in einer Stellungnahme bestritten, bei der Ordinariatssitzung im Januar 1980, in der die Einsetzung H.s beschlossen wurde, dabei gewesen zu sein.

„Wir halten die Aussage des Papstes Benedikt, er sei in dieser Sitzung nicht anwesend gewesen, für wenig glaubwürdig“, sagte Rechtsanwalt Ulrich Wastl. Dabei verwies er auf das Protokoll der Sitzung, in dem sich Aussagen des damaligen Kardinals zu anderen Themen fänden.

(Anmerkung: das ist eine schöne Umschreibung um nicht sagen zu müssen Papst Benedikt habe gelogen).

Der Münsteraner Kirchenrechtler Thomas Schüller sagte dem Bayerischen Rundfunk, „erschreckend ist das Lügen, das Unwahrheitsagen von Joseph Ratzinger“. Der Sprecher der Betroffeneninitiative Eckiger Tisch, Matthias Katsch, sagte dem Sender „Welt“: „Wir wissen jetzt, dass Ratzinger bis heute lügt über seine Verantwortung.“

Der Pressesprecher des Vatikans, Matteo Bruni, kündigte an, der Kirchenstaat werde das zuvor dem Vatikan noch nicht bekannte Gutachten nun genau studieren. Der Heilige Stuhl bekräftige „sein Gefühl der Scham und Reue für den Missbrauch von Minderjährigen durch Geistliche“.

Auch Benedikt bekundete über seinen Sprecher Georg Gänswein „Schock und Scham über den Missbrauch von Minderjährigen durch Kleriker“. Bis zum Donnerstagnachmittag habe der 94-Jährige keine Kenntnis über den genauen Inhalt des Gutachtens gehabt, erklärte Gänswein. Benedikt werde das Papier in den kommenden Tagen studieren und bete „für alle Opfer“.

Der Münchner Kardinal Marx sagte, er sei „erschüttert und beschämt“. Er fühle sich als Erzbischof „mitverantwortlich“ für die Institution Kirche in den vergangenen Jahrzehnten und bitte um Entschuldigung. Konkret zum Inhalt des Gutachtens äußerte sich Marx nicht – er will dies nun prüfen und in einer Woche Stellung beziehen.

Die Gutachter warfen Marx insbesondere Untätigkeit vor. Es sei ungeachtet einer Vielzahl von Meldungen nur in „verhältnismäßig geringer Zahl“ festzustellen, dass sich der Kardinal überhaupt unmittelbar mit Missbrauchsfällen befasst habe, sagte Pusch. Außerdem sei Marx in zwei Verdachtsfällen ein konkretes fehlerhaftes Verhalten vorzuwerfen.

.

Münchner Missbrauchsgutachten belastet Papst Benedikt und Kardinal Marx schwer

.

Die Dunkelziffer ist weitaus höher!

Eine neue Studie zu sexuellem Missbrauch im katholischen Erzbistum München und Freising listet mindestens 497 Opfer auf.
Dabei handele es sich überwiegend um männliche Kinder und Jugendliche im Zeitraum zwischen 1945 und 2019 (!!), teilte die Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl (WSW) am Donnerstag in München mit. Sie hatte das Gutachten im Auftrag der Erzdiözese erstellt. Mindestens 235 mutmaßliche Täter gab es laut der Studie – darunter 173 Priester und 9 Diakone. Allerdings sei dies nur das sogenannte Hellfeld. Es sei von einer deutlich größeren Dunkelziffer auszugehen.
Quelle: yahoo.de

.

Aha, Papst Benedikt betet für die Missbrauchsopfer. Das wird ihnen aber helfen.

Missbrauch in der katholischen Kirche: Was wusste Papst Benedikt?

Gänswein: Papst Benedikt betet für Missbrauchsopfer

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. bedauert nach den Worten seines Privatsekretärs Georg Gänswein den Missbrauch von Kirchenbediensteten an Minderjährigen. „Der emeritierte Papst drückt, wie er es bereits mehrmals in den Jahren seines Pontifikats getan hat, seine Scham und sein Bedauern aus über den von Klerikern an Minderjährigen verübten Missbrauch aus und erneuert seine persönliche Nähe und sein Gebet für alle Opfer“, zitierte das Medienportal „Vatican News“ Gänswein am Donnerstag.

Benedikt habe „bis heute Nachmittag“ das Gutachten der Kanzlei Anwaltskanzlei Westpfahl Spilker Wastl (WSW) nicht gekannt und wolle es in den kommenden Tagen studieren und prüfen, erklärte Kurienerzbischof Gänswein weiter. Das Gutachten lastet dem heute 94-Jährigen Fehlverhalten im Umgang mit sexuellem Missbrauch in seiner Zeit als Erzbischof der Diözese München und Freising an. Joseph Ratzinger, wie Benedikt XVI. mit bürgerlichem Namen heißt, lebt seit seinem Amtsverzicht in einem Kloster im Vatikan.

https://web.de/magazine/panorama/missbrauch-katholischen-kirche-wusste-papst-benedikt-36532540

.

Sexueller Missbrauch in München/Freising: „Historische Erschütterung“ der Kirche

Der Sprecher der Opferinitiative „Eckiger Tisch“, Matthias Katsch, nennt das neue Gutachten zu sexuellem Missbrauch im katholischen Erzbistum München und Freising eine „historische Erschütterung“ der Kirche. „Dieses Lügengebäude, was zum Schutz von Kardinal Ratzinger, von Papst Benedikt, errichtet wurde hier in München, das ist heute krachend zusammengefallen“, sagte er der dpa.

Einige Taten hätten nur darum stattfinden können, weil Joseph Ratzinger in seiner Zeit als Erzbischof von München und Freising die Entscheidung getroffen habe, einen Missbrauchstäter in seinem Bistum einzusetzen. Das „täterzentrierte System“ sei „an der Spitze belastet“, sagte Katsch – „im Vatikan, da wo Benedikt bis heute sitzt und leugnet“. „Jeder, der das jetzt hier gerade miterlebt hat, muss erkennen, dass dieses System an sein Ende gekommen ist.“

Missbrauchsexperte fordert Reaktion von Ratzinger

Missbrauchsexperte Pater Hans Zollner forderte ein konkretes Zeichen von Joseph Ratzinger. „Jetzt muss etwas vom emeritierten Papst Benedikt XVI. kommen. Er muss noch mal darauf reagieren“, sagte Zoller der dpa. Zollner ist Mitglied der 2014 eingerichteten Päpstlichen Kommission für den Schutz von Minderjährigen und fungiert damit als externer Berater für den Vatikan.

Diejenigen, die missbraucht wurden, bräuchten nun Gerechtigkeit und Zuwendung, forderte Zollner. „Für eine wirkliche Aufarbeitung sind die menschliche, psychische und spirituelle Seite wichtig. Nur dann begreift man, was mit den Opfern passiert ist.“ Es sei erschreckend, dass das nicht von der Kirche gesehen wurde, kritisierte der deutsche Jesuit.

Die Reformbewegung „Wir sind Kirche“ hofft nun auf weitere Untersuchungen in Deutschland. Sie forderte, „dass alle deutschen Bistümer unverzüglich und möglichst nach gleichem Standard Missbrauchsgutachten vorlegen, die Täter und Vertuschungsstrukturen offenlegen“, hieß es in einer Mitteilung von „Wir sind Kirche“ am Donnerstag.

Die Organisation berichtete von einem „toxischen Muster“ aus Vertuschung durch Leugnen, Versetzen und Wegschauen und erkannte eine „immer zwielichtiger werdende Rolle des damaligen Münchner Erzbischofs Joseph Ratzinger“.

Papst Benedikt lässt über Privatsekretär ausrichten, er bete für die Opfer.

https://web.de/magazine/panorama/sexueller-missbrauch-muenchenfreising-historische-erschuetterung-kirche-36531596

Appenzeller Dödel-Jäger zelebrieren „Nacht des Fuchses“   Leave a comment

.

Von wildbeimwild.com

In der Nacht vom 6. auf den 7. Januar fand im Rahmen der Tierquälerei die sogenannte «Nacht des Fuchses» statt, wie der Hegering Appenzeller Mittelland mitteilt.

Dreizehn Hobby-Jäger versuchten in dieser Nacht Beute zu machen. Am frühen Samstagmorgen kamen sie in Teufen zusammen. Im leichten Schneegestöber wurden die neun erlegten Füchse ausgelegt.

.

.

In der Schweiz findet in verschiedenen Kantonen bis tief in den Winter hinein (Ende Februar) die sogenannte Passjagd statt. Bei diesen hinterlistigen Jagdformen werden Füchse, Dachse, Marder usw. auch in der winterlichen Notzeit mit Futter (Katzen- und Hundefutter, Jagdabfällen, Innereien usw.) angelockt, vertraut gemacht und getäuscht, nur um sie sinnlos und zum Spass töten zu können.

Wildtiere hinterlassen oftmals einen gut sichtbaren Weg den sogenannten Pass. Davon rührt auch der Ausdruck Passjagd her, in der Wildtierkiller das Tier auf seinem Wildwechsel abpassen. Dabei verstecken sich Hobby-Jäger um verschiedene Wildtiere an den von Hobby-Jägern präparierten Futterstellen (Luderplatz) zu erschiessen (wenn dann der Räuber kommt).

Aus Schlafzimmern, Maiensäss, Passhüttchen ausgestattet mit einem Tarnfensterchen wird geschossen. Egal, ob es der gesunde Vaterfuchs oder sogar möglicherweise die werdende Mutter ist.

Laut Tierschutzgesetz (Art. 26 TSchG) muss ein “vernünftiger Grund” für das Töten eines Tieres vorliegen – bei der Jagd auf Füchse und Dachse handelt es sich jedoch meist lediglich um die Befriedigung eines blutigen Hobbys oder barbarischen Tradition. Die Tiere dienen den Hobby-Jägern als lebendige Zielscheibe, denn es besteht weder aus wildbiologischer noch aus gesundheitlicher Sicht ein Grund für die massenhafte Bejagung gesunder Beutegreifer.

Für Füchse gibt es keine rechtliche Abschussplanung und Bestandserfassung. Die Jagd auf Füchse gleicht einer Kurzschlussökologie für ungenügend ausgebildete Hobby-Jäger.

[…]
Insbesondere bei den Hobby-Jägern ist es überaus elementar, dass man ganz genau hinschaut. Nirgendwo wird so viel mit Unwahrheiten, Jägerlatein und Fake-News manipuliert. Gewalt und Lügen gehören zur gleichen Münze!

Kommentar:

Singh Ursula Antworten

Es kann einem nur noch übel werden, in einer solch perversen Gesellschaft zu leben, die diese abartigen Sadisten toleriert.

.

Appenzeller Dödel-Jäger zelebrieren „Nacht des Fuchses“

 

Ältere Elefanten wirken besänftigend auf jüngere   Leave a comment

.

Von wildbeimwild.com

Eine 3-jährige Studie in Botswana belegt, dass männliche Elefanten aggressiver sind, wenn sich nur wenige ältere Elefantenbullen in der Nähe befinden.

Altbullen senken offenbar das Empfinden von Bedrohungen bei den jüngeren Männchen und geben soziale Orientierung. Dadurch werden diese ruhiger und stellen damit auch ein geringeres Risiko für Menschen dar.

Mit dem Projekt wollte die Forschungsgruppe einem eher selten analysierten Bereich der Verhaltensforschung Aufmerksamkeit schenken, nämlich den Beziehungen in rein männlichen Elefantengruppen. „Anscheinend spielt die Anwesenheit erfahrener, älterer Elefanten in den Gruppen eine Schlüsselrolle dabei, die jüngeren, weniger erfahrenen Männchen ruhig zu halten“, sagt die Biologin Connie Allen, Hauptautorin der Studie.

Bei der Erhebung zeigte sich: Wenn wenige alte Bullen in der Nähe waren, legten die Elefanten aggressiveres Verhalten an den Tag – zumindest gegenüber allem, was kein Elefant ist. Dazu zählte das Forschungsteam unter anderem Fahrzeuge und andere Tierarten.

Da sowohl Trophäenjäger als auch Wilderer es insbesondere auf die „mächtigstenElefanten abgesehen haben, widerlegt auch diese Studie die Greenwashing-Marketingstrategie der „nachhaltigen Jagd“ der militanten Jagdverbänden. Vielmehr gefährdet das zunehmend die Menschen und ihre Existenz vor Ort. Einer von vielen Gründen, endlich die Einfuhr von Jagdtrophäen geschützter Arten zu verbieten.

Das Verständnis der Elefantenaggression ist für den Schutz des Lebens und der Lebensgrundlagen der Menschen, die mit dieser Tierart zusammenleben, von entscheidender Bedeutung.

.

.

Die von Elefanten beobachteten aggressiven Verhaltensweisen können auch in Gebieten mit grösserer menschlicher Präsenz auftreten, auch dort, wo sich Menschen ohne den Schutz von Fahrzeugen bewegen.

Weltweit sind Elefanten für einen beträchtlichen Anteil der von grossen Säugetieren verursachten Verletzungen und Todesfälle beim Menschen verantwortlich. Bereits frühere Forschungen haben ergeben, dass physiologisch gestresste Elefanten eher zu aggressiven Begegnungen mit Menschen neigen.

Die Ergebnisse legen nahe, dass Wildtiermanager darauf achten sollten, dass zahlreiche reife Bullen in Elefantenpopulationen vorhanden sind, da ihre verstärkte Anwesenheit mit einer geringeren Aggression männlicher Elefanten gegenüber nicht-elefantischen Zielen verbunden war.

Männliche Elefanten in der Pubertät, die sozial isoliert sind, oder Elefanten aller Altersstufen, die nicht in der Lage sind, sich mit reifen Männchen zu vergesellschaften, sind möglicherweise empfänglicher für aggressives Verhalten und stellen eine grössere Bedrohung für Menschen und Nutztiere dar.

.

Ältere Elefanten wirken besänftigend auf jüngere

„Novax“ Djokovic ist im Tennis eine Größe, als Mensch ist er es nicht   Leave a comment

.

Ungeimpfter Novak Djokovic könnte auch Wimbledon verpassen.

Novak Djokovic droht Medienberichten zufolge auch ein Ausschluss beim Grand-Slam-Klassiker in Wimbledon, sollte sich der Tennis-Weltranglistenerste nicht impfen lassen. Nach Angaben der britischen Zeitungen „Telegraph“ und „Mirror“ wollen die Londoner Turnier-Verantwortlichen keine Zusicherung geben, dass Djokovic im kommenden Sommer seinen Titel bei dem Rasen-Spektakel verteidigen darf. Damit würden sie über die gegenwärtig geltenden Corona-Regeln der britischen Regierung hinausgehen. Bislang dürfen ungeimpfte Spitzensportler nach Großbritannien einreisen, um dort zu trainieren und an Wettbewerben teilzunehmen.

Zuvor war bekannt geworden, dass sich auch die Titelverteidigung bei den French Open im Mai für den 34-jährigen Serben erledigt hat, wenn er sich weiterhin nicht impfen lässt. Die französische Sportministerin Roxana Maracineanu hatte mitgeteilt, dass in- und ausländische Sportler in Frankreich in Zukunft nur antreten dürfen, wenn sie geimpft oder genesen sind. Auch die Teilnahme an den US Open in New York ist nur für Geimpfte möglich.

Djokovic aus Australien ausgewiesen

Novak Djokovic war am Sonntag nach einem tagelangen Rechtsstreit aus Australien ausgewiesen worden. Der Weltranglisten-Erste wollte mit einer medizinischen Ausnahmegenehmigung ungeimpft an den Australian Open teilnehmen. Sein Visum war jedoch annulliert worden, weil Djokovic nicht ausreichend Belege für die Sondererlaubnis vorlegen konnte. Das Bundesgericht in Melbourne erklärte den Visumsentzug für rechtens, woraufhin der Serbe das Land verlassen musste.

Die in Belgrad erscheinende Zeitung „Informer“ titelte am Dienstag: „Novak muss sich entscheiden: Impfung oder Ende der Karriere. Wenn er nicht spielen kann, verliert er 40 Millionen Euro an Sponsorengeldern“.

.

„Novax“ Djokovic ist im Tennis eine Größe, als Mensch ist er es nicht

.

 

Spektrum der Pseudowissenschaft im Gender-Rausch   Leave a comment

.

In den 1990er Jahren war das populäre US-Journal Scientific American eine zentrale Info-Quelle für populäre Darstellungen größerer biowissenschaftlicher Zusammenhänge. So gibt es aus dieser Zeit noch heute lesenswerte Beiträge zur Abstammung des Menschen, der Evolution der Landwirbeltiere oder dem Sozialverhalten von Ameisen. Nach der Etablierung von Spektrum der Wissenschaft im Januar 1993, einem deutschen Ableger des anerkannten US-Magazins, konnte man sich ebenso sachkundig und kompetent Jahrzehnte lang informieren. Diese Ära geht leider mit der Vereinnahmung von Spektrum d. W. durch Moneyistische Gender-Ideologen (m/w) zu Ende.

Ich erinnere mich noch an ein Editorial, erschienen Anfang 2016, in welchem sich die Herausgeber gewundert hatten, dass bei einigen Ingenieur-Studiengängen der Männeranteil bei über 90 % und jener der Damenwelt unter 10 % liegt. Das kann und darf doch nicht sein, irgendetwas ist hier in der Erziehung falsch gelaufen, war der verärgerte Tenor aus dem Herausgeber-Stab. Ich hatte damals höflich darauf hingewiesen, dass es empirische Studien gibt, die belegen, dass dieser Gender-Gap im Wesentlichen biologisch ist. Auf diesen gut gemeinten Ratschlag erfolgte keine verwertbare Antwort. Als dann der respektable Autor und Wissenschaftsjournalist H. Rehm mein Fachbuch Das Gender-Paradoxon. Mann und Frau als evolvierte Menschentypen (Berlin, 2016), nach heftigen Widerständen seitens der Redaktion bei Spektrum d. W. besprechen durfte (Rezension „Gefährliche Ideologie“ vom 24.06.2016), hätte man vermuten können, dass ein Umdenken in Richtung Vernunft, d. h. biologischem Sachverstand, eintreten würde. Leider war das jedoch nicht der Fall.

Am 11. September 2017 schlug der Spektrum-Beitrag „Kleiner Unterschied, große Ähnlichkeit“ wie eine Bombe bei biologisch sachkundigen Lesern ein. In diesem SdW-Pamphlet wird allen Ernstes behauptet, „das biologische Geschlecht sei ein fragiles Konstrukt“, es gäbe „Zwischenformen, keine eindeutige Trennlinie, Zweigeschlechtlichkeit sei weder natürlich noch angeboren“ usw. Unter Verweis auf eine deutsche „Sozialpsychologin“ wird argumentiert, „die binäre Einteilung in biologisch männlich oder weiblich wird sozial vorgenommen.“ Mit derartigen Absurditäten wird das ehemals seriöse Wissenschafts-Journal auf Dauer Schiffbruch erleiden. Wie im Gender-Paradoxon dargelegt, unterscheiden sich Männer (Spermien-Produzenten) und Frauen (Eizellen-Bereitstellerinnen mit Gebärfunktion) grundlegend, angefangen von der Körpergröße bzw. der Muskel- und Fettmasse, über die Psyche und die Hormon-Levels bis zum Ganzkörper-Chromosomensatz. So wissen wir seit 2015, dass bei Frauen das aktive X-Chromosom (das zweite X wird im Barr-Körper stillgelegt) im ganzen Körper exprimiert wird, wie auch das XY-Geschlechtschromosomen-Paar beim Mann von Kopf bis Fuß in allen Zellen aktiv ist. Daher wird bei XY-Embryonen der primär weiblich angelegte Körper (sowie das Gehirn) vorgeburtlich vermännlicht, sodass die Gender-Identität bei über 99 % aller Babys bereits im Mutterleib festgelegt ist.

All diese Fakten werden im angesprochenen Spektrum-Artikel ignoriert und man möchte daher den Autor fragen: Warum werden über 99 % aller Terror-Anschläge weltweit von Männern verübt, und warum können diese Vertreter des „zweiten Geschlechts“ nicht schwanger werden und Kinder zur Welt bringen? In der Realität gibt es große Unterschiede und kleine Ähnlichkeiten der Geschlechter – nicht umgekehrt, wie die Spektrum-Genderideologen es uns weismachen wollen.

YouTube-Videos aus der Reihe „Sex & Gender – Verbotene Diskussionen“

Gender-Paradoxon Live 1: Sexualität und Geschlechtlichkeit:

Gender-Paradoxon Live 2: Affenmann und Menschenfrau

Ausführliche Darlegungen dieses Themas, in sechs YouTube-Videos, liefert der RDF-Talk J. Elbe/U. Kutschera.

Ulrich Kutschera ist ein deutscher Pflanzenphysiologe und Evolutionsbiologe. Er ist Professor am Institut für Biologie der Universität Kassel und arbeitet seit 2007 zusätzlich als Visiting Scientist in Stanford, Kalifornien, USA.

.

Spektrum der Pseudowissenschaft im Gender-Rausch

 

In Memory of Karlheinz Deschner (Teil7/2)   Leave a comment

.

Rebloggt von Tierfreund und Religionskritiker Wolfgang – wolodja51.wordpress.com

.

Fortsetzung vom vergangenem Sonntag:

«Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl» – jawohl, sehr wohl: Noah jedenfalls, Käptn Noah samt Family und Viehstall, alles, danke, bestens wohlauf. Und so beginnt alles von vorn. Und alles, weißderteufel, mißrät wieder, trotz Allmacht und Allgüte und Allwissenheit – ein großes Mysterium des alten Herrn ist dies, mit dem unser Verstand nicht fertig wird.

Immerhin kommt nun kein globales Ersäufnis mehr, denn der alte Menschheitsmörder, der Vollkommene, hat aus dem Fehlschlag gelernt. Und da er voraussieht, daß er im Vergleich mit den erwähnten Starbanditen schlecht abschneidet, was sage ich, katastrophal, versucht er es statt des großen Ersäufnisses jetzt mit der großen Erlösung. Nicht mehr die ganze Menschheit wird liquidiert, nein, nur einer, ein wahrhaft göttlicher Ausgleich. Der Massakerist wird nun Wohltäter, der Sadist Seligmacher, erst alles in die Pfanne, dann alles wieder rausgehauen, Noahs Nachkommen natürlich nur, der traurige Rest seit der Sintflut, durch den lieben Heiland gerettet.

Durch wen? Na, durch den Jungen des alten Herrn, den Sohn. Der gerät erst jetzt ins Zwielicht der Geschichte, in Wirklichkeit aber, in Wirklichkeit ist der Junge so alt wie der Alte, wie der Ersäufergott, denn er ist eigentlich der Ersäufergott. Und ist doch der Ersäufergott nicht. Nicht ganz und doch ganz. Oder vielmehr: ein ganz anderer und doch derselbe. Ein großes Geheimnis wieder. Aber wäre alles so klar, so glatt, so platt, wer sollte es denn dann noch glauben. Es wäre ja gar keine Kunst mehr zu glauben. Na eben. Doch so ist es eine Kunst. Zwei Personen, aber gleichsam in einer. Und da aller guten Dinge drei sind, wird die Zweite Person durch eine Dritte Person gezeugt, die freilich schon die Erste Person ist. Auch die Erste. Ebenso die Zweite. Und doch bringt die Dritte die Zweite hervor – durch das Schwängern einer Schreinermeistersgattin in Palästina. Ob nun durch’s Ohr oder durch andere Kanäle: Die Wege des Herrn sind wunderbar.

Um so wunderbarer, als ja die Frau jenes Zimmermanns, laut Bibel, nicht nur die Zweite Person, sondern noch weitere (allerdings viel profanere) Personen gebar und gleichwohl, längst nichts Neues mehr damals, Jungfrau blieb, Jungfrau und Mutter, und ihre eigene Mutter, die hl. Anna, derart, heiligemutteranna, die Großmutter der Ersten Person, des Weltschöpfers, die Großmutter Gottes wurde. Jesusmariaundjoseph!

Ein weites, ein wunderbares Feld. Doch wie auch immer: die besondere Begabung der Dritten Person, ihre ganz spezifische, ist das Schwängern, das Befruchten, auch im Geistigen, geblieben. Zum Beispiel das Erleuchten der Schreiber des Neuen Testaments. Ganz «irrtumslos» wurde es so, wie durch die hl. Väter und die Theologen «einmütig» bezeugt und vom kirchlichen Lehramt wiederholt bekräftigt. Oder das Erleuchten der Jünger Jesu an Pfingsten, worauf sie, die Analphabeten, alle Sprachen beherrschten (vielen auch bloß besoffen schienen). Die Dritte Person hätte die ganze Welt erleuchten, bekehren können, mit einem Schlag, nur durch einen Willensakt. Doch das wollte die Dritte Person nicht, obwohl es das Einfachste gewesen wäre und so viele gerettet hätte für immer, die nun für immer verdammt sind und Höllenqualen leiden, die Ärmsten. Dafür aber haben nun die Prälaten ihre Pfründe, das ist viel wichtiger. Ja, die Dritte Person erleuchtete nur Auserwählte. Manchen heiligen Papst, zum Beispiel. Oder manchen heiligen Inquisitor, der dann desto eifriger die Scheiterhaufen zum Erleuchten brachte, ein besonders schöner Erleuchtungsakt.

Alle jedenfalls wollte der alte Herr nicht erleuchten, auf keinen Fall – wofür hatte er schließlich, seit Ewigkeit, die Hölle geplant mit all ihren Einrichtungen. Nein, nur keine Fehlinvestitionen mehr. Bloß kleinere Wunder ließ er den Sohn, die Zweite Person, wirken, ein bißchen auf dem Wasser wandeln, Tote auferwecken und so, alltägliche Mirakel fast, von vielen seinerzeit vollbracht – statt einfach alle zu bekehren, durch ein gewaltiges Miraculum, was, wie gesagt, der Menschheit viel erspart hätte. Und dem Sohn auch.

Der Römer Pilatus wollte den Sohn nicht umbringen, nein. Er wollte – wir wären um alles gekommen! – ihn laufen lassen und wusch seine Hände in Unschuld. Und auch der Sohn wollte nicht sterben. Nein, er betete zu Gott, zu sich selber, daß diese blutrünstige Sache an ihm vorübergehe. Doch nichts half, und so gehorchte die Zweite Person der Ersten und, darf man vermuten, wohl auch der Dritten, obgleich das ohnedies alles eins ist, Jacke wie Hose, auch wenn nur die unglückselige Zweite den Kopf dafür hinhielt. Nicht für ihre Schuld bekanntlich, für unsere! Dadurch aber erlöste sie die Menschheit. Das heißt nicht jene, die schon vordem starb. Pech gehabt. Doch auch die mit der Gnade der späten Geburt fuhr danach zum größten Teil noch weiter hinab in die Hölle, trotz aller Erlösung, die der Allwissende, Allgütige, Allmächtige auch für sie vorgesehen. Die Erlösung. Und die Hölle. Beide. Gott denkt weiter. Das ist es. Und trotzdem: selbst für die große Mehrheit das Blut, das kostbare, umsonst verspritzt. Denn noch ist der Rest auch jetzt nicht ganz erlöst. Gar viel bedurfte es noch immer an Sakramentalem und Heilstaten, an Riten und Raten (in natura oder bar) für jene, für die doch nur eines not sein sollte. Ja, der Taufe, zum Beispiel, bedurfte es noch, der hl. Beichte, der hl. Kommunion, des Meßbesuchs am Sonntag wenigstens – HEILIGE MESSE, so signalisieren manche Orte heute gleich am Eingang ihre Geisteskraft. Auch der hl. Ölung etwa bedarf es noch (der «Abschmierung», interner Sprachgebrauch), zuletzt wenigstens, zum guten Schluß, sozusagen. Ja, vieles kam hinzu, wahrhaftig, wovon wenig oder gar nichts in der Bibel steht, kein Wort.

Wer jedoch immer wieder Abweichungen vom Evangelium beklagt, verkennt, daß Jesus und seine Jünger theologisch noch in den Kinderschuhen steckten und erst viel später die Päpste deutlich zu sagen vermochten, was der Erlöser und seine Apostel eigentlich gemeint, was sie vielleicht nicht so gesagt oder ganz anders gesagt oder überhaupt nicht gesagt haben, weil sie es noch nicht besser oder gar nicht sagen konnten, aber sicher sagen wollten und auch gesagt hätten, wären sie schon so schlau gewesen wie die Päpste.

.

Anmerkungen vom Blog-Betreiber:

Dieser hervorragend verfasste Text von K. Deschner ist so richtig nach meinem Geschmack und läßt keinerlei Wünsche offen, wenn es darum geht, noch mehr als bisher fest davon überzeugt zu sein, das sowohl dieser „himmlische Vater“ nicht „allwissend“ sein kann, sowie auch die Bibel nicht nur eine ganze Menge Märchen erzählt, sondern sich auch durch vielerlei Unsinn und Ungereimtheiten auszeichnet und somit weder das „Buch der Bücher“ sowie auch unmöglich eine sogenannte „Heilige Schrift“ sein kann.

Bibelfanatische Christen werden über diese grandios auf den Punkt gebrachten Aussagen und Betrachtungen Deschners höchstwahrscheinlich sehr schockiert, sehr bestürzt und entsetzt sein und gäbe es heutzutage noch die damalige Inquisition, so würden alle diese aufgescheuchten und superfrommen Religioten keine Minute zögern, einen Aufklärer, wie K. Deschner einer war und auch immer bleiben wird, zum Scheiterhaufen zerren und lebendigen Leibes verbrennen.

.

In Memory of Karlheinz Deschner (Teil7/2)

Die glorifizierten Auswüchse religiöser Vereinigungen – Mutter Teresa   Leave a comment

.

„Mutter Teresa“ aus Albanien stammend, mit bürgerlichen Namen „Agnes Gonxha Bojaxhiu“ war nicht die Güte in Person, in Indien hatte sie auch noch einen anderen Namen: Der Todesengel von Kalkutta. Sie arbeitete bzw. ließ mit vollkommen unhygienischen Instrumenten arbeiten.
Sie verweigerte den Patienten jedes Schmerzmittel, Schmerzen waren für sie ein schnellerer Weg in den Himmel. Nur wandte sie das nicht bei sich selbst an als sie schwer krank in die USA zur Behandlung flog, Luxusklasse, versteht sich und sehr wohl Schmerzmittel nehmend. Die Medien, und die katholische Kirche sowieso, malten ein total falsches Bild von dieser angeblich so guten und „heiligen“ Frau.

Rebloggt von Andrea Walter

.

.

Neben einem Gott, den es zu verehren gilt, bringen Religionen auch ihre irdischen Ikonen hervor.

Mutter Teresa, die gepriesene Missionarin der Nächstenliebe und Barmherzigkeit, ist eine davon. Anjezë Gonxhe Bojaxhiu, wie sie mit bürgerlichem Namen hieß, war Ordensgründerin und Friedensnobelpreisträgerin und wurde durch ihre Arbeit in den Slums von Kalkutta ein verehrungswürdiges Vorbild für Katholiken. Von 1937 an war Anjezë Gonxhe Bojaxhiu Ordensmitglied auf Lebenszeit und wird bis heute als Popstar unter den Nonnen gefeiert. Nach einer Hungersnot in Bengalen stürzten Unruhen zwischen Moslems und Hindus im August 1946 die Stadt ins Chaos. Kurz darauf, am 10. September 1946, widerfuhr Schwester Teresa das, was sie als „Befehl Gottes“ schilderte. Auf dem Weg von Kalkutta nach Darjeeling soll sie der Ruf ereilt haben, den Konvent zu verlassen und bei den Armen zu leben. Um die Hungrigen, die Nackten, die Obdachlosen, die Verkrüppelten, die Blinden und die Leprakranken solle sie sich kümmern, sowie um all jene, die sich ungewollt, ungeliebt, unversorgt fühlen. 1952 eröffnete sie in einem verlassenen Hindu-Tempel ein Kranken- und „Sterbehaus“: „Ein schöner Tod für Menschen, die wie Tiere lebten, bedeutet für sie, wie Engel zu sterben“, wird Mutter Teresa zitiert. In dieser Zeit solle sie im Gebet Menschen geheilt haben. Zwei „Wunder“ sollen sich zugetragen haben – zwei Wunder, für die Mutter Teresa 19 Jahre nach ihrem Tod von Papst Franziskus heiliggesprochen worden ist. Die „Heilung“ von Monica Besra war einer der Gründe für Mutter Teresas Heiligsprechung.

Die Inderin Monica Besra litt an einem Tumor im Bauchraum, der nach dem Auflegen eines Bildnisses von Mutter Teresa verschwunden sein soll. Um diesen Fall hat es viele Diskussionen gegeben. Der Ehemann von Monica Besra behauptet bis heute, es sei gar kein Wunder gewesen. Seine Frau habe schon seit vielen Monaten Medikamente eingenommen, welche in Wahrheit zur Heilung führten. Auch soll es sich nicht um Krebs gehandelt haben, sondern um ein gutartiges Gewächs, das durch ihre Tuberkulose ausgelöst worden war.

Das zweite sogenannte „Wunder“, das vom Papst anerkannt worden ist, ereignete sich um die Genesung eines Brasilianers namens Marcilio. Eine bakterielle Infektion soll die Ursache für mehrere Tumore in seinem Gehirn gewesen sein. Als sich sein Gesundheitszustand verschlechterte, betete seine Frau neun Tage lang zu Mutter Teresa. Marcilio fiel ins Koma und musste sich einer Not-OP unterziehen. Es gab Komplikationen bei der Operation, sodass der Arzt einen Kollegen hinzuziehen musste. Als die beiden Ärzte wieder in den Operationssaal kamen, soll der Patient wach und gesund gewesen sein, so besagt der Mythos. In beiden Fällen dieser angeblichen Gebetsheilung durch Mutter Teresa, blieben die Krankenakten unter Verschluss.

Mehr als ein Jahrzehnt nach Mutter Teresas Tod gehen Wissenschaftler dem Mythos um Mutter Teresa nach. Kritische Medien nennen Mutter Teresa nun den „Todesengel von Kalkutta“. Zurecht, wie die Wissenschaftler feststellen mussten. Die Zustände in ihren Sterbehäusern waren katastrophal. Auf ihre Anordnung hin herrschten dort nicht einmal die hygienischen Mindeststandards, und die Verabreichung von Medizin unterlag ihrer strengen Verordnung. Es scheint, als hätte Mutter Teresa das Sterben der Kranken gleichgültig in Kauf genommen, denn ihre Sorge galt dem Leben nach dem Tod, nicht dem irdischen Dasein. Ihr Leben lang verachtete sie das Diesseits so sehr, dass sie den Kranken in Kalkutta keine schmerzlindernden Medikamente verabreichen ließ, da die Kranken und Sterbenden in ihrem Leid und ihrem Schmerz Jesus Christi so viel näher seien. „Ich glaube, dass es eine sehr schöne Sache ist, wenn die Armen ihr Los akzeptieren, es mit dem Leid Christi teilen. Ich glaube, das Leid der Armen ist eine große Hilfe für den Rest der Welt “ verkündetet Mutter Teresa 1981 in einem Interview und hob auch immer wieder hervor, wie wichtig es wäre, die Kranken daher mit den einfachsten Mitteln zu behandeln.

Fast noch unvorstellbarer, als die Grausamkeiten dieses religiösen Hinrichtungsinstrumentes, ist die unkritische Verbreitung dieser Heilslehre in unseren westlichen Medien.

.

Die glorifizierten Auswüchse religiöser Vereinigungen – Mutter Teresa

Klerikale Anmaßung   Leave a comment

.

Rebloggt von de.richarddawkins.net

Zur Kritik von Papst Franziskus an Paaren ohne Kinderwunsch

 

Klerikale Anmaßung

Foto: Pixabay.com / ansehen

.

Die Zeiten, in denen sich die Kirche in das Privatleben von Menschen einzumischen vermochte, sind unzweifelhaft vorbei. Auch wenn es Papst Franziskus nicht wahrzunehmen vermag, ist auch der Katholizismus schon lange keine moralische Instanz mehr, der die Weltbevölkerung folgt – selbst unter den eigenen Anhängern dürfte die Zahl derjenigen stetig zurückgehen, die Rom noch als Autorität oder Maßstab für die eigene Alltagsführung anerkennt.

Denn nicht nur der Umstand, dass die Dogmatik der Religionen für immer weniger Menschen überzeugend wirkt und als Orientierung in ethischen Belangen herhalten kann, macht sehr deutlich: Es obliegt sicherlich gerade nicht dem Pontifex, in Sachen Familienplanung weise Ratschläge zu geben. Ob sich ein Paar für Kinder entscheidet, ist ihre ureigenste Entscheidung, bei der sicherlich besonders der Zeigefinger aus dem Vatikan völlig obsolet erscheint.

In welcher Form zwei Personen heute Verantwortung füreinander und gegenüber der Gesellschaft einnehmen, ist ihre Sache – rechthaberische Versuche, mit dem Bischofstab Eindruck zu schinden und das unterschwellige Gefühl zur Verpflichtung zu erzeugen, vor Gott und der Welt mit Nachwuchs für den Fortbestand der Erdenbevölkerung beizutragen und neues Leben zu schaffen, sind nicht nur vollends unangebracht und unnötig. Sie gehen auch an biblischer Lehrmeinung komplett vorbei.

Schlussendlich hat der vermeintliche Vater im Himmel nämlich bereits in den ersten Büchern Mose deutlich zum Ausdruck gebracht, dass er uns Geschöpfen umfassende Freiheit gewährt (z.B. Genesis 3,4-5). Dazu gehört nach meinem Verständnis auch ausdrücklich die Fähigkeit zur vernunftorientierten, differenzierten und vor allem höchstpersönlichen Abwägung über die Frage, inwieweit es die eigene Situation, der Wunsch und das Seelenbefinden zulassen, sich bewusst und in Überzeugung für Nachkommen auszusprechen.

Pauschalurteile von christlichen Hirten sind in der Moderne übergriffig und aus der Zeit gefallen. Mit dem Ansinnen, Kompass sein zu wollen, vergrault Jorge Mario Bergoglio weitere Schäfchen. Nicht nur in deutschen Bistümern wird man es ihm danken!

.

Klerikale Anmaßung – Zur Kritik von Papst Franziskus an Paaren ohne Kinderwunsch

 

Schweineherz in Patienten transplantiert   Leave a comment

.

Die Ausbeutung der Tiere erreicht neue Stufe. Schweine als Ersatzteillager?

Von aerzte-gegen-tierversuche.de

Xenotransplantation erweckt falsche Hoffnung bei Patienten

An der Universität von Maryland in den USA wurde Medienberichten zufolge einem schwer herzkranken Patienten zum ersten Mal ein Schweineherz transplantiert. Das hört sich nach einem medizinischen Wunder an. Aber nur, wenn man nicht auf die medizinischen Fakten schaut, wie der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche zu bedenken gibt.

Bei der Xenotransplantation wird ein Organ eines Tieres in eine andere Spezies transplantiert. Schon bei einer Transplantation innerhalb einer Art kommt es zu massiven akuten wie chronischen Abstoßungsreaktionen des Körpers, die nur durch lebenslange Gabe von die Immunabwehr unterdrückenden Medikamenten in Schach zu halten sind. Bei Übertragungen von einer Tierart auf eine andere ist diese Abwehrreaktion weitaus heftiger.

Diese Abstoßung versucht man durch „Vermenschlichung“ des Spendertiers zu beherrschen. Schweinen wird menschliches Erbgut eingeschleust und für Abstoßungsreaktionen verantwortliche Gene werden ausgeschaltet. So auch geschehen im aktuellen Fall, bei dem einem Mann in den USA das Herz eines genmanipulierten Schweins eingepflanzt wurde. Die Organe dieser genmanipulierten Tiere sollen damit von der Immunabwehr des Empfängers nicht erkannt werden. „Eine gefürchtete hyperakute Reaktion hat sich im aktuellen Fall damit anscheinend verhindern lassen“, so Dr. Gaby Neumann, wissenschaftliche Mitarbeiterin von Ärzte gegen Tierversuche. „Doch muss man davon ausgehen, dass es auch verzögerte Abstoßungsreaktionen geben wird. Deshalb wird der Organempfänger auf jeden Fall immunsenkende Mittel einnehmen müssen, die weit über das Maß hinausgehen, das man von der Transplantation eines menschlichen Herzens kennt.“

Diesem Menschenversuch voraus gehen seit Jahren Tierversuche, bei denen Schweineherzen in Affen – meist Paviane – eingepflanzt werden. Die Primaten werden einem wahren Medikamenten-Cocktail ausgesetzt, der für eine Anwendung im Menschen kaum realisierbar wäre. Die Tiere erhalten unter anderem Schmerzmittel, Cortison und eine Vielzahl weiterer Medikamente und Antikörper zur Blutdrucksenkung oder Stützung des Kreislaufs, zur Unterdrückung einer Abstoßungsreaktion, zur Verhinderung von Thrombosen, zur Unterdrückung von Entzündungen, bakteriellen und viralen Infektionen und zur Bildung von roten Blutkörperchen. Alle Medikamente weisen ein breites Spektrum von schweren Nebenwirkungen auf. Trotzdem sterben die meisten Affen bereits nach Stunden oder wenigen Tagen qualvoll an Organversagen. Auch in Deutschland werden solche Xenotransplantationsversuche seit Jahrzehnten an der Ludwig-Maximilians-Universität München durchgeführt.

Eine weitere Problematik besteht in der potenziellen Gefahr einer unkontrollierten Ausbreitung von bislang unbekannten Krankheiten. Denn im Erbgut der Schweine können sich Viren verbergen, die für diese harmlos sind, aber potenziell gefährlich für den menschlichen Empfänger des Organs. Und nicht nur für ihn. Denn spätestens durch Corona weiß man, dass tierische Krankheitserreger sich verändern und auf den Menschen überspringen können. Ende der 1990er Jahre kam die Fremdorganforschung fast zum Erliegen, als entdeckt wurde, dass Schweine-Retroviren (PERV) menschliche Zellen im Reagenzglas infizieren können.

Selbst wenn die enormen Hürden bei der Abstoßung überwunden werden sollten, bleibt unbekannt, wie ein Schweineorgan auf den menschlichen Lebenswandel reagiert. Die gegenüber dem Schwein sehr viel höheren Cholesterinwerte des Menschen können zur Verstopfung der Blutgefäße führen. Bis heute weiß niemand, ob tierische Organe überhaupt von menschlichen Hormonen reguliert werden können. Zudem ist unbekannt, inwieweit sich die sehr viel kürzere Lebensspanne des Schweins auf das transplantierte Organ auswirkt.

„Gerade zum Wohle von Patienten kann die Lösung für den akuten Organmangel nicht in der völlig unkalkulierbaren Xenotransplantation liegen“, so Neumann. „Viel wichtiger sind der verstärkte Fokus auf Verbesserungen von Präventionsmaßnahmen und die Entwicklung neuer Therapiemöglichkeiten mit Hilfe von sinnvollen, humanrelevanten tierversuchsfreien Hightechmethoden.“

Weitere Information
Ärzte gegen Tierversuche, Stellungnahme zu Xenotransplantation 06.12.2018
https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/news/aktuelle-news/2810-paviane-sterben-nach-wenigen-monaten-mit-schweineherz

.

Schweineherz in Patienten transplantiert