Ketzer – Zitate von Christen und anderen Leuten   2 comments

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Hier ein Auszug von Zitaten von berühmten und weniger berühmten Menschen bezüglich der „Wahrheiten des Christentums“. Auch Theologen sind darunter.

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„Du hältst das Evangelium, wie es steht, für die göttliche Wahrheit. Mich würde eine vernehmliche Stimme vom Himmel nicht überzeugen, dass das Wasser brennt und dass das Feuer löscht, dass ein Weib ohne Mann gebiert und dass ein Toter aufersteht. Vielmehr halte ich dieses für Lästerungen gegen den großen Gott und seine Offenbarung in der Natur“.

(Goethe, an Lavater, 9.8.1782)

„Schon der Anfang der Vernunft selbst ist in der Bibel ein Verbrechen. Im übrigen geht es dort zu wie im wirklichen Leben: Mord, Plünderung, Vergewaltigung, Genozid. An 100 Bibelstellen wird ausdrücklich im Namen Gottes getötet, an 1000 Stellen tötet dieser Gott selbst. Sein Sohn droht schließlich mit nie endenden Folterqualen über den Tod hinaus denjenigen, die ihn nicht lieben. Den Liebenden bringt er den eucharistischen Kannibalismus zur Seelenstärkung.
Was ist es für eine moralische Vernunft, die hier ihren Anfang und ihre Prinzipien erkennt und anerkennt“?

(Günther Schulte Professor für Philosophie an der Universität zu Köln)

„In Zeiten blinden und unwissenden Glaubens hat die Kirche festgesetzt, dass die Schriften, besonders die des Neuen Testaments, vollständig als authentisch und wahrhaftig zu gelten haben. Heute kann sie daher nicht mehr umkehren. Die Ergebnisse der modernen Wissenschaft müssen abgelehnt, als falsch bewiesen werden. Andererseits müssen die irrigen Entscheidungen der Kirche als wahr bewiesen werden. Deshalb muss man glauben, dass schwarz weiß ist“.

(Alighiero Tondi, ehem. päpstl.Theologe und Professor an der „Gregoriana“.)

„Ein Mythos, der auf einem anderen Mythos aufbaut wird zur Legende. Ein Mythos, der auf einer Legende aufbaut, wird zum Märchen“.

(unbekannt)

„Die Päpste und ihre Helfershelfer waren so sehr davon überzeugt, dass ihre Macht ausschließlich auf der Unwissenheit beruht, dass sie immer wieder die Lektüre des einzigen Buches verboten haben, das ihre Religion verkündet; sie sagten: Hier ist euer Gesetz, und wir verbieten euch, es zu lesen; ihr erfahrt daraus nur, was wir euch zu lehren geruhen. Diese absonderliche Tyrannei ist unbegreiflich, und trotzdem gibt es sie. Jede Bibel in lebender Sprache ist verboten; erlaubt ist sie nur in einer Sprache, die nicht mehr gesprochen wird.“
(Voltaire, franz. Schriftsteller, 1694-1778)

„Wenn man das Kreuz anbetet, an dem Christus gestorben ist, muss man auch den Esel anbeten, auf dem er geritten ist“.
(Bischof Claudius von Turin, 9. Jh.)
„Christi Niederlage war nicht die Kreuzigung, sondern der Vatikan“.
(Jean Cocteau, franz. Schriftsteller, 1889-1963)

„Zur selben Stunde, in der unser Herr Jesus Christ es zuließ, dass er für uns den Kreuzestod erlitt, flohen die Verteidiger von den Mauern durch die Stadt, und die Unsrigen folgten ihnen und trieben sie vor sich her, sie tötend und niedermetzelnd, bis zum Tempel Salomos, wo es ein solches Blutbad gab, dass die Unsrigen bis zu den Knöcheln im Blut wateten…
Nachdem die Unsrigen die Heiden endlich zu Boden geschlagen hatten durcheilten die Kreuzfahrer die ganze Stadt und rafften Gold und Silber. Dann, glücklich und vor Freude weinend, gingen die Unsrigen hin, um das Grab unseres Erlösers zu verehren, und entledigten sich Ihm gegenüber ihrer Dankesschuld“.
(Chronist über die Eroberung Jerusalems)

„Es ist nicht verwunderlich, dass sich gerade die freieren Geister… mit Grausen vom Christentum und von der Kirche insgesamt abwenden“.

(Hermann Detering, Theologe)

„Gestatten Sie mir, Ihnen zu sagen, dass unsere heutigen Religionen der Religion Christi so wenig gleichen wie jener der Irokesen. Jesus war ein Jude, und wir verbrennen Juden. Jesus predigte Duldung, und wir verfolgen. Jesus predigte eine gute Sittenlehre, und wir üben sie nicht aus. Jesus hat keine Dogmen aufgestellt, die Konzile der Kirche aber haben reichlich dafür gesorgt. Kurz, ein Christ des 3. Jahrhunderts ist einem Christen des 1. gar nicht mehr ähnlich“.
(Friedrich der Große, preuß. König, 1712-1786)

„Ich habe die Erfahrung gemacht, dass selbst Raubtiere dem Menschen nicht so feindlich gesinnt sind wie die Christen gegeneinander“.
(Julian, römischer Kaiser, 331-363, genannt: Apostata, der Abtrünnige)

„Das Christentum ist heute ein Leichnam, der nur noch dank der künstlichen Sauerstoffzufuhr seitens interessierter Politiker, Theologen und Kirchenfunktionäre den Anschein von Lebendigkeit zu erwecken vermag“.

(Joachim Kahl, dt. Theologe und Philosoph, *1941)

„Zum Christentum wird man nicht geboren, man muss dazu nur krank genug sein“.

(Friedrich Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900)

„Die persönlichen Lehren Christi: Demut, Feindesliebe, Unweltlichkeit werden nirgends befolgt. Vielmehr ist es im gesamten Abendlande Sitte, sich mit seinem Nächsten nicht zu befassen, gegen Feinde vorzugehen, das Leben auf die Sorge für den kommenden Tag zu stellen, den, der einem auf den rechten Backen schlägt, niederzuschießen und die geistig Armen als minderwertig anzusehen“.
(Walther Rathenau, dt. Staatsmann u. Industrieller, 1867-1922)

„Der Jesus von Nazareth, der als Messias auftrat, die Sittlichkeit des Gottesreiches verkündete, das Himmelreich auf Erden gründete und starb, um seinem Werke die Weihe zu geben, hat nie existiert. Es ist eine Gestalt, die vom Rationalismus entworfen, vom Liberalismus belebt und von der modernen Theologie in ein geschichtliches Gewand gekleidet wurde“.
(Albert Schweitzer, dt. Theologe, Mediziner & Philosoph, 1875-1965)

„Gott ist nur eine Arbeitshypothese. Es zeigt sich, dass alles auch ohne Gott geht und zwar ebenso gut wie vorher“.

(Dietrich Bonhoeffer, dt. ev. Theologe, 1906-1945)

„Es ist Religion, an keinen Gott zu glauben – ihn glauben heißt, ihn lästern“.
(Ludwig Anzengruber, österr. Dramatiker, 1839-1889)

„Im christlichen Glauben hat die Vernunft nichts zu suchen und die Naturwissenschaft nichts zu melden“.
(Klaus Berger, Heidelberger Theologe 1940 -)

„Toleranz ist gut. Aber nicht gegenüber Intoleranten“.
(Wilhelm Busch, dt. Zeichner u. Dichter, 1832-1908)

„Wer in Glaubensfragen den Verstand befragt, kriegt unchristliche Antworten“.
(Wilhelm Busch, dt. Dichter u. Zeichner, 1832-1882)
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Ketzer – Zitate von Christen und anderen Leuten

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Religion ist eine Beleidigung der Menschenwürde. Mit ihr oder ohne sie würden gute Menschen Gutes tun und böse Menschen Böses. Aber damit gute Menschen Böses tun, bedarf es der Religion.
Steven Weinberg (*1933) US-amerikanischer Physiker jüdischer Herkunft, Nobelpreisträger, 1979, Rede auf der Konferenz „Cosmic Questions“.

 

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Diese drei Zitate sind von Dr. Gunter Bleibohm

Die Wissenschaft hat in einhundert Jahren mehr für ein zivilisiertes Leben getan als das Christentum in achtzehnhundert Jahren.
(John Burroughs, am. Dichter, 1837-1921)

Religionen sind eine Ausgeburt der Angst. Sie sind die Antwort auf eine unverständliche und grausame Welt.
(Arthur C. Clarke, brit. Schriftsteller)

Des großen Alexander Reich zerfiel; das der alten Römer und das Napoleons ging in Trümmer; sie waren gebaut auf die Gewalt der Waffen. Aber das Reich von Neu-Rom besteht schon fast anderthalbtausend Jahre und wird wer weiß wie lange bestehen, denn es ruht auf dem solidesten Fundament – auf der Dummheit der Menschen.
(Otto von Corvin, dt. Schriftsteller, 1812-1886)

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 18. März 2013 von hubert wenzl in Kirchenkritik, Religionskritik

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Richard David Precht – Tiere denken   Leave a comment

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Es gibt 2 Kategorien von Tieren, die eine glaubt, dass es zwei Kategorien von Tieren gibt, und die andere hat darunter zu leiden. Die erste Kategorie nennt sich Menschen und die zweite eben NUR Tiere. Aber hören Sie selbst rein, das Video ist nur kurz.

Richard David Precht – Tiere denken

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Gruß Hubert

Die Jägerlogik. Penetrante Ignoranz der Realität.   Leave a comment

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Da habe ich nichts zu ergänzen. Genau so ist es.

 

Das sinnlose Töten aus Spaß und Lust, akzeptiert die Öffentlichkeit nicht. Also braucht die Jägerschaft Argumente, um aus der heutigen Jagd gegenüber der Bevölkerung eine Notwendigkeit zu machen. Dabei geht sie nicht ungeschickt vor, denn die scheinbar logische Argumentationsführung hielte nur einer oberflächlichen Prüfung stand. Doch wer hinterfragt schon scheinbare Fakten, wenn sie obendrein auch noch plausibel erscheinen?

Mehrere Strategien.


Zwei Richtungen fährt die Jägerschaft im Groben. Zum einen die angeblich nötige Regulation, da andernfalls bestimmte Tierarten überhand nehmen würden. Zum anderen den Schutz der Gesellschaft vor Krankheiten oder den Tieren selbst.

Überpopulationen einer Tierart würden den Jägern zufolge die Vernichtung anderer Arten nach sich ziehen. Gerne wird in diesem Zusammenhang die heutige Kulturlandschaft erwähnt, die angeblich manchen Tierarten besseren Lebensraum bietet als anderen und daher für das Ungleichgewicht sorgt.
Doch bei objektiver Betrachtung enttarnt sich diese Aussage selbst als Lüge. Eine Fläche kann unabhängig von ihrer Größe und ihrer Beschaffenheit immer nur so viele Tiere jeder Art beherbergen, wie sie ernähren kann und für die sie Lebensraum bietet. So werden in einem mäusereichen Gebiet mehr Füchse leben als dort, wo es kaum Mäuse gibt. Rehe finden sich häufiger in Regionen mit viel Äsungsflächen, als in Gebieten mit dichtem Unterholz. Wäre das nicht so, würde sowohl der Beutegreifer als auch der Pflanzenfresser mit der Ausrottung seiner Nahrung letztlich sich selbst vernichten.
Aber es kommt noch ein nicht unwesentlicher Aspekt hinzu. Wir Menschen nehmen den Tieren immer mehr Lebensraum, was automatisch zu immer kleineren Populationen der Wildtiere führt. Doch je weniger Tiere allgemein vorhanden sind, desto weniger ist es der Jägerschaft überhaupt möglich, ihrem Hobby zu frönen. Wer töten will, der muss ja auch etwas zum Töten finden. Darum wird das alte und wichtigste Naturgesetz von der Jägerschaft einfach ignoriert.

Krankheiten unter Wildtieren sind normal. Auch sie sind ein Teil des natürlichen Regulationsmechanismus der Natur und in den meisten Fällen von uns Menschen völlig unbemerkt und auch keine Gefahr für uns. Und auch die wenigen auf uns übertragbaren Krankheiten, wie bspl. die Tollwut oder der Fuchsbandwurm, stellen keine wirkliche Gefahr da. Täglich sterben mehr Menschen im Straßenverkehr, als sich jährlich an Krankheiten infizieren, die theoretisch von Wildtieren übertragbar wären. Sogar die Zahl der normalen Bürger, die bei sogenannten Jagdunfällen verletzt und getötet werden, ist Jahr für Jahr deutlich höher.
Auftretende Krankheiten oder Seuchen unter Wildtieren werden zudem durch die Bejagung nicht eingedämmt, sondern massiv weiter verbreitet. Je mehr vernichtet wird, desto stärker breitet sich die Krankeit aus, wie bspl. in den 70er Jahren gegen den Fuchs in Folge einer Tollwutepedemie. Überlebende infizierte Tiere wanderten viel weiter ab, um die leergeschossenen Reviere wieder zu besetzen und schleppten so die Krankheit in bis dato uninfizierte Gebiete ein.

Überpopulation beim Wildschwein (Schwarzwild).


Oft werden wir gefragt: „Gibt es denn nun zu viele Wildschweine oder nicht?“ Und wir ernten ebenso oft verdutzte Gesichter, wenn wir korrekterweise antworten: Ja.

Doch müssen wir einen Schritt weiter denken und fragen, warum ist das so?

Die Jägerschaft bringt durch Kirrungen und als Kirrungen getarnte Fütterungen pro getötetem Wildschwein rund 300 Kg Kraftfutter im Wald aus. Ganze Maisfelder werden in den Wäldern oder den Waldrändern verbotenerweise als Fütterung angelegt. Man erkennt sie z.B. an dem direkt daneben stehenden Hochsitz.

-> Fütterung

Wildschweine leben in Rotten (großen Gruppen) zusammen. Innerhalb der Rotte gibt es feste Regeln. So bekommt bspl. nur die Leitbache Nachwuchs. Jäger töten nun gerne die Leitbache, da in diesem Fall die Rotte zerfällt. Es bilden sich viele kleine Gruppen, in denen die weiblichen Tiere empfängnisbereit und gedeckt werden.

Die Folge dieses Jagdfrevels ist die gewollte explosionsartige Vermehrung der Wildschweine. Nicht nur die Zahl der Frischlinge (Jungtiere) steigt um ein vielfaches an, die Tiere haben sogar bis zu zweimal im Jahr Nachwuchs.
Norbert Happ, Wildscheinexperte des DJV (Deutscher Jagdschutzverband) dazu auf einer Tagung: „Das deutsche Wildschweinproblem ist jägergemacht!“ Beim Abschuss von Leitbachen würden sich die Sauen nicht nur unkontrolliert vermehren, sondern auch deutlich höhere Schäden verursachen.

Das Jagd die Zahl der Wildschweine nicht nachhaltig regulieren kann, gibt Deutschlands größte Jagdzeitschrift WILD UND HUND jetzt offen zu: „Bis Ende der 1980er-Jahre belief sich die gesamteuropäische Schwarzwildstrecke auf 550 000 Stück. Im Jagdjahr 2012/13 wurden alleine in Deutschland 644 239 Sauen erlegt“, heißt es in WILD UND HUND 9/2014. Und weiter: „Angesichts dieser Zahlen wird klar, dass wir die Sauen mit jagdlichen Mitteln offenbar nicht mehr nachhaltig regulieren können“.
Deutlicher könnte das Eingeständnis der Jäger nicht sein: Jagd kann Wildschweine nicht regulieren. Trotzdem wird diese Lüge weiter von den Jägern verbreitet.

Verbiss an Wäldern und landwirtschaftliche Schäden durch Reh & Co.


„Die Rehe fressen unsere Wälder auf“, so die Meinung vieler Mitbürger. Ganz ähnlich wie bei den Wildschweinen, wird auch diese Lüge gezielt von den Jägern gestreut. Und auch hier verschweigen die Jäger wieder die massive Fütterung, die bedingt durch das damit viel zu hohe Nahrungsangebot auf der Fläche für deutlich höhere Population sorgt. Aber die Grünröcke gehen hier noch weiter.

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Salzlecksteine fördern den Verbiss.

Das Organsystem der Rehe ist auf eine plötzliche und hohe Konzentration von Mineralstoffen nicht ausgelegt. Um eine starke Mineralaufnahme zu kompensieren, fressen Rehe die jungen Knospen von Bäumen. Das Auslegen solcher Salzsteine durch die Jägerschaft ist somit nichts anderes, als die Förderung von Verbiss an Bäumen und Sträuchern.
Der massive Jagdruck treibt die Rehe zudem immer tiefer in die Wälder und aus ihren natürlichen Äsungsflächen wie Waldränder oder Felder heraus. Im Wald aber gibt es keine Äsungsflächen und so müssen die Tiere auf die jungen Triebe der Bäume ausweichen.

salzlecke

Das jägergemachte Bild vom Reh als Waldfresser ist somit perfekt.

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Die Landwirtschaft bietet keine Nahrung für Wildtiere.


Immer wieder wird der Anbau von Getreide oder Mais für den menschlichen Gebrauch als Ursache für überhöhte Wildtierbestände angegeben. Das große Futterangebot sorge für mehr Nachwuchs und gleichzeitig richten die Tiere Schäden auf den Feldern an, die von den Jägern ersetzt werden müssten.
Diese Jägerlüge enttarnt sich, betrachtet man die Standzeiten von Getreide auf den Feldern. Zwar ist es korrekt, dass den Wildtieren in dieser Zeit theoretisch mehr Nahrung zur Verfügung steht, doch ist dies ja nur einige wenige Wochen der Fall, bis die Felder abgeerntet werden. Und dann? Natürliche Regulationsmechanismen – die Natur eben – „sehen“ das Nahrungs- und Revierangebot über das ganze Jahr. Ein übermäßiges Nahrungsangebot für ein paar Tage wird dabei nicht berücksichtigt, da alle die Tiere, die ausschließlich vom Getreide der Ackerflächen leben würden, nach der Ernte verhungerten. Ganz davon abgesehen, dass in der kurzen Zeit der Feldfrüchte gar kein Nachwuchs aufgezogen werden könnte.
Da zur Zeit der Feldfrüchte bei unveränderter Populationsdichte an Wildtieren ein kurzfristiges, dafür aber um so höheres Überangebot an Nahrung vorhanden ist, sind auch die angerichteten Schäden in den Feldern erschwindend gering. Natürlich kann das eine von Wildschweinen heimgesuchtes Maisfeld stark beschädigt sein, dafür aber ist das andere unberührt. Im Gesamtbild kann also nicht von Schäden gesprochen werden. Doch da die Jägerschaft durch massive Fütterungen über das ganze Jahr hindurch die Populationen künstlich und bewusst steigert, sind diese bereits deutlich höher als von der Natur vorgesehen. Folglich können auch Schäden auf den Feldern höher ausfallen. Das die Jägerschaft den somit eigentlich von ihr und nicht von den Wildschweinen angerichteten Schaden zu ersetzen hat, ist nur recht und billig.

-> Fütterung

Doch mal offen gefragt, wie hoch sind die Schäden eigentlich?
Stetig malen Jäger das Schreckgespenst von völlig aus dem Ruder laufende Wildschäden an die Wand. Angeblich nehmen Flurschäden durch Schwarzwild dramatisch zu. Doch wie können Jäger diese Behauptung aufstellen, obwohl bislang Flurschäden durch Schwarzwild amtlich gar nicht erfasst werden?
Die Fakten zeigen mal wieder die Jägerlüge. Nach einer Erhebungen der Wildforschungsstelle Aulendorf, beläuft sich der jährliche Schaden hierzulande auf durchschnittlich 2 Euro pro Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche (das entspricht 1 bis 3 Mio. € insgesamt). Das sind gerade mal 10 bis 30 Cent Schaden pro Einwohner und Jahr.


Beutegreifer müssen reguliert werden.


Dies ist wohl die glaubhafteste Jägerlüge. Die Ursache: In der Regel geht man davon aus, dass Beutegreifer die Populationen ihrer Beutetiere regulieren, wobei die meisten unserer heimischen Beutegreifer selbst keine natürlichen Feinde haben und darum vom Jäger reguliert werden müssen.

In der Realität aber haben und hatten Beutegreifer nie die Aufgabe, Bestände zu regulieren. Allenfalls können sie Bestände gesund erhalten, da sie in der Regel kranke und schwache Tiere erbeuten.

Nicht der Beutegreifer regelt seine Beute, sondern die Beute regelt den Beutegreifer.

Gibt es bspl. viele Mäuse, gibt es viele Füchse. Geht die Mäusepopulation dagegen zurück, werden auch die Füchse weniger. Sie wandern ab in andere Reviere und haben weniger Nachwuchs.

-> Über Füchse

Beutegreifer handeln nach dem sogenannten Schwelleneffekt. Ihr Ziel ist es, mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel Energie zu bekommen. Der Schwelleneffekt sorgt also dafür, dass Beutegreifer sich immer an die Tierart halten, die am häufigsten vorkommt. Würden Beutegreifer ihre Nahrung ausrotten, wäre das gleichbedeutend mit der eigenen Vernichtung.

Wolf, Luchs und Bär vom Jäger ausgerottet.

Damit die Natur auch in unseren Regionen funktioniert, sind also größere Beutegreifer wie Luchs oder Wolf nicht zwingend erforderlich. Trotzdem aber soll an dieser Stelle erwähnt werden, dass diese Tiere von den Jägern ausgerottet wurden und werden, sobald sie sich blicken lassen, denn in den Augen des Jägers stellen sie eine Konkurrenz da.

Hier noch zwei Hass-Mail von zwei rabiaten Jägern (keine Fotomontage).

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„Es macht Spaß dem Wild nachzustellen, Beute zu machen. […] Lusttöter – Ja gut, das sind wir dann eben. Na und? Wir haben ein Hobby wie einige an ihrem Fahrrad schrauben oder sich für Naturschutz einsetzen. Aber Sie sollten nicht vergessen, dass es sich hier nur um Tiere handelt und wir Menschen, denen wesentlich mehr Rechte zustehen und eine viel größere Bedeutung in der Welt zukommt, auch wesentlich größere Probleme haben, um die wir uns zuerst kümmern müssen. Wenn das einmal erreicht ist, dann kümmern wir uns auch um die kleinen, armen Füchse.
Aber mal im wirklich, wo liegt noch das Problem? Was spricht denn nun gegn die Jagd? Dass Tiere getötet werden? Nein. Man kann diese zum einen essen oder auch Kleidung herstellen. Des Weiteren kann man an ihnen seine niedrigsten Gelüste ausleben, sodass man diese nicht an seinen Mitmenschen ausleben muss, die ja viel mehr Wert sind als ein Tier. Stellen Sie sich einmal vor, weil 330.000 Menschen nicht mehr zur Jagd gingen, lebten diese ihre perversen, gewaltvollen Gelüste an Menschen aus! Nicht vorzustellen, oder? Da doch lieber die niedriger gestellten Tiere für so etwas auswählen, nicht wahr!? […] MfGT. Liefers“
per Mail

Im folgenden Link sind noch mehrerer solcher Hass-Mails.

Hier weiterlesen:

Die Jägerlogik. Penetrante Ignoranz der Realität

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 7. Dezember 2019 von hubert wenzl in Jagd abschaffen!, Jäger, Uncategorized

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„Die Generation Wirtschaftswunder fühlt sich massiv angegriffen“   4 comments

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Zuerst ein Auszug aus Wikipedia.

Es existiert ein fließender Übergang zwischen aufrichtiger Klima(wandel)skepsis und echter Leugnung, wobei Klima(wandel)skeptiker für rationale Argumente offen sind, während sich Klima(wandel)leugner Argumenten verschließen.[5] Das Bestreiten wissenschaftlicher Erkenntnisse der Klimaforschung ist kein Skeptizismus im wissenschaftlichen Sinn, sondern vielmehr ein (zum Teil organisiertes) Verleugnen der menschengemachten globalen Erwärmung. Aus einer Vielzahl von wissenschaftlichen Untersuchungen geht hervor, dass der Klimaschutz häufig aus politischen und ideologischen Motiven bekämpft wird.[6] Bei der Leugnung des menschengemachten Klimawandels handelt es sich um eine Form von Pseudowissenschaft, die Ähnlichkeiten aufweist mit weiteren Formen der Wissenschaftsleugnung wie beispielsweise dem Bestreiten der Evolutionstheorie oder der gesundheitsschädlichen Auswirkungen des Rauchens bis hin zum Glauben an Verschwörungstheorien. Zum Teil bestehen zwischen diesen genannten Formen der Leugnung wissenschaftlicher Erkenntnisse personelle, organisatorische und ökonomische Verbindungen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Leugnung_der_menschengemachten_globalen_Erw%C3%A4rmung

Von geo.de

Harald Lesch über Klimaskeptiker

Der Astrophysiker Harald Lesch tritt leidenschaftlich für wissenschaftliche Fakten ein. Und gegen Klimaskeptiker. Das ist harte Arbeit, wie er im Interview berichtet.

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Foto: ZDF /Jens Hartmann

Harald Lesch erreicht mit der Reihe „Leschs Kosmos“ und mit Sendungen wie „Terra X – Faszination Universum“ im ZDF ein Millionenpublikum

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GEO.de: Herr Lesch, Sie haben im vergangenen Jahr in einem Video das Wahlprogramm der AfD einem Faktencheck unterzogen – und sind dafür nicht nur gelobt worden … 

Harald Lesch: Ich habe mich in den Parteiprogrammen aller deutschen Parteien umgesehen. Um meiner Aufgabe als Wissenschaftler gemäß nachzugucken, ob da auch die Wahrheit gesagt wird. Und bei der AfD stehen Dinge drin, die nicht wahr sind. Da das inzwischen eine maßgebliche Partei geworden ist, fand ich, dass man darauf öffentlich hinweisen muss. Das hat mir etliche Hassmails eingetragen. Unter anderem wurde mir vorgeworfen, ich würde mich in die Politik einmischen. Das finde ich schon merkwürdig.

Ist die AfD ein Einzelfall oder macht das Relativieren von gesichertem Klimawissen jetzt Schule?

Die populistischen Strömungen machen allesamt diesen Fehler. Dass sie aus auf den ersten Blick unerfindlichen Gründen meinen, einen Klimawandel könne es nicht geben. Schon gar nicht einen vom Menschen verursachten. Es muss etwas damit zu tun haben, dass sich die Herrschaften in ihrer Deutungshoheit eingeschränkt fühlen, wenn man ihnen sagt: Es gibt Phänomene, die könnt ihr politisch gar nicht verhandeln. Weil es reine Sachfragen sind. Die Argumentation vieler Skeptiker ist: Es gibt keinen Klimawandel, darum können wir auch weiterhin mit heimischer Kohle heizen. „Heimisch“ bedeutet: Wir sind unabhängig von den anderen. Darin sehe ich eine mögliche Verbindung mit dem Nationalismus. Bei Donald Trump ist das ja genauso.

Wem nützt so etwas?

Ich glaube nicht, dass die Kohlelobby mit der AfD zusammenarbeitet. Ich denke, dass die fossilen Rohstoff- und Energieunternehmen längst begriffen haben, dass sie mit Erneuerbaren langfristig viel besser fahren. In Wirklichkeit hat es wohl damit zu tun, dass es den Horizont vieler Klimaskeptiker übersteigt, dass es Probleme gibt, die wir nur zusammen – also international und nicht national – lösen können. Und ich habe noch eine Hypothese zur Psychologie der Skeptiker: Ich glaube, dass das Thema Anthropozän ganz allgemein, also wie der Mensch die Welt zum Schlechten verändert, die Lebensleistung von mindestens einer Generation in Frage stellt. Nämlich derjenigen, die Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg in ein Wirtschaftswunderland verwandelt haben. Diese Generation fühlt sich massiv angegriffen, wenn wir ihnen jetzt sagen, hört mal, Freunde, wir sind jetzt an einem Punkt angekommen, wo wir die Manipulation an der Natur so stark als negativ wahrnehmen, dass wir so nicht weitermachen können. Damit ist nicht nur ihr Lebenswerk in Frage gestellt, sondern auch ihre innersten Überzeugungen, ihre Identität. Die Psychologie des Klimawandels, das ist ein Buch, das noch nicht geschrieben wurde.

Eine wichtige Rolle bei der Klima-Kommunikation spielen ja die Medien, auch die sozialen. Wir haben mal untersuchen lassen, welcher deutschsprachige Artikel zu den Thema Klima im vergangenen Jahr in den sozialen Netzwerken besonders erfolgreich* war. Raten Sie mal!

Vermutlich irgendwas Apokalyptisches, oder? Dass die Eisschilde schmelzen, der Meeresspiegel ansteigt?

Es war der Artikel, mit dem die Süddeutsche Zeitung über Ihre Konfrontation mit der AfD berichtet hat.

(Lacht) Das kann doch nicht wahr sein! Ich fasse es nicht!

Wie finden Sie, dass offenbar nicht die Fakten die Massen bewegen, sondern ein Streit über die Fakten?

Da bin ich eigentlich schockiert. Das ist eine Katastrophe. Die genaue Kenntnis über die Zusammenhänge beim Klimawandel muss ja die Grundlage jeder Diskussion sein, und nicht, dass es jetzt noch ein paar Hansel gibt, die der Meinung sind, es gäbe keinen vom Menschen getriebenen Klimawandel. Es ist ja erschütternd, dass die Menschheit nicht hinreichend wahrgenommen hat, dass 34.000 referierte Publikationen auf der einen Seite 34 auf der anderen gegenüberstehen. Dass nicht wahrgenommen wird, welches hohe Ethos hinter wissenschaftlichem Handeln steckt, wie Wissenschaft funktioniert.

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Das AfD-Programm wissenschaftlich geprüft | Harald Lesch

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„Die Generation Wirtschaftswunder fühlt sich massiv angegriffen“

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„Sehr hässliche Hassmails“

Auszug.

Seine Themen sind seriös, seine Präsentation höchst unterhaltsam. Ob Urknall oder Tsunami, Relativitätstheorie oder Bananenflanke – es gibt nichts, worauf der Münchner Professor keine Antwort hätte.

Doch die gefällt nicht immer jedem. Jüngst hatte Lesch sich für ein Internet-Video von „Terra X“ das Wahlprogramm der AfD vorgenommen, genau genommen die Sätze, die dort über den Klimawandel drinstehen. Satz für Satz zerpflückte der Physiker die Aussagen der Klimawandelleugner. „Danach ging es richtig rund“, sagt Lesch. „Sehr hässliche Hassmails“ habe er auf den Beitrag erhalten, außerdem hätten sich AfD-Anhänger beim Intendanten des ZDF beschwert und beim Präsidenten der Ludwig-Maximilians-Universität, Leschs Arbeitgeber. „Das ZDF-Video haben 1,2 Millionen Leute gesehen, das stinkt denen natürlich“, sagt Lesch, „aber ich lasse mich von so etwas nicht ins Bockshorn jagen.“

Der Physiker reagierte und ließ ein Video über die Psychologie des Hasses folgen

Es seien meist die gleichen Leute, die „den Auftrag haben, Moderatoren, die Glaubwürdigkeit genießen, als unglaubwürdig hinzustellen“. Vertreter des Eike-Vereins seien dies vor allem, selbsternannte Kämpfer gegen den Klimaschutz, die sich einer sachlichen Diskussion verweigerten. „Ich habe denen hinterhertelefoniert und gesagt: Reden Sie mit mir! Aber da kommt nichts.“

Der Physiker reagierte prompt: Er ließ ein „Terra X“-Video über die „Psychologie hinter Hass“ folgen. Denn nicht nur rechte, auch linke Verschwörungstheoretiker griffen zu einer Rhetorik der Diffamierung und Beleidigung. Der Astrophysiker, der auch Naturphilosophie lehrt, prüft darin die Motivation der Hetzer.

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Die Psychologie hinter Hass | Harald Lesch

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„Sehr hässliche Hassmails“

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 5. Dezember 2019 von hubert wenzl in Uncategorized, Wissenschaft

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Covance – der größte „Affenverbraucher“ Deutschlands   Leave a comment

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Es ist unsagbar grausam welche grausamen Tierversuche die Firma COVANCE mit diesen Affen macht. Es ist kaum zu glauben zu was Menschen fähig sind.

Von aerzte-gegen-tierversuche.de

Zwei Drittel aller Affenversuche Deutschlands werden in NRW durchgeführt. Im Jahr 2017 waren es 2.137 von insgesamt 3.525 Affen. Verantwortlich dafür ist vor allem die Firma Covance. Sie ist damit der größte „Affenverbraucher“ Deutschlands!

Covance Inc. ist eines der weltweit größten Auftragsforschungsinstitute mit Niederlassungen in 20 Ländern. Die Filiale in Münster hat sich auf Fortpflanzungs-Giftigkeitstests an Affen spezialisiert. Schwangeren Affen werden Arzneimittel oder Chemikalien oft täglich mit einem Schlauch in den Magen gepumpt oder in die Blutbahn injiziert, um die Auswirkung auf ihren Nachwuchs zu beobachten. Die Folge können Totgeburten oder Missbildungen sein. Die Substanzen werden auch männlichen Affen verabreicht, um ihre Zeugungsfähigkeit zu testen. Solche Giftigkeitsprüfungen an unseren nächsten Verwandten sind ethisch nicht zu rechtfertigen und wissenschaftlich unsinnig, da die Ergebnisse nur etwas über die Reaktion der Affen aussagen, aber keine Vorhersage für den Menschen zulassen.

Der lange Leidensweg der Affen

Im Jahr 2017 wurden in Deutschland 3.525 Versuche an Affen durchgeführt, davon 87 an Halbaffen, 250 an Neuweltaffen (z.B. Weißbüscheläffchen) und 3.176 an Altweltaffen (z.B.  Langschwanzmakaken, Rhesusaffen, Paviane). 800 Affen wurden aus dem Vorjahr erneut eingesetzt, sodass 2.725 Tiere 2017 neu hinzukamen (1)

Rund 87% der Tiere stammen von außerhalb Europas (1). Dabei handelte es sich fast ausschließlich um Langschwanzmakaken (Macaca fascicularis), auch Javaneraffen genannt. Hauptexporteure von Langschwanzmakaken sind China und Mauritius. Der Inselstaat verkauft jedes Jahr Tausende Affen an die Tierversuchsindustrie in den USA und Europa, auch Deutschland. Die Zuchtanstalt Noveprim auf Mauritius gehört zu 47 % der Firma Covance. Die Affen werden hier in strukturlosen Massenkäfigen gehalten und für den Verkauf vermehrt.

Für den Export bestimmte Affen werden in kleinen Kisten als Ladung in Passagierflugzeugen verschickt. Auf den Langstreckenflügen leiden die Tiere Hunger, Durst, Angst und Stress. Aufgrund der weltweiten Proteste von Tierschutzseite sind fast alle Fluggesellschaften aus dem grausamen Geschäft ausgestiegen. Nur Air France transportiert noch Affen, um die Tierversuchsindustrie mit Nachschub zu versorgen. Den offiziellen Angaben für 2017 zufolge musste der allergrößte Teil der Affen (2.811 Affen / 80%) für regulatorische Tests, d.h. Giftigkeitsprüfungen, leiden. (1) Es ist davon auszugehen, dass die meisten dieser Versuche bei Covance stattfanden.

Bilder des Grauens

Im Jahr 2003 brachte eine Undercover-Recherche den Organisationen BUAV und R&D die grausame Realität des Laboralltags bei Covance in Münster ans Tageslicht. Die in der ZDF-Sendung Frontal 21 ausgestrahlten Bilder zeigten schwer verhaltensgestörte Affen in winzigen Käfigen, qualvolle Giftigkeitsversuche und brutale Behandlung durch das Personal. Der öffentliche Aufschrei war gewaltig. Die Firma ging gerichtlich gegen die Veröffentlichung des Bildmaterials vor, musste sich letztendlich geschlagen geben, da das Gericht die Presse- und Meinungsfreiheit als höher einstufte als das Interesse des Konzerns. Ärzte gegen Tierversuche und andere Organisationen stellten Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz, die allerdings trotz eindeutiger Belege im März 2004 eingestellt wurde.

Auch von Covance selbst in Fachzeitschriften veröffentliche Artikel belegen den tierquälerischen Umgang mit den sensiblen Primaten. Affen werden oft wochenlang einzeln in 60x60x90 cm kleinen Käfigen gehalten. Allein das ist für die bewegungsaktiven und sozialen Tiere eine Tortur. Affen, die in den Giftigkeitsprüfungen nicht durch das Gift sterben, werden getötet. Am Ende steht immer der Tod!

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Covance – der größte „Affenverbraucher“ Deutschlands

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Die Firma Covance in Münster ist ein Auftragslabor. Auftraggeber sind Chemie- und Pharmafirmen wie z.B. Pfizer, Merck, Hoffmann La Roche.

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Wie mag sich das wohl anfühlen? Das Bild sagt alles.

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Beim Reinstecken in eine ganz enge Röhre. Man kann sich gar nicht vorstellen welche Platzangst diese Affen da haben.

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Wie würde sich ein Mensch da fühlen?

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AirCruelty: Inside the Labs of Two of the Largest U.S. Primate Importers

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Gruß Hubert

 

Klimaforscher Kaser: „Es wird sehr, sehr, sehr, sehr dramatisch werden“   Leave a comment

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Da kann ich nur noch sagen: das Glück der frühen Geburt.

Von Rai Südtirol – Tagesschau.

Dass das Klimasystem außer Rand und Band gerät: wahrscheinlich, sagt Georg Kaser. Der Klimaforscher prognostiziert Hungersnöte.

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Quelle © Rai Tagesschau Alpengletscher: Irreversible Prozesse und sprunghafte Änderungen.

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„Es wird sehr, sehr, sehr, sehr dramatisch werden“, sagt Georg Kaser über das zukünftige Leben auf der Erde, „wenn wir nicht ganz ganz schnell das Ganze noch in den Griff kriegen.“

Keine lineare Entwicklung, kein langsames Wärmerwerden, sondern sprungartige Veränderungen hin zu einer „völlig anderen Welt“.

Es ist die Prognose eines Szenarios, dem Kaser eine bemerkenswerte Eigenschaft zuschreibt: wahrscheinlich.

„Das wahrscheinlichste Szenario ist das, dass wir in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren weit über die Ziele von 1,5 und 2 Grad hinausschießen werden, und dann haben wir eine Reihe von Mechanismen im Klimasystem, die uns das Ganze außer Rand und Band geraten lässt.“

Die Mehrzahl der Klima-Wissenschaftler spricht von einer „hot world“, in der die Temperaturen steigen, über die seit Jahrmillionen laufenden Zyklen zwischen Eiszeit und Warmzeit hinaus.

Die genauen Folgen aber sind nicht absehbar.

In jedem Fall werden die Prozesse unumkehrbar sein, in jedem Fall wird es eine völlig andere Welt geben, meint Kaser.

„Da müssen wir schon damit rechnen, dass der Großteil des Methangases der Arktis ausgeatmet wird, und sehr viel Kohlenstoff. Das heißt es wird ein sehr starkes Amplifizieren von Treibhausgasen und damit Erderwärmung geben, gleichzeitig könnte es sein, dass Grönland instabil wird, dass der Golfstrom kollabiert. Und das würde dann dazu führen, dass Ernten ausfallen, die Menschheit nicht mehr ernährt werden kann.“

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Prognose von Klimaforscher Kaser: Hungersnöte Prognose von Klimaforscher Kaser: Hungersnöte
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Kaser verfolgt am Department of Atmospheric and Cryospheric Sciences der Universität Innsbruck die globale Klimaentwicklung bereits seit Jahren. „Es sind viele Phänome viel viel schneller aufgetaucht als wir geglaubt haben – und dramatischer; Phänomene, die wird erst in 20 Jahren erwartet haben“, sagt Kaser.

„Entweder wir ziehen die Reißleine oder wir werden mit den Konsequenzen leben müssen.“

Destabilisiert Grönland? Kollabiert der Golfstrom? Verhungern die Menschen? Klimaforscher Kaser –  wahrscheinlich.

(lb)

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Klimaforscher Kaser: „Es wird sehr, sehr, sehr, sehr dramatisch werden“

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Um auch eine andere Stimme zu Wort kommen zu lassen:

Fritz Vahrenholt sieht den Klimawandel differenzierter, aber auch er sagt wer den Einfluss des Menschen ganz ausschließt ist ein Dummkopf (siehe weiter unten).

Aus kaltesonne.de

Fritz Vahrenholt: „Wir haben keinen Klimanotstand“
8. Oktober 2019 von Kalte Sonne

Also ist alles gut?

Nein, das sagen wir auch nicht. Aber wir wollen die Hysterie herausnehmen. Es wurde schon einiges erreicht: Der Zuwachs des Treibhausgases kommt seit Längerem nur noch aus den Entwicklungsländern. Europa und die USA sind fallend, während China inzwischen pro Kopf mehr CO2 ausstößt als die Europäer. Nun kommt eine chinesische Studie zu der Erkenntnis, dass eine Kaltzeit droht, die aber durch den Treibhauseffekt gedämpft wird. Warum wird das nicht debattiert? Der vermeintliche Konsens ist kein Konsens.

Na ja, 97 Prozent der Forscher sind sich sicher, dass es einen Klimawandel gibt …

Ich gehöre auch zu den 97 Prozent. Diese Zahl bezieht sich auf eine wenig differenzierte Umfrage. Nur eine kleine Minderheit hält den Klimawandels zu 100 Prozent für menschengemacht, die breite Mehrheit glaubt an mehrere Ursachen: 97 Prozent der befragten Forscher gaben den Anteil des CO2 an der Erwärmung mit 50 bis 99 Prozent an. Nur ein kleiner Rest schließt den Einfluss des Menschen ganz aus – das sind Dummköpfe. Mich ärgert, dass kein Klimawissenschaftler in Deutschland aufsteht und das erklärt. Hier wird die Jugend verrückt gemacht, mit Horrornachrichten, uns blieben noch zwölf Jahre – und keiner hält nüchtern dagegen und korrigiert es. Wir müssen Emissionen senken, aber nicht ökonomischen Selbstmord begehen.

https://kaltesonne.de/fritz-vahrenholt-wir-haben-aber-keinen-klimanotstand/

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Gruß Hubert

Elefantenhaken: Folterwerkzeug der Unterhaltungsindustrie   Leave a comment

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Es ist scharf zu verurteilen wie Elefanten mit Elefanten umgehen und mit Elefantenhaken ihren Willen brechen.

Von Peta.de

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In Zirkussen und Zoos rund um den Globus kommt der sogenannte Elefantenhaken zum Einsatz, um Elefanten zum Gehorsam zu zwingen. Bei dem Elefantenhaken handelt es sich um einen Stock mit einem spitzen Metallhaken, mit dem die Tiere in ihre empfindlichsten Stellen gestochen und geschlagen werden. Die Elefanten werden von klein auf auf diese Weise misshandelt, damit sie auch als große starke Tiere kontrolliert werden können.

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Gewalt mit dem Elefantenhaken in deutschen Zoos / PETA

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Für den schmerzhaften Einsatz von Elefantenhaken haben Elefantenwärter und Dompteure sogenannte „Hakenpunkte“ definiert. Der Elefantenhaken wird an besonders empfindlichen Stellen in die Haut gestochen, wie etwa hinter den Ohren, am Rüssel oder an Beinen und Füßen. Die Elefanten erinnern sich später an die drohende Bestrafung und gehorchen aus Angst vor dem Schmerz.

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Auch Tuffi und die anderen Afrikanischen Elefanten im Wuppertaler Zoo wurden mit dem Elefantenhaken gefügig gemacht und müssen für Fotoshootings und Kunststückchen herhalten. Der Zoo hat zwar inzwischen angekündigt, die Elefanten künftig nicht mehr mit den Haken zu quälen, hat bisher allerdings noch keinen konkreten Startzeitpunkt genannt.

Auch in Zirkusbestrieben wie Circus Krone (Video) oder dem mittlerweile geschlossenen US-Zirkus Ringling Bros. (Video) wird bzw. wurden Elefantenhaken zur Dressur benutzt.

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Eine sanfte Dressur gibt es nicht

Eine Elefantendressur ohne Gewalt gibt es nicht. Wildtiere führen niemals freiwillig unnatürliche Kunststücke auf, sondern immer aus Angst vor Bestrafung. Auch das für Tierschutzangelegenheiten zuständige Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit gab bekannt:

„Es gibt […] gesicherte Erkenntnisse, dass nahezu keine Vorführungserfolge ohne das Zufügen von Schmerzen durch Elefantenhaken, Stromapplikation, z. B. in der Maulhöhle, den Einsatz von Stockschlägen u. a. auf die Augen und andere Misshandlungen der Tiere erzielt werden.“

Quelle: Schreiben des Ministeriums an das Bundeslandwirtschaftsministerium vom November 2011 bezüglich der Dressur von Elefanten im Zirkus.

Erste Verbote in den USA

In den USA ist der Einsatz des Elefantenhakens bereits in den Bundesstaaten Rhode Island und Kalifornien verboten, ebenso in manchen US-Städten, zum Beispiel Austin, Miami Beach und Pittsburgh. Dies sind weitere Meilensteine auf dem Weg hin zu einem tierfreien Zirkus.

Helfen Sie den Elefanten

Helfen Sie uns, die Misshandlung von Elefanten durch Elefantenhaken in europäischen Zoos schnellstmöglich zu beenden und unterschreiben Sie unsere Petition.

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Elefantenhaken: Folterwerkzeug der Unterhaltungsindustrie

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Gruß Hubert

 

Zoo Leipzig: Elefantenkuh Thura stirbt mit Kind im Bauch!   Leave a comment

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Ich hätte mir nie gedacht, dass Elefanten in einem Zoo so sehr leiden. Dass ein Zoo immer ein Eingesperrtsein bedeutet ist schon klar und daher auch nicht artgerecht. Aber man muss eben immer alles wissen oder auch zu Ende denken.

Von Peta.de

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Ein Leben voller Qualen geht zu Ende. Seit Monaten litt die Elefantendame Thura im Leipziger Zoo unter Krankheitsschüben, jetzt ist sie an einer Blutvergiftung gestorben. „Nicht unerwartet“, wie der Zoo sagt. Denn in ihren 45 Jahren hat Thura viel Leid erfahren.

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Im Zoo gefangen

Thura wurde vermutlich um das Jahr 1974 herum in Indien geboren und dort als „Wildfang“ in Gefangenschaft genommen, um fortan ihr Leben im Zoo zu fristen. [2] Dabei steht die Elefantenhaltung in Zoos aufgrund der artwidrigen Bedingungen schon lange in der Kritik. Anders als in der Freiheit ist der Zooalltag von Elefanten geprägt von Bewegungsmangel, Beschäftigungslosigkeit und zerstörten Sozialstrukturen. Viele Elefanten in Zoos leiden unter schweren Verhaltensstörungen und ihnen geht es in der Gefangenschaft so schlecht, dass sie sich nur selten fortpflanzen. Thura wurde während ihrer Zeit im Zoo Leipzig trotzdem zweimal schwanger. Sie verlor schließlich nicht nur beide Kinder, sondern auch ihr eigenes Leben.

Totes Baby im Bauch

In der Silvesternacht 2015/2016 wurde bei Thura eine Geburt abgebrochen. Das Elefantenkind verstarb im Mutterleib und blieb dort. Ein chirurgischer Eingriff, um den Fötus zu holen, sei „nicht möglich“, so der Zoo. Thura müsse ihr totes Kalb selbst gebären. Das geschah jedoch auch nach Monaten und Jahren nicht und Thura war 2018 wieder schwanger. Weil ihr totes Baby den Geburtskanal blockierte, entschied der Zoo, die Schwangerschaft in einer komplizierten Operation abzubrechen.  Der Eingriff schien erfolgreich, da Thura anschließend nach ihrem neuen Fötus auch das seit zwei Jahren in ihrem Bauch verbliebene und inzwischen versteinerte Kalb nach und nach auszuscheiden begann. Allerdings litt sie seitdem immer wieder unter Krankheitsschüben. Am 26. November 2019 verstarb sie nun, ohne je wieder die Freiheit gesehen zu haben.

Sackgasse Elefantenzucht

„Thura ist ein Opfer der artwidrigen Haltung und Zucht von Elefanten in Zoos. Die Bedingungen sind extrem unnatürlich – immer wieder sterben Jungtiere an Krankheiten, durch Unfälle oder werden von ihren eigenen Müttern getötet oder verstoßen“, so Dr. Yvonne Würz, Biologin und Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei PETA. „Hinzu kommt, dass die Zoo-Verantwortlichen nach Gutdünken belastende Eingriffe wie künstliche Befruchtungen oder Abtreibungen bei den sensiblen Tieren vornehmen lassen. Die Elefantenzucht im Zoo ist eine Sackgasse und sollte schnellstmöglich beendet werden.“ Statt ihrer Freiheit beraubte, oft verhaltensgestörte Elefanten unter artwidrigen Bedingungen in Zoos zur Fortpflanzung zu zwingen, wäre es besser, Geld in Artenschutzprojekte vor Ort zu investieren. Nur so lässt sich wirklich effizient etwas für das Überleben der Art tun.

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Die 3 wichtigsten Gründe, warum Elefanten nicht in Zoos gehören

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Was Sie tun können

  • Bitte unterzeichnen Sie unsere Petition an den europäischen Zoo-Dachverband EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) für ein Verbot des Elefantenhakens bis 2023.

  • Klären Sie Familie, Freunde und Bekannte über die Elefantenhaltung im Zoo auf und bitten Sie diese, keine Zoos mehr zu besuchen

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Siehe auch:

Elefanten im Zoo: So sehr leiden die Tiere unter der Haltung

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Gruß Hubert