Ketzer – Zitate von Christen und anderen Leuten   2 comments

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Hier ein Auszug von Zitaten von berühmten und weniger berühmten Menschen bezüglich der „Wahrheiten des Christentums“. Auch Theologen sind darunter.

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„Du hältst das Evangelium, wie es steht, für die göttliche Wahrheit. Mich würde eine vernehmliche Stimme vom Himmel nicht überzeugen, dass das Wasser brennt und dass das Feuer löscht, dass ein Weib ohne Mann gebiert und dass ein Toter aufersteht. Vielmehr halte ich dieses für Lästerungen gegen den großen Gott und seine Offenbarung in der Natur“.

(Goethe, an Lavater, 9.8.1782)

„Schon der Anfang der Vernunft selbst ist in der Bibel ein Verbrechen. Im übrigen geht es dort zu wie im wirklichen Leben: Mord, Plünderung, Vergewaltigung, Genozid. An 100 Bibelstellen wird ausdrücklich im Namen Gottes getötet, an 1000 Stellen tötet dieser Gott selbst. Sein Sohn droht schließlich mit nie endenden Folterqualen über den Tod hinaus denjenigen, die ihn nicht lieben. Den Liebenden bringt er den eucharistischen Kannibalismus zur Seelenstärkung.
Was ist es für eine moralische Vernunft, die hier ihren Anfang und ihre Prinzipien erkennt und anerkennt“?

(Günther Schulte Professor für Philosophie an der Universität zu Köln)

„In Zeiten blinden und unwissenden Glaubens hat die Kirche festgesetzt, dass die Schriften, besonders die des Neuen Testaments, vollständig als authentisch und wahrhaftig zu gelten haben. Heute kann sie daher nicht mehr umkehren. Die Ergebnisse der modernen Wissenschaft müssen abgelehnt, als falsch bewiesen werden. Andererseits müssen die irrigen Entscheidungen der Kirche als wahr bewiesen werden. Deshalb muss man glauben, dass schwarz weiß ist“.

(Alighiero Tondi, ehem. päpstl.Theologe und Professor an der „Gregoriana“.)

„Ein Mythos, der auf einem anderen Mythos aufbaut wird zur Legende. Ein Mythos, der auf einer Legende aufbaut, wird zum Märchen“.

(unbekannt)

„Die Päpste und ihre Helfershelfer waren so sehr davon überzeugt, dass ihre Macht ausschließlich auf der Unwissenheit beruht, dass sie immer wieder die Lektüre des einzigen Buches verboten haben, das ihre Religion verkündet; sie sagten: Hier ist euer Gesetz, und wir verbieten euch, es zu lesen; ihr erfahrt daraus nur, was wir euch zu lehren geruhen. Diese absonderliche Tyrannei ist unbegreiflich, und trotzdem gibt es sie. Jede Bibel in lebender Sprache ist verboten; erlaubt ist sie nur in einer Sprache, die nicht mehr gesprochen wird.“
(Voltaire, franz. Schriftsteller, 1694-1778)

„Wenn man das Kreuz anbetet, an dem Christus gestorben ist, muss man auch den Esel anbeten, auf dem er geritten ist“.
(Bischof Claudius von Turin, 9. Jh.)
„Christi Niederlage war nicht die Kreuzigung, sondern der Vatikan“.
(Jean Cocteau, franz. Schriftsteller, 1889-1963)

„Zur selben Stunde, in der unser Herr Jesus Christ es zuließ, dass er für uns den Kreuzestod erlitt, flohen die Verteidiger von den Mauern durch die Stadt, und die Unsrigen folgten ihnen und trieben sie vor sich her, sie tötend und niedermetzelnd, bis zum Tempel Salomos, wo es ein solches Blutbad gab, dass die Unsrigen bis zu den Knöcheln im Blut wateten…
Nachdem die Unsrigen die Heiden endlich zu Boden geschlagen hatten durcheilten die Kreuzfahrer die ganze Stadt und rafften Gold und Silber. Dann, glücklich und vor Freude weinend, gingen die Unsrigen hin, um das Grab unseres Erlösers zu verehren, und entledigten sich Ihm gegenüber ihrer Dankesschuld“.
(Chronist über die Eroberung Jerusalems)

„Es ist nicht verwunderlich, dass sich gerade die freieren Geister… mit Grausen vom Christentum und von der Kirche insgesamt abwenden“.

(Hermann Detering, Theologe)

„Gestatten Sie mir, Ihnen zu sagen, dass unsere heutigen Religionen der Religion Christi so wenig gleichen wie jener der Irokesen. Jesus war ein Jude, und wir verbrennen Juden. Jesus predigte Duldung, und wir verfolgen. Jesus predigte eine gute Sittenlehre, und wir üben sie nicht aus. Jesus hat keine Dogmen aufgestellt, die Konzile der Kirche aber haben reichlich dafür gesorgt. Kurz, ein Christ des 3. Jahrhunderts ist einem Christen des 1. gar nicht mehr ähnlich“.
(Friedrich der Große, preuß. König, 1712-1786)

„Ich habe die Erfahrung gemacht, dass selbst Raubtiere dem Menschen nicht so feindlich gesinnt sind wie die Christen gegeneinander“.
(Julian, römischer Kaiser, 331-363, genannt: Apostata, der Abtrünnige)

„Das Christentum ist heute ein Leichnam, der nur noch dank der künstlichen Sauerstoffzufuhr seitens interessierter Politiker, Theologen und Kirchenfunktionäre den Anschein von Lebendigkeit zu erwecken vermag“.

(Joachim Kahl, dt. Theologe und Philosoph, *1941)

„Zum Christentum wird man nicht geboren, man muss dazu nur krank genug sein“.

(Friedrich Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900)

„Die persönlichen Lehren Christi: Demut, Feindesliebe, Unweltlichkeit werden nirgends befolgt. Vielmehr ist es im gesamten Abendlande Sitte, sich mit seinem Nächsten nicht zu befassen, gegen Feinde vorzugehen, das Leben auf die Sorge für den kommenden Tag zu stellen, den, der einem auf den rechten Backen schlägt, niederzuschießen und die geistig Armen als minderwertig anzusehen“.
(Walther Rathenau, dt. Staatsmann u. Industrieller, 1867-1922)

„Der Jesus von Nazareth, der als Messias auftrat, die Sittlichkeit des Gottesreiches verkündete, das Himmelreich auf Erden gründete und starb, um seinem Werke die Weihe zu geben, hat nie existiert. Es ist eine Gestalt, die vom Rationalismus entworfen, vom Liberalismus belebt und von der modernen Theologie in ein geschichtliches Gewand gekleidet wurde“.
(Albert Schweitzer, dt. Theologe, Mediziner & Philosoph, 1875-1965)

„Gott ist nur eine Arbeitshypothese. Es zeigt sich, dass alles auch ohne Gott geht und zwar ebenso gut wie vorher“.

(Dietrich Bonhoeffer, dt. ev. Theologe, 1906-1945)

„Es ist Religion, an keinen Gott zu glauben – ihn glauben heißt, ihn lästern“.
(Ludwig Anzengruber, österr. Dramatiker, 1839-1889)

„Im christlichen Glauben hat die Vernunft nichts zu suchen und die Naturwissenschaft nichts zu melden“.
(Klaus Berger, Heidelberger Theologe 1940 -)

„Toleranz ist gut. Aber nicht gegenüber Intoleranten“.
(Wilhelm Busch, dt. Zeichner u. Dichter, 1832-1908)

„Wer in Glaubensfragen den Verstand befragt, kriegt unchristliche Antworten“.
(Wilhelm Busch, dt. Dichter u. Zeichner, 1832-1882)
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Ketzer – Zitate von Christen und anderen Leuten

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Diese drei Zitate sind von Dr. Gunter Bleibohm

Die Wissenschaft hat in einhundert Jahren mehr für ein zivilisiertes Leben getan als das Christentum in achtzehnhundert Jahren.
(John Burroughs, am. Dichter, 1837-1921)

Religionen sind eine Ausgeburt der Angst. Sie sind die Antwort auf eine unverständliche und grausame Welt.
(Arthur C. Clarke, brit. Schriftsteller)

Des großen Alexander Reich zerfiel; das der alten Römer und das Napoleons ging in Trümmer; sie waren gebaut auf die Gewalt der Waffen. Aber das Reich von Neu-Rom besteht schon fast anderthalbtausend Jahre und wird wer weiß wie lange bestehen, denn es ruht auf dem solidesten Fundament – auf der Dummheit der Menschen.
(Otto von Corvin, dt. Schriftsteller, 1812-1886)

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Gruß Hubert

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Veröffentlicht 18. März 2013 von hubwen in Kirchenkritik, Religionskritik

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Nashorn-Art vor dem Aussterben. Da waren’s nur noch fünf   Leave a comment

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So geht es, wenn man nur Menschen eine Würde zuspricht und Tieren nicht und sie dem Menschen unterstellt. Der Mensch leistet „ganze Arbeit“, der Mensch als der große Zerstörer.
Wohlgemerkt, der Artikel vom Spiegel ist vom 16.12.2014. Sind es 2017 noch fünf Breitmaulnashörner?

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Aus dem Spiegel – Auszug

Nashorn-Art vor dem Aussterben Da waren’s nur noch fünf

Das Nördliche Breitmaulnashorn steht kurz vor dem Aussterben: Ganze sechs Exemplare gab es auf der Welt – nun ist ein weiteres gestorben. Forscher haben nur noch eine Hoffnung.

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Forscher wollen versuchen, die Nördlichen Breitmaulnashörner über künstliche Befruchtung am Leben zu halten. Im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin liegt das Sperma des im Oktober in Kenia gestorbenen, zeugungsfähigen Bullen. Mit ihm ließe sich die Eizelle eines Nördlichen Breitmaulnashorn-Weibchens befruchten. Ein junges, südliches Breitmaulnashorn könnte den Embryo austragen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/nashoerner-noerdliches-breitmaulnashorn-ist-tot-seine-art-stirbt-aus-a-1008795.html

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Man schreibt dem Horn in Asien heilende Kräfte bei Potenzstörungen und Krebs zu, was natürlich ein Irrglauben ist, aber für das Nashorn und auch Tierfreunde ist das fatal. Wie viele ausgerottete Tierarten wollen wir Menschen noch ertragen?

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Hier dazu noch ein Artikel aus animalsunited.de – Auszug

Nashörner – Für ‚Medizin‘ ermordet & vom Aussterben bedroht!

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Bloß keine Fotos auf Facebook posten!

Das ist die strikte Anweisung, die alle Teilnehmer_innen der Safari erteilt bekommen. Denn Wilderer_innen suchen gezielt nach Posts wie „Gerade eben gesehen: Zehn Nashörner im Soundso-Park, direkt an der ersten Kreuzung!“. Oder sie kombinieren Hashtags wie #Rhino, #Hluhluwe-Umfolozi und #OurMomentoftheDay – und während die Tourist_innen zu Abend essen, wird die eben fotografierte Nashorngruppe drei Kilometer entfernt massakriert. Es kam leider auch schon vor, dass Tierärzt_innen nach einem Tag wieder abreisen mussten, da nach einem Foto von einem bereits enthornten Nashorn Wilderer_innen über Nacht alle restlichen Tiere mit Horn abgeschlachtet hatten.

Warum ist das Horn so beliebt?

Das Horn besteht aus Keratin, wie auch unsere Fingernägel. In China und Vietnam zahlen reiche Kund_innen trotzdem bis zu 80.000 Dollar pro Kilo in Pulverform. Sie denken, es könnte Potenzstörungen und Krebs heilen. Das tut es jedoch definitiv nicht. Leider herrscht weiterhin vorsätzliches Unwissen, wodurch die Nashörner weiter für diesen Irrglauben sterben müssen.

Vom Aussterben bedroht

In ganz Südafrika gibt es vielleicht noch 3.000 Exemplare. Es bleibt nicht mehr viel Zeit, es könnte sie bald nicht mehr geben. In den letzten Jahren haben der Tierarzt und 30-40 seiner Kolleg_innen nebenberuflich im ganzen Land mehrere Tausend Nashörner enthornt. Aber um alle Rhinozerosse Südafrikas unter die Säge zu nehmen, bräuchte es viel mehr Personal.

Wissenswertes über das Nashorn

Der Verfasser des Artikels beschreibt sie als „Panzer auf vier Beinen“. Drei Meter lang, fast zwei Meter hoch, knapp eineinhalb Tonnen schwer, mit einer Haut wie Hartgummi. Die Füße sind eher weich, das Maul sehr weich. Nashörner haben eine Kopf-Rumpf-Länge von 2,5-3,8 m und einen 40-60 cm langen Schwanz. Ihre Schulterhöhe beträgt zwischen 1,2-1,8 m. Ihr Körpergewicht schwankt zwischen 1500 und 3600 kg. Und das als Pflanzenfresser_innen! Bei der Geburt wiegt ein Nashornkalb bereits ca. 80 kg, nach einer Tragzeit von eineinhalb Jahren.

Doch die Tiere sind nicht ungefährlich. Spitzmaulnashörner sind dafür bekannt, augenblicklich anzugreifen und erst hinterher zu überlegen, ob das wirklich notwendig war. Frei dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung.“ Personen in einem Geländewagen werden aber als Einheit angesehen und somit selten angegriffen.

Heute leben Nashörner in Afrika und Asien. Sie halten sich in Savannenlandschaften aber auch in tropischen Regenwäldern auf. Es gibt noch fünf Nashornarten, das Breitmaulnashorn (häufigste Art, ca. 20.000), das Java-Nashorn (seltenste Art, nur noch ca. 50), das Panzernashorn, das Spitzmaulnashorn und das Sumatranashorn. Je nach Art haben sie ein oder zwei Hörner. Nashörner sind Einzelgänger_innen. In Savannen können sie aber auch in kleinen Gruppen zu sehen sein. Sie leben auch mit Vogelarten wie dem Madenhacker zusammen, der sie von Parasiten befreit.

Es ist wirklich schade, dass diese tollen Tiere vom Aussterben bedroht sind. Bleibt nur zu hoffen, dass die Politik endlich reagiert und diese Tiere besser schützt! Es wäre sehr schade, wenn sie nun von der Erde verschwinden würden, wo sie doch bereits seit ca. 50 Mio. Jahren hier leben, wie Fossilien von urzeitlichen Nashörnern belegen.

Weh dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt. (Christian Morgenstern)

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Nashörner – Für ‚Medizin‘ ermordet & vom Aussterben bedroht!

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Gruß Hubert

 

 

 

Gewöhnung ist wie ein schleichendes Gift   Leave a comment

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Je nach politischer Einstellunge und Ausrichtung gefällt einem irgendein Beitrag oder nicht. Mir jedenfalls gefällt der Artikel von Martin Pollack vom „Standard“. Die illiberalen, konservativen, zum Teil auch reaktionären Ansätze, die immer mehr Anhänger finden, geben mir schon zu denken und auch die unverhohlen undemokratischen Ansichten, der Ruf nach dem starken Mann machen mich zu einem „besorgten Bürger“ um einmal diesen überstrapazierten Begriff von anderer Seite zu gebrauchen. Wenn ich da an das national-konservative und streng katholische „Kaczynski-Männchen“ in Polen denke… Ich würde mir jedenfalls nicht wünschen in Polen zu leben.

Hier ein Artikel aus derstandard.at

Wir dürfen nicht resignieren, nicht den Kopf einziehen und uns an die fatale Erosion der Demokratie in unserer Nachbarschaft gewöhnen. Wir müssen unsere Freunde unterstützen, aktive Solidarität zeigen.

[…]

Insgesamt ist bei mir in Bocksdorf also alles in Ordnung. Mir geht es gut. Doch kaum mache ich es mir beim Ofen bequem, den ich übrigens mit slowenischer Weißbuche heize, beschleichen mich Zweifel. In letzter Zeit immer öfter. Ist diese Zufriedenheit wirklich berechtigt? Mache ich mir nicht was vor? Stecke ich nicht den Kopf in den Sand und verschließe Augen und Ohren vor einer Realität, die gar nicht so freundlich und rosig erscheint, wie ich’s gern hätte? Damit meine ich nicht mein Alter. Damit komme ich leidlich zurecht. Ich darf nicht klagen. Und ich denke auch nicht an meine Krankheit. Mit der komme ich auch noch zurecht. Die meiste Zeit jedenfalls und so halbwegs. Gefühl der Ohnmacht Es gibt andere Gründe für diese Zweifel, die mir manchmal schwarze Tage bereiten, an denen ich eine tiefe Niedergeschlagenheit verspüre, ein Gefühl der Ohnmacht.

Es ist die politische Situation in Österreich, in Polen, insgesamt in Europa und darüber hinaus, die mich daran hindert, das Leben in Bocksdorf vorbehaltlos zu genießen. Die großen Hoffnungen, die wir mit der Wende und den Umbrüchen verbanden, für die das Jahr 1989 symbolhaft steht, sind tiefer Ernüchterung, ja Enttäuschung gewichen. Wir erleben in Europa, und nicht nur hier, einen reaktionären, illiberalen, nationalistischen Backlash, der die Errungenschaften von 1989 zunichtezumachen droht. Putins Russland und Trumps Amerika spielen dabei in vielerlei Hinsicht, bei allen bestehenden Unterschieden, eine fatale Vorreiterrolle. In Ostmitteleuropa fällt die Saat des Antiliberalismus und Nationalismus, gepaart mit Populismus, auf besonders fruchtbaren Boden, wie ein Blick nach Ungarn oder Polen zeigt.

Und Trendumkehr ist keine in Sicht, im Gegenteil, die Aushöhlung und Schwächung der liberalen Demokratie scheint immer rascher und radikaler fortzuschreiten. „Statt einer ‚globalen Zivilgesellschaft‘ (Mary Kaldor) erleben wir den globalen Aufstieg populistischer Nationalismen“, schreibt der französische Politologe Jacques Rupnik, einst Berater von Präsident Václav Havel, in einem Aufsatz über die Situation nach 1989. Er konstatiert eine Wiederkehr Mitteleuropas, allerdings „in illiberalem Gewand“.

Während sich die proeuropäischen Eliten auf dem Rückzug befinden, erleben dumpfe europafeindliche Strömungen einen rasanten Aufschwung, auch in Ländern mit tief wurzelnden demokratischen Traditionen. Vielerorts werden Rufe laut nach einer starken Hand, einem starken Staat, einem starken Führer, der alles daransetzt, um die lästigen demokratischen Institutionen so lange auszuhöhlen, bis sie nur mehr dem Namen nach existieren: leere, kraftlose Hüllen. Putin und Erdogan haben vorgemacht, wie das geht. Und ihre Methode macht Schule. Es erscheint fast anstößig, pervers, aber Putin findet in zahlreichen europäischen Ländern begeisterte Anhänger und eifrige Schüler. Auch in Österreich. Der oberste Rechtspopulist, H.-C. Strache, macht gar kein Hehl aus seiner Bewunderung für den neuen russischen Zaren und dessen Verständnis von Demokratie. Die FPÖ wird demnächst in der Regierung sitzen, mit Strache als Vizekanzler.

Entmündigt, marginalisiert

Die Erosion der Demokratie wird verstärkt und beschleunigt durch Flüchtlingskrise und Terror, die von rechten Populisten und fundamentalistischen Chauvinisten ausgenutzt werden, um immer neue Ängste und Misstrauen zu schüren. Misstrauen gegen Migranten und überhaupt Fremde, gegen Andersdenkende, gegen Minderheiten aller Art sowie Intellektuelle im Allgemeinen und liberale Intellektuelle im Besonderen, gegen das liberale Europa und gegen die Zivilgesellschaft im eigenen Land, die ihrer Ansicht nach entmündigt und marginalisiert werden muss. In Russland und in der Türkei, um in Europa zu bleiben, ist das längst geschehen, Ungarn ist auf dem besten Weg dorthin. In Polen scheint die Zivilgesellschaft nicht bereit, die Fahne so rasch zu streichen. Die polnische Gesellschaft lässt sich nicht so einfach gleichschalten.

Der Mut und die Entschlossenheit, die sie in der Verteidigung der liberalen Demokratie und ihrer Institutionen täglich aufs Neue beweist, sind zu bewundern. Ein nachahmenswertes Beispiel. Daraus folgt aber auch, dass wir, die diese Entwicklung noch von außen beobachten, in die Verantwortung genommen werden. Wir müssen uns fragen, was wir tun können, tun müssen, um unsere Freunde in Polen und Ungarn zu unterstützen, ihnen aktive Solidarität zu bezeugen. Also was tun? Ich weiß keine einfache Antwort, ich weiß nur eines: Wir dürfen nicht resignieren, nicht den Kopf einziehen und uns an die fatale Entwicklung gewöhnen. Unter keinen Umständen. Wir dürfen nicht achselzuckend zur Kenntnis nehmen, dass die Demokratie in unserer Nachbarschaft demontiert wird (wann sind wir an der Reihe?), dass die Gewaltenteilung im Staat infrage gestellt wird, wir dürfen uns nicht an obrigkeitlich verordnete Lügen und Fake-News gewöhnen. Und wir dürfen uns niemals daran gewöhnen, dass sich ein „szary czlowiek“ wie Piotr S., ein kleiner Mann, wie er sich selbst nennt, in Warschau öffentlich verbrennt, um wachzurütteln und aufzurufen, der Zerstörung der Demokratie durch die regierende Partei Einhalt zu gebieten.

An solche Verzweiflungstaten dürfen wir uns nicht gewöhnen, sie sind nicht hinnehmbar, wir dürfen sie nicht mit Schweigen übergehen. Gewöhnung ist wie ein schleichendes Gift, das Gehirne zersetzt und Menschen demoralisiert. Wenn wir das begreifen, haben wir einen wichtigen Schritt getan.

(Martin Pollack, 16.11.2017) Martin Pollack (73) ist Schriftsteller und Übersetzer. Dieser Text ist ein Auszug aus seiner Rede anlässlich des vor wenigen Tagen in Potsdam an ihn verliehenen Dialog-Preises der Deutsch-Polnischen Gesellschaft.

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Gewöhnung ist wie ein schleichendes Gift

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Hier noch einige grundsätzliche Gedanken zur Demokratie, ebenfalls aus dem Standard.

Im Übrigen hat schon der Schöpfer unserer demokratischen Verfassung, Hans Kelsen (Österreich), darauf hingewiesen, dass „Demokratie nicht etwa Diktatur der Mehrheit bedeutet“, sondern einen ständigen Kompromiss zwischen allen gesellschaftlichen Gruppen des Landes impliziert. Erst dieses Verständnis von Demokratie ermöglicht es, den historischen Gegensatz von Fremdbestimmung und Selbstbestimmung so weit wie möglich aufzulösen. Die Verantwortung für einen allfälligen Umbau unseres Systems ist selbstverständlich eine vornehmlich politische. Aber es bedarf immer auch eines juristischen Regelwerks. Es liegt daher auch in der Verantwortung der Juristen, die jeweiligen Konsequenzen aufzuzeigen und dabei ihre Unabhängigkeit zu bewahren.

http://derstandard.at/2000068032739/Demokratie-ist-nicht-die-Diktatur-der-Mehrheit?ref=rec

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Gruß Hubert

 

 

 

 

Kritik an Barbie-Puppe mit Hidschab macht schon zur islamfeindlichen Hetzerin   1 comment

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Es geht gar nicht, wenn Facebook eine Kritik zur neuen Barbie-Puppe, die mit Hidschab bekleidet ist, mit einer 7-Tage Sperre belegt, so wie es Birgit Kelle erging. Manche kennen Birgit Kelle sicher wegen ihres Buches, das die früherere Sexismusdebatte, Hashtag #Aufschrei (Brüderle) bzw. bestimmte Frauen aufs Korn nahm: „Dann mach doch die Bluse zu“

Die Meinung zu einer neuen Barbie-Puppe war offenbar nicht konform mit den Gemeinschaftsstandards von Facebook.

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Aus der WELT

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WELT-Autorin Birgit Kelle – Quelle: Kerstin Pukall
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Facebook hat mich gesperrt, weil meine Meinung zu einer neuen Barbie-Puppe offenbar nicht konform ist mit seinen Gemeinschaftsstandards. Ich nehme das gern hin, wenn es ein Zeichen setzt für ein freies Leben aller Frauen.

Bis gestern schmückten mich nur Titel wie „Antifeministin“, „Rechte“, „Homophobe“ und „Rassistin“ oder auch „Katholiban“, gerne auch in der Kombination „rechte Antifeministin“, „homophobe Rechte“ und – das ist neuerdings Höchststrafe im Land – „erzkonservative Katholikin“. Sehen Sie im Hintergrund auch schon den Scheiterhaufen brennen? Seit gestern weiß ich es besser, ich bin jetzt auch islamfeindliche Hetzerin. Danke!

Es braucht nicht viel in diesem Land, um sich solche Titel einzufangen. Aktuell hat mich Facebook für sieben Tage gesperrt, weil meine Meinung zu einer neuen Puppe des Spielwarenherstellers Mattel offenbar nicht konform läuft mit den Gemeinschaftsstandards der Social-Media-Plattform. Leider brach ich nicht in Begeisterungsstürme aus angesichts einer neuen Barbie-Puppe, die mit Hidschab bekleidet einen ganz neuen Markt für den internationalen Spielwarenhersteller erschließen soll und dabei mit freundlichem Gesicht die Zwangsverschleierung und Unterdrückung von Frauen in islamischen Ländern weltweit in die Kinderzimmer kleiner Mädchen bringt.

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Da hilft es auch nichts, dass die Barbie nach dem Vorbild einer Sportlerin designt wurde. Die Unterdrückung von Frauen ist eben kein Sportplatz und auch kein Spielplatz sondern für Millionen von Frauen weltweit bitterer und manchmal tödlicher Ernst.

Und so drängte sich mir die Frage auf, ob es demnächst wohl auch das Barbie-Haus gibt, in dem der liebe Ken seine Barbie auspeitschen oder steinigen lassen kann, wenn sie den hübschen Hidschab ablegen will?

Facebook ließ mich wissen, dass dieser Satz samt Posting gelöscht wurde und ich für sieben Tage stillgelegt werde. Muss man verstehen, ich habe schließlich Menschen einer Religionsgemeinschaft angegriffen, das geht nicht. Die Herren Muslime haben schließlich auch ein Recht auf freie Religionsausübung und ihre Traditionen.

Was dem einen der Sonntagsgottesdienst, ist dem anderen die Steinigung. Wir sind ja auch sowieso sehr für kulturelle Vielfalt. Und es ist ja nur ein Kleidungsstück. Man erhält es inzwischen auch in bunten Farben, damit es für Frauen angenehm ist. Man kann sich die Unterdrückung also neuerdings nicht nur schön-reden, sondern auch schön-kleiden. Und ist es nicht wunderbar, wenn auch die kleinen Mädchen gleich modebewusst im Puppenhaushalt einüben, die Stofffetzen richtig zu binden?

Da können sich Weinstein und Co. mal umschauen

Ich hätte mir wahrscheinlich mal besser ein Beispiel nehmen sollen an dem Kollegen bei der „Zeit“, der hatte zielsicher erkannt, dass die neue Kopftuch-Barbie „sich emanzipiert“ habe mit diesem neuen Look.

Endlich nicht mehr Minirock und Bikini, sondern züchtig verschleiert. Großartig, diese Emanzipation. Nun käme mir nur unter Androhung von Folter das Wort emanzipiert und Verschleierung in einen Satz. Wer das für sich einüben will, sollte sich aber unbedingt den kürzlich erschienenen Beitrag bei der „Huffington Post“ zu Gemüte führen. Dort belehrt uns eine Autorin ausführlich darüber, warum Muslime die wahren Feministinnen sind.

Schließlich gehen sie respektvoll mit ihrem Körper um und unterwerfen sich nicht dem Diktat der westlichen Welt, das die Oberfläche des Körpers zum Schau- und Lustobjekt gemacht hat. Die Burka also als Lösung der Emanzipation. Da können die Altherren Weinstein, Brüderle und Co. sich mal umschauen, wir verweigern ihnen einfach den Blick auf unsere hübschen Körper.

Ich hatte den Kopf, der mir spontan auf die Tischplatte gefallen war, noch nicht ganz erhoben, da drängte sich bereits eine weitere Kollegin der „Zeit“ ins Bild. Mitten in der überhitzten „#metoo“-Debatte, scheinen ja bei manchen Geschlechtsgenossinnen die Drähte durchzubrennen.

Auch sie empfahl aus Gründen der Emanzipation einen Verzicht der Frau auf Schminke, auf Herausputzen ihres Äußeren, einen Verzicht auf Zurschaustellung ihrer Schönheit. Freiheit durch Hässlichkeit. Freiheit durch Kleidung, die nicht mehr den Körper oder gar die Figur hervorhebt.

Das ist übrigens auch auf einer Linie mit den grünen Werbewächterinnen in Berlin, die jedes Plakat mit Frauen in Bikinis neuerdings wegen Sexismusalarms abhängen lassen, um die Würde der Frau zu schützen. Da war es wieder, sackförmige, unscheinbare Kleidung, um die Reize der Frau nicht zu enthüllen, sondern zu verdecken. Verzicht auf Nacktheit in der Öffentlichkeit. Schöner hätte es auch Pierre Vogel nicht formulieren können.

In erstaunlichem Tempo steigern sich derzeit ausgerechnet Feministinnen als Steigbügelhalterinnen radikaler islamischer Ansichten. Die gleichen Frauen, die sonst bereits in Schnappatmung verfallen und einen sexistischen Angriff, eine Unterdrückung ihres Intellektes und die ganze Macht patriarchaler Strukturen wittern, wenn ihnen ein Mann ein Kompliment macht, verniedlichen das Kopftuch oder auch den Hidschab als modisches Kleidungsstück.

Wer darauf hinweist, dass dieses Kopftuch ein politisches Symbol ist, dessen Zurschautragen die Minderwertigkeit von Frauen und die Ungleichheit zwischen Mann und Frau manifestiert, gilt inzwischen nicht nur bei Facebook als Hetzer, Rassist und als Islamophober. Ich verstoße also gerade gegen die Gemeinschaftsstandards von Facebook, weil ich Kopftücher für Kinderzimmer verurteile.

Gern geschehen. Ich würde es wieder tun. Denn in den Gemeinschaftsstandards unseres freien, demokratischen Landes, man nennt es auch das Grundgesetz, stehen Dinge wie Gleichberechtigung von Mann und Frau. Da steht die Religionsfreiheit, die auch beinhaltet, frei von Religion sein zu dürfen. Und da steht die Meinungsfreiheit und Pressefreiheit für unser Land festgeschrieben.

[…]

Verschleierte Barbies sind keine Zeichen von Toleranz und Vielfalt, sondern ein Nackenschlag für all die mutigen Frauen weltweit, die unsere Unterstützung brauchen und dieser wert sind. Sieben Tage ohne Facebook nehme ich gerne, wenn es ein Zeichen setzt für ein freies Leben aller Frauen weltweit.

Birgit Kelle ist gegen die Facebook-Sperrung juristisch vorgegangen. Daraufhin wurde die Sperrung nach 24 Stunden aufgehoben.

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Kritik an Barbie-Puppe mit Hidschab macht schon zur islamfeindlichen Hetzerin

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Gruß Hubert

 

Geheimsache Tiertransporte   Leave a comment

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Dieser Beitrag bedarf keiner Kommentierung, da er für sich selbst spricht. Ein Video ist im ZDF zu sehen.

Eine Dokumentation vom ZDF, recherchiert von Manfred Karremann.

Millionen Tiere werden jedes Jahr durch Europa transportiert, bis nach Nordafrika. Rinder und Schafe sind oft tage- oder wochenlang eingepfercht auf Lastwagen und Schiffen unterwegs.

Seit 1991 hat der „37 Grad“-Autor Manfred Karremann oft im ZDF über das Schicksal der Tiere auf Langstreckentransporten berichtet. Die EU hat mehrfach mit verbesserten Vorschriften zum Tierschutz auf die Sendungen reagiert. Doch dies bietet zu wenig Schutz.

Ein Ende mit unsäglichen Schrecken

Das braun-weiße Rind im Lastwagen atmet schwer. Es liegt am Boden. Seine Leidensgenossen treten es unwillkürlich. Nach gut 20 Minuten ist das Tier tot. Eine Szene, so gedreht Ende August 2017 an der EU-Außengrenze zur Türkei. Eine Ausnahme? Der Export von Rindern und Schafen aus der EU boomt wieder. Hauptempfänger für lebende Tiere ist neben der Türkei der Nahe Osten. Schon kleine Kälber werden über 3000 Kilometer weit transportiert. Nach Tagen oder Wochen am Ziel angekommen, erwartet viele Tiere aus Europa in der Türkei oder im Nahen Osten ein Ende mit unsäglichen Schrecken.

Auch Tierschützer schlagen erneut Alarm: Niemand schert sich mehr um die Gesetze, sobald unsere Tiere die EU verlassen, so ihre Beobachtungen. Sie berichten von verdursteten Rindern am türkischen Grenzübergang. Von einer unsäglichen Quälerei auf alten Viehfrachtern und nach der Ankunft im Nahen Osten und Nordafrika.

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Ein an einem Bein aufgehängtes Rind wird von einem Kran auf ein Schiff gehievt. ...Wie seit Jahrzehnten werden auch 2017 noch immer verletzte Rinder mit einem Kran aus dem Schiffsbauch gezogen und an einem Vorderbein aufgehängt auf Lastwagen verladen. Das Bein bricht unter dem hohen Gewicht. Obwohl der Europäische Gerichtshof entschieden hat, dass für Tiere aus der EU der Tierschutz bis zum Zielort sichergestellt sein muss, sind solche Quälereien nach wie vor Alltag. Offenbar kontrolliert niemand mehr den Tierschutz außerhalb der EU-Grenze. Quelle: ZDF/Manfred Karremann

Keine Kontrolle der Transporte außerhalb der EU

Erst kürzlich wurden deshalb eine Million Protestunterschriften an die EU-Kommission in Brüssel übergeben. Der Hintergrund: Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass das Wohl der Tiere bis zum letzten Zielort sichergestellt sein muss. Doch: Niemand kontrolliert die Transporte, wenn sie einmal die EU verlassen haben. Das bestätigt auch „37 Grad“-Autor Manfred Karremann. Schon kurz hinter den EU-Außengrenzen trifft er auf verdurstete Rinder, ebenso auf Zuchtkühe, die auf den Lastwagen gebären und sterben.

Manfred Karremann wollte wissen: Sind die Bilder vom Tierleid Ausnahmen? Oder wird hier systematisch ein Gesetz nicht eingehalten? In einer mehrmonatigen, investigativen Recherche, die ihn von deutschen Bauernhöfen über Bulgarien und die Türkei bis in den Libanon geführt hat, geht er dieser Frage nach. Mit einem erschreckenden Ergebnis. „37 Grad“ zeigt seine Bilanz.

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Geheimsache Tiertransporte

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Gruß Hubert

Wald-Terroristen   Leave a comment

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Im Beitrag wird eine gewisse Frauke Wagner von fellbeisser.net kritisiert, die in einem Faltblatt einen Hochsitz von Jägern hatte. Von mir aus können Jäger psychisch nicht gesund sein, denn welchem gesunden Mensch könnte es Freude bereiten auf ein ahnungs- und wehrloses Tier zu schießen – hoch ausgerüstet mit Gewehr samt Zielfernrohr – trotzdem treffen sie oft das Tier nicht tödlich, so dass sich Tiere im Gebüsch verkriechen und Stunden oder auch Tage leiden, bis sie endlich sterben.

Aus fellbeisser.net

Wenn Tiermassenmörder – im Volksmund nennen sie sich Jäger – unschuldige Tiere töten, geschieht das in den meisten Fällen von eben diesen Hochsitzen herab.

Warum und wieso es überhaupt Menschen gibt, deren einzige Freizeitbeschäftigung aus dem Töten unschuldiger Tiere besteht, ist für mitfühlende, noch etwas Geist besitzende Mitmenschen eh nicht nachvollziehbar.

Denn was tun diese Tiermassenmörder – sie töten aus der Lust heraus zu töten und um Beute zu machen! Einen anderen Grund gibt es für die sinnlose Jagd auf Tiere nicht!

Jagd bedeutet Töten, und Töten bedeutet Leid.

Noch über die Tatsache hinaus, daß Jagd das Leben schmerzempfindlicher, fühlender und denkender Mitgeschöpfe ohne vernünftigen Grund beendet, geht Jagd mit Qualen der betroffenen Tiere einher.

Also kurzum – während Jäger nach eigener Aussage große Freude dabei empfinden, Beutegreifer mit Fleisch getöteter läufiger Weibchen vor den Hochsitz zu ködern und dort zu erschießen, haben diese Lusttöter keine Skrupel vom Hochsitz aus am elterlichen Bau spielende Jungfüchse zu erschießen.

Einen Hochsitz auf dem Titelbild Gothaer Impressionen darzustellen ist folglich mehr als makaber!
Von Harald Fehr

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Wer kann auf ein wehr- und ahnungsloses Tier schießen und dabei noch Freude haben? Ich nenne solche Leute, sprich Jäger, Wald-Terroristen. In einem Krieg würde ich sie an die vorderste Front schicken, wenn ich könnte. Da könnten sie dann beweisen ob sie mutig oder feige sind. Wer andere tötet darf kein Mitleid erwarten, wenn er selbst getötet wird – zumal wenn er auch noch auf wehrlose Kreaturen schießt.

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Wald-Terroristen

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Gruß Hubert

 

 

Veröffentlicht 15. November 2017 von hubwen in Tiere, Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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Herrschaftskritisch-emanzipatorische Islamkritik   2 comments

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Es geht darum Islamkritik in einer differenzierten Weise zu sehen und zu bearbeiten. Nicht mit der Hammer- (wenn nicht sogar Schlegel-) Methode von RECHTEN. Der Islam wird von Rechten doch nur instrumentalisiert, zugrunde liegt dem eine fundamentale Fremdenfeindlichkeit. Für Rechte sind nur weiße Christen willkommen. Wenn man Religionskritik betreibt, sollte das eine generelle Kritik von Religionen sein und nicht nur eine sich davon heraus picken. Bei RECHTEN hört die Religionskritik bei der Islamkritik auf. Schon Marx sagte: … die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik. Ich verurteile jedenfalls besonders alles Reaktionäre an ALLEN Religionen.

Hier ein Artikel aus Linke Zeitung.

Es müsste also darum gehen, den reaktionären Gehalt der rechtsextremistischen „Anti-Islam-Ideologie“ herauszuarbeiten, ohne in eine undistanzierte Verteidigungshaltung gegenüber der islamischen Herrschaftskultur zu verfallen.

Unterlässt man diese gleichgewichtige Doppelabgrenzung gegenüber a) dem autochtonen Rechtsextremismus (der sich zum Teil auch mit dem Islamismus verbrüdert) und b) dem eingewanderten religiös-totalitären Rechtsextremismus, dann leistet man objektiv Schützenhilfe für die reaktionären Akteure der islamischen Herrschaftskultur. Die Abgesandten Erdogans, Milli Görüs und die MHP-Alamancis werden sich auch diesmal ins Fäustchen lachen, wenn die deutschen „Blockierer“ einseitig und voller Vehemenz gegen Pro-Köln und Co. demonstrieren, aber immer dann – wie zum Beispiel anlässlich des Auftritts von Erdogan und seiner reaktionären Anhängerschar –

auf politisch-ideologische Tauchstation gehen, wenn gegen Islamisten, Ehrenmörder, Zwangsverheirater, Karikaturenschänder, muslimische Mordhetzer und Judenhasser etc. aufzumarschieren wäre.

Das kritische intellektuelle Minimum für eine halbwegs angemessene Herangehensweise wäre zumindest das traditionskommunistisch erreichte Einsichtsniveau bzgl. der Konstitution der islamisch codierten Herrschaftsverhältnisse:

„In Bezug auf die zurückgebliebenen Staaten und Nationen, in denen feudale oder patriarchalisch-bäuerliche Verhältnisse überwiegen, muß man insbesondere im Auge behalten … die Notwendigkeit, die Geistlichkeit und sonstige reaktionäre und mittelalterliche Elemente zu bekämpfen, die in den zurückgebliebenen Ländern Einfluss haben; …. die Notwendigkeit, den Panislamismus und ähnliche Strömungen zu bekämpfen, die die Befreiungsbewegungen gegen den europäischen und amerikanischen Imperialismus mit einer Stärkung der Positionen der Khane, der Gutsbesitzer, der Mullahs usw. verknüpfen wollen.“ (Lenin Werke Band 32, S.137; Hervorhebung von mir, H. K.).

Auch Karl Marx, der bekanntlich nie Marxist sein wollte und heute sicher von Lafontaine und Paech für die nachstehende Aussage mit einem PO-Verfahren behelligt und von Claudia Roth vor ein Sondertribunal gezerrt würde, äußerte sich über den Islam und das diesem normativ eingeschriebene Freund-Feind-Denken klarsichtiger als die Armada heutiger kulturrelativistisch verzogener Migrationspädagogen und Sprecher der Integrationsindustrie:

„Der Koran und die auf ihm fußende muselmanische Gesetzgebung reduzieren Geographie und Ethnographie der verschiedenen Völker auf die einfache und bequeme Zweiteilung in Gläubige und Ungläubige. Der Ungläubige ist ‚harby’, d. h. der Feind. Der Islam ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen. In diesem Sinne waren die Seeräuberschiffe der Berberstaaten die heilige Flotte des Islam.” (Marx-Engels-Werke, Band 10, S. 170; Hervorhebung von mir, H. K.).

Wenn sich die heutigen poststalinistischen Islamverteidiger auf Marx berufen, so handelt es sich hierbei lediglich um ein plumpes Täuschungsmanöver für Mitläufer der allerdümmsten Sorte.

[…]

Die Religion entpuppt sich damit als selbstentmächtigende Versöhnungsdroge mit der schlechten Wirklichkeit oder anders formuliert: „Religion schmückt die Kette der Unfreiheit nur mit phantastischen Trostblumen“ (Post 1969, S. 170).

Folglich reklamiert Marx nicht nur wie Feuerbach die Vertauschung von Subjekt und Prädikat (Projektionsthese), sondern findet darüber hinaus eine Begründung für diese Verkehrung: Das falsche, verdrehte Bewusstsein entsteht aus dem falschen, verdrehten Zustand der Welt: Weil die Welt verkehrt ist, muss das Bewusstsein religiös werden. Der durch antagonistische Herrschaftsverhältnisse zerrissene Mensch erzeugt die Religion als letztendlich regressiv-irreleitendes Mittel der Widerspruchsbewältigung. In diesem Sinne ist die Religion „nur die illusorische Sonne, die sich um den Menschen bewegt, solange er sich nicht um sich selbst bewegt“ (MEW 1, S. 379).

Die Überwindung der religiösen Entfremdung war für Marx und Engels folglich die conditio sine qua non der menschlichen Emanzipation und die Voraussetzung für die Aufhebung der wertzentrierten kapitalistischen Subjekt-Objekt-Verkehrung. Ohne Überwindung der Gottesreligion ist letztlich auch keine Überwindung der Marktreligion möglich. Andererseits gilt aber wohl auch: Solange die kapitalistischen Fetischformen das gesellschaftlich-durchschnittliche Bewusstsein beherrschen, ist auch keine Überwindung der (bürgerlich adaptierten) Gottesreligion möglich.

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Herrschaftskritisch-emanzipatorische Islamkritik

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 14. November 2017 von hubwen in Religionskritik, Uncategorized

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Kirche bzw. Christen und Tierschutz   2 comments

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Auszug aus patras-hunde.de

Ich glaube, dass mich Gott geschaffen hat samt allen Kreaturen„( Martin Luther)  

Wie Christen mit Tieren umgehen – eine traurige Bilanz 

Italien: 

In Italien bekennen sich mehr als 51 Millionen Menschen zum katholischen Glauben; in keinem anderen Land gibt es so viele Priester und Kardinäle (1).
Aber :
In Italien gibt es 1 Million Straßenhunde, weil italienische Christen jedes Jahr ca. 135.000 Haushunde aussetzen. Diejenigen, die nicht verhungern, vergiftet, erschossen oder überfahren werden, landen in den sogenannten Canili („Tierheimen“) , wo die Betreiber ( meist ebenfalls Christen ) diese Hunde geradezu horten und an jedem Hund verdienen. 600.000 Hunde „leben“ in diesen Verwahranstalten, von italienischen Tierschützern oft als „Konzentrationslager“ bezeichnet und haben keine Chance, jemals wieder herauszukommen. 

Tierheim Rieti – tagelang liegen die Tiere tot im Käfig

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Sie sterben dort einen langsamen und einsamen Tod, Tag um Tag und Jahr um Jahr ein bisschen mehr, während die christlichen Betreiber dieser Canili zu Millionären werden, da sie für ihren „Service“ von den Gemeinden fürstlich entlohnt werden. Tiermisshandlungen sind an der Tagesordnung, Kettenhaltung „normal“ und einen Hund zu quälen wird von den meisten „übersehen“ oder als Bagetelle eingestuft. Und die Pfarrer ? In Italien predigen diese von der Kanzel herunter, dass Tiere keine Seele haben und keine Schmerzen empfinden, wie es immer wieder von italienischen Tierschützern berichtet wird. 
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Spanien: 

In Spanien gehören 92 % der Bevölkerung der römisch-katholischen Kirche an(3).
Aber :
In Spanien werden ebenfalls Zigtausende von Haushunden ausgesetzt. Auch sie erwartet der Tod. Zehntausende Verkehrsunfälle pro Jahr mit Straßenhunden sprechen eine deutliche Sprache, aber sie werden auch einfach erschossen, vergiftet oder anderweitig vom Straßenbild beseitigt. Wenn sie in den spanischen Tierheimen, den „Perreras“ landen, werden sie unter grausamsten Bedingungen „aufbewahrt“ und dann getötet. 

 

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Galgos und andere Windhunde, die nicht mehr „gut“ jagen, also für ihren Besitzer nutzlos geworden sind, werden (wohl auch von den der römisch-katholischen Kirche angehörigen Spaniern ) zur Strafe lebend erhängt und zwar so, dass ihre Hinterläufe gerade noch ein bisschen den Boden berühren, damit sie möglichst lange leiden. 
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Bulgarien: 

In Bulgarien bezeichnen sich 83,9 % der Bevölkerung als Christen(5).
Aber:
In Bulgarien existierten bis vor kurzem sogenannte“ Isolatoren“, in die man die eingefangenen Straßenhunde brachte. Seit 2008 ein Tierschutzgesetz erlassen wurde, nennt man diese jetzt hier „Tierheime“. Geändert hat sich hingegen nichts : Diese Hunde werden dort nach wie vor unter grausamsten Bedingungen eingepfercht und letztlich getötet. Hunderttausende von ausgesetzten Hunden wurden in den letzten Jahren von den sich zum Christentum bekennenden Bulgaren vergiftet, erschlagen, ertränkt, lebend abgebrannt, erhängt oder erschossen. 
 
In einem der „Tierheime“ wurden 2008 die lebenden Hunde in das angrenzende Löwengehege eines Zoos geworfen, wo sie – vergeblich – um ihr Leben rennen durften, während der Tierheimbetreiber die Subventionen der Gemeinde einstrich und sich damit ein schönes Leben finanzierte. Tiermisshandlungen seitens der sich überwiegend zum Christentum bekennenden Bulgaren ist auch in diesem Land an der Tagesordnung.  
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Rumänien: 

In Rumänien sind 5,6% der Bevölkerung Katholiken, 6,7 % Protestanten(6).
Aber:
Hier wird derzeit erwogen, ALLE Straßenhunde zu töten. Seit Jahren werden sie gejagt, totgeschlagen, erstochen, erschossen. An ihrer Fangschlinge werden die eingefangenen Straßenhunde blutend, zappelnd und voller Todesangst über die Straßen geschleift und in „Tierheime“ gebracht, wo sie der blanke Horror und Tod erwartet. 
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Seit 2004 wurden in Rumänien Millionen von Straßenhunden ermordet. In Rumänien wird das Tier wie lästiger Müll entsorgt, gnadenlos und unter Anwendung brutalster Methoden. Jeder, der das mit angesehen hat, wird diesen Alptraum nie wieder vergessen. Misshandeln der Hunde, das Erhängen lebender Tiere, das Fußballspielen nicht mit einem Ball, sondern mit Welpen, die 2 oder 3 Wochen alt sind oder das Verletzen der Tiere „zum Spaß“ erregt hier niemanden. Es sind ja nur dreckige Köter. 
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Es geht aber nicht „nur“ um Hunde ( denen sich unsere Tierschutzorganisation widmet), es geht um viel mehr :
Es geht um Tiere, die tagelang durch Europa transportiert werden und tagtäglich zu Millionen geschlachtet werden; es geht um über 300.000 Robbenbabys, die jedes Jahr erschlagen und teilweise noch lebend gehäutet werden, damit man wieder ein paar Schlüsselanhänger machen kann; es geht um Millionen von Pelztiere, die getötet werden, damit „Reiche“ und „Promis“ sich wieder den neuesten Designer-Pelzmantel um die Schultern legen können; es geht um die Ausrottung der Wale, der Delfine und Haie; es geht um Millionen von Tierversuche, in denen die Tiere leider eben auch völlig unnütze Versuche ertragen müssen ( u.a. für Kosmetika ), obwohl es längst Alternativen gäbe; es geht um die Regenwälder, die aus Profitgier abgeholzt werden, um die Meere, die verschmutzt werden, um die Luft, die mit Abgasen belastet wird. 

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Kirche bzw. Christen und Tierschutz

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Gruß Hubert