Archiv für Dezember 2012

Zitate von Freidenker.at   2 comments

Das Jüngste Gericht ist der älteste Schmäh. Gerhard Engelmayer

Jeder soll glauben, was er glaubt, dass er glauben muss – nur soll er nicht glauben, dass die anderen das auch glauben müssen. Dann „hamma“ kein Problem. Klaus Eberhartinger, EAV (Anmerkung: ehemalige Band-Gruppe: Erste Allgemeine Verunsicherung)

Ich bin nicht ganz sicher, ob seine Heiligkeit noch alle Glocken im Turm hat. Ebendieser, in Anlehnung an die Papst-Aussage (in Afrika), Kondome würden vor HIV nicht schützen.

Ich denke, dass ein enormer Schaden von der Religion angerichtet wurde – nicht nur im Namen der Religion, sondern tatsächlich von der Religion. Steven Weinberg

Religion ist eine Beleidigung der Menschenwürde. Ohne sie würden gute Menschen Gutes tun und böse Menschen Böses. Aber damit gute Menschen Böses tun, dafür bedarf es der Religion. Derselbe

Das beste Mittel gegen die Feinde des freien Denkens ist das freie Denken selbst. Heiner Geißler

Es gibt keinen Himmel wenn wir ihn nicht machen. F. Nightingale

Was immer Wert und Bedeutung der Religion sein mögen, sie hat kein Recht, das Denken irgendwie zu beschränken, also auch nicht das Recht, sich selbst von der Anwendung des Denkens auszunehmen. S. Freud

Die meisten Mythen existieren in zwei Gebieten: Religion und Sex.

Das Schlimmsten an der christlichen Religion ist ihre unnatürliche und krankhafte Einstellung zur Sexualität. Bertrand Russel (1872-1970)

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es einen Gott gibt, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er die Religionen ermächtigt hat, ihn zu repräsentieren. Christoph Sonntag

Daß in den Kirchen gepredigt wird, macht deswegen die Blitzableiter auf ihnen nicht unnötig. Georg Christoph Lichtenberg

Die Lüge ist die Religion der Knechte und Herren, die Wahrheit ist die Gottheit der freien Menschen. Maxim Gorki

Ich sage euch aber, daß die Menschen Rechenschaft geben müssen am Jüngsten Gericht von einem jeglichen unnützen Wort, das sie geredet haben. Matthäus-Evangelium

Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners. Heinz von Foerster

Fürchte die Wahrheitspropheten, und fürchte vor allem jene, die bereit sind, für die Wahrheit zu sterben: Gewöhnlich lassen sie viele andere mit sich sterben, oft bereits vor sich, manchmal für sich. Umberto Eco (Der Name der Rose)

Die Wahrheit ist eine verdammt anstrengende und komplizierte Aufgabe, kein Wunder, dass viele schwindeln und einen Abstecher probieren oder diktieren, genannt Religion! Gerhard Engelmayer

Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben. Alexander von Humboldt

Ich wundere mich mehr über die Leute, die an Wunder glauben, als über die Wunder selbst. S. Freud

„Denken Sie an den betrübenden Kontrast zwischen der strahlenden Intelligenz eines gesunden Kindes und der Denkschwäche des durchschnittlichen Erwachsenen. Wäre es so ganz unmöglich, dass gerade die religiöse Erziehung ein großes Teil Schuld an dieser relativen Verkümmerung trägt?“ – S. Freud, Die Zukunft einer Illusion – Leipzig IPV 1927. Kapitel IX

„Wir mögen noch so oft betonen, der menschliche Intellekt sei kraftlos im Vergleich zum menschlichen Triebleben, und recht damit haben. Aber es ist doch etwas Besonderes um diese Schwäche; die Stimme des Intellekts ist leise, aber sie ruht nicht, ehe sie sich Gehör geschafft hat. Am Ende, nach unzählig oft wiederholten Abweisungen, findet sie es doch.“ -S. Freud, Die Zukunft einer Illusion – Leipzig : IPV, 1927. Kapitel X, Seite 87

„Mit Sicherheit weiß ich nur das eine, daß die Werturteile der Menschen unbedingt von ihren Glückswünschen geleitet werden, also ein Versuch sind, ihre Illusionen mit Argumenten zu stützen. […] Die Schicksalsfrage der Menschenart scheint mir zu sein, ob und in welchem Maße es ihrer Kulturentwicklung gelingen wird, der Störung des Zusammenlebens durch den menschlichen Aggressions- und Selbstvernichtungstrieb Herr zu werden.“ – S. Freud, Das Unbehagen in der Kultur, Leipzig IPV 1930, Kapitel VIII, Seite 136

„Religion beruht auf Autorität, Wissenschaft auf Beobachtung und Vernunft!“ Stephen Hawking

„Gott könnte existieren, aber die Wissenschaft kann heute die Entstehung der Welt ohne Gott erklären.“Stephen Hawking

http://www.freidenker.at/index.php/sprachhygiene-zitate.html

Gruß Hubert

2012 Rückblick (in review)   Leave a comment

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2012 an.

Hier ist ein Auszug:

Der neue Boeing 787 Dreamliner kann ungefähr 250 Passagiere befördern. Dieser Blog wurde 2012 über 1.500 mal besucht. Wäre es ein Dreamliner, würde es um die 6 Flüge brauchen, um so viele Personen zu befördern.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Veröffentlicht 31. Dezember 2012 von hubwen in Uncategorized

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The Doors – People are strange   Leave a comment


The Doors – People are strange

DIE LEUTE SIND SELTSAM

Die Leute sind seltsam
wenn du ein Fremder bist
Gesichter blicken hässlich
wenn du allein bist
Frauen wirken bösartig
wenn du unerwünscht bist
Strassen sind uneben
wenn es dir schlecht geht

Wenn du fremd bist
kommen Gesichter aus dem Regen
Wenn du fremd bist
erinnert sich niemand an deinen Namen
Wenn du fremd bist
Wenn du fremd bist
Wenn du fremd bist

Die Leute sind seltsam
wenn du ein Fremder bist
Gesichter blicken hässlich
wenn du allein bist
Frauen wirken bösartig
wenn du unerwünscht bist
Strassen sind uneben
wenn es dir schlechtgeht

Wenn du fremd bist
kommen Gesichter aus dem Regen
Wenn du fremd bist
erinnert sich niemand an deinen Namen
Wenn du fremd bist
Wenn du fremd bist
Wenn du frems bist

Wenn du fremd bist
kommen Gesichter aus dem Regen
Wenn du fremd bist
erinnert sich niemand an deinen Namen
Wenn du fremd bist
Wenn du fremd bist
Wenn du frems bist

 

http://www.golyr.de/the-doors/songtext-people-are-strange-554651.html

 

Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 31. Dezember 2012 von hubwen in Musik

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Iggy Pop – The Passenger   Leave a comment

 

Der Passagier – Songtext

Ich bin ein Passagier
und ich fahre und ich fahre
ich fahre ans Ende der Stadt
ich seh wie die Sterne hervorkommen
yeah, mit ihrer Helligkeit an einem klaren Himmel
du weißt das ich mir so gern die Nacht ansehe

Ich bin ein Passagier
ich stehe unterm Glas
ich sehe durch mein Fenster, so hell
ich seh die Sterne wie sie hervorkommen
ich seh den hellen und klaren Himmel
über der Stadt
und jeder schaut die schöne Nacht an

Singe la la la la la la la la
la la la la la la la la
la la la la la la la la la la

Komm ins Auto
wir wollen Passagiere sein
wir wollen in dieser Nacht durch die Stadt fahren
seh die Ruhe der Stadt
wir wollen den hellen und klaren Himmel sehen
wir wollen sehen wie die Sterne hell leuchten
der Himmel ist diese nacht nur für uns gemacht

oh der Passagier
wie,wie er fährt
oh der Passagier
er fährt und fährt
er schaut aus dem Fenster
was wird er sehen
er sieht den Himmel
er sieht wie die Sterne hervorkommen
er sieht die Ruhe außerhalb der Stadt
er sieht den Wind wie er über den Ozean weht
und alles ist für dich und mich gemacht
verursacht nur durch dir und mir
so lass uns fahren und sehen was uns gehört

Singe la la la la la la la la
la la la la la la la la
la la la la la la la la la la

oh der Passagier
er fährt und fährt
er sieht die Dinge unter dem Glas
er schaut durch sein Fenster
er sieht die Dinge er kennt sich
er sieht den hellen und klaren Himmel
er sieht die Stadt einschlafen in dieser Nacht
er sieht die Sterne hervorkommen
und alles gehört dir und mir
und alles gehört dir und mir
oh was uns fahren und fahren und fahren und fahren…

http://www.songtexte.com/uebersetzung/iggy-pop/the-passenger-deutsch-73d6bea9.html

Gruß Hubert

Veröffentlicht 30. Dezember 2012 von hubwen in Musik

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Kriminellen Schweizer Geldinstituten Lizenz entziehen   Leave a comment

Stephan Weil von der SPD möchte angeblich die Voraussetzungen dafür schaffen, kriminellen Geldinstituten aus der Schweiz die Lizenz zu entziehen. Sahra Wagenknecht von der Linkspartei sagt, das geht schon jetzt – wenn man will.

[…]
Die Linkspartei setzte am Donnerstag noch eins drauf. Ihrer Ansicht nach wäre dieser Lizenzentzug längst möglich. Die Partei- und Fraktionsvize Sahra Wagenknecht sagte dem Tagesspiegel:

„Herr Weil liegt falsch. Man braucht keine neuen Gesetze, um den Finanzkriminellen die rote Karte zu zeigen. Banklizenzen hätte schon Herr Steinbrück als Finanzminister entziehen können.“

Die Linke beruft sich dabei auf das Kreditwesengesetz, das den Entzug einer Banklizenz etwa bei fehlender oder mangelhafter Zuverlässigkeit erlaubt. Allerdings sind die Hürden dafür hoch. Ein erster Schritt nach Bekanntwerden von Beihilfedelikten wäre die Abberufung von Geschäftsleitern.

„Wir müssen die gesetzlichen Spielräume voll ausnutzen“, sagte Wagenknecht. „Ermittlungen gegen Bankenkriminalität sollten auf Bundesebene in einer Soko Finanzmafia zusammengefasst werden, die nach dem Prinzip null Toleranz gegen die Steuerflucht der Reichen durchgreift.“ An Schweizer Banken, die wiederholt aufgefallen seien, müsse ein Exempel statuiert werden. „Die müssen die Koffer packen. Die Spitze der UBS gehört auf die Fahndungsliste“, fordert die Linken-Politikerin.

FDP-Fraktionsvize Volker Wissing warf der SPD vor, mit der Forderung „ihre Ratlosigkeit zu verschleiern“. SPD und Grüne hätten zwar das Steuerabkommen blockiert, seien aber außerstande, ein besseres Verhandlungsergebnis zu erzielen. „Dieses politische Versagen versucht die SPD nun mit populistischem Getöse zu verdecken.“

Hier weiterlesen:

http://www.tagesspiegel.de/politik/streit-um-steuerflucht-wagenknecht-droht-schweizer-banken-mit-entzug-der-lizenz/7565432.html

Gruß Hubert

Veröffentlicht 28. Dezember 2012 von hubwen in Politik, Wirtschaft

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Schiller – Die Nacht … Du bist nicht allein   Leave a comment


Die Nacht … Du bist nicht allein – Songtext

Die Nacht… Du bist nicht allein
Die sonne zieht an mir vorbei obwohl sie eigentlich steht
während die welt an ihr vorbei so langsam untergeht
und wenn es dann dämmert und die nacht erwacht
beginnt ein untergang der jedem tag das leben nimmt
was diese welt am tag verneint lädt sie des nachts ein
und einer ihrer schatten wird von mir gemacht sein
dunkle seiten seiner seele bietet jeder zum tausch
unter menschen die sich suchen und nichts finden als rausch
die nach mir greifen und mitunter kriegen sie mich zu fassen
ziehn mich runter in nen bunker voller dunkler grimassen
hier kann ich grenzen überwindend meine seele verwetten
oder einen engel finden und mich retten

du bist nicht allein
ich bin immer hier
du bist nicht allein
ich bin immer hier, um da zu sein

kann denn die möglichkeit die sonne nicht mehr aufgehn zu sehn
einem die lust am leben nehmen?
ich teil mit jedem heute nacht den ballast
und das elend unsrer not in der angst vor dem leben und dem tod
in diesem lebenslagen kampf der krank macht und kraft raubt
häng ich an allem was mich schwach macht und aussaugt
wehr mich dagegen anzunehmen was weh tat
um niemals zuzugeben dass ich jemals falsch lag
doch wenn es wahr ist dass man erst durch fehler vollkommen wird
und dass wer aus angst am leben hängt sich vollkommen irrt
dann ist der schmerz loszulassen wohl nichts gegen den schmerz
wenn einem alles genommen wird

du bist nicht allein
ich bin immer hier, um da zu sein
du bist nicht allein
ich bin immer hier, um da zu sein

in einer stürmischen nacht erlöschen träume wie kerzenlicht
und wer nicht von herzen spricht trägt einen schmerz in sich
hütet und versteckt ihn hinter tausend ausreden
ich sollte beten aber irgendwas spricht dagegen
ich will vergeben denn der zweifel ersticht mein leben
ich kann nicht glauben meine liebe zerbricht am ego
ich will vertraun und ich weiss nicht mehr wie das gehen soll
ich seh kein morgengrauen nein ich sehr nur dichten nebel
ich bin am boden geknebelt und fast zu tode getreten
doch hab nicht vor so zu enden, ich hab nicht vor aufzugeben
ich werde dieses leben ändern und ich werds überleben
ein neuer morgen wird kommen und er bringt hoffnung für jeden
der neu geboren unter schmerzen aus dem koma erwacht
damit das feuer des herzens auf ein neues entfacht
dass hat das leben jeden tag in diesen händen verbracht
damit das licht der nacht ein ende macht

du bist nicht allein
ich bin immer hier, um da zu sein
du bist nicht allein
ich bin immer hier, um da zu sein
es liegt nur an dir

http://www.songtexte.com/songtext/schiller/die-nacht-du-bist-nicht-allein-53db57ad.html

Gruß Hubert

Veröffentlicht 20. Dezember 2012 von hubwen in Musik

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Arbeits-Unrecht   Leave a comment

Werner Rügemer beschreibt in diesem Artikel, auf welche Weise Arbeiter ausgebeutet und wie rechtliche Grauzonen errichtet werden. Die Menschenwürde und das Gerechtigkeitsempfinden wird mit Füßen getreten.

Auszug.

Rechtsbrüche, Unrechts-Gesetze, rechtliche Grauzonen, öffentliche Diskriminierung, Erpressung: Beschäftigte wie Arbeitslose werden ausgequetscht und erniedrigt. Bestandsaufnahme und Widerstand sind nötig. Werner Rügemer beschreibt die Brisanz der Entwicklung und weist auf eine Konferenz zum Thema hin: http://www.businesscrime.de.  Albrecht Müller

Ein Aufruf von Werner Rügemer

Der Neoliberalismus ist keineswegs am Ende, er hat nur krisenbedingt seine ideologische Fassade gewechselt. Die staatliche Rettung bankrotter  Banken und weiterer spekulativer Finanzakteure und Unternehmen ändert an den neoliberalen Praktiken wenig – außer dass der Staat, der von Anfang an als Mittäter und Gewinngarant auftrat, dies nun direkter und in größerem Umfang tut.

Die veröffentlichte Meinung wird beherrscht von der „Finanzkrise“, die sich als „Wirtschaftskrise“ fortsetze. In Wirklichkeit handelt es sich, vereinfacht gesagt, zunächst und vom Ausgangspunkt her um eine „Krise der Reichen“, denn „die Wirtschaft“ gibt es nicht. Die Finanz- und Wirtschaftskrise ist die Krise der neoliberalen Akteure, die ihre bisherigen Super-Renditen nicht mehr fortsetzen konnten. Die Regierungen, die der neoliberalen Doktrin am aggressivsten gefolgt sind, gebärden sich beim Bankrott ihrer Lieblinge auch als deren rigoroseste und großzügigste Verstaatlicher. Selbst die Verpflichtungen, die aus den dubiosesten Finanzprodukten und Kapitalwetten resultieren, werden nun vom Staat ohne eigene Prüfung akzeptiert und hinter verschlossenen Türen erfüllt.

[…]

Die Insolvenz, die nach geltendem Recht und Gesetz und nach den ständig wiederholten Prinzipien der Marktwirtschaft erklärt werden müsste, wird nicht erklärt. Der Staat hilft beim Rechtsbruch. Die Krisen-Verursacher, die zuvor ihre Verantwortung beschworen haben, übernehmen keine Verantwortung. Die Beschäftigten und Arbeitslosen werden weiter als störende Kostenfaktoren behandelt, die immer und gerade in der Krise zu hoch sind. Die in die Enge getriebenen Renditejäger und ihre staatlichen Mitorganisatoren verlangen neue Opfer von denen, die bereits bisher die größten Opfer bringen mussten. Dabei werden geltende Gesetze gebrochen und werden neue Gesetze gemacht, die neues Unrecht begründen.

[…]
Erstens: Bestehende Gesetze werden gebrochen, nicht eingehalten, unterlaufen. Das Betriebsverfassungs-Gesetz ist weitgehend Makulatur. Die Bildung von Betriebsräten wird be- und verhindert. In hunderttausenden von Unternehmen gibt es gar keine Betriebsräte. Unternehmen fördern „gelbe Gewerkschaften“.

[…]
Zweitens: Die Verletzung von Menschen- und Sozialrechten wird in die Form neuer und komplizierter Gesetze gekleidet: Unrecht durch Rechtsbefolgung.

Dies gilt etwa für die „Hartz“-Gesetze. Die niedrigen Zahlungen für Arbeitslose, verbunden mit extremer Ausforschung der privaten und finanziellen Verhältnisse und der entschädigungslosen Enteignung angesparten Vermögens, verletzen das Grundgesetz. Sie erlauben kein Leben in Würde, Freiheit und staatsbürgerlicher Teilhabe. Die Entwicklung und Bildung von Kindern und Jugendlichen auf dem schulisch geforderten Niveau wird verhindert. „Hartz IV“ ist ein Unrechts- und Exklusions-Mechanismus.

Und selbst die erniedrigenden Standards von „Hartz IV“ werden flächendeckend unterlaufen: Die geringen Auszahlungen werden wochen- und monatelang verzögert, es werden willkürliche Kürzungen verordnet. Mit „Hartz I“ wurde die Leiharbeit als zeitlich unbefristeter Status ermöglicht. Unternehmen richten Leiharbeit als prekäres Dauerverhältnis ein, das sie jederzeit aus eigenem Ermessen beenden können.

[…]

Drittens: Mithilfe von hochdotierten Beratern und Wirtschaftskanzleien werden rechtliche Grauzonen entwickelt. Spezialisierte Anwälte bieten Schulung an zum Thema „Gewerkschaftsvermeidung“. Sie beraten Geschäftsführungen und Unternehmensvorstände, wie man „störrische“ und „störende“ Betriebsräte und Betriebsratsgründer loswerden kann, wie man „Verdachtskündigungen“ durchzieht. Es werden Arbeitsverträge z.B. über 20 Wochenstunden abgeschlossen, aber die reale Arbeitszeit beträgt nicht selten das Doppelte („Zeitdiebstahl“), ebenso werden in Arbeitsverträgen Mindestlöhne vereinbart, aber durch unbezahlte Wartezeiten, Stückentlohnung u.ä. läuft dies auf gesetz- und sittenwidrige Niedrigstlöhne bis hinunter auf zwei oder drei Euro pro Stunde hinaus.

Viertens: Die großen Medien verletzen die Menschenwürde, indem sie mehr oder weniger offen gegen Arbeitslose als Sozialschmarotzer und Betrüger hetzen. Lobbyisten setzen Parlamente unter Druck, um gesetzliche Mindestlöhne zu verhindern. Die Bertelsmann-Stiftung forciert mit ihrem Entwurf eines neuen Arbeitsgesetzbuchs die weitere Aufweichung des Kündigungsschutzes und des Rechtsstatus der Beschäftigten überhaupt.

Fünftens: Unternehmen betreiben gezielte Falschinformation gegenüber Beschäftigten und Öffentlichkeit, um Entlassungen zu begründen, wie sich etwa im Fall Siemens/Nokia zeigte. Der Staat verschleiert und beschönigt durch getrickste Statistiken die Zahlen von Beschäftigten und Arbeitslosen sowie das Ausmaß und die Folgen der Armut ebenso wie das Ausmaß und die Folgen des Reichtums.

[…]
Durch die Banken- und Unternehmensrettung schwillt die Staatsverschuldung sprunghaft an. Gleichzeitig richten die Staatsverschulder eine grundgesetzliche „Schuldenbremse“ ein. Aber je kräftiger auf diese Schuldenbremse zukünftig getreten wird, umso mehr wird nach der bisherigen und keineswegs geänderten Logik dann bei denen „gespart“ werden müssen, bei denen schon bisher „gespart“ wurde.

http://www.nachdenkseiten.de/?p=3755

Gruß Hubert

Veröffentlicht 17. Dezember 2012 von hubwen in Politik

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