Archiv für die Kategorie ‘Kirchenkritik

Wenn ein Papst sich „Franziskus“ nennt   Leave a comment

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Der hl. Franziskus wird ja von der katholischen Kirche gerne als Feigenblatt hergenommen, wenn es am Welttierschutztag am 4. Oktober um Tiere geht.

„An diesem Tag gedenkt man des Heiligen Franz von Assisi (Namenstag), der am Abend des 3. Oktober 1226 gestorben ist (nach damaligem römisch-antikem Verständnis zählte die Zeit nach Sonnenuntergang bereits zum darauf folgenden Tag; daher zum 4. Oktober) und der als Gründer des Franziskanerordens unter anderem wegen seiner Tierpredigten berühmt und volkstümlich wurde.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Welttierschutztag

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Franziskus predigt zu den Vögeln (Darstellung einer Legende aus den Fioretti von Giotto di Bondone, um 1295) (Bild von Wikipedia)

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Der derzeitige Papst hat noch nichts getan für Tiere und ich sage auch voraus, dass er im Zukunft nichts für die Tiere tun wird. Denn „In der Kirche haben Tiere keinen Platz“, hieß es aus dem Vatikan. Der Name Franziskus im Namen des Papstes ist eine Täuschung.

Heute sprechen viele ja von Lügenpresse, aber ich kenne keine andere Organisation die so viel lügt (und heuchelt) wie die katholische Kirche. Welchen Stellenwert der heilige Franziskus hat zeigt der folgende Ausschnitt bei theologe.de

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Wie Franz von Assisi für die Inquisition missbraucht wurde

Da die Katharer oder Albigenser in der Bevölkerung sehr beliebt waren und viele Menschen erkannten, dass man dort im Gegensatz zur Kirche vielfach nach urchristlichen Idealen lebte, versuchten Papst und Kardinäle, eine ähnliche Bewegung auch innerhalb der Kirche anzusiedeln. Und genau dafür hatte man nun Franz von Assisi gebraucht, der Papst Innozenz III. gebeten hatte, schlicht und unbehelligt nach dem Evangelium leben zu dürfen.

Eigentlich wäre auch Franziskus aufgrund seiner Überzeugungen und Taten ein Fall für die Inquisition gewesen. Innozenz III. hatte ihn jedoch verschont und gewähren lassen, weil es seine Strategie war, mithilfe der Ideale von Franziskus eine kirchliche Alternative zu den bescheidenen und friedliebenden Bewegungen der Katharer, Waldenser und Mystiker des freien Geistes aufzubauen. Den Anstoß dafür erhielt der mörderischen Papst offenbar in einem Traum, in dem er sah, wie Franziskus angeblich die Kirche vor dem Einsturz und Untergang retten könne, indem er sie stützt und hält (siehe Gemälde von Giotto di Bondone) 

So machte die Kirche aus der Gemeinschaft des Franziskus kurz vor dessen Tod gegen seinen Willen einen streng kirchlich geregelten Mönchsorden. Franz von Assisi wollte jedoch überhaupt keinen Orden gründen, sondern er wünschte eine freie Bewegung von Gleichberechtigten und Gleichgesinnten. Auch wehrte er sich, solange er noch dazu in der Lage war, gegen alle Versuche, seine ursprünglichen Ideale zu verändern. Doch wurden ihm immer mehr Kompromisse aufgenötigt. Noch in seinem Testament verpflichtete Franz von Assisi den Orden aber ausdrücklich auf das von ihm in Worte verfasste Ideal der Armut und er erklärte dieses Testament für verbindlich.

Heiligsprechung von Franz und Verfolgung seiner Anhänger

Für die Vatikankirche war sein Testament aber nicht viel mehr als ein frommer Wunsch. Zwar trieb Papst Gregor IX. die Vereinnahmung durch die „Heiligsprechung“ von Franziskus im Jahr 1228 noch weiter voran, nur zwei Jahre nach seinem Tod. Doch bereits zwei weitere Jahre später annullierte derselbe Papst die von Franz von Assisi geforderte Verbindlichkeit seines Testaments für den neuen Orden. „Nach Kopien des Testaments wurde geforscht und wo sie gefunden wurden, wurden sie vernichtet.“ (Arno Widmann, Frankfurter Rundschau, 16./17.11.2013)
Sehr viele der jungen Nachfolger des Franz von Assisi, die so genannten „Franziskaner-Spiritualen“, waren damit aber nicht einverstanden. Die Folge: Nachfolger Jesu, die wirklich so leben wollten wie es Franz von Assisi ihnen vorlebte, wurden immer mehr innerkirchlich angefeindet.

Im Jahr 1302 erließ Papst Bonifatius VIII. (+1303) die Bulle Unam sanctam, um den totalitären Herrschaftsanspruch des katholischen Pontifex maximus über die ganze Erde zu zementieren. Die Bulle gipfelt in dem Satz „Dem römischen Papst sich zu unterwerfen, ist für alle Menschen unbedingt zum Heile notwendig. Das erklären, behaupten, bestimmen und verkünden Wir.“ Dieser Lehrsatz ist in der Dogmen- und Lehrsatzsammlung von Josef Neuner und Heinrich Roos, Der Glaube der Kirche (Regensburg 1992) unter der Randnummer 430 bis heute als „unfehlbare“ Glaubensvorschrift der römisch-katholischen Kirche markiert.

Mit dieser Unterwerfungsforderung ging die römisch-katholische Kirche kurz nach der Ermordung der letzten Katharer im Jahr 1310 nun auch gegen diejenigen Franziskaner in den eigenen Reihen vor, die sich nicht bedingungslos dem Papst in Rom unterwerfen wollten. Im Jahr 1317 wiederholte Papst Johannes XXII. (+1334) diese Forderung noch einmal ausdrücklich. Wer jetzt nicht bedingungslos gehorchte, wurde nun exkommuniziert, in schlimme Kerkerhaft genommen und gefoltert. „Hunderte“ Franziskaner wurden auf den Scheiterhaufen der Inquisition verbrannt (J. R. Grigulevic, Ketzer-Hexen-Inquistioren, Freiburg 1995, S. 166), weitere wurden vertrieben. Auch das Testament von Franziskus von Assisi wurde teilweise sogar öffentlich verbrannt. Im Jahr 1323 legte Papst Johannes XXII. dann in einer päpstlichen Konstitution fest, dass die Lehre des Franz von Assisi, dass Christus und die Apostel kein Eigentum besessen hätten, eine „Entstellung“ der Evangelien sei und damit „Ketzerei“.

Wenn ein Papst sich „Franziskus“ nennt

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Gruß Hubert

Wo bleibt die Hilfe der Kirche für die Tiere?   Leave a comment

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Leider muss man feststellen, dass der Kirche die Tiere vollkommen egal sind. Sie schweigt zu den größten Verbrechen, die an Tieren begangen werden. Deswegen ist auch der Namensgebung für den Papst vollkommen fehl am Platz, denn Franziskus war der einzige, der Tiere als seine Brüder und Schwester bezeichnete. Heute heißt es aus dem Vatikan: „In der Kirche haben Tiere keinen Platz.“

Aus theologe.de

Die „ketzerischen“ Lehren des Franziskus über Bruder Sonne und Schwester Mond

Franz von Assisi war auch ein Freund der Tiere und der Natur, und er schrieb den bekannten „Sonnengesang“ über „Bruder Sonne“. Darin hat Franz auch „Schwester Mond“ und die Sterne gepriesen, „Bruder Wind“ und „Schwester Wasser“.

Im Gegensatz dazu lehrt die katholische Kirche bis heute verbindlich, und wir zitieren dazu aus der offiziellen römisch-katholischen Dogmensammlung von Heinrich Denzinger den Lehrsatz Nr. 408: „Wer sagt oder daran festhält, der Himmel, die Sonne, der Mond, die Sterne … seien irgendwelche beseelten oder vernunftbegabten [wörtlich: „logikas“] Kräfte, der sei mit dem Anathema belegt“, was bedeutet „der sei ewig verflucht und verdammt.“ (Heinrich Denzinger, Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen, Enchiridon symbolorum definitionum et declarationum de rebus fidei et morum, 42. Auflage, Freiburg 2009, erweitert von Peter Hünermann)
Dieser Lehrsatz wurde auf der Synode von Konstantinopel im Jahr 543 beschlossen und vom Papst bestätigt.

Wenn aber jetzt jemand wie Franziskus von Assisi kommt und sagt, die Sonne und das Wasser, das sind meine Brüder, der Wind ist meine Schwester, die Erde meine Mutter, dann hätte ihn die Kirche wegen dieser Aussage gemäß ihrer Lehre und ihren damaligen Maßstäben eigentlich auf dem Scheiterhaufen verbrennen müssen.

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Wo bleibt die Hilfe der Kirche für die Tiere? 

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Franz von Assisi lebte im Gegensatz dazu die innere Religion des freien Geistes, aber die äußere Macht- und Gewaltkirche vereinnahmte ihn. Seit 1980 ist Franziskus in der katholischen Kirche nun auch noch ganz offiziell der „Patron der Umwelt- und Tierschützer“.
Und von ihm ist auch folgende Aussage überliefert: „Gott wünscht, dass wir den Tieren beistehen, wenn sie Hilfe bedürfen. Ein jedes Wesen in Bedrängnis hat gleiche Rechte auf Schutz.“ (http://www.aphorismen.de/zitat/110642)

 

Da Papst Bergoglio sich Franziskus nun als Namensgeber und Vorbild wählte, müsste das nicht auch tief greifende, spürbare Veränderungen in der Kirche gegenüber den Tieren bewirken?

Doch wo bleibt die Hilfe der Kirche für die Tiere in den qualvollen Massentieranlagen oder den Tierversuchsanstalten? Wo bleibt die Hilfe, wenn die Tiere im Schlachthof um ihr Leben schreien? Wo bleibt die Hilfe für die Tiere in Wald und Flur, die auf Futtersuche zu Millionen angeschossen und erschossen werden?

Der Segen der Priester für bei einer Treibjagd erschossene Tiere kann ja in diesem Sinne kein „Beistand für die Tiere“ sein. Denn nach kirchlicher Lehre kommen Tiere nach ihrem Tod ja nicht in einen Himmel, sondern sie gehen beim Sterben angeblich komplett zugrunde.

Wenn ein Tier in Bedrängnis laut Franz von Assisi aber „Recht auf Schutz“ hat, was ist dann mit dem Katechismus der Katholischen Kirche, der Tierversuche in angeblich „vernünftigen Grenzen“ erlaubt? Und da in der Regel keine kirchlichen Proteste erfolgen, sind damit derzeit wohl nahezu alle gemeint, alleine in Deutschland 2,9 Millionen Tierversuche zu Forschungszwecken im Jahr 2012 (spiegel.de, 16.11.2012).

Und weiter heißt es im Katechismus: „Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen“ (Nr. 2417). Wo bleibt dann hier aber das angebliche „Recht auf Schutz“?
Oder ist der Name Franziskus für einen Papst auch im Hinblick auf die Tiere nur Täuschung, um manche Gemüter zu beschwichtigen? Und so mancher spricht dabei im übertragenen Sinne gar von einer „Franziskus-Lüge“, weil er auch hier etwas völlig anderes repräsentiert als das, wofür der echte Franziskus einstand.

Schluss mit den Kadavermahlen der Kardinäle! 

Dazu ein weiterer Aspekt: Franz von Assisi hat als Vegetarier viele Tiere auch davor geschützt, vom Menschen geschlachtet und als Kadaver verspeist zu werden. Für einen Papst, der sich nach ihm benennt, sollte das bedeuten: Schluss mit den Kadavermahlen für die Kardinäle! Schluss mit den Kadavermahlen im Vatikan! Das müsste doch eigentlich selbstverständlich sein, dass der Papst mit dem Fleischkonsum der Bischöfe und Kardinäle zunächst in Rom Schluss macht; und dass er dann natürlich auch alle seine Gläubigen aufruft, die Tiere als Brüder und Schwestern zu achten, wie es Franz von Assisi tat, und sie folglich nicht mehr zu quälen oder töten zu lassen.

Denn gemäß den Lehren von Franz von Assisi sind alle Geschöpfe Gottes gleichsam auch Gottes Kinder, weswegen er auch Tiere als Brüder und Schwestern bezeichnete. Bekannt ist die Geschichte, in der er einen wilden Wolf gezähmt haben soll („Der Wolf von Gubbio“). Das heißt, er hat das Vertrauen der Tiere gewonnen.
Wenn sich der Führer der Kirche nach Franz von Assisi benennt und dies ernst nehmen würde, dann müsste er jetzt auch hier Farbe bekennen!

 

Papst ging als Kardinal zu Fuß – das ist doch angeboren 

Nun erscheint aber gerade der im Jahr 2013 gewählte Papst Bergoglio als ein Mann, der nicht abgehoben wirkt, sondern als volksnah gilt. Es heißt, er habe schon als Erzbischof auf viele Privilegien verzichtet, so zum Beispiel auf einen Dienstwagen und einen Chauffeur. Stattdessen wäre er U-Bahn oder Bus gefahren oder sei gar zu Fuß gegangen.
Doch was ist denn eigentlich so besonders daran, dass ein Kardinal hin und wieder zu Fuß zur Arbeit geht? Ist das nicht angeboren, dafür haben wir doch unsere Füße. Aber man muss es extra erwähnen. Warum? Weil man gewohnt ist, dass sich die Würdenträger mit der Sänfte herumtragen lassen oder heute mit dem Papamobil chauffiert werden. Deshalb gilt es schon als Fortschritt, wenn ein Kardinal hier und da zu Fuß geht. Dies zeigt doch die ganze „Abartigkeit“ und den moralischen Stand, auf dem diese Kirche steht!
Übrigens: Als so genannter „Provinzial“, also Jesuitenführer von Argentinien, ging Jorge Bergoglio kaum zu Fuß, sondern ließ sich fast überall mit seinem Dienstwagen hin befördern. („La patota salió del Colegio Máximo“, pagina 12, 2.5.2010)

„Es ist ganz gleich, wer obenauf sitzt“

Der preisgekrönte Historiker Karlheinz Deschner wurde im Jahr 1990 einmal gefragt: „Halten Sie eine Gesundung der Kirche durch neue Ideen und Reformpäpste für unmöglich?“
Und Karlheinz Deschner hat darauf wie folgt geantwortet: „Ja, allerdings. Das halte ich angesichts dieser zweitausendjährigen Geschichte für gänzlich ausgeschlossen. Und nicht nur für ausgeschlossen, ich halte es gar nicht für wünschenswert. Denn selbst wenn – ein utopischer Gedanke – die … Kirchen sich im nächsten Jahrhundert zu ethisch intakten Gemeinschaften entwickelten, so bliebe doch ihre Dogmatik, ihre Glaubensgrundlage, ein Gespinst aus Lug und Trug.“ (Interview mit der Zeitung El Independiente vom Sommer 1990, zit. nach Karlheinz Deschner, Oben ohne, Für einen götterlosen Himmel und eine priesterfreie Welt, Reinbek 1997, S. 352)
Und weiter: „Auf solchem Riesenberg von Verbrechen und Betrug ist es ganz gleich, wer obenauf sitzt und regiert. Auch der Beste könnte nichts anderes daraus machen.“ (S. 355)

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Wo bleibt die Hilfe der Kirche für die Tiere?

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 27. Juli 2017 von hubwen in Kirchenkritik, Uncategorized

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Der ach so viel gelobte Papst Franziskus   Leave a comment

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Vieles was der neue Papst aus Argentinien macht und sagt beruht auf Täuschung und Tarnung. Nichts Wesentliches hat sich verändert. Ob er sich mit einem kleineren oder größeren Auto kutschieren lässt, wer hat was davon? Viel mehr interessiert mich was er in Argentinien in der Zeit der Diktatur gemacht hat – und da bleiben große, sehr große Zweifel. Wenn man genauer dahinter schaut, bleibt überhaupt nichst übrig davon, dass dieser Papst Bewunderung verdienen würde. Nicht vergessen darf man auch, dass der Papst Jesuit ist – und denen kann man fast alles zutrauen. Von ihnen stammt ja auch der Spruch: Der Zweck heiligt die Mittel.

Aus theloge.de

Argentinische Bischöfe geben Ratschläge zum Töten

An dieser Stelle ist ein Blick auf die Rolle der Kirche während der argentinischen Militärdiktatur von 1976-1983 hilfreich. In jener Zeit war Jorge Mario Bergoglio Jesuitenführer Argentiniens und damit einer der führenden katholischen Würdenträger im Land. Heute sieht sich der Papst deshalb mit dem Vorwurf konfrontiert, mit der Junta paktiert zu haben oder zumindest von vielen Verbrechen gewusst oder sie gar gebilligt zu haben.

So hatten hohe katholische Würdenträger während der Diktatur in Argentinien keine Skrupel, dem Regime auch bestimmte Arten der Todesstrafe zu empfehlen.
Der Menschenrechtler Esteban Cuya erklärt: „Die Militärs haben die Leute von der Kirche gefragt, ob sie Gegner ermorden können. Bischöfe haben gesagt: Die Ermordung in einem Militärgefecht ist nicht christlich. Besser machen Sie das so: Geben Sie eine Spritze mit Drogen den Gefangenen und dann fliegen Sie sie übers Meer – Todesflug.“ (Glaubensfragen: Halbherzige Reue – Argentiniens Kirche und die ungesühnten Opfer der Militärdiktatur, SWR 2, 14.6.2001)

Nach Zeugenaussagen haben Priester den Todespiloten anschließend die Beichte abgenommen, und Priester waren auch bei Folterungen und Verhören beteiligt.
Der römisch-katholische Militärbischof Victorio Bonamin gab den Mördern darüber hinaus eine Art Generalabsolution, indem er in einer öffentlichen Rede vor Generälen sagte: „Das Militär ist gereinigt im Jordan voll Blut, um sich an die Spitze des ganzen Landes zu stellen.“ (zit. nach argentinien-nachrichten.blogspot.de, 14.10.2007)
Unter den Opfern, die bei lebendigem Leib ins Meer geworfen wurde, waren auch Mütter, die kurz zuvor ein Baby zur Welt gebracht hatten. (spiegel.de, 6.7.2012) Die Babys wurden zuvor an Anhänger der Diktatur, vermutlich überwiegend „fromme“ Katholiken, zur „richtigen“ Erziehung übergeben.

Papst Bergoglio und der Pakt der argentinischen Kirche mit der Diktatur

Die Verwicklung von Papst Jorge Bergoglio in diese Diktatur könnte auch der Grund gewesen sein, dass er im Jahr 2005 zunächst noch nicht Papst wurde. Mittlerweile steht vielfach Aussage gegen Aussage. Unbestritten ist Medienberichten zufolge, dass im Mai 1976, zwei Monate nach der Machtübernahme der Militärs, der damalige Jesuitenprovinzial von Buenos Aires, Jorge Bergoglio, zwei seiner Jesuitenpatres, die in einem Armenviertel arbeiteten, zur Rede stellte bzw. warnte.

Als sie sich weigerten, ihre Arbeit in Anlehnung an die Befreiungstheologie für die Armen aufzugeben, wurden sie aus dem Jesuitenorden ausgeschlossen. Dadurch waren sie sozusagen vogelfrei, und sie wurden prompt von den Putschisten entführt und gefoltert und erst fünf Monate später auf einem Feld außerhalb der Stadt halbnackt und betäubt wieder gefunden. Die beiden Entführungsopfer sagten später aus, Bergoglio habe den Militärs selbst mitgeteilt, dass sie nicht mehr unter dem Schutz des Ordens stünden, habe sie also denunziert. Bergoglio hingegen bestreitet dies und sagt, er habe durch Gespräche hinter den Kulissen die Freilassung der beiden erreicht.

Es geht aber nicht allein um diesen Vorfall, der, wie gesagt, nicht restlos geklärt ist. Es geht auch nicht allein um die Person des damaligen Jesuitenprovinzials Jorge Bergoglio, sondern es kommt hier die ganze Verwicklung der Kirche in die Militärdiktatur wieder ans Licht, die bis heute nicht aufgearbeitet ist. Die argentinische Kirchenspitze hat 1976 in einem Gespräch mit den Juntachefs den Putsch selbst abgesegnet und auf diese Weise zumindest in Kauf genommen, dass bis zu 30.000 Menschen verschwunden sind, gefoltert und ermordet wurden.

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An der Glaubwürdigkeit der Entlastung kann aber aus gutem Grund gezweifelt werden. So hat der „heilig“ gesprochene Ordensgründer Ignatius von Loyola in die Ordensregel der Jesuiten hinein geschrieben, „dass ein jeder von denen, die im Gehorsam leben, sich … mittels des Oberen führen und leiten lassen muss, als sei er ein toter Körper (cuerpo muerto), der sich wohin auch immer bringen und auf welche Weise auch immer behandeln lässt.“ (zit. nach Peter C. Hartmann, Die Jesuiten, München 2001, S. 21)

Man nennt dies auch „Kadavergehorsam“. Und dass dieser Gehorsam auch die Wahrheitsfindung betrifft, geht aus folgendem Bekenntnis hervor, das den Jesuiten von ihrem Gründer Ignatius von Loyola abverlangt wird: „Ich glaube, dass das Weiße, das ich sehe, schwarz ist, wenn die hierarchische Kirche es so definiert.“ (Ignatius von Loyola, Die Exerzitien, übertragen von Hans Urs von Balthasar, Einsiedeln 1962, Nr. 365)
Dies wirft natürlich kein gutes Licht auf die heutige Aussage des einst entführten Jesuitenpaters, der – anders als früher – den damaligen Jesuitenführer Jorge Mario Bergoglio heute entlastet, denn sein Ordensgründer hatte ihm ja befohlen: „Ich glaube, dass das Weiße, das ich sehe, schwarz ist, wenn die hierarchische Kirche es so definiert.“

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Der Papst, die Jesuiten und der gesunde Menschenverstand

Die Worte des Ordensgründers Ignatius von Loyola gelten bis heute als Basis der Jesuiten. Und dass solch ein absoluter und rücksichtsloser Gehorsam nicht nur Vergangenheit ist, zeigte sich auch in einer Begebenheit aus dem Jahr 1965. Papst Paul VI. hatte den damaligen Jesuitengeneral aufgefordert, demonstrativ vor ihm niederzuknien und sich in dieser Haltung zusammen mit ihm fotografieren zu lassen, um damit die bedingungslose Unterwerfung der Jesuiten unter den Papst in Rom auch optisch in Szene zu setzen. (Der Spiegel Nr. 44/1965 vom 27.10.1965)

Das alles ist der krasseste Gegensatz zu demokratischen Prinzipien, der nur denkbar ist. Und es zeigt auch auf: Diese Form von Religion und speziell die Weise, wie dies Jesuiten, zu denen auch Papst Bergoglio gehört, noch verschärfen, passt überhaupt nicht zu demokratischen Rechtsstaaten.

Dass die Kirche und speziell die Jesuiten nicht demokratisch sind, ist ja auch kein Geheimnis. Aber was kann dies im Einzelfall alles bedeuten? Dass beispielsweise das „Weiße“ in „Schwarz“ umdefiniert werden müsse, wenn die Kirchenführer das verlangen, kann man doch als Wahrheitssucher nicht einfach so akzeptieren. Und dann soll man auch noch einverstanden sein, dass diese Religion von demokratischen Staaten mit Milliardensubventionen finanziert wird? Hier müssten doch alle Menschen mit Gewissen und Verstand ihre Stimme erheben und protestieren, wenn sie solches hören. Und genau davor hat Papst Bergoglio offenbar auch Angst, wenn er öffentlich betet: „Herr, befreie uns vor der Versuchung des gesunden Menschenverstands.“ (radiovaticana.va, 20.4.2013; siehe dazu die Pressemitteilung der Freien Christen)

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Papst Bergoglio verharmlost Grauen der Kreuzzüge

Denn da immer mehr Bürger ihren gesunden Menschenverstand einsetzen, merken sie auch: Die katholische Kirche erzieht die Menschen geradezu im Gegensatz zu demokratischen Werten, und von daher ist der Pakt des Katholizismus mit Diktaturen folgerichtig: ob es nun in Argentinien von 1976-1983 war oder ab 1973 mit der Diktatur in Chile. Oder man denke an weitere Bündnisse der Kirche im 20. Jahrhundert; an den Pakt der Kirche mit Diktator Franco in Spanien oder mit Diktator Mussolini in Italien, an Kroatien und den Pakt mit der Ustascha-Diktatur oder an die Slowakei und den Pakt mit dem Diktator und Priester Tiso.
Oder man macht sich noch einmal bewusst, wie sich der Vatikan mit Hitler-Deutschland arrangierte zum vielfachen Vorteil der Kirche und wie er 1933 durch Abschluss des Konkordats Nazi-Deutschland zur internationalen Anerkennung verhalf.

Und geht man in der Geschichte weiter zurück, so war es die Kirche vielfach selbst, die hinter grausamen Diktaturen und Gewaltherrschern stand oder diese unmittelbar beauftragte, zum Beispiel durch Kreuzzüge. Dies alles wird dann von heutigen Kirchenführern wie Papst Bergoglio herunter gespielt.

In einem seiner Bücher schreibt der spätere Papst Bergoglio dazu: „Als die Katholiken … Konstantinopel plünderten und zerstörten – wie lässt sich das theologisch erklären? Es ist eine große Sünde, aber kulturell dachte man es damals so … Wir können die Geschichte nicht vom Standpunkt eines ethischen Puristen her analysieren. Die Geschichte war immer so.“ (zit. nach Frankfurter Rundschau, 15.3.2013)
Damit verrät der Papst im Grunde seine Gedankenwelt. Er wendet weder den Maßstab des Franziskus noch den des Jesus von Nazareth an, sondern erklärt jegliche Gewalt nur aus ihrer Zeit heraus. Doch wer hat diese Zeit geprägt? Das war doch jeweils die Kirche!
In dieser Gedankenwelt von Papst Bergoglio ist Jesus von Nazareth, der große Weisheitslehrer, der die Gewaltlosigkeit vorlebte, nichts als ein weltfremder „ethischer Purist“.

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Der ach so viel gelobte Papst Franziskus

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Und hier noch etwas zum „Wir sind Papst“ Ratzinger.

 

Die Zeit dieser Irreführungen und Angstmache neigt sich jedoch mehr und mehr dem Ende zu. Die Menschen haben genug von der Jahrhunderte alten und ebenso furchtbaren wie falschen Drohbotschaft der Kirche. Und sie glauben auch nicht mehr, dass die Kirche auf der Seite von Gott und Christus stünde, während alle anderen falsch liegen sollen.
Dieser positiven Entwicklung versuchte Joseph Ratzinger in seiner Zeit als Papst noch einmal entgegen zu wirken, so auch 2011 in Deutschland, als er predigte: Die römisch-katholische Kirche erscheine zwar „nur mehr als eine der vielen Organisationen innerhalb einer demokratischen Gesellschaft, sie sei aber in Wirklichkeit „universales Heilssakrament.


Dazu lautet gleichbedeutend ein verbindlicher Lehrsatz aus dem offiziellen katholischen Lehrwerk Der Glaube der Kirche:
So verwerfen und verabscheuen Wir die gottlose Lehre von der Gleichwertigkeit aller Religionen.“
So der katholische Lehrsatz. Nun beinhaltet jede äußere Religion weniger Gutes bzw. Böses, aber auch positive Ansätze für eine ethisches Leben. Wenn nun Menschen das Positive in allen Religionen als gleichwertig betrachten würden, ist das aus römisch-katholischer Sicht verabscheuungswürdig und verwerflich.
Diese Lehre steckt also in Wahrheit hinter vielen Andeutungen des Papstes, die er im Laufe seiner Amtszeit machte und die man beim ersten Hinhören oft nicht genau verstand.

Etwa, wenn er vor der Gefahr des „Individualismus“ oder „Relativismus“ warnte. In Wirklichkeit griff er damit Errungenschaften der Demokratie wie Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit an. Und letztlich stemmte sich der vorletzte Papst mit seiner Kritik noch einmal dagegen, dass jeder Mensch selbst Gotteserfahrungen machen kann, und zwar ohne Vermittlung der Kirche und ihrer Priester. Denn der Papst befürchtet zurecht den Untergang seiner Kirche, wenn immer mehr Menschen erkennen, dass sie die Kirche überhaupt nicht brauchen und wenn sie erfahren, dass deren Dogmen- und Zeremoniengebäude ihre Gottsuche bislang sogar massiv behinderte.
Der
ehemalige katholische Dogmatikprofessor Horst Hermann erklärt dazu: Der Papst bleibe
„ein Geisterfahrer, der … unbelehrbar“ auf seiner Spur fahre „und für den zigmillionen Andersdenkende im Irrtum sind.“ (http://hpd.de/node/11999)

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http://www.theologe.de/nachruf.htm

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Gruß Hubert

Frauen und Kirchenlehrer   Leave a comment

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Nun gehen wir ein Mal zurück in die Kirchengeschichte und sehen uns an wie „hochgeschätzt“ ( ha ha ha) Frauen in der Kirche waren und teilweise noch sind. Man muss die Vergangenheit kennen, um die Gegenwart zu verstehen. Ich wäre als Frau GANZ SICHER nicht bei diesem Verein. Ich bin auch als Mann nicht dabei. Und immer wieder geht es der Kirche bei der Frau nur um das Kinder gebären, dazu ist sie da. Eine missbrauchte Gebärmaschine. Wichtig ist auch, dass die Sätze der Kirchenlehrer für die Kirche auch heute noch volle Bedeutung haben.

Ihre Meinungen gingen in die römisch-katholische Lehrverkündigung ein.

Man kann es deshalb auf keinem Fall als Schnee von gestern oder vorgestern abtun.

Aus theologe.de

Paulus und seine Schüler

„Der Mann darf sein Haupt nicht verhüllen, weil er Abbild und Abglanz Gottes ist; die Frau aber ist Abglanz des Mannes. Denn der Mann stammt nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann. Der Mann wurde auch nicht für die Frau geschaffen, sondern die Frau für den Mann.“ (1. Korinther 11, 7-9; zur Kirchenlehre erhoben beim Konzil von Trullo bzw. der Trullanischen Synode, 691, Canon 70)

„Wie es in allen Gemeinden der Heiligen üblich ist, sollen die Frauen in der Versammlung schweigen; es ist ihnen nicht gestattet zu reden. Sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz es fordert. Wenn sie etwas wissen wollen, dann sollen sie zuhause ihre Männer fragen; denn es gehört sich nicht für eine Frau, vor der Gemeinde zu reden.“ (1. Korinther 14, 34-35)

„Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn (Christus); denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Kirche ist; er hat sie gerettet, denn sie ist sein Leib. Wie aber die Kirche sich [angeblich] Christus unterordnet, sollen sich die Frauen in allem den Männern unterordnen.“ (Epheser 5, 22-24)

Kirchengelehrter Tertullian (nach 150 – nach 220)


„In Schmerzen und Ängsten musst du gebären, o Weib, zum Manne musst du dich halten, und er ist dein Herr. Und du wolltest nicht wissen, dass du eine Eva bist? Noch lebt die Strafsentenz Gottes über dein Geschlecht in dieser Welt fort; dann muss also auch deine Schuld noch fortleben. Du bist es, die dem Teufel [beim Sündenfall] Eingang verschafft hat.“ (De Cultu Feminarum („Über den weiblichen Putz“), Buch 1, 1. Kapitel, Absatz 1; zit. nach Bibliothek der Kirchenväter unifr.ch/bkv)

Der Frau steht nur Trauerkleidung zu. Sobald sie dem Kindesalter entwachsen ist, soll sie ihr so Gefahren bringendes Antlitz verhüllen, bei Gefahr des Verlustes der ewigen Seligkeit.
(Obwohl Tertullian gegen Ende seines Lebens auf Abstand zur Kirche ging, weswegen er auch nicht „heilig“ gesprochen wurde und nicht als „Kirchenvater“ gilt, hat seine Lehre doch den Katholizismus maßgeblich geprägt)

Wörtlich der Grund für die Anordnung der Verhüllung der Frau: „Damit sie umso vollständiger das, was sie von Eva an sich gezogen hat, ich nenne die Entehrung des ersten Sündenfalls und die Erbitterung über den Untergang des Menschengeschlechts, durch jede Art von Genugtuung sühne.“ (zit. nach Matthias Schwarzkopf, Christliche Identität und Moral, Studien zur Erwachsenenpädagogik Tertullians, Jena 2002, S. 99)



Kirchengelehrter Clemens von Alexandria (ca. 150 – 215)

Bei der Frau muss schon das Bewusstsein vom eigenen Wesen Scham hervorrufen.

Erzbischof und Kirchenheiliger Johannes Chrysostomos (ca. 344 – 407)

Den Sündenfall-Bericht der Bibel, wonach Eva auf den Rat der Schlange hin dem Adam eine verbotene Frucht reichte, geben die katholischen Kirchenväter in der Regel als Grund für ihre massive Frauenabwertung an. Als weiteres Beispiel sei auf den heilig gesprochenen Johannes Chrysostomos (ca. 344 – 407) hingewiesen, Erzbischof von Konstantinopel, der über den „Sündenfall“ schrieb:
Das Weib hat ein einziges Mal die Rolle eines Lehrers gespielt und hat lauter Unheil angerichtet.“ (Homilie Nr. 9 über den 1. Brief an Timotheus, 9, zit. nach unifr.ch/bkv)

Daraus ergibt sich für den Kirchenheiligen: Vorsteher einer Kirche und mit der Sorge für so viele Seelen betraut zu werden, da muss zunächst vor der Größe einer solchen Aufgabe das ganze weibliche Geschlecht zurücktreten, aber auch die Mehrzahl der Männer.“ (De sacerdotio, 2. Buch, Kap. 2)

„Es ist ihnen [den Frauen], will er [Paulus] sagen, nicht bloß verboten, zu reden, sondern auch in der Kirche um Etwas zu fragen. Dürfen sie aber nicht einmal fragen, um so mehr ist ihnen sonst zu reden verboten. Und warum verurteilt er sie denn zu einer so strengen Unterwürfigkeit? Weil die Frauen schwach, unbeständig und leichtsinnig sind. Darum setzt er ihnen die Männer zu Lehrern.“ (Homilie Nr. 37/II über den 1. Korintherbrief)



Doch der Kirchenvater hat für sie auch einen „Trost“: „Das Weib soll also nicht betrübt sein. Gott hat ihr einen nicht kleinen Trost verliehen: das Kindergebären“ und: „Gott hat euch eine andere Gelegenheit zum Seligwerden gegeben, die Erziehung der Kinder“. (Homilie Nr. 9, a.a.O.)

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Apostolische Konstitution III. (4. Jahrhundert), angeblich vom ersten Papst Clemens, später Grundlage für das 2. Vatikanische Konzil im 20. Jahrhundert

„Die Frau ist der Leib des Mannes, seiner Seite entnommen und ihm untergeordnet. Sie wurde von ihm losgelöst, um Kinder hervorzubringen. Denn so spricht er [angeblich Gott]: ´Er soll herrschen über dich.` Der wesentliche Teil der Frau ist der Mann als ihr Haupt. Wenn wir in den vorangegangenen Konstitutionen den Frauen verboten haben zu lehren, wie will ihnen irgend jemand erlauben, in widernatürlicher Weise das Priesteramt auszuüben? … Denn wenn Frauen die Taufe spenden könnten, so wäre unser Herr sicherlich von seiner eigenen Mutter getauft worden und nicht von Johannes; oder, als er uns ausgesandt hat zu taufen, hätte er Frauen mitgeschickt.“ (III, Nr. 9)



Kirchenvater Augustinus, Kirchenlehrer und Kirchenheiliger (354 – 430)


„Haec imago Dei est in homine, ut unus factus sit … ideoque mulier non facta ad imaginem Dei“ = „Dieses Ebenbild Gottes ist in dem Menschen, der als einziges geschaffen sei. Deshalb ist die Frau nicht zum Ebenbild Gottes gemacht worden.“ (zit. nach Karlheinz Deschner, Das Kreuz mit der Kirche, München 1974, S. 209 und 433)

Es entspricht „der natürlichen Ordnung unter den Menschen, dass die Frauen den Männern … dienen.“
Kirchenvater, Kirchenheiliger und Kirchenlehrer Augustinus (354 – 430) (Quaestiones in Heptateuch I, 153, zit. nach Karlheinz Deschner, Das Kreuz mit der Kirche, München 1974)

„Wenn nun gefragt, wozu dieses Gehilf [die Frau] nötig war, zeigt sich wahrscheinlich nichts andres als die Hervorbringung von Kindern, so wie die Erde das Hilfsmittel für den Samen ist, damit aus beiden die Pflanze wachse.“ Kirchenvater Augustinus (354 – 430), Über den Wortlaut der Genesis (De Genesi ad litteram) 6,3,5; „heilig“ gesprochen; Augustinus gilt als einer der bedeutendsten Kirchenlehrer.


„Ich finde also keine andre Hilfeleistung, für die dem Mann ein Weib erschaffen wurde, wenn nicht die, ihm Kinder zu gebären.“ (De Genesi ad litteram 9,5,9)

Kirchenlehrer und Kirchenheiliger Thomas von Aquin, Patron der katholischen Schulen und Hochschulen (1225 – 1274)


„… dass es notwendig war, dass die Frau wurde, wie die Schrift sagt, als Hilfe des Mannes; freilich nicht als Hilfe irgendeines anderen Werkes, wie einige sagten, weil ja zu jedem anderen Werk der Mann durch einen anderen Mann entsprechendere Unterstützung fände als durch eine Frau; sondern als Hilfe zur Fortpflanzung.“
(Summa Theologica I/92/1)

Der wesentliche Wert der Frau liegt in ihrer Gebärfähigkeit und in ihrem hauswirtschaftlichen Nutzen.

  Mädchen entstehen durch schadhaften Samen oder feuchte Winde.

Die Frau ist ein Missgriff der Natur … mit ihrem Feuchtigkeits-Überschuss und ihrer Untertemperatur körperlich und geistig minderwertiger … eine Art verstümmelter, verfehlter, misslungener Mann … die volle Verwirklichung der menschlichen Art ist nur der Mann.

„Hinsichtlich der Einzelnatur ist das Weib etwas Mangelhaftes und eine Zufallserscheinung; denn die im männlichen Samen sich vorfindende Kraft zielt darauf ab, ein ihr vollkommen Ähnliches hervorzubringen. Die Zeugung des Weibes aber geschieht auf Grund einer Schwäche der wirkenden Kraft wegen schlechter Verfassung des Stoffes.“
… „Femina es mas occasionatus“ (= „Die Frau ist ein verfehlter Mann“). (Summa Theologica I/92/1)

„Gemäß diesem Unterordnungsverhältnis ist das Weib dem Manne von Natur aus unterworfen. Denn im Manne überwiegt von Natur aus die Unterscheidungskraft des Verstandes.“
(Summa Theologica I/92/2)

Die Frau ist von Natur aus mit weniger Tugend und Würde ausgestattet als der Mann. Denn immer ist das ehrenwerter, was handelt, als das, was erleidet, wie Augustinus sagt.
(Summa Theologica I/92/1)

Kardinal Karl Lehmann über Thomas von Aquin: „Vor allem durch den Einfluss des Aristoteles hat z. B. Thomas von Aquin die Empfängnis (Conceptio) als ein zeitlich erstrecktes Geschehen (Sukzessivbeseelung) verstanden. Der Embryo hat also bereits Leben, wird aber erst später beseelt, das männliche Kind am 40. Tag, das weibliche am 90. Tag … Deshalb bezeichnet … Thomas von Aquin die vom Leib getrennte Seele [des Embryos] für die Zeit dieser Trennung nicht als Person.“
(zit. nach http://www.bistummainz.de/bistum/bistum/kardinal/texte/texte_2002/text_060402.html)



Weitere Lehraussagen der Vatikankirche

Die Frauen dürfen im eigenem Namen Briefe weder schreiben noch empfangen. Römisch-katholische Synode von Elvira, 300-303?

Priester, die Frauen beherbergen, die Verdacht erregen, sollen bestraft werden. Die Frauen aber soll der Bischof in die Sklaverei verkaufen. 3. Synode von Toledo, 589

  Frauen dürfen in der Kirche nicht singen. Der heilige Bonifatius, Benediktinermissionar und „Apostel der Deutschen“ (675-754)

  Wo sich ein Priester aufhält, darf kein Weib eintreten. Synode von Paris, 846

  Nahe der Kirche dürfen keine Frauen wohnen. Synode von Coyaca, 1050

  Weiteres z. B. im Decretum Gratiani

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Jesus wollte gar keine Kirche errichten. Und was sagt er?

Prostituierte kommen laut Jesus früher in den Himmel als Theologen. Jesus wörtlich zu den Hohenpriestern und Religionsführern: „Amen, das sage Ich euch: Zöllner und Dirnen gelangen eher in das Reich Gottes als ihr.“ (Matthäus 21, 31)

So kennt auch der Urtext der Bibel bereits Junia als „Apostelin“ in der Zeit nach Jesus von Nazareth (Römer 16, 7), die jedoch von den kirchlichen Bibelfälschern zu „Junias“ „vermännlicht“ wurde.

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Frauen und Kirchenlehrer

Frauen und katholische Kirche   2 comments

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Es ist schon ein Parodoxon, dass ausgerechnet Frauen so zahlreich in der katholischen Kirche sind, wenn man betrachtet, dass Frauen bis zum heutigen Tag als minderwertig angesehen werden und zum Beispiel kein Priesteramt für sie offen steht. Man glaubt oft, dass sich das grundsätzlich geändert und in der heutigen Zeit sehr verbessert hätte. Es sind aber höchste Würdenträger in der kath. Kirche vertreten, darunter auch Päpste wie Johannes Paul II., Benededikt XVI., die sich klar gegen Frauen geäußert haben, wie man hier bei
gagavai.de
auch entnehmen kann:

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Frauenfeindlichkeit in der katholischen Kirche
seit Jahrhunderten praktiziert. – Kirche LinksKirche Literatur

Katholische Devise: Dienende Frauen, leitende Männer
Eine katholische Frau hat möglichst viele Kinder zu gebären.

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Manche finden es gut katholisch zu sein: “Ich bin katholisch, und das ist auch gut so”,
Matthias Matussek, deutscher Kulturjournalist, siehe Glaube Zitate.

Andere diskutieren darüber, in der katholischen Kirche gilt fürs mittlere Management aufwärts seit langem: Frauenquote = Null.

„Eine Frau soll sich still und in aller Unterordnung belehren lassen. Dass eine Frau lehrt, erlaube ich nicht, auch nicht, dass sie über ihren Mann herrscht; sie soll sich still verhalten. Dennn zuerst wurde Adam erschaffen, danach Eva. Und nicht Adam wurde verführt, sondern die Frau ließ sich verführen und übertrat das Gebot. 1 Tim 2, 11-14

“Die Frau muß das Haupt verhüllen, weil sie nicht das Ebenbild Gottes ist.”
Kirchenlehrer Ambrosius (333-397)
in der moraltheologischen Schrift „De officiis clericorum“.

5 Eine Frau aber entehrt ihr Haupt, wenn sie betet oder prophetisch redet und dabei ihr Haupt nicht verhüllt. Sie unterscheidet sich dann in keiner Weise von einer Geschorenen. 6 Wenn eine Frau kein Kopftuch trägt, soll sie sich doch gleich die Haare abschneiden lassen. Ist es aber für eine Frau eine Schande, sich die Haare abschneiden oder sich kahl scheren zu lassen, dann soll sie sich auch verhüllen. 7 Der Mann darf sein Haupt nicht verhüllen, weil er Abbild und Abglanz Gottes ist; die Frau aber ist der Abglanz des Mannes. 8 Denn der Mann stammt nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann. 9 Der Mann wurde auch nicht für die Frau geschaffen, sondern die Frau für den Mann. 10 Deswegen soll die Frau mit Rücksicht auf die Engel das Zeichen ihrer Vollmacht auf dem Kopf tragen. 11 Doch im Herrn gibt es weder die Frau ohne den Mann noch den Mann ohne die Frau. 12 Denn wie die Frau vom Mann stammt, so kommt der Mann durch die Frau zur Welt; alles aber stammt von Gott. 13 Urteilt selber! Gehört es sich, dass eine Frau unverhüllt zu Gott betet? 14 Lehrt euch nicht schon die Natur, dass es für den Mann eine Schande, 15 für die Frau aber eine Ehre ist, lange Haare zu tragen? Denn der Frau ist das Haar als Hülle gegeben.
1. Kor. 11,5-15

»Mulier tacet in ecclesia«

Wie es in allen Gemeinden der Heiligen üblich ist, sollen die Frauen in der Versammlung schweigen; es ist ihnen nicht gestattet zu reden. Sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz es fordert. Wenn sie etwas wissen wollen, dann sollen sie zu Hause ihre Männer fragen; denn es gehört sich nicht für eine Frau, vor der Gemeinde zu reden. 1 Kor. 14, 33-35

Kurzum: die biblische Botschaft (von Paulus) an die katholischen Frauen: Schnauze! frauen

Das Gottesbild der Theologen: ein Mann

Obwohl es die Zehn Gebote und Bibel streng verbieten, sich ein „Bild“ von Gott zu machen, pflegen die Theologen hartnäckig das Bild vom männlichen Gott. Die Katholiken verweigern Frauen das Priesteramt, obwohl diese Diskriminierung durch nichts in den Zehn Geboten oder in der Bibel gedeckt ist.
GottesbildGottes streitbare Töchter – Was will die feministische Theologie? Bayern 2 2.1.2013

Kongregation für die Glaubenslehre rüffelt und sagt, wo es für Katholiken lang geht
Die Kongregation für die Glaubenslehre unter dem neuen Präfekten (früher: Grossinquisitor) Gerhard Ludwig Müller rüffelt reihenweise Katholiken mit abweichender Glaubensaufassung. Was der Wachturm bei den Zeugen Jehovas, ist die Kongregation für die Glaubenslehre bei den Katholiken: sie sagt den Gläubigen wo’s lang geht und was sie zu glauben haben. Kaum war der unbeliebte Bischof Gerhard Ludwig Müller zum Präfekten der Inquisition ernannt worden (2. Juli 2012), wies er schon einige katholische Gruppen zurecht:

  • eine Gruppe von reformorientierten Priestern, die in der Freiburger Erklärung Reformen angemahnt hatten

  • die Leadership Conference of Women Religious, die 80 % aller Nonnen der USA vertritt. Diese untergräbt angeblich die Lehre des Wachturms im Vatikan und lädt Vortragende ein, die eine zur Kongregation für die Glaubenslehre abweichende Meinung vertreten.

KongregationKongregation für die Glaubenslehre – Gerhard Ludwig Müller: Kongregation@Bistum RegensburgKongregationWikipedia
KongregationKurienerzbischof Müller warnt ungehorsame Priester, Der Spiegel 21.7.2012 – KongregationFreiburger Erklärung: Deutsche Priester rebellieren gegen den Papst, Der Spiegel 12.6.2012

Ausschluss der Frauen ist und bleibt eine unveränderliche Doktrin der katholischen Kirche
In der Gründonnerstagsmesse am 5. April 2012 forderte Papst Joseph Ratzinger aka Benedikt XVI. Gehorsam von denjenigen, die eine Frauengleichstellung durch die Ordination von Frauen und beim Zölibat fordern. Er erinnerte an:

  • 1994 Erklärung von Papst Johannes Paul II. von 1994: der Ausschluss und damit die eklatante Benachteiligung von Frauen ist Ausdruck des göttlichen Auftrags der Kirche.

  • 1995 hatte Joseph Ratzinger als Chef der Vatikanischen Glaubenskongregation diese Position als unabänderlich bezeichnet.

  • Die Kirche hat zur Gleichstellung der Frau keine Vollmacht vom Herrn erhalten.

Da argumentiert die katholische Kirche = Joseph Ratzinger freilich mit gespaltener Zunge.

  • Das dritte Gebot des Dekalogs lautet: “Gedenke des Sabbats: Halte ihn heilig! […] Darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und ihn für heilig erklärt.” 2 Mose 20, 8; 11. Es wird schon lange nicht mehr eingehalten, ohne dass dazu eine Vollmacht vom Herrn vorliegt.

  • Oder liegt sie doch vor?

  • “Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein.” Mt 18,18

Ordination Papst bekräftigt Ablehnung von Priesterinnen, Die Welt, 6.4.2012 – OrdinationPapst erteilt Reformwünschen klare Absage, SWR 5.04.2012 – OrdinationPapst huldigt weiter dem Mittelalter, 6.4.2012

Die Frauenfeindlichkeit der katholischen Kirche

  • ist durch ihre heilige Schrift gerechtfertigt:

    “Ihr sollt aber wissen, dass Christus das Haupt des Mannes ist, der Mann das Haupt der Frau und Gott das Haupt Christi.” 1 Kor 11,3

    “Der Mann darf sein Haupt nicht verhüllen, weil er Abbild und Abglanz Gottes ist; die Frau aber ist der Abglanz des Mannes.” 1 Kor 11,7

  • und durch den Ex-Papst Karol Wojtyla aka Johannes Paul II. verkündet:

    “Aus der Natur des Sexualaktes ergibt sich, dass der Mann dabei eine aktive Rolle spielt, während die Frau eher eine passive Rolle hat; sie nimmt hin und erlebt. Dass sie sich passiv verhält und nicht abweist, genügt schon, um den Sexualakt mit ihr zu vollziehen. Dieser kann auch ohne Beteiligung ihres Willens stattfinden und sogar, wenn sie in völlig bewusstlosem Zustand ist, z.B. während des Schlafs, während einer Ohnmacht usw.”

    Wojtyla Zitate Karol Wojtyla

Päpstliches Dekret: Keine christliche Nächstenliebe für schwangere Frauen in Not

  • Maria Eichhorn, CSU, MdB wollte auf Geschenke zum 60. Geburtstag und bat stattdessen um eine Spende an den Lebensschutzverein „Donum Vitae“.  Die katholische Kirchenleitung Regensburg verbat den Regensburger Domspatzen auf dem Geburtstag zu singen. Frau Eichhorn kümmerte sich auch als Vorsitzende der Frauen-Union der CSU um das Leben ungeborener Kinder.

    DomspatzenKirche verbietet Regensburger Domspatzen das Singen, Der Spiegel, 5.09.2008

  • Professor Hans Maier, CSU, früherer bayerischer Kultusminister und langjähriger Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, ist in katholischen Einrichtungen der Diözesen Augsburg (Bischof Konrad Zdarsa) und Regensburg (Bischof Gerhard Ludwig Müller) nicht erwünscht. Der Grund: Maier setzt sich für Donum Vitae ein und damit für Frauen in Not. – Donum VitaeAugsburger Bischof verbannt Hans Maier, Merkur-online, 6.02.12

  • Wer sich bei Donum Vitae für das Leben engagiert nach dem Kirchenrecht exkommuniziert. Donum VitaeDonum Vitae Mitglieder sind kirchenrechtlich exkommuniziert. Kommentar: was Besseres kann einem kaum widerfahren.

  • Joachim Meisner, Erzbischof Köln, kritisierte die Abtreibungen in Deutschland in einem Beitrag für die ZEIT-Beilage «CHRIST und WELT» als „Super-GAU“. Der Schutz der Ungeborenen hat in der katholischen Moral unbedingten Vorrang vor dem geborenen Leben. Walter Mixa, Ex-Bischof von Augsburg bezeichnete die Frauen als „Gebärmaschinen“.

    Donum VitaeKardinal Meisner mahnt: 8 Millionen Abtreibungen – ein täglicher Super-GAU, 30.6.11

Donum Vitaedonum vitae, Geschenk des Lebens – Donum VitaeWikipediaDonum VitaeDonum vitae – Instruktion über die Achtung vor dem beginnenden menschlichen Leben und die Würde der Fortpflanzung, gleichzeitig die Ächtung der Würde der Frau und das Verbot der Nächstenliebe für schwangere Frauen in Not. – Donum VitaeBischöfe trampeln durch den Porzellanladen, Welt Online 26.10.2007

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[…]

Wie kam es zum Zölibat, der mit der christlichen Lehre wenig zu tun hat?
Der Zölibat ist

  • nahezu 900 Jahre alt. Mit den Aposteln oder gar Jesus hat er also nichts zu tun

  • als seelische Marter eine mittelalterliche Einrichtung

  • entstanden aus kaltem Machtkalkül, in dem das christliche Topmanagment schon immer sehr erfinderisch war

  • ist ein Affront gegenüber dem expliziten Auftrag Gottes: “Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, …”, Moses 1,28 Oder verstehe ich da was falsch und der Zölibat schließt die Erfüllung des Auftrags: „Seid fruchtbar und vermehrt euch“ nicht aus?

  • die Antwort auf die päpstliche Frage: “Was wäre, wenn die Erben des Besitzes von Geistlichen nicht mehr deren Nachkommen, sondern die Kirche wäre?” – “Vermeidung des faktischen Erblichwerdens der Pfründe”, Max Weber: Wirtschaft und Gesellschaft Grundriss der verstehenden Soziologie (1922), Kapitel: WeberReligiosität und Sexualität

  • ein Riesenvorteil: Gut der Geistlichen (das diese geschenkt oder vererbt oder … bekamen) bleibt Kirchengut. Es ist ein machtvolles Fundament, von dem die katholische Kirche noch heute profitiert: Säkularisation – Kirchenvertrag – Konkordate – der bayerische Staat (und damit alle Steuerzahler, egal welchen Glaubens) bezahlt die Bischöfe, erhält deren Palais usw.

  • mit verantwortlich für das verkrampft Verhältnis der katholischen Kirche gegen Frauen

  • Zölibatsbrecher wurden und werden furchtbar bestraft. Konrad von Marburg peitschte die heilige Elisbeth in bester SM-Gepflogenheit und brachte anderen als Grossinquisitor Tod und Folter.

Käppner, Joachim (2010): „Heilige Versteinerung. Durch die Missbrauchsdebatte wird auch der Zölibat wieeder in Frage gestellt. Mit der christlichen Lehr hat der Zwang zur Ehelosigkeit der Priester wenig zu tun: Er entsprang der päpstlichen Machtpolitik im Hochmittelalter“, Süddeutsche Zeitung, 8. Mai, S. V2/6

Hagen Rether, Kabarettist, über Frauen in der Katholischen Kirche: “Die Frauen waren für den Vatikan immer schon Menschen 2. Klasse. Knapp über dem Haustier. Immer schon.”
Aus seinem Programm „Liebe 2“, April 2010

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[…]

Ein katholischer Pfarrer in Hammelburg gesteht, dass er nicht mehr ohne die Frau, die er liebt, leben will. Da reagiert der Würzburger Bischof blitzschnell: noch am selben Tag wird der Pfarrer des Dienstes enthoben. Der Ex-Pfarrer packt und zieht zu seiner Freundin, einer Hauptschullehrerin in Oberbayern.
Wenn dagegen pädophile Priester und Bischöfe aufgedeckt werden (Kirche Die Katholische Kirche als Hort der Pädophilie) dauert es oft Jahrzehnte, bis die Katholische Kirche reagiert. Es kommt vor, dass der pädophile Geistliche lediglich versetzt wird. „Vater unser“, SZ, 22.12.2009, S. 3

[…]

Joseph Ratzinger aka Benedikt XVI. vertritt die ausgrenzende Auffassung, die spezifische Berufung der Frau liege in Mutterschaft und Jungfräulichkeit. Hier scheint er verschwommene Ansichten zu Mutterschaft und Jungfräulichkeit zu haben. Dieser Auffassung wird im Sammelband Rolle rückwärts mit Benedikt mehrfach widersprochen.
Ida Raming schätzt Frauen zu mehr berufen ein, in der katholischen Kirche auch zum Priestertum.
• 1994 Joseph Ratzinger, Präfekt der Glaubenskongregation, liefert die theoretische Grundierung für das Apostolische Schreiben von Johannes Paul II.: „Über die nur Männern vorbehaltene Priesterweihe“.
• 2002 Ida Raming lässt sich „contra legem“ („gegen das Gesetz“) zur Priesterin weihen.
Privatdozentin Andrea Günter, promovierte Philosophin und Theologin: Die Geschlechterbilder des Papstes und dessen „Vorstellungen über Sexualität, Fortpflanzung und Eheleben“ entstammen dem Bürgertum des 18. und 19. Jahrhunderts. Sie verhindern „die große spirituelle Idee des Christentums, dass die Beziehungen der Menschen ständig erneuert werden können und müssen, die Liebe also nicht mit einer bestimmten Form – der Ehe, dem Brautstand – verwechselt werden darf“.
seiterich„Papst von vorgestern“ , zu: Norbert Sommer, Thomas Seiterich, Hg.: Rolle rückwärts mit Benedikt. Wie ein Papst die Zukunft der Kirche verbaut, siehe seiterich Literatur.

[…]

Die Frau wird als Quelle der Sünde und des Todes diffamiert
„Durch einen einzigen Menschen kam die Sünde in die Welt und durch die Sünde der Tod, und auf diese Weise gelangte der Tod zu allen Menschen, weil alle sündigten” (Röm. 5, 12).
„Ist durch die Übertretung des einen (Menschen), der Tod zur Herrschaft gekommen, (…) so werden erst recht alle, denen die Gnade und die Gabe der Gerechtigkeit reichlich zuteil wurde, leben und herrschen durch den einen, Jesus Christus” (Röm 5,17).
Dass Adam (neben dem „einzigen Menschen“ Eva) beteiligt war entging dem Saulus aka Paulus. Oder war das kein Mensch saulus?

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Frauen und katholische Kirche

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 21. Juli 2017 von hubwen in Kirchenkritik, Uncategorized

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Regensburger Domspatzen „Gefängnis, Hölle, Konzentrationslager“   Leave a comment

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Bei den Regensburger Domspatzen hat sich herausgestellt, dass der Skandal viel größer ist, als anfangs angenommen. Wie üblich geht es um körperlich Gewalt und sexuelle Übergriffe. Die katholische Kirche stellt ja immer die sexuellen Sünden als die größten hin. Sie selbst verstoßen aber in großer Anzahl dagegen, indem sie sich als Prügler und Kinderschänder betätigen. Und so eine Institution will anderen Menschen mitgeben was Moral ist. Abgespeist sollen die Opfer mit einer Entschädigung zwischen 5.000 und 20.000 Euro. Was sind denn 5.000 Euro für eine Entschädigung? Das verdient diese Bezeichnung nicht. Die Opfer leiden ja ein ganzes Leben darunter. Sie sind oft zu einer normalen Liebesbeziehung nicht mehr fähig oder nur stark eingeschränkt mit verschiedenen Störungen.

Aus der WELT

Regensb-Domspa-Skandal

Mehr als 500 Kinder der Regensburger Domspatzen sind in den 1960er Jahren bis 1992 Opfer von körperlicher Gewalt geworden. „Verantwortlich war in vielen Fällen der Direktor,“ sagt Anwalt Ulrich Weber bei der Vorstellung des Berichts. (Video im Link)

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Zwei Jahre wurden die Missbrauchs- und Misshandlungsvorwürfe beim Chor der Regensburger Domspatzen untersucht. Die Ermittler gehen von weit mehr als 500 Opfern aus – und sie identifizieren die Täter.

Sieben Jahre lang hat es gedauert. Vor sieben Jahren waren die ersten ehemaligen Domspatzen an die Öffentlichkeit gegangen und hatten davon berichtet, wie sie in ihrer Zeit bei dem weltberühmten Regensburger Knabenchor körperlichem und sexuellem Missbrauch ausgesetzt waren.

Wenig ist in den ersten Folgejahren passiert, erst 2015 entschloss sich das Bistum zu einer umfassenden Aufarbeitung und beauftragte den Rechtsanwalt Ulrich Müller mit der Aufklärung des Skandals.

Am Dienstag nun hat Müller seinen Abschlussbericht vorgestellt. Das Ergebnis lässt sich kurz zusammenfassen: Es war alles noch sehr viel schlimmer als man sich vorzustellen wagte.

Eine Atmosphäre täglicher Gewalt

In seinem rund 450 Seiten starken Abschlussbericht bezifferte der Sonderermittler die Zahl der „hoch plausiblen“ Opfer am Dienstag auf 547. Insgesamt 500 Domspatzen hätten seit 1945 körperliche Gewalt erlitten, 67 sexuelle Gewalt. Da einige Kinder sowohl körperliche wie auch sexuelle Gewalt erlitten, liegt die Zahl der Fälle laut Weber über den insgesamt betroffenen 547 Fällen.

Vor allem in der Vorschule habe eine Atmosphäre von alltäglicher Gewalt geherrscht. Die Opfer hätten die Zeit dort als „Gefängnis, Hölle und Konzentrationslager“ oder als „schlimmste Zeit ihres Lebens“ beschrieben, die von Angst und Hilflosigkeit geprägt gewesen sei.

Weber sagte, er gehe davon aus, dass es noch weitere Fälle gebe. Bereits im vergangenen Jahr hatte er eine Dunkelziffer von rund 700 Opfern genannt. „Daran glaube ich auch heute noch“, sagte er.

Als mutmaßliche Täter seien 49 Personen ermittelt worden, neun von ihnen seien sexuell übergriffig geworden. Unter den Tätern seien Internatsdirektoren, ein Vorschuldirektor, Präfekten und viele Angestellte. Schwerpunktmäßig haben sich die Taten laut Bericht in den 60er- und 70er-Jahren ereignet. Bis 1992 sei durchgängig von körperlicher Gewalt berichtet worden.

Opfer wurden ignoriert, Täter gedeckt

„Nahezu alle Verantwortungsträger“ bei den Domspatzen hätten zumindest ein „Halbwissen“ von den Gewaltvorfällen gehabt, am Thema jedoch wenig Interesse gezeigt. Der Schutz der Institution habe im Vordergrund gestanden. Opferschicksale seien ignoriert, Beschuldigte teilweise geschützt worden, hieß es.

Deutliche Kritik übte Weber an dem früheren Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller. Dieser habe eine „klare Verantwortung“ für die „strategischen, organisatorischen und kommunikativen Schwächen“ des von ihm 2012 initiierten Aufarbeitungsprozesses. Die Abberufung von Müller als Präfekt der Glaubenskongregation vor wenigen Tagen steht nach Webers Aussagen jedoch in keinem Zusammenhang mit dem Sonderbericht. Der Vatikan habe vorab keine Kenntnisse vom Inhalt des Berichtes gehabt.

Müller war von Kritikern wiederholt vorgeworfen worden, die Aufklärung der Missbrauchsvorwürfe behindert zu haben. Nach Bekanntwerden des Skandals hatte Müller gesagt, der Missbrauch durch Priester sei von den Medien aufgebauscht worden.

Die zwiespältige Rolle des Georg Ratzinger

Zur Rolle des Domkapellmeisters Georg Ratzinger, Bruder des emeritierten Papstes Benedikt XVI. sagte Weber, dieser habe „kein Wissen über sexuelle Gewalt“ gehabt. Er warf ihm jedoch vor, bei den Fällen körperlicher Gewalt weggeschaut zu haben. Der heute 93 Jahre alte Ratzinger hatte den Knabenchor von 1964 bis 1994 geleitet, also in der Zeit, in der sich die meisten Missbrauchsvorfälle ereignet haben.

Das Bistum Regensburg hat den Opfern unter anderem sogenannte Anerkennungsleistungen zugesagt. Sie liegen pro Person zwischen 5.000 und 20.000 Euro. Darüber wird auf Grundlage von Webers Bericht in einem gesonderten Gremium entschieden, in dem auch Opfervertreter beteiligt sind.

„Schweigen ist jetzt nicht mehr möglich“

Offenbar haben längst nicht alle Missbrauchs- und Gewaltopfer einen Antrag auf finanzielle Entschädigung gestellt. Bisher seien erst rund 300 Anträge eingegangen, hieß es. Rund 450.000 Euro seien bislang ausbezahlt worden.

Weber äußerte den Wunsch, dass die Arbeit der Berichtsautoren zur Befriedung aufseiten der Opfer beitrage. Die offene Dokumentation solle ihnen helfen, ihre Erlebnisse aus der Kinder- und Jugendzeit verarbeiten zu können. Ob seine Arbeit jetzt abgeschlossen sei, wurde Weber während der Pressekonferenz gefragt. „Ja“, sagte er. „Aber die Aufarbeitung ist nicht abgeschlossen, die geht noch weiter.“ Später fügte er hinzu. „Schweigen ist jetzt nicht mehr möglich.“

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Regensburger Domspatzen „Gefängnis, Hölle, Konzentrationslager“

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Siehe auch:

https://www.welt.de/vermischtes/article166763942/Der-Wille-der-Schueler-sollte-gebrochen-werden.html

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Gruß Hubert

Die Kirche und ihre Barmherzigkeit und Nächstenliebe   Leave a comment

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Ich muss in ein schallendes Gelächter ausbrechen, wenn ich höre Kirche und ihre Barmherzigkeit und Nächstenliebe. Für die Tiere ganz sicher nicht. Da können Menschen bzw. Monster, Bestien, mit den Tieren machen was sie wollen. Die Kirche ficht das nicht an. Aber sie hat auch keine Barmherzigkeit und Nächstenliebe bei Menschen, siehe Abtreibung und Sterbehilfe, lange war sie auch gegen Leiden mindernde Schmerzmittel, wie Opiate. Die Empfängnisverhütung mit praktikablen Methoden ist auch immer noch verboten. Aber es hält sich ja kein Katholik daran, und wenn, dann hat er/sie einen Dachschaden.

Ich mache mir jedenfalls nicht die geringste Hoffnung, dass sie Kirche zum Tierleid noch Stellung nimmt, geschweige dass sie Ermahnungen ausspricht.

Hier ein Beitrag zu dieser Thematik von Daniela Böhm.

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“Die Kirche spricht von Barmherzigkeit und Nächstenliebe. Aber wie kann sie davon sprechen und einen großen Teil der Schöpfung – nämlich die Tiere – nicht mit einbeziehen?Der Katechismus sagt, dass der Mensch über all den Tieren steht und sie sich zunutze machen darf. Aber das passt wiederum nicht mit dem Gebot “Du sollst nicht töten” zusammen.

Papst Franziskus hat in seiner Antrittsrede und der Laudatio Si schon die ersten richtigen Ansätze gemacht, aber eine ausdrückliche Stellungnahme der Kirche, um das Tierleid wirklich zu beenden, fehlt leider noch immer.

Wir müssen einfach das immense Leid der Tiere stoppen. Nicht nur in der Tierhaltung, dem Töten von Tieren für den Fleischkonsum und die Leder- und Pelzindustrie und so vielem Leid mehr – auch bei den Tierversuchen. Es ist schon wissenschaftlich erwiesen, das Tierversuche nicht auf den Menschen übertragbar sind.

Ich kann dieses Leid der Tiere einfach nicht ertragen. Und durch die Mahnwachen am Schlachthof oder diese Demonstration hier versuchen wir so viel Aufmerksamkeit wie möglich dafür zu bekommen. Für die Rechte der Tiere, die mir sehr am Herzen liegen.

Ich selber lebe seit meinem 15. Lebensjahr vegetarisch und nun seit sieben Jahren vegan und ich erfreue mich bester Gesundheit. Ich will niemanden verurteilen. Es ist aber die gesündeste Ernährungsform. Der ethische Aspekt davon steht für mich aber ganz klar an erstere Stelle.”

Daniela Böhm ist Tierschutzaktivistin und freie Autorin. Sie hat letztes Wochenende nicht nur den “Die In” vor der St. Michaelskirche organisiert, sondern steht auch hinter den immer wieder abgehaltenen Mahnwachen vor dem Schlachthof.

Mehr zu Daniela Böhm auf ihrer Website: www.danielaböhm.com

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Die Kirche und ihre Barmherzigkeit und Nächstenliebe

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Gruß Hubert