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Jauchzet dem Herrn, alle Welt! – oder Wort zum Sonntag   Leave a comment

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Jauchzet dem Herrn, alle Welt!

Ich hörte heute früh die Ansage in unserem klerikalem „Volksempfänger“, Rai Südtirol, von einem geistlichen Herrn, genauer gesagt von einem dem Orden der Benediktiner angehörenden Ordensmann, dass gleich das Lied Jauchzet dem Herrn, alle Welt!, folgen wird. Ich habe mir den Text geholt und sehe welcher weltfremden Sprache, voll von Unterwerfung, Danksagungen, Lobgesängen usw. gehuldigt wird – und die Gottesfurcht liest man zwischen den Zeilen heraus. Aber es sind auch Falschaussagen dabei.
Ich kenne keinen Mensch, der jemals gesagt hätte, er hätte gejauchzt.
Wer will mag ja jauchzen, von mir aus auch von früh bis spät frohlocken, Hallelujah rufen oder auch kreuzfidel sein. Hauptsache man lässt mich in Ruhe damit. Klar habe ich gleich weggeschaltet. Ich kritisiere hier nicht nur die christliche Religion, sondern alle. Es rettet sich in meinen Augen keine Religion, egal ob fernöstlich, wie Hinduismus, Buddhismus, Taoismus, oder die westlichen Relgionen. Vom Islam gar nicht zu reden, da kriegerisch eingestellt (vor allem der Dschihadismus). Am schlimmsten ist es aber immer, wenn sich Politik und Relgion vermischen, oder es gar zu einem sogenannten Gottesstaat kommt, siehe Iran. Oder auch wenn sich Nationalisten, religiös Orthodoxe und Rechte verbinden, siehe Israel. Nun aber wieder zum sakralen Lied.

 

Im „Songtext“ 😉 (es gibt zwei verschiedene Ausgaben) steht zum Beispiel: „Er hat uns gemacht, er, und nicht wir selbst“. Stimmt ja nicht, machen tun uns unsere Eltern, Mann und Frau, heute auch noch gezielt an einen bestimmten Monat geplant mit der Empfängnisverhütung. Ja, ja, und danken und loben. Großer Gott wir loben dich. Für was denn frage ich mich? Wir müssen ja selbst mit unserer Hände Arbeit unser Brot verdienen. Ich habe für nichts einem höheren Wesen, wenn es so war gäbe, zu danken oder mir gar in den Staub zu werfen und mir selbst vorzusagen was ich doch für ein nichtsnutziger Sünder wäre. Ich sage danke für gar nichts. Diese Unterwürfigkeit und dieses ewige Dankerei sollen ist mir ein Gräuel.
Mir fällt auf, dass solche demonstrativ gläubigen Menschen sehr oft höchst kindisch und grausam sind.
Ich halte aber nichts von Herrgottszehenleckern und von diesem Pfaffengesindel.

Ich bin auch kein Schaf auf seiner Weide. An ihrer Sprache sollt ihr sie erkennen, so ist es. Ich unterwerfe mich niemandem. Man erkennt den Herrschaftsanspruch der Kirchen und Religionen. Genau für das wurden sie erfunden und nicht um Menschen „zu retten“ und ins Heil zu führen, Dazu sind die Priesterkasten zu große Egoisten. Hauptsache sie können gut leben durch die Dummheit der Gläubigen.

Ich hätte auch das Lied auf youtube gefunden. Den Link setze ich aber nicht rein. Wer es sich geben will, kann es sich ja holen.

Hier der „Songtext“

Version Nr. 1

Jauchzet dem Herrn, alle Welt!

Dient dem Herrn mit Freuden, und kommet vor sein Angesicht mit Frohlocken.
Er ist Gott, unser Herr, er ist Gott,
Er hat uns gemacht, er, und nicht wir selbst, zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.
O geht zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben.
Danket ihm, lobet seinen Namen.
Denn der Herr ist freudlich, und seine Gnad’ und Wahret waltet ewig.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem heiligen Geiste.
Wie es war zu Anfang jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

 

Ob das etwa heißen sollte:

Denn der Herr ist freuNdlich, und seine Gnad’ und WahrHEIT waltet ewig?

http://www.boysoloist.com/lyrics.asp?TrackID=53199&AlbumID=7340&ArtistID=479

 

Version Nr. 2

Psalm 100
Jauchzet dem Herren, alle Welt;

Dienet dem Herren mit Freuden.
Kommet vor sein Angesicht mit Frohlocken.
Erkennet, dass der Herr Gott ist.
Er hat uns gemacht und nicht wir selbst,
zu seinem Volk und zu Schaafen (sic!)
seiner Weide.
Gehet zu seinen Thoren ein mit Danken,
Zu seinen Vorhöfen, mit Loben,
danket ihm, lobet seinem Namen.
Denn der Herr ist freundlich,
Und seine Gnade währet ewig,
und seine Wahrheit für und für.

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Über die Ewigkeit.

 

sterne-tod

Gut auch die Internet-Adresse… keine Tricks – nur Jesus

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Und hier das Angstmachen, die Drohung mit der Hölle

wiewirdesinderhc3b6llesein

 

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Gruß Hubert – von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen

 

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In der katholischen Kirche haben Tiere keinen Platz   Leave a comment

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Die gegenständliche Angelegenheit ist schon länger her, aber leider immer noch aktuell, nämlich wie in katholisch-orthodoxen Ländern mit Tieren umgegangen wird. Es hat sich leider nichts geändert. Leider wird in islamischen Ländern noch schlimmer mit Tieren umgegangen, man braucht nur an Schlachthöfe in islamischen Ländern denken, zum Beispiel in Kairo wie Manfred Karremann dokumentierte. Aber was hier in Europa passiert ist schon mehr als schlimm genug. Es passieren unvorstellbare Krankheiten. Wer sich da von der katholischen Kirche Unterstützung wegen der Grausamkeiten gegen Tiere erwartet ist vollkommen auf dem Holzweg. Die Tiere sind der kath. Kirche egal, nicht zuletzt darin begründet in der dummen Behauptung, dass Tiere keine Seele hätten. Oder deutlicher geht es ja nicht, wenn aus dem Vatikan die Aussage kommt: In der Kirche haben Tiere keinen Platz. Einen Platz hat die Kirche auch nicht bei mir. Es besteht ein moralisches Totalversagen der katholischen Kirche gegenüber Tieren. Eine Moral, die Tiere davon ausschließt, ist für mich keine Moral.

Aus tierarztblog.com

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ETN-Botschafterin Maja Prinzessin von Hohenzollern schreibt zum alljährlichen Weihnachtsfest:

Immer wieder erleben wir in unserer Tierschutzarbeit, wie grausam und brutal mit Tieren umgegangen wird. Besonders in Süd- und Osteuropa, also in den katholisch-orthodoxen Ländern, müssen wir immer wieder erleben, dass ausgesetzte Hunde und Katzen auf der Straße ihrem Schicksal überlassen werden, ohne Liebe und Fürsorge, meist Opfer von Hunger, herannahenden Autos oder brutaler Gewalt werden.

So viele von ihnen werden geschlagen, eingesperrt, ein Leben lang an der Kette gehalten und misshandelt. Wie oft fand ich in Spanien schon Hunde und Katzen, denen man die Augen ausgestochen, die Schwänze oder die Ohren abgeschnitten hatte. Von den Tiertötungsstationen, den „Perreras“, in denen jedes Jahr hunderttausende Tiere teils bei lebendigem Leib verbrannt werden, ganz zu schweigen.

Letztes Jahr beendeten wir mit dem ETN e.V. ein Hundemassaker in Rumänien, wo man circa dreihundert Hunden pro Tag mit dem Spaten den Schädel einschlug. Seit 2004 sind in Rumänien circa zehn Millionen (!) Straßenhunde auf brutale Weise ermordet worden. Ginge es um Menschen, würde man hier sicher von „Völkermord“ sprechen.

In Ungarn und Polen kommen tausende Welpen zu Tode, die als billige „Wühltischware“ im Akkord gezüchtet und viel zu früh von ihren Müttern weggerissen werden, um sie auf Wochenmärkten in Deutschland zu verhökern. Immer wieder suchen wir nach Ursachen, warum Menschen Tiere so grausam behandeln. Und tatsächlich findet man in der katholischen Kirche eine Ursache für den schlimmen Umgang mit Tieren in Süd- und Osteuropa. Die katholische Kirche spricht Tieren nämlich eine Seele und Anspruch auf Fürsorge ab. Sie degradiert sie damit zu einer gefühllosen Sache, und genauso werden die Tiere dann oft auch behandelt.

Deshalb fordern wir „unseren“ deutschen Papst, der eigentlich eine andere Herzensbildung in Bezug auf Tiere haben sollte, immer wieder dazu auf, endlich anzuerkennen, dass Tiere Teil der Schöpfung sind und selbstverständlich eine Seele haben.

Würde er dies in nur einem Satz in seiner „Urbi & Orbi“-Rede sagen und seinen Priestern als Botschaft mit auf den Weg geben, dann könnte er Millionen Tieren das Leben retten. Wenn er wollte.

Leider haben sich weder der Papst noch die vom ETN e.V. angeschriebenen sechszehn Bistümer in Deutschland zur Zusammenarbeit im Tierschutz bereit erklärt und sich auch nicht zum Wohle der Tiere geäußert. Stattdessen erhielten wir die Antwort aus dem Vatikan:

„ In der katholischen Kirche haben Tiere keinen Platz“.

Ein Satz wie ein Faustschlag und das Todesurteil für Millionen von Tieren. Möglicherweise hätten Tiere einen anderen Status, wenn sie Kirchensteuer zahlen würden.

Dabei lässt sich eine Ethik, die den Tieren eigene Rechte gegenüber den Menschen zugesteht, biblisch begründen. Wir fordern die Kirche daher auf, endlich moralische Verantwortung für das zu übernehmen, wofür sie vorgibt, einstehen zu wollen, nämlich für alle Geschöpfe der Erde, so wie es unmissverständlich aus der Bibelschrift hervorgeht.

Wenn ich in die Augen meiner Hunde schaue, die ich alle zehn aus den Fängen brutaler Tierquäler gerettet habe, dann weiß ich ganz bestimmt, dass sie eine Seele haben. Bei manchen Menschen bin ich mir jedoch nicht so sicher. Schließen Sie bitte unsere Tiere in Ihre Gebete mit ein, und denken Sie auch am Heiligen Abend an sie, denn sie gehören zu uns und bereichern unser Leben.

Herzlichst
Ihre
Maja Prinzessin von Hohenzollern
ETN-Botschafterin

P.S.: Bei mir gibt es zu Weihnachten sicher keine Ente oder Gans aus Massentierhaltung, und an meinem Weihnachtsbaum hängen auch dieses Jahr wieder ein paar Hundeleckerlis mit roter Schleife.

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In der katholischen Kirche haben Tiere keinen Platz

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Gruß Hubert

„Machet sie euch untertan und herrschet…“   Leave a comment

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Hier eine Abhandlung von Colin Goldner, unter anderem mit Erläuterungen wie es zu der strikten Trennung von Mensch und Tier im Christentum kam und die vollständige Empathielosigkeit vonseiten der christlichen Kirchen gegenüber Tieren. Tiere habe ja laut Vatikan in der Kirche keinen Platz.

Hier die Abhandlung von Colin Goldner.

Wie ist es zu erklären, dass viele Menschen noch nicht einmal gegenüber ihren „engsten Verwandten im Tierreich“ – Schimpansen, Gorillas und Orang Utans – Empathie empfinden können? Selbst und gerade dann nicht, wenn diese, dressiert und „zum Affen“ gemacht, irgendwelche Kunststückchen in Zirkus oder TV-Shows vorführen müssen oder, degradiert zu reinen Schauobjekten, in Zoos und Freizeitparks vor sich hinvegetieren, auf Lebenszeit eingesperrt hinter Eisengittern und Isolierglasscheiben?

Die ersten „Großen Affen“, Schimpansen zunächst, kamen Mitte des 17. Jahrhunderts auf Handelsschiffen nach Europa.

Mit größtem Aufwand und in einer Schärfe, wie dies mit Blick auf die bislang bekannte Tierwelt nicht erforderlich gewesen war – menschenähnliche Tiere waren bis dahin in Europa völlig unbekannt gewesen –, suchte man von Kanzeln und Kathedern herunter die Trennlinie zwischen Mensch und Tier endgültig und über jeden Zweifel erhaben nachzuziehen.

Nach Auffassung des Thomas von Aquin (Kirchenlehrer), verfüge nur und ausschließlich die menschliche Seele über die Kraft des göttlichen und damit unsterblichen Geistes, des „intellectus“, der freies Denken und Wollen ermögliche und den Menschen „essentiell“ über die Tiere hinaushebe. Mit der Lehre des „essentiellen“ Unterschiedes zwischen Mensch und Tier wurde die in der Bibel grundgelegte Doktrin der Gottebenbildlichkeit des Menschen, die diesen über die gesamte Natur erhebe und jene seiner Herrschaft und Nutzung unterwerfe, mit Nachdruck festgeschrieben.

Ausdrücklich festgeschrieben wurde das biblische Diktum des 1. Buches Mose, in dem Gott selbst seinen Ebenbildern befiehlt, zu „herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und alle Tiere des Felds … und machet sie euch untertan und herrschet … Furcht und Schrecken vor euch über alle Tiere … in eure Hände seien sie gegeben“.

Es gilt dieses Verdikt unverändert bis heute und besetzt das kollektive Bewusstsein wie kein zweites.
Es gibt bezeichnenderweise in der gesamten Bibel keinen einzigen Satz, in dem Tieren Schutz vor der Rohheit und Gier des Menschen zugesprochen würde.

Nirgendwo geht es um Segnung, sprich: Schutz der Tiere um ihrer selbst willen, allenfalls sollen sie durch den Segen vor Krankheit und Unfall bewahrt werden, um umso besser ausgebeutet werden zu können. Auf eigenen Hubertusmessen werden die Jäger gesegnet, vor Walfangfahrten die Walschlächter, vor Stierkämpfen die Toreros. Keine Eröffnung eines Zoos oder Delphinariums, keine Zirkuspremiere, keine noch so abartige Tierquälerei im Gewande von Tradition oder Brauchtum (Gänsereiten, Hähneköppen, Widderstoßen usw.), ohne dass nicht ein Priester seinen Weihwasserwedel schwänge.

Papst Pius IX hat die Errichtung einer Tierschutzeinrichtung in Rom ausdrücklich verboten. Tieren gegenüber gebe es keinerlei moralische oder sonstige Pflicht.

Nicht nur die katholische Kirche, auch die evangelische und jede andere der christlichen Religionsgemeinschaften, desgleichen Judentum und Islam in all ihren Ausprägungen, beziehen sich grundlegend auf die biblisch begründete Einzigartigkeit des Menschen als Ebenbild Gottes samt dem daraus hergeleiteten Anspruch des Menschen, die Natur zu beherrschen.

Der französische Jesuitenschüler und Philosoph René Descartes sah sich berufen, die Sonderstellung des Menschen in der Natur naturwissenschaftlich zu untermauern. Tiere hätten nicht nur weniger Vernunft als die Menschen, sondern gar keine, und zwar anhand der Unfähigkeit von Tieren so zu sprechen, dass der Mensch sie versteht.
Nur der Mensch sei insofern gottebenbildlich, herausgehoben aus der Natur und frei in seinen Entscheidungen und seinem Tun. Als Vivisektor „demontierte“ Descartes Organ für Organ seiner Versuchstiere, gerade so wie ein Uhrmacher das Räderwerk einer Uhr auseinandernimmt. Die Schmerzensschreie der bei lebendigem Leibe sezierten Tiere bedeuteten ihm nicht mehr als das „Quietschen eines Rades“.

Das Auftreten der Menschenaffen in Europa erschütterte die bis dahin unhinterfragt herrschende Selbst- und Weltsicht des christlichen Abendlandes in einem Maße, wie man sich das heute überhaupt nicht mehr vorstellen kann: ihrer augenfälligen Ähnlichkeit mit dem Menschen wegen bedeutete ihr Auftreten nicht weniger, als dass zum einen aufgrund der gesetzten Gottebenbildlichkeit des Menschen der Affe – ungeheuer und undenkbar – gottähnlich sein müsste; und dass zum anderen – gleichermaßen ungeheuer und undenkbar – ebendamit das Alleinstellungsmerkmal des Menschen und damit seine Vorherrschaft über die Natur in Frage gestellt sei.

Mit größtem Aufwand und in einer Schärfe, wie dies mit Blick auf die bislang bekannte Tierwelt nicht erforderlich gewesen war – menschenähnliche Tiere waren bis dahin in Europa völlig unbekannt gewesen –, suchte man von Kanzeln und Kathedern herunter die Trennlinie zwischen Mensch und Tier endgültig und über jeden Zweifel erhaben nachzuziehen.

Vergleichbar dem jesuitischen Vorgehen gegen Galilei und insofern wider jede Empirie, die zu Beginn der Aufklärung und ebendiese markierend längst wissenschaftlicher Standard war, griff man zurück auf die später als Scholastik bezeichnete Wissenschaftsdoktrin des ausgehenden Mittelalters – namentlich auf den Spätscholastiker Thomas von Aquin –, die darin bestand, Beobachtungen rein deduktiv, also vom Allgemeinen zum Besondere schließend, so zu deuten, dass sie mit vorgegebenen Prinzipien und deren Konsequenzen vereinbar waren.

Während alle Wesen beseelt seien, so die Auffassung des Thomas von Aquin, verfüge nur und ausschließlich die menschliche Seele über die Kraft des göttlichen und damit unsterblichen Geistes, des „intellectus“, der freies Denken und Wollen ermögliche und den Menschen „essentiell“ über die Tiere hinaushebe. Mit der Lehre des „essentiellen“ Unterschiedes zwischen Mensch und Tier wurde die in der Bibel grundgelegte Doktrin der Gottebenbildlichkeit des Menschen, die diesen über die gesamte Natur erhebe und jene seiner Herrschaft und Nutzung unterwerfe, mit Nachdruck festgeschrieben: Thomas von Aquin gilt insofern als mit Abstand einflussreichster aller Kirchenlehrer. Ausdrücklich festgeschrieben wurde das biblische Diktum des 1. Buches Mose, in dem Gott selbst seinen Ebenbildern befiehlt, zu „herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und alle Tiere des Felds … und machet sie euch untertan und herrschet … Furcht und Schrecken vor euch über alle Tiere … in eure Hände seien sie gegeben“.

Es gilt dieses Verdikt unverändert bis heute und besetzt das kollektive Bewusstsein wie kein zweites: Unmissverständlich erklärt der aktuell gültige Weltkatechismus der Katholischen Kirche, federführend herausgegeben im Jahre 1993 durch den seinerzeitigen Kurienkardinal Joseph Ratzinger und späteren Papst Benedikt: „Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt, den er nach seinem Bilde geschaffen hat.“ Somit dürfe der Mensch sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidung bedienen, er dürfe sie abrichten, um sie sich dienstbar zu machen; medizinische und wissenschaftliche Tierversuche seien „sittlich zulässig“, sei doch – mit Thomas von Aquin – das „Gewaltverhältnis zwischen Mensch und Tier grundsätzlich unaufhebbar“. Es gibt bezeichnenderweise in der gesamten Bibel keinen einzigen Satz, in dem Tieren Schutz vor der Rohheit und Gier des Menschen zugesprochen würde. All die mühsamen Versuche tierrechtlich angehauchter Exegeten wie etwa des Theologen Kurt Remele, irgendwelche tierfreundlichen Passagen in die Bibel hinein- oder aus dieser herauszuinterpretieren, sind reine Farce: Remele hält das Herrschafts- und Unterjochungsgebot aus dem 1. Buch Moses – „Furcht und Schrecken vor euch über alle Tiere“ – allen Ernstes für den Auftrag Gottes an den Menschen zu „verantwortungsvollem Leiten“ der ihm an die Hand gegebenen Mitgeschöpfe, zu „liebender Sorge“ für diese und „hegendem Bewahren“.

Auch die Bezugnahme der katholischen Kirche auf sogenannte Tierheilige wie Franz von Assisi, Leonhard oder Patrick sind, ebenso wie die Tiermessen und Tiersegnungen, die sie allenthalben inszeniert, nichts denn zynische Farce. Nirgendwo geht es um Segnung, sprich: Schutz der Tiere um ihrer selbst willen, allenfalls sollen sie durch den Segen vor Krankheit und Unfall bewahrt werden, um umso besser ausgebeutet werden zu können.

Quelle: miz-online.de

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Gruß Hubert

 

Kirche bzw. Christen und Tierschutz   2 comments

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Auszug aus patras-hunde.de

Ich glaube, dass mich Gott geschaffen hat samt allen Kreaturen„( Martin Luther)  

Wie Christen mit Tieren umgehen – eine traurige Bilanz 

Italien: 

In Italien bekennen sich mehr als 51 Millionen Menschen zum katholischen Glauben; in keinem anderen Land gibt es so viele Priester und Kardinäle (1).
Aber :
In Italien gibt es 1 Million Straßenhunde, weil italienische Christen jedes Jahr ca. 135.000 Haushunde aussetzen. Diejenigen, die nicht verhungern, vergiftet, erschossen oder überfahren werden, landen in den sogenannten Canili („Tierheimen“) , wo die Betreiber ( meist ebenfalls Christen ) diese Hunde geradezu horten und an jedem Hund verdienen. 600.000 Hunde „leben“ in diesen Verwahranstalten, von italienischen Tierschützern oft als „Konzentrationslager“ bezeichnet und haben keine Chance, jemals wieder herauszukommen. 

Tierheim Rieti – tagelang liegen die Tiere tot im Käfig

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Sie sterben dort einen langsamen und einsamen Tod, Tag um Tag und Jahr um Jahr ein bisschen mehr, während die christlichen Betreiber dieser Canili zu Millionären werden, da sie für ihren „Service“ von den Gemeinden fürstlich entlohnt werden. Tiermisshandlungen sind an der Tagesordnung, Kettenhaltung „normal“ und einen Hund zu quälen wird von den meisten „übersehen“ oder als Bagetelle eingestuft. Und die Pfarrer ? In Italien predigen diese von der Kanzel herunter, dass Tiere keine Seele haben und keine Schmerzen empfinden, wie es immer wieder von italienischen Tierschützern berichtet wird. 
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Spanien: 

In Spanien gehören 92 % der Bevölkerung der römisch-katholischen Kirche an(3).
Aber :
In Spanien werden ebenfalls Zigtausende von Haushunden ausgesetzt. Auch sie erwartet der Tod. Zehntausende Verkehrsunfälle pro Jahr mit Straßenhunden sprechen eine deutliche Sprache, aber sie werden auch einfach erschossen, vergiftet oder anderweitig vom Straßenbild beseitigt. Wenn sie in den spanischen Tierheimen, den „Perreras“ landen, werden sie unter grausamsten Bedingungen „aufbewahrt“ und dann getötet. 

 

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Galgos und andere Windhunde, die nicht mehr „gut“ jagen, also für ihren Besitzer nutzlos geworden sind, werden (wohl auch von den der römisch-katholischen Kirche angehörigen Spaniern ) zur Strafe lebend erhängt und zwar so, dass ihre Hinterläufe gerade noch ein bisschen den Boden berühren, damit sie möglichst lange leiden. 
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Bulgarien: 

In Bulgarien bezeichnen sich 83,9 % der Bevölkerung als Christen(5).
Aber:
In Bulgarien existierten bis vor kurzem sogenannte“ Isolatoren“, in die man die eingefangenen Straßenhunde brachte. Seit 2008 ein Tierschutzgesetz erlassen wurde, nennt man diese jetzt hier „Tierheime“. Geändert hat sich hingegen nichts : Diese Hunde werden dort nach wie vor unter grausamsten Bedingungen eingepfercht und letztlich getötet. Hunderttausende von ausgesetzten Hunden wurden in den letzten Jahren von den sich zum Christentum bekennenden Bulgaren vergiftet, erschlagen, ertränkt, lebend abgebrannt, erhängt oder erschossen. 
 
In einem der „Tierheime“ wurden 2008 die lebenden Hunde in das angrenzende Löwengehege eines Zoos geworfen, wo sie – vergeblich – um ihr Leben rennen durften, während der Tierheimbetreiber die Subventionen der Gemeinde einstrich und sich damit ein schönes Leben finanzierte. Tiermisshandlungen seitens der sich überwiegend zum Christentum bekennenden Bulgaren ist auch in diesem Land an der Tagesordnung.  
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Rumänien: 

In Rumänien sind 5,6% der Bevölkerung Katholiken, 6,7 % Protestanten(6).
Aber:
Hier wird derzeit erwogen, ALLE Straßenhunde zu töten. Seit Jahren werden sie gejagt, totgeschlagen, erstochen, erschossen. An ihrer Fangschlinge werden die eingefangenen Straßenhunde blutend, zappelnd und voller Todesangst über die Straßen geschleift und in „Tierheime“ gebracht, wo sie der blanke Horror und Tod erwartet. 
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Seit 2004 wurden in Rumänien Millionen von Straßenhunden ermordet. In Rumänien wird das Tier wie lästiger Müll entsorgt, gnadenlos und unter Anwendung brutalster Methoden. Jeder, der das mit angesehen hat, wird diesen Alptraum nie wieder vergessen. Misshandeln der Hunde, das Erhängen lebender Tiere, das Fußballspielen nicht mit einem Ball, sondern mit Welpen, die 2 oder 3 Wochen alt sind oder das Verletzen der Tiere „zum Spaß“ erregt hier niemanden. Es sind ja nur dreckige Köter. 
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Es geht aber nicht „nur“ um Hunde ( denen sich unsere Tierschutzorganisation widmet), es geht um viel mehr :
Es geht um Tiere, die tagelang durch Europa transportiert werden und tagtäglich zu Millionen geschlachtet werden; es geht um über 300.000 Robbenbabys, die jedes Jahr erschlagen und teilweise noch lebend gehäutet werden, damit man wieder ein paar Schlüsselanhänger machen kann; es geht um Millionen von Pelztiere, die getötet werden, damit „Reiche“ und „Promis“ sich wieder den neuesten Designer-Pelzmantel um die Schultern legen können; es geht um die Ausrottung der Wale, der Delfine und Haie; es geht um Millionen von Tierversuche, in denen die Tiere leider eben auch völlig unnütze Versuche ertragen müssen ( u.a. für Kosmetika ), obwohl es längst Alternativen gäbe; es geht um die Regenwälder, die aus Profitgier abgeholzt werden, um die Meere, die verschmutzt werden, um die Luft, die mit Abgasen belastet wird. 

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Kirche bzw. Christen und Tierschutz

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Gruß Hubert

Unheilige Allianz von Kirche und Jagd   Leave a comment

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Auszug aus lusttoeter.de

Hubertusmessen – ein Frevel an der Natur

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Hasenmassaker – mit dem Segen der Kirche

 

Kirche und Jagd – das war schon immer eine unheilige Allianz. Bis heute halten sowohl katholische, als auch evangelische Kirchen alljährlich Hubertusmessen ab und segnen die Waidmänner, ihre Waffen und die »Strecke« der getöteten Tiere. Und dies, obwohl der heilige Hubertus der Legende nach der Jagd entsagte, als er im Geweih eines Hirsches ein strahlendes Kreuz erblickte und die Stimme von Christus hörte: »Hubertus, warum jagst du mich?« Wann folgen Jäger und Pfarrer Hubertus nach?
Bei der Hubertusmesse in Stuttgart am 9.11.2002 wurde eine friedliche Tierschützerin vor der evangelischen Leonhards-Kirche von einem Jäger verprügelt – vor den Augen der Polizei.

Kirche und Tiere – ein ebenso unseliges Kapitel. Dass die Tiere in unserer Gesellschaft millionenfach so unsagbar leiden müssen, ist nicht zuletzt auf die gefühllose Haltung der beiden großen Kirchen gegenüber den Tieren zurückzuführen. Jahrhundertelang und bis heute sprechen beide Kirchen den Tieren die Seele ab – und auch die Gefühle. Selbst Tierschützer innerhalb der Kirchen »werden von Kirchenkreisen häufig als überspannte, neurotische Spinner abgetan«, schreibt der Theologe und Tierschützer Guido Knörzer (Guido Knörzer: Töten und Fressen? Kösel-Verlag, 2001, S. 32).

Wann gab es jemals ein offizielles kirchliches Wort gegen Massentierhaltung und Tiertransporte? Wann haben sich die großen Kirchen jemals gegen Tierversuche ausgesprochen?

Die Kirche ist seit Jahrhunderten gegen die Tiere – und dies, obwohl Jesus und die ersten Christen Vegetarier waren. Dies wusste übrigens auch noch Kirchenvater Hieronymus, welcher bekanntlich die Bibel zusammenstellte: »Der Genuss des Tierfleisches war bis zur Sintflut unbekannt… Jesus Christus, welcher erschien, als die Zeit erfüllt war, hat das Ende wieder mit dem Anfang verknüpft, so dass es uns jetzt nicht mehr erlaubt ist, Tierfleisch zu essen.« (Adversus Jovianianum I, 30)

Prof. Dr. theol. Dr. h.c. Erich Grässer, em. Ordinarius für Neues Testament an der Universiät Bonn: »Was ist mit Kirche und Tierschutz? Ich muss an dieser Stelle deutlich werden: Wenn einst die Geschichte unserer Kirche geschrieben wird, dann wird das Thema „Kirche und Tierschutz“ im 20. Jahrhundert dann ein ebenso schwarzes Kapitel darstellen wie das Thema „Kirche und Hexenverbrennung“ im Mittelalter.«

Die evangelische Theologin Christa Blanke, ehemals aktiv bei AKUT, zum Thema Hubertusmessen (in: DER SPIEGEL 44/2001): »Die Geschichte einer Umkehr wird von beiden Konfessionen verfälscht und missbraucht«, beklagt Christa Blanke, langjährige Pfarrerin in Glauberg bei Offenbach. Hubertus sei eher zum Patron des Wildes als der Jäger berufen. Obwohl tief als Protestantin verwurzelt, ist die 53jährige Theologin – ein bisher einmaliger Fall – im vergangenen Jahr aus der Kirche ausgetreten: »Die segnet diejenigen, die Tiere töten. Diejenigen, hingegen, die Tiere schützen, werden beargwöhnt.«

Kein Wunder, dass immer mehr Tierschützer (und nicht nur diese) aus der Kirche austreten.

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Unheilige Allianz von Kirche und Jagd

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Bild: Wolodja51 – https://wolodja51.wordpress.com/2017/11/11/kirche-verteidigt-hubertusmesse-vor-tierschuetzern/

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Aus: theologe.de

Die Kirche, die heute die bestialische Haltung und Ermordung dieser Geschöpfe, „die Spuren der Weisheit des Schöpfers an sich tragen“, rechtfertigt, sollte deshalb entweder Basilius seine katholische „Heiligkeit“ wieder absprechen oder auf seine Worte hören, dass das „Schlachten der Tiere“ „den Menschengeist trübt“ und diese Barbarei nicht länger rechtfertigen.
Doch daran denken die Kirchenoberen nicht im Allergeringsten. Im Westen des Römischen Reiches wurde damals das Lehrgebäude des Katholizismus gegen die Tiere entwickelt, an dem man bis heute mit allen Mitteln festhält. So wird den Tieren durch die Kirchenheiligen Augustinus (354-430) und später Thomas von Aquin (1225-1274) eine unsterbliche Seele abgesprochen. Damit werden sie ausdrücklich vom Heil in Christus ausgeschlossen. Und in diesem Umfeld bauen Kirchenmitglieder nun Metzgereien auf und kirchliche Metzgerzünfte werden gegründet. Und Menschen, die kein Fleisch essen möchten, werden bedrängt, verfolgt und schließlich hingerichtet wie die Tiere, die sie mit ihrem friedfertigen Verhalten schützen wollten. Das ist das Erbe der Kirche, das in unserer Zeit dem Höhe- = Kipppunkt zusteuert.

Kirchenbann und Hinrichtung für Vegetarier

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Bereits fünf Jahre nach der Erhebung des Katholizismus zur einzigen Staatsreligion im Jahr 380 durch Kaiser Theodosius I. dem Großen (Foto links) bzw. sechs Jahre nach dem Tod von Basilius beginnt die Kirche im Westen des Reiches mit den Christenverfolgungen. Das erste Opfer ist der spanische Theologe Priscillan, der die Kirche durch den Heiligen Geist erneuern lassen wollte. Sein irdisches Leben endet im Jahr 385 auf dem Scheiterhaufen in Deutschland, in Trier. Er lehrte die Christen, auf Fleischkonsum und Alkohol zu verzichten, doch auch nach seiner Hinrichtung befolgen Anhänger diese Hinweise. Auf der Synode von Toledo im Jahr 447 werden unter dem „heiligen“ Papst Leo I. dem Großen deshalb alle Menschen „ewig verdammt“, die diesen Mord an den Tieren verabscheuen.
Wörtlich heißt es im bis heute gültigen (!) Synodendokument des Katholizismus:
„Wer sagt oder glaubt, man müsse sich vom Fleisch der Vögel oder des Viehs, das zur Speise gegeben ist, nicht nur um der Züchtigung des Leibes willen enthalten, sondern es verabscheuen, der sei mit dem Anathema [= dem Bannfluch, der Verurteilung zur „ewigen Hölle“] belegt. (Heinrich Denzinger, Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen, Herausgeber: Peter Hünermann, 42. Auflage, Freiburg 2009, Lehrsatz Nr. 207; dies ist eine der beiden heute noch gültigen Verfluchungen; die andere siehe hier)
Mit anderen Worten: Wer nicht nur aus gesundheitlichen Gründen oder um der kirchlichen Fastenfrömmigkeit willen auf Fleisch verzichtet, sondern den Mord an den Tieren verabscheut, der müsse laut Kirche für alle Ewigkeiten ins Höllenfeuer.

https://www.theologe.de/theologe7.htm#Bann_und_Tod

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 11. November 2017 von hubwen in Kirchenkritik, Uncategorized

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Tiere und Kirche – ein unsägliches Kapitel   Leave a comment

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Mich wundert oft wie Gläubige die unmöglichsten und grausamsten Dinge verteidigen können, nur weil es in der Bibel oder im Katechismus steht. Tiere: Es war für mich nicht der alleinige Grund aber ein sehr wichtiger Grund mich von der kath. Kirche abzuwenden und die Nase gestrichen voll zu haben von der Kirche.

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Im Katechismus der Katholischen Kirche 1993, in diesem Traktat aus Rom, das ca. 800 Seiten hat, lesen wir folgendes über Tiere:

Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt, den er nach seinem Bild geschaffen hat. Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen. Man darf sie zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit dienstbar zu machen. Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig, weil sie dazu beitragen, menschliches Leben zu heilen und zu retten. (Nr. 2417)

Es widerspricht der Würde des Menschen, Tiere nutzlos leiden zu lassen und zu töten. Auch ist es unwürdig, für sie Geld auszugeben, das in erster Linie menschliche Not lindern sollte. Man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt. (Nr. 2418)
Der Schöpfer hat dem Menschen das Recht gewährt, über die Rohstoffe, Pflanzen und Tiere der Welt zu verfügen. Dabei muss aber der Mensch die sittlichen Verpflichtungen achten, auch gegenüber den kommenden Generationen. (Nr. 2456)

Die Tiere sind dem Menschen unterstellt, der ihnen Wohlwollen schuldet. Sie können einer gerechten Befriedigung menschlicher Bedürfnisse dienen. (Nr. 2457)

[…]
Wann hört die Kirche endlich auf, den Tieren die Seele abzusprechen?
Man darf Tieren nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt.

Katechismus der katholischen Kirche, 1993, Nr. 2418

Die Trennung des Menschen von seinen Mitgeschöpfen ist die große geistesgeschichtliche »Leistung« des kirchengeprägten Abendlandes, repräsentiert durch die Kirchenväter Augustinus, Thomas von Aquin und den Augustinermönch Martin Luther.

Laut Augustinus können Tiere keine Empfindung wie der Mensch haben. Nach der Lehre des Kirchenlehrers Thomas von Aquin (1225-1274) haben Tiere keine Seele – Frauen übrigens auch nicht …

Die Frau „darf“ bekanntlich inzwischen eine Seele haben!! (Oh, da hab ich als Frau, ja noch einmal Glück gahabt).

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[…]

Die lutherische Kirche spricht von Tieren als »nicht-personale Kreaturen« und zieht daraus die Rechtfertigung, ihr Lebensrecht zu missachten.

Beide Kirchen berufen sich bis heute auf die »Bücher Mose«.

Im 3. Buch Mose liest man haarsträubende Einzelheiten darüber, wie die Priester Tiere schlachteten und deren Blut am Altar verspritzten, »zum beruhigenden Duft für den Herrn«.

Die Bibel als Rechtfertigung für das Töten?

In der Schöpfungsgeschichte sprach Gott:

»Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise.« (Genesis, 1.29)

Wird hier nicht das Bild eines schizophrenen Gottes gezeichnet, der einerseits blutige Schlachtopfer fordert, andererseits durch Propheten sagen lässt:

»Eure Schlachtopfer sind mir ein Gräuel!« (Jeremia).

Oder sind die Aufforderungen zu den Schlachtopfern am Ende gar Fälschungen – und nicht Gottes Wort?

Prof. Dr. theol. Dr. h.c. Erich Grässer, Ordinarius für Neues Testament an der Universiät Bonn:

»Was ist mit Kirche und Tierschutz? Ich muss an dieser Stelle deutlich werden: Wenn einst die Geschichte unserer Kirche geschrieben wird, dann wird das Thema »Kirche und Tierschutz« im 20. Jahrhundert dann ein ebenso schwarzes Kapitel darstellen wie das Thema »Kirche und Hexenverbrennung« im Mittelalter.«

Papst Johannes Paul II in einer Rede vor Biologen 1985: 

»Es ist gewiss, dass Tiere zum Nutzen des Menschen geschaffen wurden;
das heißt, dass sie auch für Experimente benutzt werden können.«

„Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt …“

»Wer bei den so genannten „christlichen“ Kirchen nach dem Herzen für Tiere sucht, der bemüht sich ebenso vergebens wie beim Suchen nach dem Herzen für Menschen.

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Tiere und Kirche – ein unsägliches Kapitel

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Siehe auch passend jetzt zur Jahreszeit und zur „Martinigans“ – Mahlzeit…!!
https://hubwen.wordpress.com/2016/11/11/martinigans-und-andere-gaense/

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Mit unchristlichen Grüßen

Hubert

 

 

Kriegsverbrecher oder Heiliger?   Leave a comment

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Am 1. November feiert ja die katholische Kirche das Fest „Allerheiligen“. Es wird also an alle Heiligen gedacht. Unpassend ist es, dass am 1. November die Zusammenkunft der Katholiken an den Gräbern ihrer Angehörigen stattfindet. Der Logik nach müsste das der 2. November sein, denn das ist der Tag von „Allerseelen“, also die im Status der noch Unheiligen sind. Es versteht sich von selbst, dass das kein gesetzlicher Feiertag bei den Katholiken ist. Wichtig sind ja nur die Heiligen und die Priester selbst, für die sie in ihren Messen am meisten den Segen Gottes herabwünschen. Aber sollen sie glauben was sie glauben. Wer glaubt wird ja auch selig – die Vorstufe von heilig.

Schlimm wird es aber wenn die kathol. Kirche Kriegsverbrecher, die schon selig gesprochen sind, schlußendlich auch noch heilig sprechen will. Der kroatischer Kardinal Aloizijus Stepinac war enger Vertrauter des faschistischen Ustascha-Regimes, das zehntausende Morde an Serben, Juden, Sinti oder Kommunisten verübte.
Mir verschlägt es die Sprache, wenn man so einen selig und irgendwann wohl auch noch heilig spricht. Welchen Wert sollen so noch „Heilige“ haben? Für mich ja sowieso nicht, da nicht mehr dieser Institution angehörend.

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Aus deutschlandfunkkultur.de

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Eine kroatische Frau hält ein Plakat: Zu sehen sind der katholische kroatische Bischof Alojzije Stepinac und Papst Johannes Paul II.; Aufnahme vom Juni 2015 (picture alliance / dpa / Antonio Bat)
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Im Jahr 1941 wurde Erzbischof Alojzije Stepinac zum Militärvikar von Zagreb ernannt. Damit war er ein enger Vertrauter des faschistischen Ustascha-Regimes, das zehntausende Morde an Serben, Juden, Sinti oder Kommunisten verübte. 2014 beschloss der Vatikan, dass Stepinac heiliggesprochen werden soll. Das wurde nun vertagt.

Die Auseinandersetzung mit dem Erbe von Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg verläuft manchmal auf unerwarteten Wegen. Zum Beispiel, wenn es um Heiligsprechungen geht. Zum Seligen wurde der kroatische Kardinal Alojzije Stepinac schon erklärt. Nun sollte er eigentlich heilig gesprochen werden. Aber das sorgt für ernsthafte Missstimmung zwischen Serben und Kroaten. Denn die Rolle von Stepinac im faschistischen Kroatien während des Zweiten Weltkriegs, wird von ihnen extrem unterschiedlich beurteilt.


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„Einmarsch in Agram. Die kroatische Bevölkerung grüßt ihre deutschen Befreier …“

Ein Ausschnitt aus einem Dokumentarfilm der deutschen Wehrmacht, aufgenommen am 10. April 1941 in Zagreb. Er zeigt Menschen, die mit Hitlergruß einer Militärparade zuwinken und Blumen auf die vorbeifahrende Wagen werfen. Am selben Tag wurde der „Unabhängige Staat Kroatien“ ausgerufen. Vier Tage davor war Belgrad, die Hauptstadt des Königreichs Jugoslawien, ohne Ankündigung bombardiert worden. Anschließend wurden alle Teile Jugoslawiens, außer Kroatien, von Hitlers Truppen besetzt.

Er hat viel zu lange gebraucht, sich von diesem Staat zu distanzieren

Einige Monate später berief der Vatikan den Zagreber Erzbischof Alojzije Stepinac zum Militärvikar, damit war er ein enger Vertrauter des faschistischen Ustascha-Regimes. Slavko Goldštajn, Schriftsteller und ehemaliger Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Zagreb:

„Stepinac hat die Gründung des Unabhängigen Staates Kroatien zu schnell begrüßt. Vom neuen Staat hat er Unterstützung für die katholische Kirche erwartet, musste aber bald erfahren, dass dieser Staat mit katholischer Moral wenig zu tun hat. Dann hat er leider viel zu lange gebraucht, um sich von diesem Staat zu distanzieren und begangene Verbrechen öffentlich anzuprangern.“

Verbrechen und Gräueltaten gab es genug. Schon im Juni 1941 ließ Mile Budak, Minister für Erziehung und Kultur, verlauten:

„Grundlage für die Bewegung der Ustascha ist die Religion. Für Minderheiten wie Serben, Juden und Zigeuner haben wir drei Millionen Kugeln zur Verfügung.“

Für orthodoxe Serben gab es nicht nur Kugeln: Die kyrillische Schrift wurde gleich 1941 verboten, Klöster und Kirchen wurden ausgeraubt und ausgebrannt, 250.000 Serben mussten zum Katholizismus übertreten.

80.000 bis 100.000 Menschen starben, unter ihnen viele Kinder

Stepinac kritisierte zwar die Art, wie das geschah, die verfolgten Ziele aber nicht. Im Konzentrationslager Jasenovac wurden von 1941 bis 1945 „Serben, Juden, Zigeuner und Kommunisten“ interniert, etwa 80.000 bis 100.000 Menschen starben, unter ihnen viele Kinder. Slavko Goldštajn:

„Stepinac hat sich lange mit dem Ustascha-Regime arrangiert. Er hat sich hier und da für Juden eingesetzt, für Serben im Einzelfall auch, für Roma jedoch hat er nie etwas getan; das ist das Schrecklichste. Er hat sich zwar bei der Ustascha über die Transportbedingungen beschwert, gegen Konzentrationslager selbst hat er aber nie etwas gesagt.“

Der Zagreber Historiker Dr. Jure Krišto verteidigt Stepinac:

„Als sieben slowenische Priester in Jasenovac umgebracht wurden, hat Stepinac an Ante Pavelić, den obersten Mann im Staat, einen scharfen Protestbrief geschrieben. In diesem Brief nannte er Jasenovac ‚den schlimmsten Albtraum des kroatischen Staates‘, dessen Existenz ’schlimme Folgen für das kroatische Volk‘ haben werde.“

In seinen Predigten hat Alojzije Stepinac, Zagreber Erzbischof, das Konzentrationslager Jasenovac kein einziges Mal genannt. Ivan Ivanji, Auschwitz-Überlebender, Schriftsteller und lange Zeit Titos Übersetzer:

„Er hat gewusst, dass es Verbrechen gab. In seinen Predigten hat er sie selten und verschlüsselt erwähnt. Sein Recht, die Priester, die selbst getötet haben und an Verbrechen beteiligt waren, zu exkommunizieren, hat er allerdings nicht genutzt.“

 

1946 als Kriegsverbrecher verurteilt

1946 wurde Stepinac als Kriegsverbrecher zu einer Freiheitsstrafe von 16 Jahren verurteilt, nach Verhandlungen mit dem Vatikan wurde die Strafe nach fünf Jahren in Hausarrest umgewandelt. Seine Verurteilung bescherte Stepinac im katholischen Kroatien große Verehrung. 1953 verlieh Papst Pius XII. Alojzije Stepinac die Kardinalswürde, woraufhin Jugoslawien zeitweise die diplomatischen Beziehungen mit dem Vatikan abbrach. Kardinal Stepinac starb 1960 in seinem Haus, er wurde unter Teilnahme von 18 Bischöfen, 500 Priestern und mehr als 100.000 Gläubigen in der Zagreber Kathedrale in einem silberverzierten Sarkophag beigesetzt.

„Mit unserer apostolischen Macht verkünden wir, dass der Diener Gottes Alojzije Stepinac, ab jetzt ‚Seliger‘ genannt werden darf.“

Das sagte Papst Johannes Paul II., als er 1998 im kroatischen Wallfahrtsort Marija Bistrica Stepinac selig sprach. Der Zeremonie wohnten mehr als 300.000 Gläubige, Kardinäle und Bischöfe aus aller Welt sowie der kroatische Staatspräsident Franjo Tuđman bei.

2014 beschloss der Vatikan, dass Stepinac heiliggesprochen werden soll.

Der Unmut in der serbisch-orthodoxen Kirche war groß, jüdische Verbände protestierten ebenfalls. Eine Begegnung zwischen dem serbisch-orthodoxen Patriarch Irinej und Papst Franziskus hat vermutlich dazu geführt, dass die Heiligsprechung vertagt wurde. Eine gemischte Kommission mit Vertretern der katholischen und der serbisch-orthodoxen Kirche soll die Rolle von Kardinal Stepinac im Zweiten Weltkrieg klären: Erst dann wird der Vatikan über die Heiligsprechung entscheiden.

Von Danja Antonovic

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Kriegsverbrecher oder Heiliger?

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Ganz einwandfrei war auch beispielsweise dieser Heilige nicht. Das Heiligenlexikon müsste doch unverdächtig sein, nehme ich an.

Karl Borromäus der Inquisitor

Karl Borromäus (Carlo Borromeo) wurde nach seiner Seligsprechung im Jahr 1602 am 1. November 1610 von Papst Paul V. (1605 bis 1721) heiliggesprochen. Die Heiligsprechungsbulle bezeichnet ihn als Märtyrer der Liebe, ein leuchtendes Beispiel für Hirten und Herde und einen Engel in Menschengestalt.

Der Heilige lebte und wirkte in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts als Europa zum blutigen Schauplatz dynastischer und religiöser Machtkämpfe zwischen Spanien, Frankreich, Deutschland und England wurde, als in Mitteleuropa der organisierte Massenmord mittels Hexenverfolgung einem Höhepunkt zustrebte und um der heiligen Religion willen Tausende vertrieben und umgebracht wurden – da könnte man doch annehmen, dass dies die ideale Zeit für einen Heiligen gewesen ist, segensreich zu wirken.

So hilfreich und tolerant, wie Karl Borromäus meist dargestellt wird, war er nicht immer und vor allem nicht in allen Bereichen seiner Tätigkeit. Bei der Beschäftigung mit der Römischen Inquisition stößt man für die Zeit zwischen 1542 und 1600 auf rund 200 Mitglieder und Mitarbeiter dieser Einrichtung, dabei taucht auch – was sich zunächst kaum vermuten lässt – Karl Borromäus auf.

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Der Student Karl Borromäus verwendete sich in Rom für den Dominikaner Antonio Michele Ghislieri, der 1557 Kardinal und im Jahr darauf Großinquisitor wurde. Auch die Wahl des Großinquisitors zum Papst im Jahr 1566 wurde von Borromäus entscheidend beeinflusst.

Während Karls Kinderjahren regierte in Rom Papst Paul III. (1534 – 1549), der seinen Onkel mütterlichrseits – Giovanni Angelo de Medici, den späteren Papst Pius IV. – förderte und schließlich am 18. August 1549 zum Kardinal ernannte.

Alessandro Farnese, wie Paul III. vordem hieß und dessen Spitznamen Kardinal Unterrock war, entstammte einer dem Kriegshandwerk verbundenen Familie und verdankte seinen Aufstieg seiner schönen Schwester Giulia, verheiratete Orsini und bevorzugte Geliebte des Papstes Alexander VI. Paul III., der selbst drei Kinder hatte, ist u. a. auch für seinen exzessiven Nepotismus bekannt; schon kurz nach seiner Wahl machte er zwei seiner Enkel zu Kardinälen und zwar im Alter von 14 und 16 Jahren.

https://www.heiligenlexikon.de/Literatur/Karl_Borromaeus_Inquisitor.html

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Gruß Hubert