Archiv für die Kategorie ‘Kirchenkritik

Die Krone der Schöpfung   Leave a comment

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Aus flegel-g.de/ – Auszug.

Wir alle wissen es. Der Mensch ist die Krone der Schöpfung! Wir wussten es nicht immer, aber spätestens mit dem Auftauchen der Religion haben wir diese Vorstellung gelernt und sie beflügelt uns.

Wenn ich dabei so an die gekrönten Häupter im Laufe der Geschichte denke, hat die Vorstellung, der Mensch sei die Krone der Schöpfung, durchaus seine Berechtigung, denn deren Blutspur zieht sich durch die gesamte bekannte Geschichte, eine Blutspur, aufgebaut auf teilweise sogar unbewusst genutzten Mitteln wie Terror, Gier, Machtmissbrauch und Unterdrückung. Unbewusst, weil die gekrönten Häupter zumeist aufgrund der erblichen Thronfolge im Bewusstsein absoluter Macht aufwuchsen und stets von einer Horde selbstsüchtiger und sich anbiedernder Schranzen umgeben waren, die dafür sorgten, dass die Befehlskette nach unten stufenweise als Kastensystem, als Adel bezeichnet, funktionierte und jede dieser Stufen streng darauf bedacht war, sich nach unten abzugrenzen und nach oben anzubiedern. Was Volk war, bekamen die Oberen allenfalls mal bei Paraden zu sehen, stets von den Bodyguards der Feudalzeit, den Garden komplett abgeschirmt. Und die Krone war seit jeher das Symbol ihrer Macht und Selbstherrlichkeit.

Doch das spielt im Grunde keine Rolle. Der Mensch ist unzweifelhaft intelligent und ebenso unzweifelhaft bodenlos dumm. Ein Widerspruch? Sicher nicht, denn es ist mehr als eine bloße These, wir bekommen täglich Beweise mannigfaltiger Art dazu geliefert. Ich versuche es mit simplen Beispielen zu verdeutlichen. Der Mensch hat die Intelligenz, Dinge zu planen, zu entwickeln und zu bauen und praktiziert das auf unterschiedlichste Art jeden Tag. Es ist ein Zeichen großer Intelligenz, Häuser, Wolkenkratzer, Straßen, Autos, und vieles mehr zu planen, zu entwerfen und zu verwirklichen. Er rodet die Wälder, um Platz für Plantagen und Monokulturen zu schaffen und zerstört damit allerdings aus wirtschaftlichen Gründen nicht nur seinen Lebensraum, sondern vor allem den der Mitgeschöpfe, die diesen Planeten bevölkern mit der Folge, dass immer mehr Arten aussterben und die grüne Lunge des Planeten immer stärker reduziert wird. Das sind alles Merkmale von Planungen, die Intelligenz erfordern. Aber ist es auch klug? Ist es klug, alleine dem wirtschaftlichen Nutzen folgend die Natur zuzubetonieren? Ist es klug, etwas zu entwickeln, obwohl man erkannt hat, dass es schädlich sein wird? Ist es klug, sich viel zu stark zu vermehren, obwohl man längst erkannt hat, dass auch die Ressourcen der Erde endlich sind? Ist es klug, zu wissen, dass diese Erde eigentlich ein geschlossener Organismus ist, in dem jede Art der Flora und Fauna nicht nur einen Platz hat, sondern auch einer oft erst viel zu spät erkannten Aufgabe dient?

Quelle: http://www.flegel-g.de/

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Udo Jürgens – Die Krone der Schöpfung (Das letzte Konzert Zürich 2014) (VOD)

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Die Prinzen – Krone der Schöpfung (Offizielles Musikvideo) [Lyrics]

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Veröffentlicht 12. Oktober 2021 von hubert wenzl in Kirchenkritik, Philosophie

Subventionen: Ungerecht, überholt, überzogen   Leave a comment

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Von spart-euch-die-kirche.de

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Ungerechte Zahlungen vom Staat an die Kirche/n

Dieter Potzel: „Ein sehr informativer Film“, höre ich gerade hier aus der ersten Reihe. Nun möchte ich als ersten hier auf dem Podium Herrn Holzbauer fragen. Es ging in dem Film um alte Rechtstitel, und Sie haben sich damit eingehender beschäftigt. Die Kirche sagt ja, diese Zahlungen wären gerechtfertigt, denn die Kirche sei ja 1803, in der Zeit Napoleons, enteignet worden. Ist das wirklich gerechtfertigt?

Matthias Holzbauer: Diese Zahlungen sind in keiner Weise gerechtfertigt. Denn erstens sind sie ungerecht, zweitens überholt, drittens überzogen und viertens kriminell. Doch im Einzelnen:

1. Die Zahlungen sind ungerecht: Wenn Sie die Diskussionen in den letzten Tagen und Wochen verfolgt haben, in denen es um die Enteignungen ging, die vor mehr als 50 Jahren in der DDR stattgefunden haben: Diese Enteignungen wurden vom Staat nicht entschädigt. Für Enteignungen jedoch, die 200 Jahre zurückliegen oder gar 400 Jahre – wenn man in die Reformationszeit geht, denn in protestantischen Gebieten werden die staatlichen Zahlungen an die Kirchen z.T. noch mit der Reformationszeit begründet –, dafür wird bis heute einfach gezahlt. Und das sogar ohne detaillierten Nachweis. Es gibt keine gesellschaftliche Gruppe in unserem Land, die nach so langer Zeit noch Entschädigungen erhält, und zwar ohne Nachweis – das gibt es nur bei der Vatikankirche und der Lutherkirche.

2. Diese Zahlungen sind überholt: Früher hatten wir die Staatskirche, heute sollte es eigentlich eine Trennung von Kirche und Staat geben. Doch diese Trennung ist, wie auch der Film zeigt, auf halbem Weg stecken geblieben. Schon in der Weimarer Zeit wurde dem Staat vorgegeben, die Trennung von Kirche und Staat voranzubringen, und das hieß auch, diese antiquierten Entschädigungszahlungen abzulösen oder aber festzulegen, wie und wann dies geschehen wird. Doch der Staat hat es bis heute nicht getan, obwohl dieser Auftrag im deutschen Grundgesetz steht.

Nun ist aber inzwischen doch etwas passiert – es ist nämlich die Geschäftsgrundlage für diese Zahlungen weggefallen. Denn vor 200 Jahren gab es bei uns in Deutschland noch den Konfessionszwang. Den aber gibt es heute nicht mehr. So gehört z.B. das gesamte Podium hier keiner Konfession mehr an. Das wäre vor 200 Jahren noch unmöglich gewesen, da musste man einer Konfession angehören – katholisch, evangelisch, jüdisch oder reformiert. Heute gehören nur noch zwei Drittel der Bürger einer Konfession an. Und wenn man genauer hinschaut, sind es nur noch etwa fünf Prozent, die regelmäßig in die Kirche gehen, also eine kleine Minderheit. Das aber bedeutet nichts anderes, als dass die Geschäftsgrundlage für diese staatlichen Zahlungen an die Kirchen längst entfallen ist.

3. Diese Zahlungen – selbst wenn sie gerechtfertigt wären – sind überzogen: Die Säkularisation bedeutete nämlich keine vollständige Enteignung der Kirchen, wie es von kirchlicher Seite immer behauptet wird. Denn die Pfarreien als die Grundlage der kirchlichen Organisation blieben bestehen, einschließlich ihrer Kirchenfinanzen, d.h. ihren Einnahmen und ihrem Grundbesitz. Enteignet wurden lediglich die Fürstbistümer und Fürstabteien – d.h. die geistlich-weltlichen Staaten – und größtenteils die Klöster. Diese Gebilde standen nämlich dem Aufbau eines modernen Flächenstaats im Wege. Historiker sind sich sogar darin einig, dass diese Gebilde auch einer Neu-Organisation der Kirche im Wege standen. Das räumen sogar kirchliche Historiker ein, weil die Kirche erst dadurch eine Chance hatte, sich ihren eigentlichen Aufgaben zu widmen – unabhängig von den staatlichen Aufgaben, die zuvor von vielen Geistlichen wahrgenommen wurden. [Mehr]

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Subventionen: Ungerecht, überholt, überzogen

Veröffentlicht 13. September 2021 von hubert wenzl in Kirchenkritik

Getaggt mit

Politiker als Kirchgänger-Lobby für die Kirche   Leave a comment

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Von spart-euch-die-kirche.de

Jesus von Nazareth wollte keine Pfarrer!

Dieter Potzel: Prof. Mynarek hat eindrücklich dargelegt, wie sich die Kirche in all den Jahrhunderten mit den Mächtigen verbunden hat, gleich, um welches Regime es sich handelte. Dafür legitimieren die kirchlichen Theologen das Handeln der jeweiligen Obrigkeit. Es ist ein Kuhhandel, oder wie immer man es auch nennen mag.

Ich selber habe da auch eine Erfahrung: Ich war evangelischer Pfarrer in Bamberg. In der Zeit kurz vor dem ersten Golfkrieg wies ich damals auch öffentlich darauf hin, dass Jesus von Nazareth Pazifist war. So habe ich unter anderem vorgeschlagen, dass wir in Bamberg die Glocken läuten sollten zur Warnung vor dem Krieg, da auch Jesus niemals für einen Krieg war und ist, weder für diesen noch für einen anderen. Ich war aber der einzige in der Pfarrerrunde, der das so sah, die Kollegen haben sinngemäß gesagt: Na ja, man kann die Glocken nur allgemein für den Frieden läuten lassen, doch wenn der Saddam Hussein sich nicht freiwillig aus Kuwait zurückzieht, dann muss der Westen dem Irak eben leider den Krieg erklären, und ich könnte ja mit meiner Sondermeinung einen Leserbrief schreiben.

Dieses Beispiel erzähle ich auch deshalb, weil es auf dem Handzettel zum heutigen Abend heißt: „Bürger, wollt ihr ewig zahlen“? Ich habe zwar finanziell von der Kirche profitiert, aber ich habe es um den Preis meiner eigenen inneren Unabhängigkeit getan. Ich habe Jahr um Jahr Kompromisse gemacht, obwohl ich gespürt habe, dass das nicht die Organisation sein kann, die Jesus gewollt hat. Jesus hat überhaupt keine Pfarrer gewollt und schon gar keinen Papst. Jesus hat gesagt: „Ihr sollt niemand auf Erden Vater nennen. Denn Einer ist Euer Vater, Euer Vater im Himmel.“ Die Kirche aber nennt den Papst „Heiliger Vater“.

Und auch sonst konnte ich in beiden Großkirchen nicht mehr viel von dem spüren, was mich als Jugendlicher mal an Jesus fasziniert hat und ursprünglich zum Theologiestudium gebracht hat. Doch ich befand mich ja auch inmitten einer Institution, die, wie der Historiker Karlheinz Deschner einmal sagte, wie keine andere Organisation in der Geschichte der Menschheit so lange, so fortgesetzt und so scheußlich mit Verbrechen belastet ist, was man leider oft nicht wahrhaben will.

„Schmelzt die goldenen Monstranzen ein!“

Als sich der Papst im Jahr 1999 halbherzig für die Verbrechen der Kirche entschuldigen wollte, haben ihm einige konfessionslose Christen auf den Zahn gefühlt. Wir wollten in Rom zur Eröffnung des so genannten Jubeljahres 2000 einen Handzettel verteilen, der aber schließlich von den Behörden verboten wurde. Was stand da drauf? Ich lese einmal vor: „Zur höheren Ehre Gottes haben sie die Länder ausgeraubt, zur höheren Ehre Gottes sollen sie das Geld zurückgeben. Lasst euren Entschuldigungen Taten folgen, räumt die kirchlichen Museen aus, schmelzt die goldenen Monstranzen ein, holt die Edelsteine aus den Schatztruhen und gebt sie zurück. Wir rufen auch die Völker auf: Lasst euch nicht mit flachen Worten abspeisen. Mit dem Geld, das euch zusteht, kann man die Wirtschaft ankurbeln, man kann Arbeitsplätze schaffen, man kann soziale Leistungen finanzieren“ – natürlich unbequeme Worte, und das durfte darum nicht verteilt werden, um den kirchlichen Jubel nicht zu stören.

Für mich war irgendwann klar: Kirche und Christus, das ist letztlich ein Widerspruch, und deshalb bin ich ausgetreten. Da habe ich mich erst mal innerlich wirklich frei gefühlt, als ich hier meinem eigenen Gewissen gefolgt bin.

Aktive Politiker sind „Kirchgänger“ oder Mitläufer

Von unserer Initiative „Mehr Geld für den Bürger“ haben wir Anfang 2003 viele Politiker angeschrieben mit der Frage, ob man nicht mal an das Thema Kirchensubventionen herangehen könne. Doch da war nicht eine zustimmende Antwort, lediglich Herr Möllemann war zumindest offen dafür, zweifelte jedoch verständlicherweise an, ob wir für dieses Anliegen eine politische Mehrheit bekommen. Doch alle anderen Politiker, die uns antworteten, haben für die Kirchen Partei ergriffen, denn die tue ja so viel Gutes. Herr Rampp hat ja diesen Mythos bereits entlarvt.

Seit gestern laufen nun auch wieder die kirchlichen Aktionen „Misereor“ und „Brot für die Welt“. Zu den kirchlichen Spendenaktionen muss man allerdings klipp und klar sagen: Die Kirche gibt dabei nichts von ihrem Reichtum ab. Sie sammelt Geld von den Gläubigen und gibt dieses Geld nach Abzug einer Verwaltungsgebühr weiter. Der Reichtum der Kirche, die Kirchenfinanzen selber werden dabei jedoch nicht angetastet. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht: Die Kirchen nützen auch in diesem Sozialbereich ihren gesellschaftlichen Einfluss aus, um ihre Macht auszuweiten, z.B. dadurch, dass in kirchlichen Hilfswerken oder Sozialeinrichtungen die Kirchenmitgliedschaft für die Mitarbeiter erforderlich ist. Ich weiß von kirchlichen Mitarbeitern, z.B. in Beratungsstellen, die nur wegen ihres Arbeitsplatzes nicht austreten, der aber, wie wir gehört haben, vielfach staatlich finanziert ist. Und was das Geld angeht: Man ahnt gar nicht, was es da alles für „Töpfe“ gab und gibt, aus denen Geld in die Kirche fließt: Zonenrandförderung, Bayerischer Jugendring, Kulturstiftung und dieses und jenes. Oder für die Außenrenovierung einer Kirche – Antrag an die Stadt, natürlich wurde subventioniert, ein sechsstelliger Betrag. Dann für die Innenrenovierung der Kirche – wieder Antrag an die Stadt – natürlich wird wieder subventioniert. Es sind ja die Politiker der Parteien SPD, CDU/CSU, Grüne, FDP überwiegend Kirchenmitglieder oder Mitläufer, die sich von ihrem Wohlverhalten gegenüber den Kirchen etwas versprechen. Und diese verschließen sich selten einer Bitte der Kirche.

Und im Religionsunterricht, 9. Klasse – da werden dann „Sekten“ und religiöse Minderheiten mit Unwahrheiten und Verleumdungen in die Pfanne gehauen, und dabei wird auch der Religionsunterricht an den Schulen zu 100% vom Staat bezahlt. So weit einmal noch einige Ergänzungen zum Thema. [Mehr]

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Politiker als Kirchgänger-Lobby für die Kirche

Brief an den Papst von Petra Duschner: Kirchengeld in Rüstung?   Leave a comment

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Es klafft eine gewaltige Kluft wie sich die Kirche nach außen hin gibt und wie sie wirklich ist. Natürlich tut sie so als ob sie arm wie eine Kirchenmaus wäre. Einem Reichen spendet man ja nichts.

Von spart-euch-die-kirche.de

Sehr geehrter Papst Franziskus,

„die Welt, nach der sich alle sehnen, ist eine Welt voll Harmonie und Frieden.“ Das sagten Sie Anfang September 2013 in Rom bei einem Friedensgebet für Syrien. Und Ende Mai 2014 sagten Sie im Libanon zu Bürgerkriegsflüchtlingen aus Syrien: „Wir alle wollen den Frieden.“ Dies ist sicher der innigste Wunsch fast aller Menschen.

Ich fand es auch bemerkenswert, wie Sie den Waffenhändlern die Meinung gesagt haben. Doch manchmal denke ich mir: Der Papst sagt oft richtige Dinge. Doch wie sieht es in seiner Kirche aus?

Ich habe in den vergangenen Jahren einiges gelesen, auch über die Finanzen der Kirche, etwa folgendes:

► Der größte italienische Rüstungskonzern Finmeccanica z.B. wurde maßgeblich mit vatikanischen Investitionsgeldern zu seiner derzeitigen Größe ausgebaut. Das fand Nino Lo Bello schon in den 60er Jahren heraus. Im Internet findet man auch aus neurer Zeit immer wieder Meldungen über gemeinsame Kongresse von Vatikan und diesem Konzern. Die Zusammenarbeit ist also wohl noch längst nicht beendet zu sein …
► Ihr eigener Orden, die Jesuiten, unterhalten nach einer Meldung der österreichischen Wirtschaftszeitung Format (25.3.13) ein „Milliardenimperium“. Es heißt dort wörtlich: „Auch der amerikanische Flugzeughersteller Boeing befindet sich zu einem kleinen Teil in der Hand der Mönche. Dass damit auch im internationalen Rüstungsgeschäft mitgemischt wird, scheint nicht besonders zu stören.“
► Der deutsche Politologe Carsten Frerk fand in seinem Buch „Finanzen und Vermögen der Kirchen“ heraus, dass die großen Kirchen in Deutschland nicht nur über eigene Banken verfügen, sondern auch über kirchliche Investment-Fonds, und auch die halten zumindest teilweise Aktien von Konzernen, die eng mit der Rüstung verflochten sind.
► Der vor wenigen Monaten verstorbene deutsche Schriftsteller Karlheinz Deschner, den ich wegen seiner Unbestechlichkeit sehr schätze, listete schon vor Jahrzehnten zahlreiche Aktienpakete und Firmenbeteiligungen auf, die der Vatikan bei US-amerikanischen und deutschen Stahl- und Rüstungsfirmen unterhält.

Diese Aufzählung ließe sich fast endlos verlängern. Werter Papst Franziskus: Wäre es nicht an der Zeit, dass die Kirche sich von diesen weltlichen Gütern trennt, die das Unheil und Verderben unter den Menschen dieser Erde immer noch weiter vergrößern? Macht sie sich nicht am Unglück der Menschheit mitschuldig mit jedem Tag, an dem dies nicht geschieht?

Könnte die Kirche nicht statt dessen mit diesen Milliarden und Abermilliarden ungeahnt viel Gutes unter den Menschen bewirken, vor allem für die Armen und Entrechteten, deren Situation Sie immer wieder zum Thema machen? Würde das nicht die Glaubwürdigkeit Ihrer Worte erheblich untermauern?

Bitte geben Sie mir Antwort! Denn der Hunger nach Gerechtigkeit und Frieden ist wahrlich groß in dieser Welt. Und wer kann ihn in der Praxis stillen, wenn nicht die Reichen, die ihre Möglichkeiten verantwortungsvoll nutzen? Und zu diesen Reichen gehören nun mal – jedenfalls bisher – auch reiche Institutionen wie z.B. die katholische Kirche. Wofür sie ihr Geld einsetzen, das ist wegweisend für die Zukunft.

Ich warte auf Ihre Antwort. Und ich werde sie – wie diesen Brief – im Internet veröffentlichen, damit viele Menschen erfahren, wie es auf unserer Erde weitergeht.

Bis dahin verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
Petra Duschner

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Brief an den Papst von Petra Duschner: Kirchengeld in Rüstung?

Finanz-Krimi   Leave a comment

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Die Kirchensteuer kann man sich sparen, vor allem wenn man vielleicht eh schon ein lauer Christ ist. Die katholische Kirche ist steinreich. Zu wenig Leute stellen sich die Frage wie die Kirche zu ihrem Reichtum gekommen ist.

Von spart-euch-die-kirche.de

Regierung und Volk: SPART EUCH DIE KIRCHE!

Der kriminelle Aspekt

Das System der Institutionen von Anfang an

 

20 Tonnen Indianer-Gold „Wen überfällt nicht ein Schaudern, wenn er den mit 20 Tonnen Blattgold vergoldeten Altar der Kathedrale von Sevilla bestaunt und dabei an das in den Minen vergossene Blut der Indianer denkt?“ (Enrique Rosner) An eine Wiedergutmachung und ein Zurückgeben der Beute denkt die Kirche nicht.

4. Der kriminelle Aspekt der Kirchenfinanzen: Eine wichtige Frage ist die: Wie ist der Reichtum der Kirche überhaupt zustande gekommen? Darüber redet man so gut wie nicht. Vermutlich, weil der immense Kirchenreichtum zum großen Teil auf kriminelle Weise zustande gekommen ist. Dabei ist die materielle und finanzielle Bereicherung an den Gläubigen durch die Vatikan- und Lutherkirche nicht eine Sache von Einzelfällen, sondern sie gehört zum System dieser Institutionen von Anfang an. Wie ist denn diese Kirche im 2. und 3. Jahrhundert überhaupt entstanden? Zwar hat sie sich aus dem Urchristentum heraus entwickelt. Doch schon bald hat sie das Urchristentum in sein Gegenteil verkehrt. Das begann damit, dass ganz allmählich die Hausmeister und Kassenwarte der Urgemeinden die Macht übernommen haben. Denn die Presbyter (Ältesten) und die Episkopoi (Aufseher) – also die Priester und die Bischöfe, wie sie bis heute heißen – waren die Kassenverwalter und Organisatoren der Veranstaltungen. Und diese ehrenamtlichen Tätigkeiten wurden plötzlich zu Hauptberufen, deren Amtsträger erst mal an sich selbst dachten. Sie legten z.B. fest, dass der Bischof für sich ¼ sämtlicher Einnahmen bekam – genau soviel wie sämtliche Armen der Gemeinde zusammen. Und im Grunde ist diese Regelung bis heute so geblieben.

Schon unter Kaiser Konstantin gab es massive Steuerbefreiungen – vielleicht kennen Sie ja die Konstantinische Wende, bei der die Steuerbefreiungen für die Kirchen institutionalisiert wurden. Und die gibt es bis heute. Auch gab es maßlose Schenkungen und zwar auf Kosten heidnischer Kulte. Das wäre so, als wenn heute Moscheen oder Hindu-Tempel enteignet würden, um sie der Vatikan- und Lutherkirche zu schenken.

Ein großer Teil der kirchlichen Ländereien und der Gebäude ist durch Tempelraub zustande gekommen. So war z.B. der heilige Martin, der große Patron der Franzosen, zuvor ein römischer Offizier. Er zog mit seinen Schlägertrupps durch die Lande und plünderte und zerstörte die heidnischen Tempel. Auch andere sogenannte Heilige und Päpste haben es ähnlich gemacht.

Bekanntlich gab es durch die ganze Antike und das Mittelalter auch Kirchensklaven. Dabei waren diese Sklaven schlechter gestellt als die weltlichen Sklaven, denn diese konnten frei gelassen werden. Kirchensklaven frei zu lassen, war hingegen verboten. Übrigens hatte der „heilige“ Martin 20.000 davon – doch das nur nebenbei.

Zu Kirchensklaven wurden bevorzugt uneheliche Kinder von Pfarrern und Priestern gemacht. Das war auch so eine Kirchenregel.

Zudem war die Kirche ideologisch verantwortlich für die Einführung der Leibeigenschaft im Mittelalter, die immerhin ca. 1000 Jahre lang bestanden hat. Der unfreie Bauer war an die Scholle gebunden.

Des weiteren hat die Kirche den Kirchenzehnt eingeführt – mit Hilfe des Staates, und zwar durch den Vater Karls des Großen und durch Karl den Großen selbst. Dieser Kirchenzehnt wurde, wenn er nicht bezahlt wurde, mit Gewalt eingetrieben.

 

Erbschleicherei, Urkundenfälschung, Wucherzinsen

Reiche Klöster in ärmlichen Zeiten

Zum Reichtum der Kirchen haben ganz wesentlich auch die Klöster beigetragen. Wer ins Kloster eintrat, gab und gibt bis heute seinen Besitz ab. Viel Geld kam auch durch Erbschleicherei und Urkundenfälschung herein. Viele Klöster waren regelrechte Fälscherwerkstätten, in denen man z.B. Urkunden ausstellte von der Art: Der und der Kaiser, der längst verstorben war, hat uns diese Ländereien vermacht …

Die Klöster waren auch die ersten Banken, die ersten Geldverleihinstitute, die ersten Pfandleihinstitute. Dabei haben sie nicht selten Wucherzinsen genommen. Bekanntlich hat man ja den Juden vorgeworfen, dass sie Wucherzinsen nähmen. Die Juden aber wurden durch Berufsverbote ins Geldgeschäft hineingedrängt. Wesentlich größeren Anteil am Geldverleihgeschäft hatten dagegen die Klöster. Eine andere Einnahmequelle waren die Kreuzzügler. Sie überschrieben oftmals ihr gesamtes Vermögen der Kirche, gewissermaßen als Leihgabe. Wenn sie ohne Beute aus dem Kreuzzug zurückkamen oder im Kreuzzug gefallen waren, fiel das gesamte Vermögen an das Kloster.

So braucht man sich nicht zu wundern, wenn im Mittelalter ein Viertel bis die Hälfte des Bodens in den europäischen Ländern der Kirche gehörte. Auch das ist noch nicht ganz vorbei. Bis heute sind die Kirchen teilweise noch die größten Privatgrundbesitzer.

Das wusste auch schon Goethe, wenn er in seinem Faust sagt: „Die Kirche hat einen guten Magen. Hat ganze Länder aufgefressen und noch nie sich übergessen. Die Kirche allein, meine lieben Frauen, kann ungerechtes Gut verdauen.“

Raubzug in den Kolonien

Weiter gibt es die Raubzüge in den Kolonien, die vielen goldverbrämten Kirchen in Spanien usw. Das ist Gold, das letztlich mit dem Blut der Ureinwohner bezahlt worden ist. Es müsste eigentlich längst eingeschmolzen und diesen Völkern zurückgegeben werden.

Der Reichtum der Kirche kam auch zustande durch Ämterkauf, durch Gebühren für Amtshandlungen, durch Sondersteuern, durch die Kreuzzugsteuern oder durch den Betrieb von päpstlichen Bordellen. Bereits im 14. Jahrhundert hat die schwedische Mystikerin Birgitta von Schweden über Papst Johannes XXII. gesagt, der damals in Avignon residierte: „Zu Avignon sind die Zehn Gebote zu einem einzigen geworden. Es lautet: ,Bring dein Geld her!’“ Und das ist bis heute so.

Inquisition und Hexenverfolgung

Ein weiteres ergiebiges Kapitel für die kirchliche Bereicherung sind die Inquisition und die Hexenverfolgung. Wer in die Mühlen dieser Institution geriet, war erst einmal sein ganzes Vermögen los, bevor er dann sein Leben los wurde. Haus und Hof wurden konfisziert, Frau und Kinder standen auf der Straße. Niemand traute sich, ihnen zu helfen. Denn wer einem Ketzer half, war selber verdächtig. Geld und Gut der Ketzer haben sich Staat und Kirche nach einem bestimmten Schlüssel geteilt. In den geistlichen Staaten, also in Fürstenbistümern und in den protestantischen Fürstentümern, bekam jedoch die Kirche alles, denn der protestantische Fürst war zugleich der oberste Kirchenführer.

Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld!

 

Raubmord Das Vermögen der Ermordeten wurde eingezogen. Heute würde man sagen: Raubmord.

 

Die Kirche hat offensichtlich wenig dazugelernt. Denn auch im 20. Jahrhundert gibt es noch dunkle Geschäfte – ich will dies nur kurz erwähnen: den Finanzskandal um die Banco Ambrosiano in Verein mit Erzbischof Marzinkus, seinerzeit Chef der Vatikanbank. Er konnte sich mit Hilfe des Papstes der Strafverfolgung entziehen und spielt bis heute Golf in USA. Roberto Calvi, Chef der Banco Ambrosiano, wurde fallen gelassen und von der Mafia in London ermordet. Beide haben jedoch dem Vatikan Millionenbeträge verschafft, mit Geldwäsche, Waffenhandel und anderem mehr.

Wenn die Kirche heute jammert, dass sie kein Geld hätte, fallen Sie nicht darauf rein. Die Kirchen sind immer noch steinreich, und deswegen schließe ich mich der Forderung an: Stoppt die staatlichen Subventionen an die Kirche – vielen Dank.

Dieter Potzel: Es war recht spannend, was wir gehört haben, und wer es nachlesen möchte, für den gibt es eine kleine kostenlose Schrift »Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld«. Da ist die ganze kirchliche Kriminalgeschichte des Geldes noch einmal zusammengestellt (Anm: Kann gegen 1,00 € in Briefmarken bei der Initiative bestellt werden). [Mehr]

 

Finanz-Krimi

Papst in „brennender Sorge“: Befehl zur Hexenverfolgung   Leave a comment

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Die christlichen Kirchen sind nicht nur tierfeindlich, nein, sie sind auch frauenfeindlich. Mich wundert warum so viele Frauen in der Kirche sind, einige davon sogar engagiert.

„Haben Frauen eine Seele?“

Die Hexenverfolgungen sind nur ein grausamer Höhepunkt in der Verfolgung der Frauen durch die Männerkirche. Thomas von Aquin, als »Kirchenlehrer« von der Kirche verehrt, erklärte schon im Mittelalter, die Frau sei nicht mehr als ein missratener Mann. Lange Zeit diskutierte man in der Kirche, ob sie wohl eine Seele habe. Zu den psychologischen Hintergründen des grausamen Erfindungsreichtums der Inquisitioren beim Quälen von Frauen siehe das Kapitel »Die Inquisition und die Frauen« in: Hubertus Mynarek, »Die neue Inquisition«. (siehe www.theologe.de/LInquisition.htm)

Frauen

Aus theologe.de

Vor allem mit der Anerkennung der Frau als Mensch mit gleichen Rechten wie der Mann tat sich die Kirche schwer. Seltener als Männer hatten Frauen Glaubenssätze geleugnet. An sich hätte man sie daher weniger verfolgen dürfen als die Männer. Aber indem man sie der Hexerei bezichtigte, konnte man sie nun auch wegen Ketzerei anklagen. Hexerei sei Ketzerei, lautete die Gleichung. Und so eröffnete sich der Inquisition ein neues dankbares Feld der Bestätigung und Selbstbestätigung. Die von Papst Gregor IX. (um 1167-1241, Papst seit 1227) ernannten und ausgesandten Inquisitoren meldeten dem Pontifex Maximus eine horrende Ausbreitung des Hexenunwesens und scheußliche Teufelspakte von Frauen aller Gesellschaftsschichten. In „brennender Sorge“ erteilte also Gregor als erster Papst den Befehl zur Hexenverfolgung, die nun bis hinauf ins 18. Jahrhundert in den verschiedensten Gestalten und Auswüchsen wüten sollte …

Die Opfer der Verfolgung

Papst Innozenz VIII. (1432-1492, Papst seit 1484) hatte … allen jenen schreckliche Strafen angedroht, die der von ihm befohlenen Hexenvernichtung entgegentreten sollten. So konnte denn unter der Sonne der allerhöchsten päpstlichen Sanktionierung die Orgie der Vernichtung der Hexen ihren Lauf nehmen. Noch in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, in dem fast eine Million Menschen, meist Frauen, den Hexenprozessen zum Opfer fielen, ließ der Bischof von Bamberg 600 Frauen, der Erzbischof von Salzburg 97 Frauen, der Bischof Philipp Adolf von Ehrenberg aus Würzburg 219 Hexen und Zauberer verbrennen, darunter 18 Schulknaben, ein blindes Mädchen, ein neunjähriges Mädchen und sein noch jüngeres Schwesterchen. Der Erzbischof Johann von Trier verbrannte in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts so viele Hexen, dass in zwei Ortschaften gerade noch zwei Frauen übrig blieben. Ein Mainzer Dechant ließ in zwei Dörfern über 300 Menschen verbrennen, nur um an ihre Güter zu kommen. Die Orgie der Vernichtung der „Hexen“ wurde noch dadurch angeheizt, dass die Inquisitoren, aber auch Richter und Beichtväter, die mit dem Beichtgeheimnis keineswegs zimperlich umgingen, an manchen Orten Kopfgelder für jede hingerichtete „Hexe“ erhielten, so dass der Spruch aufkam, das schnellste und leichteste Mittel, sich zu bereichern, sei das Hexenverbrennen.
An Brutalität und sadistischer Grausamkeit war jedenfalls der Vernichtungskrieg der Päpste und ihrer Inquisitoren gegen die „Hexen“ nicht mehr zu überbieten. Wahrscheinlich sind dabei mehr als drei Millionen Menschen, vor allem Frauen, bestialisch ermordet worden …

Beide Kirchen, die katholische wie die evangelische, tragen eine ungeheure, unauslöschliche Schuld wegen ihrer Verteufelung, Verfolgung und Vernichtung von so vielen Frauen. Erinnert sei dabei auch an die perverse Erfindungskunst, die einzig und allein dazu diente, die „bösen Frauen“ mit den verschiedensten Instrumenten zu bestrafen …

Qualen der als Hexen verdächtigten Frauen

… Oft schmachteten sie jahrelang in unterirdischen kalten, feuchten und dunklen Verließen, die von Ratten, Mäusen und jeglichem Ungeziefer nur so wimmelten. Die jüngeren Frauen waren darüber hinaus den Vergewaltigungen durch Geistliche und Gefängniswärter ausgesetzt. Man band viele „Hexen“ auf Holzkreuze oder schmiedete sie an Mauern an, man ließ sie im Hexenturm mit ihren gefolterten Gliedern an Ketten in der Luft hängen und langsam verdursten und verhungern usw. usf. Fast unvorstellbar ist die Qual, die jeder einzelnen „Hexe“ seitens der „Religion der Liebe“ zuteil wurde.

Der Hexenhammer der Kirche

Eine besonders scheußliche Rolle bei der Verfolgung von Frauen spielte ein Buch, der sog. „Hexenhammer“ (Malleus Maleficarum; von 1486 bis ins 17. Jahrhundert in 29 Auflagen gedruckt). Es ist das Standardwerk für das Aufspüren, Dingfestmachen und Bestrafen von Hexen und hat wahrscheinlich mehr Unheil über die Frauen gebracht als jedes andere Buch. Der Hexenhammer ist die komplette Theorie und Praxis der Hexenjagd und beweist eindrucksvoll, dass man aus jeder Idiotie eine seriös daherkommende Theologie machen kann, wenn man nur pervers genug ist …

Das Los der Frauen unter der Inquisition, wie wir es hier – keineswegs erschöpfend – geschildert haben, ist nur noch mit dem Schicksal zu vergleichen, das die Inquisitoren den Juden bereiteten.« (S. 45 f. 48 f. 51.53.58)

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Papst in „brennender Sorge“: Befehl zur Hexenverfolgung

Das schwärzeste aller Verbrechen (Teil 2)   Leave a comment

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Einige Beispiele zur tierfeindlichen und grauenvollen Einstellung der katholischen Kirche.

Rebloggt von Tierfreund Wolfgang.

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Bild von wolodja51.wordpress.com

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Nun gibt es Christen, die gern jenen, der dem Bruder Esel predigte, den Vögeln, als Alibi benutzen, Franz von Assisi, diese fast singuläre Lichtgestalt in all den finsteren Geschehnissen der Kirchengeschichte. Seine Beziehung aber zum Tier, wie halbherzig auch immer – er wandte sich bei eklatanten Roheitsakten „nicht gegen die Roheit selbst und erst recht nicht gegen die Rohlinge persönlich“ (so der Bayreuther Soziologe Gotthard Teutsch) -, nahm die Kirche nie wirklich ernst; Papst Innozenz III. kommentierte, der Überlieferung zufolge, er solle doch den Schweinen predigen.

Und dreieinhalb Jahrhunderte später, 1567, verbot Pius V. – Inquisitor und heilig – durch die Bulle „De salute gregis“ zwar Stierkämpfe „für ewige Zeiten“, doch nicht, wie meist hingestellt, als Humanitätsakt gegenüber den Stieren und oft grauenhaft krepierenden Pferden, sondern nur, wie § 1 testiert, wegen der „häufigen Todesfälle von Menschen, Verstümmelungen menschlicher Glieder und Gefahr für das Seelenheil“. Wieder dreihundert Jahre darauf Mitte des 19. Säkulums, untersagte Pius IX. die Eröffnung eines Tierschutzbüros in Rom; habe der Mensch doch, was Tiere betrifft, keinerlei Pflichten – und 1985 erfolgte der erste Schritt zu seiner Heiligsprechung kraft offizieller Anerkennung seiner „heroischen Tugend“.

Und heute? Klipp und klar erklärt 1993 der „Katechismus der Katholischen Kirche“: „Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt, den er nach seinem Bilde geschaffen hat. Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen. Man darf sie zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit dienstbar zu machen. Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig …“.

Ja, hält dieser katholische Katechismus nicht weiter Tür und Tor offen für jede Scheußlichkeit gegenüber einer ganz und gar wehrlosen, ganz und gar schuldlosen, aber ganz und gar versklavten Kreatur? Gegenüber Geschöpfen, die oft in ihrem Erleben, Fühlen, wie Genetik, Biologie, Verhaltensforschung, wie ja auch alltägliche Erfahrungen zeigen, uns in vielem sehr ähnlich, uns nicht selten inniger, treuer zugetan sind selbst als menschliche Freunde? Doch fort und fort darf das animal rationale mit (nicht nur) katholischem Plazet Leichen genießen; fort und fort darf es weiter sich vollstopfen mit Fleisch und Fisch bis zum Rande seines Fassungsvermögens, wofür Jahr um Jahr Milliarden „Mitgeschöpfe“ verröcheln müssen, weit mehr als die Hälfte unbetäubt; ist ja auch nach den EKD-„Texten“ 41, 1991, das „Gewaltverhältnis“ zwischen Mensch und Tier „grundsätzlich unaufhebbar“. Und weiter darf der Mensch, laut „Weltkatechismus“, sich geschäftlich der Tiere bedienen. Und wie bedient er sich? Indem er Robbenbabys vor den Augen ihrer Mütter zu Tode knüttelt. Indem er Karakullämmer gleichsam pränatal aus dem Mutterleib prügelt. Indem er in den Ferkel-, den Hühnerbatterien, den Mastboxen und Dunkelställen die ihm rettungslos, ihm wie Sachen, nein, wie Dreck Ausgelieferten derart zusammenpfercht, daß sie in ihrer Not einander Schwänze und Ohren abbeißen oder die eigenen Jungen fressen.

Und seit dem 11. Dezember 1996 erlaubt unsere christliche Regierung das Halten von noch mehr Tieren als bisher „pro Anlage ohne Genehmigung“ – beinah dreimal soviel! Man bedient sich der ohnmächtigen Kreatur, der „Mitgeschöpfe“, indem man ungezählte Kälbchen auf qualvollstem Transport ihren Schlächtern lebend, sterbend, schon krepiert, zukarrt, um die „Frühvermarktungs-„, die „Herodes-Prämie“ zu kassieren, ein Schimpf- und Schandgeld sondergleichen!

Das Monster der Schöpfung darf Tiere zum Amüsement gebrauchen. Und wie gebraucht es sie? Indem es Enten, Gänsen, Hühnern um die Wette die Köpfe abreißt. Indem es beim „Steer Busting“ Tiere mit dem Lasso an den Hinterläufen fängt und herumschleift, bis sie sterben. Indem es Stieren, vor ihrem Todeskampf in der Arena, die Nase mit Watte verstopft, die Augen mit Vaseline verkleistert. Indem es an gewissen Heiligenfesten in Spanien mit pfarrherrlichem Beistand Ziegen und ihre Jungen lebend vom Kirchturm stürzt.

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Das schwärzeste aller Verbrechen (Teil 2)

Das schwärzeste aller Verbrechen   Leave a comment

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Christen gegen die Kreatur
Eine Polemik
Karlheinz Deschner

Auszug.
Mit wahrem Haßvergnügen werfen die größten katholischen Heiligen ihren Mitmenschen Tiernamen an den Kopf, bevorzugt andersgläubigen Christen: „Tiere in Menschengestalt“, „Füchse“, „Wölfe“, „tolle Hunde“, „schmutzige Schweine“, „Schlachtvie für die Hölle“; indes etwa Luther den Heiligen Vater „Krokodil“ tituliert, „Drachen und Höllendrachen“, „Bestie der Erde“, „Papstesel“, „Papstsau“ usw. (Ist ja auch die Frau für Luther „ein Kind“, „ein halbes Kind“, „ein Toll Thier“.)

Entsprechend figuriert das Tier in der christlichen Kunst. Zwar ist es – durch die ferne Erinnerung an seine einstige Dignität, ja Göttlichkeit – noch lange ambivalent, versinnbildlicht zum Beispiel der Fisch (vordem der Fischgöttin Atargatis heilig, dann zur Fastenzeit ein sehr begehrtes Freßprodukt) sogar Christus. Doch unvergleichlich häufiger verkörpern Tiere das Böse. Sie werden verhäßlicht, dämonisiert; am schlimmsten die Schlange, die, als der Erde am nächsten, das meistverehrte Tier der Urreligionen ist; die in vorbiblischer Zeit Weisheit, Fruchtbarkeit, Wiedergeburt, im Indischen als die sich in den Schwanz Beißende (also Endlose) die Zeit symbolisiert, den Kreislauf des Universums, die menschliche Lebenskraft; die Schlange, die man auch im griechischen Delphi, lange vor der Klassik, als Sinnbild des Lebens, der Erneuerung, als sacrum empfindet, bis sie Apollo, der Gott der Vernunft, erschlägt.

Und im Alten Testament verführt die Schlange die Frau, die ihrerseits wieder den Mann betört, worauf die Kirche durch zwei Jahrtausende das Weib mit Eifer und Geifer verunglimpft, benachteiligt und die Schlange wie kaum ein anderes Tier verteufelt: Inbegriff der Sünde nun, Staubfresserin, nicht mehr Wiedergeburt verheißend, sondern Tod; die Jungfer Marie, die reine, zertritt ihr den Kopf.

Wer kennt nicht in romanischen, in gotischen Christentempeln all die Greuelkreaturen, die zerquälten Tiergesichter, von irgendwelchen Heiligen zertreten. An Portalen, Tympana, an Kapitellen mutiert das Tier zur Bestie: Raben, Hunde, Hasen, Kröten, Esel, Löwen, Wölfe, Widder, Drachen, samt und sonders Satansbiester, Teufelsfratzen; womit implizit stets auch der „Sünder“, das „Tier in uns“ getreten wird, die Sexualität. „Der Teufel“, schreibt Friedrich Heer, wird da dem Volk präsentiert „als ein ,Vieh`, ein ,schweinisches Vieh`“.

Luther, der ja „teglich“ mit Beelzebub „tzu Hareligen mußte“, „er schläfet viel mehr bei mir als meine Käthe“, weiß ihn „verborgen in den Affen und Meerkatzen“, zumal jedoch in der Schlange. Und das ihm immer wieder Unterstellte, „daß auch die Belferlein und Hündlein in den Himmel kommen“, steht bei ihm keineswegs geschrieben.

Zum puren Vergnügen marterten mittelalterliche Christen im Spiel vom Geflügel bis zu den Rindern alles zu Tode. Schweinewurden am Strang gesetzesgerecht hingerichtet, Hunde als Teufelsgehilfen gepeinigt und lebendig auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Auch Katzen flogen am Johannistag in ganz Westeuropa fuhrenweise ins Feuer; in Metz veranstaltete man mit ihnen, unter klerikaler Patronanz, entsetzliche Autodafés bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts.

„Grausamkeit gegen Tiere“, notiert Alexandervon Humboldt, „kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen.“

Aber bei wahrer Religion.

Tausende von Tieren wurden vom 9. bis zum 19. Jahrhundert – segensreiche Nachwehen alttestamentlicher Theokratie – strafverfolgt und barbarisch exekutiert, häufig wegen sogenannter Bestialität (sodomia ratione generis). Auch den Klerus bedrohte man dafür mit Strafen, erst recht die Laien, und wollte noch die lasterhaften Tiere umgebracht und den Hunden vorgeworfen sehen. Doch auch Hunde büßten, hatten sie gesündigt, schrecklich, wie jene „Punzenlecker“, die man 1771 im Pariser Raum, waren sie Rüden, sämtlich konfiszierte und verbrannte. Denkwürdig, beiläufig, daß die christliche Kirche das von den Juden übernommene Gesetz gegen Bestialität auf die Juden selbst ausgedehnt hat. Galt doch der Koitus zwischen Christ und Jüdin – hier knüpften, wie nicht selten dann in dieser Hinsicht, die vom Kirchenschwachsinn inspirierten Nazis an – als gleichwertig dem mit einem Tier.

Nun gibt es Christen, die gern jenen, der dem Bruder Esel predigte, den Vögeln, als Alibi benutzen, Franz von Assisi, diese fast singuläre Lichtgestalt in all den finsteren Geschehnissen der Kirchengeschichte. Seine Beziehung aber zum Tier, wie halbherzig auch immer – er wandte sich bei eklatanten Roheitsakten „nicht gegendie Roheit selbst und erst recht nicht gegen die Rohlinge persönlich“ (so der Bayreuther Soziologe Gotthard Teutsch) -, nahm die Kirche nie wirklich ernst; Papst Innozenz III. kommentierte, der Überlieferung zufolge, er solle doch den Schweinen predigen.

Und dreieinhalb Jahrhunderte später, 1567, verbot Pius V. – Inquisitor und heilig – durch die Bulle „De salute gregis“ zwar Stierkämpfe „für ewige Zeiten“, doch nicht, wie meist hingestellt, als Humanitätsakt gegenüber den Stieren und oft grauenhaft krepierenden Pferden, sondern nur, wie § 1 testiert, wegen der „häufigen Todesfälle von Menschen, Verstümmelungen menschlicher Glieder und Gefahr für das Seelenheil“. Wieder dreihundert Jahre darauf Mitte des 19. Säkulums, untersagte Pius IX. die Eröffnung eines Tierschutzbüros in Rom; habe der Mensch doch, was Tiere betrifft, keinerlei Pflichten – und 1985 erfolgte der erste Schritt zu seiner Heiligsprechung kraft offizieller Anerkennung seiner „heroischen Tugend“.

Und heute? Klipp und klar erklärt 1993 der „Katechismus der Katholischen Kirche“: „Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt, den er nach seinem Bilde geschaffen hat. Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen. Man darf sie zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit dienstbar zu machen. Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig …“.

Ja, hält dieser katholische Katechismus nicht weiter Tür und Tor offen für jede Scheußlichkeit gegenüber einer ganz und gar wehrlosen, ganz und gar schuldlosen, aber ganz und gar versklavten Kreatur? Gegenüber Geschöpfen, die oft in ihrem Erleben, Fühlen, wie Genetik, Biologie, Verhaltensforschung, wie ja auch alltägliche Erfahrungen zeigen, uns in vielem sehr ähnlich, uns nicht selten inniger, treuer zugetan sind selbst als menschliche Freunde? Doch fort und fort darf das animal rationale mit (nicht nur) katholischem Plazet Leichen genießen; fort und fort darf es weiter sich vollstopfen mit Fleisch und Fisch bis zum Rande seines Fassungsvermögens, wofür Jahr um Jahr Milliarden „Mitgeschöpfe“ verröcheln müssen, weit mehr als die Hälfte unbetäubt; ist ja auch nach den EKD-„Texten“ 41, 1991, das „Gewaltverhältnis“ zwischen Mensch und Tier „grundsätzlich unaufhebbar“. Und weiter darf der Mensch, laut „Weltkatechismus“, sich geschäftlich der Tiere bedienen. Und wie bedient er sich? Indem er Robbenbabys vor den Augen ihrer Mütter zu Tode knüttelt. Indem er Karakullämmer gleichsam pränatal aus dem Mutterleib prügelt. Indem er in den Ferkel-, den Hühnerbatterien, den Mastboxen und Dunkelställen die ihm rettungslos, ihm wie Sachen, nein, wie Dreck Ausgelieferten derart zusammenpfercht, daß sie in ihrer Not einander Schwänze und Ohren abbeißen oder die eigenen Jungen fressen.

Und seit dem 11. Dezember 1996 erlaubt unsere christliche Regierung das Halten von noch mehr Tieren als bisher „pro Anlage ohne Genehmigung“ – beinah dreimal soviel! Man bedient sich der ohnmächtigen Kreatur, der „Mitgeschöpfe“, indem man ungezählte Kälbchen auf qualvollstem Transport ihren Schlächtern lebend, sterbend, schon krepiert, zukarrt, um die „Frühvermarktungs-„, die „Herodes-Prämie“ zu kassieren, ein Schimpf- und Schandgeld sondergleichen!

Das Monster der Schöpfung darf Tiere zum Amüsement gebrauchen. Und wie gebraucht es sie? Indem es Enten, Gänsen, Hühnern um die Wette die Köpfe abreißt. Indem es beim „Steer Busting“ Tiere mit dem Lasso an den Hinterläufen fängt und herumschleift, bis sie sterben. Indem es Stieren, vor ihrem Todeskampf in der Arena, die Nase mit Watte verstopft, die Augen mit Vaseline verkleistert. Indem es an gewissen Heiligenfesten in Spanien mit pfarrherrlichem Beistand Ziegen und ihre Jungen lebend vom Kirchturm stürzt.

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Das schwärzeste aller Verbrechen

 

Vatikan sieht italienischen Gesetzentwurf Homosexuelle vor Gewalt zu schützen als Gefahr für die Meinungsfreiheit   Leave a comment

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Da musste ich schon zwei mal hinhören, damit ich richtig hörte!

Unglaublich, der Vatikan will also dass man homosexuelle Menschen beleidigen, mit Aggression und mit Gewalt begegnen kann! Das will der Vatikan als freie Meinungsäußerung gewährt wissen.

Von rainews.it

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Der Vatikan hat Italien aufgefordert, einen Gesetzentwurf zur Homophobie abzuändern, weil er das Konkordat verletzt.

Gesetzentwurf Homophobie: Vatikan fordert Änderungen

Der Vatikan hat die italienische Regierung dazu aufgefordert, den Gesetzentwurf gegen Homophobie abzuändern. Eine entsprechende schriftliche Forderung übergab die vatikanische Diplomatie dem Außenministerium. Nach Auffassung des „Corriere della Sera“ ist dieser Schritt historisch. Noch nie seit Abschluss des Konkordats habe der Vatikan einen solchen Schritt unternommen.

Als Begründung für diese ungewöhnliche Forderung gibt der Vatikan an, dass der nach dem Abgeordneten Alessandro Zan benannte Entwurf das Konkordat verletze.

Die Absicht des Entwurfs liegt darin, Menschen vor homophoben Beleidigungen, Aggressionen und Gewalt zu SCHÜTZEN. Die Kirche sieht darin zuerst einmal eine Gefahr für die Meinungsfreiheit. (Anmerkung: wie bitte??? Man muss dieser Organisation unbedingt die Zähne zeigen, das Konkordat wäre neu zu verhandeln, die Mittel bedeutend zu kürzen und die Steuerprivilegien ersatzlos zu streichen!). Außerdem verstoße er in einigen Punkten gegen Konkordat, argumentiert der Vatikan.

Kaum überraschend, dass die Lega dem Vatikan unterstützend zur Seite stand. Lega-Chef Matteo Salvini dankte dem Vatikan für seinen – so wörtlich – Hausverstand.

Die Kammer hat den Gesetzesentwurf im November verabschiedet. Im Senat muss er noch gebilligt werden.

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Vatikan sieht italienischen Gesetzentwurf Homosexuelle vor Gewalt zu schützen als Gefahr für die Meinungsfreiheit

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Aufruhr bei Promis und Politikern

Der Stopp sorgte für großen Wirbel unter Italiens Politikern und Prominenten. „Es braucht das (Gesetz) Legge Zan, das in einem zivilisierten Land vielleicht gar nicht notwendig wäre, hier aber schon“, sagte der Sänger und Gewinner des bekannten Sanremo-Festivals von 2019, Mahmood, im Interview der Zeitung „La Repubblica“ (Samstag). Die Menschen seien bereit, diese Schande homophober Taten ans Licht zu bringen.

https://www.rainews.it/tgr/tagesschau/articoli/2021/04/tag-aufregung-nach-blockade-anti-homphobie-gesetz-italien-95face02-0860-48f8-8160-f21b92e6f9ad.html

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Kritik an EM-Regenbogen: FDP-Mann Papke fühlt sich mit „Dreck“ beworfen

Der ehemalige Fraktionschef der NRW-FDP hatte Kritik an ein in Regenbogenfarben erstrahlenden Münchener Stadion geübt. Seine Partei reagierte empört – Papke ist es wiederum auch.

Diese freche Arroganz gegenüber Völkern, die sich dem linken Mainstream nicht anschließen wollen, ist unerträglich„, lautet der letzte Satz eines Tweets, der ein schon länger volles Fass wohl zum überlaufen gebracht hat.

Der Verfasser ist Gerhard Papke, von 2005 bis 2012 Fraktionschef der Landtags-FDP und danach bis 2017 Landtagsvize-Präsident. Der heute 60-Jährige prägte über Jahre das Gesicht der Freidemokraten im Landtag, blieb beharrlich ein Vertreter der stark am Markt orientierten FDP.

Papke ärgert die FDP häufiger

Nach seinem Ausscheiden aus dem Landtag schrieb er ein Buch über seine landespolitische Zeit, samt kritischer Passagen über Parteichef Christian Lindner. Auch in seiner aktuellen Position als Präsident der Deutsch-Ungarischen-Gesellschaft eckt er an, da er die Regierung Orban häufig gegen Kritik verteidigte.

Wenig verwunderlich also, dass sich auch Papke gegen die Pläne ausgesprochen hat, bei der EM-Partie der DFB-Mannschaft gegen Ungarn das Münchener Stadion in Regenbogen-Farben erstrahlen zu lassen.

[…]

Papke spricht von „linkem Mainstream“

Dafür hatte sich Parteien im Münchener Stadtrat – auch mit der Zustimmung der dortigen FDP – ausgesprochen. Es sollte ein Zeichen gegen die Gesetzgebung in Ungarn sein. Das Parlament in Ungarn hatte zuletzt Gesetze gegen Homo- und Transsexuelle beschlossen, die international kritisiert wurden

Dass Papke die Pläne mit der Stadionbeleuchtung als „Arroganz“ und „linken Mainstream“ bezeichnet, erzürnt viele in der Partei. Vor allem Letzteres gilt als Bezeichnung, die häufig im neurechten Umfeld benutzt wird.

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FDP-Mann Papke fühlt sich mit „Dreck“ beworfen

 

Letzte Saison – wenn es Zeit ist zu sterben   1 comment

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Ich teile den Absatz voll inhaltlich wo du sagst, dass du den Bogen weiter spannen willst und es schon genügt nicht mehr leben zu wollen, lebenssatt zu sein. Es müssen keine unerträglichen Schmerzen vorhanden sein oder eine unheilbare Krankheit. Die Person allein entscheidet ob das eigene Leben noch lebenswert ist. Es ist strikt abzulehnen wenn fremdbestimmt entschieden wird was lebenswert ist oder nicht. Schließlich wurde auch niemand gefragt ob er / sie auf die Welt will. Mein Leben und mein Tod gehört mir allein.

Politiker, Medizinfunktionäre und Kleriker haben NICHT das Recht über meinen Wunsch zu sterben zu entscheiden. Ich habe höchsten Respekt vor Udo Reiter und seine Argumente finde ich unwiderlegbar. Es hat in der TV-Sendung kein einziger der Gegner vom selbstbestimmten Sterben auf seine Argumente widersprochen. Ich finde es eine untragbar Anmaßung wenn andere über meinen Tod entscheiden wollen und jede/r hat das Recht auf humanes Sterben, das von Ärzten unterstützt wird, die das tun wollen. Das Strafgesetzbuch hat da nichts zu suchen.

Rebloggt von Sabine

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https://www.4shared.com/web/embed/file/iaKGZDzWea

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. . . , die Buchhändlerin aus Freiburg, hatte noch so viel vorgehabt. Schwimmen im Freibad, mit dem Mann um die Welt reisen, lesen, ordnen, den Enkel aufwachsen sehen, den Gatten mit ihrer Hyperaktivität nicht zur Ruhe kommen lassen. Dann, im August, elf Tage nach der Pensionierung, kam die niederschmetternde Diagnose im Freiburger St. Josefskrankenhaus: Bauchspeicheldrüsenkrebs mit Lebermetastasen, ein Synonym für Hoffnungslosigkeit und den sicheren Tod. Begreifen kann das kein Mensch. Am wenigsten Frau Zeller. Aber umgehen müssen die Kranke, ihr Ehemann, die Tochter und Dr. Matthias Rilling, 59, der behandelnde Oberarzt, mit dem Unbegreifbaren trotzdem. Und das Fernsehen auch – es ist mit Frau Zellers Zustimmung auf ihrem letzten Weg dabei.

Die Dokumentarfilmerin Sigrid Faltin mit ihrem Kameramann Ingo Behring sind die Sterbebegleiter der Krebskranken. Die besten, die sich denken lassen, wie ihr Dokumentarfilm „Letzte Saison – Wenn es Zeit ist zu sterben“ beweist. Die Vereinbarung zwischen der Sterbenden und den filmischen Beobachtern haben eine einsichtige ethische Grundlage: Die Krebskranke möchte ihrem Enkel, den sie nicht aufwachsen sehen wird, eine Erinnerung hinterlassen. Auch ein Bilderverbot wurde festgelegt: Bei der letzten Ölung und beim letzten Besuch des Arztes darf die Kamera nicht dabei sein.

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Mein Tod gehört mir (S)

https://www.4shared.com/web/embed/file/VMi9YdiWea

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Udo Reiters Abschiedsbrief – eine Erklärung (S)

https://www.4shared.com/web/embed/file/4Tj5RgF-iq

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2022 – Euthanasie Poetic Szene (S)

https://www.4shared.com/web/embed/file/NYDBVtsViq

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Woher nehmen Politiker, Kleriker und Medizinfunktionäre das Recht, über meinen Tod zu entscheiden? Das Recht auf Selbstbestimmung ist die Grundlage unserer Verfassung. Für alle Lebensbereiche wird es eingefordert. Nur das Recht auf den eigenen Tod will man uns nicht einräumen.

Wer mit seinem Leben abgeschlossen hat, soll sich nicht vor den Zug werfen müssen. Das meinen auch 70 Prozent der Deutschen, die sich für ein Recht auf eine menschenwürdige Beendigung des Lebens aussprechen. Ein Plädoyer für das Recht auf selbstbestimmtes Sterben.

Im August erschoss sich der Schriftsteller Wolfgang Herrndorf („Tschick“) in Berlin am Ufer des Hohenzollerkanals. Herrndorf litt an einem unheilbaren Hirntumor; er hatte nach mehreren Operationen und Chemotherapien beschlossen, sein Leben selbst zu beenden. Das konkrete Umsetzen dieses Entschlusses empfand er als überaus schwierig und qualvoll. Es war, schrieb er, „eines zivilisierten mitteleuropäischen Staates nicht würdig“ – eine Erfahrung, die offenbar viele der 10.000 Menschen machen, die sich in Deutschland jährlich für den Freitod entscheiden. Sie werden weitgehend alleingelassen.

Rat und konkrete Hilfe gibt es nur in einer juristischen Grauzone, die den gutwilligen ärztlichen Helfer leicht in Schwierigkeiten bringt. Normale Sterbewillige, die keine Kontakte zu liberalen, risikobereiten Medizinern haben, beenden selten ihr Leben in Würde und ohne unnötiges Leid. Sie müssen aus Fenstern springen, an Brückenpfeiler fahren oder – das macht die Hälfte dieser jährlichen Zehntausend – sich an Bäumen oder Fensterkreuzen aufhängen. Drei werfen sich pro Tag vor einen Zug.

Neuen Umfragen zufolge meinen mehr als 70 Prozent der deutschen Bevölkerung, dass es ein auf eine menschenwürdige Beendigung des Lebens geben müsste und dass dem allseits akzeptierten Recht auf ein selbstbestimmtes Leben ein Recht auf einen selbstbestimmten Tod zu entsprechen habe.

Angesichts dieser Stimmungslage ist es bemerkenswert, dass sich keine politische Partei um das Thema kümmert. Die Mehrheitsmeinung wird seit Jahren von einer Allianz aus Kirchenvertretern, Ärztefunktionären und Politikern in Schach gehalten. Erst in jüngster Zeit hat dieses Kartell einige Risse bekommen. Dass jetzt sogar der katholische Theologe Hans Küng das Recht auf Sterben einfordert („Ich will nicht als Schatten meiner selbst weiterexistieren“), könnte nun endlich Bewegung in die Debatte bringen.

Entschluss in freier Entscheidung

Irgendwann wird es zu Ende gehen. Aber wie?

Ich möchte nicht als Pflegefall enden, der von anderen gewaschen, frisiert und abgeputzt wird. Ich möchte mir nicht den Nahrungsersatz mit Kanülen oben einfüllen und die Exkremente mit Gummihandschuhen unten wieder herausholen lassen. Ich möchte nicht vertrotteln und als freundlicher oder bösartiger Idiot vor mich hindämmern. Und ich möchte ganz allein entscheiden, wann es so weit ist und ich nicht mehr will, ohne Bevormundung durch einen Bischof, Ärztepräsidenten oder Bundestagsabgeordneten.

Ich möchte den Bogen aber weite spannen:

Es geht um Menschen, die nicht todkrank sind, aber in freier Entscheidung zu dem Entschluss kommen, nicht mehr weiterleben zu wollen, sei es, weil sie den Verlust ihrer Persönlichkeit im Altwerden nicht erleben wollen, sei es, weil sie einfach genug haben und, wie es im ersten Buch Moses heißt, „lebenssatt“ sind.

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Letzte Saison – wenn es Zeit ist zu sterben